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Full text of "Entomologische Arbeiten aus dem Museum G. Frey Tutzing bei München"

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AUS DEM MUSEUM 


G.FREY 
TUTZING BEI MÜNCHEN 


Band 6 


1955 


SMITHSONIAN INSTITUTION 
WASHINGTON 25, D.C 


Schriftleiter: Dr. E. Haaf 


EIGENVERLAG,. TUTZING BEI MÜNCHEN, HOÖFRAT-BEISELE-STR. 


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Ausgabedatum von Band 6, Heft 1: 1. April 1955 
Ausgabedatum von Band 6, Heft 2: 1. Dezember 1955 
Ausgabedatum von Band 6, Heft 3: 15. Dezember 1955 


Inhalt 


des 6. Bandes. 1955 


Bechyne, J.: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Altieidae (Col. 
Phyt.) . ER 54  < 

Bechyne, J.: Über die ea knnischeh Alieiden (Col. Phyt.) . 

Bechyne, J.: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika : Eumolpidae (Col. 
Ehyeo, 

Breit, J.: Zur Nontenllatur Ber Kuronasschen Zileee Keten 

Breuning, St.: Eine neue Lamiiden-Gattung aus Brasilien (Col. Care, 

Breuning, St.: Zwei neue ostasiatische Lamiiden aus dem Museum Frey 

Breuning. St.: Neue Cerambyciden von der Insel Trinidad . 

Breuning, St.: Eine Gerambyciden-Ausbeute von Französisch-Guinea 

Bytinski-Salz: Prionotheca coronata Ol. freyı ssp nov. De 

Franz, H.: Zweiter Beitrag zur Kenntnis der eier nen E ustem- 
mus-Arten (Col. Seydm.) . BEE DEE 

Freude. H.: Die Monommiden der Welt. I. Teil: Die Monommiden 
der indo-australischen Region ine: 

Freude, H.: C. H. Teil: Die Monommiden der ek ehren Kern 

Frey, G.: Coprophagen-Studien über neue und wenig bekannte Arten 

Haaf, E.: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) . 

Haaf, E.: Franz Stöcklein 75 Jahre alt! . i 

Haaf, E.: Aus der Chronik des Museums Frey Se 

Howden, H. F.: Description of a new Peruvian Athyreus Ei notes on 
the Method of Illustration . 

Kulzer, H.: Monographie der Scotobiini. Zehn Beine zur Ron: 
der Tenebrioniden 

Kulzer, H.: Neue Tenebrioniden aus Sedemenle 

Mader, L.: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden und rer Aber 
ratıionen in Wort und Bild 

Mandl, K.: Die Cicindelen, Caraben und Bleemen (Col ) 1er Ara 
stan-Expedition 1952 und 1953 J. Klapperichs . a 

Mandl, K.: Zur Kenntnis der Cicindeliden Süd-Chinas (Col.) III. Teil 

Schedl, K.: Borken- und Ambrosiakäfer des Museums Frey, I. Teil 
149. Beitrag zur Morphologie und Systematik der Scolytoidea 

Schedl, K.: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum. 
150. Beitrag zur Morphologie und Systematik der Scolytoidea 

Wolfrum, P.: Neue Anthribiden aus dem Museum G. Frey 


Seite 


Bas 
486 


369 


1056 


31 
658 
659 
662 
318 


1036 


— 


Erklärung zu Tafel AXVII 


: Platynaspis Lewisi Cr. 
: Sticholotis Hillerei Ws. 
: Sticholotis puncalata Cr. 


: Oxynychus Alexandrae Ws. 5 
: Cryptogonus blandus Mader, © 


: Scymnus (Nephus) includens Kirsch. 5 


Chilocorus rubidus Hope 


: Exochomus Mülleri Mader, <' 
: Exochomus uropygialis Mls. O 
: Exochomus anchorifer All. © 


Exochomus Kiritschenkoi Bar. Q 


: Brumus tetradymus Frm. 
.: Platynaspis angulimaculata Mader, © 


7 


: Plotina versicolor Lewis 
: Hyperaspis pumila Mls. oh 
: Hyperaspis Marmottani Frm. O 


5: Cryptogonus Schraiki Mader. 5 


SE 
T 


L: Seymnus (Nephus) crucifer Fleisch. ee 


71 


: Amida tricolor Harold. 

: Novius cruentatus Mls. 

: Rodolia limbata Motsch. 

: Rodolia cardinalis Mls. 

: Rodolia 4-maculata a. seamaculata Mader 
: Rodolia octoguttata Ws. 

: Tetrabrachys connatus Panaz. 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden Tafel XXVIII 


Entom. Arbeiten aus dem Museum G. Frey 


rbeiten 


AUS DEM MUSEUM 
G.FREY 
TUTZING BEI MÜNCHEN 


Dita Wa nn 
Us Da L.n3 This, WiSe 
Band 6, Heft 1 
1955 N y Nagy, N 
\ SUR. 1158...) 
SLR: IR 1er" { a" 


Schriftleiter: Dr. E. Haaf 


EIGENVERLAG, TUTZING BEI MUNCHEN 
fi 


\ 


Ausgabedatum: 1. April 1955 


| Inhalt 


des 1. Heftes. Band 6 


Bechyne, J.: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae (Col. Phyt.) . 
Breuning, S.: Eine neue Lamiiden-Gattung aus Brasilien (Col. Ceramb.).. . 
Bytinski-Salz: Prionotheca coronata Ol. freyi ssp. nov. . .. . 22... 
Freude, H.: Die Monommiden der Welt. I. Teil: Die Monommiden der indo- 

australischett Region" 1 ya mal. 'L 7 de. 0 Zr 
Haaf, E.: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab. 
Haaf, E:: ‚Franz ‚Stöcklein 75 Jahre alt!'x.., . Mir cn Dar 
Mandl, K.: Die Cicindelen, Caraben und Calosomen (Col.) der Afghanistan- 

Expedition 1951 und 1952 J. Klapperichs „......... 
Mandl, K.: Zur Kenntnis der Cicindeliden Süd-Chinas (Col.) IH. Teil. . . 
Schedl, K.: Borken- und Ambrosiakäfer des Museums Frey, I. Teil. 149. Bei- 

trag zur Morphologie und Systematik der Scolytoidea.. . . . 
Schedl, K.: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum. 150. Bei- 

trag zur Morphologie und Systematik der Scolytoidea. . . . 


U Val ANCET Re WANN RE TER 6 


Seite 

74 
311 
313 


H. Freude: Die Monommiden der Welt 1 


Die Monommiden der Welt 
I. Teil: Die Monommiden der indo-australischen Region 


Von Heinz Freude 


(Aus der Zoologischen Sammlung des Bayerischen Staates, München.) 


Vorwort 


Die Anregung, mich mit der kleinen, wenig bekannten Fa- 
milie der Monommidae zu befassen, erhielt ich durch meinen 
Kollegen vom Transvaal-Museum in Pretoria, den bekannten 
Tenebrionidenspezialisten Carl Koch. Er trug mir sein in Süd- 
afrika erbeutetes, reiches und interessantes Monommidenmaterial 
zur Bearbeitung an. Dafür möchte ich ihm auch an dieser Stelle 
herzlichst danken. Wegen der verhältnismäßig geringen Artenzahl 
entschloß ich mich aber, die ganze Familie monographisch zu be- 
arbeiten. Als ich mir diese Aufgabe stellte, ahnte ich nicht, welche 
Schwierigkeiten sich der Bearbeitung in den Weg stellen würden. 
Viele der Arten zeigen nicht nur eine hochgradige Ähnlichkeit, 
sondern auch eine große Variabilität. Hinzu kommt noch, daf3 die 
Urbeschreibungen meist unzureichend sind. So blieb als einzige 
Möglichkeit der einwandfreien Deutung das Studium der Typen. 
Diese befinden sich größtenteils in der Sammlung Oberthür (in- 
elusive Thomson), welche mir erst im Oktober 1953, nach der 
Übernahme der Sammlung in das Pariser Museum, zugänglich 
wurde. Meine Frankreichreise ermöglichte mir aber zugieich das 
Studium der Sammlung M. Pie in Les Guerreaux, se daß mir nun- 
mehr fast das gesamte vorhandene Typenmaterial vorgelegen hat, 
denn die meisten anderen Museen hatten die Liebenswürdigkeit, 
mir ihre Monommidentypen zu senden. 

Als erste Region hatte ich die indo-australische in Angriff 
genommen, weil sich der größte Teil der Arten dieses Gebietes 
mit dem mir vorher zur Verfügung stehenden Material deuten 


Entom. Arbeiten aus dem Müseum Frey, Bd. 6, H. 1 


MAY 1 » 195; 


2 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


ließ. Trotzdem blieben aus dieser Region zunächst 6 Arten un- 
deutbar, 5 derselben konnten durch Typenstudium geklärt werden, 
der Typus der letzten war leider verlorengegangen. Die erfreu- 
liche Verminderung der unsicheren Arten erforderte aber eine 
neuerliche Überarbeitung des Ganzen. 

Der Systematiker muß in seiner Arbeit auf die Urbeschrei- 
bungen zurückgreifen. Deren Beschaffung ist aber meist schwierig 
und zeitraubend, besonders nachdem durch den letzten Krieg viel 
wissenschaftliche Literatur vernichtet wurde. Deshalb folge ich 
hier einer Anregung meiner verehrten Kollegen, der Herren Di- 
rektor H. Schein und H. Wichmann, und gebe die Urbeschreibun- 
gen aller bisher bekannten Arten im Wortlaut an. So erspare ich 
späteren Bearbeitern viel Literaturarbeit und darf hoffen, daß 
meine Kollegen diese Arbeitserleichterung dankbar begrüßen wer- 
den, wenn auch die flüssige Darstellung der Materie notgedrungen 
etwas darunter leiden muß. Wesentlich ist meines Erachtens, daß 
mit dieser Monographie eine solide Grundlage für die weitere Ar- 
beit an den Monommidae gegeben wird. Dazu gehört weiter, daß 
eine Erkennung der Arten ohne neues Typenstudium möglich sein 
soll. Deshalb mußte ich die ungenügenden Urbeschreibungen er- 
sänzen und zur Verdeutlichung zahlreiche Abbildungen bringen, 
wenigstens im hier vorliegenden 1. Teil der Monographie, denn 
das Wort kann die bildliche Darstellung nicht immer vollkommen 
ersetzen. R 

Als Grundlage meiner systematischen Arbeit möchte ich noch 
kurz meine Auffassung des Artbegriffes in Beziehung zu dem Be- 
griff des Rassenkreises darlegen. | 

Das von Rensch (1929) vertretene Prinzip der geographischen 
Rassen- und Artenkreise hat sich für die Kennzeichnung ver- 
wandtschaftlicher Zusammenhänge als sehr fruchtbar erwiesen, 
und ich habe es deshalb auch auf die Systematik der Monommidae 
angewandt, wo es die Erkenntnis der natürlichen Zusammenhänge 
" angebracht erscheinen ließ. Sicher wird es sich noch weit allgemei- 
ner durchführen lassen, wenn von den bisher ausgenommenen 
Gruppen ebenfalls so reiches Material vorliegen wird, daß sich 
lückenlose Zusammenhänge ergeben. Vorerst aber müßte man sich 
bei den fraglichen Gruppen zu stark auf das Gebiet der Speku- 
lation begeben, womit niemandem gedient wäre. 

Wenn ich hier den Begriff ‚„Rassenkreis“ nicht ganz im Sinne 
von Rensch handhabe, so schließe ich mich damit der Praxis der 
meisten Systematiker an. 


H. Freude: Die Monommiden der Welt 3 


Der Art- oder Speciesbegriff hat sich im Laufe der Zeit be- 
trächtlich gewandelt. Rensch selbst gibt einige solcher Wandlun- 
gen an. Für den Systematiker ist die Art vielfach ein Komplex 
geographischer Rassen, sofern das Material gestattet, die rassische 
Gliederung zu erkennen. Es ist deshalb meines Erachtens nicht ge- 
rechtfertigt, den Rassenkreis in ausdrücklichen Gegensatz zur Art 
zu stellen und wie Rensch zu behaupten, der Rassenkreis sei keine 
Art. Wenn auch einzelne Rassenkreise sich so weit verfolgen las- 
sen, daß ihre entferntesten Glieder sich nicht mehr fruchtbar mit- 
einander kreuzen und damit über das wesentliche Kriterium der 
Art hinausgehen, so ist doch der Zusammenhang ihrer Nachbar- 
rassen so eindeutig, daß auch taxonomisch ihre artliche Verbin- 
dung durch die ternäre Nomenklatur zum Ausdruck gebracht wird. 
Die meisten Rassenkreise dürften eine fruchtbare Kreuzung ihrer 
extremsten Glieder nicht ausschließen. Andererseits werden sich 
die meisten Arten im Sinne Renschs bei genauester Untersuchung 
als aus Rassen zusammengesetzt erweisen. Damit aber wären sie 
keine Arten mehr, und so käme es letzten Endes dahin, daß die Art 
überhaupt eliminiert und der Rassenkreis an ihre Stelle gesetzt 
würde. 


Die systematische Praxis sieht deshalb im Rassenkreis nur 
einen anschaulichen Begriff für den der Art. Fälle, wie der be- 
sonders umfangreiche Rassenkreis der Kohlmeise, die den Rahmen 
der Art zu sprengen drohen, werden als Großart verstanden. 


Daß viele Systematiker früher und leider auch noch heute 
ohne Berücksichtigung der Zusammenhänge in kleinsten Differen- 
zen Artkriterien sehen und Rassen als Arten beschreiben, kann 
auf die Begriffe Art und Rassenkreis keinen Einfluß haben. Viel- 
fach ist der Systematiker sogar gezwungen, Vertreter zunächst als 
einer eigenen Art zugehörig anzusehen, wenn ihm nicht genügend 
Material zur Verfügung steht, das anhand von Übergängen die Zu- 
sammenhänge hinreichend erkennen läßt, er andererseits aber die- 
ses Material kennzeichnen und einordnen soll. 


Die neueste Definition der „Art“, die Hennig (1950) gibt, in- 
dem er sie als „Komplex vikariierender Fortpflanzungsgemein- 
schaften‘ bezeichnet, bezieht damit gleichfalls den Rassenkreis in 
den Artbegriff ein. Auch Hennig ist gegen eine zu enge Fassung 
des Art-Begriffs. Wir können systematisch-taxonomische Begriffe 
schon deshalb nicht allzu starr auffassen, weil die Grenzen in der 
Natur selbst oft ebenfalls nicht scharf, sondern mehr oder weniger 


1* 


4 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


fließend sind, was speziell bei den geographischen Rassen in Er- 


scheinung tritt, 


Nun habe ich noch die angenehme Pilicht, alien den verehrten 
Herren Kollegen meinen herzlichsten Dank auszusprechen, die mir 
bei meiner Arbeit in liebenswürdiger Weise durch Material, Rat 
und Literatur geholfen haben, und ich darf bei dieser Gelegenheit 
zugleich um weitere freundliche Unterstützung bitten. Mein Dank 
gilt: 

Herrn Dr. P. Basilewsky vom Musee du Congo Belge in Tervuren, 
Herrn Fr. Borchmann vom Museum Alexander König in Bonn, 
am British Museum den Herren Dr. Riley, Dr. Britton, Dr. van 

Emden und Fräulein Dr. von Hayek, 

Herrn A. Capener in Oleveland, Südafrika, 
Herrn Dr. J. F. Gates Olarke und Herrn Dr. E. A. Chapin vom U.S. 

National Museum in Washington, 

Herrn Prof. Dr. K. Delkeskamp vom Zoologischen Museum Berlin, 
Herrn Dr. Henry Dietrich von der Cornell University in Ithaca, 

U.S.A., 

Herrn Konsul G. Frey und den Herren seines Museums, Dr. E. 

Haal, Dr. J. Bechyne, H. Kulzer und R. Frieser, 

Herrn F. Gaerdes in Okahandja, Südwestafrika, 

Herrn G. Hobohm in Abachaus, Südwestafrika, 

am Hope Museum-in Oxford Herrn Prof. Dr. G. C. Varley und 
Herrn Dr. Ernest Taylor, 

Herrn Dr. Zalton Kaszab vom Museum Budapest, 

Herrn Dr. G. Kruseman vom Museum in Amsterdam, 

Herrn Dr. Svend G. Larsson vom Museum in Kopenhagen, 

Herrn Dr. Hugh B. Leech von der California Academy of Science, 

San Franeisco, 

Herrn Dr. Rene Malaise vom Riksmuseum Stockholm, 
am Museum Bogoriense Herrn Dr. M. A. Lieftinck und Herrn F. C. 

Drescher, 
am Museum für Tierkunde in Dresden Herrn Direktor Reichert, 

Herrn J. Draeseke und Herrn Dr. R. Hertel, 
am Museum Paris Herrn Prof. Dr. Chopard, Herrn Dr. Colas, 

Herrn Dr. Descarpentries und Herrn Dr. David, 

Herrn Pe. Francisco Silverio Pereira, C.M.F., Departemente de 

Zoologia, Sao Paule, 

Herrn Dr. G. H. Niek in Sao Paulo, 


H. Freude: Die Monommiden der Welt >) 


Herrn C. Brouerius van Nidek in Bussum, Holland, 

Herrn Prof. Dr. Jan Obenberger vom Museum in Prag, 

Herrn Dr. R. Paulian vom Institut Scientifique de Madagascar, 

Herrn Maurice Pic in Les Guerreaux par St. Agnan, 

Herrn Prof. Dr. H. Priesner vom Museum Cairo, 

Herrn Prof. Dr. James A. G. Rehn und Herrn Dr. H. J. Grant, Jr., 
von der Academy of Natural Sciences, Philadelphia, 

am Reichsmuseum Leiden Herrn Prof. Dr. Blöte und Herrn Dr. 
van Dalsum, 

Herrn Prof. Dr. H. Sachtleben vom Deutschen Entomolegischen 
Institut, Berlin, dem ich für seine wertvolle Literaturhilfe be- 
sonders danken möchte, 

Herrn Prof. Dr. O. Scheerpeltz vom Naturhistorischen Museum 
Wien, 

am South Africa Museum den Herren Dr. A. J. Hesse und Dr. H. 
Andreae, 

Herrn Prof. Dr. H. F. Strohecker von der University of Miami, 
Florida, 

„Herrn Dr. Rupert Wenzel vom Chicago Natural History Museum. 
Für Unterstützung meiner Arbeit an meiner Dienststelle habe 

ich noch zu danken Herrn Direktor Prof. Dr. Dr. H. Krieg, Herrn 

Hauptkonservator Dr. habil. W. Hellmich und Herrn Konservator 

Dr. W. Forster. 

Mein besonderer Dank gilt Herrn Konsul G. Frey, dem Grün- 
der des Käfermuseums Frey in Tutzing und bekannten Mäzen der 
Koleopterolegie, der in so hohem Maße verständnisvolles Ent- 
gegenkommen bewies und die Veröffentlichung dieser Arbeit 
übernahm. 


A. Historisches und Familiencharakteristik 


Der Name Monommae taucht erstmals in einem „Bericht über 
eine auf Madagascar veranstaltete Sammlung von Inseeten aus der 
Ordnung Coleoptera‘ von Herrn Klug auf, der am 29. März 1832 
in der Akademie der Wissenschaften gelesen wurde und am 
13. November 1833 in Berlin erschien. Klug beschreibt dort die 
Art M. irroratum, aber ohne Gattungscharakteristik. Diese gibt 
erst M. le Comte de Castelnau in seiner Histoire Naturelle des In- 
sectes Col&opteres, II, Paris 1840. Beide stellen die Gattung Mo- 
nomma noch zu den Tenebrionidae. Zur eigenen Familie erhoben 
wird sie von M. Th. Lacordaire 1859 in seiner in Paris erschienenen 


6 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Histoire Naturelle des Insectes. Die Familiendiagnose auf Seite 


736— 737 lautet: 


»Monommides. 


Menton porte par un p£doncule du sous-menton. — Languette cornee, 
saillante. — Deux lobes aux mächoires, petits, lamelliformes et cilies. — Tete 
courte, enfonc&e dans le prothorax jusqu’au—delä des yeux. — Ceux-ci trans- 
versaux, fortement granules, contigus en dessus. — Antennes inser&es immediate- 
ment en avant des yeux sous un rebord de la tete, recues au repos dans des sillons 
arques des flancs du prothorax; de onze articles, les trois derniers formant une 
massue ovale et deprimee. — Prothorax de la largeur des @lytres a sa base; son 
pronotum distinct de ses parapleures. — Elytres elliptico-ovales, pourvues d’un 
repli Epipleural &troit, horizontal et entier. — Pattes contractiles; hanches ante- 
rieures et intermediaires globuleuses, enfouies et s&par&es, les posterieures trans- 
versales, largement separees; cuisses canalicul&es en dessous pour la r&ception des 
jambes, celles-ci sans &perons: tarses greles, filiformes; les quatre anterieurs de 
cing, les posterieurs de quatre articles; crochets simples. — Saillie intercoxale 
large, ogivale. — Metasternum allonge; ses Episternums £troits, subparalleles; 
leurs @pimeres distinctes, terminales.. — Me&sosternum horizontal, Echancre, et 
recevant ä poste fix la saillie prosternale. — Cing segments a l’abdomen, le pre- 
mier long, les trois suivants decroissant graduellement. 

Au repos, les antennes ne logent pas leurs articles basilaires dans des rai- 
nures placees entre les yeux et le cadre buccal. Elles passent par dessus les pre- 
miers pour gagner les sillons prothoraciques destines ä les recevoir. Ceux-ci de- 
erivent une courbe reguliere, ä convexite interne et vont aboutir, sous le pro- 
notum, ä quelque distance de ses angles posterieurs. Quelquefois, l’espace entier 
compris entre ces sillons et le pronotum est occup® par une depression. Les quatre 
cuisses ant@rieures, pendant la contraction des pattes, sont recues dans de grands 
enfoncements superficiels, qui s’&tendent jusque sous les Epaules des @lytres. Les 
tarses restent tous libres, par suite de l’absence aux jambes de sillons dans les- 
queis ils puissent se loger. Le dernier segment abdominal pr&sente, dans tous les 
exemplaires que j’ai sous les yeux, au nombre d’une dixaine, deux d&pressions 
arqudes qui convertissent sa portion mediane en une carene aigu& au bout. Ce 
caractere est probablement generique et non sexuel.‘‘ 


Diese Charakteristik ist ziemlich eingehend und enthält die 
wesentlichsten Merkmale deutlich herausgestellt: Die bandförmig 
verbreiterten, Augen, die sich auf dem Scheitel berühren und bis 
auf die Unterseite des Kopfes ziehen, die Tarsenformel 5, 5, 4, die 
Antennen mit der 3gliedrigen flachen Keule, die in gleichmäßig 
gebogene Antennenfurchen unter dem Halsschild eingelegt werden 
können, und die beiden bogigen Furchen auf dem Abdominal- 
sternit. Sie bedarf aber einiger Einschränkungen und Ergänzun- 
gen. Die Antennen haben bei einer Gattung kleiner amerikanischer 
Vertreter (Aspathines Champ.) eine nur 2gliedrige Keule, und die 
Antennenfurche ist bei ihr hakenförmig wieder nach vorn ge- 
krümmt. Die beiden Abdominalfurchen können zu einer klammer- 


H. Freude: Die Monommiden der Welt 7 


förmigen Furche vereinigt sein (einige afrikanische und madagas- 
sische Arten) oder überhaupt eine einfache Furche parallel zum 
Hinterrand bilden (Gattungen Hyporrhagus Thoms. und Aspathi- 
nes Champ. sowie die indo-australischen Monomma-Arten). Bei 
einer Gattung afrikanischer Arten (Kraatziana Pie) fehlt die Ab- 
dominalfurche ganz. 

Zu ergänzen wäre noch, daß sich die Vertreter der Familie 
in der Größenordnung zwischen 2 und 14 mm (meist 4—7 mm) 
halten, eine + ovale Form haben, mäßig bis hochgewölbt sind und 
die Tropen und Subtropen bewohnen. Die Elytren haben nor- 
malerweise je 11 Punktreihen, die aber zum Rande oft obsolet, 
teils auch furchig vertieft sein können. Die 1. Reihe endet auf der 
Mitte der Elytren, dicht hinter dem oft erhöhten und freibleiben- 
den Diskus. In der Nähe des Seutellum sind die Punkte oft flach- 
grubig verbreitert. Das Scutellum ist + herzförmig oder auch drei- 
eckig, bei einigen Vertretern (Inseutomonomma) ist es verborgen. 

Besonders interessant ist ein familiäres Geschlechtsmerkmal 
der 5'g5. Sie besitzen auf dem Mentum ein pinselförmiges Bärt- 
chen, ein Haarbüschel, das allem Anschein nach über einer Drüse 
steht und vermutlich als Duftbüschel wirkt. Nur die Gattung 
Kraatziana weicht insofern etwas ab, als bei ihr dieses Bärtchen 
nicht auf dem Kinn, sondern auf dem Prosternum steht. Bei den 
kleinsten Vertretern der amerikanischen Fauna findet man an- 
stelle des Bärtchens ein zuweilen wenig deutliches, queres Börst- 
chenfeld auf dem Mentum. 

Das sekundäre Geschlechtsmerkmal des Kinnbärtehens wurde 
bisher nur von Horn bei der Beschreibung seines Hyporhagus gi- 
lensis 1872 in den Trans. Amer. Ent. Soc. IV, p. 149, erwähnt. Die 
Vordertarsen der 5'5' können bei manchen Arten leicht verbreitert 
sein. Beide Geschlechter sind vermutlich gleich häufig, was ich be- 
sonders aus einer großen Serie von M. philippinarum Thoms. vom 
selben Fundort und -tag (Kabasalan, 1. V. 1937, Zamboanga, Min- 
danao) ersehen konnte. Das Verhältnis war genau gleich: 42 57 
und #2 99. 

Die Farbe ist in der Regel braun bis schwarz, selten heller 
und dann meist immatur. Selten treten auch hellere oder dunk- 
lere Flecken oder Band- oder Randaufhellungen auf, auch zu- 
weilen Metallglanz. Häufig findet sich eine pubescente oder 
auch fleckige Behaarung. Die 3—4 ersten Tarsenglieder tragen 
auf der Unterseite eine Haarbürste. Die Alae gehören zum Can- 
tharidentypus, bei dem sich Media 1 und 2 im 2. Drittel vereinigen 


8 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


und als eine Ader nach außen laufen. Sie können aber auch fehlen, 
wobei zugleich die Elytren fest miteinander verkleben und das 
Scutellum in die Tiefe unter die Basis der Elytren verlagert wird 
(Inseutomonemma). 

Eine besonders reiche Entfaltung hat die Familie auf der In- 
sel Madagaskar erfahren. Die Anzahl der dortigen Arten reicht 
an die der großen Faunengebiete heran. 

Die Familie ist zwar artenarm und umfaßt voraussichtlich 
mit den zu erwartenden neuen nur rund 200 Arten, aber viele Ar- 
ten sind außerordentlich variabei und scheinen im Stadium der 
Aufspaltung begriffen. Andererseits stehen die Subspecies durch 
Übergänge miteinander in Verbindung, so daß eine scharfe Ab- 
grenzung vielfach nicht möglich ist. Dieser Umstand sowie über- 
haupt große Ähnlichkeit der Arten macht die Familie zu einer der 
schwierigsten, die man sich denken kann. Hat man wenige Ver- 
treter, so scheint das Problem meist einfach, da man zwischen den 
einzelnen Exemplaren oft deutliche Unterschiede feststellen kann, 
z. B. in der Körperbreite und -länge, der Skulpturstärke u. a. Bei 
reicherem Material dagegen gibt es immer wieder Übergangsfor- 
men, und man ist gezwungen, die Unterschiede als innerhalb der 
Variationsbreite der betreffenden Arten liegend anzunehmen. Lei- 
der ist aber doch meist nicht genügend Material mit guten Fund- 
orten vorhanden, um die Subspecies regional scharf gegeneinander 
abzugrenzen. Ich habe mich nun bemüht, möglichst wenig um- 
stürzlerisch zu verfahren und die bereits beschriebenen Arten, so- 
weit sie als zusammengehörig erkannt wurden, als Subspecies in 
Form eines Rassenkreises bestehen zu lassen. 

So hoffe ich, den phylogenetischen Gegebenheiten gerecht zu 
werden und ein übersichtliches System aufzustellen, das eine so- 
lide Grundlage für weitere Arbeit bietet. 

Eine erste Monographie der Familie erschien 1860 von M. Ja- 
mes Thomson in den Annales de la SocietE Entomologique de 
France, p. 5—38. Thomson führt insgesamt 35 Arten an, davon 
allein 15 von Madagaskar und nur 1 von Afrika (Natal). 16 sind als 
amerikanische Arten zur Gattung Hyporhagus gerechnet, darunter 
auch die ihm unbekannt gebliebene M. resinorum Hope, deren 
richtige Einordnung mir durch das genaue Studium der Type mög- 
lich war (s. Freude: Mitt. Münchener Ent. Ges. 1952, p. 111—116). 
3 Tafeln mit farbigen Abbildungen von 15 Monomma- und 10 
Hyporhagus-Arten vermitteln einen Eindruck von den Vertretern 
und geben auch einige Details. Beschreibungen und Abbildungen 


H. Freude: Die Monommiden der Welt 09 


reichen aber nur bei wenigen zur eindeutigen Kennzeichnung der 
jeweiligen Art. Damit soll die verdienstvolle Arbeit Thomsons in 
keiner Weise geschmälert werden. Es ist jedenfalls hoch anzuerken- 
nen, daß er bereits 1860 alles über diese Familie zusammenfaßste 
und eine beträchtliche Anzahl neuer Arten feststellen konnte. 
Thomson schließt sich der Meinung Lacordaires an, der die Mo- 
nommidae zur eigenen Familie erhoben und zwischen Cistelidae 
und Nilionidae gestellt hat, nachdem sie von Dejean zu den Ulavi- 
cornia (vor Throscus) und von Guerin-Meneville zu den Erotylidae 
(Trihlax) gestellt worden war. Welche Gründe für eine solche Ein- 
gliederung maßgebend waren, wird nicht gesagt. Mir scheinen die 
ersten Autoren der Gattung Monomma, Klug und de Uastelnau, 
die richtigste Zuordnung gegeben zu haben. Wenn die Aufstellung 
einer eigenen Familie auch vollauf berechtigt ist, so schließt sich 
diese meines Erachtens dech unbedingt den Terebrionidae ver- 
wandtschaftlich an. Dafür spricht besonders die tenebrioniden- 
artige Einengung des Augenvorderrandes durch die Seitenrand- 
kante des Kopfes, die auch vielfach bei Tenebrionidae eine Verbrei- 
terung der Augen bedingt. Weiter gibt es auch bei Tenebrionidae 
Vertreter, bei denen die vorderen Hüfthöhlen hinten offen sind, 
das gilt besonders für die Erodiini, aber auch manche Paramaryg- 
mus. Gekeulte Antennen, auch 3gliedrig gekeulte, sind bei Tene- 
brionidae wiederholt vertreten (z. B. Dysantini, Rhipidandrini, He- 
terolarsini). Wegen der Heteromerie kommt ein Anschluß an die 
Olavicornia sowieso nicht in Frage, wenn es auch bei Nitidulidae 
diesbezügliche Ausnahmen gibt. 

Endlich scheint auch die Lebensweise durehaus tenebrioniden- 
ähnlich zu sein. Wir wissen zwar noch immer wenig darüber, aber 
genauere Fundangaben lassen doch gewisse Schlüsse zu. So teilte 
mir Herr Koch mit, daß er die Monommidae ganz wie Tenebrioni- 
dae an ariden Stellen unter Steinen gefunden hätte. Weiter ist die 
Art Hyporhagus opuntiae Horn an faulender Opuntia gefunden 
worden. Ein mir vorgelegenes Exemplar stammte aus einem ver- 
rotteten Baumstumpf, ein anderes wurde unter Rindenschuppen 
einer Pinus-Art gefunden. 

Fletcher (1916) stellte fest, daß Monomma brunneum Thoms. 
in verrotteten Stämmen von Papaya lebt, dem in Indien eingeführ- 
ten sog. Melonenbaum. Es ist deshalb anzunehmen, daß M. brun- 
rneum auch in morschen endemischen Hölzern vorkommen dürfte 
und nicht auf Papaya spezialisiert ist. Richards und Herford (1930) 
berichten, daß in einer Papaya-Frucht, die ein Londoner Waren- 


10 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


haus zum Verkauf erhielt, sich ein totes Exemplar von M. brun- 
neum gefunden hätte. Zweifellos handelt es sich dabei um einen 
Zufallsfund, denn es finden sich sonst in der Literatur nirgends 
Angaben über ein Auftreten von Monommiden als Schädlinge. 
N. C.. Chatterjee sammelte 1 Exemplar von „sackbands on Cedrela 
toona“, einer Meliacee Indiens. Über die Bedeutung der Bezeich- 
nung „sackbands“ konnte ich keine zuverlässige Auskunft erhal- 
ten. Vermutlich handelt es sich um Fangringe, die den Insekten 
Versteckmöglichkeiten bieten und deshalb gern aufgesucht 
werden. 

Dr. Bechyn@ fing in Westafrika einige Monommiden unter 
verpilzter Rinde. An amerikanischem Material von F. Nevermann 
fanden sich Fundangaben wie „nachts an trockenem Holz (oder 
Rinde)“ und „in frischem Holzschlag nachts“. Herr Konsul Frey 
fing Monommiden in Ceylon am Licht. An weiteren Angaben lie- 
gen vor „under stones“, „decayed wood“, „under bark“ und 
„sandy plains“. Diese Angaben lassen den Schluß zu, daß die Mo- 
nommiden nächtlich lebende Tiere sind und zwei verschiedene 
Lebensräume besiedeln, einmal aride Gebiete, in denen sie tags- 
über unter Steinen versteckt sind, und zum anderen in Zersetzung 
befindliche Pflanzenteile, besonders Baumstümpfe und Sukkulen- 
ten, wo sie vermutlich Pilzfresser sind. Im Darminhalt fand Herr 
Wichmann Pilzzellen. Ein von Büschen geklopftes Exemplar dürfte 
dagegen ein Zufallsfund sein. Die beiden genannten Lebensräume 
werden in gleicher Weise von Tenebrioniden besiedelt. Auch die 
Körperform, mag sie an verschiedene andere Familien erinnern, 
paßt zu manchen Tenebrionidengattungen, zumal diese Familie in 
sich eine unerhörte Fülle mannigfaltigster Formen vereint. Trotz- 
dem ist eine Übergangsform, die einen eindeutigen, unmittelbaren 
Anschluß an eine Tenebrionidengattung ermöglicht, nicht zu fin- 
den, und beide Familien sind immer ohne Schwierigkeiten von- 
einander zu trennen. 

Mit Cisteliden und Nilioniden dürften die Monommiden da- 
gegen außer der Heteromerie kaum wesentliche Merkmale ge- 
meinsam haben.!) 


1) Nach Abschluß des 1. Teiles erhielt ich von Herrn Dr. A. J. Hesse vom 
South African Museum Larven und Puppen einer Monommidenart, die er im ver- 
rotteten Holz einer Euphorbia spec. gefunden hatte. Damit ist erwiesen, daß die 
Entwicklung der Tiere in morschem Holz verläuft. Die genaue Beschreibung der 
Entwicklungsstadien erfolgt im Zusammenhang mit der Art im 3. Teil der 
Monographie: Die Monommidae Afrikas. 


H. Freude: Die Monommiden der Welt 11 


B. Die Monommidae der indo-australischen Region. 


1. Gattungs-Charakteristik. 


Die Vertreter dieser Region gehören im weiteren Sinne zur 
Gattung Monomma, die von M. le Comte de Gastelnau 1840 in 
seiner „Histoire Naturelle des Insectes CGoleopteres““ wie folgt be- 
schrieben wurde: 

‚„Monnoma, Klug. Antennes se logeant dans un sillon dans le corselet, de 
onze articles: le premier long, le deuxieme tres-court, le troisieme tres-long, les 
cing suivans grenus, les trois derniers formant une massue lamellde. — Palpes 
maxillaires de quatre articles: les premier grele, les deux suivans courts, @gaux, 
triengulaires; le dernier assez grand, s@curiforme. — Palpes labiaux de trois 
articles courts; le premier tres-petit, le deuxieme moyen: le dernier grand, 
presque arrondi, un peu ovalaire. — Labre court, transversal, arrondi en avant. 
— Mächoires velues, formees de deux lobes ä peu pres @gaux. — Menton en 
carr& long. — Levre allong&e, oblongue. — Mandibules petites, tres-foiblement 
bidentees A !’extr&emite. — Corps €pais, un peu ovalaire, renfle. — Tete arrondie. 
— Yeux transversaux, se röunissant presque sur le milieu de la tete. — Corselet 
transversal, arrondi sur les cötes. — Ecusson tres-petit, arrondi. — Elytres ren- 
flees. — Pattes moyennes, un peu comprimedes. — Tarses assez courts, greles, 
simples. 

Ces insectes sont tres-voisins des Chelonarium, mais @videmment Hetero- 
meres. Par ce caractere ce genre ne peut ötre plac& que pres des Epitragus.‘ 


Klug hatte den Namen Monomma — von gr. monos = ein und 
omma = Auge, wegen des Zusammenstoßens der beiden Augen 
auf der Scheitelmitte — bei der Veröffentlichung der ersten Art, 
M. irroratum Klug, zwar geprägt, aber keinerlei Beschreibung der 
Gattung gegeben. So ist de Castelnau als der Autor der Gattung 
anzusehen. Die Beschreibung de Uastelnaus, die z. T. ziemlich ins 
einzelne geht, läßt doch verschiedene wichtige Merkmale unbe- 
rücksichtigt. Da er sie aber auf M. irroratum Klug begründete, 
diese Art also Genotypus ist, kann man fehlende Characteristica 
leicht ergänzen. Lacordaire hat das bereits bei seiner Familien- 
kennzeichnung im wesentlichen getan. Da nun M. irroratum Klug 
am Abdominalsegment 2 halbmondförmige Gruben besitzt, gehö- 
ren die indo-australischen Monommidae streng genommen nicht 
zur Gattung Monomma Uast. Einige, besonders die quadrimacula- 
tum-Gruppe, zeigen noch Andeutungen einer Zweiteilung der Ab- 
dominalfurche. Die übrigen haben eine einfache Furche parallel 
zum Hinterrand und stehen diesbezüglich der amerikanischen Gat- 
tung Hyporhagus näher. Andere Merkmale der Gattung Hyporha- 


gus sprechen jedoch gegen eine gattungsmäßlige Vereinigung der 


1 Entonm. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


beiden groisen Faunengebiete. Deshalb bleiben die indo-australi- 
schen Arten am besten als Angehörige eigener Untergattungen bei 
Monomma. Es gelang mir, einen fundamentalen Unterschied zwi- 
schen den oft sehr ähnlichen Vertretern der indo-australischen 
Region zu entdeeken, der nicht nur zur Erkennung vieler neuer 
Arten führte, die bisher mit bereits bekannten zusammengeworfen 
wurden, sondern auch eine Gliederung in 2 Subgenera gestattete. 
Dieser Unterschied beruht auf der Ausbildung der Augen auf der 
Unterseite des Kopfes. Eine Gruppe hat einen spornartigen, omma- 
tidienlosen Augenfortsatz (Spina), der in die vom Augenrund nicht 
ausgefüllte, tiefe Augengrube gerade oder gebogen hineinragt und 
+ deutlich als Leiste in der Tiefe der Augengrube weiterläuft. Der 
anderen Gruppe fehlt ein solcher Fortsatz; das mit Ommatidien 
vollständig besetzte Augenrund füllt die flachere Augengrube 
ziemlich aus. Diese Unterscheidung ist eindeutig, da auch Formen, 
bei denen die Ommatidien etwas auf den Sporn vordringen, deut- 
lich als gespornt erkennbar sind. Ich benenne die neuen Unter- 
gattungen „Spinatimonomme“ und „Aspinatimonomme“. 


Subgenus Spinatimonomma nova. 


Monommiden der indo-australischen Region von 3,5—0 mm, 
länglich-oval, mit einem zum Ende oft gebogenen ommatidien- 
iosen Augenfortsatz in die große und tiefe ventrale Augengrube 
hinein. Braunschwarz bis braun, gelegentlich mit einem helleren 
Humeral- und einem Apikalfleck auf jeder Elytre, selten nur mit 
Apikalmakel. Abdominalsegment mit einer tiefen Furche parallel 
zum Hinterrand, gelegentlich in größerem Abstand vom Hinter- 
rand und mit seitlich stärkerer Vertiefung. Elytren meist mit kräf- 
tigen Punktreihen, z. T. vertieften Streifen. Subgenotypus ist 
Moremma brunneum Thoms. als zuerst beschriebene Art dieser 
Untergattung. 

Diese Untergattung umfaßt 4 Gruppen, die sich ziemlich gut 
voneinander abgrenzen und z. T. als Rassen- bzw. Artenkreise im 
Sinne Renschs deuten lassen (s. Zoogeographische Ergebnisse). Die 
Benennung der Gruppen erfolgt nach der zuerst beschriebenen Art 


jeder Gruppe. 


1. brunneum-Gruppe. 


Große, meist indische Formen von 5—8 ınm. Hierher ge- 
hören: 


H Freude: Die Monommiden der Welt 13 


M. brunneum Thoms. mit ihren Subspecies resinorum Hope 
und siriatipenne Pic. M. ceylonicum Pic ist keine Inselrasse und 
nicht deutlich von M. brunneum abgrenzbar. Es mufs daher als 
Synonym zu brunneum aufgefafßst werden. Ebenso ist M. distincti- 
fenne nur Synonym zu brunneum. | 

M. brittoni spec. nov. fügt sich der Gruppe zwanglos an, da- 
gegen kann ich mein M. trisulcum nur mit Vorbehalt hier ein- 
reihen. Es steht als Ärt ziemlich isoliert da. 

Weiter gehört überraschenderweise M. australe Thoms. zur 
brunneum-Gruppe, sogar in die unmittelbare Verwandtschaft von 
M. brunneum. 


2. fulvum-Gruppe. 


Kleinere Formen Vorder- und Hinterindiens einschließlich 
Ceylons und der Malayischen Halbinsel, 3,5—5 mm, selten mit 
schwacher Humeral- und Apikalmakel. Hierher gehören: 

M. horni Pie 

M. fulvum Pie mit ssp. dehradunense nov. 
M. similifulvum spec. nov. 

M. longispinum spec. nov. 

M. gracilifulvum spec. nov. 

M. obenbergeri spec. nov. 

MM. tenasserimum spec. nov. 

M. stevensi spec. nov. 

M. hayeki spec. nov. 


3. basipenne-Gruppe. 


Mittelgroße Formen, 4—6 mm, des malayischen inselgebietes, 
die aber auch auf Hinterindien übergreifen. Selten mit Humeral- 
makeln. Hierher gehören die Arten: 

M. scheini spec. nov. 

M. birmanense spec. nov. 
M. sumatranum spec. nov. 
M. javanum spec. nov. 

M. nideki spec. nov. 

M. drescheri spec. nov. 

M. pseudodoriae spec. nov. 
M. chapini spec. nov. 

M. sparsepunctatum Pic 
M. bakeri Pie 


14 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 
M. rufolineatum Pic 
M. basipenne Pic 

Die Angehörigen dieser Gruppe wurden früher größtenteils 
mit den aspinaten Arten zusammengeworfen, denen sie z. T. 
außerordentlich ähnlich sehen. Erst der Augenfortsatz machte ihre 
Selbständigkeit deutlich. 


4. quadrimaculatum-Gruppe. 


Größere Arten, 5,8—7 mm, der südöstlichen Sundainseln und 
Neuguineas. Bisher sind nur 2 Arten bekannt: 
M. quadrimaculatum Waterh. mit ssp. rufonotatum Pie 
M. novaguinense spec. nov. 


Weitere Arten oder Subspecies sind zu erwarten. Die Gruppe 
ist durch eine geschwungene, bewimperte Längsleiste der Para- 
meren besonders gekennzeichnet. 


Subgenus Aspinatimonomma nova. 


Monommiden der indo-australischen Region von ca. 4—6 mm 
Länge. Die Augen füllen die flachere Augengrube auf der Ventral- 
seite des Kopfes ziemlich aus, kein ommatidienloser, dornförmiger 
Fortsatz erkennbar. Vereinzelt lassen die Ommatidien einen etwas 
breiteren Rand des Augenrundes frei, der aber nie als Sporn aus- 
gezogen ist, so daß sich an der Zugehörigkeit zu dieser Unter- 
gattung kein Zweifel ergeben kann. Die Abdominalfurche ver- 
läuft nahe am und parallel zum Hinterrand des Aftersegments. 
Elytren meist glänzend-glatt. Punktreihen ziemlich fein, gelegent- 
lich vertieft. Schwarz bis braunschwarz, zuweilen mit Metallglanz. 
Arten mit Elytrenmakeln sind mir bisher nicht begegnet. Subgeno- 
typus ist Monomma philippinarum Thoms. als zuerst beschriebene 
Art dieser Untergattung. 

Diese Untergattung umfaßt einen umfangreichen festländi- 
schen Rassenkreis, den des M. glyphysternum Mars., der Priorität 
gemäß nach der zuerst beschriebenen Art benannt, die aber kaum 
die wirkliche Stammform sein dürfte. Vielmehr scheint mir das 
Entwicklungszentrum der Art in Hinterindien zu liegen, wo sich 
die Subspecies M. glyphysternum substriatum Pic, laosense Pie und 
tornkineum Pie berühren. Nach Osten schließen sich an die Sub- 
species M. glyphysternum chinense ssp. nov., formosanum Pic und 
glyphysternum Mars., die östlichste Subspeecies und einzige Mon- 
ommide der südlichsten japanischen Inseln. Nach Westen greift 


H. Freude: Die Monommiden der Welt 15 


das Verbreitungsgebiet bis zur Ostküste Vorderindiens, von wo 
ich die Subspecies M. glyphysternum madrasense nov. beschreiben 
konnte. 


Der Zusammenhang der glyphysternum-Rassen mit den übri- 
gen aspinaten Arten ist offensichtlich, besonders über die Sub- 
species M. glyphysternum jformosanum Pie und M. philippinarum 
Thoms., aber sie haben sich durch ihre insulare Verbreitung doch 
schon so deutlich abgegrenzt, daß sie besser als Artenkreis aul- 
gefaßt werden. Zu diesem gehören die Arten: 

. stenotarsoide Ancey 

. medanense Pic 

. pseudomedanense spec. nov. 
. borneense spec. nov. 

. raffrayi Thoms. 

palawanum spec. nov. 

. philippinarum 'Thoms. 


. semiaeneum Pic 


Se 


. doriae Gestro mit ssp. singaporense Pic 


M. marginatum Pic ist nur eine metallische Form und damit 
Synonym zu semiaeneum Pic. 


Untersuchungen der Aedeagi, speziell der Parameren, wurden 
soweit als möglich vorgenommen mit dem Ergebnis, daß sich die 
aspinaten Arten nicht unterschieden, bei Spinatimonomma dage- 
gen gewisse Unterschiede, insbesondere zwischen den Gruppen, 
festzustellen waren. Die Grundform der Parameren der größeren 
und mittleren Arten ist leicht gebogen, etwa bananenförmig, die 
der kleinen (fulvum-Gruppe) wesentlich kürzer, von der Form 
eines kurzen und dieken Würstchens. Die Paramerenenden sind 
entweder einzeln völlig verrundet oder schräg zur Mitte stumpf 
zugespitzt und mit je einem lockeren Büschel ungleich langer Bor- 
sten am äußeren Ende versehen. Bei M. sparsepunctatum Pie und 
rufolineatum Pie ist eine geringe Seitenasymetrie in der Bebor- 
stung feststellbar. Auf die Wimperleiste der quadrimaculatum- 
Gruppe wurde bereits hingewiesen. 


Für die Unterscheidung der Arten haben sich neben der Ge- 
stalt, der Oberflächenstruktur und dem schon erwähnten Augen- 
fortsatz die Strukturen der Unterseite, besonders die Form der 


16 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Prosternalmitte, der Umgrenzung der Metasternalmitte und — mit 
Vorsicht — die Skulptur der Umgebung der Tibialgruben für die 
Mitteltibien auf dem Metasternum als wichtig erwiesen. 

Einige der für die indo-australischen und die meisten anderen 
Monommidae allgemein zutreffenden Merkmale führe ich bei den 
Einzelbeschreibungen nicht jedesmal wieder an. Alle haben, soweit 
nicht anders hervorgehoben, 1lgliedrige Antennen mit 3gliedriger, 
etwas abgeflachter und verbreiterter Keule; bandförmig verbrei- 
terte Augen, die sich auf dem Scheitel berühren und bis auf die 
Unterseite des Kopfes reichen, wo sie in einer Augengrube enden. 
Die Beine sind fein punktiert und behaart, die Tarsen gleich ge- 
staltet und ihre ersten 3 Glieder mit Haarbürste versehen. 

Als „falsche Epipleuren“ bezeichne ich eine regelmäßig auf- 
tretende Verbreiterung des Elytrenrandes, die ihre größte Breite 
im 1. Drittel der Elytren hat und sich nach vorn und hinten ziem- 
lich gleichmäßig verschmälert. Sie ist in der Regel so punktiert 
wie die Elytrenintervalle. 

Die Linien oder Furchen, die die Tibialgruben auf dem Meta- 
thorax umziehen, bezeichne ich kurz als ‚Tibiallinien, -furchen 


oder -gruben‘, je nach der Art ihrer Ausbildung. 


2. Einzelbeschreibung der Arten 


a) Subgenus Spinatimonomma nova. 


1. brunneum-Gruppe. 


Monomma brunneum brunneum Thoms. (Tafel I, 1—6, u. V, 1 


M. brunneum (Dej. cat. 1837, p. 144) Thomson (Ann. Soc. Ent. France 1860, 
p- 23—24, T. 2, fig. 5). 


Urbeschreibung: ‚‚Nec marginatum Fabr. in Dej. Cat. 1837, p. 144. 

Patria: India orient. — Long. 63/, mill.; lat. 33/4 mill. — Tab. 2, fig. 5. — 
Supra nigrum, nitidum, glabrum, antennae, palpi, subtus pedesque brunnea. 
Caput confertim punctatum. Prothorax transversus, angulis anterioribus pro- 
ductis, obtusis, posticis acutis, confertim punctulatus, pars reflexa paulim squa- 
mulosa. Scutellum triangulare. Elytra eiliptico-ovalia, prothorace quasi triplö 
longiora, humeris rotundatis, seriebus longitudinalibus 22 punctorum distinetis- 
simis sat profundis instructa, inter has series tenuissime punctulata, punctula- 
tione sat sparsa et duplicata, antice prop® suturam squamulosa; epipleura tenu- 
issime et irregulariter impressa. Sternum abdomenque lateribus squamulosa, in 


H. Freude: Die Monommiden der Welt 1% 


medio sat confertim punctata. Abdominis segmentum ultimum simplice lunatum. 
Pedes tenuissime et sat confertim punctulati. 


Precedente (= minutissimum, d. Verf.) corporis magnitudine multum majo- 
re, elytrorum punctorum seriebus longitudinalibus distinctissimis, et abdominis 
segmento ultimo simplic® lunato, differt.‘ 


Ergänzungen: Den Thomsonschen Typus unicus, ein 2 von 
India or., konnte ich im Museum Paris studieren. Bei ihm ist die 
10. Punktreihe der Elytren so kräftig wie die 9. Das Prosternum 
ist länglich entenschnabelförmig, vorn leicht abgestutzt, Seiten nur 
schwach konkav, fast parallel, Basis leicht konvex. Die Meta- 
sternallinie ist vorn breit abgestutzt und nach vorn mäßig ausge- 
schweift verengt. Das Scutellum ist breit herzförmig. 

Die Untersuchung des Aedeagus der Art ergab: Penis lang, 
schlank kanülenförmig, mit langdreieckig verbreitertem Ende, 
dieses schräg abgewinkeit und mit schnabelartig abgesetzter, 
kegelförmiger, aber verrundeter Spitze. Parameren etwa finger- 
förmig, einzeln verrundet, leicht dorsoventrai gekrümmt, mit eini- 
gen längeren Borsten am äußeren Ende. 

Das mir vorgelegene, ziemlich reiche Material zeigt, dalS es 
sich bei M. brunneum um eine variable Art handelt. Es gibt 
länger- und kürzerovale Formen, die auch in ihren Skulptur- 
elementen stark variieren. Auch das Scutellum variiert von klein, 
rundlich-dreieckig über herzförmig bis breit-abgeflacht-herzför- 
mig. Die Art befindet sich anscheinend in einer Art explosiver Ent- 
wicklung und macht deshalb einen sehr uneinheitlichen Eindruck. 
Verhältnismäßig konstant ist die Form des Prosternum, etwas 
lang, schmal entenschnabelförmig; aber die Punktierung desselben 
wechselt zwischen sehr fein bis ziemlich kräftig. Im gegenwärtigen 
Stadium der Entwicklung dürfte selbst bei sehr reichem Material 
mit guten Fundortangaben und der Anwendung variationsstatisti- 
scher Methoden eine eindeutige Aufteilung in Subspecies außer- 
ordentlich schwierig sein. Mir lag z. B. lediglich aus Malabar eine 
verhältnismäßig einheitliche Serie einer kürzerovalen Form vor. 
Die von Pic aufgestellte Art M. ceylonicum, deren Type ich in der 
Collection Pie studieren konnte, liegt innerhalb der Variations- 
breite von M. brunneum und ist meines Erachtens nicht einmal als 
Inselrasse zu vertreten, da sich auf Ceylon dieselben kürzer- und 
längerovalen Formen und Skulpturvariationen finden wie auf dem 
Festland. Auch M. distinctipenne Pic ist nur Synonym zu M. brun- 
neum 'Ihoms. Die Type in der Sammlung Pic erwies sich als ver- 
schimmeltes, nicht etwa pubescentes Exemplar von M. brunneum 


D 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 1 


18 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


brunneum Thoms. Der Vollständigkeit halber seien als Fußnote 
die Urbeschreibungen der beiden Picschen Arten angeführt.!) 

Eine Abtrennung erlauben z. Z. allenfalls die als resinorum 
von Hope beschriebene Form des nordwestlichen und nördlichen 
Gebietes und die als striatipenne von Pic beschriebene des südöst- 
lichen Raumes von Indien. 


M. brunneum resinorum Hope. (Gu£erin: Magasin de Zoologie 1842, 


Insectes p. 1, pl. 87.) 


Urbeschreibung: ,,M. des Resines. M. resinorum. Hope. (Pl. 87.) 


M. nigrum; capite atro; antennis piceis; thorax, marginibus anticis et 
posticis subsinuatis, convexus et punctulatus; elytra atra, fortissime punctata; 
pedibus piceis. Longueur, 63, millim. Hab. forsitan in insula Cernensi. — E 
resino anime descriptus. — In museo Dom. Hope.‘ 


Über diese problematische Art habe ich bereits in den Mitt. 
Münchn. Ent. Ges. 1952, p. 111—116, Tafel II, ausführlich be- 
richtet und ihre systematische Einordnung begründet. Ihr Vor- 
kommen in flüssigem Copalharz und die daran geknüpften Patria- 
angaben beruhen auf einem Irrtum. Ich kann mich deshalb hier 
mit der Abgrenzung von der Stammart und der ssp. striatipenne 
Pic begnügen. Der Holotypus ist ein besonders schwach skulptu- 
riertes Exemplar, bei dem die 10. Punktreihe auf den Elytren et- 
was obsolet und die grubige Skulptur an der Tibialgrube auf dem 
Metathorax nur schwach ist. Gegenüber der Stammform ist der 
Prosternalfortsatz bei resinorum mehr beilförmig, nach vorn 
gleichmäßig gerundet verengt, bei brunneum mehr parallelseitig. 
Im Vergleich zu striatipenne ist der Halsschild etwas kürzer und 


!) Monomma ceylonicum Pic. (Mel. exot. ent. 62, 1933, p. 13). Urbeschrei- 
bung: „Oblongus, antice et postice attenatus subconvexus, nitidus, fere glaber, 
niger, capite dense punctato; thorace parum breve, antice attenuato, inaequale, 
pro parte pupillato-punctato; scutello parum minuto; elytris thorace ad basin 
non latioribus, elongatis, postice attenuatis, lateraliter sinuatis, distinete striato- 
punctatis, intervallis minute punctatis. Long. 5 mill. Ceylan. — 


A placer pres de tonkineum Pic dont il se distingue, ä premiere vue, par la 
forme plus allongee.‘“ 


Monomma distinctipenne Pic. (L’Echange, Revue Linneenne, 39, Nr. 416, 
1924, p. 12.) Urbeschreibung: „Oblongus, parum nitidus, breve et sparse pubes- 
cens, rufescens, supra pro parte piceus, membris laete rufis; capite dense punc- 
tato; thorace transverso, fortiter pro parte sat dense punctato; elytris postice valde 
attenuatis, lineato-punctatis, postice pro parte subsulcatis et substriatis. Long. 
8 mill. Indes: Deccan. — Peut se placer pres de stenotarsoides Ancey, caracte- 
rise par sa structure @lytrale jointe ä sa taille avantageuse.‘ 


H. Freude: Die Monommiden der Welt 19 


an den Seiten gerader, die Tibialgrubenskulptur mehr kurzgrubig, 
bei striatipenne mehr linienförmig. Aber auch hier finden sich 
Übergangsformen. Das Verbreitungsgebiet der Subspecies liegt 
etwa von Poona ab nördlich bis zum Himalaja (Dehra Dun). 


Monomma brunneum striatipenne Pic. (Mel. exot. ent. 62, 1939, 
p- 13.) 


Urbeschreibung: „Oblongus, antice et postice attenuatus, subconvexus, ni- 
tidus, glaber, niger, capite et thorace antice membrisque rufis; capite thoraceque 
fortiter et dense punctatis; elytris multi, regulariter et distinete striato-puncta- 
tis, intervallis multi punctatis. Long. 7 mill. Indes: Madras. — 

Espece distincte, & premiere vue, par ses stries nettement marqudes meme 
pres de la suture.‘“ 

Ergänzungen: Diese Subspecies bewohnt etwa das Gebiet 
nordöstlich von Madras bis Berhampur. Sie ist besonders durch 
ihre etwas streifigen, deutlichen Punktreihen ausgezeichnet. Der 
Halsschild ist verhältnismäßig lang, etwa doppelt so breit als lang. 
Scutellum breit herzförmig. Prosternum ähnlich resinorum, aber 
etwas breiter. Augensporn keilförmig stark verengt. Weitere Un- 
terscheidungsmerkmale wurden bereits bei resinorum Hope ge- 
nannt. An eindeutigen Fundorten der 3 Subspecies lagen mir vor: 

Für ssp. brunneum 'Thoms.: Weligama und Colombo auf Cey- 
lon, Minikoi, vom Festland Dindigal, Trichinopoly, Tanjore, die 
Nilgiri Hills, Calieut, Malabar, Chittoor (= Chittur) und Belgaum. 

Für ssp. resinorum Hope: Poona, Bombay, Pusa, Dehra Dun, 
Punjab, Simia (vermutlich Simla). 

Für ssp. striatipenne Pic: Madras, Nilambur, Berhampur. 


Monomma australe Thomson. (Typi Monommidarum, Paris 1878, 


p. 40—41.) 


Urbeschreibung: ,„Patria: Australia. — Long. 6 mill., lat. 31/5 mill. — Om- 
nino nigrum; prothorax antice medio vage brunneo-rufus; tarsi brunnei, subtus 
flavo-pilosi. 

Ovulare, convexum. Caput tenuiter et confertim punctatum. Prothorax 
antice posticeque sinuatus, lateribus rotundatus, marginatus, quam capite gros- 
sius et magis sparsim punctatus. Scutellum laeve. Elytra seriebus obsoletis fere 
20 punctorum mediocriter conspicuorum instructa, inter has series fere laevia, 
apice subrotundata. Sternum lateribus paulo granulosum, medio laeve. Abdo- 
men subtilissime et paulo sparsim punctulatum, segmento ultimo medio trans- 
verse simplice lunato. Pedes vix punctati. 


Obs. Precedente (= rafjrayi Thoms., d. Verf.) valde diversus.‘ 

Trotz vielfacher Bemühungen war es mir nicht gelungen, 
australisches Monommidenmaterial zu erhalten, nicht einmal aus 
Australien selbst. So mußte ich die Art zunächst unter die Species 


20 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


incertae sedis einreihen, bis ich im Oktober 1953 dann die Thom- 
sonsche Type im Museum Paris studieren konnte. Diese ist ein 9 
mit der Patriaangabe ‚‚Australia‘. Das Exemplar ist in der Gestalt 
M. brunneum Thoms. sehr ähnlich, der Halsschild etwas gedrunge- 
ner, seine Vorderecken kürzer. Der Diskus bleibt frei (1. Linie 
unterbrochen). Die 10. Linie ist schwächer als die 9. Die falschen 
Epipleuren sind wesentlich breiter als bei M. brunneum; das Pro- 
sternum ist etwas kürzer, breiter entenschnabelförmig; die Meta- 
sternallinie wie bei M. brunneum vorn breit abgestutzt, nach 
hinten geschwungen erweitert und hinten parallel offen. Der 
Augenfortsatz ist dagegen kurz und breit keilförmig, fast gerade. 


Da mir keine weitere australische Monommide zu Gesicht kam 
und die Art sich unmittelbar an M. brunneum, wegen der schwä- 
cheren 10. Punktreihe und dem breit keilförmigen Augenfortsatz 
speziell an ssp. resinorum Hope anschließt und nicht zu den papua- 
nischen Arten (M. novaguinense und quadrimaculatum) passen 
will, kann ich mich des Verdachts nicht erwehren, daß es sich bei 
NM. australe Thoms. um eine Fundortverwechslung handeln könnte. 
Dieser Verdacht wird noch bestärkt durch die Tatsache, daß sich 
auch die Art Hyporhagus grandis Pic, die gleichfalls von Australien 
beschrieben wurde, beim Studium der Type in der Collection Pic 
als Synonym von H. brasiliensis Thoms. entpuppte. Einen endgül- 
tigen Entscheid über M. australe Thoms. will ich aber bis zur Vor- 
lage völlig identischen Vergleichsmaterials noch zurückstellen. 


Menomma brittoni nov. spec. (Tafel 1.7—11l, u. V, 3 u. #.) 
5x2,5 mm. 


M. länglich-eliiptisch, schwarzbraun, wenig stark, aber gleich- 
mäßig gewölbt, Kopf und Prothorax Vorderrand und Seitenränder 
rötlichbraun. Kopf dicht und ziemlich kräftig punktiert. Hals- 
schild doppelt so breit wie lang, ziemlich gleichmäßig, dicht punk- 
tiert, zum Rande tiefer, aber kaum runzelig, vereinzelt kleinere 
Zwischenpunkte. Seiten des Halsschildes schmal gerandet, gerun- 
det verengt, Vorderecken kräftig gerundet vorgezogen, ziemlich 
flach gewölbt, Seiten schmal aufgebogen. Scutellum breit herz- 
förmig. Elytren mit je 11 Reihen flacher Punkte, die äußeren flach 
rinnig vertieft. 1.3. am Schildchenr sehr flach grubig verbreitert, 
wenig deutlich. 1. endet hinter dem Diskus, dieser wenig hervor- 
gehoben. 1. Reihe setzt sich auf dem Diskus in Form einer Punk- 
tierung fort, die sich nur durch die reihige Anordnung der Punkte 


H. Freude: Die Monommiden der Welt 21 


von der kräftigen Punktulierung der Intervalle unterscheidet. Fal- 
sche Epipleuren ebenfalls zerstreut kräftig punktuliert. Augen mit 
ommatidienlosem Fortsatz, dieser schmal und länglich, gerade. 
Augengrube nur um diesen herum tief. 


Prosternum entenschnabelförmig, zerstreut deutlich punk- 
tiert, leicht gewölbt. Mesosternum ähnlich punktiert, etwas feiner 
und dichter, seitlich rippig. Metasternum verkehrt becherförmig 
umrandet, mit angedeuteter Mittellinie, sehr fein zerstreut punk- 
tuliert. Außerhalb der Umrandung Punkte größer werdend. Vor 
der Tibialgrube lang-durchlaufende schräge Furchen. Abdomen 
ziemlich dicht mittelfein punktiert, zum Rande größer, unter der 
Hintertibia längsrippig. Der Holotypus hat an den Seiten des 
2. bis 4. Abdominalsegmentes je eine Querrunzel zusammenge- 
rückter Punkte, die aber nicht arttypisch sind, sondern eine in- 
dividuelle Strukturvariante darstellen. Die Abdominalfurche ver- 
läuft parallel zum Hinterrand. 


Parameren parallel, schwach dorsoventral gekrümmt, ähnlich 
brunneum, aber am Ende nach innen abgeschrägt und stumpf zu- 
gespitzt. Äußeres Ende mit kräftigem Borstenbüschel. 

Ich widme die Art meinem verehrten Kollegen am British 
Museum, Herrn Dr. E. B. Britton. 

Holotypus, ein 5 von N. W. P. (= North West Provinces), 
Indien (entspricht Pakistan). Coll. Andrewes, British Museum 
1922-221. 

Allotypus, ein 9 von Dehra Dun, indien, F. R. J. Compound, 
leg. ©. M. Gardner 14. XI. 1924 ex Pinus longifolia. British Mu- 


seum. 


Die Art scheint auf Nordindien beschränkt. Sie erinnert an 
ein kleines M. brunneum, ist aber hinten nicht verengt. Ihr Hals- 
schild ist kürzer, mehr gerundet verengt und die Parameren nach 
innen schräg zugespitzt. 


Monomma trisulcatum nov. spec. (Tafel 1, 12—14, u. V, 5 u. 6.) 


Länge: 6,4—5,5 mm, Breite 3.7—3,5 mm. 

M. oval, schwarzbraun, ziemlich gewölbt, mattglänzend. 

Kopf dicht, zum Rande parallelrissig punktiert, hinten gröber. 
Prothorax fast doppelt so breit wie lang, dicht, nicht sehr grob, 


längsrissig punktiert. Seiten sehr schmal gerandet, aber deutlich 
breit abgesetzt und aufgebogen. 


22 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Scutellum ziemlich klein, fast dreieckig, mit einzelnen Punk- 
ten am Vorderrand. 


Elytren mit je 11 Punktreihen, Punkte deutlich, 1. Reihe ver- 
kürzt, endet hinter dem Diskus, diesen aber nicht freilassend. 1. 
bis 3. am Schildchen mit mäßig verbreiterten Punkten. 10. deut- 
lich, aber Punkte entfernter stehend. 9.—11. zum Apex hin stark 
furchig vertieft, wobei die Punkte undeutlich werden. Intervalle 
spärlich sehr fein punktuliert, zum Außenrand kräftiger und 
dichter. 


Auge mit großer und tiefer Augengrube und kurzem, breit- 
dreieckigem ommatidienlosem Fortsatz. 


Prosternum entenschnabelförmig, Basis stark konvex, sehr 
fein punktuliert. Mesosternum kurz, grob skulptiert. Metasternal- 
linie umschließt einen etwa apfelförmigen Mittelraum, der fein 
und mäßig dicht punktuliert ist. Er ist hinten geschlossen, mit an- 
gedeuteter Mittellinie. 


Tibialgrube von wenigen, kurzen, leichtgeschwungenen Linien 
umgeben, zur Mitte grob punktiert. Abdomen grob und dicht 
punktiert, hintere Tibialgrube rippig. 

Parameren breit bananenförmig, am Ende außen mit mehre- 
ren Borsten, nach innen verrundet zugespitzt. 

Holotypus: Ein 5 aus Tonkin, Hoabinh, Aug. 1918, R. V. de 
Salvaza leg., im British Museum. 

Paratypus: Ein 5 aus Saigon, ex coll. Ancey, in coll. Pie, 

Die Art erinnert etwas an M. brunneum, ist aber durch die 3 
Furchen der Elytrenaußenreihen am Apex eindeutig gekenn- 
zeichnet. 


2. fulvum-Gruppe. 


Monomma horni Pic. und var. mediojunetum Pic. (Ges. Luxemb. 
Naturfreunde, Nr. 6, 9 und 10, 1933, p. 147.) (Tafel I, 
15..u.V, 7 0.8.) 


Urbeschreibung: ,‚Minutum, subconvexum, oblongum, subovatum, postice 
attenuatum, nitidum, glabrum, rufum, elytris nigris, ad basin transverse rufo 
notatis et apice in disco breve rufo lineatis. Capite sat minute et dense punctato; 
thorace parum breve sat lato, antice attenuato, sat minute et parum sparse 
punctato, elytris thorace paulo latioribus, subarcuatis, postice attenuatis, diverse 
striatis et fortiter lineato-punctatis, intervallis parum punctatis. 

Long. 3,5 mill. Geylon-Nalanda (W. Horn). 

Mit 4-maculatum Wat. verwandte Art, weicht von dieser jedoch ab durch 
die hellere Färbung des Vorderkörpers, die ungleichen gelbroten Makeln der 


H. Freude: Die Monommiden der Welt 25 


Flügeldecken, die geringere Größe. — Ein kleineres Stück, 3 mill. Länge, von 
Weligama stammend, hat die Flügeldeckenmakeln so verbunden, daß dadurch 
eine gelbrote, eingebuchtete Diskalbinde entsteht; ich nenne diese Varietät: var. 


nov. mediojunctum. (Pie).‘“‘ 


Ergänzende Beschreibung: Kopf vor den Augen flach grubig 
punktiert, vorn feiner. Thorax an den Seiten gleichfalls dicht gru- 
big, Mitte fein und spärlicher, vorn tief ausgerandet, Vordereceken 
verrundet vorgezogen. Scutellum dreieckig-herzförmig. 10. Ely- 
trenreihe kaum erkennbar. 

Augen mit ommatidienlosem Fortsatz, der in der Tiefe (oft 
kaum sichtbar) nach hinten umbiegt. 

Prosternum kurz und breit entenschnabelförmig, vorn abge- 
stutzt, spärlich, mittelstark punktiert. Mesosternum desgleichen, 
verhältnismäßig lang, am Rande etwas rippig. Metasternalmitte 
glatt, vorn verengt, hinten breit offen bogenförmig umrandet. Ti- 
bialgrube flach längsgrubig bzw. -rippig umrandet, zur Mitte mehr 
rundgrubig. Abdomenmitte fein, aber tief punktiert, nach vorn 
sröber. Eine breite und tiefe Abdominalfurche parallel zum 
Hinterrand. 
| Die roten Flecken verwaschen, wenig leuchtend und unscharf 
abgegrenzt. 

Parameren kurz fingerförmig, stärker dorsoventral gekrümmt 
als bei M. brunneum Thoms. Enden einzeln schmal verrundet. 
Äußere Rundung beborstet. 

Mir lag der Holotypus vor, ein © aus Nalanda, Ceylon, W. 
Horn leg. Er befindet sich im Deutschen Entomologischen Institut 
in Berlin. Ferner 3 Exemplare von Kandy, Ceylon, 2 von G. E. 
Bryant (VI. 08) aus dem British Museum und 1 von G. Frey 
(III. 53) vom Museum Frey in München. 


Monomma fulvum Pic. (Melanges exot. ent. 26, 1917, p. 4.) (Tafel 
II, 1u. 2.) 


Urbeschreibung: ‚‚Oblongus, nitidus, glaber, fulvus; thorace breve, fortiter 
sat dense punctato; elytris satis latis, apice attenuatis, distincte marginatis, stri- 
ato-punctatis, punctis pro parte latis. Long. 4 mill. Indes: Malabar. — A placer 
pres de M. laosense Pic, coloration differente et ponctuation plus distincte.‘“ 


Ergänzungen: Mit ommatidienlosem Augenfortsatz. Dieser 
keilförmig, gerade. Prosternum entenschnabelförmig, vorn abge- 
stutzt und kaum schmäler als hinten, spärlich, sehr fein punktiert; 
Mesosternum desgleichen, mit langem Bogenkiel zu den Hinter- 
winkeln abgegrenzt. Penis breit und kurz nadelförmig, Spitze ver- 


)4 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


breitert, abgewinkelt, Endteil angesetzt. Parameren kurz und dick 
würstchenförmig, schwach dorso-ventral gekrümmt, breit einzeln 
verrundet, mit wenigen längeren Borsten an der äußeren Seite der 
Rundung. 

Nahe verwandt mit similifulvum spec. nov. von Hinterindien, 
etwas breiter oval, Halsschild stärker verengt, insgesamt kräftiger 
punktiert. Umrandungslinie des Metasternum vorn spitzer, um- 
schließt ein fast unpunktiertes, birnförmiges Feld. Tibialfurchen 
nur in der Nähe der Grube lang und schräg gerichtet, sonst grubig 
aufgelöst. Abdomen groß und kräftig punktiert. 

Dem Autor Pie hat ein immatures, sehr heiles Exemplar vor- 
gelegen, denn das Tier hat matur die übliche dunkelbraune Fär- 
bung vieler Monommidae. Nur der Vorderrand des Kopfes sowie 
Veorderrand und Seitenränder des Halsschildes sind breit und un- 
scharf begrenzt heller. 

Außer der Type, die ich in der Sammlung Pic studieren 
konnte, lagen mir Exemplare aus den westlichen Gebieten Vorder- 
indiens vor, und zwar aus Belgaum, Kanara und Khandesh. 

Von Dehra Dun in Nordindien lag mir ein Exemplar vor, das 
sich eindeutig von der Stammart abtrennen läßt und das ich als 
M. fulvum dehradunense subspec. nov. (Tafel il, 3 u. 4) 
hier beschreiben möchte. 

4,1x2,3 mm. Es unterscheidet sich von der Stammart durch 
vorn etwas tiefer ausgeschnittenen Halsschild, unterseits feinere 
Punktur, vorn schmaleres und stärker verrundetes Prosternum. 
Das Mesosternum ist gewölbkt, das Schildchen etwas weniger breit. 
Die Parameren haben je 7—8 größere Endborsten, bei M. fuivum 
nur 9—5. 

Der Holotypus, ein 5 von Kaunli garden, Dehra Dun, U. P., 
19, 4. 1921 ieg. N. C. Chatterjee, ex sackbands (?) on Cedrela 


toona, befindet sich im British Museum in London. 


Menremma similifulvum spee. nov. (Tafel 11, 5 u. 6, u. V, 9 u. 10.) 


4,1—4,5 x 2,3—2,5 mm. 

Länglichoval, braunschwarz, unbehaart, ziemlich gewölbt. 
Kopf grob, hinten ziemlich runzelig punktiert, Haisschild ebenso 
grob, mit feineren Zwischenpunkten, mäßig dicht, überall ziemlich 
gleichartig punktiert, halb so lang wie breit, nach vorn schwach 
gerundet verengt, Vorderwinkel verrundet vorgezogen, Basismitte 
gegen das Schildchen leicht vorgezogen, schmal gerandet und ab- 
geflacht. Scutellum breit herzförmig. Elytren an der Basis kaum 


DD 
oı 


H. Freude: Die Monommiden der Welt 


breiter als der Halsschild, mit je 11 ziemlich groben, aber flachen 
Punktreihen, 1.—3. Reihe vor dem Diskus mit flachgrubig ver- 
größerten Punkten. Reihen zum Rande zu feiner werdend. Die 
1. Reihe endet hinter dem Diskus, auf dem selbst aber nur die ver- 
hältnismäßig grobe, rissige Punktulierung der Intervalle deutlich 
ist. Randverbreiterung ziemlich breit, glatt, mit zerstreuter Punk- 
tierung. 

Augen mit starkem ommatidienlosen Fortsatz. Antennen 11- 
gliedrig, mit 3gliedriger, etwas abgeflachter Keule. Prosternum 
gänseschnabelförmig, vorn meist schmal, mäßig punktiert. Meso- 
sternum mit Seitenkielen, Metasternum vorn breit abgeflacht ge- 
randet, hinten offen, mit einer hinten deutlichen Mittellinie. Ab- 
domen mäßig kräftig punktiert. Abdominalfurche parallel zum 
Hinterrand. 

Holotypus, ein 9 aus Fyzabad (Faisabad), Indien, leg. R. W.G. 
Hingston. (Breite Form.) 

Allotypus, ein 5, durch Spiefsen etwas defekt, India orient., 
ex Mus. Murray, Fry Coll. (Schlankere Form.) Beide im British 
Museum. 19 Paratypoid aus Dehra Dun (Subhaivala), India, F. Z. 
leg. 9. 12. 10, Sal-tree (= Weide), in der Zool. Staatssammlung 
München. 

Nach Mitteilung von Fräulein von Hayek bedeutet F. Z. wahr- 
scheinlich Forest Zoologist. Dieser wäre zur angegebenen Zeit E. P. 
Stebbing gewesen. 

Die Art unterscheidet sich von MM. fulvum Pie besonders durch 
die gröbere Punktierung von Kopf und Halsschild sowie durch die 
2. Punktreihe der Eiytren, die am Diskus nicht seitlich ausweicht 
und außen nicht kielförmig gerandet ist, außerdem durch die vorn 
breit abgeflachte Metasternallinie. 


\ 


Menomma longispizum spec. nov. (Tafel II, 10, w. VL 3 u. 4.) 


4,4x3 mm. 

Oval. schwarzbraun, Kopf und Prothoraxränder ohne Basis, 
Beine und Äntennen etwas heller. 

Kopi mittelkräftig, ziemlich dicht punktiert; Prothorax we- 
niger dicht, nur an den Seiten vor der Basis etwas kräftiger und 
angedeutet runzelig; kaum doppelt so breit wie lang, Seiten stark 
gerundet nach vorn verengt. Schildchen herzförmig. 

Elytren mit je 11 kräftigen, ziemlich breiten Punktreihen, die 
ersten 3 vor dem Diskus grubig verbreitert, die 1. endet hinter dem 


26 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Diskus mit wenigen nur angedeuteten Punkten, der Diskus selbst 
bleibt frei. Die 2. biegt dem Diskus seitlich schwach aus und ist 
dort auf der Außenseite nur bogenförmig-rippig erhaben. Die 10. 
ist kaum schwächer als die 9., ihre Punkte sind nur wenig entfern- 
ter. Die Punktreihen sind zum Apex nicht schwächer. Intervalle 
spärlich und sehr fein punktuliert, falsche Epipleuren desgleichen, 
wenig breit. 

Die Augenspina ist auffallend lang, schlank und beim Holo- 
typus abnormal dem hinteren Rand der Augengrube angelagert, 
beim Paratypoid etwas stärker gebogen. Die Abgrenzung gegen die 
Ommatidien verläuft gerade. 

Prosternum entenschnabelförmig, mit spärlichen feinsten 
Haarpunkten. Mesosternum kurz, seitlich rippig, in der Mitte wie 
voriges fast glatt. Metasternum mit breit birnförmiger, vorn etwas 
abgestutzter, hinten offener Umrandung, innen wie das Proster- 
num punktiert. 

Tibialfurchen fein, lang, nach hinten etwas wurzelartig ver- 
zweigt. Abdomen wenig dicht, etwas groß, aber seicht punktiert. 
Abdominalfurche parallel zum Hinterrand. 

Holotypus, ein 9 aus Prae, Siam, 1929—33, Paul Fogh leg., 
Sammlung Rosenberg, im Museum Kopenhagen. 

Ein stark defekter © Paratypus vom gleichen Fundort in der 
Zool. Staatssammlung München. 


Die Art ist nahe verwandt mit M. gracilifulvum spec. nov., 
größer, mit stärker gerundet verengtem Halsschild, Elytren nach 
hinten leicht verengt, Basis der Spina breiter, Metasternallinie 
vorn breiter und abgestutzt. 


Mononma gracilifulvum spec. nov. (Tafel II, 12, u. VI, 7—9.) 
3,4—9,8 x 2,0—2,3 mm. 


Langoval, hinten nicht verengt, mitten am breitesten; dunkel- 
braun. Kopf dicht, fein, nach hinten gröber und runzelig punktiert. 
Halsschild nicht doppelt so breit wie lang, ziemlich gleichmäßig, 
mittelstark punktiert, höchstens an den Basisseiten schwach run- 
zelig. Scutellum etwas breit dreieckig-herzförmig. Elytren mit 11 
deutlichen, teils streifig vertieften Punktreihen, 1.—3. vor dem 
Diskus flach grubig, teils halbmondförmig. Die 1. läßt den Diskus 
frei und endet dahinter mit einigen angedeuteten Punktgruben. 
Die 2. biegt dem Diskus deutlich aus und bildet dort außen einen 
Kiel, die 3. verhält sich in abgeschwächtem Maße ebenso. Inner- 


H. Freude: Die Monommiden der Welt a. 


seits der 4. Linie verläuft ein feiner Längsriß bis hinter den Dis- 
kus. Andeutungen eines solchen finden sich auch innerseits der 
folgenden 4 Linien. Die Randlinien sind alle kräftig ausgebildet, 
die 11. fast noch stärker als 10. und 9. Die Linien werden auch 
zum Apex nicht obsolet. Die Intervalle sind deutlich einfach reihig 
punktuliert. Falsche Epipleuren ziemlich breit und lang, deutlich, 
aber wenig dicht punktuliert. Das 5’ mit großem Haarfleck auf der 
Gula. Augen mit langem Sporn, dieser ziemlich schlank mit 
schmaler Basis, Ommatidien begrenzen die Spina fast gerade. 

Prosternum entenschnabelförmig, ziemlich glatt, nur spär- 
liche feinste Pünktchen; Mesosternum dichter, kurz, seitlich 
schwach kielförmig abgesetzt; Metasternum breit birnförmig um- 
randet, hinten offen, vorn + ausgeschweift verengt und gelegent- 
lich etwas abgestutzt. Abdominalfurche breit, parallel zum Hin- 
terrand. Abdomen groß, mäßig dicht punktiert, Intercoxalfortsatz 
stark stumpfwinkelig. Tibialfurchen schräg, aufgelöst. Epipleuren 
etwas runzelig. 

Parameren würstchenförmig, am Ende gemeinsam verrundet 
und beborstet, schwach dorsoventral gekrümmt, ventral oberhalb 
der Mitte gemeinsam grubig ausgehöhlt und am zentralen Rande 
beborstet. 

Holotypus, 1 5’ aus Tharrawaddy, Burma, Collection Andre- 
wes 1922, und Allotypus, 1 2 aus Rangoon, May 1908, Cap. Har- 
rington, im British Museum. 

19'Partypoid aus Kurmi Tola, Dacca, Bengalen, 2.—7. V1l. 11, 
D. N., in der Zool. Staatssammlung München. 

Diese kleinste Art der fulvum-Gruppe ist meines Erachtens 
nächstverwandt mit M. longispinum spec. nov., bei deren Beschrei- 
bung bereits auf die bemerkenswertesten Unterschiede hingewie- 
sen wurde. 


Monomma obenbergeri spec. nova. (Tafel II, 9, u. VI, 1 u. 2.) 


4,7x 2,5 mm. 

M. langelliptisch, gewölbt, schwarzbraun, unbehaart. Kopf 
dicht, vorn fein, hinten grubig punktiert. Halsschild nicht ganz 
doppelt so breit wie lang, nach vorn schwach gerundet verengt, 
Vorderecken gerundet, stark vorgezogen; kräftig, ziemlich dicht 
punktiert, zum Rande etwas größer; Seiten ziemlich schmal ge- 
randet, nur in der Mitte angedeutet abgeflacht. Schildehen herz- 
förmig, deutlich punktuliert. 


28 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


Elytren hinten schwach verengt, mit je 11 Punktreihen. Die 
1. endet hinter dem Diskus, auf dem ihre Punkte kaum erkennbar 
sind, dahinter aber wieder deutlich werden. 1. bis 3. Reihe an der 
Basis mit verbreiterten Punkten. Die 2. weicht dem Diskus seit- 
lich etwas aus und wird dort außen leicht kielförmig begrenzt. Die 
10. Reihe ist kaum schwächer als die 9., auch am Apex sind die 
Reihen kaum feiner punktiert. Die Intervalle fein rissig, aber tief 
punktuliert. Falsche Epipleuren stark verbreitert und deutlich 
punktuliert. 


Augen mit langem, schmalem, vorn leicht gekrümmtem Fort- 
satz in großer, tiefer Augengrube. Prosternum glockenförmig oder 
kurz und breit entenschnabelförmig, spärlich sehr fein punktu- 
liert. Mesosternum kräftig punktiert, seitlich rippig. Metasternal- 
mitte wieder sehr fein punktuliert, birnförmig gerandet, vorn et- 
was spitz zulaufend, hinten offen. Tibialfurchen und -gruben 
schräg, ziemlich lang und klammerförmig geschwungen. Abdomen 
mäßig dieht und wenig kräftig punktiert. Eine Abdominalfurche 
parallel zum Hinterrand. 


Ich widme die Art meinem verehrten Kollegen am Museum 
Prag, Herrn Professor Dr. Jan Obenberger. 

Holotypus,. ein 9 aus Tenasserim, coll. Helfer, im Museum 
Prag. 

Die Art kommt verwandtschaftlich besonders der kleineren 
M. gracilifulvum spec. nov. nahe, ihr Diskus ist kürzer und liegt 
weiter hinten als bei dieser, die Augenspina hat eine breitere Basis, 
die gegen die Ommatidien leicht konvex vorgewölbt ist, die Tibial- 
furchen sind länger und kräftiger ausgeprägt. 


Menomma tenasserimum spec. nov. (Tafel II, 7, u. V, 11 u. 12.) 


4,2x 2,5 mm. 

Länglichoval, hinten schwach verengt, dunkelbraun, etwas 
glänzend. Kopf dicht punktiert. Halsschild doppelt so breit wie 
lang, ziemlich gerundet verengt, mäßig stark und dicht punktiert. 
Elytren mit je 11 Punktreihen, diese kaum streifig. 1.—S. an der 
Basis grubig, die 1. durch den Diskus unterbrochen und mit 1—2 
angedeuteten Punkten hinter diesem; die 2. und 3. weichen dem 
Diskus seitlich etwas aus und sind dort außen kielförmig; die 
Intervalle sind vorn spärlich punktuliert, hinten mehr gehämmert. 


Unterseite schwach glänzend. Augen mit kurzer Spina, deren 
breitere Basis von den Ommatidien schwach gewinkelt konvex be- 


H. Freude: Die Monommiden der Welt 29 


grenzt wird. Prosternum rechteckig-entenschnabelförmig, Seiten 
etwas konkav, spärlich mittelfein punktuliert. Mesosternum kräf- 
tiger punktiert, im Verhältnis zu den nahestehenden Arten auf- 
fallend lang. Metasternalmitte breit birnförmig, nicht ausge- 
schweift verengt, vorn kurz abgestutzt, hinten offen, zerstreut 
fein punktiert, Mittellinie erkennbar. Tibialfurchen lang, nach 
hinten gegabelt, innen mehr gerade, nach außen zunehmend schrä- 
ger bis quer gerichtet. Abdomen vorn fein, nach hinten größer und 
dichter, aber wenig tief punktiert. Abdominalfurche parallel zum 
Hinterrand. 

Holotypus, 1 9 aus Tenasserim, Coll. Helfer, im Museum Prag. 

Etwas schlanker und schwächer punktiert als M. julvum Pie, 
mit breiterem Diskus (die 2. Punktreihe biegt stärker seitlich aus). 
die Metasternailinie umfaßt ein breiteres Feld. 

Die Art ist meines Erachtens besonders mit M. stevensi spec. 
nov. verwandt; der Halsschild weniger gerundet verengt, der Dis- 
kus etwas kürzer, 2. und 3. Punktreihe stärker gekielt, die Basis 
der Augenspina wird von den Ommatidien etwas konkav einge- 
engt, das Mesosternum ist jänger und das Metasternalfeld vorn 
stärker verengt. 


Monomma stevensi spec. nov. (Tafel IL, &, u. V, 13 u. 14.) 


4,7x2,9 mm. 

Länglichoval, braunschwarz, ziemlich gewölbt. Kopf dicht und 
fein punktiert. Halsschild nicht ganz doppeit so breit wie lang. 
etwas fein, ziemlich dicht punktiert, auch an den Seiten kaum 
runzlig. Seiten etwas abgeflacht, mit schmaler Randleiste, ziem- 
lich stark gerundet verengt. Scutellum breit dreieckig-herzförmig. 

Elytren mit je 11 deutlichen Punktreihen, auch die 10. ganz 
deutlich. Die 1.—3. vor dem Diskus mit verbreiterten, flachgrubi- 
gen, z. T. halbmondförmigen Punkten. Die 1. Reihe endet mit 
wenigen schwachen Punkten am Diskusende. Diskus im vorderen 
Teil glatt, nur punktuliert wie die Intervalle. Spina schmal, mit 
breiter Basis, die von den Ommatidien konvex begrenzt wird. 

Prosternum fast rechteckig, mit verrundeten Ecken, Seiten 
ziemlich parallel, schwach gewölbt, glatt, fein zerstreut punktiert; 
Mesosternum desgleichen, seitwärts rippig; Metasternum vorn ab- 
gestutzt, aprikosenförmig umrandet, zerstreut fein punktiert, mit 
angedeuteter Mittellinie. Abdomen mit Ausnahme des Intercoxal- 
fortsatzes mittelstark, ziemlich dicht punktiert, zum Rande stär- 


30 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


ker, die Tibialgrube runzlig. Abdominalsegment mit tiefer Furche 
parellel zum Hinterrand. 

Der Holotypus, ein 2 von Bao-Ha, Tonkin, X.— XII. 1923, 
leg. H. Stevens, Sladen-Godman Trust Exped., befindet sich im 
British Museum. 

Die Art wurde dem Sammler gewidmet. Auf ihre nahe Ver- 
wandtschaft mit M. tenasserimum spec. nov. wurde dort bereits 
hingewiesen und die Unterschiede erwähnt. 


Monomma hayeki spec. nov. (Tafel V, 15 u. 16.) 


5x 2,9 mm. 

Langoval, schwarzbraun, glatt, ziemlich gewölbt. Kopf dicht, 
nach hinten zunehmend gröber punktiert. Halsschild nicht ganz 
doppelt so breit wie lang, ziemlich dicht und groß punktiert, da- 
zwischen vereinzelt feinere Punkte, nach vorn ziemlich stark, ge- 
rundet verengt. (Der Grad der Rundung ist etwas variabel.) Hals- 
schildränder außer der Basis unbestimmt heller. Scutellum breit 
herzförmig, punktiert. Elytren mit je 11 kräftigen Punktreihen, 
Punkte der 10. etwas kleiner. Punkte der 1.—3. Reihe vor dem 
Diskus grubig, z. T. halbmondförmig vergrößert. Die 1. endet mit 
wenigen angedeuteten Punkten hinter dem Diskus, der selbst frei 
davon bleibt und nur die gewöhnliche Punktulierung der Inter- 
valle zeigt; diese ist ziemlich kräftig und schwach längsrissig, auch 
auf den falschen Epipleuren. 

Die Ommatidien lassen nur einen schmalen, kurzen Fortsatz 
in einer verengten Augengrube frei. 

Prosternum entenschnabelförmig, deutlich, aber spärlich 
punktiert, Basis gerade; Mesosternum ziemlich kräftig punktiert, 
seitlich runzlig-rippig; Metasternum mit annähernd birnförmiger 
Umrandung, aber vorn beiderseits nicht ausgerandet verengt, sehr 
zerstreut fein punktiert, Mittellinie angedeutet. 

Tibialgrube mit nur 2 leicht geschwungenen schrägen Linien 
umrandet, die innere kann auch in mehrere Gruben aufgeteilt 
sein. Einwärts davon mit kürzeren Grubenpunkten. 

Abdomen ziemlich dicht und kräftig punktiert, Intercoxal- 
fortsatz fein punktiert, Tibialgruben des 1. Abdominalsegments 
furchig. Letztes Abdominalsegment mit einfacher Parallelfurche 
zum Hinterrand. 

Holotypus, ein 9 aus Paungde, Burma, 1902, im British Mu- 


seum. 


H. Freude: Die Monommiden der Welt 31 


1 2 Paratypoid aus Tenasserim, coll. Helfer, im Museum Prag. 

Meiner liebenswürdigen Kollegin am British Museum, Miss 
Dr. Christine M. F. von Hayek, gewidmet. 

Die Art sieht aus wie ein großes, langovales M. gracilijulvum 
spec. nov., unterscheidet sich aber außer durch die Größe und die 
längere Form durch glänzendere Oberfläche und besonders durch 
die kleinen Augenfortsätze. Sehr charakteristisch ist außerdem, 
daß die 2. Punktreihe dem kleinen Diskus nicht ausweicht. 


>. basipenne-Gruppe. 
Monomma scheini spec. nov. 


5—5,4 x 3,2—9,4 mm. 

Breitoval, schwarz, mit 2 deutlichen roten Flecken vor dem 
Apex und 2 undeutlichen, dunkleren dicht hinter der Mitte der 
Elytrenbasis. Halsschild ebenfalls dunkelrot. Kopf nach hinten zu- 
nehmend gröber, dicht punktiert, vor den Augen mit seichter Ver- 
tiefung. Halsschild doppelt so breit wie lang, etwas seicht, mittel- 
groß und klein gemischt punktiert, Seiten nicht runzelig; fein ge- 
randet und schmal abgeflacht, Vorderecken kurz vorgezogen. Ely- 
tren mit je 11 seichten, zum Rande sehr feinen Punktreihen, 
Punkte vor dem Diskus vergrößert. Die 1. Reihe am Diskus kurz 
unterbrochen, beim 9 kürzer als beim 5, die 2. biegt dem Diskus 
nicht deutlich aus und ist auch nicht deutlich gekielt; die 11. noch 
schwächer als die 10., aber erkennbar; die Reihen am Apex fast 
obsolet; Intervalle zerstreut sehr fein punktuliert. 

Augen mit kurzer, gebogener, breitbasiger Spina. 

Prosternum fast rechteckig, leicht verrundet, Seiten schwach 
konkav, Basis leicht konvex; spärlich, sehr fein punktiert. Meso- 
sternum kurz, seitlich fein gekielt und schuppig gerippt. Meta- 
sternum mit vorn breit abgestutzter, hinten offener, birnförmiger 
Umrandung und angedeuteter Mittellinie, die sich hinten in ein 
Grübchen vertieft. Tibialfurchen lang, leicht schräg. 

Abdomen ziemlich dicht fein punktiert, der stumpfwinklige 
Intercoxalfortsatz feiner und spärlicher. Abdominalfurche parallel 
zum Hinterrand. 

Falsche Epipleuren breit, mit einer Grübchenreihe am 
unteren Rand. Parameren fingerförmig, leicht dorsoventral ge- 
krümmt, Enden schräg nach innen verrundet, am äußeren Ende 
mit je einem Borstenbüschel, an der Basis breiter als am Apex, ge- 
rade verengt. 


32 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Holotypus, ein 5, und Allotypus, ein 9, aus Singapore befin- 
den sich in der Sammlung Fairmaire im Museum Paris. 


Ich widme die Art meinem verehrten Lehrmeister und Kolle- 
gen, dem Uetonidenspezialisten Herrn Stadtdirektor Hans Schein. 


Die Art steht trotz ihrer äußerlichen Ähnlichkeit M. quadri- 
maculatum Waterh. weniger nahe als M. pseudodoriae spec. nov., 
da ihre Parameren keine Haarieiste haben. 


Monomma birmanense spec. nova. (Tafel II, 11, u. VL, 5 u. 6.) 

6x 3,9 mm. 

M. elliptisch, gewölbt, dunkelbraun (vermutlich immatur, si- 
cher normal schwarzbraun), glatt. Kopf dicht und tief punktiert. 
Prothorax nicht ganz doppelt so breit wie lang, von der Basis 
nach vorn stark gerundet verengt, Vorderecken gerundet schwach 
vorgezogen. Seiten gerandet, nur von der Mitte zur Basis schwach 
abgeilacht. Mittelstark, ziemlich dicht punktiert mit einzelnen fei- 
neren Punkten dazwischen, zum Rande eher feiner als gröber, nicht 
runzelig. Schildehen breit herzförmig, vereinzelt punktiert. Ely- 
tren hinten schwach verengt, je 11 Punktreihen. Die 1. endet hin- 
ter dem Diskus, auf diesem mit nur angedeuteten Punkten. 1.—9. 
Reihe an der Basis mit grubig verbreiterten Punkten. Die 2. Reihe 
weicht dem Diskus nur schwach aus, ihre Außenkante bildet dort 
eine kielförmige Linie. Punktreihen zum Apex feiner. Die iO. ist 

enau so kräftig wie die 9. Intervalle ziemlich dicht, fein rissig 


Augen mit schmalem, hakenförmig gebogenem Fortsatz in 
großer, tiefer Augengrube. Prosternum lang entenschnabelförmig, 
vorn breit abgestutzt, hinten schwach konvex, glatt, fein punktiert, 
Mesosternum und Metasternalmitte desgleichen, letztere birnför- 
mig umrandet, hinten offen, mit strahlenförmigen feinen Linien 
abgeschlossen. Mittellinie kaum angedeutet. Tibiallinien lang, 
schräg, parallel, an den Enden s-förmig geschwungen. 


Abdomen in der Mitte fein, zum Rande grob punktiert, Tibial- 
grube mit Längsrunzein. Abdominalsegment mit breiter Furche 
parallel zum Hinterrand. 


9, coll. Bowring, im British Mu- 
seum. Der Holotypus hat einen kleinen runden Druckdefekt am 
Diskus vorn rechts. Einige Querrunzeln auf den Eiytren dürften 
ebenfalls traumatisch verursacht sein. 


Holotypus aus Burma, ein 9 


H. Freude: Die Monommiden der Welt >35 


Die Art ist verwandt mit pseudodoriae spec. nova, hinten et- 
was verengt, mit kleinerem Augenfortsatz und breiterer Meta- 
sternalmitte. Ihr Halsschild ist breiter und gröber punktiert. 


Sie ist die einzige bisher bekannte Art des Festlandes, die 
verwandtschaftlich unmittelbar zu den sonst insulären Arten der 


basıipenne-Gruppe gehört. 


Monomma pseudodoriae spec. nova. (Tafel III, 5, u. VI, 16 u. 17.) 


5x3 mm. 


M. elliptisch, hochgewölbt, schwarz, Prothorax und Kopf mit 
braunem Unterton. Kopf dicht und fein, nach hinten gröber punk- 
tiert. Prothorax nicht doppelt so breit wie lang, von der Basis nach 
vorn ziemlich stark gerundet verengt, mäßig dicht punktiert, 
Punkte mittelstark und fein gemischt, zum Rande nicht gerunzelt. 
Seiten schmal gerandet und schmal abgeflacht, nach hinten 
breiter. Vorderecken verrundet vorgezogen. Schildchen breit herz- 
förmig, mit wenigen, kaum erkennbaren Pünktchen an der Basis. 
Elytren mit je 11 Punktreihen, diese nach hinten feiner werdend. 
Die 1. endet hinter dem Diskus, auf diesem nur mit angedeuteten 
kleinen Punkten. Punkte der 1.—3. Reihe an der Basis vergrößert. 
Die 2. Reihe biegt am Diskus seitlich etwas aus und ist dort außen 
leicht gekielt. Die 10. mit sehr entfernt stehenden Punkten. Inter- 
valle fein rissig, ziemlich dicht punktuliert. 

Augen mit breiter, gebogener ommatidienloser Spina in tiefer 
Grube. Prosternum entenschnabelförmig, etwas gewölbt, zerstreut 
fein punktiert, Basis wenig konvex. Meso- und Metasternalmitte 
ebenfalls fein punktiert. Metasternallinie schmal zitronenförmig, 
hinten offen. Mittellinie + angedeutet. Tibialfurchen lang, schräg, 
kräftig, etwas klammerförmig geschwungen. Abdomen mäßig 
dicht, zur Mitte fein, außen grob punktiert, Tibialgrube furchig. 
Eine Abdominalfurche parallel zum Hinterrand. 

Patria: Borneo. 

Der Holotypus, ein 2 aus Quop, W. Sarawak, G. E. Bryant leg. 
20. 3. 14, befindet sich im British Museum, ebenso ein @ Paratypus 
aus Penang, Collection Pascoe. 

Allotypus, 5, aus Sandakan, Borneo, leg. Baker im U. S. Na- 
tional Museum. 

Die Art ähnelt äußerlich M. doriae, unterscheidet sich von 
diesem aber durch den Augenfortsatz, etwas geringere Breite und 


Entom, Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 1 3 


34 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 
matteren Glanz. Sie kommt in einer eigenen Subspecies auch in 
Sumatra und auf der Malayischen Halbinsel vor. 


Monomma pseudodoriae sumatranum subsp. nov. (Tafel III, 1u. 2.) 


4,9—5,3 x 3—9,4 mm. 

Unterscheidet sich von der Stammari durch feinere 10. 
Punktreihe, etwas weiter vorn liegenden Diskus, weniger schlankes 
Prosternum und kürzeren Augenfortsatz. 

Holotypus, ein 5’ aus Lahat, Sumatra (N. A. M.), befindet sich 
im Naturhistorischen Reichsmuseum Leiden in Holland. 

Allotypus, ein 2 aus Penang, Coll. Bowring, befindet sich im 
British Museum. 

Paratypoide von Singapore, Malacca, Prov. Wellesley und Pe- 
nang im British Museum, im Museum Paris und in der Zool. Staats- 
sammlung München. 


Monomma javanum spec. nova. (Tafel VI, 10 u. 11.) 


4,2 x 2,5 mm. 

M. oval, glatt, schwarzbraun, Prothorax wenig heller. Kopf 
dicht, Prothorax mäßig dicht, ziemlich fein punktiert. 

Elytren mit je 11 feinen, aber bis hinten deutlichen Punkt- 
reihen. Die 1. endet vor dem Diskus, 2. am Diskus bogig nach 
außen erweitert. Die 3 ersten Reihen sind an der Basis nur schwach 
grubig verbreitert. Intervalle nur schwach und spärlich punktu- 
liert. 

Der ommatidienlose Augenfortsatz ist schmal und nur mäßig 
lang. Prosternum entenschnabelförmig, Seiten fast parallel, 
schwach und mäßig dicht punktiert. Mesosternum kurz, breit und 
flach punktiert, durch Seitenkiele eingefaßt. Metasternum mit 
breit birnförmiger Umrandung, ohne Mittellinie, hinten offen, 
kaum erkennbar spärlich punktiert. Tibialfurchen ziemlich kräf- 
tig, aber mehr kurzlinig. Abdomen seicht, mäßig groß und mäßig 
dicht punktiert. Abdominalfurche parallel zum Hinterrand. 

Holotypus, ein 5’ von Java, Tg. Karang, VIII. 1949, leg. A. v. 
Laer, befindet sich im Museum Amsterdam. 

Die Art ist ähnlich M. nideki, besitzt aber keine roten Apikal- 
flecken. Der Halsschild ist vorn weniger stark verengt, mit brei- 
terer Seitenabflachung, die Prosternalmitte schmaler, die Meta- 
sternalumrandung mehr breit birnförmig — bei nideki vorn breit 
oval —, der Augenfortsatz kleiner. 


H. Freude: Die Monommiden der Welt 3, 


Monomma nideki spec. nova. (Tafel III, 3, u. VI, 12 u. 19.) 
Länge : 3,5—4, 7 mm, Breite: 2—2,5 mm. 


M. oval, braunschwarz, glatt, Halsschild vorn breit etwas hel- 
ler. Kopf fein und ziemlich dicht punktiert, Halsschild etwas grö- 
ber und weniger dicht, nicht zusammenfließend. Sceutellum herz- 
förmig. Eiytren mit je 11 Punktreihen, diese vorn obsolet, aber 
die 1.—3. an der Basis grubig vergrößert. 1. Reihe hinter dem 
glatten Diskus nur noch mit 2 undeutlichen Punkten angedeutet. 
Die 2. Reihe biegt am Diskus etwas nach außen aus und bildet dort 
eine schmale Leiste, die gewissermaßen die zusammengeflossenen 
äußeren Punktränder darstellt. Zwischenräume fein zerstreut, et- 
was reihig punktuliert. Elytren mit je einem verrundet-dreiecki- 
gen rötlichen Fleck vor dem Apex. 

Antennen 11gliedrig, mit dreigliedriger, abgeflachter Keule. 
‚ Augen berühren sich auf dem Kopfe und haben unterseits einen 
kurzen, stark gekrümmten ommatidienlosen Fortsatz in tiefer 
Augengrube. Unterseite dunkel-kastanienbraun. Prosternalfortsatz 
+ breit entenschnabelförmig, zerstreut fein punktiert, ebenso das 
kurze Mesosternum, dessen Seiten rippig sind. Metasternum mit 
kräftigen, langen Rippen um die Tibialgrube herum, die zur Mitte 
zu mehr in der Längsrichtung verlaufen. Mitte mit glockenförmi- 
ger Umrandung. Abdomen mit flachen, gröberen Punkten, mäßig 
dicht punktiert. Abdominalsternit mit einer tiefen Furche parallel 
zum Hinterrand. 

Epipleuren und falsche Epipleuren sehr fein und sehr spär- 
lich punktiert. 

Parameren kurz fingerförmig, etwas auseinandergerückt pa- 
rallel verlaufend, schwach dorsoventral gebogen, am äußeren Ende 
mit je 4—5 Borsten, zur Mitte stumpf zugespitzt. 

Ich widme die Art ihrem Sammler, meinem verehrten Kolle- 
gen, dem Cicindelidenspezialisten Herrn C. Brouerius van Nidek 
in Bussum, Holland. 

Holotypus, ein 5’, Allotypus, ein 9, und Paratypen von Depok, 
Java, leg. C. van Nidek, 1948—1950, im Museum Amsterdam. Ein 
Paratypus, 9, von Balakan, Zuider-Geb., Java, 1. VIII. 1926, ieg 
Drescher, im Bogor Museum. Weitere Paratypen von Depok in der 
Zoologischen Staatssammlung in München. 

Die Art ist durch die Apikalflecken leicht von allen anderen 
zu unterscheiden. 


3* 


36 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


Monemma drescheri spec. nova. (Tafel III, #, u. VI, 14 u. 15.) 

5,5x 2,8 mm. 

M. elliptisch, schwarzbraun, glatt, mäßig gewölbt. Kopf und 
Halsschild mäßig kräftig punktiert, letzterer mit eingestreuten 
feineren Punkten, nicht ganz doppelt so breit wie lang, erst von 
der Mitte nach vorn stark verengt, Vorderecken schwach vorgezo- 
gen, Rand verflacht, Hinterrand zum Schildchen vorgezogen. Scu- 
tellum breit herzförmig, mit einigen feinen Pünktchen. Elytren 
gleichmäßig verrundet, mit je 11 Punktreihen. Die 1. endet hinter 
dem freibleibenden Diskus. Die 3 ersten Reihen an der Basis 
schwach grubig punktiert, 10. deutlich. Reihen am Apex nicht 
obsolet. Falsche Epipleuren nur schmal. 


Mit ommatidienlosem Augenfortsatz, der schlank und stark 
gekrümmt in die nach hinten erweiterte Augengrube ragt. 

Prosternum entenschnabelförmig, ziemlich lang, spärlich, sehr 
fein punktiert. Mesosternum kräftiger, vorn schwach wulstig. 
Metasternum mit birnförmiger, hinten offener Mittelfeldumran- 
dung, mit angedeuteter Mittellinie, äußerst fein, nach hinten etwas 
deutlicher, spärlich punktiert. Tibialgruben kräftig, variabel, von 
schräg bis ziemlich gerade. Abdomen ziemlich dicht punktiert, zum 
Rande kräftig, zur Mitte feiner. Mit einer Abdominalfurche paral- 
lel zum Hinterrand. 


Parameren dorsoventral schwach gekrümmt, fingerförmig, 


Apex nach innen schräg stumpf zugespitzt, an der Abschrägung 


mit einem Borstenbüschel. 


Ich widme die Art dem Sammler, meinem verehrten Kollegen 
vom Museum Bogoriense, Java, Herrn F. C. Drescher. 

3 Exemplare von Oengaran, Java, leg. F. C. Drescher, I. 1906 
und VI. 1908. Holotypus, ein 5, und Allotypus, ein 9, im Museum 
Amsterdam. 1 Paratypoid in der Zoologischen Staatssammlung in 
Mönchen. 1 Paratypus, Mus. Paris, steckte als CGotypus unter den 
Typen von raffrayı Thoms. 

M. raffrayi zum Verwechseln ähnlich, aber mit längerem Pro- 
sternalfortsatz und mit Augenspina. 


Monomma basipenne Pic. (Mel. exot. ent. 62, 1933, p. 14.) (Tafel | 


VIL1u.2.) 


Urbeschreibung: „Oblongus, antice et postice attenuatus, subconvexus, niti- | 
dus, fere glaber, rufus, elytris nigris, ad basin et apice rufis, epipleuris rufis; | 
thorace sat transverso, antice attenuato, sat fortiter, et sparse punctato; elytris i 


H. Freude: Die Monommiden der Welt Sn 


thorace paulo latioribus, lateraliter sinuatis, postice valde attenuatis, distincte 
striato-punctatis, intervallis parum punctatis. Long. 5 mill. Te Engano. — 

Espece de coloration particuliere pouvant se placer pres de medanense Pic.‘ 

Ergänzungen: Kopf vorn dicht und feiner punktiert als der 
Halsschild. Dieser ziemlich dicht und kräftig punktiert, zum Sei- 
tenrand abgeflacht und bis auf die Mitte des Vorderrandes fein 
gerandet, doppelt so breit wie lang, nach vorn im Bogen ziemlich 
stark verengt. Vorderwinkel etwas verrundet vorgezogen. Elytren- 
basis breiter als der Halsschild. Scutellum breit herzförmig. Ely- 
‚ tren mit je 11 deutlichen Punktreihen. 1. durch den Diskus 
unterbrochen und besteht dahinter aus nur wenigen Punkten. 
Die nächsten Reihen weichen dem Diskus seitlich etwas aus. 
Punkte der 1.—93. oder 4. Reihe vor dem Diskus grubig verflacht. 
Falsche Epipleuren ziemlich schmal. Echte Epipleuren zum Innen- 
rand zu punktiert. Geiselglieder der Antennen kurz und kräftig. 
 Augensporn sehr schmal und fast gerade, zum Ende verbreitert 
und in der Tiefe gebogen. Ommatidien groß. Augenfurchen tief, 
schleifenförmig nach hinten erweitert. Prosternalfortsatz fast 
rechteckig, aber mit völlig verrundeten Ecken, flach, spärlich 
punktiert. Episternum schmal, punktiert, vorn genetzt. Abdomen 
an den Seiten ziemlich kräftig punktiert. Beine fein, aber tief 
punktiert, Tarsen mittellang. Eine Abdominalfurche parallel zum 
Hinterrand. 

Ich konnte die Type in der Sammlung Pic und ziemlich rei- 
ches Material vom Deutschen Entomologischen Institut sowie vom 
Museum Kopenhagen studieren. 


Moromma chapini spec. nov. (Tafel II, 13, u. VII, 11 u. 12.) 


5x 9,9 mm. 

Oval, hinten schwach verengt, schwarz, Kopf und Haisschild 
vorn rötlich. 

Kopf dicht und fein, nach hinten gröber punktiert. Prothorax 
knapp doppelt so breit wie lang, mittelfein, ziemlich dicht punk- 
tiert, seitlich feiner. Seitenrand schmal gerandet und vorn schmal, 
nach hinten etwas breiter abgefiacht. Vorderecken verrundet vor- 
gezogen. Scutellum breit herzförmig. 

Elytren mit je 11 deutlichen Punktreihen, die nach hinten 
etwas feiner werden. Die 1. ist auf dem Diskus nur angedeutet und 
endet mit einzelnen Punkten dahinter. 1.—3. vor dem Diskus 
mit etwas grubig vergrößerten Punkten, die 2. weicht dem Diskus 
seitlich etwas aus und ist dort schwach wellig-gekielt. 9. und 


38 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


10. Reihe mit gleich starken, aber etwas entfernteren Punkten als 
die vorhergehenden. Die Intervalle sind ziemlich dicht, fein und 
schwach rissig punktuliert, ebenso die falschen Epipleuren, die 
nur mäßig breit sind. 

Augen mit langem, gebogenem ommatidienlosem Fortsatz mit 
breiter Basis, Augengrube tief. 

Prosternum entenschnabelförmig, vorn und hinten gleich 
breit, in der Mitte verengt, vorn etwas abgestutzt verrundet, Basis 
fast gerade, sehr fein und zerstreut punktiert, Mesosternum etwas 
gröber, seitlich rippig. Metasternum etwa birnförmig gerandet, 
vorn kaum ausgeschweift verengt, hinten breit offen, mit sehr fei- 
ner Mittellinie, die hinten in einem vertieften Grübehen endet. 
Tibialfurchen teils lang, zur Mitte mehr längs, nach außen mehr 
schräg gerichtet, mit kürzeren Zwischenfurchen in der hinteren 
Metasternalhälfte. Abdomen ziemlich grob punktiert, nur zwischen 
den Hinterhüften feiner. 1 Abdominalfurche parallel zum Hinter- 
rand. 

Der Holotypus hat einen traumatischen Druck-Kratz-Defekt 
vor dem Diskus auf der linken Elytre, zufolge dessen auch das 
Scutellum etwas entgegen dem Urzeigersinne verdreht und nach 
rechts verschoben ist. 

Ich widme die Art meinem verehrten Kollegen, Herrn Dr. E. A. 
Chapin, Curator of Inseets im U. S. National Museum. 

Holotypus, 19 von Butuan auf Mindanao, leg. Baker, im U. S. 
National Museum. 

Die Art ist nahe verwandt mit M. pseudodoriae von Borneo. 
Sie unterscheidet sich durch dichter punktierten Halsschild, kräf- 
tige 10. Punktreihe und breitere Metasternalumrandung. 


Monomma sparsepunetatum Pic. (Beschrieben als var. von philip- 
pinarum in L’Echange, no 416, 1924, hors-texte, p. 12.) 
(Tafel III, 6—8, u. VII, 3—4.) 


Urbeschreibung: ‚‚Oblongus, postice paulo attenuatus; capite dense punc- 
tato; thorace sat sparse punctato; elytris lineato-punctatis, intervallis minute 
punctatis. Ile Sibuyan (ex Baker). — Differe de philippinarum Ths. au moins 
par la tete plus densement ponctude, le prothorax ä ponctuation differente de 
celle de la tete, &cartee.‘ 


Ergänzungen: Halsschild länger als bei philippinarum, weni- 
ger stark nach vorn verengt, etwas feiner punktiert. Schildehen 
herzförmig. Elytren mit je 11 Punktreihen, die sehr fein, aber 
deutlich sind, die 10. doppelt so fein wie die übrigen, aber nicht 


H. Freude: Die Monommiden der Welt 39 


obsolet. 1.—4. Reihe vor dem Diskus mit großen, grubigen Punk- 
ten. Die 1. endet dicht hinter dem Diskusgipfel mit einigen 
kaum erkennbaren Punkten. Die 2. Reihe ist auf dem Diskus zu- 
weilen unterbrochen, sie weicht diesem seitlich nicht aus. Augen 
mit breitem Augensporn. Prosternum entenschnabelförmig, 
schlanker als bei philippinarum; Mesosternum länger; Metaster- 
num glockenförmig, hinten breit offen gerandet, Vorderrand 
klammerförmig, in der Mitte spitz vorgezogen. Tibialfurchen nur 
in der Vorderregion des Metasternum lang, sonst kurz kommaför- 
mig. Abdomen in der Mitte sehr fein, mäßig dicht punktiert, zum 
Rande gröber. Abdominalfurche parallel zum Hinterrand. Bei 
einem Exemplar ist diese sehr seicht, und man erkennt 2 geson- 
derte, ovale Vertiefungen (s. Abb.). Ob es sich dabei um Drüsen- 
ausgänge handelt, muß vorläufig noch offen bleiben. 

Penis und Parameren sind im Habitus wie bei philippinarum, 
die Parameren fingerförmig, am Ende etwas schräg zugespitzt ver- 
rundet. Auffällig ist aber eine Asymmetrie in der Beborstung am 
äußeren Ende, die bei der rechten Paramere weit länger und kräf- 
tiger ist als bei der linken. 

Trotz großer Ähnlichkeit ist diese Art leicht von philippina- 
rum abzutrennen, weil sie im Gegensatz zu dieser einen ÄAugen- 
sporn besitzt und die 2. Punktreihe dem Diskus nicht ausweicht 
oder unterbrochen ist, bei philippinarum weicht sie seitlich aus. 
Die Art ist nicht nur auf Sibuyan beschränkt. Mir lagen außer 
Originalexemplaren von Baker von der Insel Sibuyan auch solche 
von Paney vor, sogar ein Exemplar von der nördlichsten Philip- 
pineninsel Kotosho. 


Monomma bakeri Pic. (L’Echange, 39, Nr. 416, 1924, p. 12.) (Tafel 
ERI 9.) 


Urbeschreibung: ‚Oblongus, subovatus, nitidus, glaber, rufescens, elytris 
nigris; capite parum breve, dense punctato; thorace transverso, sat sparse punc- 
tato; elytris satis brevibus, postice paulo attenuatis, lineato-punctatis, intervallis 
minute punctatis. 

Long. 4 mill. Ile Sibuyan (ex Baker). — Differe de la var. precedente 
(= sparsepunetatum Pic, der Verf.), en outre de la coloration moins foncee, par 
la ponctuation @lytrale plus faible en arriere ou sur les cötes.‘' 


Ergänzungen: Außerordentlich nahe verwandt mit M. sparse- 
punctatum Pic, könnte unter Umständen sogar nur eine beson- 
ders kleine Variante desselben darstellen. Punktierung etwas fei- 
ner als bei sparsepunctatum. 2. Elytrenreihe ebenfalls am Diskus 


40 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


unterbrochen, von der 1. sind nur vor dem Diskus die verbreiter- 
ten Punkte deutlich. Punkte der 10. Reihe nicht wesentlich schwä- 
cher als die der 9. Augenfortsatz etwas kürzer, mehr breit keilför- 
mig. Prosternum kürzer und breiter, seitlich weniger verengt, sonst 
ohne bemerkenswerte Unterschiede. Die Oberseite ist eher glän- 
zender als bei sparsepunctatum. Leider kam mir kein 7 Exemplar 
vor Augen, so dafs ich die Genitalien nicht vergleichen konnte. 
Außer der Type, einem © in der Sammlung Pic, lag mir ein weite- 
res Exemplar aus der Originalausbeute von Baker vor, gleichfalls 
von der Insel Sibuyan, Philippinen, das sich im U. S. National Mu- 
seum in Washington befindet. 


Monomma rufolineatum Pic. (L’Echange, 1924, Nr. 417, p. 28.) 
(Tafel VII, 5 u. 6, u. IX, 1—4.) 


Urbeschreibung: ‚‚Oblongus, antice et postice attenuatus, niger, femoribus 
ad basin, abdomine pro parte, tarsis et antennis apice rufescentibus, elytris in 
disco rufo sinuato-lineatis. Long. 6 mill. Ile Samar (ex Baker). — Espece voisine 
de 4-maculatum Wat. tres distincte par la bande rousse des elytres.““ 

Ergänzungen: Länglich eiförmig. Kopf fein, aber tief und 
dicht punktiert, nach hinten zu etwas gröber. Prothorax ebenso 
fein und dicht, gleichmäßig, nur am Vorderrand etwas feiner, ohne 
Zwischenpunkte, zum Rande nicht grubig. Hailsschild rötlich, 
knapp doppelt so breit wie lang, schmal gerandet und mäßig ge- 
kehlt. Scutellum klein, herzförmig. 

Elytren mit je 11 Reihen entfernt stehender Punkte, die ersten 
3 an der Basis mit großen, grubigen Punkten, die der 4. nur we- 
nig vergrößert. Am Diskus werden die Punkte auch der 2. Reihe 
sehr schwach und klein. Die 1. endet am Diskusende. Äußere 
Reihen mit kleinen, flachen, aber immer deutlichen Punkten, die 
11. wieder grob und dichter punktiert. Zwischenräume fein und 
ziemlich dicht punktuliert, ebenso die schmalen falschen Epipleu- 
ren. Die echten Epipleuren fein und spärlich punktuliert. 

Augen mit starkem, geradem Augensporn in großer Augen- 
grube. 

Prosternum länglich, zungenförmig, in der Mitte schwach 
verengt, Basis schwach konvex, deutlich, mäßig dicht punktiert. 
Mesosternum ebenso punktiert, verhältnismäßig lang, mit Seiten- 
kielen. Metasternum breit glockenförmig gerandet, hinten offen, 
vorn klammerförmig mit spitz vorgezogener Mitte, mit feiner 
Mittellinie, in deren Nähe etwas dichter fein punktiert, sonst spär- 
lich, hinten wieder dichter. 


H. Freude: Die Monommiden der Welt : 4] 


Tibialfurchen zur Mitte mehr längs, nach außen mehr schräg 
gerichtet. einige lang, dazwischen kürzere, zum Apex kleiner-gru- 
big. Abdomen zur Mitte sehr fein punktiert. Aus den Punkten ent- 
springen feine Wimpern. Zum Rande unbehaart und grob punk- 
tiert. 

Abdominalfurche tief und breit, verläuft parallel zum Hinter- 
rand. Vorderschenkel nach oben grob-grubig punktiert, Mittel- 
und Hinterschenkel fein, Tibien alle fein langrissig. Die ersten 3 
Tarsenglieder sind unterseits stark bebürstet, beim 2 vermutlich 
etwas schwächer. 

Parameren fingerförmig gebogen, vorn schräg zugespitzt 
verrundet. Sie zeigen eine Seitenasymmetrie der Beborstung, 
indem die rechte Paramere nur 2 lange, kräftige Borsten be- 
sitzt, die linke dagegen neben feineren 6 kräftigere. Diese Asym- 
metrie der Parameren stellt M. rufolinestum Pic unmittelbar in 
die Nähe von M. sparsepunctatum Pic und unterscheidet es grund- 
legend von dem äußerlich ähnlichen M. quadrimaculatum Waterh. 

Außer der Type, einem 9 von der Insel Samar in der Samm- 
lung Pic, lag mir ein 9’ aus der Originalausbeute von Baker von 
Surigao auf Mindanao vor, das sich im U. S. National Museum be- 
findet. 


4. quadrimaculatum-Gruppe. 


Monomma quadrimaculatum Waterh. (Ann. Mag. Nat. Hist. [5] 
Ill, 1879, p. 379.) 


Urbeschreibung: ,„Elliptico-ovale, convexum, piceum, nitidum; elytris 
nigro-piceis, maculis rotundatis rufis notatis. 

Long. 23/, lin. (= 5,58 mm, d. Verf.). 

General form of M. philippinarum. Head very closely, finely, but distinctly 
punetured. Thorax densely and rather strongly punctured; the sides not re- 
flexed, but narrowiy impressed within the margin. Elytra rather strongly and 
close!ly striate-punctate; the punctures in the scutellar region much larger, the 
first stria very short; the interstices rather closely, very delicately, but distinctly 
punctured; each elytron with two rather large round spots, one near the shoul- 
der, the other subapical. 

Hab. Philippine Islands (Cuming).“ 


Hugh Cuming war Insektenhändler in London und sammelte 
1836—1839 auf den Philippinen. 

Ergänzungen: Kopf und Halsschild ziemlich kräftig, grubig 
punktiert, Kopfpunkte nicht feiner, nur dichter. Halsschild seit- 
lich deutlich gerundet verengt, mäßig stark gerandet. Vorderecken 
stark vorgezogen und verrundet. Schildchen herzförmig, der Aus- 


4) Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


schnitt der Elytren aber breit herzförmig. Falsche Epipleuren 
breit, spärlich fein punktiert. An den hellen Makeln scheint die 
Innenstruktur der Elytren kästchenförmig durch. 

Prosternalmitte entenschnabelförmig, ziemlich dicht punk- 
tiert, Mesosternalmitte vorn flach bogig, ebenfalls ziemlich dicht 
punktiert, außen rippig, Metasternalmitte spärlicher, etwa fäß- 
chenförmig umrandet, vorn leicht verengt, mit verrundeten Ecken, 
der Vorderrand etwas asymmetrisch klammerförmig (wohl indivi- 
duelle Variante des Typus). Abdomen sehr dicht, meist grubig, 
die Mitte und die Endsegmente etwas kleiner punktiert. Abdo- 
minalsegment mit einer Furche ungefähr parallel zum Hinterrand, 
die aber in der Tieie eine Teilung in 2 Taschen erkennen läßt. 

Augen mit gebogenem, schräg in die Tiefe absinkendem 
Sporn, dessen oberer Teil schmal krallenförmig erscheint. Anten- 
nen 1l1gliedrig, kurz und kräftig, mit 3gliedriger Keule, deren 
Glieder breit schalenförmig ineinandergefügt sind. Tarsen kurz 
und kräftig, hinteres Klauenglied annähernd so. lang wie die 3 vor- 
hergehenden. Beine deutlich und dicht punktiert. 

Mir lag der Holotypus, ein 9, vor. Dieser trägt allerdings den 
Sammlernamen Chr. Owen, so daß Waterhouse das Tier als nur 
von Ouming bezogen kennzeichnen wollte. Der Holotypus befin- 
det sich im British Museum. 

Ein weiteres @ von N. Luzon (Philippinen), leg. Whitehead, 
Fry Coll., 1905, im Besitz des British Museum, 6x 3,5 mm, ist von 
der Type in der Form so verschieden, daß ich geneigt wäre, dieses 
als eigene Art anzusprechen, wenn ich nicht durch das Studium 
von M. brunneum Thoms. wüßte, wie groß die Variabilität bei 
Monemmidae sein kann. Dieses Stück ist viel schlanker, hat 
schmale falsche Epipleuren, das Schildchen ist mehr gleichseitig- 
dreieckig, und der Augenfortsatz sinkt nicht schräg ab, sondern 
ist breit sichtbar. Eine Rassenbildung ist sehr wahrscheinlich, kann 


aber zufolge des zu geringen vorliegenden Materials vorerst nicht 


geklärt werden. Die bereits erwähnte große Variabilität läßt auch 
das von Pic beschriebene M. rufonotatum allenfalls als Subspeeies 
von Borneo vertretbar erscheinen. 


ssp. rufonotatum Pic. (Melanges exot. ent. 19, 1916, p. 8.) (Tafel 
VII,7 u. 8, u. 1X, 5—7.) 


Urbeschreibung: „Oblongo-ovatus, nitidus, niger, thorace brunnescente, ely- 


tris infra humeros et ante apicem rufo maculatis, lineato-punctatis. Long. 7 mill. 
Borneo. — 


H. Freude: Die Monommiden der Welt 453 


Voisin de M. 4-maculatum Wat., prothorax a coloration rembrunie, ma- 
cule anterieure rousse placee en-dedans des Epaules.‘ 


Das mir vorgelegene 5 von Marah, Borneo, leg. H. C. Sie- 
bers, M. O. Borneo Exped., 10.—25. XI. 1925, ist breitoval, 6x4 
mm, hat breit herzförmiges Scutellum und breite falsche Epipleu- 
ren, ist somit der Type von quadrimaculatum entschieden ähn- 
licher als das Stück von Luzon. 

Da es sich um ein 5’ handelte, untersuchte ich auch die Geni- 
talien. Der Penis ist sehr schlank keulenförmig, dorsoventral ab- 
geilacht und s-förmig geschwungen, das Endstück ist ebenfalls 
etwas abgesetzt. Die Parameren sind lang fingerförmig, leicht 
dorsoventral gekrümmt und haben einen langen, leicht geschwun- 
genen Borstensaum, der mehr auf der konkaven Seite zum schräg 
nach innen verrundet zugespitzten Ende verläuft. 


Monomma novaguinense spec. nova. (Tafel III, 10, IV, 1—5, u. 


1, 921,710.) 
Länge 5,5—7 mm, Breite 3,85—4,5 mm. 


M. breitoval, ziemlich gewölbt, tiefschwarz, bei nicht ausge- 
färbten Stücken Elytren und Prothoraxvorderrand bräunlich 
durchscheinend, glatt, etwas glänzend. Kopf fein und dicht punk- 
tiert. Halsschild fast doppelt so breit wie lang, Seiten in leichtem 
Bogen nach vorn verengt, schmal gerandet, Vorderecken verrundet 
vorgezogen, ziemlich gewölbt, zum Seitenrand wenig verflacht, 
mit zerstreuten, flachen, größeren Punkten, die zum Rande hin 
diehter werden, dazwischen fein punktuliert. 

Scutellum klein, breit herz- bis nierenförmig, mit einigen 
feinen Pünktchen. Elytren schwach verengt, mit je 11 Punktreihen. 
Erste 5—4 Reihen an der Basis mit grubig verbreiterten, teils 
halbmondförmigen flachen Punkten. Die erste Reihe endet auf 
der Mitte der Elytren, ihre Punkte auf dem Diskus schwach, die- 
ser aber nicht völlig glatt. 10. Reihe schwächer punktiert, alle 
Reihen nach hinten zu feiner. Intervalle zerstreut, äußerst fein 
punktuliert. 

Unterseite schwarzbraun. Antennen mit ägliedriger Keule. 
Augen mit großer Augenhöhle und kurzem, leicht gebogenem 
ocellenlosem Fortsatz, auf den die Ocellen gewissermaßen etwas 
vordringen. Prosternalmitte entenschnabelförmig, fein und mäßig 
dicht punktiert, Punkte mit feinsten Härchen. Mesosternum kurz, 
zum Rande grubig-rippig. Metasternalmitte fein und spärlich 


44 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


punktiert, Umrandungslinie vorn mäßig breit abgestutzt, nach 
hinten ausgeschweift breiter werdend, hinten ziemlich parallel und 
oifen, mit nach hinten vertiefter Mittellinie. Tibiallinien schräg, 
lang und kräftig. Abdomen in der Mitte fein, zum Rande gröber 
punktiert. 1. Abdominalsegment hinter der Hinterhüfte stark rip- 
pig. Letztes Abdominalsegment mit tiefer Furche parallel zum 
Hinterrand. Beine fein und dicht punktiert. 

Penis sehr schlank keulenförmig, aber dorsoventral flach und 
s-förmig gekrümmt. Parameren lang fingerförmig, dorsoventral 
leicht gekrümmt, am Ende schräg nach innen stumpf zugespitzt, 
mit einer langen, etwas nach innen geschwungenen Haarleiste, die 
auf der konkaven Seite zur Spitze verläuft; die Abschrägung seit- 
lich noch gesondert beborstet. 

Holotypus, ein 5’ von Hollandia, Niederländisch Neu Guinea, 
aus dem Regenwald, 250 Fuß (= ca. 72 m) über dem Meer, Mai 
1945 im Chicago Natural History Museum. 

Allotypus, ein 9, und 2 9 Paratypoide von Niederländisch Neu 
Guinea, 9. XII. und 20. XI. 1944 (eins „under bark jungle‘), leg. 
T. Aarons, sowie ein weiteres @ Paratypoid von der Maffin Bay, 
Dutch N. Guinea, IX. 44, E. 5. Ross Col., im Museum der Qalifor- 
nia Academy of Science in San Franeisco. 

1 © Paratypoid von Deutsch Neu Guinea, leg. Nevinson 1918, 
im British Museum. 

1 und 1 9 Paratypoid von bereits genannten Fundorten in 
der Zool. Staatssammlung in München. 

Die Art variiert ebenfalls ziemlich stark. Es gibt schlankere 
und breitere Formen. 1 Exemplar hat einen auffallend schmalen 
Halsschild, gehört aber zweifellos zur selben Art. Die Prosternal- 
mitte kann mehr parallelseitig sein. 


b) Subgenus Aspinatimonomma nova. 


Monemma giyphysternum Marseul. (Ann. Soc. Ent. France [5] 6, 


1876, p. 330.) (Tafel VII, 13 u. 14.) 


Urbeschreikung: „Long. 19 —11 mill.; larg. 3,3—5 mill. 

Ovalie, bomb& sur le dos, noir brun, luisant. T&te densement ponctu£ee. 
Pronotum transverse, retreci et bisinueusement ©chancre en devant, avec les 
angles obtus, reflechi et arque& sur les cötes, bisinueux ä la base avec le lobe scu- 
tellaire pointu et les angles droits, finement rebord& tout autour, densäment 
ponctue. Ecusson tres-petit. Elytres dilatees a la base, retr&cies en courbe par 
derriere, rebordees, fort @levees au milieu du premier tiers, striees-ponctuees; 
premiere strie courte, ferme&e, ainsi que le commencement de la deuxieme, de 


H. Freude: Die Monommiden der Welt 45 


————; 


petits arcs; interstries sensiblement pointilles. Pronotum plan, rectangulaire, 
borde; mesosternum tres-court, largement entaillE pour recevoir la base du pro- 
sternum. Metasternum marque d’une figure elliptique traversee par un axe lon- 
gitudinal. Dernier segment ventral creus@ d’un sillon arque& profond. 

On pourrait le prendre pour le brunneum, mais ce dernier est grand, a le 
prosternum plus distinetement pointille, @largi vers la base, et le m£tasternum 
sans figure elliptique divisce par un axe longitudinal. 

De Kiu-Siu, Niphon. 

Cette espece se retrouve dans les Indes; j’en possede des exemplaires de 
Touranne et de Malacca qui ne pr&sentent aucune difference. (Ile aA l’extr&me 
sud de Kiu-Siu; rare. Se trouve assez commundment ä Formose.‘ 

Die Art ist als die zuerst beschriebene des großen festländi- 
schen Rassenkreises die Nominatform und bildet zugleich die öst- 
lichste Subspecies. Marseul hat den Zusammenhang der festländi- 
schen Formen erkannt und sie sogar als einzige Art angesprochen, 
ohne Subspecies aufzustellen. Die Aufstellung solcher ist aber 
durchaus berechtigt. Leider hat sich in der Angabe der Größen 
des Tieres der Druckfehlerteufel sehr irreführend betätigt. Die 
Längenangabe ist völlig sinnlos und müßte 5—6 mm sein, die 
Breite soll wohl 3—3,5 mm heißen. Der genauen Beschreibung 
Marseuls ist wenig hinzuzufügen. 1. Punktreihe endet hinter dem 
Diskus, läßt diesen aber nicht frei und ist auf ihm so kräftig wie 
dahinter. 2. biegt am Diskus kaum aus, ist dort aber doch außen 
wellig gekielt. Die Prosternumseiten können leicht konkav sein. 
Mesosternum stark grubig punktiert, die elliptische Metasternal- 
linie vorn ausgeschweift verengt. Tibiallinien unbestimmt auige- 
teilt oder ganz unzusammenhängend. Die Tiere besitzen keinen 
ommatidienlosen Augensporn. 

Penis und Parameren sind, soweit ich feststellen konnte, bei 
allen Subspecies ohne bemerkenswerte Unterschiede. Der Penis 
ist flach und breit nadelförmig oder sehr schlank keulenförmig, 
dorsoventral abgeflacht und s-förmig geschwungen, die Basis groß 
geöhrt, die Spitze etwas rhombisch verbreitert. Der Ductus ejacu- 
latorius mündet auf der Spitze. Die Parameren sind lang finger- 
förmig, zum Apex gleichmäßig verschmälert und dieser selbst 
schräg nach innen abgestutzt und stumpf zugespitzt, mit Borsten- 
büschel an der Außenseite der Abschrägung, in ihrer gesamten 
Länge etwas dorsoventral gekrümmt. 


Monomma glyphysternum ssp. formosanum Pic. (Melanges exot.- 


ent. 20, 1916, p. 1.) (Tafel IV, 4-6.) 


Urbeschreibung: ,Oblongo-elongatus, postice attenuatus, nitidus, glaber, 
niger, elytris metallicis, labro tarsisque rufescentibus. Thorace antice sinuato, 


46 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


angulis anticis modice prominulis, fortiter pro parte sparse punctato; elytris 
indistincte striatis, mediocre et sparse punctatis. Long. 5 mill. Formose. — 

Peut se placer pres de M. brunneum Thoms., qui m’est inconnu en na- 
sure. 


Ergänzungen: Kopf dicht, grob, zur Basis runzelig punktiert. 
Scutellum herzförmig — rundlich herzförmig. Elytren mit nur 
flachen Punktreihen, die 10. so stark wie die 9. 1. bis 3. an der 
Basis leicht grubig, die 1. mit halbmondförmigen Eindrücken, auf 
dem Diskus obsolet, dahinter mit nur einigen wenig deutlichen 
Punkten. Die Intervalle ziemlich dieht, deutlich und schwach ris- 
sig punktuliert. Augen ohne ommatidienlosen Fortsatz, Augen- 
grube klein. Prosternum breit entenschnabelförmig, vorn so breit 
wie hinten, Seiten stärker konkav, vorn etwas abgestutzt, fein bis 
mittelfein punktiert. Falsche Epipleuren ziemlich schmal. Abdo- 
minalfurche parallel zum Hinterrand. Abdomen dicht und grob 
punktiert, auch in der Mitte, Tibialgruben furchig. 

Diese Subspecies ist von M. philippinarum Thoms. kaum zu 
unterscheiden. Ihr Halsschild ist etwas flacher, schmaler und an 
den Seiten weniger gebogen, neben den Hinterwinkeln fast gerade 
(bei philippinarum leicht nach außen gebogen). Die Punktierung 
des Prothorax ist doppelt und kann bei philippinarum genau so 
etwas gröber sein wie hier. Elytrenreihen gröber als bei M. philip- 
pinarum, Punkte aber weniger scharf gerandet. Die Augengrube 
ist weiter und tiefer. Metallglanz ist kaum festzustellen und tritt 
bei philippinarum weit stärker auf. 

Die Basis des Prosternum ist weniger konvex und entspre- 
chend die Ausbuchtung des Mesosternum weniger konkav als bei 
philippinarum. Metasternallinie vorn breiter. Die in der Grund- 
richtung schrägen Tibiallinien können lang und schön parallel ver- 
laufen, aber auch ziemlich aufgelöst sein. 

Diese Subspecies ist auch auf dem Festlande vertreten, wie 
Stücke von Walker zeigen, deren Fundort Haining nördlich Hang- 
chow (Hang-Tschou) in der Provinz Chekiang (Tschekiang) liegt. 


Monomma glyphysternum chinense ssp. nova. (Tafel IV, 7, u. VII, 
15.) 


5,5x2,2 mm. 

Oval, ziemlich gewölbt, schwarz mit braunem Unterton, ziem- 
lich glänzend. Kopf dicht punktiert, vorn sehr fein, hinten gröber. 
Halsschild doppelt so breit wie lang, mäßig dicht, mittelfein flach 
punktiert, zum Rande hin kaum gröber, Seitenrand schmal abge- 


H. Freude: Die Monommiden der Welt 47 


flacht, gleichmäßig leicht bogig nach vorn verengt, Vorderecken 
schwach vorgezogen und verrundet, Basis schwach doppelbuchtig. 
‚Schildchen herzförmig, an der Basis leicht punktuliert. Elytren 
mit je 11 Punktreihen, Punkte dicht, aber wenig kräftig, Reihen 
zum Rande hin mehr obsolet, die vorhergehenden leicht vertieft. 
Die ersten 3 Reihen an der Basis flach grubig verbreitert; die 
1. Reihe hat vor dem Diskus nur 4 Punkte, dahinter sind noch 2 
angedeutet. Der Diskus selbst bleibt frei. Intervalle zerstreut 
fein, etwas rissig punktuliert. Elytrenbasis so breit wie die des 
Halsschildes, Seiten im Bogen erst etwas erweitert, dann ver- 
engt, schmal gerandet. Falsche Epipleuren gleichfalls fein zerstreut 
rissig punktuliert. Antennen 11gliedrig, mit 3gliedriger, etwas ver- 
breiterter Keule. 

Augen ohne ommatidienlosen Fortsatz. Prosternalmitte ver- 
breitert entenschnabelförmig, zerstreut fein punktiert. Mesoster- 
num kurz, vorn flach, unregelmäßig furchig punktiert, Seiten rip- 
pig. Metasternalmitte mit hinten offener, zitronenförmiger Um- 
randung, zerstreut fein punktiert, außerhalb der Umrandung 
grubig punktiert, neben der Tibialgrube mit schrägen, runzeligen 
Rippen. Abdomen ziemlich grob, aber flach punktiert, auch in der 
Mitte. Letztes Abdominalsternit mit einer tiefen Furche parallei 
zum Hinterrand. Die Epipleuren am Innenrand grubig punktiert. 
3 erste Tarsenglieder mit Haarbürsten an den Sohlen. Beine fein 
und ziemlich dicht punktiert. 

Parameren 3x so lang wie zusammen breit, leicht dorsoven- 
tral gekrümmt, am Ende mit je 9 größeren Borsten. 

Patria: China. 

Holotypus, ein J’ aus Foo Chow (Fu-Tschou), leg. C. B. Rikett 
1901, im British Museum. Der Holotypus hat am Halsschildvorder- 
rand rechts der Mitte einen kleinen Defekt. 

Allotypus, ein 2 von Yünnan, China, im Museum Budapest. 

Paratypoide aus Foochow, Schanghai und Hongkong, China 
und von Hainan im British Museum, im Museum Alexander König 
in Bonn, in der California Academy of Science, San Franeiseo, und 
in der Zoologischen Staatssammlung in München. 

Diese Subspecies ist ähnlich der ssp. formosanum Pie, aber 
etwas stärker gewölbt, was besonders am Halssehild deutlich wird. 
Sie steht etwa in der Mitte zwischen ssp. glyphysternum und ssp. 
formosanum, auch bezüglich des Prosternum, das länger als bei 
glyphysternum, aber kürzer als bei jormosanum ist, seitlich etwas 
ausgeschweift. Auch mit der ssp. substriatum besteht große Ähn- 


48 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gsg. Frey, Bd. 6, 1955 


lichkeit, aber die 9. und 10. Punktreihe der Elytren ist bei chinense 
gröber. Diskus wie bei jormosanum. 


Monomma glyphysternum ssp. tonkineum Pic. (Melanges exot.- 


ent. 20, 1916, p. 1.) (Tafel VII, 1 u. 2.) 


Urbeschreibung: ‚‚Subovatus, postice attenuatus, nitidus glaber, niger, labro 
rufo. Long. 6 mill. Tonkin. — 

Voisin du precedent (= jormosanum Pic, d. Verf.), mais prothorax plus 
transversal, @lytres un peu plus bombes et moins nettement retrecis a l’extre- 
mite, a stries faibles mais distinctes.‘‘ 


Ergänzungen: Kopf mäßig dicht, zur Basis zunehmend gröber 
punktiert. Halsschild doppelt so breit wie lang, nach vorn stark, 
wenig gerundet verengt, mäßig dicht, grob punktiert, mit verein- 
zeiten feineren Punkten, fein gerandet und mäßig breit abgeflacht, 
hinten doppelbuchtig, mit vorgezogenem Scutellarlappen. Schild- 
chen herzförmig bis breit herzförmig. Elytren mit je 11 deutlichen 
Punktreihen, diese meist mittelfein, können aber auch sehr fein 
sein, die 10. mit größeren Punktabständen. Punkte der 1. und 2. 
Reihe vor dem Diskus grubig verbreitert, die 1. läßt den Diskus 
frei und endet mit wenigen schwachen Punkten dahinter, die 2. 
biegt dem Diskus schwach aus und ist dort außen leicht gekielt. 
Intervalle sehr zerstreut, etwas rissig punktuliert, die breiten fal- 
schen Epipleuren ebenso. Epipleuren fein, aber deutlich punktiert. 


Augen ohne Spina, Augengrube mäßig groß. Prosternum 
entenschnabelförmig, vorn leicht abgestutzt, die Seiten bis zum 
basalen Drittel konkav, fein punktiert. Mesosternum runzelig 
punktiert. Metasternum mit schmal-zitronenförmiger Umran- 
dung, vorn + ausgeschweift verengt, hinten offen, sehr fein 
punktiert, mit nur hinten punktartig angedeuteter Mittellinie. 
Tibialgruben + aufgelöst, unregelmäßig. Abdomen stark punk- 
tiert, hintere Tibialgrube furchig. Eine Abdominalfurche parallel 
zum Hinterrand. 


Diese Subspecies ist ähnlich der ssp. formosanum, hat aber 
einen zur Basis breiteren Halsschild, der weniger gerundet verengt | 
ist. Die Elytrenreihen sind feiner und dichter. Hinsichtlich der 
Form variiert sie stark zwischen lang- und breitoval. | 

Mir lagen Exemplare vor aus Tonkin, Annam, Laos, Cochin- 
china, Birma und Siam. Leider waren nicht alle Fundorte eindeu- 
tig oder überhaupt auffindbar. 


H. Freude: Die Monommiden der Welt 49 


Meonomma glyphysternum ssp. substriatum Pic. (Echange [39] 
1923, No. 414—416, Hors-texte. p. 12.) 


Urbeschreibung: ‚„‚Monommides. 


Le M. substriatum mihi, de Cochinchine, voisin du precedent (= M. rujum 
Pic, der Verf.) a les elytres en partie stries, il est plus fonce, noir et tres bril- 
lant en dessus, les &!ytres sont plus @largis aux @paules.“ 


Ergänzungen: Eiförmig-elliptisch, ziemlich in der Mitte am 
breitesten, glänzend glatt, schwarz, Kopf und Halsschild vorn röt- 
lich. Kopf dicht, vorn feiner punktiert, Halsschild abgesehen vom 
Vorderrand überall deutlich gerandet, gut doppelt so breit wie 
lang, nach vorn im Bogen ziemlich stark verengt, Vorderwinkel 
schwach vorgezogen und verrundet. Scutellum breit herzförmig. 
Elytren mit je 11 Punktreihen, die 1. verkürzt, vom Diskus unter- 
brochen und dahinter sehr schwach. Die 2. am Diskus ausgebogen 
und außen leicht rippig, im gesamten Verlauf etwas vertieft, be- 
sonders zum Apex zu. 1.—9. Reihe an der Basis mit leicht grubigen 
Punkten. Zwischenräume fast glatt, die schmalen falschen Epi- 
pleuren ebenfalls glatt, mit sehr zerstreuten, feinen, nadelrissigen 
Fünktchen. Epipleuren bis hinten ziemlich breit, amı Innenrand 
punktiert. Die von großen Ommatidien gebildeten Augen reichen 
weit ventral und haben schmale, tiefe Augenfurchen. Tarsen kurz. 
Fresternalfortsatz breit entenschnabelförmig, vorn abgestutzt, mit 
+ konkaven Seiten, fein sparsam punktiert. Metathorax mit nach 
vorn meist gerade und breit verengter zitronenförmiger Umran- 
dung, seltener ausgeschweift verengt. 

Substriatum ist die verbreitetste und häufigste Subspecies von 
glyphysternum und scheint mir der eigentlichen Stammart der 
giyphysternum-Gruppe am nächsten zu kommen. In ihr mußten 
zweifellos noch verschiedenartige Elemente vereinigt werden, aber 
eine Aufspaltung ist vorerst alne gewaltsame Maßnahmen nicht 
möglich und wäre meines Erachtens unverantwortlich. Reicheres 
Material mit genauen Fundorten wäre dafür nötig. 

Von der ssp. tonkineum ist sie verhältnismäßig leicht zu tren- 
nen, da sie mehr elliptisch und mit vertieften Punktreihen aus- 
gestattet ist. Der Halsschild ist weniger stark gewölbt, vorn stär- 
ker verengt und mit schmaler Randverflachung. Das Prosternum 
ist kürzer und breiter, die Metasternalmitte fast glatt. 


Mir lagen Exemplare vor aus Annam, Cochinchina, Cambodja, 
Siam, Tenasserim, der Malayischen Halbinsel, Birma (Burma) und 
Assam. 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H.1 4 


50 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


Die Type von M. rufum Pic, 1 5 von Cho-Gasch, VII. 14, 
Sammlung Pic, entpuppte sich beim Studium als immatures Ex- 
emplar von M. glyphysternum substriatum Pic. Der Vollständig- 
keit halber sei hier die Urbeschreibung mit angeführt. 


M. rufum Pie (L’Echange, Revue Lineenne, 39, Nr. 416, 1924, p. 12.) 


„Oblongus, nitidus, fere glaber, rufus, membris pallidioribus; capite dense 
punctato; thorace transverso, sparse punctato; elytris parum elongatis postice 
valde attenuatis, lineato-punctatis, fere instriatis. Long. 4 mill. Tonkin. — 


Voisin de fulvum Pic, meins clair et moins large, @lytres sans stries 
appreciables.‘“ 


Monomma glyphysternum ssp. laosense Pic. (Melanges exot.-ent. 


22.1917. p.2,) 


Urbeschreibung: ‚‚Subovatus, postice attenuatus, nitidus, glaber; niger, ely- 
tris submetallicis, capite antice, thorace pro parte lateraliter, epipleuris, an- 
tennis pedibusque pro parte rufescentibus. Long. 4—5 mill. Laos. — 


Par sa structure tres voisin de M. tonkineum Pic, mais älytres un peu plus 
courts, stries-ponctudes sur les @lytres moins larges, €pipleures et pattes plus 
claires.‘‘ 


Ergänzungen: Elliptisch oval, kaum verengt, kaum metallisch. 


Halsschild kurz, mehr als doppelt so breit wie lang, stark ver- 
engt, weniger gerundete Seiten, mittelfein punktiert. Scutellum 
breit herzförmig. Elytren mit je 11 Punktreihen, diese fein, ähn- 
lich wie bei der feingestreiften Form von ssp. tonkineum. 

Augengruben vorn flach, klein, Ommatidien groß. Augen 
ohne ommatidienlosen Fortsatz. Prosternum entenschnabelförmig, 
vorn abgestutzt und so breit wie an der Basis, Seiten etwas konkav, 
Basis gerade, Punktierung mittelfein-stark. Mesosternum ziemlich 
kräftig, bogig punktiert, mit rippigen Seiten. Metasternum mit 
zitronenförmiger Umrandung, vorn ausgeschweift verengt. Abdo- 
men kräftig punktiert. Abdominalfurche parallel zum Hinterrand. 


Von der Subspecies substriatum Pie unterschieden durch kür- 
zeres, stärker gerundet verengtes Halsschild, breiteren und kür- 
zeren Prosternalfortsatz und etwas schwächere Skulptur der Un- 
terseite, sonst sehr ähnlich. Außer der Type und einem weiteren 
Exemplar aus Haut Laos in der Sammlung Pie konnte ich nur 
noch 2 Vertreter mit nicht genau deutbaren Fundorten aus Laos 
studieren. 


H. Freude: Die Monommiden der Welt 51 


Monomma glyphysternum madrasense ssp. nova. (Tafel VIII, 3 


u. 4.) 


Holotypus: 4,9x2,9 mm. Länge variiert von 4,5—5,5 mm. 


Oval, gewölbt, schwarz mit braunem Unterton, besonders an 
Kopf und Halsschild, unbehaart. Beine und Antennen braun, letz- 
tere mit Sgliedriger Keule. Kopf dieht und fein punktiert, Hals- 
schild gröber, ziemlich dicht, mit einzelnen feinen Zwischenpunk- 
ten. Seitenrand mäßig gerundet nach vorn verengt, fein gerandet 
und schmal abgeflacht. Die Punktierung ist zum Rande hin feiner. 
Schildchen herzförmig, vorn mit einigen wenigen Pünktchen. Ely- 
tren mit je 11 Punktreihen, diese auch zum Rande hin deutlich, 
Reihen hinter der Schulterbeule etwas gefurcht, die 10. nicht 
schwächer als die 9. 1.—3. Reihe vor dem Diskus mit grubig 
verbreiterten Punkten. Beim Holotypus hat die 1. Reihe vor dem 
Diskus links 6, rechts 5 Punktgruben, der Diskus bleibt frei und 
dahinter sind jederseits noch 3 Punkte angedeutet. Intervalle 
spärlich fein punktuliert. 

Unterseite dunkelbraun. Prosternum entenschnabeliörmig, 
mit breiter Basis und vorn etwas abgestutzt, mittelstark, we- 
nig dicht punktiert. Mesosternum grubig skulptiert. Metaster- 
num mit zitronenförmiger Umrandung, diese hinten offen, durch 
eine Mittellinie geteilt, vorn breit + ausgeschweift verengt 
(beim Holotypus asymmetrisch vorn links stärker ausgeschweift 
als rechts), innen kaum erkennbar fein punktiert, außerhalb kräf- 
tiger, zum Rande lang grubig. Vor der Tibialgrube mit schrägen, 
unregelmäßigen Furchen und Leisten. Abdomen mäßig kräftig, 
auch in der Mitte dicht punktiert. Abdominalfurche parallel zum 
Hinterrand. 


Augen ohne ommatidienlosen Fortsatz, Augengrube flach und 
klein. Parameren schlank fingerförmig, dorsoventral gekrümmt, 
von der Basis zum Apex schwach gerade verengt, die Enden schräg 
nach innen abgestutzt und verrundet, mit je 5 längeren End- 
borsten. Penis s-förmig dorsoventral gebogen, sehr dünn und lang, 
Ende wenig verbreitert und wenig zugespitzt. 

Holotypus, ein 5‘, und Allotypus, ein 9, von Madras, India, 
ex Mus. Murray, Fry Coll., 1905, im British Museum. Je 1 Para- 
typoid vom gleichen Fundort im British Museum und in der 
Staatssammlung München. 

Die ssp. madrasense variiert ziemlich in der Größe (4,5 bis 
5,5 mm) und der Skulpturstärke. Sie ist sehr ähnlich substriatum 


4* 


52 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Pie, besonders in den Punktreihen, in der Gestalt erinnert sie mehr 
an laosense Pic. Das Prosternum ist vorn stärker abgestutzt. Das 
Abdomen schwächer punktiert als bei laosense. Schildehen normal 
herzförmig. 


Monomma stenotarsoide, C. F. Ancey. (Naturaliste, 3me Annee, 


Nr. 52, 15. Mai 1881, p. 413.) 


Urbeschreibung: ,‚Long. 5: lat. 23/, mill. Ovale, supra nitidum, micans, 
rufo-piceum: subtus subrufescens, elytrorum infera margine, tarsis, thoraceque 
minus obscurioribus, antennis bruneo-rufescentibus. Caput punctulatum dense 
et obso!ete. Proihorax angulis anterioribus obtusis, subproductis; postieis acutis; 
tenuiter punctulatum, ad basim sat regulariter rotundatum. Scutellum triangu- 
lare. Elytrae prothorace triplo longiora, humeris rotundatis, seriebus viginti 
punetorum impressorum, his prope suturam medio elytrorum desinentibus, mu- 
nita: inter has series parum dense tenuissimeque squammulosa. Subtus tenue 
punctatum, punctis leviter squammosis. Pedes punctulati. Ultimum abdominis 
segmentum impressione una profunda, arciformi instructum. 

Cette espece rentre dans la section du Monomma brunneum, Thoms, dont 
elle se distingue par sa taille plus faible, sa couleur un peu rougeätre en dessus, 
rougenoirätre et non brune en dessous, par la partie relevce du prothorax sans 
trace de squammules, par un nombre moins grand de söries de points sur les 
elytres (20 au lieu de 22), par les squammules tres petites et peu denses entre 
ces series. enfin par l’absence de ponetuation entre elles. 

Elle provient des iles Andaman.‘' 


Ergänzungen: Ca. 5,5 mm. Oval, hinten schwach verengt. 
Schwarzrot, unten etwas heller. Kopf dicht und fein punktiert. 
Halsschild stark gerundet verengt, mittelfein, mäßig dicht, zum 
Rande hin kaum kräftiger punktiert, Seitenrand schmal ab- 
geflacht. Schildchen breit herzförmig. Elytren ziemlich glän- 
zend. Die 10. der 11 Punktreihen fast ganz obsolet, deshalb gibt 
Ancey nur 20 an. Punktreihen am Schildchen nur schwach grubig, 
die 1. endet hinter dem freibleibenden Diskus, etwa in der Mitte 
der Elytren. Zwischenräume sehr fein und zerstreut rissig punk- 
tuliert. Epipleuren obsolet und spärlich punktiert, vorn kräftiger. 

Augen ohne ommatidienlosen Fortsatz. Prosternalmitte fast 
glatt, entenschnabelförmig, vorn abgestutzt verrundet, Seiten rip- 
pig. Mesosternummitte schwach schuppig, Seiten schuppig punk- 
tiert. Metasternallinie zitronenförmig, vorn breit verengt, hinten 
offen. Nur wenige schräg gerichtete Tibialfurchen, zur Mitte das 
Metasternum mehr punktiert. 2.—4. Abdominalsegment alveolär 
punktiert. Die Abdominalfurche verläuft parallel zum Hinterrand. 

Parameren und Penis schwach dorsoventral gekrümmt, Penis 
s-förmig, sehr schlank, Spitze von oben gesehen lanzettlich, seit- 


H. Freude: Die Monommiden der Welt 53 


lich verrundet. Paramerenspitzen einzeln verrundet, mit einigen 
längeren Borsten am äußeren Ende. 


Die Art ist auf den Andamanen und Nicobaren verbreitet. 
Sie hat mit M. brunneum Thoms. nichts zu tun, da ihr der Augen- 
sporn fehlt. Da die Färbung in ausgefärbtem Zustand fast schwarz 
ist, muß sie nach einem immaturen Stück beschrieben worden 
sein. Mir lagen 46 Exemplare von den Andamanen und # von den 
Nicobaren vor, ohne genauere Fundangaben. 


Monomma medanense Pic. (Melanges exot.-ent. 20, 1916, p. 1.) 
(Tafel VIIL, 5.) 


Urbeschreibung: „Oblongo-ovatus, nitidus, glaber, capite thoraceque rufo- 
piceis, elytris nigro-metallicis, infra pedibusque rufo-testaceis. Long. 5 mill. 
Sumatra: Medan. — 


Differe du precedent (= rujicolle Pic, d. Verf.), en outre de la coloration 
elvtrale, par le prothorax plus fortement ponctue et la forme un peu plus 
allongee.‘“ 


Ergänzungen: Variiert zwischen länger und kürzer oval. 
Ziemlich gewölbt. Kopf tief mittelfein, mäßig dicht, nach hinten 
zunehmend gröber punktiert. Halsschild nicht ganz doppelt so 
breit wie lang, also verhältnismäßig lang, nur schwach gewölbt, 
stark nach vorn verengt, aber erst im vorderen Drittel stärker bo- 
gig, mäßig dicht und groß, aber flach punktiert, mit kleineren 
Zwischenpunkten, zum Rande hin zuweilen gröber, aber kaum 
runzelig; Seiten deutlich gerandet und flach gekehlt. Seutellum 
herzförmig, etwas punktuliert. Elytren mit je 11 Reihen wenig 
gedrängter Punkte, die 10. schwächer als die 9., 1.—9. vor dem 
Diskus grubig, z. T. halbmondförmig. Die 1. Reihe, auf dem Dis- 
kus obsolet, endet hinter diesem mit wenigen Punkten. Die 2. biegt 
dem Diskus kaum aus, und ihre Punkte sind dort nur vereinzelt 
außen schwach gekielt. Intervalle mäßig dicht sehr fein punktu- 
liert, falsche Epipleuren desgleichen. 


Augen ohne ommatidienlosen Fortsatz, Augengrube wenig 
groß und nicht sehr tief. Prosternum entenschnabelförmig, zu- 
weilen vorn so breit wie an der Basis, fein bis gröber zerstreut 
punktiert. Mesosternum runzelig punktiert. Metasternum mit 
schmal zitronenförmiger Umrandung, vorn schmal, ausgeschweift 
verengt, hinten offen, mit angedeuteter Mittellinie, außerhaib 
groß grubig punktiert, nur in der Tibialgrube selbst furchig lini- 
iert. Abdominalfurche parallel zum Hinterrand. 


54 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


Mir lag eine Anzahl von Exemplaren aus Sumatra sowie eins 
von der Insel Nias vor, die dem südwestlich vorgelagerten Insel- 
bogen zugehört. 


Monomma pseudomedanense spec. nova. (Tafel IV, 8, u. VIII, 6.) 


5,4x3,3 mm. 

M. elliptisch-oval, schwarz, vorn mit braunem Unterton, glatt, 
glänzend, gewölbt. 

Kopf dicht und fein, nach hinten gröber punktiert. Halsschild 
doppelt so breit wie lang, ziemlich dicht mittelstark punktiert, mit 
vereinzelten feinen Punkten, Seiten nicht runzelig, stark gerundet 
verengt, schmal gerandet, etwas aufgebogen. Schildchen breit 
herzförmig, Basis punktuliert. Elytren mit je 11 deutlichen Punkt- 
reihen. 1.—9. mit breiten, halbmondförmigen Gruben vor dem 
Diskus. Die 1. endet hinter dem freibleibenden Diskus mit 3 an- 
gedeuteten Punkten. Diskus ziemlich breit, die 2. Reihe und in 
geringerem Maße die 3. biegen seitlich aus und sind dort außen 
leistenförmig gekielt. Die 10. Reihe mit weitgestellten, etwas 
schwächeren Punkten als die 9., diese wieder schwächer als die 
vorhergehenden. Randreihe mit kräftigen, aber entfernt stehenden 
Punkten. Alle Reihen zum Apex hin feiner werdend. Falsche Epi- 
pleuren schmal. 

Augen ohne ommatidienlosen Fortsatz, Augengrube seicht. 
Prosternum entenschnabelförmig, Basis gerade, Hinterecken stark 
abgerundet, zerstreut fein punktiert. Beim Holotypus ist die linke 
Vorderecke asymmetrisch seitlich ausgezogen, die rechte normal 
verrundet. Mesosternum stark und unregelmäßig quer grubig. 
Metasternallinie breit tropfenförmig, hinten schmal offen; an die- 
ser Stelle befindet sich ein tiefer Längseindruck, der das Ende 
einer angedeuteten Mittellinie darstellt. Tibialfurchen lang, leicht 
schräg, ziemlich parallel, schwach s-förmig. Abdomen dicht und 
ziemlich tief punktiert, Tibialgrube auf dem 1. Abdominalsegment 
rippig. Die tiefe Abdominalfurche verläuft parallel zum Hinter- 
rand. 

Der Holotypus, ein 2 aus Penang (es bleibt unsicher, ob Poulo 
Finang oder Tanjong Pinang gemeint ist, vermutlich wohl das er- 
stere), befindet sich im British Museum und stammt aus der Coll. 
Pascoe. | 

Die Art sieht oberseits M. medanense Pic sehr ähnlich, hat 
aber einen kürzeren Halsschild und breiteres Schildehen. Das 
Mesosternum ist stärker skulptiert, die Metasternallinie um- 


H. Freude: Die Monommiden der Welt 55 


schließt ein viel breiteres Feld. Die Tibiallinien verlaufen parallel, 
die falschen Epipleuren sind weniger breit. Es ist anzunehmen, 
daß die Art auch auf der Malayischen Halbinsel vorkommen wird, 
insbesondere, wenn es sich um Poulo Pinang handeln sollte. Man 
könnte deshalb auch daran denken, sie dem Glyphysternum- 
Rassenkreis anzuschließen. Da die Malayische Halbinsel faunistisch 
mehr insulären Charakter hat und wegen der großen Ähnlichkeit 
mit M. medanense Pic rechne ich sie lieber zum insulären Arten- 
kreis. 


Monomma borneense spec. nova. (Tafel IV, 9, u. VIII, 7 u. 6.) 
5,5x 9,2 mm. 


Oval-elliptisch, dunkelbraun (wahrscheinlich immatur, aus- 
gefärbt vermutlich schwarz), gewölbt, unbehaart, matt seidenglän- 
zend. Kopf dicht, vorn fein punktiert. Halsschild ziemlich doppelt 
so breit wie lang, nach vorn stark gerundet verengt, Punktierung 
nicht sehr dicht, mit vereinzelten feinen Punkten dazwischen, Sei- 
ten nicht runzelig, kaum gröber punktiert, deutlich abgesetzt, 
schmal gerandet. Vorderecken etwas vorgezogen, breit verrundet. 
Schildchen etwas breit herzförmig, kaum erkennbar punktuliert. 
Elytren hinten gerundet verengt, mit je 11 Punktreihen, diese zum 
Rande und Apex hin mehr obsolet, die 10. aber deutlich. Die 
1. Reihe endet hinter dem Diskus mit etwa 4 angedeuteten Punk- 
ten, der Diskus selbst bleibt eine kurze Strecke frei. 1.—9. vor 
dem Diskus mit vergrößerten Punkten, die bei den ersten beiden 
z. T. halbmondförmig sind. Die 2. weicht dem Diskus nur schwach 
seitlich aus. Intervalle fein punktuliert, vom 2. ab + deutlich vom 
Apex nach vorn zunehmend länger flach gekehlt, das 6. am läng- 
sten und stärksten, nach außen wieder schwächer. 


Augen ohne ommatidienlosen Fortsatz, mit flacher Augen- 
grube. Prosternum länglich entenschnabelförmig, vorn etwas ab- 
gestutzt, fein und deutlich gleichmäßig punktiert, schwach ge- 
wölbt. 


Mesosternum nur in der Mitte etwas punktiert, zu den Sei- 
ten hin zunehmend gröber halbmondförmig gerunzelt. Metaster- 
num mit vorn zungenförmig ausgezogener, hinten offener deltoid- 
förmiger Umrandungslinie, angedeuteter Mittellinie und gleich- 
mäßig deutlicher Punktierung, vorn mit breiter und flacher Quer- 
impression. Tibiaifurchen ziemlich längsparallel, nur vorn leicht 
einwärts gekrümmt. Abdomen nur zum Rande gröber punktiert, 


56 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


ziemlich gleichmäßig, Tibialgrube runzelig. Abdominalfurche pa- 
rallel zum Hinterrand. 

Holotypus, ein 2 von Martapura, Süd-Ost-Borneo, leg. Do- 
kerty 1891, Coll. Sharp, im. British Museum. 

Die Art erinnert in der Gestalt an meine M. palawanum, ist 
aber durch die eigenartig gekehlten Elytrenintervalle eindeutig 
gekennzeichnet. 


Monemma raffrayi Thoms. (Typi Monommidarum, Paris 1878, 


p..A40.) 


Urbeschreibung: ‚‚Patria: Java. — Long. 5 mill.; lat. 3 mill. — Supra ni- 
grum, nitidissimum; subtus obscure brunneum. 

Ovulare, convexum. Caput leviter et confertim punctatum. Prothorax an- 
tice valde sinuatus, lateribus rotundatus, marginatus, postice paulo sinuatus, 
tenuiter et confertim punctatus. Scutellum laeve. Elytra seriebus longitud. 20 
punctorum instructa, basi medio his punctis squamulosis, magnis, seriebus 2 
suturalibus valde abbreviatis, subter hos laevia, inter omnes has series sub- 
tilissime punctulata, apice subrotundata. Sternum punctis aliquot impressum. 
Abdomen sat grosse et sat confertim impressum, segmento ultimo medio trans- 
verse simplice sinuato-lunato. Pedes tenuissime et confertim punctulati. 

Obs. M. philippinarum valde approximans, sed capite minus valde punc- 
tato, prothorace autem minus valde punctato, elytrorumque punctulatione vali- 
diore, discrespat.‘‘ 


Ergänzungen: Diese erwähnten Unterschiede zu M. philippi- 
narum sind nicht sehr eindeutig, da M. philippinarum schwach und 
kräftig punktulierte Varianten zeigt. Eindeutig ist die breiter ei- 
förmige Gestalt und die breitere Augengrube bei M. raffrayi. Die 
Art hat wie alle indo-australischen Monommidae 22 Punktreihen, 
wenn man die Randreihe mitrechnet. Im Vergleich zu der etwas 
vertieften 7.—9. Punktreihe ist die 10. feiner, aber bleibt immer 
deutlich. Die Art ist auch ähnlich M. doriae Gestro, aber schlan- 
ker, etwas gröber punktiert, mit weniger tief ausgeschnittenem 
Halsschild. Prosternum weniger breit, Mesosternum, Metasternal- 
seiten und Abdomen sind kräftiger punktiert. Mesosternum zitro- 
nenförmig umrandet. 

Die Art, von der mir einschließlich der Typen 85 Exemplare 
vorlagen, variiert ziemlich in der Größe, etwa zwischen 6 x 3,5 und 
4,5 x 2,8 mm. Sie ist die häufigste und verbreitetste Art Javas, ist 
auch auf Borneo vertreten und geht nördlich bis auf die Malay- 
ische Halbinsel (Kuala Lumpur). Sicher ist sie auch auf Sumatra 
anzutreffen, von wo ich allerdings noch kein Exemplar zu Gesicht 


bekam. 


H. Freude: Die Monommiden der Welt Sl 


Von den # Cotypen im Museum Paris (Sammlung Thomson) 
erhob ich die von Thomson mit dem Namensetikett versehene er- 
ste, 1 9, zum Lecto-Holotypus. Eine der CGotypen erwies sich als 
M. drescheri spec. nov., das die M. rafjrayı Thoms. ähnlichste Art 
der Spinatimonomma darstellt. 

Die Type von M. ruficolle Pic, die ich in der Sammlung Pic 
studieren konnte, stellte sich als etwas unausgefärbtes Exemplar 
von M. raffrayı 'Thoms. heraus. Ob man die Vertreter Borneos als 
besondere Rasse von M. rafjrayı Thoms. auffassen kann, ließ sich 
wegen zu geringen Materials von dort nicht entscheiden, ich habe 
aber nicht den Eindruck einer bemerkenswerten Differenz von 
den javanischen Exemplaren. Der Vollständigkeit halber sei hier 


noch die Urbeschreibung von M. ruficolle Pie gegeben. 


Menomma ruficolle Pic. (Melanges exot.-ent. 20, 1916, p. 1.) 


Urbeschreibung: ‚Oblongo-ovatus, nitidus, glaber, rufus, capite brunnes- 
cente, elytris cupreis. Thorace mediocre sat sparse punctato; elytris indistincte 
striatis, lineato punctatis. Long. 4,5 mill. Borneo: Brunei. — 

A placer pres de M. splendidulum Frm., distinct a premiere vue par le 
prothorax plus clair.‘ 


Monomma palawanum spec. nova. (Tafel IV, 10 u. 11, u. VIII, 9.) 


5x3 mm. 

Eiförmig, ziemlich gewölbt, braun (nach anderen, mir inzwi- 
schen zugegangenen Stücken immatur, normal schwarz, mit vorn 
in der Mitte rötlichbraunem Halsschild). 

Kopf dicht punktiert, Halsschild weniger dicht, doppelt so 
breit wie lang, Seiten mäßig gerundet, Vorderecken kräftig vor- 
gezogen, verrundet, Punktierung an den Seiten dichter. Scutel- 
lum herzförmig. Elytren mit je 11 deutlichen Punktreihen. 1. ver- 
kürzt, an der Basis wie 2. und 3. grubig, auf dem sehr kleinen Dis- 
kus obsolet, dahinter mit noch einigen Punkten. 2. biegt dem Dis- 
kus kaum aus. 10. deutlich und sogar wie die 9. und 8. etwas 
vertieft. Intervalle deutlich, mäßig dicht punktuliert. Elytren be- 
sonders im letzten Drittel randförmig abgeflacht. 

Antennen ziemlich kurz. Augen haben keinen ommatidien- 
losen Fortsatz. Prosternum entenschnabelförmig, vorn so breit wie 
an der Basis. Mesosternum stärker skulptiert als das mäßig punk- 
tierte Prosternum. Metasternum mit zitronenförmiger Umrandung 
des Mittelraumes, vorn ziemlich breit und an den Vorderseiten 
bogenförmig ausgerandet, spärlich fein punktuliert. Tibialfurchen 


58 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gsg. Frey, Bd. 6, 1955 


an der Basis ziemlich gerade längs gerichtet. Abdomen mittelstark 
punktiert. Abdominalfurche parallel zum Hinterrand. Beine dicht 
und kräftig punktuliert. 

Holotypus, ein 5' von Süd-Palawan, im Riksmuseum Stock- 
holm. 

Allotypus, ein @ aus Süd-Palawan, in Coll. Pic, Les Guer- 
reaux par St. Agnan. 

1 Paratypoid vom selben Fundort in der Zoologischen Staats- 
sammlung in München. 

Die Art ist nahe verwandt mit M. philippinarum Thoms., das 
auch auf den Palawan-Inseln vorkommt. Sie ist etwas kürzer oval 
und kleiner, das Mesosternum etwas länger, die Metathoracallinie 
vorn breiter, die Tibialfurchen mehr längsgerichtet, die äußeren 
Funktreihen etwas furchig vertieft, der Thorax breiter und feiner 
punktiert, seine Seiten stärker gerundet verengt. Die Art stellt 
gewissermaßen das Bindeglied zwischen M. philippinarum und 
raffrayı dar. 

Ihre Parameren sind lang fingerförmig, dorso-ventral gebo- 
gen, das schwach schräg abgestutzte und verrundete Ende ziem- 
lich dicht fein beborstet. 


Monomma philippinarum Thoms. (Ann. Soc. Ent. France, 1860, 
p- 24.) (Tafel VIII, 10.) 


Urbeschreibung: „‚Patria: Ins. Philip. — Long. 5Ys mill.; lat. 31/, mill. — 
Tab. 2, fig. 6. — 

Nigrum, nitidum, glabrum, antennae palpi, tarsique obscure brunnea. Ca- 
put confertim punctulatum. Prothorax transversus, angulis anterioribus pro- 
duetis rotundatis, posticis acutis, crebre et confertim punctulatus. Scutellum 
triangulare. Elytra elliptico-ovalia, prothorace quasi triplo longiora, humeris 
rotundatis, seriebus longitudinalibus 22 punctorum sat distinctis, sed non pro- 
fundis, instructa, inter has series tenuissime et irregulariter punctulata, antice 
prope suturam paulum squamulosa; epipleura sublaevia. Sternum abdomenque 
lateribus squamulosa, in medio sat confertim punctata. Abdominis segmentum 
ultimum simplice lunatum. Pedes tenuissime et sat confertim punctulati. 

Precedente (= brunneum Thoms., d. Verf.) minus robustum, et elytrorum 
punetulatione mulitum plus obsoleta, differt.‘‘ 


Ergänzungen: Langoval. Kopf nach hinten zu gröber punk- 
tiert, Halsschild mittelstark, mit vereinzelten feinen Zwischen- 
punkten, seitlich nicht runzelig. Schildchen herzförmig. Punkte 
der 1.—3. Reihe vor dem Diskus grubig halbmondförmig. Die 1. 
Reihe, auf dem Diskus völlig obsolet, endet mit wenigen Punkten 
hinter diesem. 2. und 3. Reihe biegen dem Diskus schwach aus, 


H. Freude: Die Monommiden der Welt 59 


auch die 2. ist seitlich kaum gekielt. 10. nicht schwächer als die 9., 
diese hat höchstens in der Höhe der Verbreiterung der falschen 
Epipleuren einige etwas größere Punkte. Die Intervalle sind zer- 
streut fein, schwach rissig punktuliert, ebenso die mäßig breiten 
falschen Epipleuren. 

Kein ommatidienloser Augenfortsatz vorhanden, Augengrube 
klein und flach. Prosternum + breit entenschnabelförmig, vorn so 
breit wie an der Basis. Mesosternum kurz, mäßig grob punktiert, 
zum Rande alveolär. Metasternum mit hinten offener, zitronen- 
förmiger Umrandung, vorn + stark ausgeschweift verengt. Tibial- 
furchen schräg, kurz und unregelmäßig. Abdomen mittelstark 
punktiert, Mitte und Seiten gleichartig. Abdominalfurche parallel 
zum Hinterrand. 

Die Type, ein , konnte ich im Museum Paris studieren, 
außerdem lagen mir weit über 100 Exemplare der Art vor. Sie 
variiert wie viele Monommidae ziemlich stark. Es deuten sich 
leichte Unterschiede zwischen den Bewohnern der größeren In- 
seln an, diese wären aber meines Erachtens höchstens variations- 
statistisch erfaßbar mit noch weit umfangreicherem Material von 
den einzelnen Inseln. 

M. philippinarum Thoms. ist neben M. doriae Gestro die Art 
des indo-australischen Gebietes, die am stärksten zu Metallglanz 
neigt. Die meisten Vertreter zeigen zwar nur eine leichte Andeu- 
tung, andere wieder haben ihn in erstaunlich hohem Maße aus- 
gebildet. Die Staatssammlung in München besitzt ein Stück aus 
Luzon, dessen Halsschild schwarz ist, dessen Elytren aber stark 
kupferig glänzen. Es wäre verfehlt, diese metallischen Stücke als 
besondere Subspecies oder gar Art anzusehen, denn die übrigen 
Strukturelemente weichen von den nichtmetallischen Exemplaren 
nicht ab. Allenfalls dürfte es sich um ökologische Rassen handeln. 
Die Metallfarben bei Käfern beruhen bekanntlich auf Interfer- 
renz-Erscheinungen, die durch die dünne Oberflächenlamelle her- 
vorgerufen werden, sind also Strukturfarben, keine echten Farben. 
Je nach der Dicke dieser Lamelle kann die Farbe verändert wer- 
den. Sogar postmortale Veränderungen sind möglich. Die Ursache 
für eine dickere oder dünnere Ausbildung der Oberflächenlamelle 
dürfte in dem Microklima der jeweiligen Gebiete liegen, besonders 
in den Feuchtigkeitsverhältnissen, die wieder vielfach durch die 
Höhenlage bestimmt werden. Es wäre sehr interessant, diese Zu- 
sammenhänge einmal genau zu studieren, wozu M. philippinarum 


Thoms. ein dankbares Objekt abgäbe. 


60 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Monomma semiaeneum Pic. (L’Echange, Revue Linneenne, 39, Nr. 


416, 1924, p. 12.) (Tafel IV, 12, u. VILL, 11.) 


Urbeschreibung: ‚‚Oblongus, nitidus, glaber, niger, elytris subaeneis; capite 
dense punctato; thorace transverso, sat fortiter et sparse punctato; elytris parum 
elongatis, postice paulo attenuatis, lineato-punctatis, intervallis minute punc- 
tatis. Long. 6 mill. Mindanao (ex Baker). — 

Voisin de Doriae Gestro, plus allonge, t&te plus densement ponctuee, etc.“ 


M. semiaeneum Pic ist eine langgestreckte Art aus der Ver- 
wandischaft von M. philippinarum 'Thoms. Sie ist im ganzen fei- 
ner, aber dichter punktiert, besonders Halsschild und Abdomen. 
Elvtren kaum verengt, Punkte der ersten 3 Reihen vor dem Diskus 
weniger stark vergrößert. Prosternalfortsatz vorn breit, Mesoster- 
num länger und Metasternallinie vorn breiter, kaum eingeschnürt. 

Die Type, 1 5' aus Butuan, konnte ich in der Sammlung Pic 
studieren; außerdem erhielt ich aus dem U. S. National Museum 
eine ziemlich einheitliche Serie der Originalausbeute von Baker, 
die bis auf 1 Exemplar aus Basilan alle von verschiedenen Fund- 
orten auf Mindanao stammten. 

M. marginatum Pic ist Synonym zu M. semiaeneum Pic, wie ich 
durch T'ypenvergleich feststellen konnte. Die Type, 1 2 von den 
Philippinen, v. Bruchs leg., befindet sich in der Sammlung Pic. Sie 
stellt nur eine besondere metallische Variante dar. 


Menromma marginatum Pic. (Melanges exot.-ent. 62, 1933, p. 13 
bis 14.) 


Urbeschreibung: „Oblongus, subovatus, nitidus, rufescens, capite thorace- 
que pro majore parte nigro-metallicis, elytris aeneo-cupreis, lateraliter viride 
marginatis, his minute striato-punctatis. Long. 5 mill. iles Philippines. — 

Ressemble a semiaeneum Pic, en differe par la coloration non entierement 
foncee de l’avant-corps et les Elytres margines d’une autre coloration.‘ 


Monemma doriae Gestro. (Ann. Mus. Civ. Genova, Vol. III, 1872, 
p- 51.) 


Urbeschreibung: ‚‚Supra nigro-aeneum micans, glabrum, subtus rufo-brun- 
neum. Äntennae et palpi rufescentes. Caput confertim punctatum. Prothorax 
niger nitidis, margine antico paullum rufescente, transversus, angulis antieis 
productis obtusis, postieis acutis, confertim punctulatus. Scutellum triangulare. 
Eiyira elliptico-ovalia, prothorace duplo et dimidio longiora, humeris rotun- 
datis, ambo seriebus distinetis 9 longitudinalibus punetorum praedita, inter 
has series haud punctulata; antice prope suturam foveolis semilunaribus sat 
profundis ornata. Sternum in medio obsoletissime et sparsim punctulatum, late- 
ribus punctato-rugosum. Abdomen obsolete punctatum, segmento ultimo uni- 
lunato. Pedes tenuissime et crebre punctulati. — Long. 6 mill. — lat. 34/5 mill. 


H. Freude: Die Monommiden der Welt 61 


Cinque esemplari de questa specie furono raccolti a Borneo nel territorio 
di Sarawak dai Sig."! Doria e Beccari.‘ 

Ergänzungen: Die Art ist besonders breit elliptisch, hinten 
nicht verengt. Prothorax fein punktiert, mit eingestreuten noch 
feineren Punkten, seine Seiten nicht runzelig, schmal abge- 
setzt und fein gerandet. Scutellum herzförmig. Elytren mit je 11 
Punktreihen (einschließlich der Randreihe), 10. fein und ent- 
fernt punktiert oder nur in der Mitte durch einige Punkte an- 
gedeutet, sonst obsolet. 1.—3. Reihe vor dem Diskus grubig 
verbreitert. 1. endet hinter dem freibleibenden Diskus mit we- 
nigen angedeuteten Punkten. 2. weicht dem Diskus seitlich et- 
was aus und ist dort außen wellig gekielt. Trotzdem ich den 
Typus nicht studieren konnte, wage ich zu behaupten, daß die 
Intervalle im Gegensatz zur Urbeschreibung sehr fein und ent- 
fernt punktuliert sind. Ein mit dem T'ypus verglichenes Exemplar 
hat mir vorgelegen, und dieses war punktuliert. Nach meinen Stu- 
dien gibt es im Gebiet überhaupt keine Art mit unpunktulierten 
Intervallen. 

Augen ohne ommatidienlosen Sporn. Prosternum breit enten- 
schnabelförmig, vorn abgestutzt und zuweilen so breit wie an der 
Basis, Seiten + konkav, Basis leicht konvex, Punktierung mittel- 
fein, wenig dicht, Mesosternum meist gröber punktiert. Metaster- 
num mit schmal zitronenförmiger Umrandung, Tibiallinien kurz, 
++ bogig, schräg, zum Vorderrand mehr gerade. Abdomen kräftig 
punktiert, nach vorn feiner, Seiten gröber. Eine Abdominalfurche 
paralle! zum Hinterrand, zuweilen seitlich etwas verbreitert. 

Penis breit nadelförmig mit schwach verbreiterter und etwas 
abgesetzter Spitze. Parameren lang-fingerförmig, schwach dorso- 
ventra!l gekrümmt, etwas gerade verjüngt, Enden können wieder 
leicht divergieren, diese sind etwas schräg verrundet, mit 5 grö- 
ßeren Borsten am äußeren Ende. 

Die Art, von der mir rund 80 Exemplare vorlagen, ist beson- 
ders in Borneo häufig, wo sie auch noch in Höhen von 2000 bis 
2300 m gefangen wurde (Mt. Murud, leg. Mjoberg). Sie kommt 
aber auch auf Sumatra und in einer Subspecies auf der Malayi- 
schen Halbinsel vor. 


Monomma doriae ssp. singaporense Pic. (L’Echange, Revue Lin- 


neenne, 39, Nr. 416, 1924, p. 12.) (Tafel IV; 13.) 


Urbeschreibung: ‚‚Subovatus, nitidus, glaber, niger, thorace antice, an- 
tennis, tarsis abdomineque rufescentibus; capite sat dense punctato: thorace 


\ 


62 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


transverso, fortiter sat sparse punctato; elytris subovatis, ad medium valde cen- 
vexis, minute lineato-punctatis, intervallis minutissime punctatis. Long. 5 mill. 
Singapore (ex Baker). — Tres different du precedent (= semiaeneum Pic, d. 
Verf.) par la forme, les elytres plus finement ponctues et noirs.‘“ 


Diese von Pic beschriebene Art kann meines Erachtens nur 
als Subspecies von doriae Gestro angesehen werden. Sie ist weniger 
metallisch als die Stammart, der Metallglanz kann ganz fehlen. 
Ihr Halsschild ist weniger stark verengt. Die Seiten des Proster- 
nums sind kaum konkav, fast gerade, und die Basis ist gerade, bei 
doriae leicht konvex. 


c) Species incertae sedis. 


Monomma splendidulum Fairmaire. (Not. Leyd. Mus. V, 1883, 
p. 39.) (Deseriptions de Coleopteres Heteromeres de 
L’Ile de Salayer.) 


Urbeschreibung: „Long. #1/s millim. — Ovatum, postice attenuatum, con- 
vexum, fuscoaeneum, nitidum, capite obscuro, prothorace lateribus et antice 
paulo picescente, subtus fuscum, minus nitidus, ore, antennis, pedibus elytro- 
rumque margine reflexo castaneo-piceis; capite convexiusculo, densissime punc- 
tato, antice fere truncato; antennis brevibus; prothorace trapeziformi, lateribus 
vix arcuatis, subtiliter sat dense punctato; scutello parvo, punctulato; elytris 
ante medium postice attenuatis, striatis, striis parum profundis sed sat fortiter 
punctatis, apicem versus paulo minus impressis, intervallis planis, subtilissime 
vix perspicue punctulatis, margine externo sat lato; metasterno lateribus strigoso. 

Differe du M. Rajjrayi Thoms., de Java, par sa taille un peu moindre, sa 
coloration un peu metallique, et le stries des @lytres entieres, ä peine plus faibles 
en arriere, ponctuees mediocrement et €galement.‘ 


Die Art ist vermutlich eine Aspinatimonomma, da diese zu 
Metallglanz neigen. 


d) Anhang: Ausgeschiedene Vertreter. 


Monemma? japonicum Motsch. (Etudes Entomologiques, Victor de 
Motschulsky, Neuvieme annde, 1860, p. 18.) 


Urbeschreibung: ‚Mon. nigritae Guer. sed angustiore, elytrorum striis di- 
stinete punctatis; ovatum, postice subattenuatum, convexum, nitidum, nigrum; 
capite subconvexo, subtiliter punctulato; thorace transverso, convexo, punctu- 
lato, basi bisinuato, utrinque impresso, lateribus subarcuatis, angulis subrectis, 
anticis subrotundatis, non prominulis; elytris thorace vix latioribus, postice 
attenuatis, apice rotundatis, regulariter punctato-striatis, humeris subelevatis. 
Long. 1°/, 1. — lat. %/, 1.“ 


H. Freude: Die Morommiden der Welt 63 


Die Größe von nur 3,5 mm sowie die nicht vorgezogenen Vor- 
derwinkel lassen es meines Erachtens ausgeschlossen erscheinen, 
daß es sich um eine Monommide handeln kann, sofern sie im indo- 
australischen bzw. dessen Randgebiet beheimatet sein soll. Wie 
mir Herr Dr. Takehiko Nakane mitteilte, handelt es sich nach den 
Angaben von Lewis um eine Erotylide, Tritoma nipponensis Maaki. 


3. Bestimmungsschlüssel der indo-australischen Monommiden: 


Zur Bestimmungstabelle möchte ich bemerken, daß ich mich 
bemüht habe, diese so einfach wie möglich zu gestalten. Trotzdem 
bin ich mir darüber im klaren, daß es für den, der sich in der Fa- 
milie noch nicht auskennt, nicht immer leicht sein wird, auf die 
richtige Art zu kommen, wenn es an Vergleichsmaterial fehlt. Als 
gewisse Kontrolle habe ich deshalb jeweils die Gebiete des Vor- 
kommens beigefügt. Schwierigkeiten dürften sich im übrigen nur 
dort ergeben, wo ich mangels reicheren Materials die Variations- 
breite der Arten nicht erfassen konnte. In diesen Fällen kann 
schließlich nur der eingearbeitete Spezialist entscheiden. 


A’ Augen auf der Unterseite des Kopfes mit einem ommatidien- 
losen Spornfortsatz (Spina) . . Subgenus Spinatimonomma, I. 


A” Augen auf der Unterseite des Kopfes ohne ommatidienlosen 
Fortsatz, normal verrundet . Subgenus Aspinatimonomma. II. 


I. Spinatimonomma. 


1° Elytren mit roten Makeln . . ... 222... BR 
1” Elytren ohne rote Makeln . . . 0 
2’ Elytren mit gleichbreiter, Daeidkeinnger Makel Sale zunı 

Seitenrand (Philippinen) . 2... rufolineatum Pic 


2” Elytren mit Praktuakeln Zelten zusammengeflossen, dann 
aber eingebuchtet bandförmig . . . RR 
3° Elytren mit nur 2 Parkuakeln vor dem’ RR (Java) 

0 Rene Me u A Eu EEE nideki sp. nov. 
3” Elytren mit Humeral- und Apikalmakeln . . . .....4 
# Humeralmakeln dunkel, Apikalmakeln leuchtend (Malayische 

Halbinsel). . . . . 2.2... Scheini sp. nov. 
4” Humeral- und Nkelmakeln edaedare entweder matt oder 

ed ne 
5 Kleiner (4 mm), Makeln wenig leuchtend (Ceylon) . horni Pic 


64 


5 


6’ 


6% 


92 


10° 


107 


il 


11% 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Größer (über Fr Makeln leuchtend (Philippinen, Borneo) 
_. quadrimaculatum Waterh. 
auf Bo Mi SSp. rafonslauın Pie) 
Die 3 äußersten Punktreihen zum Apex auffallend furchig 
vertieft (Hinterindien) . . . . . . .. . trisulcatum sp. nov. 
Die 3 äußersten Punktreihen zum Apex nicht auffallend ver- 
tele ua N a 1 aa 
Die 2 ersten Punk der Flytre it dein Disiu: unter- 
brochen . . . 8 
Höchstens die 1. Bene ie dern Diele intecbeden Ss 
(Bei M. sparsepunctatum Pie ist die Unterbrechung der 2. Punkt- 
reihe nicht immer deutlich, es werden nur die großen grubigen 
Punkte in Höhe der Mitte des Diskus plötzlich von sehr feinen 
abgelöst. Stammt das Tier also von den Philippinen, siehe 
unter 6) 
Kleiner (ca. 4,5 mm), glänzender, feiner punktiert; 1. Punktreihe 
endet vor dem Diskus: Prosternum kürzer, abgerundet recht- 


eckig, Seiten fast parallel (Sibuyan, Philippinen) . . bakeri Pic 


" Größer (ca. 6 mm), 1. Punktreihe hat hinter dem freibleibenden 


Diskus noch einige feine Punkte; Prosternum entenschnabel- 

förmig, Seiten zur Basis stärker ausgeschweift, länger als bei 

Be Se Paney, Philippinen) . 
sparsepunctatum Kür: 


Die 3. Pe ist am Din auf der Außenseite nicht kiel- 
förmig erhaben, biegt dem Diskus seitlich nicht aus (Vorder- 
indien,  Australien?)=.. .. 2.0 . EV W 0 re) 


Die 2. Punktreihe ist am Diskus auf der Außenseite kielförmig 
erhaben, zuweilen unzusammenhängend oder wellig gekielt, 
und biegt dem Diskus seitlich meist bogig aus... . . 14 


Kleiner (5 mm), Parameren schräg nach innen etwas abgestutzt, 
Metasternallinie umfaßt ein schmaleres, nach vorn kaum und 
besonders nicht ausgeschweift verengtes Feld (nördl. Vorder- 
indien) . .. „nu... un ar se abHiblomiep Ro, 
Größer (5,5—/ mm), Parameren am Ende einzeln verrundet, 
Metasternallinie sehr breit, nach vorn ausgeschweift vereugt. 
10. Punktreihe sehr fein, teils sogar obsolet, Punktreihen ins- 
gesamt‘. feiner... Mn. ae 


10. Punktreihe kaum schwächer als die 9., Punktreihen gröber. 


13 


12° 


2° 


13° 


13° 


14 
14° 
15 


5° 


16° 


16” 


17 


1° 


18° 


18” 


19’ 
19” 


H. Freude: Die Monommiden der Welt 65 


Prosternum kürzer, entenschnabelförmig, Halsschild gedrunge- 


ner (Australien?) . .. . .. . australe Thoms. 
Prosternum länger, er Halsschild gestreckter 
(nordwestliches Vorderindien) . . brunneum resinorum Hope. 


Kleiner (ca. 6 mm), weniger gestreckt, Punktreihen etwas weni- 
ger grob, Prosternumseiten mehr konkav (Südindien, Ceylon) 

brunneum brunneum Thoms. 
Größer kon 7 N etwas er Punktreihen streifig ver- 
tieft, Prosternum mehr parallelseitig, breiter (süd-östliches Vor- 


derindien). . . . . ........... brunneum striatipenne Pic 
Größer als 5,8 mm . . . 2. 2 2 2 2 nn nn 2... 19 
Kleiner als 5,5 mm . . . eich. lo 


Breitoval, hinten nicht Bee 1 he am Dress picht unter- 
brochen, 2. biegt dem Diskus nicht deutlich aus; Ommatidien 
begrenzen die breite Augenspina in konvexer Linie; Parameren 
mit langer, geschwungener Wimpernleiste (Neuguinea) . 

novaguinense sp. nov. 
Oxal, nen dh a 1. ae am Diskus unterbrochen, 
2. biegt deutlich seitlich aus. Ommatidien begrenzen die schlanke, 
breitbasige Sal in fast konkaver Linie (Burma) 

ıP birmanense sp. nov. 

slidien treten A an ae eigentliche Wurzel der gleich- 
breiten, schlanken Spina heran, diese deshalb ohne breitere 
Basis, übergangslos dem Auge angesetzt... .....1? 
Ommatidien lassen am Augenrund eine Basis für die Spina 
frei, diese beginnt breit und verschmälert sich zum Ende hin 
Größer (5 mm), schlanker, hinten verengt, Spina kürzer, 2. 
Punktreihe weicht dem Diskus nicht deutlich aus (Burma) 
ee u hayeki sp. nov. 
Kleiner (3,5 mm), hinten nicht verengt, Spina länger, 2. Punkt- 
reihe biegt dem Diskus deutlich seitlich aus (Burma) 

gracilifulvum sp. nov. 
Ommatidien lassen nur einen schmalen Saum des Augenrunds 


frei, der sich plötzlich in die schlanke, fast parallelseitige Spina 


verengt (Engano Inseln) . . . . . 2.2... .. basipenne Pic 
Ommatidien lassen einen breiteren Saum des Augenrundes 
NEN. 2... ee REES RCERBER. 
Elytren zum Bo a ee EEE TEE 20 
Elytren zum Apex wenigstens leicht verengt . . .... . 21 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H.1 B) 


66 


20° 


20” 


21 
21: 
> 


39277 


20 


24” 
25° 


252 
26. 


>67 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


Punktreihen ziemlich grob, zum Apex kaum feiner; Spina 
schlank; Diskus breit; Prosternum glockenförmig (Tenasserim) 

’ A . obenbergeri sp. nov. 
Punltteiteh aus deinem SB deutlichen Punkten, zum Apex 
und Seitenrand feiner; Spina breit; Prosternum länglich enten- 
schnabelförmig bis ee verrundet (Borneo, Sumatra, Ma- 
lakka)ı« 24. 1 21200 - 2... pseudodoriae sp. nov. 
(auf Sumatra und Mala mit feet 10 Punktreihe, etwas 
nach vorn verlagertem Diskus, kürzerer Spina und breiterem 


Prosternum . . . 2020202020... 8Sp. sumatranum nov.) 
5mm und de RE La a PR DEREN LEE > 
Kleiner als 5 mm . . . .".. 020 Fer Se De 


Größer (5,5 mm); Halsschild stärker gebogen verengt; Spina 
mit großer, breiter Basis, die von den Ommatidien senkrecht 
begrenzt wird, sich stark verengt und als schlanker, parallel- 
seitiger Haken endet; Prosternum lang und schlank enten- 
schnabelförmig (Java). . . . 2... drescheri sp. nov. 
Kleiner (5 mm). alschileieen ade gebogen; Spina- 
basis weniger groß und breit, Ende schwächer gebogen; Pro- 
sternum mehr verrundet rechteckig (Mindanao) . Re 
Re . chapini sp. nov. 
DRinlaserhe De dein Pieks nicht erkestialhä aus; Proster- 
num Sinseahnabeliirnse vorn schlank; Metasternum vorn 
sehr breit abgestutzt verrundet, hinten breit oflen (Indien) 
similifulvum sp. nov. 
SePamktreihe De em Die deutlich seitlich aus; Proster- 
Eee a S 
Metasternallinie pfirsichförmig, vorn leicht abgestutzt, hinten 
geschlossen; Spina mit breiter, großer Basis, die von den 
Ommatidien in konvexer Linie begrenzt wird (Tonkin) 
er u stevensi sp. nov. 
Metaftörnallisiie und Spina anders NIE AR DR 
Spina lang und schlank; Gestalt breiter ol a 
DEE . longispinum sp. nov. 
Spina erh lan .. 1 
Punktreihen der Elytren fein, vor dem Diskus a srubig; 
Spina schlank, dornförmig, ziemlich kurz, leicht gebogen, Basis 
wenig breit, deutlich von der Augenrundung abgesetzt (Java) 
javanum sp. nov. 


Ds Eh se vor en Diskus stärker grubig . 27 


| 
| 


H. Freude: Die Monommiden der Welt 67 


27 


»7.? 


1 


ig 


2? 


Sehr grob punktiert; Spina stumpf keilförmig, allmählich ver- 
jüngt; Mesosternum kurz (Indien). . . . . . . fulvum Pic 
(Mit längerem Halsschild und weniger gerundeten Seiten; Pro- 
sternum vorn völlig verrundet [Nordindien] 

BR. : Ssp. dehzsdmenee on) 
Schiger Srob en det enkii auffallend lang; Spina 
stark ausgeschweift verengt, die breite Basis von den Oo 
tidien leicht konkav ausgebuchtet; Tibialfurchen lang, nach 
hinten gegabelt (Tenasserim) . . . . tenasserimum spec. nov. 


il. Aspinatimonomma 


Breitelliptisch, nicht verengt, 10. Punktreihe sehr fein, entfernt 
punktiert oder obsolet, Dina emetlhec (Borneo, Sumatra, 
Malakka) . “ur 2.2... doriae Gestro 
EN ernalseiten fast ie en etwas trapezlörmig, 

Basıs fast gerade, kaum konkav; weniger metallisch [Malayische 
Halbmsell:=. . 2. 2.0200 2.2080 4 SSp. EREEIERIE Pic) 
Oval bis al se Bu. 
Intervalle am Apex deucheh aan Geh nr 6. am een 
und stärksten, beiderseits davon er kürzer und schwä- 


cher (Borneo). . . 2.20... borneense sp. nov. 
Intervalle nicht re dealer Punkleeihen zum Apex 
schmal rinnig vertieft . . . . er Dh a 
Metasternalmitte breit eiförmig iR Re er mig umrandet 
Metasternuum mit me oder schmalerem Mittel- 
ield" ......'. ee Rs 


Blech zum Abıex che verengt, De De loyar 2. Reihe 
biegt stärker aus, 10. Reihe mit entfernteren Punkten als die 
9.; Prosternum schlanker (Penang) RL, 
Pe neHar nee sp. nov. 
Hbiten zum RR verengt, er länglich, hinten auslaufend, 
2. Reihe biegt nur schwach aus, Punkte der 10. Reihe gleich 
dicht wie die der 9.; Prosternum breiter (Malayische Halb- 


insel). .—_. -. .. .„ glyphysternum substriatum Pic partim 
10. Punktreihe wesentlich feiner und schwächer als die 9. . . 6 
10. Punktreihe so kräftig oder wenig schwächer als die 9.. . 8 


j Elytren hinten nicht verengt, 93. Punktreihe am Diskus schwach 


gekielt; Prosternum entenschnabelförmig, vorn sehr breit und 
abgestutzt; Metasternallinie birn- bis zitronenförmig (Minda- 
nao, Basilan, Philippinen) . . . . ... .. . semiaeneum Pic 


5* 


68 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


67 
u” 


le) 
q 


16% 


1 0” 


11 
1 1” 


1 


127° 


15; 


Elytren hinten verengt . . . . N ne, 
3. Punktreihe am Diskus außen zekicle, Prostanamees enten- 
schnabelförmig, vorn ziemlich breit und etwas abgestutzt; Meta- 
sternalmitte we (Nicobaren, Andamanen). 
. stenotarsoide 
3, Punliräie am Dia allen nacht gekielt; Prosternum gänse- 
schnabelförmig, vorn schmaler und mehr verrundet; Metaster- 
nalmitte schmal zitronenförmig (Sumatra) . . medanense Pic 
10. Punktreihe etwas schwächer als die 9.;, Prosternum mehr 
rechteckig-verrundet, Seiten nur schwach konkav (Java, Bor- 
neo, Sumatra, Malayische Halbinsel). . . . raffrayi Thoms. 
10. Punktreihe so kräftig wie die 9.; höchstens im vorderen 
Drittel etwas schwächere und entferntere Punkte . . . .9 
1. Punktreihe auch auf dem Diskus erkennbar, höchstens ganz 
kurz unterbrochen . . a er te 
1. Punktreihe auf dem Dias obseleek EIER FIR N OR SC | 
1. Punktreihe kurz (2 Punkte) unterbrochen oder diese Punkte 
sehr fein; Prosternum entenschnabelförmig, vorn ziemlich breit 
(Palawan-Inseln) . . . he . „ palawanum sp. nov. 
1. Punktreihe auf dem Drelns so erAfeie wie ihre letzten Punkte; 
Prosternum rechteckig, Seiten nur schwach konkav, vorn wenig 
schmäler als an der Basis (Riu-Kiu, Japan) . 
glyphysternum I Mars. 
Nein alinie breit zitronenförmig . . av. 
Metasternallinie schmal zitronenförmig bis he ae, lanzett- 
licher ne ne ne ee 
Punktreihen ner nicht vertieft, Punkte selbst aber auf der 
glatten Fläche schärfer gerandet; Halsschildvorderecken größer, 
Seiten weniger gerundet (Philippinen) . philippinarum Thoms. 
Punkte gröber, vertieft, aber weniger scharf gerandet; Hals- 
schild leer gerundet verengt.. . . . ‚14 
Nach vorn etwa gleich stark verengt wie ad tu Schuld 
tern weniger vortretend . | 
ara bee Pie ne | 


? Nach en länger verengt, Schultern stärker vortretend . 14 


Halsschild stärker gewölbt, nach vorn eingezogen verengt 
glyphysternum chinense ssp. nov. 
Halsscild laden. sewölbt, vorn weniger eingezogen . 
u glyphysternum formosanum Pic 
he deln N auch am Apex (Madras) . | 


. glyphysternum madrasense ssp. nov. | 


H. Freude: Die Monommiden der Welt 69 


15” Punktreihen feiner . . . ER | 6 


16’ 


416" 


17’ 


rk 


Mehr elliptisch oval, weniger ee Halkedıld breit, et 
vorn stärker verengt: im ganzen schwächer skulptiert, Punkt- 
reihen nicht traifız vertieft (Laos) 
mn Tree Pic 
Mehr Dal, ala: ee Halsschild weniger nach vorn ver- 
engt; Punktreihen meist stueilte verlieile 20.020 ware 
Länger oval, stärker verengt, Punktreihen sehr deutlich, aber 
kaum vertieft, Punkte rundlich, Intervalle spärlich fein punk- 
tiert; größer (6 mm) als die folgende Subspecies (Tonkin) . 
m: . glyphysternum tonkineum Pic 
Kleiner (5,2 in. er oval; Punktreihen etwas streifig ver- 
tieft, Punkte teils länglich; Intervalle stärker punktiert (Malayi- 
sche Halbinsel, Annam, Tonkin, Gochinchina, Siam) . 
glyphysternum substriatum Pic partim 


4. Systematische Übersicht der Monommidae des indo-australischen 


Gebietes 


I. Spinatimonomma subgen. nov. 


1. brunneum-Gruppe 


Monomma brunneum brunneum Thoms. 


ah % resinorum Hope 
h & striatipenne Pic 
# australe Thoms. 

m brittoni spec. nov. 

5 trisulcatum spec. nov. 


2. fulvum-Gruppe 


Monomma horni Pie 


® fulvum fulvum Pic 

” » .dehradunense subspec. nov. 
s similifulvum spec. nov. 

sn longispinum ,, ” 

= sracilifulvum ,, _,, 

RN obenbergeri ts 

® tenasserimum _„, 

” stevensi 5, i 


= hayeki 


70 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


3. basipenne-Gruppe 


Monomma scheini spec. nov. 


5 birmanense spec. nov. 

a pseudodoriae pseudodoriae spec. et subspec. nov 
s 5 sumatranum subspec. nov. 
n javanum spec. nov. 

u nideki Bar 

Br dresheri „ 

m basipenne Pic 

RE chapini spec. nov. 

5 sparsepunctatum Pic 

2 bakeri Pic 

M rufolineatum Pic 


4. quadrimaculatum-Gruppe 


Meonomma quadrimaculatum quadrimaculatum Waterh. 
s. e rufonotatum Pic 
novaguinense spec. nov. 


li. Aspinatimonomma subgen. nov. 


1. Festländischer Rassenkreis 


Monomma gelyphysternum glyphysternum Mars. 
2. K formosanum Pic 
4 m chinense subspec. nov. 
I x tonkineum Pic 
R Br laosense Pic 
substriatum Pic 
R x madrasense subspec. nov. 


>. Insulärer Artenkreis 


Monomma stenotarsoide Ancey 


es medanense Pic 
r pseudomedanense spec. nov. 
ze borneense SEEN 


S raflrayi Thoms. 

en palawanum spec. nov. 
x philippinarum Thoms. 
a semiaeneum Pic 

a doriae doriae Gestro 

" „  Singaporense Pic 


H. Freude: Die Monommiden der Welt A 


Species incertae sedis. 


Monomma splendidulum Fairm. 


Synonymie. 
Hyporhagus grandis Pic — H. brasiliensis Thoms. 
Monomma ceylonicum Pie = M. brunneum brunneum Thoms. 
” distinetipenne Pie =M. „, r s 
= japonicum Motsch. — Tritoma nipponensis Maaki (Ero- 
tylide) | 
R marginatum Pic = M. semiaeneum Pic 
E5 ruficolle Pic = M. raflrayi Thoms. 
= rufum Pie == M. slyphysternum substriatum Pic 
(immatur) 


9. Zusammenfassung 


Anhand des Materials einer größeren Anzahl von Museen, 
insbesondere durch das Studium der Typen, konnte ich - von einer 
Ausnahme abgesehen - eine zusammenfassende Darstellung aller 
bisher bekannten Monommidenarten des indo-australischen Raumes 
geben, verschiedene zweifelhafte Angaben klären und insbesondere 
eine genaue Beschreibung der meist ungenügend gekennzeichneten 
Arten vornehmen und durch Zeichnungen der charakteristischsten 
Merkmale verdeutlichen. 

Die Entdeckung eines bisher unbeachteten Unterscheidungs- 
merkmals, der Augenspina, erlaubte eine Trennung in 2 Subgenera, 
Spinatimonomma und Aspinatimonomma subgen. nov., und führte 
zugleich zur Erkennung einer beachtlichen Anzahl neuer Arten. 

Weiter war eine weitgehende Klärung der näheren verwandt- 
schaftlichen Beziehungen möglich, die auch einen Ausblick auf 
zoogeographische Verhältnisse erlaubt, welche aber erst im letzten 
Teil der Monographie ausführlich behandelt werden sollen. 

Schließlich wurden die Ergebnisse taxonomischer Art in einer 
Bestimmungstabelle auf die kürzeste Formel gebracht. 


> Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


6. Benutzte Literatur 


Die Quellen für die Urbeschreibungen sind jeweils bei diesen angeführt, so 
daß sich eine nochmalige Angabe hier erübrigt. 
Arldt, Theodor: Die Entwicklung der Kontinente und ihrer Lebewelt. 2. Aufl. 
Berlin 1939. 
Beaufort, L. F. de: Zoogeography of the Land and Inland Waters. London 1951. 
Castelnau, M. le Comte de: Histoire Naturelle des Insectes Col&opteres, II, Paris 
1840. | 
Fletcher, T. Bainbrigge: One hundred notes on Indian Insects. Bull. Agr. Res. 
Inst. Pusa 59, 1916. 
Fowler, T. Fr.: Fauna of British India. Col. I, 1912. 
Freude, Heinz: Die Lösung des Rätsels um Monomma resinorum Hope. Mitt. 
Münchener Ent. Ges. 1952. 
Gestro, R.: Ann. Mus. Civ. Genova, Vol. III, 1872, p. 51—53. 
Handlirsch in Schröder: Handbuch der Entomologie III, 1925, p. 658. 
Hennig, Willi: Grundzüge einer Theorie der phylogenetischen Systematik. Berlin 
1950. 
Junk-Schenkling: Coleopterorum Catalogus, e parte 117, Schenkling, S.: Mon- 
ommidae. Berlin 1931. 
Laeordaire, M. Th.: Histoire Naturelle des Insectes. Genera des Coleopteres, 
Bd. V, Paris 1859. 
Maxwell-Lefroy und Howlett: Indian Insect Life. Calcutta und Simla, London 
1909. 
Miwa und Chujo: Catalogus Coleopterorum Japanicorum. 79. Fam. Monommidae. 
Taihoku, Formosa, 1938. 
Pie, Maurice: Addenda au Coleopterorum Catalogus, Pars 117 (Famille des Mon- 
ommidae). Bull. Ann. Soc. ent. Belg. 74, 1924, p. 96—98. 
Rensch, Bernhard: Das Prinzip geographischer Rassenkreise und das Problem der 
Artbildung. Berlin 1929. 
— —: Die Geschichte des Sundabogens. Berlin 1936. 
— —: Neuere Probleme der Abstammungslehre. Stuttgart 1947. 
Richards and Herford: Insects found associated with cacao, spices and dried 
fruits in London warehouses. Ann. appl. Biol. 17, 1930. 
Thomson, M. James: Monographie de la famille des Monommides. Ann. Soc. Ent. 
France 1860. 
— —: Typi Monommidarum. Paris 1878. 
Zacher, Friedrich: Die Gliedertierfauna der Mühlen und Getreidespeicher. Ber. 
VII. Internat. Kongr. f. Entomologie, Berlin 1938, p. 2914. 
Ritters Geographisch-Statistisches Lexikon. 9. Auflage, von Joh. Penzler, Leipzig 
und Wien 1910. 
Stieiers Hand-Atlas. 10. Auflage von H. Haack, Gotha 1928/30. 


H. Freude: Die Monommiden der Welt 


Alphabetisches Register 


Aspinatimonomma subgen. nov.. .„ 14 


australe Thoms. 
bakerı Pie 

basipenne Pic 
birmanense spec. nov. 
borneense spec. nov. 
brittoni spec. nov. 
brunneum Thoms. 
ceylonicum Pic 
chapini spec. nov. . 
chinense ssp. nov. 


dehradunense ssp. nov. 


distinetipenne Pic . 
doriae Gestro . 
drescheri spec. nov. 
formosanum Pie 
fulvum Pie . 


elyphysternum M ars. 


gracilifulvum spec. nov. 


grandis Pic . 
hayeki spec. nov. 
horni Pie a 
japonicum Motsch. 
javanum spec. nov. 
laosense Pic 


longispinum spec. nov. 


madrasense ssp. nov. 
marginatum Pic 
medaense Pic 


19 
39 
36 
32 
55) 
20 
16 
18 
37 
46 
24 
18 
60 
36 


45. 


23 
44 
26 
71 
30 
22 
62 
34 
0 
25 
Sl 
60 
3 


nideki spec. nov. : 
novaguinense spec. nov. 
obenbergeri spec. nov. 
palawanum spec. nov. 
philippinarum Thoms. 
pseudodoriae spec. nov. 


pseudomedanense spec. nov. 


quadrımaculatum Waterh. 
raffrayı Thoms. 
resinorum Hope 
ruficolle Pie 
rufolineatum Pie 
rufonotatum Pie 
rufum Pie 

scheini spec. nov. 
semiaeneum Pic 
sımilifulvum spec. nov. 
singaporense Pic 
sparsepunctatum Pic 
stenotarsoide Ancey 
stevensi spec. nov. 


Spinatimonomma subgen. noV. 


splendidulum Fairm. 
striatipenne Pic 
substriatum Pie . 
sumatranum ssp. nov. 
tenasserimum spec. nov. 
tonkineum Pie 
trisulcatum spec. nov. 


73 


74 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Reise des Herrn G. Frey ın Sudameriıka: 


Altıcıdae (Col. Phytophaga) 


Von Jan Bechyne, Museum G. Frey 


(Mit Tafeln XII— XIV) 


Bei der Bearbeitung der Altieiden, welche Herr G. Frey mit 
seiner Tochter Helga in Venezuela, Trinidad und Jamaica im De- 
zember 1953 und Januar 1954 sammelte, habe ich auch andere 
südamerikanische Repräsentanten dieser artenreichen CGhrysome- 
liden-Gruppe untersucht. Auf Grund zahlreicher untersuchter 
Tvpen in den Museen Paris, London und Bruxelles stellte ich fest, 
dals manche von den bisher beschriebenen systematischen Ein- 
heiten taxonomisch unrichtig bewertet waren. Die dazu entspre- 
chenden Notizen nebst Neubeschreibungen sind hier der Offent- 
lichkeit vorgelegt. Ich habe die Reihenfolge der Gattungen im 
Junk-Schenkling-Katalog nicht wesentlich geändert, wenn auch 
die aktuelle Systematik der außerpaläarktischen Alticiden ein 
buntes, nach der äußeren Ähnlichkeit gereihtes Durcheinander 
darstellt. 

Die phylogenetischen Beziehungen innerhalb der neotropi- 
schen Altieiden sind wesentlich anders als die der echten Chryso- 
meliden bzw. der Eumolpiden. Während die Eumolpiden (bzw. 
Chrysomeliden s. str.) in der neotropischen Region größtenteils 
von modernen, derivierten und endemischen Gruppen gebildet 
sind, ist die Mehrzahl der Alticiden bzw. Galeruciden in den kosmo- 
politischen Gattungen bzw. Gruppen repräsentiert (z. B. Aphthona, 
Longitarsus, Altica, Crepidodera, Epitrix ete.). Aus diesen Grün- 
den müßte jeder Versuch ein System nach dem Status eines ein- 
zigen faunistischen Gebietes zum Mißerfolg führen, wie es auch 
der Fall des Junk-Schenkling-Kataloges ist.!) 


!) Z. B. eine der am besten charakterisierte Gruppe der Oedionychus-Ver- 
wandtschaft (Gelenkhöhlen der Vordercoxen hinten offen, Epimeren vorne von 
dem Prostethium nicht getrennt, Penis mit außerordentlich umfangreichen Sele- 


riten) ist in dem ganzen Katalog zerstreut zu finden. 


J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 79 


Es ist klar, daß die Alticiden und Galeruciden eine einzige 
Familie der Chrysomeloidea bilden, ich wage es aber trotzdem zu 
empfehlen, beide Gruppen aus rein praktischen Gründen getrennt 
zu bezeichnen. 

In dem zweiten Teil dieses Artikels bringe ich eine Liste der 
bisher aus Venezuela bekannten Arten. Dies erweist sich als not- 
wendig, weil weder Osiki (der Autor des exotischen Teiles des oifi- 
ziellen Junk-Schenkling’s Alticiden-Kataloges) noch Blackwelder 
(Checklist of the Coleopterous Insects of Mexico, Gentral America, 
the West Indies, and South America, Buli. U. S. Nat. Museum 185. 
1946) die Historie der Staaten Colombia und Venezuela respek- 
tiert haben und die Fundortsangabe „Colombia‘ sehr häufig aus- 
schließlich venezuelanische Fauna betrifft. 

Meine Frau Bohumila hat viele Zeichnungen der fraglichen 
Formen angefertigt, und ich danke ihr dafür. 


$anariana n. gen. 


Dieses Genus aus der Aphthona-Verwandtschaft erinnert 
durch die auffallend großen und ausgequollenen Augen an die 
alrikanische Gattung Gabonia. Es weicht von allen verwandten 
Gattungen durch die eigentümliche Bildung der Antennen ab. 
Dieses Organ ist beim 5 lang, die Mitte der Flügeldecken weit 
überragend, Glieder 3—11 sind stark verlängert, und die Spitze 
jedes der Glieder 3—7 besitzt auf der Außenseite eine zahnartige 
Protuberanz, die distale Spitze der Antennite 8— 10 ist abgestutzt. 
Beim © sind die einzelnen Antennite einfacher, nur schwach drei- 
eckig erweitert, und die Fühler sind kürzer, jedoch sehr grazil. 

Genotypus: Sanariana rubra n. sp. 


Sanarıana rubra n. sp. 


Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 9. XI. 1951 et 30. X. 
1954 (F. Plaumann, Mus. G. Frey). 

Long. 3—3,2 mm. 

Rot, Vertex, Äntennite 3—11 und die Spitze aller Schenkel 
(das hintere Paar im breiteren Umfang) schwarz, Spitze der Ti- 
bien und Tarsen braun. Körper länglich, Oberseite glänzend. Beim 
Q@ sind die Fühler und die Beine einfarbig schwarz. 

Kopf ohne Punktierung, Stirn 1,5x breiter als ein Augen- 
durchmesser mit einer Querfurche in der Mitte zwischen den 
Augen, welche die Antennalcalli hinten begrenzt. Diese transver- 


76 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


sal, gewölbt, gut markiert, voneinander von einem tiefen Zentral- 
grübchen geteilt. Längscarina des Clypeus breit, zwischen den An- 
tennen mehr emporgehoben als die Antennalcalli. Fühler des 5 
3/, der Elytren, die des 2 die Mitte derselben erreichend, 2. Glied 
kugelig, das 3. dreimal länger als das vorhergehende. 


Thorax nahe der Mitte am breitesten, quer, fast doppelt brei- 
ter als lang, glatt, Seiten mäßig gerandet, stark gerundet, nach 
vorne etwas mehr als nach hinten verengt. Alle Winkel stumpf- 
eckig. Vor dem Schildchen befindet sich eine grübchenartige Ver- 
tiefung. Scutellum dreieckig, ohne Skulptur. 


Flügeldecken sehr stark (Vergrößerung 2—3x), hinten pro- 
gressiv feiner bis verloschen, vollkommen konfus punktiert. Hu- 
meralcallus deutlich. Epipleuren ziemlich breit, hinten schmäler, 
aber fast bis zum Suturalwinkel erkennbar. Intercoxalplatte des 
Prosternums sehr schmal, 5 ohne Sinus auf dem 5. Abdominal- 
segment. 


Sanarıana suella n. sp. 


Bolivia: Gochabamba, 2600 m (Zischka, Mus. G. Frey). 

Long. 55 3,5—4 mm, 99 4—4,5 mm. 

Schwarz, Clypeus, die ersten 2 Antennite, Thorax und Flügel- 
decken rotgelb, die letzteren mit einer breiten schwarzen Sutural- 
binde, welche sich vorne mit einem gleichfarbigen Humeralpunkt 
vereinigt. Beine braun, Hinterschenkel, Mitte der Tibien und die 
Unterseite der 4 vorderen Femora schwarz, Tarsen und Antennal- 
calli + braun. Körper länglich, Oberseite glänzend. 

Kopf spärlich und undeutlich punktiert (Vergrößerung 20x). 
Ciypealcarina breit. Antennalcalli länglich, stark gewölbt, nach 
vorne divergierend, hinten zusammengeschmolzen, seitlich von 
einer tiefen Fosette begrenzt, welche sich mit den ebenfalls stark 
inskulptierten Augenfurchen vereinigt. Fühler die Mitte der Flü- 
geidecken (bei beiden Geschlechtern) überragend. 

Halsschild fast doppelt breiter als lang, vor der Mitte am brei- 
testen, Seiten breit abgesetzt, nach hinten stärker als nach vorne 
verengt. Vorderwinkel abgerundet, Hinterwinkel stumpfeckig. 
Oberfläche glatt (Vergrößerung 20x). 

Elytren länglich, fast parallel, fein punktiert (Vergrößerung 
20x), hinter dem Schildchen abgeflacht und etwas stärker skulp- 
tiert. Humeralcallus gut markiert. Beim 5 ist das 1. Tarsit der # 
Vorderbeine schwach verdickt. 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae Zr 


Sanarilana sigia n. sp. 


Bolivia: Cochabamba, 2600 m (Zischka, Mus. G. Frey). 

Long. 52 4—5 mm. 

Wie die vorige Art, aber das Halsschild hat gewöhnlich eine 
schwarze Dorsalmakel, Elytren noch eine schwarze sublaterale 
Längsbinde, welche sich hinten mit der Nahtbinde vereinigt, oder 
die Flügeldecken sind einfarbig schwarz, nur der Seitenrand un- 
ter dem Humeralcallus ist manchmal bräunlich (ab. nigripennis), 
Basis aller Schenkel rot. 

Während bei den beiden vorigen Arten es die Äntennite 3—7 
sind, welche beim 5 erweitert sind, ist bei 5. sigia auch das 8. mit 
einer zahnartigen Erweiterung versehen. Bei beiden Geschlechtern 
sind die Seiten des Halsschildes regelmäßig gerundet, nach hinten 
so stark wie nach vorne gerundet, und die Punktierung der Flügel- 
decken ist sehr stark, schon unter 2—Sfacher Vergrößerung sicht- 


bar. 


Gioia n. gen. 


Auch diese Gattung gehört in die Aphthona-Verwandtschaft 
(vordere Gelenkhöhlen hinten offen, Halsschild ohne Querfurche 
vor der Basis). Der ganze Habitus der hierher gehörenden Arten 
erinnert viel an die madagassische Entymosina. Gioia weicht von 
den anderen Aphthoninen durch die merkwürdige Struktur des 
Kopfes ab: Ulypeus vollkommen plan, ohne Spur einer Carina, 
oder genau gesagt, die Oarina ist über die ganze Fläche des Clypeus 
ausgebreitet. Von der Seite betrachtet, bildet der Clypeus mit der 
Stirn einen rechten oder fast rechten Winkel wie bei der afrikani- 
schen Gattung Myrcina. Beine und Antennen robust, die letzteren 
zur Spitze stark verbreitert, elaviform. Hintertibien ohne Zähn- 
chen vor der Spitze, Terminaldorn sehr kurz. Intercoxalplatte des 
Prosternums fast von der Breite einer Coxe. 

Genotypus: Gioia witimeri.n. Sp. 


Gioia wittmeri n. sp. 


Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 4. II. 1953 (W. 
Wittmer, Mus. G. Frey). 

Long. 2,2—2,8 mm. 

Pechschwarz, Antennalcalli, Clypeus, Mundorgane, Antennen 
und Beine rotbraun. Körper oval, stark glänzend, Clypeus und 
Antennalcalli seidenmatt. 


78 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Kopf ohne Punktierung, Antennalcalli länglich, voneinander 
gut getrennt, hinten von einer tiefen Querdepression begrenzt, die 
sich bis hinter die Augen zieht und hier mit einigen gröberen 
Punkten besetzt ist. Stirn fast doppelt so breit wie ein Augendurch- 
messer. Antennen die Mitte der Flügeldecken erreichend, die 2 
ersten und die 5 letzten Glieder stark verdickt, 3. Glied deutlich 
kürzer als das 2. 

Thorax stark quer, doppelt breiter als lang, Seiten parallel, 
gerade, Vorderwinkel schräg abgestutzt und seitlich zahnförmig 
vorspringend, Basis gerandet. Oberseite grob (Vergrößerung 5x) 
und spärlich punktiert, Schildehen ohne Punktierung, groß. 

Flügeldecken so stark wie das Halsschild, nicht dicht, hinten 
etwas schwächer, verworren punktiert, Humeralcallus glatt, von 
dem großen punktierten Basalcallus schlecht getrennt, postbasale 
Querdepression kräftig. Epipleuren schmal. Das 4 ist kleiner, das 
1. Glied der 4 Vordertarsen erweitert, Sinus des letzten Abdo- 
minalsegmentes klein. 


Gioia georgia n. sp. 


Diese Art ist mit den 2 folgenden, ebenfalls von Herrn Frey 
in Venezuela gesammelten Arten verwandt; diese kleine Gruppe 
weicht von G. wittmeri durch die gerundeten Seiten des Thorax ab: 


i (4) Körper kurzoval, Flügeldecken mit starkem Basalcallus, 
welcher von einer dahinter folgenden Querdepression ak- 
zentiert ist. Thoraxbasis sehr fein gerandet. Elytren mit 
einem deutlichen und ziemlich breiten Lateralintervall, 
welcher in der vorderen Hälfte gewölbt ist. Schwarz, Füh- 
lerbasis, Beine und Spitze des Abdomens pechbraun, Ober- 
seite glänzend, Clypeus seidenmatt, fein retikuliert (Ver- 
größerung 20x). 

2 (3) Größer, 2—2,2 mm, Vorderwinkel des Halsschildes schräg 
abgestutzt, winkelig, seitlich nicht zahnartig vorspringend. 
Antennalcalli sehr schwach, nur hinten vor der Querfur- 
che voneinander getrennt, vorne ganz zusammenfließend. 
Das letzte Abdominalsegment des 5 in der Mitte einfach 
eingedrückt, nicht herabfallend. . Gioia georgia n. sp. 

Venezuela: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 

3 (2) Kleiner, 1,6—1,5 mm, Vorderwinkel des Haisschildes 
schräg abgestutzt, nach außen zahnförmig vorspringend. 
Die gut markierten Antennalcalli sind der ganzen Länge 


J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 79 


nach durch eine feine Furche voneinander getrennt. Das 

letzte Abdominalsegment des 5' in der Mitte stark nach 

unten gebogen. . . . Gioia helga n. sp. 
Venezuela: Ba R 1 54 (G. & H. Frey). 

4 (1) Körper langoval, glänzend (auch der Ciypeus ist glänzend, 
ohne mikroskopische Retikulierung), Flügeldecken mit 
kaum emporgehobenem Basalcallus, postbasale Quer- 
depression undeutlich. Pechbraun, Fühlerbasis, Beine und 
das letzte Abdominalsegment hell braungelb, das letztere 
beim 3’ wie bei G. georgia geformt. Antennalcalli deutlich, 
gewölbt, voneinander gut getrennt. Thorax mit schräg ab- 
gestutzten, nach außen schwach zahnförmig vorspringen- 
den Vorderwinkeln, Basis stark gerandet. Lateralintervail 
der Flügeldecken undeutlich und flach. Long. + 2 mm. 
E : Gioia barbara n. sp. 

enezuela: a. 1954 (G. & H. Frey). 
Die folgenden 3 Arten aus Guadeloupe weichen von den hier 


bisher beschriebenen durch auffallende Färbung ab. 


Gioia antıllarum n. sp. 


Guadeloupe (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey). 

Long. + 3 mm. 

Pechbraun, Beine, Fühler (zur Spitze angedunkelt) und La- 
brum gelbbraun, Oberseite metallisch erzfarbig, stark glänzend, 
Clypeus matt. 

Von der Gestalt der G. wittmeri, anders gefärbt, Antennen 
das erste Drittel der Flügeldecken kaum erreichend, das 2. Glied 
kugelig, so lang wie das 3., Seiten des grob und dicht punktierten 
Halsschildes in der Mitte winkelig, Flügeldecken grob runzelig 
punktiert, Punkte nur im Apikalviertel isoliert stehend. Das 1. 
Glied der 4 vorderen Tarsen beim 7 stark erweitert. 


Gioia heikertingeri n. sp. 
Guadeloupe (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey). 
Long. 2,5—3 mm. 
Einfarbig rotgelb, nur die Spitze der Antennen etwas ange- 
dunkelt. 


Wie G. wittmeri, aber die Fühler den Humeralcallus der Flü- 
geldecken kaum überragend, zur Spitze auffallend stark verdickt, 
das erste Drittel der Flügeldecken kaum erreichend, das 2. Glied 


80 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


kugelig, so lang wie das 3., Seiten des grob und dicht punktierten 
Halsschildes in der Mitte winkelig, Flügeldecken grob runzelig 
punktiert, Punkte nur im Apikalviertel isoliert stehend. Das 1. 
Glied der 4 vorderen Tarsen beim 9’ stark erweitert. 


Gioia eyanella n. sp. 


Guadeloupe (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey). 

Long. + 2 mm. 

Pechschwarz, Labrum, Antennen, Tibien und Tarsen rot, Ver- 
tex, Thorax und Flügeldecken lebhaft metallisch blau, stark glän- 
zend. 

Kopf wie bei G. wittmeri, Clypeus glänzend, jederseits von 
einem schmalen Kiel begrenzt. Das 3. Antennit so lang wie das 2. 
Seiten des stark punktierten Halsschildes in der Mitte stumpf ge- 
winkelt. Elytren von gleicher Struktur und Skulptur wie bei G. 
wiıttmeri, Basitarsite des 5 stark erweitert. 


Babiohaltica n. gen. 


Diese neue Gattung ist mit Aphthona verwandt und durch fol- 
gende Unterscheidungsmerkmale ausgezeichnet: Die Antennen 
sind kurz und robust, die Epipleuren sind konkav und in der Vor- 
derhälfte sehr stark erweitert, nahe der Mitte am breitesten, so 
daß3 ein Teil der Metepisternen von ihnen bedeckt ist. 

Die einzige Art dieser Gattung erinnert durch Form und 
Farbe an mehrere Babiini. 


Babiohaltica corumbana n. sp. 


Brasil, Est. Matto Grosso: Corumbä (Mus. G. Frey). — R. Ar- 
gentina, Buenos Aires: La Plata [Ciudad Eva Perön], V. 1949 (W. 
Wittmer, Mus. G. Frey). 

Long. 3,5—5 mm. | 

Schwarz, Beine, Labrum und Antennen + gebräunt, Flügel- 
decken dunkelrot, eine breite unregelmäßige Querbinde, deren 
Vorderrand vor der Mitte liegt und welche weder den Seiten- noch 
den Apikalrand erreicht und die Naht vorne schwarz. Glänzend, 
länglich, gewölbt. Ä 

Kopf ohne Punktierung. Clypealcarina scharf und stark ge- 
wölbt, Antennalcalli gut entwickelt, gegen die Augen schräg ge- 
richtet, hinten von einer tiefen, bis zu dem Augenhinterrand ver- 


J. Bechyn@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 31 


längerten Querfurche begrenzt. Antennen am Innenrande der 
Augen eingelenkt, voneinander relativ weit entfernt, robust, die 
Mitte der Flügeldecken nicht erreichend, Glieder 2 und 3 fast ku- 
gelig, von gleicher Länge, so dick als das 1. Äntennit, die 3 fol- 
genden Glieder stark erweitert, dreieckig, Apikalglieder monili- 
form, jedes etwas länger als breit. 


Thorax deutlich transversal, nahe der Mitte am breitesten. 
Seiten stark gerundet, vor den verdickten Vorderwinkeln ausge- 
schweift, Hinterwinkel zähnchenförmig vorspringend. Oberfläche 
deutlich (Vergrößerung 10x) punktiert, an den Seiten dichter als 
in der Mitte. Scutellum groß, fein mikroskopisch retikuliert. 


Flügeldecken breiter und etwas stärker punktiert als der Tho- 
rax, ohne Eindrücke, nur ist die Naht hinter dem Schildehen ab- 
geflacht. Humeralcallus gut markiert (geflügelte Art). Beine ro- 
bust, alle Femora verdickt (die 4 vorderen weniger stark bei den 
99). Tarsen des 5’ nur schwach erweitert. 


Diese Art ist mir in zahlreichen Exemplaren bekannt und in 
der Größe bei beiden Geschlechtern stark variabel; bei allen bis- 
her bekannten Aphthona-Arten ist das o’ stets kleiner als das 9. 


Varicoxa n. gen. 


Dies ist ein anderes Genus, bei welchem Arten sowie mit ge- 
schlossenen als auch mit geöffneten vorderen Gelenkshöhlen vor- 
kommen. Der Genotypus ist Systena ustulata Har., also eine Art 
mit geschlossenen Gelenkshöhlen. Trotz dieses Merkmals gehört 
Varicoxa unter Aphthonini, und sie ist durch das herzförmige 
Halsschild mit einer flachen Querfurche vor der Basis, durch das 
sehr lange Basitarsit der Hinterbeine und durch nur mäßig ver- 
dickte Hinterschenkel ausgezeichnet. Der Kopf ist auffallend groß 
mit vorgequollenen Augen, dessen größte Breite den Vorderrand 


des Halsschildes überragt. 


Varicoxa ustulata centralis n. subsp. 


Die Stücke, welche Jacoby von Guatemala und Nicaragua be- 
schrieben hat (Biol. Centr.-Amer. Col. VI, 1, 1884, p. 328) sind in 
der Färbung sehr konstant (ohne angedunkelte Flügeldecken- 
spitze) und können als eine geographische Form bezeichnet werden 


(Typus in Mus. G. Frey: Mexico, EI Cora). 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 1 6 


32 Entom. Arbeiten aüs dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Varicoxa elarki Jacoby (nov. comb.) 


Als Systena beschrieben, nahe verwandt mit DV. ustulata Har. 


Varicoxa aguablanca n. sp. 


Argentina, Jujuy: Agua Blanca, I. 1949 (Dr. P. Wygodzinsky, 
coll. Dr. Reitter, Mus. G. Frey). 

Long. 3 mm. 

Rotgelb, Abdomen dunkler, Flügeldecken schwarz, Humeral- 
callus im breiten Umfang rötlich. Oberseite glänzend, ohne 
Skulptur. 

Der D. clarki ähnlich, aber die Antennalecalli sind linear, ganz 
quer gestellt, Thorax mit breit abgesetztem Seitenrand, und beim 
J'ıst das 1. Glied der Hintertarsen viel mehr als an den Vorder- 
tarsen erweitert, asymmetrisch (an der distalen Spitze schräg ab- 
gestutzt). Bei V. clarkı und V. ustulata ist das 1. Glied der Hinter- 
tarsen des 5 grazil und symmetrisch. Während bei den vorher- 
gehenden Arten die vorderen Gelenkhöhlen hinten geschlossen 
sind, sind sie bei DV. aguablanca ziemlich breit geöffnet. 


Varicoxa apolonia n. sp. 


Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 13., 17. et 18. IV. 
1951 (F. Plaumann, Mus. G. Frey). 

Hell gelbbraun, die 7 letzten Antennite und die Spitze der 
Hinterschenkel schwarz. Oberseite glänzend, Flügeldecken matter. 

Diese Art erinnert durch ihre Körperform ganz an V. ustulata 
Har., nur sind die Flügeldecken fein punktuliert (Vergrößerung 
30—50 x), die Episternen des Prosternums berühren die Spitze der 
Intercoxalplatte (sind aber mit ihr nicht zusammengewachsen), 
und das Halsschild vor den Hinterwinkeln ist nur sehr schwach 
ausgeschweift. 

Subsp. aperta nov.: Kleiner, + 2,5 mm und glänzender als die 
Stammform, die vorderen Gelenkhöhlen des Prosternums stehen 
weit offen. | 

Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 26. XII. 1949 
und 27. I. 1952 (W. Wittmer, Mus. G. Frey). | 


Varicoxa freyi n. sp. 


Venezuela: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey); Caracas, | 
I. 1954 (dtto); Valencia, I. 1954 (dtto). 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 33 


Größe, Form und Färbung wie bei der vorhergehenden Art, 
aber durch folgende Merkmale trennbar: 


V. apolonia: 


Kopf stark glänzend. 


Hinterwinkel des Hals- 
schildes rechteckig, kaum vor- 
springend, der Seitenrand vor 
ihnen kaum ausgeschweilft. 

Punktierung der Elytren 
unter 309—50facher Vergröße- 
rung sichtbar. 

Flügeidecken mit einem 
deutlichen Basalcallus, welcher 
hinten von einer queren Vertie- 
fung akzentiert ist. 

Die Spitze des Penis knopf- 


förmig endigend. 


V. freyi: 

Kopf matt, Retikulierung 
unter 20—30facher Vergröße- 
rung sichtbar. 

Hinterwinkel des Halsschil- 
des zahnartig 


vorspringend, 
Seiten davor deutlich ausge- 
schweift. 

Flügeldecken - Punktierung 
schon unter 20facher Vergrö- 
Berung gut erkennbar. 

Flügeldecken mit 


einem Basalcallus noch mit 


weder 
einer Querdepression dahinter. 


Die Spitze des Penis gleich- 


mäßig verengt. 


D. freyi ist in der Färbung variabel: Manchmal ist Hinter- 


brust an den Seiten, Kopf nahe den Augen, 2 quergestellte Flecken 
nahe dem Vorderrand des Thorax, Naht, Umgebung des Seutel- 
lums und eine Makel in der Mitte des Seitenrandes der Flügel- 
decken pechschwarz (ab. varia). 


Varicoxa campininha n. Sp. 


Brasil, Est. Parana: Campininho, 17. 1. 1953 (W. Wittmer, 
Mus. G. Frey). 

Long. + 3,5 mm. 

Rotgelb, Fühler zur Spitze gebräunt, Elytren mit einem 
schwachen, grünlichen Metallschimmer. Körper länglich, Oberseite 
glänzend. 

Kopf breit, sehr weitläufig punktuliert. Stirn knapp doppelt 
so breit wie ein Augendiameter. Antennalcalli oval, schräg gestellt, 
gut umgrenzt. Clypealcarina breit, kaum höher als die Antennal- 
calli gewölbt, Quercarina fehlend. Fühler ziemlich robust, die 
Mitte der Flügeldecken überragend, das 3. Glied länger als das +., 
doppelt so lang wie das 2. 


54 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gs. Frey. Bd. 6, 1955 


Pay 


Halsschild doppelt breiter als lang, herzförmig, vor der Mitte | 


am breitesten, nach hinten stärker als nach vorne verengt, vor der 
Mitte stark gerundet, vor den Hinterwinkeln ausgeschweift. Vor- 
derwinkel verdickt, vorne waagrecht abgestutzt. Oberfläche so fein 
und so weitläufig wie der Kopf punktuliert (Vergrößerung 50x), 
vor der gerandeten Basis seicht quer eingedrückt. Schildchen groß. 


Elytren parallel, breiter als das Halsschild, grob verworren 
punktiert (Vergrößerung 5x), Punkte vorne Spuren von Längs- 
reihen bildend. Naht hinter dem Schildehen vertieft, dadurch der 
Basalcallus deutlich, Querdepression fehlend. Prosternum zwischen 
den Coxen nicht sichtbar, vordere Gelenkhöhlen hinten offen. Das 
1. Glied der Hintertarsen viel länger als die 3 folgenden zusam- 
mengenommen. Beim 5 ist das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen 
stark erweitert, das 5. Abdominalsegment hat in der Mitte eine 
tiefe dreieckige Längsgrube, und der Sinus ist klein. 

Von den übrigen Arten durch starke Punktierung der Flügel- 
decken zu unterscheiden. 


Longitarsus plaumanni n. sp. 


Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 14. VI. 1951 (F. 
Plaumann, Mus. G. Frey). 

Long. 2 mm. 

Pechbraun, Fühler und Beine hellbraun, Flügeldecken mit 
einem schwachen Metallschimmer. Langoval, Vorderkörper mäßig, 
Flügeldecken stark glänzend. Aptere Art. 

Kopf fein retikuliert (Vergrößerung 40—50x) ohne Punk- 
tierung, Antenalcalli undeutlich. Clypealcarina lang und scharf. 
Fühler ziemlich robust, das 1. Drittel der Elytren erreichend, Glie- 
der 2 und 3 gleichlang, das 4. länger. 

Thorax schwach transversal, Seiten fast gerade, nach vorne 
bis zu den sehr schrägen Vorderwinkeln leicht divergierend. Ober- 


fläche von derselben Grundskulptur wie der Kopf, fein, an der Ba- 


sis deutlicher (Vergrößerung 20x) spärlich punktiert. Scutellum 
matt. 


Elytren langoval, ohne Humeralcallus, stark und ziemlich | 


dicht punktiert (Vergrößerung 5—8x). Hintertibia außen gezäh- 


nelt. 


Dies ist die einzige bisher bekannte aptere Longitarsus-Art 


aus der atlantischen Region Südbrasiliens. 


J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 35 


Longitarsus substrangulatus n. sp. 


Peru: Marcapata (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey). 

Long. 2,2—2,5 mm. 

Schwarz, oben metallisch bronzebraun, glänzend, Fühlerbasis 
und Beine gelbrot, Hinterschenkel und Fühlerspitze schwärzlich. 
Geflügelte Art. 

Kopf glatt erscheinend, erst unter 100facher Vergrößerung 
kommt eine feine quergerichtete Striolation zum Vorschein. An- 
tennalcalli deutlich, fast zusammenfließend, quer. Längscarina des 
Olypeus scharf. Stirn doppelt breiter als ein Augendiameter quer 
gesehen. Antennen relativ robust, die Mitte der Flügeldecken über- 
ragend, das 3. Glied kaum länger als das 2., aber deutlich kürzer 
als das 4. 

Halsschild kaum breiter ais iang, stark gewölbt, nahe der 
Mitte am breitesten. Seiten stark gerundet, in der Mitte fast win- 
kelig heraustretend, vor den zahnartig vorspringenden Hinterwin- 
keln stark ausgeschweift, Vorderwinkel abgerundet. Oberfläche 
vorne fast glatt, in der Mitte vor der Basis stark punktiert (Ver- 
srößerung I5—8 x). 

Flügeldecken breiter als der Thorax, feiner punktiert, hinten 
fast glatt, hinter der Mitte bauchig erweitert. Humeralcallus stark 
heraustretend, hinter ihm liegt eine deutliche sublaterale Depres- 
sion. Hintertibien auf der Oberseite abgeflacht, am Außenrande 
dicht mit sägeförmigen Zähnchen besetzt. 

An der Färbung und am abweichenden Halsschildbau erkenn- 
bare Art. 


Longitarsus corumbanus n. Sp. 


Brasil, Est. Matto Grosso: Gorumba (Mus. G. Frey). 

Long. 2—2,2 mm. 

Rotbraun, Fühlerspitze und Vorderkörper schwarz, Flügel- 
decken auf der Scheibe häufig mit einem dunklen rundlichen 
Fleck in der Mitte. Oberseite mäßig glänzend, letztes Abdominal- 
segment häufig (namentlich bei den 99) angedunkelt. 

Diese Art hat dieselbe Form wie L. vicarius Oglobl. (auf dem- 
selben Fundort gleichzeitig vorkommend), aber die Färbung ist 
verschieden, die Scheibe des Halsschildes ist stark (Vergrößerung 
o—10), also stärker als die Flügeldecken punktiert, Seiten des 
Halsschildes geradlinig nach vorne divergierend und die Clypeal- 


carina ist hochgewölbt. Bei L. vicarius sind die Halsschildseiten 


86 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


ziemlich regelmäßig gerundet, die Punktierung der Scheibe ist fein 
(Vergrößerung 20—30x) und nur vor der Basis vorhanden, und 
die Clypealcarina ist nicht höher gewölbt als die schwachen An- 
tennalcalli. 


Longitarsus cornelius n. sp. 


Guadeloupe (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey). 


Long. 1,2— 1,5 mm. 


Braun, Oberseite rotbraun, Fühler und Beine gelb, Antennite 
6— 5 angedunkelt. Aptere, oberseits nur mäßig glänzende Art, wel- 
che sehr nahe mit L. horni Jac. verwandt ist: 


L. horni: 


Antennen die Mitte der 
Flügeldecken leicht überragend, 
die 5 Apikalglieder deutlich 
verdickt, jedes höchstens um 
die Hälfte länger als dick. 

Punktierung der Elytren 
auch unter 50facher Vergröße- 


rung kaum erkennbar. 


L. cornelius: 


Antennen beinahe so lang 
wie der ganze Körper, zur Spit- 
ze nicht verdickt, jedes reich- 


lich doppelt länger als dick. 


Elytren grob, unter 10fa- 
cher Vergrößerung deutlich 
punktiert. 


Neothona n. gen. 


Dieses Genus ist mit Palaeothona Jac. verwandt, eine ähnliche 
anteskutellare Vertiefung am Thorax besitzend und von derselben 
Form des Prosternums. Es unterscheidet sich jedoch durch Man- 
gel der Clypealcarinae und der Antennalcalli, so daß der Clypeus 
und die Stirn eine einzige homogene Fläche darstellen, welche 
höchstens mit einem grubenförmigen Punkt zwischen den Fühler- 
insertionsstellen versehen ist. Fühler kurz, die Mitte der Flügel- 
decken nicht erreichend, robust, zur Spitze verdickt. 


Die mir z. Z. bekannten Arten sind sekundär an der groben 
(Vergrößerung 3—10x) Punktierung der Oberseite kenntlich, die 
der Flügeldecken in Längsreihen gestellt. Basalcallus der Elytren 
deutlich. Der ganze Habitus erinnert an die Gattung Cyrsylus, 
welche geschlossene vordere Gelenkgruben aufweist, während sie 
bei Neothona sowie bei allen anderen Aphthonini hinten geöffnet 
sind. 

Genotypus: Neothona prima n. sp. 


J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 87 


1 (2) Stirn in der Mitte oberhalb der Insertionsstelle der An- 
tennen mit einem tiefen länglichen Grübchen versehen. 
Körper langgestreckt. 

Pechbraun, ziemlich glänzend, Oberseite und Beine 
rotgelb, Fühler zur Spitze angedunkelt, Flügeldecken 
dunkelbraun mit je einem unbestimmten helleren Längs- 
fleck auf der Scheibe. Hinterschenkel angedunkelt. Ciy- 
peus fein und spärlich punktuliert. Das 3. Fühlerglied län- 
ger als die benachbarten. Thorax klein, Seiten geradlinig 
nach vorne verengt, Vorderwinkel schräg abgestutzt, Hin- 
terwinkel rechteckig. Flügeldecken in geminaten Längs- 
reihen punktiert mit leicht gewölbten (namentlich an den 
Seiten) Intervallen. 5' mit kräftigem Sinus auf dem letz- 
ten Abdominalsegment und schwach erweiterten Tarsen. 
Long. 3,2—3,5 mm. . . . .  Neothona prima n. sp. 

Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Campos do Jordäo, 
12. 11. 1952 (W. Wittmer, Mus. G. Frey). 

2 (1) Stirn ohne Grübchen in der Mitte. Manchmal ist jedoch 
doch eine Vertiefung in gewisser Lichtrichtung sichtbar, 
sie ist aber nicht tiefer als die übrige Punktierung auf der 
Stirn. CGlypeus glatt, Antennite 2, 3 und # von gleicher 
Länge. Flügeldecken an den Seiten in einfachen Längs- 
reihen punktiert. Körper oval. 

3 (4) Schwarz, Mundteile, Beine und Fühler (das letzte Glied 
ausgenommen) rotgelb. Seiten des Halsschildes hinter den 
schräg abgestutzten und seitlich zahnartig vorspringenden 
Vorderwinkeln gerundet. 

Thorax nach vorne deutlich verengt, Hinterwinkel 
stumpfeckig. Sinus des ' ziemlich kräftig, 1. Glied der 4 
vorderen Tarsen deutlich erweitert. Long. 2—2,2 mm. 

Neothona secunda n. sp. 
enezüelan Caracas, 1 1954 (G. & H. Frey); Rancho 
Grande, I. 1954 (dtto). 

4 (3) Körper ganz oder zum größten Teil gelb bis braunrot, Sei- 
ten des Halsschildes geradlinig. 

5 (12) Vorderkörper matt, Retikulierung des Kopfes unter 10- 
bis 20facher Vergrößerung erkennbar. 

6 (11) Vorderwinkel des Halsschildes schräg abgestutzt, seitlich 
zahnartig vorspringend. 

7 (10) Punktierung des Kopfes, des Halsschildes und der Flügel- 
decken fast gleichstark, unter 3—5facher Vergrößerung 


38 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


gut sichtbar. Hinterwinkel des Halsschildes stumpfeckig. 
Körper einfarbig gelb, nur die Fühler sind zur Spitze + 
angedunkelt. 

8 (9) Seutellum glatt, Flügeldecken an den Seiten hinter dem 
Humeralcallus parallel. Long. 1,5—1,6 mm. a 

.. ..  Neothona tertia n. sp. 
Teile Nordküste; T 1954 (G. &.H. Frey). 

9 (8) Scutellum so grob punktiert wie die übrige Oberseite. Sei- 
ten der Flügeldecken von der Basis bis zur Spitze gleich- 
mäßig gerundet. Long. 1,5 mm. Neothona quarta n. sp. 

Venezuela: Caracas, 1. 1954 (G. & H. Frey). 

10 (7) Punktierung der Flügeldecken stark, die des Vorderkör- 
pers erst unter lOfacher Vergrößerung sichtbar. Körper 
zweifarbig, Retikulierung des Vorderkörpers sehr schwach. 
Long. + 2 mm. (ef. 16 [15)). 

11 (6) Vorderwinkel des Halsschildes schräg abgestutzt, an den 
Seiten schwach winkelig, nicht zahnartig vorspringend. 
Körper einfarbig strohgelb. Thorax viel schmäler als die 
Flügeldecken mit abgerundeten Hinterecken. Punktierung 
der Oberseite dicht und stark, unter 5—5facher Vergrö- 
ne gut sichtbar. Long. 1,6—1,5 mm. \ 

; . .  Neothona quinta n. sp. 
Bee Est. Matto Crocs Corumbäa (Mus. G. Frey). 

12 (5) Vorderkörper glänzend, Retikulierung des Kopfes unter 
50facher Vergrößerung noch kaum erkennbar (im Zwei- 
fel ef. 10 [7)). 

13 (14) Körper einfarbig rotbraun, nur die Fühierbasis ist heller. 
Oberseite stark punktiert. Vorderwinkel des Halsschildes 
fast völlig abgerundet, seitlich im ersten Viertel einen 
sehr schwachen Winkel bildend. Humeralcallus der Ely- 
tren in den vorletzten Intervall kurz rippenartig verlän- 
gert. Long. 2,6.mm. 2. . . Neothona sexta n. sp. 

Bolivia, Yungas de La Paz. Coroico (Mus. G. Frey). 

14 (15) Körper zweifarbig. Vorderwinkel des Halsschildes seitlich 
zahnartig vorspringend. Humeralcallus der Flügeldecken 
nach hinten nicht verlängert. Punktierung des Vorderkör- 
pers viel schwächer als die der Flügeldecken. 

15 (16) Braungelb, Sternum rotbraun, Abdomen schwärzlich. Epi- 
pleuren und ein Lateralsaum der Flügeldecken rotbraun, 
Naht und Spitze derselben schwärzlich oder auch roi- 
braun. Oberseite gleichmäßig glänzend. Elytropleuren, 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Altieidae 89 


von oben betrachtet, nahe dem Humeralcallus nicht gleich- 
zeitig sichtbar, weil die Seiten der Elytren senkrecht her- 
abfallen. Long. 2,2—2,5 mm. . Neothona septima n. sp. 


Brasil, Est. Rio Grande do Sul: Lages, 14. 1. 1953 (W. 
Wittmer, Mus. G. Frey). — 8. Paule (coll. Heikertinger, 
Mus. G. Frey). — Die Exemplare von 5. Paulo sind heller 
gefärbt. 


16 (15) Rotbraun bis pechbraun, Beine und Antennen gelb, die 
letzten 3—4 Antennite schwarz. Flügeldecken braun bis 
schwarz, Apikalhälfte und eine über die beiden Flügel- 
decken nach hinten konvexe breite Querbinde hinter der 
Basis gelb. Diese Querbinde ist bei den helleren Exempla- 
ren weniger auffallend. Flügeldecken glänzender als das 
Halsschild. Elytropleuren, gleichzeitig von oben betrach- 
tet, der ganzen Länge nach sichtbar, weil die Elytren an 
den Seiten nicht senkrecht, sondern schräg herabfallen. 
Bone. #2 mm .. . ..  Neothona octava n. sp. 


Trinidad (B. W. 1.), x. 1953 (G. & H. Frey). 


Aphthona transparens n. Sp. 


Venezuela: Palo Grande — San Uristobal, 20. VIE. 1930 (H. 
J. MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam). 

Long. 1,9—2 mm. 

Rotbraun, Antennite 5—10, Labrum, Palpen und die äußerste 
Spitze der Hinterschenkel pechbraun, Oberseite, Beine und die 
übrigen Antennite hell braungelb, Vertex und Schildchen dunkel- 
braun mit Metallglanz, Seiten des Halsschildes und die Flügel- 
deekennaht angedunkelt. 

Mit A. deyrollei Baly nahe verwandt, anders gefärbt, An- 
tennalcalli mit der übrigen Fläche der Stirn ein einziges abgeflach- 
tes, etwas erhöhtes Feld bildend, welches nach vorne in Form eines 
breiten und flachen Kiels (= Längscarina des Clypeus) ausgezogen 
ist. Stirnfurchen tief, vorne nicht zusammenlaufend; oberhalb der- 
selben nahe dem Augenhinterrand befindet sich ein Grübchen. 
Thorax fein (Vergrößerung 30—40x) punktiert, schwach trans- 
versal. Flügeldecken in regelmäßigen Längsreihen so stark wie das 
Halsschild punktiert, die Punkte erscheinen jedoch auch unter 5- 
facher Vergrößerung sehr deutlich, weil sie von einem dunklen 
Hof umgeben sind, welches unter der Oberfläche des Chitins aus- 


gebildet ist. 


N) 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Aphthona-Arten aus Süd-Brasil. 


Alle Arten besitzen verhältnismäßig kurze Antennen, die 
kaum das erste Drittel der Flügeldecken erreichen. 


1 (10) Thorax jederseits bei der Basis mit einer Depression ver- 


2. (5) 


sehen. Punktierung der Elytren dicht und absolut konfus. 


Oberseite uniform metallisch, Beine und Fühler rotgelb, 


die letzteren zur Spitze gebräunt oder schwärzlich. 
Punktierung am Innenrande der Augen runzelig zusam- 
menfließend und bis auf die Antennalecalli verbreitet. 


>( *) Antennalecalli länglich (jeder doppelt länger als breit), 


4(3 


) 


schwarz und weniger glänzend als der Scheitel, vonein- 
ander durch eine tiefe Furche getrennt. Schwarz, Vertex, 
Thorax und Flügeldecken metallisch stahlblau. Punktie- 
rung des Halsschildes deutlich, die der Flügeldecken vorne 
stark (unter Sfacher Vergrößerung gut sichtbar) hinten 
abgeschwächt. Hinter dem Humeralcallus befindet sich 
kein Eindruck. — Long. 2,2 mm. Aphthona agnes n. sp. 
Brasil: Espirito Santo (Mus. G. Frey). 


Antennalcalli kurzoval, zusammenfließend, von gleicher 


Färbung und gleicher Grundskulptur wie der Scheitel. 
Schwarz, glänzend, Oberseite metallisch bronzegrün. 
Halsschild spärlich punktiert. Elytralpunktierung noch 
stärker als bei der vorigen Art, hinten etwas abgeschwächt, 
Basalcallus deutlich und von einer merklichen Querde- 
en, hinten begrenzt. Größere Art: 3 mm. Pe - 
Aphthona wittmeri n. sp. 
Brasil, Bi is Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 28. 1. 
1953 (W. Wittmer, Mus. G. Frey). 


Punktierung am Innenrande der Augen nur aus einigen 
isolierten Grübchen bestehend und auf die äußerste Nähe 


des Augenrandes beschränkt. 


Hinten zwischen den Antennalcalli befindet sich ein 
Längsgrübchen, infolgedessen sind die Antennalecalli hin- | 
ten voneinander gut getrennt und nach hinten divergie- 
rend, und vorne nahe den Antennen fließen sie zusam- | 
men. Schwarz, glänzend, Oberseite blauschwarz mit 
bronzegrünen Reflexen. Prothorax vorne fein, hinten stär- 
ker und dichter punktiert. Elytralpunktierung stark, zur ' 
Spitze kaum abgeschwächt, hier aber spärlicher als vorne. | 


Aphthona isabella n. sp. 


Long. + 2,58 mm. 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 91 


Brasil: Espirito Santo (Mus. G. Frey). 


7 (6) Antennalcalli weder nach hinten divergierend noch von- 


einander durch eine Foveole getrennt. 


8 (9) Antennalcalli oval, subparallel; sie treten mit der Spitze 


der Clypealcarina (zwischen den Fühlern) als drei gleich- 
große Tuberkeln hervor. Schwarz, glänzend, Oberseite 
bronzegrün mit einem blauen Schimmer. Punktierung des 
Halsschildes wie bei der vorhergehenden Art, Punktierung 
der Flügeldecken zur Spitze wesentlich abgeschwächt. 
Long. 2—2,2 mm. . . .  Aphthona adalberta n. sp. 

Brasil: 5. Paulo (Mus. G. Frey); Espirito Santo (dtto). 


9 (8) Antennalcalli länglich, nach vorne divergierend, viel 


schmäler und viel niedriger als die zwischen den Anten- 
nen sichtbare Spitze der breiten Olypealcarina. Schwarz, 
glänzend, Oberseite metallisch stahlblau. Thorax fein und 
gleichmäßig spärlich punktiert, Punktierung der Elytren 
wenig dicht, vorne stark, hinten merklich schwächer. 
Long. 5 2,5 mm, 9 2,5 mm. 
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000° m, 4 1. 
1953 “ Wittmer, Mus. G. Frey). 
Aphthona jessia n. sp. 


Msflächen des he ohne jede Spur einer Depres- 
sion jederseits nahe der Basis. Die Flügeldecken sind häu- 
fig in Reihen punktiert. 


11 (12) Antennalcalli voneinander entfernt, hinten zwischen ihnen 


12 


ai) 


befindet sich ein deutlicher Tuberkel; hinter dem Niveau 
der Fühlerbasis kommen also drei Tuberkeln zum Vor- 
schein. Schwarz, Tibien, Tarsen und Fühlerbasis pech- 
braun, Elytren lebhaft metallisch violett. Oberseite glän- 
zend. Kopf und Halsschild ohne Punktierung, Flügel- 
decken mit sehr regelmäßigen Punktreihen und gewölbten 
Intervallen in der Vorderhälfte, mit verdoppelten Längs- 
reihen und flachen Intervallen hinter der Mitte und ganz 
im Apikalviertel. Long. 2,6—2,3 mm. 
Aphthona plaumanni n. sp. 
Brasil, Est. Se ne Nova Teutonia, 20. IX. 1950 

et 30. IV. 1951 (F. Plaumann, Mus. G. Frey). 


Die Stirn bildet zwischen den stark transversalen Anten- 
nalcalli keine tuberkelartige Erhabenheit. 


13 (14) Prothorax stark transversal, doppelt breiter als lang, Sei- 


92 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


14 (13) 


ten breit abgesetzt. Epipleuren vorne breit, im mittleren 
Drittel plötzlich stark verschmälert. 

Pechschwarz, Mundteile (Labrum zum Teil), Füh- 
lerbasis und Beine rotgelb, Thoraxseiten gebräunt, Ely- 
tren lebhaft metallisch grün. Oberseite glänzend. Kopf 
glatt, zwischen den Augen tief quer eingedrückt, Stirn 
doppelt breiter als ein Augendurchmesser quer gesehen. 
Antennalcalli linear, hinten von der Stirnquerfurche 
begrenzt. Olypealcarina sehr breit und gewölbt. An- 
tennen robust, den Humeralcallus der Elytren kaum 
überragend. Thorax fein punktiert. (Vergrößerung 20 
bis 30x), nahe der Mitte am breitesten. Seiten stark 
gerundet, alle Winkel stumpfeckig. Flügeldecken ohne 
Basalcallus und ohne postbasale Depression, Humeral- 
callus schwach gewölbt, Punktierung stark auf der 
Scheibe ziemlich verworren, nahe den Seiten in regelmä- 
Bigere Längsreihen gestellt, deren Intervalle fein punk- 
tuliert sind (Vergrößerung 50x). Die Punkte sind in der 
Hinterhälfte kleiner als vorne. Long. 3 mm. 

; Aphthona lutetia n. sp. 

AB asil, Est. 2 Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 1.—I1l. 
1952 (W. Wittmer, Mus. G. Frey). 

Seiten des Halsschildes schmal abgesetzt. Epipleuren nach 
hinten graduell verschmälert. 


15 (25) Wenigstens die Flügeldecken sind metallisch gefärbt. 
16 (23) Thorax schwarz bis pechschwarz. Y 


17:02) 


Kopf größtenteils schwarz. 

Aphthona nigrocyanea Baly ist mir in natura unbe- 
kannt. Nach der Beschreibung unterscheidet sie sich von 
allen folgenden Arten durch punktierten Kopf, durch eine 
Längsfurche in der Stirnmitte und durch die metallische 
Färbung. Die Kopfpunktierung ist charakteristisch für die 
erste Division dieser Tabelle (,,1 [10]‘), aber alle dort er- 
wähnten Arten sind durch die Eindrücke auf der Thorax- 
basis ausgezeichnet und haben außerdem völlig verwor- 
rene Elytralpunktierung (auch an den Seiten). 


15 (19) Antennalcalli linear (quer), hinten von einer tiefen inter- 


okularen Querfurche begrenzt. Ulypeallängscarina in 
Form eines Tuberkels reduziert, welcher schwach gewölbt 
aber sehr breit ist (doppelt breiter als der Diameter des 
1. Antennites). Punktreihen auf der Scheibe der Flügel- 


J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Altieidae 95 


19 (18) 


20 (21) 


21 (20) 


22 (17) 


decken weniger regelmäßig. Kopf schwarz, Seiten des 
Clypeus gelbbraun. 


Pechschwarz, glänzend, Mundteile, Fühlerbasis, Beine 
und die Mitte des Prosternums rotgelb, Flügeldecken 
metallisch bronzegrün. Kopf glatt. Stirn breit, mehr 
als doppelt so breit wie ein Augenquerdiameter. An- 
tennen robust, kurz. Prothorax nahe der Mitte am 
breitesten, doppelt breiter als lang. Seiten gerundet, Vor- 
derwinkel obtus, Hinterwinkel vorspringend. Elytren 
stark, vorne dicht, hinten spärlicher punktiert, Lateral- 
intervalle fein punktuliert. Von den Unebenheiten ist nur 
der Humeralcallus deutlich. Long. 2,2—2,5 mm. 

Aphthona cynthia n. sp. 


ei Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 27. 1. 
1952 (W. Wittmer, Mus. G. Frey). 
Antennalcalli gut ausgeprägt, Ulypealcarina gewölbt, 
schmal (so breit wie der Durchmesser des 1. Antennites). 
Elytralpunktierung mit Ausnahme der Scutellar- und der 
Suturalreihe überall in regelmäßigen Längsreihen gestellt. 
Kopf schwarz, nur die Seiten des Labrums sind manch- 
mal angebräunt. 


Oberseite lebhaft metallisch bronzegrün. Ciypeus und 
Schildchen schwarz, Unterseite und häufig auch die End- 
glieder der Antennen pechschwarz, Mundorgane, Fühler- 
basis und Beine hell braungelb. Oberseite glänzend. An- 
tennalcalli deutlich gewölbt. Kopf glatt, Thorax spärlich 
und sehr fein (Vergrößerung 50x), Flügeldecken stark 
punktiert, Sutural- und Scutellarreihe erkennbar. Long. 
mm... .. . .  Aphthona carlotta n. sp. 

Brasil, Est. ne Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 1..—I11. 
1952 (W. Wittmer, Mus. G. Frey). 


Pechschwarz, Flügeldecken metallisch blau, Vertex mit 
einem Bronzeschimmer, Mundorgane, Fühlerbasis und 
Beine hellbraun. Kopf glatt, Antennalcalli ganz flach, aber 
sehr gut begrenzt. Thorax deutlich punktiert (Vergröße- 
rung 20x), Skutellar- und Suturalreihe einen einzigen, 
verworren punktierten Streifen bildend. Long. 2,6—2,8 

m. (ef. 26 [25]. . . Aphthona verticalis (ab. orma) 


Pechbraun, Kopf (Vertex ausgenommen), Fühlerbasis, 
Beine, Prosternum und die Vorderwinkel des Halsschildes 


94 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


23 (16) 
24 (27) 
25 (26) 


28 (15) 


hellbraun, Flügeldecken metallisch bronzegrün. (cf. 26 
[25]))- - - Aphthona verticalis (ab. pseudoverticalis) 
Prothorax rot bis rotgelb. 

Flügeldecken in sehr regelmäßigen Reihen punktiert. 
Flügeldecken lebhaft metallisch violett, Kopf und Thorax 
schwarz (ab. nigroviolacea) oder Vorderkörper mit Aus- 
nahme einer Scheitelmakel rotgeib (f. typ.). Thoraxseiten 
stark gerundet. . Aphthona verticalis curitibensis nov. 

Brasil, Est. Paranä: Joinville — Curitiba, 16. I. 1953 
(W. Wittmer, Mus. G. Frey). 

Flügeldeeken metallisch grün, Vorderkörper (Vertex aus- 
genommen) rotgelb. Seiten des Halsschildes schwach ge- 
rundet. Long. 2,0—2,5 mm. Aphthona verticalis Baly s. str. 

Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 26. X1l. 
1949, 1.—I1l. 1952 et 28. I. 1953 (W. Wittmer, Mus. G. 
Frey); Serra dos Orgäos, Nova Friburgo, 5. Il. 1952 (dtto). 
Flügeldecken stark in unregelmäßigen Doppelreihen 
punktiert. Pechschwarz, Vorderkörper (Antennen zur 
Spitze angedunkelt), Beine und das letzte Abdominalseg- 
ment rot, Spitze der Hinterschenkel + gebräunt, Flügel- 
decken metallisch blaugrün. Oberseite stark glänzend. 
Kopf glatt, Antennalcalli wenig gewölbt, aber sehr gut 
markiert. Clypealcarina breit und nur schwach gewölbt. 
Prothorax sehr fein punktuliert, Seiten stark gerundet. 
Elytralpunktierung schon unter 3—5facher Vergrößerung 
sichtbar. Long. 3—3,5 mm. . Aphthona amelia n. sp. 

Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 26. XII. 
1949, 1.—1II. 1952 et 28. I. 1953 (W. Wittmer, Mus. G. 
Frey); Campos do Jordäo, 12. II. 1952 (dtto). 

Subsp. dilutiventris nov. — Diese geographische Rasse 
hat meist einfarbig rotgelbe Bauchsegmente, und die Ely- 
tralpunktierung ist wesentlich feiner, erst unter 10facher 
Vergrößerung erkennbar. — Est. Sa. Catarina: Nova Teu- 
tonia, 14. X. et 9. XI. 1950, 7. IV. et 4. V. 1951 (F. Plau- 
mann, Mus. G. Frey). 

Gelbrot, Flügeldecken mit einem schwachen Metallschim- 
mer, Fühler zur Spitze schwärzlich. Oberseite glänzend. 

Kopf glatt. Antennalcalli deutlich, gut begrenzt, aber 
nur schwach gewölbt. Thorax fein punktuliert, quer, Sei- 
ten stark gerundet. Elytren mit einem deutlichen Basal- 
callus, Punktierung nahe der Naht verworren, nahe den 


Ne) 
oa 


J Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 


Seiten in Längsreihen geordnet. Long. 2,2—2,6 mm. 
: Aphthona hortensia n. sp. 
Brasil, Est. 1% Rio de Janeiro: Campos do Jordäo, 
12. II. 1952 (W. Wittmer, Mus. G. Frey). 


Aphthona transversicollis Jacoby (nov. comb.) 


Diese als Altica beschriebene Art ist äußerst nahe verwandt 
mit Aphthona lioptera Har. Sie zeichnet sich durch glänzenden 
Vertex und durch deutliche Antennalcalli aus, während bei A. 
transversicollis der ganze Kopf matt (Retikulierung unter 20—30- 
facher Vergrößerung sichtbar) und die Antennalcalli kaum ange- 
deutet sind. 


Aphthona frontalis Harold 


| Das einzige von Herrn Frey in Rancho Grande (Venezuela) 
gesammelte Exemplar unterscheidet sich von den Stücken aus Ko- 
lumbien durch lebhaft metallisch grüne Flügeldecken. 


Aphthona maeculipennis Jacoby 


Guadeloupe (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey). 

Von Zentral-Amerika beschrieben, auch von Grenada und St. 
Vincent (B. W. I.) von Jacoby (Trans. Ent. Soc. Lond. 1897, p. 267) 
gemeldet. 


Aphthona erythrostoma andraea n. subsp. 


Venezuela: Oaracas, I. 1954 (G. & H. By Rancho Grande, 
1. 1954 (dtto). 

Schwarz, Fühlerbasis, Beine und manchmal auch Ulypeus heil- 
braun bis pechbraun, Oberseite dunkelmetallisch blau, glänzend. 
Diese Rasse weicht von A. erythrostoma Har. s. str. (aus Kolum- 
bien) durch größeren, + 3 mm langen Körper, durch dunklere 
Färbung und durch zur Spitze merklich verdiekten Fühler ab. 


Aphthona antonia n. sp. 


Venezuela: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 

Long. 3 mm. 

Schwarz, Vertex und Thorax metallisch grün, Flügeldecken 
lebhaft violett. Oberseite stark glänzend. 

Durch den gewölbten und punktierten Vertex ist diese Art 
mit A. erythrostoma Har. verwandt; sie unterscheidet sich aber 


96 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gsg. Frey, Bd. 6, 1955 


durch einen Quereindruck auf dem Thorax vor dem Schildchen 
und durch eine sehr deutliche postbasale Querdepression auf den 
Flügeldecken (diese viel sparsamer punktiert), welche bis zur 
Naht hingezogen ist. Die Antennite 3—10 sind schwach dreieckig 
erweitert. 


Aphthona dendaria n. sp. 


Venezuela: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 

Long. 3,2—3,5 mm. 

Schwarz, Coxen und Fühlerbasis rötlich, Oberseite (Clypeus 
schwarz) metallisch blaugrün, glänzend. 

Kopf glatt. Antennalcalli sehr schmal, quer, gut markiert. 
Vertex kaum gewölbt. Fühler die Mitte der Flügeldecken errei- 
chend, robust, das 3. Glied so lang wie das 4., wesentlich länger als 
das 2. 

Thorax schwach transversal, kaum 1,5x breiter als lang, nahe 
der Mitte am breitesten, Seiten ziemlich stark gerundet. Vorder- 
winkel abgerundet, Hinterwinkel stumpfeckig. Oberfläche glatt, 
ohne Punktierung und ohne Eindrücke. 

Flügeldecken breiter als das Halsschild, vorne stark (Vergrö- 
ßerung 2—3x), hinten schwächer in ziemlich regelmäßigen ein- 
fachen Reihen punktiert, Intervalle sehr schwach gewölbt. Basal- 
und Humeralcallus deutlich, dahinter eine breite, sehr deutliche, 
bis zur Naht verlängerte Querdepression. 

Den vorigen ähnlich, aber die Flügeldecken gereiht punktiert 
und der Vertex nicht gewölbt. Alle 3 untersuchten Exemplare 
sind 99, 


Die Aphthona-Arten der andinen Region. 


Bisher wurde nur eine einzige Art — A. ecuadoriensis Jac. — 
von dieser Gegend bekannt. 

i (6) Flügeldecken in der ganzen Vorderhälfte in ausgespro- 
chen regelmäßigen, weit voneinander stehenden Reihen 
fein punktiert (11 Reihen). 

2 (3) Flügeldecken an den Seiten erweitert und breit gerundet, 
nahe der Mitte am breitesten. Große Art, + 3,5 Bun) vom 
ovalen Körperumriß. 

Pechschwarz, glänzend, Beine, Fühler und Olypeus 
gelbrot bis braun, Thorax schwarzblau, Flügeldecken 
blauviolett mit roten Epipleuren. Die Tarsen und die 
Spitze der Antennen sind zuweilen angedunkelt. 


E02) 


J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 97 


Kopf glatt, Augen stark herausgequollen. Antennal- 
calli linear, quer, sehr gut begrenzt, Giypealcarina breit 
und gewölbt. Antennen die Flügeldeckenmitte erreichend, 
grazil, das 3. Glied doppelt länger als das 2. und fast so 
lang wie das #. Thorax sehr schwach transversal, gewölbt, 
fein, erst unter 50—80facher Vergrößerung sichtbar 
punktuliert. Seiten gerundet, alle Winkel zahnförmig her- 
austretend. Flügeldecken deutlich punktiert (Vergröße- 
rung 10x), hinter dem gewölbten Humeralcallus sehr 
schwach eingedrückt, Punkte zur Spitze schwächer, Rei- 
hen hinter der Mitte verdoppelt, Lateralintervall breiter 
als die vorhergehenden. Beim 5 sind die Elytren mehr er- 
weitert, und das 1. Tarsit der + Vorderbeine ist verbrei- 
tert. Ba ne Aphthona marcapata n. sp. 
Peru: Marcapata (Mus. G. Frey). 

Flügeldecken an den Seiten fast parallel, in der Mitte 
nicht erweitert. Körper länglich, kleiner, 2,2—2,5 mn. 


4(5) Thorax mit gerundeten Seiten, nahe der Mitte am brei- 


testen. Flügeldecken ohne postbasale Querdepression. 

Schwarz, wegen einer sehr feinen (Vergrößerung 
100x) Retikulierung nur mäßig glänzend, Beine (Hinter- 
schenkel ausgenommen) und Basis der Fühler rotgelb, 
Oberseite, namentlich die Elytren, mit einem schwachen 
metallisch violetten Schimmer. 

Kopf glatt, Stirn schmal, schmäler als ein Augendia- 
meter, Antennalcalli nur undeutlich angedeutet, Cly- 
pealcarina schmal und scharf. Antennen die Flügeldecken- 
mitte kaum erreichend, Glieder 2—4 länglich, ven glei- 
cher Länge, das 5. Glied länger. Thorax gewölbt, deutlich 
transversal, Vorderwinkel verdickt, breit und schräg ab- 
gestutzt, Hinterwinkel stumpfeckig. Oberseite fein (Ver- 
größerung 20—30x) und ziemlich dicht punktuliert, Ba- 
sis ungerandet. Auf den Flügeldecken ist die Punktierung 
fein (Vergrößerung 20 x), hinter der Basis viel gröber und 
im Apikaldrittel sehr schwach (erst unter 50— 100 facher 
Vergrößerung sichtbar), Intervalle punktuliert (Vergrö- 
Berung 50—80x). Humeralcallus deutlich. Vordertarsen 
des 3’ leicht erweitert. Das einzige Exemplar von Goroico 
hat dunklere Beine. . . . .  Aphthona seylla n. sp. 

Perü: Pachitea (Mus. G. Frey); Marcapatä (dito). — 
Bolivia, Yungas de la Paz: Coroico (dtto). 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd.6 H.1 7 


PL REDINON, 


98 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


3 (4) Thorax vorne am breitesten, Seiten gerade nach hinten 
konvergierend. Elytren hinter der Basis deutlich einge- 
drückt. 

Schwarz, kaum metallisch, Fühler und Beine hellgelb, 
Oberseite glänzend. 

Kopf sparsam und sehr fein punktuliert. Antennal- 
ealli gut begrenzt, quer, linear, voneinander weit getrennt, 
Clypealcarina scharf. Stirn so breit wie ein Augendiame- 
ter, Antennen wie bei der vorigen Art. Thorax deutlich 
punktiert (Vergrößerung 20x), trapezoidal, Vorderwin- 
kel schwach verdickt, breit abgerundet, nicht schräg abge- 
stutzt, Hinterwinkel mit einem kleinen Zähnchen. Basis 
kräftig gerandet. Elytren vorne ziemlich stark, hinten 
schwächer punktiert, Humeral- und Basalcallus deutlich 
gewölbt, Intervalle mit je einer Reihe weitläufig re 
Punkte (Vergrößerung 30—50 x). E ; 
Aphthona trapezikera, n. Sp. 

ne Marcapan? (Mus. G. Frey). 

6 (1) Punktierung der Elytren kräftig, schon unter Sfacher 
Vergrößerung gut sichtbar, in der Apikalhälfte und vorne 
neben der Naht oder sogar ganz verworren. 


= 


7 (22) Antennalcalli hinten von einer Querlinie gut begrenzt. 
Körper zum größten Teil dunkel. 


ö (9) Vorderrand der Stirn nicht gewölbt. Antennalcalli zuerst 
parallel, dann gegen die Augenmitte gebogen und hier ein 
einziges abgeflachtes Feld bildend. Thorax vor der Basis 
quer eingedrückt und hier kräftig punktiert. 

Schwarz, Fühler und Beine gelb bis braun, Oberseite 
glänzend. 


Vertex stark punktiert, das 4. Antennit so lang wie 
die beiden vorhergehenden zusammengenommen und län- 
ger als die zwei folgenden Glieder zusammengenommen. 
Vorderhälfte des Thorax glatt, dieser vor der Mitte am 
breitesten, leicht herzförmig, Vorderwinkel stumpf. Ely- 
tren hinter dem deutlichen Basalcallus eingedrückt, ganz 
verworren, vorne stark, hinten schwächer Be Hu- ı 
meralcallus groß. Long. 2,5—3 mm. Ä 
Aphthona ol n. Sp. 


Bolivia, Yungas de la Paz: CGoroico oder Mapiri (ex | 
8 pırı \ | 


Staudinger, Mus. G. Frey). 


BER.) 


| 


J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 99 


9 (8) Vorderrand der Stirn liegt höher als die von den Augen 


durch einen Längseindruck gut begrenzten Antennalecallı. 
Thorax hinten nicht eingedrückt. 


10 (17) Antennalcalli rundlich. 
11 (12) Flügeldecken überall verworren punktiert. 


12 (11) 


Schwarz, Olypeus, Antennalcalli, Beine und Fühler 
rotgelb, die letzteren zur Spitze als auch die Hinterschen- 
kel pechschwarz, Thorax rotbraun, Flügeldecken lebhaft 
metallisch blaugrün. Oberseite glänzend. 

Kopf glatt, nur in der Vertexmitte mit feinen dicht 
gedrängten Punkten besetzt. Das 3. Antennit so lang wie 
das 2., aber kürzer als das #4. Thorax dicht punktiert, stark 
transversal, Seiten gerundet, alle Winkel stumpfeckig. 
Flügeldecken hinter der Mitte am breitesten, überall, also 
auch auf der äußersten Spitze, grob punktiert, ohne post- 
basale Querdepression. Humeralcallus kräftig, schmal, 
hochgewölbt. Long. 2,5 mm. Aphthona pachitea n. Sp. 

Perü: Pachitea (Mus. G. Frey). 

Diese Art ist mit A. erythrostoma Har. (Colombia) 
nahe verwandt; die letzere ist kleiner, hat breite Elytro- 
pleuren und schräge Epipleuren, die der ganzen Länge 
nach von der Seite sichtbar sind, während die Epipleuren 
der A. pachitea fast horizental liegen. 

Flügeldecken an den Seiten in ziemlich regelmäßigen, 
dicht gestellten Längsreihen punktiert. 


13 (14) Vorderwinkel des Thorax stumpf abgerundet. 


Pechbraun, Mandibeln, Palpen, Fühlerbasis und Beine 
mit Ausnahme der äußeren Hälfte der Hinterschenkel 
gelbrot, Vorderkörper schwarz, Flügeldecken blauschwarz. 
Oberseite glänzend. 

Kopf glatt, Clypealcarina scharf. Das 2. Antennit ku- 
gelig, das 3. doppelt so lang wie das vorhergehende und 
kürzer als das 4. Thorax sparsam fein (Vergrößerung 20x) 
punktiert, schwach transversal, Seiten schwach gerundet. 
Elytren mit einem kräftigen Humeral- und breitem Basal- 
callus, hinter dem letzteren befindet sich eine deutliche 
Querdepression. Punktierung kräftig, im Apikalzehntel 
fehlend, der vorletzte Intervall leicht gewölbt. Long. 
2,5 mm... -% . 2. Aphthona conchita n. sp. 

Bolivia, Yaltısa de la Paz: Coroico oder Mapiri (ex 


Staudinger, Mus. G. Frey). 


100 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


14 (13) 
15 (16) 


16 (15) 


17 (10) 
18 (19) 


Vorderwinkel des Prothorax verdickt, heraustretend. 


ä 


Thorax ziemlich dicht, hinten stärker (unter 10facher ; 


Vergrößerung gut sichtbar), vorne schwächer punktiert, 
alle Winkel scharf, zahnförmig vorspringend. Elytren 
stark punktiert, hinter dem schwachen Basalcallus deut- 
lich quer eingedrückt. Humeralcallus breit. Körper größer, 
3 mm. 


Rotgelb, Thorax mit einem Metallschein, Kopf (Uly- 


peus ausgenommen) und Flügeldecken lebhaft metallisch 


grün mit einem Goldglanz. Manchmal ist die ganze Ober- 
seite des Halsschildes metallisch grün. Oberseite stark 
glänzend. 


Kopf überall fein punktiert, Vertex an den Seiten 


(hinter den Augen) längsgestrichelt, in der Mitte mit einer 
seichten, breiten Längsvertiefung. Aphthona rita n. sp. 
Perü: Pachitea (Mus. G. Frey); Marcapata (dtto). 


Thorax sehr fein, gleichmäßig punktiert (Vergrößerung 


20—50 x), Vorderecken rechtwinkelig. Flügeldecken stark 
punktiert ohne Spur einer postskutellaren Depression, 
Humeralcallus breiter gebaut. Körper kleiner, + 2,5 mm. 

Rotgelb, Abdomen, Fühler- und Hinterschenkelspitze 
angedunkelt. Oberseite glänzend, lebhaft metallisch grün. 

Kopf fein punktuliert, Vertex in der Mitte nicht ver- 
tieft, abgeflacht, an den Seiten mit sehr feiner transver- 
saler Retikulierung (Vergrößerung 30—50x). Körper 
schmäler als bei dem vorhergehenden gebaut. 

EEE NE re Aphthona carmen n. sp. 

Perü: Marcapata (Mus. G. Frey). 

Antennalcalli quer, linear. 
Punktierung der Elytren überall verworren. 

Pechbraun, Hinterschenkel blau, Fühler (zur Spitze 
angedunkelt), Beine und Mundorgane gelb, Scutellum 
schwarz und matt, die übrige Oberseite glänzend und leb- 
haft metallisch blau. 


Vertex abgeflacht, dicht und fein (Vergrößerung 30 
bis 50x) punktiert, das 4. Antennit länger als die benach- 
barten. Thorax dicht und stärker (Vergrößerung 10—20x) 
punktiert, schwach transversal, Vorderwinkel abgerundet, 
leicht verdickt, Hinterwinkel zahnförmig vorspringend, | 
Seiten regelmäßig gerundet. Elytren stark punktiert mit 
undeutlicher postskutellarer Depression, Punkte gegen die 


J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 101 


Spitze erlöschend. Humeralcallus groß. Long. 2,5 mm. 
: . Aphthona dolores n. sp. 
Bolivi ja, Yoneıs de la Paz: Coroico oder Mapiri (ex 


Staudinger, Mus. G. Frey). 


Flügeldecken an den Seiten in ziemlich regelmäßigen 
Längsreihen punktiert. 
Antennen robust. Körper größer, + 3 mm. 

Schwarz mit einem schwachen Erzschein, Vorder- 
körper schwarzblau bis schwarzviolett, Flügeldecken dun- 
kelblau bis dunkelviolett, Beine pechbraun, die 3—4 
ersten Fühlerglieder und zuweilen auch die Coxen und 
Basis der Schenkel rotgelb. 

Thorax deutlich transversal, leicht herzförmig, vor 
der Mitte am breitesten. Flügeldecken überall sehr kräf- 
tig (schon unter 2—Sfacher Vergrößerung sichtbar) punk- 
tiert. . 2.20.20. 0. Aphthona ecuadoriensis Jacoby 


Ecuador. — Perü: Marcapata (Mus. G. Frey). 


Antennen zart gebaut. Körper kleiner + 2,5 mm. 
Gelbrot, Hinterkopf, Flügeldecken und manchmal 
auch das Halsschild metallisch violett oder blau, die 6 Api- 
kalglieder der Antennen und das Scutellum pechschwarz. 
Thorax fast quadratisch, nahe der Mitte am breite- 
sten, mit regelmäßig gerundeten Seiten. Elytren vorne 
stark (Vergrößerung 5—8x), hinten viel feiner (20x) 
punktiert mit einer schwachen postbasalen Querdepres- 
Sion. . 2.20.2020... Aphthona apatrida n. sp. 
Bolivia, Yungas de la Paz: Coroico oder Mapiri (ex 


Staudinger, Mus. G. Frey). 


22 (7) Antennalcalli hinten sehr undeutlich begrenzt. Körper ein- 


farbig rotgelb, nur die Fühler sind zur Spitze angedunkelt. 
Long. 2,5 mm. 

Kopf glatt, jederseits am inneren Hinterrande des 
Auges mit einem Grübchen. Antennalcalli schwach ent- 
wickelt, quer, Olypealcarina vorne hoch, hinten flach ge- 
wölbt. Das 2. Antennit kugelig, kürzer als das 3. Thorax 
stark quer, fast doppelt breiter als lang, nahe der Mitte 
am breitesten, Seiten gerundet. Alle Winkel stumpfeckig. 
die vorderen leicht verdickt. Oberfläche sehr fein punk- 
tuliert, vor dem Schildchen mit einigen kräftigeren Punk- 
ten. Flügeldecken parallel, überall ziemlich kräftig punk- 


102 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


tiert, ohne deutliche postbasale Depression. Elytropleuren 
breit. . . 2.2... Aphthona erythroderma n. sp. 


Perü: Marcapatä (Mus. G. Frey). 


Doloresa n. gen. 


Mit Heikertingerella verwandt, aber die Tibien sind auf der 
Oberseite abgeflacht, beim © von normaler Form, beim 5 aber 
außerordentlich stark zur Spitze verbreitert, so daß die äußerste 
Spitze der Vordertibien so breit wie das 1. Fühlerglied lang ist. 
Die Färbung ist lebhaft metallisch, was bei den zahlreichen Heiker- 
tingerella-Arten niemals der Fall ist. 


Doloresa metallica n. sp. 


Venezuela (ohne nähere Angabe, Mus. G. Frey). 

Long. + 5 mm. 

Schwarz, Oberseite lebhaft metallisch blau oder violett, Füh- 
lerbasis bräunlich. Kurzoval, hochgewölbt, oberseits mäßig glän- 
zend (Retikulierung unter 50—100facher Vergrößerung sichtbar). 

Kopf glatt, Stirn doppelt breiter als ein Augendurchmesser, 
mit schräg gestellten Furchen. Antennalcalli länglich, deutlich. 
Clypealcarina scharf, kurz, hoch emporgehoben. Antennen ziemlich 
zart gebaut, das 4. Glied so lang wie die 2 vorhergehenden zusam- 
mengenommen, dabei das 2. das kürzeste. 

Thorax fein punktuliert (Vergrößerung 20 x), schwach trans- 
versal, 1,5x breiter als lang, nahe der Basis am breitesten. Seiten 
ziemlich breit abgesetzt, gerundet und nach vorne verengt. Vorder- 
winkel verdickt und abgerundet, Hinterwinkel stumpfeckig. Basis 
nicht gerandet, jederseits stark ausgebuchtet. 

Elytren breiter als das Halsschild, Humeralcallus deutlich, 
postbasale Depression fehlend. Punktierung dicht, doppelt, aus 
kleineren (Vergrößerung 20x) und größeren Punkten bestehend, 
vollkommen verworren. Elytropleuren so breit wie die Thoraco- 
pleuren. Intercoxalplatte des Prosternums breit. 

og. Antennen die Mitte der Flügeldecken weit überragend, 
Tibien zur Spitze verbreitert, die vorderen am stärksten, die hin- 
teren am wenigsten. 1. Glied der 4 Vordertarsen stark erweitert. 
Sinus des letzten Bauringes klein. 

Q. Fühler die Mitte der Elytren erreichend. Beine zarter ge- 
baut, das letzte Abdominalsegment zugespitzt. 


J. Bechyn@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 103 


Das 9 dieser Art erinnert an eine große Aphthona, jedoch von 
dieser Gattung leicht an dem vorspringenden Zähnchen auf der 
Außenseite vor der Spitze der Hintertibien zu trennen. 


Heikertingerella Usiki 


Die natürliche systematische Stellung dieser Gattung ist in der 
Tribus Aphthonini, weil die vorderen Gelenkhöhlen hinten geöff- 
net sind. das Halsschild besitzt keine Querfurche und die Epister- 
nalfurche ist deutlich. Sie ist an den abgeflachten Hintertibien, 
welche außen vor der Spitze einen Zahn besitzen und an dem 
rundlichen Körper kenntlich. 


Heikertingerella integra n. sp. 


Perü: Pachitea (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey). 

Long. 2,5 mm. 

Rotgelb, glänzend, die 4 letzten Antennite schwarz. 

Kopf glatt, Stirn so breit wie ein Augenquerdiameter. Fühler 
die Mitte der Flügeldecken kaum erreichend, an der Basis zart, die 
5 Apikalglieder komprimiert-erweitert, das 10. so breit wie lang, 
die anderen länger als breit. 

Thorax transversal, doppelt breiter als lang, an der Basis am 
breitesten. Seiten schwach gerundet, nach vorne ziemlich stark 
verengt. Vorderwinkel verdickt und schräg abgestutzt. Oberfläche 
sehr fein und nicht dicht punktuliert (Vergrößerung 30—50 x). 

Flügeldecken breiter als das Halsschild, ohne postbasale De- 
pression, fein punktiert (Vergrößerung 20 x). Epipleuren fast hori- 
zontal. 

Diese Art unterscheidet sich von allen anderen durch die Form 
und durch die Färbung der Antennen. 


Heikertingerella subordinata n. sp. 


Perü: Marcapatä (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey). 

Long. 2,85—3 mm. 

Rot, glänzend, Fühler gelblich, die 3 letzten Glieder schwarz. 
Der vorigen Art sehr ähnlich, aber nur 3 Endglieder der Füh- 


ler schwarz, die 5 Endglieder sind zwar verdickt, aber nicht kom- 
primiert, jedes Glied ist länger als breit, die Vorderwinkel des 
Halsschildes sind abgerundet, nicht abgestutzt und die Epipleuren 
stehen schräg, so daß sie von der Seite gut sichtbar sind. 


104 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


Heikertingerella-Arten in Kolumbien und Venezuela. 


{0) Stirn kaum breiter als ein Augendiameter. 
5) Käfer zum größten Teil schwarz. 

Schwarz, Tarsen und die 2 ersten Antennite braungelb, die 
übrigen Fühlerglieder pechbraun, jedes Glied an der Spitze 
gelb rd Oberseite mäßig glänzend, Körper größer, 
2,5—9 mm. | 

Kopf glatt. Thorax deutlich und ziemlich dicht punk- 
tiert (Vergrößerung 20x), Seiten schwach aber deutlich 
in konvexer Linie gerundet. Flügeldecken von gleichstar- 
ker aber spärlicherer Punktierung als das Halsschild. . 

: Heikertingerella rosina n. sp. 

en nelbl Hascho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 
4( 5) Schwarz, Tarsen und Fühler einfarbig gelb, Labrum und 
Palpen braun. Oberseite mäßig glänzend, Käfer kleiner, 


ı( 
2 
(4 


2,5 mm. 

Kopf stärker (unter 10facher Vergrößerung gut 
sichtbar) punktiert als das Halsschild. Skulptur des Tho- 
rax und der Elytren wie bei der vorigen Art, aber die Sei- 
ten des ersteren sind an der Basis geradlinig und vor den 
Vorderwinkeln sogar in einer konkaven Linie nach vorne 
verengt. . 2... . Heikertingerella domenica n. sp. 

Venezuela: Caracas, 1. 1954 (G. & H. Frey). 
Wenigstens die Flügeldecken sind zum Teil gelb oder rot. 


DIES 
ER EN 


I W 
See oe 


Schwarz, Flügeldecken rot, an der Spitze schwärzlich, Füh- 
lerbasis braun. Körper halbkugelig, oberseits stark glän- 
zend. Long. 3,5—4 mm. 

Stirn glatt, nur halb so breit wie ein Augendurchmes- 
ser. Thorax an den Seiten gerundet, fein und spärlich 
punktuliert (Vergrößerung 20x), wie die Flügeldecken. 

Heikertingerella angustifrons Bechyne 

Colombia. — Venezuela. 


7 (6) Rotgelb, Sternum und die ersten Bauchringe in der Mitte 
+ angedunkelt. Körper länglich, nur mäßig glänzend. 


9 


(9) Apikalglieder der Antennen angedunkelt, wenigstens so 
dick wie das 1. Glied und so dick wie die Vordertibien an 
der Basis Clypealcarina T-förmig, schmal. ae der 
Oberseite wie bei H. rosina. Bon 3,2 mm. 
: Heikertingerella beide n. Sp. 
ae a 1954 (G. & H. Frey). 


J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 105 


9 (8) Fühler sehr zart gebaut, zur Spitze nicht verdickt, das 1. 
Glied das dickste, Apikalglieder kaum halb so diek wie 
die Vordertibia an der Basis. Clypeallängscarina breit, 
Clypealquercarina (am Vorderrand des Clypeus) vollkom- 
men abgeflacht. Skulptur der Oberseite wie bei H. rosina. 
Long. 2,5 mm. . . . .  Heikertingerella jutta n.sp. 

Venezuela: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 


Stirn doppelt breiter als ein Augendiameter. Gelbbraun, 
Kopf, Sternum, Beine und 5 Apikalglieder der Antennen 
pechschwarz. Oberseite stark glänzend, Körper fast halb- 
kugelig, groß, 4—4,5 mm. 


10 (1 


NIS 


Vorderkörper glatt, Clypeallängscarina scharf, Quer- 
carina fehlend. Thorax mit gerundeten Seiten. Flügel- 
decken spärlich und fein punktiert (Vergrößerung 20x). 
er des Prosternums lang behaart. 

s A Heikertingerella nichzela n. Sp. 

Veranele: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey); 
ibid., IV. 1949 (Marcuzzi, Inst. biol. Caracas). 


Heikertingerella retracta n. Sp. 


Guadeloupe (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey). 

Long. 3’ 1,5 mm, 99 2—2,2 mın. 

Hell rotgelb, 5 Apikalglieder der Antennen angedunkelt. Kör- 
per kurzoval, hochgewölbt, oberseits stark glänzend. 

Stirn fein punktiert (Vergrößerung 20x), so breit wie ein 
Augendurchmesser. Ciypealcarina breit, dorsal abgeflacht. Anten- 
nen 3, der Flügeldecken erreichend (2) oder überragend (J), zart 
gebaut, zur Spitze kaum verdickt, das 2. Glied kugelig, das 3. län- 
ger als das 2., aber kürzer als das 4., so lang wie Glied 2 und 3 
zusammengenommen. 

Thorax an der Basis am breitesten, doppelt breiter als lang, 
Seiten geradlinig nach vorne verengt, Vorderwinkel verdickt, 
schräg abgestutzt. Oberfläche wie der Kopf skulptiert. 

Elytren etwas stärker als das Halsschild, ziemlich weitläufig 
_ punktiert. Basalcallus und postbasale Depression kaum wahrnehm- 
bar, Epipleuren breit. 
Diese Art ist unter ihren Verwandten an den langen Fühlern 
und an dem großen Sexualdimorphismus erkennbar. 


106 ‘Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Heikertingerella palliditarsis n. sp. 


Costa Rica: Turialba (Mus. G. Frey). 

Long. 2 mm. 

Rotbraun, glänzend, Antennen und Tarsen hell braungelb, 
Apikalhälfte der Hinterfemora und Oberseite schwarz, eine un- 
deutliche Makel in der Mitte jeder Flügeldecke rötlich, Naht rot. 


Kopf fein punktuliert (Vergrößerung 30x), Stirn schmäler 
als ein Augenquerdiameter. Fühler die Mitte der Flügeldecken 
kaum erreichend, die 2 ersten Glieder verdickt, das 3. so lang wie 
das 2., aber kürzer als das 4. 

Thorax fein und spärlich punktiert (Vergrößerung 20 x), stark 
transversal, mehr als doppelt so breit wie lang, an der Basis am 
breitesten. Seiten geradlinig, nach vorne verengt. Vorderwinkel 
verdickt und kurz abgerundet. Scutellum groß. 


Flügeldecken breiter als das Halsschild, Humeralcallus groß, 
Basalcallus und postbasaler Eindruck undeutlich. Punktierung 
vorne in Längsreihen geordnet und stärker als am Halsschild, 
hinten stark abgeschwächt. 


Mit H. variabilis Jac. nahe verwandt, anders gefärbt, Vorder- 
körper viel feiner punktiert und Stirn schmal gebildet (bei H. va- 
riabilis ist die Stirn breiter als ein Augendurchmesser quer ge- 
sehen). 


Heikertingerella hybrida Boheman (nov. comb.) 


Diese Art wurde ursprünglich in der Gattung Argopus be- 
schrieben, aber sie besitzt alle Charaktere des Genus Heikertinge- 
rella. Es gibt eine ziemlich große Zahl von sehr verwandten Arten 
in der brasilianischen Küstenregion und den limitrophen Gebieten 
mit + einfarbigen Flügeldecken, deren Unterscheidungsmerkmale 
sind in folgenden Zeilen tabellarisch geordnet. 


10H) en Beine einfarbig schwarz. Long. 2,6—3,2 mm. 
EN Heikertingerella ferruginea Duvivier 
Brasil: Sa. Catarina, Rio Grande do Sul. — ee 
Misiones. 
2 (1) Rotgelb bis dunkelbraun mit größtenteils hellen . 
täten oder schwarz mit dunklen oder hellen Beinen. 
3 (4) Kopf und Halsschild dicht und fein punktiert (Vergröße- 
rung 20x), Punktierung des Kopfes fein, nicht zusammen- 


fließend, auf fein retikuliertem Grunde. Fa 


„Ba 
DS: 
ww 
Sn 


5 02) 


=] 
GEBEN 
m 
2 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 107 


Schwarz, glänzend, Fühlerbasis und Tarsen gelb. Kör- 
per länglich. Elytralpunktierung dicht, ziemlich stark 
(unter 1Ofacher Vergrößerung gut sichtbar). Stirn breiter 
als ein Augenquerdiameter. Long. 2,5 mm. 

Heikertingerella tucumanensis n. sp. 


N enhına‘ Tucuman (Dr. Reitter, Mus. G. Frey). 
Kopf glatt, Punktierung erst unter 50—80facher Vergrö- 


fßerung sichtbar, oder stärker, dann ist sie aber runzelig 
zusammenfließend und gleichzeitig ist das Halsschild glatt 
und die Beine einfarbig hell. 

Elytralpunktierung einfach und auch auf der Scheibe sehr 
deutlich (Vergrößerung 20x). Intervalle glatt und glän- 
zend, weder punktuliert noch retikuliert (Vergrößerung 
40—50x). 

Körper klein, 5'5' 2—2,2 mm, 99 2,5—2,5 mm. Das 1. 
Glied der #4 vorderen Tarsen extrem erweitert beim 9‘, 
doppelt breiter als die erweiterte Spitze der entsprechen- 
den Tibia und so lang wie die 2 folgenden Glieder zusam- 
mengenommen. 

Schwarz, glänzend, Flügeldecken des @ matter (cf. 26 
[27]), unten manchmal pechbraun, seltener ganz braun, 
Beine und Antennen gelb bis pechbraun. Körper oval. 
Stirn breiter als ein Augenquerdiameter. Clypealcarina 
tuberkelförmig. Seiten des Thorax gerundet. 

Heikertingerella moerens Baly 

Bradil a ie Rio de Janeiro: Muri, Ill. 1952 et 

28. II. 1953 (W. Wittmer, Mus. G. Frey). 


Körper größer (kleinere Formen haben eine scharfe Cly- 
pealcarina, oder ihre Oberseite ist nicht einfarbig schwarz). 
Das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen beim 7 nicht breiter 
als die Spitze der entsprechenden Tibia. Seiten des Hals- 
schildes geradlinig nach vorne verengt. 


Stirn breiter als ein Augendurchmesser quer gesehen. 
Körper groß, 4—4,2 mm. 

Einfarbig schwarz, glänzend, Fühlerbasis und die 2 
letzten Tarsenglieder braun. Clypeus matt und fein rugu- 
lös punktiert, Clypealcarina breit und schwach gewölbt. 
Sehr ähnlich der H. muriensis (ef. 23 [24]), aber durch die 
Skulptur des Ciypeus und durch die stark glänzende Ober- 
seite abweichend. . . Heikertingerella hecki n. Sp. 


108 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg, Frey, Bd. 6, 1955 


Brasil, Est. do Rio de Janeiro, 1.—I1l. 1952 (W. Witt- 
mer, Mus. G. Frey). 

Herrn A. Heck gewidmet, auf dessen Plantagen die 
Mehrzahl des Materials, bezeichnet ‚Muri‘, von Herrn W. 
Wittmer gesammelt wurde. 


10 (9) Körper höchstens 3,5 mm lang. Antennen und Beine größ- 


tenteils braungelb. 


11 (16) Clypeus glatt oder fein punktiert, Körper 3—9,5 mm lang. 
12 (15) Die 4 Apikalglieder der Antennen schwarz, die ersten 7 


5 (14) 


(1) 


braungelb. 

Braunrot, Unterseite, Vertex und zuweilen auch das 
Halsschild schwarz. Oberseite glänzend, "Thorax matter. 
Augen groß, oval, das #4. Antennit länger als das 3. oder 
das 5., fast so lang wie die 2 vorhergehenden zusammen- 
genommen. Flügeldecken ähnlich wie bei H. nigrita skulp- 
tiert. . 2.0. Heikertingerella apiealis n. sp. 

Brasil, Bet. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, I.—II1. 
1952 (W. Wittmer Igt., Mus. G. Frey). 


Fühler einfarbig gelbbraun, Antennite 3, 4 und 5 von an- 
nähernd gleicher Länge. 

Rotbraun, Kopf, Brust und häufig auch das Halsschild 
schwarz. 

Dem vorhergehenden sehr ähnlich, aber durch die 
Struktur der Antennen, durch die Färbung als auch durch 
das stark glänzende Prothorax trennbar. Das 1. Tarsit der 
4 vorderen Beine beim 9 ist kaum länger als breit und so 
breit wie die Spitze der entsprechenden Tibia. Flügel- 
decken verworren punktiert, die Punktierung reicht bis zu 
den Elytropleuren hin. Heikertingerella inapicalis n. sp. 

Brasil, Est. Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 1.—11. 
1952 et 15. 11. 1953 (W. Wittmer Igt., Mus. G. Frey); Te- 
resopolis, 5. Il. 1952 (dtto). 


Schwarz, Unterseite und Beine pechbraun, Hinterschenkel 
schwarz. 

Punktierung der Flügeldecken vorne und an den Sei- 
ten in ziemlich regelmäßigen Längsreihen geordnet, die 
sublaterale Reihe sehr regelmäßig, einen punktfreien, 
ziemlich breiten Lateralintervall abtrennend. (ef. 21 [8]). 


Heikertingerella hybrida nigrita Duvivier (n. comb.) 


Körper kleiner, Glypeus runzelig. 


J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 109 


17 (18) Das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen des 9’ sehr schwach 


18 (17) 


19 (20 


20 (19 


Bis 


\ 


) 


) 


> 


erweitert. Prothorax glatt nur mit einzelnen weitläufig 
eingestochenen Punkten. 

Rotbraun, Fühler und Palpen heller, Kopf schwarz, 
Thorax manchmal angedunkelt. Das 4. Antennit länger als 
das 3., so lang wie das 5. Elytralpunktierung verhältnis- 
mäßig stark, schon unter 5facher Vergrößerung sichtbar. 
Long. + 25 mm. .  Heikertingerella plaumanni n. sp. 

Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 30. IV., 1. 
et 14. VI. 1951 et 17. IX. 1950 (F. Plaumann, Mus. G. 
Frey); Blumenau, 15. 1. 1953 (W. Wittmer, Mus. G. Frey). 
Das 1. Glied der #4 vorderen Tarsen beim 5 deutlich er- 
weitert. Punktierung des Halsschildes dicht gestellt, deut- 
lich (Vergrößerung 20 x). 

Rotbraun, Kopf und oft auch das Halsschild schwarz. Kör- 
per sehr klein, 2,2—2,5 mm. 

Fühler zur Spitze angedunkelt, das #. Glied etwas 
länger als die benachbarten, viel kürzer als die 2 vorher- 
gehenden zusammengenommen. Flügeldecken wie bei 
dem vorigen punktiert. . Heikertingerella placida Baly 

Brasil: Espirito Santo (Mus. G. Frey). Aus „‚Brasilia“ 
beschrieben. 

Unterseite samt Epipleuren rotbraun, die #4 vorderen 
Beine, Hintertarsen, Fühler und Labrum gelb, Oberseite 
schwarz, stark glänzend. Größer, 2,5—2,8 mm. 

Fühler einfarbig, das 4 Glied lang, so lang wie 

die beiden vorhergehenden zusammengenommen. 
- Heikertingerella subplaeida n. sp. 

Bine] Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 15. 1. 
1955 (W. Wittmer, Mus. G. Frey). 

Stirn so breit wie ein Augendurchmesser quer gesehen. 
Long. 2,5—3 mm. 

Die geringere Stirnbreite und der etwas kleinere Kör- 

per sind die einzigen Unterschiede zwischen dieser Form 


und der A. nigrita Duviv., welche als eine südliche Rasse 


dieser Art betrachtet sein er (ef. 15 [14)). 

lass s A nupezel hybrida Boheman s. str. 
Brasil: Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 26. Xil. 

1949 et .—I11. 1952 (W. Wittmer, Mus. G. Frey); Tereso- 

polis, 5. 11. 1952 (dtto); Rio de Janeiro (Dr. Nodir, Mus. 

G. Frey). 


110° 


Entom. Arbeiten aus dem Musum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


H. hybrida nigrita Duviv.: Brasil, Est. Sa. Oatarina: 
Blumenau (Mus. G. Frey); Nova Teutonia (F. Plaumann, 
Mus. G. Frey). — Est. Rio Grande do Sul. — Als eigene 
Art beschrieben. 


Punktierung der Flügeldecken mit einer Punktulierung 
auf den glänzenden oder fein retikulierten Intervallen ge- 
mischt (Vergrößerung 4—50x), im letzteren Fall sind 
die Flügeldecken daher schwächer glänzend. 

Einfarbig schwarz, nur die Palpen und die Fühlerbasis 
braungelb. 

Flügeldecken fein und verworren punktiert. Anten- 
nite 5—8 verlängert, jedes länger als das 4. oder das 3. 
Kopf (mitunter Olypeus) glänzend, Stirn breiter als ein 
Ba quer gesehen. Long. 3,5 mm. 

Heikertingerella muriensis n. sp. 

Br N Est. do Rio de Janeira: Muri, 1000 m, 1.—IIl. 

1952 (W. Wittmer, Mus. G. Frey). 


24 (25) Wenigstens die Beine sind zum größten Teil gelb oder 


24 (25) 


rotgelb. 
Vorderwinkel des Halsschildes schräg abgestutzt, so daß 
die Seiten im ersten Viertel gewinkelt sind. 

Pechbraun, Beine (Hinterschenkel schwärzlich) und 
Fühler gelb. Stirn fein retikuliert. Fühler ziemlich kurz, 
Glieder 2, 3 und # fast von gleicher Länge. Stirn schmäler 
als ein Augenquerdiameter. Prothorax und Flügeldecken 
fein und dicht punktiert, die ganze Oberseite schwach 
glänzend. Hintertibien bei den beiden Geschlechtern ge- 
bogen, das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen des 5 deutlich 
erweitert. Long. 2,2—2,5 mm. L 

i Ba: Heikertingerella sure n. Sp. 

Be Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 7. IV. et 

9. VII. 1951 et 17. IX. 1950 (F. Plaumann, Mus. G. Frey). 


25 (24) Vorderwinkel des Halsschildes regelmäßig abgerundet, 


nicht schräg abgestutzt. Ein Zweifel könnte bei H. ery- 
throstoma eintreten, bei welcher die vordere setifere Fo- 
vea an den Seiten des Halsschildes etwas heraustritt, einen 
+ deutlichen Winkel bildend. Diese Art ist aber doppelt 


so groß und von spezifischer Färbung. 


26 (27) Thoraxseiten deutlich gerundet. Hierher die 99 der H. 


moerens (cl. 6 [7]), während das 5 durch die enorme Er- 


\ 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 111 


weiterung des 1. Tarsengliedes der 4 Vorderbeine ausge- 
zeichnet ist. 


27 (26) Thoraxseiten gerade (1. Glied der 4 vorderen Tarsen des 


28 (39) 


29 (32) 


30 (31) 


31 (30) 


32 (29) 


o' nicht so auffallend erweitert). 

Clypealcarina zwischen den Fühlerinsertionsgrübchen breit 
und verhältnismäßig wenig gewölbt, nach vorne stark ver- 
schmälert. Das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen des 5’ sehr 
schwach erweitert. 

Hintertibia auf der Außenseite zwischen dem Dorn (der 
im Apikaldrittel liegt) und der Spitze mehr zahnartig be- 
borstet als fein behaart, die Behaarung ist nur im ersten 
Viertel hinter dem Dorn vorhanden. Fühler einfarbig 
gelbbraun. 

Stirn stark gewölbt, sehr dicht punktuliert. 

Pechbraun, Fühler und Beine (Hinterfemora ausge- 
nommen), Glypeus und Epipleuren hell rostbraun. Ober- 
seite mäßig glänzend. Körper größer, 3—3,5 mm lang. 
Antennite 2, 3 und #4 von annähernd gleicher Länge. Ab- 
domen sehr grob punktiert (Vergrößerung 2—3x), das 
5. Sternit des 5’ tectiform, so breit wie die 2 vorhergehen- 
den zusammengenommen, am Hinterrande in der Mitte 
eingedrückt. . . Heikertingerella erythrostoma n. sp. 

Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 1. IV. 1951 
(F. Plaumann, Mus. G. Frey). 

Stirn abgeflacht, glatt und glänzend, Thorax und Flügel- 
decken matter. 

Färbung wie bei der vorigen Art. Körper kleiner, 2,5 
bis 2,5 mm. Das 4. Antennit länger als das vorhergehende. 
Abdomen regelmäßig gewölbt, schwächer (Vergrößerung 
10x) punktiert, das 5. Sternit des 5’ so lang wie die 3 vor- 
hergehenden zusammengenommen, plan, in der Mitte des 
Hinterrandes schwach eingedrückt. nr 

i . Heikertingerella idee n. Sp. 

EB ssil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 1. V. 1951 

(F. Plaumann, Mus. G. Frey). 
Die feine Behaarung auf der Außenseite der Hintertibia 
nimmt mindestens 2; der Distanz zwischen dem Dorn und 
der extremen Spitze der Tibia ein, die langen, borsten- 
ähnlichen Zähnchen sind nur nahe der äußersten Spitze 
vorhanden. Stirn gewölbt, matt und dicht, + runzelig 
punktuliert. Fühler zur Spitze + angedunkelt. 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


33 (38) 


34 (35) 


35 (34 


ed 


36 (37) 


Clypealcarina zwischen den Fühlerinsertionsstellen deut- 
lich gewölbt. 
Hinterschenkel fein retikuliert (Vergrößerung 20—30 x‘), 
daher matt. 

Pechschwarz, Fühlerbasis braungelb, die 4 vorderen 
Beine, die Hintertarsen, Flügeldecken und Epipleuren rot- 
braun, Vorderkörper matt, Elytren stark glänzend. An- 
tennite 2, 3 und 4 gradueli an der Länge einnehmend. Ely- 
tralintervalle dicht punktuliert, Abdomen matt. Long. 3,5 
mm. . ... Heikertingerella praesistans n. sp. 

Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 1. IV. 1951 
(F. Plaumann, Mus. G. Frey). 


Hinterfemora stark glänzend, Retikulierung auch unter 


50—80facher Vergrößerung nicht wahrnehmbar. 


Das 4. Antennit fast so lang wie die 2 gleich langen vor- 
hergehenden zusammengenommen. 

Rotbraun, Fühlerbasis, Tibien und Tarsen heller. 
Oberseite mäßig glänzend, Flügeldecken stärker so. Das 
letzte Abdominalsegment des 3 ist in der Mitte quer ein- 
gedrückt, die hintere Hälfte (hinter dem Eindruck) plötz- 
lich stark emporgewölbt, Abdomen vorne plan. Long. 3 
bis ,2 mm. . . . . Heikertingerella ventralis n. sp. 

Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 4. et 10. V. 
et 1. V11. 1951 (F. Plaumann, Mus. G. Frey). 


37 (36) Antennite 2, 3 und 4 graduell an der Länge zunehmend, 


das #. viel kürzer als die beiden vorhergehenden zusam- 
mengenommen. 

Rot, Kopf, Hinterbeine (Tarsen ausgenommen), Tho- 
rax an der Basis und oft auch die Spitze der Elytren ange- 
dunkelt. Abdomen des 5 tectiform, das 5. Segment in der 
Mitte nur leicht eingedrückt, dabei aber die Hinterhälfte 
nicht mehr als die Vorderhälfte gewölbt. Long. + 3 mm. 
i Heikertingerella cyphonoides n. sp. 


Br Keen Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 6., 17. ei 
21. IV., 1. et 4. V. 1951 (F. Plaumann, Mus. G. Frey). — 
Est. Rio Grande do Sul: Pörto Alegre, 27. IV. et 24. VI. 
1949, 17., 24. et :31.X. 1951 et 16. IV. 1952 Badıe Bio 
Buck); Vila Oliva, 11. 1945 (dtto); N. Hamburgo, Vaccaria, 
13.1.1955 (W. Wittmer, Mus. G. Frey). — Argentina, For- 
mosa: Clorinda, 23. VI. 1946 (Mus. G. Frey). 


J. Bechyne&: Reise des Herrn G. en in Südamerika: Alticidae 1 13 


Die Form mit der schwarzen Flügeldeckenspitze ist 
sehr ähnlich der /l. argentiniensis Bech.; die letztere ist 
leicht an den abgestutzten (schräg) Vorderwinkeln des 
Thorax kenntlich, während diese Winkel bei MH. eypho- 
noides abgerundet sind. 

38 (33) Glypealcarina zwischen den Insertionsgrübcehen der An- 
tennen abgeflacht. 

Pechbraun, Flügeldecken und die Fühlerspitze ange- 
dunkelt, Hinterkopf, Thorax und Hinterfemora oft pech- 
schwarz. Oberseite mäßig glänzend. Antennite 3 und 4 von 
gleicher Länge, Stirn gewölbt. Das 5. Abdominalsegment 
des 5' in der Mitte undeutlich quer eingedrückt. Long. 3 
bis 3,5 mm. . . . Heikertingerella latecarinata n. sp. 


Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 1. IV. 1951 
(F. Plaumann, Mus. G. Frey). 


39 (25) Ulypealcarina glatt, gleichmäßig schmal und scharf. 


Schwarz, Fühlerbasis, die # vorderen Schenkel und 
alle Tarsen rötlich. Das #. Antennit länger als das 3. Das 
1. Glied der 4 vorderen Tarsen beim 7 ziemlich stark er- 
weitert, so lang wie die 2 folgenden Glieder zusammen- 
genommen. Das 5. Abdominalsegment des 5 konkav, die 
hintere Hälfte stark gewölbt. Körperform mehr länglich 
als bei den vorhergehenden Arten. Long. 3—9,2 mm. 

Heikertingerella nigrotibialis n. sp. 


Br asil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, #. et 15.V. 

1951 (F. Plaumann, Mus. G. Frey). 
In dieser Übersicht fehlt die mir unbekannte H. seriata Duviv.. 
welche der Beschreibung nach, von allen hierher erwähnten Arten 


durch regelmäßig stark punktiert- -gestreifte Elytren abweichen 
dürfte. 


Oxygona gilvipes Illiger (nov. comb.) 

Eine in Amazonas weit verbreitete Art, welche durch eine tiefe 
Längsfurche in der Stirnmitte sehr gut ausgezeichnet ist. Die fol- 
genden Varietäten wurden als selbständige Arten beschrieben: 

1. Flügeldecken einfarbig gelb bis rot. . . . . typ 


2. Flügeldecken mit einer schwarzen Querbinde an der Basis, 
welche meistens an der Naht unterbrochen ist, und einem 


gleichfarbigen länglichen Fleck hinter der Mitte. Diese 


Entomol. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 1 8 


114 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Flecken sind zuweilen kleiner und braun. ; 
ö en : ab. amazonica cab 
I. Elüseldecken ha an den Seiten meistens rötlich. 
ab. nigripennis Clark 


Oxygona denticollis Olark (nov. comb.) 


Sie wurde von Ulark als eine Varietät von OÖ. acutangula 
Chevrl., beschrieben (Journ. of. Ent. II, 1865, p. 391) und in den 
üblichen Katalogen vergessen. Ich besitze zwar keine Exemplare 
von Montevideo (loc. class.), trotzdem wage ich aber nicht, meh- 
rere Stücke von Paraguay und Bolivien unter diesem Namen zu 


bezeichnen, und ich zähle hier die Hauptmerkmale beider Arten 


auf: 
O. acutangula: 


Long. 6,5— 7,5 mm. 
Grundfarbe gelb, Schienen- 
distalende und Tarsen schwarz. 


Fühler + angedunkelt. 


Flügeldeckenepipleuren 
schmäler als die Metepisternen. 

Flügeldecken ohne deut- 
liche Punktierung. 

Letztes 
länger als die 2 vorhergehenden 


Hintertarsenglied 


zusammengenommen. 
Hinterschenkel 
Vorderrande fein punktiert. 


auf dem 


Zentralamerika, Colombia, 
Venezuela. 


O. denticollis: 


Long. 7,5—8,5 mm. 

Grundfarbe rot, Schenkel- 
spitze, Schienen, Tarsen und 
Antennen schwarz, zuweilen die 
ganzen Schenkel schwarz. 


Epipleuren so breit wie 
Metepisternen. 

Flügeldecken sehr deutlich 
punktiert. 


Dieses Glied höchstens so 
lang wie die 2 vorhergehenden 
zusammengenommen. 

Die Punktierung ist stärker 
und dichter und dehnt sich über 
die ganzen Apikaldrittel der 
Schenkel aus. 

Brasil, Paraguay, Bolivia, 
Venezuela, Colombia. 


Nasigona pallida Jacoby 


Bei den frischen Stücken tragen die Flügeldecken in der hin- 
teren Hälfte mehrere feine Härchen. 


1) Proc. Zool. Soc. Lond. 1904, II, p. #11. Eine in den Katalogen vergessene 


Zitation. 


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J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 115 


Nasigona eruentata n. sp. 


Peru: Marcapata (Mus. G. Frey). 

Long. 5 mm. 

Diese Art unterscheidet sich von N. pallida durch eine orange- 
rote Nahtbinde auf den Elytren, welche die ersten 2 Intervalle ein- 
nimmt und durch vollkommen geradlinige Halsschildseiten, wel- 
che nach hinten verengt sind. Bei N. pallida sind die Thoraxseiten 
im vorderen Viertel gerundet. 


Oenoscelis eyanoptera Erichson 


V. Harold betrachtete O. cyanoptera als Synonym der OÖ. he- 
ruana Er. Die Originalbeschreibung der beiden Arten ist zwar sehr 
kurz, aber sie ermöglicht trotzdem, beide Formen zu trennen, 


weil die Struktur der Oberfläche des Halsschildes angegeben ist: 
I. Thorax ohne Tuberkeln. 


1. Oenoscelis boliviana Jacoby. — Seiten des Halsschildes sehr 
wenig gerundet, Vorderwinkel waagrecht abgestutzt, seit- 
lich zahnartig vorspringend, Hinterwinkel deutlich. Ober- 
fläche + lederartig. Mitteltibien des 5’ im rechten Winkel 
gebogen. Long. 4,5—5 mm. 

Peru: Marcapata (Mus. G. Frey). — Bolivia. ÄArgen- 
tina, Jujuy: Agua Blanca, 1.1943 (Dr. P. Wygodzinsky, 
Mus. G. Frey). 

2. Oenoscelis wygodzinskyi n. sp. — Wie die vorige Art, aber 
die Thoraxscheibe ist stark punktiert (nicht lederartig), 
Punkte unter 3—Dfacher Vergrößerung gut sichtbar, und 
die Vorderwinkel sind verdickt und abgerundet. Große, 
0,5 mm, metallisch violette Art. 

Argentina, Jujuy: Agua Blanca, I. 1943 (Dr. P. Wygod- 
zinsky, Mus. G. Frey). 

3. Oenoscelis callangensis n. sp. — Mit O. boliviana nahe ver- 
wandt, einfarbig gelbrot, klein, 3—3,5 mm, Mitteltibien des 
cf in der Mitte nur schwach geknickt. Seiten des Hals- 
schildes gegenüber den beiden vorhergehenden Arten schmal 
abgesetzt. 

Perü: Callanga (Mus. G. Frey). 

4. Oenoscelis ceyanoptera Erichson. — Kopf ohne Punktierung. 
Thorax glatt (Punktierung auch unter 50facher Vergröße- 
rung nicht sichtbar), stark transversal, mehr als doppelt 


$* 


116 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


breiter als lang, Seiten merklich gerundet, alle Winkel 
deutlich. Long. + 5 mm. 
Perü. 

5. Ocnoscelis viridipennis Clark. — Wie die vorige Art, aber 
der Kopf deutlich punktiert (Vergrößerung 20x), Hinter- 
winkel des Halsschildes breit abgerundet und mit einem 
kleinen Zähnchen versehen. Long. 5—6 mm. 

Colombia: Cauca (Mus. G. Frey). 

6. Ocnoscelis freyi n. sp. — Wie O. cyanoptera, einfarbig gelb- 
braun, Thorax schmal, kaum 1,5x breiter als lang. Kopf 
stark punktiert (Vergrößerung 8—10 x), Körper klein, 
4 mm. 


Venezuela: Caracas, 1.1954 (G. & H. Frey). 
II. Thorax auf der Scheibe mit Tuberkeln versehen. 


7. Oenoscelis peruana Erichson. — Thorax auf der Scheibe 


mit 2 quergestellten Eindrücken; jeder Eindruck aulSen von 
einem größeren und runden, innen von einem niedrigeren 
und länglichen Tuberkel begrenzt. Hinter dem Vorderrand 
des doppelt breiteren als langen, deutlich punktierten (Ver- 
srößerung 8—10x) Halsschildes befindet sich eine Quer- 
depression. Seiten gerundet, Hinterwinkel breit abgerundet 
und mit einem kleinen Zähnchen versehen. Long. 4,5 bis 
5 mm. 
Perü. 

ö. Oenoscelis cornuta n. sp. — Prothorax wie bei der vorher- 
gchenden Art, noch stärker transversal, fein punktiert (Ver- 
größerung 20x), ohne Diskaleindrücke, jederseits mit 
einem, dem Seitenrand stark genäherten Tuberkel. Pech- 
braun, glänzend, oberseits mit starkem metallisch violettem 
Schimmer. Long. 5 mm. 


Perü: Marcapata (Mus. G. Frey). 


9. Oenoscelis punctatissima n. sp.— Thorax viel stärker punk- 
tiert als die Flügeldecken (Punktierung ohne Lupe sicht- 
bar), mehr als doppelt so breit wie lang, Seiten stark ge- 
rundet, alle Winkel deutlich. Die Scheibe ist wie bei O. 
peruana mit 2 Eindrücken versehen, die aber weit vonein- 
ander stehen. Oberseite rotbraun, kaum metallisch schim- 
mernd. Long. 5 mm. 

Bolivia: Yungas del Palmar, 2000 m (Zischka, Mus. G. 
Frey). 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae RZ 


10. Oenoscelis tubereulata Clark. — Diese Art ist mir in natura 
unbekannt. Der Beschreibung nach soll es die größte Art 
sein (3 lines), und die Scheibe des Halsschildes soll zwi- 
schen den querstehenden Tuberkeln eine Längscarina be- 
sitzen. 

Colombia. 


Systena marcapatensis n. sp. 


Perü: Marcapata (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey). 

Long. 3,5 mm. 

Länglich, rotbraun, Fühlerspitze und Abdomen angedunkelt, 
Flügeldecken schwarz, Epipleuren (nahe der Mitte bräunlich), Ely- 
tropleuren vorne, ein Apikalsaum und 3 Diskalflecken gelblich: 
ein kleiner auf der Basis zwischen Sceutellum und Humeralcallus, 
die 2 anderen größer, auf der Scheibe hintereinander folgend, einer 
vor, ein anderer hinter der Mitte. Oberseite glänzend. 

Kopf glatt, Antennalcalli zusammenfließend und nur schwach 
gewölbt. Interantennalcarina scharf und nach vorne nicht verlän- 
gert. Stirn plan mit einigen eingestochenen Punkten an dem an- 
terointernen Augenrand; sie ist so breit wie ein Augenlängsdia- 
meter. Fühler zart, die Mitte der Flügeidecken überragend, Glie- 
der 3 und 4 annähernd von gleicher Länge, das 2. doppelt kürzer 
als das folgende. 

Thorax schwach quer, subcordiform, vor der Mitte am breite- 
sten. Vorderwinkel abgerundet, Hinterwinkel rechteckig und leicht 
vorspringend. Seiten merklich abgesetzt. Oberfläche deutlich 
punktiert (Vergrößerung 20x), vor der Basis mit einer seichten 
Querdepression. 

Flügeldecken breiter als das Halsschild, dichter punktiert, 
Punkte hinten abgeschwächt und im Apikalviertel fehlend. Basal- 
callus schwach gewölbt, postbasaler Quereindruck seicht. Sutural- 
winkel abgerundet. 


Im Colorit stimmt diese Art ziemlich mit S. chloropus Har. 
überein, sie ist aber nur halb so groß (3,5 mm statt 6,5—8 mm) 
und die Struktur des Halsschildes ist vollkommen verschieden. 


Systena laurentia n. sp. 


Guyane fr.: St.-Laurent-du-Maroni (Mus. G. Frey). 
Long. 7 mm. 


118 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Gelbbraun, ziemlich glänzend, Fühlerspitze dunkler, Flügel- 
decken mit einem kleinen schwarzen Fleck auf dem Humeral- 
callus. Körper langgestreckt. 

Kopf glatt, Antennalcalli undeutlich, CGlypeallängscarina breit. 
Stirn leicht quer eingedrückt, schmal, doppelt schmäler als ein 
Augendurchmesser. Antennen robust, die Mitte der Flügeldecken 
überragend, 3. Glied länger als das 2., das #. so lang wie die bei- 
den vorhergehenden zusammengenommen. 

Thorax wenig transversal, 1,5x breiter als lang, Seiten fast 
geradlinig, parallel. Alle Winkel abgerundet. Oberfläche glatt, vor 
der Basis jederseits quer eingedrückt (= antebasale Querfurche in 
der Mitte unterbrochen). | 

Flügeldecken glatt, Humeralcallus in Form einer schmalen 
Rippe bis zur Mitte verlängert. Postbasaler Quereindruck fehlend. 

Diese Art ist durch die Färbung und durch außerordentlich 
große Augen ausgezeichnet. 


Systena adelpha n. sp. 


Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 6., 17. et 20. IX. 
1950 (F. Plaumann, Mus. G. Frey). 

Long. 4+—4.5 mm. 

Pechschwarz bis schwarz, Beine, namentlich die 4 vorderen, 
hellbraun, Vorderkörper und Schildehen gelb, Spitze der einzelnen 
Antennite angedunkelt. Flügeldecken schwarz, manchmal mit hel- 
lerer Spitze und helleren Epipleuren oder noch mit einer pech- 
braunen diskalen Längsbinde auf jeder Decke. 

Mit S. brasiliensis Jac. verwandt, außer der Färbung durch die 
folgenden Merkmale trennbar: 


S. brasiliensis: 5. adelpha: 

Thorax kaum punktiert, Thorax stark punktiert 
im vorderen Drittel an den Sei- (Vergrößerung 5—8x), an den 
ten stark gewinkelt, + herzför- Seiten schwach gerundet, nicht 
mig, Seiten vor den Hinterwin- herzförmig, Seiten hinten pa- 
keln konkav. rallel. 

Elytropleuren schmal, Elytropleuren viel breiter 
schmäler als die Thoracopleu- als die Randleiste des Halsschil- 
ren. des. 

Hintertibien des 5 gebo- Hintertibien des 5 gerade. 


gen. 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 119 


Systena simeona n. Sp. 


Argentina: Buenos Aires (coll. Reitter, Mus. G. Frey). 

Long. 4—4,5 mm. 

Rotbraun, Spitze der einzelnen Antennite angedunkelt. Flü- 
geldecken schwarz, Basal-, Seiten- und Apikalrand, Naht vorne 
und ein + deutlicher Längsfleck an der Basis innen neben dem 
Humeralcallus rotbraun. 

Mit der vorigen Art verwandt, anders gefärbt, Thorax stark 
punktiert mit regelmäßig gerundeten Seiten, in der Mitte am brei- 
testen (bei 5. adelpha und S. brasiliensis im vorderen Drittel am 
breitesten), Elytropleuren breiter als die Thoracopleuren, Hinter- 
tibien des 5 leicht gebogen. 


Systena californica Blake 


California: Sa. Barbara (F. E. Winters, coll. Heikertinger, 
Mus. G. Frey). 

Die 2 Exemplare von diesem Fundort stimmen mit Miss. Bla- 
ke’s Angaben überein, nur die Vorderbeine sind größtenteils geib- 
braun. 


Prasona prasina Bryant (n. comb.) 


Systena prasina Bryant 1944, Ann. Mag. N. H. (11) 11, p. 652, 
Bio. 4, 6. 

Prasona electa Bechyne 1951, Rev. Chil. Ent. 1, p. 97. 

Prasona electa stellt nur eine Farbenvarietät dar, die von der 
typischen Form durch Mangel von schwarzer Halsschildzeichnung 
verschieden ist. Diese Art findet einen natürlicheren Platz unter 
den Prasona, wie alle großen Arten, die bisher bei Systena gestellt 
wurden. Es ist aber auch leicht möglich, daf5 die Gattung Prasona 
nur als eine Artengruppe zur Systena gehören dürfte, weil die 
generischen Trennungsmerkmale außer der Farbe und Größe nur 
sehr gering sind. 


Heikertingeria verticalis n. sp 


Brasil: Est. Sa. Oatarina (Mus. G. Frey). 

Long. 5—5,5 mm. 

Rotgelb, Scutellum, Endglied der Palpen, Fühler, Tarsen und 
Metepisternen pechschwarz. Körper oval, wenig gewölbt, ober- 
seits matt, nur die Vorderhälfte des Kopfes glänzend. 


120 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Kopf unpunktiert, Antennalcalli deutlich, gut voneinander 
getrennt, Interantennalcarina tubereuliform (dieser Tuberkel ist 
größer als die Antennalcalli). Augen klein. Fühler das erste Drit- 
tel der Elytren erreichend, verhältnismäßig robust, zur Spitze 
leicht verdickt, alle Glieder, mit Ausnahme des kürzeren 2., von 
gleicher Länge. 

Thorax zweimal breiter als lang, die größte Breite liegt nahe 
der Mitte, Seiten breit abgesetzt, stark und regelmäßig gerundet. 
Vorderwinkel rechteckig und leicht vorgezogen, die hinteren 
stumpfeckig. Basis vor den Hinterecken ausgeschweift. Oberfläche 
unpunktiert. 

Elytren vorne undeutlich (Vergrößerung 20x) punktiert, 
breiter als das Halsschild, ohne Eindrücke. Elytropleuren ziemlich 
breit in der Vorderhälfte, schmal hinter der Mitte, Suturalwinkel 
mit einer deutlichen Mucro. 


", Alle Tibien und das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen be- 
deutend verbreitert. Sinus des letzten Abdominalsegmentes groß. 

Q, Beine zart. 

Die Färbung und die zahnartige Verlängerung der Flügeldek- 
kenspitze wiederholt sich bei keiner anderen bekannten Heiker- 
tingeria-Art mehr. Sie stammt wahrscheinlich aus den Ausbeuten 
des Herrn Fruhstorfer. 


Acanthonycha chloroptera Germar (nov. comb.) 


Diese Art steht in den Katalogen in der Gattung Oxygona, 
dazu ist Oxygona violaceipennis Clark als Synonym gestellt. Beide 
sind gut trennbare Arten und beide gehören der Gattung Acantho- 
nycha Jac. zu. 

!. Acanthonycha chloroptera Germ. hat einfarbig metallisch 
violette Flügeldecken, welche unter 50facher Vergrößerung kaum 
sichtbar punktiert sind, die Thoraxseiten bilden hart vor der Mitte 
einen deutlichen Winkel, und das #4. Antennit des 5 ist gerade. 
Sexualdimorphismus in der Größe beträchtlich. Long. +—5,5 mm. 

Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 27. L. 1952 (W. 
Wittmer, Mus. G. Frey). 

2. Acanthonycha wittmeri n. sp. — Färbung wie bei dem vo- 
rigen, nur sind die Beine einfarbig rotgelb. Punktierung der Flü- 
geldecken schon unter 1Ofacher Vergrößerung gut sichtbar, Hals- 
schildseiten schwach und sehr regelmäßig gerundet, ohne Spur 
einer Angulation nahe der Mitte, und das 4. Antennit des 3 ist 


—aaaahHe® 


J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 121 


stark gebogen. Sexualdimorphismus in der Größe gering. Long. 
4,5—5 mm. 

Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 26. X1l. 1949 
(W. Wittmer, Mus. G. Frey). 


3. Acanthonycha violaceipennis Qlark. — Flügeldecken metal- 
lisch violett, Seiten- und Apikalrand und Epipleuren rot. Bei den 
beiden vorhergehenden Arten überragen die Antennen niemals 3/4 
der Flügeldecken, während sie hier bei beiden Geschlechtern von 
der Körperlänge sind, sie sind dicker, das 4. Antennit ist beim 7’ 
sowohl als auch beim 9 einfach gebildet, aber das 1. Glied ist viel 
länger als die beiden folgenden zusammengenommen (1. Änten- 
nit so lang wie die 2 folgenden zusammengenommen bei den vor- 
hergehenden Arten). Thorax herzförmig, Elytralpunktierung unter 
i0facher Vergrößerung gut sichtbar. Long. 5—6,5 mm. 


Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Nicteroi (Mus. G. Frey). 


Acanthonycha inca n. sp. 


Perü: Marcapata (Mus. G. Frey). 
Long.: 3,5—4 mm. 
Rotgelb, Spitze der Tibien, Tarsen und Antennen (die Basal- 


glieder ausgenommen) pechbraun. Körper länglich, oberseits glän- 
zend. 


Kopf glatt. Antennalcalli gut markiert, einander genähert. 
Stirn doppelt breiter als ein Augendurchmesser, Orbiten vertieft. 
Antennen ziemlich robust, die Flügeldeckenmitte weit überragend, 


4. Glied länger als das 3., dieses doppelt länger als das 2. 


Thorax klein, viel schmäler als die Flügeldecken, deutlich 
transversal, leicht herzförmig mit der größten Breite vor der Mitte. 
Seiten nach vorne in gerundeter, nach hinten in gerader Linie 
verengt. Vorderwinkel verdickt und leicht vorgezogen, jedoch ohne 
Zähnchen, fast rechteckig. Oberfläche glatt, vor dem Schildehen 


mit einer Quervertiefung. 

Elytren unter 20facher Vergrößerung deutlich punktiert, sub- 
parallel. Basal- und Humeralcallus voneinander deutlich getrennt, 
dahinter eine undeutliche Querdepression. Elytropleuren schmal, 
gut markiert, Epipleuren breit. 

Diese Art unterscheidet sich leicht an der Färbung und an 
dem kleinen Thorax, welcher an der Basis beinahe doppelt schmä- 
ler als die Flügeldeckenbasis ist. 


122 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Acanthonycha violescens n. sp. 


Perü: Marcapata (Mus. G. Frey); Pachitea (dtto). — Bolivia: 
Mapiri (dtto). 

Long. 3,2—93,5 mm. 

Rot, Vorderkopf, Tibien und Tarsen mehr gelblich, Flügel- 
decken lebhaft metallisch violett, Epipleuren bräunlich durch- 
scheinend. Körper länglich, Oberseite stark glänzend. 

Kopf glatt, Antennalcalli deutlich, rundlich, niedriger als die 
wulstförmige Längscarina des Clypeus. Stirn doppelt breiter als 
ein Augendiameter, hinter den Antennalcalli fein, zu den Augen 
tiefer quer gefurcht, diese Furche zieht sich weiter neben dem 
Augeninnenrand und -hinterrand nach oben. Antennen die Mitte 
der Elytren überragend, grazil, 4. Glied so lang wie die beiden 
vorhergehenden zusammengenommen, dabei das 2. das kürzeste. 


Halsschild deutlich quer, herzförmig, vor der Mitte am brei- 
testen. Alle Winkel stumpfeckig, die vorderen verdickt. Seiten 
schmal abgesetzt, gerundet, vor den Hinterwinkeln leicht ausge- 
schweift. Querfurche vor der Basis sehr seicht, aber breit. Ober- 
fläche glatt. 

Elytren fast parallel, Punktierung erst bei 50—100facher 
Vergrößerung erkennbar. Basalcallus groß, postbasale Querdepres- 
sion deutlich. Elytropleuren schmal. Das 1. Glied der 4 vorderen 
Tarsen des 5 schwach erweitert. 


Diese Art unterscheidet sich von allen anderen aus den Anden 
bekannten Formen ohne weiteres durch Mangel der Skulptur auf 
der Oberseite; bei den anderen sind die Flügeldecken sehr deut- 
lich punktiert (Vergrößerung 5—10 x). 


Acanthonycha semifulva Jacoby (nov. comb.) 


Diese, als eine Cacoscelis beschriebene Art besitzt alle Merk- 
male der Gattung Acanthonycha. Sie ist mit A. elegantula Jac. ver- 
wandt, aber anders gefärbt und viel größer. 


Disonycha carvalhoi Costa Lima (nov. comb.) 


Herr Prof. A. da Costa Lima veröffentlichte im Januar 1954 
(Rev. Brasil. Ent. 1, p. 1—24, figs.) eine ausgezeichnete Revision 
der neotropischen Disonycha-Arten. Die von mir im April 1954 
beschriebene D. thesaura (Ent. Arb. Mus. G. Frey 5, p. 126) ist mit 
D. carvalhoi identisch. 


J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 2 123 


In der Revision sind die gefleckten kurz-ovalen Arten der 
D. austriaca-Verwandtschaft nicht mit inbegriffen. Diese Arten 
finden ihre richtige Stellung in der Gattung Nephrica, weil die 
Augen innen tief ausgerandet sind (nierenförmig). 


Disonycha gracilenta n. sp. 


Trinidad (B. W. 1.), XII. 1953 (G. & H. Frey). 

Long. 3,5 mm. 

Hellbraun, Beine rot, Tarsen dunkler, Antennen pechbraun. 
Kopf rot, Thorax gelb mit 3 großen unbestimmten quergestellten 
dunkleren Flecken, Scutellum schwarz. Elytren weißlich gelb, eine 
Nahtbinde und jederseits eine breite Dorsal- und eine schmälere 
Sublaterallängsbinde schwarz; alle Binden erreichen die Basis, 
aber bleiben von der Spitze entfernt. Epipleuren innen schwärz- 
lich. Körper länglich, oberseits stark glänzend. 

Vertex glatt, jederseits nahe den Augen mit einer großen 
Grube, Stirn an den Seiten punktiert, mehr als doppelt so breit 
wie ein Augendurchmesser, Augen selbst leicht nierenförmig. An- 
tennalcalli fehlend, Clypealcarina ziemlich dicht und fein punk- 
tuliert (Vergrößerung 20—30 x), dreieckig abgeflacht. Antennen 
robust, moniliform, die Mitte der Flügeldecken kaum erreichend, 
Glieder 2—4 progressiv an Länge zunehmend, Glied + jedoch kür- 
zer als die beiden vorhergehenden zusammengenommen. 

Halsschild an der Basis am breitesten, fast doppelt breiter 
als lang, undeutlich punktuliert (Vergrößerung 50x), vor der Ba- 
sis leicht eingedrückt. Seiten vorne breiter als hinten abgesetzt, 
schwach gerundet. nach vorne verengt, Vorderwinkel abgerundet. 

Elytren sehr fein punktuliert (Vergrößerung 50 x), ohne post- 
basale Depression. Elytropleuren schmal. Intercoxalplatte des Pro- 
sternums linear. 

Dies ist die kleinste der bekannten südamerikanischen Diso- 
nycha mit Längsbinden, außerdem durch die nierenförmigen 
Augen ausgezeichnet. 


Disonycha silvai noveteutoniensis n. subsp. 


Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, VI. 1935, IV. 1938 
et V. 1951 (F. Plaumann, Mus. G. Frey). 

Die zahlreichen Exemplare dieser Herkunft haben konstant 
5 dunkle Flecken auf dem Halsschilde (4 vorne quer im Bogen ge- 
stellt, 1 vor dem Schildchen), die Punktierung der Elytren ist sehr 


124 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


fein, Elytropleuren schmal, und die Antennalcalli sind wenig 


deutlich. 


Disonycha glabrata glabrata Fabricius 


Perü: Valle Chanchamayo, 800 m, 1. Il. 1953 (Dr. W. Wey- 
rauch); Jaön, 700 m, IV. 1947 (dtto). 


Disonycha funerea Randall 


USA, Tenn.: Deer Lodge, VIII. 1950 (coll. Dr. Reitter, Mus. 
G. Frey). — Mexico: Durango (Mus. G. Frey). 

Nach der Monographie der Gattung Disonycha von Miss. D. 
H. Blake, gehört diese Art zu den seltenen; sie war von den beiden 
oben erwähnten Fundorten nicht bekannt, die Angabe aus Mexico 
scheint mir aber fraglich. 


Nephrica inclusa Jacoby 


Brasil, Est. Minas Gerais: Belle Horizonte, 1.—2. XII. 1937 
(F. Tippman, Mus. G. Frey). 


Eine ohne jede Fundortsangabe beschriebene Art. 


Nephrica pulchella Baly (nov. comb.) 


Peru: Valle Chanchamayo, 800 m, 5. 11. 1939 et II. 1940 (Dr. 
W. Weyrauch). 

Als eine Disonycha beschriebene Art, welche mit allen Merk- 
malen in die Gattung Nephrica gestellt werden muß. 


Nephrica boliviana Jacoby 
Peru: Valle Chanchamayo, 800 m, VIII. 1951 (Dr. W. Wey- 


rauch). 


Nephrica weisei NO0M. n0V. 


Diese Art wurde unter dem Namen Disonycha bijfasciata von 
Weise beschrieben (1921), aber von Clark wurde der Name bijas- 
ciata schon im vorigen Jahrhundert benützt. Sie bildet mit den 
folgenden Arten eine sehr homogene Gruppe, welche von Diso- 
nycha durch kurzes Mesosternum abweicht, hat aber nicht so aus- 
geprägt nierenförmige Augen wie die meisten Nephrica-Arten. Da 
mir nicht alle bisher beschriebenen Arten bekannt sind, folgt hier 
eine artifizielle Übersicht, die durch die Färbung begründet ist 
(Flügeldecken samt Epipleuren schwarz mit weißlichen Flecken): 


J. Bechyne: Reise des Heırn G. Frey in Südamerika: Alticidae 125 


I. Flügeldecken mit 2 weißlichen Querbinden, eine in der Mitte, 

eine vor der Spitze: N. claveri Jac. (Golombia), N. weisei (Ama- 
zonas). 
II. Außer den beiden weißlichen Querbinden befindet sich auf 
jeder Flügeldecke noch eine rundliche Makel auf dem Basalcallus. 
Die mittlere Querbinde ist manchmal (individuell variabel) in 2 
Flecken geteilt. 


1. Nephrica austriaca Schaufuß (ex Disonycha). — Long. 
+ 5 mm. Schwarz, Femora und Tibien zum größten Teil, 
Abdomen, Fühlerbasis und Thorax weißlich. Kopf ohne 
Punkte, nur nahe den Augen mit einzelnen borstentra- 
senden Punkten. Thorax doppelt breiter als lang im Maxi- 
mum, vor der Basis mit einem deutlichen Eindruck. Flü- 
geldecken sehr fein punktuliert (Vergrößerung 20—30 x). 
Das #4. Antennit kaum länger als das 3. beim 5’, wesent- 
lich länger beim 9. 

Colombia. — Venezuela. — Suriname. — Perü.t) 

2. Nephrica aequinoctialiformis n. sp. — Long. + 5 mm. Wie 
die vorige Art, aber der Kopf ist am ganzen Vertex + run- 
zelig und sehr stark (unter 2—Sfacher Vergrößerung gut 
sichtbar) punktiert. 

Perü: Pachitea (Mus. G. Frey); Callanga (dtto); Pau- 
cartambo (coll. J. Olermont, Mus. G. Frey); Tingo Maria, 
700 m, Rio Huallaga (Dr. W. Weyrauch); Valle Chancha- 
mayo, 800 m, VIII. 1941 et II. 1953 (dtto). — Bolivia: 
Yungas del Palmar, 1000 m (Zischka, Mus. G. Frey). — 
Ecuador: Mera (Mus. G. Frey). 

3. Nephrica weyrauchi n. sp. — Long. 6—6,5 mm. Kopf am 
Vertex stark punktiert, jedoch ein dreieckiges Feld in der 
Mitte glatt. Die mittlere Querbinde auf den Flügeldecken 
ist gegen die Elytropleuren verbreitert, Beine schwarz, 
nur die Schenkelbasis hell, Abdomen dunkel, nur an den 
Seiten rötlich. Thorax stark quer, mehr als doppelt so 
breit wie lang, ohne Punktierung. Das 4. Antennit ist bei 
den beiden Geschlechtern so lang wie die 2 vorher- 
gehenden Gliedern zusammengenommen. 

Perü: Valle Chanchamayo, 800 m, 13. VIII. 1951 (Dr. 
W. Weyrauch). 


i) Perü: Tingo Maria, Rio Huallaga, 700 m (Dr. W. Weyrauch); Valle 
Chanchamayo, 800 m, II. 1942 et VIII. 1951 (dtto). 


4. 


Ne 


Ä\] 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Nephrica mapiriensis n. sp. — Long. 6—6,5 mm. Unter- 
seite einfarbig schwarz, Beine wie bei N. austriaca. Kopf 
nur nahe den Augen mit einzelnen Punkten bestreut, mit 
einer undeutlichen Querdepression zwischen den Augen. 
Prothorax ohne Punktierung und ohne eine Spur der ante- 
basalen Depression, mehr als doppelt so breit wie lang. 
Punktierung der Flügeldecken undeutlich (Vergrößerung 
20x). 
Bolivia: Mapiri (Mus. G. Frey). 


. Nephrica littoralis n. sp. — Long. 5,5—b mm. Schwarz, 


Schenkelbasis, Prothorax und die Elytralmakeln gelbweiß. 
Kopf nur nahe den Augen punktiert mit einer tiefen 
Längsdepression in der Stirnmitte. Thorax mehr als dop- 
pelt breiter als lang, fein punktiert, vor der Basis leicht 
quer eingedrückt. Flügeldecken fein punktiert. 

Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 9. IV. 1951 
et 6. X. 1933 (F. Plaumann, Mus. G. Frey). — Paraguay: 
Independencia, Xl. 1950 (J. Foerster, Mus. G. Frey). — 
Argentina, Misiones: San Ignacio (Mus. G. Frey). 


. Nephrica huebneri Weise (ex Disonycha). Long. 3—4 mm. 


Mir unbekannt. Diese Art soll der D. austriaca sehr ähn- 
lich sein, aber sie ist viel kleiner. 
Brasil: Est. Amazonas. 


. Nephrica cisseis Bechyn& (ex Disonycha). — Long. + 5,5 


. mm. Von allen vorhergehenden Arten durch einfarbig 


schwarzes Halsschild zu trennen. 
Brasil: Matto Grosso, Minas Gerais, S. Paulo. 


lil. Flügeldecken außer den beiden Querbinden (in der Mitte und 
hinten) noch mit einer gezackten Binde nahe der Basis. Halsschild 
rotgelb mit schwarzen Makeln, mit einer sehr tiefen Querdepres- 
sion vor der Basis, welche jederseits von einem Längseindruck be- 
grenzt ist. Diese Art, von Jacoby unter dem Namen Disonycha 
angulatojasciata beschrieben, ist eine einwandfreie Monomacra. 
IV. Flügeldecken mit 2 rundlichen Makeln auf der Basis nebst den 
beiden gelbweißen Querbinden, wovon die anteapikale oft in 2 
Flecken geteilt ist. 


Ö. 


Nephrica hansa n. sp. — Long. 3,5—4,5 mm. Schwarz, 
glänzend, Unterseite dunkelrot. Kopf nur nahe den Augen 
punktiert. Thorax deutlich punktiert (Vergrößerung 20x), 
mehr als doppelt so breit wie lang, ohne antebasale De- 
pression. Punktierung der Elytren undeutlich. 


J. Bechyne: Reise des Herın G. Frey in Südamerika: Alticidae 127 


10. 


11. 


Brasil, Est. Sa. Catarina: Hansa (coll. J. CGlermont, 
Mus G. Frey). 


. Nephrica bolera n. sp. — Long. 4 mm (2 unbekannt). 


Schwarz, Beine wie bei N. austriaca, Clypeus, Fühlerbasis 
und eine große Makel auf den Vorderwinkeln des Hals- 
schildes gelblich, Flügeldecken mit 5 Makeln (2, 2, 1). 
Kopf auf dem Vertex stark punktiert (Vergrößerung 2 bis 
3x), Prothorax ohne antebasale Depression, mehr als dop- 
pelt so breit wie lang, deutlich punktiert (Vergrößerung 
10x). Flügeldecken noch stärker punktiert mit fein 
punktulierten Zwischenräumen. 

Perü: Marcapata (Mus. G. Frey). 
Nephrica 10-maculata Jacoby (ex Disonycha). — Long. 
4—4,5 mm. Schwarz, glänzend, Abdomen, Fühler- und 
Schenkelbasis gelblich. Kopf hellgelb, Labrum, Antennal- 
calli und der äußerste Vertex schwarz, Thorax weißgelb 
mit 4 in einer Querreihe stehenden schwarzen Flecken. 
Flügeldecken mit 5 Makeln (2, 2, 1), die innere an der Ba- 
sis länglich und gebogen. Kopf fein punktuliert (Vergrö- 
ßerung 20—30x) mit einigen groben Punkten nahe den 
Augen. Prothorax fein punktiert, mehr als doppelt so 
breit wie lang, ohne antebasale Depression. Punktierung 
der Flügeldecken stark, schon unter 5—8facher Vergrö- 
ßerung sichtbar. 

Brasil: Pernambuco. 
Nephrica fandanga n. sp. — Long. + 5 mm. — Rot, Beine 
(Schenkelbasis ausgenommen) schwarz. Kopf schwarz mit 
einer rotgelben Makel jederseits hinter den Augen. Tho- 
rax gelb, jederseits in der Mitte nahe dem Seitenrande 
mit einer kleinen schwarzen Makel, Flügeldecken mit 5 
Makeln (2, 2, 1). Kopf nur hinter den Augen punktiert, 
Vertex stark gewölbt. Thorax fein punktiert, stark quer, 
3X breiter als lang, ohne Spur einer antebasalen Quer- 
depression. Elytren spärlich punktiert (Vergrößerung 
10x), Zwischenräume vollkommen glatt. 

Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 10. V. 1951 
et 15. V. 1934 (F. Plaumann, Mus. G. Frey). 


2. Nephrica decaspila Weise (ex Disonycha). — Long. 4,5 


mm. Rotgelb, Beine wie bei N. austriaca. Kopf schwarz, 
Elytren mit 5 weißlichen Flecken (2, 2, 1). Kopf zwischen 


den Augen stark punktiert. Thorax mit einer gut mar- 


128 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


kierten antebasalen Querdepression, doppelt breiter als 
lang, sehr fein punktuliert wie die Flügeldecken. 
Brasil: Amazonas. 


13. Nephrica hazela n. sp. — Long. 5,5 mm (5 unbekannt). 
Färbung wie bei N. austriaca, Flügeldecken mit 5 Makeln 
(2, 2, 1). Die ganze Oberseite ist matt, dicht retikuliert, 
Vertex mit einigen groben Punkten (Vergrößerung 2 bis 
3x), Prothorax mit einer deutlichen Querdepression vor 
der Basis, doppelt breiter als lang, deutlich punktiert 
(Vergrößerung 10x), wie die Flügeldecken. 

Brasil (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey). 

14. Nephrica guerini n. sp. — Long. 6,5—7 mm. Schwarz, 
glänzend, Spitze des Abdomens, Fühler- und Schenkel- 
basis, Thorax und # große Flecken auf den Flügeldecken 
(2, 1, 1,) weißgelb. Kopf fein punktuliert, nahe den Augen 
mit einzelnen großen Punkten. Thorax sehr fein punktu- 
liert, fast 5x breiter als lang, mit einem undeutlichen 
Quereindruck vor der Basis. Flügeldecken sparsam aber 
sehr stark (Vergrößerung 3—5x) punktiert. 

Brasil, Est. Goiäs: Tocantins, 12. X. 1943 (J. Guerin, 
Mus. G. Frey). — Est. do Rio de Janeiro: Niecteroi (Mus. 
G. Frey). 


Nephrica alnicola n. sp. 


Bolivia, dept. Gochabamba: Litiuni, 3100 m (Zischka, Mus. 
G. Frey). Der Sammler notierte: „Auf Alnus“. 
Long. + 4,5 mm. 


Schwarz, Fühlerbasis, Thorax und Prosternum rotgelb, Ober- 
seite glänzend. 


Diese Art gehört zu der vorhergehenden Nephrica-Arten- 
gruppe, durch die Färbung und auffallende Kopfbildung abwei- 
chend: Die Antennalcalli sind hinten von einer Querleiste zusam- 
mengebunden, mit welcher sie zusammen einen dreieckigen Ein- 
druck einschließen (die Spitze des Dreiecks ist nach vorne gerich- 
tet). Erst hinter der genannten Querleiste liegt eine feine Quer- 
furche, die aber nicht bis zu den grob punktierten Orbiten hin- 
reicht. Vertex fein punktuliert. Halsschild mehr als doppelt breiter 
als lang, fein punktiert. Elytren ebenso fein punktiert (Vergröße- 
rung 10x) mit einer sehr deutlichen postbasalen Querdepression. 
Die 4 vorderen Basitarsite des 5’ nur schwach erweitert. 


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I 
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J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 129 


Cacoscelis melanoptera Germar 


Diese Art ist in den Sammlungen häufig mit C. nigripennis 
Clark verwechselt: 


1(4) 


2. (3) 


3(2) 


Flügeldecken retikuliert, daher matter erscheinend, Re- 
tikulation unter 20facher Vergrößerung sichtbar, Punk- 
tierung sehr dicht. Unterseite einfarbig schwarz. 
Fühler des 5 die Mitte der Flügeldecken nicht überragend 
(beim 9 kürzer), das 1. Glied das längste, die mittleren 
Glieder schwach verdickt, Apikalglieder wesentlich kür- 
zer als das 1. Glied. Elytren schwarz, kaum metallisch. 
Long. 8-13 mm. . . .  Cacoscelis nigripennis Clark 
Brasil: Rio de Janeiro, S. Paulo, Paranä, Sa. Catarina, 
Rio Grande do Sul. — Paraguay. — Argentina: Misiones, 
Entre Rios, Buenos Aires. 


Fühler des 5 3/ der Flügeldecken erreichend, jedes der 
Glieder 3—11 länger als das 1., die mittleren Glieder 
stark dreieckig erweitert. Beim 9 erreichen die Fühler die 
Mitte der Flügeldecken. Elytren metallisch blau. Long. 
10—12 mm. . . . ....... Cacoscelis orphelia n. sp. 


Argentina: Buenos Aires (W. Wittmer, Mus. G. Frey). 


4 (1) Flügeldecken stark glänzend, mikroskopische Retikulie- 


rung unter 50—100facher Vergrößerung noch kaum er- 
kennbar, Punktierung weitläufiger, Intervalle nicht ge- 
runzelt. 


5 (6) Thorax vor der Basis mit einer deutlichen Querdepression. 


6 (5) 


Unten einfarbig schwarz, Flügeldecken lebhaft metallisch 
blau oder violett. Der Mittellappen des 5’ Sinus (= Aus- 
randung des letzten Abdominalsegmentes) nicht vorgezo- 
gen. Long. 8—12 mm. Cacoscelis melanoptera Germar 
Brasil: Rio de Janeiro, Minas Gerais, S. Paulo, Pa- 
ranä, Sa. Catarina, Rio Grande do Sul. — Paraguay. 


Halsschild vor der Basis ohne Depression. Flügeldecken 
schwarz, Unterseite schwarz, das letzte Abdominalsegment 
rot, Mittellappen des 5 Sinus viel weiter als die Seiten- 
‚appen ausgezogen. ei 11—13 mm. SEE 

Cacoscelis neidrahs n. Sp. 


Bl Br ker Villa Vietoria (Ch. Püjo, 1890, coll. 
Oberthur, Mus. Paris); de Villa Victoria & Cachimbo (dtto). 


Entomol. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 1 Y 


130 Entom. Arbeiten aus dem Museum Sen Frey, Bd. 6, 1955 


Cacosecelis vietoria n. sp. 


Brasil, Est. Bahia: Villa Victoria (Oh. Püjo, 1890, coll. Ober- 
thur, Mus. Paris); de Villa Vietoria a Gochimbo (dtto). 

Long. 11—15 mm. 

Rotbraun, Fühler (Basalglieder ausgenommen), Spitze der 
Mandibeln, Tibien und Tarsen pechbraun, Flügeldecken schwarz, 
Epipleuren, Seiten- und Apikalrand der Flügeldecken hellbraun. 

Diese Art ist ähnlich der C. marginata F., aber die Färbung 
ist verschieden, und das 5% ist durch abweichende Form des Sinus 
ausgezeichnet. Bei C. marginata ist der Mittellappen des Sinus nur 
eine Spur gegenüber den Seitenlappen vorgezogen, sein Hinterrand 
ist abgerundet und gegen Pygidium herabfallend. Bei C. victoria 
ist der Mittellappen von einer sehr stark glänzenden Carina ge- 
randet und sein Hinterrand ist geradlinig abgestutzt und nicht 
gegen das Pygidium geneigt. 

©. vietoria ist manchmal abweichend gefärbt: Thorax schwarz, 
schmal braungelb gerandet, Scutellum und Sternum bräunlich, die 
übrige Unterseite heller, Flügeldecken einfarbig braungelb (ab. 


inversa). 


Cacoscelis marginata Fabricius (nov. comb.) 


Eine Untersuchung großer Serien dieser Art bestätigt die Auf- 
fassung des Herrn M. Luiz Gonzaga E. Lordello (Dusenia 3, 1952, 
p- 367—393, figs.), daß C. marginata F. und C. binotata lllig. con- 
spezifisch sind. C. compta Er., bisher als eine selbständige Art 
betrachtet, ist ebenfalls nur eine Form der C. marginata. (Seiten- 
rand der Flügeldecken immer hell): 


1. Thorax glatt. Flügeldecken, incl. Naht, metallisch. 
0 f Cacoscelis marginata marginata Fabricius 
Basıl: Bahia, Esp. Santo, Rio de Janeiro, Minas Ge- 
rais, S. Paulo, Parana, Sa. Oatarina, Rio Grande do Sul, 
Matto Grosso. 
2. Thorax punktiert (Vergrößerung 10x). 
\ Cacoscelis marginata binotata Illiger 


Br: asil: Para, Amazonas. — Bolivia. — Perü. — Ecua- 
dor. — Colombia. — Panamä. — Costa Rica. — Nica- 
ragua. — Guyana. 


a) Flügeldecken metallisch, Thorax mit 2 querliegen- 


den schwarzen Flecken. (C. guianensis Jac.) 
ab. binotata Illiger 


J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 131 


b) Wie die vorige, aber die Flecken des Halsschildes 
in Form einer ae zusammenfließend. 

ab. faseiatocollis Clark 

©) Wie 1 vorige, A die Flügeldeckennaht braun- 

gelb. (C. circumsceripta Weise). I 

ab. compta che 

Im De rab Cebiet Kommen alle 3 Farbevarietäten vor, in 
der andinen Region und in Zentral-Amerika ist die ab. compta 
dominierend. 

C. marginata marginata N.: Brasil, Est. do Rio de Janeiro: 
Corcovado (G. Perina, Mus. Verona); Zenta 1903 (R. v. Skell, Mus. 
Wien); Serra dos Orgäos, Massif de la Ziuca (Wagner Brothers, 
1904, Mus. Wien). — Est. 5. Paulo: Sabaüna (Fötterle, Mus. Wien); 
S. Bernardo (Mus. Wien). 


Exaudita n. gen. 


Mit der Gattung Syphraea verwandt (vordere Gelenkhöhlen 
offen, Thorax mit einer bis zu den Seiten fortlaufenden Quer- 
furche), aber flügellos, Flügeldecken in sehr regelmäßigen Längs- 
reihen punktiert, Olypeallängscarina zwischen den Fühlern ver- 
breitert und abgeflacht, Fühler kurz und moniliform und Schild- 
chen kaum erkennbar. 


Exaudita hilarıa n. sp. 


Brasil, Est. Sa. Oatarina: Nova Teutonia, 11. Xl. 1945 (F. 
Plaumann, Mus. G. Frey). 

Long. 2—2,3 mm. 

Kurzoval, hochgewölbt, einfarbig rotbraun, glänzend. 

Vertex deutlich punktiert (Vergrößerung 20x), in der Mitte 
abgeflacht. Stirn sehr breit, beinahe 4x breiter als ein Augen- 
durchmesser quer gesehen. Antennalcalli dreieckig, hochgewölbt, 
sehr stark glänzend, fast zusammenfließend, hinten von einer fei- 
nen aber scharfen Querfurche begrenzt, seitlich von den Orbiten 
von einer grubenartigen Vertiefung abgetrennt. Clypealcarina 
zwischen den Antennen abgeflacht und rugulös punktiert (Ver- 
größerung 30—50 x), vorne abgekürzt, Quercarina von dem Vor- 
derrand des Clypeus weit entfernt, in Form eines flügelförmigen 
Appendix mit der Längscarina verbunden. Antennen robust, mo- 
niliform, die Mitte der Flügeldecken erreichend (5) oder kürzer 


(9), Apikalglieder verdickt, alle Glieder von + gleicher Länge. 


9* 


132 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Thorax halbkugelig, vor der Mitte am breitesten, Seiten ge- 
rundet. Vorderwinkel verdickt und schräg abgestutzt, nach außen 
nicht vorspringend, Hinterwinkel stumpfeckig und zahnartig. 
Querfurche der Basis stark genähert, seicht, dicht und grob (Ver- 
größerung 8—10x), aciculato-punktiert, die übrige Oberfläche 
sehr fein punktuliert (Vergrößerung 50 x). Schildchen quer, linear, 
erst unter 50—100facher Vergrößerung erkennbar. 

Elytren regelmäßig und hoch gewölbt, ohne Calli und ohne 
Eindrücke, an den Seiten gerundet, Spitze ziemlich lang ausge- 
zogen. Punktierung vorne stark (Vergrößerung 10x), hinten viel 
feiner. Elytropleuren schmal. Intercoxalplatte des Prosternums so 
breit wie die Epimeren davor. 

Beim / sind die Tarsen kaum erweitert, und der Sinus des 
5. Abdominalsegmentes ist sehr klein. 


Syphraea flavicornis Weise (nov. comb.) 


Diese Art, welche in dem Genus Lactica beschrieben wurde, 
ist nahe verwandt mit Syphraea tricolor Baly und 5. modesta Jac., 
von welchen sie sich durch die Kopfbildung unterscheidet. 


Syphraea-Arten der andinen Region. 


Einige der hierher gehörenden Arten wurden teils als Lactica 
teils als Altica beschrieben. 


1 (4) Flügeldecken wenigstens vorne in sehr regelmäßigen ein- 
fachen Reihen punktiert, ohne postbasale Querdepression. 
2 (3) Schwarz, glänzend, Fühler (zur Spitze angedunkelt) und 
Beine mit Ausnahme der Hinterfemora gelb. Kopf und 
Halsschild glatt, das letztere mit geraden und fast paral- 
lelen Seiten. Flügeldecken vorne deutlich Er 
20 % punktiert, hinten fast glatt. Long. 2,2 mm. 
u Sanhraen pachiteensis n. Sp. 
Bere: Pachitea (Mus. G. Frey). 
3 (2) Wie die vorige Art, aber die Oberseite metallisch dunkel- 
blau, Flügeldecken deutlich bis zur Spitze punktiert. Long. 
2 mm. (Ex Altica). 
; Syphraea Kalniaaa Tacoha; or ee, 
Behna- — N. Argentina. 
4 (1) Flügeldecken verworren oder in unregelmäßigen Doppel- 
reihen punktiert, postbasaler Eindruck deutlich. 


ETC IE 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 133 


5 (8) Extreme Basis der Flügeldecken leistenartig emporgeho- 
ben; diese Leiste hinten von einer Querreihe kräftiger 
Punkte begrenzt. Körper länglich, Elytren fast parallel. 
Hintertibia des 5' zur Spitze sehr stark verdickt, das 1. 
Glied der Hintertarsen flach und gekrümmt. Das letzte 
Abdominalsegment in der Mitte vor dem Sinus mit einem 
hochgewölbten Tuberkel versehen. Kopf und Thorax glatt, 
Elytren ziemlich stark punktiert. Long. 2,5—3 mm. 


6 (7) Hintertibia des 5’ einfach verdickt. Schwarz, Oberseite 
metallisch bronzegrün, 4 ersten Antennite, 4 Vorderbeine 
und Hintertarsen gelb. Seiten des Thorax Be und 
ar ee flach. . 

Syphraea clavitibialis. n. Sp. 


per: er (Mus. G. Frey); ibid., 800 m, 
vıl. 1951 (Dr. W. Weyrauch); Callanga (Mus. G. Frey). 
— Bolivia: Yungas del Palmar, 1000 m (Zischka, Mus. G. 
Frey). 


7 (6) Hintertibia des 5’ vor der Spitze außen mit einem kräfti- 
gen scharfen Zahn versehen. Schwarz, Oberseite dunkel 
metallisch blau mit Bronzeschein, 3 ersten Äntennite rot- 
braun, Beine pechschwarz. Seiten des nahe der Mitte brei- 
testen Halsschildes gerundet. Flügeldeckennaht vorne lei- 
stenartig erhaben, diese Leiste vereinigt sich mit der 
Se an der äußersten Basis. are. 

. 2... Syphraea Cala n. Sp. 

De Calnpr (Mus. G. Frey); Marcapata (dtto). — 
Bolivia: Coroico, Yungas de la Paz (dtto); Mapiri (dtto). 

8 (5) Basis der Elytren ohne Quercarina, Hinterbeine des < ein- 
fach, das letzte Abdominalsegment des 5 ohne Tuberkel. 
Körper oval, hochgewölbt. 


9 (12) Antennen höchstens die Mitte der Flügeldecken errei- 
chend, robust, jedes Glied (das 1. ausgenommen) höch- 
stens doppelt länger als breit, die 5 letzten dicker als die 
vorhergehenden. Thorax hinter der Querfurche deutlich 
punktiert (Vergrößerung 20x), Oberseite metallisch bron- 
zegrün bis blaugrün, die ersten Antennite bräunlich. 

160 (ii) Größer, 2,8—3,3 mm, Fühler die Mitte der a 
nicht erreichend. ‘(Ex Lactica). . u 
Syphraea kuscheli kuscheli Beh ne Br comb.) 

Perü. 


134 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


t1 (10) Kleiner, 2,3—3 mm, Fühler die Mitte der Flügeldecken 


17 


erreichend. (Ex Lactica).!) Lee 
Syphraea kuscheli coroicensis Bechyie or comb. 
Bolivia: Coroico (Yungas de la Paz). 


(9) Antennen die Mitte der Elytren weit überragend, mittlere 


(15) 


14) 


Glieder robust, Apikalglieder viel dünner, jedes Glied (das 
2. ausgenommen) fast dreimal länger als dick. Thorax 
ohne Punktierung hinter der Querfurche. 

Flügeldecken an den Seiten im ersten Drittel tief einge- 
drückt, so daß der Humeralcallus isoliert steht. 
Punktierung der Flügeldecken spärlich, in unregelmäßi- 
gen Doppelreihen gestellt, vorne schon unter 8&—1Ofacher 
Vergrößerung sichtbar. 


) Oberseite sehr lebhaft metallisch grün. Flügeldecken hin- 


ter dem Basalcallus mit einem tiefen, auffallend stark 
punktierten Eindruck versehen, in der Hinterhälfte fast 
erscheinend. Körper kleiner, 2,5—3 mm. Ä 
Syphraea viridilucens n.sp. 
Peru u: ee (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey). 
Oberseite blau bis blaugrün metallisch. Flügeldecken ohne 
auffallend tiefe Querdepression hinter dem Basalcallus, 
deutlich bis zur Spitze punktiert. Größere Art, 3,5—4,5 
mm. (Ex Altica). Syphraea convexa Harold (nov. comb.) 
Peru.) 
Punktierung der Flügeldecken vorne dicht und ganz ver- 
worren, in der Hinterhälfte kaum oder gar nicht sichtbar. 


18 (21) Antennalcalli glatt und glänzend, so hochgewölbt wie die 


‘ 


Spitze der Clypealcarina zwischen den Fühlern. Körper 
4,5 mm nicht überragend. 


t9 (20) Thorax höchstens doppelt breiter (9, beim 5 schmäler) 


als lang, mit fast geraden Seiten. Oberseite metallisch 
grün mit + deutlichem blauen Schimmer. Postbasale 
Querdepression der Elytren bis zur Naht fortlaufend. Kör- 
per kleiner, 3—4# mm. (Ex Lactica). Wr. 
Syphraea viridis Weise (nov. comb.) 

Perü. 


29 (19) Thorax fast dreimal breiter als lang (bei beiden Geschlech- 


tern gleich breit) mit stark und gleichmäßig gerundeten 


1) Als species propria beschrieben. 
*) Valle Chanchamayo, 800 m, Il. 1942 (Dr. W. Weyrauch). 


J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 1-35 


Seiten. Oberseite dunkel metallisch grün mit purpurnem 
Schein. Postbasale Querdepression nur hinter dem Basal- 
callus vorhanden. Größere Art, +—4,5 mm. (lix Altica). 
a Syphraea facialis Baly (nov. comb.) 
Peru.t) 
21 (18) Antennalcalli chagriniert, matt, Clypealcarina zwischen 
den Fühlern hoch emporgewölbt, höher als die Calli. Kör- 
per größer, 4,5—5 mm. Oberseite metallisch violett mit 
blauem Schimmer, sehr stark glänzend. Thorax mehr als 
doppelt so breit wie lang, Seiten schwach und regelmäßig 
gerundet. Querdepression der Elytren bis zur Naht fort- 
laufend... . .  ÖByphraea zena n. sp. 
Perü: Mn (coll, Heikertinger, Mus. G. Frey). 
22 (13) Flügeldecken hinter dem Humeralcallus ohne Eindruck, 
ein solcher befindet sich nur hinter dem Basalecallus. Me- 
tallisch blaugrün, Flügeldecken bis zur Spitze ziemlich 
stark (Vergrößerung 5—10x) und verworren punktiert, 
Seiten des Thorax gerundet. Syphraea adpressa n. sp. 

Perü: Marcapata (Mus. G. Frey). 


Syphraea iolantha n. sp. 


Venezuela: Ranche Grande, I. 1954 (G. & H. Frey); Caracas, 
1. 1954 (dtto). 

Long. + 3 mm. 

Metallisch blau, glänzend, Tarsen und die 3 ersten Antennite 
gelbbraun. 

Mit 5. sponsa (ci. unten) nahe verwandt, aber das Halsschild 
ist sehr deutlich punktiert (Vergrößerung 10x) und die Tarsen des 
95 verschieden. Bei 5. sponsa ist es nur das 1. Glied der # Vorder- 
tarsen, bei S. 1olantha ist es dasselbe Glied aller Tarsen, welches 
verbreitert ist. 


Syphraea sponsa Harold (nov. comb.) 


Diese in Venezuela sehr häufige Art war in Gattung Hal- 
tica beschrieben. 


Syphraea scarletta n. sp. 


Venezuela: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 
Long. 2,2—2,8 mm. 


{) Valle Chanchamayo, 800 m, VII. 1951 et II. 1953 (Dr. W. Weyrauch). 


136 Entom. Arbeiten aüs dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Schwarz, Fühlerbasis, Palpen und Beine gelbbraun. Oberseite 
metallisch bronzefarben, glänzend. 

Kopf glatt. Thorax fein punktuliert (Vergrößerung 20—30 x), 
1,5x breiter als lang, Seiten schwach gerundet, Querfurche vor 
der Basis tief und in der Mitte geschwungen. Elytren mit einer 
schwachen postbasalen Querdepression, stark und fast verworren, 
hinten schwächer punktiert. Tarsen des 5 so zart wie die des 9, 
das letzte Abdominalsegment des 5 in der Mitte nahe dem Hinter- 
rand stark quer eingedrückt. 

Diese Art unterscheidet sich von den anderen aus Venezuela 
durch die Färbung und namentlich durch den Grad des Sexual- 
dimorphismus der Tarsen. S. tutelaris Har. ist eine nahe stehende 
Art, die aber auf der Hinterhälfte der Elytren ganz glatt ist. 


Syphraea bibiana n. sp. 


Brit. Honduras: Manatec (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey); 
Belize (dtto). 

Long. 1,5—2,2 mm. 

Pechbraun, glänzend, Oberseite, Beine und Antennen hell- 
braun, Scutellum und Flügeldeckennaht pechbraun bis pech- 
schwarz. 

Kopf glatt, Antennalcalli voneinander entfernt, in der Mitte 
von einem länglichen kielartigen Stirntuberkel getrennt, welcher 
so stark wie die Galli gewölbt ist, Glypealcarina höher gewölbt. 
Fühler die Mitte der ‚Elytren überragend, Glieder 2, 3 und 4 
gleich lang, Endglieder kaum verdickt. 

Halsschild ziemlich dicht und fein punktiert (Vergrößerung 
20—30 x), weniger als doppelt so breit wie lang, Seiten fast paral- 
lel, im vorderen Drittel gerundet und nach vorne verengt. Vorder- 
winkel abgerundet, Hinterwinkel stumpfeckig. Antebasalfurche 
tief, Basallängsfurchen deutlich. 

Flügeldecken weniger glänzend als das Halsschild, dicht und 
stark punktiert (Vergrößerung 5—68x), Punkte hie und da unbe- 
stimmte Längsreihen bildend, hinten abgeschwächt, Lateralinter- 
vall glatt und gewölbt. Epipleuren breit. 

Mit S. fulva Jac. verwandt, anders gefärbt, Verhältnisse der 
einzelnen Antennite verschieden und Thorax deutlich punktiert. 


Syphraea autochroma n. sp. 


Brasil, Est. Amazonas: Teffe, 2° trim. 1879 (M. de Mathan, 
coll. Oberthur, Mus. Paris). 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 137 


Long. 3,5—4 mm. 

Pechschwarz, Tarsen und Fühlerbasis heller, Kopf, Thorax 
und Scutellum metallisch blau bis grün, Flügeldecken lebhaft pur- 
purviolett. Körper kurzoval, Oberseite stark glänzend. 

Kopf glatt, nahe den Augen runzelig punktiert. Antennalecalli 
oval, quergestellt, gut begrenzt. Stirn 1,5x breiter als ein Augen- 
diameter quer gesehen. UClypealcarina breit, oval, höher gewölbt als 
die Antennalcalli. Antennen dünn, zur Spitze dünner, nicht ver- 
diekt wie bei den meisten Arten, die Mitte der Flügeldecken er- 
reichend, das 2. Glied das kürzeste, andere Glieder untereinander 
von ungefähr gleicher Länge. 

Halsschild weniger als doppelt so breit wie lang, nahe der 
Mitte am breitesten, Seiten schwach gerundet. Vorderwinkel schräg 
abgestutzt, seitlich nur schwach gewinkelt, nicht zahnartig vor- 
springend, Hinterwinkel rechteckig. Antebasale Querfurche gerade, 
nicht tief, jederseits von einer Basalvertiefung unterbrochen. Basis 
fein gerandet, gegen das glatte Schildchen lappig erweitert. Ober- 
seite sehr fein punktuliert (Vergrößerung 50 x). 

Flügeldecken vorne fein punktiert (Vergrößerung 20x), hin- 
ten fast glatt, postbasaler Eindruck nur angedeutet. Epipleuren 
breit. Beim 5 ist das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen nur schwach 
erweitert. 

Eine große, ganz eigentümlich gefärbte Art mit charakteristi- 
scher Bildung der Antennen. 


Syphraea freudei n. sp. 


Venezuela: Maracay, V.1936 (P. Vogl, Zool. Staatssammlung 
München). 

Long. 2,2—2,3 mm. 

Gelbbraun, glänzend, Vorderkörper dunkelbraun, Spitze der 
Endglieder der Antennen angebräunt. 

Kopf glatt. Antennalcalli schmal, schräg, hinten von den 
schräg zusammenlaufenden tiefen Stirnfurchen begrenzt, in deren 
Winkel sich ein länglicher Tuberkel befindet. Clypealcarina scharf, 
T-förmig. Stirn nur etwas breiter als ein Augenquerdiamter. 
Antennen robust, die Mitte der Elytren knapp erreichend, zur 
Spitze leicht verdickt, Glieder 2—6 von ungefähr gleicher Länge. 

Halsschild transversal, fast doppelt breiter als lang, Seiten 
fast parallel, schr schwach gerundet, Vorderwinkel schräg abge- 
stutzt. Oberfläche ziemlich dicht und fein punktuliert (Vergröße- 
rung 30—40 x), antebasale Querfurche tief, 


138 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gsg. Frey, Bd. 6, 1955 


Flügeldecken breiter als das Halsschild, vorne mäßig stark 
(Vergrößerung 20x), hinten undeutlich, in dicht gedrängten 
Längsreihen punktiert. Basalcallus sehr schwach, postbasaler Ein- 
druck seicht. Elytropleuren horizontal, ziemlich breit, etwas ange- 
dunkelt. Beim 5 ist das 1. Glied der #4 vorderen Tarsen deutlich 
erweitert. 


An der Stirnbildung und Färbung kenntliche Art. 


Syphraea petulans Harold (nov. comb.) 


Diese als Haltica beschriebene Art ist eine Syphraea, welche 
mit der zentral-amerikanischen 5. parvula Jac. verwandt ist. 


Syphraea laetaria n. sp. 


Venezuela: Caracas, 11. 1934 (G. Frey). 

Long. 2,5 mm. 

Pechschwarz, Fühlerbasis und Beine rotbraun, Oberseite sehr 
stark glänzend, lebhaft metallisch grün mit einem schwachen 
Bronzeschimmer. 


Kopf glänzend, Antennalcalli schräg, schmal, hochgewölbt. 
Ciypealcarina schwarz, scharf, T-förmig. Antennen die Mitte der 
Flügeldecken weit überragend, Glieder 2—4 progressiv an Länge 
zunehmend, das 4. Glied doppelt länger als das 2. 

Halsschild in der Mitte am breitesten, fast doppelt so breit 
wie lang, Seiten nur schwach gerundet. Vorderwinkel schräg ab- 
gestutzt, seitlich ein kleines Zähnchen bildend. Oberfläche sehr 
fein und spärlich punktuliert (Vergrößerung 30—40 x). Antebasale 
Querfurche tief, hinter dem Vorderrand befindet sich jederseits 
ein flacher und weiter Eindruck. 

Flügeldecken grob (Vergrößerung 3—5x) und verworren 
punktiert. Basalcallus groß, nur mit einzelnen Punkten besetzt, 
postbasale Querdepression kräftig. 

Eine an der Färbung, dem starken Glanz, den langen Fühlern 
und den grob punktierten Flügeldecken erkenntliche Art. 


Syphraea nugatrix Harold (nov. comb.) 


Diese, als eine Altica beschriebene Art gehört in die Gattung 
Syphraea. Gegenüber den anderen Arten aus Venezuela ist die 
vorliegende leicht an der hellbraunen Grundfärbung kenntlich. 


J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 139 


Syphraea ardens n. sp. 


Brasil, Est. Matto Grosso: Corumbä (Mus. G. Frey). 

Long. 2—2,2 mm. 

Rotgelb, Abdomen und die Apikalglieder der Antennen an- 
gebräunt, Flügeldecken metallisch bronzegrün, jede mit einem 
schlecht begrenzten, länglichen rotbraunen Diskalfleck. 


Kopf glänzend, glatt, nahe dem Hinterrande der Augen mit 
einigen Punkten besetzt. Antennalcalli deutlich, Längscarina des 
Ulypeus gut markiert. Fühler ziemlich robust, die Mitte der Flügel- 
decken erreichend, Glieder 2—4 progressiv an Länge zunehmend, 
das 5. so lang wie das 9. 


Thorax transversal, 1,5x breiter als lang, nahe der Mitte am 
breitesten, Seiten regelmäßig gerundet. Vorderwinkel abgerundet, 
Hinterwinkel rechteckig und seitlich leicht vorspringend. Ober- 
fläche nur mäßig glänzend, dicht und fein punktuliert (Vergröße- 
rung 20—S0 x). Antebasale Querfurche tief, eine andere schwache 
Depression befindet sich hinter dem Vorderrand. 


Flügeldecken breiter als das Halsschild, vorne stark (Ver- 
größerung 5—6 x), hinten schwächer, verworren punktiert. Basal- 
callus deutlich, postbasaler Eindruck gut markiert. 


5. ardens ist durch die Farbenverteilung ausgezeichnet, die 
sich bei keiner der bekannten Arten wiederholt. 


Syphraea picea n. sp. 


Diese Art ist mit S. nigrita Jac. verwandt, von gleicher schwar- 
zer Grundfärbung ohne Metallschein: 


1 (2) Stirn in dem von den Antennalcalli gebildeten Winkel 
ohne Tuberkel. Epipleuren und Elytropleuren breit. 
Schwarz, Fühler und Beine (Spitze der Hinterfemora 
ausgenommen) hell gelbbraun. Oberseite glänzend, Tho- 
rax ohne Punktierung, Elytren dagegen sehr deutlich 
punktiert (Vergrößerung 8—10x), Punkte in unregel- 
mäßigen Längsreihen geordnet. Long. 2—2,5 mm. 
Be, a me Syphraea nigrita Jacoby 
Paraguay. — Brasil: Sa. Catarina. 

2 (1) Stirn in dem Winkel, welcher ven den schräg nach vorne 
zusammenlaufenden Antennalcalli gebildet ist, mit einem 
kleinen aber scharfen Tuberkel versehen. Epipleuren und 
Elytropleuren schmal. 


140 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


3 (4) Glänzend, pechschwarz, Palpen, Antennen und Beine hell- 
braun, Hinterschenkel angedunkelt. 

Thorax glatt, ohne Punktierung (Vergrößerung 40 
bis 50x), Flügeldecken fein punktiert (Vergrößerung 
20 x), Punkte vorne in dichten Längsreihen stehend, hinten 
erlöschend. Long. 2—2,5 mm. . Syphraea picea n. sp. 

Brasil, Est. Matto Grosso: Corumba (Mus. G. Frey). 
— Argentina, Entre Rios: La Paz, 24. X1. 1952 (W. Witt- 
mer, Mus. G. Frey). 

4 (3) Schwarz, glänzend, Tibien, Tarsen und Fühlerbasis braun- 
gelb, Thorax fein mikroskopisch skulptiert (Vergrößerung 
40—50x), daher matt erscheinend. Punktierung der Ely- 
tren stark (Vergrößerung 8—10x) in 11 regelmäßigen 
Längsreihen geordnet, auch hinten deutlich inskulptiert. 
Long. +2 mm. . . Syphraea melas n. sp. 

Brasil, Est. Matio Ge : (Mus. G. Frey). 


Syphraea dactylographa n. sp. 


Brasil, Est. Matto Grosso: Corumba (Mus. G. Frey). 

Long. + 2 mm. 

Pechschwarz, Beine und Fühlerbasis gelbbraun, Oberseite leb- 
haft metallisch blauviolett. 

Diese Art ist mit 5. flavipes Jac. nahe verwandt (diese wurde 
in Corumbä auch gefunden), aber das Halsschild ist stark (Ver- 
größerung 10x) und dicht, hie und da sogar runzelig punktiert, 
und die schmale Stirn ist mit 3 länglichen Tuberkeln versehen, 
welche in einer nach hinten auseinander laufenden Trifurkation 
geordnet sind (= in dem von den tuberkelartigen Antennalcalli 
gebildeten Winkel befindet sich ein gleich hoher länglicher 
Höcker). 


Syphraea blasia n. sp. 


Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 15. I. et # Il. 
1953 (W. Wittmer, Mus. G. Frey). 

Long. + 2 mm. 

Unten bronzegrün, pechbraun durchscheinend, Kopf, Hals- 
schild, Schildchen und Flügeldeckennaht pechschwarz, Clypeus 
und Mundorgane rot, Fühler, Beine und Flügeldecken hellbraun, 
die letzten 5 Antennite dunkelbraun. Körper oval, stark glänzend. 

Kopf ohne Punktierung, nur parallel mit dem inneren Augen- 
rand läuft eine kurze Punktreihe. Antennalcalli schmal, leistenför- 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 141 


mig, nach hinten stark divergierend. Olypealfurche scharf, T-för- 
mig. Antennen die Mitte der Flügeldecken erreichend, Glieder 2 
bis 4 von gleicher Länge, Endglieder leicht verdickt. 

Thorax stark gewölbt, 1,5x breiter als lang, glatt, nur nahe 
den Seiten in der vorderen Hälfte mit einigen großen Punkten be- 
setzt. Seiten schwach gerundet, Vorderwinkel fast abgerundet, an 
den Seiten einen sehr schwachen Winkel bildend. 

Flügeldecken breiter als der Thorax, vorne stark (Vergrö- 
ßerung 5—8x), hinten kaum sichtbar in ziemlich regelmäßigen 
Reihen punktiert, Basalcallus schwach. 

Beim 5 sind die Antennen dicker, das 1. Glied der 4 vorderen 
Tarsen ist merklich erweitert, und das letzte Abdominalsegment 
hat in der Mitte eine tiefe, nach hinten geöffnete grubenartige 
Vertiefung. 

An der Färbung leicht kenntlich, gleichzeitig die Flügeldecken 
in 11 Längsreihen punktiert (Elytralpunktierung der etwas ähn- 
lichen 5. plaumanni Bech. ist vollkommen verworren). 


Altica hygrobia n. sp. 


Bolivia: Cochabamba, 2600 m (Zischka, Mus. G. Frey). — 
„Lebt an Wasserpflanzen‘ (Zischka i. 1.). 

Long. 4—4,5 mm. 

Pechbraun bis -schwarz, Beine gelblich, Oberseite lebhaft me- 
tallisch bronzegrün, nur mäßig glänzend (mikroskopische Retiku- 
lierung unter S0facher Vergrößerung sichtbar). 

Diese Art gehört in die Gruppe der A. [lavipes Bohem.; sie un- 
terscheidet sich von allen hierhergehörenden Arten durch die Fär- 
bung (Fühler konstant pechschwarz), durch großen Sexualdimor- 
phismus der Tarsen (das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen ist so breit 
wie die Spitze der ensprechenden Tibia) wie bei A. muriensis Bech. 
Die letztere hat eine Querfurche vor der Basis des Halsschildes, 
während A. hygrobia einen gleichmäßig gewölbten und stärker 
und dichter punktierten, weder mit Erhabenheiten noch mit einer 
Querfurche versehenen Thorax besitzt. Vertex der A. hygrobia ist 
fein transversal gerunzelt. 


Altica transversa Germar (nov. comb.) 


A. violacea Klug (Harold) ist mit dieser Art spezifisch iden- 
tisch. Sie repräsentiert eine Farbenvarietät, die ich 1951 (Rev. Chil. 
Ent. 1, p. 100) als ab. frequentissima bezeichnete. 


14) Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


Argentina: Rio Uruguay, I. 1938 (Vasco l., Mus. Verona); 
Buenos Aires: Escobar, 13. XI. 1949 (W. Wittmer, Mus. G. Frey); 
Salta (Reimoser, Mus. Wien). — Paraguay: Asunciön (Mus. G. 
Frey). 


Altica plicata Erichson 


Perü: Valle Chanchamayo, 800 m, IV. 1943 (Dr. W. Wey- 
rauch); Gusco, Machupicchü, 2100 m (dtto). 


Altica costata sp. geogr. 


ea 


.subsp. costata Erichson s. str.: Blau, Flügeldecken mit 3 deut- 
lichen Längsrippen. Behaarung der Unterseite sparsam. 
Peru: Chanchamayo, Tingo Maria, etc. 
.subsp. simplieior nov.: Grün, Flügeldecken nur mit 2 deutlichen 
Längsrippen. Unterseite dicht behaart. Körper groß, + 5 mm. 
Perü, Qusco: Machüpiechü, 2100 m (W. Weyrauch Igt. et 
eoll.). 

3. subsp. chalcoderma nov.: Wie die vorhergehende Form, aber die 
Flügeldecken haben einen goldigen Schimmer, und der Körper 
ist größer (+ 9 mm). 

Peru: Rio Madre de Dios (Mus. G. Frey). 
4.subsp. simplieissima nov.: Dunkelblau, Flügeldecken nur mit 
einer einzigen Längsrippe, die oft sehr undeutlich gebildet ist. 
Bolivia: Yungas del Palmar, 2000 m (R. Zischka, Mus. G. 


Frey). 


IS 


Altica mexicana Jacoby. 


Guatemala: Escuintla, VIII. 1879 (Mus. Wien). 


Altica amethystina Olivier. 


Costa Rica: 5. Isidro pres 5. Jose (Reimoser, Mus. Wien). — 
Pert: Lima, 1570 (Ransont, Mus. Wien); ibid., 4. 1. 1950 (R. Fer- 
nandez, Mus. Lima); Laguna Villa, 4. II. 1950 (dtto). 


Altica limana n. sp. 


Perü: Lima, 21. I. 1950, 23. VII. 1947 (Dr. W. Weyrauch). 
Long. 4—5 mm. 
Schwarz mit Bronzeglanz, Flügeldecken lebhaft kupferfarbig 


mit Purpurglanz, weniger glänzend. Körper schwach gewölbt, oval, 


J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 


143 


Trochanteren, Mundteile und zum Teil auch die ersten 3 Fühler- 


glieder rötlich. 


Dem ganzen Aspekt nach ist diese Art mit A. maculipes Ha- 


rold (von Colombia) verwandt: 


maculipes F 


Frontaltuberkeln stark 
quer. 


Halsschild unpunktiert. 


Basalcallus der Flügeldek- 
ken groß, sehr stark konvex. 

Querdepression des Hals- 
schildes 
seicht. 


überall 


gleichmäfiig 


limana: 


Frontaltuberkeln kurzoval. 


Halsschild hinter der Quer- 
depression stark punktiert. 

Basalcallus doch 
aber deutlich. 

Diese Depression ist an den 


kleiner, 


Seiten wesentlich tiefer als in 


der Mitte. 


Altica blancasi n. sp. 


Perü: Chanchamayo, env. Lago de Junin, 4125 m, 10. XI. 1947 
(Blancas Igt., coll. Dr. W. Weyrauch). 

Long. > 5 mm. 

Blau mit grünlichen und violetten Reflexen, Mundorgane 
pechbraun. Von ovaler Körperform. 

Kopf breit mit kleinen Augen, Stirn 4x breiter als ein Augen- 
diameter, Frontaltuberkeln schwach gewölbt, Interantennalcarina 
messerscharf, transversale Clypealcarina an den Seiten verdickt. 
Oberfläche vollkommen glatt mit Ausnahme von 2 schwachen Ein- 
drücken, welche sich schräg von den Frontaltuberkeln zu den 
Augen ausdehnen. Fühler kurz und robust, die Schulterbeule der 
Flügeldecken leicht überragend. 

Halsschild stark gewölbt, besonders in transversaler Richtung, 
weniger als doppelt so breit wie lang, die größte Breite liegt vor 
der Mitte, Seiten abgesetzt, schwach gerundet und vor den Hinter- 
winkeln deutlich ausgeschweift. Alle Winkel stumpfwinkelig und 
leicht verdickt. Die Querfurche geradlinig, ziemlich tief, bis zu 
den Seiten des Thorax verlängert, wo sie eine tuberkelförmige Er- 
habenheit in den Hinterwinkeln begrenzt. Oberfläche fein punk- 
tuliert, Punktierung deutlicher bei der Basis und in der Umgebung 
aller Winkel. Schildchen schwarz. 


Flügeldecken so breit wie das Halsschild, hinter der Mitte 
deutlich erweitert, ziemlich stark punktiert, Punktierung ungleich, 


144 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 
g. Fıey | 


aus größeren und kleineren Punkten bestehend, Zwischenräume 
sehr unregelmäßig und undeutlich, etwas mehr ausgeprägt nur 
hinter der Basis. Marginalrand nahe der Mitte etwas gewellt; Ex- 
tremität jeder einzelnen Flügeldecke breit abgerundet. Prostethi- 
um konvex, Beine robust, Behaarung der Unterseite gelblich. 

dj. Das erste Glied aller Tarsen stark erweitert. Letztes Ab- 
dominalsegment mit einem Sinus versehen.!) 

Q. Beine grazil, das letzte Abdominalsegment zugespitzt. Flü- 
geldecken hinter der Mitte stärker erweitert. 

Eine stark abweichende Art, die durch auffallende Wölbung 
des Halsschildes und durch kurze und robuste Beine der A. con- 
vexicollis Har. ähnlich ist. 


Altica louella n. sp. 


Argentina, Tucumän: San Javier (coll. Dr. Reitter, Mus. G. 
Frey). 

Long. 3,5—4 mm. 

Pechbraun, die 4 oder 5 ersten Antennite rot, oberseits glän- 
zend, metallisch stahlblau. 


Kopf glatt, Antennalcalli gut markiert, schräg nach hinten 
divergierend. Längscarina des Olypeus breit, so stark wie die An- 
tennalcalli gewölbt. Augenfurchen vorne fast parallel laufend, von 
dem inneren Rand der Augen weit entfernt. Stirn mehr als dop- 
pelt so breit wie ein Augenquerdiameter. Antennen ziemlich ro- 
bust, die Mitte der Flügeldecken kaum erreichend, das 3. Glied 


eine Spur länger als die benachbarten. 


Halsschild transversal, weniger als doppelt so breit wie lang, 
herzförmig, vor der Mitte am breitesten. Seiten gerundet, von den 
Hinterwinkeln ausgeschweift. Vorderwinkel abgestutzt und ver- 
dickt, Hinterwinkel rechteckig. Oberfläche fein punktuliert (Ver- 
größerung 30—40 x), antebasale Querfurche tief inskulptiert. 

Flügeldecken parallel, hinter der Basis quer eingedrückt, Ba- 
salcallus eine große Fläche einnehmend, aber nur schwach ge- 
wölbt. Oberfläche stark punktiert, Punkte in ziemlich regelmäßi- 
gen Längsreihen geordnet, im plötzlich herabfallendeım Apikal- 
fünftel kaum erkennbar. 


i) Als Sinus bezeichne ich eine plattenförmige Verlängerung der Mittel- 
partie des Hinterrandes des letzten Abdominalsegmentes beim 5’, die jederseits 
durch einen + tiefen Ausschnitt begrenzt ist. 


EEE un EEE 


J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Altieidae 145 


9. Relativ kleiner, das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen kurz 
oval, stark erweitert, die Spitze der entsprechenden Tibien ver- 
dickt. Flügeldecken mit einer scharfen lateralen Längsrippe, wel- 
che auf dem Humeralcallus beginnt und bis hinter die Mitte hin- 
gezogen ist. Penis lanzettförmig. 

9. Relativ größer, Beine zart gebaut, Lateralrippe der Flügel- 
decken schärfer, höher und länger; außerdem befindet sich vor 
der Spitze eine große tuberkelförmige Erhabenheit, welche nach 
außen scharf umgrenzt ist. 

Diese Art gehört in die Gruppe der A. flavipes (cf. Bechyne: 
Ent. Arb. Mus. G. Frey 5, 1954, p. 127); sie weicht von a. a. ©. auf- 
gezählten Arten durch die Färbung und durch die Struktur der 
Flügeldecken ab. 


Exoceras heikertingeri n. sp. 


Guadeloupe (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey). 

Long. + 2,2 mm. 

Rotbraun, mittlere Antennite angedunkelt (2 992) oder Fühler 
einfarbig rotbraun (1 5). Oberseite sehr stark glänzend. 

Kopf glatt, Clypeus und Genae stark nach vorne verlängert, 
der erstere ohne Carinae. Antennalcalli gewölbt, gut umgrenzt. 
Augen klein, Stirn doppelt breiter als ein Augendiameter quer 
gesehen. 

Thorax glatt, breiter als lang, Seiten fast geradlinig, von der 
Basis nach vorne stark divergierend. Antebasale Querfurche tief 
und einreihig punktiert. Vorderwinkel verdickt und kurz abge- 
rundet, Hinterwinkel rechteckig. 


Flügeldecken viel breiter als das Halsschild, mit einem großen 
Basalcallus und einer tiefen postbasalen Querdepression. Humeral- 
callus hoch, durch einen tiefen Längseindruck von dem Basalcallus 
getrennt, welcher einreihig stark punktiert ist. Punktierung in 
regelmäßigen Längsreihen geordnet, stark, hinten und auf dem 
Basalcallus abgeschwächt. Vordere Gelenkhöhlen weit offen. 

J Clypeus vorne mit 2 Tuberkeln versehen, Antennalcalli 
sehr hoch gewölbt. Antennen robust, so lang wie der ganze Körper, 
1. Glied claviform, sehr lang, Apikalglieder etwas dünner als die 
mittleren. 1. Glied der 4 vorderen Tarsen leicht verdickt. 

Q. Clypeus eine glatte Fläche bildend, ohne Tuberkeln. Fühler 
3% der Elytren erreichend, grazil, zur Spitze leicht verdickt. Beine 
zart gebaut. 


Entomol. Arbeiten aus dem Museum Frey. Bd. 6, H.1 10 


146 Entom, Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Diese Form ist der Chorodecta coarctata Har. ähnlich, die 
letztgenannte Gattung hat aber eine sehr seichte Querfurche des 
Halsschildes und in der Mitte verdieckte Fühler. Andererseits ist 
diese neue Art der orientalischen Gattung Manobia sehr ähnlich 
(Manobia besitzt aber einen normal langen Clypeus mit Carinae). 
Pseudoepitrix ist durch normal gebildeten Kopf und hinten ge- 
schiossene vordere Gelenkshöhlen ausgezeichnet. 


Exoceras eyamescens n. Sp. 


Costa Rica: Turialba (Mus. G. Frey). 
Long. 2,5 mm. 5' unbekannt. 


Pechschwarz, Tarsen, Labrum und Antennen heller, die letz- 
ten 3 Antennite weißlich, Prothorax und Flügeldecken lebhaft 
metallisch blaugrün, die Elytralspitze hellbraun. Oberseite glän- 
zend. 

Kopf ohne Punktierung, Ulypeus viel länger als ein Auge, an 
der Basis mit einer kaum erkennbaren feinen Carina versehen 
(Vergrößerung 50 x), vorne leicht aufgetrieben. Antennalcalli 
schwach. Stirn kaum breiter als ein Augenquerdiameter. Fühler 
zart, 3/, der Flügeldecken erreichend, das 2. Glied kürzer als das 9., 
cas 1. länger als die 2 folgenden zusammengenommen. 

Thorax deutlich transversal, nahe dem Vorderrand am breite- 
sten. Seiten fast gerade nach hinten ziemlich stark konvergierend. 
Vorderwinkel verdickt und abgerundet, Hinterwinkel mit einem 
kleinen Zähnchen versehen. Oberfläche glatt, antebasale Quer- 
furche tief, punktiert und in der Mitte gewellt. | 

Flügeldecken breiter als das Halsschild, vorne stark in regel- 
mäßigen Längsreihen punktiert, hinten fast glatt. Humeral- und 
Basalcallus hochgewölbt, untereinander jedoch schlecht getrennt, 
postbasaler Quereindruck tief. | 

Diese Art ist an der Färbung, an den schwachen Antennalecalli ' 
und an den untereinander zusammenfließenden Humeral- und | 
Basalecallus erkennbar. | 


Exoceras castaneus Jacoby (nov. comb.) 


Diese als Crepidodera beschriebene: Art gehört der Gattung " 
en 0 . . | 
Exoceras Jac. zu; sie weicht von der anderen venezuelanischen Art 
durch die folgenden Merkmale ab: | 


J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 147 


E. castaneus: 


Long. 1,5—2,5 min. 
Dunkelbraun, Fühler und 


E. pallidus n. sp.: 


Long. 1,5—2 mm. 
Gelblich. mitt!ere Anten- 


nite schwarz. 
Thorax fein punktuliert 


(Vergrößerung 20-—30 x). 


eine einfarbig hell braungelb. 
Punktierung des Halsschil- 
des stark (Vergrößerung 8 bis 
10x). 
Das 1. Glied der Hintertar- 
sen fast so lang wie die 3 fol- 
genden zusammengenommen. 


E. pallidus wurde in Caracas, 1. 1954 (G. & H. Frey) gesam- 


melt. 


Dieses Glied knapp so lang 
wie die 2 folgenden zusammen- 
genommen. 


Exoceras interruptus Baiy (nov. comb.) 


Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 28.1.1953 (W. 
Wittmer, Mus. G. Frey). 

Diese, als eine Crepidodera beschriebene Art ist durch einen 
tiefen Ausschnitt am Vorderrand des Clypeus beim 5 und durch 
die Färbung ausgezeichnet. 


Kxoceras wittmeri n. Sp. 


Brasil: Rio de Janeiro, 18. III. 1952 (W. Wittmer, Mus. G. 
Frey). | 

Long. + 3 mm. 

Rotgelb, Flügeldecken mit einer pechbraunen Quermakel 
dicht hinter der Mitte, welche weder die Naht noch den Seitenrand 
erreicht. Sternum angedunkelt. Oberseite glänzend. 

Mit E. interruptus Baly verwandt, anders gefärbt, viel größer, 
Seiten des Halsschildes nach vorne nur schwach divergierend, ante- 
basale Querfurche seichter und in der Mitte gewellt, und die Epi- 
pleuren laufen fast bis zum Suturalwinkel fort (bei E. interruptus 
im Apikalviertel abgekürzt). 


Kxoceras sıxtus n. sp. 


Bolivia, Yungas de la Paz: Coroico (Mus. G. Frey). 

Long. 2 mm. 

Pechschwarz, Flügeldecken (namentlich der Humeralcallus) 
dunkelbraun, Fühler und Beine hellbraun bis braungelb. Körper 
oval, oberseits glänzend. 


148 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Kopf glatt. Antennalcalli schräg, schmal, sehr lang, die Augen- 
mitte nach hinten überragend, gut umgrenzt. Fühler zart, das 
3. Glied etwas länger als das 2. 

Thorax schwach transversal, an den Vorderwinkeln am breite- 
sten. Seiten gerade, nach hinten konvergierend. Vorderwinkel ab- 
gestutzt, Hinterwinkel stumpfeckig. Oberfläche seicht punktiert, 
Querfurche tief, in der Mitte ausgebuchtet, stark einreihig punk- 
tiert. Antescutellarfeld abgeflacht. 

Flügeldecken breiter als das Halsschild, kräftig in regelmäßi- 
gen Längsreihen punktiert, Intervalle glatt, die lateralen gewölbt. 
Humeral- und Basalcallus ‚deutlich, postbasale Querdepression 
schwach. Beine zart gebaut. 

E. sirtus unterscheidet sich von den anderen Arten außer der 
Färbung durch nach hinten divergierende leistenartige und lange 
Antennalcalli. 


Strabala ambulans jamaicensis Blake 


Jamaica: Nordküste, 1.1954 (G. & H. Frey). 


Strabala durangoensis n. sp. 


Mexico: Durango (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey). 

Long. 4,5 mm. 

Schwarz, glänzend, Prosternum, Kopf, Halsschild, Flügeldek- 
ken und die 3ersten Antennite gelb, Beine und die 5 Apikalglieder 
der Fühler pechschwarz. 

Diese Art ist sehr ähnlich der Str. rufa floridana Blake, be- 
treffend den gelblichen Farbton der Oberseite, welche aber stark 
glänzend und auch unter 100facher Vergrößerung ohne wahr- 
nehmbare Mikroretikulierung ist. Von den übrigen Strabala-Arten 
Zentral-Amerikas ist Str. durangoensis durch starke, schon unter 
3—9facher Vergrößerung sichtbare Punktierung der Elytren ver- 
schieden. 


Strabala insignicollis Bechyn&@ (nov. comb.) 


Diese Form, ursprünglich als eine Rasse der Str. rufa be- 


schrieben, muß als Art bezeichnet sein, weil nach der gründlichen | 


Bearbeitung dieser Gattung von Miss. Doris H. Blake (Proc. U. S. 


Nat. Museum 103, 1953, no. 3319, p. 121—134) sich zeigte, daß 1 


Str. rufa ausschließlich in den Vereinigten Staaten von Nordame- 


J.B chyre&: Rise des H>rrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 149 


rika verbreitet ist, während in Zentral-Amerika und Kolumbien 
als Str. rufa bezeichnete Exemplare zu anderen Arten gehören. 
Str. insignicollis ist am nächsten mit Str. colombiana Blake 
verwandt, ist aber von breit ovaler Gestalt, kleiner, anders gefärbt, 
und die Aedeagus-Spitze ist rundlich. Es ist wohl möglich, daß sie 
mit dem Exemplare aus Carthagena (Colombia) identisch ist, das 
Miss. Blake in den letzten Zeilen der Beschreibung von Str. colom- 


biana (a. a. O. p. 134) erwähnt. 


Idaltica n. gen. 


Diese Gattung ist mit Ptocadica Har. verwandt, von welcher 
sie sich durch antebasale Querfurche des Halsschildes unterschei- 
det. Diese Querfurche ist jederseits von einem kurzen Basalein- 
druck begrenzt. 

Sowohl Ptocadica als auch /daltica gehören in die Verwandt- 
schaft von Monomacra, weil sie keine Episternalfurche besitzen 

—= Epimeren des Prosternums sind von den Episternen nicht ge- 
trennt). 


Idaltica boliviana n. sp. 


Bolivia: Yungas del Palmar, 2000 m (Zischka, Mus. G. Frey). 

Long. 5 mm. 

Gelblich, Vorderkörper rot, Meso- und Metasternum, Abdo- 
men, Beine und die 7 letzten Antennite schwarz. Körper kurzoval, 
stark gewölbt, oberseits glänzend. 

Kopf glatt, Stirn ohne Querfurche, breit, doppelt breiter als 
ein Augenquerdiameter. Augen innen nicht ausgerandet, länglich. 
Antennalcalli sehr deutlich, hinten zusammenfließend, vorne durch 
ein tiefes längliches Grübchen voneinander getrennt. Orbiten tief 
inskulptiert. Clypealcarina höher als die Antennalcalli, Clypeus 
kurz. Antennen Y; der Flügeldecken erreichend, das 3. Glied kaum 
länger als das 2., die 5 letzten schwach verdickt, lang. 

Halsschild klein, fast quadratisch, Seiten fast gerade, Vorder- 
winkel vorgezogen, Hinterwinkel stumpfeckig. Oberfläche undeut- 
lich punktiert. Antebasale Querfurche tief, in der Mitte gegen das 
Scutellum lappig gebogen, Basalfurchen sehr tief, gebogen. Schild- 
chen klein. 

Elytren viel breiter als das Halsschild, sehr stark (Vergröße- 
rung 2—93x), dicht und verworren punktiert, nur an den Seiten 
befindet sich eine Punktreihe, welche einen glatten gewölbten sub- 


150 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


lateralen Intervall abtrennt. Humeralcallus groß, postbasaler Ein- 
druck fehlt. Beine ziemlich zart, Hinterfemora nur mäßig verdickt, 
das 1.Glied der Hintertarsen so lang wie die 2 folgenden zusam- 
mengenommen. 

Diese Art sieht den zahlreichen ähnlich gefärbten Monomacra- 
Ärten recht ähnlich, sie unterscheidet sich aber leicht an dem sehr 
kleinen fast quadratischen Thorax. 


Grammicopterus flavescens Blanchard (nov. comb.) 
Gr. nigricollis Blanch. ist nur eine Farbenvarietät dieser Art, 
bei welcher die diskale Elytralbinde fehlt. Kopf, Thorax und Un- 
terseite sind bei beiden Formen pechschwarz mit allen möglichen 


Übergängen bis hell braungelb. 


Chlamophora ustulata Clark (nov. comb.) 


Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Tijuca, 24.—28. XI. 1937 (F. 
Tippmann, Mus. G. Frey). 

Diese Art wurde als eine Diphaulaca beschrieben, hat aber alle 
Merkmale des Genus Chlamophora. Die Fühler sind schwarz, nur 
an der Basis gelblich. 


Chlamophora argentiniensis Bechyne€ (nov. comb.) 


Diese Art wurde von Boheman (18558) unter dem Namen Di- 
phaulaca striata beschrieben (nec Klug 1829). 


Monomacra bicolorata Jacoby 


Perü: Satipo, 650 m, VII. 1940 (Dr. W. Weyrauch). 
Die Seitenränder des Halsschildes sind manchmal bräunlich 


gelb. 


Monomaecra tingomariana n. sp. 

Peru, Rio Huallaga: Tingo Maria, 670 m, 1940 (Dr. W. Wey- 
rauch). 

Long. < 5 mm. 

Rotgelb, glänzend, Antennen, Labrum, Beine und eine Diskal- 
makel auf jeder Flügeldecke schwarz. Diese Makel ist langoval, 
sie beginnt vor der Mitte und endet vor der Spitze, weder die Naht 
noch den Seitenrand berührend. 


J. Bechyn@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 151 


Diese Art ist sehr nahe verwandt mit M. sellata Baly, bei wel- 
eher der schwarze Diskalfleck auf der Basalhälfte der Flügel- 
decken liegt, und gleichzeitig ist die Elytralpunktierung schon un- 
ter 20facher Vergrößerung deutlich (bei M. tingomariana noch un- 
ter 5Ofacher Vergrößerung kaum sichtbar), und die Längscarina 
des Glypeus ist vorne abgeflacht (überali stark gewölbt bei M. 
tingomariana). 


Monomacra plagiata Bowditch (nov. comb.) 


Die Art wurde zuerst von Jacoby unter dem (präockkupierten) 
Namen Lactica seminigra beschrieben, dann von Bowditch in £. 
rosenbergi geändert; der letztgenannte Autor hatte aber vorher 
diese Art noch einmal unter dem Namen Lactica plagiata ver- 
öffentlicht. 


Monomaecra jacobyi Baly 


Peru: Valle Chanchamayo, 800 m, Il. 1942 et VI!l. 1951 (Dr. 
W. Weyrauch); Marcapata (Mus. G. Frey). 

Bei dieser Art sind die Beine, die Antennen und die Unter- 
seite manchmai rotgelb. Bei einem von den 2 exx. aus Marcapata 
ist der Vertex schwärzlich. 


Monomacra matucana n. sp. 


Perü: Tambo Viso bei Matucana, Rio Rimac, 2700 m, 21. V. 
1949 (Dr. W. Weyrauch). 

Long. 5—6 mm. 

Pechschwarz, Flügeldecken gelbbraun. Kopf und manchmal 
auch der Thorax braun. Körper länglich, Oberseite glänzend. 

Mit M. clypeata Baly verwandt, außer der Färbung durch 
dünne Fühler (Mittelglieder nicht dicker als Apikalglieder), durch 
schräg abgestutzte Vorderwinkel des Halsschildes (bei 7. elypeata 
abgerundet), dessen antebasales Feld flach erscheint (hochgewölbt 
bei celypeata) abweichend. 


Monomacra elypeata Baly 


Perü: Oxapampa, 1600 m, 15. III. 1940 (Dr. W. Weyrauch). 


Monomacra ingaca n. sp. 


Venezuela: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 
Long. + 4,5 mm, 


152 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Rotbraun, Vorderkörper samt Antennen, Scutellum und Bei- 
nen schwarz. Körper kurzoval, stark glänzend. 

Kopf glatt, Stirn doppelt breiter als ein Augenquerdiameter, 
in der Mitte gekielt, der Kiel vorne gegabelt (= mit den nach vorne 
divergierenden Antennalcalli vollkommen zusammenfließend). 
Clypealcarina scharf. Fühler die Mitte der Elytren überragend, 
zart gebaut, das 3. Glied doppelt länger als das 2., das 4. so lang 
wie die beiden vorhergehenden zusammengenommen. 

Thorax mehr als doppelt so breit wie lang, an der Basis am 
breitesten, Seiten sehr schwach gerundet, nach vorne konvergie- 
rend, Vorderwinkel verdickt, seitlich zahnartig vorspringend. Ba- 
salfurche tief, das Feld dahinter gewölbt, vor dem Schildchen aber 
abgeflacht, Basis gerandet. Oberseite sehr fein punktuliert (Ver- 
größerung JO— 50 x). 

Flügeldecken ohne Eindrücke, glatt. Intercoxalplatte des Pro- 
sternums sehr schmal. 


Mit M. dichroa Har. verwandt, anders gefärbt und durch die 
eigentümliche Kopfbildung ausgezeichnet. 


Monomacra bernadetta n. sp. 


Venezuela: Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey). 
Long. 4—4,5 mm. 


Rotgelb, Kopf, Antennen und Beine (Goxen und Trochantere 
ausgenommen) schwarz. Körper länglich, oberseits glänzend. 

Kopf glatt, Stirn so breit wie ein Auge lang, dieses innen aus- 
gerandet. Antennalcalli schwach aber deutlich, hinten von einer 
kurzen und seichten Quervertiefung abgegrenzt. Clypeus länger 
als breit, Längscarina nach vorne verbreitert. Antennen ziemlich 
dünn, die Mitte der Flügeldecken überragend, das 3. Glied dop- 
pelt länger als das 2. und kürzer als das 4. 


Halsschild glatt, doppelt breiter als lang, Seiten schwach ge- 
rundet, nach vorne verengt, Vorderwinkel schräg abgestutzt. Ba- 
sis fein gerandet, Querfurche mäßig tief, das Feld dahinter ge- 
wölbt. 

Elytren lang, an den Seiten parallel, weder punktiert noch 
eingedrückt. Sinus des 5 schwach, Hintertibien des 5 nur sehr 
schwach gebogen. 


M. bernadetta ist an der Färbung kenntlich, und sie gehört 
in die Verwandtschaft der M. clypeata Baly. 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 153 


Monomacra sabina n. sp. 


Venezuela: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). — Co- 
lombia: P. Berrio, Ill. 1954 (G. Frey). 

Long. 3,2—3,5 mm. ‘ 

Gelb, Antennite 3—11 in der Mitte angedunkelt, Flügeldecken 
gelb, Humeralcallus schwärzlich (ab. monostigma) oder noch eine 
unregelmäßige breite Diskalbinde, vorne der Naht genähert, hin- 
ter der Mitte plötzlich zu den Seiten übersetzt, pechschwarz. Kör- 
per langoval, glänzend, Kopf chagriniert, daher matter erschei- 
nend. 

Kopf hinter den Augen flach punktiert. Stirn schmäler als ein 
Augenquerdiamter, Antennalcalli nur schwach angedeutet, Cly- 
pealcarina scharf. Fühler sehr dünn, bis zur Flügeldeckenspitze 
hinreichend, jedes der Glieder 8—11 kürzer als jedes der 4—7, das 
3. doppelt länger als das verdickte 2., das 4. länger als die beiden 
vorhergehenden zusammengenommen. 

Thorax klein, doppelt breiter als lang, Seiten regelmäßig 
gerundet, Vorderwinkel vollkommen abgerundet, Hinterwinkel 
zahnartig vorspringend. Basis fein gerandet, Querfurche in der 
Mitte ganz undeutlich, an den Seiten mäßig tief. Oberfläche glatt. 

Flügeldecken vorne stark und dicht (Vergrößerung 3—5 x), 
hinten schwächer punktiert, Humeralcallus nach hinten, weit hin- 
ter die Mitte, rippenartig verlängert, die Rippe innen von einer 
Längsfurche akzentiert. Intercoxalplatte des Prosternums nach 
hinten verlängert. 

Diese Art ist an der Färbung und an der Skulptur der Ely- 
tren ohne weiteres erkennbar. 


Monomacra tippmanni n. Sp. 


Brasil, Est. Minas Gerais: Belo Horizonte, 1.—2. XTI. 1937 
(F. Tippmann, Mus. G. Frey). 

Long. 4 mm. 

Rot, unten mehr rotgelb, Antennite 4—11, Knie, Tibienspitze 
und Tarsen schwarz. 

Durch die an den Seiten gerippten Elytren nähert sich diese 
Art der M. brasiliensis Bryant und M. subcostata Jac., aber sie un- 
terscheidet sich kollektivweise durch die Färbung der Beine. M. 
subcostata Jac. ist eine rein zentralamerikanische Art; M. brasi- 
liensis (= M. subcostata Duvivier) hat einfarbig schwarze Tibien 
und große Augen, so daß die Stirn nur doppelt breiter als ein 


154 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


Augendurchmesser erscheint, während bei M. tippmanni die Augen 
klein sind und die Stirn mehr als 3x breiter als ein Augendiameter 
ist. M. geniculata Jac., deren Beine wie bei M. tippmanni gefärbt 
sind, ist größer und ohne Rippen auf den Flügeldecken. 


Monomacra confusella n. sp. 


Bolivia: Mapiri (Mus. G. Frey); Coroico (dtto). 

Long. 3,5—4 mm. 

Rotgelb, Abdomen, Hinterbeine, Spitze der 4 vorderen Tibien 
und Tarsen wie auch die Antennite 5—11 pechschwarz, Flügel- 
decken lebhaft metallisch violett. 

Diese Art wurde von Kirsch (Berl. Ent. Zeit. 27, 1883, p. 193) 
irrtümlich für M. elegantula Har. gehalten. M. confusella unter- 
scheidet sich durch andere Färbung, durch größeren Körper, die 
Antennite 3 und 4 sind fast von gleicher Länge, und die Flügel- 
deeken sind vorne spärlich aber sehr stark punktiert. 


Monomacra anastasıa n. sp. 


Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 13. et 27. IV., 4. V., 
24. VI. et 5. VII. 1951 (F. Plaumann, Mus. G. Frey). 

Long. + 3,5 mm. 

Hell braungelb, glänzend, Antennite 4+—11 angedunkelt, Hin- 
terschenkel, Meso- und Metasternum schwarz. Körper länglich, 
subparallel. 

Kopf fein zerstreut punktiert. Antennalcalli schwach gewölbt, 
rundlich, Clypealcarina in Form eines großen flachen Tuberkels. 
Stirn doppelt breiter als ein Augendiameter. Fühler ziemlich ro- 
bust, die Mitte der Flügeldecken kaum erreichend, Glieder 2—5 
progressiv an Länge zunehmend, die 5 letzten leicht verdickt. 

Halsschild stark quer, mehr als doppelt so breit wie lang, an 
der Basis am breitesten. Seiten gerade nach vorne verengt, Vorder- 
winkel schräg abgestutzt, seitlich stark zahnartig vorspringend. 
Basis gerandet. Antebasale Querfurche tief, jederseits von einem 
tiefen Längseindruck begrenzt. Das antebasale Querfeld gewölbt. 
Oberseite fein (30—50.x) punktuliert. 

Elytren breiter als das Halsschild, vorne ziemlich stark (Ver- 
srößerung 20x), hinten undeutlich punktiert. Basalcallus deut- 
lich, postbasale Querdepression seicht. Elytropleuren schmal. Das 
5 hat schwach erweiterte Vordertarsen und einen sehr kleinen 
Sinus am 5. Abdominalsegment. 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 155 


An der Färbung, der länglichen Gestalt und dem schwachen 
Sexualdimorphismus kenntlich. 


Monomacra peruviana Harold (nov. comb.) 


Perü: Valle Chanchamayo, 800 m, II. 1950 et VIIEL. 1951 (Dr. 
\W. Weyrauch). 

Diese Art wurde als eine Diphaulaca beschrieben. 

Die Gattung Monomacra Chevrolat (= Lactica Erichson) stellt 
eine polyphyletische Gruppe dar. Miss. D. H. Blake trennte Stra- 
bala Chevr. ab, deren Revision sie 1955 (Proc. U. S. Nat. Mus. 103, 
no. 3319, p. 121—134, figs.) veröffentlichte. 

Die Monomacra-Arten, welche mit dem Genotypus Lactica 
sponsa Clark verwandt sind, lassen sich verhältnismäßig leicht 
identifizieren, weil sie eine recht abweichende Thoraxstruktur auf- 
weisen. Die Querfurche vor der Basis des Halsschildes erreicht die 
Seiten nicht, sie ist sehr breit und in der Mitte der ganzen Länge 
nach von einem gewölbten Gallus ausgefüllt, welcher der Basis 
stark genähert ist. Mit anderen Worten: es gibt hier 2 Querfurchen 
vor der Basis des Halsschildes, eine feinere juxtabasale, eine tie- 
fere und breitere, mit der juxtabasalen parallellaufende, ante- 
basale. 

Die Arten, deren Halsschildbasis ungerandet ist (so daß nur 
die antebasale Querfurche vorhanden ist), können den Gattungs- 
namen Lachatica Chevr. behalten (Genotypus: Lactica macula 


Fahr.). 


Monomacra decorata J acoby 


Perü: Marcapata (Mus. G. Frey); Callanga (dtte). 
Häufig sind die Flügeldecken auf der Scheibe einfarbig vio- 
lett, nur der Seiten- und Apikalsaum bleibt weißgelb (ab. flavi- 


imbia). 


Monomacra xanthoderma n. sp. 


Venezuela: Valera — La Ceiba, 2. VIIL. 1930 (H. 3. MaecGil- 
lavry, Zool. Mus. Amsterdam). 

Leng. 3,5—4 mm. 

Strohgelb, glänzend, Knie und die letzten 8 Antennite pech- 
braun bis pechschwarz. Körper länglich. 

Mit M. strigatißes Jac. nahe verwandt, anders gefärbt, An- 
tennen kürzer als der Körper, die Mitte der Flügeldecken über- 


156 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6. 1955 


ragend, das 4. Glied so lang wie die beiden vorhergehenden zu- 
sammengenommen, die Querfurche des Halsschildes geradlinig 
und die Seiten der Flügeldecken gerade, parallel. 


Monomacra erythroderma n. sp. 


24. V1I. 1930 (H. J. MacGil- 


Venezuela: Mene Grande, 23. 
lavry, Zool. Mus. Amsterdam). 

Long. 2,5—3 mm. 

Einfarbig rotbraun, Fühler zur Spitze angedunkelt. 

Der M. paupercula Har. nahe verwandt, aber die Oberseite ist 
matt (bei M. paupercula stark glänzend), Beine hell und außerdem 
durch folgende strukturale Merkmale zu trennen: 


M. paupercula: M. erythroderma: 

Kopf neben den Augen Kopf plan, neben den 
vertieft und hier grob runzelig Augen mit nur einzelnen Punk- 
punktiert. ten. 

Das 3. Antennit fast se lang d. Antennit so lang wie das 


wie das 4. und doppelt länger 2. und 1,5x kürzer als das 4. 
als das 2. 

Flügeldecken in der vorde- Elytren ohne Eindrücke. 
ren Hälfte hinter dem Hume- 
ralcallus mit einem Längsein- 
druck, welcher innen eine 
schwache Längsrippe begrenzt. 


Cornulactica nocturna n-: Sp. 


Venezuela: Encontrados, 17. VII. 1930 (H. 3. MacGillavry, 
Zoel. Mus. Amsterdam). Die Fundortsetikette trägt eine Notiz: 
„At light.“ 

Long. < 3 mm. 

Weißgelb, Kopf und 2 Flecken auf den Flügeldecken (einer 
an der Basis, einer hinter der Mitte) von der Naht mehr als vom 
Seitenrand entfernt, pechbraun. Körper länglich, parallel, glän- 
zend. 

Kopf glatt, in der Mitte der Stirn, welche 1,5x breiter als ein 
Augendiameter ist, mit einem + deutlichen Grübchen versehen. 
Antennalcalli breit, gegen das Halsschild divergierend, sehr flach 
und schlecht umgrenzt, mit der etwas höheren Clypealcarina ohne 


Naht verbunden, so daß eine Y-ähnliche Erhabenheit entsteht. | 


ee EEE 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 157 


Fühler dick, moniliform, lang behaart, Glieder 2—4 progressiv an 
Länge zunehmend. 

Thorax 1,5x breiter als lang, vor der Mitte am breitesten. Sei- 
ten sehr schwach gerundet, nach hinten stärker als nach vorne 
verengt. Vorderwinkel verdickt und breit abgerundet, Hinterwin- 
kel rechteckig. Oberfläche glatt, antebasale Querfurche tief, jeder- 
seits von einem noch tieferen Längseindruck begrenzt, Hinterwin- 
kel der Länge nach kielförmig erhaben. 

Flügeldecken nur eine Spur breiter als das Halsschild, ohne 
Basalcallus, ohne Eindrücke, Punktierung fein (Vergrößerung 20 
bis 30x) und sehr seicht. Das 1. Glied der Hintertarsen so lang 
wie die 2 folgenden zusammengenommen. 

Diese Art weicht von den 2 anderen (C. varicornis Jac. und C. 
jacobyi Bech.) durch die Färbung und durch die Struktur des Kop- 
fes ab. 


iphitrea perturbata n. sp. 


Venezuela: Caracas, Berg Avila (P. Vogl, Zool. Staatssamm- 
lung München). 

Long. 4,5—5 mm. 

Unterseite, Beine, Labrum, Fühler und Sceutellum schwarz, 
Kopf und Halsschild rot, Flügeldecken gelb, die Naht (vor der 
Spitze abgekürzt) schmal pechbraun bis schwarz. Körper länglich, 
mäßig glänzend, kahl. 

Vorderkörper vollkommen glatt, Flügeldecken verworren 
punktiert (Vergrößerung 10x) nur hie und da mit Spuren von 
Punktreihen. 

Diese Art ist z. Zt. die einzige bekannte mit verworrener 


Flügeldeckenpunktierung und kahler Oberseite. 


Iphitrea antonia n. sp. 


Colombia: San Antonio, 16. VII. 1908 (Mus. G. Frey); Alto 
d. 1. cruces, 2100—2200 m (dtto). 

Long. 7—8 mm. 

Wie die vorige Art, nur ist die ganze Oberseite gelb, Vertex 
mit einer dunklen Quermakel, Flügeldecken in der Umgebung des 
Schildchens und auf der Naht schwarz, spärlich goldgelb behaart, 
in Längsreihen punktiert, die Intervalle (namentlich an den Sei- 
ten) gewölbt. 

Das letztgenannte Merkmal macht diese Art leicht kenntlich. 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Crepidodera inflatipes n. sp. 
Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 20. IX. 1950 (F. 


Plaumann, Mus. G. Frey). 

Long. 5 mm. 

Auf den ersten Blick gleicht diese Art einer großen Cr. bra- 
sitiensis Baly, aber der vorletzte Eiytralintervall ist breit, die 
Punktierung der Flügeldecken ist viel feiner, und die #4 vorderen 
Tibien des 7’ sind stark elaviform, an der Spitze 3—4#x breiter als 
an der Basis. 


Crepidodera osmidia n. sp. 


Venezuela: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 


Long. 1,4—1,5 mm. 


Heli rotgelb, Abdomen leicht angedunkelt. 
Mit Cr. flavescens Baly verwandt, noch kleiner und durch fol- 


gende Merkmale zu trennen: 


Cr. flavescens: 


Vorderkörper matt, Reti- 
kulierung schon unter 20 facher 
Vergrößerung gut sichtbar. 


Clypealcarina T-förmig (= 
die Längscarina verbindet sich 
mit einer Quercarina, welche 
sich am Vorderrand des Uly- 
peus befindet). 

Hintertibia des 5 in der 
Mitte stark verdickt. 


Cr. osmidia: 


Ganze Oberseite glänzend, 
Retikulierung des Vorderkör- 
pers erst unter 50— 100 facher 
Vergrößerung wahrnehmbar. 

Auf dem Ulypeus ist nur 


die Längscarina vorhanden. 


Hintertibia bei beiden Ge- 
schlechtern nahe der Spitze amı 
breitesten. 


Crepidodera retieculaticollis n. sp. 


Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 21. et 22. IV. et 
28. VI. 1951 (F. Plaumann, Mus. G. Frey). 


Long. + 1,5 mm. 


Bronzegrün mit schwachen purpurnen und violetten Reflexen, 
Palpen, Antennen und Beine hellgelb. Körper mäßig gewölbt, oval. 
Kopf matt, ohne Punktierung, Clypealcarina scharf und stark 
emporgehoben. Frontalfurche in der Mitte gewinkelt, nahe dem 
Augenhinterrand von einer Foveole unterbrochen. Antennen die 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 159 


Mitte der Flügeldecken überragend, Glieder 2, 3 und # von glei- 
cher Länge, das 2. stark, die Apikalglieder schwach verdickt. 

Thorax matt, seidenschimmernd, stark gewölbt, ohne Punk- 
tierung, die Retikulierung unter 20—30facher Vergrößerung gut 
sichtbar. Die Querfurche vor der Basis ist nahe der Mitte leicht 
nach hinten vorgezogen, jederseits von einem perpendikulären 
Strich begrenzt. Vorderwinkel breit und schräg abgestutzt, seit- 
lich zahnartig vorspringend, Seiten fast parallel. 

Flügeldecken glänzend, stark und in sehr regeimäßigen 
Längsreihen punktiert, Punkte hinten schwächer. Intervalle vorne 
leicht gewölbt. Hinter der Basis befindet sich keine Querdepres- 
sion. Epipleuren vorne sehr breit. 

<&. Die 4 vorderen Basitarsite erweitert. Sinus groß. 

©. Beine zart, letztes Abdominalsegment hinten abgestutzi. 

Mit Cr. flavescens Baly verwandt, durch die Färbung trenn- 
bar. Ä 


Crepidodera luciana n. sp. 


Venezuela: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey); Caracas, 
I. 1954 (dtto). 

Long. 1,4—1,6 mm. 

Schwarz, Clypeus und Labrum rotbraun, Fühler und Beine rot, 
Hinterfemora angedunkelt, Vorderkörper seidenmatt (Retikulie- 
rung unter 20—S0facher Vergrößerung gut erkennbar), Flügel- 
decken glänzend. Körper oval. 

Kopf ohne Punktierung, Antennalcalli linear, schräg gestellt, 
Ulypealcarina hochgewölbt, schmal, vorne abgekürzt. Antennen 
zur Spitze deutlich verdickt, die Mitte der Flügeldecken über- 
ragend, Glieder 2—4 von gleicher Länge. 

Thorax doppelt breiter als lang, Seiten fast parallel, Vorder- 
winkel schräg abgestutzt. Scheibe spärlich und undeutlich, das 
antescutellare Feld deutlicher (Vergrößerung 20x) punktiert. 
Querfurche tief, jederseits gut begrenzt. 

Flügeldecken etwas breiter als das Halsschild, stark punktiert, 
Intervalle glatt, die lateralen gewölbt. Basalcallus und postbasaler 
Eindruck nur angedeutet. Sinus des 5 sehr klein, Tarsen kaum er- 
weitert. 

Eine an der Färbung und dem matten Vorderkörper kennt- 
liche Art, welche an Dodericrepa aenescens Bohem. erinnert (die 
letztere aber leicht durch die bis zu den Seiten durchlaufende, 


160 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


ähnlich wie bei Syphraea gebildete Querfurche des Thorax zu un- 
terscheiden). _ . 


Crepidodera alwina n. sp. 


Perü: Marcapata (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey). 

Long. 3,5 mm. 

Rot, Antennen (die 2 ersten Glieder ausgenommen), Knie, 
Spitze der Tibien und Tarsen schwarz. Oberseite glänzend, Körper 
oval. 

Kopf ohne Punktierung, hinter den dreieckigen und gut mar- 
kierten Antennalcalli quer gefurcht. Olypeallängscarina breit, we- 
nig gewölbt, hinten mit den Antennalcalli verbunden. Stirn dop- 
pelt breiter als ein Augendurchmesser. Antennite 3 und # gleich 
lang, grazil, jedes doppelt länger als das 2. 

Thorax mehr als doppelt so breit wie lang, nahe der Mitte am 
breitesten. Seiten stark gerundet, Hinterwinkel stumpfeckig, Vor- 
derwinkel breit abgerundet. Oberfläche spärlich und fein punk- 
tiert (Vergrößerung 20—30 x), Punktierung des anteskutellaren 
Feldes deutlicher. 

Flügeldecken hinter der Basis undeutlich eingedrückt, vorne 
stark in regelmäßigen Längsreihen punktiert (Vergrößerung 8 bis 
10x), Punkte in der hinteren Hälfte kaum erkennbar. Intervalle 
glatt, die lateralen leicht gewölbt, namentlich hinter dem gewölb- 
ten Humeralcallus. Epipleuren breit. 

Mit C. brasiliensis Baly verwandt, anders gefärbt, Elytral- 
intervalle nicht punktiert. 


Trichaltica mieros Bechyne 


Brasil, Est. S. Paulo: Santos (Riedel, Mus. G. Frey). — Est. 
Rio Grande do Sul: N. Hamburgo, Vicaria, 13. I. 1953 (W. Witt- 
mer, Mus. G. Frey). — Argentina: Tucumän, 4. XII. 1949 (dtto). 


Trichaltica pauletta n. sp. 


Argentina, Salta: San Bernardo, 25. I. 1950 (coll. Dr. Reitter, 
Mus. G. Frey). 

Long. 4 mm. 

Sceutellum, Sternum, Abdomen und die 6 letzten Antennite 
schwarz, Vorderkörper, Fühlerbasis und Beine rot, Flügeldecken 
metallisch schwarzblau. Oberseite abgeflacht, nur mäßig glänzend, 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 161 
Behaarung der Elytren extrem kurz, weißlich und spärlich, erst 
unter 30—50facher Vergrößerung erkennbar. 

Kopf nahe den Augen stark punktiert, Stirn 3x breiter als ein 
Augendiameter. Antennalcalli und Clypealcarina flach, wenig 
deutlich. Fühler 1/; der Flügeldecken erreichend, robust, die 5 
letzten Glieder verdickt und nur eine Spur länger als breit, das 4. 
Glied kürzer als das 3. oder das 5. 

Halsschild doppelt breiter als lang, in der Mitte am breite- 
sten, Seiten regelmäßig gerundet. Querfurche tief, jederseits von 
einer tiefen Basalgrube begrenzt, das antescutellare Feld stark ge- 
wölbt. Oberfläche stark punktiert (Vergrößerung 5x), aber die 
Punkte fehlen in der Nähe aller Ränder. 

Elytren parallel, lang, stark und regelmäßig punktiert, Inter- 
valle deutlich gewölbt, spärlich punktuliert. Basalcallus deutlich, 
postbasale Querdepression sehr seicht. 

Die größte bekannte Trichaltica-Art, auffallend flach und bei 
einer flüchtigen Betrachtung kahl erscheinend. 


Trichaltica semihirsuta Jacoby (nov. comb.) 


Diese Art wurde als eine Crepidodera beschrieben, sie besitzt 
aber alle Merkmale der Gattung Trichaltica. 


Epitrix-Arten der andinen Region. 


Efitrix carınata Baly und E. inaequalis Har.,!) die beiden bisher 
bekannten peruanischen Arten sind in der folgenden Revue nicht 
erwähnt, da sie zur Gattung Acallepitrix gestellt sein müssen. Ich 
habe hierher auch die nord-argentinischen Arten berücksichtigt, 
weil sie mit den bolivianischen sehr nahe verwandt sind. 


1 (6) Thorax stark transversal, fast so breit wie die Flügeldek- 
ken, Vorderwinkel abgerundet, nicht heraustretend. Kör- 
per kurzoval, hochgewölbt, stark glänzend. Purktierung 
des Halsschildes stark (unter 5Sfacher Vergrößerung gut 
sichtbar). 

2 (5) Kopf gerunzelt (Vergrößerung 20 x), Körper größer 2 bis 
2,2 mm, pechschwarz, Oberseite braunrot, Kopf und 
Thorax meistens stark metallisch überflogen, Fühler und 
Beine gelblich, Hinterfemora pechschwarz. Querfurche des 
Thorax in der Mitte schwach eingedrückt. 


1) Perü: Valle Chanchamayo, 800 m, II. 1942 (Dr. W. Weyrauch). 


Entomol. Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Bd. 6, H. 1 tgl 


162 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


‚Bu 4) 


Elytren mit sehr deutlicher Basalbeule, dahinter quer ein- 

gedrückt. My: . .  Epitrix tucumanensis n. sp. 
Argentina: en (Mus. G. Frey); Jujuy: Agua 

Blanca, 1. 1949 (Dr. P. Wygodzinsky, Mus. G. Frey). 


4(5) Flügeldecken ohne Basalkeule und ohne Spur einer post- 


3(2) 


(1 


nz 


basalen Querdepression. . Epitrix cochabamba n. sp. 
Bolivia: Cochabamba, 2600 m (Zischka, Mus.G. Frey). 
Kopf unter 50—50facher Vergrößerung fein längsgestri- 
chelt. Körper klein, + 1,6 mm, pechschwarz, ohne Metall- 
schein, Fühler und Beine rotgelb, Hinterschenkel pech- 
schwarz. Thoraxquerfurche gleichmäßig, auch in der Mitte 
tief inskulptiert. Elytren mit Basalcallus und mit post- 
basaler Querdepression. . . . Epitrix mercuria n. sp. 
Perü: Pachitea (Mus. G. Frey). 
Thorax viel schmäler als die Flügeldecken, Vorderwinkel 
schräg abgestutzt, seitlich zahnartig vorspringend, Körper 
länglich, Kopf weder gestrichelt noch gerunzelt, ohne 
Punktierung. 


7 (65) Seiten des Halsschildes gerundet. Metallisch bronzebraun, 


(7) 
9 (20) 


10 (17) 


stark glänzend, Fühlerbasis und Beine rotgelb, Fühler- 
spitze und Hinterschenkel schwarz. Thorax deutlich punk- 
tiert (Vergrößerung 10x), an der Basis hinter der tiefen 
Querfurche glatt. Elytren kräftig punktiert mit einer 
leichten postbasalen Querdepression. Long. 2,6-—2,5 mm. 

Epitrix ranquela n. sp. 


Pr. Mareanele Col: Heikertinger, Mus. G. Frey). 
Seiten des Halsschildes geradlinig, Elytren mit einem sehr 
schwachen Humeralecallus. 

Oberseite glänzend, ohne mikroskopische Retikulierung 
(Vergrößerung S0O—50 x). 

Punkte des Thorax auch auf den Seiten isoliert stehend, 
nicht runzelig zusammenfließend. 


ii (12) Thorax zwischen der Basis und der Querfurche mit einer 


12 (11) 


glatten, wulstförmig aufgewölbten Erhabenheit. Schwarz, 

Antennen und Beine rotgelb, Hinterschenkel leicht ange- 

dunkelt. Long. 1,4—1,5 mm. .  Epitrix scenica n. sp. 
Argentina: Tucumän (Mus. G. Frey). 

Thorax hinter der Querfurche so stark punktiert wie auf 

der Scheibe. Körper wesentlich größer, + 2 mm. 


15 (14) Einfarbig gelb, Thorax gleichmäßig, sehr fein punktiert 


J. Bechyne: Reise des Herın G. Frey in Südamerika: Alticidae 163 


20facher Vergrößerung kaum sichtbar). 
: Epitrix monochroma n. sp. 
Bolivia: Echabanbe, 2600 m (Zischka, Mus.G. Frey). 

14 (13) Pechbraun, Thorax wenigstens an den Seiten schon unter 
8—10facher Vergrößerung gut sichtbar punktiert. 

15 (16) Vorderkörper metallisch bronzebraun, Flügeldeceken dop- 
pelt länger als der Vorderkörper, rotbraun, Naht und Sei- 
tenrand dunkel metallisch, Fühler und Beine (Hinter- 
schenkel ausgenommen) rotgelb. Thorax gleichmäßig stark 
punktiert. . . . .  Epitrix parioides n. sp. 

Bolivia: enckabamdar 2600 m (Zischka, Mus.G.Frey): 
Yungas de la Paz: Coroico (Mus. G. Frey). 

16 (15) Oberseite schwarz, Flügeldecken manchmal pechbraun, 
fast dreimal länger als der Vorderkörper, Beine und 
Spitze der Fühler pechbraun bis schwarz. Thorax auf der 
Scheibe viel feiner als auf den Seiten punktiert. 

ee en er. 0. Epitrix atomarieides n. sp. 
Bolivia: Cochabamba, 2600 m (Zischka, Mus.G. Frey): 
Tunari Massif, 4200 m (dtto). 

17 (10) Thorax wenigstens an den Seiten runzelig punktiert. 
Schwarz, Antennen (die letzten Glieder angedunkelt), Ti- 
bien und Tarsen rotbraun. 

18 (19) Groß, 2,2—2,5 mm. Thorax auch auf der Scheibe runze- 
lig De Intervalle der Elytren gewölbt. 

; Epitrix coroicensis n. Sp. 


Bolivia, Varel de Ih Bir: Coroico (Mus. G. Frey). 
19 (18) Klein, 1,4—1,5 mm. Thorax in der Mitte weitläufig punk- 


tiert, u nur an den Seiten gewölbt. 
: Epitrix yungarum n. sp. 
oliee Oitoico (Mus. G. Frey); Mapiri (dtto). 

20 (9) Kopf und Halsschild matt, chagriniert. Körper schwarz, 
Basalcallus der Flügeldecken sehr schwach emporgehoben. 

21 (22) Größer, 2 mm, Beine rot, Hinterschenkel und Spitze der 
Hintertibien schwarz. Elytralintervalle flach, Querfurche 
des Halsschildes gerade. . . .  Epitrix suavis n. sp. 

Bolivia: Yungas de la Paz: Coroico (Mus. G. Frey). 

22 (21) Kleiner, 1,5—1,6 mm. Beine rot, Hinterfemora leicht an- 
gedunkelt. Elytralintervalle gewölbt, Querfurche des Hals- 
schildes in der Mitte nach hinten winkelig ausgeschweift. 

Epitrix ocobamba n. sp. 


11* 


164 Entom. Arbeiten aüs dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Perü: Ocobamba (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey); 
Callanga (dito). 


Epitrix wittmeri n. sp. 


Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 28. 11. 1953 (W. 
Wittmer, Mus. G. Frey). 

Long. 1,3 mm. 

Pechschwarz, Flügeldecken dunkelbraun, zur Spitze heller, 
Fühler und Beine gelb. Körper kurzoval, glänzend, Flügeldecken 
spärlich gelblich behaart. 

Kopf glatt, hinter den schräggestellten Querfurchen, welche 
in der Mitte einen stumpien Winkel bilden, mit einzelnen Punkten 
nahe den Augen besetzt. Stirn mehr als doppelt so breit wie ein 
Augendiameter. Antennalcalli schmal, nahe der Ulypealcarina 
knopfförmig erweitert. Clypealcarina scharf, hochgewölbt, T-för- 
mig. Antennen robust, die Mitte der Flügeldecken erreichend, das 
2. Glied länger als das 3. oder das 4. 

Thorax stark quer, mehr als doppelt so breit wie lang, spärlich 
und sehr fein punktuliert (Vergrößerung 20—30 x), hinter der 
antebasalen Querfurche glatt und wulstförmig gewölbt. Seiten 
glattrandig, gerundet, ohne juxtamarginale borstentragende Punk- 
te. Vorderwinkel schräg abgestutzt, an den Seiten winkelig, nicht 
zahnartig vorspringend. Basis (ausgenommen vor dem Schildchen) 
kräftig gerandet. 

Flügeldecken vorne stark und ziemlich weitläufig punktiert, 
ohne Basalcallus und ohne Querdepression, Intervalle plan, nur die 
zwei oder drei lateralen schwach gewölbt. Punkte in dem Apikal- 
viertel undeutlich. Spitze des Abdomens beim 9 abgestutzt, 5 un- 
bekannt. 

Mit E. nicotianae Bryant verwandt, kleiner, Punktierung der 
Elytren hinten abgeschwächt. Sie weicht außerdem von allen süd- 
brasilianischen Arten durch das beim 9 abgestutzte Abdomen ab 
(bei anderen Arten ist es stets zugespitzt). 


Epitrix-Arten von Nova Teutonia (Brasil, Est. Sa. Catarina). 


In unserem Museum befinden sich Hunderte Exemplare, die 
von Herrn Fritz Plaumann in N. Teutonia gesammelt wurden. Mit 
Ausnahme der bunten E. argentiniensis Bryant sind alle anderen 
dunkel und monoton, bieten jedoch (wenn nicht anders angegeben) 
unter 50—100facher Vergrößerung gute Trennungsmerkmale: 


1 (2) 


J. Bechyn6: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 165 


Seiten des Halsschildes ohne Zähnelung (= ohne Härchen, 
welche sich aus einer juxtamarginalen Reihe von Porren- 
punkten aufheben). 


Pechschwarz, glänzend, Fühler und Beine hellbraun, 
Hinterfemora + angedunkelt. Behaarung der Flügeldek- 
ken gelblich. Kopf glatt, glänzend, nur hinten nahe den 
Augen punktiert. Clypealcarina breit, zwischen den Füh- 
lern hochgewölbt, Quercarina fehlend. Antennalcalli flach, 
hinten von schrägen Furchen begrenzt, welche in der 
Mitte in einem stumpfen (120%) Winkel zusammentreten. 
Antennen ziemlich robust, das 3. Glied etwas länger als 
das 2. oder das 4. Thorax stark transversal, mehr als dop- 
pelt breiter als lang, nahe der Mitte am breitesten, Seiten 
gerundet. Vorderwinkel schräg abgestutzt, an den Seiten 
eine stumpfe winkelige Verdickung bildend, nicht zahn- 
artig vorspringend. Oberfläche spärlich aber deutlich 
punktiert (Vergrößerung 20x), hinter der tiefen, in der 
Mitte gewellten Querfurche (welche noch punktiert ist) 
glatt. Basis (ausgenommen vor dem Scutellum) tief ge- 
randet. Flügeldecken an den Seiten regelmäßig gerundet, 
sehr stark punktiert (Vergrößerung 2—3x), ohne Basal- 
beule und ohne postbasale Depression. Intervalle an den 
Seiten gewölbt. Beim 5 ist das 1. Glied der # vorderen 
Tarsen kaum erweitert, und das 5. Abdominalsegment ist 
in der Mitte glänzend mit einem schwachen Sinus. Beim 
Q ist dieses Segment kurz abgerundet und matt. Long. 
1,4—1,7 mm. Gefangen am #. VII. und 11. XI. 1948. Be- 


schrieben von S. Paulo . . Epitrix nicotianae Bryant 


2 (1) Seiten des Halsschildes gezähnelt (= mit einer Reihe 


3(6) 


juxtamarginaler Porrenpunkte, deren Basis seitlich her- 
vortritt und die Zähnelung verursacht). Körper länglicher, 
weniger gerundet. 


Die starke Punktierung des Halsschildes (Vergrößerung 
5—10x) ist gleichmäßig geteilt, d. h. das Feld hinter der 
Querfurche ist ebenso stark punktiert wie die Scheibe. 
Schwarz, Fühler und Beine gelb, Hinterschenkel + 
angedunkelt, Mundorgane rötlich. Behaarung der Fiügei- 
decken lang spärlich, weißgelb. Diese Arten unterscheiden 
sich von E. puberula Boh., welche in Uruguay und in Rio 
Grande do Sul. verbreitet ist, durch größeren Körper und 


166 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


5 (4) 


kürzere, die Mitte der Elytren nicht überragende An- 
tennen. 

Eiytren an den Seiten gerundet. Thorax stark transver- 
sal, mehr als doppelt so breit wie lang. 


Kopf glatt, nahe den Augen, vor und hinter den 
schrägen Stirnfurchen punktiert. Antennalcalli linear, lei- 
stenartig gewölbt. Olypealcarina scharf, T-förmig. An- 
tennite 2, 3 und # von gleicher Länge. Thorax an den 
Seiten schwach gerundet, an den schräg abgestutzten und 
nach außen zahnartig vorspringenden Vorderwinkeln am 
breitesten. Basis in der Mitte ungerandet. Flügeldecken 
dorsal abgeflacht, Basalcallus deutlicher, weil die Basis et- 
was eingesenkt ist, postbasale Querdepression fehlend. 
Beim ist das 5. Abdominalsegment rot, glänzend, in der 
Mitte breit abgeflacht, Sinus schmal, das 1. Glied der 4 
vorderen Tarsen deutlich erweitert. Beim 9 ist das 5. Seg- 
ment mait und zugespitzt, Beine zarter gebaut. Long. 1,6 
bis 1,6 mm. Am 16. IV. 1951 gefangen. Auch von S. Paulo 
(Mus. G. 2 a mir Stücke vor. 

Epitrix olaitisanı n. Sp. 
Flneetdeelen an den Seiten fast parallel. Thorax wenig 
transversal, weniger als doppelt so breit wie lang. 


Kopf glatt, nur hinter den Frontalfurchen nahe den 
Augen mit einzelnen Punkten besetzt. Clypeallängscarina 
scharf, vorne abgeflacht und verbreitert, Quercarina feh- 
lend. Antennalcalli linear, leistenförmig. Das 3. Antennit 
eine Spur länger als das 2. Thorax mit geraden und paral- 
lelen Seiten, Vorderwinkel abgestutzt, nach außen win- 
kelig ausgezogen, nicht zahnartig vorspringend. Basis der 
ganzen Länge nach, in der Mitte feiner als an den Seiten, 
gerandet. Flügeldecken mit einem deutlichen Basalcallus, 
welcher hinten von einer seichten Querdepression akzen- 
tiert ist. Abdomen matt. Beim 5’ ist das 5. Abdominalseg- 
ment nicht abgeflacht, sondern gewölbt, Sinus sehr klein, 
das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen sehr schwach erwei- 
tert. Beim 9 ist das 5. Segment zugespitzt. Long. 1,6 bis 
1,5 mm. Gefangen am 1. und 16. IV. 1951. 2 

Epitrix spyria n. sp. 
Punktierung zwischen der Basis und der Querfurche des 


Halsschildes fehlend, die Querfurche selbst noch punk- 


J. Bechyne@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 167 


tiert. Das antebasale glatte Feld ist wulstförmig gewölbt, 
in der Mitte vor dem Schildehen jedoch + abgeflacht. 

7 (8) Schwarz, Flügeldecken dunkelbraun, Fühler und Beine 
hell. Das 5. Abdominalsegment des 5’ in der Mitte glän- 
zend und breit abgeflacht, die Abflachung hinten mit 
einem merklichen Tuberkel versehen. Bei den beiden Ge- 
schlechtern bilden die Stirnfurchen in der Mitte einen 
stumpfen Winkel. 

Kopf glatt, nur nahe dem Augenhinterrand oberhalb 
der Stirnfurche punktiert. Clypealcarina T-förmig, 
schmal, gewölbt. Das 3. Antennit länger als das 2. Thorax 
1,5x breiter als lang, an den schräg abgestutzten, seit- 
lich zahnartig vorspringenden Vorderwinkeln am breite- 
sten, Seiten schwach gerundet. Basis der ganzen Länge 
nach gerandet. Oberfläche spärlich und stark punktiert 
(Vergrößerung 10x). Flügeldecken dorsal abgeflacht, 
stark aber ziemlich weitläufig punktiert, Intervalle flach. 
Basalcallus nur angedeutet, weil die postbasale Depres- 
sion nur in einer gewissen Lichtrichtung zum Vorschein 
kommt. Beim 5 ist das 1. Glied der #4 vorderen Tarsen 
stark erweitert, beim 9 sind die Beine zarter gebaut und 
das letzte Abdominalsegment ist zugespitzt. Long. 2 bis 
2,2 mm. Gefangen am 16., 18., 19. und 30. IV. und 28. VI. 
I95E.. ... . 2.0. Epitrix deborah n. sp. 

8 (7) Schwarz, Fühler KR Beine hellbraun. Frontalfurchen in 
der Mitte einen rechten Winkel bildend. Das 5. Abdomi- 
nalsegment des 5 ohne Depression und ohne Tuberkel, 
mit einem schwachen Sinus. 

9 (12) Thorax relativ stark punktiert (Vergrößerung 20 x). Kör- 
per größer. 

10 (11) Größer, 2,2—2,5 mm, Thorax stark punktiert (Vergrö- 
ßerung 8—10x), Fühler und Beine heli. 

Stirn glatt, nur hinter den schräggestellten Furchen 
nahe den Augen mit einzelnen Punkten besetzt. Anten- 
nalcalli linear, eine scharfe Leiste bildend. Clypealcarina 


T-förmig, 5 


(die dünn- 
sten) mindestens so dick wie die Vordertibia an der Ba- 
sis, Glieder 2—4 von gleicher Länge. Thorax glänzend 
(3) oder an der Basis hinter der Querfurche fein chagri- 
niert, daher matt erscheinend (2), 1,5x breiter als lang, 
Seiten gerade. Vorderwinkel schräg abgestutzt und seit- 


168 


11 (10) 


Entom Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


lich zahnartig vorspringend. Basis gerandet. Flügeldecken 
ziemlich lang behaart, stark punktiert, Intervalle flach. 
Basalcallus schwach, postbasaler Quereindruck flach. 
Beim 5 ist das letzte Abdominalsegment in der Mitte des 
Hinterrandes kurz abgeflacht, Sinus klein und das 1. Glied 
der 4 vorderen Tarsen mäßig erweitert. Beim 9 sind die 
Beine zarter gebaut, und das 5. Segment ist ern 
ee am 30. IV., 6. und 10. V. 1951. 


Epitrix miraflora n. sp. 


Kleiner. 1. 82 mm. Thorax erst unter 20facher Vergrö- 
ßerung deutlich punktiert, Hinterschenkel und Fühler- 
spitze, zuweilen auch die distale Spitze der Tibien 
schwärzlich. 

Stirn glatt, mit einzelnen Punkten nahe dem Augen- 
hinterrand hinter den Furchen. Antennalecallı linear, lei- 
stenförmig. Clypealcarina scharf, T-förmig. Antennen 
sehr zart, Glieder 3—5 nur halb so dick wie die Vorder- 
tibia an der Basis, Glied 2 etwas kürzer als die folgenden. 
Thorax bei beiden Geschlechtern stark glänzend, 1,5x 
breiter als lang, Vorderwinkel seitlich nur schwach vor- 
springend, Basis fein gerandet. Elytren wie bei der vori- 
gen Art, aber feiner und weitläufiger punktiert. Beim 
ist das letzte Abdominalsegment gleichmäßig gewölbt, Si- 
nus sehr klein, das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen kaum 
erweitert. Abdomen des Q zugespitzt. Gefangen am 4. VII. 
1948, 8. IX. 1950, 1., 16. und 19. IV. und 1. V. 1951. Von 
Herrn F. Plaumann auch in Matto Grosso gesammelt: Rio 


Caraguata, III. 1953. . . . .  Epitrix fallada n. sp. 


12 (9) Thorax in der Mitte erst unter 30—50 facher Vergröße- 


rung sichtbar punktiert. Körper sehr klein, 1,2—1,4 mm. 
Wie die vorige Art, aber die Fühler (Basis ausgenom- 
men) und Beine pechbraun. Clypeus ohne Quercarina, 
Flügeldecken weder mit Basalcallus noch mit postbasaler 
Querdepression. Gefangen am 10. VII. 1943, 18. IV.und 
1. V. 1951. . . . ....... Epitrix catharina n. sp. | 


Epitrix inflatipes n. sp. 


Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 26. XI. 1949 
(W. Wittmer, Mus. G. Frey). 


Long. + 2 mm. 


J. Bechyn6ö: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Altieidae 169 


Rotbraun, Fühler und Beine heller, Spitze der Hintertibien 
tiefschwarz, Unterseite und Vertex pechschwarz. Flügeldecken 
spärlich, ziemlich lang, goldgelb behaart. Körper länglich, Ober- 
seite glänzend. 

Kopf glatt, hinter den schrägen Stirnfurchen nahe den Augen 
punktiert. Antennalcalli linear, Clypealcarina scharf und lang, 
vorne zwischen den Fühlern verbreitert und abgeflacht, Quer- 
carina fehlend. Fühler robust, die Mitte der Elytren weit über- 
ragend, das 2. Glied wesentlich länger als das 3. oder das 4. 


Thorax 1,5x breiter als lang, an den schräg abgestutzten, 
nach außen mächtig zahnartig vorspringenden Vorderwinkeln am 
breitesten. Seiten fast gerade, deutlich nach hinten konvergierend. 
Scheibe fein (Vergrößerung 20x), die tiefe Querfurche gröber 
punktiert, hinter der letzteren ein gewölbtes punktfreies Feld. Ba- 
sis der ganzen Länge nach gerandet. 

Flügeldecken breiter als das Halsschild, an den Seiten fast 
parallel, Basalcallus kräftig, postbasale Querdepression deutlich. 
Punktierung vorne stark, hinten viel feiner, Intervalle flach, an 
den Seiten gewölbt. Hintertibia des 5’ zur Spitze sehr stark ver- 
dickt, dann im Apikalviertel innen plötzlich in Stufenform stark 
verschmälert, Sinus schwach. 

Alle 3 untersuchten Exemplare sind 57. Die Färbung, das 
nach hinten verschmälerte Halsschild und die Form der Clypeal- 
carina werden wahrscheinlich auch das bisher unbekannte 9 von 
den anderen Arten trennen. Unter den 57 ist dies die einzige Art 
mit verdickten Hintertibien, welche aus Südamerika bekannt ist. 


Acallepitrix ireyi n. sp. 


Venezuela: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey); ibid., 
IV. 1949 (Mareuzzi, Inst. biol. Univ. Caracas). 

Long. 2,2 mm. 

Schwarz, Beine (Hinterschenkel ausgenommen) und Fühler- 
basis rotgelb, Flügeldecken metallisch blauschwarz. 

Diese Form ist mit anderen aus Venezuela stammenden Arten 
verwandt: 


1 (2) Thorax sehr stark, so stark wie die Flügeldecken punk- 
tiert (Vergrößerung 2—3x). Unten rotbraun, Oberseite 
schwarz, Fühler und Beine (Hinterfemora ausgenommen) 
strohgelb, Oberseite glänzend, Kopf und die abgerundeten 
Vorderwinkel des Halsschildes + rot durchscheinend, die 


170 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


antebasale Querfurche des letzteren seicht. Long. 1,6 bis 
mm a . .  Acallepitrix maracaya n. sp. 
Rancho Gr u 1. 1954 (G. & H. Frey) ; ibid. III. 1949 
(Marcuzzi, Inst. Biol. Univ. Caracas). 
2 (1) Thorax viel feiner als die Flügeldecken punktiert, Kör- 
per größer und wenigstens zum Teil metallisch gefärbt. 
3 (+) Vorderwinkel des Halsschildes seitlich zahnartig vorsprin- 
gend. Vorderkörper matt und schwarz, Flügeldecken glän- 
zend, metallisch. Kopf wie bei allen hier erwähnten Arten 
ohne Punktierung, Thorax punktiert (Vergrößerung 10x) 
mit einer tiefen antebasalen Querfurche. Long. 2,2 mın. 
; Acalepitrix freyi n. sp. 
Vor He w inkel des bon Punkteren Halsschildes (Vergrö- 
Berung 20x) abgerundet, seitlich nicht heraustretend. Die 
ganze Oberseite ist metallisch. 
5 (6) Antebasale Querfurche des Halsschildes breit und sehr 
seicht. Long. 2,5—2,5 mm.  Acallepitrix rozei Bechyne 
Miranda. 
, (5) Diese Furche ist scharf und tief inskulptiert. 
(8) Kleiner, 2,2 mm, oben bronzegrün, Antennalcalli tuber- 
Tıorsn. oval, Antennite 2—5 von gleicher Länge. 


Ian 
En 
an 
eg 


: Acallepitrix scaeva n. sp. 
Ranako Gr ie I. 1954 (G. & H. Frey). 
6 (7) Größer, + 3 mm, oben stahlblau. Antennalcalli linear, lei- 
stenförmig, Antennite 4 und 5 viel länger als 2 oder 3, 
Acallepitrix helga n. sp. 
ae . 1954 G. & H. Frey); Rancho Grande, I. 
1954 (dtto). 


Acallepitrix rufobrunnea n. sp. 


Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Serra dos Orgäos, 1200 m, 5. I. 
1952 (W. Wittmer, Mus. G. Frey). 

Long. 2,2 mm. 

Rotbraun, glänzend, Sternum dunkler, Fühler und Beine 
gelbbraun. Körper kurzoval, kahl. 

Mit A. immetallica Bech. verwandt, anders gefärbt und durch 
folgende Merkmale zu unterscheiden: 


A. immetallica: A. rufobrunnea: 


Vorderwinkel des Hals- Vorderwinkel des Thorax 
schildes schräg abgestutzt, seit- schräg abgestutzt, an den Sei- 


J. Bechyn@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 171 


lich zahnartig 
Seiten parallel. 


vorspringend; 


Punktierung des Halsschil- 
des dicht und grob (Vergröfßse- 
rung 10x). 

Basalcallus der Flüge'dek- 
ken nur angedeutet, postbasaler 
Quereindruck fehlt. 


Alie Elytralintervalle plan, 
Punktierung überall gleichmä- 
Sig stark. 


ten jedoch kaum winkelig her- 
austretend; Seiten nach vorne 
stark verengt. 

Punktierung des Halsschil- 
des fein (Vergrößerung 20 bis 
30 x) und weitläufig. 

Basalcallus der Flügeldek- 
ken kräftig emporgehoben, hin- 
ten von einer mächtigen Quer- 
depression begrenzt. 

Die 
rippenartig gewölbt, Punktie- 


lateralen Intervalle 


rung vorne stark, hinten viel 


feiner. 


Acallepitrix homoplana n. sp. 


Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 16. et 19. iV. 1951 
(#. Plaumann, Mus. G. Frey). 

Long. + 2 mm. 

Rotbraun, glänzend, Fühlerspitze und Sternum angedunkelt, 
Fühlerbasis und Tarsen heller. Körper kahl, kurzoval. 

Diese Art unterscheidet sich von A. immetallica und A. rulo- 
brunnea einwandfrei durch Mangel der Quer- und Basaldepres- 
sion am Thorax. Die Punktierung des Halsschildes ist wie bei 4. 
rufobrunnea, während die Flügeldecken nur einen schwach em- 
porgehobenen Basalcallus wie bei A. immetallica haben, sie sind 
vorne stärker als hinten punktiert, und die Lateralintervalle sind 
leicht gewölbt. 


Acallepitrix punetum n. sp. 


Brasil: Est. Minas Gerais: Passa Quattro (coll. Heikertinger. 
Mus. G. Frey). 
Long. 1,1 mm. 


Pechbraun, Fühler und Beine rotbraun. Körper kurzoval. mä- 
Big glänzend. 


Die kleinste bisher bekannte Acallepitrix-Art, mit den vor- 
hergehenden verwandt. Sie unterscheidet sich kollektivweise von 
ihnen durch Mangel der Querfurche vor der Basis des Halsschildes, 
aber die kurzen Basalfurchen jederseits sind tief grubenförmig in- 
skulptiert. Die Flügeldecken haben weder ein Basalcallus noch eine 


172 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


postbasale Depression, vorne stark mit gewölbten Intervallen 
punktiert, im Apikaldrittel ganz glatt. 


Acallepitrix angela n. sp. 


Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 1.—1I1l. 1952 (W. 
Wittmer, Mus. G. Frey). 

Long. 1,5 mm. 

Schwarz, stark glänzend, Fühler und Beine strohgelb, alle 
Schenkel in der Mitte breit schwarz geringelt. Körper sehr kurz 
oval, Flügeldecken mit feinen und spärlichen kurzen Härchen 
(Vergrößerung 50—100 x). 

Durch die Thoraxskulptur (Basis jederseits mit einem Grüb- 
chen, Querfurche fehlt) ist dieser Käfer mit der vorigen Art ver- 
wandt, aber größer, anders gefärbt, Flügeldecken gleich stark bis 
zur Spitze punktiert (Vergrößerung 5—6x) mit an den Seiten ge- 
wölbten Intervallen, einem schwachen Basalcallus und dahinter 
einer schwachen Querdepression. 


Aeallepitrix raphaela n. sp. 


Bolivia: Mapiri (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey). 

Long. 2,6 mm. 

Pechschwarz, oben tiefschwarz, stark glänzend, Fühlerbasis, 
Spitze der Tibien und Tarsen rotgelb. Körper kurzoval, kahl. 

Durch die Halsschildform ist diese Art mit den beiden vor- 
hergehenden verwandt, viel größer, anders gefärbt, Thorax mit 
gerundeten Seiten, dicht und deutlich punktiert (Vergrößerung 
{—15 x), Flügeldecken vorne wesentlich stärker als hinten punk- 
tiert, mit flachen Intervallen und einem kleinen Basalecallus. 


Acallepitrix aegidia n. sp. 


Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 10. et 28. VI. 1951 
(F. Plaumann, Mus. G. Frey). 
Long. 2,2—2,3 mm. 


Pechbraun, Kopf, Halsschild, Epipleuren und der Seitenrand. | 
der Elytren vorne rot, Knie bräunlich, Fühlerbasis gelbrot. Labrum 


| 
| 


und Flügeldecken schwarz. Von kurzovaler Gestalt, oberseits glän- 
zend. 


Kopf glatt, Stirn kaum doppelt so breit wie ein Augendurch- | 


messer, dicht hinter den leistenartigen queren Antennalcalli von 
unregelmäßigen Grübchen uneben geworden. Olypealcarina scharf, 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 25 


hochgewölbt. Fühler die Mitte der Fiügeldecken knapp erreichend, 
zur Spitze merklich verdickt, das 3. Glied länger als das 2., so lang 
wie das 4. , 

Thorax doppelt breiter als lang, an der Basis am breitesten, 
Seiten schwach gerundet, nach vorne leicht verengt, Vorderwinkel 
schräg abgestutzt, seitlich vorspringend. Oberfläche deutlich, in 
der tiefen Querfurche stärker punktiert (Vergrößerung 20 x). 

Flügeldecken sehr kurz und spärlich behaart, stark punktiert, 
Intervalle glatt, die 2 lateralen gewölbt. Basalcallus gro, post- 
basale Querdepression kräftig. Das 5. Abdominalsegment des © 
grob runzelig punktiert. 

An der Färbung und an der Skulptur des letzten Abdominal- 


segmentes leicht wiedererkenntliche Art. 


Sangaria haagi Harold (nov. comb.) 


Die Exemplare aus Zentral-Amerika, welche M. Jacoby als 
Sangaria haagi betrachtete (und dazu als Synonym seinen Mono- 
platus quadraticollis stellte), gehören anderen Arten an. Am besten 
können die entsprechenden Unterschiede in der folgenden Tabelle 
der bisher bekannten Sangaria-Arten aufgezählt werden: 


1 (2) Thorax transversal, deutlich breiter als lang. 3. Antennit 
viel länger als der 2. Spitze jeder Flügeldecke regelmäßig 
gerundet. Long. +3 mm. .  Sangaria haroldi Jacoby 

Venezuela. 

2 (1) Prothorax quadratisch, Antennite 2 und 3 beinahe von 
gleicher Länge. 

3 (4) 7. Intervall der Eiytren costiform (9) oder wenigstens vor 
der Mitte deutlich gewölbt (5). Rot bis braun, Flügel- 
decken metallisch blau. Long + 4 mm. (5. haagi Jac. nec 
Har.) . 2 202020202020... Sangaria jacobyi n.sp. 

* (5) Alle Elytralintervalie flach, manchmal ist beim 2 der 7. 
hinter dem Humeralcallus undeutlich gewölbt. 

5 (10) Elytren ohne einen latero-apicalen Winkel, hinten regel- 
mäßig gerundet. 


6 (7) Antennen des 5 so lang wie der ganze Körper, beim Q 
34 der Flügeldecken erreichend. Gelblich, Flügeldecken 
mit einem + deutlichem Metallschein. Long. 3—3,5 mm. 
Sangaria haagi Harold 


Colombia. 


174 3 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


7 (6) Fühler des 5 3/4, die des 2 die Mitte der Flügeldecken er- 
reichend. Färbung dunkler. 

3 (9) Rotgelb, Abdomen schwärzlich, Elytren lebhaft metallisch 
violett. Kopf ohne Punktierung, Seiten des Halsschildes 
vollkommen geradlinig, von der Basis nach vorne leicht 
divergierend. Long. 3,5—4+ mm. Sangaria peruana n.sp. 

Peru: Callanga (Mus. G. Frey). 

9 (8) Pechbraun, Clypeus und Beine (Hinterfemora ausgenom- 

men) rotbraun. Kopf am Vertex dicht und deutlich punk- 

tiert (Vergrößerung 10x). Thorax nahe der Mitte am brei- 

testen, Seiten deutlich gerundet. Long. 3 mm. 

ß Sangaria piceola n. sp. 
Pe u: anetsate il Heikertinger, Mus. G. Frey). 
Flügeldecken hinten abgestutzt, so daß ein latero-apika- 
ler Winkel deutlich zum Vorschein kommt (wenn auch ab- 
gerundet). Gelblich, Flügeldecken an der Basis mit einem 
metallisch grünen Fleck, Sternum und Abdomen schwärz- 
lich. Der Fleck der Flügeldecken ist manchmal in Form 
einer Längsbinde bis nahe der Spitze verlängert. Long. 
35—3,2 mm.  . . . . Sangaria quadraticollis Jacoby 


10 (5 


Wl 
Sen 


Guatemala. — Costa Rica. 
Die nordamerikanische S. flexicaulis Schaeffer ist mir in na- 
tura nicht bekannt, scheint aber sehr nahe mit 5. quadraticollis 
verwandt zu sein. 


Diphaulaca spiniventris n. sp. 


Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 6. XI. 1944, 9. IX. 
1950, 22. XI. 1950 et 11. VI. 1951 (F. Plaumann, Mus. G. Frey). 

Long. 3,5—4 mm. 

Schwarz, oben metallisch blau oder violett, Fühlerbasis und 
die + vorderen Schenkel gelbbraun, Tibien und Tarsen dunkel- 
braun, Hinterschenkel mit einem grünen Metallschimmer. 


Durch Vorhandensein einer tiefen Frontalfoveole und durch 
die Skulptur ist diese Art mit D. fossifrons Har. verwandt, von 
welcher sie sich unterscheidet, von der Färbung abgesehen, durch 
eine ganz außerordentliche Bildung des Abdomens des J': In der 
Mitte der ersten 2 Bauchringe befindet sich eine ovale tiefe Grube, 
welche von den lappenförmigen Erhabenheiten dieser Ringe jeder- 
seits eingeschlossen ist. Diese Erhabenheiten sind innen dicht be- 
haart. 3. Segment normal. #4. Segment trägt in der Mitte einen 


J. Bechyr&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 1 


ar 
ıoı 


großen gelben Tuberkel. 5. Segment mit großem Sinus. Hinter- 
tibien vor der Spitze stark verdickt. Das 1. Glied der Hintertarsen 
des Z' ist wesentlich mehr verbreitert als dasselbe Glied der # vor- 
deren Tarsen (bei den verwandten Arten ist es umgekehrt). 

Alle 4 untersuchten Exemplare sind 3’. 


Diphaulaca ingenua Erichson 


Perü: Valle Chanchamayo, 800 m, VIII. 1951 (Dr. W. Wey- 


rauch). 


Diphaulaca aulica Olivier 


Trinidad (B. W. 1.), XIL 1953 (G. & H. Frey). 


Diphaulaca wittmeri n. sp. 


Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 27. I. 1952 (W. 
Wittmer, Mus. G. Frey). 

Long. 3,2—3,5 mm. 

Schwarz, glänzend, Prosternum, Kopf, Fühlerbasis und Tho- 
rax rotgelb, Labrum und Palpen schwarz, Flügeldecken metallisch 
schwarz-violett. 

Kopf glatt, nur Orbiten hinten mit einigen größeren Punkten 
besetzt. Clypealcarina tuberkelförmig, sehr kurz. Antennalcalli 
schwach gewölbt, klein, vorne von der Clypealcarina durch eine 
Querfurche getrennt, welche sich an den Seiten mit den tiefen ge- 
radlinigen Orbiten verbindet. Antennen die Mitte der Elytren nicht 
erreichend, das 3. Glied das längste. 

Thorax stark quer, mehr als doppelt so breit wie lang. Seiten 
parallel, fast geradlinig, breit abgesetzt. Vorderwinkel seitlich 
zahnartig erweitert, Hinterwinkel scharf. Oberfläche undeutlich 
punktuliert (Vergrößerung 20—30 x), Querfurche vor der Basis 
sehr tief. 

Flügeldecken breiter als das Halsschild, in Längsreihen, vorne 
stark (Vergrößerung 5—8x), hinten undeutlich punktiert. Hu- 
meralcallus groß, Basalcallus flach, postbasale Querdepression 
kaum erkennbar. 

o'. Alle Basitarsite erweitert, Sinus deutlich, auf dem Mittel- 
lappen desselben jederseits ein Quertuberkel herausragend. 

Q. Beine zart gebaut, Abdomen zugespitzt. 

Dies ist die kleinste südbrasilische Art mit rotem Vorderkör- 
per, durch das Vorhandensein von 2 Quertuberkeln auf dem letz- 
ten Abdominalsegment des 5 gut charakterisiert. 


176 Entom. Arbeiten aus dem Müseum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Diphaulaca palmarensis n. sp. 


Bolivia: Yungas del Palmar, 2000 m (Zischka, Mus. G. Frey). 

Long. 6 mm. 

Blauviolett, oberseits glänzend, Fühlerbasis bräunlich. 

Mit D. suleifrons Har. verwandt, viel größer, Olypealcarina 
bis zwischen die weit voneinander stehenden Antennalcalli ver- 
längert. Die Stirnfoveole befindet sich zwischen den Antennalcalli 
(bei D. suleifrons hinter ihnen). Basalquerfurche des Halsschildes 
ist in der Mitte stark nach hinten lappig ausgezogen, und die Ely- 
tralpunktierung ist in unregelmäßigen Reihen geordnet. 


Diphaulaca columbina Boheman (nov. comb.) 


Diese Art wurde zuerst von Boheman in der Gattung Haltica 
beschrieben, später von Harold unter dem Namen Diphaulaca 
angularis veröffentlicht. 


Chaetocnema melania n. sp. 


Perü: Marcapata (Mus. G. Frey). 

Long. 1,6—1,5 mm. 

Schwarz, Tibien, Tarsen und Antennen braun. Körper ge- 
wölbt, länglich. 

Kopf glatt, nur nahe dem Hinterrande der Augen mit einzel- 
nen eingestochenen Punkten, am Vertex fein chagriniert (Vergrö- 
ßerung 50—100 x), Olypeus glänzend, zwischen den verhältnismä- 
ßig weit voneinander eingefügten Fühlern gewölbt. Dicht hinter 
der Fühlerbasis befindet sich eine tiefe Querfurche, welche sich 
jederseits im Winkel mit den Augenfurchen vereinigt. Fühler die 
Mitte der Flügeldecken nicht erreichend, robust, Glieder 3—6 gra- 
zil, das 3. das längste. 


Thorax fast doppelt so breit wie lang, im Niveau der schräg 
abgestutzten und seitlich heraustretenden Vorderwinkel am brei- 
testen. Seiten fast geradlinig nach hinten verengt, Basis gerandet. 
Oberseite matt, Retikulierung unter 20facher Vergrößerung gut 


sichtbar, deutlich punktiert. 


Flügeldecken breiter als das Halsschild, sehr regelmäßig in 
Längsreihen, vorne stark, hinten schwächer punktiert, Längsreihen | 
in Furchen liegend, welche gegen die Spitze nicht abgeschwächt 


ng 


sind. Intervalle glatt, gewölbt und glänzend, ohne Retikulierung. | 


Humeralcallus deutlich, postbasaler Eindruck fehlt. Epipleuren 


ohne Punktierung. 


J. Bechynd: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae er. 


Eine kleine Ärt, weiche an der Struktur des Kopies erkenn- 
bar ist. 


Chaetocnema kimi n. sp. 


Perü: Marcapata (Mus. G. Frey); Callanga (coli. Heikertinger, 
Mus. G. Frey). 

Long. 1,2—1,4 mm. 

Schwarz, oberseits mit einem bronzegrünen Schimmer, Fühler 
und Beine (Hinterschenkel ausgenommen) gelbbraun. Körper 
länglich. 

Kopf matt, mikroskopische Retikulierung unter 10facher Ver- 
größerung schon gut sichtbar, nicht punktiert mit Ausnahme einer 
Reihe gröberer Punkte, welche sich nahe dem innenrande des 
Auges bis auf den Vertex hinzieht. Ulypeus breit, zwischen den An- 
tennen gewölbt, hinten von einer in der Mitte unterbrochenen 
Querfurche, d. h. jederseits mit einer queren Foveole, die sich mit 
den Augenfurchen verbindet, begrenzt. Fühler wie bei der vorigen 
Art gebildet. 

Thorax transversal, fast doppelt so breit wie lang, an der Ba- 
sis am breitesten. Seiten gerandet, schwach gerundet und nach 
vorne verengt. Vorderwinkel schräg abgestutzt, Basis gerandet. 
Oberfläche matt (wie der Kopf) und grob punktiert (Vergrößerung 
I—IxX). 

Elytren breiter als das Halsschild, stark in sehr regelmäßigen 
Längsreihen punktiert, Punkte hinten etwas kleiner als vorne. In- 
tervalle glatt, gewölbt, stark glänzend. 

Kleiner als die vorhergehende Art, anders skulptiert und von 
ganz anderer Struktur des Kopfes und des Halsschildes. 


Chaetocnema daphne n. sp. 


Perü: Pachitea (Mus. G. Frey). 

Long. 2 mm. 

Schwarz, oben bronzebraun, Tibien, Tarsen und die ersten 
Antennite rotgelb. Körper kurzoval. 

Kopf matt, sehr fein retikuliert (Vergrößerung 50—100 x), 
glatt, nur nahe dem Hinterrand der Augen mit einigen Punkten 
besetzt. Olypeus breit und schwach gewölbt, hinter den weit von- 
einander entfernten Fühlern von einer gebogenen, in der Mitte 
auffallend vertieften Querfurche begrenzt, welche sich jederseits 
mit den Augenfurchen vereinigt. Antennen die Mitte der Flügel- 


Entomol. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 1 12 


178 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


decken nicht überragend, zart gebaut, Glieder 3—5 von gleicher 
Länge, die folgenden kürzer und schwach verdickt. 

Halsschild fast doppelt breiter als lang, in der Mitte am brei- 
testen, Seiten regelmäßig und ziemlich stark gerundet. Vorder- 
winkel rechteckig, Hinterwinkel stumpf. Basis sehr fein gerandet. 
Oberfläche fein retikuliert und ziemlich stark punktiert (Vergrö- 
Berung 10x). 

Flügeldecken breiter als der Thorax, Humeralcallus groß, 
stark punktiert-gestreift, Punktierung hinten nicht abgeschwächt. 
Intervalle stark glänzend, glatt, gewölbt. 

Eine größere Art mit sehr charakteristischer Form des Hals- 
schildes. 


Chaetocnema margherita n. sp. 


Perü: Pachitea (Mus. G. Frey). 

Long. 2,5 mm. 

Schwarz, Tibien pechbraun, Tarsen und Antennite 2 und 3 
rot. Körper kurzoval. 

Kopf matt, fein retikuliert (Vergrößerung 50—100 x), ohne 
Punktierung am Vertex. Olypeus an den Seiten runzelig punktiert, 
zwischen den Fühlern einen flachen Tuberkel bildend, hinten von 
einer undeutlichen Querfurche begrenzt. Augenfurchen tief, hin- 
ten nahe dem Innenrande der Augen grubenartig erweitert. Füh- 
ler zart, die Mitte der Flügeldecken erreichend. 

Halsschild stark glänzend (auch unter 200facher Vergröße- 
rung ist keine Retikulierung sichtbar), doppelt breiter als lang, 
nahe der Mitte am breitesten. Seiten schwach gerundet, Vorder- 
winkel schräg abgestutzt. Basis gerandet. Oberfläche fein punk- 
tuliert (Vergrößerung 50 x). 

Elytren breiter als der Thorax, sehr regelmäßig, vorne stark, 
hinten undeutlich punktiert, Intervalle fein retikuliert (Vergröße- 
rung 100—200 x), ohne Punkte, die 2 lateralen leicht gewölbt. 
Humeralcallus groß, postbasale Depression deutlich. 

Große Art, welche an ihrer Skulptur kenntlich ist. 


Chaetocnema mapiriensis n. sp. 


Bolivia: Mapiri (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey). 
Long. 5 mm. 


Schwarz, glänzend, Beine und Fühler gelb, Hinterfemora dun- 
kelbraun bis schwarz. 


J. Bechyn@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 179 


Mit der vorigen Art verwandt, anders gefärbt, Glypeus zwi- 
schen den Fühlern plan, breit, hinten von einer tiefen mit den 
Augenfurchen vereinigten Querfurche getrennt, Prothorax fein 
und spärlich punktiert (Vergrößerung 20x), die Punkte länglich, 
Retikulierung unter 100facher Vergrößerung sehr deutlich zum 
Vorschein kommend, Vorderwinkel breit abgerundet. Flügel- 
decken bis zur Spitze deutlich punktiert, Intervalle punktuliert, 
costiform, nur die ersten 3 flach. Körper robuster gebaut. 


Chaetocnema robusta Baly 


Brasil, Est. Parana: Joinville — Curitiba, 16. I. 1953 (W. 
Wittmer, Mus. G. Frey). 


Eine ohne näheren Fundort beschriebene Art. 


Chaetocnema mexicana Baly (nov. comb.) 


Costa Rica: Surrubres (Mus. G. Frey). 

Bei der Untersuchung einer kleinen Serie aus dem oben er- 
wähnten Fundort zeigte sich das gleiche Phänomen in der Hals- 
schildstruktur, wie es Jacoby beschrieben hat. Die Exemplare mit 
schmalem Thorax sind 57, die mit einem breiten 99, welche unter 
dem Namen Cr. divergens von Jacoby als species propria beschrie- 
ben sind. 


Chaetoenema-Arten aus Kolumbien und Venezuela. 


Ch. myersi Bryant (Ann. Mag. N. H. [11] 11, 1944, p. 554, 
fig. 3) aus Venezuela, mir in natura unbekannt, ist in der folgen- 
den Übersicht nicht eingeschlossen. Der Beschreibung nach weicht 
sie von allen südamerikanischen Arten durch den breiten Kopf ab, 
welcher im Niveau der Augen beinahe so breit wie der Vorderrand 


des Halsschildes ist. 


1(4#) Kopf und Halsschild punktiert. Clypealcarina fehlend. 
Die mir unbekannte Ch. solida Har. (Colombia) ist 
2,7 mm lang, und nach der Beschreibung weicht sie von 
den 2 folgenden Arten durch verworrene Punktierung des 
Scutellarfeldes der Elytren ab. 

2 (3) Körper kleiner, unter 2 mm. Oberseite matt, metallisch 
erzfarbig mit einem Kupferglanz, Vorderkörper fein 
punktiert. Antennen die Mitte der Flügeldecken errei- 
chend. Thorax an den Seiten gerundet, doppelt breiter als 


12? 


180 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


ne Lateralintervalle der Flügeldecken gewölbt. 
i Chaetocnema steinheili Baly 
Cl Rio Magdalena. 

3 (2) Größer, 2,2—2,3 mm, Oberseite mäßig glänzend, metal- 
lisch bronzebraun, Fühler und Beine gelb, Hinterfemora 
dunkel, die letzten Antennite angedunkelt. Fühler kurz, 
nur das 1. Drittel der Elytren erreichend, zur Spitze mä- 
Big verdickt. Thorax an der Basis am breitesten, 1,5 x 
breiter als lang, Seiten gerade nach vorne konvergierend, 
Punktierung stark (Vergrößerung 10x), stärker als die des 
Kopfes. Vorderwinkel abgerundet. Flügeldecken nach hin- 
ten ausgezogen, stark punktiert, Intervalle giatt und plan. 

BI: Uhaetocnema vaiera n. Sp- 
Vene van — La Ceiba, 2. VIII. 1950 H. J 
MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam). 

+ (1) Kopf glatt, nur nahe den Augen mit einigen + deutlichen 
Punkten versehen. Ulypealcarina meistens deutlich. 

(16) Flügeldecken stark glänzend, viel glänzender als das 
Halsschild, Mikroskulptur (Punktulierung ausgenommen) 
unter 50—100facher Vergrößerung nicht sichtbar. 

6 (7) Thorax sehr spärlich mit groben Punkten besetzt (Vergrö- 

ßerung 3x), Vorderwinkel rechteckig. 

Schwarz, oben metallisch erzfarbig, die 3 ersten An- 
tennite rot. Kopf ohne Punktierung, Antennen fast die 
Mitte der Flügeldecken erreichend, robust, zur Spitze 
stark verdickt, Glieder 7—10 transversal. Halsschild dop- 
peit breiter als lang, in der Mitte am breitesten, Seiten 
stark gerundet, Basis fein gerandet. Flügeldecken stärker 
als das Halsschild punktiert, Intervalle leicht gewölbt. 
Long. 1,5 mm. . . . .  Chaetocnema lacustris n. sp. 

Venezuela: Laguna de Maracaibo (Mus. G. Frey). 

7 (6) Thorax fein punkiiert (Vergrößerung 20—30 x), Vorder- 
winkei schräg abgestutzt oder ganz abgerundet. 

ö (11) Thorax stark transversal, mehr als doppelt so breit wie 
lang, feiner punktiert. 

9 (10) Thorax mit fast parallelen und fast geradlinigen Seiten. 
Schwarz, Vorderkörper mit einem starken metallisch 
bronzebraunen Schimmer, Fühler (zur Spitze angedun- 
kelt) und Beine gelb, Schenkel dunkel. 

Kopf nahe den Augen punktiert. Fühler zart, die | 
Mitte der Flügeldecken nicht erreichend, zur Spitze nur | 


ar 


J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 181 


schwach verdickt, alle Glieder viel länger als breit. Vor- 
derwinkel des Halsschildes schräg abgestutzt und abge- 
rundet, Basis fein gerandet. Elytren stark punktiert, In- 
tervalle zerstreut punktuliert, die lateralen gewölbt. Long. 


12—1,3 mm. . . . Chaetoenema macgillavryi n. sp. 
Venezuela: Encontrados, 17. VO. 1930 (H. 3. Mac 
Giliavry, Zoel. Mus. Amsterdam); La Fria — Encontra- 


dos, 22. VII. 1930 (dtto); Valera — La Ueiba, 2. VIil. 
1930 (dtto). 

!0 (9) Thorax nahe der Mitte am breitesten mit gerundeten Sei- 
ten. Schwarz, Oberseite metallisch bronzebraun, Fühler 
(zur Spitze angedunkelt) und Beine gelb, Hinterschenkel 
pechbraun, Ciypeus rötlich. 

Kopf nahe den Augen punktiert. Antennen ziemlich 
kräftig gebaut, alle Glieder länglich, die apikalen merk- 
lich verdickt. Vorderwinkel des Halsschildes abgerundet, 
Basis mit einer Reihe größerer Punkte gerandet. Flügel- 
decken stark punktiert, alle Intervalle glatt und flach. 
Long. 1,6—1,7 mm. .  Chaetocnema hereditaria n. sp. 

Venezuela: Encontrados, 17. VII. 1950 (H. J. Mac 
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam); La Fria — Encontra- 
dos, 22. VII. 1930 (dtto). 

i1 (8) Thorax schwach transversal, + 1,5x breiter als lang. 

12 (13) Thorax 1,5—1,6x breiter als lang, unter 20facher Ver- 
größerung deutlich punktiert, nahe der Mitte am breite- 
sten, Seiten deutlich gerundet. Färbung wie bei der vori- 
gen Art. 

Kopf auf dem Vertex nahe dem Augenhinterrand 
kräftig punktiert. Fühler lang, die Mitte der Flügeldecken 
weit überragend, zart, zur Spitze kaum verdickt. Thorax 
an der Basis fein gerandet, Vorderwinkel breit abgerun- 
det. Flügeldecken stark punktiert, Intervalle gewölbt. 
Long. +1,5>mm. . . . Chaetocnema maracaiba n. sp. 


Venezuela: Encontrados, 17. VII. 1930 (H. J. MacGil- 
iavry, Zool. Mus. Amsterdam); Encontrados — Boca de R. 
la Grita, 18. V11.1930 (dtto); Valera — La Ueiba, 2. VIII. 
1930 (dtto). 
13 (12) Thorax sehr schwach transversal, 1,3x breiter als lang, 
Seiten geradlinig. Fühler kürzer, wie bei Ch. hereditaria 
gebaut. 


182 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


14 (15) Färbung wie bei den vorigen Arten. Kopf ohne Punktie- 
rung. Halsschild unter 20facher Vergrößerung deutlich 
punktiert, mit abgerundeten Vorderwinkeln. Flügeldek- 
ken stark punktiert, die lateralen Intervalle gewölbt. Kör- 
per langgestreckt. Long. 1,35—1,4+ mm. FABPA 

a Chaetocnema ceihe n. Sp. 

ne Vals — La Ceiba, 2. VIII. 1950 (H. J. 
MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam). 

15 (14) Schwarz, Fühler und Beine pechbraun, die ersten Anten- 
nite heller. Oberseite metallisch bronzebraun, grünlich 
oder bläulich schimmernd. 

Kopf nahe den Augen mit einigen eingestochenen 
Punkten. Thorax klein, viel schmäler als die Flügeldecken, 
an den schräg abgestutzten Vorderwinkeln am breitesten, 
Seiten geradlinig nach hinten konvergierend. Oberseite 
unter 20facher Vergrößerung ohne deutliche Punktierung, 
Basis kräftig gerandet. Flügeldecken stark punktiert, In- 
tervalle an den Seiten gewölbt. Long. + 1,5 mm. 

RE ERS i Chaetocnema trapezifera n. sp. 

Venezuela: Palo Grande — San Cristobal, 20. VI. 
1930 (H. J. MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam); Mene 
Grande, 23.—24. VII. 1930 (dtto). 

16 (5) Flügeldecken matt, ihre Retikulierung oder Striolation 

unter 30—50facher Vergrößerung erkennbar. 

17 (158) Stirn in der Mitte mit einem Grübchen versehen. Schwarz, 
Fühler und Beine pechbraun, die ersten Antennite heller. 
Thorax deutlich punktiert, doppelt breiter als lang, Seiten 
fast parallel. Elytren stark punktiert, die lateralen Inter- 
valle gewölbt. Long. + 2,2 mm. 
BR Chaotoinene haroldi Bals 

lie Bee 

15 (17) Stirn flach, ohne Eindrücke. 

19 (24) Thorax einfach gewölbt, ohne Seitenwulst. 

20 (23) Körper groß, 55 2—2,2 mm, 99 2,2—2,5 mm. 

21 (22) Schwarz, kaum metallisch, Fühler und Beine pechschwarz, 
Knie und Fühlerbasis rot. 

Kopf nahe den Augen punktiert. Fühler zart gebaut, 
alle Glieder länglich, die apikalen merklich verdickt. Tho- 
rax doppelt breiter als lang, an der Basis am breitesten, 
Seiten gerundet, Vorderwinkel schräg abgestutzt und seit- 
lich zahnartig vorspringend. Oberfläche dicht und kräftig 


22 (21) 
23 (20) 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 183 


punktiert (Vergrößerung 10x), Basis fein gerandet. Flü- 
ee stark punktiert mit gewölbten Intervallen. 
ar Chaetocnema caracasa n. sp. 

Venezuela: Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey). 
Schwarz, Oberseite metallisch erzbraun, Fühler (Endglieder 
angedunkelt) und Beine braungelb, Hinterschenkel dunkel. 

Der vorigen Art ähnlich, anders gefärbt, Thorax kaum 
doppelt breiter als lang, Seiten fast parallel, Vorderwinkel 
abgerundet, Oberfläche fein und weitläufig punktiert, 
Basis von einer Reihe grober Punkte 2 Elytral- 
intervalle punktuliert, gewölbt. . 
i : Chaetocnema separ als Baly 

rg Boca 
Körper klein 59 1,5—1,6 mm. 

Schwarz, Fühler und Beine gelbbraun, Hinterschen- 
kel, zuweilen auch Mittel- und Vorderfemora dunkel, 
Oberseite schwarz mit einem schwachen Metallglanz. Kopf 
nahe den Augen punktiert. Fühler zur Spitze verdickt, 
alle Glieder länglich. Thorax weniger als doppelt so breit 
wie lang, an der Basis am breitesten, Seiten geradlinig 
nach vorne verschmälert. Vorderwinkel verdickt, schräg 
abgestutzt, nach außen winkelig heraustretend. Oberfläche 
dicht punktiert. Flügeldecken stark punktiert, Intervalle 
gewölbt, vorne nahe der Naht aber fast flach. 

Chaetocnema spreta Weise 


Trinidad (B. W. 1.) — Venezuela. 


24 (19) Thorax an den Seiten, namentlich in der hinteren Hälfte 


wulstartig abgesetzt. 

Schwarz, oben mit einem + deutlichen Metallschim- 
mer, Fühler (zur Spitze gebräunt) und Beine braungelb, 
Femora, namentlich die hinteren + angedunkelt. Kopf 
nahe den Augen punktiert. Fühler zur Spitze leicht ver- 
dickt, alle Glieder länglich. Thorax dicht und ziemlich fein 
punktiert (Vergrößerung 20x), an der Basis am breite- 
sten, Seiten gerade, fast parallel, beim 9 deutlicher nach 
vorne verengt, Vorderwinkel schräg abgestutzt, Basis fein 
gerandet. Flügeldecken kräftig punktiert-gestreift, Inter- 
valle gewölbt. Long. 1,5—1,7 mm. (Ch. labiata Baly).t) 

Chaetocnema minutissima Suffrian (nov. a ) 

Colombia. — Venezuela. — Curacao. 


1) Als eigene Art beschrieben (Colombia: Santa Marta). 


184 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Longasphaera n. gen. 


Merkmale der Gattung Omophoita, aber der Körper ist lang- 
gestreckt, die Fühler sind sehr kurz, den Humeralcallus der Flü- 
geldecken kaum überragend, mit kurzen und dicht aneinander sto- 
ßenden Gliedern, und die Epipleuren sind nur im vorderen Viertel 


ausgebildet. 


Longasphaera hispiecornis n. sp. 


Brasil, Est. Minas Gerais: UÜberaba (Mus. G. Frey). 
Long. 7,5 mm. 


Hell braungelb, Unterseite, Antennen, Labrum und Palpen 
pechbraun. Körper langgestreckt, parallel, Oberseite glänzend. 


Kopf stark aber weitläufig punktiert (Vergrößerung 5x) nahe 
den Augen, sonst glatt. Antennalcalli stark transversal, hinten von 
einer seichten abgekürzten Querfurche begrenzt. Stirn mehr als 
doppelt se breit wie ein Augendurchmesser, Clypealcarina breit, 
aber nur schwach gewölbt. Antennen kurz, Glieder 1, 5, 4 und 5 
etwas länger als breit, die übrigen beinahe quadratisch. Palpen 
robust. 

Thorax doppelt breiter als lang, an der Basis am breitesten, 
oberseits glatt. Seiten stark wulstförmig verdickt, schwach gerun- 
det, nach vorne verengt. Vorderwinkel nach vorne ausgezogen, 
Hinterwinkel rechteckig und kurz abgerundet. Basis ausgebuchtet. 


Schildchen dreieckig, angedunkelt. 
Klytren spärlich fein punktiert (Vergrößerung 20—30 x), 


ohne Eindrücke, Basis genau wie die des Thorax ausgebuchtet. 
Humeralcallus schwach gewölbt. Elytropleuren ziemlich breit. 
Epipleuren breit und konkav im ersten Viertel, dann vollkommen 
erlöschend. 


Diese Art erinnert an zahlreiche Omophoita-Arten, die Bil- 
dung der Antennen und der Epipleuren ist aber sehr abweichend. 


Omophoita recticollis Baly 
Guatemala: Escuintla, VIII. 1879 (Mus. Wien). 


Omopheita eyanopis Harold 
Mexico: Jalapa (Höge, Mus. Wien). 


J. Bechyn@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 185 


Omophoita abdominalis Chevrolat 


Mexico: Jalapa (Höge, Mus. Wien). — Guatemala: Escuintla, 
Vil!. 1879 (Mus. Wien). 


Omophoita reichei Haroid 


Guatemala: Eseuintla, VIII. 1579 (Mus. Wien). — Mexico: 
Oaxaca (Höge, Mus. Wien). 


N 


Omophoita callosipennis n. sr. 


Panama: Volcan de Chiriqui (Mus. G. Frey: Mus. Wien). — 
Costa Riea: Turialba (coll. Schild-Burgdorf, Mus. G. Frey): Infer- 
millo (dtto). — Colombia: Cauca (Mus. G. Frey). 

Long. 7—8,5 mm. 

Diese Art ist von gleicher Färbung wie O. reichei Har. und sie 
wurde mit dieser Art eit verwechselt. Sie ist breiter oval, das Hals- 
schild ist mehr transversal und die Flügeldecken haben einen gro- 
fien Basalcallus, welcher hinten von einer tiefen Querdepression 
stark akzentiert ist. Bei O. reiche: sind die Flügeldecken einfach 
gewölbt, weder mit einem Basalcallus noch mit einer postbasalen 
Depression. 


Omopheita mexicana Harold (nov. comb.) 
Diese Art wurde in der Gattung Oedionychis beschrieben, sie 


ist aber mit 0. reichei nahe verwandt. 


Omophoita icteridea Harold (nov. comb.) 

Mit der vorigen verwandt, anders gefärbt, Flügeldecken deut- 
lich punktiert. Auch diese Art wurde als eine Oedionychis be- 
schrieben. 

Omophoita auripennis Harold 

Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Serra do Itatiäia, Südabhang, 

Waldregion, 16.—26. X. 1927 (Zerny, Mus. Wien). 
Omophoita fallax Olark 
Brasil, Est. S. Paulo: Santos (Mus. Wien). 


186 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


Omophoita clerica Erichson 


Suriname: Paramaribo (Mus. G. Frey). — Trinidad (B.W.L), 
X11.1953 (G. & H. Frey). — Bolivia: Region Chapare, 400 m 
(Zischka, Mus. G. Frey). 


Omophoita gioia n. sp. [Taf. XIV, Fig. 23] 


Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 1.—I1I. 1952 (W. 
Wittmer, Mus. G. Frey). 

Long. JS 6 mm, 99 + 7,5 mm. 

Schwarz, Schenkel (Knie ausgenommen), Olypeus, Stirn, Füh- 
lerbasis und Elytren gelb, die letzteren mit einer schwarzen Quer- 
binde an der äußersten Basis, welche manchmal in der Mitte geteili 
ist, und einer anderen vor der Spitze. Epipleuren und die Seiten 
der Flügeldecken rosarot. Körper langgestreckt, Oberseite glän- 
zend. 

Kopf glatt, nur hinten nahe dem Augeninnenrande mit einigen 
gröberen Punkten versehen. Antennalcalli zusammenfließend, 
groß, hinten von einer sehr tiefen Querdepression begrenzt. Augen 
groß und vorgequollen, Stirn breiter als ein Augendiameter. An- 
tennen die Mitte der Flügeldecken erreichend, Glieder 3, 4 und 5 
von gleicher Länge. 

Halsschild doppelt breiter als lang, nahe der Mitte am breite- 
testen, Seiten breit abgesetzt, gerundet, vor den Hinterwinkeln 
ausgeschweift. Vorderwinkel stark verdickt, kurz abgerundet und 
vorgezogen. Oberfläche undeutlich punktuliert (Vergrößerung 
SOx). 

Flügeldecken länglich, fast parallel, undeutlich punktuliert. 
Humeralcallus schwach gewölbt, Elytropleuren schmal. Das 1. 
Glied der Hintertarsen so lang wie die beiden folgenden zusam- 
mengenommen. Abdomen punktiert. Beim 5 sind die Antennal- 
calli schwarz und das letzte Abdominalsegment zeigt einen schwa- 
chen Sinus. 

Diese Art ist an der Färbung leicht erkennbar und auch durch 
den langgestreckten Körper von den meisten abweichend. 


Omophoita discicollis Schaufuß (nov. comb.) 


Trinidad (B. W. L), X11.1953 (G. & H. Frey). — Perü, Rio 
Huallaga: Tingo Maria, 700 m, X. 1947 (Dr. W. Weyrauch). 

Diese Art wurde von verschiedenen Autoren in der Literatur 
auch verschiedenartig gedeutet, so daß eine große Auffassungs- 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 187 


konfusion entstanden ist. Nach dem Material, welches mir zur Ver- 
fügung steht, kann ich folgende Formen unterscheiden: 


1 (4) Flügeldecken unter 20—30facher Vergrößerung deutlich 


1) 
EEEN 
SN) 


w 
EEN 
N 


Se 


er 


(6) 


punktiert. 

Unterseite, Beine und Schildehen pechbraun, Kopf 
und Fühler rot, Halsschild und Flügeldecken gelbbraun, 
die letzteren mit + deutlichem Seiten- und Apikalrand 
und einer Querbinde, vor der Mitte heller. 

Stirn nur nahe den Augen punktiert. Thorax an der Basis 
am breitesten, Seiten gerundet, kaum abgesetzt, nach 
vorne verengt. Die Mucro ist am Innenrande der Vorder- 
winkel des Thorax angesetzt. Elytren glänzend, mit einem 
deutlichen Basalcallus. Elytropleuren im Apikalviertel 
fehlend. Long. 7—7,5 mm. Omophoita veronica n. sp. 

Venezuela: Rancho Grande, 1.1954 (G. & H. Frey); 
Maracay, VII. 1934, I., II. et V. 1935 (P. Vogl, Zool. Staats- 
sammlung München). 

Stirn zwischen den Augen überall deutlich punktiert (Ver- 
gsrößerung 10x). Thorax vor der Basis am breitesten, Sei- 
ten breit abgesetzt, schwach gerundet, die Mucro in der 
Mitte der Vorderwinkel angesetzt. Flügeldecken matter 
als der Vorderkörper, Basalcallus deutlich. Elytropleuren 
erst kurz vor dem Nahtwinkel erlöschend. Long. + 6 mm. 

Omophoita Hanela n. Sp. 


ne elde Bahehe Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 


Flügeldecken auch unter 50facher Vergrößerung glatt 
erscheinend; beim 5% der ©. discicollis sind sie fein punk- 
tiert, diese Art hat aber gegenüber den 2 vorhergehenden 
keinen Basalcallus auf den Flügeldecken. Oberfläche glän- 
zend. 

Thorax schmal, knapp doppelt so breit wie lang, Seiten 
geradlinig nach vorne verengt. 

Rot, Sternum, Beine und Schildchen pechbraun, Ab- 
domen gelbbraun. Flügeldecken mit einer breiten violett- 
braunen Querbinde vor und einer anderen, an der Naht 
unterbrochenen, hinter der Mitte. Seiten des Halsschildes 
abgesetzt. Elytren mit einem deutlichen Humeral- und 
Basalcallus und einer diskalen anteapikalen Depression. 
Long. 7 mm. . . - -  Omophoita rosanna n. sp. 


Venezuela: Raricho en I. 1954 (G. & H. Frey). 


188 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg, Frey, Bd. 6, 1955 


6 £5) Thorax breiter, mehr als doppelt so breit wie lang, Seiten 

stark gerundet. Elytren ohne den anteapikalen Eindruck. 

7 (10) Basalcallus klein, postbasale Querdepression kaum ange- 

deutet. Long. 7—68 mm. 
Tropisches Südamerika (atlantische Küstenregion im 
Süden ausgenommen). 

8 ($) Elytropleuren vorne so breit wie das 1. Antennit lang ist. 
Flügeldecken mit 3 schmalen gelben Querbinden, welche 
eg hellbraunen Grund in 4 Felder teilen, das 1. und das 

3. Feld häufig mit einem metallischen Anflug. 
a Omopheita 4-fasciata Fahriend 

65) Elytropleuren nur halb so breit wie das 1. Antennit lang 

ist. Thorax in der Mitte angedunkelt. Flügeldecken nur 

mit einer einzigen gelben Querbinde vor der Mitte, da- 
durch treten nur 2 dunkle Felder auf. (Asphaera nobilitata 

Illiger nec Fabr.). 

Omophoita diseicollis Schaufel: es con 
Ba-Teallne der Flügeldecken groß, postbasaler Querein- 
druck tief. Unterseite und Schildehen braungelb, Kopf, 
Beine und Fühler rot. Thorax gelb, in der Mitte + ange- 
dunkelt. Flügeldecken gelb mit einem dunkelbraunen 
(bei frischen Exemplaren rötlichen) isolierten Fleck hinter 
der Mitte. Diese Flecke sind auf jeder Fiügeldecke in der 
Mitte der Länge nach + deutlich geteilt. Long. 6—7 mm. 
Se infulata Dllig., A. hübnerı Har.) Be 

Omophoita nobilitata Fabricius (nov. comb.) 


Bra, Bahia, Parä; Guyana; Trinidad (B. W. I.).!) 


TEEN 
& 
Fame 
I 
ni 


Omophoita vegli n. sp. ['Taf. XIV, Fig. 24] 


Venezuela: Maracay, L., II. et V.1935 (P. Vogl, Zool. Staats- 
sammlung München). 

Long. 6—9 mm. 

Rotgelb, Fühler, Vertex, Schildchen, Seiten des Halsschildes 
und die Flügeldecken samt Epipleuren rotbraun, sonst ist die Ober- 
seite gelb, Elytren mit 3 großen lebhaft metallisch purpurvioletten 
Flecken. Körper en Oberseite stark glänzend. | 

Kopf glatt, nur nahe den Augen mit setiferen Punkten besetzt. | 
Stirn schmäler als ein Augendiameter, nach hinten merklich ver- 


ı) X. 1953 (G. & H. Frey). — Asphaera hübneri wurde von Weise als 
nicht existierend, phantastisch, bezeichnet und mit O. discicollis Schauff. (= no- 
bilitata Wliig. et auct.) gemischt. 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 189 


engt. Antennalcalli groß, querviereckig, gut umgrenzt. Ulypeal- 
carina T-förmig. Fühler die Mitte der Flügeldecken überragend, 
das 3. Glied länger als das 4., mehr als doppelt so lang wie das 2. 

Thorax stark quer, fast 3x breiter als lang, in der Mitte am 
breitesten. Seiten hinten schmal, vorne breit und wulsiig abgesetzt, 
Vorderwinkel nach vorne ausgezogen. Oberfläche fein punktuliert 
(Vergrößerung SD—40 x). 

Flügeldecken fast giatt, Basalcallus schwach, hinten undeut- 
lich begrenzt, Elytropleuren schmal. Das 1. Glied der Hintertarsen 
nur eine Spur länger als das 2. Intercoxalplatte des Prosternums 
plan. Beim 3 ist das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen sehr stark 
erweitert. 

Eine an der Färbung kenntliche Art, welche außerdem von 
den übrigen durch die auffallend großen Augen und nach hinten 
verengte Stirn abweicht. 

Omophoita inaequalis Erichson 

In den Anden kommt eine sehr typische Omophoita-Arten- 
gruppe vor, welche teilweise als Aspicela betrachtet wurde. Als 
Hauptmerkmal ist die außerordentlich grobe Elytralskulptur und 
die Färbung zu betrachten (schwarz, Thorax und Abdomen wenig- 
stens zum Teil gelb oder gelbbraun, Flügeldecken mit gelben Epi- 
pleuren und ebenso gefärbtem Lateral- und Apikalsaum, Scheibe 
dunkel). Thoraxvorderwinkel sind scharf und spitzig und direkt 
nach vorne stark vorgezogen. 

An diese Gruppe schließen sich 2 andere, von ähnlicher Fär- 
bung, bei welchen die Eiytren sehr fein punktuliert oder ganz glatt 
sind, wovon die erste (29 [42] in der folgenden Bestimmungsta- 
belle) durch die spitzigen Vorderwinkel und flache oder nicht ab- 
gesetzte Seitenränder des Halsschildes ausgezeichnet ist, während 
es sich bei den anderen (2 letzten Ärten) um Varietäten einer 
artenreichen Gruppe mit stumpfen Vorderwinkeln und rinnenartig 
abgesetzten Seitenrändern des Thorax handelt, welche durch ihre 
Farbenverteilung an die ersten 2 Gruppen erinnern. 

1 (28) Flügeldecken mit Unebenheiten (ohne Lupe gut sichtbar) 
oder sehr dicht und sehr grob punktiert. Vorderwinkel des 
Thorax spitzig, stark und weit nach vorne ausgezogen. Das 
letzte Glied der Hintertarsen nur schwach verdickt. Kopf 
wenigstens zum Teil schwarz. ü 

2 (27) Die größte Breite des Thorax liegt bei der Basis, die Seiten 
schwach oder undeutlich abgesetzt, nicht rinnenartig. Die 


190 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


grobe Flügeldeckenskulptur dehnt sich bis auf die äußer- 

ste Basis aus. Kopf einfarbig dunkel. 
5 (8) Seiten des Halsschildes breit schwarz gerandet, manchmal 
sind auch noch der Vorder- und der Hinterrand schwarz. 
Der gelbe Apikalsaum der Flügeldecken ist viel breiter als 
der Lateralsaum, er nimmt das ganze Apikaldrittel ein. 
FErhabenheiten der Flügeldeckenscheibe netzartig der 
Länge nach zusammenfließend, die entsprechenden Äus- 
ee vollkommen glatt, unpunktiert. Long. ö mm. 
Omophoita inca n. sp. 

Bert Shan nähen Auienbö (Mus. G. Frey). 

Der gelbe Apikalsaum der Elytren ist kaum breiter als der 
Lateralsaum, ca. ein Zehntel der gesamten Länge der Flü- 
geldecken einnehmend. Die Aushöhlungen der Flügeldek- 
kenscheibe sind deutlich (Vergrößerung 10—20x) punk- 


tiert. 


4(5 


Ss 


5 (4 


NL 


6 (7) Die Aushöhlungen der lebhaft metallisch violetten, blauen 
oder kupferigen Flügeldeckenscheibe kleiner, in regel- 
mäßigen Längsreihen geordnet (jede solche Reihe mit 20 
bis 25 Gruben). Long. 8&—9 mm. 

Omophoita ‚Holschelek, n. Sp. 
 Bolizia: eockaldinba (Mus. G. Frey). 

7 (6) Die netzartig zusammenfließenden Erhabenheiten der 


schwarz-metallischen Flügeldeckenscheibe umschließen 
weniger zahlreich und wenig regelmäßig gestellte gruben- 
artige Aushöhlungen (jede solche Reihe besteht höchstens 
aus 10—15 Gruben). Long. 7,5—8,5 mm. (Ex Aspicela.) 
Omophoita albomarginala Latreille (nov. comb.) 
Ecuador. 

ö (3) Thorax einfarbig gelb, grasgrün, gelbweiß oder gelbbraun 
ohne geschwärzte Ränder. 

9 (22) Flügeldecken auf der Scheibe mit Erhabenheiten oder mit 
unregelmäßig gestellten großen Gruben. 

10 (19) Der gelbe Apikalsaum höchstens ein Sechstel der Flügel- 
deckenlänge erreichend. 

11 (16) Die Erhabenheiten der Flügeldecken sind netzartig zu- 
sammengebunden. Körper größer, &—9 mm lang. 

12 (135) Thorax und Seitenrand der Flügeldecken grasgrün, die 
dunkel kupferviolette metallische Färbung der Flügel- 
deckenscheibe dehnt sich bis auf den Nahtwinkel aus. 
Kopf glatt, nur innen nahe dem Augenhinterrande mit 


J. Bechyn&@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 191 


einzelnen Punkten besetzt. Thorax und Flügeldecken ohne 
Punktierung. Elytropleuren breit. Nur die 2 letzten Bauch- 
Be rotgelb. (Ex Aspicela.) re 
. .  Omophoita reinecki W eise u es 

Aöuadhr! Canellos (Type, coll. Heikertinger, Mus. G. 
Frey). 

13 (12) Thorax, Seiten- und Apikalrand der Elytren und die Epi- 
pleuren gelblich, die dunkle Färbung der Flügeldecken- 
scheibe bleibt von dem Nahtwinkel weit entfernt. Abdo- 
domen einfarbig gelb. 

14 (15) Flügeldeckenscheibe lebhaft metallisch grün, die empor- 

gehobenen Stellen mit starkem Kupferglanz. Der gelbe 

Apikalsaum der Flügeldecken ist so breit wie der Lateral- 

saum. Seiten des Halsschildes breit und sehr flach abge- 

setzt. Kopf am Vertex ohne Punktierung. e 

- .. Omophoita arena Tacolıy 
rede Mar Rn a G. Frey); Valle Ohanchamayo, 

800 m, 16. VI1.1939 (Dr. W. Weyrauch). 

Flügeldeckenscheibe uniform schwarzgrün mit + deut- 

lichem Kupferschimmer. Der gelbe Apikalsaum der Ely- 

tren ist breiter als der Lateralsaum. Thorax ganz flach, 
ohne abgesetzte Seitenränder. Kopf am Vertex deutlich 
rer aderung 5x) punktiert. nn 

. . Omophoita yungarum n. sp. 

Bolivia: neas del Palmar, 1000 m (R. Zischka, Mus. 
G. Frey); Yungas de la Paz: Coroico (Mus. G. Frey). 

16 (11) Die Erhabenheiten der Flügeldeckenscheibe stehen frei 
(— Flügeldecken mit Tuberkeln bedeckt). Körper kleiner, 
7—8 mm lang. Der gelbe Apikalsaum der Elytren ist brei- 
ter als der Lateralsaum. 

‚17 (18) Scheibe der Elytren metallisch blau, die tuberkelförmi- 
gen Erhabenheiten sparsam, schwach heraustretend, alle 
von länglicher Form. . Omophoita vermiculosa n. sp. 

Perü: Oallanga (Mus. G. Frey). 

15 (17) Scheibe der Elytren schwarz mit einem schwachen Metall- 
schein, Tuberkeln dichter, stark emporgehoben, meistens 
von rundlicher, nur vereinzelt von länglicher Form. 


15 (14 


Sr 


- . Omophoita mera n. sp. 

renader: Mera (Mus. €. Frey). 

19 (10) Der gelbe Apikalsaum umfaßt mindestens ‚der gesamten 
Länge der Flügeldecken. 


192 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


20 (21) 


Die Flügeldeckenrunzeln sehr grob. Seiten des Thorax 
gerade nach vorn verengt, Thorax doppelt breiter als lang. 
Der schwarzgrüne Diskalfleck der Elytren bikonkav (nahe 
dem Seitenrand und an der Naht nach hinten weiterra- 
gend). Long. ö mm. . . Omophoita biconcava n. sp. 


Perü: Marcapata (Mus. G. Frey). [Taf. XIV, Fig 21] 


} Die Flügeldeckenrunzeln fein, Thorax dreimal breiter als 


iang, mit bedeutend gerundeten Seiten. Der blauschwarze 
Diskalfleck der Elytren hinten in konvexer Linie abge- 
rundet. Long. 7,5—8,5 mm. (Ex Aspicela.) Me. 
Omophoita thiemei Weise (nov. comb.) 


er Cauca (Mus. G. Frey). [Taf. XIV, Fig. 22] 


) Flügeldecken grob punktiert ohne Echabent en oder 


sind solche nur nahe der Spitze vorhanden. 


) Punktierung der Flügeldecken ist auch auf der äußersten 


Spitze so stark wie vorne, die Scheibe metallisch blau, 
weniger glänzend, stark punktiert, ohne Runzeln. Der 
gelbe Apikalsaum etwas breiter als der Lateralsaum und 
a leicht konkav. Long. 8—9,5 mm. Bu. 
Omophoita weyrauchi n. sp. 


Perü: Rhanear, 2600 m, 28. XII. 1942 (Dr. W. Wey- 


rauch). 


(23) Punktierung auf dem gelben Apikalsaum der Flügel- 


decken stark abgeschwächt oder ganz fehlend. Scheibe 
lebhaft metallisch grün, stark glänzend, der geibe Apikal- 
saum so breit wie der Lateralsaum. 

Flügeldecken einfach punktiert, Punkte gleich stark bis 
zu den Elytropleuren hinreichend, hinten auf dem gelben 
Apikalsaum stark abgeschwächt. Vor der Spitze noch im 
dunklen Feld befinden sich einzelne schwache Erhaben- 
heiten. Abdomen rotgeib, die ersten 2 Segmente in der 
Mitte angedunkelt. Kopf am Vertex und auf den Orbiten 
mit groben Punkten versehen, Thorax fein chagriniert 
(V De 30—50x). Long. 7 mm. vn 

; Omophoita sariguea n.sp. 

Por Maccapaka (Mus. G. Frey). 


25) Flügeldeckenscheibe, mit nacktem Auge gesehen, grob 


runzelig punktiert, die Punktierung der gelben Ränder 
auch unter 20facher Vergrößerung kaum sichtbar. Vertex 
glatt, nur die Orbiten punktiert. Thorax stark glänzend, 


auch unter 100—200facher Vergrößerung nicht sichtbar | 


BB (1) 


29 (42) 


30 (37) 
31 (36) 


32 (33) 


33 (32) 


J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 193 


retikuliert. Long. + 8 mm (Ex Aspicela). ee 
» Omophoita jessiae Hincks 

hen Yan de la Paz. — Peru: Marcapata (Mus. 
G. Frey). 
Die größte Breite des Halsschildes liegt in der Mitte, die 
Seiten breit rinnenartig abgesetzt. Kopf schwarz, Clypeus 
meistens rotbraun oder pechbraun. Flügeldecken vorne 
(auf dem großen Basalcallus) sehr fein punktuliert ohne 
Erhabenheiten, welche erst die zwei hinteren Drittel der 
dunkelblauen Scheibe einnehmen; diese Erhabenheiten 
sind umfangreich aber sparsam. Long. 8—9 mm. 

. ..  Omophoita inaequalis Erichaon 

Pord: Callanga (Mus. G. Frey); Sinchono, Cordillera 

Azul, 1300 m, 1. IH. 1947 (Dr. W. Weyrauch). 


Flügeldecken glatt, ohne Erhabenheiten, ohne grobe 
Punktierung, stark glänzend, Punktierung, wenn vorhan- 
den, erst bei 10—20facher Vergrößerung sichtbar. 
Halsschild mit schmal oder flach, nicht rinnenartig, ab- 
gesetzten Seiten, Vorderwinkel spitzig, nach vorne gerich- 
tet und in Form einer Mucro verlängert. 
Kopf größtenteils schwarz. 
Der ganze Kopf ist metallisch schwarz. Der gelbe Apikal- 
saum der Elytren ist breiter als der Lateralsaum. Hinter 
der Basalbeule befindet sich eine mächtige Querdepres- 
sion. 
Thorax dreimal breiter als lang mit der größten Breite vor 
der Basis, Seiten gerundet, breit und flach abgesetzt, nach 
vorne stärker als nach hinten verengt. Schwarz, Thorax 
und der Seiten- und Apikalrand der Elytren gelb, bei fri- 
schen Exemplaren feurig rot, Scheibe der Elytren metal- 
lisch schwarz, sehr stark glänzend, fein a eo 
Bene 20x). Kong: + 7 mm. 
Omophoita reflexicollis. n. Ka 
Per: Ti Maria, Rio Huallaga, 700 m (Dr. W. 
Weyrauch); Valle Chanchamayo, 800 m, IV. 1943, VIN. 
1951 et II. 1953 (dtto); ibid., 1400 m, 9. VIII. 1951 (dtto). 


Die größte Breite des mehr als doppelt so breiten wie 
langen Halsschildes liegt direkt an der Basis; Seiten 
schwach gerundet, nach vorne stark konvergierend, flach, 
undeutlich abgesetzt. 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 1 13 


194 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


34 (35) 


35 (34) 


36 (31) 


37 (30) 
38 (41) 


Körper bei beiden Geschlechtern klein, 6,5—7 mm. Schei- 
be der Elytren bronzeschwarz metallisch, der gelbe Seiten- 
saum ist in der Humeralgegend verschmälert. Antennen 
zur Mitte der Flügeldecken hinreichend, mit leicht ver- 
dickten mittleren Gliedern. Omophoita homolimbia n. sp. 

Perü: Marcapata (Mus. G. Frey). 

Körper größer, die Dimensionen jedoch sexuell verschie- 
den: 5 7,5 mm, 9 9 mm. Scheibe der Flügeldecken leb- 
haft purpurviolett, der gelbe Marginalsaum ist vorne stark 
erweitert, so daß er an der Basis die ganze Flügeldecken- 
hälfte einnimmt. Fühler 2/3 der Flügeldeckenlänge errei- 
chend mit nicht verdickten mittleren Gliedern. 

Omophoita heretolimbia n. sp. 

Boll nen: de la Paz (Mus. G. Frey). 

Kopf dunkel, Clypeus strohgelb. Der gelbe Apikalsaum 
der Elytren doppelt breiter als der Lateralsaum, welcher 
in der Mitte in der schwarzmetallischen Scheibe + einge- 
schnitten ist. Scheibe ohne Querdepression, schon unter 
10 facher Ne sichtbar punktiert. i 

. i Omophoita praedestinata n.sp. 

Aperu U: Niranata (Mus. G. Frey). 

Es ist wohl möglich, dafß diese Art eine Varietät mit 
gelber Querbinde auf den Elytren bilden kann; die mei- 
sten Arten dieser Gruppe haben aber rinnenförmig abge- 
setzte Seiten des Halsschildes (cf. 42 [29]), was bei der 
O. fraedestinata nicht der Fall ist. 

Der ganze Vorderkörper ist einfarbig rotgelb. 
Der gelbe Apikalsaum erreicht wenigstens 1/ der gesam- 
ten Flügeldeckenlänge. 


39 (40) Stirn 3x breiter als ein Augenquerdiameter. Seiten des 


40 (39) 


Thorax, dessen größte Breite weit vor der Basis liegt, 
stark gerundet. Fühler dünn, Scheibe der Elytren lebhaft 


purpurviolett. Long. 9 mm. Omophoita boliviensis Csiki | 


Colombia (Mus. G. Frey). — Ecuador. 


Diese Art wurde irrtümlich aus Bolivien beschrieben 


(Santos Marcos; dieser Fundort liegt aber in Ecuador). 

Stirn knapp doppelt breiter als ein Augenquerdiameter. 
Thorax an der Basis am breitesten, Seiten schwach gerun- 
det und stark nach vorne konvergierend. Fühler robust. 


Flügeldeckenscheiben schwarz mit einem leichten metal- 
lischen Schimmer. . . . Omophoita stabilitata n. sp. 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 195 


Ecuador: Mera (Mus. G. Frey). 


41 (38) Der gelbe Apikalsaum erreicht ungefähr ein Zehntel der 


gesamten Flügeldeckenlänge, er ist so breit wie der La- 
teralsaum. Unterseite und Scutellum dunkel, Schenkel 
zum Teil gebräunt. Long. + 7,5 mm. 
N Omophoita Emibifern Baly 
Be: Tine asia 700 m, X. 1947 (Dr. W. Wey- 
rauch); Pachitea (Mus. G. Frey); Marcapata (Mus. G. 
Frey). 
Diese Art ist sehr ähnlich der O. marginata Clark (aus 
Amazonas), welche auf den Elytren sehr deutlich punk- 
tiert ist und deren Beine und Schildehen gelb gefärbt sind. 


42 (29) Seiten des Halsschildes breit rinnenförmig abgesetzt, 


43 (44) 


44 (43) 


Vorderwinkel stark verdickt, kurz abgerundet, ohne Mu- 
cro. Kopf dunkel, Clypeus und Thorax gelb, der gelbe Sei- 
tenrand der Flügeldecken nahe der Mitte und vor der 
Spitze häufig unregelmäßig. 

Seiten des Halsschildes von der Basis nach vorne gerad- 
linig (5) oder unbedeutend gerundet (2) verengt. Flügel- 
decken lebhaft metallisch grün, Seitenrand und eine mit 
ihm zusammenfließende quere Anteapikalmakel gelb. 
Long. 7— 7,5 mm. . .  Omophoita variegata Jacoby 

Peru: Callanga (Mus. G. Frey). 

Diese Art scheint keine Farbenvarietäten zu bilden; 
die Abänderungen, die von Jacoby in der Originalbeschrei- 
bung erwähnt sind, gehören sämtlich der O. abendrothi 
Har. zu. 

Seiten des Halsschildes wenigstens in der vorderen Hälfte 
stark gerundet. Stirn viel breiter als ein Augendurchmes- 
ser. Eine sehr variable Art, Flügeldeckenscheibe bronze- 
braun, bronzegrün bis schwarzgrün, Unterseite samt Bei- 
nen rotbraun, pechbraun bis schwärzlich, Fühler meistens 
rotbraun, seltener angedunkelt. Die Stammform hat eine 
gelbe Querbinde in der Mitte und eine schräge und nicht 
bis zur Naht reichende vor der Spitze (von Jacoby als 
Asphaera junerea beschrieben). Die Stücke, bei welchen 
die gelbe Querbinde auf einen Punkt auf der Naht redu- 
ziert ist oder vollständig fehlt, wurden als Asphaera in- 
edita Jacoby i. 1. bezeichnet. Solche Exemplare, mit den 
Binden wie bei der Stammform aber noch mit einem gel- 
ben Punkt hinter dem Basalcallus und zwischen den bei- 


13* 


196 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


den Binden auf jeder Flügeldecke, wurden als Asphaera 
apicata Csiki beschrieben (bei der Beschreibung wurden 
auch mehrere Varietäten ausgezählt). Die Exemplare von 
Ecuador sind länglicher, die von Bolivien größer als die 
von Peru. Long. 6—-8,5 mm. 
Omophoita abendrothi Harold a inb, 
Perü. — Ecuador. — Bolivia. 


Omophoita zaira n. sp. 


Bolivia: Yungas del Palmar, 2000 m, 25. I. 1950 (Zischka, 
Mus. G. Frey). 

Long. 9—9,5 mm. 

Schwarz, Abdomen (Basis ausgenommen), Thorax und Flügel- 
decken weißgelb. Von ovaler Körperform, Oberseite glänzend, 
Scutellum matt. 

Kopf nahe den Augen stark punktiert. Antennalcalli breit, 
voneinander gut getrennt, hinten von einer Querdepression be- 
grenzt. Stirn doppelt breiter als ein Augendurchmesser quer ge- 
sehen. Fühler robust, die Mitte der Flügeldecken überragend, 4. 
Glied länger als das 3. 

Halsschild transversal, mehr als doppelt so breit wie lang, an 
der Basis am breitesten. Seiten schmal abgesetzt, geradlinig nach 
vorne verengt. Vorderwinkel verdickt und nach vorne scharfspit- 
zig vorgezogen. Oberfläche ohne Punktierung. 

Flügeldecken breiter als der Thorax, fein punktiert (Vergrö- 
Berung 20x), Basalcallus deutlich, postbasale Querdepression gut 
markiert. Elytropleuren breit. 1. Glied der Hintertarsen fast so 
lang wie die 3 folgenden zusammengenommen. 

Diese große Art ist der O. pallida Jac. ähnlich, aber die Form 


des Halsschildes ist vollkommen verschieden. 


Omophoita 8-punctata Jacoby 


Perü: Valle Chanchamayo, 800 m, 13. VII. et VIII. 1951, 11. 
1953 (Dr. W. Weyrauch); Tingo Maria, Rio Huallaga, 700 m, 
XII. 1947 (dtto). 


Omophoita succinceta Jacoby (nov. comb.) 


Diese Art wurde ursprünglich als Oedionychus beschrieben, 
muß aber wegen der Form des Halsschildes und der Hintertarsen 
in die Gattung Omophoita gestellt werden. 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 197 


Omophoita ciavareaui Jacoby 


Peru: Roquerön de Abad, 500 m, X. 1947 (Dr. W. Weyrauch). 


Omophoita borbensis n. sp. 


Brasil, Est. Amazonas: Borba, III. 1943 (coll. J. Guerin, Mus. 
G. Frey). 

Long. 7”—8 mm. 5 unbekannt. 

Rotgelb, Labrum und Scutellum braun, Antennen pech- 
schwarz, die ersten 3 Glieder zum Teil braun, Beine pechschwarz, 
die Basalhälfte aller Schenkel rotgelb. Flügeldecken lebhaft me- 
tallisch violett, Seiten- und Apikalsaum und eine schmale Quer- 
binde in der Mitte gelb. Körper oval, stark glänzend. 

Kopf glatt, nahe des inneren Augenhinterrandes mit einigen 
 borstentragenden Punkten. Clypealcarina stark gewölbt, T-förmig. 
 Antennalcalli schwach markiert, dreieckig, hinten von einer tiefen 
Querdepression, welche sich bogenförmig mit den Ocularsulei ver- 
bindet, begrenzt. Stirn so breit wie ein Auge lang. Antennen dünn, 
die Mitte der Flügeldecken erreichend, 1. Glied claviform, 2. läng- 
lich, kurz, 3. so lang wie das 4. und fast so lang wie die beiden 
vorhergehenden zusammengenommen. 

Thorax stark quer, mehr als doppelt so breit wie lang, an der 
Basis am breitesten, Seiten schwach gerundet, nach vorne kon- 
vergierend, gerandet, daneben wulstförmig abgesetzt, der Wulst 
deutlich punktuliert (Vergrößerung 20x), Scheibe glatt. Vorder- 
winkel dornartig abgesetzt und weit nach vorne ausgezogen, Hin- 
terwinkel abgerundet. 

Flügeldecken glatt, Basalcallus groß, postskutellare Ser 
depression deutlich. Elytropleuren sehr breit, vorne rinnenförmig, 
Epipleuren viel breiter als die spärlich punktierten und spär- 
lich behaarten Metepisternen. Intercoxalplatte des Prosternums 
schwach gewölbt, so breit wie das 1. Antennit dick ist. Das 1. Glied 
der Hintertarsen so lang wie die 2 folgenden zusammengenom- 
men, Klauenglied nur mäßig verdickt. 

Diese Art ist durch die Färbung und durch die deutliche 
Punktierung des Lateralcallus des Halsschildes ausgezeichnet. 


Omophoita allomorpha n. sp. 


Brasil, Est. Amazonas: Borba, III. 1943 (coll. 3. Guerin, Mus. 
G. Frey). 


Long. 6 mm. 5 unbekannt. 


198 Ent‘m. Arbeiten aus dem Museüm Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Rostbraun, Thorax weißlich, jede Flügeldecke mit 2 metal- 
lisch blaugrünen Flecken, welche weder die Naht noch den Seiten- 
rand erreichen; der erste Fleck ist quadratisch und liegt an der 
Basis, der andere hat die Form einer Querbinde, welche sich dicht 
hinter der Mitte befindet. Körper oval, stark glänzend. 


Kopf glatt, Antennalcalli schwach gewölbt, dreieckig, hinten 
von einer Querdepression begrenzt. Jederseits dieser Depression, 
nahe des Augeninnenrandes, befinden sich einige borstentragende 
Punkte. Clypealcarina schwach gewölbt, Stirn breiter als ein 
Augendiameter. Antennen die Mitte der Flügeldecken erreichend, 
Apikalglieder dünner als die mittleren Antennite, das 2. nur eine 
Spur länger als breit, das 3. so lang wie das 1., doppelt länger 


als das 2. und deutlich kürzer als das 4. 


Thorax stark transversal, doppelt breiter als lang, vor der 
Basis am breitesten, Seiten schwach gerundet, nach vorne kon- 
vergierend. Vorderwinkel mächtig verdickt, nach vorne vorgezo- 
gen, der Vorsprung an den Seiten nicht ausgeschweift, Hinterwin- 
kel stumpfeckig. Seitenrand flach und nur sehr schwach abgesetzt. 
Oberseite ohne Skulptur (Vergrößerung 100 x). 

Flügeldecken sehr fein punktuliert (Vergrößerung 100 x), 
hinter dem schwach gewölbten Basalcallus leicht eingedrückt. 
Elytropleuren breit, nicht rinnenförmig. Apikalrand beborstet. 
Epipleuren breit, etwas schräg gestellt, von der Seite betrachtet, 
nur in der Humeralgegend sichtbar. Intercoxalplatte des Proster- 
nums breit, flach. Das 1. Glied der Hintertarsen länger als die 2 
folgenden Glieder zusammengenommen, Klauenglied schwach auf- 
getrieben. : 

Mit O. amicta lllig. verwandt, anders gefärbt, und die Vorder- 
winkel des Halsschildes sind direkt nach vorne, nicht seitwärts ge- 
richtet. 


Rhynchasphaera n. gen. 


Merkmale der Gattung Omophoita, aber der Clypeus ist in 
seinem hinteren Teil plötzlich hoch nach oben gewölbt in Form 
eines großen Tuberkels, an dessen Seiten die Antennen eingefügt 
sind. Die Epipleuren sind von der Seite nicht sichtbar, vertikal wie 
bei Paropsini, aber vorne ist ihr äußerer Teil plötzlich waagrecht 
gerichtet, so daß eine tiefe Rinne entsteht. | 


J. Bechyn@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 199 


Rhynchasphaera orophila n. sp. [Taf. XIV, Fig. 25] 


Bolivia: Yungas del Palmar, 2000 m (Zischka, Mus. G. Frey). 

Long. Sg + 8 mm, 92 10—11 mm. 

Pechschwarz, Abdomen heller, Kopf, Antennen und Seutel- 
Jum schwarz, Thorax (unten und oben) und die Elytren braungelb, 
die letzteren haben an der Basis einen blauschwarzen Fleck, wel- 
cher fast das ganze erste Drittel einnimmt, die Seiten nicht er- 
reicht und hinten gerade abgestutzt ist. Körper oval, glänzend. 

Kopf glatt, nur nahe den Augen und hinter den deutlichen 
Antennalcalli mit mehreren borstentragenden Punkten besetzt. 
Stirn breit, doppelt breiter als ein Augendiameter quer gesehen, 
vorne eingedrückt. Der hintere Teil des Clypeus sehr hoch aufge- 
trieben, von oben betrachtet, als eine dreieckige Spitze aus der 
Wölbung des Kopfes herausragend, Clypealcarina T-förmig. Füh- 
ler die Mitte der Flügeldecken überragend (7) oder nicht errei- 
chend (9), das 1. Glied stark verdickt, das 2. kurz oval, das 5. kür- 
zer als das #., aber doppelt länger als das 2., die Apikalglieder 
“dünner als die mittleren. 

Thorax stark transversal, viel mehr als doppelt so breit wie 
lang, an der Basis am breitesten, nach vorne gerundet-verengt. 
Vorderwinkel mit zahnförmiger, nach vorne gerichteter Verlänge- 
rung, Hinterwinkel stumpfeckig und kurz abgerundet. Oberseite 
glatt (Vergrößerung 80— 100 x). 

Flügeldecken breiter als das Halsschild, hinter der Mitte am 
breitesten, sehr grob und verworren punktiert (Punkte beinahe 
mit nacktem Auge sichtbar), ohne postbasalen Eindruck, nur hin- 
ter dem Scutellum' abgeflacht. Elytropleuren sehr breit, noch grö- 
ber aber weniger dicht als die übrige Oberfläche punktiert, der 
äußerste Rand in der Apikalhälfte bewimpert. Beim ist der 
übliche Sinus am Hinterrand des letzten Abdominalsegments vor- 
handen und das 1.Glied der 4 vorderen Tarsen ist sehr stark ei- 
förmig erweitert. Der Metatarsus der Hinterbeine ist beim 5 fast 
so lang wie die 3 folgenden Glieder zusammengenommen, kürzer 
gebaut beim 9. Klauenglied schwach aufgetrieben. 

Diese Art erinnert an die diversen Vertreter der Gattung As- 
picela, sie ist aber an dem Bau des a und der Epipleuren 
kenntlich. | 


Homophoeta Erichson (nev. comb.). 


Diese systematische Einheit wurde entweder als Synonym oder 
als Subgenus zur Omophoita gestellt. Jedoch enthält sie unterein- 


200 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


ander phylogenetisch nahe verwandte Arten mit abweichend ge- 
bildetem Aedeagus, welche äußerlich durch das Vorhandensein 
eines weißen Sürnflecks sehr gut charakterisiert sind. Dieses ein- 


fache Koloritmerkmal ist hier sehr wichtig, absolut konstant und - 


primär. Im Vergleich zu Omophoita ist außerdem die Gestalt läng- 
lich, und die Vorderwinkel des Thorax sind stark verdickt und 
sehr weit neben den Augen nach vorne ausgezogen. 


Homophoeta simulans Jacoby 


Guatemala: Escuintla, VIII. 1879 (Mus. Wien). 

Die hinteren Makein auf jeder Flügeldecke sind meistens zu- 
sammengeflossen und bilden einen beiderseits abgekürzten Quer- 
fleck vor der Spitze. 


Homophoeta blakeae nom. nov. 


(= Homophoeta albicollis Olivier nec Fabricius) 


Miss. D. H. Blake machte schon 1931 (Bull. Brookl. Ent. Soc. . 


26, p. 77) darauf aufmerksam, daß Olivier und Fabricius unter 
demselben Namen zwei verschiedene Arten beschrieben haben. 


Von H. blakeae habe ich vor den Augen eine kleine Exem- 
plarenserie von Cayenne und Surinam. Diese Art weicht von der 
auf denselben Fundorten festgestellten H. albicollis F. durch Man- 
gel des weißen Humeralflecks und durch die Form der hinteren 
Flecken auf den Elytren ab. Außerdem ist das erste Antennit bei 
H. blakeae wesentlich länger (die Augenmitte weit überragend) 
und die Stirn doppelt breiter als ein Augendurchmesser (kaum 
breiter als ein Augendurchmesser bei H. albicollis). 


Hi. fulgida Oliv., welche der H. albicollis sehr ähnlich ist, stellt 
eine Farbenvarietät der A. aequinoctialis L. dar, ziemlich selten in 
Guyana und Amazonas, dominant in Bolivien, bei welcher die 


Grundfärbung (auch die der Flügeldecken) gelb bis gelbrot ist. 


Homophoeta albicollis Fabricius 


Trinidad, XIl. 1953 (G. & H. Frey). 


Homophoeta aequinoctialis Linne 


Mexico, Tabasco: Teapa (H. H. Smith, Mus. Wien). — Trini- 
dad, X11.1953 (G. & H. Frey). — Brasil: Est. Amazonas (Mus. 
Wien). 


J. Bechyne&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 201 


Homophoeta octomaculata Crotch 


Jamaica: Nordküste, I. 1954 (G. & H. Frey). 


Homophoeta quadrinotata sp. geogr. 


Diese Art ist sehr weit verbreitet und sie stellt folgende geo- 
graphischen Formen dar: 

Subsp. quadrinotata Fabriceius: Hellgelb, Antennen ab Glied 
3 dunkel, Flügeidecken rot mit schwarz gesäumten schwarzen 
Flecken. Fühler dick. 

Cayenne. — Brasil: Est. Amazonas. — Peru: Oalilanga (Mus. 
G. Frey). 

Subsp. colombiensis nov.: Wie die typische Rasse (die weißen 
Flecken auf den Elytren sind schwarz gerandet), aber die Tarsen 
(Stücke von Venezuela) oder auch noch die Tibien schwarz. Fühler 
intermediär zwischen H. quadrinotata s. str. und den Rassen aus 
Zentral- Amerika. 


Colombia: Cauca (Mus. G. Frey). — Venezuela, Est. Maracay: 
Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 


Subsp. costaricensis nov.: Unterseite, Beine, Antennen, Kopf 
mit Ausnahme des typischen weißen Stirnflecks und Scutellum 
schwarz, Abdomen rotgelb, Flügeldecken variabel von dunkelvio- 
letien bis hellbraunen Tönen, bei den helleren Stücken zeigen die 
weißen Elytralmakeln keinen dunklen Hof. Die Flügeldecken sind 
von mehr paralleler Form als bei den vorhergehenden Rassen, und 
die Antennen (bei den 5’7 stärker ausgeprägt) sind so dünn wie 
die Tibien an der Basis (bei der typischen Rasse so stark wie die 
Vordertibien an der verbreiteten Spitze). 

Costa Rica: Turialba (Mus. G. Frey); Surrubres, 300 m (dtto); 
San Carlos, coll. Schild-Burgdorf, Mus. G. Frey); Carillo (dtto). 

Subsp. centraliamericana nov.: Wie die subsp. costaricensis, 
aber die Grundfarbe ist hellgelb und nur die Antennen sind größ- 
tenteils schwärzlich. 

Guatemala: Panzos (Mus. G. Frey). — Mexico, Tabasco (H. H. 
Smith, Mus. G. Frey [ecoll. Heikertinger ] et Mus. Wien); Vera Paz: 
Paneina (Champion, Mus. Wien). 


Homophoeta venezuelensis n. Sp. 


Venezuela, ohne nähere Angaben (Mus. G. Frey). 
Long. 9,5 mm. 5 unbekannt. 


02 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Rotbraun, Knie schwarz, Tibien, Tarsen, Labrum, Palpen und 
Antennite 53—11 pechbraun, Abdomen, Prosternum, Clypeus, Stirn- 
fleck, Prothorax (an den Seiten rot) und 4 Flecken auf jeder Flü- 
geldecke weißgelb. 

Die Flecken auf den Elytren haben dieselbe Form wie H. albi- 
collis, nur der Humeralfleck fehlt. H. venezuelensis weicht von 
allen bisher bekannten Arten durch eine starke, schon unter 20- 
facher Vergrößerung gut sichtbare Retikulation des Kopfes und 
der Elytren und durch die deutliche und dichte Punktierung der 


letzteren ab. 


Homophoeta peruviana additionalis nov. subsp. 


Bolivia: Region Chapare, 400 m (Zischka, Mus. G. Frey); Yun- 
gas de! Palmar, 1000 m, 25.1.1950 (dito). 

Größer als die typische Rasse (bis 9 mm) und die Flügeldecken 
haben noch eine andere gelbe Querbinde hinter der Mitte, welche 
so breit wie die anteapikale Querbinde ist. 


Homophoeta affinis Jacoby 
Guatemala: Escuintla, VII. 1879 (Mus. Wien). 


Homophoeta angustolineata Jacoby 


Peru: Satipo, 650 m, VII. 1950 (Dr. W. Weyrauch). 


Homophoeta magistralis Harold (nov. comb.) 


Per&ü: Valle Chanchamayo, 800 :m, IV. 1943 (Dr. W. Wey- 
rauch). | 
Diese Art wurde als eine Asphaera beschrieben. 


Alagoasa ceyria n. sp. 


Venezuela: Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey). 

Long. 5,5—6 mm. 

Schwarz, Knie, Hintertibien und Oberseite (Labrum und | 
Schildchen ausgenommen) rotbraun. Körper oval, oberseits glän- | 
zend. | | 

Kopf glatt, nahe dem Innenrand der Augen stark und runze- 
lig punktiert, Stirn nur etwas breiter als ein Augendiameter. An- 
tennalcalli dreieckig, gut umgrenzt. Clypealcarina scharf, T-för- 
mig. Fühler die Mitte der Elytren nicht erreichend, das 3. Glied so 
lang wie das 4., doppelt länger als das 2. | 


J. Bechyne: Reise des Heırn G. Frey in Südamerika: Alticidae 205 
Halsschild quer, mehr als doppelt so breit wie lang, an der 
Basis am breitesten, Seiten breit abgesetzt, in der Hinterhälfte kon- 
kav, in der Vorderhälfte in konvexer Linie nach vorne verengt. 
Vorderwinkel mit einem nach vorne vorspringenden Zähnchen ver- 
sehen. Oberfläche fast glatt, sehr weitläufig punktuliert (Vergrö- 
Berung 40—50 x). 

Flügeldecken vorne stark (Vergrößerung 6—10 x), hinten 
schwächer punktiert, Basalcallus und postbasaler Eindruck undeut- 
lich, Elytropleuren schmal. Intercoxalplatte des Prosternums nach 
hinten verbreitert und weit verlängert, das Mesosternum zum Teil 
bedeckend, in der Vorderhälfte mit einer scharfen Längscarina 
versehen. Sinus des 5 ziemlich groß. 

An der Färbung, der Punktierung des Kopfes und der Form 
des Prosternums kenntlich, der A. nigrotibialis Jac. ähnlich. 


Alagoasa burmeisteri gounellei n. subsp. [Taf. XIII, Fig. 11—10] 


Brasil, Est. Pernambuco: Serra de Communaty, 1.—1ll. 1893 
(E. Gounelle, Mus. Paris); Serra da Bernada (Duhant, coll. Gou- 
nelle, Mus. Paris). — Est. Minas Gerais: Sertäo de Diamantina, 
Faz. das Melancias, X.—XI. 1902 (E. Gounelle, Mus. Paris); Cam- 
pos de Diamantina, Faz. do Riacho Fundo, XII. 1902 (dtto): Ma- 
tusinhos, IIL.—IV. 1885 (dtto). — Bahia (Mus. G. Frey). 


Oval, glänzend, schwarz, Seiten des Prosternums, Epipleuren, 
Unterseite der ersten Antennite und Kopf rotgelb, Vertex in der 
Mitte und Antennalcalli metallisch bronzegrün, Thorax und 
Flügeldecken sehr variabel in der Färbung, schwarz und gelb ge- 
zeichnet (Typus wie A. burmeisteri gefärbt, aus Serra de Com- 
munaty). 

Diese Rasse unterscheidet sich von der Stammform, welche 
in Argentinien und Paraguay weit verbreitet ist, durch größeren 
Körper (49' + Tmm, 99 7—8 mm) und durch runzelige Punktie- 
rung der transversalen Querdepression zwischen den Augen. Die 
letzteren sind groß, Stirn nur 1,5% breiter als ein Augendurchmes- 
ser. Durch dieses Merkmal, in Verbindung mit einem gewölbten 
Lateralcallus des Halsschildes, trennt sich A. burmeisteri von allen 
ähnlich gefärbten Arten ab. | 


Alagoasa tehuacana n. sp. [Taf. XII, Fig. 20) 


Mexico: Tehuacan (Mus. G. Frey). 
Long. 9 mm. 


204 Entom. Arbeiten aus dem Müseum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Rotgelb, Vordertarsen angedunkelt, Scutellum und Fühler 
schwarz, Glieder 1, 2, 3 und 11 rot. Flügeldecken lebhaft metal- 
lisch violett, Seitenrand und eine schmale, hinten abgekürzte sub- 
laterale Längsbinde rotgelb. Körper langgestreckt, flach, Elytren 
subparallel. 

Kopf matt, glatt, die inneren Orbite punktiert. Antennalcalli 
breit, flach, dreieckig, gut umgrenzt. Stirn etwas weniger als dop- 
peit so breit wie ein Augendiameter, in der Mitte mit einer Längs- 
furche. Olypeus sehr kurz, Carina T-förmig. Fühler die Mitte der 
Elytren kaum erreichend, robust, zur Spitze verdickt. 

Halsschild mäßig glänzend, an der Basis am breitesten, stark 
transversal, fast 3x breiter als lang, Seiten schmal abgesetzt, nach 
vorne gerundet verengt. Vorderwinkel kurz zahnartig vorsprin- 
gend, Hinterwinkel kurz abgerundet. Scheibe fein und spärlich 
punktiert (Vergrößerung 20 x). 

Elytren stark glänzend, stark (Vergrößerung 3—3,5x) und 
ziemlich dicht verworren punktiert, hinter dem schwachen Basal- 
callus kaum merklich eingedrückt. Elytropleuren sehr schmal. In- 
tercoxalplatte des Prosternums breit und flach. 

Diese Art ist an der Färbung und an den schmalen Elytro- 
pleuren kenntlich. 


Alagoasa jüngeri n. sp. 


Brasil: Rio de Janeiro, XI. 1936 (E. Jünger, Mus. G. Frey). 
Long. 5 mm. 


Pechschwarz, Innenorbiten und die Basis des 1. Antennites 
gelb. Thorax blaßsgelb mit einer schwarzen Querbinde in der Mitte 
der Scheibe. Flügeldecken gelb, die Naht und die 2 vorderen Drit- 
tel, eine gelbe Makel einschließend, metallisch blauviolett. Ober- 
seite glänzend. 


Kopf mit Ausnahme einiger Punkte hinter den Augen glatt. 
Clypeus mit Carina in T-Form, Antennalcalli länglich, schräg ge- 
stellt, hinten von einem tiefen Eindruck begrenzt. Antennen die 
Flügeldeckenmitte kaum erreichend, robust, alle Glieder mit Aus- 
nahme des 2. länglich. | 

Prothorax stark quer, fast dreimal breiter als lang, Seiten hin- 
ten subparallel, von der Mitte nach vorne stark gerundet-verengt. | 
Vorderwinkel vorgezogen, mit einer stumpfen Muero endigend. 
Oberfläche ohne Punktierung, vor der Basis mit einer seichten 
Querdepression versehen. 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 205 


Elytren sehr stark punktiert (Vergrößerung 2—3x), hinter 
dem Schildehen abgeflacht. Humeralcallus gut markiert, Elytro- 
pleuren breit, gelb gefärbt. Das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen des 
d' stark verbreitert, Sinus des letzten Abdominalsegmentes des 
tief. 

Diese Art ist mit A. plaumanni Bech. verwandt, sie ist aber 
anders gefärbt, viel größer, die Epipleuren sind konkav (bei A. 
plaumanni plan). 


Alagoasa myrrha n. sp. [Taf. Xli, Fig. 24] 


Brasil, Est. Amazonas: Teffe (Plason, coil. Heikertinger, Mus. 
G. Frey). 

Long. 5 mm. 

Rotbraun, Thorax und Flügeldecken hellbraun, auf den letz- 
teren 3 dunkelbraune, metallisch schimmernde Flecken: einer auf 
dem Humeralcallus, einer nahe dem Schildchen, einer hinter der 
Mitte, alle weder die Naht noch den Seitenrand erreichend. Körper 
oval, oberseits glänzend. 

Durch die Halsschildform (Vorderwinkel) und durch die feine 
Punktierung der Elytren ist A. myrrha mit A. aenea Jac. am näch- 
sten verwandt, aber die neue Art unterscheidet sich außer der ab- 
weichenden Färbung durch Mangel der Basaidepression zwischen 
dem Humeral- und Basalcallus, durch vorne verbreitete Elytro- 
pleuren, so daß die Elytren im ersten Drittel seine größte Breite 
erreichen (die größte Breite der A. aenea liegt binter der Mitte der 
Flügeldecken) und durch die Länge des 4. Antennites, weiches so 
lang wie die beiden vorhergehenden ist (bei A. aenea Jac. und der 
folgenden A. falsificata ist dieses Fühlerglied viel kürzer). 


Alagoasa falsificata n. sp. 


Guyane fr.: Cayenne, 1896 (Soubirou, coll. Gounelle, Mus. 
Paris). 

Long. 7,5 mm. 

Rotbraun, Clypeus, Fühlerbasis, Thorax und Flügeldecken 
hellbraun, die letzteren mit einer breiten Querbinde an der Basis. 
welche die Seitenränder nicht erreicht, und einem großen Fleck 
hinter der Mitte von rotbrauner stark metallisch violett schim- 
mernder Färbung. Körper oval, oberseits glänzend. 

Diese Art ist täuschend ähnlich der A. aenea Jac. (aus Amazo- 
nas), von welcher sie sich durch andere Farbenverteilung und durch 
die folgenden Merkmale unterscheidet: 


206 


A. aenea: 


Die interokulare Querde- 
pression vollkommen geradlinig. 


Vorderwinkel des Hals- 
schildes verdickt und mit einem 
kleinen spitzigen Zähnchen ver- 
sehen. | 

Der abgesetzte Seitenrand 
des Halsschildes rinnenförmig 


ausgehöhlt. 


Elytropleuren breiter; Hu- 
meralcallus von einer schrägen, 
nicht stärker als ihre Umgebung 
punktierten Depression abge- 
grenzt. 


Entom. Arbeiten .aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


A. falsificata: 


Diese Depression ist in der 
Mitte gegen die Clypealcarina 
nach vorne winkelig ausge- 
zogen. 

Vorderwinkel des Thorax 
stark verdickt und mit einem 
großen, schräg abgestutzten 
Zahn versehen. 

Der abgesetzte Seitenrand 
des Thorax von einer, mit dem 
äußersten Rand parallel laufen- 
den, wulstförmigen en 
ausgefüllt. 

Elytropleuren 
Humeralcallus innen von einer 
auffallend stark 

Impression be- 


schmäler; 


schrägen, 
punktierten 
grenzt. 


Alagoasa nigromaculata Harold (nov. comb.) [Taf. XIII, Fig. 21 
und 22] 


Diese, in Süd-Brasilien weit verbreitete Art wurde zweimal in 
der Gattung Oedionychis beschrieben: Bei der typischen Form zei- 
gen die Flügeldecken eine anteapikale schwarze Querbinde, welche 


== der ab. 12-notata Jacoby in 2 Makeln auf jeder Figeld 


geteilt ist. 


Alagoasa erucifera circe nov. subsp. [Taf. XIII, Fig. 1—10] 


Brasil: Espirito Santo (Mus. G. Frey). 


Diese Rasse ist kleiner als die Stammform (57 6, Be mm, 


| 
| 


92 7—8 mm), stärker punktiert und zeigt eine andere Farben- 
variation vor, dabei bleibt die Flügeldeckennaht vorne immer hell | 


gefärbt. Es gibt auch eine Varietät, welche samt Beinen und Unter- 


seite einfarbig rotgelb ist und stark an A. scissa Germ. erinnert. 


Die letztgenannte Art ist durch die Bildung des 1. Antennites auf- | 


fallend (dieses Glied ist außen an der Spitze zahnartig erweitert; 
von einfacher Bildung bei A. crucifera Jac.). Die 5 Flecken auf 
dem Thorax sind bei der Mehrzahl der Stücke vorhanden. 


J. Bechyn@: Reise des Heırn G. Frey in Südamerika: Alticidae 307 


Alagoasa divisa Germar (nov. comb.) [Taf. XIV, Fig. 1] 

Diese Art, in den Katalogen als Synonym zu A. trifasciata F. 
gestellt. ist eine species propria, durch die Färbung und großen 
Körper (&—9 mm) ausgezeichnet. A. trijasciata hat eine sehr {ypi- 
sche Halsschildform (Seiten in der Hinterhälfte fast parallellau- 
fend, nicht gerundet, sondern ausgesprochen konkav). 


Alagoasa ceracollis Say 


Guatemala: Eseuintla, VIII. 1879 (Mus. Wien). 


Alagoasa escuintla n. sp. | Taf. XII, Fig. 19] 


Guatemala: Escuintla, VIli. 1879 (Mus. Wien). 

Long. 7,5—5 mm. 

Von derselben Form und derselben Färbung. wie A. trifasciata 
ab. 10-functata Latr., bzw. A. IO-guttata Fabr. Das Hauptunter- 
scheidungsmerkmal der A. escuintla liegt in der runzeligen und 
starken Punktierung (Vergrößerung 2—5x) der Umgebung der 
Flügeldeckennaht hinter dem Schildchen. Das Halsschild ist nahe 
der Basis fein punktiert (Vergrößerung 20—30 x). 


Alagoasa nicaraguensis Jacoby (nov. comb.) 


Diese Art wurde als Synonym zu A. I0-guttata F. gestellt, 
stellt aber eine distinete Art dar, welche durch die Färbung und 
durch einen tiefen Eindruck innen neben dem Humeralcallus der 
Flügeldecken ausgezeichnet ist. 


Alagoasa 10-guttata Fabricius 
Argentina, Salta: Laurel, S. Antonio, S. Lorenzo, Salta (Rei- 
moser, Mus. Wien); Jujuy: S. Juan (dtto). 
Alagoasa scissa Germar 


 Faraguay: Chaco (Fiebrig, Mus. Wien); San Bernardino (dtto). 


Alagoasa pulchra Baly (nov. comb.) 


Diese Art wurde zweimal in der Gattung Oedionychis be- 
schrieben. Sie unterscheidet sich von den verwandten Arten durch 
eine deutliche mikroskopische Retikulierung der Oberseite, welche 
schon unter 20—30facher Vergrößerung gut zum Vorschein 


208 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


kommt. Die Oberseite ist entweder metallisch grün (f. typ.) oder 
purpurviolett (ab. auguralis Harold). 


Alagoasa praecincta Erichson 


Peru: Valle Chanchamayo, 800 m, 1939 et II. 1953 (Dr. W. 


Weyrauch). 
Alagoasa cincta Olivier (nov. comb.) 


Bei Untersuchung einer Reihe von Exemplaren aus Port-au- 
Prince (Haiti, Mus. G. Frey) konnte ich keine strukturalen Unter- 
scheidungsmerkmale der folgenden Farbevarietäten, die als Arten 
beschrieben wurden, beobachten: 

1. Flügeldecken gelb, manchmal mit schwachen Spuren der 

Zeichnung der typischen Form. . . ab. lantanae Blake 

Diese Form scheint hauptsächlich auf die Weibchen be- 
schränkt zu sein. 
2.Flügeldecken metallisch blau mit einer gelben Querbinde in 
der Natte.. eat. I ET f. typ. 
Die Sg so gefärbt wie die 99. 
3. Flügeldecken einfarbig blau, seltener grünlich oder kupfer- 
violett shimmernd. . . . ...... ab. purpurella Blake 
Zu dieser Form gehören größtenteils ZI. 

Die Differenzen am Aedeagus der 4 untersuchten Exemplare 
sind sehr superfiziell und zeigen gleichzeitig Übergangsformen 
zwischen den beiden von Miss D. H. Blake gezeichneten Extremen. 


Alagoasa orquela n. sp. [Taf. XII, Fig. 25] 


Paraguay: Orquela, Ill. 1936 (Pochon, Mus. G. Frey); Caa 
Guazü, XI. 1950 (J. Foerster, Mus. G. Frey). 

Long. 5 mm. 

Schwarz, glänzend, Innenrand der Augen, Seiten des Hals- 
schildes, Epipleuren, Lateralsaum und eine gezackte Querbinde 
in der Mitte der Elytren geib. 

Kopf sehr fein chagriniert, fein punktuliert, am Vertex mit 
einigen größeren Punkten versehen. Olypealcarina T-förmig, An- 
tennalcalli quer, voneinander schlecht getrennt, hinten von einer 
tiefen, in der Mitte winkelig nach vorne ausgezogenen Querfurche 


begrenzt. Antennen die Mitte der Elytren erreichend, das 3. Glied 
länger und dünner als das 4., das 1. lang, zur Spitze graduell ver- | 


dickt ohne eine terminale Protuberanz. 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 209 


Prothorax fein und sparsam punktiert, stark quer, mehr als 
doppelt so breit wie lang, Seiten breit abgesetzt, in der Basalhälfte 
parallel, dann nach vorne gerundet verengt. Vorderwinkel ver- 
diekt und breit abgerundet, nach außen schwach zahnartig vor- 
springend. Scutellum matt, chagriniert. 

Elytren ziemlich dicht punktiert, Punkte vorne neben der 
Naht und in dem den Basalcallus von dem Humeralcallus trennen- 
den Längseindruck gereiht. Elytropleuren schmal. Intercoxaliort- 
satz des Prosternums mit dem emporgehobenen Vorderrand der 
Epimeren kielartig zusammengebunden. 


Alagoasa dissepta Erichson (nov. comb.) [Taf. XII, Fig. 11—158] 


Perü: Valle Chanchamayo, 800 m, 16. et 17. VII. 1939, 13. VII. 
et VIII. 1951 (Dr. W. Weyrauch); Tingo Maria, Rio Huallaga, 
700 m, X. et XII. 1947, 1. 1948 et 1. IV. 1940 (dtto); Sinchono, 
1300 m, II. 1947 (dtto); Roguerön de Abadi, 500 m, X. 1947 (dtto). 


Diese, in Peru eine der häufigsten Arten, ist sehr stark varia- 
bel im Kolorit, und gleichzeitig bietet sie einen großen Sexual- 
dimorphismus in Körperdimensionen (3'5 + 7 mm, 992 8—9 mm) 
und in der Form des Halsschildes; dieses ist beim 5’ schmäler mit 
fast geraden Seiten, während es bei den 22 breiter und mit ge- 
rundeten Seiten erscheint. Die Grundfarbe ist schwarz mit allen 
denklichen Übergängen bis in die hellgelben Töne. Es zeigt sich 
aber, daß die helleren Stücke hauptsächlich in Bolivien vor- 
kommen. 

A. dissepta wurde mehrmals als species propria in der Gat- 
tung Oedionychis beschrieben; die einzelnen Namen beziehen sich 
auf verschiedene Farbenvarietäten (Epipleuren, ein Lateral- und 


ein Apikalsaum der Flügeldecken bleibt immer weißlich gelb): 


l. Elytren schwarz (bzw. schwarzblau, blau, blauviolett bis blau- 
grün wie bei allen folgenden), ein Lateralsaum und zuweilen 
ein + deutlicher ee in der Mitte weißgelb. . . 

ab. bella Baly 
2. Flügeldecken hassen ein Milesal: und Apikalsaum wie auch 
eine Sn breite Querbinde in der Mitte weißgelb. 

. . ab. dissepta Erichson 

3. Wie re anıse Hakan. ae der heile Apikalrand der Elytren 
ist verbreitert. Die Elytren sind also gelb mit 2 breiten ge- 
meinschaftlichen dunklen Querbinden. 

ab. Bancofareiaia Jacoby 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey Bd. 6, H. 1 14 


210 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


4. Die dunklen Querbinden der Flügeldecken sind verschmälert, 
so daß die dazwischen liegende gelbe Querbinde breiter ist als 


eine der dunklen. . . . . ab. alacrıs Erichson 
5. Die hintere dunkle Binde ae F lügeldecken ist an der Naht 
unterbrochen (assueta Bech.. . . ab. semidivisa Jacoby 


6. Wie die vorige, aber auch die vordere Querbinde ist unterbro- 
chen (es bleiben ein Fleck um das Schildehen und einer auf 
dem Humeralcallus). . . . . ab. signifera Baly 

. Wie die vorige Form, aber den Humeraläies: fehlt. 

ab. vicesima Bech. 

‚Wie E en I 1 ee "Fleck auf den Flügel- 
decken ist auf jeder Decke in 2 rundliche Makeln geteilt. 

B ab. quinquemaculata Jacoby 


I 


ee) 


Alagoasa berriensis n. sp. [Taf. XII, Fig. 23] 
Colombia: P. Berrio, III. 1934 (G. Frey). 


Long. 9 mm. 5 unbekannt. 

Rotbraun, die 2 ersten Antennite, Vertex, Labrum und die 
Innenhälfte der Epipleuren schwarz, die restlichen Antennite, Ti- 
bien und Tarsen pechbraun, Vorderrand des Clypeus und des Pro- 
sternums gelb, Flügeldecken mit 2 metallisch blaugrünen Quer- 
binden, die erste an der Basis jederseits mit einem roten Punkt. 
Körper länglich, glänzend. 

Kopf sehr schwach retikuliert (Vergrößerung 100 x), ohne 
Punktierung mit Ausnahme eines eingedrückten grob punktierten 
Feldes am Innenrand der Augen. Stirn tief quer gefurcht hinter 
den Antennalcalli, welche gut markiert, voneinander gut getrennt 
und dreieckig sind. Clypealcarina hoch, T-förmig. Fühler das 1. 
Drittel der Elytren überragend, das 3. Glied das dünnste, das 4. 
das längste. 

Thorax spärlich und fein punktiert (Vergrößerung 20 x), stark 
quer, 3x breiter als lang. Seiten breit abgeflacht, hinten parallel, 
in der vorderen Hälfte stark gerundet. Vorderwinkel vorgestreckt, 
mit einem stumpfen Zahn endigend, Hinterwinkel rechteckig. 

Flügeldecken vorne stark (Vergrößerung 2—3x), hinten 
schwächer punktiert. Humeralcallus gut markiert, innen von einer 
schräggestellten Depression begrenzt. Elytropleuren schmal, Epi- 
pleuren vorne breit, hinten schmal. Intercoxalplatte des Proster- 
nums mit einer Carina versehen. 

Diese Art ist an der Färbung und an den verhältnismäßig gro- 
ßen Augen (Stirn so breit wie ein Augenquerdiameter) erkennbar. 


J. Bechyn&: Reise des Herın G. Frey in Südamerika: Alticidae 241 


ee 


Sie erinnert zwar an mehrere Walterianella-Arten, welche aber 
durch lamellartige Intercoxalplatte des Prosternums, durch auch 
hinten sehr breite Epipleuren und durch affallend flache Gestalt 
abweichen. 


Alagoasa florigera Harold (nov. comb.) 


Diese Art wurde auch unter dem Namen Oedionychis jasciati- 
collis von Jacoby beschrieben. 


Alagoasa labiata Schaufuß (nov. comb.) [Taf. XIV, Fig. 20] 


Diese häufige kolumbische Art wurde in den Katalogen als 
Varietät der nicht congenerischen Walterianella erosa Schauff. 
registriert. Sie stellt aber eine typische Alagoasa mit weit getrenn- 
ten Augen und einer flachen Intercoxalplatte des Prosternums dar. 
Die gleichzeitig von Schaufuß beschriebene Varietät roseomaculata 
(in den Katalogen vergessen) ist auf die schwächer ausgefärbten 
Exemplare zurückzuziehen. 


Alagoasa cinetipennis Jacoby 


Perü: Oxapampa, 1600 m. IX. 1940 (Dr. W. Weyrauch). 
Bei dieser Art ist der Olypeus + rötlich. 


Alagoasa sagulata Erichson 


Peru: Tingo Maria, Rio Huallaga, 700 m, 10. IV. 1940 et 
11. 1947 (Dr. W. Weyrauch); Chanchamayo (Mus. G. Frey); Mar- 
capata (dtto); Oallanga (dtto). 

Färbung sehr variabel, Flügeldecken metallisch blau, grün 
oder violett, Kopf und Unterseite variieren von pechbraun bis hell 
braungelb. Der Hinterrand des großen dunklen Diskalfeldes der 


Flügeldecken ist manchmal + tief ausgerandet. 


Alagoasa posticalis Kirsch 


Bolivia, Yungas de la Paz: Coreico (Mus. G. Frey). 

Diese Art ist auf den Flügeldecken manchmal ohne die mitt- 
lere helle Querbinde (ab. sagulatoides). Solche Stücke sind in den 
Colleetionen häufig mit A. sagulata gemischt, die letztere hat einen 
gezahnten Rand in der Hinterhälfte der Flügeldecken (fast glatt 
bei A. posticalis). 


14* 


> Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Alagoasa bipunctulata Jacoby 


Argentina, Salta: San Lorenzo (Reimoser, Mus. Wien). — 
Paraguay: San Luis (dtto); Santa Sofia (dtto). 


Alagoasa tippmanni Bechyne 
Perü: Satipo, 650 m, VII. 1950 (Dr. W. Weyrauch). 


Kuschelina teinturiei Allard (nov. comb.) 


Diese als Oedionychis beschriebene Art ist mit K. mathema- 
tica Har. verwandt, anders gefärbt und fast doppelt so groß. 


Kuschelina modesta Jacoby (nov. comb.) 


Auch diese Art wurde als Oedionychis beschrieben. 


Kuschelina nigrolineata Baly (nov. comb.) 


Diese, in der Gattung Oedionychus beschriebene Art, ist mit 
K. nigrovittata Boh. verwandt. 


Kuschelina punctatissima n. sp. 


Paraguay: San Bernardino (Mus. G. Frey). 

Long. 7 mm. 

Rotgelb, glänzend, Kopf, Fühler, 5 Flecken auf dem Thorax 
(2 vorne, 3 hinten), Scutellum und 4 Hinterbeine schwarz, Flügel- 
decken lebhaft metallisch violett. 

Kopf runzelig punktiert, Clypeus glatt, Clypeallängscarina 
breit und kurz. Antennalcalli groß, glatt, scharf begrenzt. Fühler 
robust, den Basalcallus der Elytren leicht überragend. 

Prothorax stark transversal, mehr als doppelt so breit wie 
lang, nahe der Basis am breitesten, Seiten stark gerundet. Vorder- 
winkel verdickt, leicht vorgezogen und kurz gerundet, Hinterwin- 
kel stumpfeckig. Oberfläche dicht und stark punktiert, Punktie- 
rung etwas schwächer auf den schwarzen Makeln. Vor der hinteren 
äußeren schwarzen Makel befindet sich eine grubenartige Depres- 
sion. Scutellum weniger glänzend als die übrige Oberseite. 

Elytren stark, vorne dicht, im Apikalviertel sparsamer punk- 
tiert. Humeralcallus deutlich hervortretend, Basalcallus nicht aus- 
gebildet, postbasale Depression nur durch verstärkte Punktierung 
wahrnehmbar. Epipleuren vorne uneben, hinten sehr schmal, 
Elytropleuren schmal. 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 213 


Die Färbung und die starke Punktierung der Oberseite, wel- 
che schon unter 2—Sfacher Vergrößerung sichtbar und auf dem 
Kopf sogar ohne Lupe erkennbar ist, lassen diese Art leicht wieder- 
erkennen. 


Kuschelina lepida Boheman (nov. comb.) 


Diese als Oedionychus beschriebene Art ist mit K. mathema- 
tica Har. nahe verwandt. 
Kuschelina zebra Bryant (nov. comb.) 


Auch diese Art muß zur Gattung Kuschelina gestellt werden; 
sie ist ebenfalls mit K. mathematica Har. verwandt. 


Kuschelina decorata Blanchard (nov. comb.) 


Diese Art wurde irrtümlich bei der Gattung Dibolia katalogi- 
siert. Eine zweite Beschreibung veröffentlichte später v. Harold 
unter dem Namen Oedionychus fairmairei. 


Nycterönychis n. gen. 


Genotypus: Oedionychis trivittata Baly. 

Merkmale einer Alagoasa, aber die Epipleuren sind schräg- 
gestellt, der ganzen Länge nach von der Seite sichtbar, die Palpen 
sind robust, die Metepisternen sind nicht nach hinten verschmälert 
(bei allen Gattungen der Oedionychinen sind sie dreieckig), son- 
dern parallelseitig, die 4 vorderen Schenkel des 5 sind verdickt, 
und das letzte Abdominalsegment ist auch beim 9 mit einem Sinus 
versehen. Das zuletzt erwähnte Merkmal ist bei keinen anderen 
südamerikanischen Altieciden wiederzufinden. 

N. trivittata Baly (mit ab. evanescens Har. ohne Elytralbin- 
den) ist ausschließlich in Rio de Janeiro und Esp. Santo (Brasil) 
verbreitet. Diese Art wurde als Synonym zu Oedionychis umbra- 
tica Oliv. gestellt, welche eine grundsätzlich andere Gattung dar- 
stellt, wenn sie ihr auch äußerlich sehr ähnlich ist. 


Araoua n. gen. 


Genotypus: Oedionychis umbratica Olivier. 

Augen groß und einander stark genähert. Antennen filiform. 
Metepisternen dreieckig, nach hinten verschmälert. Epipleuren 
breit, von der Seite sichtbar, mit einer der ganzen Länge nach 


214 Entom. Arbeiten aus dem Müseum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


durchlaufenden tiefen und dicht behaarten (dicht punktulierten 
bei abgeriebenen Exemplaren) Furche. Intercoxalplatte des Pro- 
sternums abgeflacht. 2 normal, ohne Sinus am letzten Abdominal- 
segment. 

Araoua umbratica ist ausschließlich in Franz. Guyana (Cay- 
enne) verbreitet. Wenn auch die äußere Ähnlichkeit mit N. trivit- 
tata frappant zu bezeichnen ist, so ist Araoua mit Walterianella, 
Nycteronychis mit Alagoasa verwandt. 


Araoua vittatipennis Jacoby (nov. comb.) 


Diese Art wurde als eine Oedionychis beschrieben; sie ist mit 
A. umbratica Ol. verwandt. 


Paranaita generosa Harold (nov. comb.) 


Oedionychus bitaeniatus Baly (1878) ist Synonym von Oedio- 
nychus generosus Harold (1877). Diese Art stellt eine typische 
Paranaita dar. 


Paranaita brasiliensis Bryant (nov. comb.) 


Diese als Oedionychus beschriebene Art ist mit der vorher- 
gehenden nahe verwandt. 


Paranaita monalisa n. sp. |Taf. XII, Fig. 1] 


Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Mendes (Mus. G. Frey). 

Long. 7—7,5 mm. 

Braungelb, Spitze der Antennen, Tarsen und Sternum ange- 
dunkelt, Sceutellum, ein rundlicher Fleck in der Scheitelmitte, 2 
kleine, quergestellte Makeln vor der Mitte des Halsschildes und 
4 Flecken auf den Flügeldecken schwarz: einer auf dem Humeral- 
callus, ein anderer auf dem Basalcallus und 2 vor der Mitte jeder 
Decke quergestellt. Körper oval, oberseits nur mäßig glänzend, 
Vorderkörper matt. 

Kopf auf dem Vertex stark punktiert, Stirn fast doppelt brei- 
ter als ein Augenquerdiameter, in der Mitte mit einer in der Mitte 
gewinkelten tiefen Querfurche versehen. Antennalcalli quer, gut 
umgrenzt. Fühler die Mitte der Elytren erreichend, die 5 Apikal- 
glieder deutlich verdickt, Glieder 3 und 4 grazil und sehr lang, 
jedes länger als das 1. Glied. 

Thorax 3x breiter als lang, nahe der Basis am breitesten. Sei- 
ten gerundet und nach vorne verengt, breit abgesetzt. Vorderwin- 


J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 215 


kel merklich verdickt und mit einem stumpfen Zahn endigend. 
Oberfläche deutlich punktiert (Vergrößerung 10x). 

Flügeldecken ohne Eindrücke, stark und dicht punktiert (Ver- 
größerung 2—3x), hinter der Mitte am breitesten. Epipleuren 
vorne sehr breit, konkav, von der Seite nicht sichtbar. 

Eine an der eigentümlichen Farbenverteilung leicht kennt- 
liche Art mit verdickten Endgliedern der Antennen. Sie ist meh- 
reren Walterianella-Arten ähnlich, aber die Augen sind klein, die 
Intercoxalplatte des Prosternums ist nicht lamelliform, und die 
Epipleuren sind für die Gattung Paranaita charakteristisch ge- 
bildet. 


Paranaita opima Germar 


P. opima opima Germ.: Brasil, Est. Rio Grande do Sul: Pörto 
Alegre (Baron Warsberg 1885, Mus. Wien). — Paraguay: San Luis 
(Reimoser, Mus. Wien). 

P. opima balyı Bryant: Argentina, Salta: Zuviria, S. Lorenzo, 
La Merced und Salta (Reimoser, Mus. Wien); Jujuy: San Luis 
(dtto). 


Paranaita basalis Schaufuß (nov. comb.) [Taf. XlI, Fig. 2—10] 


Die Farbenvarietäten dieser Art wurden als selbständige Ar- 
ten in der Gattung Oedionychis beschrieben: 


1. Flügeldecken fast einfarbig braungelb bis rotgelb. . f.typ. 


2 ee mit Makeln, Thorax meistens rotgelb. 
ab. trimaculata Jacoby 


3: Flügeldecken ee ällicch blau, grün oder violett, Spitze 
im + breiten Umfange gelbbraun. . ab. princeps Jacoby 


Alle auf der Tafel gezeichneten Formen wurden in Bogotä 


(Colombia, Mus. G. Frey) gesammelt. 


Paranaita livida Harold (nov. comb.) 


Diese, als eine Oedionychis beschriebene Art ist mit P. hansae 
Bech. verwandt, von welcher sie sich durch sehr grobe (Vergröße- 
rung 2—3x) Punktierung der Flügeldecken und durch die Fär- 
bung unterscheidet. 


Wanderbiltiana n. gen. 


Genotypus: Oedionychus nitidus Fabricius. 


916 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Diese Gattung ist durch vollkommen horizontale auch hinten 
sehr breite Epipleuren (bei den 37 stets breiter) und stark chiti- 
nöse Flügeldecken ausgezeichnet. Augen groß, Fühler filiform, 
mittlere Glieder dicker als die apikalen, Intercoxalplatte des Pro- 
sternums plan und breit. 


Wanderbiltiana nitida Fabricius (nov. comb.) 


Die typische Rasse dieser Art (Brasil: Rio de Janeiro, S. Paulo, 
Sa. Catarina) wurde auch unter dem Namen Oedionychis festiva 
von Germar beschrieben (die dazu als Synonym zugezogene Oe. 
monilis Germ. ist eine verschiedene Art). Sie ist unten schwarz, 
nur die Seiten des Abdomens sind + gelblich. Beine und Kopf 
schwarz, Vertex + rötlich. Grundfarbe der vorne stark, hinten 
schwächer punktierten Flügeldecken ist Blau oder Violett. 

Subsp. meridionalis nov.: Unterseite, Kopf und Beine (Tar- 
sen ausgenommen) rotgelb, Flügeldecken metallisch grün, überall 
gleich stark punktiert. 

Argentina: Misiones (J. Foerster, Mus. G. Frey). — Paraguay 
(dtto). 


Wanderbiltiana concolor Harold (nov. comb.) 


Als Oedionychus beschrieben, durch einfarbig metallisch ge- 
färbte Oberseite von der vorhergehenden zu unterscheiden. 


Wanderbiitiana sejuneta Harold (nov. comb.) [Taf. XIV, Fig. 2—3] 


Eine sehr variable Art, in Rio de J., S. Paulo, Minas Gerais 
und Matto Grosso verbreitet, welche zweimal in der Gattung Oedi- 
nychis beschrieben ist. Die gefleckte Form dürfte als WW. sejuncta 

ar. betrachtet sein, die mit ähnlicher Farbenverteilung wie bei 
W. nitida wurde von Jacoby als Oedionychis dilecta beschrieben. 


Wanderbiltiana iasınia n. sp. 


Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 18. IX. 1934 et 
15. IX. 1948 (F. Plaumann, Mus. G. Frey). — S. Paulo (Mus. G. 
Frey). 

Long. &J' 4,5—5 mm, 99 5,5—6 mm. 

Glänzend schwarz, Vorderkörper und die 4 vorderen Schenkel 
rotgelb, Fühler (Basalglieder ausgenommen) pechschwarz, Flügei- 
decken metallisch biauviolett. Körper länglich, fast parallel. 


J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 217 


Kopf glatt, nur nahe den Augen mit einigen gröberen Punkten 
besetzt. Stirn zwischen den Augen mit einer tiefen Querfurche, 
viel breiter als ein Augendurchmesser. Antennalcalli quer, unter- 
einander zusammenfließend. Clypealcarina T-förmig. Antennen 
die Flügeldeckenmitte nicht erreichend, zur Spitze deutlich ver- 
dickt. 

Thorax spärlich und fein punktiert (Vergrößerung 20 x), stark 
quer, doppelt breiter als lang, nahe der Mitte am breitesten. Seiten 
breit abgesetzt, nach vorne in konvex-gerundeter, nach hinten in 
leicht konkaver Linie verschmälert. Vorderwinkel stark verdickt 
und seitlich zahnartig vorspringend. 

Flügeldecken stark, nicht dicht punktiert (Vergrößerung 3 bis 
5x), Elytropieuren rinnenartig, Humeralcallus innen von einer 
tiefen Längsdepression begrenzt. Intercoxalplatte des Prosternums 
breit und abgeflacht. Das letzte Abdominalsegment des 5 mit 
einem ziemlich tiefen Sinus versehen. 


Mit W. itatiaiensis Bech. verwandt, anders gefärbt, und der 
zahnartige Vorsprung des Thoraxvorderwinkels ist seitlich, nicht 
nach vorne gerichtet. 


Wanderbiltiana spyria n. sp. 


Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 18. X. 1948 et 17. IX. 
1950 (F. Plaumann, Mus. G. Frey). 


Pechbraun, glänzend, Sternum in der Mitte, Antennalcalli, 
Clypeus mit Ausnahme der metallisch schwarzen Carinae, alle 
Ränder des Halsschildes (die lateralen im breiteren Umfang) und 
3 kleine Flecken auf den Flügeldecken braungelb: 2 vor der Mitte 
quergestellt, der 3. im Suturalwinkel. Vertex metallisch bronze- 
braun, Thoraxscheibe schwarz, Flügeldecken lebhaft metallisch 
kupferviolett. Scutellum schwarz und matt (mikroskopische Reti- 
kulierung unter 20facher Vergrößerung schon gut erkennbar). 


Mit der vorigen Art verwandt, anders gefärbt, Elytropleuren 
schmal, Thoraxseiten vor den Hinterwinkeln nicht ausgeschweift, 
und die Olypealcarina ist bis zwischen die Fühlereinlenkungsgru- 
ben verlängert und läuft weiter zwischen den Antennalcalli in 
Form einer feinen Rinne. 

W. sejuncta Har. unterscheidet sich durch sehr breite Elytro- 
pleuren und durch die Form des Halsschildes, welcher seine größte 
Breite in der Mitte erreicht, während er bei W. spyria an der Basis 
am breitesten ist. 


18 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Wanderbiltiana novoteutoniensis n. sp. [Taf. XIV, Fig. 4] 


Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 21. XI. 1934, 6. XI. 
1944 et 25. II. 1950 (F. Plaumann, Mus. G. Frey). 

Long. 7—8 mm. | 

Rostrot, Antennen angedunkelt, Thorax und Flügeldecken 
hellbraun, die letzteren mit 2 rostroten Querbinden, welche die 
Seiten nicht erreichen, die erste liegt an der Basis und ist zwischen 
dem Humeral- und Basalcallus fast in 2 Makeln geteilt, die zweite 
liegt hinter der Mitte und ist mit der vorderen durch einen schma- 
len Nahtsaum verbunden. Körper fast parallel, oberseits glänzend. 

Kopf glatt mit Ausnahme einiger grober Punkte nahe den 
Augen. Stirn breiter als ein Augendurchmesser, zwischen den 
Augen tief quer eingedrückt. Antennalcalli groß, quer dreieckig, 
untereinander schlecht getrennt. Clypealcarina scharf, T-förmig. 
Antennen zart, die Flügeldeckenmitte erreichend. 

Halsschild stark quer, mehr als doppelt so breit wie lang, hin- 
ter der Mitte am breitesten. Seiten breit abgesetzt, beim 3 stark, 
beim 9 schwächer gerundet, nach vorne stärker als nach hinten 
verengt. Vorderwinkel mit einem kleinen nach außen gerichteten 
Zähnchen, Hinterwinkel rechteckig. Oberfläche fein punktiert 
(Vergrößerung 20—30 x). 

Elytren nahe der Naht, in der postbasalen Querdepression, 
in dem starken Längseindruck an der Basis (welcher den Humeral- 
callus von dem Basalcallus abtrennt) und auf den sehr breiten 
Elytropleuren stark punktiert (Vergrößerung 5—8 x). Intercoxal- 
platte des Prosternums breit und flach. Das letzte Bauchsegment 
des 5’ trägt einen großen Sinus. 

Durch die Färbung erinnert diese Wanderbiltiana-Art sehr an 
Omophoita bimaculata Oliv., welche in Anzahl auf der gleichen 
Lokalität gesammelt wurde. Die auffallend geteilte Punktierung 
der Flügeldecken trennt leicht die große Art von den anderen ab. 


Wanderbiltiana subcostata Jacoby (nov. comb.) 
Das 3’ dieser Art wurde von Jacoby unter dem Namen Oedio- 
nychis indigosoma beschrieben. 


Wanderbiltiana monilis Germar (nov. comb.) 


Diese, durch kleinen Körper, durch die Färbung und durch die 
schmalen Elytropleuren ausgezeichnete Art wurde irrtümlich als 


Synonym der W. nitida F. betrachtet. 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 219 


Chloöphaga Weise (nov. comb.) 


Dieser Name wurde als Synonym zu Oedionychus gestellt, sie 
enthält aber eine sehr charakteristische Artengruppe, welche in der 
neotropischen und nearktischen Region die Gattung Philopona 
Weise ersetzt. Die meisten Arten haben nämlich auch einen + 
deutlichen Quereindruck vor der Thoraxbasis, weichen jedoch von 
Philopona durch breite Intereoxalplatte des Prosternums, die oft 
bis die halbe Breite der entsprechenden Coxa erreicht, während sie 
bei Philopona sehr schmal ist (+ ein Zehntel der Breite einer 
Coxa). 

Genotypus: Oedionychus 6-maculatus llliger. 

Hierher gehören alle Arten aus Nord-Amerika, die Miss D. H. 
Blake in der 2. Division der Gattung Oedionychus tabellarisch be- 
arbeitet hat (Proc. U. S. Nat. Mus. 70, 1927, no. 23, pp. 144, 
t. 1 et 2), während die Arten der 1. Division zur Gattung Kusche- 
lina gestellt sein müssen. 


Chlo@phaga trinidadensis n. sp. 


Trinidad (B. W. 1.), XII. 1953 (G. & H. Frey). 

Long. 4—4,5 mm. 

Rotgelb, glänzend, Antennite 4—8 schwarz. 

Diese Art ist äußerst ähnlich der Walterianella eugenia vom 
gleichen Fundort, aber die Intercoxalplatte des Prosternums ist 
nicht lamelliform, sondern ganz flach, und das Halsschild besitzt 
eine Querfurche vor der Basis. Kopf ohne Punktierung, Stirn 
schmäler als ein Augendiameter. Thorax glatt, vor der Basis am 
breitesten, Seiten gerundet, Vorderwinkel zahnartig nach außen 
gerichtet. Elytren mit breiten Elytropleuren, hinter der Basis deut- 
lich eingedrückt, der äußerste Rand in der Hinterhälfte beborstet. 


Chlo&phaga derivata n. sp. 


Venezuela: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 
Long. 4 mm. 
Rotgelb, Fühler mit Ausnahme der ersten 4 Glieder schwarz. 
Ganz wie die vorige Art, aber die Stirn ist breiter als ein 
Augendiameter, Elytropleuren schmal, von hinten bis zu dem Hu- 
meralcallus beborstet, und die Elytren sind hinter der Basis kaum 
eingedrückt. Die Borsten sind auch bei den abgeriebenen Exem- 
plaren leicht feststellbar, da ungefähr in der Mitte der Elytropleu- 
ren eine Reihe spärlicher setiferer Punkte unter 50facher Vergrö- 


220 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


ßerung gut zum Vorschein kommt, während die Elytropleuren bei 
der vorigen Species auch unter 100facher Vergrößerung keine 
Spur von solchen zeigen. 


Chlo&phaga advena Jacoby (nov. comb.) [Taf. XIV, Fig. 16] 


Diese Art wurde in der Gattung Oedionychus beschrieben. 
Die Chloephaga-Arten aus der atlantischen Küstenregion Süd- 


brasiliens und der limitrophen Gebiete lassen sich durch folgende 
Merkmale abtrennen: 


1 (6) Stirn hinter den Antennalcalli giatt, ohne grobe Punk- 


tierung. 


2 (5) Auch der Vertex bleibt in der Mitte unpunktiert. Apikal- 


3 


1 


glieder der Antennen länglich, jedes mindestens doppelt 
länger als breit. 


Kopf nur hinten, dicht neben den Augen punktiert. 

Flügeldecken viel glänzender als der Vorderkörper. 
Die Färbung ist sehr variabel, Antennen zur Spitze stets 
angedunkelt, Körper sonst einfarbig gelbbraun, oder über 
alle möglichen Zwischenstufen zuletzt gelbbraun, Brust, 
die ersten Hinterleibsegmente, Hinterknie, Hinterkopf, 2 
querliegende Makeln auf der Thoraxscheibe, Scutellum, 
die Naht und 2 Längsbinden auf jeder Flügeldecke (eine 
dorsale, hinter der Basis makelartig erweitert, andere sub- 
laterale), hinten abgekürzt, schwarz. 

Antennalcalli breit, dreieckig, hinten von einer tiefen 
Querdepression abgetrennt, Clypealcarina tuberkelförmig. 
Fühler zur Spitze verdickt, mit länglichen Gliedern, das 
4. Glied eine Spur länger als das 3. Thorax stark quer, 3x 
breiter als lang, an der Basis am breitesten, ohne Punk- 
tierung. Seiten nach vorne schwach gerundet-verengt, 
breit abgesetzt. Vorderwinkel mit einem kleinen, nach 
außen gerichteten Zähnchen versehen, Hinterwinkel zahn- 
förmig. Querfurche vor der Basis vollständig. Elytren 
vorne stark, hinten schwächer punktiert, Humeral- und 
Basalcallus groß, voneinander durch einen sehr stark 
punktierten Längseindruck getrennt. Postbasale . Quer- 
depression sehr deutlich, mit dem callustrennenden Ein- 
druck hufeisenförmig verbunden. Elytropleuren breit, na- 
mentlich nahe der Mitte, der extreme Rand im Apikal- 
drittel lang bewimpert. Epipleuren horizontal, breit. In- 


4(3 


NT 


J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika : Alticidae 221 


tercoxalplatte des Prosternums breit und flach, lang und 
spärlich behaart. Sinus des 5 tief, in der Mitte von einer 
Erhabenheit akzentiert, vor welcher (etwas vor der Mitte, 
also näher dem Vorderrand des 5. Bauchringes) eine 
seichte Querdepression liegt. Long. 3,5—4 mm. 
2 Chlo&phaga advena Tacals 
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 26. et 
27. XII. 1949 (W. Wittmer, Mus. G. Frey). 


Kopf neben den Augen mit zahlreichen groben Punkten 
besetzt. 


Einfarbig gelbbraun, glänzend, nur der Kopf etwas 
matter als die übrige Oberseite, Fühlerspitze, Schildchen, 
Brust, der Innenrand der Epipleuren und die Spitze der 
Hinterschenkel stets dunkel, sonst die Färbung sehr va- 
riabel, über alle möglichen Zwischenstufen ist schließlich 
das Halsschild mit 2 querliegenden schwärzlichen Makein 
gezeichnet, und die Flügeldecken haben die Naht hinten 
und 5 Makeln auf jeder (2, 2, 1) schwärzlich. Long. 3,5 


bis 4 mm. 


Sehr ähnlich der vorhergehenden Art, aber das 9. 
Fühlerglied ist länger als das #., der fein punktierte Tho- 
rax ist weniger transversal mit undeutlichem Zähnchen 
auf den gerade abgestutzten Vorderwinkeln, die Elytren 
sind nur zwischen dem Humeral- und dem Basalcallus und 
neben der Naht hinter dem Schildchen kräftig punktiert, 
sonst beinahe glatt, vor dem schwachen Sinus des 3 ist 
keine Erhabenheit, und die Färbung bei völlig pigmen- 
tierten Exemplaren ist anders geteilt. 

Per Chlo&phaga Hledandı n. Sp. 

Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 6. VII. 1951 
et XI. 1948 (F. Plaumann, Mus. G. Frey). 


5 (2) Stirn und Vertex grob, grubenförmig punktiert, nur hin- 


ter den Antennalcalli befindet sich ein fensterartiges un- 
punktiertes Feld, kaum größer als die Oalli. Apikalglieder 
der Antennen moniliform, jedes Glied nur eine Spur län- 
ger als breit. 

Gelbbraun, Fühler zur Spitze angedunkelt. Thorax 
mit 4 (die 2 äußeren fehlen häufig) querliegenden runden 
schwarzen Makeln. Jede Flügeldecke dicht hinter der 


Mitte mit 2 querliegenden schwarzen Punkten, wovon der 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


äußere etwas nach hinten vorgeschoben ist. Oberseite mä- 
fig glänzend. Long. 3—3,8 mm. 

Ciypealcarina kurz und breit. Das 3. Antennit etwas 
kürzer als das 4. Thorax stark quer, deutlich punktiert 
(Vergrößerung 20x), vor der Basis am breitesten. Seiten 
stark gerundet und breit abgesetzt, Vorderwinkel abge- 
rundet, mit einem sehr kleinen nach außen gerichteten 
Zähnchen versehen. Querdepression vor der Basis seicht, 
in der Mitte schwächer als an den Seiten. Flügeldecken 
ohne Basalcallus und ohne postbasale Depression, überall 
gleichmäßig grob punktiert, Elytropleuren schmal, der 
äußerste Rand hinten bewimpert. Epipleuren horizontal, 
vorne sehr breit, hinten schmäler. Intercoxalplatte des 
Prosternums cariniform, kaum behaart. Sinus des 5 breit 
aber seicht, ohne davorliegende Erhabenheit. 


Chlo&phaga ara n. Sp. 


Beil, Ei 3% Catarina: Nova Teutonia, 4., 7., 9. et 
10. V., 18. VI. et 10. VIL 1951’et 31.2922 E Plauf 


mann, "Mas. G.Erey). 


6 (1) Auf dem Kopf oberhalb der Antennen sind es nur die 


Antennalcalli, die unpunktiert bleiben, die übrige Fläche 
ist grob, + runzelig punktiert. 


7 (10) Flügeldecken ohne Rippen, Nahtwinkel abgerundet. 
& (9) Vorderwinkel des Prothorax rechteckig, schräg nach innen 


abgestutzt, ohne Zähnchen. Körper klein, 3,5 mm. 

Rotbraun, Brust und Thoraxscheibe angedunkelt, Pal- 
pen und Antennen hell gelbbraun. Oberseite stark glän- 
zend. 

Antennalcalli groß und zusammenfließend, hinten 
von einer tiefen Querdepression begrenzt. Apikalglieder 
der Antennen verdickt und kürzer als die mittleren Glie- 
der, das 3. Antennit das längste. Thorax mehr als doppelt 
so breit wie lang, vor der Basis am breitesten, Seiten stark 
gerundet und breit abgesetzt. Hinterwinkel mit einem 
kleinen aber scharfen Zähnchen versehen. Oberfläche fein 
und spärlich punktiert. Elytren vorne sehr grob, hinten 
schwächer punktiert, Basalcallus von dem Humeralcallus 
durch einen tiefen und sehr grob punktierten Längsein- 
druck getrennt, postbasale Depression ganz undeutlich. 
Elytropleuren ziemlich breit, vor der Mitte am breitesten, 
extremer Rand hinten bewimpert. Epipleuren vor der 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 325 


Mitte breit, dann plötzlich verschmälert. 3 
en, Chlo@phaga wittmeri n. sp. 
Brasil Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 26. XIl. 
1949 (W. Wittmer, Mus. G. Frey). 


9 (8) Vorderwinkel des Halsschildes mit einem schräg nach 


10 (7) 


vorne gerichteten abgestumpften Zahn versehen. Körper 
größer, 5 mm lang. 


Braun, glänzend, Kopf matter, Sternum und Abdo- 
men angedunkelt, Endglieder der Fühler, Hinterkopf, 
Thorax mit Ausnahme aller Ränder, Seutellum, Naht und 
3 Längsbinden auf jeder Flügeldecke (die submarginale 
mehrmals unterbrochen) pechschwarz. 

_Antennalecalli gut getrennt, Clypealcarina scharf und 
lang. Antennen dick, moniliform, nur das 2. und das 9. 
Glied lang, 3. Antennit kaum länger als das #4. Thorax 
wenig deutlich, sparsam und flach punktiert, stark trans- 
versal, 3x breiter als lang, Seiten breit abgesetzt, hinten 
parallel, in der vorderen Hälfte gerundet und nach vorne 
verengt. Hinterwinkel stumpfeckig und kurz abgerundet. 
Die Querfurche vor der Basis in der Mitte (vor dem Scu- 
tellum) unterbrochen. Elytren ohne postbasale Quer- 
depression, überall nicht dicht aber stark punktiert, Hu- 
meralcallus innen nur dicht hinter der Basis von einem 
auffallend grob punktierten Eindruck getrennt. Elytro- 
pleuren schmal, an wie bei der vorigen Art ge- 
formt. Sinus des 5 breit und seicht, vor dessen halbkreis- 
förmigen Mittelteil ein Querwulst liegt. 1. Glied der 4 
vorderen Tarsen des. 7' stark erweitert. Se 

Chlo&phage monilicornis n. sp. 

UNE Entre Rios: La Paz, 21. 1. 1951 (W. Witt- 

mer, Mus. G. Frey). 


Flügeldecken an den Seiten mit einer scharfen Längs- 
rippe, die am Humeralcallus beginnt und vor der Spitze 


endigt, Nahtwinkel scharf. Long. 5 mm. 5 unbekannt. 


Schwarz, glänzend, Kopf matt, Fühlerbasis und 2 
querliegende Flecken hinter den Antennalcalli rot, Tho- 
rax gelb mit einem schwarzen unregelmäßigen Querfleck 
in der Mitte, Flügeldecken samt Epipleuren gelb, die Naht 
hinten verbreitert) und 3 große hintereinander liegende 
unregelmäßige Flecken auf jeder Seite schwarz. 


224 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6., 1955 


Antennalcalli groi3. voneinander gut getrennt, Cly- 
pealcarina kurz und breit. Thorax deutlich punktiert, 3x 
breiter als lang, an der Basis am breitesten, die Querfur- 
che vor der Basis tief und in der Mitte gegen das Scutel- 
lum winkelig gebogen. Seiten gerundet, breit abgesetzt, 
Vorderwinkel mit einem kleinen nach außen gerichteten 
Zahn versehen. Flügeldecken spärlich und fein punktiert, 
nur innen neben dem Humeralcallus und in der deutlichen 


postbasalen Querdepression mit groben Punkten versehen. 


Elytropleuren ziemlich breit, Epipleuren im ersten Drittel 
etwas nach innen erweitert. Das 1. Glied der Hintertarsen 
so lang wie die beiden folgenden zusammengenommen. 
ee Chlo@phaga sinuatella n. sp. 
Brasil, Est. Minas Gerais: Uberaba 1898 (Mus. G. 
Frey). 
Diese Art ist der mexikanischen Ch. conspurcata Jac. 
(als Oedionychus beschrieben) ähnlich; die letztgenannte 
Art hat aber eine gerade Querfurche vor der Thoraxbasis, 
und beim 9 sind mehrere Elytralrippen vorhanden, der 


Nahtwinkel ist abgerundet, und die Färbung der überall 


gleichmäßig stark punktierten Elytren ist stark abwei- 
chend. | 

Oedionychus maculatus Har. (Mexico) ist ebenfalls 
dem Genus Chloephaga zuzuzählen, mit Ch. conspurcata 
verwandt, durch die unpunktierte Stirn, Mangel an 
Elytralrippen beim 9 und abweichendes Kolorit verschie- 
den. Oedionychus 13-maculatus Jac. ist nur eine Farben- 
varietät von Ch. maculata, bei welcher die schwarzen 
Querbinden auf den Flügeldecken in einzelne punktför- 
mige Makeln geteilt sind. 


Chlo@phaga elke n. sp. 


Perü: Valle Chanchamayo, 800 m, VIII. 1951 et II. 1955 


(Dr. W. Weyrauch). 


Long. 3,8—4 mm. | 
Hell braungelb, Vertex, Scheibe des Halsschildes und der 


Flügeldecken rot. 


Diese Art steht der Ch. pallescens Jac. (als Oedionychis be- | 


schrieben) sehr nahe; die letztere ist wesentlich größer (4 bis 
4,5 mm), die 4 vorderen Tibien und Tarsen sind schwarz, und 
außerdem habe ich folgende strukturale Unterschiede beobachtet: 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 


Ch. pallescens Jac. (nov. comb.): 


Vorderwinkel des Hals- 
schildes mit einem nach außen 
gerichteten spitzigen Zahn, 
nicht verdickt. 

Elytropleuren im ersten 
Drittel stark verbreitert, hinten 
viel schmäler. Die größte Breite 
der Flügeldecken liegt im er- 
sten Drittel. 

Suturalwinkel jeder Flü- 
geldecke breit abgerundet. 


Ch. elke: 


Vorderwinkel des Hals- 
schildes leicht verdickt, recht- 
eckig, ohne zahnförmige Ver- 
längerung. 

Eiytropieuren 
ihre Breite vorne und hinten 
wenig verschieden, die größte 
Breite der Elytren liegt hinter 
der Mitte. 

Suturalwinkel jeder Eiytre 
stumpfwinkelig, jedoch deut- 


schmäler, 


lich. 


Chlo&phaga 17-guttata Schaufuß5 (nov. comb.) 
Colombia: Bogotäa (Mus. G. Frey). 


Diese Art ist in den Katalogen als eine Varietät von Alagoasa 
scissa Germ. einregistriert; die letztgenannte nicht congenerische 
Art ist ausschließlich in der Küstenregion Südbrasiliens verbreitet 
und durch Verbreiterung des 1. Antennites ausgezeichnet. Ch. 17- 
guitata gehört in eine Artengruppe mit einfachen Fühlern, bei 
welcher das Halsschild vor der Basis mit einer Querfurche ver- 
sehen ist und seine breitabgesetzten Seiten von einem Längscallus 
ausgefüllt sind. 

Subsp. merida nov.: Diese aus Merida stammende Form (Ve- 
nezuela, Mus. G. Frey) ist viel kleiner (75 5—5,5 mm, 99 5,5 bis 
6 mm; SQ der Stammform 6—7 mm), der Kopf ist matt, fein reti- 
kuliert, und die Flügeldeckenzeichnung ist wesentlich variabel. 


Fat. XIV, Fig. 17—19.] 


Chlo&phaga jacobyi Csiki (nov. comb.) 
Diese als Oedionychis beschriebene Art gehört zu der Gattung 
Chloephaga. 
Chlo&phaga turpis Jacoby (nov. comb.) 


Auch diese, als eine Oedionychus-Art beschriebene Form, ge- 
hört in das Genus Chloöphaga. 


Walterianeila eugenia n. sp. 


Trinidad (B. W. 1.), XII. 1953 (G. & H. Frey). 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 1 15 


226 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Long. 4,5 mm. | 

Hell gelbbraun, Fühler zur Spitze angedunkelt. Oberseite nur 
mäßig glänzend, Retikulierung unter 20—30facher Vergrößerung 
gut sichtbar. 

Kopf zerstreut deutlich punktiert (Vergrößerung 10x). Stirn 
kaum so breit wie ein Augendiameter, hinter den deutlich mar- 
kierten Antennalcalli quer eingedrückt. Fühler dünn, zur Spitze 
leicht verdickt, das 3. Glied so lang wie das 4., jedes der 5 letzten 
kürzer als die vorhergehenden. 

Thorax an der Basis am breitesten, mehr als doppelt so breit 
wie lang, Seiten stark gerundet, Vorderwinkel verdickt, ohne 
Mucro. Oberfläche fein punktuliert (Vergrößerung 20x). 

Flügeldecken fein punktiert (Vergrößerung 15—20 x), hinter 
dem flachen Basalcallus schwach quer eingedrückt. Intercoxal- 
platte des Prosternums dick, so dick wie das 3. Antennit breit ist, 
höher emporgehoben als die Coxen. 

Diese in der Färbung unauffällige Art ist immer die einzige 
bisher bekannte, die eine so dicke Intercoxalplatte des Proster- 
nums besitzt; bei den anderen Arten ist sie lamelliform, dünn. 


Walterianella isidora n. sp. 


Brasil, Est. Matto Grosso: Corumba (Mus. G. Frey). 

Long. + 5 mm. 

Hell braunrot, Fühlerspitze angedunkelt, Flügeldecken mit 
2 subparallelen dunkelbraunen Längsbinden, welche die Basis er- 
reichen, aber gegen die Spitze erloschen sind, die erste subsuturale, 
die andere sublaterale. Körper sehr flach, Oberseite nur mäßig 
glänzend, Kopf matt. 

Kopf zerstreut punktiert, Stirn schmäler als ein Augendiame- 
ter. Antennalcalli dreieckig, schwach gewölbt, hinten von einer 
Querfurche begrenzt. Clypeus bildet mit der Stirn, von der Seite 
betrachtet, einen rechten Winkel. Fühler die Mitte der Elytren 
überragend, das 4. Glied etwas länger als das 3., die 5 letzten deut- 
lich verdickt. 

Thorax mehr als doppelt so breit wie lang, nahe der Basis 
am breitesten, Seiten schwach gerundet, merklich nach vorne ver- 
engt, breit abgesetzt. Verderwinkel zahnartig abgesetzt, aber klein 
und nur wenig vorspringend, Hinterwinkel sehr kurz abgerundet. 
Oberfläche undeutlich (Vergrößerung 20—30x) und weitläufig 
punktiert. ! 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 7 


Flügeldecken deutlicher als das Halsschild punktiert, Elytro- 
pleuren vorne sehr stark verbreitert. Intercoxalplatte des Proster- 
nums in Form einer dreieckigen Lamelle heraustretend, deren 
Spitze genau in der Mitte zwischen den Coxen liegt. 

Von den ähnlich gefärbten Arten ist diese an den vorne aul- 
fallend stark erweiterten Elytropleuren kenntlich. 


Walterianella eleagna n. sp. 


Bolivia: Yungas del Palmar, 2000 m (Zischka, Mus. G. Frey)., 

Long. 6—6,5 mm. 

Rot, rotgelb bis braungelb, die 8 letzten Antennite schwarz. 
Oberseite mäßig glänzend, abgeflacht. 

Kopf glatt, nur nahe den Augen mit einzelnen kleinen Punk- 
ten bestreut. Antennalcalli groß, dreieckig, voneinander gut ge- 
trennt, hinten von einer kräftigen Querdepression begrenzt. Cly- 
pealcarina sehr kurz, Ciypeus und Stirn, von der Seite betrachtet, 
einen rechten Winkel bildend. Stirn relativ breit, viel breiter als 
ein Augendurchmesser. Fühler robust, die Mitte der Flügeldecken 
erreichend, das 3. Glied kürzer als das #., dieses so lang wie das 
3., die 4 Apikalglieder kurz, jedes so lang wie das 3. Glied. 

Thorax dicht vor der Basis am breitesten, doppelt breiter als 
lang, Seiten breit abgesetzt, nach vorne gerundet verengt, Vorder- 
winkel mit einer Mucro, Hinterwinkel zahnartig vorspringend. 
Oberfläche vor dem Scutellum abgeflacht, ohne Punktierung. 

Flügeldecken seicht punktiert (Vergrößerung 20 x), Humerai- 
und Basalcallus deutlich, postbasaler Quereindruck seicht. Elytro- 
pleuren breit. 1. Glied der Hintertarsen so lang wie die 2 folgen- 
den zusammengenommen. Intercoxalplatte des Prosternums lamel- 
liform, hochgewölbt. 

An der Färbung leicht kenntliche Art mit längerem 1. Glied 
der Hintertarsen als üblich und einer verhältnismäßig breiten 
Stirn (bei den meisten Arten ist sie kaum breiter als ein Augen- 
diameter). 


Walterianella humbeidti Jacoby (nov. comb.) 
Bolivia: Yungas de ia Paz, 1000 m (Mus. G. Frey). 


Diese Art wurde in der Gattung Oedionychis ohne genaue 
Fundortsangabe beschrieben. 


Walterianelia branneri Bowditch (nov. comb.) 


Auch diese, in der Gattung Oedionychus beschriebene Art, 


15* 


228 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


muß wegen den sehr großen Augen, breiten Epipleuren und la- 


melliförmig gebildeter Intercoxalplatte des Prosternums in die 
Gattung Walterianella gestellt werden. 


Walterianella nigrimana Jacoby (nov. comb.) 


Eine abweichende Oedionychus-Artengruppe, welche die an- 
dine Region bewohnt, dürfte der Gattung Walterianella angehören. 
Sie weicht von den üblichen Arten durch verlängertes 1. Glied der 
Hintertarsen ab, und manchmal ist auch die Intercoxaiplatte des 
Prosternums abgeflacht. Die außerordentliche Breite der Epipleu- 


ren, die großen Augen, der dorsai stark abgeflachte Körper und die 
zart gebauten 'Tibien und Tarsen sind genau wie bei den typischen 


Walterianella. In diese Gruppe gehören: 
W.nasalis Jacoby (ex Asphaera) 
W.amabilis Jacoby (ex Asphaera) 
IW.tarsata Jacoby (ex Asphaera) 
W.nigrimana Jacoby (ex Oedionychus)!) 
W.terminata Harold (ex Oedionychus) 
W. prominula Jacoby (ex Oedionychus) 
und die folgende 


Waiterianella callipoda n. sp. 


Perü: Marcapata (Mus. G. Frey). 

Long. 7,5 mm. 

Hellbraungelb, Metasternum und Abdomen dunkler, Tibien, 
Tarsen, Knie, Spitze der Antennen und Vertex pechschwarz, 'Tho- 
rax schwarz, an den Vorderwinkeln breit gelblich gesäumt, Flügel- 
decken an der Basis, Naht hinter dem Scutellum und eine Hu- 
meralmakel schwarz. Körper länglich, Oberseite matt. 

Kopf auf dem Scheitel stark retikuliert (bei 10facher Vergrö- 
ßerung schon gut sichtbar), Retikulierung vorne feiner, Punktie- 
rung vollkommen erloschen. Antennalcalli deutlich, hinten von 
einer in der Mitte gewinkelten Querdepression abgetrennt. Stirn 
schmäler als ein Augendurchmesser. 

Halsschild fein punktuliert (Vergrößerung 20x), mehr als 
doppelt so breit wie lang, seine größte Breite liegt nahe der Basis. 


1) Diese Art bildet eine besondere geographische Form — subsp. silvana 
nov. — in Ecuador: Mera (Mus. G. Frey), welche durch das — gelbbraune Ab- 
domen und durch den flachen Marginalintervall der Flügeldecken (derselbe ist 
bei der peruanischen Stammform vorne sehr deutlich gewölbt) ausgezeichnet ist. 


J. Bect yne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 229 


Seiten breit abgesetzt, gerundet, nach vorne verengt. Vorderwinkel 
verdickt, seitlich zahnförmig vorspringend. Vor der Basis befindet 
sich eine schwache Querdepression. 

Elytren auf dem matten Untergrund sehr fein punktiert, ohne 
jede Spur eines begrenzten Lateralintervalls. Intercoxalplatte des 
Frosternums lamelliform. Epipleuren auf der Innenkante ge- 
bräunt. Das 1. Glied der Hintertarse länger als die beiden folgen- 
den zusammengenommen. 

An der eigentümlichen Färbung leicht ‘kenntliche Art, welche 
mit ID. nasalis Jac. am nächsten verwandt ist. Die letztere hat aber 
eine deutliche Punktierung am Vertex; W. nigrimana Jac. besitzt 
einen breiten Lateralintervall auf den Flügeldecken, welcher von 
der Scheibe durch eine Reihe gröberer Punkte getrennt ist. 


Walterianella paupera llliger (nov. comb.) 


Diese, als Oedionychus beschriebene Art gehört mit allen 
Merkmalen der Gattung Walterianella an, nur ist das Halsschild 
vor der Basis deutlich quer eingedrückt, wie es bei den Philopona- 
Arten der Fall ist. Die großen Augen, breiten Epipleuren und die 
lameiliforme Intercoxalplatte des Prosternums sind genau wie bei 
anderen Walterianella gebildet. 


Woalterianella peruviana yungarum nov. subsp. 


Bolivia: Yungas del Palmar, 1000 m (Zischka, Mus. G. Frey). 

Diese geographische Form weicht von den peruanischen Stük- 
ken ab durch die hellbraunen Beine, Fühler und Antennen, durch 
die'schwarzen, nicht blaumetallischen F lügeldecken, dessen Seiten- 
rand schmal braun gesäumt und deren Punktierung schon unter 
idfacher Vergrößerung gut sichtbar ist. 


Walterianella xanthomelaena n. sp. |Taf. XIV, Fig. 5] 


Brasil, Est. Sa. Catarina: Hansa (coll. J. Clermont, Mus. G. 
Frey). 

Long. 5,5—6,5 mm. 

Gelbbraun, Sternum und die Apikalglieder der Antennen (die 
2 letzten fehlen) angebräunt, Seutellum und die Scheibe der 
Flügeldecken, welche einen großen Diskalfleck von der Grund- 
farbe einschließt, schwarz. Oberseite nur mäßig glänzend, Retiku- 
lierung am Vorderkörper unter 20facher Vergrößerung sichtbar, 
Flügeldecken etwas glänzender. Körper sehr flach, oval. 


230 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Kopf undeutlich punktiert, Stirn schmäler als ein Augen- 
durchmesser, mit einer seichten Querdepression, welche hinten die 
großen, schwach gewölbten und voneinander schlecht getrennten 
Antennalcalli begrenzt. Clypealcarina zwischen den Antennen stark 
gewölbt. Fühler dünn, nur das 1. Glied ist dick, elaviform, das 3. 
etwas länger als das 4. 

Thorax stark quer, mehr als doppelt so breit wie lang, nahe 
der Basis am breitesten. Seiten breit abgesetzi, gerundet. Vorder- 
winkel mit einer Mucro. Oberseite undeutlich (Vergrößerung. 
20x) punktiert. 

Elytren stark und dicht, hinten schwächer punktiert. Elytro- 
pleuren breit, Epipleuren leicht konkav. 

Diese Art ist an der Färbung, an der Form des Halsschildes 
und an der hochgewölbten Clypealcarina in der Fühlernähe er- 
kennbar. 


Walterianella hypervariata n. sp. |Taf. XIV, Fig. 10] 


Peru: Marcapata (Mus. G. Frey). 

Long. 6,5 mm. 9’ unbekannt. 

Rotgelb, 2 Flecken auf dem Halsschilde, Seutellum -und ein 
kompliziertes Ornament auf den Flügeldecken kastanienbraun. 
Körper sehr breit oval, oberseits mäßig Sana Retikulierung 
unter S0facher Vergrößerung sichtbar. 


Kopf sparsam punktiert, zwischen den Augen schwach quer 
eingedrückt. Antennalcalli zusammenfließend, schwach gewölbt. 
Ciypealcarina zwischen den Fühlern scharf heraustretend. Stirn 
schmäler als ein Augendurchmesser. Fühler scharf heraustretend. 
Stirn schmäler als ein Augendurchmesser. Fühler die Mitte der 
Flügeldecken überragend, ab 3. Glied sehr grazil, dieses ist so lang 
wie das 4. 

Thorax fein punktiert (Vergrößerung 20—30 x), stark quer, 
mehr als doppelt so breit wie lang, dicht vor der Basis am breite- 
sten. Seiten breit abgesetzt und abgerundet. Vorderwinkel deutlich 
vorgezogen, in einem stumpfen Zahn endigend, Hinterwinkel kurz 
abgerundet. 

Elytren seitlich stark erweitert, fein punktiert (Vergrößerung 
20x). Basal- und Humeraleallus schwach. Die Intercoxalplatte des 
Prosternums ist lamelliform und sie endigt vorne mit einem 
stumpfen Zahn wie bei der Gattung De ogn amma. | 


Die auffallend breiten Elytropleuren, wie bei den Cosi 


J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 25 


und die Färbung trennen diese Art von der verwandten MW. varıata 


Jac. ab. [Taf. XIV, Fig. 11.] 


Walteranella scelerata n. sp. |Taf. XIV, Fig. 12—15] 


Bolivia: Yungas del Palmar, 2000 m, (Zischka, Mus. G. Frey). 

Long. 6,5— 7 mm. 

Gelbbraun, mäßig glänzend (Retikulierung unter 50facher 
Vergrößerung sichtbar), Flügeldecken mit einem schwarzen ver- 
änderlichen Ornament. 

Nahe verwandt mit W. varıata Jac., aber anders gefärbt, die 
interokuläre Querdepression gut markiert, die Thoraxseiten sind 
fast gerade, die Elytralpunktierung schwächer, an den Elytropleu- 
ren fast erloschen. Bei W. varıata ist es umgekehrt, die Elytropleu- 
ren sind stärker als die Scheibe punktiert. Die Beine bei W. scele- 
rata sind viel zarter gebaut als bei W. variata. 


Walterianella nigrobasalis Jacoby (nov. comb.) 


Diese Art wurde zweimal in der Gattung Oedionychus be- 
schrieben, das 5 als Oe. rustica von Jacoby (von Bowditch wegen 
rustica Boheman als similis neubezeichnet). Sie gehört zu der Gat- 
tung Walterianella. 


Walterianella albifrons Jacoby (nov. comb.) 


Als eine Asphaera beschrieben, der Form des Prosternums und 
der Epipleuren nach muß sie in die Gattung Walterianella ge- 
stellt sein. 


Walterianella nobilis Harold (nov. comb.) 


Diese Art wurde zweimal als species propria in der Gattung 
Oedionychis beschrieben: 


1. Der gelbe Seitensaum der Flügeldecken ist hinten nur schwach 
BETDECEEI N A et ea sa Fr type 


2.Der gelbe Elytralsaum nimmt hinten das sanze Apikaldrittel 
U eh ab. bicolorata Jacoby 


In Ecuador weit verbreitert, Grundfarbe der Flügeldecken 
von Grün über Blau, Violett, Kupferig bis Erzbronzeschwarz vari- 
ierend. 


232 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 
g y 


Walterianella erosa Schaufuß (nov. comb.) 


Colombia: Rio Aguatal, 15. VII. 1908 (Mus. G. Frey); Villa 
Elvira, 18. et 20. VII. 1905 (dtto); Tocoto (dtto). 

Als Oedionychis beschrieben, aber durch alle Merkmale in die 
Gattung Walterianella zu stellen. Mit W. nobilis Har. nahe ver- 
wandt, oberseits ebenso matt, jedoch anders gefärbt, Seiten des 
Halsschildes breit und stark abgerundet. 

Die Färbung der Flügeldecken ist sehr variabel, die Flecken 


unbestimmt. Meistens sind die Flügeldecken metallisch grünlich 


mit je 2 purpurnen, + ausgedehnten Flecken auf einer Scheibe, 
einer hart vor, der andere weit hinter der Mitte. 

Zu dieser Art ist öfters Oedionychis labiata Schauff. (= roseo- 
maculata Schauff.) als Varietät gestellt, welche aber der Gattung 
Alagoasa gehört. 


Walterianella manizala n. sp. [Taf. XIV, Fig. 6—7] 


Colombia: Manizales (A. M. Patino, coll. Oberthur, Mus. 
Paris). 

Hellgelb, Sternum, Beine und Fühler dunkelbraun, die letzten 
3 Antennite rot. Kopf schwarzblau, Olypeus und die Unterseite der 
ersten Fühlerglieder weißgelb, Scutellum pechbraun. Flügeldecken 
gelb, Scheibe metallisch grün, zuweilen mit einem gelben Fleck 
vor der Mitte (ab. guttifera). Oberseite matt seidenglänzend, Reti- 
kulierung unter 20—S0facher Vergrößerung sichtbar. 

Kopf spärlich und fein punktiert. Stirn nur halb so breit wie 
ein Augendiameter, zwischen den Augen quer eingedrückt. An- 
tennalcalli groß, gut umgrenzt. Olypeus senkrecht abfallend, mit 
einer scharfen T-förmigen Carina. Fühler lang und dünn, die Mitte 
der Flügeldecken überragend, das 2. Glied kurz, das 3. mehr als 
doppelt so lang wie das 2., kürzer als das 4. 

Halsschild stark transversal, 3x breiter als lang, Seiten breit 
abgellacht, nahe der Basis gerundet, dann nach vorne stark gerad- 
linig verengt. Vorderwinkel mit einer Mucreo, Hinterwinkel in 
Form eines kleinen Zähnchens vorspringend. Oberfläche sehr weit- 
iäulig fein punktiert (Vergrößerung 20—30 x). 

Klytren flach, an den Seiten breit abgeflachi, gerundet, grob 
(Vergrößerung 5x) und ziemlich dicht punktiert mit einem 
schwachen postbasalen Eindruck. Epipleuren konkav, sehr breit. 
Das 1. Glied der Hintertarsen so lang wie die 2 folgenden zusam- 
mengenommen. Intercoxalplatte des Prosternums lamelliform. 
Tarsen des J stark erweitert. 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 233 


Mit W. nobilis Har. verwandt, anders gefärbt, Flügeldecken 
sehr grob punktiert mit breiten Elytropleuren. 


Waiterianella erica n. sp. 


W. Ecuador (Mus. G. Frey). 

Long. 8,5 mm. 5 unbekannt. 

Schwarz, Abdomen und Beine pechschwarz, Clypeus gelb, 
Fühler an der Basis bräunlich, Thorax dunkel rotbraun, an den 
Seiten gelb. Flügeldecken dunkelrotbraun, an den Seiten metal- 
lisch blau (der äußerste Rand bleibt rötlich), Apikaldrittel gelb. 

Diese Art ist mit den vorhergehenden, namentlich mit W. 
nobilis Har. sehr nahe verwandt, aber sie unterscheidet sich durch 
auffaliend schmale Elytropleuren (diese kaum so breit wie das 
1. Antennit dick ist; bei ID. nobilis 3—4x breiter), durch stärkere 
Punktierung der Flügeldecken (Vergrößerung 5—8 x; bei W. nobi- 
lis erst unter 20facher Vergrößerung sichtbar) und durch nur sehr 
kurz und stumpf vorgezogenen Vorderwinkel des Halsschildes (die 
Vorderwinkel der W. nobilis besitzen eine ausgesprochene Mucro). 


Walterianella judica n. sp. 


Brasil, Est. Amazonas: Teffe, 2 trim. 1879 (M. de Mathan, 
coll. Oberthur, Mus. Paris). 

Long. 8—9 mm. 5 unbekannt. 

Gelbbraun, Schildehen pechbraun, Flügeldecken dunkel rot- 
braun, Epipleuren, Seiten- und Apikalrand gelb. 

Durch die Form des Halsschildes schließt sich diese Art an I. 
seliata F. an: Seiten in der Hinterhälfte parallel, in der Mitte einen 
Winkel bildend, in der Vorderhälfte geradlinig nach vorne ver- 
engt. Durch die matte, fein retikulierte Oberseite ist sie mit den 


vorhergehenden der W. nobilis Har. nahestehenden Arten ver- 
_ wandt, von welchen sie sich leicht durch die Färbung und durch 


die Form des Thorax unterscheidet. Das 1. Glied der Hintertarsen 


ist so lang wie die 2 folgenden zusammengenommen. Elytropleuren 
‚ sehr breit, Lamelle des Prosternums hoch. Manchmal sind die Flü- 


‚ geldecken einfarbig hellbraun und das Halsschild hat an der Basis 


| 


eine jederseits abgekürzte schwarze Querbinde (ab. basitincta). 
Alle 6 untersuchten Exemplare sind 99. 


Walterianella propugnaculum Illliger 


Perü: Valle Chanchamayo, 800 m, 13. VIII. 1951 (Dr. W. Wey- 


uch). . 


234 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Walterianella perspicillata Schaufuß (nov. comb.) 


Als Oedionychis beschrieben, aber mit allen Charakteren eine 
Walterianella. 


Walterianella platysoma n. sp. [Taf. XIV, Fig. 9] 


Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 3. IV. 1951, 7.X. 
1950 et 31.X. 1934 (F. Plaumann, Mus. G. Frey). 

Long. + 6 mm. 

Braungelb, Sternum, Schildchen und Clypeus dunkelbraun, 
Vertex, Stirn, Spitze der Hinterschenkel und 4 Makeln auf jeder 
Flügeldecke schwarz (1, 1, 2). Körper oval, flach, matt. 

Kopf stark und zerstreut punktiert. Stirn schmäler als ein 
Augendiameter, in der Mitte mit einer Querfurche, welche die 
großen untereinander zusammenfließenden Antennalcalii von hin- 
ten begrenzt. Olypeus von oben nicht sichtbar, von der Seite be- 
trachtet, mit der Stirn einen scharfen Winkel bildend, oben mit 
einer scharfen T-förmigen Carina versehen. Fühler zart, die Mitte 
der Elytren nicht erreichend, das #. Glied etwas länger als das 9. 

Thorax an der Basis am breitesten, mehr als doppelt so breit 
wie lang, Seiten breit abgeflacht, nach vorne gerundet verengt, 
Vorderwinkel in eine kurze stumpfe Spitze ausgezogen. Oberfläche 
sehr fein punktuliert (Vergrößerung 50 x). 

Flügeldecken breiter als das Halsschild, ohne Basalcallus, 
deutlich punktiert (Vergrößerung 20 x). Elytropleuren breit, Seiten 
im mittleren Drittel fast parallel laufend. Epipleuren sehr breit. 
Intercoxalplatte des Prosternums lamelliform, hoch emporge- 
hoben. Das 1. Glied der Hintertarsen so lang wie die 2 folgenden 
zusammengenommen. 

9. Vordertibien gebogen, das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen 
stark erweitert, das 3. Antennit gebogen, Sinus des 5. Abdominal- 
segmentes groß. 


9. Beine zarter gebaut, Vordertibien und das 3. Fühlerglied 


gerade. 
Mit W. nigronotata Jac. [Taf. XIV, Fig. 8] verwandt, anders 


gefärbt und durch den auffallenden Sexualdimorphismus ver- | 


schieden. 


Walterianella sellata Fabrieius (nov. comb.) [Taf. XIV, Fig.14 u. 15] | 
Guyane fr.: St.-Laurent-du-Maroni (Mus. G. Frey). — Suri- | 


name (dtto). 


J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 235 


Long. 7,5—8,5 mm. 

Hell gelbbraun, die mittleren Antennite pechschwarz, Thorax 
mit einer veränderlichen schwarzen Zeichnung. Körper oval, Ober- 
seite mäßig glänzend (mikroskopische Retikulierung unter 20—30- 
facher Vergrößerung sichtbar). 

Kopf glatt, hinter den deutlichen, von einer feinen Furche 
getrennten Antennalcalli tief quer eingedrückt. Stirn schmäler als 
ein Augendurchmesser. 

Thorax fein punktuliert, mehr als doppelt so breit wie lang, 
hinter der Mitte winkelig, davon nach hinten geradlinig oder leicht 
konkav, nach vorne geradlinig oder in konvexer Linie verengt. 
Vorderwinkel verdickt und seitlich zahnartig vorspringend. Vor 
der Basis befindet sich eine seichte Querdepression. 

Flügeldecken deutlich punktiert (Vergrößerung 15—20 x), 
Elytropleuren breit. Das 1. Tarsit der Hinterbeine so lang wie die 
beiden vorhergehenden zusammengenommen. 

Diese Art, deren Redescription hier vorgelegt ist, weicht von 
allen anderen durch die auffallende Halsschildform ab. Mit Aus- 
nahme von lliiger, haben alle späteren Autoren diese Art mit meh- 
reren folgenden Arten vereinigt. 


Walterianella humeralis Fabricius (nov. comb.) 


Venezuela. — Colombia. 

Long. JJ' 7,5—6 mm, 99 8—9 mm. 

Gelblich, Tarsen und die Endglieder der Antennen + ge- 
bräunt, Flügeldecken oft mit Makeln. 


Kopf glänzend und ohne Punktierung auf dem Vertex, An- 
tennalcalli matt, hinter welchen sich eine mächtige Querdepression 
befindet. Fühler filiform, zur Spitze leicht verdickt, 4. Glied das 
längste, so lang wie die beiden vorhergehenden zusammengenom- 
men, die 4 Apikalglieder kürzer als die vorhergehenden. 

Thorax fein chagriniert (Vergrößerung 50x), nahe der Mitte 
am breitesten, mehr als doppelt breiter als lang, Seiten regelmäßig 
gerundet, nach vorne stärker als nach hinten verengt. Alle Winkel 
zahnförmig, die vorderen stärker so. Oberseite fein punktuliert 
(Vergrößerung 50 x). 

Flügeldecken deutlich punktiert (Vergrößerung 20 x), Elytro- 
pleuren breit, auf der Scheibe mit 0—3 runden schwarzen Flecken 
(einer auf dem Humeralcallus, einer auf dem Basalcallus, einer 
genau in der Mitte der Scheibe). 


236 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Die Beschreibung von Schaufuß’ Oedionychis 6-punctulata be- 
zieht sich zwar zum Teil auf diese Art, aber dieser Autor gibt 
gleichzeitig eine Detaildescription der Antennen, so daß das Tier 
doch identifiziert sein kann. 

Illiger’s Beschreibung von W. humeralis beruht auf einer Kon- 
fusion dieser Art mit der amazonischen, später von Jacoby unter 
dem Namen Oedionychis albipennis genau beschriebenen Art. Es 
ist ebenfalls eine Walterianella von kleinerer Gestalt (6—7 mm), 
deren Antennen vollkommen fadenförmig, nicht zur Spitze ver-. 
dickt, sind. 


Walterianella 6-punetulata Schaufuß (nov. comb.) 


Colombia. — Venezuela. 

Long. 6— 7 mm. 

Gelbbraun, Antennen zur Spitze + gebräunt. Oberseite glän- 
‚zend, Retikulierung erst unter 50facher Vergrößerung sichtbar. 

Das 3. Glied der Fühler ist so lang wie das #., die 7 Apikal- 
glieder sind deutlich verdickt und kürzer als die vorhergehenden. 
Die größte Breite des Halsschildes liegt an der Basis, Seiten ge- 
rundet und nach vorne verschmälert. Vorderwinkel stark, Hinter- 
winkel schwach zahnförmig. Auf den Flügeldecken befinden sich 
1—3 runde schwarze Makeln, wie bei der vorhergehenden Art. 


Wailterianella laurentina n. sp. 


Trinidad (B. W. I.), XIL. 1953 (G. & H. Frey). 

Long. 7— 7,5 mm. 

Gelbbraun, Antennite 6—8 schwärzlich, Oberseite glänzend, 
Flügeldecken mit 3 kleinen runden schwarzen Flecken. 

Diese Art ist der vorhergehenden sehr ähnlich, aber das 4. An- 
tennit ist länger als das vorhergehende, und die Fühler sind schon 
ab #4. Glied verdickt, dabei nur die 5 letzten abgekürzt. Seiten des 
Halsschildes in der Hinterhälfte geradlinig und parallel, erst in der 
Vorderhälfte stark nach vorne gerundet-verengt. 


Walterianelia 4-punctata Schaufuß 


Trinidad, XII. 1953 (G. & H. Frey). — Venezuela. — Uolom- 
bia: P. Berrio, Ill. 1934 (G. Frey). 

Long. 5—6 mm. | 

Diese Art unterscheidet sich von allen vorhergehenden durch 
seidenmatte Oberseite, deren Mikroskulptur schon unter 20facher 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Fıey in Südamerika: Alticidae DL 


Vergrößerung gut sichtbar ist. Hier sind es die mittleren Fühler- 
glieder, die verdickt sind, das 3. ist so lang wie das 4, und die 
5 Endglieder sind abgekürzt. Auch diese Art wurde in der Gattung 


Oedionychus beschrieben. 


Walterianella helga n. sp. 


Trinidad (B. W. L.), XII. 1953 (G. & H. Frey). 

Long. 7 mm, 5 unbekannt. 

Gelbbraun, mittlere Antennite schwärzlich, Flügeldecken mit 
3 länglichen schwarzen Makeln, wovon die discale dem Seitenrande 
stark genähert ist. Oberseite glänzend, Retikulierung erst unter 
SDfacher Vergrößerung wahrnehmbar. 


Diese Art unterscheidet sich von den vorhergehenden durch 
regelmäßig gerundete Thoraxseiten und durch rein filiforme An- 
tennen, deren Apikalglieder länglich wie die vorhergehenden sind. 


Walterianeila triloba Jacoby (nov. comb.) 


Perü. 

Long. 5,5—6,5 mm. 

Diese Art ist meistens ais eine Varietät von W. humeralis be- 
trachtet. Bei ihr sind die Flecken auf den Elytren ebenso variabel 
wie bei ID. humeralis (0—3 runde Flecken), und die Thoraxzeich- 
nung ist meistens undeutlich. Die Fühler sind filiform wie bei W. 
helga, nur sind die 4 Apikalglieder wesentlich kürzer als die vor- 
hergehenden, das 3. so lang wie das 4. 


Waiterianella lena n. sp. 


Venezuela: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey); Caracas 
(Mus. G. Frey); ibid., Berg Avila (P. C. Vogl, Zool. Staatssammlung 
München). 

Long. 8—9 mm. 

Gelbbraun, glänzend, Tarsen und die letzten Antennite ange- 
dunkelt, die Naht und 2 Längsbinden auf jeder Flügeldecke rosa- 
braun: die innere beginnt auf dem Basalcallus und ist nahe der 
Mitte abgekürzt, die äußere läuft von dem Humeralcallus bis vor 
die Spitze. 

Mit ED. plagiata Er. (aus Peru) verwandt, welche aber nur 
eine rotbraune Dorsalbinde hat: 


W. plagiata: 


Stirn so breit wie ein 
Augendiameter. Vertex punk- 
tiert. 

Das 3. Antennit so lang wie 


das 1. 


Flügeldecken matt, sehr 
fein, erst unter 20facher Ver- 
größerung sichtbar punktiert. 

Intercoxalplatte des Pro- 
sternums lamelliform, aber nie- 


drig. 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


W, lena: 
Stirn schmal, ein Drittel 
der Augenbreite erreichend. 


Vertex glatt. 

Das 3. Antennit so lang wie 
die 2 vorhergehenden zusam- 
mengenommen. 

Flügeldecken 
schon unter 10facher Vergrö- 
ßerung gut sichtbar punktiert. 

Intercoxalplatte des Pro- 
sternums hoch über die Uoxen 
emporgehoben. 


glänzend, 


Walterianelia graphica Jacoby (nov. comb.) 


Diese in Venezuela einheimische Art wurde zweimal in der 
Gattung Oedionychus beschrieben: 
1. Die hintere Querbinde jeder Flügeldecke in 2 Makeln geteilt. 
Be er zen ul en Lee N f. typ. 
2. Die hintere Querbinde der Flügeldecken nur an der Naht un- 
terbrochen. ab. venezuelensis Jacoby 


Provisorische Liste der Alticiden aus Venezuela 


Die bisherigen Alticiden-Kenntnisse über die Fauna von 
Venezuela sind sehr gering. Das ganze Hinterland ist eine aus- 
gesprochene terra incognita, wo wahrscheinlich viele amazono- 
guaianische Arten einmal gefunden werden. Die Cordillera de 
Merida ist unbekannt, und es ist ganz unvorstellbar, welche Arten 
in dem venezolanischen Teil des Berglands von Guayana vorkom- 
men könnten. 

Die erste moderne Liste der Chrysomeloidea von Venezuela 
veröffentlichte Herr G. E. Bryant (Bol. Soc. Venez. Ciec. Nat. 7, 
1942, pp. 195— 208; Altieid. pp. 203—204), wo 19 Arten aufgezählt 
sind. | 

Ich habe das Material des Inst. biol. de Caracas bearbeitet, 


das Resultat wird aber erst erscheinen, so daß die dort erwähnten. 


Arten hier als „MS“ bezeichnet sind. 


Gen. Gioia Bechyne 
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 77. 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 339 


1. Gioia georgia Bechyne 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 70. 
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 


2. Gioia helga Bechyne 


1955,.1. c. p. 79. 
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey). 


3. Gioia barbara Bechyne® 


1955, 1. e. p: 79. 
Caracas, i. 1954 (G. & H. Frey). 


Gen. Varicoxa Bechyne 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 81. 


4. Daricoxa ustulata ustulata Haroid 


Systena ustulata Harold 1875, Col. Hefte 14, p. 31. 

Daricoxa ustulata Bechyne@ 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, 
p- 81. 

Est. Zulia: Encontrados — Boca d. R. la Grita, 18. VII. 1930 
(H. J. MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam); Boca d. R. la Grita — 
Cucutä (Colombia), 18. VII. 1930 (dtto). 

Diese Art ist in Colombia weit verbreitet; die zentral-ameri- 
kanischen Exemplare bilden eine eigentümliche Rasse. 


3. Daricoxa clarkı Jakoby 


Systena clarki Jacoby 1902, Proc. Zool. Soc. Lond, I, p. 198. 
Daricoxa clarki Bechyn& 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 82. 


Est. Zulia: Encontrados — Boca d. R. la Grita, 18. VII. 1930 
(H. J. MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam). 
Von Colombia beschrieben. 


6. Daricoxa [reyi Bechyne 
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 82. 
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey). 


Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey); Valen- 
eia, 1. 1954 (dtto). 


240 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6. 1955 


Gen. Longitarsus Latreille 1825 
7. Longitarsus subtilis Harold 


1576, Col. Hefte 15, p. 31. 


Venezuela (ohne nähere Angaben). 


6. Longitarsus varicornis Suffrian 


Longitarsus varıcornis Suffrian 1868, Arch. Natg. 34, I, p. 215. 

Longitarsus subcinctus Harold 1876, Col. Hefte 15, p. 30. 

Longitarsus heliophyti G. Horn 1889, Trans. Amer. Ent. Soc. 
16, P: 2%. 

Caracas: Jard. bot., 17. VI. 1950 (Inst. biol. de Caracas). 

Est. Aragua: Rancho Grande (P. Vogl, Zool. Staatssammlung 
in München).t) 

Est. Merida: Mene Grande, 23.—24. VII. 1930 (H. J. MacGil- 
lavry, Zool. Museum Amsterdam). 

Est. Trujillo: Valera — La Ueiba, 2. VIII. 1930 (H. J. MacGil- 
lavry, Zool. Mus. Amsterdam). 

Colombia, Westindien, Zentral- und Nord-Amerika. 


Gen. Neothona Bechyne 
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 86. 


9. Neothona sucunda Bechyne 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 87. 
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey). 
Est. Aragua: Rancho Grande, 1. 1954 (G. & H. Frey). 


10. Neothona quarta Bechyne@ 
1955, 1. c. p. 88. 
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey). 


Gen. Aphthona Chevrolat 1842 
11. Aphthona transparens Bechyne 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 89. 
Est. Tächira: Palo Grande — San Cristobal, 20. VII. 1950 | 
(H. J. MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam). | 


1) Das Material ist etikettiert: Maracay; nach der mündlichen Mitteilung des 
Pe. Vogl an Herrn Frey, wurde aber dieses Material am Rancho Grande gesammelt. 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 941 


12. Aphthona transversicollis Jacoby 

Haltica transversicollis Jacoby 1889, Proc. Zool. Soc. Lond., 
n. 271. 

Aphthona transversicollis Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. 
Frey 6, p. 95. 

Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey). 

Est. Aragua: Colonia Tovar (Typus); Rancho Grande, I. 1954 
(G. & H. Frey). 


13. Aphthona lioptera Haroid 


1376, Col. Hefte 15, p. 20. 
Est. Zulia: Pilar (Mus. G. Frey). 
Colombia. 


14. Aphthona substriata Harold 
1876, Col. Hefte 15, p. 20. 


Venezuela (ohne nähere Fundortangabe). 
In den Katalogen irrtümlich für Colombia registriert. 


15. Aphthona regulata Jacoby 


1089, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 275. 
Caracas (Typus); Uaracas: La Quebrada, 10. XI. 1949 (Mar- 


cuzzi, Inst. biol. de Oaracas). 


16. Aphthona lineolata Harold 
1876, Col. Hefte 15, p. 21. 


Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe). 
In den Katalogen irrtümlich der kolumbischen Fauna zu- 
geteilt. 


17. Aphthona [rontalis Harold 


1876, Col. Hefte 15, p. 22. 
Kst. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 
Colombia. 


18. Aphthona erythrostoma andraea Bechyne& 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 95. 
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey). 


Entom, Arbeiten aus dem: Museum Frey, Bd. 6, H.1 16 


243 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Est. Miranda: La QGulebra, 4. III. 1951 (Roze, Inst. biol. de 
Caracas). 

Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 

Die typische Rasse kommt in Colombia vor. 


19. Aphthona difficilis Harold 


1876. Ooi. Hefte 15, p. 24. 
Caracas, Il. 1934 (G. Frey). 
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 


In den Katalogen irrtümlich als eine kolumbische Art geführt. 
20. Aphthona decreta Bechyn& (MS) 
Est. Aragua: Rancho Grande, VII. 1949 (Räcenis, Inst. biol. de 


Caracas). 


21. Aphthona antonia Bechyne 


1955, Ent. Ark. Mus. G. Frey 6, p. 95. 
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 


22. Aphthona dendaria Bechyne 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 96. 
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 


Gen. Doloresa Bechyne 
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 102. 


23. Doloresa metallica Bechyne 


1955, 1. c. p. 102. 
Venezuela (ohne nähere Angabe). 


Gen. Heikertingerella Osiki 


1940, Junk-Schenkl. Col. Catal. 169, p. 350. 

Bechyne@ 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 103. 

M. Jacoby meldet zwei Arten aus Venezuela, H. variabilis Jac., 
welche in Wirklichkeit die neue H. beda ist, und H. adusta Har., 
welche eine rein peruanische Art darstellt und die ihr ähnliche 
venezolanische Form ich als H. angustiforns bezeichne (Proc. Zool. 


Soc. Lond. 1889, p. 273). 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 243 


24. Heikertingerella rosina Bechyne 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 104. 
Est. Aragua: Rancho Grando, I. 1954 (G. & H. Frey). 


25. Heikertingerella domenica Bechyne@ 


1955, 1. ce. p. 104. 
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey). 


26. Heikertingerella angustifrons Bechyne 


(MS), 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 104. 

Est. Aragua: Rancho Grande, VIl. 1949 (Räcenis, Inst. biol. 
de Caracas). 

Colombia. 


27. Heikertingerella beda Bechyne 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 104. 
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey). 


28. Heikertingerella jutta Bechyne 


1955, 1. c. p. 105. 
Est. Aragua: Rancho Grande, 1. 1954 (G. & H. Frey). 


29. Heikertingerella michaela Bechyne 


1955, 1. c. p. 105. 
Est. Aragua: Rancho Grande, 1. 1954 (G. & H. Frey); ibid., 
IV. 1949 (Marcuzzi, Inst. biol. de Caracas). 


Gen. Oxygona Chevrolat 1847 
30. Oxygona acutangula Chevrolat 


1834, Col. Mex. Cent. I., fasc. 3, no. 68. 

Clark 1865, Journ. of Ent. II, 1865, p. 390. 

Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 114. 

Est. Aragua: Rancho Grande (P. Vogl, Zool. Staatssammiung 
in München). 

Est. Garabobo: San Esteban, 1° irim. 1877 (Hahnel, de Sagan, 
‚coll. Oberthur, Mus. Paris). 

Colombia. — Zentral-Amerika. 


244 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


31. Oxygona denticollis Clark 


1865, Journ. of Ent. II, p. 391. 
Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 114. 
Est. Aragua: Rancho Grande, VII. 1934 et V. 1935 (P. Vogl, 


Zool. Staatssammlung in München). 
Brasil. — Paraguay. — Bolivia. — Colombia. 


Gen. Cyrsylus Jacoby 1891 
32. Cyrsylus recticollis Jacoby 
1891, Biol. Centr.-Amer. Col. VI, 1, Suppl. p. 306, t. 42, f. 19. 
Est. Zulia: La Fria — Enncontrados, 22. VII. 1930 (H. J. Mac 


Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam). 
Zentral- Amerika. 


Gen. Ocnoseelis Erichson 1847 
33. Ocnoscelis [reyi Bechyne 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 116. 
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey). 


Gen. Prasona Baly 1861 
34. Prasona balyı Harold 


1575, Col. Hefte 14, p. 32. 
Est. Zulia: San Carlos. | 
Nicht aus Colombia bekannt, wie es die Kataloge erwähnen. 


Gen. Systena Melsheimer 1847 
35. Systena chloropus Harold 


1876, Col. Hefte 15, p. 12. 
Caracas, 18458 (coll. Sturm, Zool. Staatssammlung in Mün- 
chen); ibid., I. 1954 (G. & H. Frey). 


Colombia. — Zentralamerika. 


36. Systena s-littera s-Liitera Linne 1758 


Weise 1921, Ark. f. Zool. 14, no. 1, p. 164. 

Bryant 1942, Ann. Mag. N. H. (11) 9, p. 790. 
Bechyne 1954, Ent. Arb. Mus. G. Frey 5, p. 125. 
Jacoby 1889, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 272 (faun.). 
Caracas (Jacoby 1889). 


| 


| 


J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 945 


Est. Miranda: Barota, 15. 1. 1951 (Roze, Inst. biol. de Caracas). 

Est. Carabobo: Puerto Cabello, III. 1934 (G. Frey). 

Est. Trujillo: Valera — La Ceiba, 2. VIII. 1950 (H. J. Mac 
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam). 

Est. Merida: Mene Grande, 23.—24. VII. 1930 (H. J. Mac 
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam). 

Est. Zulia: La Fria — Encontrados, 22. VII. 1950 (H. J. Mac 
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam); Encontrados — Boca d. R. la 
Grita, 18. VII. 1930 (dtto). 

Suriname. — Colombia. — Brasil. — Zentraiamerika. — An- 
dere Rassen in Süd-Brasil und Bolivien. 


37. Systena marginicollis Clark 


1865, Journ. of Ent. II, p. 409. 

Est. Zulia: Eneontrados — Boca d. R. La Grita, 18. VII. 1930 
(H. J. MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam); La Fria — Encontra- 
dos, 22. VII. 1930 (dtto). 

Est. Tächira: Boca d. R. La Grita — Cucuta (Colombia), 18. 
vil. 1950 (H. J. MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam). 


Auch von Colombia bekannt. 


38. Systena humeralis Clark 
1865, Journ. of Ent. Li, p. 40%. 


Venezuela (ohne nähere Angabe). 


39. Systena suturalis Clark 
10665, 1. c. p. 405. 


Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe). 


40. Systena tincta Clark 
1865, 1. c. p. 405. 


Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe). 


Gen. Acanthonycha Jacoby 
41. Acanthonycha semifulva Jacoby 
Cacoscelis semifulva Jacoby 1889, Proc. Zool. Soc. Lond. 1889, 
p- 274. 
Acanthonycha semijulva Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. 
Erey 6, p. 122. 
Est. Carabobo: San Esteban (Typus). 


246 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Gen. Disonycha Chevrolat 1844 
Costa Lima 1954, Rev. Brasil. Ent. 1, p. 1—24, figs. 


42. Disonycha glabrata glabrata Fabricius 1781 

Costa Lima 1954, 1. c. p. 13, £. 7. 

Caracas: Jard. bot. 14. XI. 1949 et 17. VI. 1950 (Roze, Inst. 
biol. de Caracas); ibid., 20. VII. 1950 (Räcenis, Inst. biol. de Ua- 
racas). 

Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey); ibid., 
(P. Vogl, Zool. Staatssammlung in München). 

Est. Garabobo: San Esteban, 1°" trim. 1877 (Hahnel, de Sagan, 
coll. Oberthur, Mus. Paris). 


Fast im ganzen tropischen Amerika. 


43. Disonycha elongata Jacoby 
1902, Proc. Zool. Soc. Lond, I, p. 187. 
Costa Lima 1954, Rev. Brasil Ent. I, p. 15. 
Est. Aragua: Rancho Grande, VI. et VII. 1956 (P. Vogl, Zoel. 


Staatssammlung in München). 


44. Disonycha venezuelae Jacoby 


1901, The Entomol. 34, p. 148. 
Est. Aragua: Rancho Grande (P. Vogl, Zool. Staatssammlung 
in München). 


45. Disonycha trijasciata Ulark 


1865, Journ. of Ent. II, p. 401. 

Est. Carabobo: San Esteban, 1°' trim. 1877 (Hahnel, de Sa- 
gan, coll. Oberthur, Mus. Paris). 

Auch in Zentral-America verbreitet. 


46. Disonycha eximia Harold 


1876, Col. Hefte 15, p. 6. 

Est. Apure: San Fernando, 1896 (L. Laglaize, coll. Oberthur, 
Mus. Paris). 

Colombia. — Jamaica. 


47. Disonycha laevipennis Jacoby 


1869, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 272. 
Oaracas (Typus). 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 247 


48. Disonycha steinheili Harold 


1867, Col. Hefte 15, p. 7. 

Est. Aragua: Rancho Grande, VII. 1936 (P. Vogl, Zool. Staats- 
sammlung in München). 

Colombia. 


Gen. Nephrica Harold 1877 


49. Nephrica austriaca Schaufuss 


Oedionychis austriaca Schaufuss 1874, Nung. otios. 1I., p. 300. 

Disonycha austriaca Harold 1875, Col. Hefte 14, p. 20. 

Nephrica austriaca Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, 
p. 125. 

Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 

Est. Carabobo: San Esteban, 1°” trim. 1877 (Hahnel de Sagan, 
coll. Oberthur, Mus. Paris). 

Est. Merida: Encantado, 6. X. 1950 (Räcenis, Inst. biol. de 
Caracas). 

Suriname. — Colombia. — Perü. — Zentral- Amerika. 


Gen. Syphraea Baly 1876 
50. Syphraea iolantha Bechyn& 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 155. 
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey). 
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 


51. Syphraea sponsa Harold 


Haltica sponsa Harold 1875, Col. Hefte 14, p. 26. 

Syphraea sponsa Bechyne@ 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, 
p- 155. 

Caracas: Sierra de Avila (P. Vogl, Zool. Staatssammlung in 
München); Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey). 

Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey); ibid. (P. 
Vogl, Zool. Staatssammlung in München). 

In den Katalogen irrtümlich aus Colombia erwähnt. 


32. Syphraea haroldi Jacoby 


Hermaeophaga haroldi Jacoby, Proc. Zool. Soc. Lond. 1889, 
p- 270. 


Caracas (Jacoby). 


248 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Est. Aragua: Colonia Tovar (Typus); Rancho Grande, III. 
1949 (Marcuzzi, Inst. biol. de Caracas). 


53. Syphraea scarletta Bechyne 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 155. 
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 


54. Syphraea innuba Harold 


Haltica innuba Harold 1875, Col. Hefte 14, p. 26. 
Est. Aragua: Rancho Grande, 1. 1954 (G. & H. Frey). 


Colombia. 


35. Syphraea petulans Haroid 


Haltica petulans Harold 1875, Col. Hefte 14, p. 27. 

Syphraea petulans Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, 
p- 198. 

Venezuela: Maracay (Mus. G. Frey). 


Irrtümlich aus Colombia katalogisiert. 


56. Syphraea laetarıa Bechyne& 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 138. 
Caracas, Il. 1934 (G. Frey). 


57. Syphraea simoni Jacoby 


Hermaeophaga simoni Jacoby 1889, Proc. Zool. Soc. Lond. 
p. 269. 
Caracas (Typus). 


56. Syphraea subcostata Jacoby 


Hermaeophaga subcostata Jacoby 1889, Proc. Zool. Soc. Lond. 
p- 269. 
Caracas (Jacoby). 


59. Syphraea nugatrıx Harold 


Haltica nugatrix Harold 1876, Col. Hefte 15, p. 10. | 
Syphraea nugatrix Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, | 
p- 138. 
Laguna de Maracaibo (Mus. G. Frey). 
In den Katalogen irrtümlich für Colombia geführte Art. 


J. Bechyned: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 249 


60. Syfhraea freudei Bechyne 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 137. 
Est. Aragua: Maracay, V. 1936 (P. Vogl, Zool. Staatssammlung 


in München). 


Gen. Altica Geoffroy 1785 (1764) 
61. Altica amethystina amethystina Olivier 


1808, Ent. VL, p. 687, t. 2, 1. 31. 

Jacoby 1889, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 271 (faun.). 

Est. Aragua: Rancho Grande, VII. 1949 (Räcenis, Inst. biol. de 
Caracas); ibid., I. 1954 (G. & H. Frey); ibid., VI. 1936 (P. Vogl, 
Zool. Staatssammlung in München); Colonia Tovar (Jacoby). 

Est. Carabobo: San Esteban (Jacoby); Puerto Cabello, III. 
1954 (G. Frey). 

Im tropischen Amerika weit verbreitete, geographisch ver- 
änderliche Art. 


62. Altica languida Harold 


1875, Col. Hefte 14, p. 23. 

Merida (Mus. Wien). 

Colombia. 

Auf diese Art könnte sich die Zitation Jacoby’s über die rein 
peruanische Altica plicatula Erichson (Proc. Zool. Soc. Lond. 1889, 
p- 271) beziehen (Est. Carabobo: San Esteban\. 


63. Altica integricollis Harold 


1876, Col. Hefte 15, p. 11. 

Est. Aragua: Rancho Grande, VII. 1934, I. et 11. 1935 et V. 
1956 (P. Vogl, Zool. Staatssammlung in München). 

Colombia. 


64. Altica aenea luctuosa Harold 


1875, Col. Hefte 14, p. 24. 
Est. Aragua: Rancho Grande, V. 1935 et V. 1936 (P. Vogl, 
 Zool. Staatssammlung in München). 

Est. Merida: Mene Grande, 23.—24. VII. 1930 (H. J. MacGil- 
lavry, Zool. Museum Amsterdam). 

Colombia. — Die typische Rasse auf den Antillen. 


250 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Gen. Exoceras Jacoby 1891 
65. Exoceras castaneus Jacoby 


Crepidodera castanea Jacoby 1859, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 
274. 


pn 


Exoceras castaneus Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, 
p. 146. 


Est. Carabobo: San Esteban (Typus). 
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 


66. Exoceras pallidus Bechyn& 


Bechyne@ 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 147. 
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey). 


Gen. Strabala Chevrolat 


1837, Dej. Oatal. Col. ed. 3, p. 413; 1848, in d’Orb. Diet. univ. 
hist. nat. 12, p. 52. 


Blake 1953, Proc. U. S. Nat. Mus. 103, no. 3319, p. 121—134, 
figs. 
67. Strabala colombiana Blake 
1953, 1. ce. p. 133, fig. 17, k. 
Caracas (Blake). 


Est. Tachira: Palo Grande — San Uristobal, 20. VII. 1930 (J. 
H. MacGillavry, Zool. Museum Amsterdam). 


Colombia. 


68. Strabala insignicollis Bechyne 


(MS), 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 148. 
Caracas (Mus. G. Frey). 
Est. Aragua: Rancho Grande, VII. 1949 (Racenis, Inst. biol. de 


Caracas). 
Colombia. 
69. Strabala racenisi Bechyne (MS) 
Est. Aragua: Rancho Grande, 1949 (Räcenis, Inst. biol. de Ca- 
racas). 
Gen. Monomacra Dejean 1835 (= Lactica auect.) 
70. Monomacra brevicollis Jacoby 


Lactica brevicollis Jacoby 1902, Proc. Zool. Soc. Lond. I, p. 182. 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 251 


Caracas: El Junquito, VII. 1949 (Marcuzzi, Inst. biol. de Oa- 


racas). 


Est. Aragua: Rancho Grande, XII. 19458 (Mareuzzi, Inst. biol. 
de Caracas); ibid., I. 1954 (G. & H. Frey). 


71. Monomacra bogotana Harold 


Lactica bogotana Harold 1875, Col. Hefte 13, p. 90. 

Lactica bogotana Jacoby 1889, Proc. Zool. Soc. Lond. 1889, 
p. 271 (faun.). 

Est. Aragua: Colonia Tovar (Jacoby). 

Colombia. 


72. Monomacra citrina Harold 


Lactica citrina Harold 1875, Col. Hefte 14, 1875, p. 14. 

Lactica citrina Jacoby 1889, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 271 
faun.). 

Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey). 

Est. Aragüa: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 

Est. Carabobo: Colonia Tovar (Jacoby). 

Colombia. — Ecuador. 


73. Monomacra ingaea Bechyne 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 151. 

(Lactica dichroa Jacoby 1889, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 271, 
faun.) 

Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 

Est. Carabobo: San Esteban (Jacoby). 


74. Monomacra bernadetta Bechyne 
1955. Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 132. 
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey). 
75. Monomacra sabina Bechyne 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 153. 
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 
Colombia. 


76. Monomacra xzanthoderma Bechyne 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 155. 


232 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


Est. Trujillo: Valera — La Üeiba, 2. VIII. 1930 (H. d. Mae 
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam). 


77. Monomacra erythroderma Bechyne& 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 156. 
Est. Merida: Mene Grande, 23.—24. VII. 1930 (H. J. MacGil- 


iavry, Zool. Mus. Amsterdam). 


78. Monomacra paupercula Harold 
Lectica paupercula Harold 1875, Col. Hefte 14, p. 18. 
Monomacra paupercula Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 
6, p. 156. L 
Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe). 


Colombia. (Mus. G. Frey). 


79. Monomacra hypocrita Harold 
Lactica hypocrita Harold 1875, Col. Hefte 14, p. 22 


Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe). 
Colombia. 


60. Monomacra bijasciata Jacoby 


Lactica bifasciata Jacoby 1884, Biol. Gentr.-Amer. Col. VI, 1, 
p- 270, t. 16, £. 3; 1889, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 271 (faun.). 

Caracas (Jacoby); Caracas: Sierra de Avila (P. Vogl, Zool. 
Staatssammlung in München). 

Est. Carabobo: San Esteban (Jacoby); Puerto Cabello, II. 
1954 (G. Frey). 


Colombia. — Panama. 
Gen. Cornulactica Bechyne (MS) 


81. Cornulactica nocturna Bechyne 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 156. 
Est. Zulia: Encontrados, 17. VII. 1930 (H. J. MacGillavry, 


Zool. Staatssammlung in München). 
Gen. Lactina Harold 1875 


82. Lactina glabrata Jacoby 
1902, Proc. Zool. Soc. Lond. I, p. 186. 


Venezuela (ohne Fundortsangabe). 
Colombia. 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Altieidae 253 


83. ea agılıs Harold 


1875, Col. Hefte 14, p. 12. 
Jacoby 1889, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 271 (faun.). 
Est. Aragua: Colonia Tovar (Jacoby). 


Gen. Iphitrea Baly 1864 
84. Iphitrea perturbata Bechyn& 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 157. 


Caracas: Sierra de Avila (P. Vogl, Zool. Staatssammiung in 


München). 


Gen. Crepidodera Chevrolat 1837 
85. Crepidodera osmidia Bechyn& 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 150. 
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 


86. Crepidodera luciana Bechyne 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 159. 
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey). 
Est. Aragua: Rancho Grande, 1. 1954 (G. & H. Frey). 


87. Crepidodera consularis Harold 
1875, Col. Hefte 14, p. 33. 


Venezuela (ohne Fundortsangabe). 
Von Colombia nicht bekannt, trotzdem es die Kataloge er- 


wähnen. 


88. Crepidodera pudica Harold 
1875, Col. Hefte 14, p. 36. 


Venezuela (ohne Fundortsangabe). 
Colombia. 


Gen. Trichaltica Harold 1876 
‚89. Trichaltica rugicollis Harold 


1576, Col. Hefte 15, p. 3. 

Est. Merida: Mene Grande, 23.—2#. VH. 1930 (H. 3. MacGil- 
lavry. Zool. Mus. Amsterdam). 

Colombia. 


254 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Gen. Epitrix Foudras 1859 
90. Epitrix parvula Fabrieius 1801 
Est. Merida: Mene Grande, 23.—24. VII. 1930 (H. J. MacGil- 


lavry, Zool. Mus. Amsterdam). 
Westindien. — ?Zentralamerika. 


91. Epitrix pygmaea Haroid 
1875, Col. Hefte 14, p. 42. 


Venezuela (ohne Fundortsangabe). 
in den Katalogen irrtümlich von Kolumbien erwähnt. 


92. Epitrix tantula Harold 


1875, Col. Hefte 14, p. 22. 
Caracas, 1. 1954 (G. & H. Frey). 


In den Katalogen irrtümlich aus Colombia registriert. 


93. Epitrix nigroaenea Harold 


1875, Col. Hefte 14, p. 36. | 
Caracas: El. Junquito, 15. X. 1949 (Marcuzzi, Inst. biol. de 


Caracas). 
Colombia. 


94. Epitrix venezuelensis Jacoby 


1889, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 273. 

Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey). 

Est. Aragua: Colonia Tovar (Typus); Rancho Grande, VI. 
1949 (Marcuzzi, Inst. biol de Caracas); ibid., 1. 1954 (G. & H. 
Frey). 


95. Epitrix hirtula Harold 
1875, Col. Hefte 14, p. 37. 
Caracas: El Junquito, 15. X. 1949 (Marcuzzi, Inst. biol. de 
Caracas). 
Est. Aragua: Rancho Grande, IV. 1949 (Marcuzzi, Inst. biol. 
de Caracas); ibid., VII. 1949 (Räcenis, Inst. biol. de Caracas) ; ibid., 
1. 1954 (G. & H. Frey). 


96. Epitrix fulvicornis Jacoby 
1889, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 272. 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 255 


Caracas (Typus); Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey). 
Est. Carabobo: San Esteban (Jacoby). 


97. Epitrix opacicollis Harold 


1875, Col. Hefte 14, p. 40. 

Jacoby 1889, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 273 (faun.). 
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey). 

Est. Aragua: Colonia Tovar (Jacoby). 


958. Epitrix flaveola Haroid 


1875, Col. Hefte 14, p. 44. 

Jacoby 1889, Proc. Zool. Soc. Lond. 1889, p. 273 (faun.). 

Est. Aragua: Valencia (Jacoby). 

Diese Art wurde irrtümlich als ein kolumbisches Element in 
den Katalogen registriert. 


99. Epitrix ubaquensis Harold 


1875, Col. Hefte 14, p. 41. 

Est. Tachira: Palo Grande — San Uristobal, 20. VII. 1930 (H. 
J. MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam). 

Colombia. 


Gen. Acallepitrix Bechyne (MS) 
100. Acallepitriv maracaya Bechyne 
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 170. 


Aragua: Rancho Grande, III. 1949 (Marcuzzi, Inst. biol. de 
Caracas) ; ibid., I. 1954 (G. & H. Frey). 


101. Acallepitrix [reyi Bechyne 


1955, 1. c. p. 170. 


Est. Aragua: Rancho Grande, IV. 1949 (Mareuzzi, Inst. biol. 
de Caracas); ibid., I. 1954 (G. & H. Frey). 


102. Acallepitrix rozei Bechyne@ 


(MS), 1955, 1. ec. p. 170. 
Est. Miranda: La Culebra, 4. III. 1951 (Roze, Inst. biol. de 


Caracas). 


20 


256 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


103. Acallepitrix scaeva Bechyne 


1955, 1. c. p. 170. 
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 


104. Acallepitrix helga Bechyne 


1955, 1. c. p. 170. 
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey). 
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 


Gen. Sangaria Harold 1876 
105. Sangaria haroldi Jacoby 
1889, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 273. 


Bechyn& 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 173. 
Caracas, i. 1954 (G. & H. Frey); Corozal (Typus). 


Gen. Diphaulaca Chevreiat 1849 
106. Diphaulaca aulica Olivier 1888 

Caracas: Sierra de Avila (P. Vogl, Zooi. Staatssammiung in 
München). 

Est. Aragua: Rancho Grande, VII. 1949 (Räcenis, Inst. biol. de 
Caracas); ibid., V. 1935 (P. Vogl, Zool. Staatssammlung in Mün- 
chen). 

Est. Guarico: Ortiz, 2. VII. 1950 (Roze, Inst. biol. de Oaracas). 


Guayana. — Brasil. — Colombia. 


107. Diphaulaca meridae Barber 
1941, Proc. Ent. Soc. Wash. 43, p. 67. 
Merida (Typus). 
Caracas: Jard. bot. 17. V. 1950 (Roze, Inst. biol. de Caracas). 


108. Diphaulaca amoena Harold 


1875, Col. Hefte 14, p. 7. 
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey). 
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 


Irrtümlich aus Colombia gemeldet. 


109. Diphaulaca costatipennis Jacoby 


1902, Proc. Zool. Soc. Lond. I, p. 171. 
Venezuela: Caracas (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey). 


N 
O1 
| 


J. Bechyn&: Reise des Herra G. Frey in Südamerika: Alticidae 


110. Diphaulaca Jossifrons Harold 
1875, Col. Hefte 14, p. 6. 


Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe). 
Diese Art ist his jetzt nicht aus Colombia bekannt, trotzdem 
sie in den Katalogen erwähnt ist. 


111. Diphaulaca hilaris Harold 
1875, Col. Hefte 14, p. 8. 
Venezuela (ohne nähere Angabe). 
Colombia. 


112. Diphaulaca jucunda Haroid 
1875, Col. Hefte 14, p. 9. 


Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe). 
Colombia. — Panama. 


113. Diphaulaca gemina Bechyne (MS) 
Est. Aragua: Rancho Grande, IV. 1949 (Marcuzzi, Inst. biol. 
de Caracas) ; ibid., VII. 1949 (Räcenis, Inst. biol. de Caracas) ; ibid., 
1. 1954 (G. & H. Frey). 


Gen. Chaetoenema Stephens 
114. Chaetocnema myersi Bryant 


1944, Ann. Mag. N. H. (11) 11, p. 554, fig. 3. 
Est. Bolivar: Mt. Roraima (Typus). 


115.Chaetocnema valera Bechyne 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey, p. 180. 
Est. Trujillo: Valera — La Üeiba, 2. VIil. 1930 (H. J. Mac 
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam). 


116. Chaetocnema lacustris Bechyne& 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey, p. 180. 
Laguna de Maracaibo (Mus. G. Frey). 


117. Chaetocnema macgillavryi Bechyne 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 181. 

Est. Zulia: Encontrados, 17. VII. 1930 (H. J. MacGillavry, 
Zool. Mus. Amsterdam); La Fria — Encontrados, 22. VII. 1930 
(dtto). 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H.1 17 


258 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Est. Trujilo: Valera — La Ceiba, 2. VIII. 1930 (H. J. Mac 
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam). 


118. Chaetocnema hereditaria Bechyne 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 181. 

Est. Zulia: Encontrados, 17. VII. 1930 (H. J. MacGillavry, 
Zool. Mus. Amsterdam); La Fria — Encontrados, 22. VII. 1930 
(dtto). 


119. Chaetocnema maracaiba Bechyne& 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 181. 

Est. Zulia: Encontrados, 17. VII. 1930 (H. J. MacGillavry, 
Zool. Mus. Amsterdam); Encontrados — Boca d. R. La Grita, 
15. V1I. 1930 (dtto). 

Est. Trujillo: Valera — La Ceiba, 2. VIII. 1930 (H. J. Mac 
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam). 


120. Chaetocnema ceiba Bechyne& 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 182. 
Est. Trujillo: Valera — La Ceiba, 2. VIII. 1930 (H. J. Mac 
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam). 


121. Chaetocnema trapezifera Bechyne@ 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 182. 

Est. Tächira: Palo Grande — San Qristoba, 20. VII. 1930 (H. 
3. MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam). 

Est. Merida: Mene Grande, 23.—24. VII. 1930 (H. J. Mae 
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam). 


122. Chaetocnema caracasa Bechyne 


* 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 183. 
Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey). 


123. Chaetocnema spreta Weise 


1929, Zool. Jahrb. Suppl. 16, p. 21. 

Bechyne@ 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 1893. 
Caracas, 1. 1954 (G. & H. Frey). 

Est. Aragua: Rancho Grande, 1. 1954 (G. & H. Frey). 
Trinidad (B. W.1.). 


m 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 359 


124. Chaetocnema minutissima Suffrian 


Caetocnema minutissima Suffrian 1868, Arch. Natg. 34, i, 
p- 220. 

Chaetocnema labiata Baly 1877, Trans. Ent. Soc. Lond, p. 305. 

Chaetocnema minutissima Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. 
Frey 6, p. 185. 

Est. Aragua: Rancho Grande, IV. 1949 (Mareuzzi, Inst. biol. de 
Caracas). 2 

Est. Zulia: Maracaibo, VII. 1930 (H. J. MacGillavry, Zool. 
Mus. Amsterdam). 

Est. Merida: Mene Grande, 23.—24. VII. 1930 (H. J. Mac 
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam). 

Est. Trujillo: Valera — La Ceiba, 2. VIII. 1930 (H. J. Mac 
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam). 

Colombia. 


Gen. Omophoita Ohevrolat 1837 
125. Omophoita lunata Fabricius 1501 


Caracas (Mus. G. Frey); Caracas: Sierra de Avila (P. Vogl, 
Zool. Staatssammlung in München). 

Est. Aragua: Rancho Grande, VII. 1934, I., II. et V. 1935 
(P. Vogl, Zool. Staatssammlung in München); ibid., VII. 1949 
(Räcenis, Inst. biol. de Caracas). 

Colombia. — Brasil. — Panamä. 


126. Omofhoita veronica Bechyne 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 187. 
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey); Mara- 
cay, VII. 1934, L., II. et V. 1935 (P. Vogl, Zool. Staatssammlung 


in München). . 
127. Omophoita daniela Bechyne 
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 187. 
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 


128. Omophoita rosanna Bechyne& 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 187. 
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 


260 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


129. Omofhoita quadrifasciata Fabrieius 


Fabricius 1787, Mant. Inst. I. p. 76. 

Bechyne@ 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 188. 

Est. Aragua: Rancho Grande, VII. 1949 (Räcenis, Inst. biol. 
Caracas): ibid., I. 1954 (G. & H. Frey). 


Tropisches Südamerika. 


130. Omophoita discicollis Schaufuss 


Schaufuss 1874, Nung. otios. II, p. 306. 

Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 186. 

Est. Aragua: Rancho Grande, V. 1935 (P. Vogl, Zool. Staats- 
sammlung in München). 

Tropisches Südamerika. 


131. Omophoita abbreviata Fabricius 1795 


Est. Aragua: Rancho Grande, I. et II. 1935 et V. 1936 (P. Vogl, 
Zool. Staatssammlung in München). 

Est. Trujillo: Valera — La Ueiba, 2. Vili. 1930 (H. 3. Mae 
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam). 

Brasil. — Guiana. — Colombia. — Zentral-Amerika. 


132. Omophoita vogli Bechyne 
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 188. 
Est. Aragua: Maracay, I., II. et V. 1935 (P. Vogl, Zool. Staats- 
sammlung in München). 
133. Omophoita abdominalis Chevrolat 1834 
Merida, 1884 (Mus. Wien). 
Colombia. — Zentral-Amerika. 
134. Omophoita plumbea Jacoby 
1594, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 631. 
Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe: Jacoby). 
Gen. Eomophoeta Erichson 


1847, Arch. Natg. XIII, I, p. 172. 
Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 199. 


J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 261 


135. Homophoeta albicollis Fabrieius 1787 


Blake 1931, Bull. Brookl. Ent. Soc. 26, p. 77, t. 3, £. 6. 

Caracas, II. 1934 (G. Frey); Caracas: Sierra de Avila (P. Vogl, 
Zool. Staatssammlung in München). 

Est. Aragua: Rancho Grande, VII. 1934 et V. 1935 (P. Vogl, 
Zoo!. Staatssammlung in München); ibid., 24. X. 1948 (coll. Ci- 
ferri, Inst. biol. de Caracas); ibid., 1949 (Räcenis, Inst. biol. de 
Caracas). 

Est. Apure: San Fernando, 1896 (L. Laglaize, coll. Oberthur, 
Mus. Paris). 

Guyana. — Amazonas (Brasil). — Perü. — Colombia. — An- 
tillen. 


136. Homophoeta aequinoctialis Linne 1758 


Blake 1931, Bull. Brookl. Ent. Soc. 26, p. 76, t. 3, f. 7. 

Est. Aragua: Rancho Grande, V. 1935 (P. Vogl, Zool. Staats- 
sammlung in München) ; ibid., I. 1954 (G. & H. Frey). 

Est. Garabobo: Puerto Oabello, III. 1934 (G. Frey); San Este- 
ban, 1°" trim. 1577 (Hahnel, de Sagan, coll. Oberthur, Mus. Paris). 

Merida (Mus. G. Frey). 

Guayana. — Brasil: Oearä, Para, er — Peru. — 
Eeuador. — Colombia. — Zentral-Amerika. — West-Indien. 


137. Homophoeta quadrinotata colombiensis Bechyne 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 201. 

Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 

Est. Guarico: Espino, 26. III. 1950 (Räcenis, Inst. biol. de 
Uaracas). 

Colombia. — Andere geographische Rassen kommen im nörd- 
lichen Süd-Amerika und in Zentral-Amerika vor. 


138. Homophoeta venezuelensis Bechyne 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 201. 


Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe). 


139. Homophoeta aequatorialis Harold 


1876, Col. Hefte 15, p. 119. 

Caracas: Sierra de Avila, 1. V. 1950 (Räcenis, Inst. biol. de 
Caracas); ibid. (P. Vogl, Zool. Staatssammlung in München); Ca- 
racas, I. 1954 (G. & H. Frey). 


262 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Est. Aragua: Rancho Grande, 1., 11. et V. 1935 (P. Vogl, Zool. 
Staatssammlung in München); ibid., I. 1954 (G. & H. Frey). 
Merida (Mus. Wien). 


Colombia. — Ecuador. — Zentral- Amerika. 


Gen. Alagoasa Bechyne (MS) (= Oedionychus auct. ex p.)!) 
140. Alagoasa cyria Bechyne 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 202. 
Uaracas, I. 1954 (G. & H. Frey). 


141. Alagoasa pulchella Jacoby 


Jacoby 1894, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 618. 
Est. Aragua: Rancho Grande, V. 1935 (P. Vogl, Zool. Staats- 


sammlung in München). 


142. Alagoasa trifasciata Fabricius 1801 


Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 
Est. Carabobo: San Esteban, 1°" trim. 1877 (Hahnel, de Sa- 
san, coll. Oberthur, Mus. Paris). 


Brasil: Amazonas, Para. — Colombia. — Guyana. 


143. Alagoasa rufina llliger 


1807, Mag. Insektenk. VI, p. 98. 

Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey); ibid. 
(P. Vogl, Zool. Staatssammlung in München). 

Brasil: Para, Amazonas. 


144. Alagoasa semifoveolata Jacoby 
1905, Proc. Zool. Soc. Lond. Il, p. 451, t. 15, £. 5. 
Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe:; Jacoby). 
Gen. Chlo&phaga Weise (= Oedionychus auct. ex p.) 


1899, Deutsche Ent. Zeit. p. 138. 
Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 219. 


y Alagoasa trinidadensis Bowditch (nov. comb.). — Trinidad (B. W. I.), 
XII. 1953 (G. und H. Frey). — Oedionychus hartmayeri Weise ist nur eine Farben- 
varietät von A. trinidadensis, bei welcher die zwei hinteren Querbinden eine ein- 


zige große Makel bilden. 


J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 63 


145. Chloöphaga derivata Bechyn& 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 225. 
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 


146. Chloöphaga 17-guttata merida Bechyne 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 219. 
Merida (Mus. G. Frey). 
Die typische Rasse stammt von Colombia. 


Gen. Walterianella Bechyn& (MS) (= Oedionychus auct. ex p.) 


147. Walterianella humeralis Fabricius 


Fabricius 1801, Syst. Eleuth. I, p. 494. 

Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 233. 

Caracas: Sierra de Avila (P. Vogl, Zool. Staatssammlung in 
München). 

Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey); ibid., 
VII. 1949 (Racenis, Inst. biol. de Caracas). 

Est. Carabobo: Puerto Cabello, III. 1934 (G. Frey). 

Colombia. 


148. Walterianella sexpunctulata Schaufuss 


1574, Nung. otios. Il, p. 295. 

Est. Aragua: Rancho Grande, V. 1936 (P. Vogl, Zool. Staats- 
sammlung in München); ibid., I. 1954 (G. & H. Frey). 

Colombia. 


149. Walterianella quadripunctata Schaufuss 


1574, Nung. otios. II, p. 296. 

Est. Aragua: Rancho Grande, VIII. 1934 et V. 1936 (P. Vogl, 
Zool. Staatssammlung in München). 

Colombia. 


150. Walterianella iriplagiata Schaufuss 


1574, Nung. otios. II, p. 305. 
Est. Carabobo: Puerto Cabello, III. 1934 (G. Frey). 
Colombia. 


151. Walterianella graphica Jacoby 


Oedionychis graphica Jacoby 1889, Proc. Zool. Soc. Lond. 
p- 276. 


264 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Oedionychis venezuelensis Jacoby 1905, 1. ce. IL, p. 450. 
Walterianella graphica Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 


6, p- 238. 
Caracas: Sierra de Avila (P. Vogl, Zool. Staatssammlung in 
München). 3 


Est. Aragua: Rancho Grande, VIl. 1934 et V. 1935 (P. Vogl, 


/ool. Staatssammlung in München). 


152. Walterianella lena Bechyne 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 237. 
Caracas. I. 1954 (G. & H. Frey); Caracas: Sierra de Avila (P. 
Vogl, Zool. Staatssammlung in München). 


Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 


153. Walterianella proxima Jacoby 


1886, Biol. Gentr.-Amer. Col. VI, 1, p. 428, t. 24, f. 19; 1889, 
Proc. Zool. Soc. Lond. p. 276 (faun.). 

Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 

Est. Garabobo: San Esteban (Jacoby). 


Colombia. — Guatemala. 


154. Walterianella venustula Schaufuss 


Oedionychis venustula Schaufuss 1874, Nung. otios. II, p. 298. 

Öedionychis hypocrita Jacoby 1886, Biol. Gentr.-Amer. Col. 
viI,3p. 27 

Est. Miranda: Lira, 5. Xl. 1951 (Räcenis, Inst. biol. de Ca- 
racas). 

Colombia. — Zentral-America. 


Gen. Monoplatus Olark 1860 
155. Monoplatus obliteratus Jacoby 
10889, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 277. 
Est. Carabobo: San Esteban (Jacoby). 
Gen. Roicus Clark 1860 
156. Roicus subanchoralis Clark 


1860, Oatal. Halt. p. 58, t. 2, f. 5. 
Caracas: Sierra de Avila (P. Vogl, Zool. Staatssammlung in 
München). 


J. Bechyn6: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 


Gen. Euphenges Clark 1860 
157. Euphenges subcostatus Jacoby 
1889, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 279. 
Est. Carabobo: San Esteban (Jacoby). 
Gen. Rhinotmetus Clark 1860 
158. Rhinotmetus similis Bowditch 
1915, Trans. Amer. Ent. Soc. 41, p. 488. 
Merida (Bowditch). 
Gen. Physimerus Clark 1860 
159. Physimerus simoni Jacoby 
1889, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 278. 
Caracas (Jacoby). 
Est. Aragua: Colonia Tovar (Jacoby). 
Est. Carabobo: San Esteban (Jacoby). 
Gen. Thrasygoeus Ulark 1860 
160. Thrasygoeus undatus Clark 
1860, Catal. Halt. p. 106. 
Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe). 
Gen. Omotyphus Gemm. & Harold 1876 
161. Omotyphus carinatus Jacoby 
1089, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 277. 
Est. Carabobo: San Esteban (Jacoby). 
Caracas: La Guaira (Jacoby). 
Gen. Zeteticus Harold 1875 
162. Zeteticus cyanipennis Bowditch 
1915, Trans. Amer. Ent. Soc. 41, p. 501. 


* Caracas. 
Gen. Exartematopus Clark 1860 


163. Exartematopus minutus Jacoby 


1889, Proc. Zool. Soc. Lond. p. 280. 
Caracas (Jacoby). 
Est. Garabobo: San Esteban (Jacoby). 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Gen. Megistops Boheman 1859 
Blake 1952, Psyche 59, p. 1—12, figs. 


164. Megistops pretiosa Baly 


1877, Trans. Ent. Soc. Lond. p. 322. 
Blake 1952, 1. c. p. 4. 


Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe). - 


Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer des Museums Frey 267 


Borken- und Ambrosıakäfer des Museums 


Frey 


(I. Teil) 


149. Beitrag zur Morphologie und Systematik der Scolytoidea. 


Von Karl E. Schedl, Lienz (Osttirol) 


Herr Konsul G. Frey hat mir erstmalig ein größeres Material 


an exotischen Borken- und Ambrosia-Käfern zur Bestimmung 


überlassen, welches zum größten 'Teil anläßlich verschiedener 
Sammelfahrten von ihm selbst oder von Angestellten seines Mu- 
seums erbeutet wurde. Außerdem waren in demselben noch einige 
Stücke aus älteren Sammlungen vertreten und ebenso einige Bos- 
trichiden, die in die vorliegende Studie miteinbezogen werden. 
Auffallend ist die Tatsache, daß in dem vorliegenden Material 
ausschließlich bekannte Arten vertreten waren, eine Erscheinung, 
welche wahrscheinlich damit zusammenhängt, daß vorwiegend am 
Licht gesammelt wurde und dabei erfahrungsgemäß immer wie- 
der die gleichen Arten anfliegen. Dennoch ist die Sammlung als 
wertvoll zu bezeichnen, insbesondere im Hinblick auf die zahl- 
reichen neuen Fundorte. Diese sind, soweit Afrika in Frage steht, 
für die gegenwärtig laufende monographische Bearbeitung der 
afrikanischen Fauna besonders geeignet, unsere Kenntnis über die 
geographische Verbreitung einzelner Arten weitgehend zu ergän- 
zen. Die Aufzählung der im Museum Frey vertretenen Arten er- 
folgt aus praktischen Gründen nach Ländern getrennt. Am Schlusse 
wird die Beschreibung eines neuen Phloeoborus aus Brasilien mit- 
geteilt und das bisher unbekannte Weibchen von Xyleborus psaltes 


Schedl beschrieben. 


68 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Neue Fundorte: 
Französisch Sudan 


Scolytidae: 


Metahylesinus togonus Egg. 
Bamako, 20. V11. 1951, Bechyne. 
Xyleborus confusus Eichh. 
Bamako, 20. VII. 1951, Bechyne. 


Platypodidae: 


Platypus hintzı Schauf. 
Bamako, 20. VII. 1951, Bechyne. 


Französisch Guinea 


Scolytidae: 


Dactylipalpus grouvellei Bland!. 
N’Zerekore, 14.—30. IV. 1952, 8. H. Olsen. 
Diamerus impar Chap. 
N’Zerekore, IV. 1951 und 5. VII. 1951, S. H. Olsen. 
Fouta Djallon Dalaba, 1200 m, 26. VI. 1951, Bechyne. 
Diamerus pulverulentus Gerst. 
Mamou, 29. VI. 1951, Bechyne. 
Strombobhorus crenatus Hag. 
Mamou, 29. VI. 1951, Bechyne. 
Metahylesinus togonus Egg. 
Region de Kindia: Pastoria, 22. V. 1951, Bechyne. 
Region de Kindia: Friguiagbe, 25. V. 1951, Bechyne. 
Kindia, 24. V. 1931, Bechyne. 
Fouta Djallon: Dalaba, 1200 m, 16. VI. 1951, Bechyne. 
Polygraphus pygmaeus Egg. 
N’Zerekore, 15. XII. 1951, S. H. Olsen. 
Äyloctonus subcostatus Egg. 
Bamako, 20. VII. 1951, Bechyne. 
Ütonozxylon flavescens Hag. 
Region Kindia, Pastoria, 22. V. 1951, Bechyne. 
Stephanoderes uniseriatus Egg. 
Conakry, Camayenne, 17. IV. 1951, Bechyne. 
Coccotrypes congonus Egg. 
N’Zerekore, 30. IV. 1952, S. H. Olsen. 


Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer des Museums Frey 269 


Premnobius cavipennis Kichh. 
Fouta Djallon: Dalaba, 11. VI. 1951, Bechyne. 
Premnobius zylocranellus Schedi. 
Region Kindia, Pastoria, 22. V. 1951, Bechyne. 
Region Kindia, Mt. Gangan, 550 m, 16. V. 1951, Bechyne. 
Premnobius ambitiosus Schauf. 
N’Zerekore, 15.—31. VII. 1952, 18. III. 1952, 16. VI. 1951, 
18. V. 1951, 12. VII. 1951, S. H. Olsen. 
Xyleborus eichhofjianus Schedl. 
N’Zerekore, 19.—31. I. 1952, 16.—29. II. 1952, S. H. Olsen. 
Äyleborus principalis Eichh. 
N’Zerekore, 16.—930. X. 1951, S. H. Olsen. 
Xyleborus psaltes Schedl. 
N’Zerekore, 16.—29. II. 1952, S. H. Olsen. 
Xyleborus indicus Eichh. 
Kerouane, 17. VII. 1951, Bechyne. 
Ayleborus sharpei Hopk. 
N’Zerekore, 23. X. 1951, S. H. Olsen. 
Ayleborus badius Eichh. 
N’Zerekore, IV. 1951, 1.—29. XI. 1951, S. H. Olsen. 
Region Cceyah, Cercle de Dubreka, 20.—21. IV. 1951, Be- 
chyne. 
Xyleborus mascarensis Eichh. 
N’Zerekore, IV. 1951, 6.—30. X. 1951, 1.—29. Xi. 1951, 
8.—29. XL. 1951, 19.—28. II. 1952, S. H. Olsen. 
Mamou, 29. VI. 1951, Bechyne. 
Region Kindia, Mt. Gangan, 800 m, 20. V. 1951; 700 m, 
26. V. 1951; 750 m, 3. V. 1951, Bechyne. 
Fouta Djallon, 1200 m, 16. VI. 1951, Bechyne£. 
Xyleborus ferrugineus F. 
N’Zerekore, 16.—29. III. 1951, 1.—30. XI. 1951, 8.—29. 
XII. 1951, 6.—29. II. 1952, 1.—18. III. 1952, 14.—30. IV. 
1952, 1.—23. V. 1952, S. H. Olsen, A.O.F.; 9. VII. 1951, 
Bechyne. 
Kindia, 11. VL, 20. VI. und 28. VI. 1951, Bechyne. 
Region Kindia, Mt. Gangan, 550 m, 16. V. 1951; 600 m, 
15. V. 1951; 700 m, 26. V. 1951; 500 m, 29. V. 1951; Be- 
chyne. 
Region Kindia, Segueia, 10. und 12. V. 1951, Bechyne. 
Region Kindia, Friguiagbe, 25. V. 1951, Bechyne. 


270 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Region Kindia, Damakanya, 2. V. 1951, Bechyne. 

Kankan, 1. VII. 1951, Bechyne. 

Fouta Djallon: Dalaba, 1200 m, 9. VI. 1951, Bechyne. 
Xyleborus africanus Egg. 

Fouta Djallon: Dalaba, 1200 m, 19. VI. 1951, Bechyne. 
Eccoptopterus sexspinosus Motsch. 


N’Zerekore, 3.—13. IX. 1952, S. H. Olsen. 


Platypodidae: 


Platypus hintzi Schauf. 

N’Zerekore, IV. 1951, 1.—15. X. 1951, 16.—23. XI. 1951, 

1.—18. III. 1952, S. H. Olsen. 

Fouta Djallon: Dalaba, 1200 m, 7. VI. 1951, Bechyne. 
Platypus erichsoni Chap. 

Kindia, 4. Vl. 1951, Bechyne. 

Region Kindia, Mt. Gangan, 500 m, 6. V. und 9. VI. 1951, 

Bechyne. 

Region Kindia, Friguiagbe, 25. V. 1951. Bechyne. 

Region Kindia, Oassia, 27. V. 1951, Bechyne. 

Region Coyah, Gercle de Dubreka, 15. IV. 1951, Bechyne. 
Triozastus marshalli Samps. 

N’Zerekore, IV. 1951, 12.—22. IX. 1951, S. H. Olsen. 
Doliopygus chapuisi Duv. 

N’Zerekore, 12. VII. 1951, Bechyne. 

N’Zerekore, 2.—15. II. 1952 und 18.—20. il. 1952, S. H. 

Olsen. 

Kankan, 1. VII. 1951, Bechyne. 
Doliopygus serratus Strohm. 

N’Zerekore, 18. Ill. 1952, S. H. Olsen. 

Region Kindia, Mt. Gangan, 500 m, 3. VI. 1951, Bechyn£. 
Doliopygus tenuis Strohm. 

Kindia, 24. V. und 26. VI. 1951, Bechyne. 

Region Kindia, Mt. Gangan, 700 m, 26. V. 1951, Bechyn£. 
Doliopygus unispinosus Schedl. 

N’Zerekore, 14.—30. V. 1952, S. H. Olsen. 
Doliopygus conradti Strohm. 

N’Zerekore, 19.—31. X. 1951, S. H. Olsen. 
Periomatus bispinus Strohm. 

N’Zerekore, IV. 1951, 15. XI. 1951, 18.—29. XII. 1951, 

19.—31. I. 1952, 16.—29. II. 1952, S. H. Olsen. 


Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer des Museums Frey 371 


Periomatus camerunus Strohm. 
N’Zerekore, IV. 1951, 1.—15. XI. 1951, 19.—31. 1. 1952, 
16.—29. II. 1952, S. H. Olsen. 
Periomatus excisus Strohm. 
N’Zerekore, 1.—15. XI. 1951, 19.—31. I. 1952, 16.—29. 1. 
1952, 1.—18. III. 1952, 14.—30. IV. 1952, S. H. Olsen. 
Symmerus tuberculatus Chap. 
N’Zerekore, 1.—15. X. 1951, 19.—31. I. 1952, 14.—30. IV. 
1952, 3.—13. IX. 1952, S. H. Olsen. 


Bostrichidae: 


Aylion securifer Lesne. 

N’Zerekore, IV. 1951, 1.—15. XI. 1951, 18. III. 1952, S. H. 

Olsen. 
Xylion inflaticauda Lesne. 

N’Zerekore, 18.—29. XII. 1951, S. H. Olsen. 
Dinoderus bifoveolatus Woll. 

Kindia, 23. V. 1951, Bechyne. 

Cassa Isl., 19. IV. 1951, Bechyne. 
Dinoderus minutus Fabr. 

Segueia, 10. V. 1951, Bechyne. 

Region Kindia, Damakanya, 2. V. 1951. 


Mozambique 


Scolytidae: 


Diamerus pulverulentus Gerst. 

Mapalane a. Limpopo, 4. VII. 1953, Zumpt. 
Xyleborus forficulus Egg. 

Mapalane a. Limpopo, 4. VII. 1953, Zumpt. 
Xyleborus badius Eichh. 

Mapalane a. Limpopo, 4. VII. 1953, Zumpt. 
Xyleborus ferrugineus F. 

Mapalane a. Limpopo, 4. VII. 1953, Zumpt. 


Platypodidae: 


Platypus hintzi Schauf. 
Mapalane a. Limpopo, 4. VII. 1953, Zumpt. 


2) Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg, Frey, Bd. 6, 1955 


Südafrika 


Scolytidae: 
Premnobius cavipennis Eichh. 
S. W. Afrika: Umgek. v. Windhuk, I. 1936 — XI. 1937, K. 
Hartmann. 
Ayleborus eichhojjfianus Schedl. 
South Africa: Pretoria, XII. 1950, Zumpt. 
Äyleborus neocrucifer Schedl. 
Transvaal: Krüger Nat. Park, I. 1952, G. Frey. 
Scolytoplatypus fasciatus Hag. 
Cape Province: Knysna, Januar 1954, Zumpt. 


Madagaskar 
Scolytidae: 


Diamerus hispidus Klug. 
Maroantsetra. 

Xyleborus semigranosus Blandf. 
Maroantsetra. 

Xyleborus artegranulatus Schedl. 
Maroantsetra. 

Ayleborus mascarensis Eichh. 
Maroantsetra. 

Xyleborus ferrugineus F. 
Maroantsetra. 


Bostrichidae : 


Dinoderus minutus Fabr. 
' Maroantsetra. 


Ceylon 
Bostrichidae: 


Diroderus minutus Fabr. 


Ceylon, Umgeb. Colombo, III. 1953, G. Frey. 


Indien 
Scoiytidae: 
Sphaerotrypes siwalikensis Stebb. 
Siwalik Hills, Kumaon Himalaya, Dehra Dun, 1940—1945. 


Schedil: Borken- und Ambrosiakäfer des Museums Frey 273 


Tonkin 


Platypodidae: 


Platypus cavus Strohm. 

Hoa Binh, XII. 1934, A. de Cooman. 
Platypus lepidus Chap. 

Hoa Binh, XII. 1934, A. de Cooman. 


Japan 


Scolytidae: 


Sphaerotrypes pila Blandf. 

Suhard Gifu, 10., 15. V. 1953. 
Phloeosinus rudis Blandf. 

Seki, Gifu, 9. VII. 1946. 
Blastophagus major Egg. 

Seki, Gifu, 9. VII. 1946. 
Hylurgus ligniperda F. 

Sehi, Honshu, 8. IV. 1953. 
Ayleborus germanus Blandf. 

Suhara Gifu, 17. V. 1953. 
Ayleborus validus Eichh. 

Suhara Gifu, 3. V. 1953, 5. X. 1953. 

Hirugano, 900 m, Gifu, VIL.—VIlI. 195i. 


Jamaica 


Scolytidae: 


Pycenarthrum hispidum Ferr. 

West ind. N. Küste, I. 1954, G. u. Helga Frey. 
Ayleborus mascarensis Eichh. 

West ind. N. Küste, I. 1954, G. u. Helga Frey. 
Xyleborus badius Eichh. 

West ind. N. Küste, I. 1954, G. u. Helga Frey. 
Xyleborus ferrugineus F. 

West ind. N. Küste, I. 1954, G. u. Helga Frey. 


Platypodidae: 


Platypus punctulatus Chap. 
West ind. N. Küste, I. 1954, G. u. Helga Frey. 


Entomol. Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Bd. 6, H. 1 18 


>74 ‚Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Trinidad 


Scolytidae: 
Xyleborus mascarensis Eichh. 
Trinidad, XII. 1953, G. u. Helga Frey. 
Ayleborus badius Eichh. 
Trinidad, XII. 1953, G. u. Helga Frey. 


Platypodidae: 
Platypus punctulatus Chap. 
Trinidad, XII. 1953, G. u. Helga Frey. 


Venezuela. 


Scolytidae: 


Scolytodes cecropii Schedl. | 
Umgebung von Caracas, I. 1954, G. u. Helga Frey. 
Rancho Grande, Maracay, I. 1954, G. u. Helga Frey. 


Platypodidae: 
Platypus rugulosus Chap. 
Rancho Grande, Maracay, I. 1954, G. u. Helga Frey. 


Bostrichidae: 


Dinoderus minutus Fabr. 


Umgebung Caracas, I. 1954, G. u. Helga Frey. 
Brasilien. 


Scolytidae: 


Camptocerus aencipennis F. 
Sta. Catarina, Hansa Humboldt, Reitter. 
Phloeoborus freyi n. sp. 
Sta. Catarina, Hansa Humboldt, Reitter. 
Ric de Janeiro, 18. Ill. 1952, Wittmer. 


Beschreibung neuer Arten. 


Phloeoborus freyi n. sp. 


Männchen: Schwarzbraun, 7 bis & mm lang, von ähn- 
licher Gestalt und gleichen Proportionen wie Phloeoborus rugi- 


Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer des Museums Frey 275 


pennis Egg., aber mit noch enger zusammenstehenden Augen auf 
der Stirn und mit viel kräftigeren Schuppenhöckern auf den 
Flügeldeckenzwischenräumen. In der Bestimmungstabelle des ver- 
storbenen Forstrats Hans Eggers wäre die neue Art zwischen 
Phl. guyanaensis Egg. und Phl. intermedius Egg. unterzubringen. 


Stirn breiter als lang, in der Mitte mit einer glänzenden 
Längsfurche, seitlich davon über der Fühlereinlenkung mit je 
einer leichten Erhöhung, die feine Körnchen und kurze, nach innen 
gerichtete Härchen trägt, im unteren Teil zerstreut punktiert, die 
Punkte wenig längere Haare tragend; über den Augen gegen den 
Scheitel gut gewölbt und kräftig punktiert, im obersten Teil mit 
einem kurzen Längseindruck in der Mitte. 

Halsschild wesentlich breiter als lang, die hinteren Sei- 
tenecken nahezu rechteckig und in ein winziges spitzes Zähnchen 
ausgezogen, die Seiten nach vorne bis zur Mitte ganz leicht diver- 
gierend und nahezu gerade, dann kräftig im Bogen zum Apex ver- 
engt, dieser ziemlich breit gerundet und mit Andeutung einer sub- 
apikalen Einschnürung, unbewehrt; Oberfläche leicht gewölbt und 
dicht, ziemlich grob punktiert, in der Mitte die Punkte etwas weit- 
läufiger und die Zwischenräume etwas schwielig, die Mittellinie 
in der basalen Hälfte leicht kielartig erhöht. Schildchen, wie üb- 
lich, klein, knopfförmig. 

Flügeldecken wesentlich breiter und 2,4mal so !ang wie 
der Halsschild, von ähnlichen Umrißlinien wie Phloeoborus rugi- 
pennis Egg., aber der Hinterrand etwas enger gerundet und der 
Absturz mehr gleichförmig schief gewölbt. Die Punktsireifen mä- 
Big tief, die Punkte selbst enggesteilt und relativ klein, die Zwi- 
schenräume breit, in der Nähe der Basis kräftig quergeschuppt, 
nach dem ersten Viertel allmählich in Einzelhöcker, die dachför- 
 mig aufeinanderstehen, übergehend und bis an den Hinterrand 
durchlaufen, im Raume des fünften bis siebenten Zwischenraumes 
auf dem Absturz eine ganz leichte beulige Auftreibung. 


Type im Museum Frey, Paratype in Sammlung Schedl. 


Fundort: Brasilien: Rio de Janeiro, 18. III. 1952, Wittmer. 
— Brasilien: Sta. Catarina, Hansa Humboldt, Reitter. 


Xyleborus psaltes Schedl, fem. nov. 


Weibchen: Rotbraun, 3,4 mm lang, 2,5mal so lang wie 
breit. Eine plumpe gedrungene Art, die durch den manchmal deut- 
lichen sattelförmigen Quereindruck der Flügeldecken an die Xyle- 


18* 


276 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


——— —— Le 


borus crucijer-Gruppe erinnert, ansonsten aber mehr mit Xyle- 
borus amanicus Hag. verwandt ist. 

Stirn gut gewölbt, sehr dicht und runzelig punktiert, die 
Punktierung im zentralen oberen Teil wesentlich gröber als längs 
des Vorderrandes, wo die Fläche nahezu mait ıst und die Punkte 
wie winzige Körnchen erscheinen; spärlich behaart, eine dichtere 
Haarfranse längs des Vorderrandes. 

Halsschild so breit wie lang, hintere Seitenecken recht- 
winkelig und wenig gerundet, die Seiten in der basalen Hälfte 
parallel, Vorderrand kräftig gerundet, in der Mitte quergesteilt, 
so daß die vorderen Seitenecken deutlich werden; Summit in der 
Mitte, ziemlich hoch und quergesteilt, apikaler Teil stark gewölbt 
und dicht, sehr fein geschuppt-gehöckert, Basalteil stark glänzend 
und fein, ziemlich dicht punktiert; Behaarung relativ lang und 
abstehend, im vorderen Teil auf der Seite dichter. Schildcehen re- 
lativ groß, dreieckig, glänzend. 

Flügeldecken so breit und gut 1,5mal so lang wie der 
Halsschild, die Seiten bis etwas über die Mitte parallel, dann all- 
mählich verrundet, der Apex in der Mitte beiderseits der Naht 
quergestellt, der Absturz beginnt etwas hinter der Mitte, ist schief 
abgewölbt und in der Mitte breit furchenartig vertieft; die Scheibe 
vor dem Absturz ganz leicht quer eingedrückt, stark glänzend, 
mit Reihen von relativ kleinen Punkten, die in kaum vertieften 
Streifen liegen, die Zwischenräume breit, unregelmäßig und bei- 
nahe doppelreihig punktiert, auf den ersten beiden Zwischenräu- 
men die Punkte dichter und etwas runzelig angeordnet, die Sei- 
tenwülste des Absturzes mit drei bis vier größeren Höckern, die 
auf leichten Auftreibungen stehen, der Eindruck selbst dicht und 
unregelmäßig punktiert, die Naht leicht erhöht, der Hinterrand 
nicht scharf gekantet, sondern abgerundet und mit mehreren fei- 
neren Höckerchen besetzt; die Behaarung auf der Scheibe spärlich, 
dichter und länger auf dem Absturz, die Seitenwülste, abgesehen 
von den erwähnten großen Höckern, mit einer Anzahl feiner be- 
haarter Körnchen an der Außenseite. 

Type in Sammlung Museum Frey, Paratypen in Sammlung 
Schedl. 

Fundort: Französisch Guinea: N’Zerekore, 16.—29. 1. 
1952, S. H. Olsen. 

Ein weiteres Stück sah ich von der Goldküste, Mpraese, 13. 1. 
1946, ex Albizzia zygia (DC) Machride (Mimosaceae), G. H. 


Thomson. 


Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum PAR: 


Borken- und Ambrosiakafer aus dem pazı- 
fischen Raum. 


150. Beitrag zur Morphologie und Systematik der Scolytoidea. 


(Mit 2 Textabbildungen) 


Von Karl E. Schedl, Lienz (Austria) 


Während der letzten acht Jahre habe ich Gelegenheit gehabt, 
eine ganze Anzahl von kleineren Aufsammlungen von Borken- 
und Ambrosia-Käfern aus dem pazifischen Raum zu sehen. Dieses 
Material gelangte vornehmlich durch das British Museum of Na- 
tural History und Commonwealth Institute of Entomology in Lon- 
don an mich, zum Teil bestand es aus älteren Aufsammlungen des 
Museum National d’Histoire naturelle in Paris, des Institut Na- 
tional des Sciences naturelle de Belgique in Brüssel, des Natur- 
historischen Museums in Basel und der Galifornian Academy of 
Sciences in San Franeisco. Außerdem hat mir die Witwe des be- 
kannten verstorbenen Borkenkäfer -Spezialisten Forstrat Hans 
Eggers eine mir bisher unbekannte Restsammlung an Scoly- 
toiden zugesandt, die zum größten Teil aus Einzelstücken bestand, 
die Herr Forstrat Eggers als neue Arten ausgeschieden, aber 
nicht beschrieben hatte. 

Das mir vorgelegene Material aus dem pazifischen Raum war 
in seiner Gesamtheit und was die Zahl der Arten und Fundorte 
anbelangt reichhaltiger, als ich zunächst übersehen konnte und ver- 
dient zweifellos festgehalten zu werden. Dies betrifft ganz beson- 
ders die verschiedenen neuen Fundorte bereits bekannter Arten, 
weil dadurch unsere Kenntnis über die geographische Verbreitung 
derselben erheblich erweitert wird. Die nachfolgende Liste ergänzt 
ganz erheblich die bisherigen Kenntnisse über die Borken- und 
Ambrosia-Käfer des pazifischen Raumes, von welchen ich zusam- 
menfassende Arbeiten bereits über die Sandwich-Inseln, Fiji-In- 
 seln, die Samoa-Gruppe, Neu Guinea und Australien veröffent- 
licht habe. Mit der Beschreibung der neuen Arten (wie erwähnt der 


278 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Hauptsache nach aus der Sammlung Eggers) ist das bisher nicht 
determinierte Material meiner eigenen Sammlung bis auf einige 
wenige Einzelstücke aus der Gattungsgruppe Cryphalını nunmehr 
restlos bearbeitet. 


Australien. 


Scolytidae: 


Hylesinus robustus Egg. | 
Queensland, Rockhampton, coll. Leon Fairmaire, 1906. 
Acacicis abundans Lea. 
Etat de Victoria, 1911, F. Geay. 
Ips grandicollis Eichh. 
South Australia, Wirrabara, 14. XI. 1950, ex Pinus radiata, 
B. H. Bednall, A 6. 

Diese Art, von welcher ein einzelnes, teilweise beschä- 
digtes Belegstück aus dem British Museum vorliegt, wurde 
zweifelsohne aus Nordamerika nach Australien einge- 
schleppt. Man wird gut daran tun, die weitere Entwicklung 
und Vermehrung dieses nicht unbedeutenden Schädlings in 
der neuen Heimat genau zu verfolgen, denn es könnte sein, 
daß er sich in der neuen Umwelt, in den großen Nadelholz- 
anpflanzungen Australiens, noch schädlicher erweist als in 
seiner ursprünglichen Heimat. 

Äyleborus badius Eichh. 
Queensland, Brisbane, 2. II. 1948, imported logs of Borneo 
Cedar, A. R. Brimblecombe. 

Arleborus compressus Lea 
Victoria, Riv. Nicholson, F. Geay. 
New South Wales, Mount Keira, via Woillongong, Cofis 
Harbor, 16. I. 1950, D. A. Walsh. | 
New South Wales, Eastwood, beetles attacking fruit trees, 
20. X. 1900, eoll. Turnbull. 

Ayleborus confusus Eichh. 
New South Wales, Sidney, 22. I. 1940, in Yard, ex Erinia, 
KLE., A. 45. 

Ayleborus pseudosolidus Schedl. 
Brisbane, old collection. 

Ayleborus riehli Eichh. | 
New South Wales, Sidney, 25. I. 1905, ex Solcedar log, Vera 
Cruz, W. W. Froggatt, A 51. | 


MEER 


Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum 279 


Xyleborus testaceus Waik. 
Burnside, coll. Handschin. 
Sidney, coll. de Marseui. 
Xyloborus xanthophyllus Schedi. 
Queensland, Brisbane, 2. Il. 19456, ex imported logs of Bor- 
neo Uedar, A. R. Brimblecombe. 
Eccoptopterus sexspinosus Motsch. 


Cairns, II. 1947, A. R. Brimblecombe. 


Bostrichidae: 


Sinorylon anale Lesne. 

North Australia, Marrakai, Coll. Handschin. 
Xylobosca bispinus Maclh. 

North Australia, Burnside, coll. Handschin. 


Tasmaniten. 


Scolytidae: 


Phloeosinus squamosus Schedl. 


Lauceston, Hekart, 91—88. 


Neuseeland. 


Scolytidae 


Acacisis abundans Lea. 

New Zealand, Belligny, 3—43. 
Pachycotes peregrinus Chap. 

New Zealand, Heims, Reitter. 


Neu-Guinea. 


Scolytidae 


Hylesinus koebeli Lea. 
Finishhaven, 2. V. 1944, E. S. Rose. 
Hylesinus subcostatus Egg. 
Papua, Mafulu, 4000 ft., I. 1934, L. E. Cheesman. 
Diamerus interstitialis Lea. 
Nouv. Guinee, Baie de Geelvink, Gilota, Rafray & Maindron, 
1878. 


80 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Diamerus interstitialis Lea. 
Simbang, Huon Golf, Biro 1898; Stephansort, Astrolabe 
Bay, Biro, 1897. 
Dryocoetes inopinatus n. sp. 
 Neu-Guinea. 
Oriosiotes cyclopus Schedl. 
Neth. Guinea, 20. VI. 1944, T. Aaron coll. 
Ozopemon angustae ligg. 
Dutch New Guinea, Waigeu, Camp Nok., 2.500 ft., IV. 1938, 
L. E. Cheesman. 
zohemon giganteus Schedl. 
Dutch New Guinea, Waigeu, Camp Nok., 2.500 ft., IV. 1938, 
L. E. Cheesman. 
Ozofpemon papuanus Egg. 
Dutch New Guinea, Waigeu, Mt. Nok, Camp 2, (Büffel- 
horn), VI. 1935, L. E. Cheesman. 
Dutch New Guinea, Cyclops Mt., 3.400 to 4.500 ft., III. 1936, 
L. E. Cheesman. 
Nouv. Guinee, Baie de Geelvink, Raffray & Maindron, 1878. 
Coccotrypes acıculatus Schedl. 
Neu-Guinea, Erima, Astrolobe Bay. 
Poecilips creber n. sp. 
Neu-Guinea, Sattelberg. 
Poecilips minimus n. sp. 
Neu-Guinea, Mt. Hanseman, Astrolobe Bay, Biro 1901. 
Poecilips minutissimus n. Sp. 
Neu-Guinea, Erima, Astrolobe Bay, Biro, 1896; Friedrich 
Wiihelmshafen, 1901. 
Poecilips regularis n. sp. 
Neu-Guinea, Sattelberg, Biro, 1899. 
Poecilips spinipennis n. sp. 
Neu-Guinea, Mt. Hanseman, Astrolobe Bay, Biro 1901. 
ps ceitis n. sp. 
Neu-Guinea. 
[bs eximius n. sp. 
Neu-Guinea. 
Ayleboricus guttifer n. sp. 
Neu-Guinea. 
Carposinus declivis n. sp. 


Neu-Guinea, Friedrich Wilhelmshafen. 


Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum 8] 


Xyleborus anomalus n. Sp. 
Deutsch-Neu-Guinea, Bürgers, 1912. 
Xyleborus apertus Schedl. 
West-Neu-Guinea, Mt. Nomo. 
Xyleborus barbatus Hag. 
Nouv. Guinee, Baie de Geelvink, Raffray & Maindron, 1878. 
Xyleborus bituberculatus Egg. 
Dutch New Guinea, Waigeu, Camp Nok, 2.500 ft., 1V. 1938, 
L. E. Cheesman. 
Xyleborus cognatus Blandi. 
New Guinea, VI. 1938, A. R. Brimbiecombe. 
Xyleborus delicatus n. sp. 
Neu-Guinea (alte Sammlung). 
Ayleborus extensus n. Sp. 
Neu-Guinea. 
Äyleborus [unereus Lea. 
Finishhaven, 12. IV. 1944, E. S. Rose. 
Äyleborus graniger n. sp. 
Neu-Guinea, Berlinhafen. 
Xyleborus indicus Eichh. 
Dutch New Guinea, Maffin Bay, 1. X. 1944, E. 5. Rose. 
Nouv. Guinee, Baie de Geelvink, Raffray & Maindron, 1878. 
Ayleborus indigens n. sp. 
Deutsch-Neu-Guinea, Bürgers, 1912. 
Ayleborus minimus n. sp. 
Neu-Guinea (alte Sammlung). 


Ayleborus morigerus Blandf. 
In Dendrobium phalaenopsis Kolbe aus Neu-Guinea im Or- 
chideenhaus von Begrode Marienfelde bei Berlin (Bert. Zool. 
Mus.). 
Avleborus spinachius n. sp. 
Deutsch-Neu-Guinea, Bürgers, 1912. 
Xyleborus squamatilis n. sp. 
Deutsch-Neu-Guinea, Bürgers, 1912. 
Äyleborus testaceus Walk. 
Neth. New Guinea, 20. XI. 1944, T. Aarons; 
Nouv. Guinde, Baie de Geelvink, Raffray & Maindron, 1878. 
Ayleborus wallacei Blandf. 
Nouv. Guinde, Baie de Geelvink, Raffray & Maindron, 1878. 


282 5 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Eccoptopterus sexspinosus Motsch. 
Dutch New Guinea, Maffin Bay, 12. VI. 1944, E. S. Rose. 
Nouv. Guinee, Baie de Geelvink, Raffray & Maindron, 1878. 


Platypodidae: 
Crossotarsus mniszechi Chap. 
Finishhaven, 21. IV. 1944, E. S. Rose. 
Orossotarsus kuntzeni Schedl. 
Neth. Guinea, 20. XI. 1944, T. Aarons; 
Maffin Bay, VIII. 1944, E. 5. Rose; 
Finishhaven, 21. IV. 1944, E. 5. Rose. 
Platypus (Crossotarsus) barbatus Chap. 
Neth. New Guinea, 20. Xl. 1944, T. Aarons; 
Plotypus chevrolati Chap. 
Finishhaven, 15. IV. 1944, E. S. Rose. 
Platypus jansoni Chap. 
Finishhaven, 15. IV. 1944, E. S. Rose. 
Piatypus pilidens n. sp. 
Neu-Guinea, Beriinhafen. 
Platypus solidus Chap. 
Finishhaven, 9., 10., 19., 20. IV. 1944, E. S. Rose. 
Platypus solidus Walk., subsp. hirtus n. subsp. 
Dutch New Guinea, Maffin Bay, October 1944, E. 5. Rose 
Coll. | 
Platypus turbatus Chap. 
Finishhaven, April 1944, E. 5. Rose. 


Tenimbe. 


Scolytidae: 
Xyleborus perexiguus Egg. 
Tenimbe, Jandema, Doherty. 


Guam. 


Scolytidae: 


Ayleborus testaceus Walk. 
Pt. Oca near Agana, 23. V. 1945, G. E. Bohart & J. L. Gres- 
sitt. 


Schedl: Borken- und Anbrosiakäfer aus dem pazifischen Raum 203 


Platypodidae: 


Platypus solidus Chap. 
Pt. Oca near Agana, 14. VI. 1945, at light, G. E. Bohart & J). 
L. Gressitt. 


Neu Pommern. 


Scolytidae: 


Xyleborus testaceus Walk. 
Kinigunang, C. R. Ribbe. 


Bougainville. 


Scolytidae: 


Xyleborus cognatus Blandf. 
Kieta, IX.—X. 1937, J. L. Froggatt. 


Platypodidae: 


Platypus jansoni Chap. 
Piva, III. 1945, A. J. Walz. 


Salomon Insel. 


Platypodidae: 
Platypus jansoni Chap. 
Solomon Isl. without more details. 


Neu Caledonien. 


Scolytidae: 


Xyleborus testaceus Walk. 
N. New Ualedonia, Puebo, coast, 1500 ft., X. 1949, L. E. 


Cheesman. 


Neue Hebriden. 


Scolytidae: 


Hylesinus brevipilosus Schedi. 
Mallicolo, Collection L. Bedel, 1922. 
Ayleborus destruens Blandi. 


Vanikoro, Coll. Ph. Francois. 


284 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Xyleborus indicus Eichh. 
Mallicolo, Collection L. Bedel, 1922. 
Ayleborus testaceus Walk. 
Ile Vate, Port Vila, Dr. Joly, 1903. 
Mallicolo, Collection L. Bedel, 1922. 


Fiji Inseln. 


Scolytidae: 


Hylesinus robustus Egg. 
Lautoka, 12. X. 1921, R. Veitch (Sampson’s Type von Hyle- 
sinus veitchi Samps. i. 1.); 
Buca Bay, XII. 1921, H. W. Simmonds. 
Sampson’s Hylesinus veitchi wurde nicht beschrie- 
ben und ist synonym zu Mylesinus robustus Egg. 
Hylesinus subcostatus Egg. 
Ovalau, Collection Fairmaire, 1906. 
Pzopemon Jijianus Schedl. 
Viti Levu, Navai Mill, Nandarivatu, ex „Dakua“, Agathis 
vitiensis, 25. IX. 1950, B. A. O’Connor (nr C. 1954). 
Navai, 24. VI. 1941, R. A. Lever, Nr. 1166. 
Poecilips fijianus Schedi. 
Viti Levu, Navai Mill, Nandarivatu, 25. IX. 1950, ex „Da- 
kua“, Agathis vitiensis, B. A. O’Connor (nr 1975, 1979). 
Hypothenemus (Stephanoderes) erythrinae Egg. 
Naroi Moala Isl., seashore sweeping, 25. VIII. 1938, E. C. 
Zimmerman. 
Hypothenemus striatulus Schedl. 
Toumbo, Lakemba, ex dead coconut fronds, 20. VIII. 1958, 
E. C. Zimmerman. 
Eryphalus capucinomorphus Schedl. 
Viti Levu, Veisari Mill, near Suva, 28. VIII. 1950, ex „Kau- 
damu“, Myristica castanaefolia, B. A. O’Connor (nr C. 1975). 
Cryphalus mollis n. sp. 
Suva, 13. VIII. 1943, ex Artocarfus sp., R. A. Lever, nr O 
1504. 
Stephanopodius fijianus n. Sp. 
Fiji Inseln. 
Xyleborus abruptoides n. sp. 
Fiji: Viti Levu, Navai Mill, Nr. Nandarivatu, 2.500 ft., 
15. IX. 1938, beating shrubbery; 


Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem paziischen Raum 385 


Nandarivatu, 3.700 ft., 10. IX. 1938, beating shrubbery; 
Viti Levu, Navai-Nasonga Trail, West Slope, 2.500—3.000 
ft., 12. IX. 1938; 
Viti Levu, Lit. Victoria, Tholo North, West Slope, 3.000 ft., 
16. IX. 1938, alles E. C. Zimmerman, Coll. 
Xyleborus apertus Schedl. 
Viti Levu, Nandarivatu, 2.700 ft., 10. IX. 1938, E. C. Zim- 
merman. 
Viti Levu, Nr. Nandarivatu, 2.500 ft., 15. IX. 1933, beating 
shrubbery, E. C. Zimmerman. 
Navai, 24. VI. 1941, R. A. Lever, U 69; 
Navoro, IV. 1941, R. A. Lever per G. Setten. 
Xyleborus cognatus Blandf. 
Viti Levu, Nandarivatu, 2.700 ft., 7. IX. 1938, E. C. Zim- 
merman. 
Ayleborus confusus Eichh. 
Viti, collection Fairmaire, 1906: 
Fiji, leg. Koebele. 
Ovalau, collection Fairmaire, 1906. 
Ayleborus fijianus Schedl. 
Viti Levu, collection Fairmaire, 1906. 
Ayleborus fornicatus Eichh. 
Colo-i-Suva, 8. IX. 1944, ex Albizzia sp., R. A. Lever, Nr. 
1634. 
Xyleborus indicus Eichh. 
Ovalau, Nr. Vuma, 700 ft., ex rotten log, E. C. Zimmerman. 
Xyleborus limatus Schedl. 
Lobe Namosi, 28. VIII. 1941, R. A. Lever, Nr. G 1200. 
Xyleborus planipennis n. sp. 
Fiji Inseln. 
Avleborus samoensis Bees. 
Lau, Namuka, 12. VIII. 1924, E. H. Bryan jr. 
Ayleborus sylvestris Bees. 
Viti Levu, Navai Mill, Nandarivatu, 25. IX. 1950, ex fallen 
log of „Dakua“, Agathis vitiensis, B. A. O’Connor (nr 1981), 
(nr 1980); 
Viti Levu, Veisari Mill, near Suva, ex „Sa“, Parinarium in- 
sularum, 28. VIII. 1950, B. A. O’Connor (nr 1976). 
Ayleborus testaceus Walk. 
Viti Levu, Veisari Mill, near Suva, 28. VIII. 1950, ex „Kau- 


86 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


damu“, Myristica castanaefolia, B. A. O’Connor (nr 1974). 

Viti Levu, Bulu nr. Sovi, 21. IV. 1941, N.L.H. Krauss. 

Vanualevu, Balanga, Suva Bay, I. 1941, O. Degener. 

Ovalau, 19. X. 1924, E. H. Bryan jr. 

Vanualevu. Savu Bay, Balanga, i. 1941, at light, ©. Degener. 

Viti Levu, Vunindawa, 9. V. 1941, N. L. H. Krauss. 

Viti Levu, Korovou, Tailevu, VIII. 1937, at light, J. M. 

Valentine. 

Maola insi., 7. XII. 1924, E. H. Bryan jr. 

Viti Levu, Tholo-i-suva, 25. VII. 1938, under dead bark, 

500 ft., E. GC. Zimmerman. 

Viti Levu, Rowasa, VI. 1941, O. Degener. 

Lau, Vekai, 9. iX. 1924, E. H. Bryan jr. 

Viti Levu, Colo-i-Suva, 20. VI. 1924, E. H. Bryan jr. 

Viti Levu, Suva, 11. VI. 1924, at light, E. H. Bryan jr. 
AXyleborus truncatiferus n. sp. 


Fiji. 
Platypodidae: 


Platypus externe-dentatus Fairm. 
Viti-Levu, Veisari Mill near Suva, 1950, ex „Kauvula“, En-' 
dospermum macrophyllum, B. A. O’Connor. 
Viti-Levu, Navai Mill, Nandarivatu, 25. IX. 1950, ex old 
fallen log of „Kauvula“, Endospermum macrophyilum, 
B. A. O’Connor. 

Diapus quinquespinatus Chap. 
Viti-Levu, Veisari Mili near Suva, ex „Kauvula“, Endosper- 
mum macrophyllum, 1950, B. A. O’Gonnor. 
Viti-Levu, Navai Mill, Nandarivatu, 25. IX. 1950, ex old 
fallen log of „Kauvula“, Endospermum macrophylium, 


B. A. O’Connor. 


Samoa. 
Scolytidae: 


Hylesinus pellitus n. sp. 
Samoa, Opulo, Friedrichs. 

AXyleborus confusus Eichh. 
Upolu, Samoa, Rechinger. 

Xyleborus consularis n. sp. 
Samoa. 


Schedl: Borken- und Ambıosiakäfer aus dem pazifischen Raum 987 


Xyleborus jallaxoides n. sp. 
Samoa. 
Xyleborus swezeyi Beeson. 
Samoa. 
Xyleborus testaceus Walk. 
Samoa, Collection Fairmaire, 1906. 
Samoa, Upolu, Rechinger. 


Tahitı. 


Scolytidae: 


Hylesinus subcostatus Egg. 

Taiti, Collection Leon Fairmaire, 1908. 
Xyleborus testaceus Walk. 

Taiti, Coll. Guerin-Meneville, 1871. 


Marquesas Inseln. 


Scolytidae: 


Ayleborus adamsoni Bees. 
Hivaoa, Temetio Summit, 20.1. 1932, alt. 4.160 ft., ex wood 
of Cyrtandra sp., Le Bronec, Pacific Entomolog. Survey. 
Ein vor langer Zeit von Herrn Dr. Beeson an mich 
gesandtes Einzelstück, welches nach der Beschreibung de- 
terminiert wurde und noch eines Vergleiches mit der Type 


bedarf. 


Christmas Inseln. 


Seolytidae: 
Poecilips fijianus Schedi. 


Kauri from Noumea, Coll. Auckland wharf, September 
1947, Forestry Department, nr 142. 
Xyleborus similis Ferr. 


Christmas Isl., ©. W. Andrews, 98-20. 


Baudin Inseln. 


Scolytidae: 


Scolytomimus insularis Bees. 


Baudin Isl. (Brit. Museum). 


288 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 
g y: » 


Hylesinus pellitus n. sp. 
Weibchen: Schwarzbraun, Halsschild und Flügeldecken 


mit flächenweisen Aufhellungen, 2,9 mm lang, 2mal so lang wie 
breit. Diese neue Art ist von allen Verwandten des Gebietes durch 
die dichte plätzeartige Behaarung der Flügeldecken leicht zu un- 
terscheiden. 

Stirn relativ schmal, abgeflacht, nahezu matt, winzig punk- 
tuliert und fein, etwas körnelig punktiert, zwischen den Augen 
ein kaum merklicher Quereindruck. 

Halsschild wesentlich breiter als lang (41:27), trapez- 
förmig im Umriß, die hinteren Seitenecken stumpfwinkelig, dicht 
an die Flügeldecken anschließend, die Seiten leicht geschwungen 
und nach vorne verengt, der Vorderrand sehr breit gerundet und 
etwas aufgekantet, wobei gegen die gut ausgebildeten vorderen 
Seitenecken einige ganz niedere Schuppenhöckerchen zu erkennen 
sind; über den Vorderrand mit einem ganz leichten Quereindruck, 
dann flach gewölbt, die ganze Scheibe matt, flach, runzelig-genetzt, 
jeder Punkt trägt ein ganz feines anliegendes gelbes Schüppchen. 
Schildchen klein, knopfförmig und matt. | 

Flügeldecken deutlich breiter (47:41) und gut doppelt 
so lang wie der Halsschild, Spitze eiförmig im Umriß, der Hinter- 
rand etwas winkelig gerundet, der Absturz beginnt bereits vor der 
Mitte und ist gleichförmig abgewölbt; die ganze Oberfläche ge- 
streift-punktiert, die größte Tiefe der Streifen in der oberen Ab- 
sturzwölbung, die Zwischenräume ausgesprochen matt, in der 
Nähe der Basis flach, am Beginn des Absturzes gut gewölbt, gegen 
den Hinterrand niedriger werdend, die Skulptierung rauh, aber 
Einzelheiten schwer erkennbar, in den basalen zwei Fünfteln jeder 
Zwischenraum dicht mit feinen gelben Schüppchen besetzt, gegen 
den Absturz und auf demselben treten in der Mitte jedes Zwischen- 
raumes zusätzlich je eine Reihe längerer, mehr abstehender 
Schüppchen in Erscheinung. | 

Das Männchen hat die Stirn tief eingedrückt, und aus 
winzigen Punkten entspringen dicht gelagerte, anliegende schlanke | 
Schüppchen. 

Type in Sammlung Schedl. 

Fundorte: Opulo, Samoa (Friedrichs). 


Cryphalus mollis n. sp. | 
Weibchen: Dunkelgelbbraun, 1,57 mm lang, 2mal so lang 


wie breit. Nahe verwandt mit Oryphalus brevisetosus Schedl, aber 


Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum 289 


größer, der Haisschild weniger gewölbt und die Zähnchen am Vor- 
derrand desselben deutlich lockerer gestellt. 

- Stirn nahezu matt, breit gewölbt, winzig punktuliert, fein 
punktiert, Behaarung sehr kurz und spärlich. 

Halsschild deutlich breiter als lang (22:17), trapezförmig 
im Umriß, hintere Seitenecken leicht stumpfwinkelig und kaum 
gerundet, die Seiten im basalen Viertel nahezu parallel, dann stark 
schief verengt, der Vorderra ınd relativ eng gerundet, eine subapi- 
kale Einschnürung angedeutet; Summit weit hinter der Mitte, 
vorne schief ziemlich kräftig gewölbt, mit sehr locker gestellten 
Schuppenhöckerchen auf winzig punktuliertem Grunde, das 
schmale Basalstück sehr fein und sehr dicht punktuliert; Behaa- 
rung kurz und abstehend. Schildchen kaum wahrnehmbar. 

Flügeldecken etwas breiter und 1,7mal so lang wie der 
Halsschild, bis zur Mitte parallelseitig, Apex sehr breit, ganz we- 
nig winkelig gerundet, der Absturz schon etwas vor der Mitte be- 
ginnend schief gewölbt ; Scheibe wenig glänzend, äußerst dicht 
und fein punktiert, die Punktreihen selbst durch ganz leichte strei- 
fenförmige Vertiefungen angedeutet, auf dem Absturz die Skulp- 
tierung im wesentlichen jener der Scheibe ähnlich, die winzigen 
Pünktchen tragen überall ganz kleine anliegende und sehr ge- 
drungene Schüppehen, die Zwischenräume sind auiserdem durch 
je eine Reihe längerer abstehender Börstchen gekennzeichnet. 

Das Männchen hat den Vorderrand des Halsschildes enger 
gerundet, die apikalen Schuppenhöckerchen sind kräftiger ent- 
wickelt, und die aufsteigende Fläche zum Summit ist mehr schief 
gewölbt. 

Type in British Museum of Natural History, I omngsen in 
Sammlung Schedl. 

Fundort:Fiji, Suva, 13. VIII. 1943, ex Artocarpus sp., R. A. 
Lever, Nr. G 1504. 


Stephanopodius fijianus n. sp. 


Dunkelrotbraun, sehr rauh skuiptiert, 1,5 mm lang, 2,1mai 


so lang wie breit. Die erste Art der Gattung aus dem pazifischen 
Raum und durch die eigenartige Skulptierung leicht zu erkennen. 


Stirn gewölbt, mattglänzend, winzig punktuliert und sehr 
dicht, beinahe körnelig punktiert, in der unteren Hälfte fein ab- 
stehend behaart. 

Halsschild breiter als lang (24:22), am Beginn des basa- 


len Drittels am breitesten, Basalrand fein gerandet, hintere Seiten- 


| 4 
| 


Entomol. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 1 19 


299 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


ecken etwas stumpfwinkelig und wenig gerundet, die Seiten im 
basalen Viertel nahezu parallel, dann schief bogig verengt, der 
Vorderrand mäßig breit gerundet und in der Mitte etwas schnabel- 
förmig vorgezogen und daselbst mit zwei spitzen, enggestellten 
Zähnchen bewehrt; Summit sehr hoch, in der Mitte, Apikalfläche 
steil abfallend gewölbt und auf winzig punktuliertem Grunde zer- 
streut geschuppt-gehöckert, Basalfläche vollkommen matt, sehr 
dicht winzig punktuliert-gekörnt; Behaarung kurz und spärlich, 
in der vorderen Hälfte und auf den Seiten deutlicher. Schildchen 
groß, breiter als lang, winzig punktuliert. 

Flügeldecken wenig breiter (25:24) und 1,4mal so lang 
wie der Halsschild, die Seiten in den basalen zwei Dritteln parallel, 
Apex breit gerundet, die hinteren Seitenecken deutlich ausgeprägt, 
der Absturz beginnt in der Mitte und ist steil schief gewölbt; die 
ganzen Flügeldecken bis auf einen kleinen Raum in der Nähe der 
Basis und entlang der Naht gerieft-punktiert, die Riefen selbst in 
der oberen Absturzwölbung am tiefsten, gegen die Basis und den 
Hinterrand verflachend, die Zwischenräume quer gewölbt und 
dicht, beinahe körnelig-punktuliert, dort, wo die Riefen am tief- 
sten sind, sind die Zwischenräume am stärksten gewölbt und we- 
nigstens im mittleren Teil etwas glatter, auf dem Absturz werden 
die Zwischenraumpunkte mehr regelmäßig in ihrer Anordnung, 
kräftiger und tragen je eine Reihe kurzer gedrungener gelber 
Schüppchen. 

Type in Sammlung Schedi. 

Fundort: Fiji. 


Poecilips ereber n. sp. 


Dunkelrotbraun, 2,1 mm lang, 2,2 mal so lang wie breit. Das 
Einzelstück steckte bisher unter Coccoirybes (Dendrurgus),similis 
Egg. und wurde außerdem seinerzeit von Forstrat Eggers mit 
der Type dieser Art verglichen. Ein neuerlicher Vergleich ergab, 
dat eine Fehlbestimmung vorliegt und die beiden Arten verschie- 
denen Gattungen angehören. 

Stirn mäßig gewölbt, glänzend, grob dicht punktiert, in 


der Mitte mit einer punktartigen Erhöhung, spärlich, aber relativ 


lang behaart. 


Halsschild kaum länger als breit, am Beginn des basalen 


Drittels am breitesten, hintere Seitenecken deutlich stumpfwinke- 


lig und wenig gerundet, die Seiten im basalen Drittel leicht diver- 
gierend, dann bogig schief verengt, der Apex mäßig breit gerun- 


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Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum 29] 


det; Scheibe flach gewölbt, stark glänzend, ziemlich dicht und 
regelmäßig mit feinen Schuppenhöckerchen besetzt, die hinten 
mehr wie feine Körnchen erscheinen und auf den Seiten und im 
vorderen Drittel lange Haare tragen. Schildchen relativ groß, drei- 
eckig, glänzend. 

Flügeldecken etwas breiter (25:26) und 1,5mal so lang 
wie der Halsschild, bis zur Mitte subparallel, Apex breit gerundet, 
der Absturz kurz, steil gewölbt; Scheibe glänzend, gestreift-punk- 
tiert, die Streifen, bis auf jenen längs der Naht, seicht, die Reihen 
sehr regelmäßig gestellt, die Zwischenräume ziemlich eng und 
von der Basis an mit je einer lockeren Reihe feiner, oft wie kleine 
Körnchen erscheinender Pünktchen besetzt, die abstehende Haare 
tragen; auf dem Absturz die Naht ganz leicht erhöht, die übrige 
Skulptur ähnelt jener auf der Scheibe. 

Type in Sammlung Schedl. 

Fundort: Neu-Guinea, Sattelberg. 

Poecilips minimus n. sp. 

Gelbbraun, 1,2 mm lang, 2,2 mal so lang wie breit. Möglicher- 
weise handelt es sich hier um das Männchen von Poecilips spini- 
pennis n. sp., was jedoch erst dann mit Sicherheit festgestellt wer- 
den kann, wenn mehr Material vorliegt und wir über die Ge- 
schlechtsunterschiede in der Gattung bessere Kenntnisse besitzen. 

Stirn flach gewölbt, stark glänzend, vereinzelt fein punk- 
tiert. 

Halsschild wenig länger als breit, am Beginne des basalen 
Drittels am breitesten, hintere Seitenecken stark gerundet, die 
Seiten im basalen Drittel subparallel, dann trapezförmig verengt, 
der Vorderrand breit gerundet; Scheibe stark glänzend, sehr flach 


 gewölbt und mit winzigen, zerstreuten, lange abstehende Haare 
tragenden Pünktchen besetzt. Schildchen dreieckig, glänzend. 


Flügeldecken deutlich breiter und 1,4mal so lang wie 
der Halsschild, am Beginn des Absturzes am breitesten, die Seiten 
gerade, der Apikalrand sehr breit gerundet und deutlich gekantet 


Sowie mit einigen winzigen, kerbartigen Erhöhungen, der Absturz 
beginnt bereits in der Mitte und ist mehr schief gewölbt; Scheibe 


glänzend, in Reihen ziemlich regelmäßig sehr fein punktiert, die 
Zwischenräume breit und mit kaum wahrnehmbaren Pünktchen, 
die auf dem Absturz bei einer gewissen Beleuchtung wie winzige 


 Körnchen erscheinen, Z/wischenraumpunkte bezw. Körnchen mit 


abstehenden feinen Härchen. 


Type in Sammlung Schedl. 


192 


292 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


u 


Fundort, Neu-Guinea, Mt. Hanseman, Ästrolobe Bay, Biro, 


1901. 


Poecilips minutissimus n. sp. 


Geibbraun, Flügeldeckenabsturz etwas dunkler. 1,26 mm lang, 
2,5mal so lang wie breit. Dem Poecilips minor Egg. nahestehend, 
aber noch etwas schlanker, der Flügeldeckenabsturz besser abge- 
setzt und die Fiügeldeckenscheibe kräftig punktiert. 


Stirn flach gewölbt, glänzend, locker, aber ziemlich kräftig 


punktiert, die Punkte kurze abstehende Härchen tragend. 

Halsschild etwa so lang wie breit, nahe der Basis am brei- 
testen, die hinteren Seitenecken stark gerundet, die Seiten in den 
basalen drei Fünfteln leicht schief verengt, Apikalrand breit ge- 
rundet; Scheibe ganz flach gewölbt, lackglänzend, mit locker ge- 
stellten, relativ kräftigen Punkten besetzt, die lange abstehende 
Haare tragen. Schildchen winzig, dreieckig. 

Flügeldecken wenig breiter und 1,6mal so lang wie der 
Halsschild, bis gut über die Mitte parallelseitig, Apex breit, wenig 
winkelig gerundet, der Absturz beginnt in der Mitte und ist schief 
gleichmäßig gewölbt; Scheibe ziemlich glänzend, mit regelmäßi- 
gen Reihen sehr kräftiger Punkte, die teilweise in deutlich ver- 
tieften Streifen liegen, die Zwischenräume eng, vereinzelt punk- 
tiert; auf dem Absturz sind die Punktstreifen tiefer, die Zwischen- 
räume deutlich quer gewölbt und die Zwischenraumpunkte schein- 
bar durch winzige Körnchen ersetzt, jeder Zwischenraum trägt 
eine regelmäßige Reihe abstehender gelber Börstchen. 

Type in Sammlung Schedl. 

Fundorte: Neu-Guinea, Erima Astrolobe Bay, Biro, 1596. 
— Neu-Guinea, Friedrich- Wilhelmshafen, 1901. 


Poecilips regularis 11.,5p, 


Gelbbraun, 1,7 mm lang, 2,2 mal so lang wie breit. Die neue 


Art gehört in die Nähe von Poecilips bernitidus Egg., ist aber durch 


die stark zylindrischen Flügeldecken, die regelmäßige Punktierung 


derselben und die Körnelung des Halsschildes leicht zu erkennen. 
Stirn flach gewölbt, etwas runzelig punktiert, die Zwischen-= | 


räume ziemlich glänzend, sehr spärlich behaart. 


Halsschild etwas breiter als lang (22:20), am Beginn des | 
basalen Drittels am breitesten, hintere Seitenecken stumpfwinke- | 


ren 


lig, Seiten im basalen Drittel leicht divergierend, der vordere Teil \ 


trapezförmig; Scheibe flach gewölbt, stark glänzend, regelmäßig 


“ 


Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum 293 


mit feinen Punktkörnchen besetzt, aus denen kurze, abstehende 
Härchen entspringen. Schildchen dreieckig, glänzend. 

Flügeldecken so breit und 1,5 mal so lang wie der Hals- 
schild, bis zur Mitte parallelseitig, Apex breit und etwas winkelig 
gerundet, Absturz kurz hinter der Mitte beginnend, schief abge- 
wölbt; Scheibe mäßig glänzend, sehr kräftig gestreift-punktiert, 
die Zwischenräume mäßig breit und jeder mit einer Reihe kleiner, 
wie Körnchen erscheinenden Punkten besetzt, die abstehende 
Haare tragen; die Skulptierung des Absturzes ganz ähnlich wie 
auf der Scheibe. 

Type in Sammlung Schedl. 

Fundort: Neu-Guinea, Sattelberg, Bire 1899. 


Poecilips spinipennis n. sp. 


Rotbraun, 1,36 mm lang, 2,2mal so lang wie breit. Poectlips 
spiripennis n. sp. nimmt unter den Arten mit glatt glänzendem 
Halsschild eine Sonderstellung ein, und zwar durch die Ausbildung 
des Flügeldeckenhinterrandes, welcher mit einem Saum feiner und 
spitzer Zähnchen bewehrt ist. 

Stirn flach gewölbt, stark glänzend, vereinzelt punktiert. 

Halsschild kaum länger als breit, nahe der Basis am brei- 
testen, hintere Seitenecken leicht gerundet, die Seiten in dem ba- 
salen Drittel subparallel, der vordere Teil trapezförmig, mit gut 
ausgebildeten vorderen Seitenecken; Scheibe stark glänzend, sehr 
fein und zerstreut punktiert, die Pünktchen wenigstens auf den 
Seiten und nahe dem Vorderrand mit kurzen abstehenden Här- 


chen. Schildchen dreieckig, glänzend. 
Flügeldecken deutlich breiter (18:16) und 1,66mal so 


lang wie der Halsschild, am Beginn des Absturzes am breitesten, 
die Seiten leicht divergierend, im apikalen Drittel etwas verengt, 
der Apikalrand breit gerundet und mit den bereits erwähnten 
spitzen Zähnchen, Absturz deutlich hinter der Mitte beginnend, 
ziemlich steil gewölbt; Scheibe in Reihen punktiert, streifenför- 
mige Vertiefungen kaum angedeutet, die Reihenpunkte im Ver- 
hältnis zur Körpergröße ziemlich groß, die Zwischenräume ganz 
leicht genetzt und jeder derselben mit einer Reihe winziger Pünkt- 
chen, die abstehende kurze Härchen tragen, auf dem Absturz die 
Reihenpunkte undeutlicher, die Körnchen der Zwischenräume et- 
was größer, die Behaarung länger. 


Type in Sammlung Schedl. 


94 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd.‘6, 1955 


Fundort: Neu-Guinea, Mt. Hanseman, Astrolobe Bay, Biro 


1901. 


Carposinus declivis n. sp. 


Gelbbraun, 1,2 mm lang, 2,5 mal so lang wie breit. Die kleinste 
Art der Gattung und durch den glatien Flügeideckenabsturz be- 
sonders ausgezeichnet. Ä 

Stirn flach gewölbt, soweit sichtbar, fein punktiert und kurz 
behaart. 

Halsschild deutlich länger als breit (15,3:14,5), stark zy- 
linarisch. hintere Seitenecken rechtwinkelig und wenig gerundet, 
die Seiten bis zur Mitte parallei, Apex breit gerundet; Summit in 
der Mitte, vorne schief gewölbt und dicht sehr fein geschuppt- 
gehöckert, das Basalstück stark glänzend und kräftig dicht punk- 
tiert; die Behaarung ist sehr kurz und mehr auf die Seiten und 
das vordere Drittel beschränkt. Schildchen klein, dreieckig, glän- 
zend. 

Flügeldecken so breit und 1,35 mal so lang wie der Hals- 
schild, bis zur Mitte paralleiseitig, dann ganz leicht eingezogen, 
Apex breit gerundet, Absturz kurz hinter der Mitte beginnend und 
gleichmäßßig schief gewölbt; die Scheibe stark glänzend, regel- 
mäßig gestreift-punktiert, die Zwischenräume mäßig breit und 
ebenfalls mit einer Reihe, aber mehr locker gestellter, ziemlich 
kräftiger Punkte; auf dem Absturz ist die Naht ganz leicht erhöht 
und der zweite Zwischenraum etwas vertieft, die Punktierung ganz 
ähnlich wie auf der Scheibe, nur etwas feiner werdend, die Zwi- 
schenraumpunkte tragen kurze abstehende Börstchen. 

Type in Sammlung Schedl. 

Fundort: Neu-Guinea, Friedrich- Wilhelmshafen. 


Dryocoetes inopinatus n. sp. 


Gelbbraun, 3,4 mm lang, 2,4mal so lang wie breit. Bei der 
Beschreibung von Dryocoetes nitidus Schedl (Kol. forstl. Mittlg. 
V, 1942, p. 179) habe ich als Paratype auch ein Exemplar aus Neu- 
Guinea aufgeführt, welches sich jetzt, bei näherem Studium, doch 
nicht mit Dryocoetes nitidus Schedi vereinigen läßt und deshalb 
ais neue Art beschrieben werden muß. Die Unterschiede von D. ın- 
opinatus n. sp. gegenüber D. nitidus Schedl liegen einmal in der 
Flügeldeckenskulptierung, welche feiner ist und keine so deutli- 
chen Streifen auf der Scheibe aufweist, und zum anderen in dem 
viel feiner skulptierten Absturz. 


Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum 295 


Stirn gut gewölbt, seidenglänzend, grob und ziemlich ge- 
drängt punktiert, die Punkte lange abstehende Haare tragend und 
in der Mitte mit einem angedeuteten Längskiel. 


Halsschild etwas breiter als lang, an der Basis am breite- 
sten, die Seiten im basalen Drittel subparallel, dann allmählich 
bogig verengt, Apex breit gerundet und mit einer Anzahl ganz 
niederer Schuppenhöcker ; Summit sehr hoch, in der Mitte gelegen, 
Apikalfläche sehr schief gewölbt und geschuppt-gehöckert, der 
Basalteil mit einem leichten Quereindruck, kräftig punktiert, die 
Punkte teilweise wie kleine Körnchen erscheinend; Behaarung 


lang, abstehend. Schildchen dreieckig, glänzend. 


Flügeldecken ganz wenig breiter und 1,ömal so lang 
wie der Halsschild, am Beginn des Absturzes am breitesten, stark 
zylindrisch, Seiten gerade, Apex im letzten Drittel sehr breit ge- 
rundet, der Absturz weit hinter der Mitte beginnend, kräftig steil 
gewölbt; Scheibe mäßig glänzend, locker gestreift-punktiert, die 
Reihenpunkte kräftig, die streifige Vertiefung nur angedeutet, die 
Zwischenräume breit, jeder derselben mit einer mehr unregelmä- 
Bigen und etwas lockeren Reihe fast gleichgroßer Punkte; Absturz 
mit der Gesamtpunktierung viel feiner, aber kaum weniger dicht, 
die reihenartige Anordnung weniger deutlich, alle Zwischenraum- 
punkte tragen lang abstehende Haare. 

Type in Sammlung Schedl. 

Fundort: Neu-Guinea. 


Ips celtis n. sp. 


Gelbbraun, wahrscheinlich ein Weibchen, 1,5 mm lang, 2,6- 
mal so lang wie breit. Mit dem Weibchen von /ps bispinosus Egg. 
näher verwandt, aber etwas plumper, der schief geschnittene 
Flügeldeckenabsturz seitlich mehr verrundet, der Zahn auf dem 
dritten Zwischenraum kräftiger und der Apikalrand etwas mehr 
lappenartig vorgezogen. 

Stirn zwischen den Augen breit gewölbt, mattglänzend, 
winzig punktuliert und fein punktiert. 

Halsschild etwas länger als breit (17:16), hintere Seiten- 
ecken wenig gerundet, die Seiten bis etwas über die Mitte parallel, 
Apex breit gerundet; Summit etwas vor der Mitte, vorne schief 
gewölbt, sehr fein dicht geschuppt-gehöckert, Basalteil glänzend, 
winzig punktiert; die Behaarung sehr spärlich. Schildchen klein, 
dreieckig, glänzend. 


296 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


Flügeldecken so breit und 1,6 mal so lang wie der Hals- 
schild, stark zylindrisch, hinten mäßig breit gerundet, der Apikal- 
rand gekantet und gekerbt, so daß er wie lappig vorgezogen er- 
scheint, Absturz kurz, auf das apikale Drittel beschränkt, schief 
abgewölbt; Scheibe glänzend, gestreift-punktiert, die Streifen ge- 
gen den Absturz tiefer werdend und die Punkte allmählich größer, 
die Zwischerräume eng und sehr fein locker punktiert; auf dem 
Absturz die Naht gegen den Hinterrand dachförmig erhöht und 


kaum wahrnehmbar fein gekörnt, am Beginn des Absturzes auf 


dem ersten, dritten, vierten und fünften Zwischenraum je ein sehr 
kleines spitzes Höckerchen, in Verlängerung des dritten, aber be- 
reits in der Absturziläche, je ein größeres Höckerchen, welches auf 
einer kleinen Auftreibung sitzt, ein weiteres, aber kleineres Körn- 
chen kurz über dem Apikalrand in Verlängerung des fünften Zwi- 
schenraumes, der Absturzeindruck zwischen der Naht und den 
schwachen Seitenwülsten verworren grob punktiert; Behaarung 
spärlich, abstehend. 
Type in Sammlung Schedl. 


Fundort: Neu-Guinea. 


Ips eximius n. sp. 


Rotbraun, 2,6 mm lang, 3mal so lang wie breit. /fs eximius 
erscheint unter seinen tropischen Verwandten durch die langen 
Apikalfortsätze der Flügeldecken besonders ausgezeichnet und 
läßt sich mit keiner anderen Art verwechseln. 

Stirn durch den Halsschild verdeckt. 

Halsschild wesentlich länger als breit (32:25), die hinte- 
ren Seitenecken stark gerundet, die Seiten bis über die Mitte pa- 
rallel, Apex breit gerundet, Apikalrand mit einigen ganz niederen 
gleichgroßen Schuppenhöckerchen; Summit in der Mitte, vorne 
flach gewölbt, dicht fein geschuppt-gehöckert, Basalteil stark 
glänzend, fein mäßig dicht punktiert; die Behaarung spärlich, fein 
und abstehend. Schildchen dreieckig, glänzend. 

Flügeldecken so breit und 1,4mal so lang wie der Hals- 
schild, stark zylindrisch, die Seiten bis weit über die Mitte parallel, 
hinten der Apikairand in zwei lappenförmige Fortsätze ausge- 
zogen, wodurch an der Naht ein mäßig breiter Ausschnitt ent- 
steht; Scheibe kräftig gestreift-punktiert, die Streifen gegen den 
Absturz tiefer und die Reihenpunkte größer werdend, die Zwi- 
schenräume mäßig breit, locker punktiert, die Punkte selbst in der 
Nähe der Basis sehr klein, gegen den Absturz sehr kräftig; der Ab- 


ee 


Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum 29% 


sturz auf das apikalie Drittei beschränkt, steil, schief abgewölbt 
und breit eingedrückt, so daß die Seitenwülste in der oberen 
Hälfte stark erhöht sind, am Absturzrand in Verlängerung des 
zweiten Zwischenraumes je ein spitzes Zähnchen, in Verlängerung 
des vierten Zwischenraumes ein großer höckerförmiger Fortsatz, 
darunter bis zu den apikalen Seitenfortsätzen jederseits mit drei 
spitzen Zähnchen, der Apikaleindruck glänzend und sehr kräftig 
punktiert, wobei eine reihige Anordnung nur teilweise zu erkennen 
ist; Behaarung der Flügeidecken mehr auf die Seiten beschränkt. 

Type in Sammlung Schedi. 

Fundort: Neu-Guinea. 


Aylekoricus guttifer n. sp. 


Weibchen:Schwarzbraun, 2,0 mm lang, 2,4mal so lang wie 
breit. Dem Xyleboricus canalıculatus Egg. sehr ähnlich, aber die 
_ Flügeldeckenscheibe nicht so stark gerieft, der Absturz mehr 
plötzlich abgewölbt und alle kielartigen Erhöhungen kräftig ge- 
körnt. 

Stirn breit gewölbt, winzige punktuliert und mäßig fein 

8 ) 5 P 5 
dicht punktiert, mit der üblichen Haarfranse am Vorderrand. 

Halsschild nahezu matt, länger als breit (28:25), hintere 

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Seitenecken breit gerundet, die Seiten bis zur Mitte parallel, der 
Vorderrand breit gerundet und mit einer ganz leichten Ändeutung 
einer subapikalen Einschnürung; Summit in der Mitte, Apikal- 
fläche schief gewölbt, dicht geschuppt-gehöckert, Basalteil winzi 

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punktuliert und fein punktiert, manche der Punkte erscheinen ge- 
gen den Querbuckeil wie winzige, glänzende Körnchen, ohne deut- 
liche Behaarung. Schildchen mäßig groß, dreieckig und glatt. 

Flügeldecken so breit und 1,14mal so lang wie der Hals- 
schild, in den basalen zwei Fünfteln parallelseitig, der Hinterrand 

P 5 
breit, ganz wenig winkelig gerundet, der Absturz beginnt wenig 
hinter der Mitte und ist steil schief abgewölbt; im basalen Viertel 
die Scheibe runzelig und undeutlich punktiert, dahinter mit einer 
leichten Andeutung eines sattelförmigen Eindruckes und die 
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Punktreihen bis zur Hinterkante riefig vertieft, wesentlich tiefer 
auf der Scheibe als auf dem Absturz, zwischen den Riefen die 
kielartigen Zwischenräume, die sich ebenfalls auf dem Absturz 
verflachen, zuerst grobe, später feiner werdende, abgerundete 
Höcker tragend, die Naht gegen den Hinterrand etwas erhöht und 
die Höckerchen wieder größer werdend; eine deutliche Behaarung 


fehlt. 


298 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6. 1955 


Type in Sammlung Schedl. 


Fundort: Neu-Guinea. 


Ayleborus abruptoides n. sp. 


Weibchen: Schwarzbraun, stark glänzend, 2,0 mm lang, 
rund zweimal so lang wie breit. Mit Xyleborus terminatus Egg. 
näher verwandt, aber etwas größer und gedrungener und der Ab- 
sturz nicht so unvermittelt abbrechend. 

Stirn breit gewölbt, in der unteren Hälfte zerstreut mäßig 
kräftig punktiert, mit glatter Längsschwiele in der Mitte, die Be- 
haarung sehr spärlich. 

Halsschild breiter als lang (29:25), hintere Seitenecken 
stark gerundet, die Seiten bis etwas über die Mitte gerade und ganz 
leicht zusammenlaufend, Apikalrand breit gerundet und im mitt- 
leren Teil mit einer Serie von gleichgroßen, dichtgestellten Schup- 
penhöckern besetzt; Summit relativ hoch und deutlich hinter der 
Mitte gelegen, Apikalteil schief gewölbt und geschuppt-gehöckert, 
Basalteil stark glänzend und kaum wahrnehmbar punktiert; Be- 
haarung sehr spärlich und fein. Schildchen groß, breiter als lang, 
glänzend. 

Flügeldecken kaum merklich breiter und 1,35mal so 
lang wie der Halsschild, die Seiten gerade, Apex im apikalen Drit- 
tel sehr breit gerundet, der Apikalrand bis zum siebenten Zwi- 
schenraum fein gekantet, Absturz in der Mitte beginnend, sehr 
steil gewölbt; Scheibe stark glänzend, mit Reihen sehr feiner, 
locker gestellter Pünktchen, die Zwischenräume eben, kaum merk- 
lich punktiert; Absturz mit den Reihenpunkten kaum merklich 
deutlicher, die Zwischenräume jedoch mit je einer regelmäßigen 
Reihe winziger Körnchen, von denen lange abstehende Haare ent- 
springen. 

Type im Bishop Mus. Honolulu, Paratypen in Sammlung Schbedl 

Fundorte: Fiji: Viti Levu, Navai Mill, Nr. Nandarivatu, 
2.500 ft., 15. IX. 1938, beating shrubbery. — Nandarivatu, 3.700 
ft., 10. IX. 1938, beating shrubbery. — Viti Levu, Navai-Nasonga 
Trail, West Slope, 2.500—3.000 ft., 12. IX. 1938. — Viti Levu, 
Lit. Vietoria, Tholo North, West Slope, 3.000 £t.. 16. IX. 1938, alles 


E. ©. Zimmerman, Coll. 


Xyleborus anomalus n. sp. 


Weibchen: Rotbraun, Flügeldecken etwas dunkler, 2,9 mm 
lang, 2,2mal so lang wie breit. Mit Xyleborus orbicaudatus Fgg. 


Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum 299 


näher verwandt, aber kleiner, die Streifen auf dem Flügeldecken- 
absturz nur angedeutet und die Zwischenraumpunkte mit deut- 
lichen Schuppen besetzt. 

Stirn breit gewölbt, matt, winzig punktuliert, fein zersireut 
punktiert, bis auf die apikale Haarfranse nackt. 

Halsschild nahezu so breit wie lang, die hinteren Seiten- 
 ecken wenig gerundet, die Seiten bis zur Mitte streng parallel, 
Vorderrand breit gerundet, mit Andeutung einer subapikalen Ein- 
schnürung und einer Reihe von acht nahezu gleichgroßen Schup- 
penhöckerchen besetzt; Summit in der Mitte, Apikalfläche schief 
gewölbt und dicht mit feinen Schuppenhöckerchen besetzt, Basal- 
fläche seidenglänzend, winzig punktuliert und fein punktiert; Be- 
haarung unscheinbar. Schildchen breiter als lang, glänzend. 

Flügeldecken wenig breiter und 1,3mal so lang wie der 
Halsschild, im Grundplan genau so gebaut wie X. orbicaudatus 
 Egg., aber die Reihenpunkte auf der Scheibe viel stärker ent- 
wickelt, die steilgeschnittene Absturzfläche sehr dieht und fein 
purktiert, alle Pünktchen kurze, anliegende Schüppchen tragend. 
die Punktstreifen durch feine, leicht vertiefte Linien angedeutet. 

Type in Sammlung Schedl. 

Fundort: Deutsch-Neu-Guinea, Bürgers, 1912. 


Xyleborus consularis n. sp. (Abb. 1) 
Weibchen: Rotbraun, 2,5 mm lang, 


2,6mal so lang wie breit. Mit Ayleborus 
truncatiferus n. sp. verwandt, aber viel klei- 
ner, der Halsschild matt, die Flügeidecken 
weitläufiger und spärlich punktiert und der 
Nahtwinkel auf dem Absturz weniger stark 
erhöht. 

Stirn breit gewölbt, nahezu matt, 
winzig punktuliert. 

Halsschild länger als breit (36:31), 
stark zylindrisch, hintere Seitenecken breit 
gerundet, die Seiten bis weit über die Mitte 
parallei, vorne breit gerundet, der Apikal- 
rand trägt im größten Teil eine Serie gleich 
großer Schuppenhöcker, die aber bei wei- 
tem nicht so zahlreich sind wie bei Ayleborus BER 
truncatiferus n. SP.; Summit etwas vor der NUIebaıs Be 1, ap, 
Mitte, apikaler Teil gut gewölbt und dicht, O Aufsicht 


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300 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg,. Frey, Bd. 6, 1955 


sehr fein geschuppt-gehöckert, die einzeinen Schüppchen etwas 
gröber als bei Ayleborus truncatiferus.n. sp., Basalteil matt, win- 


zig punktuliert und kaum erkennbar fein punktiert, die feine ab- 
ae Behaarung auf den Apikalteil beschränkt. ala 


dreieckig, glänzend. 

Flügeldecken so breit und 1.3mal so lang wie der Hals- 
schild, zylindrisch, mit scharf geschnittenem, nahezu senkrechtem 
Absturz; die Scheibe mattglänzend, in Reihen locker und fein 


punktiert, die Zwischenräume breit, mit vereinzelten feinen Pünkt-. 


chen; Absturzfläche ebenfalls mattglänzend, die Punkte der ersten 
drei Reihen kräftig und in etwas vertieften Streifen liegend, die 
Zwischenräume dhes nennenswerte Punktierung, aber etwas quer 
genetzt, die Naht nach hinten leicht dachförmig erhöht und jeder- 
seits mit einer Reihe feiner Körnchen. 

Type in Sammlung Schedl. 


Fundort: Samoa. 


Xyleborus delicatus n. sp. 


Weibchen: Dunkelrotbraunr, 2,9 mm lang, 2,8 mal so lang 
wie breit. Diese neue Art ist schwer richtig einzureihen und soll 
vorderhand in die Nähe von Xyleborus flavopilosus Schedl gestelit 
werden, von welcher sie durch die geringere Größe, die schlankere 
Form und die anders skulptierten Flügeldecken unterschieden 
werden kann. 

Stirn breit gewölbt, wenig glänzend, winzig punktuliert, 
srob, aber wenig tief punktert, die Behaarung größtenteils ab- 
gerieben. 

Halsschild deutlich länger als breit, hintere Seitenecken 
rechtwinkelig und kräftig gerundet, die Seiten bis gut über die 
Mitte parallel, Apex breit gerundet, mit einer kaum wahrnehm- 
baren Andeutung einer subapikalen Einschnürung; Summit nur 
mäßig hoch, etwas vor der Mitte gelegen, apikaler Teil gut gewölbt 
und dicht mit winzigen Schuppenhöckerchen besetzt, Basalteil et- 
was glänzend, winzig punktuliert und ziemlich fein punktiert; die 
Behaarung spärlich, mehr auf die Seiten und das apikale Drittel 
beschränkt. Schildchen relativ klein, dreieckig, glänzend. 

Flügeldecken so breit und 1,7mal so lang wie der Hals- 
schild, in den basalen zwei Dritteln parallelseitig, Apex breit ge- 
rundet, der Apikalrand gut ausgeprägt, aber nicht gekantet und 
mit einem Saum locker gestellter, spitzer Körnchen, Absturz sehr 
kurz, schief gewölbt; Scheibe regelmäßig und ziemlich fein ge- 


ee Er 


Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum 301 


streift-punktiert, die Zwischenräume nur mäßig breit, mit je einer 
Reihe mehr unregelmäßig gestellter und etwas feinerer Pünktchen, 
die Zwischenraumpunkte der ganzen Länge nach mit schief ab- 
stehenden, fuchsroten Härchen; der Absturz von oben gut abge- 
setzt und der Breite nach sehr flach gewölbt, die Punktstreifen 
kräftiger, die Reihenpunkte selbst größer, die Naht und der dritte 
Zwischenraum mit je drei bis vier spitzen Körnchen, einige wei- 
tere derselben auf den seitlichen Wölbungen. 
Type in Sammlung Schedl. 


Fundort: Neu-Guinea. 


Xylehorus extensus n. Sp. 


Weibchen: Gelbhraun, 1,9 mm lang, 2,0mai so lang wie 
breit. Mit Xyleborus minusculus Egg. näher verwandt, aber deut- 
lich größer, etwas schlanker, der Absturz einfach und sehr kräftig 


gewölbt und die Körnchen auf der Wölbung kaum wahrnehmbar. 


Stirn mattglänzend, breit gewölbt, auf winzig punktulier- 
tem Grunde kräftig zerstreut punktiert, die Behaarung, abgesehen 
von der Franse am Vorderrand, kaum nennenswert. 

Halsschild länger als breit (25:21), hintere Seitenecken 
leicht gerundet, die Seiten bis zur Mitte nahezu parallel, der Vor- 
derrand mäßig breit gerundet; Summit in der Mitte und mäßig 
hoch, Apikalfläche schief gewölbt und sehr dicht mit winzigen, 
gieich großen Schüppchen bedeckt, Apikalfläche mehr glänzend, 
fein, aber nicht sonderlich dicht punktiert, die mäßig lange Be- 
haarung auf die Seiten und die Apikalfläche beschränkt. Schild- 


chen sehr klein, kaum wahrnehmbar. 


Flügeldecken so breit und nahezu 1,4mal so lang wie 
der Halsschild, streng zylindrisch, im apikalen Viertel : zur. Naht 
breit gerundet und Re Apikall kante gut Asp der Absturz 
sehr kurz und steil gewölbt; Scheibe mäßig glänzend, gestreift- 
pünktiert, die Reihenpunkte mäßig groß und ziemlich dicht ge- 
lagert, die Zwischenräume eben, jeder derselben mit einer Reihe 
wesentlich lockerer gestellter und etwas feinerer Punkte; Absturz 
mit der Naht leicht erhöht und mit drei winzigen Körnchen, von 
welchen das oberste Paar das größte ist, zweiter Zwischenraum 
ieicht eingedrückt, mit einigen gerade noch erkennbaren winzigen 
Körnchen, jene des dritten Zwischenraumes größer als alle ande- 
ten, einige weitere Köruchen auf der seitlichen Wölbung; Behaa- 
rung mehr au? den Absturz beschränkt, kurz, fein abstehend. 


302 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Type in Sammlung Schedl. 
Fundort: Neu-Guinea. 


Xyleborus fallaxoides n. sp. (Abb. 2) 


Weibchen: Rotbraun, 2,2 mm lang, 3,6mal so lang wie 
breit. Eine neue Art aus der Gruppe der Xylebori emarginati, die 
in bezug auf die Absturzausbildung an die Gattung An 
Er. erinnert. 


Stirn breit gewölbt, in der unteren Hälfte mit einem leich- 
ten Quereindruck, mattglänzend, winzig punktuliert, kaum merk- 
lich punktiert. 


Halsschild wesentlich länger als breit (24,0:18,2), stark 
zylindrisch, hintere Seitenecken gerundet, die Seiten bis gut über 
die Mitte parallel, Apex mäßig breit gerun- 
det; Summit weit vor der Mitte, Apikalteil 
mäßig gewölbt, fein geschuppt-gehöckert, 
der lange Basalteil stark glänzend, mit win- 
zigen, zerstreut liegenden Punkten; kurze 
Härchen nur an den Seiten und im vorderen 


Drittel. Schildchen klein, dreieckig. 


Flügeldecken so breit und 1,7mal 
so lang wie der Halsschild, stark zylindrisch, 
am Beginn des apikalen Drittels ganz leicht 
verengt, Apikalrand mit tiefem dreieckigen 
Ausschnitt, Absturz sehr kurz, schief ge- 
schnitten, mit einem kräftigen, gedrunge- 
nen und herzförmigen Eindruck; Scheibe 
fein gestreift-punktiert, die Zwischenräume 
ziemlich breit, etwas genetzt und mit ver- 
einzelten feinen Pünktchen; der Apikal- und 

Abb. 2: Seitenrand des Absturzeindruckes bis zum 
Xyleborus jallavoidesn.sp. fünften Zwischenraum ziemlich scharf ge- 
© Aufsicht i 3 
kantet, in Verlängerung desselben auf dem 
dritten Zwischenraum mit einem spitzen Zähnchen, der Eindruck 
selbst glänzend und ohne nennenswerte Punktierung; vereinzelte 
Härchen an den Seitenrändern des Absturzes und entlang der 
Seiten. 


Type in Sammlung Schedl. 


Fundort: Samoa. 


Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum 303 


Xyleborus graniger n. sp. 


Weibchen: Rotbraun, 1,9 mm lang, 2,35 mal so lang wie 
breit. Diese neue Art gehört in meine Xylebori granulosi-Gruppe 
und nimmt wegen der eigenartigen Ausbildung des Flügeldecken- 
absturzes eine besondere Stellung ein. 

Stirn breit gewölbt, mäßig glänzend, sehr dicht und schr 
fein punktiert, nahezu unbehaart. 

Halsschild so lang wie breit, in der Mitte am breitesten, 
die hinteren Seitenecken ziemlich stark gerundet, die Seiten bis 
etwas über die Mitte leicht divergierend, der Vorderrand sehr breit 
gerundet, so daß die vorderen Seitenecken etwas hervortreten, 
Summit deutlich hinter der Mitte, aber nur mäßig hoch, der api- 
kale Teil mäßig schief gerundet und sehr dicht mit ganz feinen 
Querschüppchen bedeckt, der Basalteil mehr glänzend und kaum 
wahrnehmbar fein punktiert; feine kurze Härchen auf den Seiten 
und auf der vorderen Wölbung. Schildchen klein, dreieckig und 


glänzend. 


Flügeldecken so breit und 1,4 mal so lang wie der Hals- 
schild, die Seiten bis zur Mitte parallel, dann ganz leicht bogig 
verengt, Hinterrand ziemlich breit gerundet und mit einem win- 
zigen dreieckigen Ausschnitt an der Naht, der Absturz beginnt 
deutlich hinter der Mitte, ist schief abgewölbt und im unteren Teil 
mit einem deutlichen, aber nicht sehr tiefen Eindruck; Scheibe 
glänzend, in Reihen etwas undeutlich punktiert, die Reihenpunkte 
werden gegen den Absturz deutlich größer, die Zwischenräume 
mäßig breit, zuerst kaum wahrnehmbar, dann deutlicher punktiert 
und gegen den Absturz die Punkte durch deutliche setose Körnchen 
ersetzt, das größte dieser Körnchen im oberen Drittel der Absturz- 
wölbung am Beginn des Quereindruckes, der Eindruck selbst 
matt, die Reihenpunkte in ziemlich kräftig vertieften Streifen, die 
Zwischenräume leicht gewölbt und äußerst dicht punktiert. 

Type in Sammlung Schedl. 


Fundort: Neu-Guinea, Berlinhafen. 


Xyleborus indigens n. sp. 


Weibehen: Dunkelrotbraun, stark glänzend, 6,3 mm lang 
und 2,5 mal so lang wie breit. Xyleborus indigens n. sp. ist mit 
Ayleborus sexspinosus Schedl näher verwandt, aber die Flügel- 
deekenscheibe ist mehr glänzend, die Punktierung daselbst feiner 


304 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


und die Bezahnung auf den Seitenwülsten des Hlügeldeckenein- 
druckes wesentlich verschieden. 

Stirnzwischen den weit nach vorne geschobenen Augen rela- 
tiv eng, Tlach gewölbt, der Epistomairand stark zweibuchtig, Stirn- 
tläche grob, dicht punktiert, im unteren Teil mit einer mehr glat- 
ten, dachförmig erhöhten Längsschwiele ; Behaarung sehr lang aber 
spärlich. 

Halsschild wesentlich breiter als lang, die hinteren Seiten- 


ecken etwas stumpfwinkelig und wenig gerundet, die Seiten im 


basalen Drittei leicht divergierend, dann ganz leicht schief ver- 


engt, so daß die vorderen Seitenecken deutlich in Erscheinung 


treten, der Vordererand von oben gesehen weit gerundet, aber mit 
schnabeiiörmig nach unten vorgezogenem Mittelteil, welcher mit 
einer Reihe von gieich großen kräftigen Schuppenhöckern besetzt 
ist; Summit sehr hoch, deutiich hinter der Mitte gelegen, vorne 
steil gewölbt und dicht kräftig geschuppt-gehöckert, Basalteil 
glänzend, relativ fein punktiert; die lang abstehenden Haare auf 
die Seiten und das apikale Drittel beschränkt. Schildchen so breit 
wie lang, glänzend. 

Flügeldecken so breit und 1,8 mal so lang wie der Hals- 
schild, am Beginn des Absturzes am breitesten, die Seiten gerade, 
Apex im apikalen Drittel breit, etwas winkelig gerundet, der 
Hinterrand gut gekantet und mit einem Saum niederer stumpfer 
Höckerchen; der Absturzeindruck beginnt als breite Mulde beinahe 
an der Basis, verbreitert sich dann kurz vor der Mitte und wird 
gleichzeitig tiefer, in der unteren Absturzhälfte verschwindet der 
Eindruck allmählich wieder und gegen den Hinterrand ist die 
Absturzfläche der Quere nach breit gewölbt, die Seitenwülste des 
Kindruckes sind in der oberen Hälfte sehr kräftig erhöht und mit 
einer Reihe von fünf bis sechs spitzen, gleich großen Zähnchen 
besetzt; die Flügeldeckenscheibe außerhalb des Eindruckes mit 
ziemlich regelmäßigen Reihen sehr feiner Pünktchen, die Zwi- 
schenräume glatt und vereinzelt punktiert, der Basaleindruck 
dicht, etwas runzelig punktiert, die vertiefte Furche mit der Punk- 
lierung kräftiger, aber ebenfalls unregelmäßig, die Naht allmäh- 
lich und gegen den Hinterrand leicht dachförmig erhöht, zuersi 
vereinzelt punktiert und dann jederseits mit einer Reihe kleiner 
Körnchen, eine weitere Reihe von Körnchen zieht sich vom dritten 
und fünften Zwischenraum von der seitlichen Abbruchstelle gegen 
den Nahtwinkel, die Behaarung ist sehr spärlich und auf dieses 
Körnchen beschränkt. 


Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum 305 


a nn 


Type in Sammlung Schedl. 
Fundort: Deutsch-Neu-Guinea, Bürgers, 1912. 


Xyleborus minimus n. sp. 


Weibchen: Gelbbraun, 1,9 mm lang, 2,5 mal so lang wie 
breit. Die neue Art wurde bereits vom verstorbenen Forstrat Eg- 
gers ausgeschieden und gehört in die Gruppe der kleinen Tropen- 
Xyleborus, von der allgemeinen Form des Xyleborus testaceus 
Walk., aber wesentlich kleiner und feiner skulptiert. 

Stirn breit gewölbt, winzig punktuliert und fein punktiert. 

Halsschild deutlich länger als breit (21,0:19,5), hintere 
Seitenecken rechtwinkelig und kräftig gerundet, die Seiten bis 
etwas über die Mitte subparallel, Apex breit gerundet; Summit 
etwas vor der Mitte, Apikalfläche schief gewölbt, dicht geschuppt- 
schöckert, Basalteil stark glänzend, mit zerstreuten, feinen, aber 
recht deutlichen Punkten; Behaarung spärlich, auf die Seiten und 
die apikale Fläche beschränkt. 

Flügeldecken so breit und 1,6 mal so lang wie der Hals- 
schild, von derselben allgemeinen Form wie in Äyleborus testaceus 
Walk., die Scheibe gestreift-punktiert, die Zwischenräume mäßig 
breit und mit je einer lockeren Reihe feiner Pünktchen, die auf 
dem ersten und zweiten Zwischenraum wie kleine Körnchen er- 
scheinen, alle Zwischenraumpunkte bezw. Körnchen mit abstehen- 
den Härchen besetzt, auf dem flach gewölbten Absturz die Naht 
und der dritte Zwischenraum leicht erhöht und mit drei bis vier 
größeren, setosen Körnchen, der zweite Zwischenraum leicht ein- 
gedrückt, die Apikalkante gut ausgebildet und ebenfalls fein ge- 
körnt. 

Type in Sammlung Schedi. 

Fundorte: Philippinen, Luzon: Manila, W. Schultze. — 
Java: Buitenzorg, V. 1924, L. G. E. Kalshoven, 5. 143. — Neu- 


Guinea (alte Sammlung). 


Xyleborus planipennis n. sp. 


Weibchen: Rotbraun, 3,1 mm lang, 2,3 mal so lang wie 
breit. Der Käfer gehört in die Xyleborus infans-Gruppe und ist 
mit Xyleborus assimilis Egg. näher verwandt, jedoch wesentlich 
größer, der Eindruck am Flügeldeckenabsturz ist viel tiefer und 
breiter und der Flügeldeckenhinterrand mehr schaufelförmig ver- 


längert. 


Entomol. Arbeiten aus dem Muwseum Frey, Bd. 6, H.1 20 


306 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Stirn breit gewölbt, spärlich punktiert, die relativ großen 
Punkte mit langen Haaren besetzt. 

Halsschild länger als breit (35:33), in der Mitte am breite- 
sten, hintere Seitenecken etwas stumpiwinkelig und wenig gerun- 
det, die Seiten bis zur Mitte leicht divergierend, Vorderrand sehr 
breit gerundet, die vorderen Seitendecken deshalb deutlich; Sum- 
mit in der Mitte, vorne schief abgewölbt und mit ganz niederen 
Schuppenhöckerchen besetzt, die vielfach das Aussehen von niede- 
ren Querrunzeln haben, Basalteil ziemlich glatt und kaum merklich 
punktiert; abstehende Härchen auf das apikale Drittel und die 
Seiten beschränkt. Schildchen mäßig groß, dreieckig, glänzend. 

Flügeldeckenso breit und 1,6 mal so lang wie der Hals- 
schild, in den basalen drei Fünfteln parallelseitig, dann leicht 
schief verengt, Apex breit gerundet, der Absturz beginnt in der 
Mitte, ist sehr schief gewölbt und jederseits der Naht im unteren 
Teil deutlich eingedrückt; Scheibe ziemlich glänzend, in Reihen 
schr fein und regelmäßig punktiert, die Zwischenräume sehr breit, 
mit vereinzelten feinen Pünktchen; auf dem Absturz die Naht 
gegen den Hinterrand dachförmig erhöht und mit einer ganz locke- 
ren Reihe winziger Körnchen, solche Körnchen außerdem auf den 
ganz niederen Seitenwülsten im Raume des dritten bis fünften 
Zwischenraumes. 

Type in Sammlung Schedl. 

Fundort: Fiji Inseln. 

Diese neue Art wurde von Forstrat Eggers bereits ausge- 
schieden, aber bisher nicht beschrieben. 


Xyleborus spinachius n. sp. 


Weibchen: Rotbraun, 2,7 mm lang, 2,5 mail so lang wie 
breit. Mit Xyleborus armijer Schedl näher verwandt, aber etwas 
größer, der scharf geschnittene Absturz an den Rändern deutlicher 
abgesetzt, und die Zähnchen an demselben viel zahlreicher ; außer- 
dem fehlen die zwei Höcker auf der Absturzfläche. 

Stirn breit gewölbt, dicht punktiert und mit langen ab- 
stehenden Härchen. 

Halsschild ungefähr so lang wie breit, hintere Seitenecken 
rechtwinkelig und sehr wenig gerundet, die Seiten in den basalen 
zwei Fünfteln parallel, Apex breit gerundet, ohne deutliche sub- 
apikale Einschnürung, der Vorderrand mit niederen stumpfen 
Schuppenhöckerchen dicht besetzt; Summit sehr hoch und deutlich 
hinter der Mitte gelegen, Apikalfläche schief gewölbt, dicht sehr 


Schedl: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum 307 
fein geschuppt-gehöckert, diese Höckerchen mehr wie kleine Körn- 
chen erscheinend, Basalfläche glänzend, sehr fein zerstreut punk- 
tiert; die Behaarung im vorderen Drittel ziemlich dicht und lang. 
Schildchen kaum wahrnehmbar. 

Flügeldecken wenig breiter und 1,5 mal so lang wie der 
Halsschild, die Seiten gerade, Apex im letzten Viertel sehr breit 
gerundet, der ganze Absturzrand mit einem Saum kräftiger spitzer 
Zähnchen besetzt, der Absturz selbst schief geschnitten, aber der 
Quere nach leicht gewölbt; die Scheibe in der basalen Hälfte mehr 
glänzend, deutlich gerunzelt und fein dicht punktiert, die Punkt- 
reihen selbst kaum zu unterscheiden, die hintere Hälfte der Scheibe 
ausgesprochen matt, die Pünktchen noch schwerer zu unterschei- 
den, jedoch wie in dem vorderen Teil mit mäßig langen abstehen- 
den Härchen besetzt; die Absturzfläche dicht punktiert, eine 
reihige Anordnung gerade noch erkennbar, die einzelnen Punkte 
mit mäßig gedrungenen Schüppchen besetzt. 

Type in Sammlung Schedl. 

Fundort: Deutsch-Neu-Guinea, Bürgers, 1912. 


Xyleborus squamatilis n. sp. 


Weibchen: Gelbbraun, 2,0 mm lang, 2,7 mal so lang wie 
breit. Mit Xyleborus trepanicauda Egg. näher verwandt, aber klei- 
ner, die schief geschnittene Absturzfläche ohne deutliche Punkt- 
streifen und ohne Höcker. 

Stirn flach gewölbt, winzig punktuliert, fein zerstreut punk- 
tiert, die Punkte gegen den Vorderrand feiner werdend und überall 
mit langen abstehenden Haaren besetzt. 

Halsschild kaum länger als breit, hintere Seitenecken 
wenig gerundet, die Seiten bis zur Mitte parallel, Apex breit ge- 
rundet, mit kaum wahrnehmbarer subapikaler Einschnürung, der 
Vorderrand mit ganz niederen, gleich großen Schuppenhöckerchen 
besetzt; Summit mäßig hoch, in der Mitte liegend, Apikalfläche 
schief gewölbt und sehr fein geschuppt-gehöckert, Basalteil winzig 
punktuliert und sehr fein punktiert; der ganze Halsschild fein 
abstehend behaart. Schildehen sehr klein, kaum wahrnehmbar. 

Flügeldecken so breit und 1,7 mal so lang wie der Hals- 
schild, streng zylindrisch, im apikalen Viertel breit gerundet, der 
Absturz steil, scharf geschnitten, der Rand erhöht und mit einem 
sehr dicht gestellten Saum feiner spitzer Zähnchen besetzt, diese 
Zäknchen zahlreicher als die mit ihnen korrespondierenden Zwi- 
schenräume; Scheibe mit relativ undeutlicher Punktierung, die 


20* 


308 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


ame. 


Reihenpunkte gerade noch erkennbar, die Zwischenräume schein- 
bar ebenfalls einreihig punktiert und die Zwischenraumpunkte 
kurz abstehend behaart, vor dem Flügeldeckenabsturz wird die 
ganze Oberfläche rauh, beinahe körnelig, und die Haare werden 
zahlreicher, und die Zähnchen säumen die Absturzkante ein; die 
gedrungen herzförmige Absturzfläche ist deutlich eingedrückt und 
mit besonders gedrungenen Schüppchen dicht bedeckt. 

Type in Sammlung Schedl. 

Fundort: Deutsch-Neu-Guinea, Bürgers, 1912. 


Xyleborus swezeyi Beeson, masc. nov. 


Männchen: Dunkelrotbraun, 3,1 mm lang, 2,1 mal so lang 
wie breit. Nach der allgemeinen Form gehört das Einzelstück ent- 
weder zu Ayleborus swezeyi Bees. oder zu Xyleborus applanati- 
declivis Schedl, wahrscheinlich aber wohl zur ersteren Art. 

Stirn durch die schnabelförmige Verlängerung des Hals- 
schildes ganz verdeckt. 

Halsschild etwas länger als breit, wegen der eigenartigen 
Form schlanker erscheinend, hintere Seitenecken schr stark gerun- 
det, Seiten bis zur Mitte nahezu parallel, dann allmählich gerundet 
verengt. so daß der Vorderrand schnabelförmig hervortritt und in 
der Mitte eine kleine Einkerbung trägt, über derselben mit einer 
Aushöhlung, die nach rückwärts allmählich verflacht, aber sich bis 
zur Mitte des Halsschildes als breite Mulde fortsetzt, diese und der 
apikale Eindruck längs der Mittellinie mit feinen Pünktchen, die 
gegen die seitliche Aufwölbung sich zu ganz flachen Schuppen ent- 
wickeln und kurze abstehende Haare tragen, die Punktierung auf 
der basalen Hälfte ziemlich kräftig, längs der Mittellinie locker 
gestellt. Schildchen sehr klein, kaum wahrnehmbar. 

Flügeldecken so breit und 1,2 mal so lang wie der Hals- 
schild, die Seiten in den basalen zwei Dritteln nahezu parallel, 
dann bogig verengt, Apikalrand sehr breit gerundet, im ganzen 
Umrif gedrungen oval; die Scheibe kurz, auf die basalen zwei 
Drittel beschränkt, kräftig gestreift-punktiert, die Zwischenräume 
breit, die Zwischenraumpunkte viel lockerer gestellt und feiner, 
nach den basalen zwei Dritteln fällt der Absturz schief ab und ist 
stark abgeflacht, der Apikalrand bis zum siebenten Zwischenraum 
gut gekantet, die Reihenpunkte werden auf dem Absturz feiner, 
die streifigen Vertiefungen bleiben jedoch erhalten, die Zwischen- 
raumpunkte sind zahlreicher, aber sehr fein; die ganzen Flügel- 
deeken ohne nennenswerte Behaarung. 


Schedl: Borker- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum 309 


Type in Sammlung Schedl. 


Fundort:Samoa. 


Xyleborus truncatiferus n. sp. 


Weibchen: Rotbraun, 3,4 mm lang, 2,6 mal so lang wie 
breit. Mit Xyleborus striatotrunctatus Schedl näher verwandt, aber 
noch etwas schlanker, die Flügeldeckenscheibe nur ganz leicht 
punktiert und die Nahtzwischenräume auf der Absturzfläche kiel- 
artig erhöht und gekörnt. | 

Stirn breit gewölbt, ausgesprochen matt, winzig punktuliert, 
sehr spärlich behaart. 

Halsschild länger als breit (45:38), stark zylindrisch, 
hintere Seitenecken breit gerundet, die Seiten bis weit über die 
Mitte parallel, vorne breit gerundet, der ganze Vorderrand mit 
einem Saum gleich großer Schuppenhöckerchen besetzt; Summit 
vor der Mitte, vorne mäßig kräftig gewölbt und äußerst dicht fein 
geschuppt, die Schüppehen vielfach wie kleine Körnchen erschei- 
nend, der lange Basalteil glänzend, dicht fein punktiert; die Be- 
haarung kurz, im vorderen Teil dichter. Schildchen dreieckig, 
glänzend. | 

Flügeldecken so breit und 1,26 mal so lang wie der Hals- 
schild, streng zylindrisch, mit steiiem, scharf geschnittenem Ab- 
sturz; die Scheibe fein gestreift-punktiert, die Reihenpunkte rela- 
tiv klein und teilweise versenkt, die Zwischenräume breit, jeder 
mit einer unregelmäßsigen Reihe locker gestellter feiner Pünkt- 
chen; die Absturzfläche glänzend, die Reihen etwas kräftiger, die 
Naht gegen den Hinterrand stark dachförmig erhöht und jederseits 
einıeihig gekörnt, der ganze Seitenrand fein erhaben gerandet. 

Type in Sammlung Schedi. 

Fundort: Fiji. 


Platypus pilidens n. sp. 


Männchen: Rotbraun, 2,7 mm lang, viermal so lang wie 
breit. Die neue Art ist in die Nähe von Platypus inutilis Schedl zu 
stellen und an den langen Seitenfortsätzen des Flügeldeckenab- 
sturzes sowie an den sehr eng gestellten Suturalzähnchen am api- 
kalen Ausschnitt leicht zu erkennen. 

Stirn stark abgeflacht, vollkommen matt, sehr grob, aber 
locker punktiert, die Punkte gegen den Scheitel etwas kleiner 
werdend und in der oberen Hälfte mit einem kräftigen Längskiel 
in der Mitte, kurze Härchen auf den Punkten gegen den Scheitel, 


310 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Halsschild länger als breit (9:7), hinter den mäßig tiefen 
Femoralausschnitten am breitesten, Oberfläche sehr stark glänzend 
und fein, aber nicht dicht punktiert, der feine Mittelkiel ist lang, 
erreicht aber nicht die Basis. 

Flügeldecken so breit und 1,7 mal so lang wie der Hals- 
schild, am Ende der basalen drei Fünftel am breitesten, die Seiten 
bis zu diesem Punkt gerade und nahezu parallel, dann deutlich, 
aber schwach schief verengt, der Absturz beginnt im apikalen 
Viertel und ist nur wenig gewölbt; die Scheibe stark glänzend, fein, 
aber sehr regelmäßig ae -punktiert, die Zwischenräume glatt, 
mit ganz vereinzelten Pünktchen; auf der leichten Absturzwölbung 
unregelmäßig und ziemlich kräftig punktiert, diese Art der Punk- 
tierung auch auf die Seiten übergreifend und die Punkte mit 
kurzen rötlichen Härchen; apikale Rinne gut ausgebildet und oben 
kantig begrenzt und mit einem größeren Körnchen in der Ver- 
längerung des dritten Zwischenraumes, die Seitenfortsätze sehr 
lang und spitz sowie stark nach unten gezogen, unmittelbar an der 
Naht stehen zwei kleinere spitze Zähnchen, wodurch ein zweiter 
Apikalausschnitt gebildet wird. 

Type in Sammlung Schedi. 

Fundort: Neu-Guinea, Berlinhafen. 


Platypus solidus Walk., hirtus nov. subsp. 


Männchen: Von derselben allgemeinen Form und gleicher 
Größe wie Platypus solidus Walk., aber deutlich gedrungener, der 
Halsschild äußerst dicht und sehr fein punktiert, besonders in der 
apikalen Hälfte, die basale Hälfte und ein Streifen längs des Vor- 
derrandes mit dichter gelber und sehr kurzer Behaarung, die 
Flügeldecken mit den ns in deutlich eingedrückten 
Streifen, die Zwischenräume sehr dicht punktiert und mit dichter 
kurzer Behaarung, diese bis zum äußersten Ende der Flügeldecken- 
fortsätze reichend und dort etwas länger. 

Type in der Oalifornian Academy of Sciences, Paratypen in 
Sammlung Schedl. 

Fundort: Dutch New Guinea, Maffin Bay, Oktober 1944, 
E. 8. Rose Coll. 


oe. ‘ 
Breuning: Eine neue Lamiiden-Gattung aus Brasilien 311 


Eine neue Lamiden- -Gattung aus Brasilien 


(Col. Geramb.) 


Von 8. Breuning 


Pater Pio Buck war so freundlich, mir eine Serie eines kleinen 
Cerambyeiden zum Studium einzusenden, welcher auf einer Palme, 
Butia eriospatha Becc., lebt. Es handelt sich um eine neue Gattung, 
deren Beschreibung hier folgt. 


Paraprobatius n. gen. 


Langgestreckt. Fühler fein, viel länger als der Körper, die 
Glieder 2 bis 4 unterseits spärlich kurz gefranst; das erste Glied 
sehr lang und dünn, das dritte etwas länger als das vierte oder 
erste (5) oder kaum länger (2), die nachfolgenden Glieder lang- 
sam an Länge abnehmend. Fühlerhöcker ziemlich weit auseinander 
stehend, kaum vortretend. Augen fein facettiert, stark ausgeschnit- 
ten, die unteren Loben ungefähr so hoch wie breit. Stirn quer mit 
einigen abstehenden Haaren besetzt. Halsschild quer, mit zwei 
feinen Querfurchen, eine am Vorder-, die andere am Hinterrand, 
sowie mit kleinem spitz-konischem, der Basis stark genähertem 
Deitendorn; der Seitenrand vor dem Seitendorn geradlinig, zum 
Vorderrand sowie vom Seitendorn bis zur Basis stark eingezogen. 
Flügeldecken langgestreckt, mäßig gewölbt, etwas breiter als der 
Halsschild, in den drei vorderen Vierteln kaum eingezogen, im 
apikalen Viertel stark verengt, apikal schief abgestutzt, mit mäßig 
tangen, dicht stehenden steifen abstehenden Seten besetzt. 


Kopf nicht rückziehbar. Prosternalfortsatz sehr schmal, nie- 
driger als die Hüften, regelmäßig verrundet. Mesosternalfortsatz 
flach, sehr schmal, niedriger als die Hüften. Metasternum von nor- 
maler Länge. Mittelhüftenhöhlen geschlossen. Letztes Abdominal- 
segment apikal ziemlich stark ausgeschnitten. Beine mäßig lang; 
Schenkel gekeult; Mittelschienen dorsal ausgeschnitten; Klauen 
gesperrt. 


312 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Typ: Bucki Breun. Diese Gattung gehört systematisch neben 
Probatius. | 


Parabrobatius Bucki n. sp. 


Fühler zweimal so lang (5) oder um zwei Drittel länger (2) 
als der Körper. Untere Augenloben merklich länger als die Wan- 
sen. Einige sehr feine Punkte im Raum zwischen den oberen 
Augenloben. Halsschild dicht und sehr fein punktiert. Schildchen 
halbrund. Flügeldecken durchwegs sehr dicht und sehr fein punk- 
tiert, apikal schief abgestutzt (Nahtecke nicht angedeutet, Rand- 
ecke spitz-vortretend). 

Dunkelrot, sehr fein seidenglänzend grau tomentiert. Flügel- 
decken rotbraun tomentiert und sehr dicht fein weißlichgrau mar- 
moriert, diese Marmorierung allerdings auf zwei ziemlich großen 
Diskalflecken fehlend, eine postmediane und eine preapikale. 

Länge: 61/y—9 mm; Breite: 2—23/, mm. 

Typ 1 5 von Brasilien: Porto Alegre, X. 1952 — Il. 19535, 
R. P. Pio Buck. — Zahlreiche Paratypen (59) von ebendort. 


Bytinski-Salz: Prionotheca coronata Ol. freyi ssp. nov- 313 


Prionotheca coronata Ol. [reyı SSpP. noV. 


Von H. Bytinski-Salz, Tel Avıv-Jaffa (Israel) 


Von Prionotheca coronata Oi. sind mir aus dem Gebiet von 
Süd-Israel und Nordarabien bisher 3 Subspeeies bekannt gewor- 
den: 


1. Prionotheca coronata coronata Ol. (Abk. la). Von der typi- 
schen Form liegen mir Stücke aus Ägypten und Algier vor, sowie 
ein Exemplar, 35 mm lang, von Ejn Radjan im Wadi Äraba, 40 km 
nördlich vom Golf von Akaba am 1. V. in einer Mausefalle ge- 
fangen; leg. J. Wahrman. 


0 


2. Prionotheca coronata ovalis Ancey. 2 Exemplare von 


Dr. Hardy im Dezember 1942 auf seiner Expedition zur Bekämp- 


Abb. la: Prionotheca coronala coronata Ol. Ejn Radjan (Wadi Araba) 
b: Pr. coronata freyi ssp. nov. Typus 5 km nördl. El Khalassa (Neger) 


314 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg, Frey, Bd. 6, 1955 


fung der Wanderheuschrecken gefangen. Die Reise ging von Akaba 
längs der Hedjasbahn und dann östlich nach Hail. Die Stücke tra- 
gen keinen Fundort, nur die Nummer 40, und sind am 14. XI. 
1922, d. h. in den ersten Tagen der Reise gesammelt, sicher nicht 
mehr als 300 km südlich Akaba. Damit gewinnt auch die Angabe 
über das von Bunge gesammelte Stück: Arabien oder Palestina in 
coll. Mus. G. Frey sehr an Wahrscheinlichkeit. Die Stücke stim- 
men in allen wesentlichen Merkmalen mit denen überein, die Koch 
(Mitt. Münchn. Ent. Ges. 1939, XXIX p. 268— 274) für die Stücke 
aus Bushire (S. Iran) angibt: spärliche Körnelung des Halsschildes, 
Schulterkante mit längeren Stacheln; sekundäre Borsten der Flü- 
geldeckenbehaarung nur etwa halb so lang wie die primären, die 
aus den Randzähnen entspringenden Borsten die Zähne weniger 
als die Zahnhöhe überragend, dagegen die Borsten hinter den 
Tibienzähnen diese überragend; Furche auf der Unterseite der 
Femora deutlich dicht behaart. Die Grundbehaarung und die helle 
Wachskutikula sind zu sehr abgerieben, als daß sich deutliche 
Färbungsunterschiede ergeben. Der einzige Unterschied gegenüber 
der Beschreibung von Koch scheint darin zu liegen, daß die gro- 
ßen apikalen Zähne der Epipleuralkante von den apikalen Zähnen 
der Schulterrandkante nicht wesentlich weiter entfernt zu sein 
scheinen als bei P. coronata coronata. 

3. Prionotheca coronata freyi ssp. nov. (Abb. 1b). Diese neue 
Form gehört ihrem ganzen Habitus nach zum Rassenkreis der 
P. coronata coronata und nicht zu dem der P. coronata ovalis. Die 
Körnelung des Halsschildes ist dicht, die Behaarung der Scheibe 
lang aufstehend, nicht büschelig; die sekundären Borsten der Flü- 
geldecken fast so lang wie die primären; die in den Randzähnen 
inserierenden Borsten lang, in ihrem die Zähne überragenden Teil 
ebenso lang oder länger als der Zahn hoch. Die Borsten hinter den 
Tibienzähnen überragen diese deutlich; Innenfurche der Femora 
kahl. 

Ssp. freyi unterscheidet sich von ssp. coronata vor allem durch 
die außerordentlich starke zahnartige Skulptur der Elytrenscheibe. 
Diese ist bei ssp. coronata sehr schwach ausgeprägt, und nur die 
2., 4. und 6. Reihe zeigen einige zahnartige Körnchen. Bei ssp. freyi 
zeigt nur die erste Reihe zahnartige Körnchen, die 2. bis 7. da- 
gegen nach außen an Größe zunehmende, leicht nach hinten ge- 
bogene Stacheln, die in der 7. etwa 1/3 der Länge der Randstacheln 


erreichen. Die 8. Reihe ist wieder kürzer bestachelt. Die Rand- 


stacheln nicht wesentlich länger als bei ssp. coronata. Die falschen | 


Bytinski-Salz: Prionotheca coronata Öl. freyi ssp. nov- 315 


Epipleuren mit 3—4 unregelmäßigen Reihen gebogener Zähne, 
von denen die äußerste etwa 1/3 der Länge der Randzähne erreicht. 
Epipleuralkante vom Beginn des Metasternums gezähnt, die Zähne 
längs der abdominalen Sternite wesentlich länger als bei ssp. coro- 
nata, die Zähne am Endrand aber wieder nur ebenso lang wie bei 
5sp. coronata. 

Ein weiterer Unterschied scheint in der Größe zu liegen: Ssp. 
freyi: 32—40 mm, die Mehrzahl der Exemplare über 36 mm. Ssp. 
coronata: 30—36 mm (die Exemplare meiner Sammlung), doch 
gibt Reitter (Best. Tab. 25, 1893 p. 229) 35—40 mm an; ssp. ovalis 
2 Exemplare 31-—-35 mm. 


Holotypus und Ailotypus: 25 km nördlich Chaluza 
2. III. 1946. Paratypen: zahlreiche 59'992: Nirim, Gvulot, Zei- 
lim, Urim, Chaluza, Tel el Fara, Hazerim, 10 km und 15 km süd- 
lich Beerscheba, Bir Asluj, Revivim 25. XII. — 16. V. in coll. mea, 
coll. Abteilung für Pflanzenschutz des Isr. Agr. Minist., Zool. In- 
stitut Univ. Jerusalem, Univ. Institut f. Naturwiss. Tel Aviv, Mus. 
G. Frey München, Deutsch. Ent. Inst. Berlin. Mus. Civ. Stor. Nat. 
Trieste. 

Ein Übergangsstück aus der \Vüste Sinai bei Nod ei Naza, 
August 1910, Meeresniveau, ex coli. Gebien in coil. Mus. G. Frey, 
hat die Zähne der Scheibe kürzer, am Steilabfall fast glatt. 

Es ist mir eine Ehre und ein Vergnügen, diese aufiallende, 
größte palaearktische Tenebrionidenform nach Herrn Konsul G. 
Frey zu benennen, in dankbarer Anerkennung für die Hilfe bei 
Bestimmungen, die mir von den Herren seines Museums so bereit- 
willigst geleistet wurde. 

Ssp. freyi variiert in seiner Skulptur äußerst wenig, und so 
glatte Stücke wie bei ssp. coronata wurden nie gefunden. Seine 
Verbreitung in Israel erstreckt sich auf den westlichen Negev und 
wird, grob gesprochen, begrenzt: im Nordosten durch die Straße 
Gaza—Beerscheba, im Osten durch die Straße Beerscheba—Auja 
el Safieh und im Süden durch die Sinaigrenze. Im nördlichen Sinai 
selbst scheinen schon Übergangsformen zu ssp. coronata vorzu- 
kommen, die dann weiter durch Ägypten und ganz Nordafrika 
verbreitet ist. Die typische ssp. coronata dringt aber an der öst- 
lichen Sinaiküste bis ins Wadi Arabah vor; beide geographische 
Rassen sind aber in Israel durch die über 1000 m hohen Gebirgs- 
züge des hohen Negevs getrennt und Übergangsformen dort ver- 
mutlich nicht zu erwarten. Dagegen besteht die Möglichkeit, daß 


® 


316 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


sich ssp. coronata und ssp. ovalis in der Gegend des Golfes von 
Akaba treffen. 

Die Lebensweise von P. coronata freyi ist nächtlich, und bei 
Tage verbergen sie sich im Löß- oder Sandboden in selbstgegra- 
benen Löchern wie die Pimelien oder benutzen Reptilien- oder 
Mäuselöcher als Unterschlupf. Einmal fing ich ein 79 am Eingang 
eines verlassenen Fuchsbaues. Unter Steinen wurde bisher nur 
1 Stück gefunden und entgegen der Beobachtung von Koch (Bull. 
S. R. Ent. Egypte 1935 t. 19 p. 55) habe ich die Art bisher nur 
einzeln, nie gesellschaftlich angetroffen. Nach den Resultaten der 
üblichen Sammelmethoden müßte die Art als selten gelten, denn 
ich habe in 10 Jahren nur relativ wenige Exemplare erhalten. Das 
Aushacken von Asphodelus- und Grasbulten am Rande der Dünen 
auf der Suche nach Schlangen brachte schon bessere Resultate. In 
wirklich größerer Anzahl konnte ich die Art aber in den letzten 
2 Jahren während der Bekämpfung der Wanderheuschrecken sam- 
meln. 1—2 Tage nach dem Ausstreuen des mit Hexachlor-Cyclo- 
hexanon (B.H.C.) vergifteten Kleieköders wurden tote oder ge- 
lähmte Exemplare in größerer Anzahl gefunden. Beobachtungen 
ergaben, daß die Tiere sowohl den Kleieköder als auch die ver- 
gilteten Heuschrecken fressen, durch Lähmungserscheinungen ver- 
hindert werden, sich am Morgen in ihre Schlupfwinkel zurück- 
zuziehen und dann durch die Sonne ausgetrocknet werden. Die 
Art ist nicht als häufig anzusprechen: Nach meiner Berechnung 
kommt auf ca. 10000 m? etwa ein Exemplar, wobei zu berück- 
sichtigen ist, daß auf derselben Fläche einige Hundert andere tote 
Tenebrioniden zu finden sind. 

Eine weitere Sammelmethode könnte im Aufstellen von mit 
Mohrrüben und Gerste geköderten Mäusefallen bestehen. Wenig- 
stens hat Dr. Wahrman eine ganze Anzahl Stücke auf diese Weise 
gefangen, sehr zu seinem Leidwesen, da die Käfer öfters den Ver- 
schluß zum Zuklappen brachten. 


Mandl: Cicindelen, Caraben und Calosömen (Col.) 317 


Die Cicindelen, Garaben u. Calosomen (Col.) 
der Atshanıstan-Expedition 1951 und 1952 
J. Klapperichs. 


(Mit Textabbildungen) 
Von Karl Mandl, Wien. 


I. Die Cicindelen. 


Unsere Kenntnis der Cicindeliden Asiens wies im Gebiet Af- 
ghanistans seit eh und je eine bedauerliche Lücke auf. Afghanistan 
war überhaupt das Land, dessen Koleopterenfauna nur bruchstück- 
weise bekannt geworden ist. Alle Aufsammlungen betrafen immer 
nur ganz wenige Exemplare in noch weniger Arten. Die entomo- 
logische Ausbeute der wenigen sammlerisch tätigen Reisenden in 
diesem Land war niemals der Erfolg systematischer Aufsamm- 
lungen, sondern beruhte einzig und allein auf Zufallsfunden. So 
kommt es, daß wir von allen an Afghanistan grenzenden Ländern 
weit mehr Kenntnisse bezüglich der Koleopterenfauna haben als 
von Afghanistan selbst. Länder wie Beludschistan, Nordwestindien, 
Kaschmir, das Pamirgebiet Turkestans, Buchara, Transkaspien und 
Persien sind diesbezüglich weit besser, wenn wohl auch noch nicht 
ausreichend, erforscht. Schuld an diesem Umstand sind die schlech- 
ten Bahn- und Straßenverhältnisse, die schon den relativ flachen 
Süden nur schwer bereisbar machen; die Unzugänglichkeit des Ge- 
birges, zur Hauptsache der von WSW nach ONO streichende Hin- 
dukusch, machte eine koleopterologische Sammeltätigkeit nahezu 
überhaupt unmöglich. 

Herr J. Klapperich bereiste allen Schwierigkeiten zum 
Trotz den praktisch gänzlich unerforschten Nordosten Afghani- 
stans, die Provinzen Nuristan (das ehemalige Kafiristan) und Ba- 
dakschan. Da er nach modernsten Methoden arbeitete, ist auch 
seine Ausbeute entsprechend: Quantitativ ungemein groß und qua- 
litativ reichhaltig an Arten. Wieviel der Wissenschaft überhaupt 


318 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


noch unbekannte Arten sie beherbergt, ist vorderhand noch gar 

nicht abzusehen. Auch seine Cieindelenausbeute beträgt fast 600 

Exemplare, darunter zwei neue Formen in genügend großer Stück- 

zahl, um Aufschluß über die Variationsbreite zu geben, wodurch 

die Beschreibung als neue Rassen gesichert erscheint. 
Zusammen mit den, wenn auch recht dürftigen Resultaten 
aller bisherigen Aufsammlungen gibt die Ausbeute einen guten 

Einblick in die geographisch-faunistischen Verhältnisse, worüber 

am Schluß der Zusammenstellung ein kurzer Überblick gegeben 

wird. 
Die bisherigen Veröffentlichungen über afghanische Koleo- 
pteren-Funde sind folgende: | 

1. Aitchison, J. E. T., The Zoology of the Afghan Delimination 

Comission, 1889, Transactions Lin. Soc. 2. Ser. 5, S. 33—142 

(Coleoptera von Q. O. Waterhouse, S. 122—131). 

. Heyden, Lukas v., Beiträge zur Koleopterenfauna von Afgha- 
nistan, 1894, Deutsche Ent. Zeitschr., S. 81—84. 

3. Scheibe, A., Entomol. Sammelerg. d. Deutsch. Hindukusch- 
Exp. 1955 d. Deutsch. Forschungsgemeinschaft; 1936, Arb. 
Morph. tax. Ent., Berlin, 3, S. 173— 213; ibid. 4, S. 177—191. 

4. Taskhir Ahmad, Insect Fauna of Afghanistan — Ill. Coleo- 

ptera, 1946, The Indian Journal of Entomology, 8, 5. 33—52. 
. Horn, W., 1936, Coleopterorum Catalogus, 86, von Junk- 

Schenkling. 

Die unter 1. genannte Arbeit enthält keine Angaben über 
Cieindelen. Aber auch die in den übrigen angeführten Publikatio- 
nen vorhandenen Angaben über Cicindelen sind äußerst spärlich. 
Angegeben werden folgende Arten, wobei die in Klammern ste- 
henden Ziffern korrespondierend mit der Numerierung der Publi- 
kationenliste sind. 

Cicindela decempustulata ab. nigra Dokht. (in 2 u. 4) 
Bar turkestanica ssp. maracandensis Solsky (in 2 u. #) 
5 Fischeri Adams mit ? (in 5) 
" Fischeri ssp. elongatesignata W. Horn mit ? (in 5) 
2 chloris Hope (in 3 u. 4) 
bigemina ssp. brevis W. Horn (in 4) 
Die na an Cicindela-Formen beträgt somit 5 Arten in 6 
Rassen. 


ID 


1 


In einem noch unveröffentlichten Manuskript habe ich selbst 
noch einen weiteren Beitrag zur Kenntnis der Cieindelenfauna Af- 
ghanistans verfaßt. Wir verdanken diese erweiterte Kenntnis der 


Mandl: Cicindelen, Caraben und Calosomen /Col.) 319 


Cieindelenfauna dieses Landes der 3. Dänischen Expedition nach 
Zentral-Asien. Die Zusammenstellung wird daher unter dem Titel 
„Ihe rd Danish Expedition to Central Asia, Zoological Results’ 
in den Vidsk. Medd. f. Naturh. For. erscheinen. Die Ergebnisse 
waren: 

Cicindela Fischeri ssp. elongatosignata W. Horn 


5 Fischeri ssp. pseudocaucasica m. (nov.) 
a histrio Tschitsch. 

2 lunulata ssp. ajghana m. (nov.) 
Kirilowı Fisch. 

= Kirilowi ssp. descendens Fisch. 


Zu den oben genannten kommen somit noch drei weitere Är- 
ten und zwei Rassen hinzu, wodurch sich die Zahl der aus Aighani- 
stan bekannt gewordenen Formen auf 8 Arten in 11 Rassen erhöht. 

In der folgenden Zusammenstellung sind, um es vorwegzu- 
nehinen, folgende Arten aufgezählt: 

Cicindela turkestanica ssp. badakschana m. (nov.) nebst 

vv-Form (fa. viridis) 


5; Kirilowi Fisch. nebst vv-Form 

" sublacerata Solsky nebst v-Form 

R sublacerata ssp. gracilescripta m. (nov.) 

5 melancholica FE. 

2 Fischeri ssp. elongatosignata W. Horn nebst ce- 
Form 

5 Fischeri forma trans ssp. pseudocaucasica m. 

" chloris Hope nebst c-Form und n-Form 

= sumairensis Herbst 


Der gegenwärtige Stand unserer Kenntnisse über afghanische 
Cicindelen ist somit: 11 Arten in 16 Formen (die Farbenaberratio- 
nen bleiben ungezählt). 


Cie. turkestanica ssp. badakschana (nov.) 


Im allgemeinen der ssp. maracandensis Solsky sehr ähnlich, 
doch soweit unterschieden, daß die Berechtigung zur Aufstellung 
einer Subspecies gegeben erscheint. 

Stirn bei allen vorliegenden Exemplaren kaum behaart bis 
vollständig unbehaart. Erstes Fühlerglied immer unbehaart. Flügel- 
decken kürzer und breiter, auch bei den 5 seitlich gebaucht. Der 
Randteil der Mittelbinde ist quer und scharf winkelig, in der Regel 
gegen den Seitenrand verbreitert, mit dünnem aber kürzerem 
Haken, der rechtwinkelig zum Seitenteil steht, und in einem 


320 Entom. Arbeiten abs dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


kurzen, tropfenförmigen Endfleck abschließt. Häufig ist auch noch 
dieser dünne Verbindungsstrich unterbrochen. Die Apikallunula 
ist selten unterbrochen. Die Farbe der Tiere ist schwarz ; die Größe 
chwankt zwischen 10 und 13 mm. Fundort: Schiva, Hochsteppe, 
2500 m, auf feuchtem, lehmigem Boden, am 7. und 12. 7. 1953. 
Schiva liegt im äußersten Nordosten Afghanistans, in der Provinz 
Badakschan. Herr Klapperich brachte von dieser schönen Form 
40 Exemplare mit. 

Neben den schwarzen Tieren wurde noch eine schmutzig grüne 
Aberration in wesentlich geringerer Stückzahl erbeutet und zwar 
26 Exemplare. Bemerkt wird, daß nicht etwa die schwarz gefärbten 
Tiere bevorzugt gefangen wurden. Das Verhältnis zwischen den 
beiden Farbenabarten ist demnach 65% schwarze zu 33% grünen, 
also fast zwei zu eins. 

Der Penis ist schmal und im Mittelteil gerade gestreckt, am 
linde wenig abgebogen. im Innensack sind die Hautlappen in 
gleicher Weise mit Stachelfeldern bewehrt wie bei maracandensis, 
die Chitineiemente sind in gleicher Anzahl und in gleicher Form 
vorhanden, mit Ausnahme des Zahns, der wesentlich kürzer ist und 
kein so lang ausgezogenes Endstück besitzt wie jener der ssp. mara- 
cardensis. Besonders auf Grund dieses Unterschiedes erachte ich 
die Aufstellung einer eigenen Rasse als gerechtfertigt. 

Cie. turkestanica und ssp. maracandensis sind nach Roeschke 
Tiere der Ebene, die nur wenig hoch ins Gebirge hinaufgehen. Mit 
„Gebirge“ sind allerdings nicht solche Höhen gemeint, wie sie der 
Fundort der neuen Rasse aufweist, nämlich 2800 m! Es zeigt sich 
wieder der von Horn so oft festgestellte Einfluß des „Gebirgs- 
milieus“ und auch der Feuchtigkeit auf das Dunklerwerden der 
Tiere. Erwähnt sei noch, daß auch die grün gefärbte Aberration, 
die auf den ersten Blick einer maracandensis gleicht, sich von 
dieser bei näherer Betrachtung deutlich unterscheidet: Das Grün 
ist wesentlich stumpfer, die Ränder und die Naht der Flügeldecken 
sind fast immer grün und nicht leuchtend rot wie bei maracanden- 
sis, und endlich sind auch Kopf und Halsschild grün und nicht 
kupfrig, wie bei dieser. Drei Pärchen in meiner Sammlung, die 
übrigen bei Herrn Klapperich. 


Cie. chloris Hope. 


Diese bisher nur aus Pandschab, Kaschmir bis Nepal und dem 
Nordwesten Indiens (Pakistan) bekannt gewordene, schöne Art 
liegt in einer großen Serie vor. Allerdings liegen alle Fundorte 


4 


Mandl: Cicindelen, Caraben und Calosomen (Col.) 321] 


Abb. 1 und 2: Cie. turkestanica ssp. nuristanica m. 


3 Cic. turkestanica ssp. maracandensis Solsky 


noch südlich des Hindukusch. Die Mehrzahl der Tiere ist von 
typischem Aussehen und smaragdgrün gefärbt. Nur wenige zeigen 
eine, bisher noch nicht beobachtete, auffallende Abweichung: Der 
Mittelrandfleck ist keine etwa dreieckige Makel wie normal, son- 
dern eine abwärts gerichtete Binde mit einem deutlichen Strich nach 
der Flügeldeckenscheibe. Die Farbe ist bei der großen Masse der 
Tiere ein reines Smaragdgrün, einige wenige sind blaugrün, einige 
schmutziggrün mit einem breiten, blauen Wisch in der Mitte der 
Flügeldecken, und drei Exemplare sind auf der Oberseite schwarz. 

Fundorte: Bashgultal 1150 m, 11. 4. und 19. 5. 1953. Kuitiau 
1450 m, 2. 5. und 10. 5. 1953. Abe Debeli bei Sarobi, Kabulschlucht 
10. und 11. 7. 1952 (ca. 5 km von Sarobi entfernt). Kamu 1300 m, 
Bashgultal, 15. 7. 1952. Tangi-Gharub 1600 m, am Kabulfluß, 8.7. 
und 21. 8. 1952. Mangul 1200 m, Bashgultal, 18. 7. 1952. 


Cie. sublacerata Solsky. 


Eine größere Anzahl von Exemplaren, die zur typischen Form 
gehören. W. Horn gibt für das Vorkommen dieser Form ein 
weites Gebiet von Cis- und Transkaukasien über Russisch- Arme- 
nien, 'Iranskaspien, Westsibiren, Turkestan, Buchara bis Pamir 
und Takla-Makan, Kaschmir, Nordpersien bis zur Grenze nach 
Beludschistan an. Es wäre daher geradezu auffällig gewesen, wenn 
diese Art in Afghanistan nicht vorkommen würde. 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, H. 1 21 


399 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Fundorte: Anjuman-Geb. 2900 m. Badakschan, 9. 8. 1952. 
Duab 1000 m, Schikari, Kundustal, 24. 6. 1953. Khanabad 650 m, 
Kataghan, 27. 6. 1953. 

Ein Exemplar ist grünlich, bildet also die v-Form (nach der 
Bezeichnung W. Horns). 


Cic. sublacerata ssp. gracilescripta nov. 


Von der Nominatform durch einige auffällige Merkmale 
unterschieden: Endglieder der Taster zur Gänze leuchtend grün, 
während bei sublacerata nur die Spitzen der Taster schwach metal- 
lisch schimmern, sonst aber dunkelbraun sind. Die Wange ist viel 
stärker und auf der ganzen Fläche behaart, bei der Nominatform 
nur am unteren Rand. Der Halsschild ist schmäler, die ganze 
Körpergestalt zierlicher. Die Zeichnung der Flügeldecken ist viel 
zarter. Die Schultermakel ist gleichmäßig rund, der Endknopf 
nicht merklich verdickt; bei sublacerata ist die Makel mehr mond- 
förmig, ja sogar eckig, der Endknopf sehr stark verdickt. Die 
Mittelbinde ist eine s-förmig gekrümmte Linie, mit einzelnen 
schwachen Auszackungen im Mittelteil. Die dünne Randlinie er- 
reicht weder die Humeral- noch die Apikalmakel, letztere ist an 
der Spitze wesentlich weniger verdickt. Die Farbe der Tiere ist ein 
dunkles, kupfriges Grün. Länge 7—7,5 mm. Drei Pärchen von 
Darobi. 900 m, am Kabulfluß, 12. 6. 1952. Die Zeichnungsverschie- 
denheit zwischen den beiden Formen ist ganz analog jener zwischen 
Cie. arenaria Fuessl. fa. typ. und ssp. viennensis Schrank. 


Cie. melancholica F. 


Eine größere Serie von vollkommen normal aussehenden 
Stücken. Die Art ist auffallend weit verbreitet: Europa (Süden), 
die Küsten rund um Afrika, dann Arabien, Persien, Kaschmir, 
Pandschab bis Bengalen. 

Fundorte: Duab 1000 m, Sehulert Kundustal, 24. 6. 1953. 
Aliabad 1000 m, Kundustal, 25. 6. 1953. Baschgultal 1100 m, 14. 7. 
1952. (Dieses Exemplar ist von auffallender Größe.) 


Cie. Kirilowi Fisch. 


Diese Art wurde in sehr großer Menge erbeutet (über 270 
Exemplare), die alle bis auf zwei von einheitlich dunkelerzbrauner 
Farbe waren, wie sie die Nominatform zeigt. Die zwei aberrant 
gefärbten Stücke waren smaragdgrün, also die vv-Form nach der 
Bezeichnungsweise W. Horns. Bisher waren derart rein grün ge- 


Mandl: Cicindelen, Caraben und Calosomen (Go!.) 


YHND 
323 


färbte Exemplare von dieser Art noch nicht bekannt. Die Fundorte 
liegen zum größten Teil südlich des Hindukusch, ein Fundort im 
Norden. Die Art ist aus Turkestan, Persien, Kaschmir, Nordwest- 
indien und Iranskaspien bekannt. 

Fundorte: Achmede Dewane 2700 m, Baschgultal, 18.—28. 7. 
1952. Peschawurdo 2200 m, Baschgultal, 21. 7. 1952. Purstan 1700 
m, Baschgultal, 19. 7. 1952. Mangul 1250 m, Baschgultal 18. 7. 
1952. Kamdesch 2200 m, Baschgultal, 17. 7. 1952. Darufalun bei 
Kabul, 17. 6. 1955. Senna 1800 m, Kokschatal, Badakschan, 16. 7. 
1953. 


Cie. Fischeri ssp. elongatosignata W. Horn. 


y 


Etliche 50 Exemplare, die zum größten Teil in Form, Farbe, 
Zeichnung und Größe der Horn’schen Subspecies entsprechen. Sie 
sind relativ klein, düster braun gefärbt und schwach gezeichnet. 
Ein Exemplar ist blau, ist also die ce-Form, die bisher bei dieser 
Subspecies noch nicht bekannt war. Etliche Exemplare sind bedeu- 
tend größer und breiter gebaut und zeigen eine auffallend ver- 
breiterte Zeichnung: Die Mittelbinde tendiert nach unten in der 
Richtung zur Scheibenmakel, die Randlinie ist breiter und länger, 
sie zeigt also eine Entwicklung zur Zeichnung der von mir auf- 
gestellten ssp. pseudocaucasica (i. 1.), die von der 3. Dänischen 
Zentral-Asien Expedition aus einem weiter südlich gelegenem Ort 
mitgebracht wurde. 


Fundort: Tangi-Gharuh 1600 m, am Kabulfluß, 21. 8. 1952. 


Cie. sumatrensis Herbst. 


Etliche 30 Exemplare von typischem Aussehen; nur ein ein- 
ziges Exemplar ist schwärzlich verdunkelt (n-Form). Alle Stücke 
stammen aus einem Gebiet nördlich des Hindukusch. 

Fundorte: Doab, Kundustal 1700 m, 1. und 24. 9. 1952. Khana- 
bad 650 m, Kataghan, 27. 6. 1953. 

Klapperichs Aufsammlung umfaßt somit 7 Arten in 9 
Rassen und ist ein auffallendes Gemisch von paläarktischen und 
orientalischen Formen. 5 Arten, nämlich turkestanica, melancho- 
lica, Kirilowi, sublacerata und Fischeri sind paläarktisch, 2 Arten, 
chloris und sumatrensis, sind orientalisch. Zu diesen kommen noch 
aus den früher bekannt gewordenen Aufsammlungen weitere 2 
paläarktische, nämlich decempustulata und lunulata und 2 orienta- 
lische Arten hinzu: bigemina und histrio. Alle genannten paläark- 
tischen Arten sind in den westlich von Afghanistan gelegenen Län- 


Ir 


324 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


dern weit verbreitet und konnten in dem breiten Flußbett des Amu 
Darja in das Gebiet nördlich des Hindukusch vordringen, während 
ihnen im Süden ein Steppen- und Wüstengebiet als geradezu idea- 
les Terrain Gelegenheit bot, über Afghanistan hinaus weit nach 
Beiudschistan, also in das orientalische Gebiet, vorzudringen. Von 
dieser Gelegenheit machten die Arten lunulata, Kirilowi, sublace- 
rata und melancholica reichlich Gebrauch. 

Das Vordringen der orientalischen Arten scheint aber zur 
Hauptsache auf einem anderen Weg vor sich gegangen zu sein, 
nämlich im Industal und Kabultal aufwärts, dann im Baschgultal 
bis zum Hindukusch (chloris), bzw. das Panchirtal nach Norden 
über den Hindukusch hinüber ins Kundustal (bigemina und suma- 
trensis). C. histrio hingegen dürfte von Karatschi über Beludschi- 
stan bloß nach dem Süden von Afghanistan eingedrungen zu sein, 
da sie weiter nordwärts nicht erbeutet wurde. 

Es ist wahrscheinlich, daß auch einige paläarktische Arten 
(Kirilowi, sublacerata und melancholica) den gleichen Weg vom 
Flußgebiet des Amu Darja über die Hochsteppen des Hindukusch 
ins Industal nach Pandschab gefunden haben und von da dann 
weiter bis Kaschmir gekommen sind. | 

Die gegenwärtige Verbreitung der Cicindelenarten macht diese 
Art der Wanderung wahrscheinlicher als die quer durch den Süden 
Alghanistans um den Westabfall des Hindukusch herum und ent- 
lang seines Nordabhanges bis nach Badakschan. Es scheint also, daß 
Gebirge wie der Hindukusch mit Gipfelerhebungen über 5000 m 
und Pässen über 4000 m in diesem geographischen Raum kein 
Hindernis für die Ausbreitung migrationsfähiger Arten sind oder 
wenigstens in jüngster geologischer Vergangenheit waren. Ein Aus- 
tausch der Faunen zu beiden Seiten des Gebirges scheint möglich 
oder möglich gewesen zu sein. Herr Klapperich glaubt aller- 
dings aus der Tatsache, daß er in der Nähe der Pässe niemals Ci- 
cindelen gesehen hat, schließen zu müssen, daß ein solcher Faunen- 
austausch nicht stattfand oder stattfindet. 


ll. Die Calosomen und Caraben 


Es ist eine bemerkenswerte Tatsache, daß die Ausbeute von 
Expeditionen in die Länder des vorderen und mittleren Orients 
immer wieder eine relativ große Anzahl von Arten der Gattung 
Calosoma enthält und zumeist auch eine recht ansehnliche Menge 
von Exemplaren jeder Art. Die österreichische Iran-Expedition 


1949/50 brachte z. B. 45 Exemplare in 5 Arten mit, und die eben 


Mandl: Cicindelen, Caraben und Calosomen (Col.) 325 


von mir bearbeitete Ausbeute Klapperichs enthielt 145 Exem- 
plare in vier Arten. In schroffem Gegensatz hiezu war die Ausbeute 
‚an Caraben, trotzdem Herr Klapperich nach seinen Angaben 
Zehntausende von Steinen umgedreht hat: Zwei Arten in je einem 
Exemplar! Beide allerdings für die Wissenschaft noch unbekannt. 

Die vier Calosoma-Arten sind: Cal. (Callistriga) dsungaricum 
Gebl. in 73 Exemplaren; Cal. (Callistriga) Olivieri Dej. in 13 
Exemplaren; Cal. (Callistriga) indicum Hope, und zwar die von 
mir beschriebene Rasse densegranulatum in 35 Exemplaren und 
ein Cal. (Callisthenes) spec. 'nov. in 2 Exemplaren. 

Die mustergültige Bezettelung des Materials gibt genauen 
Aufschluß über die Verbreitung dieser vier Arten, wenigstens in 
dem von H. Klapperich explorierten Gebiet Afghanistans sowie 
über die Zeit ihres Vorkommens. Nachstehend die Fundorte und 
die Fangdaten für die einzelnen Arten: 


Cal. (Callistriga) dsungaricum Gebl. 
Umgebung von Kabul, 1740 m (52 Ex. in der Zeit vom 10. 5. 


bis 15. 9. Die Hauptmasse wurde in den Monaten Mai-Juni erbeu- 
tet); Darufulun bei Kabul, 1800 m (1 Ex.); Sarobi, 900 m, am 
Kabulfluß (2 Ex.); Sarekanda, 2800 m im Gebirge (3 Ex.); Gor- 
bandtal, 1900 m (1 Ex.); Kandahar, 950 m (1 Ex.); Schiva Hoch- 
steppe, 25800 m (6 Ex.); Kalasau, 2000 m, Kokschatal, Badakschan 
(1 Ex.); Bashgultal, 1200 m, Nuristan (7 Ex.). 


Cal. (Callistriga) Olivieri Dej. 


Kabul, 1700 m (2 Ex. 20. 3.); Bashgultal, 1100 m, Nuristan 
(11 Ex. 3.4.—13. 5.). 


Cal. (Callistriga) indieum densegranulatum Mandl. 


Kutiau, 1450 m, Nuristan (2 Ex. 2. 5.); Achmede Dewane. 
2700 m, Bashgultal, Nuristan (2 Ex. 28. 7.); Apsai, 2000 m, Bash- 
gultal, Nuristan (1 Ex. 20. 5.);Bashgultal, Kamu, 1500 m, Nuristan 
(2 Ex. 26. 4.); Bashgultal, 1100—1200 m, Nuristan (28 Ex. 9. 4. bis 
24. 5.). Es ist beachtenswert, daß diese Art nur in Nuristan gefan- 
gen wurde. 

Zu der letztgenannten Art ©. indicum Hope, bzw. zu ihrer 
Rasse densegranulatum Mandl seien einige zusätzliche Bemerkun- 
gen gestattet. Vor allem glaube ich in ihr eine selbständige Art 
sehen zu müssen. Roeschke hat (Ent. Nachr. 1900, S. 59) die 


von Ho pe aufgestellte Art nach Einsicht des gesamten noch vor- 


326 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


handenen Materials als Varietät zu auropunctatum Herbst gestellt. 
Er glaubte sich zu dieser Auffassung bekennen zu müssen, da auch 
diese Ferm, wie alle anderen, die er gleichzeitig zu auropunctatum 
zog, eine große Veränderlichkeit zeigt und letzten Endes anschei- 
nend durch Zwischenformen mit diesen verbunden ist. Breunin g 
(Mon. d. Gatt. Calosoma, Kol. Rdsch. 15, 1927) folgte ihm in dieser 
Auffassung vorerst, mußte aber später erkennen, daß die geogra- 
phischen Tatsachen mit dieser Anschauung nicht übereinstimmen 


und revidierte seine Ansicht (Fol. Zool. Hydr. 6, 1934, 5. 36), indem - 


er alle von Roeschke zu auropunctatum gezogenen Formen als 
Species wieder herstellte. Dieser Ansicht schließe auch ich mich jetzt 
vorbehaltlos an. Früher glaubte ich, indicum Hope von chinense 
Kirby nicht spezilisch trennen zu sollen. Ich habe daher die mit 
indıcum nahe verwandte Form, densegranulatum m. (Kol. Rdsch. 
32, 1951—54#), als Unterrasse zu dieser Form, bzw. weil nomenkla- 
torisch nicht anders möglich, als Subspecies zu chinense gestellt. 
An Hand des Materials, das mir H. J. Klapperich zur De- 
termination sandte, mußte ich feststellen, daß es doch richtiger 
wäre, indicum Hope von chinense Kirby zu trennen. Die Unter- 
schiede sind auffallend genug und lassen sich folgendermaßen 
charakterisieren: ©. chinense ist eine Art von sehr großem Körper- 
bau und heller, brauner Farbe der Oberseite. Trotz der Größe wir- 
ken die Tiere schlank, weil die Flügeldeckenseitenränder fast 
parallel sind. Die Halsschildhinterecken stehen weiter ab als bei 
indicum. Die Flügeldeckenskulptur ist wesentlich anders und dar- 
in liegt der Hauptunterschied zwischen den beiden Formen: €. chi- 
nense besitzt keine Intervalle in dem Raum zwischen je zwei mit 
goldgelben bis goldgrünen, relativ großen Grübchen unterbroche- 
nen Primärintervallen. Dieser Raum ist an der Flügeldeckenbasis 
mit einer gleichmäßig feinen Beschuppung und weiter hinten mit 
einer noch feineren Körnelung ausgefüllt. Von den für eine nähere 
Verwandtschaft in Betracht kommenden Formen zeigte nur noch 
die ssp. yunnanense Breuning eine ähnliche Skulptur. Sie ist daher 
mit Recht zu chinense zu stellen. Auch geographisch ist diese Zu- 
teilung gerechtfertigt, da chinense bis Szetschuan vorkommt, und 


yunnanense irf der südlich von Szetschuan gelegenen Provinz Yun- 


nan lebt. 

C. indicum ist wohl auch relativ schmal, doch ist ihr Körper- 
bau breiter und gedrungener. Die Halsschildhinterecken sind seit- 
lich weniger abstehend, oftmals sogar ganz anliegend. Die Flügel- 
deekenskulptur besteht aus wenigstens undeutlichen Intervallen, 


Paz Een 


Mandl: Cicindelen, Caraben und Calosomen (Co!.) 32 


von denen zwischen je zwei Primärintervallen fünf zu zählen sind. 
Zwei weitere Rassen, kashmirense Brauning und nivale Breuning, 
zeigen allerdings nur drei Intervalle zwischen je zwei Primärinter- 
vallen. Diese Intervalle bestehen nur an der Flügeldeckenbasis aus 
kleinen, aber doch deutlich schuppenförmigen Gliedern, die so 
schmal sind, daß zwischen je zwei nebeneinander liegenden Inter- 
vallen ein schmaler, glatter und daher etwas glänzender Zwischen- 
raum, also ein Streifen entsteht. An den Flügeldeckenspitzen bis 
über die hintere Körperhälfte hinaus geht die Beschuppung in eine 
feine Körnelung über. Nach Roeschke, der die etwa 20 Exem- 
plare der Hope ’schen Sammlung besichtigt hat, sind alle dunkel- 
bis leuchtend kupfrig. An der Basis sind die Streifen noch als Rudi- 
mente erkennbar, ebenso die Schuppen. Die ersteren verschwinden 
aber bald und bei letzteren tritt eine völlige Auflösung in eine 
grobe, nach der Spitze zu immer feiner werdende Körnelung ein, 
dort genau der Körnelung von chinense entsprechend. Der Hals- 
schild ist so groß und breit wie bei chinense und zeigt wie bei 
dieser eine Schweifung nach außen. 

Andrews bezeichnet die Färbung von indieum als etwas 
dunkler als die von chinense und weist ferner noch auf die kürze- 
ven Flügeldecken bei indicum hin. Mir stand nur ein X des €. indi- 
eum aus Spiti Tscho Ti, Indes anglais., von Andrews determi- 
niert, zur Verfügung, das in allen Eigenschaften mit obiger Be- 
schreibung übereinstimmte. 

Die von mir beschriebene Rasse densegranulatum hat etwas 
breitere Schüppchen, die keine Streifenbildung mehr zulassen. Die 
Intervallgrenzen sind die seitlichen Begrenzungslinien der Schup- 
pen. Auch bei dieser Form geht die Beschuppung allerdings erst 
im hinteren Drittel der Flügeldecken in eine Körnelung über. 

Bei der Beschreibung des densegranulatum lag mir leider nur 
in einziges @ aus dem Uhotangebirge in Ostturkestan aus der 
Sammlung des Naturhistorischen Museums in Wien vor. Auf 
Grund des Klapperichschen Materials, das auch zahlreiche 
0’ enthält, kann ich die Beschreibung ergänzen. Die neue Rasse 
ist im allgemeinen noch etwas plumper und flacher als indicum. 
Kopf und Halsschild sind feiner punktiert, weniger gerunzelt und 
daher glänzender. Die Schuppenskulptur ist bis ins zweite Flügel- 
deckendrittel zu beobachten, bis dorthin ist auch eine deutliche 
Reihenanordnung der Schuppen erkennbar. Die Primärintervalle 
sind manchmal etwas breiter und dadurch deutlicher hervor- 
tretend. Die Primärgrübchen sind groß und kupferrot. Die Farbe 


328 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


der Oberseite ist in der Regel schwarz, bei ganz wenigen Exempla- 
ren dunkel-kupferbraun. Die Größe der Tiere schwankt zwischen 
18 und 23 mm bei den 7 "und zwischen 19 und 24 mm bei 
den SQ. 

Allotype: 1 aus dem Bashgultal, Nuristan, leg. J. Klappe- 
rich, in der Sammlung Klapperich. Weitere Exemplare (Pa- 
ratypen) von verschiedenen Fundorten in Nuristan (siehe Einlei- 
tung) in meiner Sammlung und bei H. J. Klapperich. 

Diese Form wurde von P. Eidam bereits kurz beschrieben, 
aber nicht benannt. (Entom. Sammelerg. d. Deutsch. Hindukusch- 
Exp. 1935, Arb. morph. tax. Ent. 1937, 4, S. 177.) Die Beschreibung 
lautet: ‚„„Calosoma maderae ssp. indicum Hope. Ein schmales 9, 
das sich von dem mir vorliegenden indicum Hope aus Kaschmir 
durch flachere Flügeldecken mit feinerer Skulptur und viel dunk- 
lerer, fast schwarzer Färbung der Oberseite unterscheidet. Bisher 
nur aus Indien bekannt. 1 5, Djelalabad, 23. 5. 35.‘ 

Ein weibliches Exemplar aus dem Bashgultal, 1100 m, am 
17. 4. 1953 erbeutet, zeigt eine Besonderheit in der Flügeldecken- 
skulptur. Im allgemeinen ist diese dem indicum densegranulatum 
recht nahekommend, doch sind die in kleinere Körnchen zerteilten 
Schuppen deutlich in drei Intervallen angeordnet, durch welches 
VMlerkmal dieses Exemplar auch ungemein stark an dsungaricum 
Gebl. erinnert. Man wird nicht fehlgehen, wenn man in diesem 
Stück einen Bastard zwischen den beiden genannten Formen an- 
nimmt. Im Bashgultal leben diese beiden miteinander ziemlich 
nahe verwandten Arten nebeneinander. 

Als ich mein C. iranicum beschrieb (Sitz. ber. Osterr. Akad. 
d. Wiss., Math. nat. Kl. I, 162, S. 56) machte ich die Bemerkung, 
dai3 diese Form allenfalls als Rasse zu indicum zu stellen wäre, 
wenn letztere eine eigene Species wäre. Diese Ansicht kann ich 
heute nicht mehr aufrechterhalten, da bei iranıcum die Beschup- 
pung viel deutlicher und regelmäßiger ist und diese Beschuppung 
erst im letzten Viertel der Flügeldecken in eine Körnelung über- 
geht. C. iranicum m. ist also eine dem C. indieum sehr nahe- 
stehende, aber selbständige Art. 


Cat. (Callisthenes) Klapperichi spec. nov. 


Dem C. usgetense Solsky nahestehend, doch durch folgende 
Eigenschaften unterschieden: Gestalt etwas kürzer und breiter, da- 
her plump wirkend. Beine kürzer, besonders auffallend ist die 
Kürze der Schienen und der einzelnen Tarsenglieder. Auch die 


Mandl: Gicindelen, Caraben und CGalosomen (Col.) 329 


Fühler sind sehr kurz und erreichen beim 9 bei weitem nicht die 
Halsschildbasis. Kopf fein punktiert, Stirngruben breit und lang, 
die Augenmitte knapp erreichend, längs der Augen nicht gerun- 
zelt. Die Querfurchung der Mandibel nur undeutlich erkennbar. 
Halsschild quer, um ein Viertel breiter als lang, größte Breite vor 
der Mitte, von da nach hinten ziemlich geradlinig verengt. Seiten- 
rand breit abgesetzt und stark aufgebogen, besonders in der Ge- 
gend der Hinterecken, sich dadurch von usgetense besonders auf- 
fällig unterscheidend. Hinterecken als mäßig verrundete Lappen 
die Halsschildbasis etwas überragend. Scheibe fast glatt, gegen die 
Ränder zu fein gerunzelt punktiert, stärker gerunzelt in den seich- 
ten Gruben am Hinterrand (usgetense hat viel tiefere und glattere 
Gruben). Vorderrand strichförmig abgesetzt, Mittelfurche nur we- 
nig deutlich. Flügeldecken stark gewölbt, Schultern stärker ver- 
rundet als bei usgetense, Seitenrand breiter abgesetzt und aufge- 
bogen, dicht gekörnt (bei usgetense glatt). Flügeldeckenskulptur 
aus 16 Punktreihen bestehend, die in der Mitte kaum erkennbar 
sind. gegen den Rand zu aber immer deutlicher werden, dort auch 
ziemlich regelmäßig gekörnt. Unterseite fein punktiert, stellen- 
weise, wie am vierten Abdominalsternit und an den Brustseiten- 
abschnitten, gröber punktiert. Länge 20 mm. 

Typus: 1 5 aus Schiva, Hochsteppe 2300 m, 21. 7. 53, Badak- 
schan, N. O. Afghanistan, leg. J. Klapperich, in der Sammlung 
Klapperich. Allotypus: 1 2 und Paratypus, ein zweites 9 vom glei- 
chen Fundort in meiner Sammlung bzw. bei H. J. Kapperich. 
Dem erfolgreichen Sammler zu Ehren benannt. 


Carabus (Trachycarabus ) Delerei spec. nov. 


Dem C. Bogdanowi Ball. bzw. erosus Motsch. nahestehend, 
aber durch folgende Eigenschaften unterschieden: Kinnzahn spitz 
 dreieckig, aber wesentlich kürzer als die Seitenloben; Halsschi!d- 
seitenränder gegen die Hinterecken stärker verrundet, die Hinter- 
ecken wohl auch nur wenig über die Basis hinausragend, aber ab- 
gerundet, nicht eckig wie bei Bogdanowi und erosus. Flügeldecken 
mit deutlichen Punktstreifen, die Intervalle flacher und aus in 
eine Spitze ausgezogenen, schuppenartigen Teilstücken bestehend. 
Gegen die Flügeldeckenspitze zu nur mehr fein gekörnt. Oberseite 
nur schwach glänzend. Am ähnlichsten sieht diese Form noch der 
Rasse auliens's Lap., doch sind die Intervallsegmente noch viel 
stärke: verflacht. Länge 18 mm. 


330 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd.6, 1955 


Typus: 1 9 aus Do-Schack, 2500 m, Khingantal, 1. 10. 52, 
Hindukusch, O. Afghanistan, leg. J. Klapperich, in meiner 
Sammlung. 5’ unbekannt. 

Vorliegende Form ist möglicherweise eine Rasse des Bogda- 
nowi Ball., doch spricht der weitab gelegene Fundort dagegen. 
Auffallend ist jedenfalls auch der stark verrundete Halsschild und 
die stark abgerundeten Hinterecken, welche Eigenschaften keine 
Bogdanowi- oder erosus-Rasse zeigt. Dem unermüdlichen Förderer 
der entomologischen Wissenschaft, H. Josef Delere zu Ehren 
benannt. 


Car. (Plesius) Klapperichianus spec. nov. 


Diese schöne, neue Plesius-ÄArt ist mit keiner der bekannten 
sechs Arten näher verwandt, wohl aber mit zwei von mir neu auf- 
gestellten Arten, deren Beschreibung im kommenden Jahrgang der 
Annalen des Naturhistorischen Museums in Wien erscheinen wird. 
Die Gestalt ist weniger lang gestreckt als bei hissarianus Sem., auch 
etwas stärker gewölbt. Kopf lang und schmal, Augen ziemlich stark 
vortretend, Clypeus deutlich abgesetzt, Oberlippe breit und rela- 
tiv tief ausgeschnitten. Kinnzahn spitz dreieckig, so lang wie die 
Seitenloben. Stirnfurchen deutlich, bis über den Vorderrand der 
Augen reichend. Kopfoberseite auf der Stirn schwach punktiert, 
neben den Augen und vor dem Halsschild gerunzelt. Halsschild 
nur um ein Geringes länger als breit, im ersten Drittel am breite- 
sten, von da ab ziemlich stark und deutlich herzförmig geschwun- 
sen zur Basis verengt. Am Seitenrand ist eine mediale und eine 
basale Borste vorhanden. Der Vorderrand ist etwas bogig, strich- 
(örmig abgesetzt. Seitenränder nur schmal abgesetzt aber deutlich 
aufgebogen und mit sehr deutlichem Rand. Hinterwinkel spitz 
dreieckig, über die Basis verlängert und etwas nach aufen ab- 
stehend. Halsschildgruben nur sehr undeutlich, strichförmig. 
Mittellinie nur auf der Scheibenmitte erkennbar. Halsschild auf 
der Scheibe dicht punktiert, am Hinterrand und in den Gruben 
gerunzelt punktiert. Schildchen längsgerunzelt. 

Flügeldecken langoval, Schultern deutlich vorspringend, Sei- 
tenrand mäßig breit abgesetzt und aufgebogen. Oberseite mit 15 
wenig gewölbten, gleichartigen Intervallen, zwischen ihnen dicht 
punktierte Streifen. Erstes Intervall mit der Naht verschmolzen. 
Primärintervalle, besonders das zweite und dritte, hauptsächlich 
gegen die Flügeldeckenspitze zu, durch Grübchen unterbrochen 
und in längere oder kürzere Kettenglieder aufgelöst. Die Intervalle 


Mandl: Cicindelen, Caraben und Calosomen (Col.) 331 


sind, je mehr gegen die Ränder bzw. gegen die Flügeldeckenspitze 
zu, desto stärker durch Querstriche unterbrochen und in Körner- 
reihen aufgelöst. Oberseite von Halsschild und Flüge!decken 
schwarz. Seitenränder, besonders der Flügeldecken, breit leuch- 
tend violettrot. Unterseite schwarz, Meso- und Metaepisternen 
weitläufig grob punktiert; Abdomen nur an den Rändern punk- 
tiert, Scheibe glatt mit zwei Porenpunkten am letzten und je einem 
Porenpunkt auf dem vor- und vorvorletzten Segment jederseits. 
Ventralfurchen tief und vollkommen. 


Beine schlank, Vorderschenkel beim 5 ein wenig gekeult. 
Vorderschienen gefurcht, Hinterschenkel nicht gefurcht. An den 
Vorderschienen des 7 die drei ersten Glieder verbreitert und be- 
sohlt. Länge 20 mm. 9 unbekannt. 


Von hissarianus Sem. durch den breiten Halsschild und die 
breitere Gestalt hinlänglich unterschieden, außerdem noch durch 
die Farbe und die Verbreiterung und Besohlung dreier Vorder- 
tarsenglieder (bei hissarianus sind nur zwei verbreitert und be- 
sohlt). Von omphreodes Rttr., der nach neuerer Feststellung (Be- 
heim-Breuning, Mitt. Münch. Ent. Ges. 33, 1943, S. 20) nicht iden- 
tisch mit hissarianus Sem., sondern eine selbständige Art ist, schon 
dadurch unterschieden, daß dieser schmäler ist und nicht gekörnte 
/wischenräume (Intervalle) besitzt. Außerdem ist omphreodes 
schwarz. Der Fundort ‚„.Mardin“ mag ein kleines, unbedeutendes 
Dorf in Afghanistan oder in Buchara sein, jedenfalls stammt der 
Käfer nicht aus Mardin in Kleinasien. Von arcanus Sem. ebenfalls 
durch die Erweiterung der Vordertarsenglieder, die bei arcanus 
nicht erweitert sind, unterschieden. Sphinz Rttr. ist wesentlich 
größer (32 mm) und besitzt vier erweiterte Vordertarsenglieder. 
Midas Rttr. hat vollkommen verflachte Intervalle, ist gewölbter 
und ebenfalls wesentlich größer (25 bis 30 mm). Auch Dokhtou- 
rolfi Ganglb. ist gewölbter, größer und besitzt flachere Intervalle. 
während Staudingeri Ganglb. eine wurmartig gerunzelte Flügel- 
deckenoberfläche hat. Thibetanus Breuning (Ent. Arb. Mus. Frey, 
1, 1950, S. 199) ist schmäler und gewölbter und besitzt eine ganz 
andere Skulptur: Feine Körnelung neben kleinen Primärgrübchen. 
Auch diese Art ist schwarz und überdies größer (24—25 mm). 


Ich selbst habe aus der Sammlung des Naturhistorischen Mu- 
seumsin Wien zwei Plesius-Arten beschrieben (Proserpina i. 1. und 
Ilseae i. 1.), die sich aber durch ihre vollends in feinste Körner 
aufgelösten Intervalle von der gegenständlichen Art unterscheiden. 


332 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Typus: 1 9 mit dem Fundort Schiva, Hochsteppe 2800 m; 
7.7. 53. Badakschan, N. O. Afghanistan, leg. J. Klapperich, in 
meiner Sammlung. Dem Entdecker zu Ehren benannt. 

Leider scheinen alle Plesius-Arten sehr selten zu sein. Von 
den bis nun bekannten 11 Arten sind 5 nur in je einem Exemplar 
bekannt. und weitere 2 Arten kennt Breuning nicht einmal durch 
eigene Anschauung. 

Auch die Calosomen Afghanistans sind ein Gemisch paläarkti- 
scher und orientalischer Formen. Während Olivieri von West- 
afrika über das Mediterrangebiet bis Transkaspien und über Per- 
sien bis Beludschistan und Indien (Peschawar) gekommen ist, muß 
dsungaricum als eine im vorderen Orient beheimatete Art bezeich- 
net werden. Sie ist von Uralsk über Transkaspien bis Buchara und 
über Persien bis Afghanistan (Kabul) bekannt geworden. Die neu- 
beschriebene Art scheint im Hindukusch endemisch zu sein, wie ja 
alle der Untergattung Callisthenes angehörigen Arten nur ein ganz 
kleines Verbreitungsareal besitzen. C. indicum hingegen ist eine 
orientalische Art, die von verschiedenen Orten Nordindiens, Ne- 
pals und in einem Exemplar aus Annam bekannt geworden ist. Es 
wiederholt sich hier genau das gleiche Bild wie bei den Cicindelen, 
ein Faunenaustausch migrationsfähiger Arten über die Hochstep- 
pen eines Gebirges hinweg. 

Bezüglich der Caraben kann nur die Vermutung ausgespro- 
chen werden, daß die relativ große Trockenheit in der Entwick- 
lungsperiode der Larven ihnen nur ganz geringe Lebensmöglich- 
keiten bietet. Schnecken sind nach Klapperichs Mitteilung 
ausgesprochene Seltenheiten im Hindukusch. Die eine aufgefun- 
dene Art gehört zu jenem Subgenus Trachycarabus, das in den 
etwas weiter westlich gelegenen Landstrichen sein Hauptentwick- 
lungsgebiet besitzt, während die zweite Art dem Subgenus Plesius 
angehört, dessen Arten nur in den Gebirgen in und rund um Bu- 
chara gefunden worden sind. Beide Arten sind nicht in zoogeogra- 
phischer, sondern nur in systematischer Hinsicht interessant. 

Der Vollständigkeit halber seien noch die spärlichen Angaben 
in den eingangs (bei Cicindela) erwähnten Publikationen und bei 
Breuning erwähnt (Mon. d. Gatt. Calosoma, Kol. Rdsch. 15, 
1927; Wien. Ent. Ztg. 44, 1927; Kol. Rdsch. 14, 1928). 

Calosoma maderae dsungaricum Gebl. (in 3 u. bei Breuning) 

R maderae indicum Hope (in 3) 
! sycophanta himalayanum Gestro (in 3) 
» maderae F. (in 4) 


Mandl: Cicindelen, Caraben und Calosomen (Col.) 333 


Die maderae-Formen gelten heute als Arten. Es sind die glei- 
chen, die auch Klapperich mitgebracht hat. Dafis die No- 
minatform in Afghanistan vorkommt, wie es Taskhir Ahmad 
bebauptet, ist unmöglich. Es handelt sich um eine der zwei er- 
wähnten Arten, wahrscheinlich um dsungaricum. Das Vorkommen 
von sycophanta himalayanum ist interessant. Breuning gibt für 
diese Form Kaschmir, Ladak und Poo im Bashar State an. 

An Carabus-Arten ist in (3) nur ein Car. Scheibei Eidam be- 
schrieben worden, der in einem weiblichen Exemplar gefunden 
wurde. 


334 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Zur Kenntnis der Cicindeliden Sud-Chinas 
(CGol.) 


(III. Teil) 


Von Karl Mandl, Wien 


Über die Cieindeliden Südchinas habe ich bereits zwei kleine 
systematische Zusammenstellungen veröffentlicht, und zwar unter 
den Titeln: „Die Cieindeliden der Klapperichschen Süd-China- 
Expedition“ im Zentralblatt für das Gesamtgebiet der Eintomo- 
‚logie, 1, 1946, Heft 4 (beinhaltet ausschließlich Cieindeliden Fu- 
kiens), und „Zur Kenntnis der Cieindeliden Süd-Chinas“‘ in Bonner 
Zoologische Beiträge, 5, 1954, S. 157—161. 

Von Herrn J. Klapperich erhielt ich nun neuerlich eine 
Sendung mit Material aus Fukien, das er von einem Sammler einer 
Missionsstation namens Tsehung Sen zugesandt erhielt. Da un- 
sere Kenntnis der Koleopterenfauna gerade dieses Landstrichs im- 
mer noch äußerst mangelhaft ist, erachte ich es als notwendig, 
auch die geringsten Ergebnisse von Aufsammlungen zu publizie- 
ren. Um so eher, wenn wie in dieser Aufsammlung eine neue Art 
enthalten ist. Auch die in der zweiten oben genannten Publikation 
von mir neu beschriebenen Formen waren wieder in dieser Aus- 
beute enthalten, so daß eine Vervollständigung der Beschreibung 
erfolgen konnte. 


Gerade zu der Zeit, in der ich mit der Bearbeitung des Fu- 


kien-Materials beschäftigt war, erhielt ich von Herrn Konsul 
Georg Frey, München, einige Cieindeliden aus Szetschuan und 
anderen Teilen Südostasiens. Da auch unter diesen einige bemer- 
kenswerte Formen enthalten waren, benütze ich die Gelegenheit, 
die Besprechung derselben anschließend vorzunehmen. 


a) Cieindeliden aus Fukien. 


Tricondylea macrodera ssp. abruptesculpta W. Horn. Ein wei- 
teres Exemplar aus Kuatun vom 21. 9. 1946 (dieses und alle weite- 
ren Cieindeliden von Tschung Sen gesammelt). 


Mandl: Zur Kenntnis der Cicindeliden Süd-Chinas (Col.) 335 


Collyris auripennis ssp. Mannheimsi Mandl. 3 weitere Exem- 
plare aus Kuatun vom 30. 6., 1. 8. und 6. 9. 46, die mit meiner Be- 
schreibung in den Bonn. Zool. Beitr. vollständig übereinstimmen. 

Collyris formosana ssp. rugosior W. Horn. Von dieser Form 
lagen neuerdings weitere Exemplare aus Kuatun vor (Sammel- 
daten: 8., 22., 27. und 28. 7. und 4. 8. 46). Bemerkenswert ist die 
recht unterschiedliche Größe der Tiere. 1 Exemplar mißt blofs 
12 mm, die übrigen 14 bis 15 mm. Die spezifische Vereinigung 
dieser Form mit der viel grazileren Coll. formosana Bates halte 
ich für nicht angebracht, noch viel weniger allerdings die De- 
gradierung folgender Formen zu subspecies der Coll. formosana: 
aureojusca Bates, grandisubtilis W. Horn, grandivadosa W. Horn, 
Roeschkei W. Horn, auripennis W. Horn, resplendens W. Horn 
und Fruhstorferi W. Horn. Zumindest sind aureofusca, Roeschkei, 
resplendens und auripennis selbständige Arten, doch müßte die 
Begründung erst noch durch ins Detail gehende Untersuchungen 
erfolgen. 

Therates Fruhstorferi ssp. Ida Mandl. Kuatun, 19. 6., 28. 7., 
6. und 8. 8. 46. Alle Exemplare sind 99. Sie stimmen mit der von 
mir in Bonn. Zool. Beitr. gegebenen Beschreibung vollkommen 
überein, zeigen, daß die Skulpturlosigkeit der apikalen Hälfte der 
Flügeldecken für diese Rasse konstant ist, desgl. auch die blaue 
Farbe des Abdomens und die gelbbraune Farbe der Palpen. Er- 
sänzend möchte ich noch erwähnen, daß auch die neu erhaltenen 
Exemplare außer dem Diskoidalfleek und der Humeralmakel noch 
eine Basalmakel in Schildchennähe besitzen. Diese Zeichnung fin- 
det sich also bei der Mehrzahl der bekannten Stücke vor, weshalb 
ich diese als den Typus betrachte, während jene Zeichnungs- 
abänderung, bei der der Basalfleck in der Nähe des Schildehens 
fehlt, als eine Aberration zu werten ist. 

Therates Klapperichi spec. nov. Körper ungemein grazil. Kopf 
relativ schmal, Augen klein aber besonders stark vorspringend, 
zwischen den Augen eine elliptisch umgrenzte, flache Erhebung. 
Oberlippe auf der apikalen Hälfte schwarz, vordere Hälfte ocker- 
gelb mit schwarzen Seitenrändern, Vorderrand mit scharf nach 
unten umgebogenen Zähnen, so daß die Vorderkante, von oben 
besehen, geradlinig abgeschnitten erscheint; am Vorderrand 5 
gelbe Borsten. Kiefertaster braun, Lippentaster hell, nur das letzte 
Glied pechbraun. Erstes Fühlerglied braun bis schwarz, die näch- 
sten drei metallisch blau, die restlichen matt schwarz. Endglieder 
nicht verdickt, sondern wesentlich länger als breit (der auffallend- 


3936 lintom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


ste Unterschied gegen Fruhstorfer: W. Horn). Ganze Oberseite des 


Kopfes glatt. Halsschild ungefähr so lang wie breit, Mittelteil seit- 
lich stark erweitert, halbkreisrund gerandet, vollkommen glatt. 
Flügeldecken iang und schmal, parallelrandig. Die beiden vorderen 
Drittel mit großen, tiefen Gruben dicht besetzt, hinteres Drittel 
viel weniger dicht mit sehr feinen Grübchen bedeckt, nur am 
Seitenrand bis etwa zum letzten Viertel grob punktiert. Flügel- 
deekenspitze gerade abgeschnitten, an der Naht und am Außen- 


rand ein kaum wahrnehmbarer, zahnartiger Vorsprung. An Zeich- 


nungselementen sind vorhanden: Ein rundlicher, gelber Humeral- 
fleck (Typus), bei einem Exemplar noch eine kleine, gelbe Makel 
am Vorderrand der Flügeldecken (Aberration) und eine nicht sehr 
breite, gelbe Quermakel etwas hinter der Mitte der Flügeldecken. 
Diese Makel ist ein wenig schief gestellt, und zwar von innen nach 
außen absteigend, also umgekehrt wie bei Fruhstorferi. Sie erreicht 
weder die Naht noch den Außenrand. Oberseite metallisch blau, 
Unterseite schwarz, sehr fein punktuliert. Beine zart; Trochante- 
ren, Schenkel, Schienen und Tarsen gelbbraun; Schienen und 
Schenkel der Hinterbeine am Knie stärker verdunkelt. Länge 81/3 
bis 9 mm, Breite der Flügeldecken 2 bis 21/, mm. 

Die neue Art steht der Therates Fruhstorferi W. Horn recht 
nahe, unterscheidet sich von ihr aber in der Größe (Fruhstorferi 
ist im allgemeinen erheblich größer), durch die nicht verdickten 
Eindglieder der Fühler (bei Fruhstorferi sind auch beim Weibchen 
die Endglieder fast so breit wie lang), durch die anders gestellte 
Flügeldeckenmakel und durch dunklere und zartere Beine. Auch 
von den beiden Rassen der Fruhstorferi, Sauteri W. Horn und 
Pitalisi W. Horn, ist sie gut unterschieden: Von beiden durch die 
nicht verdickten Fühlerendglieder und durch die schief nach außen 
absteigende Scheibenmakel der Flügeldecken. Von der ssp. Sauter! 
außerdem noch durch die helleren Beine, von der ssp. Vitalisi 
durch eben diese Eigenschaft und durch die hellen Palpen. 

Holotypus: 1 9 aus Kuatun, Fukien, 10. 5. 46, leg. Tschung 
Sen; Paratypus 1 weiteres 9 vom gleichen Ort und vom gleichen 
Sammler, 28. 7. 46. Herrn J. Klapperich zu Ehren benannt. 
Das typische Exemplar befindet sich in der Sammlung Klappe- 
rich, das paratypische in meiner Sammlung. Männchen unbe- 
kannt. 

Pronyssiformis Excoffieri Fairm. Von dieser recht seltenen 
Art befand sich wieder ein Exemplar aus Kuatun vom 5. 6. 46 in 
der Aufsammlung. 


Mandl: Zur Kenntnis der Cicindeliden Süd-Chinas (Col.) 3937 


Cicindela atelesta Chd. ist zu streichen. Damit ist auch die 
Folgerung hinsichtlich ihrer Verbreitung hinfällig. An ihre 
Stelle ist | 

Cicindela kaleea Bates zu setzen. Die Fehldetermination wurde 
dadurch verursacht, daß das mir zur Verfügung stehende kaleea- 
Material ausschließlich aus Formosa stammte und mit den zahl- 
reich vorliegenden Fukien-Exemplaren nicht übereinstimmte; hin- 
gegen stimmten diese mit einem, wie ich später feststellte, leider 
falsch als atelesta determinierten Stück überein, das eben eine 
kaleea war. Dieser Irrtum veranlafte mich, mir alles erreichbare 
kaleea-Material aus den verschiedensten Gegenden Chinas und 
Formosas zu beschaffen, um die Art gründlich zu studieren. Dabei 
kam ich zu der Erkenntnis, daß außer den bereits beschriebenen 
ssp. cathaica Bates und humerula W. Horn noch eine weitere Form 
abgetrennt werden muß, und zwar eine aus Formosa. 

Bates beschrieb seine kaleea aus der Aufsammlung Swin- 
hoe von einem nicht näher bekannten Ort Formosas folgender- 
maßen: Kopf dunkelkupfrig; Flügeldecken schwarz bzw. dunkel, 
leicht grün glänzend, zerstreut punktiert. Die Zeichnung besteht 
aus einer kleinen Hm-Makel, drei Diskoidalflecken, von denen der 
vordere manchmal strichförmig, der hintere am unteren Ende 
keulenförmig wird; die beiden hinteren sind zuweilen verbunden. 
Im übrigen sind die weißen Flecke manchmal mehr, manchmal 
weniger stark entwickelt. Der Seitenrand ist mit dem Anikalrand 
zu einem Randstreifen vereinigt. Manchmal fehlt auch der Seiten- 
rand. Körperunterseite glänzend grün. Größe 41/5 lin (3 mm).!) 

Cic. kaleea ist eine ungemein variable Art, die ein sehr gro- 
ßes Verbreitungsgebiet besitzt. Nach W. Horn, Col. Cat. Junk- 
Schenkling, pars 86, S. 177, kommt sie von Kiautschou bis Ton- 
kin vor, dann in Kwei-Tschou, Yünnan, Assam, vermutlich auch 
noch in Sikkim. Ein vom Festland getrenntes Vorkommen ist auf 
Feormosa, doch ist dort neben der Nominatform noch eine eigene, 
weiter unten beschriebene Rasse vorhanden. Zwei Rassen wurden 
bereits abgetrennt, und zwar cathaica Bates aus Honkong bzw. 
Schanghai und humerula W. Horn von den Riu-Kiu-Inseln. 

Die Nominatform aus Formosa ist gekennzeichnet durch eine 
relativ kleine Gestalt. Ihre Länge schwankt zwischen 7 und 9 mm, 
doch besitze ich auch ein 10 mm großes Exemplar. Die Farbe ist 


') Ich habe aus der Beschreibung nur das wiedergegeben, was im Zusam- 


menhang mit der Neubeschreibung einer Subspecies von Wichtigkeit war. 


Entomol. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 1 22 


398 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


ein dunkles, mattes Graugrün, es kommen aber auch nahezu 
schwarz gefärbte Tiere vor. Die Zeichnung schwankt erheblich: 
Bei der Nominatform fehlt oft der Schulterfleck; auch der zu- 
meist runde, auf die Scheibenmitte gerückte, untere Hm-Fleck 
fehlt sehr häufig. Der quere Seitenrandfleck ist oft mit einer 
dünnen Linie mit dem ebenfalls mehr oder weniger rundlichen 
Scheibenfleck verbunden. Am Seitenrand ist eine dünne Marginal- 
linie in der Verlängerung des Seitenrandflecks nach unten zu be- 
obachten. Dann ist noch ein oberer, schief zum Rand stehender 
Apikalfleck vorhanden, der eine dünne Randlinie gegen die Flü- 
geldeckenspitze, die aber nie erreicht wird, 'entsendet. 

An Aberrationen existieren folgende: Der Schulterfleck fehlt; 
der untere, auf die Scheibenmitte gerückte Hm-Fleck verschwin- 
det; eine Verbindung der Randmakel mit der Scheibenmakel tritt 
ein; eine Verbindung des Seitenrandes mit der Apikalmakel fin- 
det statt; der weiße Seitenrand fehlt. 

Fundorte für kaleea fa typica: Formosa: Kankau (Koshun), 
Sauter leg.; festländisches China: Tinghai; Ningpo; Ohenkiamen; 
Kiangsi; Szetschuan (Tatsienlu; Hwaninschan; Kiangkou; Mts. 
Yunfing; Selong- Wasu-Land, 4000 m, leg. Friedrich; Mts. Kiufu- 
shan, 2000 m, beim Fluß Sung-Kanho); Fukien: Shaowu; Kuatin, 
leg. Klapperich. 

Der Batesschen Beschreibung entsprechen die Tiere aus 
Kankau (Koshun), Formosa, leg. Sauter 1912, vollkommen. Die 
aberranten Stücke stammen alle vom Festland. 

Cicindela Kaleea angulimaculata ssp. nov. Von obiger Form 
recht gut unterschieden ist eine zweite, auch auf Formosa heimi- 
sche Form. Vor allem ist die Farbe der Oberseite schwarzblau oder 
so dunkel, daß sie schwarz wirkt. Nur an den Sehultern und an 
den Seitenrändern der Flügeldecken sind manchmal grüne Re- 
flexe zu beobachten. Die Zeichnung aber ist wesentlich augen- 
fälliger. Es sind vorhanden: Ein großer Schulterfleck, ein auf die 
Scheibenmitte gerückter, großer unterer Hm-Fleck von dreiecki- 
ger Form, eine lange, quer zum Seitenrand gestellte Randmakel 
von trapezoidaler Form und eine schief liegende, längliche Schei- 
benmakel, ebenfalls von trapezoidaler oder anderswie eckiger 
Form. Diese beiden letztgenannten Makeln berühren sich oft mit 
je einer Ecke. Die Seitenrandlinie fehlt zumeist oder ist nur durch 
einige Punkte angedeutet. Die Apikalmakel und der Hinterrand- 
strich sind wie bei der Nominatform. Unterseite schwarz. Länge 
619 —8 mm. 


Mandl: Zur Kenntnis der Cicindeliden Süd-Chinas (Col.) 339 


Holotypus: 15 aus Taihorin, Formosa, leg. Sauter 1911. Allo- 
typus: 1 9 vom gleichen Fundort und gleichen Sammler. Dann 
weitere Paratypen JS’ und 99 aus Taihorin. Weitere Fundorte sind 
Takao; Taihoriusho (Sauter); Fuhosho (Sauter). 

Holotypus und Allotypus befinden sich in meiner Sammlung, 
Paratypen in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in 
Wien, in der Sammlung Georg Frey, München, in der Samm- 
lung van Nidek in Bussum, Holland, und in der Sammlung 
Klapperich, Bonn. Von Herrn Br. van Nidek erhielt ich 
weitere Stücke dieser Rasse mit der Fundortbezeichnung: Hori, 
Formosa, VI, 1935 (2 Ex.); Sozan, Formosa, VI, 1954 (1 Ex.); 
Kurasu. Formosa, V, 1954 (1 Ex.) zur Ansicht. Ich benenne diese 
Fornı wegen der eckig geformten Makeln angulimaculata. 

Cicindela kaleea ssp. cathaica Bates. Ein mit einem im Wiener 
Naturhistorischen Museum von W. Horn als mandarına Fleut. 
(synonym mit cathaica Bat.) vollständig übereinstimmendes Ex- 


emplar aus Schanghai (Prov. Kiangsu) vom 14. 6. 41. 


b) Cincindeliden aus Szetschuan. 
Tricondyla pulchripes Freyi ssp. nov. 
Von der typischen Whiteschen Art fulchripes durch einige 


wenige, aber konstante Merkmale unterschieden. Kopf ein wenig 
breiter, der Halsschild etwas länger, der ganze Körper um ein 
Geringes größer. Wie bei der Nominatform ist der Körper schwarz, 
der Kopf und der Halsschild jedoch tief dunkelblau. Die Beine, 
von denen White schreibt: „Legs, especially the femora, which 
are more lightly coloured, with a fine purplish tinge“, sind tief 
dunkelbraun mit einem metallisch blauen Schimmer. Durch diese 
dunklen Beine fällt die Form sofort auf. Länge der 50 17 bis 
18 mm; © unbekannt. 

Typus: 1 5 aus Tonkin, Reg. de Hoa-Binh, leg. A. de Coo- 
man, 1928, Museum Paris; in der Sammlung G. Frey, München. 
Dann noch ein weiteres 7 (Paratypus) vom gleichen Fundort und 
vom gleichen Sammler in meiner Sammlung. Herrn Konsul Georg 
Frey zu Ehren benannt. 

Collyris aureofusca ssp. grandisubtilis W. Horn. 1 9, das in 
allen seinen Eigenschaften mit der Beschreibung gut überein- 
stimmt, bis auf die Farbe und die Größe. Die Farbe des Kopfes 
ist schwarzviolett, der Halsschild schwarz, die Flügeldecken auf 
der Scheibe blaugrün, an den Rändern metallisch gelbgrün. Die 


22* 


340 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Länge des Exemplares ist 15 mm, während der Typus 161/; mm 
mifßt. Fundort: Sankiang, Wasuland, West-Szetschuan, August 
1934, leg. Friedrich. 

Cic. kaleea Bates. Von dieser in China von Kiautschou bis 
Tonkin und Yünnan vorkommenden, anscheinend recht häufigen 
Cicindela-Art befinden sich 19 Exemplare in der Aufsammlung. 
Sie zeichnen sich alle durch eine wenig auffallende Zeichnung aus. 
Häufig fehlt der Hm-Fleck, dann auch die weit auf die Scheibe 
gerückte untere Hm-Makel. Die Verbindung der Randmakel mit 
der Scheibenmakel ist oft unterbrochen. Die Farbe ist heller grau- 
grün, und die untere Diskoidalmakel steht öfters in einem dunk- 
len, bräunlich gefärbten Wisch. 

Cicindela sachalinensis ssp. Raddei Mor. Der Lebensraum die- 
ser paläarktischen Art ragt weit nach Süden in das meist von 
indisch-orientalischen Arten bewohnte Areal Südchinas hinein. 
Vorliegende Aufsammlung enthält zahlreiche Exemplare von nor- 
malem Aussehen, doch im allgemeinen von etwas geringerer Größe. 
Auch war ungefähr die Hälfte rein grün gefärbt, also die vv-Form 
im Sinne W. Horns. 

Fundort: Selong 4000 m, Wasuland, West-Szetschuan, San- 
kiang kou 7. 8. 39, leg. Friedrich. 

Cicindela Davidı Fairm. Von dieser in den Sammlungen recht 
selten vertretenen südchinesischen Art waren vier Exemplare vor- 
handen. Auch diese Exemplare stammen von der Ausbeute Fried- 
rich und tragen den Fundortzettel: Selong 4000 m, 7. 8. 1934, 
West- Szetschuan, Sankiangkou, leg. Friedrich. 

Bemerkenswert sind die beiden letztgenannten Arten, da sie 
zeigen, daß auf den hochgelegenen Plateaus der Provinz Szet- 
schuan paläarktische Formen leben. 


nenn nn a U u > 


Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 341 


Über dıe Gattung Sısyphus Latr. 
(Col. Scarab.) 


(Mit 4 Tafeln und 3 Textabbildungen) 


Von Erwin Haaf, Museum Frey 


Herrn Prof. Dr. Alfred Kühn zu seinem 70. Geburtstag gewidmet. 


Soviel auch über die Sisyphus-Arten bisher geschrieben 
wurde, es blieb doch der Wunsch nach einer zusammenfassenden 
Arbeit offen; denn allzu groß war die Zahl der früher einmal kurz 
beschriebenen und dann in Vergessenheit geratenen Arten im Ver- 
hältnis zu den leicht kenntlichen und deshalb in fast allen Samm- 
lungen richtig determinierten Species. Darüber hinaus wichen aber 
auch die Ansichten sowohl über die Beurteilung der individuellen 
Varianten, als auch über die systematische Abgrenzung der Arten 
unter den Spezialisten der vergangenen Jahrzehnte sehr stark von- 
einander ab. 

Wenn man bezetteltes Material aus verschiedenen Museen 
vergleicht, wird nämlich zur Genüge deutlich, daß jeder Autor 
seine eigene Meinung über die einzelnen Arten hat, insbesondere 
über die goryi-(Har.)- und spinipes-(Thunb.)-Gruppe. 

Aus den Veröffentlichungen geht dies noch klarer hervor. Es 
zeigt sich dann aber auch, daß sich manche bisher als wichtig er- 
achtete Merkmale über Serien hinweg als inkonstant erwiesen, 
während einige für nicht unbedingt spezifisch gehaltene Merkmale 
besonders bedeutsam erscheinen. 

Das Für und Wider bei der Aufstellung der in dieser Gattung 
überaus zahlreichen Synonyme bildet ein eigenes Kapitel. Hier 
wird eindringlich veranschaulicht, wohin wir kommen, wenn sog. 
neue Arten beschrieben werden, ohne daß sich der Autor über 
sämtliche vorher publizierte Species einen Überblick zu verschaf- 
fen versucht hat. Man darf sich daher auch nicht wundern, wenn 
sich Arrow (1927) gezwungen sah, z. B. dem S. spinipes Thunb. 
fünf Synonyme unterzuordnen. Nach meinen Untersuchungen 
mußte ich außerdem dem S. spinipes Thunb. noch zwei weitere 


342 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd.6, 1955 


synonyme Arten hinzurechnen. Im ganzen sind weit mehr als die 
Hälfte der Sisyphus-Arten in Wirklichkeit Synonyme! Das ist ein 
Resultat, das sehr zu denken gibt, nicht zuletzt deshalb, weil — 
wie ich ausdrücklich betonen möchte — auch unter den verblie- 
benen Arten in späterer Zeit noch systematische Veränderungen 
möglich sind. 

Die größten Bestimmungsschwierigkeiten bereiten uns die 
weiblichen Exemplare. Ja, selbst die geschlechtliche Bestimmung 
der Imagines ohne anatomische Untersuchung ist nicht immer 
leicht. Um nun neue Merkmale sexual-dimorpher Art zu finden, 
nahm ich Genitaluntersuchungen an Serienmaterial vor. Hierbei 
gab es eine aufschlußreiche Überraschung, die mich jedoch nicht, 
wie ich erhoffte, in der sofortigen Erkennung der Weibchen nach 
ihren sekundären Sexualcharakteren weiterbrachte. Vielmehr ent- 
puppten sich bei einigen afrikanischen Arten des Subgen. Neo- 
sisyphus Müller, welche nach der Beschreibung im männlichen 
Geschlecht sehr lange Trochanteren am hinteren Beinpaar haben 
sollen, die Individuen mit kaum sichtbar verlängerten Trochan- 
teren, welche ich für Weibchen hielt, entgegen aller Erwartungen 
als männliche Tiere. Zuerst dachte ich, als ein Aedoeagus zum Vor- 
schein kam, an eine noch nicht bekannte Form, fand aber dann 
in bezug auf die Trochanteren-Länge alle männlichen Übergangs- 
glieder mit identischem 5-Genital und aus gleichem Fundort, und 
zwar von der kurztrochanteren bis zu der typischen Form mit sehr 
langen 'Trochanteren. 

Ich habe nun in der vorliegenden Arbeit versucht, die be- 
treffenden Merkmale von einigen dieser individuellen Z-Varian- 
ten, einschließlich der mir bekannt gewordenen Übergangsformen, 
in Umrißzeichnungen darzustellen (Tafel XV—XVIIl). Das wird 
sicher, wie mir scheint, jede spätere Identifikation wesentlich er- 
leichtern und deutlich machen, was ich im einzelnen unter Exem- 
plaren mit typischer und extremer Form bzw. deren Zwischenglie- 
dern verstehe. 

Selbstverständlich wurde von mir auch die Bildung des 
Aedoeagus besonders stark beachtet, auch wenn er sich nicht oder 
doch nur selten durch eine artspezifische Differenzierung aus- 
zeichnet. Bei der Beschreibung der betreffenden Arten werde ich 
noch darauf zurückkommen, sofern hierdurch die Art-Charakteri- 
sierung komplettiert werden kann. 

Die Hauptunterscheidungsmerkmale der Arten müssen also 
in erster Linie an den Beinen gesucht werden. Das gilt für beide 


Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 343 


Geschlechter. Bei den weiblichen Individuen sind aber diese Merk- 
male meist wesentlich schwächer ausgeprägt. 

Einen entscheidenden Teil meiner Studien nahm die Durch- 
sicht der Typen ein. Wie in unzähligen anderen systematischen 
Kategorien, herrschte auch bei der Gattung Sisyphus ein unüber- 
sichtlicher Zustand, der präzise Klarstellungen erforderte. 

Die von Arrow gesichtete Sammlung von Gory ist primär 
richtungsweisend, wenn heute auch nicht mehr eruierbar ist, wel- 
che Tiere von Gory als typisch zu gelten haben. Von Oxford, wo 
die Typen angeblich aufbewahrt werden, bekam ich darüber bis- 
her keine erschöpfende Auskunft.!) Nachdem aber Arrow die Gory- 
Typen gesehen und ziemlich ausführlich darüber geschrieben hat, 
übernehme ich diese Angaben bis auf einige Vermutungen, die 
nach der Original-Diagnose eine andere Auslegung rechtfertigen. 
Das Typenmaterial der übrigen Species war mir aber dank der 
Freundlichkeit einiger Herren Kollegen zugänglich, was mir vor 
allem bei der systematischen Einreihung der Arten, von denen 
man nur die Weibchen kennt, sehr zustatten kam. 

Während über die indischen Sisyphus-Arten eine Aufstellung 
von Arrow (1951, Fauna of Brit. India, Col. Lamell. III, Copr. 
p- 67) existiert, die in ihren Hauptzügen, aber mit Vorbehalt, von 
mir hier akzeptiert wird, mußten die afrikanischen Arten vollstän- 
dig neu bearbeitet werden. 

Die Verbreitung der meisten afrikanischen Arten ist außer- 
ordentlich groß. Wir kennen Arten, die von Abessinien bis zum 
Capland eine kontinuierliche Verbreitung besitzen, ohne daß sich 
irgendwelche rassische Unterschiede zeigen. 

Aus Mexiko und der Palaearktis stehen nur je 1 Art zur Be- 
sprechung. In Australien fehlt die Gattung Sisyphus vollständig. 

Die den Einzelresultaten vorweggenommene Gruppierung 
sieht nun wie folgt aus: 


!) Während der Drucklegung erhielt ich vom Oxford University Museum 
durch die liebenswürdige Vermittlung von Dr. Hobby eine Determinationssendung 
mit folgenden von Arrow bezeichneten Lectotypen: S. hirtus Gory, spinipes Gory, 
quadricollis Gory, rugosus Gory und hessii Gory. Die Untersuchungen dieses 
Typenmaterials erbrachten keine neuen Gesichtspunkte, sondern bestätigten 
meine bisherigen Resultate vollauf. 


344 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd 6, 1955 


1 


„ 


Genus Sisyphus Latr. 


(Genotypus: S. schaefferi L.) 


A. Subgen. Sisyphus s. str. 


(Subgenotypus: S. schaefferi L.) 


. S. schaefferi L. 
(= arachnoides Fourcr.) 
(= longifes Scop.) 
(= subemarginatus Muls.) 
(= subinermis Muls.) 
(= tauscher: Fisch.) 
(= boschnakii Fisch.) 
(= capensis Gory) 


(= morio Arrow) 
. 8. neglectus Gory 
(= denticrus Fairm.) 
(= laoticus Arrow) 
. 8. nodifer Gerst. 
. 8. longipes Ol. 
(= minutus F.) 
(= helwigi F.) 
. S. costatus Thunb. 
(= rugosus Roth) 
(= seminulum Gerst.) 
(= latus Bouc.) 
. 8. ocellatus Reiche 
. — 55p. nanniscus Per. 
. S. araneolus Arrow 


. S. thoracicus Sharp 


. S. mendicus Arrow 


11. S. angulicollis Felsche 
12. S. alveatus Boue. 
13. S. gazanus Arrow 


14. S. crispatus Gory 
(= hirtus Gory) 

(= goryı Har.) 

(= caffer Boh.) 

(= sordidus Boh.) 
(= fygmaeus Klug) 
\ 


— impressipennis Lansb.) 
15. — ssp. hirtus Wied 

(= setosulus Walk.) 

(= subsidens Walk.) 

(= prominens Walk.) 


16: = ssp. mexicanus Har. 


17. S. transvaalensis Per. 
(= callosipes Arrow) 


18. S. indicus Hope 


(= caschmirensis Redt.) 
19. S. biarmatus Felsche 
20. S. faseieulatus Boh. 


21. S. muricatus Ol. 


Haaf: Üter die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 345 


B. Subgen. Neosisyphus Müller 


(Subgenotypus: 5. spinipes Thunb. — atratus Klug) 


1. S. spinipes Thunb. 7. S. tarantula Arrow 
(= barbarossa Wied.) 
(— hessii Gory) 8. S. bowringi White 


(= atratus Klug) 
(= infuscatus Klug) 
(= appendiculatus Boh.) 
(= trochanter:cus Fairm.) 
(= quadricollis Per.) 

2. S. rukripes Per. 


9. S. gladiator Arrow 


10. S. armatus Gory 
(= setiger Roth) 
(= rubrifes Boh.) 
(= confrater Kolbe) 
3. 8. fortuitus Per. 11. S. rugosus Gory 
(= calcaratus Klug) 
\ 


4. S. penicillatus Har. — sphinipes Per.) 


(= major Fairm.) 
12. S. tibialis Raffr. 
5. 8. quadricollis Gory 
13. S. mirabilis Arrow 


6. S. kühni sp. n. (= spinipes Gory) 


Zu den nachfolgenden Subgenera- und Species-Diagnosen 
möchte ich einleitend bemerken, daß ich es für zweckmäßig, ja 
sogar für dringend notwendig hielt, die einzelnen Beschreibungen 
möglichst kurz zu fassen, um langatmige Wiederholungen zu ver- 
meiden und die wirklichen Unterscheidungsmerkmale deutlich 
hervortreten zu lassen. Außerdem konnte ich auf die Beschreibung 
morphologischer Einzelheiten, sofern sie alle Arten der Gattung 
betrafen, verzichten und auf die zahlreichen bereits existierenden 
Gattungsdiagnosen (siehe Literaturzitate) hinweisen. 


Ich möchte auch an dieser Stelle folgenden Kollegen, die mich 
bei meinen Studien freundlicherweise unterstützten, vielmals dan- 
ken: 

Miss ©. M. F. von Hayek (London), L. Chopard (Paris), G. 
Colas (Paris), P. A. Glancey (Durban), K. Delkeskamp (Berlin), 
H. Freude (München), E. Gridelli (Trieste), A. Hesse (CapeTown), 
A. Janssens + (Brüssel), Z. Kaszab (Budapest), H. B. Leech (San 
Franeisco), R. Malaise (Stockholm), G. Müller (Trieste) und O. 
Scheerpeltz (Wien). 


346 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 z 


Genus Sisyphus Latr. 


Latreille, 1807, Gen. Crust. Ins. II, p. 79 — Gory, 1833, Monogr., pp. 
1—15, t. 1 — Lacordaire, 1856, Gen. Col. III, p. 72 — Reitter, 15893, Bestimm. 
Tab. 24, pp. 156, 164 — Reitter, 1893 (1894), Verh. Naturf. Ver. Brünn 31, 
pp- 37, 43 — Peringuey, 1900 (1901), Trans. S. Afr. Phil. Soc. XII, pp. 22, 
94—108, 897, 898 — Kolbe, 13897, Käfer D.O. Afr. pp. 134, 135 — Arrow, 1909, 
Ann. Mag.N.H. (8) IH, pp. 517—519; IV, pp. 91—93 — Arrow, 1927, Ann. 
Mag.N.H. (9) XIX, pp. 456—465 — Arrow, 1931, Fn. Brit. India, Col. Lamell. 
III, Copr. p. 67 — Balthasar, 1935, Best. Tab. Europ. Col. 115, I, p. 53 — 
Janssens, 1938, Expl. Parc Nat. Albert 21, pp. 26—29 — Müller, 1942, Atti 
Mus. Stor. Nat. Trieste XV, 3, p. 86. 


Die Gattung gliedert sich nach G. Müller, 1942 (1. c.) in zwei 


Subgenera. 


A. Subgenus Sisyphus s. str. 


„Prothorax lateribus postice compressis et supra carina arcuata, integra, 
acuta limitatis. Typus: Sisyphus Schaefjeri L. — In hoc subgenus etiam 
multae species aethiopicae sunt, sicut crispatus Gory, ocellatus Reiche, 
seminulum Gerst., costatus Thunb., nodijer Gerst. etc.‘ 


B. Subgenus Neosisyphus Müller. 


‚Prothorax lateribus compressis, supra carina obtusa interdum parum di- 
stincta, semper antice et postice evanescenti limitatis. Typus: Sisyphus atra- 
tus Klug (= quadricollis Pör.). — Comprehendit etiam species majores 
aethiopicas, sicut injuscatus Klug, confrater Kolbe, rugosus Gory, tibialis 
Raffray etc.‘ 


Bestimmungstabelle 


der Subgenera und Species 


1 (42) Seiten des Halsschildes hinten stark zusammengedrückt 
und gegen die gewölbte Oberseite durch eine gebogene 
Kante oder scharfe Leiste deutlich abgegrenzt, die vom 
unteren, vorderen Seitenrand bis zur oberen Basis reicht. 

etc R N Sg. Sisyphus s. str. 

u) Elytra mit büschelardr zusammenstehenden, mehr oder 
weniger borstenartigen Haaren. 

3 (4) Kleine Art unter 6 mm Länge und mit brauner Behaarung. 
Einbuchtung des vorderen Clypealrandes sehr seicht, die 
beiden vorderen Zähnchen sehr spitz; gegen die Seiten je 
ein weiterer, aber nicht so spitzer Zahn. Halsschild sehr 
stark konvex mit einer deutlichen medianen Furche vor 
der Basis und zwei Schrägeindrücke auf dem Diskus. 

alveatus Bouc. 


Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 347 


4 (3) Mittelgroße bis große Arten, länger als 8 mm. Behaarung 
schwarz. Einbuchtung des elypealen Vorderrandes gleich- 
mäßig und relativ tief, die vorderen Zähnchen nicht ganz 
so spitz; gegen die Seiten kein weiterer scharfer Zahn. 
Halsschild mäßig konvex ohne Schrägeindrücke. 

5 (6) Halsschild mit langen, büschelartig zusammenstehenden, 
oben hakenförmig umgebogenen Borsten. Auf den Hinter- 
ecken gegenüber den Schultern ein aufrechtstehender, 
dicht beborsteter Zahn. Innenseite der Hinterschiene mit 
langen Haaren besetzt. . . . . .  fasciculatus Boh. 

6 (5) Halsschild mit langen, einzelstehenden, oben nur schwach 
gekrümmten Haaren. Hinterecken des Halsschildes ohne 
Vertikalzahn. Seitenrand etwa gegen die Mitte mit einem 
eckigen Vorsprung. Mittelschenkel leicht gebogen. Auf 
der Innenseite der Hinterschiene verhältnismäfiig kurze 
Haare. . ... EN 4: muricatus Ol. 

{ (2) Elytra mit chenden Re oder Borsten. 

ö (13) Hinterschenkel basal sehr schmal, im äußeren Drittel 
stark bauchig erweitert, schwach behaart oder glatt. 

9 (10) An der bauchigen Erweiterung des Hinterschenkels an der 
Innenseite ein deutliches Eck. Palaearktische Art. 

j schaefferi L. 

10 (9) Ballchige une es Fisterschenf<is ohne irgendein 
Eck oder einen Vorsprung. Afrikanische oder indische Art. 

11 (12) Trochanter des Hinterschenkels am Ende amboßförmig 


erweitert. Afrikanische Art. . . ...  nodifer Gerst. 
12 (11) Trochanter des Hinterschenkels am Ende kurz und zuge- 
spitzt. Indische Art. . . . 20. Jongipes Ol. 


13 (8) Hinterschenkel im äußeren Drittel nicht bauchig erwei- 
tert, mit und ohne Innenrandzähne. 

14 (27) Orientalische, malayische oder mexikanische Arten. 

15 (20) Mittelschenkel innen vor dem Knie beim 57 mit einem 
Zahn, beim 2 mit einem Eck. 

16 (17) Außenseite der Hinterschiene flügelartig erweitert. Innen- 
seite des Hinterschenkels vor dem Knie beim 5 mit einem 
scharfen Zahn. 2} WERE thoracieus Sharp 

17 (16) Außenseite der ie ohne Erweiterung. 

15 (19) Innenseite des Hinterschenkels zwei durch eine Einbuch- 
tung getrennte, stumpfe Zähne. Hals- und Kopfschild mit 
tiefer, grober Punktur. Hinterschiene vor der Mitte stark 
gekrümmt. In Indien beheimatet. . mendicus Arrow 


) 
348 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd.6, 1955 


19 (18) Auf der Innenseite des Hinterschenkels vor dem Knie ein 
scharfer Zahn. Indische Art. . . .  araneolus Arrow 

20 (15) Mittelschenkel innen vor dem Knie ohne Zahn oder Eck. 

21 (22) Aus Mexiko. Zähne des clypealen Vorderrandes sehr spitz. 
Schenkel und Schienen des mittleren und hinteren Bein- 
paares ohne besondere Erhabenheiten. 

ET EL EAN crispatus ssp. mexicanus Har. 

22 (21) Orientalische Arten. 

23 (24) Hinterschenkel auf der Innenseite ohne irgendwelche 
Zähne oder Ecken. . . . crispatus ssp. hirtus Wied. 

24 (23) Hinterschenkel innen beim 5 mit einem kurzen, abge- 
stutzten, etwas gebogenen Zahn oder mit einem gegen die 
Basis gerichteten, kurzen Dorn, beim 9 mit einem leicht 
erhabenen, glatten, meist ziemlich breiten Vorsprung. 

25 (26) Auf der Innenseite des Hinterschenkels im äußeren Drit- 
tel beim 5 ein schräg gestellter, abgestutzter Zahn, beim 
Q eine leicht erhabene, glatte Stelle. Clypeus mehr oder 
weniger deutlich 6zähnig, vordere Einbuchtung nicht sehr 
tief. u 5 indicus Hope 

26 (25) Innenseite des Hinterschenkels etwa von der Mitte ab ab- 
rupt verbreitert und an dieser Stelle beim 5 ein gegen 
die Basis gerichteter Zahn. Clypealer Vorderrand mit 2 
deutlichen Zähnchen, dazwischen eine verhältnismäßig 
tiefe Einbuchtung. . . 2 .2........ neglectus Gory 

27 (14) Afrikanische Arten. 

28 (31) Mittelgroße Arten, deren Hinterschenkel auf der Innen- 
seite beim 5’ bezahnt, beim 9 mit einer mehr oder weniger 
breiten, glatten, oft leicht erhabenen Stelle versehen sind. 

29 (30) Auf dem Hinterschenkel innen 2 abgestutzte Zähne, der 
eine vor dem Knie gelegene Zahn gebogen und relativ 
lan... “200020... biarmatus Felsche 

30 (29) Im äußeren Drittel auf der Innenseite des Hinterschen- 
kels beim 5 ein schräg abgestutzter, oft amboßförmiger 
Zahn, beim 9 eine schwach erhabene, glatte Stelle. 

; transvaalensis Per. 

31 (28) Kleine bis in, keine Arno den Hinterschenkel auf der 
Innenseite weder beim 3’ noch beim 9 bezahnt sind oder 
einen glatten Vorsprung besitzen. 

32 (33) Clypeus vorne sehr flach eingebuchtet mit 2 äußerst spit- 
zen Zähnchen. . . . 2. 2.2... gazanus Arkoms 


Haaf: Über die Gattung Sisyphüs Latr. (Col. Scarab.) 349 


33 (32) 


34 (39) 


5 (38) 


36 (37) 


37 (36) 


38 (35) 


Ciypeus vorne mehr oder weniger tief eingebuchtet mit 2 
oder mehreren spitzen oder stumpfen Zähnchen. 
Vordere Einbuchtung des Olypeus tief, fast kerbenförmig, 
so daß die flankierenden Zähnchen ziemlich nahe zusam- 
men liegen. 
Halsschild gegen die Basis nur mäßig gewölbt und wie die 
Oberseite des Kopfes mit grünlichem oder kupfrigem 
Metallschimmer. Vordere Ciypealzähnchen schwach auf- 
gebogen. 
Sehr kleine Art (3—4 mm). Kopf und Halsschild oft dunk- 
ler gefärbt als die Elytren. Punkte auf dem Halsschild 
groß und spärlich. Halsschild mit wesnee Ely- 
tren ee ziemlich stark verengt. 
3 ocellatus ssp. nannisceus De 
Kan: De Pe, nt Kopf, Halsschild und Eiytren 
immer von gleicher Farbe. Punktur und Behaarung auf 
dem Halsschild fein und ziemlich dicht. Halsschild ohne 
Depression. Elytra hinter der Schulter viel breiter als der 
Halsschild; apikal breit verrundet. . ocellatus Reiche 
Halsschild gegen die Basis stärker gewölbt, nur selten mit 
Metallschein. Vordere Glypealzähnchen stark aufgebogen. 


eostatus Thunb. 


39 (34) Bilder. Finbachlung des K mäßig tief, nicht ker- 


40 (41) 


1 (40) 


2(1) 


43 (46) 
44 (45) 


benförmig. 
Rotbraune Art, meist mit gelben Hinterbeinen, die beim 
Jg’ einen langen, etwas gedrehten Trochanter besitzen. 
Vordere ee äußerst scharf. 

angulicollis F AIsche 
Bunkelbr aune bis en) Ze Art mit Beinen von gleicher 
Färbung. Trochanter des 5 am Hinterschenkel sehr kurz. 
Ciypeus meist 6zähnig, die vorderen Zähnchen meist nicht 
sehr spitzig. . . . .  erispatus Gory 
Seiten des Ealeschildes en meist deutlich zusammen- 
gepreßt und gegen die gewölbte Oberseite verschwommen 
und nicht durch eine gebogene, scharfe Leiste oder Kante, 
die vom unteren Seitenrand bis zur oberen Basis reicht, 
abgegrenzt. . . ». . .... Bgn. Neosisyphus Müller 
Orientalische Arten. 
Mittelschenkel vor dem Knie mit einem Zahn. Mittel- 
schienenzahn nicht dem Knie abgewandt. Neben der Er- 
weiterung am Innenrand des Hinterschenkels kein Zahn. 


350 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Halsschild gegen die Basis nur schwach gewölbt. 
bowringi White 

45 (44) Mittelsehenkeli vor et Knie innen stark erweitert, ohne 
Zahn. Mittelschienenzahn vor dem Knie mit der Spitze 
nach außen gerichtet, dem Knie abgewandt. Hinterschen- 
kel mit Erweiterung und leicht gebogenem Zahn. Hals- 
schild gegen die Basis stark gewölbt. tarantula Arrow 

46 (43) Afrikanische Arten. 

47 (50) Mittelschenkel auf der Innenseite vor dem Knie gleich- 
mäßig verschmälert, ohne Dorn oder Höckerchen. Mittel- 
schienen meist ohne, selten mit einem kleinen Zahn auf 
der Innenseite vor dem Knie. Trochanter beim Z von 
sehr unterschiedlicher Länge. 

45 (49) Auf dem Hinterschenkel an der Innenseite etwa in der 
Mitte beim 5 ein stumpfer Zahn, beim 9 ohne Andeu- 
tung eines solchen. . .: . . . armatus Gory 

49 (45) Etwa in der Mitte der I. des Hinterschenkels 
beim 5 ein sehr spitzer Dorn, beim 9 ist dieser nur 


schwach angedeutet. . . . .... rugosus Gory 
50 (47) Mittelschenkel auf der ee vor dem Knie mit einem‘ 


stumpfen Eck oder deutlichen Dorn oder unregelmäßig 
oder abrupt verschmälert. 

51 (54) Auf der Außenseite der Mittelschiene ein einzelner, sehr 
großer Zahn. 

52 (55) Pygidium ohne Höcker. Mittelschenkel auf der Innenseite 
direkt vor dem Knie ein sehr kräftiger, leicht gebogener, 
distal abgestutzter Dorn und dahinter beim 5 ein kleiner 
Zahn, beim 9 ist dieser nur angedeutet. Südafrika. 

mirabilis Arrow 

33 (52) Pen mit 2 Eroßen Höckern: Mittelschenkeli innen vor 
dem Knie ein großer, ziemlich spitzer Zahn. Abessinien 
und Ostafrika. . . . . .  tibialis Raffr. 

54 (51) Außenseite der Mibtelschiene ahate einzelstehenden Zahn. 

55 (56) Zahn auf der Innenseite der Mitteltibia neben dem Knie 
sehr scharf, in der Längsrichtung der Schiene distal nahe- 
zu rechtwinklig aufragend oder dem Knie abgewandt. 

rubripes Per. 


56 (55) Zalın auf 1 nis den Mitteltibia neben dem Knie 


mehr oder weniger deutlich, in der Längsrichtung der 


Tibia beiderseits meist gleichmäßig ansteigend oder gegen 


das Knie gerichtet. 


Haaf: Über die Gattüng Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 351 


57 (56) Hinterschenkel auf der Innenseite direkt vor dem Knie 
beim 3 ein kurzer, beim Q ein schwach angedeuteter Dorn. 
Braune Art mit einer Körperlänge von über 15 mm. 

penicillatus Har. 

58 (57) Erkschenkel Fr der ee direkt vor dem Knie 
ohne Dorn. Hellbraune bis schwarzgefärbte Arten unter 
13 mm Länge. 

59 (62) Vor oder in der Mitte der Innenseite des Hinterschenkels 
beim 5' ein scharfer Zahn, der beim 2 .nur schwach an- 
gedeutet ist. 

60 (61) Mittel- und Hinterschenkel verhältnismäßig lang und 
schmal. Mittelschenkel innen vor dem Knie mit einem 
leicht gebogenen, stumpfen, aber großen Zahn. 

AR gladiator Arrow 

61 (60) lie Behenkeh renlich. een. Mittelschenkel innen 
vor dem Knie mit einem kleinen spitzen, manchmal aber 
auch nur kleinen stumpfen Zahn. . spinipes Thunb. 

62 (59) Hinterschenkel auf der Innenseite zahnlos. 

63 (64) Hinterschenkel ziemlich schlank, in der Mitte oder im 
äußeren Drittel kaum verdickt. . . .  fortuitus Per. 

64 (63) Schenkel ziemlich plump, in der Mitte verdickt und längs- 
gekantet oder im äußeren Drittel erweitert und vor dem 
Knie wieder stark verengt. 

65 (66) Hinterschenkel im äußeren Drittel innen beim 7 schaufel- 
artig erweitert, beim Q@ dasselbe Merkmal in schwächerer 
Ausprägung, aber doch deutlich erkennbar, ohne abge- 
rundete Längskanten. . . 20.0. kühni sp. n. 

66 (65) Größte Breite des recent etwa in der Mitte, ohne 
schaufelartige Erweiterung im äußeren Drittel, mit ab- 
gerundeten Längskanten. . . . .  quadricollis Gory 


Artbeschreibungen 


A. Subgenus Sisyphus s. str. 


1. S. schaefferi L. (Tafel XV, Fig. 7) 
(= tauscheri Fisch.) 
(= boschnakii Fisch.) 
(= capensis Gory) 
(= morio Arrow) 
(= arachnoides Fourer.) 


352 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


(— longipes Scop.) 
(= subemarginatus Muls.) 
(= subinermis Muls.) 


S. schaefjeri Linne, 1758, Syst. Nat. ed. X, I, p. 349 — 1767, p. 550 — Gory, 
1833, Monogr. p. 9, t. 1, f. 8 — Reitter, 1909, Fauna Germ. Käfer, II, 
p- 324, t. 73, f. 4 — Mulsant, 1842, Col. France, Lamell. p. 61 — Arrow, 
1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, pp. 457, 459 — Arrow, 1931, Fn. Br. India, 
Col. Lamell. p. 67 — ,,?‘, 1941, Mushi 13, pp. 131, 132 — Hepp, 1936, 
Ent. Bl. 32, II, pp. 80, 81, 82. 

. arachnoides Fourer., 1785. Entom. Paris, p. 15. 

.longipes Scop., 1763, Ent. Carnicol., p. 11 — Schrank, 1798, Fauna Boica I, 
p- 398. 

.subemarginatus Muls., 1842, Col. France, Lamell. p. 62. 


un 


02) 


5 

5. subinermis Muls. 1.c. p. 62. 

S. tauscheri Fisch., 1823, Entomogr. Russ. II, p. 209, t. 27, £. 2. 

5. boschnakii Fisch., 1823, Entomogr. Russ. II, p. 210. — Müller, 1901, Wien. 
Ent. Zeit. XX, p. 140. 

S. cahensis Gory, 1833, Monogr. p. 12, t. 1, £. 8 — Peringuey, 1900 (1901), 
Trans. S. Afr. Phil. Soc. XII, p. 897 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) 
XIX, pp. 457, 465. 

9. morio Arrow, 1909, Ann. Mag.N.H. (8) IV, p. 93 — Arrow, 1927, Ann. Mag. 
N.H. (9) XIX, pp. 459, 465. 


Körperlänge: 5,5—12,5 mm. 

Verbreitung: Mittel- und Südeuropa, Nordafrika, Kleinasien, 
Mongolei, China, Korea. 

Eine rein palaearktische, weitverbreitete, individuell stark 
variierende, schwarzgefärbte Art. Behaarung gelblich, rostfarben 
oder schwarz. Stirn unregelmäßig punktiert, Clypeus fein granu- 
liert, vorne mit einer ziemlich tiefen und breiten Einbuchtung, die 
beiderseits von etwas stumpien, aufgebogenen Zähnchen flankiert 
werden. Halsschild ziemlich dicht und nicht selten gegen die Basis 
genabelt punktiert. Basis gleichmäßig gerundet, hinten sind die 
Seiten zusammengepreßt und durch eine scharfe, gebogene Leiste 
von der stark konvexen Oberseite abgegrenzt. Elytren apikal mehr 
oder minder spitz zulaufend. Anteapikalbeulen treten deutlich her- 
vor. Mittleres Beinpaar zahnlos. Hinterschenkel im äußeren Drittel 
stark verdickt, auf der Innenseite vor dem Knie ein scharfes Eck. 


Innenseite der Hinterschiene mit wenig zahlreichen, aber scharfen ' 


Zähnchen. 


5. schaefferi besitzt als palaearktische Art in der Gestalt des 
Hinterschenkels ein spezifisches Erkennungsmerkmal (Tafel XV, 


[ne N 
Fig. 2): 


Haaf: Über die Gattüng Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 39) 


Nach den ausführlichen Darstellungen von Hepp ({l. e.) existie- 
ren zwischen schaefferi und boschnakii Fisch. keinerlei Unter- 
schiede, so daß boschnakii zum Synonym wird. Dasselbe gilt auch 


für S. morio Arrow und S. capensis Gory (vergl. Arrow, 1927, 1. c.). 


2. 5. neglectus Gory 
(= denticrus Fairm.) 
(= laoticus Arrow) 


S. neglectus Gory, 1833, Monogr. p. 14 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, 
p- 460 — Arrow, 1931, Fn. Br. India, Col. Lamell. III, p. 73. 

S. dentiecrus Fairmaire, 1886, Ann. Soc. Ent. Fr. (6) VII, p. 320 — Arrow, 1931, 
Fn. Br. India, Col. Lamell. III, p. 74. 

S. laoticus Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, p. 4693. 


Körperlänge : 5— 7,5 mm. 

Verbreitung: Südindien, Sikkim, Burma, Junnan, SW.-China. 

Schwarze Art mit gelblicher, dunkelbrauner, manchmal auch 
schwarzer Behaarung. Am Ulypeus spärlich, gegen die Stirn dichter 
und grob punktiert. Olypeus vorne tief eingebuchtet mit 2 spitzen, 
leicht aufgebogenen Zähnchen. Nicht selten ist die Oberseite des 
Kopfes mit einem grünlichen oder kupfrigen Metallschein ver- 
sehen. Halsschild, besonders gegen die Seiten und die Basis mit 
Nabelpunkten besetzt. Seiten hinten zusammengepreßt und gegen 
die Oberseite durch eine scharfe Kante abgegrenzt. Basis gerundet. 
Zentralmediane Furche nur schwach ausgebildet. Auf der Unter- 
seite der Vordertibia befindet sich an der Insertionsstelle der Tarse 
ein scharfer Zahn. Hinterschenkel an der Basis sehr schmal, nach 
der Mitte zu stark verdiekt und dort auf der Innenseite beim 7 ein 
gegen die Basis gerichteter Zahn, der sehr spitz, aber auch abge- 
stutzt sein kann und der beim 9 nur andeutungsweise vorhan- 
den ist. | 

S. neglectus Gory erinnert, falls es sich um große Exemplare 
handelt, außerordentlich stark an S. indicus, kann aber auch bei 
sehr flüchtiger Betrachtung mit ssp. hirtus Wied. verwechselt wer- 
den. Von diesen ist neglectus in beiden Geschlechtern am sicher- 
sten an der Einbuchtung und den Zähnchen des elypealen Vorder- 
randes zu unterscheiden, welcher bei neglectus wie bei dem afri- 
kanischen S. ocellatus Reiche, bei ssp. hirtus und S. indicus aber 
wie bei crispatus Gory gebildet ist. 

Die von Arrow (1931, 1. c.) angegebenen morphologischen 
Differenzen zwischen neglectus, denticrus und laoticus sind indivi- 
duell sehr variabei und somit auch keine wirklichen Artunter- 


Entomol. Arbeiten aus dem Museum Frey. Bd..6, H. 1 23 


354 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


schiede. 5. neglectus soll stärker behaart und dichter punktiert \ 


sein, während von denticrus zitiert wird, er habe eine andere Be- 
haarung und Punktur. Die Untersuchung des typischen Materials 
von denticrus Fairm. (in coll. Museum Paris) ergab jedoch, daß es 
sich, genau wie bei laoticus, nur um abgeriebene Stücke handelt. 
Von laoticus, der nach einem einzigen Exemplar beschrieben 
wurde, wird außerdem noch vermerkt, daß er einen höckerartigen 
Fortsatz am Innenrand des Hinterschenkels besitze, den neglectus 
nicht aufzuweisen habe. In Wirklichkeit handelt es sich bei die- 
sem Fortsatz um ein variierendes Gebilde, das z. B. auch bei dem 
afrikanischen S. transvaalensis mit derselben Tendenz vorkommt. 
Der Befund einer Identität von neglectus, denticrus und laoticus 
wurde durch die an drei männlichen Exemplaren von mir fest- 
gestellte Genitalgleichheit erhärtet, und zwar an je einem von 
Arrow als neglectus, denticrus und laoticus determinierten Stück, 
also an ehemaligen „guten“ Arten, die man allerdings nur im 
männlichen Geschlecht glaubte auseinanderhalten zu können. 


3. 8. nodifer Gerst. (Tafel XV, Fig. 1) 


5. nodijer Gerstaecker, 1871, Archiv Naturg. XXXVII, I, p. 49 — Gerstaecker, 
1373, Deckens Reise III, 2, p. 126, t. 7, f. 7” — Fairmaire, 1887, Ann. Soc. 
Ent. Fr. (6) VII, p. 108 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, p. 465. 


Körperlänge: 5—6 mm. 

Verbreitung: Ostafrika, Somaliland. 

Kleine, schwarze Art mit hellbraunen bis rostroten Härchen. 
Ciypeus vorne tief ausgebuchtet mit 2 spitzen, aufgebogenen Zähn- 
chen. Halsschild stark gewölbt; Seitenrand hinten zusammenge- 
drückt und dort unbehaart mit sehr deutlicher, schwach krenu- 
lierter Begrenzungskante gegen die mit pelzartig anliegenden Här- 
chen versehene Oberseite. Basis schwach gerundet. Elytra mit 6 
härchentragenden Doppelstreifen; oberhalb des Pygidiums abge- 
stutzt. Pygidium mit großen Punkten. Mittleres Beinpaar unbe- 
dornt. Mittel- und Hinterschenkel basal sehr schmal und deutlich 
punktiert, etwa in der Mitte blasenförmig angeschwollen. Tro- 
chanteren sehr schmal und eng an den Hinterschenkel anliegend 
und etwa an dessen basalem Drittel als eine amboßförmige Erwei- 
terung endend. Hinterschiene leicht gebogen, auf ihrer Innenseite 
gesägt. 

S. nodifer Gerst. ist eine durch den eigenartigen, amboßför- 
migen Trochanter (Tafel XV, Fig. 1) ausgezeichnete Art und 
kommt dem 5. costatus Thunb. und longipes Ol. am nächsten. 


Haaf: Über die Gattung Sisyphüs Latr. (Col. Scarab.) 358 


Letztere besitzen jedoch nicht den amboßförmigen Trochanter am 
Hinterschenkel. 


4. S. longipes Ol. 
(= minutus F.) 
(— helwigi F.) 

S. longipes Olivier, 1789, Entom. I, 3, p. 164, t. XIX, f. 177 — Arrow, 1927, 
Ann. Mag.N.H. (9) XIX, p. 457 — Arrow, 1931, Fn. Br. India, Col. 
Lamell. p. 7. 

Scar. minutus Fabricius, 1792, Ent. Syst. I, p. 70 — Gory, 1833, Monogr. p. 15, 
t. 1, £. 12 — Arrow, 1909, Ann. Mag.N.H. (8) IV, p. 92. 


Copris helwigi Fabricius, 1798, Ent. Syst. Suppl. p. 35 — Fabricius, 1801, Syst. 
Eleuth. I, p. 60 — Arrow, 1909, Ann. Mag.N.H. (8) IV, p. 92. 


Körperlänge: 4—6,5 mm. 

Verbreitung: Südindien, Burma, Ceylon. 

Sehr kleine, braune oder schwarze, oft stark glänzende Art 
mit gelblich-braunen, manchmal rötlichen Härchen. Kopf ziem- 
lich spärlich punktiert. Clypeus vorne tief eingebuchtet mit zwei 
aufgebogenen, spitzen Zähnchen. Halsschild fein, manchmal ge- 
nabelt punktiert mit einzelnen glatten, unbehaarten Stellen. Die 
Seiten des Halsschildes hinten zusammengedrückt mit deutlich 
sichtbarer Begrenzungskante gegen die stark gewölbte Oberseite. 
Basis gleichmäßig gerundet. Schenkel des mittleren und hinteren 
Beinpaares ohne Zähne, glatt oder nur spärlich punktiert, an der 
Basis sehr dünn, besonders der Hinterschenkel, gegen das äußere 
Drittel sehr stark und gleichmäßig verdickt und vor dem Knie wie- 
der etwas schmäler. Hinterschiene nicht scharf gesägt. Trochanter 
sehr kurz. 

Durch den gegen das äußere Drittel gleichmäßig, aber sehr 
stark verdiekten, zahn- und meist punktfreien Hinterschenkel ist 
5. longipes Ol. von allen anderen orientalischen Sisyphus-Arten 
sicher zu trennen. 


5. 8. eostatus Thunb. 
(= rugosus Roth) 
(= seminulum Gerst.) 
(— latus Bouc.) 
S. costatus Thunb. 1818, M&m. Acad. Petrop. VI, p. #12 — Arrow, 1927, Ann. 
Mag.N.H. (9) XIX, pp. 4558, 465 — Boucomont, 1933, Mem. Est. Zool. 
Univ. I, 73, p. 4 (nec coslatus) — Janssens, 1938, Expl. Parc Nat. Albert 


21, p. 29. 
S.rugosus Roth (nec Gory), 1851, Archiv Naturg. XVII, I, p. 124. 


356 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


5. seminulum Gerstaecker, 1871, Archiv Naturg. XXXVII, I, p. 48 — Ger- 
staecker, 1873, Deckens Reise III, 2, p. 127 — Janssens, 1933, Expl. Parc 
Nat. Albert 21, p. 29. 

S. latus Boucomont, 1928, Rev. Zool. Afr. 15, p. 413. 


Körperlänge: 3,5—5,5 mm. 

Verbreitung: Von Südafrika bis Ostafrika und Abessinien; 
auch in Westafrika (Kamerun, Franz. Guinea). 

Eine der kleinsten Sisyphus-Arten von rötlich-brauner bis 
schwarzer Färbung. Behaarung hellgelb bis schwarzbraun. Ober- 
seite des Kopfes und Halsschildes meist mit leichtem Metallschim- 
mer. Clypeus vorne sehr tief eingebuchtet mit 2 ziemlich spitzen 
Zähnchen und gegen die Seiten in der Regel mit weiteren, aber 
mehr oder minder stumpfen Zähnchen. Halsschild stark gewölbt, 
hinten auf den Seiten etwas zusammengepreßt und deutlich durch 
eine Kante gegen die bei frischerhaltenen Exemplaren mit ziem- 
lich langen Härchen relativ spärlich besetzte Oberseite abgegrenzt. 
Doppelstreifen der Flügeldecken sehr prägnant und mit verhält- 
nismäßig langen Härchen besetzt, die oft struppig zusammen- 
hängen. Mittel- und Hinterschenkel hinter der Mitte stark ver- 
dickt. 

Am nächsten verwandt mit 5. ocellatus Reiche und dessen 
Subspecies nanniscus PeEr., die aber einen viel weniger stark ge- 
wölbten, jedoch dichter behaarten Halsschild, einen breiteren 
Apikalteil und ausnahmslos nur zwei scharfe Clypealzähnchen be- 
sitzen. Kleine Exemplare von crispatus Gory werden häufig mit 
costatus verwechselt. Bei crispatus ist aber der Vorderrand des 
' Ciypeus weniger tief eingebuchtet, und die beiden vorderen Zähn- 
chen neben dieser Einbuchtung stehen weiter auseinander und sind 
in der Regel nicht so spitz wie bei costatus, der zudem einen stär- 
ker gewölbten Halsschild aufweist. 

5. seminulum Gerst. (Typus in coll. Zool. Museum Berlin), 
5. latus Bouc. und 5. rugosus Roth sind mit costatus identisch. Der 
von Janssens (1938, 1. c.) zitierte costatus Thunb. ist sehr wahr- 
scheinlich der von Janssens nicht erwähnte S. ocellatus Reiche. 


6. S. ocellatus Reiche 


5. ocellatus Reiche, 1847 (1850) in Ferret et Galinier, Voyage Abyss. III, p. 311, 
t. 19, ££ 1 — Arrow, 1909, Ann. Mag.N.H. (8) III, p. 518. 
Körperlänge: 4—5,5 mm. 

Verbreitung: Abessinien, Ostafrika, Kamerun, Span. Guinea, 

Franz. Guinea. 


Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 357 


Rostbraune bis schwarzgefärbte Art. Behaarung gelblich bis 
dunkelbraun. Kopf und Halsschild in der Regel mit kupfrigem 
oder grünlichem Metallglanz und kurzen Härchen dicht besetzt. 
Clypeus vorne tief eingebuchtet; die beiden Zähnchen neben der 
Einbuchtung ziemlich spitz, nahe zusammenstehend und etwas 
aufgebogen, daneben keine weiteren scharfen Zähnchen. Halsschild 
mäßig gewölbt, manchmal auf den vorderen Partien mit markan- 
ten Nabelpunkten, die Seiten hinten zusammengepreßt mit schar- 
fer, gebogener Kante gegen die Oberseite. Elytra von oben gese- 
hen hinter den Schultern erweitert, apikalwärts ziemlich verrundet. 
Mittel- und Hinterschenkel zahnlos, im äußeren Drittel keulenför- 
mig angeschwollen. 


7. 8. ocellatus ssp. nannisceus Per. 


Peringuey, 1900 (1901), Trans. S. Afr. Phil. Soc. XII, pp. 101, 107 — 
Arrow, 1909, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, p. 465 — Janssens, 1935, Expl. Parc Nat. 
Albert 21, p. 29. 


Körperlänge: 3—4 mm. 

Verbreitung: Süd- und Ostafrika, Kamerun (°). 

Kleiner als die Stammform. Flügeldecken meist von helierem 
Braun als Kopf- und Halsschild. Form und Bezahnung des Ulypeus 
einerseits und Wölbung, Behaarung und Punktierung andererseits 
mit der Stammform nahezu übereinstimmend. Apikalteil aber et- 
was weniger breit verrundet. Auf dem Halsschild beiderseits meist 
mit einer Depression. Zentralmediane Furche vor der Basis kaum 
erkennbar. 

S. ocellatus Reiche und seine Unterart nanniscus Per. stehen 
dem costatus am nächsten, lassen sich aber, wenn es sich um gut- 
erhaltene Stücke handelt, einwandfrei durch folgende Merkmale 
von jenem unterscheiden: Die Halsschildwölbung ist wesentlich 
schwächer, die Behaarung feiner, der Olypeus besitzt nur 2 scharfe 
Zähnchen. Von dem kräftiger gebauten S. crispatus Gory lassen 
sich S. ocellatus und ssp. nanniscus noch leichter auseinanderhal- 
ten, da der Clypeus bei cerispatus in der Regel mehr oder weniger 
deutlich 6zähnig ist und die vorderen Zähnchen nicht so nahe zu- 
sammenstehen wie bei ocellatus, nanniscus und auch costatus. 

Die Prüfung des Typus von nanniscus Per. (in coll. South-Af- 
rican-Museum, Cape Town) erlaubt mir die Einreihung als Unter- 
art zu ocellatus Reiche. Arrow und Janssens (l. ec.) schen in nannis- 
cus ein Synonym von seminulum Gerst. = costatus Thunb. Nach 
meinen Informationen haben aber beide Spezialisten ihre Entschei- 


398 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6. 1955 


dung nur nach der Beschreibung gefällt. Die Typen von 5. semi- 
rulum und nanniscus sind aber keinesfalls identisch, sondern dif- 
ferieren in der Weise, wie oben angegeben. 


3. S. araneolus Arrow 


5. araneolus Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, p. 464 — Arrow, 1931, Fn. 

Br. India, Col. Lamell. III, p. 71. 

Körperlänge: 5 mm. 

Verbreitung: Südindien. 

Ziemlich kleine, rotbraune Art mit gelblichen, oben haken- 
förmig umgebogenen Haaren. Oberseite des Kopfes mit groben 
Punkten ziemlich spärlich besetzt. Clypeus am Vorderrand ein- 
gebuchtet mit zwei sehr scharfen, kleinen, leicht aufgebogenen 
Zähnchen, gegen die Seiten ungezähnt. Halsschild ebenfalls mit 
groben Punkten. Basis des Halsschildes gleichmäßig gerundet; 
Seiten hinten zusammengepreßt und gegen die wenig stark ge- 
wölbte Oberseite durch eine behaarte Kante abgegrenzt. Zentral- 
mediane Furche durch eine schwarze Linie nahe der Basis an- 
gedeutet. Pygidium dicht behaart. Elytra mit deutlich sichtbarer 
Anteapikalbeule, vor der eine große, schräggestellte Depression 
liegt. Auf der Unterseite der Vordertibia befindet sich an der In- 
sertionsstelle der Tarsen ein Zahn. 

Beim 7’ auf dem Mittelschenkel im äußeren Drittel stark ver- 
breitert mit einem gegen das Knie gerichteten kleinen Zahn. Mit- 
telschiene an der Basis sehr schmal, dann etwa auf der Höhe des 
gegenüberliegenden Schenkelzahns breiter bis zum distalen Ende. 
Hinterschenkel im äußeren Drittel ebenfalls erweitert mit einem 
sehr kleinen, scharfen Zahn. Trochanter relativ kurz mit abste- 
hender Spitze. Hinterschiene ohne besonderes Merkmal. @ unbe- 
kannt. 

Eine dem 5. thoracicus Sharp äußerst nahverwandte Art, de- 
ren Artspezifität noch nicht einwandfrei erwiesen ist, da man bis- 
her nur wenig Exemplare kennt. Der anscheinend nur in Indien 
beheimatete S. araneolus ist von thoracicus am einfachsten daran 
zu unterscheiden, daß er am Außenrand der Hinterschiene keine 
Erweiterung besitzt und am Innenrand der Mittelschiene keinen 
Zahn trägt. 


9. S. thoraeicus Sharp (Tafel XV, Fig. 8) 


S. thoracicus Sharp, 1875, Col. Hefte XIII, p. 39 — Arrow, 1927, Ann. Mag. 
N.H. (9) XIX, p. 465. 


Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 359 


Körperlänge: 5—6,5 mm. 

Verbreitung: Philippinen zz Palawan), Borneo, Java, 
Sumatra, Singapore. 

Eine verhältnismäßig seltene, rotbraune Art mit gelblicher Be- 
haarung. Oberseite des Kopfes wenig dicht aber grob punktiert. 
Vorderrand des Clypeus weit eingebuchtet mit 2 scharfen Zähn- 
chen. Halsschild mit groben Punkten. Seiten hinten zusammen- 
gepreßt und gegen die mäßig gewölbte Oberseite durch eine 
scharfe und gebogene Kante abgegrenzt. Zentral-mediane Furche 
ziemlich deutlich. Basis leicht gerundet. Flügeldecken mit je 8 
kettenförmig zusammenhängenden Punktreihen. Anteapikalbeulen 
durch den davor liegenden Schrägeindruck gut erkennbar. Schen- 
kel ziemlich flachgedrückt. 

Beim J’ auf dem Mittelschenkel im äußeren Drittel innen 
stark erweitert und gegen das Knie plötzlich verschmälert, so daß 
ein abgestumpftes Eck entsteht, dem bei angezogenen Beinen auf 
der Innenseite der Tibia ein markanter, flacher, abgestumpfter 
Zahn gegenübersteht, welcher bis zum distalen Ende der Schienen 
reicht und bis dahin fein gesägt und deutlich behaart ist. Hinter- 
schenkel im äußeren Drittel mit einem Sporn, der in der Länge 
etwa der abstehenden Trochanterenspitze entspricht. Außenseite 
der Hinterschiene bis etwa zur Mitte fast flügelartig erweitert und 
von dort an wieder von normaler Stärke und Form. Innenseite der 
Hinterschiene gesägt. 

Bei den Beinen des 9 sind die für das männliche Geschlecht 
angegebenen Merkmale (Tafel XV, Fig. 8) in sehr reduzierter 
Ausbildung vorhanden. Die Erweiterung der Mitteischiene auf 
ihrer Innenseite bleibt am besten sichtbar. 

5. thoracicus Sharp steht den in Indien beheimateten S. ara- 
neolus Arrow und S. mendicus Arrow sehr nahe und läßt sich von 
diesen an der fast flügelartigen Erweiterung des Außenrandes an 
der Hinterschiene leicht unterscheiden. 

Der Typus von thoracicus befindet sich im Museum Paris. 


10. S. mendicus Ärrow 
5. mendicus Arrow, 1931, Fn. Br. India, Col. Lamell. III, p. 70. 
Körperlänge: 7,5 mm. 
Verbreitung: Indien (Madras). 


Schwarze, leicht kupfrig glänzende Art mit gelblicher bis dun- 
kelbrauner Behaarung. Oberseite des Kopfes mit groben Punkten 


360 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


besetzt. Glypeus vorne eingebuchtet mit 2 (bei dem einzigen mir | 
vorliegenden Stück) sehr stumpfen Zähnchen. Halsschild mäßig 
konvex mit der gleichen starken Punktur wie auf dem Kopfschild. 
Behaarung ziemlich dicht. Seiten hinten zusammengepreßt mit 
scharfer Begrenzungskante gegen die Oberseite. Elytra vor der 
Anteapikalbeule mit einer großen, schräggestellten Depression. 
Unterseite der Vordertibia mit einem Zahn. Schenkel des mittleren 
Beinpaares ziemlich flach und breit, im äußeren Drittel plötzlich 
verengt, so daß ein Eck entsteht, dem auf der Innenseite der 
Schiene ein ebenfalls flacher, abgestumpfter Zahn gegenübersteht 
(Schiene und Schenkel wie bei 5. thoracicus Sharp gebildet). Über 
der Mitte auf der Innenseite des Hinterschenkels zwei, durch eine 
seichte Einbuchtung getrennte, sehr stumpfe Zähne. Hinterschiene 
vor der Mitte stark gekrümmt. Trochanter ziemlich kurz; Spitze 


vom Schenkel abstehend. Q bisher unbekannt. 


Von S. thoracicus Sharp und S. araneolus Arrow beim 9 durch 
die sehr stumpfen, doppelten Zähne auf dem Innenrand des Hin- 
terschenkels zu trennen. Die äußerst nahe Verwandtschaft von 
5. mendicus (Typus in coll. British Museum) zu den genannten 
Arten ist aber so zwingend, daß bei Erlangung von Serienmaterial 
an nochmalige Überprüfung der wirklich existierenden Spezifität 
gedacht werden muß. 


11. S. angulicollis Felsche (Tafel XV, Fig. 9, und Textabb. 1) 


S. angulicollis Felsche, 1909, D.E.Z. p. 752 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) 
XIX, p. 462, 465. 


Körperlänge : 4,5— 7,5 mm. 

Verbreitung: Westafrika (Kamerun, Span. Guinea). 

Ziemlich kleine, rotbraune Art mit gelben und braunen Haa- 
ren. Olypeus vorne eingebuchtet mit zwei sehr spitzen Zähnchen, 
die leicht aufgebogen sind. Halsschild stark gewölbt, die Seiten 
hinten zusammengepreßtt, von dunkelbrauner Färbung und einzel- 
stehenden Härchen und Punkten mit einer scharfen Kante gegen 
die Oberseite; der Rand an den Vorderwinkeln scharf. Basis fast 
gerade. Flügeldecken in der hinteren Hälfte mit einem schrägen 
Eindruck. Unterseite der Vordertibia beim 5’ mit 2 Zähnen, von 
denen einer etwa in der Mitte der Tibia und der andere an der 
Insertionsstelle der Tarsen liegt. Schenkel und Schiene des mitt- 
leren und hinteren Beinpaares ohne Dorn. Trochanter beim JS 


ziemlich lang und etwas gedreht. (Tafel XV, Fig. 9.) 


Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 361 


Der auf den Philippinen beheima- 
tete S. thoracicus Sharp scheint der 
Nächstverwandte von angulicollis zu 
sein, obwohl auch dieser seine spezifi- 
schen Hauptmerkmale hat. Diese fin- | 
det man beim 7 vor allem an den Vor- 
der- und Hinterbeinen, die je einen 
starken Zahn oder Dorn besitzen, wäh- 
rend angulicollis ohne Zahn ist. Diese 
Bezahnung fehlt jedoch den weiblichen 
Exemplaren von thoracicus, die ihrer- a 
seits wiederum an der Verdickung der Aedoeagus von 


Mittelschiene leicht zu erkennen sind. S. angulicollis Felsche 
(Natürliche Größe: 2 mm) 


12. S. alveatus Bouc. 
S. alveatus Boucomont, 1935, Miss. Sci. Omo 2, p. 280. 

Körperlänge : 4,5—5,5 mm. 

Verbreitung: Ostafrika, Span. Guinea, Kamerun. 

Rotbraune bis schwarzgefärbte Art mit dunkelbrauner Behaa- 
rung. Glypeus vorne mit zwei sehr scharfen, etwas aufgebogenen 
Zähnchen, dazwischen eine ziemlich flache Einbuchtung und nach 
den Seiten hin je zwei weitere Zähnchen, von denen das hinterste 
an den seitlichen Ecken des Kopfschildes liegt und mehr oder 
weniger breit abgestutzt ist. Halsschild sehr stark gewölbt mit 
langen, oben hakenförmig umgebogenen Härchen. Seitenrand hin- 
ten zusammengepreßt und gegen die Oberseite durch eine deut- 
liche, dicht behaarte Kante abgegrenzt. Die zentralmediane Fur- 
che vor der leicht gerundeten Basis gut sichtbar. Beiderseits dieser 
Furche eine Schräg-Depression. Elytra mit reihenförmig angeord- 
neten, büschelartig zusammenstehenden langen Härchen. Mittleres 
und hinteres Beinpaar ohne Zähne. Trochanteren kurz und von 
üblicher Form. Hinterschienen innen deutlich gesägt. 

5. alveatus Bouc. unterscheidet sich von den verwandten Arten 
durch seine langen, auf den Flügeldecken büschelartig zusammen- 
gefaßßten Haare, den äußerst stark gewölbten Halsschild und die 
relativ weit auseinander stehenden, sehr spitzen vorderen Ulypeal- 
zähnchen. 


13. S. eazanus Arrow 


S. gazanus Arrow, 1909, Ann. Mag.N.H. (8) III, p. 518 — Arrow, 1927, Ann. 
Mag.N.H. (9) XIX, p. 465. 


362 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6. 1955 


Körperlänge : 5—6 mm. 

Verbreitung: Gazaland, Uganda, Kamerun und Togo. 

Sehr kleine, schwarze Art mit gelben, rostbraunen Haaren. 
Oberseite des Kopfes und Halsschild ziemlich dicht punktiert. Cly- 
peus vorne sehr breit und flach eingebuchtet mit zwei sehr spitzen, 
aufgebogenen Zähnchen, gegen die Seiten mehr oder minder deut- 
lich zweimal gebuchtet. Halsschildseiten hinten zusammengepreßt 
mit Begrenzungskante gegen die Oberseite. Zentralmediane Fur- 
che vor der gleichmäßig gerundeten Basis angedeutet. Elytren hin- 
ter den Schultern viel breiter als der Halsschild; apikal breit ver- 
rundet, vor der Anteapikalbeule mit einer markanten, schrägen 
Depression. Hinterschenkel bis vor der Mitte sehr schlank. 

5. gazanus Arrow (Typus in coll. British Museum) ist mit 
crispatus sehr nahe verwandt und zeichnet sich durch den clypealen 
Vorderrand aus, der zwei sehr spitze Zähnchen hat, die durch eine 
seichte Einbuchtung voneinander getrennt sind. Außerdem ist ga- 
zarus, besonders am Apikalteil, viel breiter als crispatus. S. alvea- 
tus Bouc. hat einen ähnlich eingebuchteten Clypeus, jedoch groiße, 
büschelartig angeordnete Haare und einen stark gewölbten Hals- 


schild. 


14. S. erispatus Gory 
(= hirtus Gory) 
(= goryi Har.) 
(= caffer Boh.) 
(= sordidus Boh.) 
(= pygmaeus Klug) 


(= impressipennis Lansb.) 

S. crispatus Gory, 1833, Monogr. p. 13, t. 1, f. 9 — Peringuey, 1902, Trans. S. 
Afr. Phil. Soc. XII, p. 897 — Arrow, 1909, Ann. Mag.N.H. (8) III, p. 518 
— Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, p. 460 — Janssens, 1938, Expl. 
Parc Nat. Albert 21, p. 29. 

S. hirtus Gory, 1833, Monogr. p. 14, t. 1, £. 10 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. 
(9) XIX, p. 460. 

5. goryi Haro!d, 1859, Berl. Ent. Zeitschr. III, p. 224 — Peringuey, 1900 (1901), 
Trans. S. Afr. Phil. Soc. XII, p. 101, 106 — Feische, 190%, Arkiv Zool. I, 
p. 399 — Arrow, 1909, Ann. Mag.N.H. (8) III, p. 518. 

S. cajfer Boheman, 1857, Ins. Caffr. II, p. 195. 

S. sordidus Boheman, 1857, Ins. Caffr. II, p. 194 — Peringuey, 1900 (1901), 
Trans. S. Afr. Phil. Soc. XII, p. 107. 

S. pygmaeus Klug, 1862, Peters Reise, p. 219. 

S. impressipennis Lansberge, 1886, Notes Leyden Mus. VIII, p. 73. 


Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 363 


Körperlänge: 4,5—8,5 mm. 

Verbreitung: Von Südafrika (Cap, Transvaal, Natal, Rhode- 
sien) bis Abessinien ; auch von S. W.-Afrika, Togo, Kamerun, Span. 
Guinea und Franz. Guinea bekannt. 

Sehr variable, weitverbreitete und häufige Art von schwarzer 
Grundfarbe und weißlich-gelber bis pechschwarzer Behaarung. 
Ciypeus mehr oder minder deutlich 6zähnig. Die beiden vorderen, 
neben der Einbuchtung liegenden Zähnchen am größten, oft 
stumpf und immer leicht aufgebogen. Stirn spärlich, gegen den 
Vorder- und Seitenrand des Kopfes dichter punktiert und behaart. 
Halsschild relativ schwach gewölbt, die Seiten wie bei den übrigen 
Arten hinten zusammengepreßtt und gegen die Oberseite durch 
eine scharfe Kante abgegrenzt. Elytra mit mehr oder weniger präg- 
nanten und behaarten Doppelstreifen. Anteapikalbeule deutlich, 
davor je eine Schräg-Depression. Schenkel und Schienen ohne 
Zahn. Trochanter des Hinterschenkels wenig auffällig, beim 5 mit 
feiner Spitze, die vom Schenkel absteht. Hinterschiene auf der 
Innenseite scharf und dicht gesägt. 

Große Stücke von S. crispatus Gory können im weiblichen 
Geschlecht mit dem 8. transvaalensis Per.-Q verwechselt werden. 
Die letztere Art ist aber viel größer und breiter gebaut. Die kleine- 
ren Exemplare von S. crispatus Gory haben aber auch nicht selten 
eine Ähnlichkeit sowohl mit dem 5. costatus Thunb., als auch dem 
5. ocellatus Reiche, bei denen die Ausbuchtung des elypealen Vor- 
derrandes aber tiefer und die flankierenden Zähnchen näher zu- 
sammenstehen als bei crıspatus, während die übrigen Zähne oft 
nur andeutungsweise oder gar nicht vorhanden sind. Außerdem 
besitzen die beiden Arten eine viel feinere Behaarung und auf dem 
Kopf- und Halsschild einen Metallglanz. Bei S. alveatus Boue. sind. 
die Haare kräftiger als bei S. crispatus Gory und auf den Elytren 
zu Büscheln zusammengestellt. 

Die von mir jetzt an mehr als 2500 Exemplaren ermittelte 
große Variabilität von S. crispatus Gory hat mehrere Synonyme 
zu Tage gefördert. Der von Gory für die vorliegende Art verwen- 
dete Name hirtus war bereits von Wiedemann für einen indischen 
Sisyphus präokkupiert. Harold hat dies (1859, 1. e.) erkannt und 
5. goryi in die Literatur eingeführt. Wie auch Peringuey (1902, 
l. ce.) schon feststellte, ist crispatus Gory mit hirtus Gory identisch 
und für die vorliegende Art als Name gültig. Individuelle Größen- 
unterschiede sind keine Artunterschiede! Auch die Typen von ca/- 
fer Boh. und sordidus Boh. (in coll. Riksmuseum Stockholm) stim- 


364 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6. 1955 


men mit crispatus überein. S. pygmaeus Klug (Dej.) und impressi- 
pennis Lansb. müssen nach meinen Untersuchungen ebenfalls als 
Synonyme zu crispatus gestellt werden. 


15. S. erispatus ssp. hirtus Wied. 
(— prominens Walker) 
(= setosulus Walker) 
(= subsidens Walker) 
5. hirtus, 1823, Zool. Mag. II, 1, p. 24 — Arrow, 1909, Ann. Mag.N.H. (8) III, 
p- 519; (8) IV, p. 92 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, pp. 458, 
461, 465 — Arrow. 1931, Fn. Br. India, Col. Lamell. III, p. 76, £. 6. 
S. prominens Walker, 1859, Ann. Mag.N.H. (3) IV, p. 219. 
8. setosulus Walker, 1858, Ann. Mag.N.H. (3) II, p. 208. 
5. subsidens Walker, 1858, Ann. Mag.N.H. (3) II, p. 208 — Arrow, 1909, Ann. 

Mag.N:H. (8) IV, p.,92. 

Körperlänge: 4,5—7 mm. 

Verbreitung: Indien, Ceylon. 

5. hirtus Wied. ist eine zu crispatus gehörende orientalische 
Unterart, die sich nur durch eine bei größeren Stücken vorhandene 
Verstärkung des Innenrandes des Hinterschenkels von dem in Afri- 
ka beheimateten crispatus unterscheidet. Nach Arrow (1927, 1. c.) 
müssen als Synonyme S. setosulus Walker und 5. prominens Wal- 
ker (Typus in coll. British Museum) hier eingereiht werden. S. sub- 
sidens Walker (Typus ebenfalls in coll. British Museum) ist gleich- 
falls damit identisch, da es sich nur um eine kleine Form des ssp. 
hirtus handelt. 


16. S. crispatus ssp. mexicanus Har. 


5. mexicanus Harold, 1863, Ann. Soc. Ent. Fr. (4) III, p. 172 — Bates, 1887, 
Biol. CGentr. Amer. Col. II, 2, p. 39 — Kolbe, 1905, Zool. Jahrb. Supp!. 
VIII, p. 574. 

Körperlänge: 6—8 mm. 

Verbreitung: Mexico. 

5. mexicanus Har. muß als eine angeblich in Mexiko beheima- 
tete Unterart von crispatus angesehen werden, da sie mit der 
Stammform bis auf eine meist kräftigere Punktur und schärfere 
Ciypealspitzen völlig identisch ist. Ich vermute, daß mezxicanus 
vor längerer Zeit nach Mexico eingeschleppt wurde. 


17. S. transvaalensis Per. (Tafel XV, Fig. 2 und 5) 
(= callosipes Arrow) 


8. transvaalensis Peringuey, 19058, Trans. S. Afr. Phil. Soc. XII, p. 557 — 
Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, p. 469. 


Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 365 


S. callosipes Arrow, 1909, Ann. Mag.N.H. (8) III, p. 517 — Arrow, 1927, Ann. 

Mag.N.H. (9) XIX, p. 462, 465. 

Körperlänge: 7,5—11 mm. 

Verbreitung: Ostafrika (Usambara, Usagara, Tanganjika, 
Nyassaland); Südafrika (Transvaal, Betschuanaland). 

Mittelgroße, schwarze Art mit gelblichen oder braunen Här- 
chen. Clypeus vorne mit einer Einbuchtung, die von zwei aufge- 
bogenen Zähnen flankiert wird; die Seiten je 2 weitere, aber viel 
stumpfere Zähnchen. Seiten des Halsschildes hinten zusammenge- 
preßt, leicht behaart und gegen die Oberseite durch eine gebogene 
und scharfe, oft fein krenulierte Kante abgegrenzt. Schenkel und 
Schiene des mittleren Beinpaares ohne Dorn. Hinterschenkel ober- 
halb der Mitte verdickt, beim 5 mit einem kurzen, schräg gestell- 
ten, leistenartigen, glänzenden, manchmal auch amboßförmigen 
Vorsprung, der meist stark ausgebildet ist und eine gegen die Basis 
gerichtete Spitze besitzt. Hinterschiene innen gesägt, beim 5 am 
Ende innen leistenartig verdickt. Trochanter auch beim 7 nicht 
verlängert. 

Dem S. goryi Har. sehr nahestehend, aber viel größer mit 
einer mehr oder minder deutlichen leistenartigen, glänzenden 
Stelle an der Innenseite des Hinterschenkels, wo sich beim 7 ein 
amboßförmiger, in der Größe sehr variierender Vorsprung be- 
findet (Tafel XV, f. 2, 3). 

Der aus Ostafrika stammende callosipes Arrow ist mit dem 
südafrikanischen S. transvaalensis, der ein Jahr früher publiziert 
wurde, identisch. 


18. S. indicus Hope (Tafel XV, Fig. 6) 


(= caschmirensis Redt.) 


S. indicus Hope, 1831, Gray’s Zool. Misc. p. 22 — Arrow, 1909, Ann. Mag.N.H. 
(8) IV, p. 92 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, p. 465 — Arrow, 
1931, Fn. Br. India, Col. Lamell. III, p. 75. 

S. caschmirensis Redtenbacher, 1843, Hügels Kaschmir, IV, 2, p. 516. 


Körperlänge: 6,5—10 mm. 
| Verbreitung: Indien, Ceylon, Nepal, Sikkim, Assam, Burma, 
8.O.-Tibet, Hongkong. 

Mittelgroße, schwarze Art mit braunen oder schwarzen Haa- 
ren. Oberseite des Kopfes mit relativ großen Punkten besetzt. Cly- 
pealer Vorderrand neben der Einbuchtung mit 2 etwas aufgeboge- 
nen und meist stumpfen Zähnchen. Halsschild dichter punktiert 
und dichter behaart. Zentral-mediane Furche gegen die gleich- 


366 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 
8 yı 


mäßig gewölbte Basis ziemlich deutlich sichtbar, gegen den Vor- 
derrand als feine erhabene Linie in der Regel nicht leicht erkenn- 
bar. Seitenrand hinten stark zusammengepreßt und gegen die 
Oberseite durch eine äußerst scharfe und gebogene Kante klar 
abgegrenzt. Auf dem Hinterschenkel beim 5 im äußeren Drittel 
innen ein schmaler, abstehender, leicht zur Basis gebogener, an der 
Spitze abgestutzter Zahn. Beim 2 ist an dieser Stelle nur ein brei- 
ter, glänzender, oben gerader Vorsprung. 

5. indicus Hope zeigt eine nahe Verwandtschaft zu crispatus 
Gory und transvaalensis und ist auch dem 5. neglectus Gory sehr 
ähnlich. Der Zahn (beim 5) und der breite Vorsprung (beim 9) 
an der Innenseite des Hinterschenkels ist wie bei tfransvaalensis in 
der Ausbildung sehr variabel. S. indicus ist aber meist von grö- 
ßerer Statur als neglectus und zeichnet sich beim 5 durch seinen 
Innenrandzahn auf dem Hinterschenkel aus (Tafel XV, Fig. 6); 
außerdem gehört indicus nach dem celypealen Vorderrand zur cri- 
sbatus-Gruppe, neglectus hingegen zur ocellatus-Gruppe. Der von 
Arrow (1931, 1. ec.) abgebildete S. hirtus (7) ist ein @ von indicus 
Hope und mit dem caschmirensis Redt. (Typus in coll. Mus. Wien) 
identisch, welchen Arrow selbst als Synonym zu indicus gestellt 
hat. 


19. S. biarmatus Felsche (Tafel XV, Fig. 4 und 5) 


5. biarmatus Felsche, 1909, D.E.Z., p. 7533 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) 
XIX, p. 465. 
Körperlänge : 5— 7,5 mm. 
Verbreitung: Ostafrika, Kamerun ?. 
Mittelgroße, schwarze Art mit hell- bis dunkelbraunen Här- 
chen. Am Vorderrand des Clypeus zwei ziemlich scharfe Zähnchen, 


gegen die Seite je zwei oder drei weitere mehr oder minder 


stumpfe Zähnchen. Kopfschild mäßig gewölbt, die Seiten hinten 


| 


etwas zusammengepreßt mit deutlicher Abgrenzung gegen die 


Oberfläche; Basis leicht gerundet. Schenkel und Tibia des mitt- 


leren Beinpaares ohne Zahn. Beim 5 am Innenrand des Hinter- 
schenkels zweifach gezahnt; der etwa in der Mitte des Schenkels 


liegende Zahn amboßförmig, der andere Zahn vor dem Knie viel 


länger mit abgestutzter Spitze. Beim 2 ist in der Mitte des Schen- 
kels kein Zahn, sondern nur eine verdickte Stelle, der Außenzahn | 


ist aber wie beim 5 vorhanden. 


S. biarmatus ist an den beiden abgestutzten Zähnen des Hinei h 
terschenkels im 5 Geschlecht immer leicht zu erkennen. Die 9 


Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 367 


Stücke könnte man aber bei flüchtiger Betrachtung mit dem etwa 
gleichgroßen S. indicus Hope verwechseln. Der Außenzahn ist bei 
biarmatus gegen das Knie gerichtet, beim indicus aber dem Knie 
abgewandt. 


20. S. fasciculatus Boh. 


S. fasciculatus Boheman, 1857, Ins. Caffr. II, p. 192 — Peringuey, 1900 (1901), 
Trans. S. Afr. Phil. Soc. XII, p. 101, 106, t. 38, f. 15 — Arrow, 1927, 
Ann. Mag.N.H. (9) XIX, p. 458, 465. 


Körperlänge: 85—9 mm. 

Verbreitung: Südafrika (Transvaal, Natal). 

Mittelgroße, tiefschwarze Art mit langen, schwarzen, meist 
dicht büschelartig angeordneten Haaren auf der Oberseite. Olypeus 
vorne stark eingebuchtet mit zwei aufgebogenen Zähnchen, gegen 
die Seiten zahnlos. Halsschild mäßig gewölbt, die Seiten hinten 


zusammengepreßt und an den oberen Hinterwinkeln gegenüber. 


den Schultern mit einem stumpfen, dichtbeborsteten, senkrecht 
stehenden Zahn. Elytren ebenfalls mit großen Borstenbüscheln. 
Schenkel und Schienen des mittleren und hinteren Beinpaares ohne 
Zahn. Trochanteren sehr kurz und etwas abgestutzt. Innenrand 
der Hinterschiene mit sehr langen Haaren besetzt. 

Mit dem größeren 5. muricatus Ol. verwandt und von ihm und 
den übrigen Arten des Verwandtschaftskreises durch die büschel- 
artig angeordneten Haare auch auf dem Pronotum, durch den 
Zahn an den Hinterwinkeln am oberen Seitenrand des Halsschildes 
und die sehr langen Haare am Innenrand der Hinterschienen leicht 
zu unterscheiden. 


21. S. muricatus Ol. (Tafel XV, Fig. 10—12) 


5. muricatus Olivier, 1789, Entomogr. I, Scarab. p. 188, t. 27, £. 240 — Gory, 
1833, Monogr. p. 7, t. 1, £. 1 — Peringuey, 1900 (1901), Trans. S. Afr. 
Phil. Soc. XII, p. 101, 105, t. 34, f. 18: t. 38, £. 19 — Arrow, 1927, Ann. 
Mag.N.H. (9) XIX, p. 465. 


Körperlänge: 10—12 mm. 

Verbreitung: Südafrika (Capland, Transvaal). 

Große, in der Regel pechschwarze Art. Nicht gut ausgefärbte, 
rostbraune Stücke sind sehr selten. Haare und Borsten gleich- 
falls schwarz. Clypeus vorne breit eingebuchtet mit 2 etwas auf- 
gebogenen Zähnchen. Halsschild nur wenig gewölbt, mit kurzen, 
einzelstehenden, nach hinten gerichteten Härchen besetzt. Seiten- 
rand hinten stark zusammengepreßt mit sehr scharfer, gebogener 


368 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


Begrenzungskante gegen die Oberseite; nach vorne meist im Bogen 
stark erweitert und gegen das Vordereck des Halsschildes wieder 
abrupt verengt, so daß etwa in der Mitte des unteren Seitenrandes 
ein scharfes Eck entsteht. Elytra mit einzelnen Borstenbüscheln. 
Mittelschenkel etwas gebogen, Hinterschenkel ziemlich gerade, et- 
was unterhalb der Mitte ein stumpfes Eck. Trochanter beim 
am mittleren und hinteren Beinpaar kurz mit feiner Spitze. 

5. muricatus Ol. steht dem fasciculatus Boh. sehr nahe und ist 
an dem sehr scharfen Eck in der Mitte des vorne stark verbreiter- 
ten unteren Halsschildseitenrandes zu erkennen (Tafel XV, Fig. 
10—12) und durch andere bei fasciculatus verzeichnete Merkmale 
zu unterscheiden. 


B. Subgenus Neosisyphus Müller 


1. S. spinipes Thunb. (Tafel XVI, Fig. 1—3) 
(= barbarossa Wied.) 
(= hessii Gory) 
(= atratus Klug) 
(= injuscatus Klug) 
(= appendiculatus Boh.) 
(= trochantericus Fairm.) 


(= quadricollis Per.) 


Pe 


5. spinipes Thunberg, 1818, M&m. Acad. Petrop. VI, p. 411 — Arrow, 1927, Ann. 
Mag.N.H. (9) XIX, pp. 458, 459, 464 — Boucomont, 1935, Miss. Sc. Omo 
II, 16, p. 279 — Janssens 1938, Expl. Parc Nat. Albert 21, pp. 27, 26. 

5. barbarossa Wiedemann, 1623, Zool. Mag. II, 1, p. 23. 

5. hessii Gory, 1833, Monogr. p. 11, t. 1., ££. 3 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. 

(9) XIX, pp. 459, 464. 

S. atratus Klug, 1855, Monatsber. Berl. Akad. p. 651 — Klug, 1862, Peters Reise, 
p. 218, t. 12, £. 12 — Kolbe, 1914, Deutsch. Zentr. Afr. Exp. p. 317 — 
Müller, 1942, Atti Mus. Stor. Nat. Trieste XV, 3, p. 86. 

S. injuscatus Klug, 1855, Monatsber. Berl. Akad. p. 651 — Klug, 1662, Peters 
Reise p. 217 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, p. 464 — Janssens, 
1938, Expl. Parc Nat. Albert 21, p. 28 — Müller, 1942, Atti Mus. Stor. 
Nat. Trieste XV, 3, p. 86. 

S. appendiculatus Boheman, 1857, Ins. Caffr. II, p. 190 — Arrow, 1927, Ann. 
Mag.N.H. (9) XIX, pp. 461, 464 — Peringuey, 1902, Trans. S. Afr. Phil. 
Soc. XII, App. p. 89. 

. trochantericus Fairmaire, 1391, Ann. Soc. Ent. Belg. 35, p. 284. 


un 


S. quadricollis Peringuey, 1900 (1901) Trans. Soc. S. Afr. Phil. Soc. XII, pp. 101, 
103, t. 38, £. 15 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, pp. 459, 464. | 


Körperlänge :: 7—9,5 mm. 


Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 369 


Verbreitung: Capland, Natal, Transvaal, Zululand, Ostafrika 
(Tanganjika), Nigeria, Senegal, Abessinien. 

Hell- bis dunkelbraune Art mit sehr weiter Verbreitung. 
Haare weißlichgelb, Borsten braun. Olypeus vorne eingebuchtet 
mit zwei stumpfen, schwach aufgebogenen Ecken. Halsschild mä- 
Big konvex, die Seiten hinten zusammengepreßt und fast ohne 
Härchen; die Begrenzungsleiste gegen die dicht behaarte Oberseite 
fehlt. Die zentral-mediane Linie gegen die Basis sehr deutlich. 
Auf der Unterseite der Vordertibia 2 oder 3, manchmal auch 4 
kleine Zähnchen. Auf der Innenseite des Schenkels und der Schiene 
des mittleren Beinpaares am Knie je 1 Dorn. Hinterschenkel etwa 
in der Mitte mit einem scharfen Zahn, der aber beim 7 oft, beim 
Q stets abgestumpft oder nur schwach angedeutet sein kann. Bei 
einzelnen Exemplaren sind die Schenkel wie bei armatus Gory 
mehr oder weniger schlank. Trochanter beim 5 von sehr unter- 
schiedlicher Länge. 

Dem S. rubripes Per. nahestehend und von ihm durch die 
andersartige Zahnbildung auf der Innenseite der Mittelschiene und 
durch den vorhandenen Zahn in der Mitte des Hinterschenkels 
verschieden (Tafel XVI, 1—3). Das letzte Merkmal unterscheidet 
den spinipes Thunb. auch von dem viel dunkleren und in der Regel 
größeren S. fortuitus Per. 

Zur Synonymie-Frage ist folgendes zu bemerken: Die von 
Arrow (1927, 1. c., p. 464) und Janssens (1938, 1. c., p. 28) auf- 
gestellte Liste der Synonyma von spinipes stimmt auch mit meinen 
Ergebnissen völlig überein. S. appendiculatus Boheman (Type-o 
in coll. Riksmuseum Stockholm) und 5. trochantericus Fairm. (Ty- 
pus in coll. Naturhist. Museum Wien) müssen ebenfalls hier unter- 
geordnet werden, da sie mit der vorliegenden Art identisch sind. 


5. trochantericus Fairm. ist nach meiner Untersuchung des 
Typus durch die flachgedrückten Schenkel und Tibien vom ‚„typi- 
schen‘ spinipes etwas verschieden. Da aber alle Zwischenformen 
hierzu vorkommen, kann trochantericus auf keinen Fall mehr als 
„eigene“ Art angesprochen werden, zumal alle anderen Merkmale, 
auch die Bedornung der Beine, mit spinipes übereinstimmen. 

Von 5. barbarossa Wied. ist mir der Typus unbekannt. Die 
Zuteilung als Synonym von spinipes Thunb. erfolgt nach Arrow 
(l. e.), da die Urbeschreibung keine sichere Kennzeichnung der 
Art gibt. Die von Klug, 1855, beschriebenen S. atratus und infus- 


catus sind miteinander identisch, auch wenn die Zähnchen auf der 


Entomol. Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Bd. 6, H.1 24 


320 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Unterseite der Vordertibien bei den Paratypen (Zool. Museum Ber- 
lin) voneinander differieren. 


2. S. rubripes Per. (Tafel XVI, Fig. 4—6, und Textabb. 2) 


8. rubripes Peringuey, 1900 (1901), Trans. S. Afr. Phil. Soc. XII, pp. 100, 101, 
t. 34, £. 20 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, p. 464. 


Körperlänge: 6,5—9 mm. 

Verbreitung: Capland, Natal, Transvaal, Rhodesien. 

Lectotype: South African Museum, Capstadt. 

Hell- bis dunkelbraune Art. Haare und Borsten ebenfalls 

weißlichgelb bis dunkelbraun. Clypeus vorne deutlich eingebuch- 

tet, Vorderrand leicht aufgebo- 
gen. Halsschild konvex, die Seiten 
hinten zusammengedrückt und un- 
behaart, ohne Begrenzungsleiste ge- 
gen die Oberseite. Leichte zentral- 
mediane Furche, die als dunkle 
Linie besonders gut an der Basis er- 
kennbar ist. 

Etwa in der Mitte auf der Un- 
terseite der Vordertibia ein größe- 
rer, davor 2 kleinere Zähne, der 
vorderste davon.an der Insertions- 


Abb. 2: stelle der Tarsen gelegen. Auf der 
Aedoeagus von 5. rubripes Per. Innenseite der Mitteltibia neben 
(Natürliche Länge: 2,5 mm) dem Knie ein sehr scharfer Zahn, 


der in der Längsrichtung der Schiene distal nahezu rechtwinkelig 
ansteigt. Mittelschenkel auf der Innenseite vor dem Knie ebenfalls 
mit einem Dorn, der aber kleiner ist. Hinterschenkel zahnlos, Tro- 
chanteren meist ziemlich lang und breit und oft an der Spitze 
schräg abgestutzt. Bei kleineren Exemplaren sind die Trochanteren 
weniger stark entwickelt und wesentlich kürzer. 


5. rubripes Per. steht dem S. spinipes Thunbg. am nächsten 
und unterscheidet sich von ihm durch den andersgestalteten Zahn 
auf der Innenseite der Mittelschiene und das Fehlen des Zahnes 
auf dem Hinterschenkel (Tafel XVI, Fig. 4—6). 5. fortuitus Per. 
hat ebenfalls eine gewisseÄhnlichkeit mit rubripes PEr., ist aber 
größer und von viel dunklerer Farbe und ist wie S. spinipes Thunb. 
durch die andersartige Zahnbildung an der Innenseite der Mittel- 
schiene verschieden. 


Haaf: Über die Gattung Sisyphüus Latr. (Col. Scarab.) | 


Die von Peringuey (l. c.) als rubripes Boheman beschriebene 
Art ist, wie der Typenvergleich ergab, eine eigene Art. S. rubripes 
Boh. ist ein Synonym von armatus Gory, daher hat 5. rubripes Per., 
von dem ich die Lectotype (Natal, Durban) aus dem Peringuey- 
Material auswählte, Gültigkeit. 


3. S. fortuitus Per. (Tafel XVI, Fig 7 und 8) 


S. fortuitus Peringuey, 1900 (1901), Trans. S. Afr. Phil. Soc. XII, pp. 101, 1035, 

30, f. BD. 

Körperlänge: 9—12 mm. 

Verbreitung: Caffraria (Natal), Franz. Guinea, Kamerun. 

Lectotype: South African Museum, Capstadt. 

Ziemlich große, dunkelbraune bis schwarzgefärbte Art. Haare 
gelb bis hellbraun, Borsten dunkelbraun. Ciypeus ziemlich deutlich 
eingebuchtet, die beiden vorderen Ecken mehr oder minder scharf. 
Die Seiten des stark gewölbten Halsschildes hinten zusammenge- 
preßt und unbehaart, ohne Begrenzungsleiste gegen die Oberseite. 
Auf der Unterseite der Vordertibien 3 Zähne, der hinterste davon 
sehr groß. Mittelschiene innen vor dem Knie mit einem großen, 
sehr markanten Dorn; der gegenüberliegende Dorn auf dem 
Schenkel viel kleiner. Hinterschenkel zahnlos, Trochanter beim 
g' ziemlich kurz, oder aber bis etwa zur Mitte des Schenkels rei- 
chend und stark vom Schenkel abstehend. 

S. fortuitus Per. unterscheidet sich von den in der. Farbe sehr 
ähnlichen S. rugosus Gory und armatus Gory durch die vorhan- 
denen Zähne an der Innenseite des Schenkels und der Schiene des 
mittleren Beinpaares (Tafel XVI, Fig. 7 und 8). In der Gestalt 
und Größe kommt ihm rugosus Gory noch am nächsten, der jedoch 
auf dem Hinterschenkel einen sehr spitzen Dorn aufzuweisen hat. 
S. spinipes Thunb. und S. rubripes Per. sind im Durchschnitt viel 
kleiner und heller gefärbt und haben gleichfalls eine etwas andere 
Bedornung der Schenkel und Schienen. 

Unter dem Sisyphus-Material vom South African Museum be- 
findet sich u. a. ein Exemplar, das bisher als Typus von fortuitus 
Per. geführt wurde und tatsächlich einen von Peringuey entspre- 
chend beschriebenen Zettel trägt. Dabei muß es sich aber um eine 
Verwechslung handeln, denn weder der Fundort und die Größen- 
angabe des betreffenden Tieres stimmen mit der Diagnose überein, 
noch passen die anderen Merkmale der Beschreibung dazu. Perin- 
guey spricht nämlich von einem fortuitus mit „very long trochan- 
ter in the male‘‘, was aber für das vorliegende Stück nicht zutrifft. 


24* 


372 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Auch wird in der Tabelle (l. e. p. 101) gesagt, daß rubripes, der 
jedoch nicht — wie sich jetzt herausstellte — dem rubripes Bohe- 
man entspricht, sehr nahe damit verwandt sei. In Wirklichkeit ge- 
hört die angebliche Type zu S. spinipes IThunb. Die Bestätigung er- 
bringen die Genitalzeichnungen von PEringuey. Denn das von 
Peringuey präparierte Genital des Typus von fortuitus stimmt mit 
dem gezeichneten Penis von spinipes (PEr. 1. c. Fig. 17) überein, 
während der von mir jetzt unter dem Peringuey-Material ausge- 
suchte Lectotypus im J-Genital mit der fortuitus-Zeichnung tat- 
sächlich übereinstimmt (Per. 1. c. Fig. 15). 


4. S. penicillatus Har. (Tafel XVII, Fig. 1) 
(= major Fairm.) 
5. penicillatus Harold, 1880, Monatsb. Akad. Berlin, p. 263 — Felsche, 1909, 

D.E.Z. p. 752. 

5. major Fairmaire, 15891, Ann. Soc. Ent. Belg. 35, p. 264. 

Körperlänge: 15—14,5 mm. 

Verbreitung: Ostafrika. 

Eine der größten und seltensten Sisyphus-Arten von hell- bis 
rostbrauner Farbe und weißlich-gelber Behaarung. Ciypeus vorne 
breit und tief eingebuchtet, beiderseits mit je drei mehr oder 
weniger stumpfen Ecken. Halsschildseiten hinten zusammen- 
gepreß5t und unbehaart ohne scharfe Begrenzungskante gegen die 
Oberseite, seitlich vorne oberhalb des Absturzes eine leicht er- 
habene, sehr lang behaarte Stelle. Die zentral-mediane Halsschild- 
linie vor der gerandeten Basis deutlich sichtbar. Anteapikalbeule, 
apikaler Seitenteil und apikaler Nahtstreifenteil mit langen Haa- 
ren. Pygidium mit schwacher Längslinie. Unterseite der Vorder- 
tibia beim 9 fast zahnlos, beim 5 mit 3 Zähnen, von denen der 
hinterste sehr stark erhaben ist. Mittelschiene auf der Innenseite 
vor dem Knie mit stumpfem Zahn, der beim 5 kräftig, beim 9 
sehr klein ist. Mittelschenkel an derselben Stelle beim 5j mit einem 
sehr scharfen gegen das Knie gerichteten Dorn, der beim 2 nur 
schwach ausgebildet ist. Hinterschenkel vor dem Knie ebenfalls 
mit einem kleinen Zahn direkt vor dem Knie. Trochanter bei dem 
einzigen mir bekannten 5 nur wenig lang und schräg abgestutzt. 

5. penicıllatus Har. ist eine ziemlich isoliert stehende und 
durch viele spezifische Merkmale ausgezeichnete Art, die sich von 
dem habituell etwas ähnlichen kühni sp. n. besonders durch die 


Bedeornung des Hinterschenkels abhebt (Tafel XVII, Fig. 1). 


Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 373 


Der von Fairmaire beschriebene major (Typus in coll. Natur- 
hist. Museum Wien) ist mit penicıllatus Har. (Typus in coll. Zool. 
Museum Berlin) völlig identisch. 


5. 8. quadricollis Gory (Tafel XVIII, Fig. 2) 


S. quadricollis Gory, 1833, Monogr. p. 9, t. 1, f. 2 — Arrow, 1927, Ann. Mag. 
N.H. (9) XIX, p. 459. 


Körperlänge: 10—12,5 mm. 

Verbreitung: Gapland, Namaland. 

Große, dunkelbraune Art mit hell- bis rostbraunen Haaren. 
Clypeus deutlich eingebuchtet mit 2 mehr oder minder scharfen, 
aufgebogenen Ecken. Halsschild mäßig gewölbt, die Seiten hinten 


zusammengepreßt, unbehaart ohne scharfe Begrenzungskante ge- 


gen die dicht behaarte Oberseite. Auf jeder Flügeldecke 8 helle, 
rinnenartige Streifen, zwischen denen, bis auf die äußeren Strei- 
fen, je eine Doppelreihe kurzer Börstchen liegt. Auf der Unterseite 
der Vordertibien beim 5 3 kleine Zähne, der hinterste auffallend 
groß und stumpf, etwa in der Mitte der Tibien gelegen. Auf der 
Mittelschiene vor dem Knie ein wenig erhabener Zahn, Mittel- 
schenkei vor dem Knie plötzlich im Bogen verengt. Hinterschenkel 
sehr kräftig gebaut, in beiden Geschlechtern mit mehreren abge- 
rundeten Längskanten. Trochanter beim 5 ziemlich kurz. 

Dem etwas größeren S. kühni sp. n. sehr nahe verwandt und 
von ihm durch seine kantigen, vor dem Knie nicht schaufelartig 
erweiterten Hinterschenkel leicht zu unterscheiden (Tafel XVIL, 
Fig. 2). 

5. fortuitus PEr., der auch eine gewisse Ähnlichkeit mit dem 
vorliegenden quadricollis Gory hat, besitzt viel schlankere und 
völlig kantenfreie Hinterschenkel, dafür aber keine so auffallend 
helle Elytralstreifen wie quadricollis. Nach den Resultaten von 
Arrow (l. c. p. 459) und mir gehört die von P£ringuey als quadri- 
collis Gory beschriebene Art zu spinipes Thunb. 


6. S. kühni spec. nov. (Tafel XVII, Fig. 3 


5) 


Körperlänge: 10,5—12,5 mm. 

Verbreitung: Südafrika (Natal, Griqualand). 

Sehr große, schwarzbraune Art, mit gelblichen bis dunkel- 
braunen Haaren und Borsten. Clypeus breit eingebuchtet. Vorder- 
rand leicht aufgebogen mit 2 deutlichen, stumpfwinkeligen Ecken. 
Halsschild mäßig gewölbt, die Seiten hinten zusammengepreßt, 


374 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


unbehaart ohne scharfe Begrenzungskante gegen die stark behaarte 
Oberseite. Die zentral-mediane, furchenähnliche Linie gegen die 
Basis sehr markant. Elytra mit 5 schwach angedeuteten hellen 
Lärgslinien, zu denen parallele Längsreihen von Härchen stehen. 
Auf der Unterseite der Vordertibia verläuft vom Knie bis etwa zur 
Höhe der hintersten der 3 Außenzähne ein höckerfreier Längskiel 
und an der Insertionsstelle der Tarsen ein höckerartiger Zahn. Auf 
der Innenseite der Mittelschiene vor dem Knie ein Dorn, bei ange- 


winkelter Tibia liegt diesem gegenüber auf dem Schenkel ein 


durch die plötzliche Verengung des Schenkels vor dem Knie ent- 
stehender, mehr oder weniger deutlicher, gegen das Knie gerich- 
teter Haken. Hinterschenkel im äußeren Drittel innen sehr stark 
schaufelartig erweitert und vor dem Knie wieder verengt. Beim 
J' ist diese Erweiterung des Schenkels etwas abgestutzt und nach 
aulsen umgeknickt, beim 2 verläuft sie sehr gleichmäßig. Tro- 
chanter beim 5 meist ziemlich lang mit stumpfer Spitze. 

Dem 5. quadricollis Gory am nächsten stehend, von ihm und 
allen anderen Arten durch die schaufelförmige Erweiterung des 
Hinterschenkels innen vor dem Knie leicht zu unterscheiden (Tafel 
XVIII, Fig. 3—5). 

Der Holotypus befindet sich in coll. Museum Frey, Tutzing 
bei München. Diese neue Art benenne ich nach meinem verehrten 
Lehrer, Herrn Prof. Dr. Alfred Kühn, Max-Planck-Institut für 
Biologie, Tübingen. 


7. S. tarantula Arrow 


5. tarantula Arrow, 1909, Ann. Mag.N.H. (5) IV, p. 92 — Arrow, 1931, Fn. Br. 
India, Col. Lamell. III, p. 69, t. III, £. 10. 


Körperlänge: 10,5 mm. 

Verbreitung: Geylon. 

Ziemlich große, schwarze, leicht glänzende Art mit gelblicher 
bis dunkelbrauner Behaarung. Oberseite des Kopfes kräftig, aber 
nicht sehr dicht punktiert. Olypeus vorne breit eingebuchtet mit 
zwei Spitzen, aufgebogenen Zähnchen. Halsschild sehr stark kon- 
vex mit einzelnen groben Punkten, die je ein langes, oben haken- 
förmig gekrümmites Härchen tragen. Zentral-mediane Furche nur 
gegen die gleichmäßig gebogene Basis vorhanden. Die Seiten hin- 
ten nur schwach zusammengepreßt ohne scharfe Begrenzungskante 
gegen die Oberseite. Vorderer Seitenrand schwach gerundet, Vor- 


dereck stumpfwinklig zulaufend. Flügeldecken ziemlich konvex 


mit je 8 Punktstreifen. Auf der Unterseite der Vordertibia an der 


Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 345 


Insertionsstelle der Tarse ein deutlicher Zahn. Mittelschenkel im 
äußeren Drittel fast flügelartig erweitert und kurz vor dem Knie 
wieder verengt. Dieser Erweiterung steht auf dem Innenrand der 
Schiene ein großer, mehr oder weniger stumpfer, nach außen ge- 
richteter Zahn gegenüber. Hinterschenkel über der Mitte eine noch 
deutliche Erweiterung, die an ihrer breitesten Stelle nach außen 
überdies durch einen leicht gebogenen Zahn verstärkt wird. 'Tro- 
chanter beim 5 relativ lang und vor der ausgezogenen Spitze 
ziemlich weit vom Schenkel abstehend. Hinterschiene nur mäßig 
stark gekrümmt. © unbekannt. 

S. tarantula Arrow (Typus in coll. British Museum) ist eine 
durch sehr markante Merkmale ausgezeichnete Art und kann auch 
von S. bowringi leicht an den Clypealzähnchen, an dem auch gegen 
die Basis stark gewölbten Halsschild und an der eigenartigen Bil- 
dung der Mittel- und Hinterschenkel unterschieden werden. 


6. S. bowringi White (Tafel XVIII, Fig. 6—8) 
5. bowringi White, 1844, Ann. Mag.N.H. XIV, p. 423. 


Körperlänge: 6—12 mm. 

Verbreitung: China (Hongkong, Shanghai). 

Große, schwarze Art mit gelblich-braunen Härchen. Olypeus 
vorne stark eingebuchtet mit 2 scharfen Ecken und etwas aufge- 
bogenem Vorderrand. Halsschild sehr stark gewölbt und dicht be- 
haart; die Seiten hinten zusammengepreßt, ohne scharfe Begren- 
zungskante gegen die Oberseite. Auf der Unterseite der Vordertibia 
2 Zähne, die beim 9 ziemlich abgestumpft sind. Mittelschiene und 
Mittelschenkel innen vor dem Knie gezahnt. Hinterschenkel nach 
der Mitte stark verbreitert und vor dem Knie wieder stark ver- 
schmälert. Trochanter beim 5 in der Regel außerordentlich lang, 
manchmal aber auch nur die halbe Länge des Schenkels erreichend. 


Dem afrikanischen S. gladiator Arrow habituell sehr ähnlich, 
dessen Innenzahn auf dem Mittelschenkel vor dem Knie aber 
hakenförmig ist und auf dem Hinterschenkel beim 7 einen schar- 
fen Zahn aufweist. S. tarantula ist von bowringi White am ein- 
fachsten an den vorderen Clypealzähnchen, dem besonders stark 
gegen die Basis gewölbten Halsschild und die andersartige Form 
der Mittel- und Hinterschenkel zu erkennen. Eine gewisse Ähn- 
lichkeit haben mit S. bowringi White auch noch S. rugosus Gory 
und S. armatus Gory, die aber beide an dem mittleren Beinpaar 
meist zahnlos sind. 


376 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6. 1955 


9. S. gladiator Arrow (Tafel XVI, Fig. 9—12) 


S. gladiator Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, p. 462, t. XII, f. 4, 5. 


Körperlänge: 9—12,5 mm. 

Verbreitung: Kamerun, Togo, Franz. Guinea, Belg. Congo. 

Ziemlich große, schwarze, westafrikanische Art. Haare gelb 
oder braun. Clypeus vorne breit eingebuchtet mit 2 scharfen 
Ecken. Seiten des Halsschildes hinten etwas zusammengepreßt und 
nur spärlich und kurz behaart ohne Begrenzungsleiste gegen die 
sehr stark gewölbte Oberseite. Unterseite der Vordertibia beim 
mit 5 gut sichtbaren Zähnchen, die den 9 fehlen. Mittelschiene 
innen vor dem Knie einen kleinen Zahn, Mittelschenkel vor dem 
Knie ein beim 5 großer, beim 9 kleiner, hakenförmiger Zahn. 
Hinterschienen sehr stark gebogen, distal flachgepreßßt und kupf- 
rig glänzend. Hinterschenkel mit einem scharfen Dorn, der Tro- 
chanter bei vielen 5-Exemplaren lang, spitz und kupfrig glänzend 
und den Hinterschenkeldorn überragend. 

5. gladiator gehört, wie Arrow richtig konstatiert, zu S. spini- 
pes, hat aber auch eine große physiognomische Ähnlichkeit mit 
5. rugosus Gory und S. armatus Gory. Die beiden letzteren Arten 
sind aber sofort davon zu unterscheiden an den unbedornten 
Schenkeln und Schienen des mittleren Beinpaares. Als sicherste 
Erkennungsmerkmale von gladiator (Typus in coll. Brit. Museum) 
darf man den hakenförmigen Dorn auf dem Mittelschenkel und 
die stark gebogenen, am Ende ziemlich flachen, grünlich oder 
kupfrig glänzenden Hintertibien ansehen. Die in der Urbeschrei- 
bung als sehr lang angegebenen Trochanteren besitzen nicht alle 
männlichen gladiator-Tiere (Tafel XVI, Fig. 9—12). Ich kenne 


auch viele 5-Individuen mit kurzen Trochanteren aus Kamerun. 


iV. S. armatus Gory (Tafel XVII, Fig. 1—6) 

(= setiger Roth) 

(= rubripes Boh.) 

(= confrater Kolbe) 
5. armatus Gory, 1833, Monogr. p. 13, t. 1, £f. 6 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. 

(9) XIX, pp. 460, 464. 

S. setiger Roth, 1851, Arch. Naturg. XVII, I, p. 124. 
S. rubripes Boheman, 1857, Ins. Caffr. II, p. 193. 
.conjratcr Kolbe, 1914, Deutsch. Zentr. Afr. Exp. p. 317. 


O2) 


Körperlänge: 6—9 mm. 


Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) IL 


Verbreitung: Capland, Natal, Transvaal, Mozambique, Ost- 
afrika (Uganda, Gazaland), Abessinien, Kamerun, Senegal. 

Schwarzbraune bis schwarze, mittelgroße Art. Beborstung und 
Behaarung gelb bis dunkelbraun. Vorderrand des Clypeus seicht 
eingebuchtet mit zwei stumpfen Ecken, die mehr oder weniger 
stark aufgebogen sind. Halsschild stark gewölbt, die Seiten hinten 
zusammengedrückt und unbehaart ohne Leiste an dem Übergang 
zur stark behaarten Oberseite. Mittelschenkel auf der Innenseite 
vor dem Knie gleichmäßig im Bogen verschmälert, ohne Dorn. 
Mittelschienen meist ohne, selten mit einem kleinen Zahn auf der 
Innenseite vor dem Knie. Auf dem Hinterschenkel befindet sich 
innen, etwa in der Mitte, beim 5 ein stumpfer Zahn, der beim 9 
fehlt. Trochanteren von sehr unterschiedlicher Länge. Abessinische 
Exemplare haben in der Regel weniger schlanke Hinterschenkel, 
die dann eine schärfere bzw. gezahnte Mittelschenkelverdickung 
aufweisen. 


5. setiger Roth (Typus 2 in coll. Zool. Staatssammlung, Mün- 
chen) und 5. rubripes Boh. (Typus 2 in coll. Riksmuseum, Stock- 
hoim) sind mit der vorliegenden Art völlig identisch. 

5. armatus Gory ist dem S. rugosus Gory nahestehend und 
durch einige Merkmale verschieden, die am Ende der Beschreibung 
des rugosus im einzelnen ausgeführt sind. 


11. S. rugosus Gory (Tafel XVII, Fig. 7—12, und Textabb. 5) 
— calcaratus Klug) 
(— spinipes Per.) 
S. rugosus Gory, 1833, Monogr. p. 12, t. 1, £. 7 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. 


(9) XIX, pp. 457, 460, 464 — Janssens, 1938, Expl. Parc Nat. Albert 21, 
pp: 27, 28. 
S. calcaratus Klug, 1855, Monatsber. Akad. Berlin, p. 651 — Klug, 1862, Peters 


Reise p. 219, t. 12, f. 13 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, pp. 459, 
464 — Boucomont, 1933, Mem. Est. Mus. Zool. Univ. Coimbra 1, 73, p. #. 


8. spinipes Peringuey, 1900 (1901), Trans. S. Afr. Phil. Soc. XII, pp. 101, 104, 
t. 34, f. 19; t. 38, f. 17 — Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, pp. 459, 
464. 


Körperlänge: 6,5—10 mm. 

Verbreitung: Von Südafrika (Cap, Transvaal, Natal, S.-Rho- 
desien) über Brit. Ostafrika bis Abessinien. 

Meist sehr kräftig gebaute, dunkelbraune bis schwarze Art. 
Haare und Borsten von gelblicher bis dunkelbrauner Färbung. Cly- 


378 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


peus vorne eingebuchtet mit 2 

mehr oder weniger stumpfen 

Ecken, die etwas aufgebogen 

sind. Halsschild stark gewölbt; 

die Seiten hinten leicht zusam- 

mengedrückt, unbehaart und 

gegen die Oberseite an der Be- 

grenzung ohne Leiste. Auf der 

Unterseite der Vordertibien 2 

Zähne, einer davon sehr groß 

und ungefähr in der Mitte der 

Schiene. Mittelschenkel auf der 

Innenseite vor dem Knie gleich- 

mäßig im Bogen verschmälert, 

Abb. 3 ohne Dorn. Mittelschiene meist 

Aedoeagus von S. rugosus Gory ohne, selten mit einem kleinen 

Su u) Zahn auf der Innenseite vor 

dem Knie. Hinterschenkel bei größeren Exemplaren sehr kräftig 

und gegen das Knie mit stark abgerundeten Kanten. Auf dem 

Hinterschenkel innen, und zwar etwa in der Mitte, beim 5’ ein sehr 

spitzer Dorn, beim 9 dieser nur schwach angedeutet. Trochanteren 

von unterschiedlicher Länge, manchmal etwas schraubenförmig 
gedreht, gegen die Spitze schräg abgestutzt oder gebogen. 

Die von PEringuey (l. c. p. 104) als spinipes Thunb. (und S. 
spinipes Gory) beschriebene Art ist nichts anderes als der vor- 
liegende rugosus Gory, was PEeringuey auf p. 897 richtig zu stellen 
versucht, und auch Arrow 1927 (l. c. p. 459) bestätigt. Peringuey 
legt auch seine Beobachtungen fest, die auf die große Variabilität 
dieser Art in Bezug auf den Körperbau, Form und Länge der Tro- 
chanteren etc. hinweisen. Ja, selbst das als unbedingt spezifisch an- 
zusehende Merkmal, nämlich der etwa in der Mitte der Innenseite 
des Hinterschenkels sitzende scharfe Zahn, unterliegt der Variabili- 
tät, wenn auch dieser Zahn beim 7 stets deutlich und scharf er- 
halten bleibt. Hat man verschiedene Fundortserien zu untersuchen, 
so bietet sich die Möglichkeit zu der Feststellung, daß habituelle 
Proportionsverschiedenheiten noch lange nicht auf Artunterschiede 
hindeuten: Somit muß auch der S. calcaratus Klug als Synonym 
unter rugosus Gory eingereiht werden. Die Type und die Paratypen 
von calcaratus Klug (in coll. Zool. Mus. Berlin) sind zwar wesent- 
lich kleiner und haben schlankere Beine als der typische rugosus, 
doch kenne ich mehrere kleine Serien aus jeweils sehr weit ent- 


Haaf: Über die Gattüng Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 379 


fernten Fundorten mit einer Größe und Form der Tibia und Fe- 
mur, die rugosus mit calcaratus lückenlos verbinden. Da mir keine 
weiteren morphologischen und anatomischen Unterschiede, als die 
eben erwähnten, bekannt sind, muß S. calcaratus Klug eingezogen 
werden. 

Die der Urbeschreibung (Gory, 1833, 1. c.) des rugosus bei- 
gefügte Abbildung bedarf noch der Verbesserung insofern, als dem 
Zeichner ein wesentlicher Fehler unterlaufen ist, indem er auf der 
Außenseite des Mittelschenkels einen Zahn anbrachte, den über- 
haupt keine einzige Sisyphus-Art besitzt. 

S. rugosus Gory ist am nächsten verwandt mit dem nachfol- 
gend beschriebenen armatus Gory, aber von ihm durch den spit- 
zen Dorn auf der Innenseite des etwas kräftigeren Hinterschenkels 
beim 5 und dessen Andeutung beim 9 verschieden (Tafel XVIII, 
Fig. 7—12). Beim armatus-Z ist dieser Dorn mehr oder minder 
stumpf und bei dessen 9 nicht vorhanden. Beide Arten haben aber 
ein Hauptmerkmal gemeinsam: Ihre Mittelschenkel sind nämlich 
auf der Innenseite vor dem Knie gleichmäßig im Bogen verschmä- 
lert, ohne daß ein Dorn oder eine Andeutung dazu vorhanden ist. 
Außerdem findet man — von einzelnen Ausnahmen abgesehen — 
auf den Mittelschienen an ihrer Innenseite vor dem Knie ebenfalls 
keine dornartige Bildung. 


12. S. tibialis Raffr. (Tafel XVIII, Fig. 11 und 12) 
5. tibialis Raffray, 1877, Rev. Mag. Zool. p. 312, t. 1, £. 6, 6a. 


Körperlänge : 9—10 mm. 

Verbreitung: Abessinien, Ostafrika (Usambara). 

Schwarzbraune Art mit gelblichen Haaren und braunen Bor- 
sten. Clypeus vorne breit eingebuchtet, mit leicht aufgebogenen 
Ecken; die Oberseite des Kopfes spärlich aber regelmäßig punktiert 
mit flaumartigen Härchen. Seitenrand des stark gewölbten Hals- 
schildes, der an der Basis gerandet ist, nach vorne gezogen. Die Sei- 
ten sind hinten nicht wie bei den meisten übrigen Sisyphus-Arten 
zusammengepreßt und unbehaart. Elytra mit 8 sehr schmalen, et- 
was glänzenden Längsstreifen. Humeral- und Anteapikalbeule 
kräftig. Pygidium beim 5 mit 2 sehr großen Beulen, die beim 9 
ziemlich abgeflacht sind. Auf der Unterseite der Vordertibia beim 
© ohne Zahn, beim 5 auf der Höhe des hintersten Außenzahnes ein 
auffallend großer, stumpfer Zahn, der aber auch zurückgebildet 
sein kann, bei der Insertionsstelle der Tarsen ein weiterer kleiner 


380 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. #. 1955 


Zahn. Mittel- und Hinterschenkel beim 5 mit einem kurzen Tro- 
chanter Beim Hinterschenkel ist dieser breit abgestutzt und oft an 
der Spitze geteilt. Mittelschenkel innen vor dem Knie mit einem 
großen, vorne abgestutzten Dorn. Mittelschiene von ungewöhnlicher 
Form und starker Beborstung, nach dem Knie erweitert und in 
einen nach innen gebogenen langen Außenzahn und die eigentliche, 
ebenfalls gebogene Tibia gespalten. Etwa in der Mitte des vor dem 
Knie gespaltenen Hinterschenkels ein spitzer, meist stark nach 
innen gebogener Dorn, beim 9 ist an dieser Stelle nur eine 
schwache Erhöhung sichtbar. Hintertibia beim 5 mehr oder minder 
deutlich Skantig und nach dem Knie auf der Innenseite erweitert 
und dann abrupt geknickt, beim © weniger bizarr geformt. 

Von dem sehr nahestehenden S. mirabilis Arrow, der nur in 
Südafrika vorkommt, leicht zu unterscheiden an den Beulen des 
Pygidiums, die dem mirabilis völlig fehlen. 


13. S. mirabilis Arrow (Tafel XVII, Fig. 9$—10) 
(— spinipes Gory) 
5. mirabilis Arrow, 1927, Ann. Mag.N.H. (9) XIX, p. 459, t. XII, £. 1, 2. 


S. spinipes Gory, 1833, Monogr. p. 8, t. 1, f. 4 — Peringuey, 1902, Trans. S. 
Afr. Phil. Soc. XII, App. p. 897. 


Körperlänge: &—11 mm. 

Verbreitung: Capland. 

Große, sehr breite, schwarze, mit gelben bis rostbraunen Haa- 
ren besetzte Art aus Südafrika. Oberseite des Kopfes wie bei der 
vorhergehenden Art, Halsschild aber nach vorne mehr verengt und 
Flügeldecken apikal beinahe spitz zulaufend. Auf der Unterseite 
der Vordertibia in beiden Geschlechtern 2 in der Größe wechselnde 
Zähne, der hinterste ist in den meisten Fällen der größte. Die Bil- 
dung und Anhänge der Beine der des tibialis ähnlich, die Mittel- 
tibia hat aber innen einen weiteren, gegen das Knie gerichteten, 
auffallenden Zahn, beim 7 sind außerdem die Hinterschenkel vor 
dem Knie mit einem oder zwei Zähnen und auf der Außenseite 
der Hinterschiene mit einer schaufelartigen Erweiterung versehen. 

Alle diese Merkmale sind so markant, daß eine Verwechslung 
ganz ausgeschlossen ist. 

Der für diese Art von Gory gewählte Name spinipes muß der 
Synonymie verfallen, da er bereits von Thunberg (1818) für einen 
anderen Sisyphus eingeführt wurde. Peringuey (l. c.) beschrieb 
diese Art ausführlich unter spinipes Gory. ’ 


Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) 


alveatus Bouc. . 
angulicollis Felsche 


appendiculatus Boh. 


arachnoides Fourcr. . 


araneolus Arrow . 
armatus Gory . 
atratus Klug 
barbarossa Wied. 
bıarmatus Felsche . 
boschnakii Fisch. . 
bowringi White 
caj/er Boh. . 
calcaratus Klug 
callosipes Arrow . 
capensis Gory . 
caschmirensis Redt. 
conjrater Kolbe 
costatus Thunb. 
cerispatus Gory . 
denticrus Fairm. 
fasciculatus Boh. . 
fortuitus Per. . 
gazanus Arrow . 
gladiator Arrow 
goryi Har. 

helwigi F. . 
hessii Wied. . 
hirtus Wied. 
hirtus Gory . 


impressipennis Tansh. 


indicus Hope 
infuscatus Klug 
kühni sp. n... 
laoticus Arrow . 
latus Bouc. . 
longipes Scop. 
longipes Ol. . 


major Fairm. 


Sol 


Alphabetisches Register 


361 
360 
368 
351 
390 
376 
360 
368 
366 
351 
375 
362 
377 
364 
351 
365 
376 
339 
362 
3993 
367 
371 
361 
376 
362 
399 
360 
364 


mendicus Arrow 
mexicanus Har. 
minutus F. 
mirabilis Arrow 
morio Arrow 
muricatus Ol. 
nanniscus Per. . 
neglectus Gory . . 
Neosisyphus Müller 
nodifer Gerst. . 
ocellatus Reiche 
penicillatus Har. 
prominens Walk. 
pygmaeus Klug 
quadricollis Per. 
quadricollis Gory . 
rubripes Boh. 
rubripes Per. 
rugosus Gory 
rugosus Roth 
schaefferi L. 
seminulum Gerst. . 
setiger Roth . 
setosulus Walk. 
sordidus Boh. . 
Sisyphus Latr. . 
spinipes Per. 
spiripes Gory . 
spinipes Thunb. 


subemarginatus Muls. 


subinermis Muls. . 
subsidens Walk. 
tauscheri Fisch. 
tarantula Arrow 
ıhoracicus Sharp 
tibialıs Raffr. 


transvaalensis Per. 


trochantericus Faıirm. 


382 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd.6, 1955 


Franz Stöcklein 75 Jahre alt! 


In körperlicher und geistiger Frische feierte Herr F. Stöcklein 
am 30. November 1954 seinen 75. Geburtstag. Seine durch Fleiß, 
Beständigkeit, scharfe Beobachtungsgabe und Begeisterung zur 
Natur erworbenen umfassenden Kenntnisse in der Systematik der 
palaearktischen Käfer stellte er schon seit vielen Jahren dem Mu- 
seum Frey zur Verfügung. Darüber hinaus gilt das Interesse Herrn 
Stöckleins den Hymenopteren und Heteropteren, denen er im ver- 
gangenen Jahr in Sizilien seine besondere Aufmerksamkeit wid- 
mete. 

Mögen diesem eifrigen und verdienstvollen Entomologen noch 
viele gesunde Jahre beschieden sein — das ist unser aller Wunsch. 


E. Haaf 


Fig 

Fis 

Fig. 

Fig. 

Bios 3: 
Kir 6: 
Die 7 
Ag, 0: 
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Bio 0: 
Fig. 11: 
Eier 12: 
Fig. 13: 
Fig. 14: 
Fig. 15: 


Erklärung zu Tafel I 


1: Monomma brunneum brunneum Thoms. Umriß und Diskus, längere Form. 


3: 
4: 


9 


„ 


brunneum brunneum Thoms. Umriß und Diskus, breitere Form. 
brunneum brunneum Thoms. Parameren von oben und seitlich 
brunneum brunneum Thoms. Paramerenspitzen. 

brunneum brunneum Thoms. Penis von oben und seitlich. 
brunneum brunneum Thoms. Penisspitze. 

brittoni spec. nov. Umrifs. 

brittoni spec. nov. Diskus. 

brittoni spec. nov. Parameren seitlich. 

brittoni spec. nov. Paramerenspitzen. 

brittoni spec. nov. Tibialfurchen am Metasternum. 
trısulcatum spec. nov. Umrif3 mit Diskus. 

trisulcatum spec. nov. Seitenumriß® mit Apexfurchen. 
risulcatum spec. nov. Tibialgrubenskulptur. 


horni Pıe. Umriß. 


Freude: Die Monommiden der indo-australischen Region. Tafel I 


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Ent. Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Band 6 Freude delin. 


Kiez 1 
Faso 2: 
Bier: 
Bio. #: 
Fig. 5: 
Fig. 6 
Fig. 7 
Fig. 8 
Fig. 9 
Fig. 10 
Fig. Il 
Fig. 12 
Fig. 13 


Erklärung zu Tafel II 


Monomma julvum Pic. Pro- und Mesosternum. 


33 


23 


Julvum Pic. Aedoeagus von oben und seitlich. 

julvum dehradunense subsp. nov. Pro- und Mesosternum. 
julvum dehradunense subsp. nov. Aedoeagus seitlich. 
similifulvum spec. nov. Diskus und Elytrenumriß. 
similifulvum spec. nov. Tibialfurchen. 

tenasserimum spec. nov. Diskus. 

stevensi spec. nov. Tıbialfurchen. 

obenbergeri spec. nov. Diskus. 

longispinum spec. nov. Diskus. 

birmanense spec. nov. Diskus. 

gracilijulvum spec. nov. Umriß und Diskus. 

chapini spec. nov. Diskus (mit traumatischem Druck-Kratz- 
Defekt Scutellum verlagert). 


Freude: Die Monommiden der indo-australischen Region. Tafel II 


Ent. Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Band 6 Freude delin. 


a 


er 


Erklärung zu Tafel III 


Fie. 1: Monomma pseudodoriae sumatranum subsp. nov. Aedoeagus. 


ie 2 
Fig. 3 
Fig. 4 
Kıg. > 
Fig. 6 
Kıg. 7 
Fig. 8 
Fig. 9 
Fig. 10 
Fig. 11: 


pseudodoriae sumatranum subsp. nov. Aedoeagusspitze. 
nideki spec. nov. Umtriß. 

drescheri spec. nov. Diskus. 

pseudodoriae spec. nov. Umrils und Diskus. 
sharsepunctatum Pıc. Diskus. 

sparsepunctatum Pic. Aedeagus. Aufsicht und seitlich. 
sparsehunctatum Pıc. Paramerenspitze. 

bakeri Pic. Diskus. 

novaguinense spec. nov. Tibialfurchen. 

chapini spee. nov. Tibialfurchen. 


Freude: Die Monommiden der indo-australischen Region. Tafel III 


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Ent. Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Band 6 Freude delin, 


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Erklärung zu Tafel IV 


NMlonomma novaguinense spec. nov. Diskus. 


>>) 


novaguinense spec. nov. Aedoeagus von oben und seitlich. 
novaguinense spec. nov. Aedoeagusspitze seitlich. 
glyphysternum jormosanum Pic. Aedoeagus von oben. 
glyphysternum jormosanum Pic. Parameren seitlich. 
glyphysternum Jormosanum Pıc. Paramerenspitzen. 
glyphysternum chinense subsp. nov. Diskus. 
pseudomedanense spec. nov. Diskus. 

borneense spec. nov. Diskus. 

palawanum spec. nov. Diskus. 

palawanum spec. nov. Paramerenspitzen. 

semiaeneum Pıc. Paramerenspitzen. 

doriae singaporense Pic. Pro-, Meso- und Metasternum. 


Freude: Die Monommiden der indo-australischen Region. Tafel IV 


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Ent. Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Band 6 Freude delin. 


Bis. 1: 
Fig. 2: 
Kio. 3; 
Fig. 4: 


Fig. 


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Fig. 
Fig. 
Fig. 
Big. °9: 
Fig. 10: 
Kiel: 
Fig..12: 
Fig. 13: 
Fie. 14: 
Fig. 15: 
Fig. 16: 


esES io) 


Erklärung zu Tafel V 


Monomma brunneum brunneum Thoms. Augengrube und -spina. 


br) 


29 


„ 


PB 


” 


brunneum brunneum Thoms. Pro-, Meso- und Metasternum. 
brittoni spec. nov. Augengrube und -spina. 

brittoni spec, nov. Pro-, Meso- und Metasternum. 
risulcatum spec. nov. Augengrube und -spina. 
trisulcatum spec. nov. Pro-, Meso-und Metasternum. 
horni Pic. Augengrube und -spina. 

horni Pic. Pro-. Meso- und Metasternum. 

similifulvum spec. nov. Augengrube und -spina. 
similijulvum spec. nov. Pro-, Meso- und Metasternum. 
tenasserimum spec. nov. Augengrube und -spina. 
tenasserimum spec. nov. Pro-, Meso- und Metasternum. 
stevensi spec. nov. Augengrube und -spina. 

stevensi spec. nov. Pro-, Meso- und Metasternum. 
hayeki spec. nov. Augengrube und -spina. 

hayeki spec. nov. Pro-, Meso- und Metasternum. 


Freude: Die Monommiden der indo-australischen Region. Tafel V 


Ne) 
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Ent, Arbeiten aus dem Museum G, Frey, Band 6 Freude delin, 


E22: 


Kıg. 
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Fig. 
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Fig. 
Fig. 
Fig. 
Fig. 
Fig. 
Fig. 
Fig. 
Fig. 
Fig. 
8. 


Erklärung zu Tafel VI 


1: Monomma obenbergeri spec. nov. Augengrube und -spina. 


23 


BD] 


obenbergeri spec. nov. Pro-, Meso- und Metasternum. 
longispinum spec. nov. Augengrube und -spina. 
longispinum spec. nov. Pro-, Meso- und Metasternum. 
birmanense spec. nov. Augengrube und -spina. 
birmanense spec. nov. Pro-, Meso- und Metasternum. 
gracilifulvum spec. nov. Augengrube und -spina. 
gracilifulvum spec. nov. Pro-, Meso- und Metasternum. 
gracilifulvum spec. nov. Tibialfurchen. 

javanum spec. nov. Augengrube und -spina. 

javanum spec. nov. Pro-. Meso- und Metasternum. 
nideki spec. nov. Augengrube und -spina. 

nideki spec. nov. Pro-, Meso- und Metasternum. 
drescheri spec. nov. Augengrube und -spina. 

drescheri spec. nov. Pro-, Meso- und Metasternum. 
pseudodoriae spec. nov. Augengrube und -spina. 
pseudodoriae spec. nov. Pro-, Meso- und Metasternum. 


Freude: Die Monommiden der indo-australischen Region. Tafel VI 


Ent. Arbeiten aus dem Müseum G. Frey, Band 6 Freude delin. 


Kr 
2 


Erklärung zu Tafel VII 


Fig. 1: Monomma basipenne Pic. Augengrube und -spina. 


Fig. 

Fig. 3: 
ib 
Fig. 9: 
Fig. 6: 
Kig., 7: 
Fig. 8: 
Fig. 9: 
Fig. 10: 
Fig. 11: 
Bıgz12: 
Fig. 13: 
Fig. 14: 


Fig. 15: 


ID 


B2] 


basipenne Pie. Pro-, Meso- und Metasternum. 
sparsepunctatum Pic. Augengrube und -spina. 
sparsepunctatum Pic. Pro-, Meso- und Metasternum. 
rufolineatum Pic. Augengrube und -spina. 

rufolineatum Pic. Pro-, Meso- und Metasternum. 
quadrimaculatum rujonotatum Pic. Augengrube und -spina. 
quadrimaculatum rujonotatum Pie. Pro-. Meso- u. Metasternum. 
novaguinense spec. nov. Augengrube und -spina. 
novaguinense spec. nov. Pro-. Meso- und Metasternum. 
chapini spec. nov. Augengrube und -spina. 

chapini spec. nov. Pro-, Meso- und Metasternum. 
glyphysiernum glyphysternum Mars. Augengrube und -spina. 
glyphysternum glyphysternum Mars. Pro-, Meso- u. Metasternum. 
glyphysternum chinense subsp. nov. Pro-, Meso- u. Metasternum. 


Freude: Die Monommiden der indo-australischen Region. Tafel VII 


Ent. Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Band 6 Freude delin. 


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Fig. 1 
ig. 2 
Kon 3 
Fig. 4 
Fig. > 
Fig. 6 
Kie. 27 
Fig. 8 
Fig. 9 
Fig. 10: 
Fig. 11 


‘rklärung zu Tafel VIll 


Monomma glyphysternum tonkineum Pic. Prosternum. 


a-C: 


” 


” 


.. 


glyphysternum tonkineum Pic. Metasternallinien-Varianten. 
glyphysternum madrasense subsp. nov. Pro-, Meso- und Meta- 
sternum. 

glyphysternum madrasense subsp. nov. Tibialfurchen. 
medanense Pic. Pro-. Meso- und Metasternum. 
pseudomedanense spec. nov. Pro-, Meso- Metasternum. 
borneense spec. nov. Pro-, Meso- und Metasternum. 
borneense spec. nov. Tibialfurchen. 

palawanum spec. nov. Pro-, Meso- und Metasternum. 
philippinarum Thoms. Pro-, Meso- und Metasternum. 
semiaeneum Pic. Pro-, Meso- und Metasternum. 


Freude: Die Monommiden der indo-australischen Region. Tafel VIII 


Ent. Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Band 6 


Freude delin. 


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Erklärung zu Tafel IX 


1: Monomma rufolineatum Pie. Umrif. 


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22 


22 


B>] 


rufolineatum Pie. Diskus. 

rufolineatum Pıc. Aedoeagus von oben und seitlich. 
rufolineatum Pic. Paramerenspitze. 

quadrimaculatum rufonotatum Pie. Diskus. 

quadrimaculatum rujonotatum Pie. Parameren von oben und 
seitlich. 


quadrimaculatum rufonotatum Pıe. Penis. 


en 


Freude: Die Monommiden der indo-australischen Region. Tafel JX 


Gil e 
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Ent. Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Band 6 Freude delin. 


Erklärung zu Tafel X 


Verbreitung der Aspinatimonomma. 


BEL 


29 


Monomma glyphysternum glyphysternum Mars. 


glyphysternum formosanum Pie 
glyphysternum chinense subsp. nov. 
glyphysternum tonkineum Pie 
glyphysternum laosense Pic 
glyphysternum substriatum Pie 
glyphysternum madrasense subsp. nov. 
stenotarsoide Ancey 

medanense Pic 

pseudomedanense spec. nov. 
borneense spec. nov. 

raffrayi Thoms. 

palawanum spec. nov. 
phılippinarum "Thoms. 

semiaeneum Pic 

doriae doriae Gestro 

doriae singaporense Pic 


Species incertae sedis: 


11 Monomma splendidulum Faırm. 


? — Lage des Fundortes nicht genau lokalisierbar. 


ne 


Freude: Die Monomimiden Tafel X 


Maßstab 1:30000000 Freude delin. 


Die Monommiden er indo-australischen Region. Tafel X 


freude: 


UNFR 
ab 1:30000000 Freude delin. 


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Erklärung zu Tafel XI 


Verbreitung der Spinatimonomma. 


la Monomma brunneum brunneum Thoms. 


1b 


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5) 


g 


brunneum resinorum Hope 
brunneum striatipenne Pic 
australe Thoms. 

britioni spec. nov. 
(risulcatum spec. nov. 
horni Pıc 

fulvum julvum Pie 


Julvum dehradunense subsp. nov. 


similijulvum spec. nov. 
longispinum spec. nov. 
gracılifulvum spec. nov. 
obenbergeri spec. nov. 
tenasserimum spec. nov. 
sievensi spec. NOV. 
hayeki spec. nov. 
scheini spec. nov. 
birmanense spec. nov. 


pseudodoriae spec. nov. 


pseudodoriae sumatranum subsp. 


javanum spec nov. 
nideki spec. nov. 
drescheri spec. nov. 
basipenne Pic 
chapıni spec. nov. 
sparsepunclatum Pıc 
bakeri Pıc 


rufolineatum Pie 


quadrimaculatum quadrimaculatum Waterh. 


NOV. 


quadrimaculatum rujonotatum Pic 


novaguinense spec. nov. 


Patriaangabe zweifelhaft. 


Patriaangabe ungenau oder nicht sicher zur lokalısıeren. 


S 


2 
2 


Monommiden der indo-australischen Region. | 
one 


ei Tafel XI 


Maßstab 4en 
Maßstab 1:30000000 


Freude delin. 


Erklärung zu Tafel XII 


füs. I: Paranaita monalisa n. sp. 
Fig. 2—10: Paranaita basalis Schaufuss 
Fıg. 11—18: Alagoasa dissepta Erichson 


Kie219: Alagoasa escuintla n. sp. 

Fig. 20: Alagoasa tehuacana n. sp. 

Fig. 21-22: Alagoasa nigromaculata Harold 
Fig. 23: Alagoasa berriensis n. sp. 

Fig. 24: Alagoasa myrrha n. sp. 


Fig. 25: Alagoasa orquela n. sp. 


Bechyne: Reise des Herrn G. Frey ın Südamerika: Alticidae Tafel XII 


Ento:in. Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Bd. 6 B. Bechyn& delin. 


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Erklärung zu Tafel XIII 


Fig. 1—10: Alagoasa crucigera circe nov. 

Fig. 11—18: Alagoasa burmeisteri gounellei nov. 
Fig. 19—20: Alagoasa crux - nigra Jacoby 

Fig. 21— 25: Alagoasa flavomarginata Jacoby 


Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae Tafel XII 


ee 


Kig. 1: Alagoasa divisa Germar 

ig. 2—3: Wanderbiltiana sejuncta Harold 

Fig. #: Wanderbiltiana novoteutoniensis n. sp. 
Fig. 5 Walterianella xanthomelaena n. sp. 
Fig. 6—7: HWalterianella manizala n, sp. 
Kıe, 8: Walterianella nigronotata n. sp. 
Kıs. 9: Walterianella platysoma n. sp. 

Fig. 10: Walterianella hypervariata n. sp. 
Fig. 11: Walterianella variata Jacoby 

Fig. 12—13: MWalterianella scelerata n. sp. 

Fıc 14-15: Walterianella sellata Fabricius 

Fig. 16: Chloephaga advena Jacoby 

Fig. 17—19: Chloöphaga I7-guttata merida nov. 
Fig. 20: Alagoasa labiata Schaufuf5 

Eig. 21: Omophoita biconcava n. sp. 

Fig. 22: Omophoita thiemei Weise 

Fig. 23: Omopbhoita gioia n. sp. 

Rio. 24: Omophoita vogli n. sp. 

Fig. 25: Rhynchasphaera orophila n. sp. 


Erklärung zu Tafel XIV 


Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae Tafel XIV 


22 23 29 


Entom. Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Bd, 6 B. Bechyn& delin., 


_ 
Be 
Si 


irklärung zu Tafel XV 


2: Schenkel und ein Teil der Schiene des hinteren 


und mittleren Beinpaares, ventral gesehen. Stark 
schematisiert. Vergr.: 5X. 


. nodifer Gerst. 5‘, Ostafrika 

. Iransvaalensis Per. 2, Südafrika 

. transvaalensis Per. 5’, Ostafrika 

. biarmatus Felsche %', Gongo france. 

. biarmatus Felsche %', Congo franc. 

. indicus Hope 5', Inde angl. (Solan) 

. schaefferi L. 5%. Mandschurei 

8: 5. thoracicus Sharp %', Borneo occ. (Lohaban) 
9: 5. angulicollis Felsche 5%, Kamerun 


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. 10: S. muricatus Ol. 2, Cap-Provinz 
ie. 11: S. muricatus Ol. 5, Transvaal 
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. muricatus Ol. 5. Cap-Provinz 


Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. Tafel XV 


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1 
5. nodifer Gerst. S. transvaalensis Per. 9 S. transvaalensis Per. 5’ 
A 5 6 
5. biarmatus Felsche 5. biarmatus Felsche %' S. indicus Hope 
7 Wo 8 9 

5. schaefferi L. 5 5. thoracicus Sharp 5’ 5. angulicollis Felsche 5’ 
(l 10 IL 11 12 
5. muricatus Ol. 9 5. muricatus Ol. S' 5. muricatus Ol. 5 


Entom. Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Bd. 6 


Erklärung zu Tafel XVI 


ig. 1—12: Schenkel und ein Teil der Schiene des hinteren 
und mittleren Beinpaares, ventral gesehen. Stark 
schematisiert. Vergr.: 3%. 


. spinipes Thunb. %. Natal 
.spinipes Thunb. 5, Transvaal 
. spinipes Thunb. %', Transvaal 


. rubripes Per. „'. Südafrika 


Fig. -S. rubripes Per. 5%‘, Südafrika 

. rubripes Per. 5. Südafrika 
Fig. 7: S. fortuitus Per. 5‘, Franz. Guinea 
Fig. 8: S, Jortuitus Per. 5‘, Franz. Guinea 


. gladiator Arrow 9, Kamerun 
. gladiator Arrow 5, Togo 


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. gladiator Arıow G. Kamerun 
Fig. 12: S. gladiator Arrow &, Kamerun 


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Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. Tafel XV] 


1 


S. spinipes Thunb. % 


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5. rubripes Per. % 


7 


S. Jortuitus Per. 5’ 


5. gladiator Arrow 5 


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5. spinipes Thunb. 5‘ 5. spinipes Thunb. 5 
5 6 
5. rubripes Per. 5' 5. rubripes Per. 5' 
s I. 2 
5. Jortuitus Per. 5 5. gladiator Arrow 9 
11 12 
5. gladiator Arrow 9’ 5. gladiator Arrow 9" 


Entom, Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Bd. 6 


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Erklärung zu Tafel XVII 


Fig. 1-12: Schenkel und ein Teil der Schiene des hinteren 
und mittleren Beinpaares, ventral gesehen. Stark 
schematisiert. Vergr.: IX. 


Fig. 1: 5. armatus Gory 9, Franz. Guinea 
Fig. 2: 5. armatus Gory 5, Franz. Guinea 
Fig. 3: S. armatus Gory 5, Abessinien 
Fig. #: S. armatus Gory %', Abessinien 
Fie. 5: 5. armatus Gory 5, Abessinien 
Fig. 6: 5. armatus Gory g', Senegal 

Fig. 7: S. rugosus Gory 9, Capland 

Fig. 8: 5. rugosus Gory 5, Afr. tropie. 
Fig. 9: 5. rugosus Gory 5‘, Natal 

Fig. 10: S. rugosus Gory „'. Südafrika 
Fig. 11: S. rugosus Gory 5’, Gapland 

Fie. 12: S. rugosus Gory 9’, Brit. Ostafrika 


Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. Tafel XVII 


kt. u u 


5. armalus Gory 9 5. armalus Gory 5. armaltus Gory 9° 
4 5 6 
5. armalus Gory 5’ 5. armatus Gory 9 5. armatus Gory 
7 8 9 
5. rugosus Gory 9 S. rugosus Gory g' 5. rugosus Gory 9’ 
10 11 BERN, y} 
S. rugosus Gory 5. rugosus Gory 9’ 5. rugosus Gory 9° 


Entom. Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Bd. 6 


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Krklärung zu Tafel XVII 


Fig. 1—122: Schenkel und ein Teil der Schiene des hinteren 
und mittleren Beinpaares, ventral gesehen. Stark 
schematisiert. Vergr.: 5%. 


5. bowringi White g', China 

: S. bowringi White 5%, Honkong 

Fig. 9: S. mirabilis Arrow 9, Capland 
5 


Fig. 1: 5. penicillatus Har. 5‘, Ostafrika 
Fig. 2: 5. quadricollis Gory 5%, CGapland 
Fig. 3: 5. kühni sp. nov. 9, Natal 
Fig. 4: S. kühni sp. nov. ', Natal 
Fig. 5: 5. kühni sp. nov. 5%, Natal 
Fig. 6: 5. bowringi White 5. China 

2 


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. mirabilis Arrow 5, Capland 
Fig. 11: 5. tibialis Raffr. ©, Ostafrika 
Fig. 12: 5. tibialis Raffr. %', Ostafrika 


Haaf: Über die Gattung Sisyphus Latr. Tafel XVIII 


e 


1 2 3 
S. peniecillatus Mar. 5 5. quadricollis Gory 9" 5. kühni sp.n. 9 
[8 5 6 

5. kühni sp. n. 5. kühni sp.n. g' 5. bowringi White 5 

7 N s R 

5. bowringi White 5. bowringi White 5 S. mirabilis Arrow 9 
hl 10 11 12 

S. mirabilis Arrow 5 5. tibialis Raffr. 2 5. tibialis Raflr. 


Entom. Arbeiten aus dem Museum G. Frey, Bd. 6 


Die „Entomologischen Arbeiten“ dienen als Publikationsorgan für die Mitarbeiter 
resp. Bearbeiter der wissenschaftlichen Sammlung des Museums G. Frey. Entspre- 
chend den Aufgaben des Museums Frey werden vornehmlich Arbeiten veröffent- 
licht, die Beiträge zur Förderung der systematisch-morphologischen Coleopterologie 
darstellen. 

Die „Entomologischen Arbeiten” können entweder im Tausch gegen andere ento- 
mologische Zeitschriften und Einzelveröffentlichungen oder durch die Naturwissen- 
‚schaftliche Buchhandlung Dr. E. Reitter. München 15, Waltherstraße 27, bezogen 
‚werden. 


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BR Die Autoren werden um Beachtung folgender Punkte gebeten: 
a) Manuskriptsendungen und Anfragen bezüglich der Drucklegung sind an den 
Schriftleiter Dr. E. Haaf, Museum G. Frey, Tutzing bei München, zu richten. 
b). Die Manuskripte sollen druckfertig in Maschinenschrift in doppeltem Zeilen- 
'abstand mit breitem Rand auf einseitig beschriebenen Blättern abgefaßt sein. 
e) Art- und Gattungsnamen, die in Kursivschrift erscheinen, sind zu unterschlän- 
 geln, zu sperrende Textstellen mit unterbrochener Linie zu unterstreichen, 
Der in Kleindruck erwünschte Text ist am Rande mit einer vertikalen ge- 
- schlängelten Linie zu kennzeichnen. 
Br. "Textzeichnungen können nur in klischierfertigem Zustand angenommen werden. 
e) Die Verfasser sind für Form und Inhalt ihrer Arbeiten allein verantwortlich, 
4 Jedem Autor werden 30 Sonder-Abdrucke seiner Arbeit gratis zugesandt. 


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1955 (ORART 


Band 6, Heft 2 


/ 


Schriftleiter: Dr. E. Haaf 


EIGENVERLAG, TUTZING BEI MÜNCHEN 


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1 
Ausgabedatum: 1. Dezember 1955. hi; | has f 
Inhalt RR 
des 2. Heftes, Band 6 De 
{ | * R; % Kite 
| . % 


Bechyne,J.: Über die westafrikanischen Altieiden (Col. Phyt.) . .. . . 
Bechyne, J.: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae (Col. ER 
Breuning, St.: Zwei neue ostasiatische Lamiiden aus dem Museum Frey? 
Breuning, St.: Neue Cerambyciden von der Insel Trinidad). BI dk 
Breuning, St.: Eine Gerambyciden-Ausbeute von Franzüsiedh- Guinen- 

Freude, H: Die Monommiden der amerikanischen Region . .y RN 
Howden, H. F.: Description of a new Peruvian Athyreus with notes ‚on the 


Method of Illustration . . . N \ } fi. 4 
Kulzer, H.: Monographie der Scotobiini. Zehnter Beiting.: zur ET der, | 


. 
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Tenebrieniden »#;.- / "u. hr. SIT Ger De 
Kulzer, H.: Neue Tenebrioniden aus Südamerika ..... 2.2... : 


Wolfrum, P.: Neue Anthribiden aus dem Museum G. Frey . ... .. 


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H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 333 


Monographie der Scotobuni 
Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 


(Mit 6 Tafeln) 


Von Hans Kulzer, Museum G. Frey 


Zusammenhängende Arbeiten über die Tribus Scotobiini sind 
seit Solier nicht mehr erschienen. Inzwischen sind viele neue Arten 
beschrieben worden. Von den im Gebien-Katalog 1937 angeführ- 
ten 48 Arten konnte ich die Typen von 39 Arten studieren. Ob- 
wohl mir von allen Seiten reichliches Material zur Verfügung 
stand, war es mir nicht möglich, alle Arten zu klären. Dies lag 
zum Teil daran, daf3 die Fundortsangaben sehr ungenau waren 
und einige Typen verschollen sind oder für mich nicht zu errei- 
chen waren. Es wird sich wohl noch in Zukunft herausstellen, daß 
einige Arten nur geographische Rassen sind. Ich hoffe, daß ich 
durch diese Arbeit einen Beitrag zur Kenntnis der interessanten 
Gruppe geleistet und vor allem Anregung zur Weiterforschung 
gegeben habe. Eine Art, Scotobius quadraticostatus Fairm., die mir 
unbekannt geblieben ist und deren Beschreibung zur Identifizie- 
rung nicht genügte, konnte ich in dieser Arbeit nicht berücksichti- 
gen. Auch die Frage der Zugehörigkeit der Gattungen Psammeti- 
chus und Pseudoscotobius zur Tribus Scotobiini möchte ich der 
Zukunft überlassen. 

Folgende Herren haben mich durch Zusendung von Typen 
und anderem Material in großzügiger Weise unterstützt. Ihnen sei 
an dieser Stelle mein herzlichster Dank ausgesprochen. 

Dr. G. Colas, Museum Paris — C.M. F. v. Hayek, British 
Museum, London — Dr. K.Delkeskamp, Zool. Museum Berlin 
— Prof. Dr. H. Sachtleben, Deutsch. Ent. Institut, Berlin- 
Friedrichshagen — Luis E. Pena, Museo National, Santiago de 
Chile —- Hugh B. Leech, California Ac. of Sc. San Francisco — 
H. Freude, Zool. Staatssammlung, München — Dr. Z.Kaszab, 
Ungarisches National-Museum, Budapest — Prof. Dr. O.Scheer- 
peltz, Naturhistorisches Museum Wien — W. Wittmer, Bue- 
nos Aires — Prof. Weyrauch, Lima, Peru — R. Zischka, 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 25 


394 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


CGochabamba, Bolivien — A. Willink, Instituto Miguel Lillo 
Tucuman, Argentinien — Prof. Dr. B. A. Torres, Museo „Eva 
Peron“, La Plata. 


Scotobiini 


Lacordaire, Gen. Col. V. p. 126. — Solier, Taganites, 9. Tri- 
bus, 2. Division, Ann. Fr. 7, 1838, p. 6 und 39. 


Gattungsbestimmungstabelle 


1 (4) Abdomen ohne Gelenkhäute, Klauenglied der Tarsen auf 
der Oberseite in der Mitte am Vorderrand ohne Längs- 
furche. 

2 (3) Prosternum am Ende fast waagrecht, mit einem kurzen 
Fortsatz, Flügeldecken mit deutlichen Rippen, Halsschild 
in der Mitte mit einem Längskiel. 

: Er Psammeschile ah 
3.2) Proster num am de steil abfallend, ohne Fortsatz. Flü- 
geldecken und Halsschild ohne Rippen oder Kiele. 
N Pseudoscotobius n. gen. 

#01) Alkdornen ik Gelenkhänten, Klauenglied vorne in der 
Mitte auf der Oberseite mit einer Längsfurche. 

> (6) Halsschild breiter als die Flügeldecken, Seitenrand des 
Halsschildes breit abgesetzt und schüsselförmig aufgerich- 
tet, am Vorderrand mit einem tiefen, schmalen Ausschnitt, 
Augen und Fühlerbasis von oben gesehen verdeckt. 

Diastoleus Sol. 
6(5) Halssehild hmäler als die Flüpeldecken| der Seitenrand 
+ schmal abgesetzt und schwach aufgebogen.!) 

7 (8) Endglied der Fühler gerade und flach abgestutzt, Tarsen- 
glieder eng aneinandergefügt, das Ende auf der Unter- 
seite nicht abstehend. Sl 

r Leptynoderes Sol. 

8(7) Eindelied Bee Fühler vorne echosn mit einer, meist seit- 
lich stehenden Spitze. 'Tarsenglieder lose aneinanderge- 
fügt, das Ende auf der Unterseite abstehend. 


1) Einige Scotobius-Arten haben auch breit abgesetzte und ziemlich stark 
aufgerichtete Seitenränder des Halsschildes, doch reichen diese nicht über die 
Augen hinaus und haben vorne einen breiten Ausschnitt, so daß der Kopf von 
oben sichtbar ist; außerdem ist der Halsschild immer schmäler als die Flügel- 
decken. 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 385 


9 (10) Vorderschenkel ohne Zahn, bei Scotobius erisfatus, muri- 
catus und clathratus ist durch einen scharfen, bogenför- 
migen Ausschnitt in der Nähe des Knies eine zahnförmige, 
aber nicht abstehende Ecke gebildet. : h 

Be Scotobius Ger m. 

20(9) örderschenkel mit einem öutliefien, abstehenden Zahn. 

Emmallodera Sol. 


Psammetichus Latr. 


Latreille, Diet. class. d’Hist. Natur. 13, 15804, p. 575. (sine 
spec.) — Solier, Ann. Fr. 7, 1835, p. 35. (ser. AED): — in 
Gay Hist. Chile, 5, 1851, p. 164. — Lac. Gen. Col. 5, 1859, p. 126. 


Genotypus: costatus Guer. 


Wegen den fehlenden Gelenkhäuten des Abdomens gehört 
nach Gebien (Kat. 1937, p. 297, Fußnote) Psammetichus nicht in 
diese Tribus, auch weicht der Aedocagus ziemlich von dem der übri- 
gen Gattungen ab. Er ist sehr flach, lang, entweder parallel oder 
allmählich nach vorne zugespitzt und hat auf der Oberfläche auf 
jeder Seite eine Furche, die fast bis zur Basis reicht. Ich überlasse 
es aber anderen, evt. eine neue Tribus aufzustellen. 


1. Ps. costatus Guer. 


Gu£rin, Voy.-Coquille 1830, p. 95, Taf. 4, Fig. 8. — Solier, 
Ann. Fr. 7, 1838, p. 37, Taf. 1, Fig. 7—10. — Laporte 1840. — 
Solier in Gay, Hist. Chile 5, 1851, p. 165. 

Typus im Museum Paris. 

Langgestreckt oval, schwarz, gewölbt. Länge: 13—18 mm, 
Breite: 5—61/5 mm. | 

Kopf so breit wie der Halsschild am Vorderrand. Augen 
schmal, von den Wangen stark eingeengt, letztere seitlich weit 
vorstehend und nach vorne mit 2 schwachen Einbuchtungen ver- 
engt. Vorderrand des Olypeus in der Mitte gerade, nach vorne 
geneigt, Ecken ziemlich und stumpf vorstehend. Clypealfurche 
nicht vorhanden. In der Mitte des Clypeus ein Längswulst, der von 
der Stirne bis fast zum Vorderrand reicht. Die Oberfläche des 
Kopfes hat vor den Augen und bei der Einlenkung der Fühler eine 
tiefe Grube, ist dicht, grob, fast rugulös punktiert und hat außer- 
dem auf der Stirne kleine Höcker. Fühler grob, Glied 3 so lang 


wie die nächsten 3 zusammen, 7—8 nur wenig länger als breit, 


25* 


386 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


die letzten 3 sind breiter als lang, Endglied klein und seitlich zu- 
gespitzt. Halsschild nur wenig breiter als lang, größte Breite 
vor der Mitte, Seitenrand ist schwach gebogen, hinten leicht aus- 
geschweift. Basis schmäler als der Vorderrand, fast gerade, Hinter- 
winkel kaum vorstehend und rechteckig oder etwas spitz. Vorder- 
rand leicht gebogen, Vorderwinkel ziemlich und fast spitz vor- 
stehend. In der Mitte der Scheibe befindet sich ein steiler Längs- 
wulst, der die Basis nicht erreicht, vor der Basis eine schmale 
Querdepression. Die Scheibe ist nach den Seiten stark gewölbt, 
dicht und grob punktiert und granuliert. Alle Ränder sind durch 
die Punktur krenuliert. Flügeldecken lang oval, gewölbt, 
nicht viel breiter als der Halsschild. Naht rippenförmig erhaben, 
außerdem mit 2 scharfen, hohen Dorsalrippen und einer schwä- 
cheren, krenulierten Seitenrandkante versehen. Jeder Zwischen- 
raum hat in der Mitte eine meist in Tuberkel aufgelöste schwache 
Z/wischenrippe (die 2. ist manchmal ganz erloschen und ist außer- 
dem mit feinen Körnchen bedeckt). Die Vertiefungen sind mei- 
stens mit grauem Staub bedeckt. Der umgeschlagene Teil ist ähn- 
lich wie die Oberseite. Der äußere Rand der Epipleuren ist perlen- 
artig gereiht und entfernt sich in der Mitte im breiten Bogen, die 
Entfernung beträgt an der breitesten Stelle mehr als ein Drittel 
bis zur Seitenrandkante. Prosternum zwischen den Hüften 
breit, nach hinten einen spitzen, leicht geneigten Fortsatz bildend. 
Die ganze Unterseite ist dicht und grob punktiert. Zwischen den 
Mittel- und Hinterhüften befindet sich beim 5 und 9 eine ziem- 
lich breite Quervertiefung, die mit gelben Börstchen dicht ver- 
sehen ist, die des Vorderrandes zeigen nach hinten, die des Hinter- 
randes nach vorne, so daß sich die Spitzen in der Mitte berühren. 
Beine dünn, mäßig lang, Vorderschienen des 5 mit dichten, lan- 
gen, gelben Haaren bedeckt. 

Beschrieben wurde die Art aus Lima und Payta, Peru, und ist 
in Süd-Peru an der Küste sehr häufig. 


2. Ps. earinatus Sol. 


Solier, Ann. Fr. 7, 1838, p. 37. 

Exemplare aus der Sammlung Solier im Museum Paris. (Type?) 

Nachdem ich die Type von costatus und typische Exemplare 
von carinatus ‚aus der Sammlung Solier gesehen habe, konnte 
ich feststellen, daß carinatus eine eigene gute Art ist, die wohl 
dem costatus sehr ähnlich sieht, aber doch markante und kon- 
stante Unterschiede aufweist. 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 3687 


Ps. carinatus unterscheidet sich in Folgendem von costatus: 

Halsschild hinten etwas stärker ausgeschweift. Alle Erhaben- 
heiten des Halsschildes flacher, breiter, die Punktur ist schwächer 
und flacher. Die Rippen der Flügeldecken sind ebenfalls flacher, 
die Zwischenrippen sind meistens deutlich und viel weniger in 
Tuberkel aufgelöst. Zwischen den Mittel- und Hinterhüften be- 
findet sich eine schmale und tiefe Querfurche, die entweder ganz 
kahl oder nur mit einzelnen unregelmäßig stehenden kurzen 
Börstehen versehen ist. Vorderschienen der 5'5' auf der Uhnter- 
seite ohne Behaarung. 

Beschrieben ist die Art ebenfalls aus Lima, weitere Fundorte 
sind Süd-Peru, Hac. Huayuri, unter Huarango-Bäumen; Arica, 
Nord-Chile. 

3. Ps. erassicornis Wat. 

Waterhouse G. R., Ann. Mag. 15, 1544, p. 54. — Solier in 
Gay Hist. Chile, 5, 1851, p. 166, Taf. 19, Fig. 2. 

Typus im British Museum. 

Oval, flach, schwarz. Länge 16—19 mm, Breite 6—5 mm. 

Kopf länger als breit, Augen sehr schmal, vertieft liegend, 
von den Wangen sehr stark eingeengt, die Wangen stehen seit- 
lich weit vor, haben an den Seiten eine starke und beim Übergang 
zum Clypeus eine schwache Einbuchtung. Vorderrand des QOly- 
peus leicht eingebuchtet. Eindrücke wie bei costatus. Die Ober- 
fläche ist grob und sehr dicht punktiert und granuliert. Fühler 
sehr diek und grob punktiert, erreichen knapp die Basis des Hals- 
schildes. Glied 3 walzenförmig, dick, fast doppelt so breit wie das 
 Enndglied, vom 4. ab werden die Glieder immer schmäler, End- 
glied ist am kleinsten und seitlich zugespitzt. Halsschild schr 
schmal, so breit wie lang, größte Breite vor der Mitte, Seitenrand 
fast gerade, hinten schwach ausgeschweift. Basis schmäler als der 
Vorderrand, leicht gebogen, Hinterwinkel stumpf. Vorderrand ge- 
rade, Vorderwinkel spitz vorstehend. Die Scheibe ist nach den 
Seiten stark gewölbt, hat in der vorderen Hälfte einen starken 
Längskiel und ist grob, dicht punktiert und granuliert. Flügel- 
decken oval, breiter als bei costatus, oben flach, die Rippen sind 
stark gehöckert, besonders an den Seiten, die Zwischenrippen 
deutlich und nicht unterbrochen. Die Zwischenräume sind mit 
Punktreihen und feinen Körnchen versehen. Die Unterseite ist 
grob, dicht punktiert, so daß nur schmale erhabene Ränder übrig- 
bleiben. Schienen und Schenkel ohne lange Behaarung. Beschrie- 


388 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


ben ist diese Art aus Huasco Chile, unter Blättern von Kaktus und 
unter Steinen; ein weiterer Fundort ist CGopiapo Chile, die meisten 
mir vorliegenden Stücke sind nur mit Chile bezeichnet. 

Ps. crassicornis ist eine leicht kenntliche Art, ausgezeichnet 
durch die dicken ersten 4 Fühlerglieder, die flache Oberfläche der 
Flügeldecken und die rauhe Skulptur. 


4. Ps. gracilis Erichs. 


Erichson, Nov. Act. Ac. Leop. Gar. 16, 1834, p. 245, Taf. 38, Fig. 4. 

Typus im Zool. Museum Berlin. 

Dunkelbraun bis schwarz, matt. Lg. 1D—16 mm, Br. 5—6 mm. 

Kopf fein runzelig punktiert, vorne etwas abwärts gewölbt. 
Augen sehr schmal, von den Wangen stark eingeengt, letztere im 
Bogen seitlich weit vorstehend. Vorderrand des Clypeus leicht ein- 
gebuchtet, Ecken spitz vorstehend. Die Fühler sind länger als Kopf 
und Halsschild zusammen, Glied 3 so lang wie die nächsten 4 zu- 
sammen. Eindglied sehr klein und spitz. Der Halsschild ist kaum 
breiter als der Kopf, so breit wie lang. Seitenrand schwach ge- 
bogen, nach hinten etwas ausgeschweift. Hinter- und Vorderwin- 
kel spitz vorstehend. Die Oberseite ist fein runzelig punktiert, ge- 
wölbt, mit einem scharfen Längskiel in der Mitte, der den Vorder- 
rand zahnförmig überragt. Flügeldecken an der Basis und 
Spitze ziemlich verengt, an den Seiten fast parallel, mehr als doppelt 
so breit wie der Halsschild, auf dem Rücken flach, fein runzelig 
punktiert. Mit 3 Rippen, die inneren 2 sind scharf erhaben, die 
innerste umschließt bogenförmig die flache Mitte des Rückens, 
erreicht hinten fast die Naht und geht parallel neben derselben bis 
in die Flügeldeckenspitze, ist vorne stark erhaben, geht im Bogen 
in die Basis und überdeckt etwas den Vorderrand. Die 2. Rippe ist 
halb so weit von der ersten entfernt wie diese von der Naht, die 
3. ist vorne verkürzt, divergiert nach hinten mit der 2. und wird 
im ersten Drittel von der 2. überdeckt. Außenrand der Epipleuren 
perlenförmig gereiht, in der Mitte bogenförmig erweitert und 
nimmt an der breitesten Stelle ein Drittel der umgeschlagenen 
Flügeldecken ein. Beine lang, schlank, ohne lange Behaarung, Hin- 
terschenkel am Eride kaum verdickt. 


5. Ps. pilipes Guer. 


Guerin, Mag. Zool. 1834, Melas. p. 19. — Solier in Gay, Hist. 
Chile, 5. 1851, p. 167. 


Typus im Museum Paris. 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 389 


Im Gebien-Katalog 1937 ist pilipes als synonym bei gracilis 
angeführt. An Hand der Typen konnte ich feststellen, daß pilipes 
eine eigene, gut zu unterscheidende Art ist. 

Kopf wie bei gracilis, 3. Fühlerglied nicht so lang wie die 
nächsten 4 zusammen. Halsschild vorne stärker verbreitert, Vor- 
derwinkel mehr vorstehend und verrundet, hinten mehr ausge- 
.schweift. Flügeldecken kürzer, an den Seiten gebogen, die erste 
Rippe liegt ungefähr in der Mitte zwischen der Naht und der 2., 
erreicht hinten im Bogen die Naht und ist am Absturz entweder 
ganz erloschen oder nur schwach angedeutet, die zweite ist messer- 
scharf und erreicht nicht ganz das Ende, die Dritte ist nur hinten 
(ein Fünftel der Länge) vorhanden, vorne erloschen, und von oben 
nur da sichtbar, wo die 2. verkürzt ist. Der Außenrand der Epi- 
pleuren ist in der Mitte nur schwach verbreitert und nimmt nur 
!/, der Breite bis zur Seitenrandkante (2. Rippe) ein. Alle Schienen 
und im geringeren Maße auch die Schenkel beim 5’ und 9 und das 
3. Fühlerglied des 5 mit langen, gelben, abstehenden Haaren be- 
deckt. Hinterschenkel an der Basis sehr dünn und am Einde keulig 
verdickt. Beschrieben aus Chile, alle mir vorliegenden "Tiere haben 
den Fundort Chile ohne genauere Angabe, nur 1 Stück Gopiapo 
Chile. 


6. Ps. Gebieni n. sp. (Koch i. 1.) (Taf. XX, Fig. 1) 


Kleine, schlanke Art, das ganze Tier dunkelbraun. Länge: 
11i—12 mm. Breite: 4—41/; mm. 

Kopf groß, so breit wie der Halsschild. Augen schmal, tief- 
liegend. Wangen wulstig, seitlich im Bogen erweitert. Clypeus nach 
vorne schwach verengt, Vorderrand im schwachen Bogen ausge- 
schnitten, die Ecken wenig vorstehend und verrundet, Clypealnaht 
nicht sichtbar. Die Oberfläche des Kopfes ist dicht und mäßig fein 
punktiert und granuliert. Die Stirn ist gewölbt, in der Mitte zwi- 
schen den Augen ist ein Längskiel, der Y/; der Kopflänge ein- 
nimmt. Vor den Augen sind die Wangen quergewölbt und vor 
derselben mit einem tiefen Eindruck. Fühler dünn, überragen mit 
2—3 Gliedern die Basis des Halsschildes, Glied 3 so lang wie die 
nächsten 4 Glieder zusammen, Endglied in der Mitte zugespitzt. 
Mentum rauh punktiert, trapezförmig, in der Mitte nur schwach 
gewölbt. Die Unterseite des Kopfes seitlich des Palpenausschnittes 
bildet vor den Augen einen spitzen, nach vorne zur Fühlerbasis 
gerichteten Zahn. 

Halsschild gewölbt, leicht herzförmig, ungefähr so lang 


390 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


wie breit, größte Breite vor der Mitte, nach hinten leicht aus- 
geschweift verengt. Basis leicht doppelbuchtig, Hinterecken etwas 
spitz vorstehend. Vorderrand im flachen Bogen ausgeschnitten, 
Vorderecken vorstehend und verrundet. In der Mitte befindet sich 
ein kräftiger Längskiel, der von der Basis bis zum Vorderrand 
reicht. Die Scheibe ist dicht punktiert und granuliert. 

Flügeldecken länglich oval, größte Breite hinter der 
Mitte, die Seiten sind schwach und gleichmäßig gebogen, Basis so 
breit wie die des Halsschildes, Naht leicht erhaben, auf jeder Seite 
befinden sich 3 Rippen, die erste, etwas dem Seitenrand genähert, 
umschließt im Bogen den flachen Rücken, ist vorne nicht gehobe- 
ner, mündet gerade in die Basis und läuft am Absturz hinten paral- 
lel zur Naht. Die zweite ist nahe an den Außenrand gerückt, konver- 
giert nach vorne mit der 9. und verbindet sich am Ende mit keiner 
anderen Rippe. Die 3. bildet die Seitenrandkante, verbindet sich am 
Ende mit der ersten und wird von oben gesehen nur an der Schul- 
ter von der 2. überdeckt, so daß sie fast in der ganzen Länge sicht- 
bar ist. An der Schulter befindet sich noch zwischen der 1. und 2. 
Rippe eine sehr kurze Zwischenrippe. Die Oberfläche ist dicht und 
mäßig fein punktiert und granuliert. Der Außenrand der Epi- 
pleuren verbreitert sich in der Mitte nur wenig im flachen Bogen 
und endet am dritten Hinterleibsegment. 

Prosternum zwischen den Hüften breit, flach ausgehöhlt, 
nach hinten einen kurzen und stumpfen Fortsatz bildend und dann 
senkrecht abstürzend, nach vorne geneigt und grob punktiert. Pro- 
pleuren wabenartig grob genetzt. Mesosternum grob punktiert, 
vorne etwas eingedrückt, aber keine Kanten und Ecken bildend. 
Abdomen stark gerunzelt punktiert. Beine ziemlich lang, länger 
als bei den übrigen Arten, und sehr dünn, ohne nennenswerte Be- 
haarung. $ unbekannt. 

Patria: Chile, 2 55’, Holo- und Paratype ex coll. Gebien in 
Museum G. Frey. 

Ps. Gebieni ist am nächsten verwandt mit gracilis, von dieser 
aber leicht durch die geringere Größe, die schlankere Form, die 
längeren und dünneren Beine und durch die Rippenbildung auf 
den Flügeldecken leicht zu unterscheiden. 


7. Ps. Penai .n. sp. (Taf. XX, Fig. 2) 
In der Größe, Form und Farbe dem Ps. Gebieni sehr ähnlich, 


so daß ich mich auf die Beschreibung der Unterschiede beschrän- 
ken kann. Länge: 11—14 mm, Breite: 41/,—51/ mm. 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 39] 


Kopf wie-bei Gebieni, Fühler etwas länger. Unterseite des 
Kopfes seitlich vom Palpenausschnitt gerade abgestutzt, ohne nach 
vorne gerichteten Zahn. Die Oberfläche des Halsschildes ist nicht 
granuliert, sondern grob punktiert, die Punkte sind flach und haben 
stark erhabene Ränder, der Seitenrand ist nur sehr schwach gebogen, 
nicht herzförmig, der Längskiel in der Mitte überragt zahnartig den 
Vorderrand und reicht nach hinten etwas über die Mitte hinaus. 
Auf jeder Flügeldecke befinden sich 2 vollständige Rippen, die 
parallel zueinander sind, und eine aui das letzte Fünftel be- 
schränkte kurze Rippe, die sich bereits auf dem umgeschlagenen 
Teil der Flügeldecken befindet und manchmal auch ganz fehlt, 
so daß von oben nur 2 Rippen sichtbar sind. (Bei Gebieni sind von 
oben 3 vollständige und vorne eine verkürzte #4 Rippe zu sehen.) 
Die Dorsalrippe endet bei Penat beim Absturz der Flügeldecken 
und setzt sich dann neben der Naht nicht mehr oder nur sehr un- 
deutlich bis in die Spitzen fort. Die Oberfläche ist kaum granuliert 
und mit ganz kleinen, glänzenden Höckerchen bedeckt. Epipleuren 
sehr schmal, der Außenrand ist in der Mitte nicht verbreitert. 

Ps. Penai ist von Gebieni sofort durch die Rippenbildung zu 
unterscheiden, gracilis ist breiter, hat viel kürzere Beine und Füh- 
ler und drei vollkommene Rippen. Mit den übrigen Arten ist eine 
Verwechslung überhaupt nicht möglich. 

Patria: Iquique, 1-X-1951, leg. L. Pena, 6 Stück, Holo-, Allo- 
und Paratypen in coll. L. Pena, Santiago, und Paratypen in coll. 
G. Frey, 1 Stück (Paratype) Iquique, Chile, II. 1944, coll. E. P. 


Read in coll. Galif. Ac. San Franeisco. 


Bestimmungstabelle der Gattung Psammetichus 


1 (6) Flügeldecken mit je 3 Rippen, Seitenrandkante mit einge- 
rechnet, und deutlichen Zwischenrippen, die meistens in 
Höcker aufgelöst sind. Am umgeschlagenen Teil der Flü- 
geldecken befinden sich 2 vollständige Höckerreihen. Die 
erste Rippe nähert sich am Absturz nur wenig der Naht 
und umschließt nicht im Bogen eine ebene Fläche. 

2 (5) 3. Fühlerglied konisch, am Ende etwas verbreitert, nicht 
auffallend dick. Flügeldecken gewölbt. Seitenrandkante 
etwas gehöckert. 

3 (4) Die ganze Oberfläche ist rauh granuliert, die Rippen sind 
scharf, zwischen Mittel- und Hinterhüfte befindet sich 
eine Querfurche, die dieht mit Börstehen versehen ist, die 


392 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


+ (3) 


Börstehen am Vorderrand zeigen nach hinten, die vom 
Hinterrand nach vorne, so daß sich die Spitzen in der 
Mitte berühren. Vorderschienen des 5' auf der Unterseite 
mit Ee gelben Haaren. ; Ua 
oa Guer. 
Die ganze Oberfläche » weniger Fa die Höcker und Rip- 
pen sind abgeflacht und glatt, zwischen Mittel- und Hin- 
terhüfte befindet sich eine schmale, tiefe Querrinne, die 
entweder ganz unbehaart oder nur mit einzelnen kurzen, 
unregelmäßig stehenden Börstchen besetzt ist. Vorder- 
schiene des 5' auf der Unterseite ohne lange Behaarung. 
EEE NOTE EURER earinatus Sol. 
3. Fühlerglied auffallend dick, walzeiförie, Flügel- 
decken flach und sehr rauh punktiert und granuliert, die 
Rippen bestehen aus dicht zusammenhängenden Höckern, 
Seitenrandkante stark gesägt. al 
erassicornis Wat. 


6 (1) Flügeldkeken; mit je 2 de 3 Einen Seitenrandkante mit 


7(8) 


ö (7) Beine und Fühler ohne lange Behaarung. 


eingerechnet, und ohne jede Spur von Zwischenrippen 
oder Höckerreihen. Die erste Rippe nähert sich am Ab- 
sturz ganz der Naht und umschließt im Bogen die flache 
Decke. Der umgeschlagene Teil der Flügeldecken ohne 
Höckerreihen, höchstens am Ende mit einer stark verkürz- 
ten 3. Rippe. 

Alle Schienen, zum Teil auch die Schenkel und beim 5 
das 3. Fühlerglied auf allen Seiten mit langen gelben Haa- 
ren bedeckt. Flügeldecken mit je 2 sehr scharfen Rippen - 
und einer stark verkürzten am Ende, die sich bereits auf 
dem umgeschlagenen Teil befindet. 


pilipes Guer. 


9 (10) Fühler kräftig, grob punktiert, Beine mäßig lang, die 


Dorsalrippe ist stark erhaben, bildet an der Basis einen 
Bogen gegen das Schildchen und überragt dadurch einen 
Teil des Vorderrandes. Die 3. Rippe (Seitenrandkante) ist 
in der vorderen Hälfte von oben gesehen von der 2. über- 
deckt und an den Schultern meistens verkürzt, matt. 
gracilis Erichs. 


10 (9) Fühler ana Beine ehr ons Die Dorsaltippe vorne nicht 


sehr gehoben, sie mündet gerade in die Basis und über- 
deckt nicht den Vorderrand. 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 393 


11 (12) Flügeldecken mit 3 vollständigen Rippen, die von oben in 
der ganzen Länge sichtbar sind, die 3. ist nur an den 
Schultern etwas verdeckt. Vorne zwischen der 1. und 
2. mit einer stark verkürzten Rippe. Halsschild leicht herz- 
förmig, Mittelkiel reicht von der Basis bis zum Vorder- 
rand. 

ee Gehen n. Sp: 

12 (11) Winseldecken en 2 Bine nd am umgeschlagenen Teil 
mit einer stark verkürzten am Einde, die manchmal nur 
angedeutet ist. Von oben sind nur 2 Rippen zu sehen. Hals- 
schild an den Seiten sehr schwach gebogen, Mittelkiel er- 
reicht die Basis nicht und überragt zapfenförmig den Vor- 
derrand. u 

Pennai n. sp. 


Pseudoscotobius n. gen. 
Schwarz, ungeflügelt, Flügeldecken verwachsen. Kopf groß, 


breit, mit starken Höckern und Eindrücken. Augen quer, stark 
gewölbt, mit einer tiefen Furche vorne und an den Seiten. Fühler 
fadenförmig, überragen etwas die Basis des Halsschildes, Glied 9 
und 10 verbreitert und flach, Endglied klein. Mentum groß, ziem- 
lich flach, vorne in der Mitte mit einer Beule. Submentum hinten 
steil abfallend. Mandibeln sehr breit und wulstig, vorne gerade 
abgeschnitten, scharf, ohne Spaltung. Maxillarpalpen klein, End- 
glied leicht gebogen, vorne verbreitert und gerade abgeschnitten. 
Labialpalpen winzig klein, Endglied spindelförmig. Basis aller 
Palpen vom Mentum verdeckt. Oberlippe klein, schmal, behaart, 
von oben nicht sichtbar. Halsschild an der Basis stark eingezogen 
verengt, Basis gerandet und etwas emporgehoben, Hinterecken 
rechteckig und wenig vorstehend, Vorderwinkel ziemlich und spitz 
vorstehend. Flügeldecken stark gewölbt, ohne Rippen und Punkt- 
reihen, irregulär und kräftig punktiert. Epipleuren schmal und bis 
ans Ende reichend. Prosternum nach vorne geneigt, hinten steil 
abfallend. Mesosternum flach, ohne Ecken. Abdominalsegmente 
ohne Gelenkhäute und verwachsen. Beine nicht sehr kräftig und 
kurz. 


Genotypus: Emmallodera strangulata Fairm. 


Von Gebien wurde diese Art zur Gattung Scotobius gestellt. 
Die Fühler, die Mandibeln, die Palpen und vor allem die zusam- 


394 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


mengewachsenen Hinterleibsegmente bedingen eine andere syste- 
matische Stellung. Es ist überhaupt fraglich, ob Pseudoscotobius 
mit Psammetichus zur Tribus Scotobtini gehört. 


Pseudoscotobius strangulatus Fairm. (Taf. XX, Fig. 5) 


Emmallodera strangulata Fairmaire, Ann. Fr. 74, 1905, p. 290. 

Typus im Museum Paris. 

Fairmaire vergleicht die Art mit Emmallodera obesa, was aber 
auf keinen Fall zutreffend ist. 

Schwarz, glänzend, gewölbt, Länge: 11—14 mm, Breite: 6 
bis 7” mm. 

Kopf groß, breit kurz. Augen quer, stark gewölbt und seit- 
lich vorstehend, vorne und an den Seiten mit einer Augenfurche, 
hinten schiebt sich ein Lappen der Schläfen etwas über die Augen. 
Die Wangen überragen seitlich die Augen kaum und sind an den 
Seiten ziemlich gebogen, Übergang zum Clypeus eingebuchtet. 
Vorderrand des Ulypeus gebogen, an den Seiten mit je einem gro- 
ßen Höcker. Clypealnaht nicht vorhanden. Oberseite des Kopfes 
grob punktiert und gerunzelt, an den Seiten mit je einem tiefen, 
schrägen Eindruck, der am Clypealhöcker endet. Fühler fadenför- 
mig, 3. Glied etwas länger als das #., 9. und 10. verbreitert und 
flach, Endglied klein. Halsschild quergewölbt, größte Breite 
im letzten Drittel, von da plötzlich stark eingeschnürt verengt und 
vor der Basis schräg kragenförmig, nach vorne schräg und kaum 
ausgeschweift verengt. Seitenrand nicht abgesetzt und ohne Rand- 
kante. Basis schmäler als der Vorderrand, gerandet, etwas auf- 
gerichtet und im flachen Bogen vorgezogen. Hinterwinkel schwach 
vorstehend und spitz. Vorderrand im Bogen ausgeschnitten, in der 
Mitte undeutlich, an den Seiten gut gerandet. Vorderwinkel ziem- 
lich und spitz vorstehend, die Spitze ist stumpf. Die Scheibe ist 
dicht und grob punktiert. Flügeldecken stark gewölbt, be- 
sonders an den Seiten und hinten, ohne Rippen und Punktreihen, 
zur Basis geneigt. Basis so breit wie die des Halsschildes. Seiten- 
rand schon von der Schulter aus stark gebogen, nach unten stark 
gewölbt, ohne Randkante. Flügeldecken sind irregulär und dicht, 
schwächer als der Halsschild punktiert. Unterseite ebenfalls punk- 
tiert, glänzend. Beine schwach, Vorderschienen am Ende mit einem 
langen, flachen Dorn. Tarsen sehr lang. 

Beschrieben wurde diese Art aus Chile ohne genaue Angabe, 
die Exemplare aus der Sammlung Gebien stammen aus Prov. Men- 


doza, San-Rafael, 680 m. 


Fr = . - . rm . . 5 FE 
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 395 


Ps. strangulatus ist eine sehr auffällige Art, die mit den Arten 
der Gattung Emmallodera und Scotobius nicht verwechselt wer- 
den kann. 


Gattung Leptynoderes Sol. 


Solier, Ann. Fr. 7, 1838, p. 4. — Lacordaire, Gen. Col., V. 
p- 127. 


Genotypus Scotobius varicosa Germ. 


1. L. varicosa Germ. 


Germar, Ins. spec. nov. 1824 p. 157. — Solier, Ann. Fr. 7, 
1838, p. #7, Taf. 2, Fig. 6—11. 

Typus im Zool. Museum Berlin. 

Schwarz, matt, länglich oval. Länge: 15—14 mm, Breite: 
bis 6 mm. 

Kopf groß, breiter als lang, nicht so lang wie der Hals- 
schild. Augen schmal, die Wangen stehen weit und eckig seitlich 
vor, der Seitenrand des Vorderkopfes ist aufgerichtet, nach vorne 
ziemlich stark verengt, Vorderrand des Clypeus fast gerade, Ecken 
stumpf. Auf der Stirn sind zwei parallele oder leicht gebogene 
Längswülste, in der Mitte des Clypeus befindet sich ein kräftiger, 
aber stumpfer Höcker. Die Oberfläche ist gerunzelt punktiert. 
Fühler grob, überragen kaum die Mitte des Halsschildes, Glied 3 


am Ende nicht ganz doppelt so breit wie an der Basis, gut 11/smal 


5 


so lang wie 4, vom 5. Glied ab sind sie breiter als lang. Hals- 
schild 11/amal so breit wie lang, größte Breite in der Mitte, die 
Seiten sind gleichmäßig und ziemlich stark gebogen, nach hinten 
ausgeschweift, Seitenrand breit abgesetzt und aufgerichtet. Basis 
gerade, Hinterecken stumpf und nicht vorgezogen. Vorderrand fast 
gerade, Vorderwinkel vorstehend und verrundet. Die Scheibe hat 
in der Mitte eine Längsfurche, in der Mitte auf jeder Seite eine 
Grube und ist sehr grob gerunzelt. Flügeldecken langge- 
streckt oval, wenig breiter als der Halsschild, leicht gewölbt, mit 
3 scharfen, + unterbrochenen Rippen und Zwischenrippen, die 
meistens in längliche Höcker aufgelöst sind. Zwischen den Rippen 
befinden sich flache aber große Punktreihen. Die ganze Unterseite, 
die Beine und der Kopf mit kleinen Börstchen sparsam bedeckt, 
Beine schlank, granuliert, Tarsen kurz. 


396 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Beschrieben aus Buenos Aires, weitere Fundorte sind Monte- 
video, Maldonado, Uruguay. 

Eine häufige, weit verbreitete Art, die sofort am großen 
Höcker auf dem Clypeus zu erkennen ist. 


2. L. strangulata Fairm. (Taf. XX, Fig. #) 
Fairmaire, Ann. Fr. 72, 1903, p. 462. 


Typus im Museum Paris. 

Braun bis schwarz, länglich oval, Länge: 11—13 mm, Breite: 
41/,—5 mm. 

Kopf groß, länger als der Halsschild, Augen sehr schmal, 
Wangen weit im Bogen seitlich vorstehend, emporgehoben und 
mit dem Vorderrand des Olypeus verrundet. Auf der Stirne sehr 
flache Höcker, Schläfen sehr lang, parallel. Die ganze Ober- und 
Unterseite des Kopfes und die Fühler bis auf die letzten 3 Glieder 
dieht mit schuppenförmigen hellen Härchen bedeckt, so daß die 
Struktur des Kopfes nicht zu erkennen ist. Die Fühler erreichen 
die Basis des Halsschildes nicht, Glied 3 am Vorderrand stark ver- 
breitert, Vorderrand ist 3mal so breit wie die Basis, vom 4. ab 
werden die Glieder immer kleiner und sind breiter als lang, die 3 
Eindglieder sind am kleinsten und kahl. Halsschild 11/,mal so 
breit wie lang, größte Breite in der Mitte, vor der Basis im Bogen 
plötzlich stark ausgeschnitten und kurz vor der Basis einen Zapfen 
bildend. Seitenrand breit abgesetzt, stark aufgerichtet und mei- 
stens krenuliert. Basis gerade, ziemlich breiter als der Vorderrand, 
Hinterecken stumpf, vom Zapfen des Seitenrandes fast verdeckt. 
Vorderrand im flachen Bogen ausgeschnitten, Vorderwinkel vor- 
stehend und verrundet. In der Mitte der Scheibe befinden sich 
transversal 4 Höcker, die inneren sind bedeutend größer, die seit- 
lichen können auch fehlen, es können aber auch vor den inneren 
2 winzige dazukommen. Flügeldecken länglich oval, hinten 
stark gewölbt, mit je drei Reihen spitzer, großer und drei Zwi- 
schenreihen kleinerer Höcker, die Zwischenreihen sind manchmal 
erloschen oder nur hinten sichtbar. Zwischen den Höckerreihen 
sind Punktreihen, die nur dann deutlich sind, wenn die Zwischen- 
höckerreihen fehlen. Schenkel und Schienen ähnlich wie der Kopf 
behaart, nur nicht so dicht. Beschrieben aus Tucuman, Tapia 
600 m, weitere Fundorte sind Catamarca Laguna Blanca; Catamarea 
Puerta Corral; Catamarca la Cranaga. 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 397 


3. L. fuscula n. sp. (Taf. XIX, Fig. 2) 


Das ganze Tier einfarbig braun, oval. Länge: 10 mm, Breite: 
41% mm. 

Kopf groß, lang, länger und fast so breit wie der Halsschild. 
Augen sehr klein, schmal, hinter den Wangen fast verborgen, 
Wangen im gleichmäßigen Bogen seitlich weit abstehend, aufge- 
worfen und mit dem Clypeus verrundet. Die ganze Oberseite des 
Kopfes und die Fühler mit Ausnahme der letzten 4 Glieder dicht 
mit schuppenförmigen kleinen Härchen bedeckt, so daß die Struk- 
tur der Oberfläche nicht zu erkennen ist, auf der Stirne 2 flache 
Höcker. Schläfen lang und nach hinten schwach verengt. Die Füh- 
ler erreichen nicht die Basis des Halsschildes, Glied 2 kurz, breiter 
als lang, 3 so lang wie die nächsten 3 zusammen, an der Basis 
schmal, am Ende 3mal so breit, das 4.—7. ist kurz, breiter als 
lang, die nächsten 3 unregelmäßig rund, Endglied vorne abge- 
stutzt. Die Unterseite des Kopfes ist ebenfalls sehr dicht behaart, 
so daß Einzelheiten nicht zu erkennen sind. 

Halsschild ungefähr 11/amal so breit wie in der Mitte 
lang, größte Breite in der Mitte, die Seiten sind gleichmäßig ver- 
rundet, nach hinten schwach ausgeschweift, Seitenrand nicht sehr 
stark emporgehoben. Basis ganz gerade, Hinterecken wenig vor- 
stehend mit scharfer Spitze. Vorderrand fast gerade, Vorderwinkel 
vorgezogen mit stumpfer Spitze. In der Mitte der Scheibe befinden 
sich 2 längliche, nach vorne leicht divergierende, oben glatte 
Höcker, vor denselben und an den Seiten noch je 2 winzig kleine 
runde Tuberkel. Sonst ist die Scheibe an der Basis, an den Seiten 
und vorne mit unregelmäßigen Depressionen bedeckt. 

Flügeldecken gleichmäßig oval, größte Breite in der 
Mitte, Basis ohne Randkante und kaum breiter als die des Hals- 
schildes. Schildchen groß, breit, dreieckig. Jede Decke hat 2 
schmale, sehr hohe, nicht unterbrochene Rippen und eine eben- 
solche Marginalkante, die Dorsalrippen fallen an der Basis senk- 
recht ab, die Marginalkante verläuft in der Schulter und verbin- 
det sich hinten mit der innersten Rippe. Naht vorne schwach, hin- 
ten stärker erhöht, am Abfall befindet sich zwischen Naht und er- 
ster Rippe je ein länglicher Höcker. Die Zwischenräume sind fein 
chagriniert und haben an den Seiten je eine grobe aber sehr flache 
Punktreihe. Die Epipleuren sind auf der ganzen Länge gleich 
schmal. 


Prosternum ist zwischen den Hüften verbreitert, nach 


398 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


hinten senkrecht abfallend, ohne Fortsatz, nach vorne zunächst 
steil, dann schräg geneigt. Abdomen rauh chagriniert. Beine 
schlank mit kurzen gelben Haaren nicht sehr dicht bedeckt, Schie- 
nen außerdem mit starren Borsten versehen. 

Patria: 1 9, Rio Negro, S. Saltos, VII. 1932, (Holotype) Koch- 
ler leg. ex coll. Wittmer in coll. G. Frey. 

L. [uscula kann mit einer anderen Art nicht verwechselt wer- 
den, am nächsten steht sie der tuberculata, diese hat aber einen an 
der Basis stark verengten Halsschild und auf der Scheibe zerstreute 
unregelmäßige Tuberkel und das 3. Fühlerglied ist an der Basis 
nieht auffallend verdickt. 


4. L. tuberceulata Curt. (Taf. XIX, Fig. 1) 


Curtis, Trans. Linn. Soc. Lond. 19, 1845, p. 460, Taf. +41, Fig. 7. 

Typus im British Museum. 

Dunkelbraun, leicht gewölbt, oval. Länge: 15 mm, Breite: 
6 mm. | 

Kopf groß, länger als breit, ohne dichte Behaarung, Augen 
schmal, Wangen fast im rechten Winkel seitlich vorstehend, nach 
vorne fast gerade verengt. Vorderrand des Glypeus schmal, leicht 
nach abwärts gedrückt. In der Mitte des Clypeus befindet sich ein 
deutlicher, auf der Stirne sind zwei flache Höcker. Schläfen fast so 
lang wie der Vorderkopf, parallel, am Ende kurz verengt. Hals- 
schild leicht gewölbt, 11/amal so breit wie lang, größte Breite 
in der Mitte, Seitenrand sehr breit abgesetzt und aufgerichtet, im 
letzten Drittel sehr stark eingeschnürt verengt, nach vorne stark 
gebogen. Basis gerade, Hinterwinkel spitz und kaum vorstehend. 
Vorderrand im Bogen ausgeschnitten, Vorderwinkel ziemlich weit 
vorstehend mit stumpfer Spitze. Die Scheibe ist unregelmäßig mit 
mehreren Tuberkeln besetzt. Flügeldecken gleichmäßig oval, 
größte Breite in der Mitte, mit je + scharfen, schmalen Rippen, die 
oben gewellt und nicht unterbrochen sind, die dritte Rippe ist hin- 
ten hakenförmig eingezogen. Die Zwischenräume sind querge- 
rieft. 

Beschrieben aus Port St. Elena, ferner 2 Stück Chubut leg. 
Richter. 


5. L. laticollis Berg 


Berg, An. Univ. Buenos Aires, 6, 1889, p. 155. 
Berg bezweifelt in seiner Beschreibung die Zugehörigkeit die- 
ser Art zu Leptinoderes, nachdem ich die Type gesehen habe, 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 399 


konnte ich feststellen, daß L. laticollis ein Scotobius ist, sehr nahe 
verwandt mit Sc. depressicollis Frm. 


Bestimmungstabelle der Gattung Leptynoderes 


1 (4) Kopf und die ersten 7 Fühlerglieder dicht anliegend be- 
- haart, so daß die Struktur nicht sichtbar ist. Am Clypeus 
kein Höcker. 

2 (3) Flügeldecken mit starken Höckerreihen. Halsschild vor 
der Basis stark im Bogen ausgeschnitten, Höcker auf der 
Scheibe rund. 

5. en Praha Er enge lie Baron, 

3 (2) Flügeldecken mit je 3 urn Rippen und einer eben- 
solchen Seitenrandkante, ohne Höckerreihen. Halsschild 
an der Basis kurz und schwach eingezogen. Höcker auf der 
Scheibe länglich und nach vorne divergierend. 

fusceula n. sp. 
+(1) Kopf Al Fühler an Kent Saar der Oberfläche 
überall sichtbar. Clypeus in der Mitte mit einem Höcker. 

5 (6) Halsschild vor der Basis an den Seiten ausgeschweift ver- 
engt, die Scheibe stark granuliert mit tiefen Eindrücken. 
Hauptrippen der Flügeldecken gerade, manchmal kurz 
unterbrochen, die Zwischenrippen sind gehöckert. 3. Füh- 
lerglied kurz und plump, nur 11/; mal so lang wie das 4. 

varicosa Germ. 

5) Halsschild vor er Basis et Se chen Scheibe un- 
regelmäßig mit Tuberkeln besetzt. Flügeldecken mit je 3 
scharfen Rippen, die oben gewellt sind, ohne Höckerreihen 
und Zwischenrippen. 3. Fühlerglied lang und dünn, so 
lang wie die nächsten 3 zusammen. N CE. 
tuberculata Curt. 


Gattung Diastoleus Sol. 
Solier, Ann. Fr. 7, 1838, p. 67. — in Gay, Hist. Chile, 5, 1851, 
p- 179. — Lacordaire, Gen. Col. V. p. 128. 


Genotypus Scotobius collaris Guer. 


1. D. bicarinatus Sol. 


Solier in Gay, Hist. Chile, 5, 1851, p. 181. 
Dunkelbraun, flach, glänzend, Länge: 18—20 mm, Breite des 
Halsschildes 10—12 mm. 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 26 


400 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


u 


Kopf flach, breit, matt. Augen schmal, die Wangen im Bo- 
gen seitlich etwas vorstehend, nach vorne aufgeworfen und aus- 
geschweiit verengt. Vorderrand des Olypeus im flachen Bogen aus- 
gebuchtet, Ecken verrundet. Die Oberfläche des Kopfes ist vorne 
nicht, auf der Stirn sparsam punktiert. Fühler grob, so lang wie 
der Halsschild an der Basis breit. Glied 3 ist 21/amal so lang wie 4, 
vom 4. ab sind die Glieder breiter als lang. Halsschild fast 
doppelt so breit wie in der Mitte ohne vorgezogenen. Rand, lang. 
Seitenrand fast halbkreisförmig gebogen, sehr breit abgesetzt und 
aufgerichtet, vorne bis über die Fühlerwurzel hinaus vorgezogen, 
in der Mitte des Vorderrandes mit einem tiefen, dreieckigen Aus- 
schnitt, der nur die Mitte des Kopfes freiläßt. Basis gerade, Hinter- 
winkel verrundet, die Mitte der Scheibe gewölbt, glatt oder fein 
punktiert, glänzend, der abgesetzte Seitenrand ist sehr sparsam 
punktiert und etwas gerunzelt. Flügeldecken oval, schmäler 
als der Halsschild, an den Schultern breit, nach hinten im gleich- 
mäßigen Bogen verengt, größte Breite vor der Mitte. Auf jeder 
Seite mit einer, dem Seitenrand näher gerückten hohen und schar- 
fen Rippe und einer scharfen Seitenrandkante. Zwischen Naht und 
der steilen Rippe befinden sich noch 2 sehr schwache, flache Rip- 
pen. In der Nähe der Seitenrandkante ist eine spärlich besetzte 
Höckerreihe, die auch fehlen kann. Die Zwischenräume sind punk- 
tiert und quergerunzelt. Die scharf umgeschlagenen Seiten der 
Flügeldecken haben #4 + kräftige Punktreihen, wovon die erste 
vorne manchmal längliche Höcker hat. Prosternum zwischen 
den Hüften nach vorne und hinten steil abfallend. Abdomen spär- 
lich punktiert, die Segmente an den Seiten mit Eindrücken. Beine 
mäßig lang und kräftig, Schienen rund ‚mit feinen Börstchen ver- 
sehen. Tarsen kurz, Klauenglied immer kürzer als die übrigen zu- 
sammen. 

Beschrieben aus Chile ohne nähere Angabe, als einziger ge- 
nauerer Fundort ist mir Coquimbo bekannt. Das mir vorliegende 
Material besteht fast nur aus sehr altem Material ohne genaue 
Fundortsangabe. 


2. D. collarıs Guer. 


Scotobius collaris Gu@rin, Mag. Zool. 1834, (Melas.) p. 17, Taf. 
110, Fig. 4. — Solier, Ann. Fr. 7, 1838, p. 69, Taf. 3, Fig. 7—12; — 
in Gay, Hist. Chile 5, 1851, p. 180, Taf. 19, Fig. 7. — Laporte, Hist. 
Nat. 2, 1840, p. 198. — Lacordaire, Gen. Col. V. p. 129. 

Der vorhergehenden Art in Form und Größe ähnlich und 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 40 l 


unterscheidet sich durch folgende Merkmale: Fast matt, dunkel 
braun, fast schwarz. Die Stirn ist grob, Clypeus fein gerunzelt. Die 
gewölbte Scheibe des Halsschildes ist grobgerunzelt, der abgesetzte 
Seitenrand ist kräftiger punktiert. Flügeldecken ziemlich stark ge- 
wölbt, nicht so breit, auf jeder Seite von der Naht bis zu den Epi- 
pleuren sind 9 Höckerreihen, mit kräftigen, länglichen, oben glän- 
. zenden Höckern, die 4.—7. Reihe ist am kräftigsten, die Seiten 
nach unten sind gewölbt, Seitenrandkante ist nicht vorhanden. Das 
Abdomen ist dicht und grob punktiert. Ebenfalls aus Chile ohne 
nähere Angabe beschrieben. Ferner liegen mir Stücke aus Co- 
quimbo vor und ein Stück aus Lima, Peru. 

Die beiden Arten der Gattung sind von den übrigen Arten 
der Tribus Scotobiini sofort durch den weit vorgezogenen Rand 
des Halsschildes, der nur ein kleines mittleres Stück des Kopfes 
freigibt, zu unterscheiden, und außerdem ist der Halsschild brei- 
ter als die Flügeldecken. Scotobius akidioides hat wohl auch einen 
breit abgesetzten und weit vorgezogenen Halsschildseitenrand, 
doch ist der Ausschnitt breiter, und die Flügeldecken sind breiter 
als der Halsschild. 


Gattung Scotobius Germ. 
Germar, Ins. spec. nov. 1824, p. 135. — Solier, Ann. Fr. 7, 
1838, p. 51. — in Gay, Hist. Chile 5, 1851, p. 174. — Laporte, Hist. 
Nat. 2, 1840, p. 195. — Lacordaire, Gen. Col. V. p. 129. 


(= Gonogenius Solier), l. ec. p. 46. — in Gay, Hist. 
Chile, 5, 1851, p. 171. 


ah 


Genotypus pilularius Germ. (— miltaris Billb.) 


1. Sc. akidioides Wat. (Taf. XX, Fig. 5) 

Waterhouse G. R. Ann. Mag. 16, 1845, p. 319. — Burmeister 
Stett. Z. 36, 1875, p. 465. 

Typus im British Museum. Port Desire (Puerto Deserato, Pa- 
tagonien). 

Schwarz, matt, Flügeldecken sehr flach und breit. Länge: 
14—18 mm. Breite: 8—10 mm. 

Kopf leicht gewölbt, Augen schmal, die Wangen etwas 
schmäler, Vorderkopf trapezförmig, Vorderrand des Ulypeus fast 
gerade, Ecken nicht vorstehend und verrundet. Glypeus in der 
Mitte gewölbt, Glypealfurche fast gerade und in der Mitte leicht 


26* 


402 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6. 1955 


unterbrochen. Schläfen so breit wie die Augen und fast parallel. 
Oberfläche des Kopfes grob punktiert. Fühler kräftig, erreichen 
knapp die Mitte des Halsschildes. Glied 3 ist 11/amal so lang wie 4, 
die letzten 4 Glieder sind breiter als lang und an den Seiten ver- 
rundet. Mentum groß, flach, queroval und an den Seiten mit einem 
+ flachen Eindruck. 

Halsschild ziemlich flach, größte Breite hinter der Mitte, 
nach hinten im Bogen, oder leicht ausgeschweift, nach vorne im 
gleichmäßigen Bogen stärker verengt. Seitenrand breit abgesetzt 
und hoch aufgerichtet. Basis fast gerade, Hinterwinkel verrundet 
und nicht vorstehend, Vorderrand in der Mitte gerade, Vorder- 
winkel weit und breit vorstehend und wie der Seitenrand aufge- 
richtet, so daß ein tiefer + rechteckiger Kopfausschnitt entsteht. 
Die Scheibe ist dicht, grob und rund punktiert. 

Flügeldecken breit, ziemlich flach, die Seiten sanft ge- 
bogen, das Ende etwas schwanzförmig. Die Basis ist viel breiter als 
die des Halsschildes, die Schultern sind verrundet. Seitenrandkante 
scharf, der umgeschlagene Teil ist rechtwinkelig abgebrochen. Die 
Punktreihen sind fein, undeutlich, die Zwischenräume sind fast 
flach, der 5. hat die Neigung, in der Mitte eine feine Tuberkelreihe 
zu bilden, die manchmal vorne zur feinen Rippe wird. Am Absturz 
sind manchmal feine Körnchen gebildet. Der umgeschlagene Teil 
ist flach und mit Punktreihen wie auf der Oberseite versehen. 
Epipleuren schmal und bis ans Ende reichend. Die Unterseite ist 
flach punktiert. Beine sehr kräftig, Schenkel grob gerunzelt, kan- 
tig und immer auf der Unterseite, manchmal auch auf der Ober- 
seite mit langen Haaren bedeckt, die leicht abgerieben, aber auch 
bei alten Stücken noch zu erkennen sind. Schienen mit scharfen, 
gehöckerten Kanten und mit kurzen steifen Borsten versehen. 

Sc. akidioides ist von allen anderen Arten der Gattung durch 
die scharfen und gewinkelten Seitenränder der Flügeldecken, 
durch die breite und flache Form und durch den breiten und stark 
aufgerichteten Seitenrand des Halsschildes leicht zu unterscheiden. 
Mir liegen von folgenden Fundorten Tiere vor: Chubut; Santa 
Cruz; Rio las Vueltas, St. Cruz und Valle del Lago Blanco. 


2. Sc. akidioides bicostatus n. ssp. (Taf. XX, Fig. 6) 
Dunkelpechbraun, leicht gewölbt. Länge: 15— 16 mm. Breite: 


7—8 mm. 
Die n. ssp. unterscheidet sich durch folgende Merkmale von 
der Stammform: Die ganze Form etwas graciler, stärker gewölbt, 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 403 


Beine und Fühler dünner. Scheibe des Halsschildes gleichmäßig 
leicht gewölbt, Seitenrand viel schmäler abgesetzt und nicht so 
stark aufgerichtet, der Seitenrand ist gleichmäßig gebogen, die 
Vorderwinkel stehen nur mäßig vor, der Vorderrand ist deshalb 
nicht rechteckig ausgeschnitten. Die Seiten der Flügeldecken sind 
stärker gebogen, das Ende ist kaum schwanzförmig. Die Ober- 
fläche der Flügeldecken ist etwas stärker gewölbt. Im 3. Zwischen- 
raum ist eine feine Tuberkelreihe, im 5. eine Rippe gebildet, die 
vorne im Bogen mit der Seitenrandkante konvergiert, hinter der 
Mitte ist die Rippe in Tuberkein aufgelöst. Die Schenkel sind grob 
punktiert, aber nicht gerunzelt, sie haben auf der Ober- und Un- 
terseite keine längere Behaarung. Es ist nicht ausgeschlossen, dafs 
bicostatus eine eigene Art ist, auf Grund der 2 mir vorliegenden 
Stücke kann ich aber die Variationsbreite nicht beurteilen. 

Patria: 1 5’ und 2 (Holo- und Allotype) Chubut, Esquel, 
I. 1941, ex coll. Wittmer in coil. G. Frey. 


3. Se. armentarius Lac. 


Lacordaire, Ann. Sc. Nat. 20, 1830, p. 283. — Solier, Ann. Fr. 
7. 1838, p. 65, (Mon.) 

Im Museum Paris befinden sich 2 Stücke aus der Sammlung 
Lacordaire, die ihm sehr wahrscheinlich bei seiner Nachbesehrei- 
bung vorgelegen haben, ein Stück davon, mit den bekannten run- 
den Zetteln, hat die Aufschrift „armentarius Sol. Typus, Chile“, 
das 2. „armentarius Lac. Chile“. Beide Fundortsangaben sind sehr 
zu bezweifeln, wahrscheinlich stammen die Tiere aus der Prov. 
Tucuman. Ein weiteres Stück von dieser Art befindet sich im Zool. 
Museum Berlin mit dem Zettel armentarius Sol. und einem weite- 
ren mit armentarius Dej. Tucuman. Dieser Fundort würde mit den 
Angaben von Lac. übereinstimmen. Alle 3 Tiere sind von der glei- 
chen Art. 

Obgleich armentarius eine weit verbreitete Art ist, wurde sie 
bisher immer verkannt und mit ovalis und tristis verwechselt. 
Folgende Fundorte liegen mir vor: La Graja; La Falda Bolivien; 
Cordoba und Uatamarca. 

Sehr klein, schwarz, kurz oval, Flügeldecken oben etwas ab- 
geflacht, Fühler braun, Beine und Unterseite dunkelbraun, glän- 
zend. Länge: 9—10 mm. Breite: 5—6 mm. 

Kopf breit und kurz, leicht gewölbt, Augen schmal, Wangen 
seitlich schwach vorstehend und nach vorne gerade verengt. Vor- 
derrand des Clypeus gerade, Ecken verrundet. Clypealnaht fast 


404 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


gerade, an den Seiten nicht sichtbar. Schläfen sehr kurz und 
schwach verengt. Oberseite dicht und fein punktiert. Die Fühler 
sind fein, überragen etwas die Mitte des Halsschildes. Glied 3 ist 
11/amal so lang wie 4, die letzten 4 Glieder sind quer. 


Halsschild breit, kurz, 11/;mal so breit wie in der Mitte 
lang, größte Breite in der Mitte, Basis wenig breiter als der Vor- 
derrand, die Seiten gleichmäßig und ziemlich gebogen mit feiner 
Randleiste. Basis gerade, mit einer sehr feinen Randleiste, Hinter- 
winkel nicht vorstehend und völlig verrundet. Die Scheibe ist ohne 
Eindrücke, in der Mitte sehr fein und spärlich, an den Seiten und 
hinten gröber und dichter punktiert. Vorderrand in sanftem Bogen 
ausgeschnitten, Vorderwinkel wenig vorstehend und verrundet. 

Flügeldecken oval, an den Seiten schwach gebogen, 
Basis nur wenig breiter als die des Halsschildes, oben etwas 
abgeflacht, am Ende verrundet, die Punktreihen sind oben sehr 
fein, an den Seiten etwas gröber, Zwischenräume oben schwach, 
an den Seiten und hinten stärker gewölbt. Seitenrandkante kaum 
stärker gewölbt als die übrigen seitlichen Zwischenräume. Die 
Schenkel sind punktiert und mit feinen kurzen Börstchen versehen. 
Schienen kurz, kantig und stark bedornt. 

Sc. armentarius ist dem ovalis sehr ähnlich, dieser ist aber 
etwas größer, gewölbter, die Flügeldecken sind runder, die Punkt- 
reihen sind gröber, und Fühler und Beine sind schwarz. Sc. tristis 
ist noch größer, hat ein schr flaches Halsschild, die Flügeldecken 
haben schwache Rippen, die hinten in Tuberkel aufgelöst sind. 


4. Se. ovalis Guer. 


Gu£@rin, Mag. Zool. 1834, Melas. p. 18, Taf. 110, Fig. 6. — 
Burmeister, Stett. Z. 36, 1875, p. 466. 

Typus im Museum Paris. 

Sc. ovalis Guer. Klein, schwarz, von sehr gedrungener und 
breiter Form; die Fühler sind manchmal dunkelpechbraun. Länge: 
10—11 mm. Breite: 6 mm. 

Kopf wie bei armentarius, nur etwas gröber und dichter 
punktiert. 

Halsschild schwach gewölbt, doppelt so breit wie in der 
Mitte lang, größte Breite hinter der Mitte, Seitenrand gleichmäßig 
und ziemlich stark gebogen, Randleiste fein. Basis fast gerade, un- 
deutlich gerandet und mit den Hinterwinkeln völlig verrundet. 
Vorderrand im schwachen Bogen ausgeschnitten, Vorderwinkel 


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H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 405 


leicht vorstehend, rechteckig. Scheibe in der Mitte feiner, an den 
Seiten gröber und dichter punktiert und ohne Eindrücke. 

Flügeldecken sehr kurz, breit, die Seiten sind stark und 
gleichmäßig gebogen, gewölbt, auch oben. Basis so breit wie die 
des Halsschildes. Die Reihen haben große, aber flache Punkte, die 
etwas quer sind. Die Zwischenräume sind leicht, an den Seiten und 
hinten kaum stärker gewölbt, glatt, Rippen sind höchstens ange- 
deutet. Beine kurz und dick, Schienen kantig und bedornt, Vorder- 
schienen am Ende ziemlich stark verbreitert. Alle mir vorliegenden 
Stücke sind aus Monte Video, Buenos Aires und Bahia Blanca. 

Sc. ovalis ist mit dem armentarius sehr nahe verwandt, durch 
den flachen und breiten Halsschild und vor allem durch den ge- 
drungenen und gewölbten Hinterkörper zu unterscheiden, die 
typischen Stücke von beiden Arten sind ohne weiteres zu trennen, 
aber die ovalis aus Bahia Blanca sind etwas schlanker und haben 
eine feinere. Reihenpunktur und könnten fast als eine Übergangs- 
form zu armentarius betrachtet werden und vermuten lassen, daß 
beide Arten nur geographische Rassen sind. 


5. Se. tristis Guer. 


Gu£rin, Mag. Zool. 1834, Melas. p. 18, Taf. 110, Fig. 7. 

Typus im Museum Paris. 

Sc. tristis hat die gleiche Form wie armentarius und ovalis, ist 
aber viel größer. Dunkelpechbraun bis schwarz. Länge: 13—15 
mm. Breite: 6—71/; mm. 

Kopf wie bei ovalis, aber stärker, fast rugulös punktiert. 
Fühler etwas länger, sie überragen die Mitte des Halsschildes, die 
ersten 7 Glieder sind kräftig punktiert, die letzten 4 glatt und 
länger als breit. Clypealfurche kräftig und gerade. Halsschild 
fast doppelt so breit wie lang, Seitenrand' stark gerundet, etwas 
abgesetzt mit feiner Randkante. Basis so breit wie der Vorderrand, 
gerade, mit feiner Randkante, die in der Mitte unterbrochen und 
mit den Hinterwinkeln völlig verrundet ist. Vorderrand im flachen 
Bogen ausgeschnitten, Vorderwinkel leicht vorstehend und stumpf. 
Scheibe dicht und mäßig fein, an den Seiten und hinten gröber 
punktiert. In der Mitte befindet sich eine sehr undeutliche Längs- 
furche. Halsschild viel schmäler als die Flügeldeeken. Letztere 
oval, gewölbt, oben etwas abgeflacht, die Seiten gleichmäßig ge- 
bogen, gröfste Breite hinter der Mitte. Die Punktreihen sind sehr 
fein und flach, die Zwischenräume sind schwach rippenartig er- 
haben, die Rippen oben glatt und lösen sich hinten in flache, un- 


406 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


scheinbare Tuberkel auf. Seitenrandkante nicht kräftiger als die 
anderen Rippen, die Seiten zum umgebogenen Teil gewölbt. Beine 
sind kurz, Schienen an den Kanten mit Dornen, Vorderschienen 
am Einde schwach verbreitert. 

Sc. tristis ist nahe verwandt mit armentarius und ovalis, aber 
bedeutend größer, Halsschild im Verhältnis zum Hinterkörper 
klein, und die schwachen Rippen sind hinten in Tuberkel aufgelöst. 
Beschrieben ist die Art aus Buenos Aires. Folgende Fundorte sind 
mir noch bekannt: Minas Co. Arequita Uruguay; Maldonado Uru- 
guay. 


6. Sc. erassus n. sp. (Taf. XX, Fig. 7) 


Ziemlich groß, breit, plump, schwarz, matt. Länge: 18 bis 
20 mm. Breite: 9—11 mm. 

Kopf kurz, breit, schwach gewölbt. Augen sehr schmal, 
flach. Wangen seitlich schwach vorstehend, nach vorne im schwa- 
chen Bogen leicht verengt und etwas ausgeschweift. Vorderrand 
des Olypeus fast gerade, Ecken verrundet. Clypealnaht tief, leicht 
gebogen und die Seiten nicht erreichend. Die Oberfläche des Kop- 
fes ist fein und unregelmäßig punktiert. Fühler fein, überragen 
etwas die Mitte des Halsschildes, Glied 3 mehr als doppelt so lang 
wie 4, die 4 Endglieder glatt, queroval. Mentum ziemlich flach, 
groß, herzförmig und schwach punktiert. 

Halsschild gut 11/gmal so breit wie lang, größte Breite in 
der Mitte, nach hinten und vorne im gleichmäßigen Bogen nicht 
sehr stark verengt. Seitenrand gut abgesetzt und leicht aufgerich- 
tet. Basis und Vorderrand fast gleichbreit, fast gerade, Hinter- und | 
Vorderwinkel nicht oder kaum vorstehend und verrundet. Scheibe 
mit einer sehr undeutlichen Längsfurche in der Mitte und einem 
flachen Eindruck vor dem Schildchen, dicht, mäßig fein und rund 
punktiert, manchmal mit kleinen glatten Flecken dazwischen. 

Flügeldecken kurz oval, gewölbt, oben etwas abgeflacht, 
hinten stark verrundet, größte Breite in der Mitte, Seiten ziemlich 
gebogen, ohne Randkante, mit flachen, oben glänzenden Rippen, 
die an den Seiten und hinten nicht stärker erhaben sind, die Zwi- 
schenräume sind + quergerieft, haben in der Mitte eine sehr feine 
Reihenpunktur, die manchmal in der Querriefung kaum zu sehen 
ist. Die Oberseite ist außerdem mit feinen Punkten bedeckt, die 
an der glatten Oberfläche der Rippen deutlich zu sehen sind. Bei 
den Stücken aus Chile ist die ganze Oberfläche, auch die Rippen 
stärker quergerieft, die Rippen sind schärfer markiert, so daß sie 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 407 


bei oberflächlicher Betrachtung einem Sc. costatus ähnlich sehen. 


Diese Stücke aus dem Museum Paris sind als Sc. rugicosta Deyr. 
benannt, von einer Beschreibung ist mir aber nichts bekannt. 

Unterseite ist sehr schwach, die letzten 2 Segmente stär- 
ker punktiert. Beine kurz, Schenkel dicht punktiert, Schienen ge- 
raspelt. Penis allmählich zugespitzt mit sehr feiner Spitze. 

Patria: Kataringo b. Mollendo, Peru, leg. R. Paessler, 15. XI. 
:1906, 6 Stück (Holo-, Allo- und Paratypen) in coll. G. Frey; 
7 Stück Antiquipa, b. Chala, 500 m, 11. XII. 1951, leg. Weyrauch 
(etwas kleiner, Halsschild schwach punktiert); 5 Stück (Paratypen) 
aus Chile, ex coll. Sedillot in coll. Museum Paris; 3 Stück ex coll. 
Solier in coll. Museum Paris (Paratypen); 1 Stück (Paratype) Chile, 
ex coll. Haag-Rutenberg in coll. Zool. Samml. München; 1 Stück 
Peru (Paratype) in coll. British Museum; 1 Stück ohne Fundort, 
Nr. 15058, (Paratype) im Museum Berlin. 

Sc. crassus, verwandt mit {ristis, diese Art ist aber kleiner, 
die Reihenpunktur der Flügeldecken ist deutlich, die Zwischen- 
räume sind nicht quergerieft, und die Rippen sind hinten in Tu- 


berkel aufgelöst. 
7. Se. Rossi n. sp. (Taf. XX, Fig. 6) 


Fast schwarz, kurz oval, gewölbt, matt. Länge: 15—15 mm. 
Breite 7 mm. 

Kopf wie bei crassus. Fühler fein, 3. Glied gut 2mal so lang 
wie das 4., die letzten 4 Glieder breiter als lang, Endglied klein und 
rund. 

Halsschild schmal, 1i/;mal so breit wie lang, gröfste 
Breite in der Mitte, die Seiten schwach, aber gleichmäßig gebogen, 
nach hinten leicht ausgeschweift. Seitenrand flach abgesetzt, die 
Kante ist durch die rauhe Punktur krenuliert. Basis gerade, die 
Hinterwinkel rechteckig und nicht vorstehend, Vorderrand im fla- 
chen Bogen ausgeschnitten, Vorderwinkel schwach vorstehend und 
rechteckig. Scheibe leicht gewölbt, in der Mitte mit einer undeut- 
lichen Längsfurche, vor dem Schildehen mit einem flachen Ein- 
druck und mit tief eingestochenen runden Punkten dicht besetzt. 

Flügeldecken kurz oval, ziemlich gewölbt, besonders an 
den Seiten und hinten, die Seiten sind gleichmäßig gebogen, die 
Rippen leicht gewölbt, sehr breit gerieft, so daß die sehr feinen 
Punktreihen in einer engen Furche zu liegen kommen, ohne Sei- 
tenrandkante, bis zu den Epipleuren gleichmäßig gewölbt. Unter- 
seite mit leichten Längsfurchen, Analsegment punktiert. Beine 


408 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


kurz, kräftig, Schenkel stark punktiert, Schienen kantig und leicht 
geraspelt, Vorderschienen am Ende nur schwach verbreitert. 

Patria: 12 Mil. S. E. of Camana, S. W. Peru, unter Steinen an 
der Küste, leg. E. 5. Ross, 1 5’ und 2 99, (Holo- und Allotype in 
coll. California Ac. Sc. San Franeisco, 1 Paratype in coll. G. Frey). 
Herr H. B. Leech teilte mir brieflich mit, daß vom A Fund- 
ort noch mehrere Exemplare vorhanden sind. 

Sc. Rossi ist eine sehr auffallende Art, durch den kurzen und 
stark gewölbten Hinterleib und den verhältnismäßig schmalen 
Halsschild leicht von den anderen Arten zu unterscheitlen: Am 
nächsten steht sie dem Sc. crassus. 


8. Se. costatus Guer. 


Guerin, Voy. Goq. 1850; — Mag. Zool. 1834, Melas. p- 16, Taf. 


110, Fig. 2. — Sol. Mon. p. 64. 

Typus im Museum Paris. 

Groß, flach, oval, schwarz, auch die Fühler und Beine. Länge: 
19—25 mm. Breite: 8—10 mm. 

Kopf breit, kurz, uneben. N sehr schmal, die Wangen 
überragen etwas die Augen und sind nach vorne gerade verengt. 
Vorderrand des Clypeus ziemlich gerade, in der Mitte befindet 
sich ein kleiner, kurzer Ausschnitt, der bei dieser Art sehr kon- 
stant ist. Glypealfurche sehr tief, fast bis an den Seitenrand rei- 
chend und in der Mitte gegen die Stirne mit einem Eindruck. Die 
Oberseite des Kopfes ist grob und rugulös punktiert. Fühler sehr 
kurz und fein, sie erreichen die Mitte des Halsschildes nicht, Glied 
3 mehr als 2mal so lang wie 4, die Kugel werden kürzer, 

aber nicht breiter. 

Halsschild 11/mal so breit wie lang, gewölbt, größte 
Breite in der Mitte. Die Seiten sind gleichmäßig gebogen und nach 
hinten schwach ausgeschweift. Seitenrand breit abgesetzt und 
etwas aufgerichtet, die Kante ist fein krenuliert. Basis sanft ge- 
bogen, Hinterecken stumpf und kaum vorstehend, vor der Basis 
ein kräftiger Quereindruck, der bis in die Ecken reicht. Vorder- 
rand abgesetzt und wulstig erhaben, schwach gebogen. Vorderwin- 
kel stumpf und nicht vorstehend. Scheibe en: und ae 
punktiert. 

Flügeldecken oval, oben flach, breiter als der Halsschild 
in der Mitte, mit je 6 schmalen, scharfen, gleichmäßigen und leicht 
krenulierten Rippen, die 6. wird von der 5. von oben gesehen 
knapp verdeckt, die #. ist hinten verkürzt, die 3. und 5. vereinigen 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 409 


sich am Ende und bilden dann einen kleinen Ast. Naht rippen- 
förmig erhaben. Zwischenräume ohne Punktreihen. 

Unterseite kaum punktiert und an manchen Stellen schwach 
gerunzelt. Beine kräftig, Schenkel rauh punktiert, Schienen an den 
Kanten geraspelt, Vorderschienen am Ende kaum verbreitert. 

Se. costatus ist eine häufige, leicht kenntliche Art. Haupt- 
verbreitungsgebiet an der Küste im südlichen Peru. Ich besitze 
aber auch Stücke aus Chile: Iquique und Autofagasta. 


9. Sc. exaratus Er. (Taf. XX, Fig. 9) 
Erichson, Arch. Nat. 15, 1847, I, p. 115. 


Typus im Zool. Museum Berlin. 

Beschrieben aus Lima (leg. Philippi), 1 Stück (Paratype) ex 
coll. Haag-Rutenberg in coil. Zool. Samml. München; 10 Stück 
Atocongo, Peru (Küste bei Lima), 30. 111. 1953, leg. Koepke; 1 
Stück Lachay (Küste nördl. Lima), 8. X1. 1951, leg. Koepke. 

Groß, länglich oval, schwarz, matt. Länge: 19—22 mm. Breite: 
8-—-9 mm. 

Kopf stark rugulös punktiert. Augen sehr schmal, Wangen 
eckig, an den Seiten vorstehend und nach vorne gerade verengt. 
Vorderrand des Clypeus gerade, in der Mitte mit einem dreiecki- 
gen, kleinen Ausschnitt. Glypeus in der Mitte gewölbt, Seitenrän- 
der etwas aufstehend, Olypealfurche tief, gebogen. Fühler fein, 
dünn, wie bei costatus. 

Halsschild nur wenig breiter als lang, größte Breite in der 
Mitte, nach hinten fast gerade oder leicht ausgeschweift, nach vorne 
in kräftigem Bogen verengt. Seitenrand breit abgesetzt, stark auf- 
gerichtet. Basis sanft gebogen, Hinterecken stumpf und verrundet, 
vor der Basis ein Quereindruck, der bis an den Seitenrand reicht. 
Vorderrand in kurzem Bogen ausgeschnitten und mit dem Seiten- 
rand in breitem Bogen verrundet. Hinter dem Vorderrand befindet 
sich eine breite Querdepression, die sich mit dem Eindruck des 
Seitenrandes verbindet, so daß die Mitte der Scheibe isoliert ist. 
Halsschild grob, an den Rändern gerunzelt, punktiert und in der 
Mitte leicht gewölbt. 

Flügeldecken länglich oval, mäßig gewölbt. Auf jeder 
Seite 6 ziemlich kräftige, breite und leicht, manchmal etwas stär- 
ker gerunzelte Rippen, die alle von oben sichtbar sind. An- 
ordnung der Rippen wie bei costatus. Die feinen undeutlichen 
Punktreihen sind furchig vertieft. Der umgeschlagene Teil der 
Flügeldecken hat 2 flache Rippen und 3 deutliche Punktreihen. 


410 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Epipleuren an der Außenkante stark abe a Unterseite punk- 
tiert, Beine wie bei costatus. 

Sc. exaralus ist dem costatus verwandt, durch das schmale 
Halsschild mit den steilaufgerichteten Rändern und durch die brei- 
ten Rippen leicht zu unterscheiden. Auch planatus ist ihm ähnlich, 
doch fehlen letzterem die Rippen, und der Halsschild ist schwach 
aufgerichtet. 


10. Se. depressicollis Fairm. 


Fairmaire, Ann. Fr. 72, 1905, p. 462. 

Typus im Museum Paris. 

Ich kenne von dieser Art nur die Type. 

Braun, fast matt. Länge 17 mm. 

Kopf uneben, leicht gewölbt, Augen schmal, Wangen seit- 
lich schwach vorstehend. Vorderrand des Clypeus fast gerade, in 
der Mitte ohne dreieckigen Ausschnitt, Ecken verrundet. Clypeal- 
furche kräftig, tief, gebogen, gegen die Stirn erhaben. Oberfläche 
rauh punktiert. Fühler kräftig, überragen etwas die Mitte des 
Halsschildes. Glied 3 ziemlich dick und fast länger als die folgen- 
den 5 zusammen. Halsschild etwas breiter als lang, kaum 
schmäler als die Flügeldecken, die Seiten nur nach vorne im Bogen 
schwach verengt, nach hinten fast gerade und nicht ausgeschweift. 
Seitenrand breit abgesetzt und stark aufgerichtet. Basis schr breit, 
gerade, Hinterwinkel stumpf. Vorderrand leicht gebogen, Vorder- 
winkel verrundet. Die Scheibe ist flach und fast glatt. Die Unter- 
seite des Halsschildes und die Seiten des Kopfes lang, dicht, gelb 
und abstehend behaart. Flügeldecken oval, zur Basis kaum 
verengt. Auf jeder Seite befinden sich 6 erhabene und fein ge- 
runzelte Rippen, die in der Mitte eine dichte, feine Tuberkelreihe 
tragen. Naht erhaben. Die Zwischenräume sind etwas konkav, spär- 
lich, fein und unregelmäßig granuliert. Prosternum granuliert. 
Beine rauh, ziemlich kräftig. Fundort: Tucuman, Tapia, 600 m. 

Sc. depressicollis ist mit der folgenden Art, laticollis Berg, 
schr nahe verwandt und bildet mit dieser eine kleine Gruppe inner- 
halb der Gattung, gekennzeichnet durch die breite Basis des Hals- 
schildes und der Flügeldecken und der starken Behaarung der 
Unterseite des Thorax und den Seiten des Kopfes. 


il. Se. laticoilis Berg 


Leptinoderes laticollis Berg, An. Univ. Buenos Aires, 6, 1809, 
p- 135. 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 411 


Typus im Museum „Eva Peron“ La Plata. 

Dunkel pechbraun bis fast schwarz. Länge: 16—18 mm, 
Breite: 6,5— 7 mm. 

Kopf groß, breit, sehr uneben, Augen schmal, Wangen an 
den Seiten leicht vorstehend, sehr lang und kräftig aufgeworfen, 
nach vorne mit dem Ciypeus zusammen im leichten Bogen ver- 
engt. Vorderrand des Letzteren fast gerade, ohne Einschnitt in der 
Mitte, Ecken verrundet. Ciypealfurche tief, gebogen, an den Seiten 
mit einer tiefen Depression, so daß der Clypeus in der Mitte einen 
kräftigen Längswulst bildet. Die gebogene Querleiste vor der Stirne 
ist in der Mitte unterbrochen. Die Oberfläche des Kopfes ist vorne 
kurz und spärlich, hinten, vor allem hinter den Augen, lang und 
dicht gelb behaart. Die Fühler erreichen nicht die Basis des Hals- 
schildes, Glied 3 am Ende verdickt und fast so lang wie die näch- 
sten 3 Glieder zusammen. Endglied klein, Queroval mit einer seit- 
lichen Spitze. Halsschild 1!/ymal so breit wie lang. größte 
Breite ungefähr in der Mitte, zur Basis im flachen Bogen kaum, 
nach vorne im kräftigen Bogen ziemlich verengt. (Bei 2 Exempl. 
unter # ist der Seitenrand vor der Basis ausgeschweift.) Seitenrand 
abgesetzt und steil aufgerichtet, von der Seite gesehen liegt der 
Seitenrand höher als die Mitte der Scheibe. Basis leicht gebogen, 
Hinterwinkel breit, rechteckig oder auch verrundet und etwas vor- 
stehend. Vorderrand im flachen Bogen ausgeschnitten, an den Sei- 
ten im rechten Winkel vorgezogen, Vorderwinkel breit, nur mit 
dem Seitenrand verrundet. Die Scheibe ist zur Basis und nach 
vorne stark gewölbt, in der Quere waagrecht, hat auf jeder Seite 
eine Längsfurche und ist spärlich mit kleinen unregelmäßig ste- 
henden Körnchen bedeckt. Die Unterseite vorne und das Proster- 
num ist ebenso behaart wie der hintere Teil des Kopfes. Flügel- 
decken subparallel, breit, zur Basis stark geneigt. Basis fast ge- 
rade und ungefähr so breit wie die des Halsschildes. Auf jeder Seite 
befinden sich 7 Höckerreihen, die 4. ist stark kielförmig erhaben, 
kaum unterbrochen und fällt zur Basis, wie auch die 5., senkrecht 
ab. Am Absturz hinten sind alle Höckerreihen erhaben. Der Raum 
zwischen der 4. Höckerreihe (Kiel) und Naht ist stark eingedrückt, 
der Eindruck reicht fast bis zum Absturz. Der umgeschlagene Teil 
der Flügeldecken hat ebenfalls 4 gleichmäßige Höckerreihen. Die 
Zwischenräume sind mit einer flachen Punktreihe versehen. Beine 
kantig, Schenkel geraspelt, die Kanten der Schienen sind bedornt. 

Von dieser Art liegen mir 4 Exemplare aus dem Museum „Eva 
Peron“ in La Plata vor. Die Type ist aus Catamarca, die anderen 


412 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


3 Exemplare sind aus Girardet, S. del Estero, 9. XII. 1939, Biraben- 
Bezzi coll. 

Sc. laticollis ist mit depressicollis Frm. sehr nahe verwandt, 
letztere hat aber auf den Flügeldecken gleichmäßige Tuberkel- 
reihen und keinen Eindruck neben der Naht. Auch ist die Scheibe 
des Halsschildes flacher, fast glatt und hat keine Körnchen. 


12. Se. elegans Fairm. (Taf. XXI, Fig. 1) 
Fairmaire, Ann. Fr. 72, 1905, p. 462. 


Typus im Museum Paris. 
Schwarz, länglich oval. Länge: 14—17 mm. Breite: 6—7 mm. 


Kopf grob, fast rugulös punktiert. Wangen seitlich wenig 
vorstehend, nach vorne gerade verengt, Vorderkopf trapezförmig. 
Ciypealeindrücke wie üblich, Fühler ziemlich lang und dünn, er- 
reichen fast die Basis des Halsschildes. Halsschild nur wenig 
breiter als lang, größte Breite in der Mitte, die Seiten nach vorne 
und hinten gleichmäßig und schwach gebogen, Seitenrand breit 
abgesetzt und stark aufgerichtet, Basis und Vorderrand sanft ge- 
bogen, Hinterwinkel nicht vorstehend, stumpf, Vorderwinkel 
ziemlich vorstehend, die Spitze verrundet. Die Scheibe ist nach 
vorne und hinten stark gewölbt, verschwommen punktiert, un- 
gleichmäßig mit einzelnen feinen Höckerchen bedeckt und in der 
Mitte auf jeder Seite mit einer + starken Depression. Flügel- 
deeken länglich oval, Basis so breit wie die des Halsschildes, 
stark gewölbt, die Naht manchmal etwas eingedrückt. Es sind 7 
Höckerreihen gebildet, eine spärlich, nicht erhöhte an der Naht, 
die übrigen sind + erhöht, die 3. und 5. stärker, und diese bilden 
manchmal vorne nicht unterbrochene Rippen. Die Zwischenräume 
haben Punktreihen und sind leicht quergefaltet. Die Seiten sind 
nach unten stark gewölbt ohne Randkanten. Unterseite undeutlich 
punktiert. Beine lang und schlank, Vorderschienen am Ende nicht 
verbreitert. Kopf, Fühler, Beine und Unterseite mit ganz feinen 


gelben Härchen bedeckt. 


Beschrieben wurde diese Art aus Tucuman, Santa Ana. Alle 
mir bekannten Stücke stammen aus Tucuman. 


Sc. elegans ist mit keiner anderen Art näher verwandt, Fair- 
maire vergleicht sie mit Sc. clathratus, dieser ist aber größer und 
hat einen Vorderschenkelzahn. Am nächsten steht er noch dem 
Sc. alaticollis n. sp. 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 4] 3 


13. Se. alaticolilis n. sp. (Taf. XXI, Fig. 2) 


Dunkelpechbraun, fast schwarz, gleichmäßig oval. Länge: 
16—18 mm. Breite: 6—7 mm. 

Kopf breit, Augen schmal, Wangen seitlich leicht vor- 
stehend, nach vorne gerade verengt. Vorderrand des Clypeus fast 
gerade, Ecken stumpf. Clypealfurche tief, aber nicht sehr breit. 
Oberseite des Kopfes leicht gewölbt, stark runzelig punktiert. Füh- 
ler lang, dünn, erreichen fast die Basis des Halsschildes. Glied 3 
ist mal so lang wie 4, die letzten 4 Glieder sind quer, aber nicht 
breiter als die anderen. Mentum groß, fast flach, vorne sehr breit 
und dicht punktiert. 

Halsschild 1!/mal so breit wie in der Mitte lang, größte 
Breite hinter der Mitte, der Seitenrand ist breit abgesetzt und 
schüsselförmig aufgerichtet, die Seiten sind stark gebogen, hinten 
ausgeschweift und vor der Basis stark verengt, nach vorne reicht 
der aufgerichtete Seitenrand bis zu den Augen. Basis gerade, 
Hinterwinkel rechteckig und nach abwärts gedrückt. Vorderrand 
durch den vorgezogenen Seitenrand sehr schmal, gerade. Die 
Scheibe ist leicht gewölbt, grob und höckerig gerunzelt. 

 Flügeldecken oval, oben etwas abgeflacht, an den Seiten 
gleichmäßig gebogen, größte Breite in der Mitte, mit je 7 schma- 
len, krenulierten, manchmal auch unterbrochenen Rippen, die er- 
ste unmittelbar an der Naht, die aber hinter der Mitte in Tuberkel 
aufgelöst ist oder ganz verschwindet. Alle Rippen sind von oben 
sichtbar, die 5. ist stärker erhaben, besonders an der Schulter, 
und endet im Bogen in die Basis. (Bei einem Stück aus Neuquen, 
Ungarisches National-Museum, ist auch die 3. stärker und die 4. 
und 6. in längliche Tuberkel aufgelöst.) Zwischenräume fast flach, 
mit einer feinen Punktreihe in der Mitte und Querfalten. Der um- 
geschlagene Teil der Flügeldecken hat 3 Punktreihen, die Zwi- 
schenräume sind leicht gewölbt und in der Mitte mit sehr kleinen, 
spärlichen Tuberkeln besetzt. 

Prosternum nach hinten steil, nach vorne stark geneigt 
abfallend, Vorderrand mit einer kräftigen Randkante. Abdomen 
mit flacher und verwischter Punktur. Beine lang und dünn, kräf- 
tig punktiert. 

Patria: 9 Stück (Holo-, Allo- und Paratypen) Rio Negro, ex 
coll. Wittmer in coll. G. Frey; 1 Stück Bariloche Arg. X1l. 1953, 
leg. Wittmer in coll. G. Frey (Paratype); 1 Stück (Paratype) Neu- 
quen, leg. Dr. Lendl in coll. Museum Paris; 1 Stück (Paratype) 


414 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Neuquen, leg. Dr. Lendl in coll. Ungarisches National-Museum; 
1 Stück Neuquen coll. Richter in coll. Museo La Plata. 

Sc. alaticollis ist eine auffällige Art, ist in der Form der ele- 
gans nahestehend, durch die schmalen Rippen und den breit auf- 
gebogenen Halsschild aber leicht zu unterscheiden. 


14. Sc. porcatus Lac. 


Lacordaire, Ann. Sc. Nat. 20, 1830, p. 283. — Solier, Ann. Fr. 
7, 1858, p. 57 (Mon.). 

Typus im Museum Paris. 

Klein, schwarz, kurz oval. Länge: 11—12 mm. Breite: 5 bis 
b mm. | 

Kopf kurz, breit, Oberfläche grob, fast rugulös punktiert. 
Wangen nicht breiter als die Augen, nach vorne gerade verengt, 
Vorderrand des Clypeus gerade, Ecken verrundet. Clypealfurche 
sehr tief, gegen die Stirn abgesetzt. Schläfen kurz, parallel, dann 
plötzlich verengt. Die Fühler erreichen kaum die Mitte des Hals- 
schildes, robust, Glied 3 ist 11/amal so lang wie 4, die 5 letzten 
Glieder breiter als lang und glatt, Endglied vorne gerade abge- 
stutzt. | 

Halsschild fast doppelt so breit wie lang, größte Breite 
in der Mitte, gleichmäßig und stark an den Seiten gebogen, vor 
der Basis nicht eingeschnürt und kaum ausgeschweift. Seitenrand 
flach abgesetzt, Randkante deutlich. Basis breit, gerade, Hinter- 
winkel stumpf, nicht vorstehend und etwas abwärts gedrückt. 
Vorderrand in mäßigem Bogen ausgeschnitten, Vorderwinkel vor- 
stehend und stumpf. Scheibe leicht gewölbt, grob gerunzelt mit 
kleinen glatten Flächen dazwischen. 


Flügeldecken kurz oval, gewölbt, Basis so breit wie die 
des Halsschildes. Auf jeder Seite sind 7 Tuberkelreihen, die erste 
an der Naht, alle sind von oben sichtbar, die 3. und im geringeren 
Maße die 5. bilden vorne + zusammenhängende Rippen. Der um- 
geschlagene Teil trägt 2 schwache Tuberkelreihen. Jeder Zwi- 
schenraum hat eine flache Punktreihe. Unterseite punktiert, das 
2.—4. Segment am Ende stark gewölbt. Beine kurz, kräftig, ge- 
kantet, Schenkel rund punktiert, Schienen geraspelt. 

Patria: Monte Video und Buenos Aires. Eine häufige, leicht 
kenntliche Art. 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 415 


15. Se. porcatus similis n. ssp. 


Aus Porto Alegro liegt mir eine kleine Serie einer geographi- 
schen Rasse von forcatus vor, die sich gut von der Stammform 
unterscheiden läßt. 

Von der gleichen Größe und Farbe. Kopf wie bei porcatus, 
Fühler sind etwas robuster. Halsschild stärker gewölbt und feiner 
gerunzelt, Seitenrand undeutlicher abgesetzt, die Seiten sind vor 
der Basis plötzlich verengt und bilden einen kurzen, parallelen 
Kragen. Die Flügeldecken sind am Ende nicht so stark verrundet, 
die 3. und 5. Tuberkelreihen wie bei forcatus, die übrigen sind viel 
schwächer und manchmal vorne ganz verschwunden, dadurch tritt 
die Reihenpunktur deutlicher in Erscheinung. Unterseite wie bei 
porcatus, Beine ein wenig dicker. 

Patria: 6 Stück Porto Alegro (Holo- und Paratypen) in coll. 
G. Frey; 1 Stück (Paratype) Porto Alegro, im Ungarischen Nat.- 
Museum. 

Ferner besitzte ich noch ein Stück aus Soriano (Mercedes) 
5. IV. 1925, das als Zwischenform von forcatus und similis be- 
trachtet werden kann. Halsschild breiter abgesetzt als bei similis 
und vor der Basis schwächer verengt. Flügeldecken hinten ver- 
rundet, sonst wie bei sımılis. 


16. Se. erispatus Germ. (Taf. XXI, Fig. 3) 


Germar, Ins. spec. nov. 1824, p. 136, Taf. 1, Fig. 3. — Solier, 
Ann. Fr. 7, 1838, p. 60 (Mon.). — Burmeister, Stett. Z. 36, 1875, 
p- +64. 

Typus im Zool. Museum Berlin. 

Länglich oval, gewölbt, ganz schwarz. Länge: 17—19 mm. 
Breite: 7—9 mm. 

Kopf schmal, größte Breite an den Äugen, Wangen etwas 
schmäler, an den Seiten sanft gebogen, nach vorne gerade und 
ziemlich stark verengt. Vorderrand des Clypeus fast gerade, Ecken 
verrundet. Clypeus leicht gewölbt, die Seitenränder etwas gehoben, 
Furche kräftig, gegen die Stirne abgesetzt. Stirn kräftig und tief, 
Clypeus sehr fein punktiert. Die Fühler erreichen kaum die Mitte 
des Halsschildes, sind glatt, Glied 3 ist 11/ymal so lang wie 4, End- 
glieder leicht verbreitert und sehr fein punktiert. Halsschild 
etwas breiter als lang, leicht gewölbt, größte Breite in der Mitte, 
an den Seiten, vorne und hinten deutlich gerandet. Die Seiten sind 
kaum abgesetzt, der Rand gleichmäßig gebogen, nicht ausge- 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 27 


416 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 
8 N 


schweift. Basis und Vorderrand gleich breit, Hinter- und Vorder- 
winkel nicht oder kaum vorstehend und mit dem Seitenrand ver- 
rundet. Die Scheibe ist in der Mitte undeutlich und fein, an den 
Seiten und besonders hinten grob, fast rugulös punktiert, hat in 
der Mitte eine feine Längsfurche, die hinten und meistens auch 
vorne verkürzt ist, außerdem in der Mitte an beiden Seiten je eine 
runde, sehr deutliche Impression, und hinter der Mitte eine starke 
gebogene Querfurche, die fast den Seitenrand erreicht. Flügel- 
decken gewölbt, mit je 9 kräftigen Tuberkelreihen, eine un- 
mittelbar an der Naht, die letzten 2 befinden sich auf dem umge- 
schlagenen Teil der Flügeldecken und sind schwächer. Die Tuber- 
kel sind abgerundet und nur hinten etwas konisch. Zwischenräume 
mit tiefen, groben, etwas queren Punktreihen. Die Tuberkelreihen 
sind so breit wie die Punktreihen. Propleuren geraspelt, Abdomen 
undeutlich punktiert und gerunzelt, das erste und zweite Segment 
beim 5 mit großem, flachem Eindruck in der Mitte. Beine glatt, 
stark glänzend. Schenkel kurz, an der Basis sehr schmal, am Ende 
stark keulig verdickt. Vorderschenkelzahn stumpf. Vorderschienen 
auf der Oberseite glatt, auf der Unterseite geraspelt, die übrigen 
Schienen am Ende schwach geraspelt. 


Sc. crispatus wurde von Buenos Aires beschrieben und kommt 
auch in Montevideo vor, zusammen mit muricatus. 


17. Se. erispatus brevicollis n. ssp. (Taf. XXI, Fig. 4) 


Unterscheidet sich in folgenden Merkmalen von der Stamm- 
form: Beine, Fühler und Kopf wie bei cerispatus. Halsschild breiter, 
11/amal so breit wie lang, die Seiten sind stärker gebogen. Flügel- 
decken ohne Höckerreihen mit nicht unterbrochenen, aber sehr un- 
regelmäßigen flachen Rippen, die mit Querfalten verbunden sind, 
in jeder Falte befindet sich ein Punkt. Flügeldecken breiter und 
oben abgeflacht. Sc. brevicollis sieht dem clathratus ähnlich, un- 
terscheidet sich aber durch die verdickten und glatten Schenkel 
und durch den breiten Halsschild. Es ist nicht ausgeschlossen, daß 
brevicollis eine eigene Art ist, mir liegt noch zu wenig Material 
vor. 

Patria: 3 Stück (Holo- und Paratype) Missiones, Pindahoy, 
II. 1936, ex coll. Wittmer in coll. G. Frey; ferner 3 Stück (Para- 
typen) aus Galera, Cordoba, I. 1953, diese Tiere sind von den an- 
deren nicht verschieden, in coll. G. Frey. 1 Stück ohne Fundort 
im Zool. Museum Berlin. 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 4] AR 


18. Se. muricatus Guer. (Taf. XXI, Fig. 5) 


Guerin, Mag. Zool. 1834, p. 15, Taf. 110, Fig. 1. — Solier, 
Ann. Fr. 7, 1838, p. 58. 


Typus im Museum Paris. 


(— elongatus Solier, Ann. Fr. 7, 1835, p. 59) Typus im 


Museum Paris. 


Groß, schlank, ganz schwarz. Länge : 22—25 mm. Breite: 9 bis 
12 mm. 

Kopf etwas länger als breit, auf der Stirn grob, fast rugu- 
lös, Clypeus viel feiner punktiert. Wangen schmäler als die Augen, 
nach vorne gerade und ziemlich verengt. Vorderrand des Clypeus 
gerade, Ecken stumpf, Clypealfurche tief, schmal und gebogen. 
Die Fühler überragen ziemlich die Mitte des Halsschildes, sind 
punktiert, Glied 3 doppelt so lang wie 4, die 4 letzten Glieder sind 
etwas verbreitert. Halsschild 11/;mal so breit wie lang, mäßig 
gewölbt, größte Breite in der Mitte, an allen Seiten gerandet, die 
Seiten gleichmäßig, ziemlich stark gebogen und flach abgesetzt. Die 
Scheibe ist in der Mitte schwach, an den Seiten und hinten gröber 
punktiert. In der Mitte mit einer feinen Längsfurche, auf jeder 
Seite in der Mitte mit einer tiefen, länglichen, vor der Basis mit 
einer queren Impression. Basis schmal, leicht gebogen, Hinter- 
winkel mit dem Seitenrand verrundet. Vorderrand schwach aus- 
gebuchtet, Vorderwinkel etwas vorstehend und verrundet. Flü- 
geldecken länglich oval, an der Basis sehr schmal, gewölbt, 
mit kräftigen Tuberkelreihen, die hinten und an den Seiten ko- 
nisch sind. Die Punktreihen sind grob und tief. Propleuren ge- 
raspelt. Abdomen schwach punktiert, der Eindruck beim 0° ist 
flach und breit. Beine lang, + stark punktiert, Schenkel ebenfalls 
+ punktiert und nicht keulig verdickt, Zahn spitz. 

Aus Buenos Aires beschrieben, kommt auch in Montevideo 
und in Brasilien vor. 

Sc. muricatus ist im Gebien Katalog als synonym zu Sc. cris- 
patus angeführt, ist aber eine gute eigene Art, ist vor allem viel 
größer, hat schlanke und punktierte Schenkel und ein schmäleres 


Halsschild. 


19. Se. muricatus planipennis n. ssp. (Taf. XXI, Fig. 6) 


Von der Größe und Farbe wie die Stammform, unterscheidet 
sich in Folgendem: Kopf und Fühler gleich. Halsschild 11/ mal so 


breit wie lang, größte Breite hinter der Mitte, an den Seiten stär- 


DE 


418 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


ker gebogen, besonders vor der Basis. Seitenrand stärker abgesetzt 
und aufgerichtet. Flügeldecken breiter, oben flach, die Tuberkel- 
reihen sind deutlich aber klein und rund, nur an den Seiten sind 
einige spitze Häkchen zu erkennen. Die ganze Oberfläche der 
Flügeldecken ist stark quergefaltet, die Falten unterbrechen 
manchmal die schwachen Rippen. Die Reihenpunktur ist undeut- 
lich und verschwindet in den Falten ganz. 

Patria: 5 Stück (Holo- und Paratypen) Prov. Buenos Aires, 
Puan, Felipe Sola, leg. Ranas; 6 Stück (Paratypen) Prov. Buenos 
Aires, (ohne nähere Angabe) 7 Stück, (Paratypen) Prov. Buenos 
Aires, Tandil, Arg. Il. 1953, alle Tiere in coll. G. Frey. 


20. Se. muricatus egenus n. ssp. (Taf. XXI, Fig 7) 


Größe und Farbe wie die Stammform, unterscheidet sich in 
Folgendem: Clypealfurche ist an den Seiten fast bis zu den Vorder- 
ecken verlängert, dadurch wird der Seitenrand etwas gehoben. 
Fühler kräftig punktiert. Halsschild 11/gmal so breit wie lang, 
Seitenrand nach vorne und hinten gleichmäßig gebogen, breit ab- 
gesetzt und etwas aufgerichtet. Basis gerade, Hinterwinkel nicht 
vorstehend und verrundet. Vorderwinkel ganz schwach vorstehend. 
Scheibe ziemlich gewölbt, besonders zur Basis und zum Vorder- 
rand, die Mitte ist fast glatt, die Seiten schwach punktiert. Die 
üblichen Eindrücke sind schwach. Flügeldecken gewölbter, etwas 
breiter, die Punktreihen sind deutlich, die Punkte ziemlich klein. 
Die Zwischenräume sind schwach rippenförmig erhaben, entweder 
ohne oder nur mit ganz kleinen, flachen, oben glänzenden Höcker- 
chen, die auch an den Seiten nicht größer sind, die Querfaltung ist 
unscheinbar. 

Patria: Sgo. del Estero, Rio Salado. leg. Wagner, 1909—1910, 
Holo- und Paratypen in coll. G .Frey und in coll. Museum Paris. 
Jujuy; Puna S. del Estero 5 Stück (Paratypen) Museo La Plata. 

Aus Tucuman (Zool. Museum Berlin) und aus Cordova (Mu- 
seum G. Frey) liegt mir eine kleine Serie vor, die alle Merkmale 
von egenus hat, nur etwas schlanker und kleiner ist und auf den 


Rippen ganz kleine, regelmäßige Höckerchen hat. 


21. Se. elathratus Guer. (Taf. XXI, Fig. 6) 
Gu£rin, Mag. Zool. 1834, p. 15, Taf. 110, Fig. 2. 


Typus im Museum Paris. 
Kleinere Art, Länge 15—20 mm. Breite 7”—9 mm. Dunkel 
pechbraun, fast schwarz. Der Kopf ist ziemlich flach, die Clypeal- 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 419 


furche tief, aber schmal und gebogen. Fühler dünn, punktiert, er- 
reichen fast die Basis des Halsschildes. Halsschild leicht und 
gleichmäßig gewölbt, relativ schmal, 11/,mal so breit wie lang, die 
Seiten sind schwach gebogen, die Seitenrandkante ist sehr fein und 
schwach abgesetzt, Basis und Vorderrand gleich breit, kaum ge- 
bogen, Hinter- und Vorderwinkel nicht vorstehend und verrundet, 
die ganze Scheibe ist gleichmäßig, auch in der Mitte, punktiert, die 
üblichen Eindrücke sind sehr schwach. Flügeldecken oval, oben 
etwas abgeflacht. Es sind feine, schwach erhabene Rippen vorhan- 
den, die + feine flache Höckerchen tragen, die Rippen sind mit 
schwachen Querleisten verbunden. Die Punktreihen sind fein, 
manchmal, bei stärkerer Querfaltung, schwer zu sehen. Unterseite 
fein punktiert, Eindruck beim 5 auf den ersten beiden Segmenten 
flach. Beine sehr schlank, die Schienen dünn und lang. Schenkel 
fein und dicht punktiert, am Ende schwach verdickt. 


Sc. clathratus ist dem scripatus ssp. brevicollis ähnlich, dieser 
hat aber einen viel breiteren Halsschild und verdichtete, glatte 
Schenkel. Sc. muricatus ssp. egenus, der auch Querleisten zwischen 
den Rippen der Flügeldecken hat, ist viel größer, gewölbter, Hals- 


schild an den Seiten stärker gebogen und tiefschwarz. 


Beschrieben ist clathratus aus Montevideo; Fundorte liegen 
mir noch vor aus Uruguay, Paraguay, Asuncion; bei den Stücken 
aus Paraguay sind die Rippen, die Querfalten und die Höckerchen 
stärker gebildet. 1 Stück aus Alto Parana (Hohenau) leg. Jakob ist 
stark abweichend von clathratus, kurz, gedrungen, ohne Höcker 
und stärker gewölbt. Dieses Tier könnte eine eigene Art sein, was 
man bei einem Stück nicht entscheiden kann. Die in den meisten 
Sammlungen befindlichen, als clathratus bestimmten Tiere, sind 
muricatus sSp. egenus. 


Sc. crispatus mit muricatus, clathratus und einige neue ssp. 
zeichnen sich von allen anderen Arten der Gattung Scotobius durch 
den Vorderschenkelzahn aus und bilden dadurch eine gesonderte 
Gruppe. Außerdem ist der Halsschild an allen Seiten deutlich ge- 
randet. Im Gebien-Katalog ist muricatus synonym und clathratus 
als ssp. abgeführt. Die Untersuchungen haben aber ergeben, daß 
es 3 gut trennbare, schon durch die Größenunterschiede verschie- 
dene Arten sind, 1. crispatus, 2. muricatus, 3. clathratus. Wahr- 
scheinlich kommen bei gründlicher Erforschung noch mehr Arten 
zum Vorschein. 


420 Entom. Arbeiten aus denn Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Zur Erleichterung der Bestimmung dieser Gruppe habe ich 
eine kleine Tabelle angefertigt. 


1 (+) Alle Schenkel glatt, glänzend, am Ende, besonders die 
vorderen, stark keulenförmig verdickt. Fühler glatt, ge- 
drungener. Kleine Art, 17—19 mm. 

2 (3) Flügeldecken mit groben, runden Höckerreihen, ohne 
Querfalten, Halsschild 11/;mal so breit wie lang. Buenos 
Aires, Montevideo. | 

er Cerni 

3(2) Flügeldecken hne Hol Et durchpehesien aber un- 
regelmäßigen, flachen Rippen und kräftiger Querfaltung, 
die die Rippen verbindet. Halsschild 11/amal so breit wie 
lang. Missiones, Pindahoy; Calera Cordova. . 

crispatus SSp. brevicollis noV. 

41) Alle Schenkel + ar punktiert, am Ende normal ver- 
dickt, nicht keulenförmig, Fühler punktiert und schlan- 
ker. 

> (10) Sehr große Arten, ganz schwarz. Halsschild breit, an den 
Seiten stark gebogen, die Eindrücke kräftig. Die Punktur 
in der Mitte der Scheibe viel schwächer als an den Seiten 
und hinten. Alle Seiten dick gerandet. 

6 (7) Höckerreihen auf den Flügeldecken sehr stark, an den 
Seiten und hinten konisch. Flügeldecken schlank, leicht 
gewölbt, ohne Querfalten. Buenos Aires, Montevideo, Uru- 
guay, Paraguay. tur RR. 

Ä nigra Guer. 

7(6) Hockerröihen ei fein ade ganz ohne Höcker, mit + 
starker Querriefung. 

ö (9) Höckerreihe sehr fein aber deutlich, auf einer schwach er- 
habenen Rippe liegend. Flügeldecken oben abgeflacht und 
breit, stark quergefaltet, die Falten unterbrechen manch- 
mal die Rippen. Prov. Buenos Aires: Puan, Felipe 2 
Tandil. aaa 5 BR 

muricatus sSp. plagen nov. 

9(8) Höckerreihe de Hlugekiecken noch kleiner (Lupe) oder 

ganz verschwunden, Rippen breiter aber flacher, Quer- 

faltung sehr gering. Flügeldecken und Halsschild gewölb- 

ter. Sgo. del Estero, Rio Salado Cordoba, Tucuman. 
muricatus SSP. egenus noV. 


0(5) Kleinere Art, 1820 mm, dunkel pechbraun, fast schwarz. 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 491 


Halsschild schmäler, an den Seiten schwach gebogen, 
Scheibe mit sehr schwachen Eindrücken und einer regel- 
mäßigen Punktur. Flügeldecken mit + feinen und schwach 
erhabenen Rippen und feinen Höckerchen auf denselben. 
Querfaltung deutlich, die Falten verbinden die Rippen, 
unterbrechen sie aber nicht. Montevideo, Uruguay, Para- 
guay. N 
a: elathratus Guer. 
22. Se. easieus Lac. 


Lacordaire, Ann. Sc. Nat. 20, 1830, p. 282. 


Typus im Museum Paris. 
(— Sc. perlatus Burmeister, Stett. Z. 36, 1875, p. 464.) 


Den Typus von ferlatus konnte ich nicht auffinden, im Zool. 
Museum Halle, wo sich ein Teil der Burmeisterschen Sammlung 
befindet, ist sie nicht mehr vorhanden, doch geht aus der Beschrei- 
bung ohne Zweifel hervor, daß perlatus ein Synonym von casicus 
Lac. ist. 

Sc. casicus Lac. Schwarz, matt, größte Art, Länge 26—29 mm. 
Breite 10—12 mm. 

Kopf verhältnismäßig klein, Augen schmal, Wangen seitlich 
nicht vorstehend, nach vorne in gerader Linie verengt. Vorderrand 
des Glypeus gerade, Clypealfurche tief, gebogen, Olypeus leicht 
gewölbt und fein, Stirn grob punktiert und ziemlich flach. Die 
Fühler erreichen kaum die Mitte des Halsschildes, Glied 3 ist gut 
doppelt so lang wie 4, Endglieder schwach verbreitert. Hals- 
schild 11/mal so breit wie lang, ziemlich flach, größte Breite 
hinter der Mitte, die Seiten stark gebogen, nach hinten stärker 
verengt und nicht nach vorne schwach ausgeschweift. Seitenrand 
breit abgesetzt, der schwach aufgerichtete Teil ist quergerieft. 
Scheibe sehr dicht und grob punktiert, ohne Eindrücke, in der 
Mitte bilden sich manchmal kleine glatte Flächen. Vorderwinkel 
leicht rechteckig vorstehend, Hinterwinkel verrundet. Basis leicht 
gebogen, sehr schmal und fein gerandet. Flügeldecken oval, 
ziemlich flach, mit großen, flachen und regelmäßigen Tuberkel- 
reihen, die Tuberkel sind so breit wie die Zwischenreihen und am 
Absturz etwas spitz. Die Zwischenräume sind kaum punktiert. 
Unterseite undeutlich punktiert, der Eindruck beim 5 am 1. und 
2. Segment unbedeutend. Beine kurz, robust, kantig, sehr dicht 
und grob punktiert, die Unterseite der Vorderschenkel an der 


4) Entom. Arbeiten aus dem Museum Gs. Frey, Bd. 6, 1955 
8 d) 


Außenkante in der Nähe des Knies mit einem flachen Ausschnitt, 
der aber keinen Zahn bildet wie bei der crispatus-Gruppe. Penis 
kurz, dick, an der Basis etwas parallel, dann zugespitzt. Beschrie- 
ben wurde die Art aus Mendoza, weitere Fundorte sind San Luis, 
Bahia Blanca und Neuquen. 

Sc. casicus ist eine leicht kenntliche Art, sieht einem großen 
muricatus ähnlich, dieser ist aber kleiner, schlanker, hat einen 
deutlichen Vorderschenkelzahn und keine regelmäßigen Tuberkel- 
reihen. 


23. Sc. hystricosus Berg (Taf. XXI, Fig. 9) 


Berg, An. Univ. Buenos Aires, 6, 1889, p. 134. 

Typus im Museum „Eva Peron“ La Piata. 

Groß, schwarz, etwas glänzend, schlank, gewölbt. Länge: 
17—25 mm. Breite: 9—11 mm. 

Halsschild, Flügeldecken, Unterseite und Beine mit starren 
Borsten + dicht besetzt, die aber meistens abgerieben oder ab- 
gebrochen sind, doch erkennt man auch dann an den Borsten- 
punkten deutlich die frühere Behaarung. 

Kopf kaum breiter als lang, ziemlich flach, Augen verhält- 
nismäßig breit. Wangen so breit wie die Augen und nach vorne 
gerade verengt. Vorderrand des Olypeus fast gerade, Ecken ver- 
rundet. Clypealfurche kräftig, gegen die Stirne abgesetzt, letztere 
grob, fast rugulös, Clypeus fein punktiert. Fühler wie bei casicus. 
Halsschild 1!/,mal so breit wie lang, größte Breite hinter der 
Mitte, ziemlich gewölbt, zur Basis und zum Vorderrand geneigt. 
Die Seiten sind stark gebogen, zur Basis stärker verengt, Seiten- 
rand schmal, aber sehr deutlich abgesetzt und aufgerichtet. Basis 
gerade, gut gerandet, Hinterwinkel nicht vorstehend verrundet 
und nach unten gedrückt. Vorderrand im Bogen ausgeschnitten, 
undeutlich gerandet, Vorderwinkel stumpf vorstehend. Die Scheibe 
ist dicht und grob punktiert und hat manchmal kleine glatte Flä- 
chen, ohne Eindrücke. Flügeldecken gewölbt, länglich oval, 
zur Basis geneigt, mit gleichmäßigen feinen Tuberkelreihen, die 
Zwischenräume sind 3—4+mal breiter. An den Seiten und hinten 
sind die Tuberkel spitz, regelmäßige Punktreihen sind nicht zu 
erkennen, doch ist die ganze Oberfläche + dicht mit Borsten- 
punkten versehen. (Bei den Stücken aus San. del Estero sind die 
Borstenpunkte spärlicher.) Unterseite ebenfalls mit Borstenpunk- 
ten. Beine wie bei casiscus. Beschrieben wurde hystricosus aus 
Prov. Gorduba, weitere Fundorte sind Catamarca, Rosario, Tueu- 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 493 


man, Santa Maria 2000 m, San. Del Estero, Rio Salado. Alle mir 
vorliegenden Stücke, ungefähr 50 Stück, waren in den Sammlungen 
falsch als perlatus Burm. bestimmt. Die nächstverwandte Art ist 
casicus, dieser ist aber größer, breiter, hat größere Tuberkel und 
keine Borsten oder Borstenpunkte. Auch dem muricatus sieht er 
ähnlich, doch durch das Fehlen des Vorderschenkelzahns leicht zu 


unterscheiden. 


24. Sc. miliarıs Billb. 


" Billberg, Nov. Act. Ups. 7, 1815, p. 279, Taf. 9, Fig. 8. 

(— Sc. pilularis Germ. Typus im Zool. Museum Berlin.) 

Germar, Ins. spec. nov. 1824, p. 135. — Gu£rin, Mag. Zool. 
1834, Taf. 110, Fig. 3. — Solier Mon. p. 55. Taf. 3, Fig. 3—6. — 
Laporte, Hist. Nat. 2, 15840, p. 19. 

Sc. miliarıs ist eine sehr häufige und weit verbreitete Art, 
die sowohl in der Größe, als auch in der Form und Struktur wenig 
variiert. Schwarz, kurz oval, breit, oben etwas abgeflacht. Länge: 
17—19 mm. Breite: 6—10 mm. Stirn grob, manchmal rugulös, 
Clypeus feiner punktiert. Die Fühler erreichen kaum die Mitte des 
Halsschildes. Halsschild 1!/mal so breit wie lang, alle Seiten 
fein gerandet, größte Breite hinter der Mitte, die Seiten sind stark 
und gleichmäßig gebogen und etwas aufgerichtet. Basis fast ge- 
rade, so breit wie der Vorderrand, der kaum ausgebuchtet ist, 
Hinter- und Vorderwinkel nicht vorstehend und mit dem Seiten- 
rand verrundet. Die Scheibe ist rugulös punktiert, in der Mitte 
befinden sich glatte Flächen, die die Form eines M haben, und an 
den Seiten je ein runder Fleck. Vor der Basis ist eine Querimpres- 
sion. Flügeldecken mit großen runden, oben glatten und 
glänzenden Tuberkelreihen, die 4. Reihe ist hinten und in der 
Mitte unterbrochen. Die Tuberkel sind an den Seiten und hinten 
nicht spitzer. Beine kräftig, kantig, Schenkel fein punktiert, Schie- 
nen geraspelt. Beschrieben wurden rmiliaris aus Rio de Janeiro, 
weitere Fundorte sind: Uruguay, Sta. Catharina, Porto Alegre, 
Montevideo, Buenos Aires, Bahia Blanca, Tandil und Puan. 


25. Se. granosus Lac. 


Lacordaire, Ann. Sc. Nat. 20, 1330, p. 283. — Solier, Mon. 
p- 56. — Gu£rin, icon. regne Anim. 1828—1838, Taf. 28, Fig. 4. — 
Burmeister, Stett. Z. 36, 1875, p. 464. 

Typus im Museum Paris. 

Auch diese Art ist sehr häufig, leicht kenntlich und konstant 


424 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


in Größe, Form und Struktur, dem miliaris ähnlich, doch kleiner, 
schlanker und gewölbter. Länge 15—17 mm. Breite 8—9 mm. 

Kopf und Fühler wie bei miliaris. Halsschild gleich- 
mäßig gewölbt, größte Breite im letzten Drittel, nach hinten in 
starkem Bogen, nach vorne gerade verengt. Alle Seiten fein ge- 
randet, Basis und Vorderrand gleich breit, gerade, Hinter- und 
Vorderwinkel nicht vorstehend und mit dem Seitenrand verrundet. 
Scheibe dicht und granulös punktiert, ohne Eindrücke und glatte 
Stellen. Flügeldecken gewölbt, oval, mit feinen, auch an. den 
Seiten und hinten flachen Tuberkelreihen. Die Tuberkel sind viel 
feiner und dichter als bei miliaris und in der 2., 3. und 5. Reihe 
doppelt. Beine wie bei miliaris, nur etwas schlanker. 


26. Sc. granosus ssp. subgranosus n. 


Die neue ssp. unterscheidet sich von der Stammform durch 
folgende Merkmale: 

Etwas kleiner. Halsschild etwas stärker gewölbt und schmäler, 
die Seiten weniger und gleichmäßiger gebogen. Hinterleib gewölb- 
ter und eiförmiger, oben nicht abgeflacht. Flügeldecken mit je 7 
angedeuteten Rippen, die eine einreihige ganz flache, manchmal 
fast verwischte Tuberkelreihe tragen, die Zwischenräume sind + 
deutlich und flach punktiert. Es sind aber Übergänge zur Stamm- 
form vorhanden. 


3 Stück, (Holo- und Paratypen) aus Catamarca ex coll. Rich- 
ter in coll. Museum „Eva Peron“ La Plata; 1 Stück aus Gatamarca 
in coll. G. Frey; 12 Stück (Paratypen) aus La Vina, Catamarca, 
Biraben-Seott in coll. „Eva Peron“ (diese Tiere haben stärkere 
Tuberkel), ferner 5 Stück aus Tucuman in coll. G. Frey, diese 
Tiere bilden bereits einen Übergang zur Stammform. 


27. Se. Freyi n. sp. (Taf. XXII, Fig. 1) 


Klein, kurz oval, gewölbt, dunkel pechbraun bis fast schwarz, 
matt, Flügeldecken und Unterseite mit ganz kurzen feinen Börst- 
chen spärlich, an den Seiten dichter besetzt. Länge: 10—12 mm. 
Breite: 6—7 mm. 

Kopf breit, kurz, vorne stark verengt. Augen verhältnis- 
mäßig breit, gewölbt. Wangen schmal, überragen die Augen nicht, 
an den Seiten leicht gebogen nach vorne verengt. Vorderrand des 
Clypeus fast gerade, die Ecken sind verrundet. Clypealfurche kräf- 
tig, zur Stirne abgesetzt. Die Oberseite des Kopfes ist rugulös. 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 425 


Fühler erreichen die Mitte des Halsschildes nicht. Die ersten 6 
Glieder sind punktiert, die übrigen fast glatt und quer. Mentum an 
der Basis breit, Vorderrand verrundet, die Seiten niedergedrückt. 

Halsschild 1!/mal so breit wie lang, gewölbt, gröfßste 
Breite hinter der Mitte, die Seiten gleichmäßig und ziemlich ge- 
bogen, Seitenrand flach abgesetzt, Vorderrand und Basis ungefähr 
gleich breit, letztere gerade, fein gerandet, Hinterwinkel verrun- 
det, Vorderrand fast gerade, Vorderecken kaum vorstehend und 
verrundet. Die Scheibe ist kräftig punktiert, gerunzelt, vor der 
Basis befindet sich ein schwacher Quereindruck. 

Flügeldecken kurz oval, die Seiten sind stark gewölbt, 
ohne Randkante, auf jeder Seite sind 7 Reihen von ganz kleinen, 
flachen Tuberkeln, die manchmal nur mit der Lupe sichtbar sind, 
und + entfernt voneinander stehend. Die Zwischenräume sind 
flach und ziemlich dicht mit feinen Porenpunkten bedeckt, von 
denen jedes ein Börstchen trägt. Punktreihen nicht vorhanden. 

Prosternum wie bei den anderen Arten. Abdomen eben- 
falls mit kleinen borstentragenden Höckerchen bedeckt. Erstes 
und zweites Abdominalsegment beim 5 flach, beim 9 gewölbt. 
Beine kurz, kantig, Schenkel stark glänzend und seitlich etwas 
depreß, dicht punktiert. Schienen am Ende verbreitert. Fühler 
und Beine etwas heller als der übrige Körper. Tarsen verhältnis- 
mäßig kurz. 

Patria: 66 Stück aus Gochabamba, Tiraque, 3200 m, 1. IH. 
1953, (Holo- und Paratypen) in coll. Zischka, Paratypen in coll. 
G. Frey, 2 Stück aus Bolivien, ohne genauen Fundort (Paratype) 
in coll. British Museum. 

Sc. Freyi ist mit granosus Lac. am nächsten verwandt, hat die 
gleiche Form, ist aber viel kleiner, hat feine Börstehen und sehr 
kleine Tuberkelreihen. Mit den anderen Arten kann die neue Art 
nicht verwechselt werden. 


28. Se. Zischkai n. sp. (Taf. XXII, Fig. 2) 


Schwarz, matt, oval, leicht gewölbt, ohne Börstchen auf den 
Flügeldecken. Länge: 15—18 mm. Breite: 7—8 mm. | 

Kopf flach, bei den Schläfen am breitesten, von da nach 
vorne gerade und stark verengt. Wangen schmäler als die Augen, 
leicht aufgeworfen. Vorderrand des Clypeus gerade, Clypealfurche 
nicht kräftig. Die ganze Oberfläche des Kopfes ist dicht, grob 
und rugulös punktiert. Fühler lang und dick, erreichen fast die 


Basis des Halsschildes. Glied 3 gut 2mal so lang wie 4, die Glieder 


426 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


1—7 grob und dicht, die übrigen fein punktiert. Mentum queroval 
mit tiefen Eindrücken an den Seiten. 


Halsschild fast doppelt so breit wie lang, Mitte mäßig, 
nach den Seiten stärker gewölbt, alle Seiten fein gerandet, der 
Seitenrand ist gleichmäßig und stark gebogen, Basis und Vorder- 
rand gleich breit, gerade, Hinter- und Vorderwinkel nicht vor- 
stehend und verrundet. Die Scheibe + dicht und grob, in der 
Mitte immer spärlicher und feiner punktiert. Eine feine Längs- 
furche ist in der Mitte angedeutet, Querimpression vor der Basis 
schwach. Seitenrand flach abgesetzt. 

Flügeldecken oval, leicht gewölbt, größte Breite in der 
Mitte, ohne Seitenrandkante, mit ganz feinen Punktreihen, die 
Zwischenräume sind leicht gewölbt und haben in der Mitte eine 
Tuberkelreihe. Die Tuberkel sind sehr klein, flach, rund und 
stehen dicht beisammen. Zwischenräume fein chagriniert und mit 
kleinen, eingestochenen Punkten, die keine Börstchen haben, sehr 
spärlich bedeckt. 

Unterseite fein punktiert, der Eindruck beim 5 auf den 
ersten zwei Hinterleibsegmenten ist flach aber deutlich. Beine ver- 
hältnismäßig lang, Schenkel an den Seiten depress, stark punktiert 
und glänzend. 


Patria: 5 Stück Cochabamba, Morochada 1. II. 48; 1 Stück 
Cochabamba, Tiraque 3200 m, 1. 53; 3 Stück Val de Colomi, 
3200 m, 30. XII. 49; 2 Stück Anguirre, 3200 m, 14. XII. 48, alles 
leg. Zischka. 2 Stück aus Puno-Peru, 3200 m, II. 48, leg. Wey- 
rauch. (Holo-, Allo- und Paratypen in coll. Zischka, Paratypen in 
coll. G. Frey und 1 Paratype in coll. Acad. Sc. San Francisco.) 
19 Stück (Paratypen) aus la Paz, Bolivien; Ousco Peru; und Cor- 
dilleren im Museum Paris. 6 Stück (Paratypen) aus Capachica Peru, 
Titicacasee, 25. VIII. 53, leg. Koepcke. 

Sc. Zischkai gehört in die Verwandtschaft von granosus, 
Freyi und miliaris, gekennzeichnet durch den gleichmäßig ge- 
bogenen Seitenrand des Halsschildes und durch die runden, fla- 
chen, an den Seiten nicht anders gestalteten Tuberkelreihen. 
Zischkai unterscheidet sich von obigen Arten durch die längliche 
Form, sieht dem Sc. planatus ähnlich, mit dem er auch gemeinsam 
vorkommt, dieser hat aber keine Tuberkelreihen und ein anders 


geformtes Halsschild. 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 497 


29. Sc. punctithorax n. sp. (Taf. XXII, Fig. 3) 


Ziemlich groß, oval, leicht gewölbt, dunkelpechbraun, glän- 
zend. Länge: 17—21 mm, Breite: 5—10 mm. 

Kopf groß, breit, leicht gewölbt. Wangen im flachen Bogen 
seitlich vorstehend und nach vorne leicht ausgeschweift verengt. 
Vorderrand des Qlypeus gerade, Ecken verrundet. Clypealfurchen 
kräftig, den Seitenrand nicht erreichend. Die Oberfläche des 
Kopfes ist dicht mit runden und tief eingestochenen Punkten ver- 
sehen, die am Grunde ein äußerst feines Härchen tragen. Schläfen 
parallel und dann plötzlich schwach verengt. Die Fühler sind sehr 
kräftig und überragen etwas die Mitte des Halsschildes, Glied 3 
ist am dicksten und gut 2mal so lang wie 4, die letzten 4 Glieder 
sind queroval. Alle Glieder spärlich mit feinen Härchen besetzt. 
Mentum groß, vorne sehr breit, die Mitte ist gewölbt, die Seiten 
sind niedergedrückt. 

Halsschild leicht gewölbt, gut 1!/; mal so breit wie lang, 
in der Mitte am breitesten, die Seiten sind stark verrundet, nach 
hinten und vorne gleich stark verengt. Seitenrand abgesetzt und 
leicht aufgerichtet. Basis gerade, Hinterecken verrundet. Vorder- 
rand in leichtem Bogen ausgeschnitten, Vorderwinkel etwas vor- 
stehend und verrundet. Die Scheibe ist dicht mit tief eingestoche- 
nen, runden und groben Punkten versehen, die im Grunde wie 
auf dem Kopfe ein feines Härchen haben. 

Flügeldecken breit, leicht gewölbt, gleichmäßig oval, 
mit sehr feinen Punktreihen, die Zwischenräume sind leicht ge- 
wölbt und haben in der Mitte eine + feine Rippe, die hinten in 
Tuberkel aufgelöst ist. Die ganze Oberfläche ist dicht mit feinen 
Punkten besetzt, die fast so groß sind wie die in den Punktreihen, 
am umgeschlagenen Teil sind 2 Punktreihen viel gröber. Der Kon- 
trast zwischen den fein punktierten Flügeldecken und dem grob 
und tief punktierten Halsschild ist sehr auffallend. 


Prosternum mit länglichen, Propleuren mit runden Punk- 
ten dicht besetzt. Beine mäßig lang und dünn, stark punktiert und 
glänzend. Schienen auf der Unterseite geraspelt. Abdomen fein 
punktiert, 1. und 2. Hinterleibsegment beim 4 flach, beim 9 ge- 
wölbt. 

Patria: 1 5 und 1 2 (Holo- und Paratype) aus au ex 
coll. Wittmer in coll. G. Frey. 

Sc. punctithorax sieht keiner anderen Art der ee ähn- 
lich und nimmt eine eigene Stellung innerhalb derselben ein. 


4928 - Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


30. Sc. obscurus n. sp. (Taf. XXII, Fig. 4) 


Ganz schwarz, Hinterkörper gewölbt und eiförmig, unbehaart. 
Länge: 10—13 mm, Breite 51/,— 7 mm. 

Kopf breit, verhältnismäßig kurz. Die Wangen überragen 
die Augen nur sehr wenig und sind nach vorne gerade verengt. 
Vorderrand des Clypeus in sanftem Bogen ausgeschnitten, die 
Ecken verrundet. Die Clypealnaht ist gebogen, tief und schmal 
eingeritzt. Schläfen schwach verengt. Die Oberfläche des Kopfes 
ist kräftig, manchmal runzelig punktiert. Fühler fein, sie über- 
ragen etwas die Mitte des Halsschildes, Glied 3 sehr dünn und 
21/,mal so lang wie 4, die 4 letzten Glieder sind queroval. Vorder- 
rand des Endgliedes verrundet mit einer feinen Spitze in der Mitte. 
Mentum queroval, rauh und an den Seiten niedergedrückt. 

Halsschild 11/mal so breit wie lang, leicht gewölbt, 
größte Breite im letzten Drittel, von da nach hinten plötzlich, 
stark und etwas ausgeschweift, nach vorne gerade verengt, Seiten- 
rand gut abgesetzt und etwas aufgebogen, besonders an der brei- 
testen Stelle. Basis sanft gebogen, Hinterwinkel stumpf und nicht 
vorstehend. Vorderrand in leichtem Bogen ausgeschnitten, Vor- 
derwinkel etwas spitz vorstehend. Die Scheibe ist ungleichmäßig 
und ziemlich kräftig, in der Mitte schwächer punktiert. Eindrücke 
sind unbedeutend. 

Flügeldecken gleichmäßig oval, gewölbt. Auf jeder Seite 
befinden sich 6 kaum erkennbare oder sehr schwache, flache Rip- 
pen, die hinten und an den Seiten deutliche, kleine Tuberkel tra- 
gen. Bei der 5. und 6. Rippe und auf dem umgeschlagenen Teil 
bei weiteren 2 Reihen reichen die Tuberkel bis nach vorne. Die 
flachen Zwischenräume sind mit je 3 nicht regelmäßigen Reihen 
von kleinen Punkten versehen. Unterseite ziemlich stark gerunzelt. 
Abdomen beim 5' ohne Eindrücke. Beine dünn, Schenkel kräftig 
punktiert und glänzend, Schienen an den Kanten mit Dornen be- 
setzt. 


Patria: 1 5’ und 1 2 (Holo- und Allotype) Junin, Prov. Neu- 
quen, Arg. leg. Richter; 3 Stück Neuquen, Arg. (Paratypen); 3 
Stück Arg. Gob. Rio Negro, Bariloche, 4. II. 1898, leg. Bruch; 
1 Stück (Paratype) Real del Monte; 3 Stück Chile ? (Paratypen), 
alle in coll. G. Frey. Ferner 1 Stück Arg. N.-W. Patagonia 1000 
bis 3000 ft. Dez. 1199, leg. H. E. Box (Paratype) in coll. British 
Museum; 3 Stück Rio Negro, leg. Edwards 1927, in coll. British 
Museum; 2 Stück Neuquen 1917, leg. Lendl (Paratypen) in coll. 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 499 


Museum Paris; 1 Stück Neuquen, leg. Lendl, 1 Stück Bariloche, 
Rio Negro, leg. Bruch, 2 Stück Chile Oyasun (Paratypen) in coll. 
Zool. Staatss. München; 1 Stück Neuquen in coll. Ungarisches 
Nat.-Museum; 9 Stück aus Neuquen in coll. Eva Peron La Plata. 
Se. obscurus gehört in die Gruppe, bei denen der Halsschild- 
seitenrand vor der Basis plötzlich verengt ist, zeichnet sich inner- 
halb dieser Gruppe durch die sehr schwachen, bei manchen Tieren 
fast erloschenen Rippen und durch die in 5 Reihen punktierten 
Zwischenräume der Flügeldecken aus, das keine andere Art dieser 


Gruppe hat. 


31. Sc. punctatus Esch. 


Eschscholtz, Zool. Atl. 4, 1831, p. 11, Taf. 18, Fig. 5. — Solier, 
Ann. Fr. 7. 1835, p. 65, (nota.) 

Die Type ist mir unbekannt geblieben; in der Sammlung Ge- 
bien befindet sich ein Stück (Gebien det.) und im Museum Santiago 
de Chile sind einige Exemplare, die alle mit der Beschreibung von 
Eschscholtz übereinstimmen. Die Abbildung von Eschscholtz ist 
nicht gut, doch in der Form so charakteristisch, daß auch diese zur 
Identifizierung dient. 

Dunkelpechbraun bis schwarz, eiförmig, kahl, Länge: 14—16 
mm, Breite: 6— 7 mm. 

Kopf mäßig gewölbt, runzelig punktiert, Olypealeindruck 
gebogen und tief eingeritzt. Die Wangen überragen etwas die 
Augen und sind nach vorne gerade verengt. Vorderrand des Cly- 
peus gerade, Ecken verrundet. Fühler fein, überragen die Mitte 
des Halsschildes, Glied 3 dünn, länger als die zwei folgenden zu- 
sammen, Endglied queroval. Halsschild gut 11%mal so breit 
wie lang, ziemlich flach, größte Breite im letzten Drittel, gegen 
die Basis plötzlich und etwas ausgeschweift, nach vorne im schwa- 
chen Bogen verengt. Seitenrand gut abgesetzt und etwas aufge- 
bogen. Basis gerade, ungerandet, Hinterwinkel nicht vorstehend, 
stumpf und niedergedrückt. Vorderrand etwas breiter als die Basis, 
sehr feingerandet, leicht gebogen, Vorderwinkel spitz vorstehend. 
Scheibe gerunzelt punktiert ohne nennenswerte Eindrücke. Flü- 
geldecken eiförmig, oben etwas abgeflacht, mit je 9 feinen 
und deutlichen Punktreihen, von denen 2 auf dem umgeschlagenen 
Teil sich befinden, die drittletzte ist von oben gerade noch sicht- 
bar, die Zwischenräume sind fein punktiert, gewölbt, an den Seiten 
und besonders hinten rippenförmig erhaben und in feine Höcker- 
chen aufgelöst. Unterseite teils punktiert, teils leicht gerunzelt 


430 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


und spärlich mit ganz feinen Härchen bedeckt. Beine auffällig lang 
und dünn, das Knie der Hinterschenkel erreicht den Vorderrand 
des Analsegments, Schenkel am Ende schwach verdickt, an den 
Seiten depreß, glänzend und punktiert. Beschrieben wurde diese 
Art aus Chile, Conception; die Stücke vom Museum Santiago sind 
aus F. Longquimai, Lo Valdes Stgo. und Banos de Colina Stgo. 
Sc. functatus ist dem bullatus nahestehend, in der Farbe etwas 
heller, oben etwas flacher, vor allem sind die Beine länger, die 
Schenkel an den Seiten depreß, die Zwischenräume der Flügel- 
decken sind punktiert und oben nicht rippenförmig erhaben. 


92. Se. bullatus Curt. 


Curtis, Trans. Lin. S. London, 19, 1845, p. 459. — Solier in 
Gay, Hist. Chile 5, 1851, p. 178. 

Typus im British Museum. 

(= antarctıcus Guersi,h,) 

Ganz schwarz, Unterseite manchmal dunkel pechbraun, ge- 
wölbt, kurz oval. Länge: 14—15 mm. Breite: 6—7 mm. 

Kopf wie bei punctatus, Fühler etwas kürzer, robuster, Glied 3 
so lang wie die folgenden 2 zusammen. Halsschild gewölbt, 
11/,mal so breit wie lang, größte Breite im letzten Drittel, zur 
Basis stark und leicht ausgeschweift, nach vorne im sanften Bogen 
verengt, Seitenrand flach abgesetzt aber nicht aufgerichtet. Basis 
gerade, nicht oder nur undeutlich gerandet, Hinterwinkel nicht 
vorstehend, spitz und etwas seitlich gerichtet. Vorderrand leicht 
gebogen, die Vorderwinkel etwas vorstehend mit stumpfer Spitze. 
Die Scheibe ist grob und gerunzelt punktiert, in den Punkten be- 
findet sich, wie auch auf dem Kopie, ein ganz kleines Härchen. 
Flügeldecken ziemlich gewölbt, kurz oval, auf jeder Seite 
befinden sich 9 Punktreihen, von denen 3 auf dem umgeschlagenen 
Teil sich befinden. Die Zwischenräume sind rippenförmig erhaben, 
die obere Kante ist glänzend und durch Querfalten + unterbrochen 
oder eingeengt. Hinten sind die Rippen in kleine längliche oder 
runde stark glänzende Tuberkel aufgelöst. Auf dem umgeschlage- 
nen Teil sind ebenfalls 2 feine Tuberkelreihen. Die Zwischenräume 
sind nicht punktiert. Unterseite ziemlich grob punktiert und stel- 
lenweise gerunzelt. Beine kurz, Schenkel am Ende etwas verdickt, 
an den Seiten nicht depreß, das Knie der Hinterschenkel erreicht 
den Vorderrand des vorletzten Segments. Beschrieben ist die Art 
aus Port. Famine und Gonception, weitere Fundorte sind Valdivia 


und Chillän. 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 431 


33. Sc. Kirbyı Sol. 
Solier, Ann. Fr. 7, 1838, p. 61. 


Typus im Museum Paris. 

Die typischen Stücke von Solier im Museum Paris stammen 
alle von Gay, 1833, und haben den Fundort Chile, obwohl Solier 
in seiner Beschreibung „Peru, von Gay erhalten“ angibt. 

Schwarz, oval, bis länglich oval, wenig gewölbt. Länge: 16 
bis 20 mm. Breite: 7—9 mm. 

Kopf und Fühler wie bei bullatus. Mentum groß, flach, 
vorne sehr breit, es wird von Solier als gutes Unterscheidungs- 
merkmal angegeben, doch ist dasselbe ziemlich variabel, beson- 
ders in der Punktur und in den seitlichen Eindrücken. Hals- 
schild flach, 11/amal so breit wie lang, bei manchen Stücken, be- 
sonders bei den 29, fast doppelt so breit. Größte Breite hinter der 
Mitte, nach hinten stark eingeschnürt und ausgeschweift, nach 
vorne fast gerade verengt. Seitenrand stark abgesetzt, besonders an 
der breitesten Stelle, und etwas aufgerichtet. Basis leicht gebogen, 
nicht oder undeutlich gerandet, Hinterwinkel stumpf und nicht 
vorstehend. Vorderrand im schwachen Bogen ausgeschnitten, sehr 
fein gerandet, Vorderwinkel leicht vorgezogen und stumpf. Die 
Scheibe ist grob und runzelig punktiert und ohne nennenswerte 
Eindrücke. Flügeldecken oval, am Ende verrundet, oben + 
abgeflacht, die Punktreihen sind deutlich, die Zwischenräume sind 
+ rippenförmig erhaben, die Rippen sind manchmal unterbrochen 
und hinten immer in kleine Tuberkel aufgelöst. Der umgeschlagene 
Teil hat 2 Tuberkel und 3 Punktreihen. Unterseite punktiert und 
teilweise gerunzelt. Beine ziemlich lang, Schenkel grob punktiert, 
an den Seiten nicht depreß, Schienen kantig und beborstet. Genaue 
Fundorte liegen mir vor von Pichi (Athue) Stgo., Bque. Fray Jorge, 
und Qu. Macul Stgo. 

Sc. Kirbyi ist größer als bullatus und punctatus,. langgestreck- 
ter und in der Form etwas variabler. 


34. Sc. asperatus Er. (Taf. XXII, Fig. 5) 


Erichson, Nov. Act. Ac. Car. 16, 1834, p. 247. — Curtis, Tr. 
Lin. S. Lond. 19, 1845, p. 459. — Solier, in Gay, Hist. Chile, 5, 
1851, p. 176. 

Die Type habe ich nicht gesehen, die Stücke aus dem British 
Museum, Museum Paris und Sammlung Frey ex coll. Gebien stim- 
men alle mit der Beschreibung von Erichson überein. 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 28 


439 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Schwarz, oval. Länge: 17—18 mm. Breite: 7—8 mm. 

Kopf und Fühler wie bei Kirbyi. Halsschild gut 11/amal 
so breit wie lang, ziemlich flach, größte Breite hinter der Mitte, 
zur Basis stark und ausgeschweift, nach vorne ziemlich gerade ver- 
engt. Seitenrand in der Mitte und vorne breit, zur Basis nicht 
abgesetzt, etwas aufgerichtet und der abgesetzte Teil mit feinen 
Querfalten. Basis ungerandet, sanft gebogen, Hinterwinkel nieder- 
gedrückt, nicht vorstehend und stumpf. Vorderrand mit feiner 
Randkante, Vorderwinkel etwas vorstehend und spitz. Scheibe 
stark und grob gerunzelt punktiert ohne nennenswerte Eindrücke. 
Flügeldecken länglich oval, am Ende ziemlich verrundet, 
oben etwas platt gedrückt, hinten und an den Seiten stark gewölbt, 
schmal, nur wenig breiter als der Halsschild, mit deutlichen 
Punktreihen, die Zwischenräume sind dachförmig erhaben, mit 
einer feinen Leiste in der Mitte, die oben + unterbrochen an den 
Seiten und hinten in spitze Höckerchen aufgelöst ist. Beine dünn, 
lang, stark punktiert, glänzend. Unterseite sparsam punktiert. Be- 
schrieben aus Chile, genauere Fundorte sind mir nicht bekannt. 


35. Sc. rugosulus Guer. (Taf. XXIL, Fig. 6) 


Gu£rin, Mag. Zool. 1834, (Melas.) p. 17, Taf. 110, Fig. 5. — 
Solier in Gay, Chile 5, 1851, p. 173, Taf. 19, Fig. 6. 

Typus im Museum Paris. 

Dunkelpechbraun bis schwarz, oval, Länge: 15—18, Breite: 
68—9 mm. 

Dem asperatus sehr ähnlich, die Fühler sind etwas kräftiger. 
Der Halsschild hat die gleiche Form, die Scheibe ist nicht so stark 
gerunzelt, sondern + fein granuliert. Die Flügeldecken sind viel 
breiter als der Halsschild, die Seiten sind gleichmäßig gebogen, die 
Oberseite ziemlich flach, das Ende ist nicht so sehr verrundet, 
die Zwischenräume sind dachförmig gehoben und haben in der 
Mitte sehr gleichmäßige Höckerreihen, die an den Seiten und hin- 
ten spitzer sind. Beine und Unterseite wie bei asperatus. Beschrie- 
ben wurde die Art aus San Jago, weitere Fundorte sind Contulma, 
Prov. Gonception und Prov. Santiago. Eine häufige Art. 

Sc. rugosulus gehört ebenfalls zu der Artengruppe der Sco- 
tobius mit dem vor der Basis plötzlich verengten ünd rauhen Hals- 
schild wie obscurus n. sp., punctatus Esch., bullatus Gurt., Kirbyi 
Sol. und asperatus Er. Die typischen Stücke dieser Arten sind leicht 
von einander zu trennen, doch gibt es viele Übergänge, die darauf 
schließen lassen, daß es sich doch nur um lokale Formen handelt. 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 433 


Ich sehe vorerst noch auf Grund der Typen und typischer Stücke 
obige Arten als eigene Arten an, bis diese Frage durch genügend 
Material mit einwandfreien und genauen Fundorten geklärt ist. 
Die Kopulationsorgane geben keinen Anhaltspunkt. 


36. Se. Gayi Sol. (Taf. XXII, Fig. 7) 


Solier, Ann. Fr. 7, 1838, p. 62. — In Gay, Hist. Chile, 5, 1851, 
p- 177, Taf. 3, Fig. 2. 

- Typus im Museum Paris. 

Groß, breit, oval, schwarz. Länge: 19—21 mm, Breite: 9 bis 
10 mm. 

Kopf flach, breit, kurz, die Wangen stehen seitlich im Bo- 
gen ziemlich vor und sind nach vorne ausgeschweift verengt. Vor- 
derrand des Clypeus ziemlich gerade und leicht aufgerichtet, 
ebenso der Seitenrand, so daß auf jeder Seite eine Depression 
entsteht, die Mitte des Clypeus ist leicht gewölbt, Olypealfurche 
nicht sehr tief. Die Oberfläche des Kopfes ist dicht und grob 
granuliert. Fühler kurz, erreichen die Mitte des Halsschildes, 
Glied 3 länger als die nächsten 2 zusammen, die Eindglieder sind 
nicht breiter als die anderen, manchmal sogar schmäler. Mentum 
queroval, mit Eindrücken an den Seiten und stark gebogenem 
Vorderrand. Halsschild sehr flach, gut 11/gamal so breit wie 
lang, ohne Randkanten, größte Breite hinter der Mitte, nach hin- 
ten und vorne gleich stark im Bogen verengt, vor der Basis manch- 
mal ausgeschweift. Seitenrand breit abgesetzt, etwas aufgerichtet 
und quergefurcht, die Randkante krenuliert. Basis im leichten 
Bogen vorgezogen, ungerandet, Hinterwinkel niedergedrückt, nicht 
vorstehend und stumpf. Vorderrand in der Mitte fast gerade, Vor- 
derwinkel spitz oder leicht stumpf vorstehend. Scheibe dicht und 
grob granuliert, vor der Basis mit einer leichten Querimpression. 
Flügeldecken oval, in der Mitte viel breiter als der Hals- 
schild, Basis so breit wie die des Halsschildes, oben stark depreß, 
mit Punktreihen und + deutlichen Querfalten in den Zwischen- 
räumen, letztere sind ziemlich flach und haben in der Mitte eine 
kräftige Tuberkelreihe, die Tuberkel sind an den Seiten und hin- 
ten kräftiger und spitz und fließen oben manchmal zusammen. 
Die Unterseite ist grob und dicht punktiert und spärlich kurz be- 
haart. Beine kräftig, kantig, fein punktiert, Schenkel und Schienen 
dicht mit langen, weichen, anliegenden Haaren bedeckt, bei reinen 
Tieren auf der Unterseite der Schenkel sogar zottig. Vorderschie- 


28* 


434 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


nen kurz und breit, Tarsen kurz und dünn. Beschrieben aus Peru 
und Chile. An der Küste von Süd-Peru und Chile häufig. 

Sc. Gayi ist eine sehr auffällige Art, von allen anderen Arten 
der Gattung durch die anliegende lange Behaarung der Beine, 
durch die breite und flache Form der Flügeldecken und durch den 
krenulierten Seitenrand des Halsschildes leicht zu unterscheiden, 
Gayi sieht dem Sc. costatus sehr ähnlich, von der gleichen Größe 
und Form, aber durch obige Merkmale leicht zu trennen, verwandt 
ist Gayı mit crenicollis Phil. und rugicollis Sol,, die beide auch den 
krenulierten Seitenrand des Halsschildes und behaarte Beine ha- 
ben, wenn auch viel schwächer. Alle diese 3 Arten sind stark mit 
Sand bedeckt, und es bedarf einer gründlichen Reinigung, um die 
Struktur zu erkennen. 


37. Sc. erenicollis Phil. (Taf. XXII, Fig. 5) 


Philippi, Stett. Z. 25, 1864, p. 337. 

Die Type habe ich nicht gesehen. 

Philippi hat diese Art nach einem Stück aus der Sammlung 
Paulsen beschrieben. Aus der Beschreibung geht hervor, daß creni- 
collis mit Gayı zusammen einen krenulierten Halsschildseitenrand 
besitzt, anderseits die Form des Hinterkörpers einem asperatus 
ähnlich ist. In mehreren Sammlungen befanden sich Tiere, mei- 
stens als Gayı bestimmt, die mit der Beschreibung von Philippi 
genau übereinstimmen, so daß mit großer Bestimmtheit anzuneh- 
men ist, daß diese Tiere mit crenicollis Phil. identisch sind. 

Schwarz, leicht gewölbt, oval. Länge: 14—18 mm. Breite: 
61, — 71/5 mm. 

Kopf flach, Wangen im Bogen seitlich vorstehend und nach 
- vorne gerade verengt. Vorderrand des Olypeus im sanften Bogen 
ausgeschnitten, die Ränder des Clypeus etwas aufgerichtet und 
rauh. Fühler erreichen die Mitte des Halsschildes, Endglieder brei- 
ter als das 3. Glied und quer. Oberfläche des Kopfes granuliert. 
Halsschild 11/;mal so breit wie lang, größte Breite hinter der 
Mitte, ohne Randkanten, Seitenrand manchmal fast halbkreisför- 
mig gebogen, manchmal zur Basis ausgeschweift verengt, abge- 
setzt, etwas aufgerichtet und quergefurcht. Randkante krenuliert, 
manchmal sehr zackig. Scheibe ziemlich flach, granuliert. Hinter- 
winkel mit dem Seitenrand verrundet und nicht vorstehend, Vor- 
derwinkel spitz vorstehend. Vor der Basis mit einem unbedeuten- 
den Quereindruck. Flügeldecken oval, nicht sehr viel breiter 
als die Mitte des Halsschildes, Schultern schmal, oben leicht, an 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 435 


den Seiten und hinten stark gewölbt. Die Reihenpunktur ist fein, 
 Zwischenräume leicht gewölbt, ohne Querfalten, in der Mitte mit 
einer Tuberkelreihe, Tuberkel oben länglich, an den Seiten und 
hinten spitz. Die Tuberkelreihen sind auf beiden Seiten mit einer 
sehr kleinen und spärlichen Höckerreihe begleitet, die nur im ge- 
reinigten Zustande zu sehen ist. Unterseite fein punktiert, Beine 
wie bei Gayi, nur ist die Behaarung spärlicher und kürzer, vor 
allem sind die Unterseiten der Schenkel nicht zottig. Beschrieben 
ist die Art aus CGopiapo? Mir liegen noch Funde aus Coquimbo und 
Chile ohne nähere Angabe vor. 

Sc. crenicollis ist mit dem Gayı am nächsten verwandt, aber viel 
kleiner, gewölbter, schmäler, vor allem unterscheidet er sich durch 
die feinen Nebenhöckerreihen und das Fehlen der Querfalten in 
den Zwischenräumen. Aus der Sammlung Pena liegen mir 3 
Exempl. aus Bosque Fray Jorge, Prov. Coquimbo, Chile, leg. Pena 
14. IX. 47, vor, die etwas abweichend von crenicollis sind, Hals- 
schild ist breiter abgesetzt, die Krenulierung des Halsschildseiten- 
randes ist sehr schwach, die Skulptur der Flügeldecken ist kräfti- 
ger und die Schultern sind breiter. 


38. Se. rugicollis Sol. (Taf. XXI, Fig. 9) 
Solier in Gay, Hist. Chile, 5, 1851, p. 178. 


Typus im Museum Paris. 

Eine sehr auffallende und leicht kenntliche Art; mir sind nur 
3 Exempl. bekannt, 2, darunter die Type, im Museum Paris, und 
eines in coll. Gebien. 

Groß, schwarz, eiförmig, gewölbt. Länge: 19—20 mm. Breite: 
6—9 mm. 

Kopf klein, breit, flach, die Wangen stehen seitlich im Bo- 
gen ziemlich vor und sind nach vorne schwach ausgeschweift und 
ziemlich stark verengt. Vorderrand des Ulypeus halb so breit wie 
der Kopf zwischen den Augen, leicht im Bogen ausgeschnitten, 
Ecken verrundet. Olypealfurche tief, gegen die Stirne abgesetzt. 
Die Oberfläche des Kopfes ist grob granuliert. Fühler sehr kurz, 
erreichen kaum die Mitte des Halsschildes, Glied 3 am dicksten, 
so lang wie die beiden nächsten zusammen, die Glieder werden 
vom 4. ab immer schmäler und kürzer, Endglied ist nur mehr halb 
so breit wie das dritte an seiner breitesten Stelle. Halsschild 
im Verhältnis zum Hinterkörper klein, ohne Randkanten, 11/;mal 
so breit wie lang, gleichmäßig und ziemlich gewölbt, größte Breite 
hinter der Mitte, zur Basis im kräftigen Bogen ziemlich stark ver- 


436 Eutom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


engt, schwach ausgeschweift, kurz vor den Hinterwinkeln etwas 
kragenförmig abgesetzt. Basis nur wenig schmäler als der Vorder- 


rand, leicht gebogen, Hinterwinkel nicht vorstehend und rechteckig. 


Vorderwinkel leicht und rechteckig vorstehend. Seitenrand flach 
und schmal abgesetzt, die Randkante ist krenuliert. Die Scheibe 
ist gerunzelt, die Runzeln glatt und glänzend, besonders in der 
Mitte. Vor der Basis und dem Vorderrand mit einer seichten Quer- 
furche. Flügeldecken eiförmig, gleichmäßig gewölbt, Schul- 
tern schmal, Basis so breit wie die des Halsschildes. Mit je 9 Tu- 
berkelreihen, die erste an der Naht, die 9. am umgeschlagenen 
Teil, so daß von oben nur 8 Reihen sichtbar sind, die Tuberkel 
der 3.—7. Reihe sind größer, länglich oder rund, hinten und an 
den Seiten zapfenförmig. Die Zwischenräume sind stark gerun- 
zelt, haben eine feine undeutliche Punktreihe und sind mit kleinen 
runden Höckerchen unregelmäßig bedeckt, die aber wie bei creni- 
collis keine Reihen bilden. Unterseite grob punktiert und gerun- 
zelt. Beine wie bei Gayi, die Behaarung ist nur sehr spärlich und 
kurz. Alle 3 mir bekannten Stücke sind von Illapel, Chile. 


39. Se. Wittmeri n. sp. (Taf. XXIII, Fig. 1) 
Groß, langgestreckt, gewölbt, schwarz. Länge: 17—19 mm. 


Breite: 7’—8 mm. 


Kopf klein, so breit wie lang, nach den Seiten gewölbt, da- 
durch liegen die Augen vertieft. Die Wangen seitlich im Bogen 
ziemlich vorstehend, etwas aufgeworfen und nach vorne fast ge- 
rade verengt, Vorderrand des Clypeus im flachen Bogen ausge- 
schnitten, Ecken mit dem Seitenrand verrundet. Clypealfurche 
kräftig, fast gerade. Oberfläche des Kopfes grob gerunzelt und 
punktiert. Fühler dünn, überragen die Mitte des Halsschildes, 
Glied 3 fast so lang wie die nächsten 3 zusammen, bis zum 7. 


punktiert, die letzten 4 glatt und kaum verbreitert. Mentum in 


der Mitte sehr breit, vorne verrundet und rauh, an den Seiten mit 
Eindrücken. 


Halsschild 11/,mal so breit wie lang, nach den Seiten ge- 
wölbt, größte Breite etwas hinter der Mitte, die Seiten sind gleich- 
mäßig, nicht sehr stark gebogen, vor der Basis kurz ausgeschweift, 
Seitenrand flach und schwach abgesetzt, die Randkante fein, glatt. 
Basis ungerandet, leicht gebogen, Hinterwinkel niedergedrückt 
und rechteckig. Vorderrand fein gerandet, im flachen Bogen aus- 
geschnitten, Vorderwinkel ziemlich weit und spitz vorstehend. Die 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 437 


Scheibe ist in der Mitte längsgerunzelt, an den Seiten und hinten 
etwas gehöckert. | 

Flügeldecken länglich oval, 3mal so lang und kaum 11/,- 
mal so breit wie der Halsschild, die Seiten ganz schwach gebogen, 
oben schwach, an den Seiten und hinten stark gewölbt. Basis so 
breit wie die des Halsschildes. Die Punktreihen sind fein aber 
deutlich, die Zwischenräume leicht gewölbt, + quergefaltet und 
in der Mitte mit einer Reihe ganz flacher, runder Tuberkel, die an 
den Seiten und hinten höher und zäpfchenförmig sind. 

Prosternum zwischen den Hüften nach hinten und vorne 
steil abfallend, bis zum Vorderrand leicht geneigt. Propleuren mit 
einzelnen kleinen Höckerchen. Die Unterseite ist grob punktiert 
und mit einzelnen kleinen Härchen besetzt. Beine lang, dünn, stark 
und grob punktiert, mit einzelnen kleinen, etwas abstehenden Här- 
chen. Schenkel glänzend, die Mittel- und Hinterschenkel seitlich 
zusammengepreßt, Klauenglied der Vorder- und Hintertarsen so 
lang wie die übrigen zusammen. 

Patria: 1 Stück (Holotype) Vilavicenzio, Mendoza 3. 1I. 52, 
leg. Wittmer in coll. Gg. Frey; 3 Stück (Paratypen) Mendoza, 
Geo. Boag 1904 in coll. British Museum. 

Sc. Wittmeri fällt durch die lange Form des Hinterkörpers 
auf; am nächsten verwandt mit emarginicollis n. sp. 


40. Sc. emarginicollis n. sp. (Taf. XXIII, Fig. 2) 


Schwarz, länglich oval, gewölbt. Länge: 18 mm, Breite: 
yo mm. 

Kopf wie bei Wittmerti, Fühler kürzer, dicker, erreichen 
knapp die Mitte des Halsschildes, Glied 3 so lang wie die nächsten 
2 zusammen. | 

Halsschild gewölbt, nur wenig breiter als lang, größte 
Breite in der Mitte, nach vorne und hinten im gleichmäßigen 
Bogen ziemlich verengt. Seitenrand nicht abgesetzt, die Randleiste 
ist sehr fein, öfters unterbrochen und im letzten Drittel erloschen. 
Basis gerade, ungerandet, hat mit dem Seitenrand keine Verbin- 
dung, so daß keine Hinterwinkel vorhanden sind. Vorderrand im 
sanften Bogen ausgeschnitten, gut gerandet, Vorderwinkel schwach 
vorstehend und rechteckig. Die Scheibe ist stark gerunzelt punk- 
tiert, die Längsfurche in der Mitte ist angedeutet. 

Flügeldecken länglich oval, 21/;mal so lang und 11/;mal 
so breit wie der Halsschild, die Seiten sind etwas stärker gebogen 
wie bei Wittmeri, oben leicht abgeflacht. Punktreihen fein, die 


438 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Zwischenräume sind gewölbt, schwach quergefaltet, die Tuberkel- 
reihen sind oben fast erloschen, an den Seiten und hinten deutlich, 
aber nicht sehr kräftig. Jede Punktreihe ist an den Seiten mit sehr 
feinen Pünktchen begleitet, die hinten in der Runzelung ver- 
schwinden. Am umgeschlagenen Teil ist die Skulptur wie oben, 
nur viel deutlicher. 

Prosternum zwischen den Hüften nach vorne und hinten 
gewölbt abfallend und zum Vorderrand allmählich verflacht. Die 
Beine sind wie bei Wittmeri, nur etwas kürzer. Die Klauenglieder 
aller Tarsen deutlich kürzer als die übrigen zusammen. 

Patria: Quillota (Chile) 2 Stück (Holo- und Paratype) in coll. 
G. Frey ex coll. Gebien. 5 Stück (Paratypen) Chile, Museum 
Santiago de Chile. 

Sc. emarginicollis unterscheidet sich von allen anderen Arten 
der Gattung durch die vor der Basis erloschene Seitenkante des 
Halsschildes, nur caraboides hat einen ebensolchen Halsschild, 
jene Art ist aber viel kleiner. 


41. Sc. earaboides Fairm. 


Fairmaire, Ann. Fr. 74, 1905, p. 289. 

Den Typus habe ich nicht gesehen. Von dieser Art kenne ich 
nur 2 Stück aus der Sammlung Gebien, die mit dem Fundort und 
mit der Beschreibung übereinstimmen. 

Sehr klein, oval, dunkeipechbraun bis schwarz, Fühler und 
Beine heller. Länge: &—10 mm, Breite: 4/,—51/, mm. 

Kopf breit, verhältnismäßig groß, leicht gewölbt. Die Wan- 
gen stehen seitlich ziemlich im Bogen vor und sind nach vorne 
gerade verengt. Die Oberfläche ist dicht und fein rugulös punk- 
tiert. Fühler überragen die Mitte des Halsschildes, Glied 3 ist so 
lang wie die nächsten 2 zusammen, die letzten 4 Glieder sind 
verbreitert, Endglied ist am größten und doppelt so breit wie das 
3. am Ende. Halsschild 1ljmal so breit wie lang, gewölbt, 
grölßste Breite in der Mitte, nach hinten und vorne im gleichmäßi- 
gen Bogen ziemlich verengt, Seitenrand ist nicht abgesetzt, die 
Randkante fein, runzelig und vor der Basis fast erloschen. Basis 
gerade, ungerandet, ohne Hinterwinkel. Vorderrand gerade, kaum 
gerandet, Vorderwinkel kurz und spitz vorstehend. Scheibe fein 
und rugulös punktiert, ohne Eindrücke. Flügeldecken kurz 
oval, gewölbt, im Verhältnis zum Halsschild breit, mit feinen, 
schwach erhabenen, rugulösen Rippen, die hinten und an den Sei- 
ten feine Höckerchen bilden. Die Zwischenräume sind flach, dicht 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 439 


und fein rugulös punktiert. Unterseite verwischt punktiert. Beine 
kurz und dünn, Schenkel fein punktiert. Beschrieben ist die Art 
aus Mendoza, die mir vorliegenden 2 Stücke sind aus San Rafael, 
Prov. Mendoza. 

Sc. caraboides ist an der geringen Größe und an dem Hals- 
schild leicht von den anderen Arten zu unterscheiden. Sc. armen- 
tarius. der ebenfalls so klein ist, hat eine ganz andere Form. 


42. Sc. Leechi n. sp. (Taf. XXII, Fig. 5) 


Groß, breit, flach, schwarz, matt. Länge: 15—20 mm, Breite: 
8—9 mm. 

Kopf mäßig groß, leicht gewölbt, Augen schmal, Wangen 
seitlich etwas vorstehend, nach vorne gerade und ziemlich verengt. 
Vorderrand des Clypeus fast gerade, Ecken verrundet, in der Mitte 
befindet sich ein sehr deutlicher dreieckiger Ausschnitt. Olypeal- 
furche kräftig, gebogen, Kante zur Stirne steil, zum Clypeus ge- 
wölbt. Die Oberfläche des Kopfes ist grob und rund punktiert, 
fast gerunzelt. Die Fühler überragen etwas die Mitte des Hals- 
schildes. Glied 3 ist 21/,mal so lang wie 4, die ersten 7 sind grob 
punktiert, die folgenden glatt und quer. Endglied abgeschrägt, die 
Spitze ist seitlich. Mentum mit schmaler Basis und breitem Vor- 
derrand, im vorderen Drittel befindet sich ein Querwulst, der bis 
an die Seiten reicht, der Teil vor dem Wulst niedergedrückt. 
Außenseite des Palpenausschnittes vorne verrundet. 

Halsschild 11/amal so breit wie lang, größte Breite in der 
Mitte, die Seiten sind stark gebogen, nach hinten ausgeschweift. 
Der Seitenrand ist breit und scharf abgesetzt, quergerieft und auf- 
gerichtet. Basis gerade, an den Seiten niedergedrückt. Hinterwin- 
kel stumpf und bedingt durch den Seitenrand, etwas aufgerichtet. 
Vorderrand im Bogen ausgeschnitten, Vorderwinkel leicht vor- 
stehend und verrundet. Scheibe sehr dicht mit runden, eingesto- 
chenen Punkten besetzt, fast rugulös, mit Eindrücken vor dem 
Schildechen und an den Seiten des Vorderrandes, in der Mitte 
leicht gewölbt. Alle Ränder des Halsschildes sind durch die grobe 
Punktierung rauh. 

Flügeldecken haben eine fast rechteckige Form, sie sind 
an den Schultern und hinten sehr breit, oben flach, die Seiten 
sind leicht gebogen. Basis gerade, nach vorne leicht geneigt und 
viel breiter als die des Halsschildes, mit 7 Reihen kleinen, gleich- 
mäßigen, runden und eng beieinander stehenden Tuberkeln, die 
der ersten Reihen sind manchmal fast erloschen, die an den Seiten 


440 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 
g y 


und hinten kräftiger. Die Zwischenräume sind ziemlich flach, in 
der Mitte mit einer deutlichen Punktreihe. Der umgeschlagene 
Teil hat 2 undeutliche, manchmal erloschene Tuberkelreihen. 

Prosternum zwischen den Hüften wulstig und nach bei- 
den Seiten steil abfallend. Propleuren und Abdomen stark punk- 
tiert. Beine dünn, lang, punktiert, bei allen Schienen sind die 
oberen Kanten etwas erhaben, so daß zwischen denselben eine 
Furche gebildet ist. 

Patria: 3 Stück (Holo- und Paratypen) Peru, Ouzco ex coll. 
Gebien in coll. Gg. Frey; 3 Stück Rio Pampas (Hyw. 7) Peru, 
6. 3. 51, leg. Ross und Michelbacher, (Paratypen) in coll. Calif. 
Ac. Se. San Francisco. | 

Sc. Leechi ist dem planatus ähnlich, planatus hat aber keine 
Tuberkelreihen, und sein Halsschild ist schmäler abgesetzt. 


45. Se. Michelbacheri n. sp. (Taf. XXIll, Fig. 4) 


Groß, länglich oval, schwarz, matt. Länge: 18—22 mm. 
Breite: 7’—9 mm. 

Kopf nicht sehr groß, leicht gewölbt, Augen schmal. Die 
Wangen stehen nicht oder kaum seitlich vor und sind nach vorne 
gerade und ziemlich stark verengt. Vorderrand des Clypeus sanft 
gebogen, in der Mitte ohne dreieckigen Ausschnitt, die Eeken sind 
stumpf und nicht vorstehend. Die Clypealfurche ist zur Stirne steil, 
nach vorne flach. Clypeus leicht gewölbt. Oberfläche des Kopfes 
grob punktiert, manchmal runzelig. Fühler fein, sie überragen 
etwas die Mitte des Halsschildes, Glied 3 gut 2mal so lang wie 4, 
die letzten 5 Glieder quer, fast kugelig, Endglied schräg abge- 
stutzt. Mentum flach, vorne sehr breit und fast gerade. 

Halsschild ungefähr 11/,mal so breit wie lang, leicht ge- 
wölbt, in der Mitte am breitesten, nach vorne und hinten gleich- 
mäßig, fast halbkreisförmig gebogen, Seitenrand scharf abgesetzt, 
aufgerichtet und quergerieft. Basis gerade, Hinterwinkel nicht vor- 
stehend und mit dem Seitenrand verrundet, Vorderrand im fla- 
chen Bogen ausgeschnitten, Vorderecken kaum vorstehend und 
verrundet. Scheibe an den Seiten dicht, in der Mitte spärlicher 
punktiert mit glatten Flächen, vor der Basis und dem Vorderrand 
mit undeutlichen, in der Mitte auf jeder Seite ein flacher, runder 
. Eindruck, der manchmal verschwunden ist. 

Flügeldecken länglich oval, an der Oberfläche ziemlich 
flach, an den Seiten und hinten stark gewölbt, auf jeder Seite sind 
ö Reihen von spärlichen, kleinen, flachen und glänzenden Tuber- 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 441 


keln, die oben manchmal abgeschliffen sind, die Zwischenräume 
sind flach, + fein und unregelmäßig punktiert, die Punktur ist 
manchmal auch ganz erloschen. Seitenrand bei reinen Stücken mit 
kurzen Börstchen versehen. Die Unterseite ist regelmäßig punk- 
tiert. Beine lang und dünn, glänzend, Schienen rauh. 

Patria: 4 Stück Isla Amantini (Cerca Puno) Peru, III. 48. 
3900 m, leg. Blancas, (Holo-, Allo- und Paratypen) in coll. G. 
Frey; 2 Stück Tarma, Peru, 3800 m, 20. XII. 42. leg. Weyrauch 
(Paratypen); 12 Stück, 45 Mil. S. of Ousco, Peru, 2. III. 51. leg. 
Ross and Michelbacher, (Paratypen) in coll. Calif. Ac. Sc. San 
Francisco; 1 Stück Peru (Paratype) ex coll. Haag-Rutenberg in 
coll. Zool. Samml. München. 

Sc. Michelbacheri ist dem Leechi sehr ähnlich, der Seitenrand 
des Halsschildes ist bei Michelbacheri weniger breit abgesetzt und 
an den Seiten halbkreisförmig gebogen, Flügeldecken an den Schul- 
tern und hinten nicht so breit, die Tuberkel sind schwächer und 
spärlicher. Auch dem planatus sieht er ähnlich, doch hat jener 


keine Tuberkel. 


44. Sc. planatus Er. 


Erichson, Nov. Act. Ac. Car. 16, 1834 (12. März), Taf. XXXVIII, 
Fig. 5. 
Typus im Zool. Museum Berlin. 
(— substriatus Gu£r.) 
(= cribricollis Fairm.) 
(= punctatellus Blanch.) 


Sc. substriatus Guerin, Mag. Zool. 1834 (Juni), p. 16. — Solier 
Mon. p. 66. 


Typus im Zool. Museum Berlin. 


Auf Grund beider Typen konnte ich feststellen, daß substria- 
tus synonym zu planatus Er. ist. 


Sc. cribricollis Fairmaire, Ann. Fr. 74, 1905, p. 289, beschrie- 
ben aus Salta. Fairmaire vergleicht seine Art mit substriatus und 
unterscheidet sie durch Merkmale, die bei planatus sehr variabel 
sind. Ein Stück von cribricollis befindet sich in Paris, eines im 
Museum Frey, beide Stücke sind aus Salta und stimmen mit der 
Beschreibung von Fairmaire überein. Sc. cribricollis ist synonym 
zu planatus Er. 

Sc. punctatellus Blanchard, Voy. d’Orb. 1843, p- 195, Taf. 13, 
Fig. 5. — Burmeister, Stett. Z. 36, 1875, p- 466. 


44) Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Typus im Museum Paris. Auf Grund der Type konnte ich 
feststellen, daß functatellus synonym zu planatus Er. ist. Beschrie- 
ben wurde punctatellus aus Valle Grande, Bolivien, die Angabe im 
Gebien-Katalog „Tucuman“ dürfte falsch sein. Auch die Angabe 
von Burmeister ist irreführend. Er vergleicht ein Tier aus Cordoba 
mit functatellus, das seiner Beschreibung nach niemals puncta- 
tellus sein konnte. | 

Sc. flanatus ist eine sehr häufige und weitverbreitete Art, die 
in der Form und in der Skulptur des Halsschildes und der Flügel- 
decken sehr variabel ist. Schwarz, matt, flach, ohne Höcker oder 
Tuberkel, oval, Beine und Fühler manchmal dunkel pechbraun. 
Länge: 17—19 mm. Breite: 7—8 mm. 

Kopf breit, kurz, leicht gewölbt, Augen sehr schmal, die 
Wangen seitlich im Bogen ziemlich vorstehend und nach vorne 
leicht ausgeschweift oder fast gerade verengt. Vorderrand des Qly- 
peus mit einem + starken dreieckigen Ausschnitt in der Mitte, oder 
in seltenen Fällen im Bogen leicht ausgeschnitten. Clypealfurche 
sehr tief, gegen die Stirn stark abgesetzt. Die Oberfläche des 
Kopfes ist dicht, grob, manchmal runzelig punktiert, die Punkte 
tragen ein feines Härchen. Fühler kräftig, überragen die Mitte des 
Halsschildes, Glied 3 gut doppelt so lang wie 4, die ersten 7 Glie- 
der sind grob, die letzten 4 fein punktiert. Halsschild ist 11/- 
bis 11/;mal so breit wie lang, größte Breite in der Mitte, die Seiten 
sind gleichmäßig und ziemlich stark gebogen, nach hinten deutlich 
ausgeschweift, Seitenrand deutlich abgesetzt und aufgerichtet, die 
Form des Halsschildes ist dann stark herzförmig, manchmal ist 
der Seitenrand schwächer gebogen, kaum abgesetzt und nicht auf- 
gerichtet, Halsschild ist dann schmäler und nicht herzförmig, es 
sind aber alle Übergänge vorhanden. Basis leicht gebogen, unge- 
randet, Hinterwinkel mit dem Seitenrand völlig verrundet. Auch 
der Vorderrand ist meistens etwas aufgerichtet, leicht im Bogen 
ausgeschnitten, Vorderwinkel kaum vorstehend und verrundet. Die 
Scheibe ist leicht gewölbt, meistens dicht und grob, manchmal 
feiner punktiert mit glatten Stellen dazwischen. Flügeldecken 
breit, oval, oben sehr flach, mit + deutlichen Punktreihen, die 
Zwischenräume sind flach oder leicht gewölbt und haben eine sehr 
unterschiedliche Punktur, manchmal sehr deutlich, manchmal er- 
loschen. Die Schulter ist breit, Basis breiter als die des Halsschil- 
des, die Seiten sind leicht gebogen und zum umgeschlagenen Teil 
stark gewölbt, ohne Randkante. Unterseite mäßig, Analsegment 
dicht punktiert. Die Beine sind mäßig stark, kräftig punktiert und 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 443 


spärlich mit feinen Börstchen versehen. Tarsen plump, Klauen- 
glied vorne sehr breit, mit einem tiefen Einschnitt vorne in der 
Mitte. Beschrieben ist planatus aus Peru; folgende Fundorte sind 
mir noch bekannt: Cajamaria, Peru, 2700 m; Tarma, Peru. 3000 m; 
Palco, Südperu, 2500 m; Huanuco, Peru, 1900 m; Arapa, Peru, bei 
Puno; Oruro, Bolivien; Sorata, Bolivien; CGochabamba, Bolivien; 
Jujuy und Salta. Sc. planatus ist durch seine flachen und tuberkel- 
losen Flügeldecken leicht von den übrigen Arten zu unterscheiden. 


45. Se. atacamensıs Germain 


Germain, An. Univ. Chile, 1855, p.- 399. — Philippi, Reise 
Wüste Atacama, 1860, p. 172. 

Typus im Museum Santiago de Chile. 

Groß, länglich oval, flach, ohne Tuberkel, dunkelbraun bis 
schwarz, matt. Länge: 18—23 mm. Breite: 7—9 mm. 

Kopf und Fühler wie bei planatus. Halsschild nur we- 
nig breiter als lang, größte Breite in der Mitte, die Seiten + gleich- 
mäßig und nicht stark gebogen, Basis und Vorderrand gleichbreit, 
manchmal vor der Basis ganz schwach ausgeschweift. Seitenrand 
schmal und undeutlich abgesetzt, nicht aufgerichtet. Basis ganz 
gerade, Hinterwinkel nicht vorstehend, verrundet und etwas nie- 
dergedrückt, Vorderrand in flachem Bogen ausgeschnitten, Vor- 
derecken kaum vorstehend und verrundet. Scheibe leicht gewölbt, 
+ dicht und grob punktiert, vor dem Schildchen mit einem Quer- 
eindruck. Flügeldecken länglich oval, oben sehr flach, die 
Punktreihen sind + deutlich, manchmal fast verschwunden. Die 
Zwischenräume sind entweder ganz flach oder leicht gewölbt, un- 
deutlich punktiert mit feinen Querrunzeln, die Punktur und die 
Runzelung ist manchmal verschwunden (bei der Type deutlich). 
Seitenrand nach unten stark gewölbt, ohne Randkante. Unter- 
seite schwach gewölbt und + gerunzelt. Beine wie bei planatus. 

Beschrieben ist die Art aus dem Städtchen Atacama, weitere 
Fundorte sind: Arequipa, Peru und Chiguata bei Arequipa. Die 
Tiere von den letzten beiden Fundorten sind schlanker, matter, 
weniger stark punktiert, auch ist der Halsschild an den Seiten 
weniger gebogen, doch halte ich die Tiere zur gleichen Art gehörig. 

Sc. atacamensis Germain ist sehr nahe verwandt mit planatus 
Er. Die Typen der beiden Arten sind leicht zu unterscheiden, bei 
flanatus ist der Halsschild herzförmig mit gut abgesetztem und 
aufgerichtetem Seitenrand. Bei atacamensis Halsschild nicht herz- 
förmig, schmäler, Seitenrand gleichmäßig schwach gebogen, kaum 


444 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


abgesetzt und nicht aufgebogen, bei atacamensis ist außerdem die 
Reihenpunktur der Flügeldecken schwächer, und die Zwischen- 
räume sind flacher, doch gibt es Übergänge zwischen beiden Ar- 
ten. Es ist deshalb anzunehmen, daß atacamensis vielleicht auch 
nur eine geographische Rasse von planatus ist. 


46. Sc. planicosta Guer. 


Gu£rin, Mag. Zool. 1834 (Melas.) p. 17. 

Die Type ist mir unbekannt geblieben. Mir liegen ungefähr 30 
Stück dieser Art von verschiedenen Sammlungen und Museen vor, 
die alle in der Determination und mit der Diagnose überein- 
stimmen. Ä 

Länglich oval, schwarz, matt, ziemlich flach, Halsschild etwas 
glänzend. Länge: 17—18 mm. Breite: 7—8 mm. 

Kopf kurz, breit, schwach gewölbt, die Falte unmittelbar 
am Hinterrand des Auges ist nicht deutlich, von der Punktur der 
Schläfen unterbrochen. Die Wangen stehen seitlich im Bogen stark 
vor und sind wulstig aufgeworfen, nach vorne gerade oder leicht 
ausgeschweift und ziemlich verengt. Vorderrand des Clypeus ge- 
rade, ohne dreieckigen Einschnitt, Ecken nicht vorstehend und 
stumpf. Clypealimpression nicht tief, keine Furche bildend, an den 
Seiten mit einem Eindruck, der bis zum Vorderrand reicht, dadurch 
ist der Olypeus ziemlich stark gewölbt. Oberfläche des Kopfes 
stark punktiert, aber nicht so kräftig wie bei vulgaris. F ühler kurz 
und kräftig, erreichen kaum die Mitte des Halsschildes. Glied 3 so 
lang wie die nächsten 2 zusammen, vom 4. ab sind die Glieder 
breiter als lang. Halsschild 11/;mal so breit wie lang, größte 
Breite vor der Mitte, die Seiten sind gleichmäßig gebogen und 
nach hinten nicht ausgeschweift, höchstens kurz vor der Basis 
etwas eingezogen. Basis schmäler als der Vorderrand, sanft ge- 
bogen, Hinterwinkel rechteckig, manchmal einen seitwärts gerich- 
teten Dorn bildend. Seitenrand flach und schmal abgesetzt. Vorder- 
rand gerade, etwas wulstig erhaben, Vorderwinkel spitz und etwas 
vorstehend. Die Scheibe ist ziemlich stark gewölbt, besonders an 
den Seiten, hat flache und undeutliche Eindrücke und ist mäßig 
fein und + dicht, ähnlich wie der. Kopf punktiert. Flügel- 
decken länglich oval, oben flach, Seiten gleichmäßig gebogen, 
Basis etwas breiter als die des Halsschildes. Die Reihenpunktur ist 
deutlich. Die Zwischenräume oben flach oder fast flach, an den 
Seiten schwach und hinten deutlich rippenförmig erhaben und sehr 
fein und unregelmäßig punktiert. An den Schultern, dem Hinter- 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 445 


winkel des Halsschildes gegenüber, befindet sich ein schwacher 
Zahn, der manchmal fehlt. Prosternum, Propleuren und die letz- 
ten 2 Abdominalsegmente grob punktiert. Die äußeren Seiten des 
Palpenausschnittes am Vorderrand stark ausgebuchtet, aber ohne 
Zahnbildung an den Seiten der Ausbuchtung. Beine verhältnis- 
mäßig lang, besonders die Schienen, kantig und punktiert. Vor- 
derschienen am Ende verbreitert, Tarsen sehr kurz, Klauenglied 
so lang oder etwas länger als die nächsten 2 zusammen. 

Beschrieben wurde diese Art aus Lima, weitere Fundorte sind: 
Poposo, Costa de Antofagasta; ferner Chile und Peru mit unge- 
nauen Fundortsangaben. 

Sc. planicosta ist am nächsten verwandt mit laeviusculus Phil., 
letztere ist aber etwas kleiner, schlanker und die Punktur der 
Oberseite schwächer. Auch dem vulgarıs Guerin ist planicosta 
ähnlich, letzterer ist aber breiter, rauher, robuster, und die Flügel- 
decken haben deutliche Rippen, der Kopf ist viel unebener. 


47. Sc. laeviusculus Phil. 
Gonogenius laeviusculus Philippi, Stett. Z. 25, 1864, p. 336. 


Im ganzen liegen mir 18 Stücke aus den Museen Paris, Sant- 
iago de Chile und G. Frey vor, die gut mit der Beschreibung von 
Philippi übereinstimmen. Sehr schlank, länglich oval, schwarz, 
etwas glänzend, oben flach, Beine und Fühler dunkel pechbraun. 
Länge: 14—16 mm. Breite: 6—61/, mm. 

Kopf und Fühler wie bei planicosta, nur schwächer punk- 
tiert und flacher, die Falten unmittelbar am Hinterrand der Augen 
sind deutlich, glatt und von der Punktur der Schläfen nicht unter- 
brochen. Halsschild schmal, ungefähr so breit wie lang, flach, 
größte Breite im ersten Drittel, Seitenrand wenig gebogen, kaum 
abgesetzt und nach hinten kaum ausgeschweift verengt, kurz vor 
der Basis eingezogen, so daß die Hinterwinkel scharf rechteckig 
sind. Basis schmäler als der Vorderrand, gerade oder sanft 
gebogen, ungerandet. Vorderrand fast gerade, Vorderwinkel etwas 
vorstehend und spitz. Die Scheibe ist ziemlich flach, hat vor dem 
Schildehen und an den Seiten schwache Eindrücke und ist + stark 
punktiert. An den Schultern befindet sich an den Seiten ein + 
kräftiger Zahn, der aber manchmal ganz verschwunden ist. Die 
Unterseite ist stärker punktiert als der Halsschild. Beine sind dün- 
ner und feiner punktiert als bei planicosta, Vorderschienen am 
Ende verbreitert. Beschrieben wurde die Art aus Chile ohne ge- 


446 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


nauere Angabe, weitere Fundorte sind Igüique, Chile und Anto- 
fagasta, Chile. 

Sc. laeviusculus ist mit dem planicosta am nächsten verwandt, 
kommt auch in der gleichen Gegend vor, ist aber schlanker, be- 
sonders der Halsschild, und nicht so stark punktiert, vor allem ist 
die Reihenpunktur der Flügeldecken undeutlicher. Philippi ver- 
gleicht laeviusculus in seiner Beschreibung mit vulgaris, jene Art 
ist aber viel breiter, stärker punktiert, und hat deutliche Rinnen 
auch auf der Oberseite der Flügeldecken. 


48. Sc. vulgaris Guer. 


Guerin, Mag. Zool. 1834, Melas. p. 16. — Solier, Ann. Fr. 7. 
1838, p. 50, Taf. 2, Fig. 12—16. — in Gay, Hist. Chile, 5, 1851, 
p- 172, Taf. 19, Fig. 5. 

Typus im Museum Paris. 

In der Größe sehr variable Art, schwarz, oben flach. Länge: 
10—18 mm. Breite: 41/,—65 mm. 

Kopf breit, kurz, Augen sehr schmal, vertieft liegend, Fal- 
ten am Hinterrand der Augen durch die rauhe Punktur der Schlä- 
fen unterbrochen. Wangen seitlich spitz und ziemlich weit vorste- 
hend, die Spitze ist etwas aufgerichtet, nach vorne stark verengt, 
Seitenrand durch die grobe Punktur unregelmäßig. Vorderrand 
des Clypeus fast gerade, etwas nach abwärts gebogen, Ecken etwas 
spitz vorstehend. Clypealeindruck ohne Furche, an den Seiten ist 
eine Grube vorhanden, die bis zum Vorderrand reicht und den Uly- 
peus in der Mitte und an den Seiten gewölbt erscheinen läßt. Die 
Oberfläche des Kopfes ist sehr grob und dicht punktiert, so daß 
scharfe Ränder entstehen. Fühler kurz und dick, sie erreichen die 
Mitte des Halsschildes. Glied 3 so lang oder länger als die näch- 
sten 2 zusammen. Mentum an den Seiten mit tiefen Eindrücken. 
Palpenausschnitt an den Seiten vorne mit einem stumpfen Zahn. 
Auch die Unterseite des Kopfes ist grob punktiert. Halsschild 
11/,mal so breit wie lang, größte Breite vor der Mitte, etwas herz- 
förmig, ziemlich flach, Seitenrand gebogen, nach hinten etwas aus- 
geschweift, Rand etwas abgesetzt und krenuliert. Basis schmäler 
als der Vorderrand, Hinterwinkel nicht vorstehend und stumpf. 
Vorderrand gerade, Vorderwinkel kaum vorstehend und verrun- 
det. Die Scheibe ist ziemlich flach, grob punktiert, mit glatten 
Flächen dazwischen, besonders in der Mitte, vor der Mitte mit 
einer flachen Depression. Flügeldecken oval, oben flach, die 
Seiten gleichmäßig gebogen, größte Breite in der Mitte. An den 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 447 


Schultern mit einem kräftigen, verrundeten Zahn, der von oben 
gesehen seitlich über die Hinterwinkel des Halsschildes hinaus- 
steht. Die Punktreihen sind deutlich, die Zwischenräume sind rip- 
penförmig erhaben, besonders an den Seiten und hinten, sehr fein 
punktiert, kaum oder schwach rugulös. Die Rippe an der Naht, 
die 3., 5. und die Seitenrandrippe reichen bis zur Basis. Die Epi- 
pleuren sind nur am Ende sichtbar. Prosternum zwischen den 
Hüften breit, wulstig, in der Mitte mit einer Längsfurche, hinten 
steil abfallend, stark verschmälert und am Grunde mit einem ver- 
breiterten Wulst, der den Hinterrand überragt. Nach vorne ebenfalls 
am Absturz stark verschmälert, dann flach zum Vorderrand über- 
gehend, der zum Kopf eine steile Kante bildet. Mit den Propleuren 
zusammen wie die Scheibe des Halsschildes punktiert. Abdomen + 
dieht punktiert, längsgerunzelt, Analsegment deutlich gerandet. 
Beine kurz, dick, stark punktiert, kantig, Vorderschenkel wenig 
verdickt. Schienen verhältnismäßig dünn, Tarsen halb so lang wie 
die Schienen. 


Beschrieben ist diese Art aus Lima, Peru. Weitere genaue 
Fundorte sind 22 Mil. S. of Huacho, Peru. Von diesem Fundort 
habe ich über 200 Exemplare von unterschiedlicher Größe (10 bis 
158 mm Länge), die aber sonst keine Verschiedenheiten aufweisen. 
Ferner Atocongo bei Lima; 20 Klm. N. of Canete, Peru, Costal 
loma, und sehr viele Tiere mit ungenauen Angaben wie Chile und 
Peru. 

Sc. vulgaris ist eine sehr häufige Art, ungefähr 500 Exem- 
plare lagen mir zur Untersuchung vor. In den Merkmalen ist diese 
Art sehr konstant und deshalb leicht zu erkennen, sie scheint auf 
das Küstengebiet von Süd-Peru und Nord-Chile beschränkt zu 
sein. Die bildet mit planicosta, laeviusculus, brevis, brevipes und 
einigen neuen Formen zusammen eine eigene Gruppe innerhalb 
der Gattung, die durch die seitlich vorstehenden Wangen, die 
rauhe Oberfläche des Kopfes, die flache Form der Flügeldecken 


und die + kurzen, plumpen Beine leicht zu erkennen ist. 


49. Sc. brevipes Wat. 


Gonogenius brevipes Waterhouse, Ann. Mag. Nat. Hist. 13, 
1844, p. 53. — Solier in Gay, Hist. Chile, 5, 1851, p. 173. 
Typus im British Museum. 


Oval, schwarz, Beine und Fühler manchmal dunkel pech- 
braun, oben abgeflacht. Länge: 10—14 mm. Breite: 5—61/ mm. 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 29 


448 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Kopf kurz, breit, Augen sehr schmal, Augenfalte am Hin- 
terrand kräftig, Wangen seitlich weit und spitz vorstehend und 
nach vorne gerade verengt. Vorderrand des Ciypeus fast gerade, 
leicht gewölbt, die Ecken stumpf und kaum vorstehend, Clypeal- 
eindruck flach, an den Seiten bis zum Vorderrand reichend. Uly- 
peus leicht gewölbt. Die Oberfläche des Kopfes ohne tiefe Ein- 
drücke und Höcker, grob, dicht und gerunzelt punktiert. Fühler 
kurz, fein, erreichen kaum die Mitte des Halsschildes, die letzten 
4—5 Glieder viel breiter als lang. Mentum vorne verrundet, an 
der Basis eingedrückt und grob punktiert. Halsschild 1!/3mal 
so breit wie lang, größte Breite in der Mitte, die Seiten sind gleich- 
mäßig gebogen, hinten nicht ausgeschweift, flach abgesetzt, Kante 
leicht krenuliert. Basis kaum schmäler als der Vorderrand, gerade, 
ungerandet, Hinterwinkel kaum vorstehend und spitz. Vorderrand 
fast gerade, wulstig, Vorderwinkel ziemlich weit vorstehend und 
spitz. Die Scheibe ist leicht gewölbt, grob, aber nicht sehr dicht und 
unregelmäßig punktiert. Flügeldecken ziemlich breit, gleich- 
mäßig oval, oben etwas abgeflacht, die Reihenpunktur ist kräftig, 
die Zwischenräume sind oben gewölbt, an den Seiten und hinten 
rippenförmig erhaben, die Rippen leicht gerunzelt. Die ganze 
Oberseite, auch die Rippen, fein punktiert. Der Zahn an der 
Schulter ist mäßig groß, stumpf und ist von den Hinterwinkeln des 
Halsschildes überdeckt. Unterseite + kräftig punktiert. Beine sehr 
kurz, dick und kantig, besonders die Schienen, Vorderschenkel 
normal verdickt, Vorderschienen am Ende verbreitert. Tarsen sehr 
kurz. | 

Beschrieben wurde diese Art aus Copiape, Chile, unter Stei- 
nen. Folgender genauer Fundort ist mir noch bekannt: Paposo, 
Costa Antofagaster, leg. Pena. Sonst als Fundort Chile. Im ganzen 
liegen mir ungefähr 50 Exemplare vor. | 

Sc. brevipes, verwandt mit vulgaris und brevis, von diesen 
Arten aber durch die auffallend dicken und kurzen Schienen zu 
unterscheiden. Sc. vulgaris ist schlanker, hat einen herzförmigen 
Halsschild, brevis ist kleiner, hat wohl auch sehr kurze Beine, 
doch die Schienen sind nicht so klobig, und vor allem sind die 
Vorderschenkel und Vorderschienen bei brevis auf der Oberseite 
schr stark gewölbt verbreitert, und die Tarsen sind auffallend 
klein und zart. | 


50. Se. brevis Phi. 
Gonogenius brevis Philippi, Stett. Z. 25, 1864, p. 336. 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 449 


Der Typus ist mir unbekannt. 

Ich kenne von dieser Art nur 2 Stück, eines aus coll. Gebien, 
det. als brevis aus Arica, Chile, und eines aus dem Museum Qal. Ac. 
San Francisco aus Mollendo, Loma Zone, Peru. Beide Stücke stim- 
men mit der Diagnose von Philippi überein, und es ist anzunehmen, 
daß es sich um brevis handelt. 


Die Urbeschreibung lautet: 

G. Jusco-niger; capite grosse et rugoso-punctalo, inter antennas trans- 
versim sulcato; prothorace punctato, parum transverso, postice angustiore, late- 
ribus modice arcuatis, parum reflexis, anguste marginatis, angulis anticis ob- 
tusiusculis, postieis minutis dentiformibus; elytris brevibus, late ovatis, punctato 
sulcatis; interstiis punctulatis et rugulosis, medianis planis, lateribus elevatis, 
carinatis; pedibus praesertim tarsis perbrevibus. Longt. 6 lin; latit. prothor. 
21/3, elytror. 3 lin. Patria. Provinciae borealis aut desertum Atacama. 


Nachtrag zur Diagnose: Vorderkopf sehr kurz, Augen sehr 
schmal, durch die hohen Falten und die wulstigen Wangen tief 
und versteckt liegend. Wangen seitlich weit vorstehend, nach 
vorne stark verengt. Vorderrand des Clypeus sehr schmal, Clypeus 
quergewölbt, vorne niedergedrückt. Olypealfurche zur Stirne eine 
hohe Kante bildend, die bis zum Seitenrand reicht und in der 
Mitte unterbrochen ist. Alle Ränder des Kopfes durch die grobe 
Punktur krenuliert. Oberfläche des Kopfes sehr uneben, grob und 
dicht punktiert, so daß nur schmale erhabene Ränder übrig blei- 
ben. Fühler sehr fein und dünn, Glied 3 so lang wie die nächsten 
d) zusammen, die letzten 5 sehr kurz und breit. Halsschild sehr 
flach, größte Breite im vorderen Drittel, die Seiten schwach ge- 
bogen, hinten nicht ausgeschweift, Seitenrand schwach abgesetzt 
und krenuliert. Basis viel schmäler als der Vorderrand, ganz ge- 
rade, Hinterwinkel rechteckig. Vorderrand gerade, Vorderwinkel 
leicht vorgezogen und stumpf. Die Scheibe ist ziemlich flach, mit 
undeutlichen und flachen Eindrücken, wie der Kopf punktiert, die 
Punkte stehen nicht sehr dicht. Flügeldecken breit, oben 
flach, oval. Die Punktreihen sind fein und mit feinen Querrunzeln 
durchzogen. Die Zwischenräume sind oben leicht gewölbt, an den 
Seiten und hinten rippenartig erhaben. Die ganze Oberseite und 
der umgeschlagene Teil ist fein und dicht punktiert. Der Schulter- 
zahn steht seitlich dem Hinterwinkel des Halsschildes vor. Beine 
sehr kurz, Vorderschenkel auf der Oberseite stark gewölbt ver- 
dickt, Vorderschienen am Ende stark verbreitert, die hinteren 
Schienen sind kurz, aber nicht so dick wie bei brevipes. Tarsen 
sehr fein und kurz, nicht halb so lang wie die Schienen. 


29% 


450 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Im Museum San Francisco befindet sich außerdem noch ein 
Stück aus Atacama, als brevis determiniert, das aber mit der Be- 
schreibung von Philippi nicht übereinstimmt; es handelt sich hier 
wahrscheinlich um eine n. sp. 

Sc. brevis gehört in die Verwandtschaft von vulgaris und 
brevipes, ist durch den sehr rauhen und dicht punktierten Kopf 
von den anderen leicht zu unterscheiden, bei dem geringen Ma- 
terial, 2 Stück, konnte ich natürlich nicht die Variationsbreite der 
Art feststellen. 


51. Sc. Weyrauchi n. sp. (Taf. XXIII, Fig. 5) 


Ziemlich klein, dunkel, fast schwarz, flach, oval. Länge: 12 
bis 14 mm. Breite: 6—7 mm. 

Kopf breit, groß, vorne ziemlich verengt. Augen sehr schmal, 
vertieft liegend. Wangen seitlich weit und spitz vorstehend, der 
starke Querwulst auf der Stirne hat schräg nach vorne einen kräf- 
tigen Ausläufer, der den Seitenrand des Kopfes spitz und ziemlich 
weit überragt, so daß der Seitenrand des Kopfes zwei dornähnliche 
Vorsprünge hat. Clypeus im Bogen leicht ausgeschnitten, die Ecken 
stehen + spitz vor. Am Vorderkopf befindet sich in der Mitte ein 
breiter, kräftiger Längswulst, der an der Stirn beginnt und am 
Vorderrand steil abfällt. Zwischen den Fühlern befindet sich auf 
jeder Seite eine tiefe Grube, hinter den Augen eine hohe Querfalte. 
Schläfen kurz und schwach verengt. Die ganze Oberseite des 
Kopfes ist grob gerunzelt punktiert. Fühler schr kurz und fein, 
erreichen nicht die Mitte des Halsschildes, Glied 3 ist 21/amal so 
lang wie 4, der Vorderrand der Glieder mit feinen Börstchen spär- 
lich besetzt. Mentum klein, die Seiten eckig vortretend. Palpen- 
ausschnitt an den Seiten mit einem langen spitzen Dorn, der etwas 
nach innen gerichtet ist. 

Halsschild ziemlich flach, größte Breite etwas vor der 
Mitte nach hinten und vorne im schwachen Bogen verengt und vor 
der Basis ganz leicht ausgeschweift. Seitenrand schwach abgesetzt, 
nicht aufgerichtet und krenuliert. Basis so breit wie der Vorder- 
rand, Hinterwinkel rechteckig, manchmal etwas spitz vorstehend. 
Vorderrand gerade, Vorderwinkel verrundet oder leicht spitz vor- 
stehend. Die Scheibe ist mit groben, eingestochenen Punkten ziem- 
lich dicht besetzt und mit + flachen Eindrücken vor dem Schild- 
chen und an den Seiten des Vorderrandes versehen. 

Flügeldecken oval, oben ziemlich flach mit + feinen 
Punktreihen. Die Zwischenräume sind etwas quergerieft, haben 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 451 


kräftige, manchmal etwas gerunzelte Rippen und sind mit deut- 
lichen feinen Punkten auf den Rippen besetzt. Auch die Naht ist 
rippenförmig erhaben. Schulterzahn schwach, von dem Hinter- 


winkel des Halsschildes überdeckt. 

Prosternum zwischen den Rippen verbreitert, mit einer 
tiefen Mittelrinne, vorne und hinten steil abfallend und sehr 
schmal. Propleuren ebenso punktiert wie der Halsschild. Abdomen 
ebenfalls mit feinen eingestochenen Punkten versehen. Beine 
plump, kurz, kräftig punktiert, Vorderschienen am Ende nur 
schwach verbreitert. Tarsen ziemlich kurz. Patria: 22 Stück aus 
Chapac bei Chala, Süd-Peru, 200 m, 11. X11. 1951, leg. Weyrauch 
(Holo-, Allo- und Paratypen in coll. G. Frey und coll. Weyrauch). 
17 Stück aus 40 MilS. of Nasca, Peru, 1.4. 1951, leg. E. S. Ross, 
costal loma (Paratypen) in coll. Cal. Ac. San Franeisco. 

Sc. Weyrauch: ist eine auffällige Art, gehört in die Verwandt- 
schaft von vulgaris, steht dem brevis am nächsten, dieser hat aber 
an den Seiten des Kopfes nur einen spitzen seitlichen Vorsprung, 
der durch die Wangen gebildet ist, auch ist der Quer- und Längs- 
wulst auf der Oberseite des Kopfes sehr schwach, der Zahn des 
Palpenausschnittes ist klein und stumpf, die Vorderschienen und 
Schenkel sind breiter, die Tarsen sind feiner und die Rippen der 
Flügeldecken sind viel schwächer. Sc. brevifes hat dicke, kürzere 
Schienen und die Umgebung der Naht ist flach, vulgaris ist 
schlanker, die Beine sind länger, und die Rippen sind oben flach 
und breit. 


52. Sc. Gebieni n. sp. (Taf. XXIII, Fig. 6) 


Klein, kurz oval, gewölbt, dunkelbraun oder fast schwarz, 
schwach glänzend. Länge: 13 mm. Breite: 7 mm. 

Kopf klein, breit, kurz, leicht gewölbt. Augen schmal, am 
Hinterrand mit einer feinen scharfen Falte. Wangen schmal, die 
Augen nicht überragend, nach vorne gerade und stark verengt, 
Vorderrand des Olypeus gerade, die Furche zwischen den Fühlern 
gerade und tief. Schläfen sehr kurz und leicht verengt. Die Ober- 
fläche des Kopfes ist gerunzelt. Fühler fein, erreichen nicht die 
Mitte des Halsschildes, Glied 3 gut 2 mal so lang wie 4, alle Glie- 
der sind glatt, matt, vom 5. ab quer, Endglied schräg abgerundet, 
ohne Spitze. Mentum in der Mitte am breitesten, nach vorne und 
hinten verengt. Ausschnitt der Palpen sehr breit und an den Seiten 
verrundet. 


452 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Halsschild 11/ mal so breit wie lang, stark gewölbt, zur 
Basis geneigt, größte Breite in der Mitte, nach hinten ziemlich ver- 
engt und ausgeschweift. Seitenrand ziemlich stark gebogen, mit 
flach abgesetztem Rand, Randkante krenuliert. Basis gerade, Hin- 
terwinkel leicht vorstehend und rechteckig. Vorderrand ist etwas 
breiter als die Basis, an den Seiten plötzlich im rechten Winkel 
gebogen, Vorderwinkel sehr spitz und ziemlich vorstehend. Die 
Scheibe ist grob und runzelig punktiert. 

Flügeldecken kurz oval, die Seiten sind stark und gleich- 
mäßig gerundet, größte Breite in der Mitte, oben leicht abge- 
flacht, an den Seiten nach unten stark gewölbt, zur Basis wie der 
Halsschild geneigt, so daß sie stark eingeschnürt sind. Basis sehr 
schmal. Schulterzahn nicht vorhanden. Auf jeder Seite befinden 
sich 7 leicht wellenförmige, schmale Rippen, die hinten und an 
den Seiten kräftiger sind. Die Zwischenräume sind flach, mit un- 
deutlichen Punktreihen, der umgeschlagene Teil der Flügeldecken 
nach der 7. Rippe ist matt und fast glatt, der äußere Rand der 
Epipleuren ist ebenfalls wellenförmig. 

Prosternum zwischen den Hüften breit, wulstig, mit einer 
tiefen Längsfurche, nach hinten steil abfallend, verengt und dann 
wieder verbreitert, nach vorne sehr schmal und steil abfallend, 
Vorderrand kräftig und gekörnelt, an den Seiten neben den Pro- 
pleuren mit einem vorspringenden, stumpfen Zahn. Propleuren 
mit deutlichen, glänzenden Höckerchen. Metasternum geraspelt, 
in der Mitte ausgehöhlt, an den Seiten mit einem kräftigen, vor- 
stehenden Zapfen versehen. Abdomen schwach punktiert, die letz- 
ten 2 Segmente stark gewölbt. Beine stark punktiert. Vorder- 
schenkel sehr dick, gekantet, die schmalen Vorderschienen an der 
äußeren Seite stark gesägt, die übrigen Schienen sind dünn und 
haben an den Kanten starke Dornen. Tarsen sehr dünn und kurz, 
Hintertarsen haben 1/3 der Schienenlänge. 


Patria: Argentinien ohne nähere Angabe. 1 Stück ex coll. 
Gebien in coll. G. Frey (Holotype). 1 Stück (Paratype), Cordoba 
16, II. 39. Biraben Scott, leg. Museum „Eva Peron“ La Plata. 

Sc. Gebieni ist eine sehr auffällige Art, sie bildet einen Über- 
gang zur Gattung Emmallodera, dürfte vielleicht eine neue Gat- 
tung sein. Sie kann mit keiner anderen Scotobius-Art verwechselt 
werden. Burmeister erwähnt dieses Tier in Stett. Z. 36, 1875, p. 466 
fälschlich als punctatellus. 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 453 


53. Sc. quadricostatus Fairm. 


Fairmaire, Ann. Fr. 74, 1905, p. 289. 

Diese Art ist mir unbekannt geblieben. Der Beschreibung nach 
müßte sie in die Nähe von elegans gehören, gekennzeichnet ist die 
Art nach der Beschreibung durch 2 kleine Tuberkel in der Mitte 
des ersten Hinterleibsegments. 


Die Urbeschreibung lautet: 


Scotobius quadricostatus n. sp. — Long. 10 mill. — Forme de l’elegans 
Fairm., mais un peu moins large et d’une teinte legerement grisätre; la tete et 
le corselet ont la m@me forme, les antennes sont un peu @paisses, d’un rougeätre 
obscur; les cötes du corselet sont aussi assez largement rebord£s, les angles an- 
t@rieurs sont bien marques, les posterieurs un peu plus obtus, la surface est 
densement ruguleuse; les &lytres sont moins courtes, plus ovalaires, elles ont 
des lingnes de points assez gros, peu enfonc&s et sur chacune 2 cätes saillantes, 
sans compter la marginale, les autres intervalles faiblement relev&s avec quel- 
ques petites granulation €parses; le l.er segmsnt ventral a deux petits tubercules 
au milieu du bord apical; des pattes sont @galement granuleuses et les tibias sil- 
lonnes en dehors. — Catamarca. 


Bestimmungstabelle der Gattung Seotobius. 


Dabei konnte ich aber keine Rücksicht auf die Verwandtschaft 
der Arten nehmen. Die Nummern vor den Arten bedeuten jeweils 
die systematische Reihenfolge. Da mir Sc. quadricostatus unbe- 
kannt blieb, habe ich ihn nicht in die Tabelle aufgenommen. 


1 (2) Größere Arten, Vorderschenkel auf der Innenkante der 
Unterseite kurz vor dem Knie plötzlich ausgeschnitten, so 
daß ein deutlicher Zahn entsteht. Halsschild in der Mitte 
auf jeder Seite mit einem meist deutlichen Eindruck. 
16.—21. erispatus Germ. murjcatus Guer. elathratus Guer. 
mit den ssp.!) 

2 (1) Vorderschenkel auf der Innenkante der Unterseite gerade 
oder nur sanft ausgeschnitten, ohne Zahn. 

3 (6) Seitenrandkante der Flügeldecken scharf, zum umgeschla- 
genen Teil einen rechten Winkel bildend. Seitenrand des 
Halsschildes breit abgesetzt und stark aufgerichtet, Vor- 
derwinkel lappenförmig bis zu den Augen vorgezogen, so 
daß ein rechteckiger Kopfausschnitt entsteht. 

4 (5) Flügeldecken fast glatt, nur mit je 2 angedeuteten Rippen, 
die äußere ist manchmal etwas stärker. Kopfausschnitt 


!) Tabelle dieser Gruppe siehe Seite +10 


454 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


am Vorderrand des Halsschildes eng, Vorderwinkel über- 

decken die Be ganz. Länge 14—158 mm. . . 

x 1. akidioiden Wat. 

5(4) Elüpeldecken im le Drittel mit einer scharfen, 

schmalen Rippe, die bis zum Absturz reicht, der Kopfaus- 

schnitt ist breit, Vorderwinkel reichen nur bis zu den 

Augen. Nine S 

2. akidioident sn breosthfns noV. 

6( 3) Seilenrand de r "Flögeldecken nach unten + gewölbt, ohne 
scharfe Randkante. 

7 (44) Flügeldecken ohne Tuberkelreihen, auch an den Seiten, 
höchstens ganz am Ende mit unscheinbaren Höckerchen, 
mit oder ohne Rippen, letztere manchmal krenuliert. 

ö (21) Zwischenräume der Flügeldecken schwach gewölbt, ohne 
Rippen. 

9 (14) Wangen unmittelbar am Auge nicht oder schwach seit- 
lich vorstehend, Halsschild breit, Seitenrand gleichmäßig 
gebogen, nicht ausgeschweift. Zwischenräume der Flügel- 
decken auch oben leicht gewölbt. 

10 (13) Kleine, kurz ovale Formen. 

11 (12) Flügeldecken fast rund, Zwischenräume leicht gewölbt, 
en Sn 10—11 mm. { 

# oV ES Cu 

12 (11) Hlüseldscken etwas Auglichr Zwischennios fast flach, 
Reihenpunktur fein. Länge 9—10 mm. 

I. en: Ei: 

13 (10) Größer, Hinterlötrer länger Zuischentunee der Be 
decken ziemlich El Länge 18—20 mın. 

.. 6. crassus n. sp. 

14 (9) anne ee am Aue eitheh weit vorstehend, 
Halsschild etwas schmäler, Seitenrand nicht gleichmäßig 
gebogen, Zwischenräume der Flügeldecken flach. 

15 (15) Vorder- und Hinterwinkel des Halsschildes verrundet, 
nicht oder kaum vorstehend. Vorderrand des Olypeus mit 
einem + starken dreieckigen Ausschnitt. 

16 (17) Halsschild an den Seiten stärker gebogen, zur Basis + aus- 
geschweilft, Seitenrand aufgerichtet, Oberseite glänzend. 
a 17—19 mm. S 

er 4. plans De r. 

17 (16) Halscchilsl an den Seien Srwach gebogen, hinten nicht 
ausgeschweilt, Seitenrand nicht aufgerichtet, matt. Länge 


er 


v1 


H. Kulzer: Zehnter Be zur Kenntnis der Tenebrioniden 45: 


18 (15) 


19 (20) 


20 (19) 


23 (26) 


24 (25) 


25 (24) 


26 (23) 


18—25 mm. DENN WIR 2: 
45. ce Germain 
Vor der - ed Hinter nl des Halsschildes rechteckig oder 
spitz und etwas vorstehend. Vorderrand des Clypeus ge- 
rade. 
Breiter, die Punktur der Flügeldecken ist kräftig, Seiten- 
rand des Halsschildes ziemlich stark gebogen und deutlich 
abgesetzt, Scheibe dicht und kräftig punktiert. Länge 17 
bis 18 mm. AR Te 

. Ä ur ame ah 
Schimäler, die Berker der Wlügeldecken ist undeutlich, 
Seitenrand des Halsschildes schwach gebogen und kaum 
abgesetzt. Scheibe sparsamer und feiner punktiert. Länge 
14—16 mm. a ee I 
ne 0 na 47. laeviuseulus Phil. 
Flügeldecken mit + feinen Rippen. 
Schulter hinter dem Hinterwinkel des Halsschildes ohne 
Zahn. Kopf ohne tiefe Gruben und hohe Höcker, Wangen 
seitlich nicht oder nur schwach im Bogen vorstehend. 
Vorderrand des Glypeus mit einem dreieckigen Ausschnitt 
in der Mitte. 
Schmäler, Seitenrand des Halsschildes breit abgesetzt und 
stark aufgerichtet, die Mitte der Scheibe liegt, von der 
Seite gesehen, tiefer als der Seitenrand. Die Rippen der 
Flügeldecken sind breit, a und gerunzelt. Länge 19 
bis 22 mm. 

9. ara B 

Den ala flach ne setzt, ar Mitte der Scheibe 
liegt, von der Seite geschen, viel höher als der Seitenrand. 
Die Rippen der Flügeldecken sind sehr schmal und kaum 
krenuliert. Länge 19—25 mm. ee ; 
ö. costatus ee 
on a Chpeis Bade Sue im flachen Bogen 


ausgeschnitten. 


27 (28) Halsschildseitenrand sehr breit abgesetzt und stark auf- 


gerichtet, die Mitte der Scheibe liegt tiefer als der Seiten- 
rand, Vorderwinkel lappig vorgezogen, so daß am Vorder- 
rand ein enger Kopfausschnitt entsteht. Rippen der Flügel- 
decken schmal, hoch und öfters Min lenen 16 
bis 15 mm. 

Er alaticollis. Bsp: 


456 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


28 (27) Halsschild schwach abgesetzt und nicht oder kaum aufge- 
richtet, die Mitte der Scheibe liegt viel höher als der Sei- 
tenrand. 

29 (32) Größte Breite des Halsschildes liegt im letzten Drittel, vor 
der Basis stark eingezogen, nach vorne gerade verengt. 
Rippen schwach erhaben. 

30 (31) Beine länger, Schenkel an den Seiten depreß, Rippen 
schwach. Länge 14—16 mm. 

a : 31. nünelarıs Ficis 

31 (30) Beine Kun 2Z, Schenkel an Br an Rippen etwas 
stärker, schwarz. Länge 14—15 mm. . 

i 2: ullsıne Cu 

32 (29) Größte Brei de ale in der Mitte, zur Basis 
gleichmäßig gebogen, höchstens leicht ausgeschweift. 

33 (34) Halsschild und Flügeldecken zur Basis geneigt, Flügel- 
decken fast rund. Vorderwinkel des Halsschildes auf der 
Innenseite parallel, sehr spitz vorstehend. Länge 13 mm. 

2. .92. Gebieni n. sp. 

34 (39) seikerahnk und Hlüpeldecken an der Basis flach, Hinter- 
körper kurz oval, Vorderwinkel des Halsschildes stumpf. 

35 (36) Die flachen Rippen der Flügeldecken schmal, oben glän- 
zend. Halsschildseitenrand stark und gleichmäßig gebogen, 
hinten nicht ausgeschweift, Scheibe fein punktiert. 
13—15 mm. 

5, tristis Euer 

36 (35) on der F lüseldedken. Breit sie nehmen den ganzen 
Zwischenraum ein, oben matt und gerunzelt. Halsschild- 
seitenrand schwach gebogen, hinten ausgeschweift, Scheibe 
grob und tief punktiert. Länge 13—15 mm. 

Ra TR Rossi n. Sp. 

37 (22) uler ink dm Einleeinkel des Halsschildes mit 
einem Zahn, Kopf mit tiefen Gruben, Höcker und Leisten. 
Wangen seitlich spitz und weit vorstehend. 

35 (39) Oberseite der Schenkel in der Länge stark gewölbt und 
seitlich gepreßt, Vorderschienen sehr breit, größte Breite 
des Halsschildes im ersten Viertel, Querleiste des Kopfes 
in der Mitte durch eine Grube unterbrochen, die Oberseite 
der Flügeldecken dicht punktiert. Länge 11—14 mm. 

: 48. brevis Phil. 

39 (38) Obere des Vordireshenkel in der Länge fast gerade, 


seitlich nicht depreß, Vorderschienen weniger verbreitert. 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 457 


Größte Breite des Halsschildes in oder etwas vor der Mitte, 
Querleiste des Kopfes in der Mitte nicht unterbrochen. Die 
Oberfläche der Flügeldecken schwach punktiert. 
40 (41) Hinterschienen kurz und dick, Vorderwinkel des Hals- 
schildes ziemlich vorstehend und spitz, größte Breite des 
- Halsschildes in der Mitte, hinten nicht ausgeschweift. 
Länge 10—14 mm. 
ee. Ne 49, Dee al 
41 (40) Hinterschienen normal, ee des Halsschildes 
kaum vorstehend und verrundet, größte Breite des Hals- 
schildes etwas vor der Mitte, hinten ausgeschweift. 
2 (43) Die Wangen bilden seitlich nur eine Spitze. Halsschild 
herzförmig, Rippen oben nicht gerunzelt. Länge 10 bis 
15 mm. ne: Bi A 


48, leanıa ee 
45 (42) Rech die ee ee Kopfes überragt mit einer Spitze 


den Seitenrand, Halsschild schmäler, hinten kaum ausge- 
schweift. Rippen oben stark gerunzelt. Länge 12—14 mm. 
SE er re 51. Weyrauchi n. sp. 

44 (7) Flügeldecken mit Tuberkel- oder Höckerreihen, die 
manchmal nur hinten und an den Seiten zu sehen sind. Die 
Tuberkel sind manchmal so fein, daß sie nur mit der Lupe 
sichtbar sind. 


45 (48) Seitenrand des Halsschildes breit abgesetzt und sehr stark 
aufgerichtet, so daß die Mitte des Halsschildes, von der 
Seite gesehen, nicht höher liegt als der Seitenrand. 

46 (47) Halsschild an der Basis stark ausgeschweift verengt, Basis 
der Flügeldecken viel breiter als des Halsschildes, Flügel- 
decken flach, breit, fast ohne Rippen, mit feinen regel- 
mäßigen Tuberkelreihen, die Tuberkel sind oben ver- 
wischt, an den Seiten und hinten deutlich. Vorderrand des 
Clypeus in der Mitte mit einem kleinen dreieckigen Aus- 
schnitt, Halsschild grob gerunzelt punktiert, auf der 
Unterseite nicht behaart. a 18—20 mm. 

42. cc n. Sp. 

47 (46) Halsschild Sa Flügeldecken an der Basis sehr breit, fast 


nicht verengt, Flügeldecken nur wenig breiter als der 
Halsschild, Seitenrand des Halsschildes fast gerade. Hals- 
schild auf der Unterseite dicht gelb behaart. : 

a) Halsschild flach, fast glatt, Flügeldecken oben ohne 


458 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


Eindruck. Länge 17 mm. 
; 10. depressisnihe Ban. 
b) Halsschild nach: vorne und zur Basis stark gewölbt und 
spärlich mit feinen Körnchen bedeckt. Flügeldecken 
zwischen Naht und #. Höckerreihe mit einem starken 
Eindruck, der fast bis zum Absturz reicht. Länge 16 bis 

15 mm. 

A air latieollis (Bars) 

48 (45) Brlere and des, Halsschildes nicht oder flach abgesetzt und 

nicht oder schwach aufgerichtet, die Mitte der Scheibe 
überragt, von der Seite gesehen, weit den Seitenrand. 

49 (54) Seitenrandkante des Halsschildes dicht krenuliert. 

50 (53) Beine + dicht mit feinen anliegenden Härchen bedeckt. 

Tuberkel der Flügeldecken klein und spitz. Endglieder der 
Fühler breiter als das 3. Glied, Scheibe des Halsschildes 
fein gerunzelt. 

51 (532) Große, flache, breite Art, die Behaarung der Beine dicht 
und lang, die Höckerreihen sind dicht, Zwischenräume 
ohne kleine Höckerchen. Länge 19—21 mm. 

36. Gayi Sol. 

(51) Be hal End Senölhien die Behaarung der Beine 
schwächer und kürzer, die Höckerreihen der Flügeldek- 


52 


ken sind weitläufiger, Zwischenräume mit einzelnen klei- 
nen Höckerchen, die meistens durch den anhaftenden Sand 
verdeckt sind. Länge 14—18 mm. ö 
3% crönieolkie Phil. 
53 (50) Be nur ik inbelnen kurzen Härchen bedeckt, Tuber- 
kel groß, stumpf, oben manchmal in die Länge gezogen. 
Die Zwischenräume sind mit feinen Höckerchen dicht be- 
setzt. Flügeldecken gewölbt, Halsschild grob gerunzelt. 
Das 3. Fühlerglied ist am breitesten, Endglieder ziemlich 

stark verschmälert. Länge 19—20 mm. 
38. nareolli: Sol. 
54 49) £ Sertehrandkante a Hallschildte- nicht krenuliert, glatt. 
55 (56) Die Oberseite der Flügeldecken, die Propleuren und die 
Schenkel auf der Ober- und Unterseite + dicht mit abste- 
henden Börstchen versehen, die auch bei alten, abgeriebe- 
nen Stücken an den Porenpunkten zu erkennen sind, die 
Höcker der Flügeldecken sind dicht, hoch, oben stumpf. 
Länge 17—25 mm. ei ee 
AS RT HE 23. hystricosus Berg 


u 
H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 459 


56 (55) Flügeldecken und Beine ohne Borsten, höchstens mit fei- 
nen, spärlichen, anliegenden Härchen bedeckt. 

57 (78) Die Tuberkel der Flügeldecken einzelstehend, rund, nie- 
mals länglich oder zusammenfließend. 

58 (63) Tuberkel deutlich, auch auf der Oberseite, sie sind flach, 
auch an den Seiten und hinten. (Nur bei casicus hat die 
äußerste Reihe hinten spitze Höcker.) 

59 (62) Halsschild gleichmäßig punktiert, ohne größere glatte Flä- 
chen. Die Tuberkel stehen regelmäßig und sind nieht sehr 
groß. 

60 (61) Größte Art, Halsschildseitenrand etwas aufgerichtet, die 
Tuberkel der Seitenrandreihe hinten spitz. a 26 bis 
29 mm. 3 

Da 22, casieus ac 

61 (60) Kleinere, Ar Felde nein nicht aufgerichtet. Die 
Tuberkel der Flügeldecken sind kleiner und auch an den 
Seiten abgeflacht, manchmal sogar verwischt. 

a) Die Tuberke! der Flügeldecken sind doppelreihig und 
deutlich, auf der Oberseite meistens glänzend. Flügel- 
decken breiter, oben abgeflacht, ohne eine a von 


Rippen. Länge 


i ES: 25. granosus Lac. 
b) die Tüherkel ar Anlusellecken sind einreihig, undeut- 
lich, nicht glänzend, manchmal verwischt. Flügeldek- 
ken eiförmig, gleichmäßig gewölbt mit angedeuteten 
Rippen. Länge 14—16 mm. EP TE Ct 
. 26. granosus ssp. subgranosus nov. 
62 (59) Holsschild kräftig punktiert, in der Mitte und an den 
Seiten mit größeren glatten Flächen. Tuberkelreihen + 
unregelmäßig, die Tuberkel groß und überall flach. Länge 
17—19 mm. Er 
; 4 Bill. 
63 (58) Tüberkel er leer nur mit ie T ap2 sichtbar, manchmal 
nur an den Seiten und hinten vorhanden. 
64 (65) Größte Breite des Halsschildes im letzten Drittel oder 
Viertel, dann nach hinten plötzlich stark verengt. Rippen 
der Flügeldecken nur angedeutet, Zwischenräume mit 3 
Reihen feiner Punkte, hinten am Absturz und an den Sei- 
ten 4 Reihen Tuberkel, die bis zur Schulter reichen. 
Länge 10—13 mm. 


50. obseurus n. sp. 


460 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


65 (64) Größte Breite des Halsschildes ungefähr in der Mitte, nach 
hinten nicht plötzlich verengt. 

66 (71) Vorderwinkel des Halsschildes spitz vorstehend. 

67 (68) Seitenrandkante des Halsschildes reicht bis zur Basis, Hin- 
terwinkel nicht vorstehend aber deutlich rechteckig. Flü- 
geldecken lang, an den Seiten schwach gebogen. Die Hök- 
kerreihen oben schwach, aber erkenntlich, an den Seiten 
und hinten etwas spitz. Halsschild in der Mitte en 
runzelt. u 17—19 mm. 

"39. Willen n. SP. 

66 (67) Serlänfandiante les Halsschilde: erreicht nicht die Basis, 
so daf3 keine Hinterwinkel gebildet sind. 

69 (70) Kleine Art, Halsschild schmal und klein, Seitenrand 
schwach gebogen, Scheibe fein punktiert und gerunzelt. Es 
sind schmale, unscheinbare, flache Rippen gebildet, die an 
den Seiten und hinten feine Tuberkel tragen. Länge 8 bis 
10 mm. ; 

N 4. earabai ee Bien. 

70 (69) aRe Ark lang Sal Halsschild an den Seiten stark ge- 
bogen, schwach punktiert und wurmartig gerunzelt. Flü- 
geldecken flach, nur an den Seiten und hinten mit Tuber- 
kel. Länge 15—19 mm. Wa 

; 40. emärsimieole n. Sp. 

71 (66) Vorder won] de- Holechikdes verrundet, Tuberkel nur 
mit der Lupe sichtbar. 

72 (73) Seitenrand des Halsschildes breit abgesetzt und aufgerich- 
tet, stark und gleichmäßig gebogen, auch die Hinterwinkel 
sind mit dem Seitenrand völlig verrundet, in der Mitte der 
Scheibe auf jeder Seite ein runder Eindruck. Basis der 
Flügeldecken und des Halsschildes sehr eng. Flügeldecken 
flach, ohne Rippen mit schr feinen Tuberkelreihen. er 
18—22 mm. 

43. Michelbacheri n. Sp. 

73 (72) na des Halsschildes schwach abgesetzt und nicht 
oder sehr wenig aufgerichtet. 

74 (75) Flügeldecken mit kleinen Porenpunkten besetzt, die je 
ein winziges Härchen tragen, ohne Punktreihen und Rip- 
pen und spärlich mit ganz kleinen, flachen Tuberkelreihen 
besetzt, Flügeldecken kurz oval, fast rund, gewölbt, Hals- 
schild dieht und fein er Länge 11—12 mm. 

re ee 27. Freyi n. sp. 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 461 


5 (74) Flügeldecken ohne Porenpunkte und Härchen, mit deut- 


lichen Punktreihen. 


76 ( 77) Große, breite Art, Halsschild flach, breit, grob und dicht 
punktiert. Flügeldecken mit flachen und undeutlichen 
Rippen, die an den Seiten etwas kräftiger sind und nur 
hinten und an den Seiten Tuberkel tragen. Länge 17 bis 
21 mm. 

Pr) Duneirtierae n. Sp. 
Tialgliche Kir Halsschild feiner und nicht so dicht punk- 
tiert. Zwischenräume der Flügeldecken leicht gewölbt und 


77 (76 


nal: 


mit schwachen, flachen Tuberkelreihen auch auf der 
Oberseite bedeckt. ers 15—18 mm. R 

; s 20: Tischkai n. Sp. 
78 (97) Die Tuberkel ans Beiweite eine längliche Form oder 


sind zu kurzen Rippen zusammengefügt. 


79 (80) Halsschild schmal, Seitenrand schwach gebogen, breit ab- 
gesetzt und stark aufgerichtet, nach vorne und zur Basis 
gewölbt, Scheibe auf jeder Seite mit einem Eindruck in 
der Mitte und mit einzelnen zerstreuten kleinen Höcker- 
chen besetzt, die manchmal abgewetzt sind. Flügeldecken 
länglich oval, mit länglichen Tuberkeln besetzt, Seiten- 
randkante bis über die Hälfte nn Länge 14 bis 
17 mm. } : s 

12. eds Fairm. 

80 (79) Halsschild nn stark gebogen, ohne Höcker- 
chen auf der Scheibe, Seitenrand flach abgesetzt, nicht 
oder kaum aufgerichtet. 


81 (84) 3. Fühlerglied höchstens 11/,mal so lang wie das #., End- 
glied am breitesten und vorne fast gerade abgestutzt. 
Flügeldecken kurz oval, je 2 oder 4 Tuberkelreihen sind 
auf der vorderen Hälfte rippenförmig. Tuberkel grob. 

82 (83) Seitenrand des Halsschildes bis zur Basis gleichmäßig ge- 
ne hinten manchmal schwach ausgeschweift, die 9. 
und 5. Tuberkelreihe bis zur Mitte Sb 78; Länge 
11— 12 mm. 

A 14. oral Te 

63 (82) En nr E Eelesenild: kurz vor der Basis kragenartig 
verengt, die 1., 3., 5. und 7. Tuberkelreihe sind in der er- 
sten Hälfte + une die 2., 4. und 6. in der ersten 


462 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


Hälfte fast tuberkelfrei, Zwischenräume stark quergefal- 
tet. Länge 11—12 mm. \ a .. 
\ 15. höre ssp. similis n. sp. 
(1) 3. Fühlerglied ee als doppelt so lang wie das 4., End- 
glied schmäler und etwas zugespitzt. Flügeldecken lang 

oval, alle Rippen ziemlich gleichmäßig. 

5 (88) Die Rippen sind nur an den Seiten und hinten in läng- 
liche Tuberkel aufgelöst, auf der Oberfläche + zusam- 
menhängend. Schwache Rippen, längere Form. 

86 (87) Die Rippen auf der Oberseite der Flügeldecken sind kräf- 
tig, öfters unterbrochen. Flügeldecken gewölbt, an den 

Seiten nur schwach gebogen. Länge 17—18 mm. 
Be 34. asperatus ir 
7 (86) Die en Ai u Oberseite der Flügeldecken sind 
schwächer und kaum unterbrochen, flacher. a 16 bis 

20 mm. 

F 33. Kirhyi Sol, 

80 (05) Di en nd Auch I der Oberseite in gleichmäßige 
längliche Tuberkeln aufgelöst. Flügeldecken flacher und 
breiter. Länge 15—18 mm. 


35. rugosulus Guer. 


Gattung Emmallodera Sol. 


Solier in Gay Hist. Chile 5, 1851, p. 181 (sc. Emalodera). — 
Lacordaire, Gen. Col. V. p. 130. 


Genotypus obesa Guer. 


Emmallodera ist von den übrigen Gattungen der Tribus leicht 
durch den Vorderschenkelzahn zu unterscheiden, 2 Arten haben 
auch am Hinterschenkel einen Zahn.!) Ferner ist der Hinterkörper 
ziemlich kurz, manchmal fast rund, und die Basis des Halsschildes 
ist sehr eng. 


1. E. obesa Guer. (Taf. XXIII, Fig. 7) 


Scotobius obesus Guerin, Rev. Zool. 1841, p. 215. — Solier in 
oo Hist. Chile 5, 1851, p. 182, Taf. 19, Fig. 7. — Blanchard, Voy. 


1) Di anne -crispatus-Gruppe hat ebenfalls an der gleichen Stelle am 
Vorderschenkel einen Zahn, doch wird dieser durch den scharfen Ausschnitt in 
der Nähe des Knies gebildet, von der Basis des Schenkels bis zur Zahnspitze 
verläuft die Kante gerade, während bei Emmallodere der Zahn an beiden Seiten 
aufgerichtet ist. 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 463 


pol. Sud, 1858, p. 146, Taf. 10, Fig. 9. — Berg, Com. Mus. Buenos 
Air. 1, 1899, p. 59. 

Die Type konnte ich nicht auffinden. 

Schwarz, etwas glänzend, Hinterkörper fast kreisrund, ge- 
wölbt. Länge: 12—14 mm, Breite: 6—7 mm. 

Kopf groß, breit, leicht gewölbt, am Auge am breitesten. 
Augen schmal, gewölbt, Wangen im flachen Bogen nach vorne 
verengt. Vorderrand des Clypeus im flachen Bogen ausgebuchtet, 
Ecken verrundet, Clypealfurche schmal eingeritzt, gebogen. Ober- 
fläche des Kopfes mäßig dicht punktiert. Fühler fein, erreichen 
knapp die Basis des Halsschildes, Glied 3 so lang wie die nächsten 
2 zusammen, Endglieder schwach verbreitert. Mentum breit, Vor- 
derrand leicht gebogen, auf jeder Seite ein kräftiger Eindruck. 
Halsschild leicht gewölbt, 11/;mal so breit wie lang, größte 
Breite im letzten Drittel, nach hinten im kräftigen, nach vorne im 
flachen Bogen verengt, nicht ausgeschweift. Basis etwas breiter als 
der Vorderrand, stark und etwas erhaben gerandet, Hinterwinkel 
nicht vorstehend und stumpf. Vorderrand im flachen Bogen aus- 
geschnitten, gut gerandet, Vorderwinkel stumpf vorstehend, vor 
dem Schildchen mit einem Eindruck. Die Scheibe ist mäßig dicht 
und unregelmäßig punktiert. Flügeldecken fast rund, 11/4- 
mal so lang wie breit, am Ende etwas schwanzförmig verlängert, 
Rippen sind leicht angedeutet, die äußeren 3 tragen Tuberkel- 
reihen. Unterseite matt, kaum punktiert und etwas längsgerunzelt. 
Beine lang, schlank, Knie der Hinterbeine erreichen die Flügel- 
deckenspitze, nur die Vorderschenkel tragen einen Zahn, Hinter- 
schienen gerade, am Ende nur mäßig verdickt. 

Beschrieben aus Puerto del Hambre, Estrecho de Magellanes; 
folgende Fundorte liegen mir noch vor: L. Trebol, Argt.; Rio Ne- 
gro, Argt. 


2. E. obesa ssp. costata n. (Taf. XXIII, Fig. 8) 


Unterscheidet sich von der Stammform in folgendem: Etwas 
kleiner (11—131/; mm) und schlanker. Halsschild und Flügel- 
decken schmäler. Flügeldecken mit je 7, auch oben deutlichen 
Rippen, von denen die ersten 2 nur hinten einige, die nächsten 
zwei von der Mitte ab flache, zusammenhängende, die äußeren 
drei von der Schulter ab dicht zusammenhängende, kräftige 
Höckerreihen bilden. Die Zwischenräume sind dichter punktiert 
und fein, aber sehr deutlich quergerunzelt. 


Entom, Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 30 


464 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Patria: 5 Stück Lago Lacar, Prov. Neuquen, I. 1954, leg. Witt- 
mer; 20 Stück Pucasa, Neuquen, Argt., I. 1954. (Holo- und Para- 
typen in coll. G. Frey.) 7 Stück (Paratypen) San. Martin de la 
Andes, leg. Willink. 5 Stück aus Chubut (Paratypen) ex coll. Rich- 


ter in coll. Museo „Eva Peron“ La Plata. 


3. E. atronitens n. sp. (Taf. XXIII, Fig. 9) 


Das ganze Tier schwarz, lackglänzend, Hinterkörper fast 
kreisrund. Länge: 10—12 mm, Breite: 5—6 mm. 

Kopf groß, breit, etwas gewölbt. Augen quer, sie überragen 
etwas die Wangen, diese in fast gerader Linie nach vorne verengt. 
Vorderrand des Olypeus im flachen Bogen ausgeschnitten, Ecken 
verrundet. Glypealnaht eingeritzt, in der Mitte gerade. Die Ober- 
fläche des Kopfes ist kräftig, aber nicht sehr dicht punktiert. An 
den Seiten des Clypeus befinden sich Eindrücke. Fühler schlank, 
erreichen nicht die Basis des Halsschildes, Glied 3 so lang wie 4 
und 5 zusammen, 8—10 verbreitert, Endglied schwach zugespitzt. 
Mentum fast trapezförmig, mit einem Längswulst in der Mitte 
und Eindrücken an den Seiten. 

Halsschild flach, etwas breiter als lang, größte Breite 
hinter der Mitte, nach hinten im Bogen, nach vorne fast gerade 
verengt. Basis etwas breiter als der Vorderrand, gerade, gerandet, 
Hinterwinkel mit dem Seitenrand verrundet. Vorderrand kaum 
gebogen, gerandet, an den Seiten etwas vorstehend, Vorderwinkel 
verrundet, der Seitenrand ist etwas abgesetzt, die Randleiste etwas 
aufgebogen. Die Scheibe ist kräftig, aber nicht dicht punktiert, 
vor der Basis mit einem flachen Eindruck, in der Mitte mit einer 
feinen, kaum wahrnehmbaren Längslinie. 

Flügeldecken fast kreisrund, oben etwas abgeflacht, 
seitlich und hinten stark gewölbt und am Ende kurz schwanzför- 
mig verlängert. 4—5 Längsrippen sind schwach angedeutet, die 
äußeren tragen spärliche, schwache, stumpfe Höcker. Die Zwi- 
schenräume haben je drei Reihen feiner Punkte. Die Epipleuren 
sind gleich breit und hinten verkürzt. 

Prosternum zwischen den Hüften verbreitert, nach vorne 
und hinten abfallend mit scharfen Rillen. Propleuren mit flachen 
Längsfalten und in der Nähe der Hüften punktiert. Mesosternum 
kaum punktiert, geneigt, ohne Kanten und Ecken, in der Mitte 
mit einem flachen Eindruck. Abdomen kaum punktiert mit seich- 
ten Längsfalten. Beine kräftig, lang und punktiert. Knie der Hin- 
terbeine überragen die Flügeldeckenspitze. Nur die Vorderschen- 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 465 


kel haben einen kräftigen Zahn. Vorderschienen flach mit einer 
scharfen, unregelmäßig gezähnten Außenkante, die am Ende einen 
großen spitzen Dorn trägt. Schienen wie bei den übrigen Arten, 
die Hinterschienen an der Basis schmal, dann allmählich verbrei- 
tert (stärker als bei obesa) und leicht gekrümmt. Tarsen schmal, 
Klauenglied fast so lang wie die übrigen zusammen. 


Patria: 4 Stück aus El Calafate, S. Cruz, 5. 3. 48. (Holo-, Allo- 
und Paratypen in coll. G. Frey.) 1 Stück aus Sta. Cruz, Patago- 
nien, C. Darwin. (Darwin coll. 1855.) Paratype in coll. British Mu- 
seum. 1 Stück (Paratype) Patagonien, Golf St. Georges, Coli- 
Huape, leg. A. Tournoüer 1903, in coll. Museum Paris. 1 Stück 
Valle Tunel, Sta. Cruz, coll. Richter in coll. Museum „Eva Peron“ 
La Plata. 

E. atronitens ist der obesa sehr ähnlich, gekennzeichnet durch 
die geringere Größe, durch den stark glänzenden Körper, durch 
die stärker verbreiteten und leicht gekrümmten Hinterschienen 
und durch die längeren Beine. 


4. E. nitens n. sp. 


Das ganze Tier schwarz, lackglänzend, Hinterkörper fast 
kreisrund, oben abgeflacht. Länge: 10-—12 mm, Breite: 5—6 mm. 

E. nitens sieht der FE. atronitens in der Farbe und Gestalt sehr 
ähnlich und unterscheidet sich durch folgende charakteristische 
Merkmale: Halsschild etwas breiter, die Seiten gleichmäßiger und 
stärker gebogen, besonders im letzten Drittel. Vorderrand mit 
einer kräftigeren Randleiste, Vorderwinkel etwas weiter vorste- 
hend. Die Punktur der Flügeldecken ist irregulärer. Auch die Hin- 
terschenkel haben einen sehr großen, gekrümmten Zahn mit einer 
breiten Basis, so daß die Schenkel verdickt sind. Die Knie der 
Hinterbeine überragen ziemlich das Flügeldeckenende. Hinter- 
schienen an der Basis stärker gekrümmt. E. nitens ist also, trotz 
der großen Ähnlichkeit sehr leicht von atronitens zu unterscheiden. 


E. multipunctata Gurt., die ebenfalls einen Hinterschenkel- 
zahn hat, ist bedeutend größer, matt oder nur leicht glänzend, 
gewölbter und der Hinterkörper ist nicht kreisrund, sondern mehr 
oval. Die Knie der Hinterbeine erreichen knapp das Flügeldecken- 
ende oder überragen es nur unbedeutend, Hinterschienen sind ganz 
gerade. 

Mit den übrigen Arten der Gattung, die alle keinen Hinter- 
schenkelzahn haben, kann nitens nicht verwechselt werden. 


30* 


466 Entom. Arbeiten aus,dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


1 Stück (Holotype) aus Patagonien ex coll. Gebien in coll. G. 
Frey; 1 Stück aus Santa Cruz und 1 Stück ohne Fundort, (Para- 
typen) ex coll. Richter in coll. Museum „Eva Peron“ La Plata. 


5. E. coriacea n. sp. (Taf. XXIV, Fig. 1) 


Ganz schwarz, Oberseite leicht, Unterseite stark glänzend, 
kurz oval. Länge: 13—15 mm, Breite: 7—6 mm. 

Kopf an den Schläfen am breitesten, ziemlich gewölbt. 
Augen klein, schmal. Wangen seitlich leicht vorstehend und nach 
vorne schräg und fast gerade verengt. Vorderrand des Glypeus 
fast gerade, Clypealfurche gebogen, in der Mitte deutlich einge- 
schnitten. Schläfen nach hinten schwach verengt. Die Oberfläche 
ist ungleichmäßig mit gröberen und feineren Punkten dicht be- 
setzt. Die Fühler überragen etwas die Mitte des Halsschildes, Glied 
3 so lang wie 4 und 5 zusammen. Die letzten 4 Glieder haben eine 
halbkugelige Form und sind breiter als lang. Mentum fast trapez- 
förmig, auf jeder Seite mit einem Eindruck und grob punktiert. 

Halsschild 11/;mal so breit wie lang, ziemlich flach, größ- 
(e Breite weit hinter der Mitte, nach hinten völlig verrundet, keine 
Hinterwinkel bildend, nach vorne im gleichmäßigen flachen Bogen 
ziemlich verengt. Basis fast gerade mit wulstigem Rand, Vorder- 
rand ganz schwach ausgebuchtet, mit flacher aber breiter Rand- 
kante, Vorderwinkel schwach vorstehend und verrundet. Seiten- 
rand flach abgesetzt und leicht aufgerichtet. Die Scheibe ist grob 
und dicht punktiert und ist vor der Basis flach eingedrückt. 

Flügeldecken kurz oval, stark gewölbt, größte Breite in 
der Mitte, stark lederartig quergerunzelt mit einzelnen in der 
Runzelung kaum erkennbaren Punkten. Die kaum angedeuteten 
Rippen verschwinden ebenfalls in der Runzelung. Die Zwischen- 
räume haben an den Seiten schwache Höckerreihen. Seitenrand 
ohne Randkante. Epipleuren schmal, quergerieft und reichen fast 
bis ans Ende. 

Prosternum zwischen den Hüften verbreitert, in der 
Mitte gesattelt, nach vorne und hinten steil abfallend, hinten ohne 
Fortsatz und am Vorderrand quergerunzelt. Propleuren kräftig 
punktiert. Mesosternum geneigt, gerunzelt, ohne Kanten und 
Ecken. Metasternum hat in der Mitte hinten eine tiefe Grube, die 
auch auf den breiten, ungerandeten, vorne gerade abgeschnittenen 
Interkoxalfortsatz des Abdomen übergreift. Abdomen fein punk- 
tiert, die Segmente an der Basis mit Längsriefen und an den Sei- 
ten mit + deutlichen Eindrücken. Beine kurz, Knie der Hinter- 


{ 
| 
| 
| 
| 


| 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 


20 


schenkel erreichen nicht das Flügeldeckenende, sehr stark glän- 
zend, fein punktiert, nur am Vorderschenkel mit einem kräftigen, 
spitzen Zahn, die Außenseite an den Vorderschienen ist fast glatt 
und nicht gesägt, am Ende ein lappenähnlicher Zahn. Hinterschie- 
nen dünn und gerade, Tarsen kräftig, Klauenglied groß. 

Patria: 18 Stück Estanzia la Cristiana (Lago Argentino) Santa 
Cruz, 11. 3. 53, coll. A. Willink. (Holo-, Allo- und Paratypen in 
coll. Willink und coll. G. Frey.) 

E. coriacea ist ebenfalls mit obesa verwandt, durch die leder- 
artig gerunzelten Flügeldecken von dieser und allen anderen Ar- 
ten leicht zu unterscheiden. 


6. E. multipunctata Curt. (Taf. XXIV, Fig. 2) 


Curtis, Tr. Linn. S. Lond. 19, 1845, p. 461. Taf. +1. Fig. 5. — 
Burmeister, Stett. Z. 36, 1875, p. 468. 


Typus im British Museum. 
(— granocostata Fairm.) 


Fairmaire, Ann. Fr. 74. 1905, p. 2%. 

Typus im Pariser Museum. 

Auf Grund der Typen von multipunctata und granocostata 
konnte ich feststellen, daß es sich um eine und dieslbe Art handelt, 
die Unterschiede sehr gering und liegen innerhalb der Variations- 
breite. E. granocostata ist ein Synonym von multipunctata. 

E. multipunctata ist im Gebien-Katalog, p. 300, zu unrecht als 
Synonym bei obesa angeführt, sie ist eine eigene Art und unter- 
scheidet sich durch folgende Merkmale von obesa: Halsschild- 
seitenrand gleichmäßig gebogen, Vorderwinkel kaum vorstehend. 
Flügeldecken stärker gewölbt, etwas gestreckter, die Seiten sind 
nicht halbkreisförmig gerundet, die Höcker an den Seiten sind 
schwächer, Rippen sind nicht zu erkennen, die Oberseite ist dich- 
ter und gröber punktiert. Hinterschienen auf der Unterseite in der 
Nähe des Knies etwas ausgebuchtet, Hinterschenkel hat ebenfalls 
einen starken Zahn. Eine weit verbreitete und häufige Art. 

Beschrieben ist die Art aus Port Famine; weitere Fundorte 
sind: Punta Arenas; Falkland Ins.; Terra del Fuego; Magellanes. 


Ta Dı multipunctata ssp. eurvidens n. 


Von der Stammform durch folgende Merkmale unterschie- 
den: Etwas größer, Länge 14—16 mm. Der Hinterschenkelzahn ist 
2—3mal so lang wie der der Vorderschenkel und an der Spitze 


468 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


gekrümmt, so daß zwischen Zahnspitze und Knie eine halbkreis- 
förmige Ausbuchtung entsteht, ähnlich wie bei E. nitens n. sp. 
Dieses Merkmal ist sehr konstant, Übergänge habe ich nicht be- 
merkt. Die Oberseite der Flügedelcken ist gröber punktiert. Die 
Klauenglieder, besonders die vorderen, sind dieker. Die Möglich- 
keit, daß es sich um eine eigene Art handelt, ist nicht ausgeschlos- 
sen, bei den ungenügenden Fundortsangaben aber jetzt noch nicht 
feststellbar. 


1 Stück (Holotype) aus Gob. de Santa Oruz, ex coll. Wittmer 
in coll. G. Frey; 5 Stück (Paratypen) Chile, Magelanes, Laguna 
Amarga 10. 11. 1953, leg. E. Perelli in coll. Zool. Staatss. München; 
ö Stück (Paratypen) aus S. Julian, 5. Cruz P. Gaggera im Museum 
„Eva Peron“ La Plata; 1 Stück (Paratype) S. America, C. Darwin, 
im British Museum. 


6. E. erenatocostata Blanch. (Taf. XXIV, Fig. 5) 


Blanchard, Voy. d’Orb. 1843, p. 195, Taf. 13, Fig. 4. — Bur- 
meister, Stett. Z. 36, 1875, p. 467. — Fairmaire, Ann. Fr. 74, 1905, 
p- 2%. 


Der Typus ist mir unbekannt. 


In allen Sammlungen sind die als crenatocostata bestimmten 
Tiere von der gleichen Art. Die Beschreibung von Blanchard ist 
sehr ungenau, er erwähnt den Vorderschenkelzahn nicht, ferner 
gibt er den Seitenrand des Halsschildes als leicht krenuliert an, 
aber keine Art der Gattung hat einen solchen. Die Beschreibungen 
von Burmeister und Fairmaire dieser Art stimmen mit den Tieren, 
die in allen Sammlungen als crenatocostata bestimmt sind, über- 
ein. Wenn die Type, die im Pariser Museum sein müßte und die 
ich dort nicht gefunden habe, nicht doch noch gefunden wird, 
kann wohl nicht mehr geklärt werden, was Blanchard unter cre- 
natocostata gemeint hat. Vollständigkeitshalber bringe ich die 
Abschrift der Originaldiagnose. 

609. Emalodere a costes er@neles, Emalodera crenaticostata. P. XIII. Fig. 
4. — Nigra; thorace angulosa, parce punctato, marginibus paulo crenatis; ely- 
tris obscure nigris, octo-costatis; his costis suturaque postice tuberculis acutis 


instructis; costis duabus internis antice laevibus. Long. 15 mm. Trouv£ sur lo 
cöte de Patagones, au nord du Rio Negro. 


Viel größer als die vorhergehenden Arten, schwarz, flach bis 
leicht gewölbt, stark glänzend. Länge: 15—20 mm, Breite: 5 bis 
11 mm. 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 469 


Kopf breit, kurz, schwach gewölbt, an den Augen am breite- 
sten, Wangen schmäler als die Augen, nach vorne ziemlich gerade 
verengt. Vorderrand des Ulypeus im schwachen Bogen ausgeschnit- 
ten, Ecken verrundet. Olypealfurche gerade oder leicht gebogen, 
in der Mitte tief gefurcht, an den Seiten flach. Die Oberseite des 
Kopfes ist spärlich und fein punktiert. Halsschild ziemlich 
flach, größte Breite im letzten Drittel, nach hinten im starken, 
nach vorne im flachen Bogen oder gerade verengt. Seitenrand stark 
abgesetzt und aufgerichtet. Basis leicht gebogen, Hinterwinkel 
nicht vorstehend und stumpf. Vorderrand im flachen Bogen aus- 
geschnitten, Vorderwinkel vorstehend, stumpf. Scheibe flach, spär- 
lich punktiert, Längslinien in der Mitte angedeutet, vor dem 
Schildchen mit einem Quereindruck, alle Seiten fein gerandet. 

Flügeldecken kurz oval, kreisförmig, 11/, mal so lang 
wie breit, am Ende sehr kurz schwanzförmig verlängert, oben flach 
oder leicht gewölbt. Es sind je 7 Höckerreihen gebildet, die Höcker 
der ersten 3 Reihen sind spärlich und vor der Mitte, manchmal 
auch ganz am Ende erloschen. Von der 4. Reihe werden die Höcker 
immer dichter und reichen bis zur Schulter. Die Seitenrandreihe, 
von oben sichtbar, besteht aus 90—110 kleinen, sehr gleichmäßigen 
dicht gedrängten, spitzen Höckern, die nächsten 2 Reihen sind nicht 
mehr so dicht (30—50 Höcker). Der umgeschlagene Teil hat 2 
Höckerreihen, die manchmal sehr dicht sind, manchmal nur aus 
einzelnen Höckerchen bestehen. Die Zwischenräume sind flach, 
manchmal dicht und fein, manchmal sehr spärlich punktiert. Pro - 
sternum zwischen den Hüften mit Längsfurchen, hinten senk- 
recht abfallend und einem Zapfen am Grunde. Propleuren fast 
glatt. Beine kräftig, eingestochen punktiert und quergerieft. Vor- 
derschenkel mit einem kräftigen und spitzen Zahn. Knie der Hin- 
terbeine erreichen die Flügeldeckenspitze nicht. Alle Schenkel auf 
der Oberseite mit einer Kante. 

Beschrieben wurde die Art aus Patagonien, Rio Negro. Weitere 
Fundorte liegen mir vor: Comodore Rivadavia; Puerto Madryn 
und mit ungenauen Angaben, wie Chile und Patagonien. 


9. E. crenatocostata ssp. opacula n. (Taf. XXIV, Fig. 4) 


Etwas größer als die Stammform, schwarz, fast matt. Länge: 
19—21 mm, Breite: 9—10 mm. 

Ssp. opacula unterscheidet sich in folgenden Merkmalen von 
crenatocostata. Oberseite des Kopfes kräftiger punktiert. Hals- 
schild gleichmäßig gewölbt, größte Breite kurz hinter der Mitte, 


470 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


11/, mal so breit wie lang, Seitenrand ist gleichmäßig gebogen, 
kaum abgesetzt und nicht aufgerichtet. Basis etwas schmäler als 
der Vorderrand, gerade mit einer etwas gehobenen Randleiste, 
Hinterwinkel stumpf und nicht vorstehend. Vorderrand im flachen 
Bogen ausgeschnitten, in der Mitte nicht gerandet, Vorderwinkel 
ziemlich stark und fast spitz vorstehend. Scheibe in der Mitte mit 
einer feinen Längslinie, mäßig dicht und fein punktiert. Flügeldek- 
ken matt, oben flach, die #., 5. und 6. Reihe viel diehter mit Hök- 
kern besetzt. Die 2 Höckerreihen am umgeschlagenen Teil der 
Flügeldecken nicht verkürzt und sehr dicht. Zwischenräume fein 
gerunzelt. Unterseite und Beine wie bei crenatocostata. Schenkel 
oben kaum gekantet. 

Patria: 4 Stück aus Argt. Fama Balastro 1922, leg. Weiser; 
1 Stück aus Argt. Nacimiento, XII. 1921, leg. Weiser, (Holo- und 
Paratyenp) ex coll. Wittmer in coll. G. Frey; 1 Stück aus Naci- 
miento (Paratype) in coll. Ungarisches National Museum. 5 Stück 
Bajo Hondo, 1 Stück Mendoza, 4 Stück Oatamarca (Paratypen) in 
Museum „Eva Peron“ La Plata. 

Es ist möglich, daf die ssp. opacula eine eigene Art ist, was 
ich bei dem geringen Material nicht feststellen konnte. 


10. E. ovata n. sp. (Taf. XXIV, Fig. 5) 


Groß, schwarz, leicht glänzend, Hinterkörper eiförmig, ziem- 
lich gewölbt. Länge: 17”—20 mm, Breite: 8&—9 mm. 

Kopf leicht gewölbt, Wangen seitlich schwach vorstehend, 
nach vorne leicht ausgeschweift verengt. Vorderrand des Clypeus 
kaum ausgebuchtet. Clypealnaht scharf eingeschnitten. Oberseite 
mäßig dicht und fein punktiert. Fühler fein, überragen etwas die 
Mitte des Halsschildes. 3. Glied so lang wie die nächsten 2 zusam- 
men. Mentum klein, quer, mit einem Längskiel in der Mitte, die 
Seiten sind niedergedrückt. 

Halsschild leicht und gleichmäßig gewölbt, 11/3 mal so 
breit wie lang, größte Breite hinter der Mitte, nach vorne fast in 
gerader Linie, nach hinten im Bogen verengt. Seitenrand kaum ab- 
gesetzt und nicht aufgerichtet. Basis so breit wie der Vorderrand, 
gerade, fein gerandet, Hinterwinkel nicht vorstehend und verrun- 
det. Vorderrand im schwachen Bogen ausgeschnitten, mit feiner 
Iiandkante, Vorderwinkel etwas vorstehend und verrundet. Scheibe 
-+ dieht punktiert mit glatten Stellen, Längsmittelfurche ange- 
deutet. 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 47] 


Flügeldecken-+ eiförmig, hinten kaum schwanzartig ver- 
längert, mit je 7 Höckerreihen, die ersten 3—4# sind oben er- 
loschen und nur hinten sichtbar, die 5. und 6. hat 30—55, die 
äußerste 80—90 kurze Höcker. Der umgeschlagene Teil hat 2 Hök- 
kerreihen, die hinten und vorne manchmal verkürzt sind. Die Zwi- 
schenräume sind unregelmäßig und fein punktiert und leicht leder- 
artig gerunzelt. Beine kräftig, glänzend, geraspelt punktiert. Nur 
die Vorderschenkel haben einen spitzen Zahn. Schenkel 3-kantig. 
Vorderschienen breit mit dem üblichen Zahn. 

Patria: 1 7’ und 19 aus Chubut (Holo- und Allotype) ex coll. 
Wittmer in coll. G. Frey; 5 Stück aus Patagonien, Golf de St. 
Georges, Coli-Huapi, leg. Tournoüer 1903 und 1 Stück Patagonien 
ohne nähere Angabe (Paratype) in coll. Museum Paris; 1 Stück 
aus Val de Lago Blanco, Patagonien 1903 (Paratype) in coll. Bri- 
tish Museum; 1 Stück aus Patagonien Tehuelches (Paratype) in 
coll. Ungarisches National Museum, 5 Stück aus Chubut, ex coll. 
Richter in coll. Museum „Eva Peron“ La Plata. 


11. E. hirtipes n. sp. (Taf. XXIV, Fig. 6) 


Dunkelpechbraun, fast schwarz, schwach glänzend, oben ab- 
geflacht, Hinterkörper fast rund. Länge: 14—17 mm, Breite: 6 
bis 10 mm. 

Kopf so breit wie lang, flach. Augen sehr schmal, Wangen 
so breit wie die Augen, nach vorne fast gerade verengt. Vorderrand 
des Clypeus fast gerade, Ecken verrundet. Clypealfurche deutlich 
und gebogen. Die Oberfläche des Kopfes spärlich und fein punk- 
tiert, Clypeus fast glatt. Fühler sehr dünn, überragen etwas die 
Mitte des Halsschildes, Glied 3 so lang wie die nächsten 2 zusam- 
men, Endglieder nicht verbreitert und rundlich. 

Halsschild schmal, kaum breiter als lang, gröfste Breite 
hinter der Mitte, Seitenrand schwach gebogen, kaum abgesetzt und 
nicht aufgerichtet. Basis schmäler als der Vorderrand, im leichten 
Bogen ausgeschnitten, Randkante etwas gehoben. Hinterwinkel 
stumpf. Vorderrand im Bogen ausgeschnitten, Vorderwinkel ziem- 
lich stark und fast spitz vorgezogen. Scheibe ziemlich flach, in der 
Mitte fein, an den Seiten dichter und gröber punktiert. 

Flügeldecken fast kreisrund, am Ende etwas schwanz- 
förmig verlängert und schwach verengt, oben flach. Mit je 7 Rei- 
hen feiner Höcker. Die Nahtreihe und die zweite sind spärlich be- 
setzt, oben fast erloschen. Von der 3. ab reichen die Höcker von der 
Basis bis ans Ende und werden nach außen immer dichter, die 


472 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


äußersteReihe hat ungefähr 100 Höcker, der umgeschlagene Teil 
hat nur einzelne Höcker. Die Zwischenräume sind flach und irre- 
gulär punktiert. Der äußere Rand der Epipleuren ist von der Mitte 
ab oder wenigstens am Einde in Höcker aufgelöst und an dieser 
Stelle mit langen weichen Härchen spärlich bedeckt. 

Prosternum wie bei crenatocostata, Propleuren fast glatt. 
Beine kräftig und lang, die Knie der Hinterbeine erreichen oder 
überragen das Flügeldeckenende. Vorderschenkelzahn sehr spitz. 
Die Hinterschenkel sind oben gekantet und mit langen weichen 
Härchen spärlich besetzt. Hinterschienen etwas verbreitert, die 
breiteste Stelle ist in der Mitte und ebenfalls auf der Unterseite 
behaart, Tarsen fein und kurz. 

Patria: 1 5 und 1 9 aus Neuquen (Holo- und Paratype) ex 
coll. Wittmer in coll. G. Frey; 1 Stück aus Neuquen, leg. Weiske 
(Paratype) in coll. Ungarisches National Museum; 1 Stück aus 
Neuquen, leg. Dr. Lendl 1907 (Paratype) in coll. Museum Paris; 
ein Stück aus Chile? in coll. Frey. 3 Stück Tapiluque; 1 St. Ag. 
Cecilio; 1 St. G. Gonesa; 1 St. Mendoza (Paratypen) in coll. Mu- 
sem „Eva Peron“ La Plata. | 

E. hirtißes ist ebenfalls mit crenatocostata verwandt, zeichnet 
sich aber durch die Behaarung der Hinterschenkel und der Epi- 
pleuren aus. Auch der Halsschild ist schmäler und der Hinter- 
körper am Ende leicht verengt. 


12. E. inflatithorax n. sp. (Taf. XXIV, Fig. 7) 


Schwarz, schwach glänzend, Hinterkörper fast rund, Taille 
sehr eng. Länge: 14—158 mm, Breite: 6&—10 mm. 

Kopf wie bei crenatocostata. Fühler kurz, überragen nur 
wenig die Mitte des Halsschildes, Glied 3 länger als 4 und 5 zu- 
sammen, die letzten 4 Glieder sind verbreitert und flach. (Bei 
crenatocostata rund.) Mentum fast rechteckig, rauh, in der Mitte 
längsgewölbt, an den Seiten leicht eingedrückt. 

Halsschild 11/, mal so breit wie lang, leicht gewölbt, 
größte Breite im letzten Drittel, nach hinten stärker, nach vorne 
schwach gebogen verengt. Basis so breit wie der Vorderrand, leicht 
gebogen, der Rand etwas aufgehoben, Hinterwinkel verrundet. Sei- 
tenrand schmal abgesetzt und fast steil aufgerichtet. Vorderrand 
in der Mitte fast gerade, an den Seiten vorgezogen, Vorderwinkel 
verrundet. Von oben gesehen stehen die Propleuren seitlich vor. 
Die Scheibe ist in der Mitte fein, an den Seiten gröber, fast gerun- 
zelt punktiert, und hat vor der Basis einen Eindruck. 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 473 


Flügeldecken ziemlich rund, oben flach, zur Basis etwas 
geneigt und am Ende schwach schwanzförmig vorgezogen. Rippen 
sind angedeutet, nur die äußeren 2 oder 3 haben zusammenhän- 
gende, von der Schulter bis ans Ende reichende Höckerreihen, die 
äußerste ist von oben sichtbar und hat 45—55 etwas ungleich- 
mäßige Höcker. Der umgeschlagene Teil hat 2, manchmal stark 
verkürzte Höckerreihen und ist fein chagriniert. Epipleuren gleich 
breit und am Ende etwas verkürzt. 

Prosternum zwischen den Hüften längsgefaltet, hinten 
steil abfallend und am Ende verdickt, nach vorne geneigt, kaum 
punktiert. Propleuren aufgebläht. Mesosternum fast glatt, ohne 
Kanten und Ecken. Metasternum und Abdomen kaum punktiert. 
Die Beine sind kräftig und auffallend lang, die Knie der Hinter- 
beine überragen ziemlich weit die Flügeldecken. Nur die Vorder- 
schenkel haben einen Zahn. Alle Schenkel sind schwach punktiert 
und sind auf der Oberseite nicht kantig, sondern gewölbt. Vorder- 
schienen flach, außen gesägt, Dorn am Ende breit und verrundet. 
Tarsen lang und schmal. 

Patria: 1g’und 1 9 aus Prov. Neuquen ohne genauere Angabe, 
(Holo- und Allotype) in coll. G. Frey; 1 Stück aus Neuquen 1907, 
leg. Dr. Lendl und 1 Stück aus Patagonien du rio Senger a St. Cruz, 
leg. de la Vaulx 1897 (Paratypen) im Museum Paris; 4 Stück Argt. 
N. W. Patagonia 1000—3000 ft. Dez. 1919, leg. H. E. Box und 
1 Stück aus Valle del Lago Blanco, Patagonia 1905 (Paratypen) im 
British Museum, 2 Stück aus Neuquen in coll. Museum „Eva Peron“ 
La Plata (Paratypen). 
£. inflatithorax ist am nächsten mit erenatocostata verwandt, 
letztere hat keine aufgeblähten Propleuren, nur schwach aufge- 
richtete Seitenränder des Halsschildes, ist glänzender und hat eine 
breitere Taille, vor allem aber hat die äußerste Höckerreihe der 
Flügeldecken 90—110 ganz gleichmäßige Höcker, die Beine sind 
kürzer, die Knie der Hinterbeine erreichen nicht oder gerade noch 


das Flügeldeckenende. 


13. E. perlifera Burm. (Taf. XXIV, Fig. 8) 


Burmeister, Sett. Z. 36, 1875, p. 467. — Fairmaire, Ann. Fr. 74, 
1905, p. 290. 
Typus im Zool. Museum der Univ. Halle. 


Größte Art, schwarz, matt, gewölbt. Länge: 24—27 mm, 
Breite: 10—14 mm. 


474 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Kopf verhältnismäßig klein, etwas länger als breit, ziemlich 
flach, fein und dicht punktiert. Wangen so breit wie die Augen, 
Vorderkopf trapezförmig, Vorderecken verrundet. Clypealfurche 
gebogen. Fühler fein, dünn, überragen etwas die Mitte des Hals- 
schildes. Glied 3 so lang wie die folgenden 3 zusammen, Endglieder 
schmäler als das 3. Glied. Mentum klein, queroval, an den Seiten 
mit Eindrücken. Halsschild 1!/, mal so breit wie lang, gröfßste 
Breite in der Mitte. Seiten gleichmäßig + schwach gebogen, 
manchmal, vorne leicht ausgeschweift, schmal abgesetzt. Basis 50 
breit wie der Vorderrand, Hinterwinkel nicht vorstehend und ver- 
rundet. Vorderrand in der Mitte gerade, an den Seiten vorstehend, 
Vorderwinkel rechteckig, die Scheibe ist + fein und dicht punk- 
tiert, ohne nennenswerte Eindrücke. Flügeldecken sehr bau- 
chig und breit, beim © 2mal so breit wie der Halsschild, (beim 4 
schmäler), oben etwas abgeflacht, an den Seiten und hinten sehr 
stark gewölbt, zur Basis ziemlich geneigt. Die ersten 3 Höcker- 
reihen sind vor der Mitte entweder ganz erloschen oder sehr un- 
deutlich und flach, an den Seiten und hinten sind die Höcker klei- 
ner, spitz und dicht. Die Zwischenräume sind flach, quergerunzelt 
und haben in der Mitte eine Reihe Höcker, die oben sehr spärlich, 
an den Seiten dichter stehen, aber niemals so dicht wie die Haupt- 
reihen. Der umgeschlagene Teil hat ebenfalls dichte und dazwi- 
schen spärliche Höckerreihen, die bis an die Epipleuren reichen, 
da der Seitenrand nach unten gleichmäßig gewölbt ist, ist eine 
Seitenrandkante nicht vorhanden. Prosternum zwischen den 
Hüften breit, längsgefurcht, nach hinten und vorne geneigt. Pro- 
pleuren nicht oder fein punktiert. Mesosternum mit einer breiten 
Längsfurche. Abdomen fein punktiert. Beine kräftig und lang, 
geraspelt punktiert, Mittel- und Hinterschienen scharf dreikantig, 
die Fläche zwischen den oberen Kanten ist etwas convex. 

Beschrieben wurde die Art aus Mendoza und Catamarca, wel- 
tere Fundorte sind: Neuquen; Argt. Prov. Salta 2500 m; S. del 
Estero; Rioja-Patquia Argt.; San Juan de Cuyo. 

E. perlifera ist sehr auffallend durch ihre Größe, die plumpe 
und längliche Form und leicht von den übrigen Arten zu unter- 
scheiden. 


Bestimmungstabelle der Gattung Emmallodera 


1 (2) Die Vorder- und Hinterschenkel haben in der Nähe des 


Knies einen deutlichen Zahn 


| 
j 
! 
| 
| 


2 (1) 
3(8) 


Ha 
En 
Qi 
N 


5 (4) 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 475 

A) Größere Art, fast matt oder schwach glänzend. Flügel- 
decken gleichmäßig gewölbt und etwas eiförmig. Die 
Knie der Hinterbeine erreichen knapp das Flügeldek- 
kenende oder überragen es nur ganz unbedeutend, Hin- 
terschienen an der Basis nur ganz leicht gekrümmt. 

a) Länge 12—14 mm. Hinterschenkelzahn nicht größer 
als der des Vorderschenkels und nicht gekrümmt. 
Punktur der Flügeldecken mäßig grob. 

N A Er a EEE multipunctata Gurt. 

b) Länge 14—16 mm. Hinterschenkelzahn 2—3mal so 
lang wie der vordere und an der Spitze gekrümmt. 
Punktur der Flügeldecken gröber. N aA 
REITER multipurctela ssp. eurvidens n. 

B) Kleinere Art, 10—12 mm. Schwarz, lackglänzend, Hin- 
terkörper fast kreisrund, oben abgeflacht, die Knie der 

Hinterbeine überragen bedeutend das Flügeldecken- 

ende, Hinterschienen an der Basis deutlich gekrümmt. 

he re Ne N nitens n. Sp. 
Nur die Vorderschenkel haben einen Zahn. 
Kleinere Arten (10—15 mm), die Höckerreihen der Flü- 
geldecken sind + undeutlich, die Höcker stehen nicht sehr 
dicht. Oben und am Absturz ohne oder nur mit vereinzel- 
ten Höckern. Eine Ausnahme macht obesa ssp. costata, 
diese hat an den Seiten und am Absturz deutliche Höcker- 
reihen und auch oben deutliche Rippen. (Von der Gruppe 
8 (3) durch die geringere Größe verschieden (11 bis 
131/ mm). 
Flügeldecken stark lederartig gerunzelt. Punktreihen und 
Rippen in der Runzelung nicht zu sehen. Halsschild breit, 
dicht punktiert, Seitenrand gleichmäßig gebogen, Basis 
deutlich breiter als der Vorderrand, Hinterwinkel mit dem 
Seitenrand verrundet. Beine kürzer, die Knie der Hinter- 
beine erreichen nicht das Flügeldeckenende. Länge 13 bis 
15 mm. 

coriacea n. Sp. 
Flügeldecken nicht oder schwach gerunzelt, Seitenrand des 
Halsschildes nicht gleichmäßig gebogen, Basis ungefähr 
so breit wie der Vorderrand, Hinterwinkel stumpf. Beine 
länger, die Knie erreichen oder überragen das Flügeldek- 
kenende. 


476 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


6(7) 


766) 


8(3 


Le 


9 (16) 


10 (15) 


11 (14) 


12 (13) 


Kleiner, Oberseite stark glänzend, Höckerreihen an den 
Seiten der Flügeldecken undeutlich, Hinterschienen etwas 
verbreitert und leicht gekrümmt. Beine lang, die Knie 
der Hinterbeine überragen das Flügeldeckenende. Länge 
10—12 mm. ALT. 
atronitens n. Sp. 

N ar dehwach. slanzend an den Seiten der Flü- 

geldecken befinden sich 3—+# deutliche, nicht unterbro- 

chene Höckerreihen, die 3. oder #. von außen ist manchmal 
vorne erloschen. Hinterschienen kaum verdickt und ge- 

rade. Die Knie erreichen das Flügeldeckenende. Länge 12 

bis 14 mm. 

a) Flügeldecken ohne oder nur mit angedeuteten Rippen, 
am Außenrand mit 2—3 zusammenhängenden Höcker- 
reihen, Zwischenräume nur punkuzl Rs 12 bis 
14 mm. ä : 

oben Cucd 

b) Hilnzeldkekenn mit je 7 deutlichen Rn die äußeren 
Höckerreihen sind kräftiger und dichter, die Zwischen- 
räume sind dichter punktiert und quergerunzelt. Länge: 
11—131/ mm. en ee 

NE obesa ssp. costata n. 

Größere Arten (15—27 mm), die Höckerreihen an den 

Seiten und hinten sind sehr deutlich und dicht mit Hök- 

kern besetzt, oben sind sie vor der Mitte meistens er- 

loschen. 

Die 7. Reihe der Flügeldecken besteht aus sehr kleinen, 

gleichmäßigen und dicht gedrängten Höckern, ungefähr 

80—110. 

Hinterschenkel und äußerer Rand der Epipleuren hinten 

ohne lange Behaarung. 

Flügeldecken + rund, oben abgeflacht, die äußeren 5 Rei- 

hen der Flügeldecken sind mit gleichmäßigen, deutlichen, 

nicht unterbrochenen Höckern besetzt, die äußerste Reihe 
ist sehr regelmäßig, die Höcker sind spitz, sägeartig. 

Glänzend, Halsschild im letzten Drittel am breitesten, von 

da nach vorne fast gerade verengt, die #., 5. und 6. Reihe 

sind nicht sehr dicht mit Höckern besetzt. Die 2 Höcker- 
reihen am umgeschlagenen Teil sind stark verkürzt und 

bestehen manchmal nur aus meinen Höckern. Länge 15 


bis 20 mm. 


H. Kulzer: Zehnter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 477 


crenatocostata Blanch. 

3 12) 3 Matt, Falsschild haben is Mitte am breitesten und nach 

vorne und hinten gleichmäßig gebogen, die #, 5. und 6. 

Reihe der Flügeldecken sind dicht mit Flöckern besetzt, 

die 2 Höckerreihen des umgeschlagenen Teiles sind nicht 
unterbrochen. ee 19—21 mm. A 

crenatocostata ssp. opacula n. 

ar Flügeldecken Ze al, oben gewölbt, nur die äußeren 3 

Reihen der Flügeldecken regelmäßig mit Höckern besetzt, 

die Höcker der äußersten Reihe sind sehr kurz und abge- 

ups us. el mm. 3 s 

ovata n. Sp. 

15 (10) IN schenkel nd 15 äußere Rand ae Epipleuren hin- 
ten mit langen, weichen Haaren spärlich besetzt, Hals- 
schild sehr schmal, kaum breiter als u Länge 14 Ib 
17 mm. a 

| en n. Sp. 

16 ( 9 \i De ir AuBerele Reihe dee Flügeldecken besteht aus größe- 
ren, en unregelmäßigen Höckern, ungefähr 40—60. 

17 (18) Kleinere Art, Flügeldecken ziemlich rund, Halsschildsei- 
tenrand aufgerichtet, die Propleuren stehen, von oben ge- 
sehen, seitlich etwas vor. Nur die 3 äußeren Höckerreihen 
sind nicht unterbrochen oder verkürzt. Die 7. Reihe bildet 
die Seitenrandkante. Länge 14—18 mm. 5 

ö latchoraes n. Sp. 

18 (17) Größte A sh an an Seen und hinten stark gewölbt, 
dadurch ist eine Seitenrandkante nicht gebildet. Nur die 
ersten 3 Höckerreihen sind vorne verkürzt. Die Zwischen- 
räume haben in der Mitte eine Reihe + spärlicher Höcker, 
die besonders an den Seiten sehr deutlich sind. Die Art 
sieht einem Scotobius casicus ähnlich. Länge 24—27 mm. 

perlifera Burm. 


478 Entom. Arbeiten aus dem Museum CE Frey, Bd. 6, 1955 


Diastoleus So!. 
Emmallodera Sol. 
Gonogenius Sol. . 
Leptynoderes Sol. . 


akidioides Wat. 
alaticollis n. sp. 
antarticus Gu£r. 1. 
armentarius Lac. 
asperatus Er. 
atacamensis Germain 
atronitens n. sp. 
bicarinatus Sol. 
bicostatus n. ssp. 
brevicollis n.ssp. 
brevipes Wat. 
brevis Phil. 
bullatus Curt. 
caraboides Fairm. 
carınatus Sol. 
casicus Lac. 
clathratus Guer. 
collaris Gu£er. 
coriacea n. Sp. 
costata n. ssp. 


costatus Gu£r. (Psamm.) : 


costatus Guer. (Scot.) 
crassicornis Wat. 
erassus n. Sp. . 
crenatocostata Blanch. 
erenicollis Phil. 
cribricollis Fairm. 
erispatus Germ. 
curvidens ssp. ie: 
depressicollis Fairm. 
egenus n. ssp. 

elegans Fairm. 
elongatus. . „ 
emarginicellis n. sp. 
exaratus Er. 


Freyi n. sp. 
fuscula n. sp. 
Gayi Sol. 


Gebieni n. sp. (Psamm.) : 


Gebieni n. sp. Ss 
gracilis Er. : 
granocostata Fairm. 
granosus Lac. 
hirtipes n. sp. 


Register 
Gattungen. 
399 Psammetichus Latr. . . . . . 385 
462 Fseudoscotobius n. gen... . . . 393 
401 Scotobius Germ. un T. Sl 
395 
Arten. 

ii! hystricosus Berg, ne 2.0 0. 125 
413 inflatithorax n. SP. . . . x... 472 
+30 Kirbyi Sol. ,, . Sr 
403 laeviusculus”Phill. 2er me 445 
431 laticollis.Berg, ..= . 222: . 398, 410 
443 Leechi n. sp. . SE Nies 439 
464 Michelbacheri n. sp. Fer 
399 miliaris Billb.- . ... en n 2.478 
402 multipunctata Curt: „2 2.. 40m 
416 muricatus Guer. 2 1 es Al 
447 nitens_n.. Sp. 20%. set, dw 
448 obesa Guer.. ... . Rimen are rtor 
430 obseurus .n.. sp. ..: 222 790.420 
438 opaeula n. ssp.. . ..... 0. 0.469 
386 ovalis Guer.. ... 0 LE 
421 ovata n.’5p...!. 2% ae 
418 planatus Er... .. #2 3= 4 co u 

. 400 planicosta.Guer... .. a0 

. 466 planipennis n. sp. . . . . . 417 

. 463 Penai n.:sp. . 0.0 sache. 2330 

. 309 perlatus Burm. „on v0 2 
408 perlitera:Burm. zrawan 32) 20 

. 387 Pilipes-Guer. = 22, re ae 
406 pılularıs Germ» 2 „ ur 00 
468 porcatus Lac. . er. 

. 434 punctatellus Blanch.... u... . 44 
441 punctatus Eseh.- a2 2 02....002 
415 punetithorax n. sp. . . . . . 427 
467 quadricostatus Fairm. . . . . 453 
410 Rossi n--sp. 2 . 0. nl 
418 rugicellis. Sol. „m set 
412 rugosulus Guer.!Q. 0. 222.702..432 

Al similis n. ssp. . a 

ar strangulata Fairm. (Lept.) 97 396 
409 strangulata Fairm. (Pseudose.) . 394 
424 subgranosus n. sp. . . 2... #24 
397 substriatus‘ Guer.. 
433 tristis Guer... 2... Eee 

. 389 tuberculata Curt. . 7.2 zu. 033 
451 varicosa Germ.. . „2. Eee 098 

. 308 vulgaris Guer. ..r. Sword 
467 Weyrauchi n. Sp... . . . ... 450 
423 Wittmeri n. sp. . .°.7.720.-496 
#7] Zischkai n. sp. ...:. -...- 2... 328 


H. Kulzer: Elfter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 479 


Neue Tenebrioniden aus Sudamerıka 
Elfter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 


Von H. Kulzer, Museum G. Frey, 


Kine neue Gattung der Tribus Araeoschizin:. 


Schizaraeus n. gen. 


Klein, langgestreckt, Halsschild und Basis der Flügeldeceken 
stark eingeschnürt, ungeflügelt, nackt. Kopf sehr lang, größer als 
der Halsschild. Augen klein, seitlich stehend. Clypeus nicht ausge- 
schnitten, Oberlippe nicht sichtbar. Die Fühler überragen die Basis 
des Halsschildes, 3. Glied sehr lang und dick, vom #. ab werden 
die Glieder immer kleiner. Endglied am kleinsten, mit dem 10. 
nicht verwachsen. Maxillartaster lang, dünn, Endglied spindelför- 
mig. Mandibeln schmal und vorne leicht gespalten. Halsschild län- 
ger als breit, mit einer sehr scharfen Seitenkante. Basis und Vor- 
derrand ohne Randleiste, Vorderwinkel verrundet. Flügeldecken 
an der Basis sehr schmal, nach hinten stark birnenförmig erweitert, 
mit messerscharfen Seitenrändern und ebensolchen Rippen. Epi- 
pleuren vorne verkürzt. Prosternum hinten steil abfallend, ohne 
Fortsatz. Vorderhüften ganz am Ende der Vorderbrust und hinten 
offen. Trennungslinie der Propleuren nicht zu sehen. Mesosternum 
zwischen den Hüften schmal, nach vorne geneigt, ohne Kanten und 
Ecken. Beine lang und dünn, Schienen gerade, ohne Kanten. Tar- 
sen einfach, Klauenglied vorne gerade abgeschnitten. Abdomen 
ohne Gelenkhäute. 


Genotypus: acuticosta.n. sp. 


Schizaraeus ist mit der einzigen Gattung der Tribus, Araeo- 
schizus, die aber nur in Californien, Arizona und Nord-Mexico 
vorkommt, nahe verwandt. Letztere unterscheidet sich durch fol- 
gende Merkmale: 1. Fühlerglied ist am längsten, die folgenden 
werden allmählich kürzer, Glied 10 groß und mit dem Eindglied 
fast verwachsen. Seitenrand der Wangen berühren die Augen nicht. 
Flügeldecken schmäler, fast parallel. Alle mir bekannten Arten 
dieser Gattung sind + dicht mit Schuppen bedeckt. 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 sl 


480 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Sch. acuticosta n. sp. (Taf. XIX, Fig. 3) 


Klein, gelb, unbehaart, Vorderkörper schmal, Hinterkörper 
stark birnförmig erweitert. Länge: 5 mm, Breite: 2 mm. 

Kopf lang, oval, groß, länger und breiter als der Halsschild, 
die Seiten sind leicht gebogen. Augen klein, rund, gewölbt, grob 
fazetiert. seitlich sehend, ungefähr in der Längsmitte des Kopfes 
gelegen, oben und unten von je einem Längskiel begrenzt, die Kiele 
beginnen an den Wangen und enden an der Halseinschnürung, der 
Raum zwischen den Kielen ist concav. Die Wangen stehen seitlich 
vor, berühren die Augen in der Mitte des Vorderrandes, der Seiten- 
rand ist gekielt und mit dem Vorderrand des Clypeus verrundet. 
Vorderrand des Clypeus niedergedrückt. In der Mitte des Kopfes be- 
findet sich ein Längskiel, der von der Halseinschnürung bis zum 
Vorderrand reicht. Der ganze Kopf mit Unterseite ist wabenartig 
genetzt. Fühler grob, flach gedrückt, mäßig mit langen, borsten- 
ähnlichen Haaren bedeckt, überragen etwas die Basis des Hals- 
schildes. Glied 1 dick, 2 klein, kurz, breiter als lang, 3 dick, so 
lang wie die nächsten 3 zusammen, am Ende doppelt so breit wie 
an der Basis, die übrigen Glieder sind alle breiter als lang und 
werden allmählich kleiner, Glied 10 quadratisch, Endglied am 
kleinsten und rund. Mentum rechteckig, flach und rauh, Vorder- 
rand im flachen Bogen ausgeschnitten. 

Halsschild schmal, länger als breit, die Seiten leicht ge- 
bogen. der scharfe Seitenrand ist stumpf gezähnt. Größte Breite 
in der Mitte, zur Basis stärker und leicht ausgeschweift verengt. 
Basis sehr schmal und gerade, Hinterecken nicht vorstehend und 
rechtwinkelig. Vorderrand in der Mitte leicht im Bogen vorgezogen 
und mit den Vorderwinkeln völlig verrundet. Auf der Scheibe be- 
finden sich 2 scharfe Längsleisten, die von der Basis bis zum 
Vorderrand reichen und nach vorne divergieren. Die Ober- und 
Unterseite ähnlich wie der Kopf genetzt. 

Flügeldecken mit sehr schmaler Basis, die gröfste Breite 
ist hinter der Mitte und 5mal breiter als die Basis. Auf jeder Seite 
befinden sich 2 messerscharfe hohe Rippen und eine ebensolche 
Seitenrandkante. Nur die 2. Rippe endet in der Flügeldeckenspitze. 
Naht oben schwach, hinten etwas stärker erhaben. Erster Zwischen- 
raum schmal mit 2, zweiter und dritter doppelt so breit und mit 


4 tief eingestochenen, durchscheinenden groben Punkten bedeckt, 


die den ganzen Raum einnehmen. Seitenrandkante hinten plötzlich 
verkürzt und fein und dicht krenuliert. Umgeschlagener Teil der 


K. Kulzer: Elfter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 481 


Flügeldecken mit 5 Punktreihen, die Epipleuren werden von einer 
6. gebildet. Der Außenrand der Epipleuren ist nur hinten deutlich 
und verschwindet vorne ganz. 

Prosternum zwischen den Hüften schmal, nach hinten 
steil abfallend, nach vorne schräg geneigt und in der Mitte bis zum 
Vorderrand dachförmig gehoben. Abdomen grob, dicht und flach 
punktiert. Beine dünn, einfach, ohne Auszeichnungen. Tarsen 
schmal, erstes Glied am größten. Die Beine sind mit kurzen, sta- 
cheligen Börstchen versehen. 

Patria: 2 Stück, (Holo- und Paratype) Catamarca, Caspin- 
chango, leg. Weiser, ex coll. Gebien in coll. G. Frey. 


Eine neue Pilobalia (Nycteliini) aus Peru 
P. Löffleri n. sp. (Taf. XXIV, Fig. 9) 


Groß, schlank, schwarz, glänzend, Flügeldecken und Hals- 
schild kahl. Länge: 15—16 mm. Breite: 6—7 mm. 

Kopf breit, kurz, leicht gewölbt. Augen quer, seitlich vor- 
stehend. Wangen schmäler als die Augen, an den Seiten im Bogen 
nach vorne verengt. Vorderrand des Clypeus leicht ausgebuchtet, 
Ecken verrundet, Quereindruck vor der Stirne groß, flach. Die 
Fühler überragen etwas die Basis des Halsschildes und sind beim 5 
etwas länger. Mentum flach, vorne im Bogen ausgeschnitten, mit 
borstentragenden Punkten besetzt. 

Halsschild gewölbt, doppelt so breit wie lang, gröfste 
Breite hinter der Mitte, nach hinten kaum ausgeschweilt und 
schwach, nach vorne stärker verengt. Seitenrand nicht abgesetzt, 
ohne Randkante. Basis doppelbuchtig, Hinterwinkel wenig vorste- 
hend und stumpf. Vorderrand schmäler als die Basis, im Bogen 
ausgeschnitten, Vorderwinkel wenig vorstehend und verrundet. 


Scheibe glatt. 


Fiügeldecken schmal, größte Breite hinter der Mitte. 
Seitenrandkante stumpf, gerunzelt, sie zweigt im letzten Drittel, 
schräg nach vorne zur Naht gerichtet, einen + deutlichen Ast ab. 
Auf jeder Seite, näher dem Seitenrand, eine Dorsalrippe, die hinter 
der Mitte erlischt. Der Raum zwischen der Rippe und dem Seiten- 
rand ist grob gerunzelt, ebenfalls die Spitze der Flügeldecken. Der 
Raum zwischen Rippe und Naht ist fast glatt. Der umgeschlagene 
Teil der Flügeldecken ist fein chagriniert, bauchig erweitert, so 
dafS er seitlich vorsteht und von oben in der ganzen Länge sichtbar 


31: 


48) Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


ist. Oberseite in der Quere schwach, hinten stark gewölbt. Die 
Basis der Flügeldecken ist schmal und wird von dem Hinterwinkel 
des Halsschildes ziemlich weit überragt. 


Prosternum wie bei /reyi. Abdomen dickbauchig und sehr 
flach punktiert. Die ganze Unterseite, Beine und Fühler mit feinen 
silbergrauen Härchen spärlich bedeckt. 


Patria: 5 Stück aus dem Huarazgebiet, Cohuptal, 26. V. 54, 
4660 m; 1 Stück, trockener Hang westl. von Huaraz, 4200 m, 
20.V.54; 3Stück, Höhe zwischen Quilquaihuanca und Schallaptal, 
VI. 54, alles leg. Löffler. (Holo-, Allo- und Paratypen in coll. G. 
Frey.) 

P. Löffler: ist am nächsten mit P. Freyi verwandt, Freyi 
hat auch den seitlich vorgewölbten Hinterkörper, ist aber viel 
größter (15—22 mm), hat rote Beine, oben glatte Flügeldecken, 
die Seiten derselben sind nicht gerunzelt, die Kante ist stumpf, 
fast verrundet, und die Basis der Flügeldecken ist so breit oder 
nur wenig schmäler als die des Halsschildes. Außerdem hat freyi 
Tomentzeichnungen. Die mir vorliegenden Stücke von Löffler: 
sind sehr frisch und haben keine Spur von Tomentflecken, es ist 
aber nicht ausgeschlossen, daß auch Tiere vorkommen können, die 
an irgend einer Stelle der Flügeldecken Zeichnungen haben. 


P. subnuda, die der neuen Art auch ähnlich sieht, ist oben sehr 
flach, hat keinen seitlich vorgewölbten Hinterkörper, ist nicht sehr 
bauchig und hat rote Beine. 


Bemerkungen zu Pilohalia decorata Er. 


Ent. Arb. aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 5, 1954, p. 225 
(Taf. 11, Fig. 5) Pilobalia murina Kizr. ist eine ssp. von P. deco- 
rata Er. 

Von Herrn Zischka aus Gochabamba habe ich eine größere 
Serie einer Pilobalia erhalten und konnte feststellen, daß ?. murina 
keine eigene Art, sondern eine Rasse von P. decorata ist. Die ein- 
farbig graue oder rehbraune Behaarung ist nur bei wenigen Tieren 
vorhanden, die Fleckenzeichnung, ähnlich wie bei decorata, herrscht 
vor. Außerdem sind alle Übergänge vorhanden. Die ssp. unter- 
scheidet sich von der Stammform durch die geringere Größe (10 
bis 14 mm, bei decorata 15—18 mm), die sichelförmigen Quer- 
binden fehlen fast ganz und sind auf ovale Makeln reduziert. 


H. Kulzer: Elfter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 483 


Zwei neue Arten der Gattung Psectrascelis Sol. 
(Nyeteliini) 


Psectrascelis (Psectrascelis s. str.) erassiventris n. sp. 


Groß, schwarz, stark glänzend. Flügeldecken stark bauchig 
gewölbt und breit. Länge: 21—2# mm, Breite: 11—14 mm. 

Kopf klein, sehr kurz, flach. Augen schmal, gewölbt, seitlich 
vorstehend, am Hinterrand durch eine steile Platte zur Schläfe be- 
srenzt. Wangen sehr klein, viel schmäler als die Augen, nach vorn> 
gerade und stark verengt. Vorderrand des Ulypeus schmal und 
kräftig ausgebuchtet. Oberlippe weit vorstehend und zweilappig. 
Clypealnaht nicht sichtbar. Die Oberfläche des Kopfes spärlich 
punktiert. Vor den Augen befindet sich ein weißer Haarfleck. Die 
Fühler erreichen nicht die Basis des Halsschildes und sind sehr 
dünn. 1. Glied dick, 2. schr klein, fast rund, 3.—08. fast gleich lang 
und am Ende schwach verdickt, 9.—10. kürzer und verbreitert, 
Endglied am kleinsten und spitz eiför er Alle Glieder sind spär- 
lich mit langen, greisen Haaren bedeckt. Mentum groß, Here 
förmig und auf beiden Seiten gewölbt. 

Halsschild 12/3mal so breit wie in der Mitte lang, we 
gewölbt, größte Breite an der Basis, die Seiten sind fast paraliel, 
leicht echwurben und nur vorne im schwachen Bogen verengt. 
Seitenrand wulstig und + quergericit. Basis doppelbuchtig, ung>- 
randet, Hinterwinkel mit einer stumpien Spitze vorstehend. Vor- 
derrand leicht ausgebuchtet, nur an den Seiten gerandet. Die Vor- 
derwinkel wie die hinteren. Die Scheibe ist nicht punktiert, hat in 
der Mitte breite Längsfalten, die von einem Längswulst eingefaßi 
sind, der sich an der Basis vereinigt und nach vorne divergiert. Die 
Seiten sind unregelmäßig längs- und quergefaltet. Oberfläche kahl, 
der Seitenrand ist mit einer spärlichen Halskrause eingefaßt. 

Flügeldecken doppelt so breit wie der Halsschild und 
stark bauchig gewölbt, die Seiten sind stark gebogen, und am Einde 
kurz schwanzförmig verlängert, die Verlängerung ist bartartig mit 
langen, weißen en De Größte Breite der ae! 
hinter der Mitte, die Oberfläche mit Ausnahme des Endes kahl und 
sehr fein und spärlich punktiert. Die Seiten sind gewölbt, ohne 
Kante, der umgeschlagene Teil ist eben. Epipleuren nur ganz am 
Ende markiert. 

Prosternum längsgefaltet, zwischen den Hüften breit und 
hinten eine querovale Platte bildend, die etwas vorsteht. Pro- 


454 Entgm. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


pleuren stark längsgefaltet. Die Unterseite des Thorax ist spärlich 
mit langen greisen Haaren besetzt. Mesosternum ambosförmig. Das 
Abdomen ist kaum punktiert und schwach gerunzelt. Beine dünn 
und kurz. Hinterschienen beim 5 S-förmig gekrümmt mit der 
üblichen Verdickung und Befilzung am äünde, beim 2 leicht ge- 
krümmt, ohne Verdiekung. Ober- und Unterseite der Schenkel mit 
einer Leiste von langen weißen Haaren bedeckt, an der Oberseite 
ist diese Leiste, besonders beim 2 manchmal verkürzt, oder fehlt 
am Hinterschenkei ganz. Seiten der Schenkel unbehaart, glänzend 
und quergerieft. Schienen auf der Unterseite ebenso behaart, beim 
© schwächer. Tarsen dünn, lang und dicht behaart. 

Patria: Gopiapo a Vallenar, 1. VIII. 1954, coll. L. E. Pena, 
2 5c' und 3 29. (Holo-, Allo- und Paratype) in coll. L. Pena, San- 
tiago, davon 15 und 1 9 (Paratype) in coll. G. Frey. Ferner befin- 
den sich noch 15 Exemplare nach brieflicher Mitteilung in coil. 
L. Pena. 

Ps. crassiventris gehört in die Gruppe mit nicht ganz kahler 
Oberseite meiner Bestimmungstabelle unter 25 (2) zu discicollis 
Lac. cribrata Blanch. pilosa Sol. und conjungens Frm. Sehr ähnlich 
sieht die neue Art der intricaticollis, doch ist letztere ganz kahl, der 
Hinterkörper ist schmäler und weniger gewölbt. 


Psectrascelis (Cerostena) confinis n. sp. 


Schwarz, schwach glänzend, Beine rot oder angedunkeit. Ober- 
seite völlig unbehaart. Länge: 14—16 mm, Breite: 85—9 mm. 

Kopfklein, kurz, flach. Augen schmal, gewölbt, seitlich vor- 
stehend. Die Wangen sind seitlich gebogen aber nicht über die 
Augen vorragend. Übergang zum Clypeus eingebuchtet. Vorder- 
rand des Clypeus im Bogen ausgeschnitten, Ecken stumpf. Ein- 
druck vor der Stirn tief und ganz gerade. Oberfläche des Kopfes 
sehr grob, aber sparsam punktiert, Stirn gerunzelt, vor den Augen 
kein Haarfleck. Fühler stark behaart, sie überragen etwas die 
Basis des Halsschildes. Giied 2 sehr klein und schmal, Glied 3 
wenig länger als 4, 4—10 ungefähr gleich lang, alle Glieder an der 
Basis sehr schmal, vorne breit, die Seiten sind gerundet. Endglied 
eilörmig und am Ende etwas zugespitzt. Mentum groß, gewölbt, 
die Seiten fast gerade, rauh punktiert und behaart. 

Halsschild flach, doppelt so breit wie in der Mitte iang, 
größte Breite in der Mitte, nach hinten leicht ausgeschweift und 
kaum, nach vorne im sanften Bogen wenig verengt. Basis doppel- 
buchtig, Hinterwinkel ziemlich weit vorstehend und spitz, sie 


H. Kulzer: Elfter Beitrag zur Kenntnis der Tenebrioniden 


Be 


liegen auf den Flügeldecken auf. Vorderrand mit kräftiger Rand- 
leiste, im Bogen ausgeschnitten, Vorderwinkel vorstehend mit 
zahnförmiger, etwas nach außen gerichteter Spitze. Die Scheibe hat 
an den Seiten je eine kräftige, in der Mitte eine ilache Depression 
und ist stark wurmartig gerunzelt. 

Flügeldecken kurz oval, stark gewölbt, an den Seiten 
nach unten gewölbt, ohne Kante, am Ende kurz schwanzartig ver- 
längert. Die Oberseite und der umgeschlagene Teil ist sehr fein und 
spärlich punktiert. Die Epipleuren sind sehr schwach angedeutet 
und manchmal nur in der Mitte sichtbar. 

Prosternum stark gerunzelt, zwischen den Hüften breit 
und längsgefaltet, nach vorne und hinten geneigt, am Ende ver- 
rundet. Propleuren stark längsgefaltet. Mesosternum vorne ambos- 
ähnlich abschneidend. Abdomen kaum punktiert, leicht gerunzelt. 
Q hat am Vorderrand des Analsegments ein rundes Höckerchen, am 
vorletzten Segment in der Mitte einen Längskiel. Beim 3 sind diese 
Auszeichnungen an der gleichen Stelle aber sehr abgeschwächt. 
Beine verhältnismäßig kräftig, Schienen rund, geraspelt, Schenkel 
quergefaltet. Beim 5 haben alle Schenkel und die vorderen Paar 
Schienen auf der Unterseite eine nicht sehr dichte, lange, gelbe 
Behaarung. Hinterschienen beim 5 S-förmig gekrümmt, am Ende 
verdickt, die Unterseite der Verdickung ist filzartig belegt. Beine 
beim @ ohne nennenswerte Behaarung und Verdickung. Tarsen in 
beiden Geschlechtern dicht und lang behaart. 

Patria: Mucar (Lever) 4150 m, Antof. 17. X11. 1952, coll. L. E. 
Pena, 3 50’ und 19, (Holo-, Allo- und Paratype in coll. L. Pena, 
Santiago; 1 Paratype in coll. G. Frey. Weiter 7 Exemplare in call. 
L. Pena, die ich aber nicht gesehen habe. 

Ps. conjinis n. sp. müßte durch die kaum markierten Epipleu- 
ren zur Untergattung Psectrascelis s. str. kommen, doch die Aus- 
zeichnungen der Analsegmente geben keinen Zweifel über die Stel- 
lung zur Untergattung Cerostena. Die neue Art ist am nächsten 
mit mamillonea Lac. verwandt. Letztere unterscheidet sich durch 
folgende Merkmale: Halsschild viel schmäler, längsgefaltet. Epi- 
pleuren der Flügeldecken gut markiert, Beine schwächer behaart, 
Q am dritten und vierten Abdominalsegment mit Höckern ver- 
sehen (confinis am vierten und letzten), 5 von mamillonea ohne 
Auszeichnungen. 


486 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Über die westafrikanıschen Altıcıden 
(Col. Phytophaga) 
Mit 37 Textabbildungen 


Von Jan Bechyne, Museum G. Frey 


Wie aus der folgenden Liste der bisher bekannten Alticiden 
hervorgeht, wurde die Erforschung des westafrikanischen Gebietes 
im Vergleich mit Süd- oder Ost-Afrika sehr vernachlässigt. Der 
Grund ist im Mangel an Interessenten zu suchen. Um die Zeit 
der beiden Entomologen Jacoby u. Weise, die sich viel mit der 
afrıkanischen Fauna beschäftigten, war Westafrika nur selten von 
einem Naturforscher besucht, während im Osten und Süden ver- 
hältnismäßig viel gesammelt wurde. In der modernen Zeit be- 
schäftigte sich Herr G. E. Bryant (British Museum) aktiv mit den 
Alticiden von Britisch West-Afrika. In den letzten Jahren wurde 
in Französisch West-Afrika (Dakar) eine oflizielle Stelle unter der 
Leitung von Prof. T. Monod begründet - Institut francais d’Afrique 
noire (1.F.A.N.), welche die gesamte kulturelle Forschung (enthno- 
graphische, archeologische, linguistische, naturwissenschaftliche usw.) 
zusammenfaßt. 

Die entomologische Abteilung des I.F.A.N. (die Leitung hat 
Dr. A. Villiers) unter Mitarbeit von G. E. Bryant, besitzt eine gute 
Alticiden-Sammlung afrıkanischer Arten. Das Gebiet aber, wenn 
es auch nur das französische Territorium umfaßt, ist riesengroß 
und trotz der intensiven Arbeit, sowohl des I.F.A.N. als auch der 
in den letzten Jahren immer mehr in den Vordergrund kommen- 
den Forschungsstellen der wissenschaftlich organisierten Landwirt- 
schaft, bietet jedem unbegrenzte Studiumsmösglichkeiten an. Unter 
diesen Umständen entschloß sich Herr Frey eine Forschungsreise 
zu realisieren. Nach den freundlichen Informationen des I.F.A.N. 
war es Französisch Guinea, wo am wenigsten gesammelt wurde 
und so ist es vom April bis Juli 1951 dazu gekommen, daß ich 
mit meiner Frau dieses Gebiet besuchte. 

Nach Dakar und Conakry (Hauptstadt von Fr. Guinea) kamen 
wir noch in der Trockenzeit; größere Ausbeuten waren erst in 
der Regenzeit möglich: 


Bechyne: Über die westafrikanischen Alticiden 487 


Cercle de Dubreka, April: Coyah. 

Cercle de Kindia, April bis Juni: Friguiagbe, Damakanya, Se- 
gueia, Cassia, Pastoria u. Mt. 
Gangan (mit seinen faunis- 
tisch und botanisch verschie- 
denen Terassen). 

Fouta Djallon, Juni: Mamou und Dalaba (Quell- 

gebiet des Senegal). 

Kankan, Juli. 

Nzerekore (Regenwaldgebiet), Juli. 

Bamako (Franz. Sudan), Juli. 

In Nzerekore trafen wir Herrn S. H. Olsen, einen dänischen 
Entomologen, welcher noch weitere interessante Chrysomeliden 
unserem Institute sandte. Von Herrn Dr. Villiers bekam ich noch 
mehrere interessante Arten von anderen Gebieten. 

Hinsichtlich der geographischen Verbreitung der Arten zeigt 
es sich, daß die meisten Arten nur verhältnismäßig kleine Areale 
bewohnen. Dies ist durch die Mannigfaltigkeit der Pfianzenwelt 
zu erklären, welche hauptsächlich von den klimatischen Verhält- 
nissen abhängig ist. Arten, welche südlich und östlich von Belgisch 
Kongo (d. h. von dem nächstliegenden verhältnismäßig gut erforsch- 
ten Gebiet) und gleichzeitig auch in Westafrika vorkommen, sind 
äußerst selten; diejenigen Arten die noch im Belgisch Kongo ver- 
breitet sind, stellen nur einen winzigen Prozentsatz dar. Über die 
Artenverbreitung im Rahmen West-Afrikas s. str. läßt sich vor- 
läufig wegen Materialmangel überhaupt nichts sagen. 

In der folgenden Liste sind alle westlich von Kamerun ge- 
sammelten Alticiden aufgezählt. Manche Gattungen sind tabellarisch 
ım Rahmen der Lokalfauna bearbeitet. Die älteren literarischen 
Hinweise sind im Junk-Schenkling Katalog zu finden. 


Gen. Hespera Weise 1889 


Von West-Afrika wurde bisher keine Art bekannt. 

1 (4) Antennen kurz und ziemlich robust, die Mitte der Flügel- 
decken nicht überragend, das #. Glied kürzer als das 1., so 
lang als das 3. und 1,5 X länger als das 2. 

2 (3) Oberseite hell braungelb; Kopf, Scutellum, Unterseite und 
Antennite 4—11 schwarz, Tarsen angedunkelt. Behaarung 
soldgelb. Oberseite matt, fein granuliert. Long. 4—4,5 mm. 

Clypeus glänzender als die übrige Kopfoberseite, Clypeal- 
carına deutlich. Antennalcallı glänzend, gut umgrenzt. Thorax 


488 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gs. Frey, Bd. 6, 1955 


fast 2X breiter als lang, Seiten nach hinten schwach gerundet 
verengt, Vorderwinkel verdickt und abgerundet, Hinterwinkel 
stumpfeckig. Flügeldecken ohne Eindrücke, breiter als das 
Halsschild, dicht anliegend behaart, dazwischen mit spärlichen 
langen, abstehenden Härchen besetzt. 1. Glied der Hinter- 
tarsen so lang wie die 3 folgenden zusammengenommen. 
&. Letztes Abdominalsegment hinten geradlinig abge- 
stutzt, mit einer großen glänzenden Vertiefung in der Mitte, 
Sinus klein. Tarsen kaum erweitert. 
9. Hinterrand des einfach gewölbten letzten Abdominal- 
sesmentes halbkreisförmig. 
Hesdera dalabenst n. Sp. Fan ig. D). 
Fr. nen Dalaba 1200 m, VI. 1951; Segueia, V. 1951 
Subsp. gracilior nov.: Kleiner, 3 mm, Untersend und Schild- 
chen hell. Mir Wesen nur 2 99 !vors 
Fr. Sudan: Kati, VIII. 1913 (E. Fletiaux, 1.F.A.N.). 
3 (2) Schwarz, silbergrau behaart, die 4 ersten Antennite und Beine 
hell rotgelb. 
Long. + 3 mm. 
Wie die vo- 
rige Art, aber viel 
kleiner, die weiß- 
liche abstehende 
Behaarung der 
Elytren sehrspär- 
lich und der Ein- 
druck auf dem 
letzten Abdomi- 
nalsegment des 


Jhufeisenförmig 


1 2 
Abb. 1—2. Umriß von Hespera dalabensis (1) und von 
Hespera occidentalis (2) 


gestaltet. 
Hespera argyro- 
phora n. sp. 
Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951. 
4 (1) Fühler lang, die Mitte der Elytren weit überragend, das 4. 
Glied länger als das 1., fast 3X länger als das 2. 
3 (6) Größer, 3—3,5 mm. Oberseite dicht und äußerst kurz gelb- 
lich anliegend behaart, matt, Flügeldecken sehr fein granu- 
liert (Vergrößerung 40—50 x‘). 
Antennalcalli matt wie die fein granulierte Stirn, Cly- 
peus glänzend. Das 3. Antennit mehr als 2X so lang wie 


Bechyne: Über die westafrikanischen Alticiden 459 


 — 


das 2. Halsschild breiter als lang, Trapezform, nach hinten 
geradlinig verengt. Beim 9 ist das letzte Abdominalsegment 
zugespitzt; 5 unbekannt. Schwarz, Fühler (zur Spitze ange- 
dunkelt), Beine und die #4 ersten Abdominalsegmente gelb, 
Hinterbeine zuweilen angedunkelt. . . . Hespera fouta.n. sp. 

Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951. 

6 (5) Kleiner, 2—2,5 mm. Oberseite spärlich grau behaart, glän- 
zend, Granulierung der Flügeldecken gron, unter 10--15 
facher Vergrößerung gut sichtbar. 

Antennalcalli glänzend wie die grob und spärlich (aber 
flach) punktierte Stirn und Vertex. Halsschild trapeziform, 
kaum breiter als lang. Das 3. Antennit kaum 1,5 X länger 
als das 2., das 4. so lang wie die beiden vorhergehenden zu- 
sammengenommen. Färbung wie bei der vorhergehenden Art. 

&. Antennen robust, das 5. Abdominalsegment in der 
Mitte eingedrückt, Mitteltibien gebogen. 

©. Antennen zart, das 5. Abdominalsegment zugespitzt, 
Tibien gerade. . . . . . Hespera occidentalis n. sp. (Fig. 2) 

Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951. 


Gen. Gabonia Jacobv 1893 


(= Jamesonia Jacoby 1895 —= Thrymnes Weise 1895 == 
Orneates Jacoby 1899) 


Dies ist einer der typischen Repräsentanten der Aphthonini 
in Afrika. Er bildet mit den folgenden Genera einen Komplex, 
welcher durch den Besitz von mehreren setiferen Punkten am 
Seitenrand des Thorax und durch einen auflallend langen Enddorn 
der Hintertibien von den übrigen Genera-Arten, zu unterscheiden ist. 
Bei gut erhaltenen Exemplaren sind die Setae unter 20—50 facher 
Vergrößerung gut sichtbar, dagegen kommen die setiferen Punkte 
selbst erst unter 100—200 facher Vergrößerung zum Vorschein. 
Bei den übrigen Aphthonini sind nur die normalen setiferen Punkte 
(je einer in jedem Eck) vorhanden. Bei der Gattung Hespera, welche 
ebenfalls in diese Gruppe gehört, ist dieses Merkmal schwer zu 
finden, weil die ganze Oberseite dicht behaart ist; diese dichte 
Behaarung charakterisiert übrigens genügend diese Gattung (bei 
abgeriebenen Exemplaren ist dann die Punktulierung der Ober- 
seite so dicht, daß die Intervalle auffallender als die Punkte sind 
— die Oberseite zeigt eine Granulierung). 

Die Antennen der 5‘ dieser Gattungsgruppe, namentlich 
aber bei Gabonia sind äußerst verschieden gestaltet und erlauben 


490 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


diese auf den ersten Blick recht monotone Gruppe verhältnismäßig 

leicht zu klassifizieren. Das Genus Decaria wurde wegen der redu- 

zıerten Zahl der Antennite als eine einsam stehende taxonomische 

Einheit betrachtet; sie stellt jedoch allen Merkmalen nach nur eine 

derivierte Artengruppe der Gabonia dar. Beide Gattungen (und 

auch die Gattung Nzerekorena) tragen auf der Oberfläche und auf 
dem Seitenrand der Flügeldecken (namentlich in der Apikalgegend) 
einzelne feine Härchen, wie es auch bei dem orientalischen Genus 

Luperomorpha (mit einigen Arten in der angrenzenden Region der 

Paläarktis) der Fall ist. Luperomorpha unterscheidet sich von den 

afrıkanischen Verwandten u.a. durch nur schwach verdickte Hinter- 

femora. 

1 (2) Antennen 10-gliederig. . 2. = waasssefDeenzriauN.eise 

2 (1) Antennen 11-gliederig. 

3 (4) Thorax jederseits mit einem kräftigen Eindruck. Körper läng- 
lich mit filiformen, sehr langen Fühlern, das 4. Antennit so 
lang wie die 3 vorhergehenden zusammengenommen. 1. Glied 
der Hintertarsen so lang wie die 5 folgenden zusammen. 
Epipleuren ?/, der Flügeldecken erreichend. 
ES Vera Nzerekorena n. gen. 

+(3) Thorax ohne Eindrücke. Fühler robust, dick. RR 

Gabonia Jacoby 
Gabonia theobromae Bryant 1944 (Fig. 5) 

Bull: Ent. Res, 35,: p..142, he. 2. 

Fr. Guinea: Damakanya, IV. 1951; Dalaba, 1200 m, VI. 1951; 
Nzerekore, VH. 1951; ibid., IX., X., XI. et XII. 1951, I., II., I. et 
IV. 1952 (S. H. Olsen, Mus. G. Frey). 

Elfenbeinküste: Bingerville, III. 1946 (H. Alibert, British Mu- 
seum, Typus); Reserve du Banco, H. 1950 (B. Holas, 1.F.A.N ). 

Kamerun: Kribi, XII. 1951 (Dekeyser, Lepesme & Villiers, 
LR.A.N)., 

Long. 4—5 mm. 

Rot, Unterseite, Beine und die 3 ersten Antennite heller, die 
übrigen Fühlerglieder schwarz. Körper oval, stark glänzend. 

Kopf glatt, oberhalb der fast geraden Frontalfurche, welche 
hinten die transversalen Antennalcalli begrenzt, fein und zerstreut 
punktiert (Vergrößerung 50—100 X). Clypealcarina breit, dreieckig, 
kaum mehr als die Antennalcalli gewölbt. Stirn deutlich breiter 
als ein Augenquerdiameter. Fühler dick, die Mitte der Flügel- 
decken nicht erreichend, das 2. Glied kugelig, das 3. 1,5 X länger 


Bechyne@: Über die westafrikanischen Alticiden 49] 


als das 2., das 4. verdickt, kaum länger als das 3., die folgenden 
dick wie das #., weniger als 1,5 X länger als breit (), oder 1,5 x 
breiter als lang und nicht so stark verdickt (9). 


3 4 5) 6 & 8 >) 
Abb. 3—9. Linke Antenne (von oben betrachtet) der Gabonia 
hermonia (3). G. discontinuens (4), G. ferruginea (5), ©. gloria (6), 


G. nigropicea (7), G. theobromae (8) und G. amplicornis (9). 


Thorax fein und spärlich punktuliert (Vergrößerung 50—100x‘), 


doppelt breiter als lang, in der Mitte am breitesten, Seiten ge- 


8; 
rundet, Vorderwinkel schräg, stark verdickt. Seitenrand mit der 
Basis einen perfekten Halbkreis bildend. die Hinterwinkel auf der 
Unterseite gelegt, sodaß das entsprechende setifere Grübchen von 
oben kaum sichtbar ist. 

Elytren deutlicher punktiert (Vergrößerung 20%), Apikal- 
winkel gerundet. Tribialrinne der Hinterschenkel von unten nicht 
sichtbar. Beim 5 ist das 1. Glied der $ vorderen Tarsen erweitert, 


Sinus groß. 


Das einzige 2 von Kamerun hat angedunkelte Tarsen. 


Gabonia ferruginea Allard 1890 (nov. comb.) (Fig. 5) 


Aphthona jerruginea Allard 1890. 

Fr. Guinea: Mt. Gangan, 550—/00 m, V. 1951; Dalaba. 
1200 m, VI. 1951. 

Von Assinie (Elfenbeinküste) beschrieben. 

Long. 3—3,5 mm. 

Rotgelb, Fühler ab 4. Glied schwarz (9) oder pechschwarz (J'). 


Körper oval, Oberseite glänzend. 


49 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Der G. theobromae Bryant ähnlich, kleiner. Stirn fast doppelt 
breiter als ein Augenquerdiameter, Halsschild und Flügeldecken 
relativ stark punktiert (Vergrößerung 20x). Fühler völlig ver- 
schieden gestaltet. Beim 5 reichen sie weit hinter die Mitte der 
Flügeldecken, Glied 2 und 3 kugelig, sehr klein, die 4 folgenden 
stark dreieckig erweitert, dabei jedes länger als breit und min- 
destens dreimal dicker als das 2. oder das 3. Glied. Das 4. Glied 
so lang als die 3 vorhergehenden zusammengenommen. Glieder 
8—11 weniger verdickt als die vorhergehenden. Beim 9 reichen 
die Fühler nur zur Mitte der Elytren; sie sind einfach verdickt 
(ohne dreieckige Erweiterungen), Glieder 2, 3 und 4 graduell an 
Länge zunehmend, das #4. knapp so lang wie die 2 vorhergehen- 
den zusammengenommen. 


Gabonia villiersi n. sp. 


Togo: Klouto, 500—800 m, VI. 1950 (A. Villiers, I.F.A.N.); 
Togo, ohne nähere Fundortsangabe (Conradt, coll. Heikertinger, 
Mus. G. u 

Long. 2,8—3 mm. 9 unbekannt. 

Rotbraun, Halsschild und die ersten #4 oder 5 Antennite gelb, 
Kopf und die übrigen Fühlerglieder pechbraun. Oberseite glänzend. 

Der vorhergehenden G. ie sehr ähnlich, aber die Stirn 
ist kaum breiter als ein Augendurchmesser, Antennite 4—7 sehr 
stark dreieckig erweitert, dabei jedes Glied breiter als lang, Hinter- 
winkel des Halsschildes stumpfwinkelig, deutlich heraustretend, 
weil die Seiten parallel, nur schwach gerundet sind (bei der vorigen 
Art, sowie bei G. theobromae Bryant, bilden die stark gerundeten 
Seiten mit der Basis einen Halbkreis). 


Gabonia discontinuens n. sp. (Fig. 4) 


Fr. Guinea: Mt. Gangan, 800 m, V. 1951; Pastoria, V. 1951. 

Long. + 5 mm. 

Rotgelb, Tibien, Tarsen und Antennen gelb, Scheibe der Flügel- 
decken in breitem Umfange angedunkelt. Körper oval, Oberseite 
glänzend. 

J. Kopf glatt, oberhalb der fast geraden Querfurche hinter 
den dreieckigen Antennalcalli fein und zerstreut punktiert (Ver- 
srößerung 30—40 X). Clypealcarina scharf, schmal, T-förmig. Stirn 
kaum breiter als ein Augenquerdiameter. Fühler unterhalb der 
Mitte des Augeninnenrandes eingefüst, die Mitte der Flügeldecken 
überragend, Glied 2 und 3 sehr kurz, kugelig, das 4. Glied eine 


Bechyne@: Über die westafrikanischen Alticiden 493 


Spur länger als die beiden vorhergehenden zusammengenommen. 
Glieder 4—10 erweitert, 4—6 stärker als 7—10, jedes der 4—10 
mehr als doppelt länger als breit. 

Halsschild spärlich punktiert (Vergrößerung 20—30 X), doppelt 
breiter als lang, in der Mitte am breitesten, Vorder- und Hinter- 
winkel zahnförmig erweitert, setifere Grübchen der Hinterwinkel 
auf der Oberfläche gelegt. 

Elytren deutlicher punktiert als das Halsschild, Naht vertieft. 
Tibialrinne der Hinterfemora von unten nicht sichtbar. 1. Glied 
der 4 vorderen Tarsen mäßig erweitert, Sinus tief. Außenkante 
der Hintertibien dicht gezähnelt. 

9. Fühler dünner, das 1. Drittel der Flügeldecen erreichend, 
Glieder 2—4 graduell an Länge zunehmend, das 4. 1,5 X länger 
als das 2. Beine zarter gebaut, das 5. Abdominalsegment hinten 


abgerundet. 


Gabonia alta n. sp. 


Fr. Guinea: Mt. Gangan, 800 m, V. 1951; Dalaba, 1200 m, 
VI. 1951; Kankan, VII. 1951. 

Long. 6,5—7 mm. 

Wie die vorige Art, aber die Flügeldecken schwarz, nur die 
Seiten, die Naht und das Apikalzehntel rotbraun ; wesentlich größer, 
Thorax im Niveau der Hinterwinkel am breitesten und das #. An- 
tennit des 5’ fast doppelt länger als die 2 vorhergehenden zu- 
sammengenommen. 

Beide Arten, G. discontinuens und G. alta unterscheiden sich 
von der folgenden G. nervosa Allard außer der Färbung und durch 
beim 5 erweiterten Antennite 4—10, durch beborstete, nicht ge- 
zähnelte Außenkante der Hintertibien und durch beim J' nicht, 
wulstförmig gewölbte Flügeldeckennaht. 


Gabonia nervosa Allard 1890 (nov. comb.) 


T'hyamis nervosa Allard 1890 (5). 
Thrymnes nucleus Weise 1895 (9). 
Fr. Guinea: Nzerekore, VI. 1951; ibid., II. 1952 (S.H. Olsen 
Mus. G. Frey). 
Liberia: Webo, 1948 (Holas et Dekeyser, I.F.A.N.). 
Elfenbeinküste: Assinie (Allard). 
Goldküste: Ashanti (Weise). 
Nigeria: Calabar (coll. E. Fletiaux, 1.F.A.N.). 
Long. 4—5 mm. Ä 


494 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Rostrot, Kopf am Vertex und Labrum + angedunkelt, Beine 
heller, Fühler und Halsschild gelb. Körper oval, Oberseite mäßig 
glänzend. 

Die beiden vorhergehenden Arten, G. discontinuens und G. alta 
haben äußerst kurze Genae, die nicht einmal ein Zehntel der 
Augenlänge erreichen. Bei der vorliegenden Art nehmen sie ein 
gutes Viertel ein; infolgedessen ist der Clypeus wesentlich länger. 
Stirn schmäler als ein Augenquerdiameter. Fühler des / nur schwach 
verdickt (im Vergleich zu den vorhergehenden Arten), das 4. An- 
tennit länger als die 2 vorhergehenden zusam- 
mengenommen. Auf den Flügeldecken entlang 
der Naht erhebt sich beim 5 eine mächtige wulst- 
förmige Erhabenheit in den ersten 5 Vierteln 
(beim 9. völlig fehlend). Die Außenkante der 
Hintertibia dicht beborstet. 


Gabonia erenicornis n. sp. (Fig. 10) 


Fr. Guinea: Nzerekore, IV. 1952 .(S. H. 
Olsen, Mus. G. Frey). 


10 Long. 5 mm. 9 unbekannt. 
Abb. 10. Das 6. und 


die Basis des 7. An- 


Der vorgehenden G. nervosa sehr ähnlich, 
dunkler, Fühlerbasis rotbraun, die Spitze an- 
sedunkelt, Flügeldeckennaht einfach. Fühler das 
1. Drittel der Flügeldecken erreichend, das 4. 
Glied kürzer als die 2 vorhergehenden zusammengenommen, die 
Außenkante der Glieder 6—9 mit einer fein und dicht gezähnel- 
ten (Vergrößerung 100 X) messerscharfen hyalinen Leiste versehen. 


tennites von Gabonia 


crenicornis. 


Gabonia malacorhineides n. sp. 


Fr. Guinea: Nzerekore, IV. 1952 (S. H. Olsen, Mus. G. Frey). 

Long. 6,5 mm. © unbekannt. 

Hell braungelb, Vertex mit 2 quergestellten schw 'arzen Makeln, 
Scutellum, Flügeldeckenbasis und -seitenrand vorne, ferner die 
Spitze und die Epipleuren rotbraun, Körper oval, Oberseite glän- 
zend. 

Kopf glatt, Vertex sehr fein und weitläufig punktuliert (Ver- 
srößerung 50—100 x), Stirn 1,5 X breiter als ein Augenquerdia- 
meter, seicht quereingedrückt. Antennalcalli wenig gewölbt, quer, 
dreieckig. Clypealcarina schwach heraustretend, T-förmig. Fühler 
unterhalb der Mitte des Augeninnenrandes eingefügt, robust, die 


Mitte der Flügeldecken kaum erreichend, das 3. Glied eine Spur 


Bechyn&: Über die westafrikanischen Alticiden 495 


länger als das 2., das 4. länger als das 3., so lang als die 2 vor- 
hergehenden zusammengenommen. 

Thorax doppelt breiter als lang, nahe der Mitte am breite- 
sten, so wie der Vertex punktuliert. Vorderwinkel abgerundet, 
Hinterwinkel von oben nicht sichtbar, so daß die stark gerundeten 
Seiten und die Basis einen regelmäßigen Halbkreis bilden. 

Flügeldecken breiter als das Halsschild, etwas stärker punk- 
tiert, im ersten Drittel am breitesten. Elytropleuren breit; dicht 
neben ihnen, im ersten Drittel, liegt eine tiefe längliche Grube, 
welche in ihrer Mitte einen Höcker besitzt. Epipleuren sehr breit, 
aber schon kurz hinter der Mitte völlig verschwindend. Metepi- 
sternen der ganzen Länge nacı vertieft. 1. Glied der & vorderen 
Tarsen stark erweitert. Hintertibien dorsal abgeflacht und mit einer 
Längscarina versehen, Aufßenkante dicht beborstet, Enddorn ver- 
hältnismäßig kurz. 

Durch die Bildung der Flügeldecken ausgezeichnet. G. bijoveo- 
lata Weise, die mir in natura unbekannt geblieben ist, besitzt zwar 
auch eine ähnliche Grube an den Seiten der Elytren, aber sie ist 
anders gefärbt und nur 3 mm lang. 


Gabonia bifoveolata Weise 1895 


Goldküste: Ashantı (Weise). 


Gabonia amplicernis n. sp. (Fig. 9) 


Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951; Mt. Gangan, 800 m, 
V. 1951; Damakanya, V. 1951; Mt. Nimba, 500— 00 m, IX. 1946 
ex. Villiers, 1. F._A.N.). 

Elfenbeinküste: Tonkoui, 900— 1200 m, IX. 1946 (A. Villiers, 
LE #.A.N.): 

Long. + 3 mm, 

Rotgelb ‚Fühlerglieder 3—11 pechbraun (5) oder 6—11 schwarz 
(2). Körper länglich, Oberseite glänzend. 

JS. Kopf glatt, Stirn schmäler als ein Augenquerdiameter, hin- 
ter den quer dreieckigen gewölbten und gut umgrenzten Antennal- 
calli tief quer eingedrückt. Clypeallängscarina hochgewölbt, nach 
vorne dreieckig erweitert, Quercarina nur angedeutet. Fühler im 
vorderen Drittel des Augeninnenrandes eingelenkt, das 1. Drittel 
der Flügeldecken erreichend, die ersten 2 Glieder kahl und slän- 
zend, die übrigen matt, granuliert und lang behaart, Glieder 6 
und 7 unterseits stark glänzend. Das 2. Glied kugelig, das 3. er- 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 32 


496 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


weitert und doppelt länger als das 2., das 4. kaum kürzer aber 
breiter als das 3., das 5. kaum länger als breit, das 6. das dickste, 
doppelt breiter als das 3., unterseits ausgehöhlt, das 7. schmäler 
und länger, Glieder 8—11 kleiner, von der Breite des 3. Anten- 
nites. 

Halsschild schwach transversal, 1,5 X breiter als lang, nahe 
der Mitte am breitesten, Seiten gerundet, alle Winkel schwach ver- 
dickt, die hinteren stumpfeckig. Punktierung der Oberfläche kaum 
erkennbar (Vergrößerung 50 X). 

Elytren breiter als das Halsschild, deutlich punktiert (Vergrös- 
serung 20—30 X). Tarsen sehr schwach erweitert, Sinus klein. End- 
dorn der Hintertibien relativ kurz (kaum so lang wie das 2. Tarsit). 

©. Fühler einfach, zur Spitze leicht verdickt, das 3. Glied 1,5 X 
länger als das 2., das 4. etwas kürzer, Glied 5 und 6 wie das 4., 
das 7. so lang wie das 3., die folgenden kürzer. Beine zart, 5. Ab- 
dominalsegment hinten leicht ausgezogen. 

Mit der kamerunischen G. media Weise verwandt, aber die 
Proportionen der einzelnen Antennite anders. 


Gabonia amidora n. sp. 


Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951. 

Long. + 3 mm. 

Rotbraun, Antennite 4—11 pechbraun. Körper länglich, Ober- 
seite glänzend. 

Der G. amplicornis sehr ähnlich, im allgemeinen dunkler, auf 
den Flügeldecken stärker punktiert. Fühler des 5 die Mitte der 
Flügeldecken überragend, robust, nur das kugelige 2. Glied und 
das 3., welches fast doppelt so lang als das 2. ist, zart gebaut, 
Glieder 4—11 dicht grau behaart, länglich. Fühler des @ kürzer, 
dünner, auch das 4. Glied ist zart wie die vorhergehenden. Bei 
beiden Geschlechtern ist das Halsschild schwach transversal mit 
zahnförmig heraustretenden Vorderwinkeln und sehr obtusen Hinter- 
winkeln. Flügeldecken parallelseitig. 


Gabonia comes n. sp. (Fig. 11, 12) 


Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951. 

Long. + 2,5 mm. 

Rotbraun, die 6 letzten Antennite schwarz. Oberseite stark 
glänzend. 

Form und Skulptur wie bei G. amplicornis, aber die Hinter- 


winkel des Halsschildes fast völlig abgerundet. Fühler des 5 robust, 


Bechyn&: Über die westafrikanischen Alticiden 497 


die Mitte der Flügeldecken kaum erreichend, das #4. Glied länger 
als die 2 vorhergehenden zusammengenommen, das 8. Glied drei- 
eckig, das 9. sehr groß, stark verdickt, so lang wie das 10. und 
das 11., oder das 7. und das 8. zusammengenommen. 

Diese Art ist der G. maynei La- 
boiss. (von B. Kongo) sehr ähnlich; bei 
ihr ist das 9. Antennit des 5’ unterseits 
ausgehöhlt, während sich auf der Außen- 
seite ein dornartiger Tuberkel befindet 
und die Unterseite bei G. comes abge- 


flacht ist. 


Gabonia bohumilae n. sp. 


Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 
1951; Mt. Gangan, 550 m, V. 1951. 

Long. + #4 mm. 

Rotbraun, Labrum, Antennite 5 bis “ a ea 
11, Flügeldeckennaht und Spitze der ER e, 
Hinterschenkel schwarz, das 4. Antennit yon Gabonia comes, aus zwei 
und Tarsen + angedunkelt. Körper verschiedenen Richtungen 


oval, stark glänzend. betrachtet. 

d. Kopf ohne Punktierung. Antennalcalli transversal, gut um- 
srenzt, hinten von einer fast geraden Querfurche akzentiert. Cly- 
peallängscarina schmal und scharf, Quercarina hoch. Stirn kaum 
breiter als ein Augenquerdiameter. Fühler in der Mitte des Augen- 
innenrandes eingefügt, robust, die Mitte der Flügeldecken er- 
reichend, das 2. Glied kugelig, so lang wie das 3., das 4. so lang wie 
die 2 vorhergehenden zusammengenommen und so lang als eines 
der folgenden, Glieder 4—10 verdickt, schwach dreieckig erweitert. 

Halsschild nahe der Mitte am breitesten, doppelt breiter als 
lang, Seitenrand (stark gerundet) und Basis einen Halbkreis bil- 
dend, welcher von den zahnartig herausragenden Hinterwinkeln 
unterbrochen ist. Setifere Punkte der Hinterwinkel an den Seiten 
gelegt. Vorderwinkel stark erweitert, zahnförmig. Oberfläche spär- 
lich punktiert (Vergrößerung 20—30 X‘). 

Elytren stark punktiert (Vergrößerung 5 


8%), Punkte bie 
und da in dichten Längsreihen eingeordnet. Elytropleuren deut- 
lich bis in den latero-apikalen Winkel fortgesetzt. Tibialrinne der 
Hinterschenkel an der distalen Spitze auch von der Unterseite sicht- 
bar. Metepisternen sehr breit. Das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen 
mäßig erweitert, Sinus groß. 


498 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Q. Beine zarter gebaut. Das 3. Antennit länger als das 2., 
Glieder 4+—10 einfach verdickt, nicht schwach dreieckig erweitert. 
Das 5. Abdominalsternit hinten zugespitzt. 

Die vorliegende Art ist durch die Bildung der Fühler und der 
Hinterschenkel als auch durch die Färbung von G. theobromae Bry- 
ant verschieden, von der gröberen Skulptur abgesehen. 


Gabonia nasalis n. sp. 


Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951; Nzerekore, VII. 1951; 
Mt. Nimba N. E., 500—700 m, IX. 1946 (A. Villiers, I. F. A. N.). 

Elfenbeinküste: Tonkoui, 900—1200 m, IX. 1946 (A. Villiers, 
I. E:.A2.N.). 

Long. 3—3,5 mm. 

Rotgelb, Tarsen + angedunkelt, Clypeus, Labrum, Palpen, 
Antennite +—11 und Spitze der Hinterschenkel schwarz, Naht der 
Flügeldecken angedunkelt. Oberseite glänzend, 

Sehr ähnlich der G. bohumilae, kleiner, anders gefärbt und 
durch die Bildung der Flügeldecken beim 5 völlig verschieden: 
Vor der Spitze nahe der Naht befindet sich ein tiefer Längsein- 
druck, welcher von der Naht vorne mehr als hinten entfernt ist. 


Gabonia ganganensis n. sp. 


Fr. Guinea: Mt. Gangan, 508—900 m, V. et VI. 1951. 

Long. 2.5—3 mm. 

Mit der vorigen Art völlig übereinstimmend in Skulptur und 
Form der Flügeldecken beim 5, aber der Kopf ist hell und die 
Antennite 6—8 des 5 sind stärker dreieckig erweitert. 

Bei beiden Arten haben die 29 ein einfach gebildetes Pygi- 
dium ohne Einschnitt. Beim 9 der G. nasalis sind die Antennen 
robust, Endglieder so dick wie die Spitze der Vorderschenkel; beim 
Q der G. ganganensis sind die Antennen wesentlich graziler, nur 
halb so dick wie die Spitze der Vorderfemora. Die 29 beider Ar- 


ten unterscheiden sich von G. ampflicornis durch das breit gebaute 
Halsschild. 
Gabonia ineisella n. sp. 

Fr. Guinea: Mt. Gangan, 500—550 m V. 1951. 

Long. 2,8—3 mnı. 

Rotgelb, Antennite 6—10 angedunkelt. Oberseite stark glän- 
zend. 

Von den beiden vorhergehenden Arten durch die Färbung 
der Fühler und durch einfarbig helle Hinterschenkel zu unterschei- 


Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden 499 


den. Beim 5 sind die Antennen wie bei G. nasalis gebildet, aber 
die Flügeldecken sind hinten neben der Naht nur schwach vertieft. 
Das 2 unterscheidet sich von allen bisher bekannten Arten durch 
einen tiefen bis zur Mitte des Pygidiums reichenden schmalen Ein- 
schnitt. Das 5 ist außerdem, gegenüber den vorhergehenden Arten, 
durch die in der Mitte verdickten Hintertibien gekennzeichnet, 
von ähnlicher Bildung wie bei G. curvipes. 


Gabonia sericeicollis n. sp. 


Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, V1. 1951. 

Elfenbeinküste: Tonkoui, 500—900 m, IX. 1946 (A. Villiers, 
IE AN.) 

Long 3 mm. 5 unbekannt. 

Rotgelb, Hinterschenkel und die 5 letzten Antennite schwarz. 
Körper länglich, Clypeus, Scutellum und Flügeldecken glänzend, 
Stirn, Vertex und Halsschild matt (Retikulierung unter 3040 
facher Vergrößerung sichtbar). 

Kopf glatt, Stirn so breit wie ein. Augenquerdiameter. Anten- 
nalcalli oval, schräg gestellt, gut umgrenzt. Clypeallängscarina hoch 
und scharf, Quercarina undeutlich. Fühler die Mitte der Flügel- 
decken kaum erreichend, zur Spitze verdickt, Glieder 2—4 gra- 
duell an Länge zunehmend, das +. so lang wie die 2 vorhergehen- 
den zusammengenommen, das 2. kusgelige. 

Halsschild doppelt breiter als lang, nahe der Basis am breitesten, 
Seiten gerundet, alle Winkel verdickt, tuberkelförmig. Oberfläche 
sehr deutlich punktiert (Vergrößerung 20 x). 

Flügeldecken breiter als das Halsschild, stärker punktiert. 

Von allen übrigen konkoloren Arten durch das retikulierte 
Halsschild trennbar. 


Gabonia gloria n. sp. (Fig. 6) 


Fr. Guinea: Dalaba 1200 m, VI. 1951; Mt. Gangan, 900 m, 
VI. 1951; Mt. Nimba N. E., 500—700 m, IX. 1946 (A. Villiers, 


LF.A.N.). 
Elfenbeinküste: Tonkoui, 500—1200 m, IX. 1946 (A. Villiers, 
L.F.A.N.). 


Long. 3,2—3,5 mm. 

Rostrot, Thorax, Fühler und Beine hell braungelb, die 5 letzten 
Antennite und die Spitze der Hinterschenkel schwarz, Flügeldecken- 
naht + angedunkelt. Körper oval, Oberseite stark glänzend, Hals- 
schild (namentlich bei den 99) etwas matter. 


500 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


‘. Stirn und Vertex fein und spärlich punktuliert (Ver- 
srößerung 50 X). Antennalcalli groß, viereckig, gut umgrenzt. Cly- 
peallängscarina scharf, Quercarina sehr breit, wulstig. Stirn viel 
schmäler als ein Augenquerdiameter. Fühler die Mitte der Flügel- 
decken nicht erreichend, unterhalb der Mitte des Augeninnenrandes 
eingelenkt. Das 2. Glied kugelig, das 3. so lang wie das 2., aber 
dreieckig, das 4. ist das dickste, länger als die 2 vorhergehenden 
zusammengenommen, doppelt breiter als das 3., das 5. kürzer und 
eine Spur dünner als das #., von gleicher Form wie das 6., Glieder 
?—11 untereinander von ungefähr gleicher Form, jedes dünner 
und kürzer als das 6. Glied. 

Thorax doppelt breiter als lang, in der Mitte am breitesten, 
Seiten stark gerundet, Hinterwinkel in Form eines winzigen aus- 
springenden Zähnchens, Vorderwinkel verdickt. Oberfläche fein und 
spärlich punktiert (Vergrößerung 50 X‘). 

Flügeldecken breiter als das Halsschild, im ersten Drittel am 
breitesten, stark punktiert (Vergrößerung 10x). 1. Glied der 4 
vorderen Tarsen merklich verdickt, Sinus groß. Außenkante der 
Hintertibien dicht behaart. 

9. Fühler zur Spitze einfach verdickt, Glieder 2—4 sukzessiv 
an Länge zunehmend, das 4. (das längste) so lang wie die 2 vor- 
hergehenden zusammengenommen. Thorax stärker punktiert (Ver- 
srößerung 20 x). 

An der Färbung und der Form der Antennen des 7 kenntlich. 


Gabonia ceurvipes n. sp. 


Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951. 

Long. 3—3,5 mm. 

Unterseite, Beine, Thorax und Antennite 1—4 und 11 hell 
braungelb, Kopf, Flügeldecken und die mittleren Fühlerglieder 
pechbraun. Oberseite stark glänzend. 

Der vorigen Art (G. gloria) sehr ähnlich, von gleicher Skulptur, 
aber die Fühler sind bei den beiden Geschlechtern einfach zur 
Spitze verdickt (die mittleren Antennite kaum breiter als die End- 
glieder), das 3. Glied ist länger als das #., länger als die beiden 
vorhergehenden zusammengenommen, die Hintertibien erweitern 
sich im Bogen stark nach außen beim 5 (kurz hinter der Mitte 
am breitesten). Das @ besitzt etwas kürzere Antennen, das 3. Glied 
ist kürzer, so lang wie das 4. und die Hintertibien sind im ersten 
Drittel gekrümmt. 

Die Form der Tibien charakterisiert am besten diese dunkle Art. 


nn nn EEE EEE EEE 


Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden 501 


Gabonia hermiona n. sp. (Fig. 3) 


Fr. Guinea: Dalaba, VI. 1951. 

Long. 2,3—3 mm. 

Wie die vorige Art, aber das Sternum dunkel, Oberseite glänzend. 

Die Hintertibien sind bei beiden Geschlechtern einfach, weder 
verdickt noch gekrümmt. Fühler des Z von der Körperlänge, das 
4. Glied länger als die vorhergehenden zusammengenommen, Glieder 
4—11 ungefähr von gleicher Länge, Glieder 4—6 zur Spitze schwach 
erweitert. Beim 2 erreichen die Antennen nur die Mitte der Elytren 
und sie sind zur Spitze einfach verdickt. Das © hat eine länglı- 
chere Gestalt als das 2© der G. gloria und das Halsschild ist so 
stark glänzend wie die übrige Oberfläche (etwas matter bei G. gloria); 
auch die Färbung ist verschieden. 

Die Elytren dieser Art sind zuweilen heller gefärbt; der Kopf 
aber und die Flügeldeckennaht bleiben dabei stets dunkler. 


Gabonia helodina n. sp. 


Fr. Guinea: Nzerekore — Boma, XI. 1951 (S. H. Olsen, Mus. 
G. Frey). 

Long. 2,5 mm. 9. unbekannt. 

Rotbraun, Fühler und Beine heller, Naht der Flügeldecken 
schwärzlich. Oberseite glänzend. 

Kopf glatt, ohne Punktierung. Stirn beinahe nur halb so breit 
wie ein Augenquerdiameter, hinter den schwach hervortretenden 
Antennalecalli tief quer gefurcht. Clypealcarina T-förmig, nahe der 
Fühlerinsertionsstelle messerscharf. Fühler länger als der Körper, 
robust, Glieder 5—9 schwach verdickt, das 2. Glied kugelig, so 
lang wie das 93., das 4. so lang wie die 3 vorhergehenden zu- 
sammengenommen. Genae äußerst kurz. 

Halsschild 1,5 X breiter als lang, Seiten fast parallel, kaum 
merklich gerundet. Alle Winkel verdickt. tuberkuliform, Oberfläche 
deutlich (Vergrößerung 20 X) nicht dicht punktiert. 

Flügeldecken stark punktiert (Vergrößerung 6—10 X). Das 
1. Glied der 4 vorderen Tarsen schwach verdickt. Aufßenkante der 
Hintertibien dicht beborstet. 

Der G. hermiona sehr ähnlich, anders gefärbt und durch die 
Erweiterung der Antennite 5—9 (bei G. hermiona sind es die Glieder 


4—6) recht verschieden. 
Gabonia varicornis n. sp. 


- Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951. 


ou 
ee) 
IND 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gsg. Frey, Bd. 6, 1955 


Elfenbeinküste: Tonkoui, IX. 1946 (A. Villiers, I. F. A. N.). 

Togo (Conradt, coll. Heikertinger, Mus. G. Frey). 

Long. 3—3,2 mm. 

Mit G. helodina übereinstimmend, heller, die ersten 4 An- 
tennite rotbraun, die 2 letzten gelb und verschmälert, die mitt- 
leren rotbraun bis schwarz. Vertex sehr deutlich (Vergrößerung 
20 X) punktiert, die Punktierung des Halsschildes schon unter 10- 
facher Vergrößerung sichtbar. Fühler des 5 von gleicher Form 
wie die der G. helodina, die des 9 haben deutlich verdickte mitt- 
lere Glieder bei G. varıcornis, während bei G. hermiona und G. helo- 
dina sind es die Endslieder, die leicht verdickt zu sein erscheinen. 

Bei den gut erhaltenen Exemplaren ist die Farbenverteilung 
der Fühler ein stichhaltiges Merkmal. 


Gabonia colae Bryant 1944 


Ann. Mag. N. H. (11) 11, p. 824, fig. 8. 
Sierra Leone (Bryant), 
Das 5 dieser Art ist durch eine zahnförmige Erweiterung der 


Hintertibien leicht kenntlich. 


Gabonia violacea Weise 1895 
Sierra Leone (Weise). 
Elfenbeinküste: Tonkouil, 500—900 m, IX. 1946 (A. Villiers, 
TIER AND: 
Diese Art ist durch die metallisch violette Oberseite leicht von 


allen anderen trennbar. 


Gabonia variola n. sp. 


Fr. Guinea: Mt. Gangan, 500—/00 m V. et VI. 1951. 

Long. 2,5—3 mm. 

Braun, Kopf, Antennite 5—11 und Spitze der Hinterschenkel 
schwarz, Flügeldeckennaht (beim 5 vor der Spitze makelartig er- 
weitert) schwarz bis pechschwarz. Körper oval, Oberseite glänzend. 

Den vorigen Arten (G. gloria, G. curvipes und G. hermiona) in 
Form und Skulptur sehr ähnlich, aber die Genae sind lang, min- 
destens von 'Iı der Augenlänge (bei den verglichenen Arten von 'ıo 
bis '/» der Länge des Auges). Beim 5 überragen die Fühler die 
Mitte der Flügeldecken, Glieder 2 und 3 sind gleichlang, das 4. 
schwach erweitert, länger als die beiden vorhergehenden zusammen, 
das 5. kürzer (so lang wie das 2. und das 3. zusammengenommen) 
und dicker, so lang wie jedes der folgenden, das 6. dreieckig er- 


Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden 503 


weitert, Glieder ”—10 von gleicher Form wie das 5. Beim 9 er- 
reichen die Fühler nur das 1. Drittel der Flügeldecken, Glieder 2 
bis 4 von ungefähr gleicher Länge, das 5. länger und so dünn wie 
die vorhergehenden, die folgenden verdickt. Die Flügeldecken des 
O sind einfach; beim 5 befindet sich vor der Spitze jederseits 
der Naht eine Callosität, welche von der äußersten Naht durch 
eine schräge Veriiefung getrennt ist. Betrachtet man diese Vertie- 
fungen auf den beiden Elytren gleichzeitig, so divergieren sie vorne 
nach vorne, hinten nach hinten. 

An der Färbung kenntlich, das 5 außerdem durch die Flügel- 
deckenbildung, das @ durch die erst ab 6. Glied verdickten An- 
tennen ausgezeichnet. 


Gabonia quadraticollis n. sp. 


Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951. 

Long. 2,2—2,5 mm. 

Dunkel rotbraun, Halsschild heller, Kopf, 7 Endglieder der 
Fühler und Hinterschenkel schwarz. Beim 9 sind die dunkel rot- 
braunen Partien hellbraun, Halsschild, Naht, Basis und Seitenränder 
der Flügeldecken breit dunkelrot. Körper länglich, Oberseite glän- 
zend. 

&. Kopf glatt, Stirn und Vertex mit zerstreuten feinen Punkten 
besetzt (Vergrößerung 40—50 X). Stirn wesentlich breiter als ein 
Augenquerdiameter. Genae sehr kurz, von ‘I der Augenlänge. 
Antennalcalli schwach gewölbt, quergestellt. Clypealcarina scharf, 
T-förmig. Antennen die Mitte der Flügeldecken weit überragend, 
das 2. Glied kugelig, so lang wie das 3., dieses aber dünner und 
dreieckig, das 4. Antennit verdickt, nur um ‘is länger als das 3., 
die folgenden dicker aber kaum länger. 

Halsschild stark punktiert (Vergrößerung 10 x), quadratisch, 
nahe der Mitte am breitesten. Seiten schwach gerundet, alle Win- 
kel verdickt, zahnförmig. 

Flügeldecken grob und dicht punktiert (Vergrößerung 5—6 X). 
Sinus des letzten Abdominalsegmentes groß. 

9. Fühler wie beim 5, aber nur die Mitte der Elytren er- 
reichend. 

Diese Art zeigt nur einen geringen Sexualdimorphismus in 
der Bildung der Antennen, dagegen aber einen merklichen in der 
Färbung. Sie unterscheidet sich von den vorhergehenden durch die 
starke Punktierung des Halsschildes und namentlich der Flügel- 
decken. Das Halsschild ist nicht breiter als lang. 


504 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Gabonia diachroma n. sp. 


Fr. Guinea: Dalaba, VI. 1951; Nzerekore, XI. 1951 (S. H. Olsen). 

Long. 3,2—3,5 mm. 

Pechschwarz, Vorderkörper, die ersten 5 Antennite und die 
Vorderbeine braungelb, Mittel- und Hintertibien als auch die Tarsen 
dunkelbraun, Labrum schwarz. Körper oval, Oberseite stark glänzend. 

J. Kopf glatt, Antennalcalli gut umgrenzt. Clypealcarina scharf, 
T-förmig. Stirn so breit wie ein Augenquerdiameter. Genae sehr 
kurz. Fühler die Mitte der Flügeldecken erreichend, Glied 2 ku- 
gelig, so lang wie das 3., das 4. so lang wie die 2 vorhergehenden 
zusammengenommen, stark erweitert, distale Spitze schräg abge- 
stutzt. Glieder 5 und 6 stark dreieckig, nach außen erweitert, das 
7. so dick. wie das 4., die folgenden dünner, nicht erweitert. 

Halsschild 2X breiter als lang, hinter den verdickten Vorder- 
winkeln am breitesten, Seiten fast geradlinig, nach hinten verengt. 
Oberfläche deutlich punktiert (Vergrößerung 10 X). 

Flügeldecken stark punktiert (Vergrößerung 5 x‘). 

©. Fühler einfach verdickt, so lang wie beim 9. 

An der Färbung und der Fühlerform erkennbare Art. 


Gabonia eustos Weise 1895 


Fr. Guinea: Mt. Gangan, 600 m, V. 1951; Nzerekore IV. 1952 
(5. H. Olsen, Mus. G. Frey). 

Goldküste: Ashanti (Weise). 

Long. 3—3.5 mm. 

Rostrot bis rotbraun, Halsschild, Abdomen und die ersten 
4—5 Antennite hellbraun. Kopf, die übrigen Fühlerglieder, Hinter- 
schenkel und zuweilen auch das Schildchen schwarz. Körper oval, 
Oberseite glänzend. 

Diese Art ist der vorigen G. diachroma sehr ähnlich, anders 
gefärbt, Halsschild vor der Mitte am breitesten mit deutlichen, 
zahnförmigen Hinterwinkeln und erweiterten, stark verdickten 
Vorderwinkeln. Die Fühler des 5 erreichen kaum die Mitte der 
Flügeldecken, wie bei G. diachroma gebildet, aber hier sind es 
Glieder 4— 7, die stark dreieckig erweitert sind. Beim Q erreichen 
die Antennen nur das 1. Drittel der Elytren und die Antennite 
5—8 sind schwach dreieckig erweitert, jedoch kaum breiter als die 


folgenden 3 Glieder. 


Gabonia nigropicea n. sp. (Fie. 7) 
Fr. Guinea: Mt. Gangan, 750 m, V. 1951. 


Bechyn&@: Über die westafrikanischen Alticiden 505 


Long. 3 mm. © unbekannt. 

Pechschwarz, Fühlerbasis und Tibien heller. Körper oval, Ober- 
seite stark glänzend. 

Stirn und Vertex sehr deutlich (Vergrößerung 10 X) punktiert. 
Antennalcalli gut umgrenzt, quergestellt. Clypealcarina hochgewölbt, 
T-förmig. Fühler die Mitte der Flügeldecken erreichend, robust, 
Glieder 2 und 3 gleichlang, das 2. kugelig, das #4. dicker und 1,5 X 
länger als das 3., das 5. so lang wie das 4., dabei aber doppelt 
dicker als das 2., die folgenden wie das 5. geformt, aber deutlich 
zusammengedrückt. Stirn fast doppelt breiter als ein Augenquer- 
diameter. 

Halsschild nahe der Basis am breitesten, doppelt breiter als 
lang, Seiten gerundet. Alle Winkel zahnartig vorspringend. Ober- 
fläche grob punktiert (Vergrößerung 5 X). 

Elytren noch stärker und noch dichter punktiert als das Hals- 
schild, die 4 ersten Basitarsite stark, die 2 hinteren schwächer verdickt. 

An der Färbung, der groben Skulptur der Oberseite und der 
Erweiterung aller Basitarsite erkennbar. 


Gabonia kankanensis n. sp. 


Fr. Guinea: Kankan, VII. 1951. 

Long. 3 mm. 9 unbekannt. 

Von der Form der vorigen Art, aber der Kopf fast glatt, 
das 4. Antennit dünn, so lang wie die 2 vorhergehenden Glieder 
zusammengenommen, die folgenden so lang wie das #.. jedes der 
5—10 schwach dreieckig erweitert, nicht komprimiert und die Stirn 
kaum breiter als ein Augenquerdiameter. 


Gabonia laevifrons n. sp. 


Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, V1. 1951. 

Long. 3,2 mm. 5 unbekannt. 

Wie G. nigropicea gefärbt, nur die Beine dunkler (nur die 
Knie und die Fühlerbasis sind rötlich). Stirn fast doppelt so breit 
wie ein Augenquerdiameter, ohne Punktierung. Antennite 2 und # 
von gleicher Länge. das 3. um die Hälfte länger, die 5 Endglieder 
verdickt. Thorax in der Mitte am breitesten, Seiten stark gerundet, 
alle Winkel verdickt, aber nur schwach heraustretend. Punktierung 
der Oberfläche (auch die der Flügeldecken) etwas feiner als wie 
bei G. nigropicea. 

Die fast glatte Stirn und Vertex und die abweichende Form 
des Halsschildes werden auch das bisher unbekannte / von den 


506 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


vorhergehenden Arten, G. nigropicea und G. kankanensis getrennt 
halten. Von den übrigen dunklen Arten weicht G. laevifrons durch 
das verlängerte 3. Fühlerglied ab. 


Gabonia bifaseiata Weise 1912 


Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951. 

Elfenbeinküste: Tonkoui, 500—900 m, IX. 1946 (A. Villiers, 
L.F.A.N.). 

Von Kamerun beschrieben. Ich kann augenblicklich nicht be- 
urteilen, ob die Exemplare von A.O.F. auf diese Art bezogen sein 
dürfen, weil ich keine topotypische Stücke kenne. Diese Art unter- 
scheidet sich von allen vorhergehenden durch die buntgefärbten 
Flügeldecken. 


Gen. Decaria Weise 1895 
(= Embolimus Weise 1902) 


Decaria glabreilla Dalman (nov. comb.) 


Haltica glabrella Dalman, Anal. Ent. 1823, p. 79') 

Decaria africana Jacoby 1895 (Phyllotreta). 

Decaria pygidialis Weise 1907 

Sierra Leone (Dalman). 

Fr. Guinea: Damakanya, V. 1951; Mt. Gangan, 750 m V. 1951; 
Beyla, VI. 1951; Nzerekore, VO. 1951; ibid. IX. 1951 (S. H. Olsen, 
Mus. G. Frey). 

Senegal: Yene, VII. 1953 (A. Villiers, I.F.A.N.). 

Togo: Bismarckburg (Jacoby). 


Kamerun (Weise). — Gabon. — Belg. Kongo?) 


Deearia obseura Jacoby 1900 
Sierra Leone (Jacoby). 


Deearia trıicolor Weise 1895 


Sierra Leone (Weise). 
Fr. Guinea: Damakanya, V. 1951; Mt. Gangan, 800 m, V. 1951. 
Die 3 bisher bekannten westafrikanischen Arten sind leicht 


an der Färbung zu trennen: 


') In den Katalogen vergessene Zitation. Die einwandfreie Beschreibung 


Dalman’s läßt keine Zweifel über die spezifische Identität. 


?) Die Fundortsangabe ‚„Usambara“ (Tanganyika, B.E.A.) ist sehr dubiös. Es 


handelt sich zweifellos um die ähnliche rein ostafrikanische Art D. aethiopica Weise. 


Bechyn&: Über die westafrikanischen Alticiden 507 


1. Schwarz, die 4 ersten Abdominalsegmente rot 
AN: Decaria glabrella Dalman 

2. Frl, Or braunrot, Fühler zur Spitze schwarz. 
pie: win nen Decaria obscura Jacoby 

3. Gelbbraun, Vorderkörper rot, Flügeldecken an der Basis 
breit geschwärzt. NT GE PR 
Decaria tricolor Weise 


Nzerekorena n. gen. 


Körper langgestreckt. Vertex und Stirn sehr kurz, weil die 
Fühler erst hinter der Mitte des Augeninnenrandes eingefügt sind; 
diese filiform, die Mitte der Flügeldecken weit überragend, das 
4. Glied so lang wie die 3 vorhergehenden zusammengenommen, 
Glieder 2 und 3 rundlich (5) oder länglich (9). Antennalcalli groß, 
quergestellt. Halsschild jederseits mit einem kräftigen Eindruck. 
Hinterwinkel verdickt wie die Vorderwinkel. Flügeldecien mit 
einem deutlichen Basalcallus, welcher von einer dahinter liegenden 
Querdepression akzentiert ist. Epipleuren den latero-apikalen Vin- 
kel erreichend. Der Metatarsus der Hinterbeine so lang wie die üb- 
rigen 3 Tarsite zusammen genommen. Enddorn der Hintertibien kurz. 

Genotypus: Nzerekorena cerambycina n. Sp. 

Alle bisher bekannten Arten sind hell braungelb, mit + an- 
gedunkelten Antennen. Oberseite glänzend. Flügeldecken in dichten, 
ziemlich regelmäßigen Längsreihen punktiert. 1, Glied der 4 vor- 
deren Tarsen beim 5 mäßig erweitert, Sinus klein. 

1 (2) Fühler nahe dem Hinterrand der Augen eingefügt, länger 
als der Körper. 

Kopf glatt. Stirn doppelt breiter als ein Augenquerdia- 
meter. Clypeus in der Mitte ausgehöhlt, Längscarina nur 
zwischen den Fühlern und nahe der Quercarina (welche paral- 
lel mit dem Vorderrand des Clypeus läuft) ausgebildet, in 
der Mitte fehlend. "Thorax fast doppelt breiter als lang, 
Seiten geradlinig, von hinten nach vorne divergierend. Alle 
Winkel verdickt, aber nicht zahnförmig vorspringend. Ober- 
seite spärlich punktiert, die Eindrücke groß, in Form einer 
tiefen, halbmondförmigen Depression (gegen das Scutellum 
konvex) zusammenfließend. Long. 4 mm. 

nu zerekorena cerambycina n. Sp. 

Fr. en "Nzer&kor, VII. 1951. 

Liberia: Kaouyeke, 1948 (Holas et Dekeyser, I. F. A. N.). 

Dahomey: Foret de Ketou, V. 1950 (A. Villiers, I.F. A.N.). 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


2) 


3 (6) 
4 (5) 


wi 
FE 
"m 
ern 


6.) 
8) 


————- 


Fühler nahe der Mitte des Augeninnenrandes eingefügt, kürzer 
als der Körper. 
Genae fast so lang wie die Augen. 
Kleiner, 4 mm. Kopf glatt, Clypeallängscarina zwischen den 
dicht nebeneinander stehenden Augen fehlend, in der Mitte 
des Clypeus durch eine Längsvertiefung ersetzt, am Vorder- 
rande desselben auf eine sehr flache Erhabenheit reduziert. 
Stirn doppelt breiter als ein Augenquerdiameter. Thorax nur 
eine Spur breiter als lang, Seiten geradlinig, sehr leicht nach 
hinten konvergierend. Vorderwinkel schräg abgestutzt, Hinter- 
winkel stark verdickt und zahnförmig ausspringend. Ober- 
fläche nur nahe der Basis punktiert, Eindrücke groß, in der 
Mitte nur durch eine kielförmige Erhabenheit voneinander 
getrennt... .. . 2... Nzerekorena clypeata n. sp. 

Fr. Guinea: Dalaba: 1200 m, VI. 21958 
Größer, + 5 mm. Clypeallängscarina zwischen den weiter 
entfernten Fühlern kräftig emporgehoben und punktiert. Vor- 
derrand des Clypeus in der Mitte ausgerandet, die Quer- 
carina deutlich, winkelig. Clypeus in der Mitte vertieft. Stirn 
doppelt breiter als ein Augenquerdiameter. Halsschild fast 
2% breiter als lang, Seiten schwach, aber deutlich gerundet, 
nach hinten verengt. Alle Winkel verdickt, in Form eines 
stumpfen Zähnchens heraustretend. Oberfläche spärlich punk- 
tiert, Eindrücke schräggestellt, tief, voneinander durch eine 
mächtige kielförmige Erhabenheit getrennt 

| Nzerekorena an n. Sp. 

Fr. Gühes Bah 1200 m, VI. 1951. 
Genae nur !ı—/s der Augenlänge erreichend. Long. + 5 mm. 
Stirn fast doppelt breiter als ein Augenquerdiameter. Fühler 
einfarbig gelb. Clypeus mit einer scharfen Längscarina, die 
aber nicht bis zwischen die Antennen verlängert ist. Vorder- 
rand des Clypeus breit konkav, Quercarina wahrnehmbar. 
Thorax wie bei der vorigen Art, aber die Seiten nach hinten 
nicht konvergierend, die Eindrücke nur an den Seiten gruben- 
artig vertieft, das trennende Mittelfeld die Hälfte der ge- 
samten Thoraxbreite einnehmend. Flügeldecken dicht und 
stark punktiert (Vergrößerung 10%). . 
. Nzerekorena fovenlaraı n. Sp. 

Fr. Einen Dahba 1200 m, VI. 1951. 
Stirn schmäler (5) oder so breit (9) wie ein Augenquerdia- 
meter. Antennite 4—8 oder 4—9 schwarz. Der vorigen Art 


Bechyne: Über die westafrikanischen Alticiden 509 


sonst sehr ähnlich, aber die Flügeldecken sind weitläufig und 
wesentlich feiner punktiert (Vergrößerung 20—30 X). . 
Nzerekorena macrophthalma n. sp. 


Fr. aineie Date 1200 m, VI. 1951. 


Gen. Phyliotreta Chevrolat 1837 


Bryant 1941, Bull. Ent. Res. 32, p. 145—152, figs. 
Heikertinger 1943, Arb. morphol. taxon. Ent. 10, p. 33—56, figs. 


Phyllotreta togana Heikertinger 1943 
Iec-p. 42. 


Togo (Heikertinger). 


Phyllotreta flavilabris Weise 1895 


Bryant: 194], 1..c.p. 147. 

Heikertinger 1943, 1. c. p. 46. 

Senegal: Dakar, IV. 1951; ibid., Ile aux Serpents, Ill. 1952 
(M. Condamin et T. Leye). 

Goldküste: Adda (Weise). 


Phyllotreta cheiranthi Weise 1903 


Phyllotreta hargreavesi Bryant 1930.') 

Phyllotreta cheiranthi Heikertinger 1943, 1. c. p. 52. 

Fr. Guinea: Gonacry, IV. 1951 ; Camayenne (Conacry), IV. 1951); 
Coya, IV. 1951. 

ÖOstsudan. — Tanganyika. — Uganda. — Zanzibar. — Ceylon. 

Die Exemplare von Camayenne (Botanischer Garten in der 
Nähe von CGonacry), wurden ebenfalls auf Cheiranthus gefunden. 

F. Heikertinger, 1943, 1. c. p. 53, erwähnt noch eine Art — 
Ph. nitidipennis Heikertinger — (Typus in Mus. G. Frey) von West- 
afrika: Uelleburg. Es handelt sich aber wahrscheinlich um Uelle 
in Belgisch Kongo. 

Monodaltica n. gen. 


Körper oval. Clypeus flach, ohne Längscarina, diese zwischen 
den Fühlern auf eine hohe tuberkelförmige Erhabenheit reduziert. 


') Mr. G. E. Bryant, 1941, 1. c. p. 146. hält beide Arten getrennt; F. Heiker- 
tinger hat die Type der Ph. cheiranthi gesehen und einige Exemplare der Samm- 
lung (jetzt im Mus. G. Frey) mit ihr verglichen, die nicht in allen Punkten mit 
der Beschreibung von Ph. hargreavesi (welche er nicht gesehen hat) übereinstimmt. 
Die westafrikanischen Stücke. die ich gesehen habe, stimmen mit Ph. cheiranthi 
Weise (Heikertinger) überein. 


510 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Fühler robust, die Mitte der Flügeldecken überragend. Anten- 
nalcalli länglich, subparallel. Thorax ohne Eindrücke, mit breit, 
schräg abgestutzten Vorderwinkeln. Elytren stark punktiert. Beine 
robust, Enddorn der Hintertibien abgeflacht, — deutlich zweispitzie. 
Metatarsus der Hinterbeine so lang wie die 3 folgenden Tarsite 
zusammengenommen. Intercoxalplatte des Prosternums sehr breit, 
von der Breite einer halben Goxe. Metasternum, der Quere nach, 
sehr stark gewölbt. 

Diese Gattung unterscheidet sich von den übrigen Aphthonini 
durch die an Dibolia erinnernde Bildung des Enddornes der Hinter- 
tibien und durch auffallend breite prosternale Intercoxalplatte. 

Genotypus: Monodaltica guineensis n. sp. 


Monodaltica guineensis n. sp. (Fig. 13, 14) 


Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951; Mt. Gangan, 500 m, 
VI. 1951; Nzerekore, VII. 1951. 

Long. + 3 mm. 

Pechbraun bis pechschwarz, Fühler rotgelb. Glieder 4—9 schwarz. 
Körper oval, Oberseite glänzend, Kopf matter. 

Kopf glatt. Stirn so breit wie ein Augenquerdiameter. Clypeus 
und Stirn, von der Seite betrachtet, einen fast rechten Winkel 
bildend, der erstere abgeflacht, so lang wie 
ein Auge. Fühler robust, das 3. Glied länger 
als das verdickte 2., oder das subtile 4., 
Glieder 7—11 schwach verdickt. 

Halsschild stark, nicht dicht punktiert 
(Vergrößerung 8—10 X), doppelt breiter 
als lang. Seiten schwach und regelmäßig 
gerundet. Alle Winkel zahnförmie. 

Flügeldecken etwas stärker als der 
Thorax, verworren punktiert, Basalcallus 


deutlich. Epipleuren breit, bis zu dem 


13 14 latero-apikalen Winkel fortlaufend. Beim 
Abb. 13—14. g ıst das 1. Glied der #4 vorderen Tarsen 
Monodaltica guineensis: merklich erweitert, die Hintertibien ge- 


Linke Hintertibia (13) 


53 bogen und das 5. Abdominalsternit mit 
und Tibialenddorn (14) 


einem deutlichen Sınus. 


Monodaltica foutana n. sp. 


Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI, 1951. 


Long. + 2 mm. 


Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden 51 1 


Rotbraun, Vertex schwärzlich. Körper länglich, die ganze Ober- 
seite stark glänzend. 

Von der vorigen Art durch kleinen, überall gleichmäßig glän- 
zenden Körper, durch stumpfen Profilwinkel des Clypeus mit der 
Stirn, durch fast parallele Seiten des Halsschildes und durch gerade, 
nicht gebogene Hintertibien des 5 verschieden. 


Gen. Aphthona Chevrolat 1842 


Aphthona ferruginea Allard und wahrscheinlich auch Aphthona 
convexa Allard (die Type der letzteren habe ich in der coll. Ober- 
thür, Mus. Paris nicht gefunden), beide von der Elfenbeinküste 
beschrieben (Assinie), gehören zur Gattung Gabonia. 

Die zahlreichen westafrikanischen Arten der zweifellos poly- 
phylletischer Gattung Aphthona, die mir z. Zt. bekannt sind, habe 
ich hier tabellarisch bearbeitet. 

1 (14) Flügeldecken in 9 regelmäßigen Längsreihen punktiert 
(+ eine abgekürzte juxtaskutellare + eine juxtamarginale 
Punktreihe). 

2 (7) Antennalcalli in eine einzige Fläche zusammenfließend. 
welche von der Stirn durch eine sehr seichte Querdepression 
schlecht geschieden ist. 

3 (6) Elytralpunktierung sehr schwach, erst unter 30— 40 facher 
Vergrößerung erkennbar. Stirn viel breiter als ein Augen- 
durchmesser. Thorax sehr fein punktuliert (Vergrößerung 
50—100 X). %) 

4 (5) Einfarbig schwarz, Fühler und Beine gelb, Hinterschenkel 
und die letzten Antennite pechbraun bis pechschwarz. Ober- 
seite glänzend, Kopf samt Antennalcallı matt, Retikulierung 
unter 50—100 facher Vergrößerung erkennbar, das 5. Ab- 
dominalsegment des 5 mit einem tiefen Sinus. Sexual- 
dimorphismus in Größe gering: JQ 1,4—1,6 mm. | 

. Aphthona guavae Bryant 1927 


') In diese Gruppe gehört die folgende Art aus Kamerun: Joko (coll. Heiker- 
tinger, Mus. G. Frey). 


Aphthona ayenna n. sp. 

Long. 1,3 mm. 

Pechschwarz, Fühlerbasis und Flügeldecken gelb, Clypeus, Hinterschenkel 
und Flügeldeckennaht rot. Oberseite überall gleichmäßig glänzend, auch der Kopf 
zeigt keine chagrinierten Teile auf (Vergrößerung 50—100 x). Fühler auffallend 
robust, das 3. Glied (das dünnste) immer noch dicker als die Basis der Vorder- 


tibien, während es bei den übrigen Arten dieser Gruppe umgekehrt ist. 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 33 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


6 (3 


IL 


7 (2) 
8 (9) 


(8) 


10 (11) 


Fr. Guinea: Coya, IV. 1951; Damakanya, IV. 1951; 
Dalaba, 1200 m, VI. 1951. 

Sierra Leone (Bryant). 

Schwarz, Fühler (einfarbig) und Beine gelb, Hinterfemora 
leicht angebräunt, Clypeus, Flügeldecken an den Seiten 
und an der Spitze rötlich. Oberseite glänzend, nur die 
Antennalcalli matt. Hinterrand des 5. Abdominalsegmentes 
aufgewölbt, Sinus klein. Sexualdimorphismus in Größe 
merklich: ZZ + 1,5 mm, 99 1,6—1,3 mm. 
Aphthona mignardi n. sp. 

Be Cine Dalaba, 1200 m, VI. 1951; Mt. Gangan, 

900 m, V. 1951; Pastoria, V. 1951. 
Elvbalpunktierune stark, unter 10 facher Vergrößerung 
gut erkennbar. Stirn so breit wie ein Augenquerdiameter. 
Halsschild an der Basis mit stärkeren Punkten besetzt (Ver- 
srößerung 20 X). 

Pechschwarz, Vorderkörper dunkel rotbraun, Fühler 
und Beine hell rotgelb. Die ganze Oberseite ist stark glän- 
zend. Sinus des 75 klein. = dc 1,415 mm 99 1,6 
bis 1,38 mm. . 
Abhihona ee n. sp. 

nt "Clines) Dana 1200 m, VI. 1951. 

Antennalcalli voneinander gut getrennt, hinten von einem 
Quereindruck begrenzt. 

Thorax vor der Basis mit einem dicht und stark (Vergrös- 
serung 10 X) punktierten flachen Eindruck versehen. 

Pechbraun bis rotbraun, glänzend. Kopf glatt, Stirn 
breiter als ein Augenquerdiameter, oberhalb der tiefen Fron- 
talfurchen jederseits nahe dem Augenhinterrand mit einem 
Grübchen versehen. Halsschild deutlich transversal, auf der 
Scheibe spärlich und fein punktiert (Vergrößerung 20 X). 
Flügeldecken stark punktiert (Vergrößerung 8—10 X‘), In- 
tervalle schwach gewölbt. Sinus des 5 klein.. Long. 1,6 
bis Komm. En ana soucheti n. sp. 

Fr. Guinea: Dalapa) 1200 m, VI. 1951; Mt. Gangan, 
500 m, V. 1951. 

Thorax regelmäßig, flach gewölbt, ohne Eindruck vor der 
Basıs, höchstens nahe den Hinterwinkeln mit einzelnen 
sröberen Punkten besetzt. 

Die Punkte der diskalen Reihen auf den Flügeldecken un- 


regelmäßig gestellt. 


Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden 513 


Der vorigen Art sehr ähnlich (Stirn breit), aber hier 
sind es nur 2 laterale Flügeldeckenintervalle, welche ge- 
wölbt sind und die mittlere Protuberanz des j Sinus auf 
dem letzten Abdominalsegment ist nach hinten stark er- 
weitert. Körper größer, 1,85—2 mm. . . . 2... 

re CE Aphthona dalaba n. sp. 

Fr. Guinea: Dalaba, VI. 1951. 


11 (10) Alle Punktreihen der Flügeldecken vollkommen regelmäßig. 


Stirn höchstens so breit wie ein Augenquerdiameter. 


12 (13) Kleine Art, Sf + 1,1 mm, 22 1,2—1,3 mm. Stirn so breit 


13 (12) 


wie ein Augenquerdiameter. Flügeldecken grob punktiert 
(Vergrößerung 8—10 X‘). 

Rotbraun bis pechbraun, Fühler und Beine gelb, das 
letzte Antennit angedunkelt. Kopf und Halsschild glatt. 
Beim 5 sind die Antennen fast so lang wie der Körper, 
Sinus klein,. . . . ...... Aphthona nzerekorensis n. sp. 

Fr. Guinea: Nzerekore, VII. 1951. 

Größere Art, Jf 1,6—1,7 mm, 99 1,7—1,9 mm. Stirn 
nur halb so breit wie ein Augenquerdiameter, Punktie- 
rung der Flügeldecken fein, erst unter 20—30 facher Ver- 
srößerung erkennbar. 

Rotgelb, Halsschild und Flügeldecken an den Seiten 
oder auch auf der Scheibe angedunkelt, Unterseite schwarz. 
Flügeldeckennaht bleibt auch bei den dunklen Stücken stets 
rötlich. Beim 5 reichen die Fühler nur hinter die Mitte 
der Flügeldecken, Sinus klein. . Fu re BE 
Se we Aphthona nigrorufa n. sp. 

Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951; Nzerekore, 
VN. 1951. 


14 (1) Flügeldecken völlig konfus punktiert. 
15 (20) Flügeldecken ganz metallisch gefärbt oder mit dunkel me- 


tallisch gefärbten Querbinden. 


16 (19) Flügeldecken mit 2 metallisch blauen bis srünen (Juer- 


binden, eine das Basaldrittel einnehmend, die andere, eine 
Spur breiter, vor der Spitze. Körper sonst rotgelb, Spitze 
der Hinterschenkel und der Kopf wenigstens zum Teil 
schwarz. 

Kopf glatt, zwischen den Augen hinter den gut um- 
srenzten ÄAntennalcalli seicht punktiert. Halsschild schwach 
transversal, Oberseite sehr fein punktuliert (Vergrößerung 


30— 100 X). Flügeldecken länglich, bei beiden Geschlechtern 


33 


514 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


mit einer schwachen Längsrippe (welche aus dem Humeral- 
callus ausgeht), Punktierung unter 20—30 facher Ver- 
srößerung deutlich. Ganze Oberseite glänzend. Long + 3mm. 
17 (18 


nr 


Antennalcalli groß, schräggestellt, nach hinten im ca. 120° 
Winkel divergierend. Kopf rot, Vertex schwarz mit einem 
Metallschein (5) oder noch der Clypeus schwarz (9), An- 
tennalcalli hell. Stirn so breit wie ein Auge lang ist. 

SERRRR AN Aphthona viridiornata n. sp. 

Fr. Be Mt. Gangan, 550 — 750 m, V. et. VI. 
#951. 

158 (17) Antennalcalli klein, fast völlig transversal. Kopf dunkel 
(2; & unbekannt). Stirn doppelt breiter als ein Augen- 
längsdiameter = fast 3.< breiter als ein Querdiameter. 

SAN Aphthona cyaneoornalta n. sp. 

Fr. Guinea: AD 1200: m. VL-1951. 

19 (16) Flügeldecken einfarbig metallisch blau bis grün. Schwarz, 
Vorderkörper, Fühlerbasis und Beine rotgelb, Spitze der 
Hinterschenkel angedunkelt. Labrum schwarz. Körper kurz- 
oval, Oberseite glänzend. 

Kopf glatt, Antennalcalli schlecht begrenzt. Stirn viel 
breiter als ein Augendiameter. Halsschild deutlich trans- 
versal. Flügeldecken vorne stark (Vergrößerung 10x), 
hinten schwächer punktiert. Long. + 2 mm. 

Aphthona sierraleonis Bryant 1926 

Fr. ler Conacry, IV. 1951; Nzerekore, IX. 1952 
(S. H. Olsen, Mus. G. Frey); Mt. Naraba N E., 500— 700 m, 
IX. 21946,(A: Villeers, I FAN), 

Sierra Leone (Bryant). 

20 (15) Körper größtenteils gelb bis rot, die Naht der Flügeldecken 
manchmal dunkel. 

21 (22) Antennalcalli schlecht begrenzt, untereinander zusammen- 

fließend. Körper klein, 1,3 mm. 

Hell gelbbraun, Sternum und Spitze der Hinterschenkel 
pechschwarz, Kopf, Fühlerspitze und die Elytralnaht vorne 
angedunkelt. Körper länglich, Oberseite glänzend. 

Kopf glatt, Stirn doppelt breiter als ein Augenquer- 
diameter. Frontalfurche auf ein Fältchen nahe den Augen 
reduziert. Thorax glatt, 1.5 X breiter als lang. Flügel- 
decken sehr fein punktuliert (Vergrößerung 50 X‘). 

EB = Aphthona monorhabda n. sp. 

Fr. ne Mt. Gangan, 800 m, V. 1951. 


Bechyne: Über die westafrikanischen Alticiden 5] 5 


22 (21) 


93 (24) 


24 (23) 


Antennalcalli voneinander getrennt, gut umgrenzt. Körper 
größer. Die folgenden Arten lassen sich verhältnismäßig 
gut an der Färbung erkennen. 


Halsschild stark transversal, mehr als 2 X breiter als lang, 
an der Basis am breitesten, Seiten nach vorne merklich 
gerundet. 

Hell gelbbraun, Unterseite (Prosternum ausgenommen) 
und die 6— 7 letzten Antennite pechbraun, Kopf und Hals- 
schild rotbraun, Labrum schwarz. Körper länglich, glänzend. 

Kopf glatt. Antennalcalli und Clypeallängscarina 3 
gleichhohe Erhabenheiten bildend. Stirn fast doppelt breiter 
als ein Augenquerdiameter. Thorax fein (Vergrößerung 
50---100 <), Flügeldecken stärker punktiert (Vergrößerung 
20 X). Long. 2—2,2 nm. Ce Ne 
MN N Be Aphthona bamakoensis n. sp. 

Fr Sudan: Bamako, VII. 1951; Molodo, IX. 1952 
@Bi-leye, I.E.AN.). 

Fr. Guinea: Kankan, VII. 1951. 

Senegal: Hann pres de Dakar, I. 1949 (A. Villiers, 
LF.A.N.). 

Thorax weniger quer, Seiten entweder parallel, schwach 
gerundet oder geradlinig nach vorne divergierend. 


25 (32) Mehrere Apikalglieder (5—8) der Fühler dunkel, Flügel- 


26 (29) 


27 (28) 


38 (27) 


decken stets einfarbig, Unterseite hell. 


Kleinere Arten, 2—2,2 mm. Spitze der Hinterschenkel 
angedunkelt. Halsschild regelmäßig gewölbt. 


Vertex schmal erscheinend, weil jederseits oberhalb der 
Frontalfurchen sich ein tiefes Längsgrübchen befindet. An- 
tennalcalli quer, niedriger als die Clypealcarina. 

Gelb, sehr hell, Oberseite (das stark glänzende Hals- 
schild ausgenommen) nur mäßig glänzend. Flügeldecken 
deutlich punktiert (Vergrößerung 20—30 X), Intervalle 
chagriniert (Vergrößerung 100 X‘). Une 

ee Aphthona friguiagbensis n. sp. 

Fr. Guinea: Friguiagbe, V. 1951. 

Vertex bis zu den Augen gleichmäßig gewölbt, deshalb 
breiter erscheinend (weil oberhalb der Frontalfurchen sich 
keine Vertiefungen befinden). Antennalcalli schräg nach 
hinten divergierend, so hoch wie die Clypeallängscarina 
zwischen den Fühlern. 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


Rotgelb, stark glänzend, Flügeldecken erst unter 100 
facher Vergrößerung wahrnehmbar punktuliert. 
\ Aphthona camayennensis n. sp. 
Fr. a ne (Conacry), IV. 1951; Conacry, 
121991. 


29 (26) Große Arten 3,5—4 mm. Rotgelb, Hinterschenkel und 


30 (31 


ni 


31 (30 


— 


2 (35) 


33 (34) 


Labrum schwarz bis pechbraun. Kopf und Halsschild glän- 
zend, das letztere an den Seiten mit einer obsoleten Längs- 
depression. Oberhalb der Frontalfurchen befindet sich 
jederseits nahe den Augen ein Grübchen. 
Clypeallängscarina viel höher gewölbt als die Antennal- 
calli. Flügeldecken unter 50 facher Vergrößerung glatt und 
glänzend. Hinterschiene und alle Tarsen + angedunkelt, 
Antennite 5—11 schwarz. Sinus des 5 einfach, 1. Glied 
der 4 vorderen Tarsen schwach erweitert. 
a Aphthona senegalensis eaake 1903 
Senegal (Jacoby). 
Fr. Guinea: Dalaba, VI. 1951; Mt. Nimba N. E., 
500— 700 m, IX. 1946 (A. Villiers, LF.A.N.). 
Antennalcalli und Clypeallängscarina 3 gleichstark gewölbte 
Erhabenheiten bildend. Flügeldecken matter als der Vorder- 
körper, unter 40—50 facher Vergrößerung deutlich punk- 
tiert. Beine (Hinterfemora ausgenommen) hell. Beim 7 ist 
das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen stark erweitert und 
der Mittellappen des Sinus am 5. Sternit mit einem tiefen 
Grübchen versehen. © unbekannt. 
ee Aphthona india n. SP. 
Fr. Guinea: Mt. Canpanl 600° m, V. 1951. 
Antennen einfarbig hell, nur das letzte Glied ist zuweilen 
angedunkelt. Labrum, Spitze der Hinterschenkel und die 
Naht der Flügeldecken dunkel. Oberseite glatt, Flügeldecken. 
unter 40—50 facher Vergrößerung sichtbar punktiert. 
Kopf und Unterseite hell, Sternum manchmal angedunkelt. 
Thorax schwach transversal, nach vorne leicht verengt, fast 
parallelseitig (9) oder mit parallelen, bzw. nach vorne leicht 
divergierenden Seiten (Z). Fühler die Mitte der Flügel- 
decken en ı oder kaum erreichend (9). Long. 
21,2 mm! 
As ie chona in) "Bryant 1926 
Er. ne: Coya, IV. 1951; Mt. Gangan, 500 —600 m, 
V. 1951; Pastoria, V. 1951; Dalaba, 1200 m, VI. 1951; 


Bechyne@: Über die westafrikanischen Alticiden ST 


Nzerekore, VII. 1951; ibid., VI. 1952 (S. H. Olsen, Mus. 
G. Frey). 
Sierra Leone (Bryant). 

34 (33) Kopf und Unterseite schwarz. Halsschild bei den beiden 
Geschlechtern im Niveau der Vorderwinkel am breitesten, 
Seiten nach hinten konvergierend. Fühler des 5% fast die 
Körperlänge erreichend, beim 9 die Mitte der Flügeldecken 
weit überragend. Long. 5” 2 mm, 9 2,5 mm. . Te ur 

A Dr DE . Aphthona anabella n. sp. 
Fr. Guinea: Nzerekore, VI. 1951; ibid., VI. 1952 (S. 
H. Olsen, Mus. G. Frey). 


Gen. Sanckia Duvivier 1891. 
Sanckia (Eugonotes) dentella n. sp. 


Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951; Damakanya, V. 1951; 
Mt. Gangan, 600—800 m, VI. 1951; Segueia, V. 1951; Mt. Nimba, 
500—700 m, IX. 1945 (A. Villiers, 1. F. A. N.). 

Long. + 2 mm. 

Braunviolett, ohne Metallglanz bis braun, Fühler, Beine und 
Vorderkörper hell gelbbraun. Vorderkörper matt, Flügeldecken stark 
glänzend. Körper länglich. 

Kopf fein quer gerunzelt (Vergrößerung 50 X), Clypeus und 
die zusammenfließenden Antennalcalli glänzender, Clypealcarina 
scharf. Fühler weit über die Mitte der Flügeldecken hinreichend, 
zart, Glieder 2—4 graduell an Länge zunehmend. 

Halsschild 1,5 X breiter als lang, Seiten gerade und parallel, 
Vorderwinkel im breiten Umfange schräg abgestutzt. Oberfläche 
srob, (Vergrößerung 10 X) aber flach runzelig punktiert. 

Flügeldecken breiter als das Halsschild, weißlich, ziemlich lang 
behaart, hinter der Basis quer eingedrückt, sehr stark (Vergröße- 
rung 2X) in regelmäßigen Längsreihen punktiert, Intervalle ge- 
wölbt. Die Außenkante der Hintertibien sägeartig gezähnelt. 

Dies ist die einzige bekannte westafrikanische Art; sie ist (bei 
ausgefärbten Exemplaren) an der eigenartigen braunvioletten Fär- 
bung der Flügeldecken und deren gewölbten Intervallen kenntlich. 


Gen. Serraphula Jacoby 1897 


Serraphula bohumilae n. sp. (Fig. 15) 


Fr. Guinea: Dalaba, VI. 1951. 
Long. + 2 mm. 


518 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Pechbraun, Fühler und Beine gelb, Anten- 
nite 3— 7 angedunkelt. Körper länglich, stark 
glänzend, geflügelt. | 


Kopf glatt, nahe den Augen mit einigen 
Punkten besetzt. Stirn fast doppelt breiter als 
ein Augenquerdiameter, Antennalcalli mit der 
Stirn zusammenfließend, voneinander aber durch 
eine Längscarina. Fühler die Mitte der Flügel- 
decken weit überragend, Glieder 2—4 progres- 
sıv länger, das 4. fast so lang wie die 2 vor- 
hergehenden zusammengenommen. 


Thorax quadratisch, grob gerunzelt (Ver- 
srößerung 5X), Seiten parallel. Vorderwinkel 
breit abgerundet. 

Flügeldecken parallel, in regelmäßigen 
Längsreihen grob punktiert (Vergrößerung 10x‘), 
alle Intervalle gewölbt. 1. Glied der Hintertar- 
sen fast so lang wie die Tibia, Enddorn halb 


so lang wie das 2. Tarsit, stielrund, ohne Zähne- 
lung. 


15 
Abb. 15. Hinterbein v. 


Serraphula bohumilae 


Bis jetzt sind nur wenige Arten dieser mit 
Longitarsus verwandten Gattung von Südafrika 
bekannt, bei welchen der Enddorn der Hinter- 
tibien von komplizierter Bildung ist. 


Serraphula pallens n. sp. 


Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951. 

Long. 2 mm. 

Einfarbig gelb. Diese Art unterscheidet sich von der vorher- 
sehenden durch die Färbung, durch fein punktiertes Halsschild 
(Punktierung erst unter 20—30 facher Vergrößerung wahrnehmbar), 
durch nicht gewölbte Elytralintervalle und durch verhältnismäßig 
sehr kurzen Enddorn der Hintertibien, welcher kaum !/ı der 
Länge des 2. hinteren Tarsites erreicht. 


Gen. Longitarsus Berthold 1827 


Longitarsus nervosus Allard gehört zu der Gattung Gabonia 
L. nigripes Allard (1890) ist mir in natura unbekannt (von der 
Elfenbeinküste: Assinie, beschrieben). 


Bechyne: Über die westafrikanischen Alticiden 519 


Die anderen bisher bekannten westafrikanischen Arten lassen 
sich in der folgenden Tabelle überblicken. 
1 (10) Aptere, bzw. brachyptere Arten. Oberseite matt, fein retiku- 


2(3) 


liert (Vergrößerung 50—100 X). Die folgenden Arten haben 
gegenüber den zentralafrikanischen eine langovale Gestalt. 
Antennalcalli nach hinten divergierend, gut umgrenzt. 
Falls die Stirnfurchen (namentlich bei den JS) schwächer 
gebildet seien, treten die Antennalcalli doch durch Mangel 
der Mikroskulptur deutlich heraus. 

Rotbraun, Fühler und Beine (Hinterschenkel ausge- 
nommen) gelb, bei gut erhaltenen Exemplaren zitronen- 
srün, Kopf angedunkelt. 

Kopf ohne Punktierung. Fühler fast von der Körper- 
länge, ziemlich robust, zur Spitze unbedeutend verdickt, 
Glieder 2—5 graduell an Länge zunehmend. Halsschild 
quadratisch, im Niveau der sehr schrägen und verdickten 
Vorderwinkeln am breitesten, Seiten schwach gerundet, 
schwach nach hinten verengt. Oberfläche in der hinteren 
Hälfte seicht punktiert (Vergrößerung 4—50 x) Flügel- 
decken deutlich punktiert (Vergrößerung 20 x). Beim 5 
ıst das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen merklich erweitert, 
Sinus klein. Long. 1,5—1,5 mm. Ar: 

Longitarsus OO n. Sp. 

ner Dalba 1200 m, VI. 1951; Mt. Gangan, 

500— a m, V. et. VI. 1951; Nzerekore, VIL. 1951; Mt. 
Nimba N. E., 500—900 m, IX. 1946 (A. Villiers, I.F.A.N.). 

Elfenbeinküste: Tonkoui, 500—1200 m, IX. 1946 
(A. Villiers, LF.A.N). 

Antennalcalli mit der Stirn eine einheitliche ımatte Fläche 
bildend. Frontalfurchen auf ein Grübchen nahe dem inneren 


Augenhinterrand reduziert. 


Flügeldecken unter 20 fach. Vergrößerung deutlich punktiert. 
Färbung und Form wie bei der vorigen Art, aber die 
Hinterschienen des 5 gebogen und die gut erhaltenen 
Exemplare sind mit Ausnahme des schwarzen ER ein- 
farbig zitronengrün. Long. 1,5—1,8 mm. 
Longitarsus hylophilus n. Sp. 
Fr. una Nzetekore, VII. 1951; Mt. Nimba, 500 bis 
700 m, IX. 1946 (A. Villiers, LFA.N.) 
Elfenbeinküste: Tonkoui, 500—1200 m, IX. 1946 
(A. Villiers, I.F.A.N.); Yapo, X. 1946 (dtto). 


520 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gsg. Frey, Bd. 6, 1955 


Fr. Sudan: Nema, IX. 1948 (A. Villiers. I.F.A.N.). 

Togo: Tohoun, V. 1950 (A. Villiers, I.F.A.N.); Klouto, 
500—800 m, VI. 1950 (dtto). 

6 (5) Färbung abweichend. 

7 (8) Größere Art, 2 mm. Pechschwarz,. Oberseite pechbraun, 

Fühler und Beine gelb, Hinterbeine rotbraun. 

Skulptur und Form wie bei L. nycterophilus, aber auch 
das Halsschild ist deutlich punktiert und die Elytren zeigen 
2 regelmäßige Punktreihen an den Seiten, die Intervalle 
dazwischen und daneben gewölbt. Hintertibien des 5 gerade 
oder fast a Be. 

ee Fee Von Ina n. Sp. 

Fr. Guinea: INzesekord VII. 1951. 

Kleinere Art, 1,5 mm. Rotbraun, Kopf pechschwarz, die 

Apikalhälfte der Hinterfemora und das letzte Antennit 

pechbraun. 

Form und Skulptur wie bei L. nycterophilus, Hals- 
schild deutlich, die Flügeldecken sehr stark (schon unter 
5 facher Vergrößerung sehr deutlich) punktiert, ohne ge- 
wölbte Intervalle an den Seiten. Hintertibien des 5’ gebogen. 

Longitarsus foutanus n. sp. 

Fr. er Dalabe 1200 m, VI. 1951. 

9 (4) Flügeldecken ohne Punktierung, auf der Scheibe unter 
50 facher Vergrößerung etwas uneben erscheinend; eine 
Punktreihe befindet sich nahe dem Schildchen, 2 andere 
nahe dem Seitenrand. 

Schwarz, Fühler strohgelb, Beine rotbraun, Hinter- 
schenkel und eine Längsbinde auf den Flügeldecken, ent- 
weder vom Humeralcallus bis zur Spitze hinlaufend oder 
auf eine längliche Makel nahe der Basis reduziert, dunkel- 
braun. Form und Skulptur wie bei L. nycterophilus, Hinter- 
tibien des JS Ei Long. 2 mm. Be: 

Longitarsus Ealds n. Sp. 

He. lines Dalsbe, 1200 m, VI. 1951. 

10 (1) Macroptere Arten. 

11 (12) Stirn zwischen den Augen mit kräftigen Punkten besetzt 
(Vergrößerung 8—10 x). 

Rotgelb, Oberseite strohgelb, Kopf, Fühlerspitze und 
Flügeldeckennaht rot- bis pechbraun. Long. 1,5—2 mm. 
RR SE Longitarsus punctifrons Weise 1895 

Goldinete Ashanti (Weise). 


oo 
FED 
1 
I 


Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden Bol 


Togo: Tohoun, V. 1950 (A. Villiers, I.F.A.N.); Klouto, 
500—800 m, VI. 1950 (dtto). 

12 (11) Stirn ohne Punktierung. 

13 (16) Flügeldecken zweifarbig. 

14 (15) Hell braungelb, Flügeldecken schwarz, ein in der Mitte 
gegen die Naht erweiterter Seitensaum gelb, Spitze der 
Fühler und der Hinterschenkel angedunkelt. 

Antennalcalli zusammenfließend, hinten von der Stirn 
durch eine tiefe Furche getrennt. Long. 1,6 mm. 

un Longitarsus pulcher Weise 1895 

Sierra Leone (Weise). 

15 (14) Pechbraun, Fühler (zur Spitze angedunkelt), Beine mit 
Ausnahme der Apikalhälfte der Hinterschenkel, Halsschild 
und Flügeldecken rotbraun, die Naht der letzteren breit 
geschwärzt. 

Antennalcalli nur durch Mangel der Retikulierung zu 
wahrnehmen. Frontalfurchen auf ein Längsfältchen nahe 
den Augen reduziert. Long. 2 mm. re: 

Longitarsus oaests n. Sp.!) 


einen "Dalaba, 1200 m, VI. 1951. 


!) Äußerlich sehr ähnlich ist die folgende südafrikanische Art aus Bechuana- 
land: Maun, Tsana, Sekhuma und Chanzi, XII. 1954 et. 1. 1955 (F. Zumpt, Mus. 
G. Frey). 


Longitarsus zumpti n. sp. 


Long. + 2 mm. 

Unterseite pechschwarz, Kopf, Schildchen, die letzten 2—3 Anten- 
nite, Apikalhälfte der Hinterfemora und Flügeldeckennaht pechbraun, 
Halsschild rotbraun, die übrigen Teile der Antennen, der Beine und 
der Flügeldecken hell braungelb. Oberseite glänzend. 

Während bei Z. zodiacus die Stirn und der Clypeus, von der Seite 
betrachtet, einen stumpfen, aber sehr deutlichen Winkel bilden, läuft 
hier die Profillinie des Kopfes in einem regelmäßigen schwachen kon- 
vexen Bogen fort, die Clypeallängscarina ist bis oberhalb der Fühler- 
basis verlängert. Das Halsschild des L. zodiacus ist trapezoidal, im Niveau 
der Vorderecken am breitesten; bei L. zumpti sind die Seiten gerundet 
und die größte Thoraxbreite liegt nahe der Mitte. Das 2. Antennit 
des L. zodiacus ıst sehr kurz. nur halb so lang wie das 3., infolgedessen 
ist das 4. Glied fast so lang wie die 2 vorhergehenden zusammenge- 
nommen; bei L. zumpti ıst das 2. Glied nur um !/, kürzer als das 3., 
das #4. nicht ganz um die Hälfte länger als das 2. Antennit. 

L. zumpti ist mit L. crotalariae Bryant verwandt, aber anders ge- 
färbt und das 1. Antennit ist 1,5 X länger als das #., das 5. wesentlich 
länger als das 5. (bei L. crotalariae ist es genau umgekehrt). 


522 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


16 


17 


18 


19 


(13) Flügeldecken einfarbig, höchstens die Naht sehr schmal 


(22 


angedunkelt. Im letzteren Fall, gegenüber dem L. zodiacus, 
sind die Antennalcalli gut markiert. 


breit, jedes !/s bis !/ı der gesamten Stirnbreite einnehmend 


und bis zum Augenhinterrand merklich vertieft. Infolge- 
dessen scheint die durch Antennalcalli und Stirn gebildete 
Fläche verenst und gewölbt zu sein. Augen + reniform. 


(21) Punktierung der Flügeldecken fein, unter 20 bis 30 facher 


Vergrößerung noch nicht erkennbar. Größere Arten, 2 bis 
2,5 mm, Oberseite matt. 


(20) Grundfarbe hell braungelb, Kopf und Spitze der Hinter- 


schenkel zuweilen angedunkelt. Kopf von vorne betrachtet 
mit nach vorne divergierenden Innenrändern der we 
Thorax deutlich breiter als lang. 
Dongitreds na n. Sp. 
nt N Da V.1951; Pastoria, V. 1951; 
Segueia, V. 1951; Mt. Gangan, 600—900 m, V. 1951; 
Dalaba, 1200 m, v1. 1951. 


20 (19) Grundfarbe dunkel rotbraun, Hinterschenkel zur Spitze 


21 


geschwärzt. Innenränder der Augen (von vorne betrachtet), 
parallellaufend. Halsschild quadratisch, nicht breiter als lang. 
Longitarsus junius n. Sp. 


Fr. Ce Dale, VI. 1951. 


(158) Flügeldecken stark punktiert (Vergrößerung 5—8 X). Körper 


kleiner, 1,6—1,35 mm. Vorderkörper matt, Flügeldecken 
slänzend. 

Gelbbraun, Fühler und Beine (Hinterfemora ausge- 
nommen) heller. Augen wie bei L. patibilis (Innenränder 
nach vorne oe Thorax deutlich breiter als lang. 

Longitarsus maunyi n. sp. 

“eensal Ba De pres de Rufisque, IV. 1951. 

Casamance: Bignona, 1946 (A. Villiers et P. Dekeyser, 
LF.A.N.). 


22 (17) Orbiten nur unmittelbar hinter der Insertionsstelle der 


Antennen vertieft, schmal, jedes !/so der gesamten Stirn- 
breite einnehmend. Im Niveau der Antennalcalli und wei- 
ter nach oben sind die Stirn und der Vertex also regel- 
mäßig bis zu den Augeninnenrändern gewölbt. Augen oval. 
Der vorigen Art in Skulptur und Farbe ähnlich und eigent- 
lich nur durch die Kopfbildung und durch den zugespitzten 


) Orbiten hinter der Fühlerbasis nahe dem Augeninnenrand 


Bechyne: Über die westafrikanischen Alticiden 5253 


Penis zu trennen. Long. 1,5—1,5 mm. ER 
a a Longitarsus paricolor n. sp. 
Fr. Guinea: Damakanya, V. 1951; Coya, IV. 1951; 
Mt. Gangan, 550—900 m, V. 1951; De V.1951: Drlkisen 
1200 m, VI. 1951. 


Gen. Altica Geofiroy 1762 
(= Haltica auct.) 


Die meisten Arten zeigen einen hochgradigen Polymorphismus 
der äußeren Merkmale, vorausgesetzt, daf3 z. Zt. eine morpholo- 
sische Trennung der physiologischen Rassen als „nicht möglich“ 
erscheint. Die 55 sind leicht an der Form des Kopulationsor- 
ganes und an den sekundären Sexualmerkmalen zu unterscheiden. 
Aedeagi der bisher in Westafrika (westlich von Kamerun) festge- 
stellten Arten sind von meirer Frau Bohumila gezeichnet. 


+ 

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NL 


16 IR 18 19 20 21 2 
Abb. 16—22. Ventralseite des Aedeagus der west-afrikanischen Aliica Arten: 
A. charmiona (16), Länge 1.2 mm, am Profil einfach gebogen, A. lucida lucıda 
(17), Länge 1,1 mm, am Profil einfach gebogen, A. lucida miokoensis (18). 4. inae- 
qualis (19), Länge 1.1 mm, am Profil einfach gebogen, A. punctata (20), Länge 
1,2 mm. Profil S-förmig, A. madagascariensis madagascariensis (21), Länge 1.5 mm, 
Profil S-förmig, A. pyritosa (22), Länge 1,5—1.6 mm, Profil gerade. 


Altica madagascariensis madagascariensis Allard 1889 (Fig. 21) 


Fr. Guinea: Kindia, V. et. VI. 1951: Pastoria, V. 1951; Coya. 
IV. 1951; Nzerekore, VII. 1951; ibid., XI. et XII. 1951, II., IM. 


324 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


et IV. 1952 (S. H. Olsen, Mus. G. Frey); Mt. Nimba N. E., 500 bis 
700 m, IX. 1946 (A. Villiers, I.F.A.N.). 

Liberia: Barclayville, 1948 (Holas et Dekeyser, I.F.A.N.); Webo 
(dtto). 

Dahomey: Foret de Ketou, V. 1950 (A. Villiers, I.F.A.N.).; 
Koussokoingou, Atakora, 600— 700 m, VI. 1950 (dtto). 

Nigeria: Ibadan, XII. 1949 (A. Villiers, I.F.A.N.). 


Über das ganze tropische Afrika und Madagascar verbreitet. 


Altica madagascariensis senegalensis Allard 1889 


Senegal: Dakar, IV. 1951; Sangalkam, Rufisque, 1950 (A. Vil- 
liers, 1.F.A.N.). 

Mauritania: Quest du Lac R’Kiz, X. 1952 (P. Dekeyser, I.F.A.N,). 

Port. Guinea: Gissau, 1944, (A. Villiers, I.F.A.N.). 


Altica pyritosa Erichson 1843 (Fig. 22) 


Fr. Guinea: Dalaba, VI. 1951. 
Togo (Mus. G. Frey). 
Fast über das ganze tropische Afrika verbreitet. 


Altica lueida lueida Allard 1889") (Fig. 17) 


Sıerra Leone. 

Fr. Guinea: Beyla, VII. 1951; Nzerekore, IX.. X., XI et XI. 
1951 (S. H. Olsen, Mus. G. Frey); Mt. Nimba N. E., 500— 700 m, 
IX. 1946 (A. Villiers, I.F.A.N.). 

Liberia: Diölebo, 1948 (Holas et Dekeyser, I.F.A.N.). 

Elfenbeinküste: Tonkouil, 900—1200 m, IX. 1946 (A. Villiers, 
I.F.A.N.); Reserve du Banco, II. 1950 (B. Holas, I.F.A.N.). 

Nigeria: Ibadan, XI. 1949 (A. Villiers, I.F.A.N.). 

Kamerun. — Gabon.?)— Oubangui Chari. — Belg. Kongo. 


Altica punctata Allard 1889 (Fig. 20) 


Fr. Guinea: Coya, IV. 1951; Damakanya, IV. 1951; Mt. Gangan, 
500—900 m, V. 1951; Dalaba, 1200 m, VI. 1951; Nzerekore, VII. 


) Altica lucida miokoensis n. subsp. (Fig. 18) 

Fernando Pö0o: Mioko, 1700—2000 m, 8. XII. 1951 (Dekeyser, Lepesme et 
Villiers, I.F.A.N.); Lac Loreta, 1200 m, Xll. 1951 (dtto). 

Diese Rasse ist durch bronzegrüne Oberseite (konstant blau, blaugrün bis 
blauviolett bei der prioren Rasse), feinere Elytralpunktierung und abweichende 


Form des Aedeagus gekennzeichnet. 


?) Belogue, XII. 1945 (de Muizon, I.F.A.N.). 


25 


Oi 


Bechyne@: Über die westafrikanischen Alticiden 


1951; ibid. X. 1951 (S. H. Olsen, Mus. G. Frey); Mt. Nimba N. E., 
500—700 m, IX. 1946 (A. Villiers, I.F.A.N.). 
Liberia: Barclayville, 1948 (Holas et Dekeyser, I.F.A.N.); Glo- 
fake (dtto). 
Elfenbeinküste: Yapo, X. 1946 (A. Villiers, 1.F.A.N.). 
Dahomey: Abomey, V. 1950 (A. Villiers, I.F.A.N.); Bassıla, 
V1l.—VH. 1950 (dtto). 2 
Kamerun.!) — Belg. Kongo. 


Altica charmiona n. sp. (Fig. 16) 


Fr. Guinea: Dalaba, VI. 1951; Mt. Nimba, 500-—700 m, IX. 
1946 (A. Villiers, 1.F.A.N.). 

Liberia: Glofake, 1948 (Holas et Dekeyser, I.F.A.N.). 

Elfenbeinküste: Tonkoui, 500—900 m, 1X. 1946 (A. Villiers, 
L.F.A.N.). 

Kamerun (Mus. G. Frey). 

Long. + 4 mm. 

Lebhaft metallisch grün, blau oder goldgrün, stark glänzend. 
Körper kurzoval. 

Mit A. regalis Laboiss. nahe verwandt, kleiner, das antebasale 
Feld am Halsschilde stark abgeflacht sodaß die Fläche vor der tiefen 
Querfurche kissenartig gewölbt zu sein scheint. 

Das letzte Abdominalsegment des 5 ohne Vertiefung, glatt 
(bei A. regalis mit einer kurzen Längsrinne). Vordertibien des 5 
rundlich, weder komprimiert noch nach außen erweitert. Die Wöl- 
bung der Ventralseite des Aedeagus ist weniger asymmetrisch als 


bei A. regalis. 


Altica inaequalis Allard 1889 (Fig. 19) 
Die Stücke in der Sammlung Allard (coll. Oberthur, Mus. Paris) 


gehören auch einer 2. Art — A. madagascariensis madagascariensis 
Allard — zu. Die eine bezeichnete ich lektotypisch als A. inaequalis 


Allard. 
Liberia: Diyala, 1948 (Holas et Dekeyser, I.F.A.N.); Diöleba 


(dtto). 

Gabon (Typus). — Kamerun. — Rio Muni. 

Long. 4—5 mm. 

Blau bis violett. Halsschild 1,5X breiter als lang, Seiten ge- 
rundet, Punktierung der Oberfläche undeutlich (Vergrößerung 50 X). 


') Valee de la N’Goko, I. 1900 (Jobit, coll. Fletiaux, 1.F.A.N..) 


526 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Flügeldecken vorne deutlich (Vergrößerung 10 X‘), hinten sehr schwach 
punktiert, mit einer scharfen Längsrippe, welche aus dem Humeral- 
callus bis vor die Spitze hingezogen ist und einigen kürzeren und 
weniger auffallenden Dorsalrippen versehen. Beim 9 sind alle 
Rippen stärker emporgehoben. 

& Oberseite glänzend, Vordertibien zur Spitze graduel, sehr 
stark verbreitet und stark komprimiert. Das 1. Glied der 4 vor- 
deren Tarsen kaum länger als breit, stark erweitert. Letztes Ab- 
dominalsegment in der Mitte mit einem Längskiel, welche aber 
auf dem herabgebogenen Mittellappen des ziemlich großen Sinus 
nicht fortgesetzt ist. Penis ähnlich wie bei A. lucida gebildet. 

9. Flügeldecken matter, Beine zart gebaut. 

A. madagascariensis ist sehr ähnlich, aber der Aedeagus voll- 
kommen verschieden gestaltet, Thorax schmäler, eher länger als 
breit, an der Basis kaum abgeflacht, regelmäßiger gewölbt, an der 
Basis am breitesten, Seiten nach vorne gerundet-verengt, Flügel- 
decken bei beiden Geschlechtern gleichglänzend und nur mit einer 


einzigen Rippe versehen. 


Gen. Escaleriella \Weise 1907 
Escaleriella ardens n. sp. 


Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951; Mt. Gangan, 750 m, 
V.1951; Damakanya, V. 1951. 

Long. 3,5—4 mm. 

Rotgelb, Sternum, die Seiten des Abdomens und Hinterschenkel 
zum Teil pechbraun, Antennite 5—11 und Scutellum schwarz, 
Flügeldecken lebhaft metallisch violett. Körper länglich, Oberseite 
stark glänzend. 

Kopf glatt, nahe den Augen punktiert. Antennalcalli hoch- 
gewölbt, gut umgrenzt, Clypeallängscarina scharf, hinten abgekürzt, 
Clypeus jederseits runzelig skulptiert. Fühler die Mitte der Flügel- 
decken kaum erreichend, dünn, das 3. Glied länger als das 4., 
1,5 X länger als das 2. 

Thorax 1,5 X breiter als lang, schwach cordiform, vor der Mitte 
am breitesten, Seiten schwach gerundet. Vorderwinkel abgerundet, 
Hinterwinkel stumpfeckig. Oberfläche spärlich deutlich punktiert 
(Vergrößerung 20 X), antebasale Querfurche tief. 

Flügeldecken stark (ohne Lupe sichtbar) punktiert-gestreift, 
hinter der Basis quer eingedrückt, Intervalle glatt und gewölbt, 
mit spärlichen dunklen abstehenden Härchen besetzt. Beim J ist 


Bechyne@: Über die westafrikanischen Alticiden 527 


das 1. Glied der 4 vorderen 'Tarsen mäßig erweitert, Sinus des 5. Ab- 
dominalsegmentes kräftig. Beim 9 ist das letzte Sternit zugespitzt. 
Diese Art ist ohne weiteres an der Färbung kenntlich. 


Escaleriella bivittata bivittata Allard (nov. comb.) 


Fr. Guinea: Nzerekore, VII. 1951; ibid., IX. 1951 et VII. 1952 (S. 
H. Olsen, Mus. G. Frey). 

Elfenbeinküste: Assınie (Allard). 

Diese Art wurde zweimal von verschiedenen Gegenden be- 
schrieben: 

1. Long. + 3,5 mm. Flügeldecken schwarz, Intervalle 3—6 (der 
verkürzte Skutellarintervall nicht mitgerechnet) gelb, Spitze 
schwarz. (Ex Urepidodera). 

ER Escaleriella Ba Bivihati Allard 1890 

2. Bo 3, Ba mm. Die gelbe Längsbinde auf den Flügel- 
decken breiter, weil auch der 2. Intervall gelb ist. 

Escaleriella bivittata marginata Weise 1903 
Rio Mani: Na X1. 1907 — V. 1908 (G. Tessman, coll. 
Heikertinger, Mus. G. Frey). 
Kamerun: Soppo, Mt. Kamerun, 730 m, 1912 (v. Rothkirchen 
coll. Heikertinger, Mus. G. Frey). 


Gen. Orthocrepis Weise 1885 


Orthocrepis ruficollis bamakoensis n. subsp. 


Fr. Sudan: Bamako, VII. 1951. 

Senegal: Dakar (Fann), VII. 1951. 

Mauritania: Bafrechie, IX.—X. 1953 (A. Villiers, I.F.A.N.). 

Long. 2,5—3 mm. 

Einfarbig rotgelb, nur die Flügeldeckennaht + angedunkelt. 
Oberseite mäßig glänzend. 

Diese Form stimmt mit der mediterran-ostsudanischen O. ru- 
Jieollis ruficollis Luc. überein. Außer der relativ deutlicher gereih- 
ten Punktierung der Flügeldecken. unterscheiden sich die westaf- 
rikanischen Exemplare durch fast quadratische Antennite 8—10, 
welche bei der Stammform mindestens 1,5 X länger als breit sind. 


Orthocrepis foveolata Dalman (nov. comb.) 


Sierra Leone. 
Diese als eine Haltica beschriebene Art steht in den meisten 
Katalogen als eine C’repidodera. 


fr 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 34 


538 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Orthoerepis togoensis Weise (nov. comb.) 


Crepidodera togoensis Weise 1902. 
Crepidodera sulcata Bryant 1926. 


Eine an der Färbung kenntliche Art: Rotgelb, Antennite 5 bis 


————————— — 


a = 


11 und zuweilen auch das Sternum angedunkelt, Flügeldecken me- 


tallisch blau oder grün. 
Sierra Leone (Bryant). 
Liberia: Penoke, 1948 (Holas et Dekeyser, I.F.A.N.). 
Fr. Guinea: Nzerekore, VII. 1951. 
Togo (Weise). 


Gen. Myreina Chapuis 1875 


Laboissiere 1942, Expl. Parc Nat. Albert, Miss. de Witte, fasec. 
39, p. 50. 


Myreina nigra Chapuis 1875 


Laboissiere 1942, 1.rc..p.;01. 

Fr. Guinea: Dalaba VI. 1951. 
Nigeria: Calabar (Chapuis, etc.) 
Belg. Kongo (Laboissiere). 


Gen. Eurylegna Weise 1910 
Eurylegna guineensis n. sp. 


Fr. Guinea: Mt. Gangan, 500—550 m, V. 1951; Dalaba, 1200 m 
VI. 1951; Nzerekore. VII. 1951; ibid., X. 1951, IV., VL, VII et X. 
1952 (S. H. Olsen, Mus. G. Frey); Nt. Nimba N. E., 500—700 m 
IX. 1946 (A. Villiers, I.F.A.N.). 

Long. 3,5—4 mm. 

Hell braungelb, Flügeldecken (Seitenränd ausgenommen) rot 
bis rotgelb. Körper oval, Oberseite stark glänzend. 

Kopf glatt. Stirn breit, doppelt breiter als ein Augenquerdia- 
meter. Antennalcalli gut umgrenzt. Clypeallängscarina zwischen 
den Antennen auf einen rundlichen Tuberkel reduziert, vorne 
abgekürzt. Fühler kurz und dick, das 1. Drittel der Flügeldecken 
nicht überragend, zur Spitze verdickt, das 3. Glied länger als die 
benachbarten, das 2. und 4. beinahe kugelig, die anderen deutlich 
länger als breit. 

Halsschild doppelt breiter als lang, vor der Basis am breite- 
sten, Seiten vor der Basis gewinkelt, dann nach vorne geradlinig 
verengt. Vorderwinkel schräg abgestutzt, nach außen leicht heraus- 


Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden 529 


ragend. Oberfläche recht spärlich aber deutlich punktiert (Vergrö- 
ßerung 20 X), vor der Basis mit einer gewellten seichten Querfurche 
versehen, welche bis zu den Hinterwinkeln reicht, Basaleindrücke 
fehlend. 

Elytren stark (Vergrößerung 5—6 X) und völlig verworren 
punktiert, Humeralcallus groß. Epipleuren horizontal. Das letzte 
Abdominalsegment des 5 mit einem kleinen Sinus, beim 9 zu- 
gespitzt. 

Die einzige, bisher bekannte Art, E. fulva Weise (viel größer, 
anders gefärbt und auf den Flügeldecken sehr fein punktuliert) 
kommt in Ostafrika (Kilimandjaro) vor. Das Genus Zurylegna un- 
terscheidet sich von Phygasia durch die bis zu dem Seitenrand des 
Thorax fortlaufende antebasale Querfurche, welche an den Seiten 
von keinen Basallängseindrücken limitiert ist. 


Gen. Phygasia Baly 1876 
Bryant 1940, Proc. R. Ent. Soc. Lond. 9 B, p. #6. 


Phyyasia gabonensis Jacoby 1893 
(= Ph. magna Weise 1895) 


Goldküste: Ashantı (Weise). 
Kamerun. — Gabon, — Belg. Kongo. 


Bryant 1940, 1. c. p. 46. 


Phygasia rotundicollis Jacoby 1893 


Lactica rotundicollis Jacoby 1893. 

Phygasia rotundicollis Bryant 1940, 1. c. p. #6. 

Fr. Guinea: Nzerekore, IX. et XII. 1951 et IV. 1952 (S. H. Ol- 
sen, Mus. G. Frey). 


Gabon, — Kamerun. 


Phygasia gangana n. sp. 
Fr. Guinea: Mt. Gangan, 500—900 m, V. 1951. 
Long. 7”—8 mm. | 
Glänzend, hell braungelb, einfarbig, nur die Basis der Flügel- 
decken + angedunkelt. Mit Ph. rotundicollis Jac. verwandt, durch- 
schnittlich etwas größer und durch die folgenden Merkmale zu 


trennen: 


34* 


530 


Ph. rotundieollis: 


Prothorax glatt, Seitenrand 
vorne und hinten gleichbreit ab- 
gesetzt. 


Punktierung der Flügeldek- 
ken fein und spärlicher, erst un- 
ter 20—30 facher Vergrößerung 
wahrnehmbar.. 

d. Letztes Abdominalseg- 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gsg. Frey, Bd. 6, 1955 


Ph. gangana 


Prothorax deutlich punk- 
tiert (Vergrößerung 20 X‘), Sei- 
tenrand vorne breit, vor den 
Hinterwinkeln nur sehr schmal 
abgesetzt. 

Punktierung dicht, unter 10- 
facher Vergrößerung gut er- 
kennbar. 


‘. Hinterrand dieses Seg- 


ment flach, Hinterrand in der mentes emporgehoben, in der 


Mitte geradlinig abgestutzt. Mitte konvex. 


Phygasia kraatzi Jacoby 1895 


Lactica kraatzi Jacoby 1895 

Phygasia kraatzi Bryant 1940, 1. c. p. 46 

Togo: Bismarckburg (Jacoby; coll. Heikertinger, Mus. G. Frey). 
Bryant 1940, 1. c. p. 46. 


Phygasia helveola Dalman 1823 


Sierra Leone (Dalman). 

Fr. Guinea: Coya, IV. 1951; Damakanya, IV. et V. 1951: Kin- 
dia, V. 1951: Mt. Gangan, 500—750 m, V. 1951: Dalaba, 1200 m, 
VI. 1951; Kankan, VII. 1951; Nzerekore, VII. 1951; ibid., X. et 
All. 1951, L, IL, II. et VII. 1952 (S. H. Olsen, Mus. G. Frey); Mt. 
Nimba, 500—700 m, IX. 1946 (A. Villiers, I.F.A.N.). 

Elfenbeinküste: Tonkoui, 900—1200 m, IX. 1946 (A. Villiers, 
LEAN.D) 

Goldküste: Ashantı. 


2 Unter den I.F.A.N.-Altieiden befindet sich. eine sehr interessante brai 
chyptere Art aus Tanganyika (B.E.A.): Crater Ngorongoro, I. 1947 (T. Monod): 


Phygasia monodi n. sp. 
Long. JS + 4mm, QQ9 4,5—5 mm. 
Rotgelb, Oberseite rot, Tibien, Tarsen, Schenkelspitze in + breitem Umfange 


und die 8 letzten Antennite schwarz. Vorderkörper glänzend, Flügeldecken matt. 


Brachyptere Art, Flügel nicht länger als die Flügeldecken. 
Mit Ph. sulcicollis Bryant (1940, 1. c. p. 47), welche in Uganda und Kenya 


vorkommt, sehr nahe verwandt, aber wesentlich kleiner, Halsschild herzförmig, 
ohne Punktierung. Flügeldecken des 5’ sehr fein (Vergrößerung 30-40 x), die 
des © undeutlich (noch unter 50 facher Vergrößerung) punktiert, an den Seiten 
stark gerundet (mit parallelen Seiten bei Ph. sulcicollis). 1. Glied der 4 vorderen 
Tarsen des 5° sehr stark erweitert, Sinus klein; Beine Q zart. 


Bechyne: Über die westafrikanischen Alticiden Sl 


Gen. Manobia Jacoby 1885 
Manobia africana Baly (nov. comb.) 


Crepidodera africana Baly 1877 

Manobia africana l.aboissiere 1942, Expl. Parc Nat. Albert, 
Miss. de Witte, fasc. 39, p. 58, fig. 17. 

V. Laboissiere beschrieb seine Art unabhängig von Baly. 

Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951. 

Elfenbeinküste: Tonkoui, 900—1200 m, IX. 1946 (A .Villiers, 
I.F.A.N.). 


Kamerun. — Riv Muni. — Belg. Kongo. 


Manobiıa guineensis n. Sp.') 


Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951. 

Long. 3 mm. 

Schwarz, stark glänzend, Vorderkörper, Fühler und die 4 vor- 
deren Beine rotgelb, 4 hintere Schenkel angedunkelt. Oberseite 
slänzend, Clypeus matt. 

Kopf glatt. Antennalcalli und Clypeallängscarina bilden eine 
Y-förmige Erhabenheit. Fühler die Mitte der Flügeldecken errei- 
chend, zur Spitze schwach verdickt, das 2. Glied kugelig aufgetrieben. 

Thorax klein, spärlich punktiert, nur die gebogene antebasale 
Querfurche mit einer Reihe kräftiger, dichtgestellten Punkte. Seiten 
schwach und regelmäßig gerundet (die größte Breite des Halsschildes 
liest in der Mitte), Vorderwinkel schräg abgestutzt, aber seitlich 
nicht zahnartig herausragend. 

Flügeldecken viel breiter als das Halsschild, vorne stark (Ver- 
srößerung 10 X) in ziemlich regelmäßigen Reihen, hinten schwächer 
und mehr verworren punktiert. Basalcallus sehr niedrig, Humeral- 
callus groß und hochgewölbt. Vordere Gelenkhöhlen offen. 

Von M. africana Baly durch die Färbung, Form des Halsschildes 
und der Flügeldecken verschieden. 


') Manobia nkolentangana n. sp. 


Rio Munı: Nkolentangan, X. 1907 — V. 1908 (G. Tessmann, coll. Heiker- 
tinger, Mus. G. Frey). 

Long. 3 mm. 

Unterseite und die 2 letzten Antennite rotbraun. Antennite 4-9, Beine 
und Flügeldecken schwarz, Vorderkörper und Fühlerbasis rotgelb. 

Auf den ersten Blick der M, guineensis gleichend, aber die Stirn ist matt 
und das Halsschild besitzt jederseits eine mit dem Seitenrand parallele mattere 


Callosität, welche innen von der Scheibe durch eine Längsfurche getrennt ist. 


532 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Manobia ngerezena n. sp. 


Fr. Guinea: Nzerekore, VII. 1951. 

Long. 1,6—1,5 mm. 

Dunkelbraun, stark glänzend, Oberseite, Fühler und Beine 
(Spitze der Hinterfemora ausgenommen) hell braungelb, Pens 
deckennaht angedunkelt. Körper länglich. 

Kopf glatt, Antennalcalli rundlich, isoliert. Fühler zur Si 
merklich verdickt. 

Halsschild fast 2X breiter als lang, im Niveau der verdickten, 
schräg abgestutzten, seitlich aber nicht vorspringenden Vorderwinkel 
am breitesten. Seiten nach hinten gerundet-verengt. Oberfläche 
glatt, antebasale Querfurche seicht. 

Elytren breiter als das Halsschild, stark in regelmäßigen Längs- 
reihen punktiert, Intervalle glatt, die lateralen gewölbt. Basalcallus 
deutlich. Intercoxalplatte des Prosternums glatt und stark glänzend 
wie die Epimeren. 

Die kleinste bisher bekannte afrıkanische Art. 


Gen. Crepidodera Chevrolat 1844 


Von den westafrikanischen Arten, welche unter diesem Gat- 
tungsnamen in den Katalogen zu finden sind, müssen folgende 
zu anderen Genera gestellt werden: 


23 24 25 


Abb. 23—25. Umrit5 von Crepidodera laeviuscula (23), Cr. fissa (24) und 
Djallonia maindra (25). 


Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden 


533 


Crepidodera ajricana Baly 1877 Manobia. 

Crepidodera bivittata Allard 1890 Escaleriella. 

Crepidodera foveolata Dalman 1823 Orthocrepis. 

Crepidodera sulcata Bryant 1926 Orthocrepis. 

Crepidodera viridimicans Allard 1890 Poöphilina. 

Es bleibt also nur eine einzige westafrikanische Art — Cr. lae- 
viuseula Csikiı — welche der augenblicklichen Limitierung der Gat- 


tung Crepidodera entspricht. 


Crepidodera laeviuseula Csiki 1940 (Fig. 23) 
(= Crepidodera laevicollis Allard 1890, nom. praeoce.) 


Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951. 


Elfenbeinküste: Assinie. 


_ Crepidodera fissa n. sp. (Fig. 24, 26, 27) 


Fr. Guinea: Ber 1200 m, VI. 1951. 
Lone: 7.2 


Unterseite, Endelieder der Fühler A: Hinterschenkel pech- 


braun, Vertex schwarz mit einem metallischen Schein, Clypeus und 


Thorax rot, das antebasale Feld des letzteren häufig angedunkelt, 


Fühler und Beine gelb, Flügeldecken metallisch 
schwarzblau. Oberseite glänzend, Körper länglich. 

Kopt sehr fein punktiert (Vergrößerung 50 < ) 
ohne Antennalcalli. Clypeallängscarina breit und 
flach, Frontalfurchen zusammenlaufend. Stirn we- 
sentlich breiter als ein Augendiameter. Fühler die 
Mitte der Flügeldecken weit überragend (5) oder 
noch erreichend (9), zur Spitze verdickt, das 3. Glied 
so lang als das 4., länger als das 2. 

Thorax doppelt breiter als lang, fein punk- 
tiert, in der Mitte am breitesten. Querfurche üef, 
jederseits von einem Längsfältchen begrenzt. Vor- 
derwinkel abgerundet, weder verdickt noch heraus- 
tretend, Hinterwinkel stumpfeckig. 

Elytren stark (Vergrößerung 8—10 X) in regel- 
mäßigen Längsreihen punktiert mit einer seichten 
Querdepression hinter der Basis. Intervalle glatt 
und flach, die lateralen leicht gewölbt. Vorderti- 


26 
Abb. 26. Vorder- 


tıbia (von oben be- 


trachtet) von Üre- 


pidodera Jissa 


bien bei beiden Geschlechtern oberseits im distalen Drittel tief 
gefurcht. Beim 5 ist das 1. Tarsit kaum erweitert, Sinus groß. 
Diese Art ist am Mangel der Antennalcalli und der Form der 


Vordertibien ohne weiteres erkennbar. 


534 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Djallonia n. gen. (Fig. 25, 28) 
Merkmale der Gattung Crepidodera, aber das Halsschild mit 


stark nach außen erweiterten Vorderwinkeln und das 2. Antennit 
ist so lang und so dick wie das 1. Das letztgenannte Merkmal | 
wiederholt sich bei keiner anderen verwandten Gattung. 


Djallonia maindra n. sp. 


Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951. 

Elfenbeinküste: Tonkoui, 500—900 m, 1X. 1946 (A. Villiers, 
I.E.AND. 

Rotbraun, Unterseite dunkler, Fühler und Beine gelb, Hinter- 
femora und die 2 letzten Antennite angedunkelt, Flügeldecken 

pechschwarz, Humeralcallus und die äußerste 
Spitze rötlich. Körper länglich, Oberseite glän- 
zend, Kopf matt. 

Kopfstark punktiert(Vergrößerung 10X‘), 
Vertex in der Mitte mit einer glatten erha- 
benen Längslinie. Stirn 2X breiter als ein 
Augenquerdiameter. Antennalcalli glänzend, 
linear. Fühler die Mitte der Flügeldecken er- 
reichend, zur Spitze merklich verdickt, das 
2. Glied von auffallender Länge, so lang wie 
das 1. Glied, bzw. so lang wie die 2 folgen- 
den zusammengenommen. Das letztere An- 
tennit lang und zugespitzt. 

Thorax transversal, 1,5 X breiter als lang, 
im Niveau der stark nach außen zahnförmig 
herausspringenden Vorderwinkel am breites- 
ten. Seiten geradlinig nach hinten verengt. 

Antebasale Querfurche tief, gerade, erst kurz 
vor dem Seitenrande endend. Oberfläche vor 
der Querfurche sehr stark punktiert (Ver- 
srößerung 2—3 X), dahinter mit einem glatten 
Querwulst. Basis gerandet und kräftig gra- 
S nuliert. 

Flügeldecken in regelmäßigen Längs- 
reihen, vorne so stark wie das Halsschild, 
en hinten schwächer punktiert. Intervalle flach, 
Crepidodera fissa (27) u. die lateralen gewölbt, Basalcallus und post- 
Djallonia maindra (28). basale Querdepression schwach. Beine robust. 


2 28 


‘6 


Abb. 27—28. Linke An- 


Bechyn&: Über die westafrikanischen Alticiden 335 


Gen. Epitrix Foudras 1859 


Die bisher bekannten westafrikanischen Arten sind von kurz- 
ovaler Gestalt, Oberseite stark glänzend, Kopf glatt, nur nahe den 
Augen oberhalb der Frontalfurchen mit + deutlichen Punkten 
besetzt. Punktierung des Halsschildes und der Flügeldecken schon 
unter 5facher Vergrößerung gut erkennbar. Elytralintervalle auf 
der Scheibe plan, an den Seiten + gewölbt (bei den 99 deutlicher). 


1 (2) Halsschild an der Basis mit einem Querwulst, welcher pa- 
rallel mit dem Hinterrande läuft. 

Schwarz, Kopf rotbraun, Fühler und Beine (Hinter- 
schenkel ausgenommen) rotgelb. Sehr selten ist der ganze 
einfarbig rotbraun. Long. 1,5—2 mm. 

. Epitrix laevifrons Weise 1895 

Fr. ee Na6r ekore, VII. 1951; ibid. XII. 1951 
(S. H. Olsen, Mus. G. Frey). 

Goldküste: Ashanti (Weise). 


2 (1) Das Feld zwischen der Basis und der Querfurche vollkom- 
men abgeflacht. 


3 (6) Die setiferen Punkte an den geradlinigen Seiten des Hals- 
schildes liegen auf der äußersten Randkante, welche da- 
durch cerenuliert erscheint (Vergrößerung 100—200x‘). 
Stirn so breit wie ein Augenquerdiameter. 

4 (5) Strohgelb, Abdomen angedunkelt. 

Frontalfurchen gleichmäßig tief, Thorax an den Sei- 
ten ohne Callositäten, reichlich doppelt breiter als lang 
mit parallelen Seiten. Behaarung der Flügeldecken 
a Größere Art, 2 mm. . 

u: Apoitrie Halhıde, n. Sp. 

Fr. Cuines- Dede, 1200 m, VI. 1951. 

3 (+) Unterseite samt Epipleuren und Hinterschenkeln pech- 
braun, Flügeldecken schwarz, Vorderkörper rot, Fühler 
und Beine strohgelb. 

Frontalfurchen nahe der Mitte des Augeninnenrandes 
grübchenförmig vertieft. Halsschild schmäler mit nach 
vorne konvergierenden Seiten und mit einer latera'en 
Längscallosität, welche mit dem Seitenrande parallel läuft. 
Behaarung der en N Kleinere Ärt, 1.6 
bis 1,7 mm. RN 

a ee Pr Por Fhriepie ee n. SD. 

Kamerun: Joko (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey). 


536 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


6 (35) Die setiferen Punkte an den deutlich gerundeten Seiten 
des Halsschildes liegen in der Seitenrandrinne, so daß der 
extreme Rand glatt, nicht gezähnelt erscheint. Stirn fast 
doppelt breiter wie ein Augenquerdiameter. 

7 (8) Rotbraun, Fühler und Beine etwas heller. 

Antebasale Querfurche des Thorax in der Mitte ge- 
wellt. Abdomen, namentlich das 1. Sternit an den Seiten, 
matt, Retikulierung unter 50facher Vergrößerung gut er- 
kennbar. ee der ee goldgelb. Re 
2 mm. ER 5 Ä 

er Epitriz nn n. Sp. 

SKanrerun: Moliwie: Bi Vaeloria 1.—IIl. 1905 (Malt- 
zan, coll. Heikertinger, Mus. G. Frey). 

ö (7) Schwarz, Epipleuren und Hinterschenkel pechbraun, Vor- 
derkörper rotbraun, Fühler und Beine strohgelb. 

Antebasale Querfurche des Halsschildes geradlinig. 
Das ganze Abdomen so glänzend wie die Oberseite. Be- 
haarung der Flügeldecken weißlich. Long. + 2 mm. 
ar . . Epfitrix salomona n. sp. 

Fr. a Dach 1200 m, VI. 1951; Damakanya, 
IV. 1951. 


Gen. Po&philina Csiki 1940 
(= Poephila Weise 1895) 


Po£philina lacessita Weise 1895 
Goidküste: Adda (Weise). 


Poephilina viridimicans Allard (nov. comb.) 

Crepidodera viridimicans Allard 1890. 

Poephila flaveola Bryant 1944, Bull. Ent. Res. 35, p. 141, 
tie. 1. 

Ohne Untersuchung der Type von Allard (coll. Oberthur, Mus. 
Paris), wäre es völlig ausgeschlossen, die vorliegende Art zu un- 
terscheiden, deren konvenable Beschreibung von Fe E. Bryant pu- 
bliziert wurde. 

Elfenbeinküste: Assinie (Allard); Bingerville (Bryant). 

Goidküste (Bryant). 


Gen. Podagrica Foudras 1860 
Bryant 1942, Bull. Ent. Res. 33, p. 229—234. 


Bechyne@: Über die westafrikanischen Alticiden Sl 


Podagrica decolorata Duvivier 1892 


Podagrica decolorata Duvivier 1892 

Nisotra uniforma Jacoby 1899 | 

Podagrica decolorata Laboissiere 1942, Expl. Pare Nat. Albert, 
Miss. de Witte, fasc. 39, p. 69, fig. 20. 

Mauritanie: Ouest du Lac R’Kiz, X. 1952 (P. Dekeyser, I. F. 
A. N.); Bafrechie, IX.—X. 1953 (A. Villiers, I. F. A. N.). 

' Senegal: M’Bao, I. 1945 (A. Villiers, I. F. A. N.); M’Bambey, 
X. 1945 (dtto); Dakar, XI. 1952 (dtto). 

Fr. Sudan: Kati, II. 1953 (M. Condamin, I. F. A. N.); Dia- 
farabe, IX. 1946 (Pitot, I. F. A. N.). 

Fr. Guinea: Mt. Gangan, 500—750 m, V. 1951; Cassia, V. 
1951; Pastoria, V. 1951; Damakanya, IV. et V. 1951; Friguiagb£, 
V. 1951; Kindia, V. 1951; Mamou, VI. 1951: Na VII. 1951; 
ibid., IX., X. et XI. 1951, III. et IX. 1952 (S. H. Olsen, Mus. G. 


Frey). 
Sierra Leone (Mus. G. Frey). 
 Goldküste. 
Kamerun. —Cabon. — Be lg. Kongo. — Angola. 


Podagrica nostalgica n. sp. 


Durch die verhältnismäßig kräftige Punktierung der Fiügei- 
decken und den hochgewölbten, ziemlich ande n Körper, ist 
diese neue Art mit den folgenden, ebenfalls westafrikanischen Ar- 
ten, verwandt: 

I (6) Die kurze Längsfurche jederseits auf der Thoraxbasis sehr 
deutlich, schon unter 3—5facher Vergrößerung erkenn- 
bar. Flügeldecken mit einer pechschwarzen Zeichnung auf 
rotem oder gelbbraunem Grunde. 

2 (3) Flügeldecken pechbraun, Humeralcallus und Apikaldrittel 
rotbraun, mit einfachen, etwas unregelmäßigen Längs- 
Be Intervalle sehr fein und spärlich punktuliert. Long. 

+ 3 mm. (Ex Nisotra). er 
Podagrica 2 ob, (n. comb.) 
Seren Leone. 
Fr. Guinea: Conacry, IV. 1951; Damakanya, IV. et V. 
1951; Friguiagb£, V. 1951; Mt. Gangan, 500—-600 m, V. et 
v1. 1951; Cassia, V. 1951; Pastoria, V. 1951. 
3 (2) Flügeldecken rotbraun, jede mit einer pechschwarzen 
Längsbinde auf der Scheibe, Seitenrand und Spitze + an- 
gedunkelt. 


538 Entom. Arbeiten aus den Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


— 


4 (5) Elytren wie bei der vorhergehenden Art skulptiert. Long. 
+ 3 mm. (Ex Nisotra). 

Podagrica unifasciata Jacobs 1899 ner Cora 
Nigeria: Niger-Benue (Mus. G. Frey). 

5 (4) Flügeldecken in + verdoppelten Längsreihen punktiert, 
Intervalle dazwischen dicht punktuliert. Long. 2,5 bis 
3 mm. N . 

nn O E ee: Podagrica risbeci Bryant!) 

Senegal: Bambey (Bryant). 

Fr. Sudan: Bamako, VII. 1951. 

Fr. Guinea: Mt. Gangan, 500 m, V. 1951; Cassia, V 
1951; Pastoria, V. 1951; Segueia, V. 1951; Kankan, VI. 
1951. 

6 (1) Die Längsfurche jederseits an der Halsschildbasis nur sehr 
schwach angedeutet, erst unter 40—50facher Vergröße- 
rung sichtbar. Rotgelb, Flügeldecken schwarzblau, die 
Naht (hinten breiter) rotbraun, Fühler zur Spitze schwärz- 
lich. Long. + 3,5 mm. 

Stirn und Vertex fein punktuliert, stark gewö!bt, 
CUlypeus deutlich punktiert (Vergrößerung 20x). Fühler 
die Mitte der Flügeldecken nicht erreichend, zur Spitze 
verdickt. Halsschild mehr als doppelt so breit wie lang, 
Seiten stark gerundet, Oberfläche kräftig punktiert (Ver- 
größerung 85—10x‘). Flügeldecken vorne sehr stark (Ver- 
größerung 2—3X) in regelmäßigen Längsreihen, hinten 
schwächer und weniger regelmäßig punktiert, Intervalle 
fast glatt. Beim 5 ist das 1. Glied der #4 vorderen Beine 
erweitert, und das 5. Abdominalsegment hat nur einen 
kleinen Sinus. ; PESBaR: _ 
ei Podazien nestdlasce n. Sp& 
Er near Da 1200 m, VI. 1951. 
Gen. Nisofra Baly 1864 
Lahoissiere 1942, Expl. Pare Nat. Albert, Miss. de Witte, fase. 
39,.D.7 22. 
Nisotra bohumilae n. sp. 


Durch die fast halbkugelige Form und einfarbig rotgelbe, 
glänzende Oberseite ist diese Art mit den folgenden Formen von 
Westafrika verwandt: 


) Proc. B. Ent. Soc. Lond. B 10, 1941, p. 212. 


Bechyne: Über die westafrikanischen Altieiden 539 


1 (2) Einfarbig braungelb bis braunrot. Flügeldecken in ein- 


nt 


Na7e 


NH 


fachen, regelmäßigen Längsreihen punktiert. Vorder- 
winkel des Halsschildes breit, nach vorne ausgezogen, 
schräg abgestutzt und seitlich zahnartig vorspringend. 
Thoraxbasis jederseits mit einem kurzen Längsfältchen. 
Long. 4—4,5 mm. . N 
ie ii % N Ga enn® Mecobr 1899 

Fr. Guinea: Nzer&kors, V1I. 1951; ibid., X. et X. 
1951, IV. 1952 (S. H. Olsen, Mus. G. Frey). 

Kamerun (Jacoby). 


Braungelb oder rotgelb, die Endglieder der Antennen 
schwarz. Flügeldecken in dichten, verdoppelten Längs- 
reihen punktiert. Vorderwinkel des Halsschildes vorne ab- 
gerundet, seitlich in Form eines kleinen Zähnchens aus- 
springend. Thoraxbasis ohne Eindrücke. 


Rotgelb, schwächer punktiert. Long. 4—4,5 mm. 

Clypealcarina grob punktiert, breitgebaut, flach, so 
breit wie ein Augendiamter. Thorax mit einer gewölbten 
Erhabenheit entlang der stark gerundeten Seiten. Sinus 
des 5. Abdominalsegmentes groß und tief, so daß das 6. 
Segment sichtbar wird; Mitte des 5. Sternites ohne Ein- 
druck. j i 
i i Near Beilue n.Sp. 

Fr. ee Begudia, V. 1951; Kindia, V. 1951: Mt. 
Gangan, 500— 750 m, V. 1951; Nzerekore, X. 1951 (S. H. 
Olsen, Mus. G. Frey); Mt. Nimba, N. E., 500— 700 m, IX. 
1946 (A. Villiers, L. F.A.N.). 


Rostrot, stärker punktiert. Long. 4,5—5. mm. 

Clypealcarina schmal, nur 1/3 eines Augenquerdia- 
meters erreichend, hochgewölbt, glatt. Thorax regelmäßig 
gewölbt, ohne UOallositäten an den Seiten. Abdomen des ' 
wie bei der vorigen Art, aber in der Mitte des 5. Sternites 
befindet sich ein kleiner, nach vorne konvexer, transver- 
saler Eindruck. A BR Pa KERN SRBERE DE 
FE FERE . Nisotra spadicea Dalman 1823 

Sierra Leone (Dalman). 

Fr. Guinea: Damakanya, IV. et V. 1951; Pastoria, 
V. 1951; Segueia, V. 1951, Beyla, VH. 1951: Nzerekore, 
X. 1951 (S. H. Olsen, Mus. G. Frey). 


Kamerun. 


540 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Nisotra olseni n. sp. 


Fr. Guinea: Nzerekore, X. 1951 (S. H. Olsen, Mus. G. Frey 

Long. 5 mm. 

Pechschwarz, Oberseite rein schwarz, stark aner Seiten 
des Clypeus und die ersten 4 Antennite rot. 

Kopf sehr fein und weitläufig punktuliert (Vergrößerung 50 
bis 100x), Clypealcarina mit gröberen Punkten besetzt, breitge- 
baut, flach, so breit wie ein Augenquerdiameter, Quercarina hoch- 
gewölbt, weil dahinter sich jederseits eine tiefe Rinne befindet, 
die zum einlegen des 1. Antennites dient. Fühler zart, das 3. Glied 
das längste. 

Thorax 3X breiter als lang, nahe der Mitte am breitesten. 
Seiten stark gerundet, Vorderwinkel verdickt und nach vorne ge- 
richtet, Hinterwinkel stumpfeckig. Scheibe weitläufig, fein (Ver- 
größerung 30—40xX), Basis gröber punktiert. Vordere Eindrücke 
bilden eine kleine aber scharfe Incision. Basaleindrücke fehlen 
vollkommen. 

Elytren weitläufig punktiert (Vergrößerung 20x), Punkte hie 
und da einfache unregelmäßige Längsreihen bildend. Epipleuren 
sehr breit. | 

Diese Art ist durch die hochgewölbte, fast halbkugelige Form 
mit der vorigen verwandt, durch die Färbung und die Skulptur der 
Oberseite zu trennen. Sie erinnert viel an eine große Sphaero- 
derma. 


Nisotra soucheti n. sp. 


Durch den länglichen Körper reiht sich diese Art in die Ver- 
wandtschaft von N. dilecta Dalm.; in Westafrika kommen fol- 
gende Arten vor: 


1 (4) Flügeldecken schwarz, ohne Metallschein. 

2 (3) Ganz schwarz, nur die Mundorgane, Fühlerbasis, Spitze 
der Tibien und Tarsen rotbraun. Oberseite stark glän- 
zend. Long. 4 mm. 

Kopf fein, Clypeus deutlicher punktiert. Halsschild 
stark transversal, mehr als doppelt so breit wie lang, Sei- 
ten stark gerundet, vor den Vorderwinkeln nur unmerk- 
lich ausgeschweift. Die vorderen Eindrücke etwa 1/3 der 
gesamten Thoraxlänge erreichend, Basaleindrücke klein, 
aber deutlich. Oberfläche mäßig dicht deutlich punktiert 
(Vergrößerung 20x). Flügeldecken stark in wenig regel- 
mäßigen Doppelreihen punktiert (Vergrößerung 5x), 


Bechyne@: Über die westafrikanischen Adern 54] 


u hinten nicht abgeschwächt. 
. Nisotra nzerekorensis n. Sp. 

Fr. et Nrerekore, VII. 1951. 

3 (2) Schwarz, Vorderkörper, Beine und Fühlerbasis hell braun- 
gelb, Scutellum braun. Oberseite stark glänzend, Kopf et- 
was matter. Long. + 4 mm. 

Kopf wie bei der vorigen Art. Thorax mehr als dop- 
pelt so breit wie lang. Seiten stark gerundet, vor den zahn- 
artig nach vorne gerichteten Vorderwinkeln stark aus- 
geschweift. Die vorderen Eindrücke sehr kurz, höchstens 
!/; der gesamten Thoraxlänge erreichend, die Basalein- 
drücke fehlen vollständig (Vergrößerung 50—100x). 
Oberseite kräftiger punktiert (Vergrößerung 10x) als bei 
der vorhergehenden Art. Auch die Elytralpunktierung ist 
stärker, schon unter 2facher Vergrößerung erkennbar, je- 
doch hinten viel schwächer als vorne. Das 5 besitzt einen 
sehr kleinen Sinus. ee 

tra soucheti n. <p. 

a re Dad 1200 m, VI. 1951. 

4 (1) Flügeldecken lebhaft metallisch blau, grün oder violett. 

5 (10) Elytren unregelmäßig, bzw. in dicht nebeneinander ste- 
henden Doppelreihen punktiert. 

6 (7) Die ganze Oberseite einfarbig metallisch. Vordere Ein- 
drücke des Halsschildes sehr tief, die Hälfte der gesam- 
ten Länge erreichend. ; Deo 

: ae Nisotra aruwimiana Weise sp. geogr.!) 

a) laineipbiemusi in der Größe beträchtlich: 7 + 
3 mm, 99 4--4,5 mm. Seiten des Halsschildes in der 
hinteren Hälfte parallel. Oberseite stärker glänzend. 
blau oder blaugrün, sehr selten mit einem violetten 
Schimmer. RER, a: 

Nisotra aruwimiana aruwimiana N 1912 
“Bele. Kongo. — Uganda. 

b) Sexualdimorphismus in der Größe gering: 59 3,5 bis 
4 mm. Halsschild in der Mitte am breitesten, Seiten 
regelmäßig gerundet. Oberseite matter, dunkelviolett 
mit + deutlichem dunkelblauem Schimmer. er 

Nisotra aruwimiana adaequata n. subsp. 


') Die Stammform ist ein typisches Bergtier Zentralafrikas: die geographische 
Rasse kommt in höheren Lagen Kameruns vor. Mir scheint, daß die Angabe eines 
Stückes (ex Staudinger) „‚Sierra Leone“ auf einen Irrtum bezogen ist.‘ 


542 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gs. Frey, Bd. 6, 1955 


Kamerun: Ekok, Dezember (Mus. G. Frey). 
Rio Muni: Nkolentangan, XI. 1907 — V. 1908 (G. 
Tessmann, coll. Heikertinger, Mus. G. Frey). 

7 (6) Schwarz, Vorderkörper, Fühlerbasis und Beine rot bis rot- 
gelb, Flügeldecken metallisch. Vordere Eindrücke des 
Halsschildes klein, ca. '/ıo—!/s der gesamten Thoraxlänge 
erreichend. 

8 (9) Kleiner, + 3 mm. Seiten des Ha!sschildes gerundet, Vor- 
derwinkel völlig abgerundet. } 

\ Nisotra dilecta en 1823 

er Be Dame IV. et V. 1951; Kindia, V. 
1951; Mt. Gangan, 500—750 m, V. 1951; Segueia, V. 1951; 
Mamou, VI. 1951; Dalaba. 1200 m. VI. 1951; Kankan, VI]. 
1951; Nzerekore, VII. 1951; ibid., IX., X. et XII. 1951, 
v1l. 1952 (5. H. Olsen, Mus. G. Frey). 

Sierra Leone (Dalman). 

Fr. Sudan: Bamako, VII. 1951. 

Auf Malvaceen (wie auch die anderen Podagrica- und 
Nisotra-Arten). Über das ganze tropische Afrika ver- 
breitet. 

9 (8) Größter, 3—4 mm. Seiten des Halsschildes in der hinteren 
Hälfte fast parallel, vor den zahnartig nach vorne ge- 
richteten Vorderwinkeln ausgeschweift. 

N Nisotra dalmani Jacets 1903 

En na Denke V. 1951; Segueia, V. 1951; 
Mt. Gangan, 900 m, V. 1951; Dalaba, 1200 m, VI. 1951; 
Kankan, Vll. 1951; N VII. 1951; ibid., X. 1951 
(5. H. Olsen, Mus. G. Frey); Mt. Nimba, 700—900 m, IX. 
1946 (A. Villiers, I. F. A. N.); ibid., 1951 (B. Holas, 1. F. 
A.N.). 


Molodo, IX. 1952 (T. Leye, I. F. A. N.); Sanga, VIII. —IX. 
1950 (Griaule, I. F. A. N.). 
Dahomey: Abomey, V. 1950 (A. Villiers, I. F. A. N.). 
Kamerun. — Gabon!). — Belg. Kongo. 
i0 (5) Flügeldecken kräftig in ziemlich regelmäßigen einfachen 
Reihen punktiert. Färbung wie bei den 2 vorigen Arten, 
nur die Unterseite pechbraun statt schwarz. Körper glän- 
zend. Long. 3 mm. 


1) Bilagoue, XII. 1945 (De Muizon, I.F.A.N.). 


Fr. Sudan: M’bao, X. 1952 (M. Condamin, I. F. A. N.); 


Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden 543 


Kopf glatt, Ciypeus mit einzelnen Punkten auf der 
breiten und flachen Carina. Thorax in der Mitte am brei- 
testen, stark transversal, Seiten sehr stark gerundet, alle 
Winkel stumpfeckig. Oberfläche deutlich punktiert (Ver- 
größerung 10—15X). Die vorderen Eindrücke kurz, aber 
tief, Basaleindrücke fehlend. Fiügeldecken vorne stark 
(Vergrößerung 3—5x), hinten viel feiner punktiert, In- 
tervalle fein und spärlich punktuliert. 

Nisotra damakanya n. sp. 


Fr. Guinea: Damakanya, IV. 1951. 


Gen. Terpnochlorus l’airmaire 


Fairmaire 1904, Ann. Soc. Ent. Belg. 45, p. 269 (Galerucidae). 

Laboissiere 1932, Soc. Ent. Fr., Livre cent. p. 575. 

Die vorliegende Gattung ist mit Chaetocnema verwandt; 
durch sehr lange Extremitäten und die auffallende Form der 
Mundorgane verschieden. 


Terpnochlorus perrieri Fairmaire 1904 (nov. comb.) 
Terpnochlorus perrieri Fairmaire 1904, 1. c. p. 209. 
Chaloenus viridis Bryant 1927, Ann. Mag. N. H. (9) 19, p. 615, 
tig. 1et 2. 

Terpnochlorus ferrieri Jolivet 1953, Bull. Inst. {r. Afr. noire 
15, p. 1555 (faun.). 

Fr. Sudan: Mopti, XII. 1949 (G. Remaudiere, 1. F. A. N.). 

Sierra Leone (Bryant). 

Diese Art ist von Madagascar beschrieben. Äußer den Typen 
von Fairmaire und Bryant sah ich auch mehrere Exemplare von 
Parc National de PUpemba (im Süden von Belg. Kongo). 


Gen. Chaetocnema Stephens 1831 


Von den westafrikanischen Arten ist mir augenblicklich die 
Ch. sierraleonis Bryant nicht bekannt; die übrigen Arten lassen 
sich am besten in Form einer analytischen Tabelle übersehen. 

1 (20) Frontalfurchen innen neben der Fühlerinsertionsstelle 
weit auf den Clypeus verlängert, so daß zwischen den An- 
tennen und weiter vorne eine gut umgrenzte Clypeallängs- 
carina zum Vorschein kommt. Clypeus ohne auffallende 
Punktierung. 

2 (3) Halsschild jederseits an der Basis mit einem merklichen 
Längseindruck versehen. Größte westafrikanische Art. 


3,6—4,1 mm. 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 39 


& 44 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


ee 
Lebhaft metallisch bronzebraun, Fühler und Beine ' 
(Hinterschenkel ausgenommen) rotgelb. Körper länglich 
schwach gewölbt, Vorderkörper matt, Flügeldecken glän- 
zend. | 
Kopf mit vereinzelten Punkten besetzt. Augen sehr 
schwach gewölbt, Frontalfurchen tief, geradlinig vom 
Augenhinterrand bis zur Mitte des Ulypeus zusammen- 
laufend, Ciypealcarina dadurch dreieckig. Antennen ziem- 
lich robust, zur Spitze schwach verdickt, das 3. Glied das 
längste, mehr als doppelt so lang wie das 2. Halsschild an 
der Basis am breitesten, doppelt breiter als lang, Seiten 
geradlinig nach vorne verengt. Oberfläche stark punktiert. 
Flügeldecken noch gröber punktiert (Vergrößerung 2x), 
Intervalle flach und punktuliert (Vergrößerung 20x). 
Beine ziemlich robust. Beim 75 ist das 1. Glied der 4 vor- 
deren Tarsen mäßig verdickt. a 
x Chaskoehende ken n. Sp. 

Schesale Richard Toll, IX. 1948 (A. Villiers, 1. F. 
A. N.); ibid. (A. Wane, I. F. A. N.); Bambey (J. Risbec, 
LAN.) 

Mauritania: Bafrechie, IX.—X. 1953 (A. Villiers, I. F. 
A.N.). 

Diese Art gehört in die paläarktische Gruppe der Chr. 
chlorophana Duft., und sie ist mit Ch. major Duviv. ver- 
wandt; die geradlinigen Halsschildseiten mit einfachen, 
nicht plattenförmig verdickten Vorderwinkeln und die 
Länge des 3. Antennites trennen Ch. villiersi von ihr ab. 

3 (2) Halsschild ohne Basaleindrücke, Körper wesentlich klei- 
ner. 

+(5) Stirn und Vertex in der Mitte eine kräftige Erhabenheit 
bildend, welche jederseits von einem tiefen Längseindruck 
oberhalb der Frontalfurchen begrenzt ist. 

Dunkel metallisch bronzebraun, seidenmatt, Fühler 
und Beine (Hinterfemora ausgenommen) hell a. 
Long. + 2 mm. 

U Ense oereree om pre Bas, s. str. 1876 

Fr. Guinea: Mt. Nimba N. E., 500-—700 m, IX. 1946 
(A. Villiers, I. F. A. N.). 

Kamerun. — Gabon. — Belg. Kongo. — Eine subsp. 
obscura Laboiss. kommt in den Bergen des östl. Beleg. 
Kongo vor. 


Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden 545 


5 (4) Stirn und Vertex plan, der letztere zuweilen mit einem, 
oft punktierten Längseindruck neben den Augen oberhalb 
der Frontalfurchen. 

6 (11) Fiügellose, sehr kurzovale Arten ohne Humeralcallus auf 
den Flügeldecken. Stirn nahe den Augen, oberhalb der 
Frontalfurchen einfach punktiert, ohne Eindrücke. 

Bronzeschwarz mit einem + deutlichen Kupierglanz, 
Fühler und Beine rotbraun, Hinterfemora schwarz, die # 
vorderen Schenkel und die Spitze der Äntennen + an- 
gedunkelt. 

7 (10) Thorax grob, nicht dicht punktiert (Vergrößerung 8 bis 
10x). Frontalfurchen tief; oberhalb der Fühlerinsertions- 
stelle ist eine feine Querlinie inskulptiert. Fühler die Mitte 
der Flügeldecken erreichend (5) oder kürzer (9), zur 
Spitze schwach verdickt. Clypeus flach. Retikulierung des 
Halsschildes unter 40—50facher Vergrößerung sichtbar. 
Flügeldecken sehr stark (Vergrößerung 2—3xX) und regel- 
mäßig punktiert, alle Intervalle gleichbreit. 

68 (9) Stirn sehr breit, 4X breiter als ein Augenquerdiameter. 
Kopf ohne Punktierung, ausgenommen einzelne Punkte 
dicht neben dem Augenhinterrand. Halsschild 2X breiter 
als lang, in der Mitte am breitesten, Seiten gerundet, Vor- 
derwinkel schräg abgestutzt, seitlich einen stumpfen Zahn 
bildend. Elytralintervalle sehr fein und spärlich punktu- 
liert (Vergrößerung 50—100x), auf der Scheibe plan, an 
den Seiten gewölbt, stark glänzend. Beim 5 ist das Ab- 
domen tectiform, das 1. Glied der #4 vorderen Tarsen mä- 
= gewölbt. Long. 1,5 mm. a  : ar 

u Chaetocnema ll n. Sp. 

Fr. Chireas Dach 1200 m, VI. 1951. 

9 (8) Augen größer, Stirn 3X breiter als ein Äugenquerdiame- 
ter. Kopf ohne Punktierung, Vertex aber mit groben 
Punkten von dem Augenhinterrand bis nahe der Mitte be- 
setzt. Thorax vor der Basis am breitesten, Vorderwinkel 
nach vorne herausragend. Flügeldecken weniger glänzend, 
alle Intervalle gewölbt (beim 9 stärker), deutlicher punk- 
tuliert. Beim 5 ist das Abdomen von normaler Bildung 
(einfach gewölbt) und das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen 
stark erweitert. Long. 3’ + 1,5 mm, 99 + 2 mm. 

Chaetocnema mamadoua n. sp. 


Fr. es. Dalaba, 1200 m, VI. 1951. 


546 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


10 ( 7) Thorax sehr fein punktiert (Vergrößerung 30—40x‘). Kopf 
matt, Halsschild ziemlich (Retikulierung unter 100facher 
Vergrößerung erkennbar), Flügeldecken stark glänzend. 

Oberhalb der fein inskulptierten Frontalfurchen be- 
finden sich nur unmittelbar neben dem Augenhinterrand 
einige Pünktchen. Querfurche oberhalb der Fühlereinlen- 
kungssteile sehr fein. Antennen die Mitte der Flügeidecken 
nicht erreichend, zur Spitze verdickt. Thorax doppelt brei- 
ter als lang, Seiten stark gerundet, Vorderwinkel breit ab- 
gestutzt. Flügeldecken ziemlich stark punktiert (Vergrö- 
Berung 5—8xX), Intervalle fein punktuliert, flach, an den 
Seiten gewölbt, der 3. deutlich breiter als die benachbar- 
ten. Beim 7 ist das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen mäßig 
erweitert und das 5. Sternit in der Mitte stark gewölbt. 
m 1,5—1,3 mm. 


Ken 3 Öhnerbene dnebe n. Sp. 
Fr. ae ala v1. 1951. 


11 (6) Macroptere Arten, Flügeldecken mit Humeralcallus. 
5 


12 (15) Vertex und Stirn überall fein punktiert. Vorderkörper 
matt, Retikulierung unter 40—50facher Vergrößerung 
sichtbar. 

15 (14) Körper länglich, ziemlich parallel, weniger gewölbt. 


Schwarz, Fühler und Beine hellbraun, Schenkel (die 
hinteren im breiteren Umfang) schwarz. Fühler kürzer, 
das 1. Drittel der Flügeldecken nicht erreichend. Long. 
1,72 mm: ! 

i Ce Be Ben 1928 

Sich Leone (Bryant) 

Fr. Guinea: Coya, IV. 1951. 

Senegal: Sangalkam, Rufisque, I. 1943 (A. Villiers, 
I1:BAEN.): 

14 (13) Körper oval, kürzer gebaut. 

Schwarz mit Bronzeglanz, Fühlerbasis, Tibien und 
Tarsen gelbbraun, die 4 letzten Antennite schwarz. Fühler 
länger, die Mitte der Flügeldecken erreichend. Long. 1,5 
mm. Mir unbekannt. 

en serrdleee Bryant 1928 

Ber Leone (Bryant). 

15 (12) Kopf ohne Punktierung, nur nahe dem Äugenhinterrand 
oberhalb der Frontalfurchen befindet sich ein + deut- 


Bechyne: Über die westafrikanischen Alticiden 547 


lich punktulierter Längseindruck. Körper schwarz, ohne 
Metallschein, stark glänzend. 

16 (17) Körper länglich, flach. Basis des Halsschildes tiel geran- 
det, mäßig und nur an den Seiten mit einer Reihe läng- 
licher Punkte besetzt. 

Fühler und Beine gelb, Schenkel dunkel. Stirn 3x 
breiter als ein Augenquerdiameter, den Humeralcalius der 
Flügeldecken kaum überragend, zur Spitze verdickt. Tho- 
rax stark quer, 2X breiter als lang, vor der Basis am brei- 
testen, Seiten gerundet, Vorderwinkel breit abgerundet. 
Oberfläche sehr fein und ziemlich dicht punktuliert (Ver- 
größerung 40—50x). Elytren kräftig punktiert-gestreift 
(Vergrößerung 3—5x), Intervalle fein und spärlich punk- 
tuliert (Vergrößerung 50—100x), auf der Scheibe flach, 
an den Seiten gewölbt. Long. 2 mm. . 

SE: . Chaetocnema coya n. Sp. 

in: a BR IV. 1951. 

17 (16) Körper kurzoval, gewölbt. Basis des Halsschildes mit einer 

Reihe gröberer Punkte gerandet. Stirn kaum doppeit brei- 

ter als ein ÄAugenquerdiamter. 

Kleiner, + 1,5 mm. Elytralintervalle gleichbreit. Hals- 

schild einfach punktiert. 


18 (19 


. 


Der Chaetocnema pulla Chapuis!) 
Sierra Leone. 
Fr. Guinea: Coya, IV. 1951; Nzerekore, IX. 1952 (S. 
H. Olsen, Mus. G. Frey). 
Elfenbeinküste: Tonkoui, 500—909 m, IX. 1946 (A 
Villiers, I. F. A. N.). 

19 (16) Größer, 1,5—2,2 mm. Der 3. Elytralintervall vorne dop- 
pelt breiter als die benachbarten, Thorax sehr fein acicu- 
an (Vergrößerung 40—50x‘). i 

Chaetocnema nkolentangana n. sp. 


Fr. ek Nzerekore, VII. 1951. 


') Chaetocnema pulla Chapuis 1879. 
Chaetocnema zeae Bryant 1926. 
Chaetocnema pulla Laboissiere 1942, Expl. Parc. Nat. Albert, Miss. de 
Witte, fasc. 39, p. 87. 
Chapuis beschrieb seine Art angeblich von Abessinien: die Type (Inst. R. 
Sci. Nat. Belg.) ist jedoch mit den aequatorial-afrikanischen Stücken identisch. 
Chaetocnema zeae wurde von S. Leone beschrieben (Typus in British Museum). 


548 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


28 ( 1) Frontalfurchen normal, kurz, nicht unterhalb der Fühler- 


Kamerun: Valee de la N’Goko, I. 1900 (Jobit, coll. 
E. Fletiaux, I. F. A. N.). 

Rio Muni: Nkolentangan, XI. 1907 —V. 1908 (G. 
Tessmann, coll. Heikertinger, Mus. G. Frey). 


basis verlängert. Olypeus sehr stark punktiert. Oberseite 
lebhaft metallisch gefärbt. 


21 (26) Halsschild und Flügeldecken stark glänzend, ihre mikro- 


23 (22 


24 (2 


) 


5) 


skopische Retikulierung ist auch unter 100facher Vergrö- 
ßerung nicht wahrnehmbar. Nur bei Ch. ganganensis ist 
eine Retikulierung vorhanden, diese Art hat aber eine ex- 
trem starke Punktierung auf dem Halsschilde, welche 
schon unter 5—5facher Vergrößerung sichtbar ist. 

Alle Elytralintervalle rippenförmig erhaben. Körper sehr 
kurzoval, klein, + 1,5 mm. 

Metallisch bronzebraun, kupferig glänzend, Fühler 
und Beine rotgelb, die 5 letzten Antennite und die 4 vor- 
deren Schenkel pechbraun, Hinterfemora metallisch. 

Kopf matt, grob (Vergrößerung 5x) punktiert. Stirn 
mehr als 2X breiter als ein Augenquerdiamter. Fühler 
den Humeralcallus der Flügeldecken erreichend, zur 
Spitze verdickt, Glieder &—10 kaum länger als breit. Tho- 
rax kaum 2x breiter als lang, vor der Basis am breitesten, 
Seiten gerundet, Vorderwinkel abgerundet; Oberfläche 
noch stärker als der Kopf punktiert, Basis ungerandet. 
Punktierung der Flügeldecken schon unter 2facher Ver- 
srößerung sichtbar, Skutellarfeld verworren punktiert. 
Intervalle glatt. . BETEN 
es : Chactoeneen ganganensis n. SP. 

“ne len, Mt. Gangan, 550— 700 m, V. 1951. 

Nur die lateralen Intervalle der Flügeldecken gewölbt. 
Körper länglich, größer. 

Bronzegrün, Fühlerbasis u. Beine gelbbraun, Schenkel 
und Spitze der Antennen geschwärzt. 

Thorax viel schmäler als die Flügeldecken, an der Basis 
kräftig gerandet. Ganze Oberseite stark glänzend. 

Kopf dicht und ziemlich stark punktiert (Vergröße- 
rung 10x). Stirn doppelt breiter als ein Augenquerdia- 
meter, Frontalfurchen fein inskulptiert. Fühler das 1. 
Drittel der Flügeldecken erreichend, zur Spitze leicht ver- 
dickt, alle Glieder länglich. Halsschild 1,5X breiter als 


Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden 549 


lang, nahe der Mitte am breitesten, Seiten stark und regel- 
mäßig gerundet, Vorderwinkel verdickt, Punktierung der 
Oberfläche stark und dicht (Vergrößerung 5—8xX). Flü- 
geldecken sehr stark punktiert (Vergrößerung 2—9x), 
die ersten 2 Reihen weniger regelmäßig. Beim 5 ist das 
6. Abdominalsegment in Form einer lebhaft kupferigen 
stark glänzenden Leiste sichtbar. Long. 5’ 2 mm, 9 2,2 mm. 

HA . Chaetocnema bamakoensis n. sp. 

Fr. Sudan: Bamako, VII. 1951. 

25 (24) Thorax nur eine Spur schmäler als die Flügeldecken mit 
fein gerandeter Basis. Oberseite glänzend, Kopf matt. 

Kopf spärlich und fein (Vergrößerung 20x), Clypeus 
dicht, runzelig und viel stärker punktiert. Frontalfurchen 
schmal, aber tief inskulptiert. Fühler die Mitte der Flü- 
geldecken erreichend, zur Spitze merklich verdickt, alle 
Glieder länglich. Halsschild mehr als doppelt so breit wie 
lang, nahe der Mitte am breitesten, Seiten regelmäßig ge- 
rundet, Vorderwinkel abgerundet, Punktierung der Ober- 
fläche kräftig (Vergrößerung 5x), aber ziemlich weitläu- 
fig. Flügeldecken noch stärker punktiert (Vergrößerung 
2—3xX), alle Reihen regelmäßig, nur das Skutellarfeld 
verworren punktiert. Long. 2,5 mm. . MER OR 

ee. Chaetocnema miloensis n. Sp. 

Fr. Guinea: Kankan, VII. 1951. 

26 (21) Kopf und Halsschild matt, ihre Retikulierung unter 20 
bis SOfacher Vergrößerung sichtbar, Flügeldecken meist 
(meistens J'5) etwas glänzender. Punktierung des Vorder- 
körpers fein, unter 20—50facher Vergrößerung erkenn- 
bar. 

27 (28) Stirn sehr breit, mindestens 4X breiter als ein Augen- 
querdiameter. 

Metallisch bronzebraun, Fühler und Beine rotgelb, die 
letzten Antennite und die 4 vorderen Schenkel angedun- 
kelt, Hinterfemora metallisch. 

Stirn und Vertex sehr fein und weitläufig (Vergröße- 
rung 40—50x), Olypeus und Orbiten runzelig und grob 
(Vergrößerung 5—8x) punktiert. Augen aus der Wölbung 
des Kopfes halbkugelig heraustretend. Fühler voneinander 
weiter entfernt als die Distanz zwischen Fühlerinsertions- 
stelle und dem Proximalaugenrand, filiform, die Mitte der 


Flügeldecken kaum erreichend, alle Glieder länglich. 


350 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


23.27) 


29 (36\ 


30 (35 


) 


neL 


Halsschild doppelt breiter als lang, vorne fein (Vergröße- 
rung 20— 30x), hinten stärker punktiert, Seiten gerundet, 
Vorderwinkel abgerundet, Basis mit einer feinen Leiste 
gerandet. Flügeldecken grob (Vergrößerung 5x) und re- 
gelmäßig, Scutellarfeld verworren punktiert, Intervalle 
flach, die lateralen gewölbt, Long. 2—2,5 mm. 5 
Auer Chaetocnema metallina Csiki 19401) 
Se Leone. 


Fr. Guinea: Kankan, VII. 1951. 


Stirn schmäler, höchstens 3X breiter als ein Augenquer- 
diameter. 


Augen hinten flach, aus der Wölbung des Kopfes nur 
vorne heraustretend. Vorderwinkel des Halsschildes ver- 


dickt und schräg abgestutzt. Long. 2,2—2,5 mm. 


Thorax in der Mitte oder im Niveau der Vorderwinkel am 
breitesten oder mit parallelen Seiten. Fühler die Mitte der 
Flügeldecken erreichend (9) oder überragend (5). Fühler 
und Beine hellgelb, Hinterschenkel metallisch braun, Füh- 
ler zur Spitze + angedunkelt, Oberseite kupferig bronze- 
braun. 


31 (32) Thorax im Niveau der Vorderwinkel am breitesten, Sei- 


ten geradlinig nach hinten verengt. 

Stirn und Vertex fein und weitläufig (Vergrößerung 
20—30x), Thorax hinten stark (Vergrößerung 10x), 
vorne feiner punktiert. Flügeldecken mit glatten gewölb- 
ten und gleichbreiten Intervallen. Das 5. Abdominalseg- 
ment des 5 einfach gewölbt. 

"Chastorneh a n. Sp. 

N en een V. 1951; Mt. Gangan, 550 m, 
VI. 1951. 


32 (31) Thorax von einer anderen Form. 


33 (34) Thorax mit geradlinigen, parallelen Seiten. Punktierung 


wie bei der vorigen Art, Elytralintervalle auf der Scheibe 
flach, der 3. gewölbt und breiter als die benachbarten. Das 
3. Abdominalsegment des 5 in der Mitte breit quer ein- 
gedrückt. ; a 

; Chnetoonenee hahalia n. Sp. 


ns Eines Dalabe VI. 1951. 


.) Chaetocnema metallica Bryant 1926 (nec Weise). 


Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden 551 


34 (33) Thorax in der Mitte am breitesten, Seiten regelmäßig, 


35 (30) 


36 (29) 


7 (48) 


38 (41) 


39 (40) 


deutlich gerundet. 

Punktierung wie bei den vorigen Arten. Dorsalinter- 
valle der Flügeldecken flach und von gleicher Breite, 
Lateralintervalle gewölbt. Das 5. Abdominalsegment des 
oJ einfach gewölbt, ohne Eindruck. na ER 
Chaelocnema Ye n. SP. 

Di Shan. Baal: VII. 1951. 

Thorax an der Basis am breitesten, Seiten sehr deutlich 
nach vorne verengt. 

Punktierung wie bei den vorigen Arten, Kiytralinter- 
valle auf der Scheibe flach, der 3. breiter als der folgende, 
die lateralen gewölbt. Oberseite lebhaft metallisch grün, 
Fühler und Beine hell, Hinterschenkel und ur 
angedunkelt. Das 5. Abdominalsegment des 5’ in der Mitte 
2 ae SE FE er 
HIER: ee szumowskti n. sp. 

Be RT Bamako, VII. 1951; Molodo, IX. 1952 (T. 
Beyer IPA. N). 

Niger, Air: Irabellaben, Mts. Baguezans, 1200—1390 
m, VIII. 1947 (L. Chopard et A. Villiers, I. F. A. N.); Mts. 
Tarraouaji, 900 m, IX. 1947 (dtto). 

Senegal: Sangalkam, II. 1952 (A. Villiers, I. F.A.N.). 
Augen auch hinten aus der Wölbung des Kopfes stark her- 
austretend, nur bei Ch. guineensis schwächer gewölbt. Die 
letztgenannte Art hat aber, gegenüber der unter 29 (36) 
geführten, nach vorne ausgezogene Vorderwinkel des 
Halsschildes. 

Vorderwinkel des Halsschildes schräg abgestutzt, seitlich 
in Form eines kleinen Zähnchens heraustretend. Augen 
stark hervorgequollen. 

Epipleuren glatt, ohne grobe Punktierung. 

Bronzebraun mit Kupferglanz, Fühler und Beine 
braungelb, Hinterschenkel angedunkelt. Fühler die Mitte 
der Flügeldecken nicht erreichend. 

Kopf deutlich punktiert (Vergrößerung 20x), Intervalle 
granuliert (Vergrößerung 50x). Thorax matt, im Niveau 
der verdickten Vorderwinkel am breitesten, Seiten gerad- 
linig nach hinten deutlich verengt, Punktierung der Ober- 
fläche vorne fein (wie am Vertex), gegen die Basis gra- 
duell stärker werdend, nahe der Basis schon unter 5—8- 


532 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gsg. Frey, Bd. 6, 1955 


facher Vergrößerung sichtbar. Flügeldecken etwas glän- 

zender als der Vorderkörper, stark punktiert (Vergröße- 

rung 3—5X), Intervalle glatt, auf der Scheibe flach, an 
den Seiten gewölbt. 5 unbekannt. Long. 1,5 mm. 

2 Chaetocnema dubreka n. sp. 

al boys. IV. 1951. 

40 (39) Punktierung und Retikulierung des Vorderkörpers viel 
feiner, die gröbsten Punkte nahe der Halsschildbasis erst 
unter 30—40facher Vergrößerung sichtbar. Thorax im 
Niveau der Vorderwinkel am breitesten, Seiten deutlich 
gerundet, nach hinten verengt. Elytralpunktierung vorne 
stark, hinten erst unter 30—40facher Vergrößerung wahr- 
nehmbar. Beim 7 ist das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen 
stark erweitert, das 5. Abdominalsegment einfach ge- 
wölbt, punktiert, Sinus klein. Long. 2,2 mm. Be. 

s Chactolnene foutana n. sp. 
Ge Cine ai 1200 m, VI. 1951. 

41 (38) Epipleuren wenigstens vorne (wo sie erweitert sind) mit 
groben, unter Sfacher Vergrößerung gut sichtbaren Punk- 
ten besetzt. Fühler das 1. Drittel der Flügeldecken errei- 
chend. 

+2 (43) Halsschild im Niveau der Vorderwinkel am breitesten, 
Seiten geradlinig nach hinten verengt. Elytralintervalle 
gewölbt. 

Metallisch bronzeschwarz mit kupferigem und violet- 
tem Schimmer, matt, Fühler (zur Spitze angedunkelt) und 
Beine gelb, Hinterschenkel metallisch. 

Stirn, Vertex und Halsschild vorne fein punktiert 
(Vergrößerung 20—30x), Punkte an der Basis des letzte- 
ren ae Flügeldecken sehr grob punktiert. Long. 2 mm. 

. . Chaetocnema houisi n. sp. 

a ER. Dalaba, 1200 m, VI. 1951. 

43 (42) Thorax mit parallelen Seiten, Elytralintervalle auf der 
Scheibe plan, an den Seiten gewölbt. 

44 (47) Das verworren punktierte Skutellarfeld vertieft, so daß 
die Flügeldeckennaht hinter dem Schildchen emporgeho- 
ben ist. | 

Kupferig bronzefarben, Fühler (zur Spitze ge- 
schwärzt) und Beine hell gelbbraun, Hinterfemora metal- 
lisch. Stirn, Vertex und Thorax (dieser gegen die Basis 
etwas stärker) fein punktiert (Vergrößerung 20—30x/), 


Bechyne: Über die westafrikanischen Altieiden >53 


Punktierung der Flügeldecken unter 5facher Vergröfßse- 
rung sichtbar. Long. 1,5 mm. 


45 (46) Flügeldecken mit einem deutlichen Basalcallus, die ganze 


47 (44) 


48 (37) 


Oberseite gleichmäßig matt. Episternen des Prosternums 
an der Basis mit einer tiefen schmalen Furche, welche 
nahe den Coxen in Richtung gegen den Kopf plötzlich ge- 
bogen und grubenartig vertieft ist. Das letzte Abdominal- 
segment des ’ so flach wie die vorhergehenden, die Zen- 
tralprotuberanz des Sinus nach hinten halbkreisförmig 
Be : u ES 
IE eneh coletta n.sp. 

Fr. RT Dar 1200 m, VI. 1951. 

Flügeldecken ohne Basalcallus, glänzender als der Vorder- 
körper. Episternen des Prosternums an der Basis mit 
einem einfachen seichten Eindruck. Das 5. Sternit des 7 
gewölbt, Sinus seicht, so daß die Zentralprotuberanz nicht 
auffällig nach hinten verlängert ist. En 
i a Chaetoenema et n. Sp. 

Br nr Kindia, V. 1951. 
Das unregelmäßig punktierte Skutellarfeld nicht vertieft, 
so daß die Flügeldecken sehr regelmäßig gewölbt ohne er- 
höhte Naht sind. 

Lebhaft metallisch bronzegrün, Fühler (zur Spitze 
schwarz) und Beine gelb, Hinterfemora metallisch. Punk- 
tierung wie bei den vorigen Arten. Flügeldecken ohne 
Be ledlice Epister "nalfurche wie bei Ch. kindia. Sinus des 
J' klein, die Zentralprotuberanz kurz im flachen Bogen 
herausragend. Long. 1,5—1,5 mm. u 

Er a ee Chaetocnema ae n. Sp. 

Fr. Guinea: Coya, IV. 1951; Mt. Gangan, 500 m, V. 
1951; Pastoria, V. 1951. 

Vorderwinkel des Halsschildes nach vorne ausgezogen. 

Lebhaft metallisch bronzegrün, matt, Flügeldecken 
glänzend, Fühler, zur Spitze geschwärzt, und Beine gelb- 
braun, Hinterschenkel metallisch. 

Augen wenig gewölbt. Stirn und Vertex fein punk- 
tiert (Vergrößerung 15—20x). Fühler die Mitte der Flü- 
geldecken erreichend. Halsschild an der Basis am breite- 
sten, Seiten schwach gerundet und stark nach vorne kon- 
vergierend. Oberfläche vorne schwach (wie am Vertex), 
hinten viel stärker punktiert. Flügeldecken ohne Basal- 


sa 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


callus, stark punktiert (Vergrößerung 2—3x). Skutellar- 


feld nicht vertieft, Intervalle glatt, flach, an den Seiten 


gewölbt. Epipleuren nicht punktiert. Episternalfurche des 
Prosternums seicht. Long. 2,2 mm. 


Fr. Eines Dalaba, 1 


Chaetocnema guineensis n. sp. 


200 m, VI. 1951. 


Gen. Philopona Weise 1903 
Laboissiere 1942, Exp!. Parc Nat. Albert, Miss. de Witte, fasc. 


39, p. 105. 


Philopona aburiensis Bryant 


Bryant 1940, Proc. R. Ent. Soc. Lond. B 9, p. #5. 


Goldküste: Aburi (Bryant). 


Philopona assınica Ällard 1590%) 
Elfenbeinküste: Assinie (Allard). 
Fr. Guinea: Nzerekore, VII. 1951; ibid., IX., X. 1951, VII. et 
IX. 1952 (S. H. Olsen, Mus. G. Frey). 


Philopona fulvicollis fulvicoilis Fabricius 1775 


Sierra Leone. 


Fr. Guinea: De IV. et V. 1951; Nzerekore, VII. 1951. 


Kamerun. 


) Hierher eine Art aus Kamerun: Joko (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey): 


Philopona inversevittata n. sp. 


Long. 4—4,5 mm. 


Hell braungelb. Antennite 4—8 (oder noch das 9.), eine Naht- und eine 


Sublateralbinde auf den Flügeldecken schwarz. Oberseite glänzend. 


Diese Art unterscheidet sich von Ph. assincia durch folgende Merkmale: 


Ph. assinica: 


Stirn hinter den Antennalcalli mit 
einer tiefen Querfurche und einer kur- 
zen Längsfurche. 

Flügeldecken an der Spitze regel- 
mäßig abgerundet. 


Intercoxalplatte des Prosternums 
schmäler als die Epimeren davor. 

Epipleuren hinter der Mitte fast 
doppelt schmäler als vorne. 


Ph. inversevittata: 


Stirn hinter den Äntennalcallı nur 
mit einer einfachen Querfurche ver- 
sehen. 

Apikalrand vor der Spitze der Ely- 
tren plötzlich ausgerandet, sodaß die 
extreme Spitze in Form einer breiten 
Mucro ausgezogen ist. 

Intercoxalplatte des Prosternums 
breiter als die Epimeren. 

Epipleuren hinter der Mitte nur 
eine Spur schmäler als vorne. 


Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden 555 


Die Angaben aus Ost-Afrika beziehen sich auf Ph. vernicata 
Gerst., die von Süd-Afrika auf Ph. clarki Jac. (= ajricana Jac.), 
welche geographische Rassen der Ph. julvicollis Fabr. darstellen. 
Vom Belg. Kongo wurde die subsp. flavoclypzata Laboissiere be- 
schrieben (Rev. zool. bot. Afr. 34, 1941, p. 247). 

Im Katalog Junk-Schenkling ist Ph. clarkı als Synonym zu 
Ph. vernicata gestellt, während die als Ph. vernicata var. rugi- 
collis Jac. geführte Form zur Gattung Eutornus gehört (ef. Laboiss. 


1941, 1. c. p. 249). 
Philopona brunnea ‘Weise 1892 


Goldküste: Ashanti (Weise). 


Gen. Eufornus Clark 1560 
Eutornus africanus Clark 1860 (nov. comb.) 

Sierra Leone (Ulark). 

Fr. Guinea: Mt. Gangan, 500—530 m, VI. 1951. 

Diese Art ist irrtümlich als Synonym von Physonychis dila- 
tata Dalm. in den Katalogen registriert. 

Gen. Physonychis Clark 1860 

Die westafrikanischen Arten sind sehr schlecht bekannt, die 

der älteren Autoren wurden auch recht schlecht gedeutet. Wenn 


31 


N 
29 30 31 32 33 34 33 
Abb. 29—35. Linke Antenne der west-afrikanischen Physonychis-Arten: 


Ph. viridipennis (29). Ph. dialata (30), Ph. pubipennis (31). Ph. nabi (32), 
Ph. smaragdina (33) u. Ph. hirtella (34 u. 35 dorsale u. laterale Ansicht). 


556 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gsg. Frey, Bd. 6, 1955 


auch ihre Färbung sehr monoton ist (Flügeldecken lebhaft metal- 

lisch grün, Körper rotgelb, Kopf und Fühler zum Teil + ge- 

schwärzt), bietet die Bildung der Antennen bei den Jg gute Tren- 
nungsmerkmale an. 

Bei den Zeichnungen ist die natürliche Verdrehung der Füh- 
ler!) nicht berücksichtigt, sondern sind die letzten Antennite der 
Ebene der Basalglieder angepaßt. Der Unterschied ist durch eine 
Zeichnung der normal verdrehten Antenne von Ph. hirtella her- 
vorgehoben. 

1 (4) Fiügeldecken überall mit langen abstehenden goldgelben 
Härchen bedeckt. Unterseite der Antennite 4—7 beim 
lang gelblich behaart. 

2 (3) Größere Art, 7—9 mm, Flügeldecken (Vergrößerung 2 bis 

3x) dicht runzelig punktiert, Runzeln ohne eine gewisse 

Richtung. 5 5. Antennit erweitert, breiter als die 3 da- 

hinterfolgenden abgeflachten Glieder. 

a Physonychis hirtella n. sp. (Fig. 34, 35) 

AR Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951; Mt. Gangan, 
900 m, VI. 1951. 

Kleinere Art, 6—05 mm. Flügeldecken quergerunzelt. Beim 

‘' sind die 4 letzten Äntennite fast von a Breite, ab- 

Sn nicht erweitert. 

er Physonychtis Aubifergis n. Sp. (Fi ig. 31) 

Fr. Guinea: Mt. Gangan, 509— 750 m, V. et VI. 1951. 
4 ( 1) Flügeldecken kahl, nur die Spitze + deutlich spärlich be- 

haart. 

5 (8) Fiügeldecken an den Seiten mit’einer Längsvertiefung und 
einer breiten Längsrippe. Beim 5 ist die Unterseite der 
Antennite 4—7 lang behaart. Apikalgegend der Flügel- 
decken kahl. Long. 7”—9 mm. 

6 (7) Thorax fein punktiert. Beim 5 ist das 7. Antennit nach 
außen in eine Spitze ausgezogen, das 11. länger als die 2 
vorhergehenden zusammengenommen. Elytren meistens 


Se 


a 


mit einer purpurnen diskalen Längsbinde. 


Physonychis smaragdina Qlark (nov. comb.)!) (Fig. 33) 


') Gegenüber den anderen Vertretern der Alticiden sind die Antennen zur 
Spitze nicht dorsoventral sondern von den Seiten komprimiert und dabei noch 
verschiedenartig geknickt. 


?) Physonychis smaragdina Clark 1860. 
Physonychis plicipennis Weise 1902. 
Physonychis viridipennis Laboissiere 1941, Rev. zool. bot. Afr. 34, p. 254 


Bechyn&: Über die westafrikanischen Alticiden 557 


Goldküste. — Togo. — Dahomey. — Nigeria. — Ka- 
merun. — Oubangui Chari. — Belg. Kongo. 

Die Angabe Laboissiere’s Goldküste und Dahomey be- 
treffen wahrscheinlich die Ph. nabı. 

7 (6) Thorax gröber punkiiert. Beim 5 ist das 7. Antennit nor- 
mal, das 9. so lang wie das 11., das d. gebogen. 

: Ph senyche, nabi n. sp. (Fig. 32) 
Er. ee Nzerekore, XI. 1951, III. et IV. 1952 (S. 
H. Olsen. Mus. G. Frey). 
Togo: Misahöhe, VII. 1893 (F. Baumann, coll. Hei- 
kertinger, Mus. G. Frey). 

8 (5) Flügeldecken regelmäßig gewölbt, weder mit Rippen noch 
mit Längsvertiefungen an den Seiten. 

9 (10) Flügeldecken stark gerunzelt, Körper grofßs, 7—ö mm. 
Beim 7 ist das 1. Antennit fast einfach, die Unterseite der 
Glieder 4—11 lang abstehend behaart. (= Ph. dohrn: 
Jacoby 19035) 

Physonychis vir Ela Dias 1823 (Fig. 29) 
Sierra Leone (Mus. G. Frey). 
Fr. Guinea: Damakanya, V. 1951; Mt. Gangan, 500 
bis 900 m, V. et VI. 1951; Segueia, V. 1951; Pastoria, V. 
1951; Dalaba, 1200 m, VI. 1951; Kolanguelle bei Dalaba, 
1000 m, VI. 1951. 

10 (9) Flügeldecken einfach punktiert. Körper kleiner, 5—7 mm. 
Beim 5 ist das 1. Antennit sehr stark erweitert, Unterseite 
aller Glieder ohne abstehende Behaarung. ra: 

. Physonychis dilatata Dalman (nov. comb.)!) (Fig. 30) 
Sierra Leone. | 
Fr. Guinea: Dalaba, 1260 m, VI. 1951. 
Kamerun. — Belg. Kongo. 


Gen. $Sebaethe Baly 1864 
Sebaethe laterıtia Dalman 18253 


Infolge einer im Junk-Schenkling vergessenen synonymischen 
Rektifikation von Jacoby (Stett. Ent. Zeit. 64, 1903, p. 305) wird 
die vorliegende Art meistens als eine Sphaeroderma betrachtet. 
Die ist von der folgenden S. afrıcana durch zur Spitze + angedun- 
kelte Fühler, durch einen sehr geringen Sexualdimorphismus in 


y Eutornus dilatatus Dalman 1823 
Physonychis laeta Weise 1917 


558 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Größe (72 4—4,5 mm) und durch äußerst schmale Elytropleuren 
verschieden; durch das letztgenannte Merkmal scheinen die Flü- 
geldecken höher gewölbt zu sein. 

Fr. Guinea: Dalaba, VI. 1951; Mt. Nimba, 700—800 m, IX. 
1946 (A. Villiers, I. F. A. N.). 

Sierra Leone (Dalman). | 

Elfenbeinküste: Tonkoui, 909—1200 m, IX. 1946 (A. Viiliers, 
I. F. A. N.); Yapo, X. 1946 (dtto). 

Togo: Klouto, 500—800 m, VI. 1950 (A. Villiers, 1. F. A. N.). 

(Kamerun: Valee de la N’Goko, I. 1900 (Jobit, coll. Fle- 
tiaux, I. F.A. N.) 


Sebaetne afrıcana Allard 189% 


Sexualdimorphismus in den Dimensionen groß: So 5 3 mm, 
20 + 4 mm. 

Fr. Guinea: Damakanya, IV. 1951; Kindia, V. 1951; Mt. Gan- 
gan, 500—600 m, V. et VI. 1951; Pastoria, V. 1951; Mamou, VI. 
1951; Dalaba, 1200 m, VI. 1951; Nzerekore, VII. 1951; ibid., 
X. 1951, L. et IX. 1952 (S. H. Olsen, Mus. G. Frey); Mt. Nimba, 
500—909 ın, IX. 1946 (A. Villiers, I. F. A. N.). 

Elfenbeinküste: Assinie (Allard). 


Sebaethe obseuroiestacea Thomson 1855 
(— 5. torrida Baly 1877) 

Fr. Guinea: Damakanya, IV. et V. 1951; Mt. Ganga, 500 bis 
900 m, V. et VI. 1951; Dalaba, 1200 m, VI. 1951; Kankan, VII. 
1951; Nzerekore, X. 1951, III. et IV. 1952 (S. H. Olsen, Mus. G. 
Frey); Mt. Nimba, N. E., 500—709 m, IX. 1946 (A. Villiers, 1. F. 
AAN). 

Sierra Leone. 

Liberia: Ziabli, 1948 (Holas et Dekeyser, I. F. A. N.); Penaoke, 
1948 (dito). 


Kamerun. — Gabon. — Belg. Kongo. — ? Uganda. 
Gen. Polyelada Frichson 1841 
(= Cladocera Hope 1840, nom. praeocc.) 
Polyclada pectinicornis Olivier 1789 
Senegal. 


In Ostafrika weit verbreitet. Ich habe keine westafrikani- 
schen Exemplare gesehen. 


Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden 559 


Gen. Dibolia Latreille 1829 


Dibolia villiersi n. sp. 


Fr. Guinea: Nzerekore, XI. 1951 (S. H. Olsen, Mus. G. Frey). 
Elfenbeinküste: Yapo, X. 1946 (A. Villiers, 1. F.L.A. N.). 
Long. + 2,5 mm. 

Schwarz, kurzoval, glänzend, Fühler an der Basis gebräunt. 
Macroptere Form. 

Kopf fein punktiert (Vergrößerung 30—40x). Augen läng- 
lich, Stirn so breit wie ein Auge lang ist. Antennalcalli von der 
übrigen Stirnfläche kaum gesondert, voneinander aber durch eine 
Längsimpression getrennt. Olypealcarina scharf, T-förmig. Füh- 
ler dünn, die Mitte der Flügeldecken weit überragend, Glieder 2 
und 3 sehr kurz, 1. Glied so lang wie die 3 folgenden zusammen- 
genommen, 5. Glied so lang wie das 3. und das 4. zusammen. 

Halsschild spärlich punktiert (Vergrößerung 20x), an der Ba- 
sis am breitesten, mehr als 2X breiter als lang, Seiten geradlinig 
nach vorne verengt. Vorderwinkel im breiten Umfang schräg ab- 
gestutzt, seitlich herausragend. 

Flügeldecken breiter als das Halsschild, in dicht nebeneinan- 
der stehenden Längsreihen kräftig punktiert (Vergrößerung 8 bis 
10x). Hinterschenke! sehr stark verdickt. Enddorn der Hinter- 
tibien abgeflacht, an der Spitze im konkaven Bogen abgestutzt. 

Diese einzige bisher bekannte westafrikanische Art ist durch 
die Bildung der Vorderwinkel des Halsschildes sehr ausgezeichnet 
(die vordere Borstenpore liegt erst hinter dem 1. Viertel des Sei- 
lenrandes). 


Gen. Paradibolia Baly 1875 
Paradibolia coerulea Bryant 1927 


Sierra Leone (Bryant). 


Gen. Notomela Jacoby 1899 

Notomela viridipennis Bryant 
Bryant 1941, Proc. R. Ent. Soc. Lond. B 10, p. 212. 
Nigeria: Lagos (Bryant). 
Uganda (Bryant; Typus). 

Gen. Cercyonia Weise 1901 

Cereyonia yerra n. sp. (Fig. 36, 37) 

Fr. Guinea: Dalaba, 1200 m, VI. 1951. 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 36 


560 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Long. oJ’ + 5,5 mm, 9 6 mm. 

Bl Halsschild mit 3 querliegenden großen schwarzen 
Makeln, welche dem Vorderrande mehr als dem Hinterrande ge- 
nähert sind. Flügeldecken mit einer schwarzen Basalbinde, welche 
an der Naht unterbrochen ist, und mit 2 anderen schwarzen Flek- 


36 37 
Abb. 36—37. Farbenverteilung von Cercyonia yerra. 


ken vor der Mitte, wovon der äußere an den Seiten mit der Basal- 
binde sich verbindet. Diese dunkle Zeichnung der Elytren dehnt 
sich zuletzt so stark aus, daß die Flügeldecken samt Epipleuren 
schwarz, Naht vorne, eine unregelmäßige Quermakel vor der Mitte 
und die Spitze gelb sind. Körper langoval, stark gewölbt. 

Kopf matt, seicht aber deutlich punktiert (Vergrößerung 
10x). Clypeus von der Stirn nicht getrennt, Frontalfurche von 
dem Hinterrande des Auges bis zur Fühlerinsertionsstelle durch- 
laufend. Fühler die Mitte der Flügeldecken nicht erreichend, zur 
Spitze verdickt, Glieder 7—10 schwach (2) oder deutlicher (7) 
dreieckig erweitert. 

Thorax mäßig glänzend, mehr als doppelt so breit wie lang, 
vor der Basis am breitesten, Seiten stark gerundet, nach vorne 
verengt, Vorderwinkel verdickt, abgerundet, sehr schwach nach 
vorne heraustretend. Oberfläche gleichmäßig dicht und Seh 
mäßig stark punktiert (Vergrößerung 5x‘). 


Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden 561 


| Flügeldecken stark glänzend, vorne sehr stark (Vergrößerung 
2x), hinten sukzessiv schwächer bis verloschen punktiert (Ver- 
 größerung 50x). Intervalle der regelmäßig gereihten Punktie- 
_ rung fein punktuliert (Vergrößerung 30x), flach, der juxtamargi- 
 nale breiter und gewölbt. Beim 4’ ist das 1. Glied der # vorderen 
Tarsen stark erweitert, Sinus groß. Bei dem größeren 9 sind die 


Beine zarter gebaut, und das 5. Abdominalsegment ist hinten ab- 


gerundet. 
An der Färbung und Skulptur kenntliche Art. 


Cercyonia laya n. Sp. 


Fr. Guinea: Damakanya, IV. 1951. 

Long. 5 mm. J' unbekannt. 

Einem kleinen Exemplar der vorhergehenden Art ähnlich, 
einfarbig braungelb, oberseits gleichmäßig glänzend, Kopf und 
Halsschild mit gemischt größeren (Vergrößerung 5x) und klei- 
neren (Vergrößerung mindestens 30x) Punkten besetzt, Vorder- 
winkel des Thorax nach vorne gerichtet, Lateralintervall der Flü- 
geldecken nicht gewölbt und das letzte Abdominalsegment hinten 
abgestutzt. 

Cereyonia citri Bryant 1922 


Fr. Guinea: Nzerekore, VII. 1951. 
Goldküste (Bryant). 


Gen. Sphaeroderma Stephens 1831 


Die afrikanischen Arten sind verhältnismäßig leicht an der 
Färbung zu erkennen; die zahlreichen Trennungsmerkmale deu- 
ten an, daß es sich um eine polyphyletische Gattung handeln kann: 


1 (2) Vorderwinkel des Halsschildes sehr breit, breiter als ein 
Augendiameter, Körper sehr groß, + 5 mm. 

Rotbraun, Flügeldecken schwarz mit roter Spitze oder 
rot mit einem großen, über die beiden Elytren reichenden, 
schwarzen diskalen Fleck, Fühler und Beine rotgelb. 

Kopf glatt und glänzend, Clypeus und Antennalcalli 
matt. Stirn so breit wie ein Auge lang ist. Die gewölbte 
Ciypealcarina zwischen die flachen Antennalcalli verlän- 
gert. Fühler die Basis des Halsschildes überragend, die 5 
Apikalglieder stark verdickt, jedes dieser Glieder nicht 
länger als breit. Halsschild 3X breiter als lang, an der Ba- 
sis am breitesten, Seiten schwach gerundet, fast parallel, 


36* 


562 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


| 
Oberfläche deutlich punktiert (Vergrößerung 10x). Flü- 
geldecken vorne so stark wie der Thorax punktiert, Punkte 
hie und da in Reihen geordnet, Lateralintervall sehr breit, 
punktiert und gewölbt, der extreme Seitenrand mit einer 
Reihe grober Punkte. Epipieuren schräg, von der Seite 
richt sichtbar. EI 
BRIAN Sphaeroderma guineense n. sp. 
Fr. Guinea: Nzerekore, VII. 1951; Dalaba, 1200 m, 
v1. 1951; Mt. Gangan, 800—900 m, V. 1951. 
Mit Sph. nigrosignatum Bryant verwandt (von Tan- 
ganyika), größer, anders gefärbt und ohne glatten Lateral- 
intervall der Flügeldecken. 


2 (1) Vorderwinkel des Halsschildes normal, die abgesetzte Flä- 


che !/, der Augenbreite nicht überschreitend. Körper klei- 
ner, Be 4 mm. 


3 (+) Flügeldecken lebhaft metallisch grün. 


Pechschwarz, Sternum, Hinterschenke!, Seutellum 
und Antennite 6—11 schwarz, Halsschild, Fühlerbasis und 
Beine rotgelb. Körper glänzend, Clypeus matt. 

Kopf glatt, oberhalb der tiefen Frontalfurchen jeder- 
seits mit einem Grübchen. Antennalcalli flach, Clypeal- 
längscarina hoch und scharf. Fühler das 1. Drittel der 
Flügeldecken erreichend, alle Glieder länglich schwach 
(2) oder mäßig (5) verdickt. Halsschild an der Basis am 
breitesten, doppelt breiter als lang, Seiten nach vorne ver- 
engt, fast geradlinig, Vorderwinkel schräg abgestutzt, 
Oberfläche spärlich punktiert (Vergrößerung 20x). Ely- 
tren in dicht nebeneinander stehenden Längsreihen stark 
punktiert (Vergrößerung 5—8x‘), Intervalle fein und sehr 
spärlich punktuliert (Vergrößerung 50x), Marginalinter- 
vall breit. Epipleuren leicht schräggestellt, von der Seite 
sichtbar. Sinus des 5’ sehr klein. Körper 3 mm kaum er- 
reichend. . 
Splgerde Halaber n. Sp. 


EB Cimes- Dalabs, 1200 m, VI. 1951. 


4 (3) Nicht metallisch gefärbte Formen. Rot bis rotgelb, Fühler 


zur Spitze + angedunkelt, Flügeldecken rot bis schwarz, 
die Spitze stets rot. 


5 (6) Clypeallängscarina nach hinten verlängert, die Antennal- 


calli voneinander völlig abtrennend. 


B(5) 


(7) 


9 (16) 


10 (13) 


Bechyne: Über die westafrikanischen Altieiden 563 


Unterseite pechschwarz, Fühler, Beine, Vorderkörper, 
Schildchen, Epipleuren und die Spitze der sonst schwar- 
zen Fiügeldecken rot. 

Kopf glatt, Stirn kaum breiter als ein ÄAugenquerdia- 
meter. Halsschild deutlich punktiert (Vergrößerung 28x), 
an der Basis am breitesten, nach vorne stark, fast gerad- 
linig verengt. Flügeldecken kaum stärker als das Hals- 
schild punktiert, Lateralintervall mäßig breit, alle inter- 
valle glatt. Epipleuren horizontal. Long. 5 mm. 

N j anne sum n. Sp. 

Fr. ea Dale 1260 m, VI. 1951. 
Ciypeallängscarina kürzer, die Mitte der Antennalcalli 
nicht überschreitend (dadureh sind die Äntennalcalli hin- 
ten nur durch ein einfaches Grübchen voneinander ge- 
trennt). 

Stirn sehr breit, mehr a!s 2X breiter als ein Augenquer- 
diameter; infolgedessen sind die Mundorgane (Labrum und 
Mandibeln) nicht schnauzenförmig nach vorne verlängert. 

Hell braungelb, Scheibe des Halsschildes und jeder 
Flügeldecke dunkelbraun. 

Kopi glatt. Ulypeallängscarina und Antennalcalli 
gleichstark gewölbte Erhabenheiten bildend. Fühler den 
Humeralcallus der Flügeldecken überragend, zur Spitze 
verdickt, jedes der Glieder 7—10 kaum 1,5xX länger als 
breit. Thorax an der Basis am breitesten, fein und spär- 
lich punktiert (Vergrößerung 20— 30x), Seiten nach vorne 
stark konvergierend, Vorderwinkel schmal, waagrecht ab- 
gestutzt. Flügeldecken vorne stark (Vergrößerung 5 bis 

x), hinten feiner, in ziemlich regelmäßigen Heihen 
punktiert, Intervalle glatt. nen konkav, von der 
Seite sichtbar. Long. 3,5 mm. : 7 
ee freyı n. sp. 

en et X. 1910 (Mus. G. Frey). 
Stirn kaum breiter als ein Augenquerdiameter. Infolge- 
dessen sind die Mundorgane nach vorne schnauzenförmig 
verlängert. 
Antennalcalli und der von oben sichtbare Spitzenteil der 
Ciypeallängscarina bilden 3 gleichmäßig stark hervortre- 
tende, Y-artig gelegte Erhabenheiten. 
Fühler zur Spitze schwächer verdickt, jedes der Glieder 7 
bis 36 mindestens 1,5X so lang als breit. 


564 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


11 (12) Größer, 3 mm. Rotbraun, Unterseite und Antennite 5—11 | 
pechschwarz. 

Kopf glatt, Glypeus sehr grob punktiert (Vergröße- 
rung 2—3x). Fühler das 1. Drittel der Flügeldecken er- 
reichend. Halsschild an der Basis am breitesten, Seiten vor 
den Hinterwinkeln plötzlich senkrecht herabfallend, so 
daß die beiden Seitenränder, von oben betrachtet, nicht | 
gleichzeitig zum Vorschein kommen. Oberfläche, sowie die 
der Flügeldecken, mäßig punktiert (Vergrößerung 15 bis 
20x), Elytralintervalle glatt. Epipleuren ee 
von den Seiten gut sichtbar. } 

: Sphaerodereee ieh n. Sp. 

Rn es Kirdis V. 1951. 


12 (11) Kleiner, 2,2—2,5 mm. Rotgelb, Flügeldecken vorne etwas 
angedunkelt. 

Kopf glatt, Clypeus ohne grubenartige Punktierung, 
Clypealcarina matt. Halsschild regelmäßig gewölbt, Seiten 
nicht perpendikulär herabfallend (dadurch erscheinen die 
Seitenränder, von oben betrachtet, g.eichzeitig), Ober- 
fläche fein (Vergrößerung 20x) punktiert. Flügeldecken 
vorne stärker (Vergrößerung 8—10x), hinten feiner 
punktiert, Intervalle glatt. Epipleuren horizontal, von den 
Seiten kaum sichtbar. . 


N Sphadredermn ie n. Sp. 
En ke: Dainne (Conacry), IV. 1951; Nzerckore, 
vVmI. 1951. 


13 (10) Fühler zur Spitze stärker verdickt, die Mitte der Flügel- 
decken erreichend. Jedes der Glieder 7—10 quadratisch 
und leicht angedunkelt. Epipleuren schräggestellt, von der 
Seite sichtbar. 

14 (15) Einfarbig rotgelb. 

Kopf glatt, Olypeus punktiert. Halsschild fein (Ver- 
größerung 20%) und spärlich punktiert. Punktierung der 
Fiügeldecken stärker und in ziemlich regelmäßigen Längs- 
reihen geordnet. Seiten des Halsschildes geradlinig nach 
vorne konvergierend. Größer, 2,5 mm. en. 

. . Sphaeroderma serenum n. Sp. 

Sr Be Damakanın V. 1951. 

15 (14) Rotgelb, Basalhälfte (oder 2 ersten Drittel) der Flügel- 


decken schwarz. 


Bechyn@: Über die westafrikanischen Alticiden 565 


Auch die Flügeldecken sind so fein (dabei aber ver- 
worren) wie der Thorax punktiert (Vergrößerung 20 bis 
30x), die Seiten des letzteren schwach aber deutlich ge- 
rundet. Kleiner + 2 mm. R MT er 
; Eangerouehn droniun: n..5D: 

EL Damakanya, V. 1951; Mt. Gangan, 500 m, 
V. 1951. 


16 (9) Antennalcalli flach, viel umfangreicher als die schmale 
und gewölbte Clypeallängscarina. 


17 (18) Vorderwinkel des Halsschildes schräg abgestutzt, der Sei- 
tenrand im 1. Viertel deutlich eckig heraustretend. 

Rotgelb, Fühler zur Spitze und ein postskutellarer 
Fleck auf den Flügeldecken + angedunkelt. 

Kopf glatt. Fühler die Mitte der Flügeldecken errei- 
chend, zur Spitze nur mäßig verdickt, jedes der Glieder 
7—1W0 reichlich 1,5X länger als breit. Thorax doppelt brei- 
ter als lang, an der Basis am breitesten, Seiten geradlinig 
nach vorne konvergierend. Oberfläche spärlich und fein 
punktiert (Vergrößerung 30—40x). Flügeldecken vorne 
stark (Vergrößerung 10x), hinten wesentlich schwächer 
punktiert, Intervalle glatt. Epipleuren schräg, von der 
Seite sichtbar. Long. 2,2—2,5 mm. arg: 

Sphaeroderma Dh n. Sp. 


ns nee Nzerekore, VII. 1951. 
15 (17) Vorderwinkel des Halsschildes völlig abgerundet, Seiten- 


rand in einer kontinuellen Linie fortlaufend. 

19 (20) Fühler kürzer, jedes der Glieder 7—10 quadratisch oder 
fast quadratisch (2), mit 5 schwarzen verdickten Endglie- 
dern. Körper rotgelb. 

Kopf glatt. Halsschild und Flügeldecken gleichstark 
(Vergrößerung 10x) nicht dicht punktiert, Elytren mit 
mehreren punktfreien Längsintervallen, welche von paa- 
rig genäherten Längsreihen begrenzt sind. Seiten des Hals- 
schildes gerundet. Long. 2,5—3 mm. 

e 2. Sphaeroderma en, Weise 1919 
ne nle Sangalkam, Rufisque, I. 1950 (A. Villiers, 
I.P. A.N.). 
Fr. Guinea: Coya, IV. 1951; Dalaba, 1200 m, VI. 1951. 
Goldküste: Adda (Weise). 


Kamerun. — Belg. Kongo. 


566 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


29 (19) Fühler beim 5 die Mitte der Flügeldecken erreichend, 
beim 9 etwas kürzer, zur Spitze kaum verdickt, jedes der 
Glieder 7—10 mindestens (5) oder reichlich (2) 1,5x 
länger als breit. 

Körper rotgelb, Abdomen bei gut erhaltenen Exem- 
plaren zitronengelb, Flügeldecken oft mit einem + aus- 
gedehnten schwarzen Basalfleck. 

Kopf glatt. Thorax sehr fein (Vergrößerung 50x), 
Fiügeldecken etwas stärker verworren punktiert, ohne 
glatte Diskalintervalle. Seiten des Halsschildes nach vorne 
er Long. + 2 mm. Re 

Be Sphaeroderma iyengari n.sp. 
De a Mı. Gangan, 500—900 m, V. 1951; Da- 
makanya, IV. 1951; Dalaba 1 1200 m, VI. 1951; Nrerekor 

X. et X1. 1951 (5. H. Oisen, Mus. G. Frey). 

Rio Muni: Nkolentangan, X. 1907 — V. 1908 (G. Tess- 

Mus. G. Frey). 


mann, coll. Heikertinger, 


Alphabetisches Register 


Altica Geoffr. . 523  Monodaltica n. gen. 5309 
Aphthona Chevrol. 5ll Myrcina Chap. . 5328 
Cercyonia Wse. 559  Nisotra Baly . 330 
Chaetocenam Steph. 543  Notomela Jac. 999 
Chaloenus Westw. . 543  Nzerekorena Bech. . 907 
Cladocera Hope . . 556  Orneates Jac.. . 489 
Crepidodera Chevrol. . 532  Orthocrepis Wise. 927 
Decaria Wse. . 506 Paradibolia Baly . 399 
Dibolia Latr. . 559  Philopona Wse. 394 
Djallonia n. gen... 534  Phygasia Baly . . 929 
Embolimus Wise. 506  Phyllotreta Chevrei. 509 
Epitrix Foudr. 535  Physonychis Clark . 339 
Escaleriella Wse. 526  Podagrica Foudr. 936 
Kugonotes Jac. 307  Poöphila Weise. . 336 
Eurylegna Wse. . 528 Poephilina Geiki. 336 
Kutornus Clark . 959  Polyclada Er... 998 
Gabonia Jac. . 489  Sanckia Duviv. 917 
Haltica auct. . 923  SebaetheBaly. . 997 
Hespera Wise. 487  Serraphula Jac. . 917 
Jamesonia Jac. . 4589  Sphaeroderma Steph. . 561 
Longitarsus Berth. . 518  Terpnochlorus Fairm. . 543 
Manobia Jac. . 531  Thrymnes Wese. . 489 
aburiensis Bryant (Philop.) . 554 africana Baly (Manob.) . 531 
adaequata n. ssp. (Nisotra) . 941  africana Jac. (Dec.). . 506 
aethiopica Wse. (Dec.) . >06 africana Jac. (Philop.) . 399 
africana All. (Seb.) . 5586  africanus Clark (Eutorno.) 399 


Bechyn@: Über die westafrikanischen Altieiden 


altan. sp. (Gab.). . . 
amidora n. sp. (Gab.) . 
amplicornis n. sp. (Gab.) . 
anabella n. sp. (Aphth.) . 
apicalis Jac. (Podagr.) 
ardens n. sp. (Escal.) . 
argyrophora n. sp. (Hesp.) . 
aruwimiana Wse. (Nis.) . 
assinica All. (Philop.) . 
ayenna n. sp. (Aphth.) . 
bamakoensi: n. sp. (Aphth.) . 
bamakoensis n. sp. (Uhaet.) . 
bamakoensis n. ssp. (Orthoer.) 
bifasciata Wse. (Gab.) . 
kifoveolata Wse. (Gab.) 
bivittata All. (Escal.) . 
hohumilae n. sp. (Gab.) . 
bohumilae n. sp. (Nis.) . 
bohumilae n. sp. (Serraph.) . 
brunnea ‘Wse. (Philop.) . 
camayennensis n. Sp. (Aphth.) . 
carinulata n. sp. (Nzerek.) . 
cerambycina n. sp. (Nzerek.) . 
charmiona n. sp. (Alt.) . . 
cheiranthi Wse. (Phyllotr.) . 


chlorophana Duft. Veee 


citri Bryant (Cerc.) .. 

clarki Jac. (Philop.) , 
elypeata n. sp. (Nzerek.) . 
coerulea Bryant (Parad.) . 
colae Bryant (Gab.) .. 

coletta n. sp. (Chaetocn.) . 
comes n. sp. (Gab.) : 
cempressipes Baly (Chaet.) . 
convexa All. (Aphth.) . 

coya n. sp. (Chaet.) . 
crenicornis n. sp. (Gab.) . 
crotalariae Bryant (Long.) . 
curvipes n. sp. (Gab.) . 
custos Wse. (Gab.) . 


cyaneoornata n. Sp. (Aphth.) 


dalaba n. sp. (Aphth.) . . 
dalaba n. sp. (Chaetocn.) . 
dalaba n. sp. (Epit.) . 
dalabae n. sp. (Spaer.) . 
dalabensis n. sp. (Hesp.) . 
dalmani Jac. (Nis.) . 
damakanya n. 5p. (Nis.) 
decolorata Duviv. (Podagr.) . 
dentella n. sp. (Sanckia) . 
diachroma n. sp. (Gab.) . 
dialloha n. sp. (Chaet.) 
dilatata Dalm. (Physon.) . 
dilecta Dalm. (Nis.). 
discontinuens n. sp. (Gab) . 
dohrni Jac. (Physon.) . 
dubreka n. sp. (Chaet.) . 
elisum n. sp. (Sphaer.) . 


exiguum Wse. (Sphaer.) . . . 


ferruginea All. (Gab.) . 
fissa n. sp. (Crep.) . 


493 
496 
495 
517 
587 
526 
488 


flaveola Bryant (Poöph.) . . 
flavilabris Wse. (Phyllotr.) . 


flavoclypeata Laboiss. (Philop.) 


fouta n. sp. (Hespera) . 
foutana n. sp. (Chaetocn.) . 
foutana n. sp. (Monod.) 
foutanus n. sp. (Longit.) . 
foveolata Dalm. (Orthoer.) . 
foveolata n. sp. (Nzerek.) . B 
friguiagbensis n. sp. (Aphth.) . 
freyi n. sp. (Longit.) . t 
freyi n. sp. (Sphaer.) . 
fulvicollis F. (Philop.) . 
gabonensis Jac. (Phyg.) . 
gaius n. sp. (Long.) 

gangana n. sp. (Phyg.) . > 
ganganensis n. sp. (Chaet.) . 
ganganensis n. sp. (Gab.) . 
gibbicolle n. sp. (Sphaer.) . 
glabrella Dalm. (Dee.). . 
gloria n. sp. (Gab.) . 
gracilior n. ssp. (Hesp.) 
guavae Bryant Aphth.) 
guineense n. sp. (Sphaer.).. 
guineensis n. sp. (Chaet.) 
guineensis n. sp. (Eurvl.) 
guineensis n. sp. (Manobia) 
guineensis n. sp. (Monod.) . 
hargreavesi Bryant (Aphth.) . 
hargreavesi Bryant (Phyll.) . 
helodina n. sp. (Gab.) . 
helveola Dalm. (Phyg.) 
hermiona n. sp. (Gab.) . 
hirtella n. sp. (Physon.) . 
houisi n. sp. (Chaet.) . 
houisi n. sp. (Spbaer.) 
hylophilus n. sp. (Long. 
inaequalis Ali. (Alt.) 
incisella n. sp. (Gab.) . 


inversevittata n. sp. (Philop.) 2 


iyengari n. sp. (Sphaer.) . 
jokoensis n. sp. (Epitrix) . 
junius n. sp. (Long.) . . 
kankanensis n. sp. (Gab.) . 
kindia n. sp. (Aphth.) . 
kindia n. sp. (Chaet.) . 
kraatzi Jac. (Phyg.) . 
lacessita Wse. (Po&ph.) 
laeta Wse. (Phys.) . . 
laevicollis All. (Crep.) . 
laevifrons Wse. (Epitrix) . 
laevifrons n. sp. (Gab.) . 
laeviuscula Csiki (Orep.) . 
lateritia Dalm (Seb.) . 
laya n. sp. (Cerc.) . 
ljuba n. sp. (Chaet.) . 
lucıda All. Alt). , 
macrophthalma (Nzerek.) 
madagascariensis All. (Alt.) . 
magna Wse. (Phyg.) 
maindra n. sp. (Dyall.) . 


368 


malacorhinoides n. sp. (Gab.) 


mamadoua n. sp. (Chaet.) . 
marginata Wse. (Escal.) . 
maunyi .n. sp. (Long.) . 
metallica Bryant (Chaet.) . 
metallina Csiki (Chaet.) . 
mignardi n. sp. (Aphth.) . 
miloensis n. sp. (Chaet.) . 
miokoensis n. ssp. (Alt.) . 
mirbanum n. sp. (Chaet.) . 
monodi n. sp. (Phyg.) . . 
monorhabda n. sp. (Aphth) 
nabi n. sp. (Phys.) . . 
nahelia n. sp. (Chaet.) 
nasalis n. sp. (Gab.).. 
nervosa All. (Gab.) . 


ngerezena n. sp. (Manobia) . 


nigra Chap. (Myrcina) . 

nigripes All. (Long.) : 
nigropicea n. sp. (Gab.) . 
nigrorufa n. sp. (Aphth.) . 


nigrorufum n. sp. (Sphaer.) . 
nigrosignatum Bryant (Sphaer.) 
nitidipennis Heikert. (Phyll.) . 


njalensis Bryant (Chaet.) . 


nkolentangana n. sp. (Chaet.) . 
nkolentangana n. sp. (Manobia) 


nostalgica n. sp. (Podagr.) 
nucleus Wse. (Gab.) 


nycterophilus n. sp. (Long.) 
nzerekorensis n. sp. (Aphth.) . 


nzerekorensis n. sp. (Nis.) 
obscura Laboiss. (Chaet.) . 
obscura Jac. (Dee.) . 


obscurotestacea Thoms. (Seb.) . 


occidentalis n. sp. (Hesp.) . 
olseni n. sp. (Nis.) 
ovatipennis Jac. (Nis.).. . 
pallens n. sp. (Serraph.) . 
paricolor n. sp. (Longit.) . 
pastoria n. sp. (Chaet.) 
patibilis n. sp. (Long.) . 


pectinicornis Oliv. (Polyel.) 


perrieri Fairm. (Terpn.) . 
plicipennis Wse. (Phys.) . 
pubipennis n. sp. (Phys.) . 
pulcher Wse. (Long.) . 
pulla Chap. (Chaet.) 


494 
345 
927 
922 
390 
390 
512 


965 
562 
309 
546 
547 
sl 
937 
494 
519 
513 
341 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


punctata All. (Alt.).. E 
punctifrons Wse. (Long.) . 
pygidialis Wse. (Dec.) 
pyritosa Er. (Alt.) . 


quadraticollis n. sp. (Gab.) : 


risbeci Bryant (Pod.) . . 
rotundicollis Jac. (Phyg.) . 
rugicollis Jac. (Eutorn.) . 
salomona n. sp. (Epitrix) . 
segueia n. sp. (Chaet.) . 
senegalensis All. (Alt.) . 
senegalensis Jac. (Aphth.) . 
serenum n. sp. (Sphaer.) . 
sericeicollis n. sp. (Gab.) . 


sierraleonis Bryant (Aphth.) 
sierraleonis Bryant (Chaet.) . 


smaragdina Clark (Phys.) . 
soucheti n. sp. (Aphth.) . 
soucheti n. sp. (Nis.) 
spadicea Dalm. (Nis.) . 
sulcata Bryant (Urep.) . 


szumowskii n. Sp. (Chaet.) 


theobromae Bryant (Gab.) 
togana Heikert. (Phyll.) . 
togoensis Wse. (Orthocr.) 
torrida Baly (Seb.) . : 
tricolor Wse. (Dec.) 

unifasciata Jac. (Podagr.) . 
uniforma Jac. (Podagr.) . 
varicornis n. sp. (Gab.) . 
variola n. sp. (Gab.) 

vernicata Gerst. (Philop.) . 
vietoria n. sp. (Epitrix) . 


villardeboi n. sp. (Aphth.) . 


villiersi n. sp. (Chaet.) . 
villiersi n. sp. (Dibol.) . 
villiersi n. sp. (Gab.) 
violacea Wse. (Gab.) 
viridimicans All. (Po&ph.) 


viridiornata n. sp. (Aphth.) . 
viridipennis Bryant (Notom.) . 
viridipennis Dalm. (Phys.) . 
viridis Bryant (Chaloenus) . 


yerra n. sp. (Cerc.) . 

zeae Bryant (Chaet.) . 
zodiacus n. Sp. (Longit.) ; 
zumpti n. sp. (Longit.) . 


Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 569 


Reise des Herrn G. Frey ın Sudameriıka: 
Kumolpıdae (Col. Phytophaga) 


Von Jan Bechyne, Museum G. Frey 


Dieser Beitrag ist eine Fortsetzung in der Bearbeitung der 
Ausbeuten von West-Indien und Venezuela), welche Herr G. Frey 
mit seiner Tochter Helga im Dezember 1953 und Januar 1954 
sammelte. 


Außer den systematischen und taxonomischen Notizen über 
verschiedene neotropische Eumolpiden ist hier eine Liste der bis- 
her bekannten Arten aus Venezuela veröffentlicht mit der Be- 
rücksichtigung der Historie dieses Landes; in den Katalogen ist 
nämlich die politische Trennung Venezuelas von Kolumbien nicht 
respektiert, so daß die Angaben „Columbia or.“ das Territorium 
vom heutigen Venezuela betreffen. 


Die älteren literarischen Hinweise sind in meinem Katalog 
der neotropischen Eumolpiden zu finden (Ent. Arb. Mus. G. Frey 
4, 1955, pp. 26—303). 

Die Beschreibungen einiger venezolanischen Arten sind z. Zt. 
im Druck in Venezuela (in dem Kataloz als ..i. 1.“ bezeichnet). 


Ischyrolampra elavicornis Bechyne 


Argentina, Santa Fe: Rio San Javier, Est. La Noria, XII. 1911 
et I. 1912 (G. E. Bryant, British Museum); Rosario, XII. 1923 (P. 
Denier, Mus. La Plata). — Formosa: Capital, 20. III. 1939 (dtto): 
Isla Lapanco, 19. II. 1939 (dtto); Isla de Oro, 1. V. 1937 et 21. IV. 
1933 (dtto); Olorinda, 10. et 13. II. 1940 (dtto); Puerto Pilcomayo, 
27. IX. 1937 (dtto); Laguna Mainee, 12. XII. 1935 (dtto). — Chaco: 
Puerto Vilelas, 20. XII. 1936, 21. XII. 1937 et 10. XI. 1938 (dtto); 
Resistencia, X. et XI. 1935, 14. XI. 1933 (dtto); Fontana, X1. 1935 
et IV. 1936 (dtto); Colonia Benitez, 30. XII. 1935 (dito). — Tucu- 
män: San Pablo (Famailla), 30. I. 1942 (coll. Monrös). 


') Bisher sind die Ergebnisse über Altieiden erschienen: Ent. Arb. Mus. G. 


Frey, 6, 1955, pp. 74-266. 


570 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Paraguay: Villa Elisa, XI. 1939 (P. Denier, Mus. La Plata); 
Villariea, Independeneia, 5. XII. 1950 (A. Martinez); Concepeiön 
(Mus. Budapest). 

Die Oberseite dieser Art ist manchmal lebhaft metallisch blau 


(ab. coerulans). 


Ischyrolampra hatesi Baly 
Ferü: Tingo Maria, 709 m (Dr. W. Weyrauch). 


Diese Art ist sonst in dem amazonischen Gebiet verbreitet. 


Nyeterodina floralis Bechyn® 


Trinidad (B. W.L.), XIL 1953 (G. & H. Frey). 


Nyeterodina freyi n. sp. 

Perü: Madre de Dios, 500 m (Mus. G. Frey). 

Long. 3 mm. 

Blau mit einem Bronzeschimmer, Oberseite metallisch grün, 
bläulich überflogen, Palpen, Labrum und Fühlerbasis rot. 

Diese Art ist sehr ähnlich der N. ihoracica Jac.!), von welcher 
sie sich außer der abweichenden Färbung durch die folgenden 
Essentialmerkmale unterscheidet: 


N. thoracica: N. freys: 
Kopf nur mäßig glänzend, Kopf stark glänzend, sehr 
Vertex acieulato-punktiert. fein, spärlich und einfach punk- 
tiert. 
Alle Elytralintervaile plan. Elytralintervalle auf der 


Scheibe flach, hinten und an 
den Seiten gewölbt. 
Epipleuren, namentlich Fpipleuren der ganzen 
vorne, mit merklicher transver- Länge nach glatt. 
saler Striolation. 


>) Nycterodira thoracica Jacoby (nov. comb.) | 
Diese Art wurde ursprünglich als eine Chrysodina beschrieben: sie steht 
aber am nächsten der Nycterodina aulica Lef. Die Färbung ist variabel, von kup- 
ferig grün bis ins Violett, auch die oberseits zweifarbigen Formen (Elytren anders 
als das Halsschild gefärbt) sind nicht selten. 
Br. Guiana: Essequibo River, Moraballi Creek. 25. VIII. 1929 (Oxford Univ. 


Exped., British Museum). 


O1 
1] 
fh 


Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 


Nyeterodina lilibeiha n. sp: 


Perü: Marcapata (Mus. Budapest); Satipo, 650 m, VIl. 1949 
(Dr. W. Weyrauch). 

Long. + 3 mm. 

Metallisch bronzegrün, Oberseite lebhaft kupferig mit einem 
Goldschimmer, Fühler (zur Spitze angedunkelt), Labrum, Mandi- 
beln, Palpen, Spitze der Tibien und Tarsen rotgelb. Körper lang- 
oval, Oberseite stark glänzend. 

Der N. thoracica Jac. äußerst ähnlich, anders gefärbt (Tibien 
nicht einfarbig dunkel), Vertex nur spärlich, nicht längsrunzelig 
punktiert, Thoraxseiten nicht regelmäßig gerundet, sondern im 
Basalviertel parallel, dann stark, fast geradlinig nach vorne ver- 
engt, Punktierung der Oberseite zwar stärker, aber im Apikaldrit- 
tel der Flügeldecken stark abgeschwächt (Punktierung der Flügel- 
decken bei N. thoracica gleichmäßig stark). 


Nyeterodina nigrita Baly (nov. comb.) 

Bolivia: Caranavi, V. 1931 (P. Denier, Mus. La Piata). 

Perü: Marcapata (Mus. Budapest). 

Diese Art wurde in der Gattung Chrysodina zweimal beschrie- 
ben (von Lefevre als Chrysodina tarsalis). Sie gehört mit allen 
Merkmalen zu der Gattung Nycterodina. Die schwarze, nicht me- 
tallische Färbung, der kleine Körper und die grobe und recht spär- 
liche Skulptur der Oberseite unterscheiden diese von Parä und 
Amazonas bis nach Bolivien und Peru verbreitete Ärt von den an- 


deren. 


Nyeterodina punctatostriata Lefevre (nov. comb.) 


Diese als Chrysodina 1875 beschriebene Art ist mit Sphintero- 
phyta aulica Lefevre 1854 konspezifisch. Die typische Form (viel 
seltener) hat eine grünliche Grundfärbung, während die meisten 
Exemplare blau bis violett sind (ab. aulica Lef.). 


Chrysodina parvula erassa n. subsp. 


Trinidad (B. W.1.), XII. 1953 (G. & H. Frey). 

Größer als die kontinentale Stammform (3 mm), Körper leb- 
hafter kupferfarbig und die Flügeldeeken des 9 ohne den gewölb- 
ten Lateralintervall. 


Chrysodina podtianguini Bechyn@ 
Paraguay: Villarica, 6. XII. 1950 (Natalico Talavez, coll. Mar- 


2 Entom. Arbeiten aus denı Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


tinez); Villa Elisa, XI. 1939 (P. Denier, Mus. La Plata); Asunciön, 
Villa Morra (Vezenyi, Mus. Budapest); Chaco (Fiebrig, Mus. 
Wien). 


Chrysodina paraguayensis Jacoby 
Paraguay: Asunciön, IX., X. et XI. 1904 (Vezenyi, Mus. Buda- 
pest); ibid., Villa Morra (dtto); Villarica, 6. XII. 1950 (Natalico 
Talavez, coll. Martinez); San Pedro (coll. Koslowsky, Mus. La 
Plata). 
Argentina: Misiones (C. Bruch, Mus. La Plata). — Tucumän 
(Mus. La Plata). 


Chrysodina surrabaya n. sp. 


Venezuela: Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey). 

Long. 4 mm. 9 unbekannt. 

Dunkel metallisch grün, Fühler schwarzblau, die ersten 4 An- 
tennite zum Teil rötlich. Körper oval. 

Kopf matt, Retikulierung unter 50facher Vergrößerung sicht- 
bar, grob und spärlich punktiert. Clypeus länger als breit, nach 
vorne stark verbreitert. Fühler die Basis des Halsschildes über- 
ragend, 5 Endglieder stark verdickt, jedes von ihnen aber länger 
als breit. Augen stark gewölbt, von unten durch eine plattenför- 
mige chitinöse Leiste bedeckt, welche die Länge des Auges etwas 
überragt, so daß sie von oben in Form eines stumpfen Zahnes un- 
mittelbar hinter dem Auge sichtbar ist. 

Halsschild glänzend, nur nahe den zahnförmig nach vorne 
gerichteten Vorderwinkeln retikuliert, stärker als der Kopf punk- 
tiert (Punkte unter 2—3facher Vergrößerung gut erkennbar), dop- 
pelt breiter als lang, vor der Basis am breitesten, Seiten stark ge- 
rundet, nach vorne verengt. Basis von einer Reihe dicht nebenein- 
ander stehender Punkte gerandet. 

Flügeldecken stark glänzend, kaum breiter als das Halsschild, 
Punktierung noch stärker aber spärlicher, vorne in unregelmäßig 
verdoppelten, hinten in regelmäßigen und einfachen Reihen ge- 
ordnet. Humeralcallus groß, postbasale Depression kaum angedeu- 
tet, alle Intervalle plan. Prostethium kräftig punktiert. Hinterrand 
des letzten Abdominalsegmentes in der Mitte leistenförmig empor- 
gehoben. 

In der Form und Färbung ist die vorliegende Art der Chr. 
laevicollis Lef. ähnlich, aber durch die grobe Skulptur des Vorder- 


körpers und nicht gewölbte Elytralintervalle verschieden. 


Bechyne@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 5 


Chrysodina igneicollis Baly (nov. comb.) 


Diese Art wurde noch zweimal von Jacoby als Chr. peruana 
und Chr. laticollis beschrieben. Die peruanischen Exemplare sind 
wesentlich feiner punktiert als die amazonischen, so daß der Name 
peruana für eine geographische Rasse erhalten sein kann. Die ty- 
pische Form ist oberseits kupferig. Eine kleine Serie (Peru: Tu- 
callpa, IV. 1952, coll. J. Guerin, Mus. G. Frey) enthält auch ein- 
farkig blauviolette Exemplare (ab. amethysticolor). 

Chr. laticollis Jac. ist auf oberseits einfarbig metallisch kup- 
ferfarbige Exemplare der amazonischen Stammform zu beziehen. 


Chrysodina leetiuncula Bechyne 


Paraguay: Villarica, 6. XIl. 1950 (Natalico Talavez, coll. Mar- 


tinez). 


Chrysodina fruhstorferi n. sp. 


Ecuador (Fruhstorfer, Mus. G. Frey). 

Long. 4 mm. 5 unbekannt. 

Einfarbig metallisch blaugrün, glänzend, nur die Fühlerbasis 
rötlich. Körper kurzoval. 

Kopf länglich, Mandibeln robust. Punktierung wenig dicht 
und ziemlich fein (Vergrößerung 10—15x), am Vertex mit einer 
Tendenz zur Bildung von schräggestellten Runzeln. Antennalcalli 
in Form einer scharfen Querleiste, welche, von der Seite betrach- 
tet, aus der Wölbung des Kopfes heraustritt. Antennen die Basis 
der Flügeldecken überragend, Endglieder stark verdickt, jedes 
aber länger als breit, dreieckig erweitert. 

Halsschild an der Basis am breitesten, doppelt breiter als lang, 
Seiten gerundet und nach vorne verengt, Vorderwinkel scharf und 
prominent. Alle Ränder schmal abgesetzt. Oberfläche relativ 
schwach gewölbt, spärlich und gleichmäßig punktiert, Punkte von 
etwas länglicher Form. 

Elytren unbedeutend breiter als das Halsschild, so stark wie 
das Halsschild punktiert (Vergrößerung 5x), Punkte rundlich, an 
den Seiten und hinten in regelmäßigen Längsreihen geordnet, Mar- 
ginalintervall breit und in der Hinterhälfte deutlich gewölbt. Post- 
basale Querdepression fehlt vollkommen. Prostethium vorne 
punktiert (Punktierung viel stärker als auf der Oberfläche des 
Thorax). Das letzte Abdominalsegment hinten in der Mitte halb- 
kreisförmig ausgeschnitten, der Ausschnitt leistenförmig gerandet. 
Beine ziemlich robust. 


Sl! Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Diese Art erinnert an viele Nyeterodina-Arten, namentlich 
durch die schwächere Wölbung des Halsschildes, aber die Hinter- 
winkel des Haisschildes sind nicht nach hinten ausgezogen. Sie ge- 
hört in die Gruppe der Chr. igneicollis Baly, von welcher sie sich 
durch die spezifische Form des 5. Abdominalsegmentes und durch 
die im Profil stark herausgewölbten Antennalcalli unterscheidet. 


Chrysodina subsericea n. sp. 


Perü: Madre de Dios, 500 m (Mus. G. Frey). 

Long. 3,5—4,5 mm. 

Metallisch blau, Labrum und Fühler basis gelbbraun, Fiügel- 
decken mit einem schwachen violetten Schimmer. Körper kurz- 
oval. 

Von gleicher Form wie Chr. laticollis Jac.; die neue Art un- 
terscheidet sich jedoch von allen anderen durch eine stark glän- 
zende Scheibe des Halsschildes, während die Seitenränder eine 
breite seidenmatte Längsbinde aufweisen. Punktierung des Vor- 
derkörpers ist fein und weitläufig, viel feiner als auf den Flügel- 
decken. Die letzteren haben an den Seiten 2 gewölbte Intervalle 
in der Hinterhälfte, während bei Chr. laticollis nur ein gewölbter 
Intervall zum Vorschein kommt (und gleichzeitig die Punktie- 
rung der Flügeldecken unterscheidet sich kaum von der des Vor- 
derkörpers). Der Kopf von Chr. subsericea ist matt, die Flügel- 
decken sehr stark glänzend. 


Chrysodina melania n. sp. 


Trinidad (B. W.1.), XII. 1953 (G. & H. Frey). 

Long. 2,5—3 mm. 

Schwarz, ohne Metallschein, Fühlerbasis und Tarsen rotbraun. 
Körper kurzoval, hochgewölbt. 

matt, fein und spärlich punktiert (Vergrößerung 40 bis 
50%). Olypeus viel länger als breit, Augen klein, schwach gewölbt. 
Fühler die Basis des Halsschildes weit überragend, 5 Endglieder 
stark erweitert, Antennite 7—10 fast quadratisch. 

Halsschild in der Mitte ziemlich glänzend, an den Seiten und 
vorne matt, doppelt breiter als lang, vor der Basis am breitesten. 
Seiten regelmäßig und stark gerundet, Vorderwinkel rechteckig, 
Hinterwinkel scharf. Oberfläche spärlich und deutlicher als der 
Kopf punktiert (Vergrößerung 20x), Basis gerandet. 

Flügeldecken glänzend, viel stärker als das Halsschild punk- 


tiert, ohne postbasale Depression, Punkte vorne in unregelmäßigen 


Bechyn€: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae SS 


Doppelreihen, hinten in einfache Längsreihen gestellt. Intervalle 
plan und glatt. Prostethium glatt. Beim 5 ist das 1. Glied der 4 
vorderen Tarsen stark erweitert. 


Die tiefschwarze Färbung ohne Metailschein, kleiner Körper 
und deutlich punktiertes Halsschild trennen die vorliegende Art 
von Chr. tibialıs Lef., welche die nächstverwandte Art darstellt. 


Chrysodina opacicollis Lefevre (nov. comb.) 


Paraguay: San Luis (Reimoser, Mus. Wien); Rinconada (dtto); 
Puerto Fonciere (dtto). 


Argentina: Corrientes, Isla Apipe Grande, XI. 1945 (A. Mar- 


tinez); San Lorenzo (Reimoser, Mus. Wien). 


Chr. alutacea Jac. (Typus im British Museum) stellt nur eine 
Farbenvarietät der vorliegenden Art dar, deren Oberseite ent- 
weder bronzebraun bis bronzegrün (f. typ.) oder blau bis violett 
(ab. opacoviolacea) oder kupferig (ab. alutacea Jac.) ist. 


Uhrysodina semiaurata Klug 


Argentina, La Pampa: Catrilö, 21. III. 1935 (Birabön et Scott, 
Mus. La Plata). — Corrientes: San Roque, 11. 1920 (Bosq, coll. 
Dallas, Mus. La Plata); Itati, 15. If. 1939 (P. Denier, Mus. La 
Plata). — Uördoba: Est. Arias, 2. I. 1920 (coll. Dallas, Mus. La 
Plata); Ei Sauce, dep. de Oalamuchita, XII. 1938 (M. J. Viana, coll. 
A. Martinez); Rodeo de Piedra, I. 1946 (Farre, coll. A. Martinez); 
Pampa de Olaen, I. 1946 (A. Martinez); Rayo Cortado, 15. XI. 
1939 (C.M.A.M., Mus. La Plata); Generai Paz, 15. X1l. 1939 
(dtto); Jesus Maria, 15. X1l. 1939 (dtto); La Granja — Alta Gra- 
cia, 1958 (C. Bruch, Mus. La Plata). — Santa Fe: Rosario de Santa 
Fe, I. 1932 (P. Denier, Mus. La Plata); Rafaela, 9. II. 1932 (dtto); 
Santo Tome, 21. X. 1932 (dtto); Casilda, I. 1930 (dtto); Ramayön, 
21. XI. 1931 (Biraben et Bezzi, Mus. La Plata); Calchaqui, 23. X1. 
1939 (dtto); Silva, 22. IX. 1939 (dtto) Candioti, 21. XI. 1939 
(dtto); Rosario, II. 1941 (F. Monrös). — Chaco: Resisteneia, Xl. 
1945 (A. Martinez, coll. Monrös); Est. Rio Arayu, IV. 1936 (P. De- 
nier, Mus. La Plata); Fontana, XI. et XI. 1935 (dtto). — For- 
mosa, XlI. 1935 (dtto). — Santiago del Estero coll. Wagner, 
Mus. La Plata). — Salta: Rosario de Lerma, 27. V. 1933 (P. De- 
nier, Mus. La Plata). — Tucumän (G. S. Reed, Mus. La Piata). — 
Prov. San Luis (C. Bruch, Mus. La Plata). — Prov. Mendoza (dtto). 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd, 6, H. 2 37 


576 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


— = 


— Gob. Neuquen (dtto). — Misiones: Pindapoy, Ill. 1936 (P. De- | 
nier, Mus. La Plata); ibid., XI. 1945 (A. Martinez, coll. Monrös); 
Bompland (Mus. La Plata); Oberä, V. 1947 (W. Wittmer, coll. 
Monrrös); San Ignacio, VII. 1945 (F. Monrös). | 

Paraguay: San Luis (Mus. La Piata). 

Uruguay: Maldonaldo (P. Denier, Mus. La Plata); ibid., Pan 
de Azucar, 15. XL. 1912 (coll. Tremoleras, Mus. La Plata); San 
Jose, 6. XIl. 1932 (A. Pereira, coll. Tremoleras, Mus. La Plata); 
Punto del Este, I. 1928 (P. Denier, Mus. La Plata); Rivera, IV. 
1965 (Zapucay, coll. Tremoleras, Mus. La Plata). 

Brasil: S. Paulo, 19., 23. et 24. Il. 1912 (G. E. Bryant, British 
Museum). 

Die Exemplare von La Pampa und Neuquen haben größten- 
teils mehr glänzenden Kopf, und der Körper ist weniger gewölbt. 
Die Stücke von Uruguay haben ein auffallend mattes Halsschild 
und kleinen Körper. Die Stücke von Cordöba sind im allgemeinen 
größer als die Exemplare von den nördlichen Provinzen Argen- 
tiniens. Wenn auch ich mehrere Tausend Exemplare dieser Art 
gesehen habe, kann ich augenblicklich keine Grenze der geogra- 
phischen Variabilität dieser Art angeben. 


Chrysodina pucaya n. sp. 


Ecuador: Pucay (Mus. G. Frey). 

Unterseite und Schenkel bronzeschwarz mit einem grünlichen 
Schimmer, Tibien, Tarsen, Palpen und Fühler (zur Spitze leicht 
angedunkelt) rotgelb, Oberseite dunkelgrün, blau überflogen. Kör- 
per oval. 

Mit Chr. tibialis Lef. (aus Kolumbien und Venezuela) nahe 
verwandt, durch folgende essentielle Merkmale zu unterscheiden: 


Chr. tibialıs: 


Long. 2—2,5 mm. 
Kopf matt, undeutlich 
punktiert (Vergrößerung 50x). 


Chr. pucaya: 


Long. 5 mm. 

Kopf matt, deutlich, na- 
mentlich auf dem GClypeus, 
punktiert (Vergrößerung 20x). 


Die letzten Antennite läng- Endglieder der Fühler 


lich, nicht so diek wie das 1. 


Glied. 


stark verdickt, jedes kaum län- 
ger als breit und dicker als das 


1. Glied. 


Bechyne&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae DR 


.—— 


Thorax gleichmäßig matt, Ha!sschild nur an den Sei- 
Retikulierung sehr fein, unter ten (wie der Kopf) matt, Schei- 
50—100facher Vergrößerung be stark glänzend und unter 50- 


erkennbar, ohne Punktierung, facher Vergrößerung sehr deut- 


Basis fein gerandet. lich punktiert, Basis von einer 
Reihe gröberer Punkte geran- 
det. 


Chrysodina retieulata Lefevre 


Paraguay: Villarica, Independenceia, 5. Xi. 1950 (A. Marti- 
nez); Asuneiön, 3. et 27. X. 1904 (Vezenyi, Mus. Budapest); dto. 
Central, San Lorenzo, X. et XII. 1949 (Dr. Podtianguin, coll. Mon- 


rös); Puerto Fonciere (Reimoser, Mus. Wien). 


Chrysodina opulenta Lefevre 


Argentina, Santiago del Estero: Rio Salado (Wagner, coll. 
Dallas, Mus. La Plata). — Tucumän: dto. Trancos, San Pedro de 
Colalao, 8. XI. 1945 (F. Monrös). — Salta: Zuviria, La Merced 
(Reimoser, Mus. Wien). 


Chrysodina olaena Bechyne 


Argentina, Chaco: Resistencia, X. 1935 (P. Denier, Mus. La 
Piata). Formosa, 23. Xil. 1935 (dtto). — Corrientes: Passo Ämo- 
res, 16. III. 1959 (dtto). — Misiones: Pindapoy, 29. VI. 1937 (dtto). 

Uruguay: Treinte y Tres, 5. XI1. 1908, en las chircas (T. Al- 
varez, coll. Tremoleras, Mus. La Plata); Maldonaldo, Firiäpolis, 
3. 1. 1923 (coll. Tremoleras, Mus. La Plata); ibid., Garape, 20. X. 
1930 (dtto); Salto (dtto); Cerro Largo, D’ Tia Lucia, 17. X11. 1933 
(dito); Punta del Este, I. 1928 (P. Denier, Mus. La Piata). 


Chrysodina lunai Bechyne 


Paraguay: Asunciön, 10. X. 1904 (Vezenyi, Mus. Budapest); 
Villa Morra (dito). 


Louisdesartsıa n. gen. 


Mit Chrysodina nahe verwandt, aber der Vorderrand der In- 
tercoxalplatte des Prosternums ist jederseits von den Epimeren 
durch eine tiefe, innen neben den Coxen nach hinten gezogene 
Furche getrennt (diese Furche ist zum Einlegen der Fühler be- 
stimmt), die Epipleuren sind vorne konkav, mit 2 Gruben ver- 
sehen (hier legen sich die Spitzen der Vorder- und Mittelschenkel 


377 


578 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


ein), und beim 9’ hat jede Mandibel einen langen, oberseits grob 
punktierten und behaarten, nach vorne gerichteten dünnen Dorn, 
welcher bei den gutentwickelten Exemplaren so lang wie die Vor- 
dertarsen ist. 


Louisdesartsia paraguayensis n. sp. 


Paraguay, Rio Paraguay: Puerto Max, Estancia Postillon 
(Louis Des Arts Igt., Mus. G. Frey). 

Long. + 3 mm. 

Bronzeschwarz mit einem + starken Kupferschimmer, Fühler, 
Labrum, Palpen und Tarsen (das schwarze Klauenglied ausge- 
nommen) rotbraun. Körper halbkugeiig. 

Kopf matt, sehr fein punktuliert (Vergrößerung 100x). An- 
tennalcalli linear, schräg nach vorne in Form einer den Ulypeus 
seitlich begrenzenden Leiste verlängert. Stirn 4X breiter als ein 
Augenquerdiameter, in der Mitte mit einem flachen Längseindruck 
versehen; Ciypeus tiefer als die Stirn liegend. Fühler das 1. Drit- 
tel der Flügeldecken erreichend, das 1. Glied pentagonal, 3X 
dicker als das 3., in der Mitte des scharfkantig komprimierten 
Vorderrandes winkelig erweitert, Glieder 3—6 sehr grazil, die 7 
bis 10 stark dreieckig erweitert (kaum schmäler als das 1. Änten- 
nit), das 11. oval, so breit wie das vorhergehende. 

Halsschild matt, an der Basis am breitesten, mehr als dop- 
pe!t so breit wie lang, Seiten stark gerundet, stark nach vorne 
verengt, schmal abgesetzt. Vorderwinkel leicht nach vorne aus- 
gezogen, scharfeckig, Hinterwinkel rechteckig, Basis fein gerandet. 
Schildchen wesentlich glänzender, aber die Retikulierung unter 
SOfacher Vergrößerung noch gut erkennbar. 

Flügeldecken glänzend, am Grund fein und weitläufig strio- 
liert (Vergrößerung 50—100x), im Apikaldrittel matter, fein und 
völlig verworren punktiert (Vergrößerung 20—30x). Epipleuren 
quer strioliert. Tibien gekrümmt, beim 5 zur Spitze stark er- 
weitert. 


Antitypona balyi Lefevre 
Trinidad (B. W.1.), XII. 1953 (G. & H. Frey). 


Antitypona hebe Baly (nov. comb.) 


Die später beschriebene A. ruficeps Baly ist als eine Farben- 
varietät zur A. hebe zu stellen. A. hebe unterscheidet sich von 


Bechyne@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 579 


den äknlichen Arten durch die stark gebogene und dorsoventral 


komprimierte Hintertibia des 9”. 


Antitypona epiphania n. sp. 

Brasil: Bahia (Mus. G. Frey). 

Long. 2,85—3 mn. 

Pechkraun mit einem violetten Metallschimmer, Labrum rot, 
Spitze der Tibien, Tarsen, Palpen und Fühler gelb, Äntennite 6, 
7, 10 und 11 schwärzlich. Kopf und Halsschild pechschwarz, blau 
überflogen, Flügeldecken lebhaft metallisch violett. Körper kurz- 
oval, stark gewölbt. 

Kopf mäßig glänzend, Vertex glatt, in der Mitte mit einer 
Längsvertiefung versehen, Stirn und Ulypeus deutlich (Vergrö- 
Berung 20x) weitläufig punktiert. Stirn etwas breiter als ein 
Augenquerdiameter, Antennalcalli groß, schlecht begrenzt, flach. 
Fühler die Mitte der a erreichend, zur Spitze schwach 
verdickt, Glieder 2—4 graduell an Länge zunehmend. 

Halsschild mäßig glänzend, glatt, an der Basis am breitesten, 
fast 3X breiter als lang, Seiten nach vorne stark gerundet-ver- 
engt. Vorderwinkel rechteckig, nicht vorspringend, Hinterwinkel 
stumpfeckig. Basis kräftig gerandet. 

Flügeldecken stark glänzend, weitläufig, vorne stark (Ver- 
srößerung 10x), hinten schwächer punktiert, alle Intervalle flach, 
posibasale Depression fehlend. Beine ziemlich robust. 

Der A. diversicornis Baly ähnlich, anders gefärbt und durch 
das nur mäßig glänzende, DL blau irisierende Hals- 
schild ausgezeichnet enlallign ung unter 200facher Vergrößerung 


kaum erkennbar). 


Antitypona fulvimana Jacoby 
Suriname: Zanderij I, 21. XII. 1950 (D. Piet, Zool. Mus. 


Amsterdam). 


Antitypona ecrasia n. sp. 

Bolivia: Tipuani, Rio Beni, 2500 m (v. Leonhardt, Mus. G. 
Frey). — Perü: Vilcanota (Mus. G. Frey; coll. Kraatz, Deutsches 
Ent. Institut, Berlin). 

Long. 2—2,5 mm. 

Pechschwarz, Oberseite rein schwarz, mit einem sehr schwa- 
chen Bronzeschimmer auf den Flügeldeeken, Labrum rot, Fühler, 
Palpen und Beine strohgelb. Körper kurzoval, hochgewölbt. 


580 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Mit A. septella Bech. verwandt, wesentlich kleiner, anders 
gefärbt, Augen seitlich stark herausragend, komprimiert, Vorder- 
winkel des Halsschildes zahnförmig, Flügeldecken fein (Vergröße- 
rung 20x), hinter dem Humeral- und Basalcallus aber auffallend 
stark (Vergrößerung 2—3xX) punktiert, Epipleuren auch vorne 
schräggestellt, daher von der Seite der ganzen Länge nach sichtbar. 

A. coeruleata Lef. ist eine andere verwandte Ärt, zeigt aber 
eine lebhaft blaugrüne Färbung der Oberseite und nur einen ein- 
zigen gewölbten Lateralintervall auf den Flügeldecken, während 
es bei Ä. ecrasia 2 laterale Intervalle sind, welche sehr deutlich 
gewölbt sind. 


Antitypona demerara n. sp. 


Br. Guiana: Demerara (Mus. G. Frey). 

Long. 2,5—3 mm. 

Schwarz, Sternum mit einem Metallschein, Oberseite dunkel 
metallisch grün, stark glänzend, Flügeldecken violett überflogen, 
Labrum, Palpen, Fühler und Beine rotgelb, Hinterschenkel und 
Basis der Hintertibien schwärzlich. Körper fast halbkugelig. 

Kopf grob (Vergrößerung 5—8x), nicht dicht punktiert, in 
der Mitte mit einem Längseindruck. Stirn wesentlich breiter als 
ein Augenquerdiameter. Fühler dünn, 3/; (7) oder 2/3 (2) der Flü- 
geldecken erreichend. 

Thorax an der Basis am breitesten, 3X breiter als lang, Seiten 
stark gerundet und stark nach vorne verengt, schmal abgesetzt, 
alle Winkel rechteckig, nicht vorgezogen. Scheibe feiner als der 
Kopf, in der Mitte auf einer Längslinie spärlicher als daneben 
punktiert, Punkte länglich, gegen alle Ränder erlöschend. 

Flügeldecken grob (Vergrößerung 5x), vorne in verdoppel- 
ten, hinten in einfachen Längsreihen punktiert, die 3 lateralen 
Intervalle der ganzen Länge nach gewölbt, alle Intervalle im 
Apikaldrittel deutlich erhaben. Beim 5 ist das 1. Glied der 4 vor- 
deren Tarsen nur mäßig erweitert, Hintertibien schwach gebogen, 
vor der Spitze leicht bilateral komprimiert. 

Mit A. hebe Baly verwandt, durch die Färbung der Beine, 
durch die breitere Stirn und durch die Form der Hintertibien des 
o' verschieden. Diese beim 7 von A. hebe sehr stark nach innen 
scebogen und dorsoventral (nicht lateral) komprimiert. 


Antitypona ornaticollis Bechyn® 


Peru: Marcapata (Mus. Budapest). 


Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 581 


Antitypona dorsoplagiata n. sp. 


Perü: Rio Madre de Dios, 500 m (Mus. G. Frey). 

Long. 2,3 mm. 5 unbekannt. 

Rotgelb, Augen und die Fühlerspitze schwärzlich, eine schmale 
längliche juxtamarinale Makel, bis auf die Epipleuren ausgedehnt, 
hinter dem Humeralcallus beginnend, im Apikaldrittel endigend 
und ein langovaler Fleck vor der Mitte schwarz, kaum metallisch. 
Körper länglich, Oberseite glänzend, Flügeldeckenspitze matt. 

Kopf fast glatt. Stirn breit, ohne Furchen, Augen groß und 
ausgequollen, Antennen filiform, zart. 

Halsschild wesentlich schmäler als die Flügeidecken, stark 
transversal, mehr als doppelt so breit wie lang, nahe der Mitte am 
breitesten. Seiten stark gerundet, nach vorne stärker als nach hin- 
ten verengt. Alle Winkel verdickt, die vorderen stumpfeckig, die 
hinteren fast rechteckig. Scheibe fein und wenig dicht punktiert, 
Punktierung entlang aller Ränder fast erlöschend. Scutellum glatt. 

Flügeldecken länglich, entlang der Juxtamarginalmakel fast 
parallellaufend, viel stärker als der Thorax punktiert, Punktie- 
rung ziemlich regelmäßig gereiht, hinten stark abgeschwächt. 
Postbasale Depression deutlich, extreme Spitze schwach, jedoch 
sehr deutlich in eine kleine Mucro ausgezogen. Unterseite matt, 
Prostethium stark glänzend. 

Mit A. flaveola Jac. sehr nahe verwandt, anders gefärbt und 
nur halb so groß. 


Ledesmodina erosula minutella n. subsp. 


Bolivia: Trinidad (Mus. G. Frey). 

Diese Rasse unterscheidet sich von den anderen!) durch einen 
auffallend kleinen Körper (+ 3 mm), durch stärker glänzende 
Oberseite, durch auf einige Punkte neben den Äugen reduzierte 


Kopfpunktierung und sehr feine Skulptur der Flügeldecken. 


Lamprosphaerus plagioderoides n. sp. 


Perü: Marcapata (Mus. Budapest). 


') L.erosula erosula wurde als Rhabdopterus von Lefevre aus Kolumbien 
beschrieben. Eine weitere Rasse kommt in Para und Amazonas vor. welche von 
Jacoby als Rhabdopterus abdominalis und von Weise (mit einem kleinen Farben- 
unterschied) als /phimeis olivacea veröffentlicht wurde. Mir liegen einige Stücke 
mit genauem Fundort vor: Para, Obidos (H. Rolle, Mus. G. Frey, Mus. Paris. ete.). 
Hermesia aenea Jac. bildet eine andere geographische Rasse, deren Verbreitungs- 
areal in Paraguay und den angrenzenden Gebieten Argentiniens liegt. 


592 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Long. 4,5—5 mm. 
Pechschwarz, Oberseite lebhaft metallisch blau, die ersten 4 
Antennite rötlich. Körper halbkugelig. 


Kopf matt, Retikulierung unter 20facher Vergrößerung gut 


erkennbar, fein und spärlich punktiert, in der Mitte mit einer 
weiten und sehr seichten Vertiefung. Antennalcalli flach, nicht 


glänzender als die übrige Oberfläche. Fühler die Mitte der Flügel- ' 


deeken nicht erreichend, zur Spitze mäßig verdickt. 


[ 
{ 
I 
\ 


| 


Halsschild etwas glänzender als der Kopf (Retikulierung erst 


unter 5ßfacher Vergrößerung wahrnehmbar), 3X breiter als lang, 


an der Basis am breitesten, Seiten stark gerundet, nach vorne ver- 


engt. Vorderwinkel rechteckig, kurz abgerundet, nicht vorsprin- 
gend, Hinterwinkel stumpfeckig. Basis ungerandet. Punktierung 
spärlich, viel stärker als auf dem Kopf (Vergrößerung 5—08X.). 

Flügeldecken noch stärker punktiert, stark glänzend, Punkte 
in dicht nebeneinander stehenden, wenig regelmäßigen Längs- 
reihen geordnet. Der breite, punktulierte Lateralintervall im er- 
sten Drittel von einer schrägen Punktreihe unterbrochen. Epipleu- 
ren konkav. Mitteltibien des 5 gebogen. 

Mit dem bolivianischen L. similis Bech. verwandt, aber die 
Mitteltibien des 5' gebogen, Fühler länger und der Vorderrand des 
Halsschildes in der Mitte nicht nach vorne ausgezogen. 


Nodonota exilis Erichson (nov. comb.) 


Eine Serie von fast 100 Exemplaren von Trinidad und Vene- 
zuela, welche Herr G. Frey gesammelt hat, bestätigt völlig meine 


frühere Ansicht (Ent. Arb. Mus. G. Frey 1, 1950, p. 217), daß N. 


tuberculata Lef. mit dieser Art konspezifisch ist. Der Typus von 
N. tuberculata (coll. Oberthür, Mus. Paris) ist ein fast schwarzes 
Exemplar; jedoch sind solche unter den metallisch bronzefarbigen 
nicht selten. Das Hauptunterscheidungsmerkmal der beiden geo- 
graphischen Rassen liegt in der Größe der Elytraltuberkeln beim 
Q: groß bei N. erilis tuberculata, klein bis fast undeutlich bei N. 
exilis s. str., welche in allen 3 Guianas und auf Trinidad (B. W.1.)t) 
verbreitet ist. 

Subsp. grita nev.: Halsschild mit fast geradlinig nach vorne 
konvergierenden Seiten. Beim 9 sind die 4 Elytraltuberkeln sehr 


5 XH. 1953 (G. & H. Frey); ibid. ı., 1903 (G. E. Fryant, British Museum); 
ibid.,. St. Augustine, 25. VI. 1935 (T. H. Khan, British Museum). 


Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 583 


gut markiert, und außerdem ist unmittelbar hinter dem Humeral- 
callus eine bis zur Mitte hinreichende Rippe ausgebildet. 

Venezuela: Encontrados — Boca d. R. la Grita, 18. VII. 1950 
(H. J. Mac Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam); Palo Grande — San 
Cristobal, 20. VII. 1930 (dtto); Valera — La Ceiba, 2. VII. 1930 
(dtto). 


Nodonota denticollis Jacoby 


R. Argentina, Santa Fe: Rio San Javier, Estancia la Noria, 
21. et 22. XII. 1911 (G. E. Bryant, British Museum). — Tucuman, 
Xi. 1905 (Vezenyi, Mus. Budapest). 


Nodonota bowditchi Bechyne 


Argentina, Tucuman: La Criolla, 1500 m, I. 1903 (G. A. Baer, 
coll. Clavareau, Mus. Paris); Tapia, 600 m, I11.—!V. 1903 (dtto): 
Famailla, San Pablo, 1. II. 1942 (F. Monrös); ibid., Quebrada de 
Lules, 1. et 6. 11. 1942 (dtto). — Salta: Goronel Moldes, I. 1945 
(dito); dto. Rosario de la Frontera: Alto el Muno, X11. 1942 (dtto); 
ibid., El Naranjo, Il. 1944 (dtto); dto. Orän, Tablillas, II. 1945 
(A. Martinez, coll. Monrös); Güemez, 20. Il. 1945 (Biraben, Mus. 
La Piata); Tartagal, 26. II. 1945 (dtto); Pampa Grande (Reimoser, 
Mus. Wien); El Carmen (dtto); Chicoana (dito); Zuviria (dtto); 
San Antonio (dtto). — Jujuy: Tilcara, II. 1944 (Biraben, Mus. La 
Plata); La Mendieta, 2. XII. 1939 (P. Denier, Mus. La Piata). 


Nodonota lefevrei Jacoby (nov. comb.) 


Die Beschreibung von N. lejevrei ist auf 99, die von N. bou- 
cardi Jac. auf 5'5' begründet. Die Färbung der Tibien und Tarsen 
ist variabel von rotbraun bis schwarz. Die Exemplare von Costa 
Rica haben einen matten, stärker punktierten Thorax (Nodonota 
lefevrei Jacoby s. str.), die von Guatemala und Mexico einen glän- 
zenderen und feiner punktierten (N. lefevrei boucardi Jac.). 

Costa Rica: Surrubres (Mus. G. Frey); San Jose (Mus. G. 
Frey); Volcan Orosi (dtto); La Caja (Reimoser, Mus. Wien); S. 
Isidro bei S. Jose (dtto); San Jose (dtto); Carpintera (dtto). 


Nodonota ehontalensis J acoby 


Costa Rica: Irazu (Reimoser, Mus. Wien); Carpintera (dtto); 
Dan Jose (Mus. G. Frey); Rio Reventazon (dtto); Turrialba (coll. 
Schild-Burgdorf, Mus. G. Frey). 


554 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Nodonota longicornis Bechyn& 


Trinidad (B. W.1.), XII. 1953 (G. & H. Frey). 


Nodonota nana Klug 


Paraguay: San Bernardino (Fiebrig, British Museum). 


Nodonota venustula Lefevre 


Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Nova Friburgo, 18. X. 1947 
(W. Wittmer, coll. Monr6s). — Espirito Santo (coll. Clavareau, 
Mus. Paris). — S. Paulo (dtto). 


Nodonota atra Harold 


Die zentral-amerikanischen Exemplare, welche Jacoby (Biol. 
Centr.-Amer. Col. VI, I, 1881, p. 119) zu dieser Art gestellt hat, 
weichen stark von der kolumbischen Stammform ab. Die Ver- 
wandtschaft läßt sich folgendermaßen übersehen: 


1 (2) Antennalcalli fehlend. Kopf gleichmäßig glänzend, zwi- 
schen den Augen gleichmäßig gewölbt, gleichmäßig nicht 
dicht punktiert. Körper schwarz, schwach metallisch 
schimmernd. Long. 7 + 3 mm, 992 + 4 mm. 5 

i Nodonota atra sp. geogr. 

. Eumähsfealkis in eine Rippe verlängert (beim 9 fast 
zur Mitte hinreichend, beim 5 kürzer), hinter der 
schwachen postbasalen Querdepression der Flügel- 
decken befindet sich ein Tuberkel (beim 5 sehr 
schwach, beim 2 größer). 

: ; Nodonota atra Bieldonta Bechyd 

ee 

Il. Humeralcalius der Flügeldecken normal, der Tuber- 
kel hinter der sehr schwachen postbasalen Depression 
nur beim 9 vorhanden. . Be N N > 

TEE Nodonota atra atra Harold 

Colombia. 

iil. Flügeldecken auch beim 9 ohne Tuberkel, Elytral- 
Bee sehr fein. ; ee 

: Nodonota ala adasaaata nov. 
Pan Yolcen de Chiriqui (Mus. G. Frey). — 

Costa Rica: San Isidro bei S. Jose (Reimoser, Mus. 

Wien); Hamburg-Farm bei Siquirres (dtto); Wa!d- 

eck-Farm bei Matina (dtto). 


Bechyne€: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 585 


2 (1) Antennalcalli groß, gewölbt. Kopf vorne viel matter und 
viel gröber punktiert als der Vertex, Stirn in der Mitte 
vertieft. Körper schwarz, oberseits stark metallisch blau, 
violett oder bronzebraun schimmernd. 

3 (4) Körper groß, 4—4,5 mm. Flügeldecken ohne Tuberkeln, 
die 2 oder 3 lateralen Intervalle schwach gewölbt, post- 
basale Depression merklich. Rn. ©; 

SE Er Nodonota virginia n. sp. 

Mexico: Jalapa (Höge, Mus. G. Frey). 

4 ( 3) Körper wesentlich kleiner, 2,5—3,5 mm, Flügeldecken des 

J mit einem unbestimmten Tuberkel hinter der sehr 

schwachen postbasalen Depression; dieser Tuberkel grö- 

ßer beim 9. 

Elytralintervalle hinten flach. Beim 9 haben die Elytren 

innen neben dem Humeralcallus 2 längliche Tuberkeln, 

dahinter liegt (auf den Intervallen 4—6) eine hohe Quer- 
leiste, noch weiter hinten (nahe der Mitte der Flügel- 
decken) auf dem 5. Intervall ein länglicher Tuberkel. In- 
tervalle 6, 7 und 8 vor der Mitte und der 9. hinter der 
Mitte rippenartig gewölbt. 


5 (6 


= 


ee Nodonota bebedera n. sp. 
Costa Rica: Bebedero (Reimoser, Mus. Wien; Tilarän 

(dtto); San Isidro bei S. Jose (dtto). 

Elytralintervalle hinten gewölbt. Die Flügeldecken des 9 

besitzen hinter der postbasalen Querdepression eine Tu- 

berkel und zuweilen auch einen anderen innen neben dem 

Humeralcallus. 


(op) 
FERIEN 
o1 
Du 


. Nodonota modesta (Lefevre) sp. geogr. 
Colombia. — Panamä. — Uosta Rica. — Guatemala. 


Nodonota modesta Lefevre (nov. comb.) 


Panamä: Colon, 28. I. et 1.—3. II. 1925 (G. Bateson, British 
Museum); ibid., XII. 1911 (Ujhelyi, Mus. Budapest). 

Nodonota parvula Jac. ist nur eine geographische Subspezies 
der vorliegenden Art, welche durch fast verloschene Punktierung 
des Halsschildes verschieden sei. Dies hat sich jedoch als ein varia- 
bles Merkmal gezeigt: bei 2 von den 13 untersuchten Exemplaren 
(bei welchen die Färbung bronzebraun, grün, blau oder violett ist) 
ist die Punktierung des Halsschildes ebenfalls sehr schwach. Die 
Form des Tuberkels neben dem Humeralecallus der Flügeldecken 
bei den 22 ist bei der subsp. parvula (aus Chiriqui) gut markiert, 


586 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


während er bei den Exemplaren von Colön fast völlig fehlt. Die 
Körperdimensionen beider Formen sind gleich: 75 2,5—3 mm, 
99 3—93,5 mm. 


Nodonota colonensis n. sp. 


Panama: Colon, 23. et 28. 1. 1925 (G. Bateson, British Museum). 

Long. + 2,5 mm. 

Metallisch bronzebraun mit einem grünlichen Schimmer, La- 
brum, Mundorgane, Palpen, Beine und die ganzen Fühler rotgelb. 
Körper oval, oberseits nur mäßig glänzend. 

Unter den verwandten Arten, weiche eine geminate Elytral- 
punktierung aufweisen, ist N. colonensis durch folgende Merk- 
male auffallend: Der Kopf ist sehr stark punktiert, die Seiten des 
Halsschildes, welcher an der Basis am breitesten ist, sind gerundet, 
und die Flügeldecken des 9 haben eine scharfe sublaterale Rippe, 
welche hinter dem Humeralcallus beginnt und vor der Spitze en- 
digt. und 4 Tuberkeln, wovon 2 an der Basis mit den Humeral- 
callus parallel (der innere ist viel schwächer emporgehoben als der 
äußere) und 2 hinter der postbasalen Depression; von den 2 letzt- 
genannten Tuberkeln befindet sich der innere hinter dem äußeren 
der Basis, und der äußere ist mehr dem Seitenrande genähert, hin- 
ter dem Humeralcallus gelegt. 


Nodonota mimas n. sp. 


Panama: Volcan de Chiriqui, 2500—4000 ft. (Champion, Mus. 
G. Frey). 

Von gleicher Form und gieicher Größe wie N. colonensis, 
auch die Färbung gleich, aber die Oberseite ist stark glänzend, 
Punktierung der Flügeldecken verworren (ohne wie bei N. colo- 
nensis in 8 geminaten Längsreihen geordnet), viel stärker, und die 
Flügeldecken des © besitzen keine sublaterale Rippe, nur 2 Tu- 
berkeln hinter der schwachen postbasalen Querdepression, quer 
gelegt, der äußere transversal. 


Nodonota ella n. sp. 


Venezuela, Est. Merida; La Playa dist. Jaji, Campo Ella, 
16. VIlI. 1938, 7500 ft. (J. Hanbury Tracey, British Museum). 

Long. 7 3 mm, 9 3,5 mm. 

Metallisch bronzebraun, Labrum, Mundorgane, Palpen, An- 
tennen (Endglieder leicht gebräunt) und Beine hell braungelb. 


Körper oval, Oberseite glänzend. 


| Be __ 


Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 587 


Kopf spärlich retikuliert (Vergrößerung 20x), die Retikulie- 


rung ist eigentlich so spärlich, daß die spärlich punktierte Ober- 


fläche glänzend bleibt. Antennalcalli groß, Augen stark heraus- 


_ gequollen. Fühler robust, die Mitte der Flügeldeceken erreichend, 


zur Spitze deutlich verdickt, jedes der Apikalglieder in der dista- 


len Hälfte gebräunt. 


Halsschild transversal, doppelt breiter als lang, herzförmig, 
nahe der Mitte am breitesten, Seiten schmal abgesetzt, nahe der 
Mitte gewellt, vor den rechtwinkeligen Hinterecken ausgeschweift. 
Vorderwinkel verdickt, seitlich zahnförmig heraustretend. Ober- 
fläche stark (Vergrößerung 6—10x) und ziemlich dicht punk- 
tiert, mit einer schwach gewölbten und fast glatten sublateralen 
Callosität. 

Flügeldecken breiter als das Halsschild, überall stark punk- 
tiert, Punktierung hinten in einfachen und regelmäßigen Längs- 
reihen geordnet mit gewölbten Intervallen. Postbasale Depression 
undeutlich. 

Jg. Fiügeldecken ohne 'Tuberkeln. Das 1. Glied der # vorderen 
Tarsen merklich erweitert. 

Q. Größer, Flügeldecken nach hinten spitz ausgezogen, mit 
einer schwachen sublateralen Längsrippe und 3 Tuberkeln hinter 
dem Basalcallus, welche sich in einem stärker punktierten Feld 
befinden. 

Diese Art gehört in die Gruppe der N. singularis Lef.; das 
herzförmig gebaute Halsschild und die Bildung der Eiytren des 9 


kommt aber bei keiner anderen Ärt dieser Gruppe wieder vor. 


Nodensta trichophora n. sp. 


Venezuela, Est. Merida: La Playa, distr. Jaji, Campo Ella, 
7500 ft., 16. VIll. 1955 (J. Hanbury Tracey, British Museum); 
Campo Eila, distr. Paramos de Tambor, 23. VIII 1938, 9400 ft. 
(dtto). 

Long. 5 3,5 mm, 99 + 4 mm. 

Metallisch bronzebraun mit einem purpurnen Schimmer, La- 
brum, Mundorgane, Palpen (das letzte Glied schwarz), Fühler und 
Beine rotgelb, jeder der Apikalglieder in der Distalhälfte schwärz- 
lich. Körper oval, Vorderkörper matt (Retikulierung unter 30fa- 
cher Vergrößerung sichtbar), Fiügeldecken glänzend. Die ganze 
Oberfläche ist spärlich silberweiß behaart. 

Kopf spärlich aber deutlich punktiert. Antennalcalli schwach 
gewölbt, Stirn in der Mitte eingedrückt. Augen vorgequollen, 


588 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


klein. Fühler robust, zur Spitze verdickt, die Mitte der Flügel- 
decken erreichend. 

Thorax mehr als doppelt so breit wie lang, nahe der Mitte 
am breitesten. Seiten schmal abgesetzt, nahe der Mitte winkelig 
erweitert, nach vorne stark geradlinig, nach hinten in konkaver 
Linie verengt. Vorderwinkel stumpf, Hinterwinkel spitzig, nach 
hinten verlängert. Oberfläche dicht und ziemlich stark punktiert 
(Vergrößerung 15—20x), vor dem nach vorne ausgezogenen Vor- 
derrand mit einer breiten, schwachen Querdepression versehen. 
Eine andere, + deutliche foveiforme Depression liegt jederseits an 
der Basis, Schildchen kahl und glänzend. 

Flügeldecken breiter als das Halsschild, hinter der Basis deut- 
lich eingedrückt. Punktierung dicht und unregelmäßig, hinten 
stärker, spärlicher und in regelmäßige Längsreihen geordnet, da- 
bei die 2 ersten Intervalle gewölbt. 

5. Kleiner, das 1. Glied der # vorderen Tarsen stark er- 
weitert. 

Q. Größer, Beine zarter, Humeralcallus nach hinten rippen- 
artig verlängert. 

Wegen der behaarten Oberseiten eine recht aberrante Nodo- 
nota-Art, welche aber ohne jeden Zweifel in die Gruppe der N. 
singularis zu stellen ist. 


Nodonota aurulenta Lefevre (nov. comb.) 


N. chrysicollis Weise (Ark. Zool. 14, no. 1, 1921, p. 31, nota 1) 
ist mit der vorliegenden Art identisch. Die von Weise angegebenen 
Differenzen der Elytralstruktur der 99 sind, kritisch betrachtet, 
auf einen typographischen Irrtum zurückzuführen. Ich habe auch 
die Exemplare der gleichen Provenienz (Perü: Rio Toro, coll. Mo- 
ser), welche Weise für seine Deskription benützte, gesehen. 

Die 92 dieser Art wurden von mir unter dem Namen Nodo- 
nota purpureosericea beschrieben (Ent. Arb. Mus. G. Frey 2, 1951, 
p- 274). 

Bolivia, La Paz: Chulumani, 30. III. 1931 (P. Denier, Mus. La 
Plata) Yanacachi, 28. III. 1931 (dtto); Coroico, XII. 1950 (A. Mar- 
tinez). 

Perü, Prov. Huallaga: Tocache, 800 m, X.—XI. 1900 (G. A. 
Baer, Coll. Clavareau, Mus. Paris); Chanchamayo (coli. Clavareau, 
Mus. Paris). 

Venezuela, 18556 (Dr. Moritz, Mus. Wien). 


Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 5859 


Nodonota weyrauchi n. sp. 

Perü: Cascas b. Trujillo, 1200 m, U. 1942 (Dr. W. Wey- 
rauch). 

Long. > 4 mm. 5 unbekannt. 

Kupferig bronzefarben, Labrum, Palpen, Antennen und Beine 
hell braungelb. Körper länglich, mäßig gewölbt. 

Kopf länglich, vorne matt, Vertex glänzend, stark punktiert, 
Punkte nicht zusammenfließend, am Vertex spärlicher als am Uly- | 
peus. Alle Furchen obsolet, Antennalcalli kaum angedeutet; hin- 
ter den Augen fehlen die zahnartigen Erweiterungen fast völlig. 
Fühler ziemlich robust, den Humeralcallus der Flügeldecken über- 
ragend, die 5 Apikalglieder merklich verdickt. 

Halsschild stark transversal, mehr als doppelt so breit wie 
lang, vor der Basis am breitesten, Seiten gerundet, ziemlich breit 
abgesetzt, nach vorne viel stärker als nach hinten verengt. Alle 
Winkel verdickt, die vorderen stumpfeckig, jedoch deutlich her- 
ausragend, die hinteren zahnförmig. Oberfläche schwach glänzend, 
so stark wie der Kopf, aber dichter punktiert, Punkte von ovaler 
Form, Intervalle punktuliert. Scutellum groß. 

Flügeldecken schwach glänzend, breiter als der Thorax, stär- 
ker punktiert, Punkte vorne in geminaten, hinten und an den Sei- 
ten in einfachen Längsreihen geordnet. Basalcallus groß mit 3 
kurzen, schwach gewölbten länglichen Erhabenheiten; dahinter 
folgt eine merkliche Querdepression, hinter welcher sich ein un- 
regelmäßiger Tuberkel befindet. Humeralcallus länglich, auf den 
7. Intervall in Form einer schrägen kurzen Rippe verlängert. Eine 
lange, bis kurz vor die Spitze hinreichende Längsrippe liegt auf 
dem 8. Intervall, der 9. Intervall ist nur vorne und hinten rippen- 
artig gewölbt, in der Mitte flach. Intervalle 5 und 6 sind nahe der 
Mitte leicht gewölbt. Suturalwinkel jeder Decke ist deutlich aus- 
gerandet, so daß hier 2 Spitzen zum Vorschein kommen. Vor dem 
Suturalwinkel befindet sich eine große, stark gewölbte Oallosität. 
Das letzte Abdominalsegment ohne Ausschnitt. 

Diese Art, welche in die Gruppe der N. aurulenta Lef. gehört, 
ist an der Bildung der Flügeldeckenspitze erkennbar. 


Nodonota laeta Lefevre 
Die Originalbeschreibung dieser Art betrifft nur 59. Beim 
Q sind die 2 lateralen Intervalle von der Mitte bis zur Spitze stark 
gewölbt, und die äußerste Spitze jeder Decke trägt eine kurze 
Mucro. 


590 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


Nodonota miribella Bechyne 


Bolivia: Coroico, Nor-Yungas (P. Denier, Mus. La Plata); So- 
rata, II. 1941 (W. Wittmer, British Museum); Gochabamba, 
2500 m, III. 1940 (dtto). 


Nodonota viıridis Jacoby 


Das © dieser Art wurde bisher noch nicht beschrieben. Da auf 
den gleichen Fundorten mehrere ähnliche Formen gleichzeitig vor- 
kommen, finde ich es instruktiver, diese Nachbeschreibung im 
Rahmen einer Bestimmungstabelle der verwandten Arten vorzu- 
legen. 


1 (8) Halsschild vor der Basis am breitesten, glänzender, die 
Randfurchen der Seiten und der Basis einen stumpfen 


Winkel bildend. 


2 (3) Vorderrand des Halsschildes nur halb so lang wie der 
Basalrand, Seiten schr stark gerundet, Vorderwinkel 
stumpfeckig, sehr kurz, nicht zahnförmig vorspringend. 
Bronzegrün bis bronzebraun, Fühler (zur Spitze + ange- 
dunkelt) und Beine hell, oberseits nur mäßig glänzend. 
Halsschild mit gemischten kleineren und größeren Punk- 
ten besetzt. Flügeldecken des 5 ohne postbasale Depres- 
sion mit einer punktfreien Stelle im ersten Drittel auf 
den Intervallen 5 und 6. Große Ärt, + 45 mm. 

Q. Der 5. Elytralintervall in der Hinterhälfte gewölbt, 
der 6. in Form eines Tuberkels hinter der schwachen psst- 
basalen Depression beginnend, dann der ganzen Länge 
nach wie der 5. rippenartig gewö!bt, die 3 folgenden In- 
tervalle der ganzen Länge nach gleichmäßig gewölbt. 

i £ Nodonota scheerpeltzi n. sp. 
ea Rica, Carpintera (Reimoser, Mus. Wien). 
Diese Art ist sehr ähnlich der N. hondurensis Jac., 

welche aber (ähnlich wie die N. acutangula Jac.) durch 
seitlich stark vorspringende Vorderwinkel des Halsschil- 
des ausgezeichnet ist. N. cretifera Lef. und N. lateralis 
Jac. sind im allgemeinen noch größer, die Elytralrippen 
der 292 sind anders gebildet, und die Punktierung der 
Flügeldecken der 57 ist völlig verworren. 

3 (2) Vorderrand des Halsschildes nur wenig schmäler als der 
Hinterrand. Körper kleiner. 


4 (5) Seiten des Halsschildes regelmäßig gerundet. Oberseite 


Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 591 


ci 


(#) 


6(7) 


metallisch grün (meistens 55) oder bronzefarbig (mei- 
stens 99), seltener purpur- oder kupferfarben, Fühler und 
Beine rotgelb. Long. 3—4 min. 

©. Flügeldecken vorne in unregelmäßig verdoppel- 
ten, hinten in einfachen Längsreihen punktiert, posthume- 
rale Querdepression tief. Der 5. Intervall nahe der Mitte 
mit einem kleinen Tuberkel versehen, auf dem 6. hinter 
der Mitte ein Längstuberkel, der 7. rippenartig gewölbt, 
aber nur in dem mittleren Drittel (Rippe hinter der post- 
basalen Depression beginnend, nahe dem Tuberkel des 6. 
Intervalles endigend), der 8. Intervall im Apikaldrittel, 
der 9. in der vorderen Hälfte gewölbt. Auf den Interval- 
" Querdepression, befindet sich 


len ! 
ein großer Quertuberkel. 
: ee viridis ee 
er Bier at (Reimoser, Mus. Wien); Carpintera 
(dtto); S. Isidro bei San Jose (dtto); Jimenez, penins. 
Osa (dtto); La Oaja (dtto). — Guatemala: La Conquista 
(Mus. G. Frey); Hacienda Teapiche (Riedel, Mus. G. Frey). 
Seiten des Haisschildes nahe der Basis parallel, dann plötz- 
lich (manchmal fast im Winkel) nach vorne verengt. Ober- 
seite bronzefarbig, Fühler und Beine hell. Flügeldecken 
des 2 ohne Tuberkel. 
Seiten des Halsschildes nur in dem Basalviertel parallel. 
Fiügeldecken länglich, ohne deutliche postbasale De- 
pression (diese nur durch eine verstärkte Punktierung an- 
gedeutet), Humeralcallus klein und flach, Punktreihen zur 
en leicht vertieft. Long. 3—4+ mm. 
Nodonota Te n. Sp. 
er Klee Sen Jose (Mus. G. Frey); Waldeck-Farm 
bei Matina (Reimoser, Mus. Wien). 


7 (6) Seiten des Halsschildes in der ganzen Basalhälfte parallel- 


laufend. 

Flügeldecken kurzoval, hinter dem stark emporgeho- 
benen Humeralcallus stark eingedrückt. Elytralintervalle 
völlig flach, Beine hell, Schenkel meist dunkel. Long. 3 
bis 3,5 mm (5° unbekannt, wahrscheinlich viel kleiner). 

A . Nodonota carpintera n. sp. 

Ce Bien: Carpintera (Reimoser, Mus. Wien); San 

Isidro bei San Jose (dtto). 


ö (1) Halsschild an der Basis am breitesten, nach vorne stark 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 36 


co 
Ne) 
ID 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gsg. Frey, Bd. 6, 1955 


verengt, die Randfurchen der Seiten und der Basis einen 
rechten oder einen scharfen Winkel bildend. 

Punktierung des Halsschildes aus gleichgroßen Punk- 
ten bestehend. Oberseite grün oder bronzefarbig, seltener 
kupferfarbig, Fühler und Beine hell braungelb. Long. 3 
bis + mm. 

Q. Elytralintervalle 5—9 rippenartig gewölbt, der 5. 
auch an der Basis, vor der tieferen postbasalen Depres- 
sion, der 4.—6b. hinter dieser Depression mit einem Quer- 
tuberkel versehen, so daß die Rippen der Intervalle 5 und 
6 erst hinter diesen Tuberkeln beginnen. a 

Nodonota irazuensis Ta 

er Be Tasa (Reimoser, Mus. Wien); S. Isidro 

bei San Jose (dtto); Carpintera (dtto); La Caja (dtto); San 
Jose (dtto); ibid. (Mus. G. Frey); Rio Reventazon (dtto). 


Nodonota wygodzinskyi Bechyne 


Argentina: Tucumän, XI. 1905 (Vezenyi, Mus. Budapest); 
Yerbabuena, VIII. et IX. 1905 (dtto). 


Nodocolaspis costipennis Lefevre (nov. comb.) 


Brasil: Bahia (coll. Fry, British Museum). 

Perü: Marcapata (Mus. Budapest). 

Colaspis elegans Jacoby stellt eine blaue Farbenvarietät der 
vorliegenden Art (als ab. coeruleoviolacea seinerzeit von mir be- 
bezeichnet) dar. Typus von €. elegans in British Museum. 

Subsp. cayennensis nov. — Viel kleiner als die Stammform 
(+ 45 mm), Flügeldecken so stark punktiert wie der Thorax (bei 
der Stammform wenigstens doppelt gröber als das Halsschild), mit 
flachen Intervallen, nur der laterale ist bei beiden Geschlechtern 
gewölbt und hinten mit der anteapikalen Callosität verbunden. Bei 
der typischen Rasse sind die Intervalle hinten gewölbt, und der 
laterale bildet beim 9 eine Längsrippe (welche beim 7 nicht aus- 
gebildet ist). N 

Guyane Fr.: Cayenne (coll. Fry, British Museum). — Br. Gui- 
ana: Upper Courantyne R., IX. 1935 (G. A. Hudson, British Mu- 


seum). 


Deuteronoda suturalis suturalis Lefevre 


Colombia: Sevilla, 31. VII. 1927 (George Salt, British Mu- 


seum\. 


Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 593 


Deuteronoda suturalis carmellita Bechyne 
Brasil, Est. Minas Gerais: Montes Qlaros (Vincart 1904—1905, 
coll. Clavareau, Mus. Paris). 


Deuteronoda foveolata Lefevre (nov. comb.) 
R. Argentina: Buenos Aires (d. Reitter, Mus. G. Frey). 
Eine als Colaspis beschriebene Art mit Merkmalen der Gat- 
tung Deuteronoda. Sie unterscheiden sich von den anderen con- 
generischen Arten durch die dicht quergerunzelten Seiten der Flä- 


geldecken. 


Deuteronoda celavipes elavinpes Bechvne 
pP pP a 


R. Argentina, Ohaco: Resistencia, X. 1935 (P. Denier, Mus. La 
Plata). 


Deuteronoda celavipes metallescens Bechyne 
Bolivia: Cochabamba, 2500 m, III. 1940 (W. Wittmer, British 
Museum); Banderani, 3900 m, 21. Il. 1940 (dtto). 


Taimbezinhia theobromae Bryant (nov. comb.) 


Diese Art wurde als eine Nodonota beschrieben; da aber der 
Vorderrand der Proepisternen nicht konkav, sondern konvex ist, 
muß sie in die Gattung Taimbezinhia gestellt sein. 

T. bucki Bech. hat eine gleichmäßig glänzende Oberseite, bei 
T. theobromae ist der Kopf matt (Retikulierung unter 30—40 fa- 
cher Vergrößerung gut erkennbar). 


Caudatomolpus heteroclitus Jacoby (nov. comb.) 


Ich habe diese als eine Colaspis beschriebene Art unter dem 


Namen ©. paradoxus veröffentlicht (Ent. Arb. Mus. G. Frey 4, 


1953, p. 50, Tab. 1.). 


Leprocolaspis perilampros Bechyn& (nov. comb.) 


Als Entomochirus, nach den 99 beschrieben. Die Hintertibien 
des 5' sind aber einfach gebildet, ohne den für die Gattung Ento- 
mochirus typischen lamelliförmigen Appendix auf der Unterseite, 
so daß diese Art zum Genus Leprocolaspis gestellt sein muß. 


Leprocolaspis suleogemmata Lefevre (nov. comb.) 


Diese als eine Colaspis beschriebene Art ist mit Leprocolaspis 
sulcata Lef. nahe verwandt. 


38* 


594 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


Eueampylochira distorta Bowditch (nov. comb.) 


Diese Art wurde von Bowditch als Podoxenus distortus, von 
mir als Bucampylochira discophora beschrieben. 


Agrosterna monrösi Bechyn& 


Argentina: Tueumän, XI. 1905 (Vecönyi, Mus. Budapest). 


Agrosterna kirschi Harold (nov. comb.) 


Das 5 dieser Art wurde später von Lefevre unter dem Namen 
Choris nucea, das © als Choris lateralis, ein oberseits lebhaft me- 
tallisch blaues 5’ als Choris coeruleat) beschrieben. Ich habe eine 
kleine Serie dieser Art vor Augen, die eine Variabilität in der 
Färbung der Oberseite (pechbraun bis metallisch bronzebraun, 
grün oder blau) und in der Größe (77 4,5—5,5 mm, 99 4—5 mm) 
aufweist. Die Typen Lefevre’s habe ich im Museum Paris (coll. 
Öberthur) gesehen. 


Agrosterna theobromae Bechyne 


Trinidad (B. W.1.), X. 1953 (G. & H. Frey). 


Lepronota festiva Harold 


Brasil, Est. 5. Paulo: Ribeiräo Preto, II. 1898 (E. Gounell, 
Mus. Paris). 


Lepronota rufoviolacea n. sp. 


Brasil: Bahia (Mus. G. Frey). 

Rotbraun mit einem schwachen metallisch violetten Schim- 
mer, Labrum, Fühler und Palpen gelb. Behaarung goldgelb, homo- 
gen auf dem Vorderkörper, fleckenartig verteilt auf den Flügel- 
decken. Von kurzovaler Gestalt. 

Durch die makelartige Flügeldeckenbehaarung ist diese Art 
mit /. tessulata Germ. verwandt, aber ohne dunkel bronzebraune 
bis bronzegrüne Grundfärbung und durch die folgenden essentiel- 
len Unterschiede zu trennen: 


L. tessulata: L. rufoviolacea: 
Long. 4—5 mm. Long. 5—5,5 mm. 
Oberseite seidenmatt. Oberseite stark glänzend. 


!} Von mir als Cephalaletes suspiciosa ab. cyanea bezeichnet. 


Bechyn@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 595 


Punktierung der Flügel- Punktierung der Eiytren 
decken verworren, nur hinten hinten und an den Seiten in re- 
neben der Naht mit 2—3Punkt- gelmäßigen Längsreihen geord- 
reihen. Intervalle uneben, z. T. net, die Intervalle rippenartig 
als Tuberkeln erscheinend. gewölbt (beim 9 stärker als 

beim 5’), der sublaterale beim 9 
als eine scharfe Rippe heraus- 


tretend. 
Vorderrand des Proster- Vorderrand des Proster- 
nums auch in der Mitte empor- nums nur an den Seiten empor- 
gehoben. gehoben. 


Lepronota morbillosa Chapuis (nov. comb.) 


Die 55 dieser Art wurden als L. variolosa von v. Harold be- 
schrieben. 


Isolepronota femorata Erichson 


Perü: Chanchamayo, 1000 m (coll. Clavareau, Mus. Paris). 


Isolepronota eircumdata Lefevre (nov. comb.) 


Diese Art wurde 1889 als ein Rhabdopterus von Lefevre be- 
schrieben und 1900 von Jacoby als /solepronota discoidalis ver- 
öffentlicht. /. discoidalis ab. exspectata Bech. ist mit der Stamm- 
form der /. eircumdata identisch (mit schwarzen Beinen; als ab. 
discoidalis Jac. dürfen die rotbeinigen Exemplare bezeichnet sein). 

Die Art ist im südlichen Brasil (Est. Sa. Catarina und Est 
Rio Grande do Sul) verbreitet. 


Hylax lateralis Germar (nov. comb.) 


Als Colaspis beschrieben. Bowditch 1921 (The Entomol. 5#, 
p- 25) vermutete, Colaspis lateralis Germ. sei mit Sıbotes ater Lef. 
identisch. Während die letztgenannte Art scharf heraustretende 
Vorderwinkel des Halsschildes und kleine Gestalt (4 mm) auf- 
weist, ist die Germar’sche Form wesentlich größer mit stumpf- 
winkeligen, nicht heraustretenden Vorderwinkeln des Thorax. Das 
sehr unähnliche 5 wurde von Lefevre als Teaspes lugubris, beide 
Geschlechter von mir als Agbalus zikani beschrieben. 

Sibotes ater (Typus ist ein 9 in der coll. Oberthur, Mus. Paris) 
ist höchstwahrscheinlich ebenfalls ein Hylar. 

Hylax lateralis Lef. ist mit der vorliegenden Art nicht kon- 
generisch. Eine, den heutigen nomenklatorischen Regeln nach zwar 


596 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


berechtigte Namensänderung ist völlig sinnlos, weil die Art Le- 
fevre’s (in meinem Rataloge der neotropischen Eumolpiden, p. 166, 
irrtümlich aus Guyana und Amazonas gemeldet) in die Gattung 
Parachalcoplacis als Synonym von P. plicipennis Germ. gestellt 
sein muß (vide subtus). 


Hylax viridis Bowditch 


Costa Rica: Turrialba (Mus. G. Frey); Volcan Orosi (dtto); 
Carpintera (Reimoser, Mus. Wien); La Caja (dtto); San Isidro bei 
S. Jose (dtto). — Guatemala: Panzos (Mus. G. Frey). 

Nach den hellbeinigen, oberseits metallisch grünen Stücken 
beschrieben. Dunkelbeinige Exemplare, bzw. oberseits goldgrüne, 
kupferige oder blaue kommen nicht selten vor. 


Hylax dilatipes Bowditch 
Paraguay: San Luis (Reimoser, Mus. Wien). 


Hylax calcaratus vianai Bechyne 


Paraguay: Asuneiön, 3. XI. 1904 (Vezenyi, Mus. Budapest). 

Argentina: Corrientes (coll. Berg, Mus. La Plata). — Formosa: 
Clorinda, XII. 1950 (A. Martinez). — Uhaco: Resistencia, XI. et 
X11. 1955 (P. Denier, Mus. La Plata); Puerto Vilelas, 10. XII. 1933 
(dtto). 


Hylax apoliodorus n. sp. 
Paraguay: Asuneiön, 27. II. 1904 (Vezenyi, Mus. Budapest). 


Long. + 4 mm. 

Metallisch bronzebraun, Fühler, Labrum, Mundorgane und 
Beine rotgelb. Kopf und Scutellum matt (Retikulierung unter 50- 
facher Vergrößerung sichtbar), Thorax und Flügeldecken stark 
glänzend. Körper langoval. 

c”. Kopf groß, in der Mitte und auf dem Clypeus deutlich 
(Vergrößerung 20x), an den Seiten spärlicher und feiner punk- 
tiert. Stirn fast 4X breiter als ein Augenquerdiameter, ohne Furche, 
Antennalcalli wenig gewölbt. Fühler robust, die Mitte der Flügel- 
decken nicht erreichend, zur Spitze deutlich verdickt, Glieder 3 
bis 5 fast gleichlang. 

Halsschild stark gewölbt, doppelt breiter als lang, in der Mitte 
am breitesten. Seiten stark gerundet, schmal abgesetzt, vor den 
nach außen zahnartig gerichteten Vorderwinkeln ausgeschweift, 
Hinterwinkel stumpfeckig. Basis gerandet. Oberfläche auf der 


Bechyn&@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 597 


Scheibe deutlich (Vergrößerung 20x) und nicht dieht punktiert, 
Punkte an der Seite dichter und von länglicher Form. 

Elytren kaum breiter als der Thorax, stark (Vergrößerung 
5x) in dicht gedrängten, hinten in weitläufig stehenden Längs- 
reihen punktiert, Naht hinter dem Schildchen erhöht, postbasale 
Depression deutlich. Elytropleuren breit, rinnenförmig. Beine ro- 
bust, das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen stark erweitert, Hinter- 
tibien auf der Innenseite im Apikalviertel mit einem kleinen Zahn 
versehen. 

Q. Kopf kleiner, Fühler und Beine zarter gebaut, Halsschild 
schmäler als die Flügeldecken, hinter der Mitte am breitesten. 
Elytren mit einem kräftigen Basalcallus, Humeralcallus scharf, 
länglich, daneben innen an der Basis eine kurze Längsrippe, hinter 
ihr eine bis zur Mitte reichende Längsrippe, neben welcher, dem 
Seitenrand näher, sich noch 2 längliche Tuberkeln befinden; in 
der Hinterhälfte sind die 2 lateralen Intervalle gewölbt (der innere 
als Fortsetzung der posthumeralen Rippe). Nahtwinkel nach hin- 
ten ausgezogen. 

Mit H. wygodzinskyi Bech. und H. bolivianus Jac. verwandt; 
von beiden beim 7’ durch den kurzen Dorn der Hintertibien, beim 
Q durch die Lage der Elytralrippen verschieden. 


Hylax dimidiatus Jacoby (nov. comb.) 


Perü: Marcapata (Mus. G. Frey). — Bolivia. — Ecuador. 

Diese als eine Antitypona (= Lamprosphaerus auct.) beschrie- 
bene Art ist mit Äylax plagiatus Lef. und H. analectus Bech. ver- 
wandt, durch die Färbung und Struktur verschieden. 


Hylax marcapatensis n. sp. 

Perü: Marcapata (Mus. Budapest). 

Long. 4,3—5 mm. 9' unbekannt. 

Metallisch blaugrün, Kopf, Halsschild und Scutellum rein 
grün, Flügeldecken violett mit einer breiten roten Querbinde an 
der Basis, welche zur Naht verschmälert ist, Fühler einfarbig hell 
braungelb. 

Mit H. plagiatus Lef. nahe verwandt, durch folgende Merk- 
male zu unterscheiden: Fühler einfarbig gelb, Basalcallus der Flü- 
geldecken deutlich punktiert (Vergrößerung 20x), Punktierung 
des Halsschildes aus rundlichen (nicht länglichen) spärlich zer- 
streuten Punkten bestehend. H. continuus Bech., welcher der vor- 
liegenden Art recht ähnlich ist, unterscheidet sich durch biecolore 


598 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Antennen, durch Mangel der postbasalen Elytraldepression, durch | 
nur angedeutete Interocularfurche, durch sehr dichte Punktierung 
des Halsschildes und durch punktulierte Elytralintervalle. 


Hylax auratus Olivier (nov. comb.) 


Eine Untersuchung großer Serien dieser Art bestätigt voll- 
kommen die Meinung Bowditch’s (The Entomol. 54, 1921, p. 192) 
über die systematische Position der Hermesia aurata Oliv., welche 
mit allen Merkmalen zur Gattung Hylax gestellt sein muß: 

l. Hintertibia des 5 verbreitert und + winkelig herausge- 
wölbt auf der Innenseite (bei den Exemplaren aus Boli- 
vien ist diese Dilatation und Angulation schwächer). 

ua Hylax auratus auratus Olivier 

Eilyaiı: — Brasil: Amazonas. — Peru. — Bolivia.t) 

Die Oberseite ist bald kupferig golden (f. typ. = suri- 
namensis Bech., Mitt. Münch. Ent. Ges. 40, 1950, p. 252), 
bald rein metallisch grün (ab. nitidissimus Er.), bald blau 
bis blauviolett (ab. cyaneoindutus Bech.). 

li. Hintertibia des 5’ weder verbreitert noch gewinkelt. 

Hylax auratus violaceus Jacoby?) 

Nicaragua. 

Die Form von Nicaragua ist oberseits violett oder 
blau. Eine kleine Serie von Exemplaren aus Costarica: 
Surrubres und Turialba (Mus. G. Frey, Mus. Paris, ete.) 
ist oberseits lebhaft metallisch grün, und die 22 sind et- 
was breiter gebaut und scheinen eine eigene jzese darzu- 
stellen (necessarius nov.). 


Hylax rugulosus Lefevre (nov. comb.) 


Ecuador: Mera (Mus. G. Frey); Santa Inez (P. Haentsch, Mus. 
G. Frey). 

Diese Art wurde als Ahabdopterus beschrieben, sie ist aber 
mit der vorhergehenden verwandt, eine ähnliche Bildung der 
Hintertibia des 5' wie MH. auratus auratus aufweisend. H. rugulosus 


') Peru: Rıo Huallaga, Tingo Maria, 700m, 1940 (Dr. W. Weyrauch); Chan- 
chamayo (A. Heyne, coll. Clavareau, Mus. Paris). — Suriname: Paramaribo (Mus. 


Budapest). 


*) Als Rhabdopterus beschrieben (Biol. Centr..-Amer. Col. VI. 1.1882, p. 151. - 
Hylax violaceus Jac. (1. c. p. 154, sub Corysthea) soll dann Hylax pseudoviola- 


ceus nom. nov. heißen. 


Bechyne@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 599 


unterscheidet sich leicht durch runzelige, auffallend grobe Thorax- 
punktierung und kleineren Körper: 5 4—5 mm, 99 5—6 mm. 


Iphimeies dives Germar (nov. comb.) 


Argentina, Misiones: Iguazüu (Mus. La Piata). 

Paraguay: Hohenau, Alto Paranä (coll. Richter, Mus. La Pla- 
ta); Asunei6n, 8. X. 1904 (Vezenyi, Mus. Budapest); Villarica, VII. 
1925 (coll. Denier, Mus. La Plata). 

Brasil, Est. Sa. Catarina: N. Teutonia (F. Plaumann, Mus. G. 
Frey; Inst. R. Sei. Nat. Belg., ete.). — Est. 5. Paulo: Jundiahy 
(Mus. Budapest). — Est. Minas Gerais: Mar de Hespanha, 29. X. 
1908 (J. F. Zikan, Mus. La Plata). — Est. Espirito Santo: Faz. Je- 
rusalem, 2. X. 1912 (dtto). 

Iphimeis rugicollis Lefevre ist das kleinere 5’ dieser Art, wel- 
ches nicht so stark emporgehobenen Humeralcallus und seichtere 
postbasale Depression auf den Flügeldecken aufweist. 


Parachalecoplacis elermonti Bechyne 


Brasil: 5. Paulo (Capt. King, British Museum). — Ärgentina, 
Santa Fe: Rio San Javier, Estancia la Noria, 6. XII. 1911 (G. E. 
Bryant, British Museum). 


Parachalcoplacis bryanti Bechyn@ (nov. comb.) 


Diese Art, welche ich als Rhabdopterus beschrieben habe, 


hört zur Gattung Parachalcoplacis, neben P. amazona Jac. 


O0- 


oO 


Parachalcoplaeis plieipennis Germar (nov. comb.) 


Brasil: S. Paulo (Capt. King, British Museum). 
Die 92 dieser Art wurden von Lefevre als Agbalus lateralis 
beschrieben. 


Parachalecoplaeis virescens Erichson (nov. comb.) 


Diese von mir in die Gattung Rhabdopterus gestellte guai- 
anische Art (mit der amazonischen Rasse semijulva Jac.) gehört ins 
Genus Parachalcoplacis, weil beim 5 die Tarsen nur sehr schwach 
erweitert, die Tibien gerade und die Beine so zart wie bei den 99 
gebaut sind. Die Art ist an den vor der Basis gewinkelten Seiten 
des Halsschildes zu erkennen. Eine geographische Rasse aus Peru 
mit ausgesprochen zahnförmig (vor der Basis) erweiterten Thorax- 
seiten und fein punktierter Oberseite wurde als Colaspis despecta 
von Lefevre beschrieben. 


600 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Perü: Satipo, 650 m, VII. 1940 (Dr. W. Weyrauch); Marca- 
pata (Mus. Budapest). 


Parachalcoplacis bicolor Jacoby (nov. comb.) 


Diese Art als Lamprosphaerus beschrieben und in der Gat- 
tung Antitypona katalogisiert, gehört in die NDR: der Parachal- 
coplacis anthrax Bech. 


Parachaleoplacis bimaculata Jacoby (nov. comb.) 


Als Lamprosphaerus beschrieben, in die Gattung Parachal- 
coplacis zur Gruppe der P. anthrax Bech. gehörend. 


Parachalcoplaeis suturalis Weise 


Suriname: Paramaribo (Mus. G. Frey). — Guyane fr.: Ca- 
yenne (coll. Glavareau, Mus. Paris). — Brasil, Est. Para: Benevides, 


11. 1895 (E. Gounelle, Mus. Paris). 


Parachalecoplaeis olivia n. sp. 


Brasil, Est. S. Paulo: Repreza Rio re Mun. S. Bernardo, 
X11. 1951 (B.. Pohl). 

Long. + #4 mm. 5 unbekannt. 

Bronzebraun, Oberseite mit einem starken kupferigen Schim- 
mer, Labrum, Palpen, Fühler (zur Spitze gebräunt) und Beine rot- 
gelb. Oberseite sehr stark glänzend. 

Mit P. fulgurans Klug schr nahe verwandt, von der gleichen 
Gestalt, aber kleiner, Flügeldecken ohne Rippen an den Seiten, 
Thorax dicht und stark punktiert mit einem kleinen, nach außen 
gerichteten Zähnchen auf den Vorderwinkeln, Kopf stark punk- 
tiert, Stirn schmäler, nur 2X breiter als ein Augenquerdiameter 
(3X breiter und spärlich punktiert bei P. fulgurans) und Beine 
rotgelb (schwarz mit metallisch ren Deinen Schenkeln bei P. 
Tulgurans). 

Alle 4 untersuchten Exemplare sind 92. 


Parachalcoplaeis ovatula Bechyn&@ 


Brasil: Rio de Janeiro (coll. Fry, British Museum). 


Parachaleoplaeis subunicolor Bechyne 


Brasil: Maranhäo, 11. 1952 (G. Bondar, British Museum); Per- 
nambuco (coll. Fry, British Museum); Para: Rio Acara, 1930 (E. 
Horväth, Mus. Budapest). 


Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 601 


Chalcophana glabrata Fabricius (nov. comb.) 


Diese Art wurde von Lefevre unter Corysthea eingereiht. Aile 
alten Sammlungen, die ich im Laufe der Zeit gesehen habe (Oli- 
vier, Silbermann, Klug, de Breme, Thomson, v. Mannheim, ete.), 
zeichnen sich durch eine Konfusion aus, welche auf nicht kon- 
spezifische Gleichbenennungen von Fabrieius und Olivier zurück- 
zuziehen ist. Bei Verfolgung der Ursache ist es notwendig, die da- 
maligen Unterscheidungsmerkmale der Gattungen Eumolpus und 
Colaspis in Betracht zu ziehen; Eumolpus zeichnete sich durch zur 
Spitze verdickte Antennen und durch verdickte Palpen aus, wäh- 
rend alle anderen Eumolpiden mit antagonischen Merkmalen als 
Colaspis betrachtet waren. Da es unter den damals bekannten Ar- 
ten auch schon solche gab, welche man wegen den schwach aus- 
geprägten Unterscheidungsmerkmalen ad liberum zu dieser oder 
jener Gattung zu stellen pflegte, war eine Konfusion unvermeid- 
lich. 

Die Type von Colaspis glabrata F. habe ich nicht gesehen. Die 
Exemplare aus den alten Sammlungen, welche ich vor die Augen 
bekam und welche unter diesem Namen bezeichnet waren,, gehör- 
ten zu Pygocolaspis olivieri Lef. (— Colaspis glabrata Olivier), 
Costalimaita ferruginea F., Colaspoides limbata F. (= Eumolpus 
glabratus F.) und 2 oder 3 Chalcophana-Arten. Mit Ausnahme 
einer einzigen Chalcophana-Art, welche bisher unter dem Namen 
Ch. ruficollis F. geführt war, weichen alle erwähnten Arten durch 
die Färbung ab. Fabricius schreibt außerdem: „Paulo minor Co- 
laspis erenata ... Caput et thorax laevia, nitidia. ...* Otilea cre- 
nata F. ist 65—10 mm lang. Es gibt eine Anzahl schwarzer Eumol- 
piden mit glattem Kopf und glattem (bzw. fein skulptiertem) 
Thorax, welche aber unter 5 mm lang sind. Von den größeren sind 
es außer der erwähnten Chalcophana nur noch einige /solepronota 
und Sibotes ater Lef., welche aber weder „antennae nigrae“ noch 
„elytra punetis parvis impressis substriata” auch cum granulo sa- 
lis aufweisen können. 


Chalcophana glabrata Fabricius 1801, Syst. Eleuth. I, p. 412 
(sub Colaspis). 
— Ühalcophana ruficollis ab. aeneipennis Germar 1824 


(sub Colaspis aeneipennis). 
Chalcophana ruficollis Fabricius 1801, 1. e. p. 442 (sub Eumol- 


pus) ist als eine Farbenvarietät zu der vorliegenden Art zu stellen. 


ER 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Chalcophana consobrina Harold (nov. comb.) 


Eine geographisch sehr variable Art. Die 92 von Rio de Ja- | 
neiro, Esp. Santo und dem angrenzenden Gebiet von Minas Gerais 
tragen keine Elytralrippen, und die Elytralpunktierung ist bei den | 
beiden Geschlechtern mehr verworren. In Santa Catarina und Rio 
Grande do Sul befinden sich auf jeder Flügeldecke beim 9 5—7 
+ deutliche Rippen; dadurch ist die Elytralpunktierung (auch 
beim 5‘) in unregelmäßig verdoppelten Längsreihen gestellt. Diese 
Rasse wurde von v. Harold als eigene Art unter dem Namen von 
Ch. limbalis beschrieben. In 5. Paulo (von Paranä liegen mir keine 
Exemplare vor) kommen beide Rassen vor, und ich habe auch aus- 
gesprochene Übergangsexemplare gesehen. Während alle diese 
Exemplare lebhaft metallisch grüne (sehr selten blaugrüne) Flü- 
geldecken aufweisen, kommt in Bahia!) eine eigene Form vor, 
welche außer den blauvioletten Flügeldecken noch durch schwach 
gerippte Flügeldecken beim 9 (jedoch nur 3—4 Rippen erkenn- 
bar), durch die fast einfarbig hellroten Beine und durch nahe der 
Mitte stark gewinkelte Seiten des Halsschildes ausgezeichnet ist 
(subsp. reed: nov.). 

Die 57 von Ch. consobrina sind in den meisten Sammlungen 
mit denen von Ch. viridipennis Germ. gemischt. Diese zwei Arten 
sind durch die folgenden Merkmale zu trennen: 


Ch. viridipennis : Ch. consobrina: 


Q. Basis der Flügeldecken 
ohne Rippen. 


9. Innen neben dem Hume- 
ralcallus befinden sich 


Basalrippen. 


kurze 


59. Humeralcallus hinten 
und innen von tiefen Eindrük- 
ken umgrenzt, einfach (von al- 
len Richtungen betrachtet). 


cQ9. Körper schlanker ge- 
baut, Seiten des Halsschildes 
regelmäßig gerundet. 


59. Die postbasalen Ein- 
drücke schwach, Humeralcallus 
hinten mit einem spiegelblan- 
ken Höckerchen versehen, wel- 
ches entweder von hinten oder 
schräg von oben gut erkenn- 
bar ist. 

59. Körper breiter gebaut, 
Seiten des Halsschildes nahe der 
Mitte meistens gewinkelt (die- 
ses Merkmal bei den 99 stärker 


ausgeprägt). 


') Bahia (Reed, coll. Fry. British Museum: Mus. G. Frey, ete.) 


Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 603 


Die Skulptur der Flügeldecken ist bei den beiden Ärten ver- 
änderlich (die Jo stets stärker punktiert). 


Chalcophana effulgens Erichson 


Perü: Chanchamayo (Mus. Budapest); Marcapata (dtto). 

Dies ist eine geographisch schr variable Art. Die 2 folgenden 
Rassen unterscheiden sich von den übrigen durch fast völlig re- 
duzierte Elytralrippen bei den 92. 

Subsp. moyabamba nov.: Punktierung der Flügeldecken so 
fein wie bei der Stammform, also hinter der Mitte unter i0facher 
Vergrößerung kaum erkennbar. 

Perü: Moyabamba (coll. Fry, Brit. Museum). 

Subsp. normandia nov.: Elytralpunktierung auch hinten stark, 
ohne Lupe erkennbar. 

Ecuador: Normandia (Mus. G. Frey); Macas (dtto); Rio Pes- 
cado, 1500 ft., 17. V. 1922 (G. H. Tate, British Museum). — 5 wei- 
tere Exemplare (aus dem Brit. Museum) dieser Rasse sind bezet- 


telt: Paraguay: Sapucay (G. Morewood). 


Chalcophana paramba n. sp. 


Ecuador: Paramba, 3500 ft., IH. et IV. 1897, dry season (Ro- 
senberg, coll. Fry, British Museum). 

Long. 57' 6,5— 7 mm, 99 8—8,5 mm. 

Rotgelb, die mittleren Fühlerglieder angedunkelt, Flügel- 
decken lebhaft metallisch grün, Epipleuren und eine große Apikal- 
makel rotgelb. Körper breit cuneiform, oberseits glänzend. 

Kopf spärlich und fein punktiert, Stirn so breit wie ein Auge 
lang ist, in der Mitte eingedrückt. Fühler bei beiden Geschlechtern 
zart gebaut. 

Halsschild nahe der Mitte am breitesten, stark transversal, 
Seiten gerundet. Oberseite mit einzelnen gröberen Punkten be- 
setzt. Basis jederseits von einer Reihe kräftiger Punkte (Vergrö- 
Berung 2—3xX) gerandet. Alle Winkel verdickt und proeminent. 

Flügeldecken sehr grob (an den Seiten ohne Lupe sichtbar) 
in Doppelreihen punktiert, postbasale und juxtahumerale (an der 
Innenseite des Humeralcallus) Depression tief. 

J. Tarsen robust, die 4 vorderen so lang wie die Tibien. Flü- 
geldecken ohne Rippen. 

Q. Stirn relativ breiter (genauer: Augen kleiner), Flügel- 
decken an den Seiten mit 5 Rippen versehen, die 2 ersten schwä- 


604 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


cher, aber auch an der Basis deutlich. Diese Rippen erreichen nicht " 


die gelbe Spitze. 
Eine Art aus der Gruppe der Ch. efjulgens, welche durch die 


N 


starke Punktierung der Flügeldecken und vor allem der Basal- 


furche nebst einer auffallenden Färbung ausgezeichnet ist. 


Chalcophana vilcanota n. sp. 

Perü: Vilcanota (Mus. G. Frey). 

Long. 7,5 mm. 5 unbekannt. 

Rotbraun, Tarsen und Antennite 5—11 schwarz, Elytren leb- 
haft metallisch grün, Epipleuren und Seitenrand rotbraun. Kör- 
per länglich, Oberseite glänzend. 

Kopf dicht punktiert, Clypeus vorne glatt. Stirn 1,5X breiter 
als ein Augenquerdiameter. Halsschild doppelt breiter als lang, 
Seiten in der Basalhälfte parallel, dann winkelig nach vorne ver- 
engt. Oberfläche sehr spärlich punktiert, dazwischen fein punk- 
tuliert. 

Elytren sehr grob (ohne Lupe gut sichtbar) in geminaten 
Längsreihen punktiert, postbasaler Eindruck tief. Der 4. Intervall 
an der Basis eine fast so hohe Rippe wie der Humeralcallus bil- 
dend. Hinter der postbasalen Depression befinden sich 3 kurze 
Rippen auf den Intervallen 4—6, welche in Tuberkeln unterbro- 
chen sind, Intervalle 7—8 vorne scharf rippenförmig erhaben, 
nahe der Mitte fast völlig abgeflacht, hinten wieder (namentlich 
der 8. Intervall) gewölbt. Die äußerste Spitze in eine Mucro aus- 
gezogen. 

Der Gruppe der Ch. effulgens gehörend, durch die gewinkel- 
ten Seiten des Thorax der Ch. noctivaga Bech. und Ch. dominula 
ähnlich, jedoch durch die abweichende Bildung der Elytralrippen 


verschieden. 


Chalcophana bryanti n. sp. 


Ecuador: Macas (Mus. G. Frey); Ecuador, ohne nähere An- 
gaben (coll. Fry et coll. Baly, British Museum). 

Long. 55’ 5—6 mm, 99 6—6,5 mm. 

Rotbraun, Fühler heller, Flügeidecken lebhaft metallisch 
grün, kupferig oder violett, Seiten und Spitze rötlich. Glänzend. 

Diese kleine Art aus der Gruppe der Ch. effulgens unterschei- 
det sich von allen anderen mit regelmäßig gerundeten Halsschild- 
seiten durch die folgenden Hauptmerkmale auf den Flügeldecken: 
die Punktierung ist stark, ohne Lupe erkennbar, der Suturalinter- 


Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 605 


vall ist bei den beiden Geschlechtern gewölbt, die postbasale Quer- 
depression sehr schwach, und beim 9 sind alle Intervalle in der 
hinteren Hälfte gewölbt. Vorderkörper fast glatt, Fühler lang, gra- 
zil bei beiden Geschlechtern. 

Die hinten gewölbten Intervalle der Flügeldecken beim 9 wie- 
derholen sich bei keiner bisher bekannten andinen Chalcophana- 
Art mehr. Durch dieses Merkmal erinnert Ch. bryanti an diverse 
Vertreter der Gattung Rhabdopterus, aber die Form des Ster- 
nums weist ohne den geringsten Zweifel an das Genus Chalcophana 
hin. 


Chalcophana seminigra Harold 


Perü: Marcapata (Mus. Budapest). 


Chalcophana jacobyi Baly 


Perü: Pozuzu (Muz. Budapest); Huacapistana, 1800 m, Valle 
Chanchamayo, 1. V1l. 1941 (Dr. W. Weyrauch). 


Chalcophana illustris Erichson (nov. comb.) 


Peru: Marcapata (Mus. Budapest); Chanchamayo (dtto). 

Eine Varietät, welche eine metallisch blaue, in der Mitte von 
einer rotgelben Querbinde geteilte Scheibe der Flügeldecken auf- 
weist, wurde von Jacoby als Chalcophana unifasciata beschrieben. 


Chalcophana buckleyi Jacoby (nov. comb.) 


Perü: Marcapata (Mus. G. Frey; Mus. Budapest); Rio Hualla- 
ga, Tingo Maria, 700 m, 1940 (Dr. W. Weyrauch); Callanga (Mus. 
Paris). — Bolivia: Caranavi, V. 1931 (P. Denier, Mus. La Plata). 

Die Type dieser Art ist auf sehr selten vorkommende Exem- 
plare begründet (Flügeldecken violett, der Seiten- und Apikal- 
saum gelb). Eine Varietät mit einer gelben Querbinde in der Mitte 
der Flügeldecken wurde von mir als Chalcophana weyrauchi be- 
schrieben. 


Chalcophana nodulosa n. sp. 


Mexico (C. Höge, Mus. G. Frey). 

Long. 3’ 5,5 mm, 99 6,5—7 mm. 

Rotgelb, Antennite 5—11, Spitze der Tibien und Tarsen 
schwarz, Flügeldecken lebhaft metallisch grün, blau überflogen. 
Seiten- und Apikalrand und eine rhomboidale Querbinde in der 
Mitte rotgelb. Oberseite stark glänzend. 


606 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Durch die Rippenbildung der 99 steht diese neue Ärt der Ch. 
defpressa Jac. sehr nahe, sie ist aber kleiner, dorsal nicht so stark 
abgeflacht, Kopf und Halsschild sehr spärlich und grob punktiert, 
Elytralintervalle hinten ganz flach, die Flügeldecken erreichen 
ihre gröfste Länge dicht am Suturalwinkel, nicht einzeln abge- 
rundet, und die scharfe Rippe liegt auf der Oberseite des Hu- 
meralcallus (nicht auf der extremen Außenseite wie bei Ch. 
depressa. welche außerdem im Apikaldrittel gewölbte Elytralinter- 
valie besitzt). Das 7 ist kleiner, ohne Elytralrippen. 


Chalcophana erichsoni Jacoby 

Peru: Vilcanota (Mus. G. Frey). 

Das bisher unbekannte 5 dieser Art ist kleiner (8,5 mm), 1. 
Glied der 4 vorderen Tarsen stark erweitert, Fühler 3/, der Flügel- 
decken erreichend, nicht dieker als beim 9, das letzte Abdominal- 
segment in der Mitte quer eingedrückt, am Hinterrande geradlinig 
abgestutzt, und die Eiytralrippen sind nur angedeutet. 


Das Halsschild bei dieser Art ist manchmal rötlich. 


Chalcophana trinidadensis n. sp. 


Trinidad (B. W.1.), X11. 1953 (G. & H. Frey). 


Long. 7 mm. 7’ unbekannt. 


Rotgelb, Flügeldecken mit einem schwachen metallisch grü- 
nen Schimmer, Antennite 4—11 schwarz, Distalhälfte der Tibien 
und Tarsen blauschwarz. Körper breitoval, gewölbt, glänzend, 
Frügeldecken matter (Retikulierung unter 50facher Vergrößerung 
erkennbar). 

Durch das glatte unpunktierte Halsschild ist diese Art mit 
der zentral-amerikanischen Ch. porcaticolor Bech. am nächsten 
verwandt, aber die Färbung ist anders, und die Flügeldecken sind 
sehr fein punktiert (Vergrößerung 20—30x) mit 3 schwachen 
Längsrippen an den Seiten. Bei Ch. porcaticolor ist die Punktie- 
rung und die Rippenbildung der Flügeldecken ehne Lupe erkenn- 
bar. Beide Arten haben einen hohen Basalcallus und eine tiefe 
posthbasale Depression auf den Flügeldecken. 


Chalcophana calligans Bech. 
Peru: Callanga (coll. Clavareau, Mus. Paris); Vilcanota (dtto). 


Die Fiügeldecken sind manchmal metallisch blau bis blau- 
violett (ab. erspectata). 


Bechyn@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 607 


Chalcophana peruana Harold 
Perü: Marcapata (Mus. Budapest). 


Chalcophana punensis n. sp. 


Perü: Puno (Mus. G. Frey). 

Long. 5 + 5,5 mm, 92 + 6,5 mm. 

Rotbraun, Spitze der Mandibeln, Antennite 4—9 oder 4—10 
und das 3. Tarsit schwarz, Abdomen metallisch violett, Flügel- 
decken rot mit einem sehr starken Bronzeschimmer, Epipleuren 
rot, ohne Metallschein. 

Durch die nahe der Mitte deutlich gewinkelten Thoraxseiten 
ist diese Art am nächsten mit Ch. noctivaga Bech. und Ch. domi- 
nula Bech. verwandt. Sie unterscheidet sich von beiden außer der 
Färbung, durch sehr deutlich markierte Elytralrippen des 9, wo- 
von die erste auf dem Humeralcallus beginnt und schräg nach 
innen gerichtet ist, die 2 anderen näher den Seiten gelegen erst 
hinter dem Humeralcallus beginnen. Alle 3 Rippen reichen nur 
bis zur Mitte der Flügeldecken, nur die äußerste ist noch einmal 
in der Hinterhälfte stark aufgewölbt. Der Nahtwinkel bei den 
beiden Geschlechtern ist in eine kurze Spitze ausgezogen (bei den 
verglichenen Arten einfach abgerundet). Das 1. Glied der 4 vor- 
deren Tarsen des 5 ist stark erweitert, gerundet, nur eine Spur 
länger als breit. 

Subsp. forteseulpta nov. — Oberseite lebhafter metallisch ge- 
färbt, Vorderkörper sehr stark skulptiert, Lateralangulation des 
Halsschildes nicht so stark ausgeprägt, viel größer, 2 8 mm (5 
unbekannt). 


Perü, Guzco: Machupiechu, 2100 m (Dr. W. Weyrauch). 


Chalcophana palumbina Erichson 


Perü: Gallanga (Mus. Budapest); Marcapata (dtto). 


Chalcophana sabanilla n. sp. 


Colombia: Sabanilla (Mus. G. Frey). 

Long. 10 mm. 5 unbekannt. 

Rotbraun, mittlere Antennite und Mandibelspitze angedun- 
kelt, Kopf und Thorax mit einem dunklen Bronzeschimmer, Flü- 
geldecken lebhaft metallisch grün, Elytropleuren, Epipleuren und 
die Naht hinten rot. Körper euneiform, oberseits glänzend. 

Kopf deutlich (Vergrößerung 10x), Clypeus sehr fein punk- 
tiert. Antennalcalli groß, einander berührend, glatt. Stirn 1,5x 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2, 1955 39 


608 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 
g y 


breiter als ein Augenquerdiameter, mit einem Längseindruck in | 
der Mitte. Fühler robust, die Mitte der Elytren erreichend, das 4 


Glied so lang wie das 2. und das 3. zusammengenommen. 


Halsschild an der Basis am breitesten, doppelt breiter als 
lang, Seiten zuerst allmählich, ab Mitte stark nach vorne gerundet- 
verengt. Oberfläche spärlich flach punktiert, Vorderwinkel nach 
vorne ausgezogen, Seiten vor den rechtwinkeligen Hinterecken 
schwach aber deutlich ausgeschweift. 

Elytren breiter als das Halsschild, vorne stark, hinten fein 
(Vergrößerung 20—30x) punktiert, postbasale Querdepression 
tief. Humeralcallus in eine scharfe bis vor die Mitte hinauslaufende 
Längsrippe ausgezogen, daneben gegen die Seiten eine andere 
Rippe, welche vorne schwach, hinter der Mitte hoch emporsteigt. 
Suturalwinkel in eine mächtige dornartige Spitze ausgezogen. Ab- 
demen in der Mitte glänzend, an den Seiten matt. 

Von den zahlreichen gleichgefärbten und -förmigen Arten ist 
die vorliegende an der großen Mucro des Elytralnahtwinkels ohne 
weiteres zu erkennen. 


Lamprophaes sumptuosa Fabricius 


Perü, Rio Huallaga: Tingo Maria, 700 m, VIII. 1940 (Dr. W. 
Weyrauch); Marcapata (Mus. Budapest). — Brasil, Est. Para: San- 
tarem, 111. 1924 (H. C. Boy, Inst. Ecol. Expt. Agric., Rio de Ja- 
neiro). 

Es besteht kaum ein Zweifel, daß sich L. gemma Perty auf 
diese Fabrieius’sche Art bezieht. 


Otilea balzapamba n. sp. 
Eeuador: Balzapamba (Mus. G. Frey). 


Long. 7 mm. 9’ unbekannt. 


Lebhaft metallisch bronzefarbig mit einem starken kupferi- 
gen Schimmer, Tarsen blau, Palpen und Antennen hell braungelb, 
Antennite 6, 7 und 11 als auch das Labrum dunkler braun. Läng- 
lich eiförmig, glänzend, Abdomen matter. 


Kopf stark, aber nicht dicht, nicht zusammenfließend punk- 
tiert. Alle Furchen deutlich, in der Mitte der Stirn zusammenlau- 
fend, diese weniger als doppelt so breit wie ein Augenquerdiame- 
ter. Antennalcalli sehr groß, aber nur schwach gewölbt. Fühler 
dünn, die Mitte der Flügeldecken erreichend, Glieder 3 und 4 fast 
gleichlang, das 5. länger, das 2. halb so lang wie das 3. 


Bechyn&@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 609 


Halsschild stark transversal, mehr als doppelt so breit wie 
lang, nahe der Mitte am breitesten. Seiten ziemlich breit abge- 
setzt, nahe der Mitte mit 2 kräftigen Zähnen versehen, nach vorne 
stärker als nach hinten verengt. Alle Winkel dentiform, scharf- 
eckig, herausragend. Oberfläche feiner und spärlicher als der Kopf 
punktiert, Punktierung gegen die Basis und gegen die Seiten un- 
deutlich, Intervalle fein punktuliert. 

Flügeldecken spärlich, aber viel stärker als der Kopf, vorne 
in verdoppeiten, hinten in einfachen Längsreihen punktiert, Inter- 
valle weitläufig punktuliert, flach, der vorletzte hinten rippen- 
artig gewölbt. Postbasale Querdepression sehr deutlich, Sutural- 
winkel kurz abgerundet. Intercoxalpiatte des Prosternums spär- 
lich und lang behaart, fein punktiert, hinten in 2 kurze Spitzen 
ausgezogen. Prostethium vorne und hinten mit einigen großen 
Punkten besetzt. Intercoxalplatte des Mesosternums spärlich be- 
haart, mäßig gewölbt. Das letzte Abdominalsegment in der Mitte 
des Hinterrandes halbkreisförmig ausgeschnitten, der ganzen 
Länge nach gezähnelt, der Ausschnitt in der Mitte mit einem gro- 
ßen Zahn versehen. Tibien gefurcht, die 4 vorderen leicht ge- 
bogen. 

Habituell erinnert diese Art an die Vertreter der Gattung 
khabdopterus, von welchen sie sich durch die charakteristische 
Form des Hinterrandes der Intercoxalplatte des Prosternums un- 
terscheidet. Die Behaarung und feine Skulptur dieses Körperteiles 
wiederholt sich bei keiner anderen Otilea-Art mehr. 


Otilea tarsata Jacoby 
Perü: Chanchamayo (Mus. G. Frey); Marcapata (dtto). 


Otilea erenata Fabricius 


Suriname: Paramaribo, Cultuurtuin, 21. I. et 4. II. 1951 (D. 
Piet, Zool. Mus. Amsterdam). 


Corysthea funesta Baly (nov. comb.) 


C. subaenea Weise (mit der subsp. continentalis Bech.) sind 
nur geographische Rassen der vorliegenden Art, welche sich durch 
die am Hinterrand nur sehr schwach ausgerandete Intercoxalplatte 
des Prosternums unterscheiden. Als Hauptmerkmal dieser Art sind 
die rippenartig erhabenen Lateralintervalle in der Hinterhälfte der 


Flügeldecken bei den 22. 


39* 


61 0 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


C. junesta funesta Baly: Brasil: Pernambuco (eoll. Fry, Bri- 
tish Museum). — Est. Parä: Santarem (Mus. G. Frey). | 

C. funesta continentalis Bech.: Suriname: Paramaribo (Mus. 
Budapest). 

©. funesta vogli nov. subsp.: Diese Rasse ist durch die starke 
Punktierung (unter Sfacher Vergrößerung gut sichtbar) des Tho- 
rax und der Flügeldecken ausgezeichnet. 

Venezuela: Rancho Grande (P. Vogl, Zool. Staatssammlung 
in München). 


Therses nigricollis Jacoby (nov. comb.) 


Euphrytus varipennis Jac. ist nur eine Farbenvarietät (mit ro- 
tem Vorderkörper) der Th. nigricollis. Das 5 dieser sehr inter- 
essanten Art hat das Halsschild viel breiter als die Flügeldecken 
und das 1. Glied der #4 vorderen Tarsen sehr stark erweitert. Beim 
Q ist das Halsschild so breit wie die Flügeldecken, die Beine sind 
zarter gebaut und die Zwischenräume der unregelmäßig verdop- 
pelten Punktreihen auf den Flügeldecken sind deutlich gewölbt. 
Die Klauen sind beim 9 weniger deutlich bifid als beim J'. 


Therses guatemalensis n. Sp. 


Guatemala (Mus. G. Frey). 

Long. 4,5—5 mm. 

Pechbraun, Vorderkörper und Beine (Tarsen und Spitze der 
Tibien ausgenommen) zuweilen, Labrum, Mundorgane und Füh- 
lerbasis stets hell rotbraun, Flügeldecken metallisch grün mit 
einem Kupferschimmer. 

Mit Th. nigricollis Jac. übereinstimmend; beim 5 ist aber das 
Halsschild nicht auffallend erweitert, und die Hintertibien sind 
komplizierter gebaut: die untere Außenkante ist im Apikaldrittel 
lamellartig erweitert, die Unterseite der Tibien daneben ausge- 
höhlt, vor der Aushöhlung (also nahe der Mitte der Tibien) befin- 
det sich aber noch eine zusätzliche scharfe Kante. Beim 2 sind die 
Elytralintervalle flach (bei Th. nigricollis deutlich gewölbt). 
Klauen bei beiden Geschlechtern bifid. 


Euphrytus rugipennis Jacoby (nov. comb.) 


Diese Art, in der Gattung Coytiera beschrieben, gehört zum 
Genus Euphrytus. Sie ist durch weit nach vorne verlängerten An- 
tennalcalli, welche seitlich den Clypeus begrenzen, ausgezeichnet. 


Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 611 


Allocolaspis sericea Jacoby (nov. comb.) 


Colombia: Baranguilla, 1897 (Mus. G. Frey). 

Als ein Alethaxius beschrieben, aber mit Allocolaspis hallı 
Bech., A. insidiosa Lef. und A. taylorı Bech. verwandt. Sie unter- 
scheidet sich von den 3 erwähnten Arten durch den sehr deutlich 
behaarten Vorderkörper. 


Allocolaspis halli Bechyne 


Suriname: Paramaribo, Cultuurtuin, 24. 1. 1951 (D. Piet, Zool. 
Mus. Amsterdam). 


Coytiera (Campylochira) peetoralis Lefevre 
Brasil, Est. S. Paulo: Alto da Serra, 9. I1l. 1912 (G. E. Bryant, 


British Museum). 


Coytiera (s. str.) hayekaeana n. sp. 


Ecuador: Cachabe, low c., XI. et XII. 1896 (Rosenberg, coll. 
Fry, British Museum). 

Long. 8—9 mm. 

Lebhaft metallisch grün, Qlypeus vorne, Labrum, Palpen, 
Fühler, Beine, das letzte Abdominalsegment und eine Mehrzahl der 
Suturen auf der Unterseite des stark glänzenden länglichen Kör- 
pers gelb, Flügeldecken mit einem breiten juxtamarginalen feu- 
erig kupferroten Saum. 

Kopf spärlich, gemischt grob und fein punktiert. Stirn breiter 
als ein Augenquerdiameter, in der Mitte tief eingedrückt, Augen- 
furchen deutlich, Antennalcalli nicht hochgewölbt, aber deutlich 
umgrenzt. Fühler zart gebaut. 

Halsschild schwach transversal, an der Basis am breitesten, 
Seiten gerundet, nach vorne verengt. Alle Winkel verdickt, zahn- 
förmig, die vorderen nach vorne gerichtet. Basis fein gerandet. 
Oberfläche ziemlich spärlich grob punktiert, Punkte ohne Lupe 
sichtbar. 

Eiytren noch stärker, vorne verworren, an den Seiten und 
hinten gereiht punktiert, Intervalle nur hinten gewölbt, Seitenrän- 
der, von oben betrachtet, nicht gleichzeitig zum Vorschein kom- 
mend, weil die Wölbung als zylindrisch zu bezeichnen ist. Inter- 
coxalplatte des Pro- und Mesosternums breit, völlig abgeflacht, 
rauh weißlich behaart, die des Prosternums mit stark konkavem 
Hinterrand, ähnlich wie bei den Chalcophana-Arten. 


612 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


og. Das 1. Glied der # vorderen Tarsen stark erweitert, die? 
vorderen Tibien im distalen Fünftel merklich nach innen gebogen. 
Das letzte Sternit hinten abgestutzt, in der Mitte nahe dem Hinter- 
rande tief quer eingedrückt. | 

Oo. Größer, Beine zart gebaut, alle Tibien gerade. Das 5. Ab- j 
dominalsegment in der Mitte mit einer tiefen dreieckigen Grube 
versehen (Basis dieses Dreiecks mit der Basis des Sternites paral- 
lei), Hinterrand in der Mitte viereckig tief ausgeschnitten, der Ein- 
schnitt in der Mitte einen kräftigen Zahn aufweisend. 


Die erste andine Coytiera-Art, durch die auffallende Färbung 


und Bildung der sternalen Intercoxalplatten ausgezeichnet. 


Coytiera (s. str.) erythropus F.efevre (nov. comb.) 


Brasil: Bahia (Mus. G. Frey); Espirito Santo (dtto). 

Als Iphimeis beschrieben, aber in Wirklichkeit mit Coytiera 
grandis Bech. und C. nobilitata Lef. nahe verwandt, durch breiten 
Körper und ungezähnten Halsschildseiten ausgezeichnet. 


Promecosoma venezuelanum n. SP. 


Venezuela, Est. Aragua: Rancho Grande, V. 1935 (P. Vogl, 
Zool. Staatssammlung in München). 

Long. 6,5—7 mm. 5 unbekannt. 

Pechbraun mit einem starken Bronzeglanz, Fühler, Labrum 
und Beine gelb, Tarsen und Sternum angedunkeit. Körper länglich, 
matt, Retikulierung unter 40facher Vergrößerung sichtbar. Kopf 
und Thorax spärlich behaart. 

Kopf deutlich (Vergrößerung 26mal) und spärlich, Glypeus 
dichter punktiert, von der Stirn nicht getrennt. Antennalcalli flach, 
glatt und glänzend. Fühler die Mitte der Fiügeldecken erreichend, 
zart, zur ua nur sehr schwach verdickt, das 3. Glied 2mal län- 
ger als das 2., jedes der folgenden ungefähr so lang wie das 9. 

Thorax mehr als doppelt so breit wie lang, im hinteren Drittel 
am breitesten, Seiten breit abgesetzt, stark gerundet, nach vorne 
mehr als nach hinten verengt. Alle Winkel kurz abgerundet, die 
vorderen rechteckig, die hinteren aus der Rundung kaum her- 
austretend. Basis gerandet. Oberfläche spärlich, mit feinen (Ver- 
srößerung 30—40 mal) am Grunde metallisch grünen Punkten be- 
setzt. 

Elytren grob (Vergrößerung 2—3mal) verworren punktiert, 
Punkte nur gegen die Spitze in Längsreihen geordnet. Humeral- 
callus in Form einer scharfen Rippe bis zum Apex herausgezogen, 


Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 613 


_ daneben (gegen die Seitenränder) noch ein schwach gewölbter In- 
_ tervall. Epipleuren sehr schmal, Nahtwinkel in eine kurze Mucro 
ausgezogen. Prostethium punktiert. 

Die uniform düster braune metallisch schiminernde Oberseite, 
die Form des Halsschildes und der behaarte Vorderkörper (Ver- 
srößerung 20—30 mal) trennen diese Art von den zentral-ame- 
rikanischen Verwandten ab. 


Promecosoma arızonae Urotch (nov. comb.) 


Diese Art wurde als Colaspis (Nletaxyonycha) katalogisiert, 
die generischen Merkmale sind aber die eines Promecosoma. 


Colaspis lima n. sp. 


Perü: Lima, Churin, 2200 m, 17. 111. 1952 (Dr. W. Weyrauch). 

Long. SS + 6,5 mm, 99 7,5—8 mm. 

Gelbbraun, Unterseite + angedunkelt und metallisch überflo- 
gen. Körper langgestreckt, Kopf und Halsschild fein und spärlich 
gelblich behaart (Vergrößerung 509 mal). 

5 Kopf glänzend, stark punktiert (Vergrößerung 5mal), Cly- 
peus vorne fast glatt. Stirn so breit wie ein Augenlängsdiameter, in 
der Mitte mit einem seichten Längseindruck versehen. Antennal- 
calli glatt, groß, quer dreieckig. Fühler robust, die Mitte der Flü- 
geldecken erreichend, das 1. Glied stark verdickt, im Querschnitt 
viereckig, das 2. kugelig, das 3. mehr als doppelt so lang wie das 2., 
jedes der übrigen etwas länger als das 9. 


Halsschild schwach transversal, 1,5 mal breiter als lang, vor 
der Mitte am breitesten, Seiten nach vorne weniger als nach hinten 
verengt, nahe der Mitte mit 2 Zähnen versehen. Vorderwinkel ver- 
dickt, nach außen zahnförmig erweitert, Hinterecken stumpfwin- 
kelig. Oberfläche gegen die Seiten etwas matter als auf der Schei- 
ke, ohne Eindrücke, so stark aber viel spärlicher punktiert als der 
Kopf. Basis fein gerandet. 

Flügeldecken glänzend, breiter als der Thorax, vorne in dicht 
nebeneinander gedrängten, hinten in weitläufigen Längsreihen et- 
was schwächer als das Halsschild punktiert, ohne Rippen. Basalcal- 
lus deutlich, Suturalwinkel leicht ausgezogen. Das 1. Glied der 4 
vorderen Tarsen stark erweitert, Vorderfemora robust. Das 5. Ab- 
dominalsegment in der Mitte leicht eingedrückt. 

Q. Größer, Flügeldecken seidenmatt, leicht irrisierend, jede 
mit 2 schwachen dorsalen und 2 sehr scharfen und hoch empor- 


614 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 
gehobenen lateralen Längsrippen. Beine zarter gebaut. 5. Sternit 
in der Mitte des Hinterrandes leicht konkav. 

Das behaarte Halsschiid, der hohe Grad des Sexualdimorphis- 
mus und kaum ausgerandete Mitteltibien charakterisieren diese 
übrigens auffallend schmale Art. 


Colaspis granulata Germar 


Brasil: Rio de Janeiro (coll. Berg, Mus. La Plata). 
Argentina: Misiones (H. Richter, Mus. La Plata). 


Colaspis tarsata Baly 


Paraguay, Alto Paranä: Hohenau (coll. Richter, Mus. La 
Plata). 


Colaspis corpulenta n. sp. 


Brasil: Bahia (Mus. G. Frey). 

Long. 5 6 mm, 9 7,5 mm. 

Hell braungelb, die letzten Antennite schwärzlich. Körper 
länglich, Oberseite glänzend. 

Kopf zwischen den Augen spärlich, jedoch ziemlich stark 
punktiert (Vergrößerung 5—ömal), in der Mitte eingedrückt, Cly- 
peus glatt. Antennalcalli schwach gewölbt. Fühler lang 2/3 (9) oder 
über 3/, der Flügeldecken erreichend, zur Spitze sehr schwach ver- 
dickt. 

Halsschild stark und spärlich punktiert, weniger als doppelt 
so breit wie lang, Seiten nahe der Mitte winkelig erweitert, ziem- 
lich breit abgesetzt und stark gerundet. Vorderwinkel verdickt und 
seitlich zahnförmig vorspringend, Oberfläche jederseits mit einem 
breiten seichten Eindruck versehen. 

Flügeldecken breiter als das Halsschild, hinter der Basis ein- 
gedrückt. Punktierung stark, vorne in geminaten, hinten in ein- 
fachen Längsreihen geordnet. 

Jg. Elytralintervalle auf der Scheibe flach, die 4 lateraien ge- 
wölbt (alle Intervalle vor der Spitze gewölbt). Das 1. Glied der 4 
vorderen Tarsen verlängert und erweitert. Abdominalsegmente 4 
und5 groß, das 5. hinten abgestutzt. Äußerste Spitze jeder Flügel- 
decke abgerundet. 

Q. Größer, Beine zart gebaut. Alle Elytralintervalle rippen- 
artig gebildet, die äußerste Spitze jeder Decke in eine kurze Mucro 
ausgezogen. Abdominalsegmente von normaler Größe, das 5. in der 
Mitte des Hinterrandes halbkreisförmig ausgeschnitten. 


Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 615 


Im Habitus an €. pallidula Boh. erinnernd, aber der Vorder- 
körper ist glänzend, das Halsschild jederseits eingedrückt, die 
Elytralrippen nicht scharfkantig und Beine einfarbig hell. Bei €. 
tenuenotala Bech. sind die Flügeldecken meistens zweilarbig mit 


verworrener Punktierung. 


Colaspis roseovittata Bechyne 


Brasil, Est. Amazonas: S. Paulo d’Olivenca, II. 1921 (coll. 
J. F. Zikän, Inst. Ecol. Expt. Agric., Rio de Janeiro). 


Eine bisher nur aus Peru bekannte Art. 


Colaspis quadrinotata Marshall 


Brasil, Est. Minas Gerais: Mar de Hespanha, 8. Xll. 1907 et 
29. X. 1908 (J. F. Zikän, Inst. Ecol. Expt. Agrie., Rio de Janeiro). 


Colaspis carminea n. sp. 


Brasil, Est. Mato Grosso: Rio Taguarassu, X1. 1959 (Dr. Nick, 
Mus. G. Frey). 

Long. 9 mm. 5 unbekannt. 

Rostrot, Antennite 1—4 (und die Basis des 5.), Palpen und 
Labrum hell braungelb, Spitze der Tibien, der Fühler und der 
Mandikeln und Tarsen schwarz, Flügeldecken grell karmin-rosa. 

Kopf glänzend, in der Mitte stark (Vergrößerung 8—1Ömal), 
am CGlypeus und auf dem Vertex fein punktiert. Stirn fast doppelt 
breiter als ein Augenquerdiameter, in der Mitte schwach ein- 
gedrückt. Antennalcalli klein, voneinander weit entfernt, deutlich 
gewölbt, glatt. Fühler die Mitte der Elytren kaum erreichend, 
dünn, zur Spitze schwach verdickt, das 3. Glied 2,5 mal länger als 
das 2., kaum kürzer als das #., das 5. so lang wie das 2. und das 9. 
zusammengenommen. 

Thorax klein, vor der Mitte am breitesten, doppelt breiter als 
lang, Seiten in dem mittleren Drittel breit abgesetzt und mit 3 
Zähnen versehen (dabei die 2 vorderen aneinander stark genähert), 
in den äußeren Dritteln nur schmal gerandet. Vorderwinkel nach 
außen stark zahnförmig erweitert, Hinterwinkel verdickt, tuber- 
kelförmig. Oberfläche glänzend, stark (Vergrößerung 5mal) und 
dicht, in der Mitte spärlicher punktiert, jederseits vor der Mitte 
schräg eingedrückt. Basis gerandet. Schildchen langgestreckt, gelb. 

Flügeldecken viel breiter als das Halsschild, nur mäßig glän- 
zend (Retikulierung unter 50—100facher Vergrößerung erkenn- 
bar), Basalcallus und postbasale Depression deutlich, Humeralcal- 


616 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


lus groß. Jedes Elytron mit 9 (die äußeren sehr scharf) Rippen, die 
Intervalle dazwischen nahe der Naht und hinten in beinahe einfa- 
chen Reihen, nahe den Seiten verworren und viel gröber als das 
Halsschild punktiert. Spitze ausgesprochen tectiform gewölbt, lang 
ausgezogen. Mitteltibien vor der Spitze auf der Außenseite deut- 
lich ausgerandet, das letzte Sternit in der Mitte des Hinterrandes 
tief halbkreisförmig ausgeschnitten. 

Mit C. jeanneli Bech. verwandt, aber von einer auffallenderen 
Färbung mit stark glänzendem Vorderkörper. 


Callicolaspis ornata Jacoby (nov. comb.) 


Peru: Marcapata (Mus. Budapest). 

Diese Art wurde von Jacoby in der Gattung Otilea beschrie- 
ben. Ich veröffentlichte eine zweite Beschreibung unter dem Na- 
men Callicolaspis ellifranzaeana (Mitt. Münch. Ent. Ges. 40, 1950, 
p- 276). 


Podoxenus lobatus n. sp. 


Brasil: Rio de Janeiro, 15882 (Dr. Nodier, coll. J. Clermont, 
Mus. G. Frey). 

Long. 7,5—8 mm. 9 unbekannt. 

Mit P. chapuisi Lef. sehr nahe verwandt, oberseits lebhafter 
metallisch gefärbt, Halsschild an den Seiten nahe der Mitte mit 2 
größeren und hinter der Mitte mit einem kleineren Zahn, Epipleu- 
ren im letzten Drittel stark lappenartig erweitert und die Mittel- 
tibien ohne zahnartige Protuberanz auf der Spitze. 

Die Erweiterung der Epipleuren trennt diese Art von allen 
bisher bekannten ab. 


Podoxenus mercedes n. sp. 


Perü: La Merced (Mus. G. Frey). 

Long. 6 mm. 9 unbekannt. 

Metallisch pechbraun mit metallisch grünlichen und immetal- 
lisch braunen Reflexen, je nach der Lichtrichtung, Labrum, Beine 
und Fühler (das 7. Glied schwärzlich, die 2 letzten fehlen) hell 
braungelb. Körper schmal, in der ganzen Form an schmale Stücke, 
der Maecolaspis aenea F. erinnernd. 

Kopf länglich, ziemlich stark aber spärlich punktiert, Anten- 
nalcalli verlängert und stark gewölbt. Augen groß, stark gewölbt 
und vorgequollen, Stirn schmäler als ein Augenquerdiameter. Füh- 
ler grazil, das 3. Glied kürzer als das #., länger als das 1., das 5. so 


Bechyne&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 617 


lang wie die 2 vorhergehenden zusammengenommen, das 6. länger 
als das 2. und 3. zusammen. 

Halsschild klein, kaum doppelt breiter als lang, nahe der Mitte 
am breitesten, Seiten nahe der Mitte winkelig erweitert, nach vorne 
so stark verengt wie nach hinten. Alle Winkel verdickt. Ober- 
fläche dicht und stärker als der Kopf punktiert. 

Elytren breiter als das Halsschild, Basalcallus deutlich, post- 
basale Depression schwach. Punktierung so stark wie auf dem Tho- 
rax, nahe der Naht und hinten in Längsreihen geordnet. Proste- 
thium hinten mit großen Punkten besetzt. Das 4. Abdominal- 
segment so lang wie das 1. oder so lang wie die 2 vorhergehenden 
zusammengenommen, das 5. vorne quer emporgehoben, hinten ge- 
radlinig abgestutzt. Metepisternen in der Außenhälfte punktiert. 
Schenkel verdickt, ohne Zähne, Vordertibien komprimiert, gerade, 
zur Spitze graduell erweitert, Mitteltibien von ähnlicher Form, 
aber kurz vor der Spitze plötzlich verschmälert, Hintertibien leicht 
gebogen. 1. Glied der Hintertarsen länger als die 3 vorhergehen- 
den zusammengenommen. 

Die außerordentlich großen Augen, die Färbung und die ver- 
hältnismäßig einfach gebildeten Tibien charakterisieren diese Art. 


Podoxenus bolivianus Bechyne 
Bolivia: Tanampaya (Mus. G. Frey). — Perü: Vilcanota (dtto). 
Das bisher unbekannte 5 dieser Art (Ent. Arb. Mus. G. Frey 2, 
1951, p. 316) ist kleiner, + 6 mm lang, das 1. Giied der + vorde- 
ren Tarsen ist sehr schwach verdickt, die entsprechenden Tibien 
sind nur schwach komprimiert und zur Spitze nur schwach verbrei- 
tert, die Hintertibien grazil und gerade, nicht gebogen. 


Podoxenus tornatus Bechyne@ 
Brasil, Est. Rio de Janeiro: Rio Tijuca, IX. 1932 (R. Vosgien, 
Ist. Ecol. Expt. Agric., Rio de Janeiro). 


Podoxenus cylindriceus n. sp. 

Paraguay: Independeneia (coll. Dr. Reitter, Mus. G. Frey). 

Long. 5 mm. 9 unbekannt. 

Dunkel rotbraun, Oberseite metallisch bronzebraun, Kopf und 
Halsschild dunkler als die Flügeldecken, Mundorgane, Labrum, 
Fühler (Glieder 7, 10 und 11 angedunkelt) und Beine hell braun- 
gelb. Körper länglich stark gewölbt, Oberseite stark glänzend. 

Kopf dicht und ziemlich stark (Vergrößerung 10mal), Vertex 
spärlicher punktiert. Stirn breiter als ein Augenquerdiameter, alle 


618 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Furchen obsolet. Fühler fast von der Körperlänge, zur Spitze kaum 
merklich verdickt, das 3. Glied doppelt länger als das 2., das 4. so 
lang wie die 2 vorhergehenden zusammengenommen, das 5. so lang 
als die 3 ersten zusammen, die folgenden progressiv an Länge ab- 
nehmend, das 11. kürzer als das 9. 

Thorax transversal, in der Mitte am breitesten, fast doppelt 
breiter als lang, Seiten regelmäßig, stark gerundet, schmal abge- 
setzt. Alle Winkel zahnförmig, nach außen gerichtet. Oberfläche 
stark (Vergrößerung 2—S3mal), an den Seiten dichter als auf der 
Scheibe punktiert, Punkte frei, nieht zusammenfließend. Basis 
kräftig gerandet. 

Flügeldecken etwas breiter als das Halsschild, vorne noch stär- 
ker in unregelmäßig verdoppelten, hinten in einfachen Längsrei- 
hen punktiert, Intervalle glatt und flach, nur hinten leicht gewölbt. 
Basalcallus groß, postbasale Depression deutlich. Beine lang, 
Schenkel ohne Zahl. Vordertibien schwach komprimiert, fast ge- 
rade, Mitteltibien stärker komprimiert, zur Spitze merklich erwei- 
tert, deutlicher gebogen, vor der Spitze ohne Ausschnitt, Hinter- 
tibien lang und grazil. 1. Glied der #4 vorderen Tarsen mäßig er- 
weitert, das der 2 hinteren so lang wie die 3 folgenden zusammen- 
senommen. Das #. Sternit viel größer als die benachbarten, das 5. 
hinten abgestutzt. 

Durch den kleinen länglichen Körper und durch die in der 
Mitte ungezähnelten, sehr regelmäßig gerundeten Seiten des Hals- 
schildes ausgezeichnete Art. 


Podoxenus lutescens Lefevre (n. comb.) 


Perü: Vale Chanchamayo, 800 m, 10. VII. 1939 (Dr. W. 
Weyrauch). — Bolivia: Tanampaya (Mus. G. Frey). 

Diese Art, welche zwar nur durch mäßig verlängertes 5. An- 
tennit und beim 5’ nur schwach komprimierten Vordertibien aus- 
gezeichnet, jedoch an dem sehr langen Metatarsus der Hinterbeine 
als Podoxenus erkennbar ist, wurde zweimal in der Gattung Co- 
laspis beschrieben: als C. lutescens Lefevre 1886 (Peru) und als 
C. dispar Bowd. 1921 (Bolivien; ein Teil der von Bowditch zur 


Beschreibung benutzten Serie habe ich vor den Augen). 


Maecolaspis procerula Lefevre 


Perü: Pachitea (coll. Clavareau, Mus. Paris); Vilcanota (dtto). 


Maecolaspis brunneipennis Bowditch 


Ecuador: Santa Inez (Mus. G. Frey). 


Bechyne€: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 619 


Ein Exemplar von dem gleichen Fundort wie der Typus ist 
das bisher unbekannte 5. Es hat die #4 vorderen Basitarsite ziem- 
lich deutlich erweitert, eine einfach gebildete Hintertibia (weder 
verdickt noch erweitert), und das letzte Abdominalsegment ist in 
der Mitte des Hinterrandes leicht konkav, so daß das Pygidium 
von unten sichtbar wird. Diese Art gehört in die Gruppe der MM. 
bridarollii Bech., und sie ist an der immetallischen Färbung der 
Flügeldecken sofort zu erkennen. 


Maeecolaspis chlorites Erichson 


Perü: Rio Mixiollo, prov. Huallaga, 1200 m, VII.—VIII. 1900 
(G. A. Baer, coll. Clavareau, Mus. Paris); Pozuzu (Mus. Budapest); 
Marcapata (dtto). — Ecuador: Llanos (coll. Clavarcau, Mus. Paris). 

Die Oberseite ist manchmal lebhaft metallisch kupferfarbig 
mit gemischtem violetten und goldfarbigen Schimmer (ab. pur- 
pureoinduta). 


Maecolaspis hirticornis n. sp. 

Ecuador: Guayaquil (E. Leibfarth, Mus. G. Frey); Loja, 
2200 m (Mus. G. Frey). 

Long. 6,5—7 mm. 

Unterseite dunkelbraun, stark metallisch glänzend, Basis der 
Fühler und der Palpen und Labrum gelb, Oberseite lebhaft bron- 
zebraun mit einem violetten Schimmer. Körper langgestreckt, 
stark gewölbt, oberseits nur mäßig glänzend (Retikulierung unter 
50—100facher Vergrößerung erkennbar). 

Eine Art aus der Gruppe der M. bridarollii Bech. mit ver- 
worrener Elytralpunktierung, Sublateralrippe der Flügeidecken 
nur in der Hinterhälfte + deutlich ausgebildet. Außer der Färbung 
ist die vorliegende Art durch eine kurze Behaarung des Kopfes (na- 
mentlich an den Seiten) und durch die ziemlich regelmäßig gerun- 
deten Seiten des Halsschildes, welche in der Mitte kaum gezähnt 
sind, gekennzeichnet. Das 5 unterscheidet sich von allen bisher be- 
kannten Arten durch eine lange goldgelbe Behaarung der Unter- 
seite der Fühlerglieder, die Hintertibien sind auf der Unterseite 
nahe der Mitte stark erweitert. 


Maecolaspis lebasi Lefevre 
Peru: Ghanchamayo, 1000 m (coll. Clavareau, Mus. Paris). 
Maecolaspis joliveti Bechyne 


Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Estrada Rio de J. — S. Paulo, 


620 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


km 62, 10. XI. 1942 (Dr. P. Wygodzinsky, Inst. Ecol. Expt. Agrie., 
Rio de Jan.). — Est. S. Paulo: Angatuba, I. 1922 (coll. Azevedo 
Marques, Inst. Ecol. Expt. Agrie.). — Est. Minas Gerais: Belo Ho- 
rizonte, 1. 1952 (©. Monte, Inst. Ecol. Expt. Agrie.). 

Paraguay: Asuneiön (Vezenyi, Mus. Budapest). 


Maeecolaspis violetta Bechyne 


Brasil, Est. Paranä: Rio Negro, 1. X. 1924 (M. Witte, Inst. 
Ecol. Expt. Agrie., Rio de Jan.). — Est. Sa. Catarina: Teresopolis 
(Mus. La Plata; coll. Olavareau, Mus. Paris). — Est. Rio Grande 
do Sul: S. Leopoldo (F. Schneider, coli. Clavareau, Mus. Paris). 

Argentina, Misiones: Puerto Victoria (C. Zenzes, Mus. La Pla- 
ta); San Ignacio, XII. 1946 (J. T. Montes, Mus. La Plata). 


Maecolaspis proteus Bechyne 


Brasil, Est. Mato Grosso: Corumba, Alto Paraguay (H. Rich- 
ter, Mus. La Plata). 

Paraguay: Villa Elisa, XI. 1939 (P. Denier, Mus. La Plata); 
San Bernardino (Fiebrig, Mus. Wien). 

Argentina, Buenos Aires: Parque Chacabuca, 7. I. 1912 (coll. 
Dallas, Mus. La Plata). — Entre Rios (H. Richter, Mus. La Plata). 
— Misiones (dtto). — ÜOorrientes: Itati, 15. III. 1939 (P. Denier, 
Mus. La Plata); Passo Amores, 16. III. 1939 (dtto). — Santa Fe: 
Casilda, I. 1930 (dtto); Las Garzas, 1904 (Wagner Brothers, Mus. 
Wien). — Chaco: Roque Saenz Pena, 6. III. 1945 (A. S. da Silva, 
Mus. La Plata); Resistencia, X. 1935, 15. 111. 1959 (P. Denier, Mus. 
La Plata); Fontana, 10. XI. 1935 et IV. 1936 (dtto); Puerto Vilelas, 
10. X1I. 1935 (dtto); Colonia Casteli, 14. V. 1936 (dtto). — For- 
mosa: Laguna Oca, El Refugio. 8. I. 1939 (dtto); Capital, 20. III. 
1939 (dtto); Pirane, 26. X1.1939 (dtto); C.Ferreira, 24. Xil. 1955 
(dtto); Laguna Blanca, 8. et 10. XII. 1935 (dtto); Ibarreta, 26. 1. 
1939 (dtto); Luayacole, Il. 1949 (A. Martinez). — Santiago del 
Estero: Dto. Robles, Turena, XI. 1939 et I. 1940 (R. Maldonaldo, 
Mus. La Plata); La Palisa, Bordo de Rio Salado (Wagner Brothers, 
Mus. Wien). — Salta: La Merced (Reimoser, Mus. Wien). — Jujuy 
(H. Richter, Mus. La Plata). 

Bolivia: Yungas entre Anazani y Yanacachi, 27. 111. 1931 
(P. Denier, Mus. La Plata). 


Maecolaspis rugosa Germar (nov. comb.) 


Von mir als Maecolaspis pulchella insolvens beschrieben. M. 


Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 621 


pulchella (und die dazu gestellten geographischen Rassen) müssen 
der vorliegenden Art unterworfen sein. 


Maecolaspis rugosa pulchella Lefevre 


Perü: Valle Chanchamayo, 1800 m, VI. 1939 et 24. VI. 1948 
(Dr. W. Weyrauch); ibid., Huacapistana, 1800 m, V1.1939 et 1.X. 
1940 (dtto); Satipo, 660 m, Vil. 1940 (dtto); Marcapata (coll. Cla- 
_ vareau, Mus. Paris; Mus. G. Frey; Mus. Budapest). 

Die Färbung dieser Form ist sehr variabel; die Beschreibung 
von Lefevre ist auf Stücken mit grünen Flügeldecken, welche eine 
in der postbasalen Querdepression unterbrochene kupferige bis 
purpurne Längsbinde aufweisen, begründet. Die Oberseite kann 
aber auch einfarbig grün (ab. lentula) oder einfarbig kupferfarbig 
(ab. cuprascens) sein. M. rugosa pulchella kommt auch in Bolivien 
vor. 


Maecolaspis albıcineta Erichson (nov. comb.) 


Diese Art ist in der Skulptur und Färbung sehr variabel und 
wurde mehrmals unter verschiedenen Namen beschrieben. Die 
essentiellen Merkmale nebst Abbildungen sind in meiner Be- 
schreibung der M. cryptolampra (Ann. Mag. N. H. [12] 3, 1950, 
p- 1080, fig. 1 et 2) aufgezählt, welche ebenfalls nur eine Varietät 
der AI. albicincta darstellt. 

A. Flügeldecken neben der Naht fein, an den Seiten stark und 

querrunzelig punktiert. A 
> . Maecolaspis ahnt nn De 
y see SAlarbie gelbbraun. 

1. Flügeldecken auf dem rotgelben Grund mit + metal- 
lisch violetten Makeln versehen: eine auf der Basis 
zwischen Schildchen und Humeralcallus, eine zweite 
vor der Mitte (meistens klein oder fehlend), eine 
andere hinter der Mitte (hinter der Makel 2) und 
die letzte in Form einer Querbinde vor der Spitze. 
Häufig ist auch die Naht und der Seitenrand violett 
(metallisch braun bei nicht ganz ausgefärbten Ex- 
emplaren). Von Lefevre als Colaspis picta beschrie- 
ben. 

Colombia. 

2. Wie die vorhergehende Form, aber die Elytralmakel 
sind größer und fließen als Querbinden mit der Naht 
zusammen (Colaspis formosa Lef.). 


622 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


b) Abdomen schwarzviolett. Punktierung der Oberseite | 
feiner. Vielleicht eine geographische Form. Oberseite 
wie bei der Varietät 1 (ab. pictella) oder die Flügel- 
decken einfarbig violett mit einer kleinen Humeral- 


und einer Apikalmakel gelb (ab. bivulnerata). 


Venezuela: Merida (Mus. G. Frey; coll. Clavareau, 


Mus. Paris). 
B. Elytralpunktierung gleichmäßiger, stark neben der Naht, 
nicht zusammenfließend an den Seiten. Bei den Varietäten 
mit dunklem Abdomen sind auch die Beine + schwärz- 


lich. 


Macoolannız albieinetk mes 5, si Ä 


a) und Vorderkörper einfarbig rotgelb. 


1. 


NY 


Flügeldecken wie bei der Varietät picta gefleckt, der 

Apikalfleck fehlt manchmal. Von Weise als eigene 

Art unter dem Namen Colaspis signata beschrieben. 
Brasil: Amazonas. — Perü. 


. Die 3 vorderen Makeln fließen in Form einer Längs- 


binde zusammen. Von mir als Maecolaspis erypto- 
lampra beschrieben. 


Brasil: Parä, Bahia. 


b) Unterseite einfarbig rotgelb, Halsschild oberseits mit 
einer + ausgedehnten grünen oder blauen Makel in der 
Mitte und angedunkelten bis metallischen Rändern. 


1 


Flügeldecken gelb, Naht und zuweilen auch die Sei- 
ten vorne pechbraun oder metallisch (ab. simplice- 
picta). 
Bolivia, Yungas de la Paz: Coroico, IV. 1931 
(P. Denier, Mus. La Plata). 
Flügeldecken gelb, die Naht (manchmal auch der 
Seitenrand), ein Fleck hinter der Basis, einer vor 
und einer hinter der Mitte violett. Die 2 letzten flie- 
Sen zuweilen der Länge nach zusammen oder noch 
die anteapikalen mit der Naht (ab. calligrapha). 
Perü: Huallaga (Mus. G. Frey). 


. Flügeldecken violett, ein vor der Spitze + verbrei- 


terter Lateralsaum, die Spitze und die 3 kleinen, 
hintereinander folgenden Makeln auf der Scheibe 
(eine auf der Basis, die 2. vor, die 3. hinter der Mit- 
te) gelb. Der Lateralsaum ist vorne angedunkelt, die 


Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 623 


2. und die 3. Dorsalmakel fließen zuweilen der Länge 
nach zusammen (ab. inverseornata). 
Bolivia: La Concepeiön, 9. IV. 1931 (P. Denier, 
Mus. La Plata); Coroico (dtto); Chirca, 1. IV. 1951 
(dtto). 
ce) Rotgelb, Abdomen oder die ganze Unterseite (Proster- 
num ausgenommen) schwarz mit einem Metallschein. 

1. Flügeldecken rotgelb, die Naht, die 3 hintereinander 
folgenden Diskalflecken und zuweilen noch der Sei- 
tenrand blau oder violett. Von Jacoby unter dem 
Namen Colaspis ornatipennis beschrieben. 

Peru: Gallanga (Mus. G. Frey; coll. Clavareau, 
Mus. Paris). — Bolivia: Yungas de la Paz (Mus. G. 
Frey); La Goncepeiön, 9. IV. 1951 (P. Denier, Mus. 
La Plata); Coroico (dtto). 

2. Flügeldecken violett, Lateralsaum, Spitze und 3 Dor- 
salmakeln gelb. Als eigene Art unter dem Namen 
Colaspis cincetipennis von Bowditch beschrieben. 

Bolivia. — Brasil: Amazonas. 


3. Flügeldecken violett, jede mit 6 kleinen gelben Ma- 
keln (2, 2, 1, 1). Von Bowditch als Colaspis 12-notata 
beschrieben. 

Perü: Chanchamayo (Mus. G. Frey). — Bolivia, 
Yungas de la Paz: Coroico (P. Denier, Mus. La Plata). 

4. Flügeldecken dunkel metallisch violett, ein bis zur 
Spitze durchlaufender Seitensaum gelb. Auf diese 
Form bezieht sich die (älteste) Beschreibung von 
Erichson. 

Perü. 

d) Rotgelb, Abdomen, Meso- und Metasternum, Vertex, 
Scheibe des Halsschildes, die 3 hintereinander folgen- 
den Diskalmakeln auf den Flügeldecken sowie die Naht 
und der Seitenrand derselben lebhaft metallisch grün 
(ab. polygrapha). 

Eeuador: Canelos (Mus. G. Frey). 


Maecolaspis varia Lefevre 


Argentina: Buenos Aires (C. Grant, British Museum); ibid. 
(G. A. Baer, coll. Clavareau, Mus. Paris); ibid. I. 1892 (C. Bruch, 
Mus. Wien). 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2, 1955 40 


624 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Maecolaspis ornata Germar 


Brasil: Para, 1. 1951 (G. Molnär, Mus. Budapest). 


Maecolaspis pohli n. sp. 


Brasil, Est. S. Paulo: Repreza Rio Grande, Mun. S. Bernardo, 
XII. 1951 (B. Pohl). 

Long. 3 mm. 

Rotgelb, Antennite 4—6, Spitze der Mandibel und Elytralnaht 
angedunkelt, Antennite 9—11 schwarz. Von ovaler Gestalt. 

Kopf stark punktiert (Vergrößerung 5—ömal), Cliypeus fast 
glatt. Antennalcalli schwach gewölbt, glatt, voneinander weit ent- 
fernt. Alle Furchen undeutlich. Antennen lang, die Mitte der Flü- 
geldecken überragend, Apikalglieder deutlich verdickt, Glieder 
3—6b sehr dünn, das #. länger als das 3., weniger lang aber wie das 
2. und das 3. zusammengenommen. 

Halsschild doppelt breiter als lang, nahe der Mitte am brei- 
testen, Seiten nahe der Mitte winkelig erweitert, nach vorne viel 
stärker als nach hinten verengt. Vorderwinkel mit einem kleinen 
nach außen gerichteten Zähnchen versehen. Oberfläche ohne Ein- 
drücke, vorne dicht und feiner, hinten viel stärker und weitläufi- 
ger punktiert, Basis kräftig gerandet. Schildchen glatt. 

Flügeldecken viel breiter als der Thorax, Humeralcallus hoch- 
gcewölbt, glatt, innen von einem Längseindruck akzentiert. Basal- 
callus groß, postbasaie Querdepression tief. Punktierung stark 
(Vergrößerung 5mal), dicht und vorne verworren, an den Seiten 
und hinten in Längsreihen geordnet, deren Intervall gewölbt sind. 
Prostethium punktiert, Metepisternen matt. Beine zart. 

Diese Art gehört in die Gruppe der M. ornata Germ.; sie un- 
terscheidet sich von den sämtlichen bisher bekannten durch die 
aberrante Färbung und durch die Skulptur des Kopfes (ohne deut- 


lichen Furchen). 


Maecolaspis maculipes sp. geogr. 


Subsp. maculipes Harold. — Argentina, Santa Fe: Rio San 
Javier, Estancia La Noria, 2. I. 1912 (G. E. Bryant, British Mu- 
seum); Entre Rios: Paranacito, 80 m, 25. XI. 1949 (J. Foerster, 
Mus. G. Frey); Buenos Aires: Delta Paranä, XII. 1941 (F. Monrös). 

Subsp. insignatior Bech. — Paraguay: Puerto Itapucumi (A. 
Martinez). 


Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 625 


Subsp. concupiens Bech. — Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova 
Teutonia (F. Plaumann, Mus. G. Frey: British Museum; Inst. Ecol. 
Expt. Agric., Rio de Janeiro, ete.). 


Maecolaspis aeraria uyttenhoogaarti Bechyne 


Suriname: Z. oever ben. Saramacca Rt., 15. X1. 1950 (D. Piet, 
Mus. Amsterdam). 


Maecolaspis incostans nicoletta Bechyne 


Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Itatiäia, Faz. Penedo, 30. X. 
1942 (Burchard, Inst. Ecol. Expt. Agric., Rio de Jan.); Teresopolis, 
Faz. alpina, 1000 m, 10. X1. 1948 (Dr. P. Wygodzinsky, Inst. Ecol. 
Expt. Agric., Rio de J.); Estr. Rio de Jan. — S. Paulo, km 47, 19. 
II. 1946 (Miranda, Inst. Ecel. Expt. Agric., Rio de Jan.); Rio de Ja- 
neiro (C. J. GC. Pool, Brit. Museum). — Est. Parana: Rio Negro, 
X11. 1923 (M. Witte, Inst. Ecol. Expt. Agric., Rio de J.). — Est. Sa. 
Catarina: Joinville, I. 1921 (Schmith, Inst. Ecol. Expt. Agric., Rio 
de J.); Nova Teutonia (F. Plaumann, Mus. G. Frey; British Mu- 
seum; Inst. Ecol. Expt. Agric., Rio de Jan.). 


Maecolaspis rustica Boheman 


Rio de Janeiro (C. J. GC. Pool, British Museum). 


Maecolaspis trichopyga gravida n. subsp. 
Argentina, Entre Rios: Santa Elena, I. 1912 (G. E. Bryant, 


British Museum). — Santa Fe, Rio San Javier: Estancia la Noria, 
All. 1911 et I. 1912 (dtto). 

Diese Rasse unterscheidet sich von der Stammform durch eine 
viel regelmäßiger gestellte Elytralpunktierung (auch auf der Scheibe 
sind die geminaten Punktreihen gut zu unterscheiden). Beine und 
Fühler zur Spitze braun bis pechbraun, Oberseite bronzegrün 
(Typus) oder lebhaft metallisch grün (ab. pervirescens) oder auch 


lebhaft kupferig (ab. percuprescens). 


Phanaeta antillarum n. sp. 


Guadeloupe (Mus. G. Frey, Type; Mus. Budapest; Mus. Wien.) 

Bons. co. 2 2:5 mm.-00 223 mm. 

Rotgelb bis rotbraun, Oberseite zuweilen dunkler als die Unter- 
seite und mit einem leichten metallischen Schimmer überflogen. 
Körper oval. 


40* 


626 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Mit der venezolanischen Ph. abscondita Bech. sehr nahe ver- 
wandt. Das © unterscheidet sich durch die nach vorne verlängerten 
Elytralrippen, welche nahe der postbasalen Querdepression in Reihen 
von länglichen Tuberkeln unterbrochen sind; die Punktierung da- 
zwischen ist dicht. Das kleinere 5 hat keine Rippen auf den 
Flügeldecken, aber die lateralen Intervalle sind gewölbt. 


Das 5 dieser Art aus dem Material Staudinger (Mus. G. Frey) 
ist als Colaspis cribrata Vitrat, das Q als Colaspis rugosa Vitrat 
bezeichnet. 


Alethaxius polychromus n. sp. 


Colombia: San. Antonio, 21. VII. 1908 (Mus. G. Frey); Aguatal 
(dtto). 

Long. 5,5—6 mm. 

Metallisch blau bis blaugrün, Labrum, die Unterseite der An- 
tennite I—4 und Palpen an der Basis rotgelb, Kopf, Halsschild 
und Scutellum lebhaft kupferig golden, Flügeldecken dunkelviolett. 
Körper kurzoval, Oberseite stark glänzend. 

Kopf groß, runzelig punktiert, Skulptur stark, ohne Lupe 
erkennbar. Stirn mehr als 3X breiter als ein Augenquerdiameter, 
vom Clypeus durch eine Querdepression abgetrennt. Fühler ziemlich 
dünn, zur Spitze merklich verdickt, das 4. Glied fast so lang wie 
die 2 vorhergehenden zusammengenommen. 


Halsschild stark transversal, 2,5 X breiter als lang, nahe der 
Mitte am breitesten, spärlich, kaum schwächer als der Kopf punk- 
tiert. Seiten gerandet, in der Mitte gewellt, Vorderwinkel stumpf- 
eckig, Hinterwinkel zahnförmig heraustretend. Basis kräftig gerandet. 

Flügeldecken feiner punktiert, Punkte vorne ziemlich unregel- 
mäßig, hinten feiner und in Reihen gestellt, Intervalle flach. Post- 
basale Depression nur durch verstärkte Punktierung angedeutet. 
Beine robust, das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen beim 5 stark 
verbreitert. 

Mit A. dichrous Lef. verwandt; die prachtvolle Färbung und 
die fingerhutartige Skulptur des Kopfes charakterisieren ausgiebig 


die vorliegende Art. 


Lyraletes varicolor Jacoby 


Paraguay: Asunciön, Villa Morra (Vezenyi, Mus. Budapest); 
Vila Elvira, XI. 1939 (P. Denier, Mus. La Plata); Santa Trinidad, 
17. H. 1940 (dito). 


u 


Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 627 


Argentina, Corrientes: San Roque, Il. 1920 (Bosgq. coll. Dallas, 
Mus. La Plata); Passo Patira (P. Denier, Mus. La Plata). - Formosa: 
Laguna Blanca, Xll. 1935 (dtto); Isla de Oro, 3. IV. 1935 (dtto): 
Clorinda, 1., IH. et IV. 1940 (dtto); Mojon de Fierro, dto. Pilagas 
(dtto). — Chaco: Fontana, 10. XI. 1935 et IV. 1936 (dtto); Colonia 
Benitez, 30. XII. 1935 (dtto); Colonia Castello, 14. V. 1956 (dtto); 
Resistencia, XII. 1935 et 14. II. 1936 (dtto). — Santiago del Estero: 
Rio Salado (Wagner, coll. Dallas, Mus. La Plata); Turena, Dto. 
Robles, XI. 1939 (R. Maldonaldo, Mus. La Plata). — Tucuman, 
XI. 1905 (Vezenyi, Mus. Budapest). — Salta: Rosario de Lerma, 
27. V. 1933 (P. Denier, Mus. La Plata); Targadal, 26. Il. 1945 (Bira- 
ben, Mus. La Plata). — Jujuy: Ledesma, 24. II. 1945 (dtto); Capital, 
II. 1944 (dtto). 


Lyraletes minor Bechyne 


Paraguay: Asunciön (Vezenyi, Mus. Budapest). 


Rhabdopterus bacca Erichson (nov. comb.) 


Peru: Chanchainayo (Mus. G. Frey); Tingo Marıa, 670m, Rıo 
Huallaga (Dr. W. Weyrauch); Satipo, 650 m, VIII. 1940 (dtto); Pau- 
cartambo (coll. Clermont, Mus. G. Frey); Pachitea (Mus. G. Frey); 
Vilcanota (dtto); Marcapata (Mus. Budapest). 

Diese Art, ursprünglich als Chalcophana beschrieben, ist re- 
lativ groß, 6,5— 7! mm und sie ist durch die glattrandigen, nahe der 
Mitte nicht gewellten Seiten des Halsschildes und durch die an der 
Basis (schwächer) und im Apikalviertel (stärker) gewölbten Ely- 
tralintervalle ausgezeichnet. Die Tibien des 5 sind fast gerade, 
leicht komprimiert, die vorderen schwach claviform. Beim 9 sind 
die Beine zarter gebaut und die Flügeldecken haben die +4 latera- 
len Intervalle auch vorne + gewölbt. 

Diese Art steht nahe dem Ah. lateralis Lef., von welchem sie 
sich durch den gröber punktierten Vorderkörper und beim 5 durch 
kaum gekrümmte Mitteltibien unterscheidet. 


Rhabdopterus grossus n. sp. 
Peru: Iquitos, Miechujaceu, 15. XI. 1929 (Mus. G. Frey). 
Long. ömm. 9 unbekannt. 


Pechbraun, Labrum rot, Palpen, Antennen, (Glieder 6, 7, 10 und 
11 angedunkelt), Oberseite metallisch bronzegrün mit einem vio- 
letten Schimmer, Flügeldeckennaht und Humeralcallus purpurviolett. 


628 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Dem Rh. bacca Er. sehr ähnlich, viel größer, Vorderwinkel des 
Halsschildes nach vorne ausgezogen, Seiten davor ausgeschweift, 
Elytralintervalle nur hinten gewölbt, Mitteltibien nicht kompri- 
miert, sondern auf der Rückseite abgeflacht und mit 2 Längs- 
furchen versehen. 


Rhabdopterus colombiensis Jacoby 


In meinem Katalog der neotropischen Eumolpiden (Ent. Arb. 
Mus. G. Frey, 4, 1953, p. 236 und 237) ist der folgende Irrtum zu 
korrigieren: 

Zur Gattung Rhabdocolaspis gehört die als Alethaxius colom- 
bieus (nicht columbicus) Jac. 1901 beschriebenen Spezies, während 
die als Rhabdocolaspis colombiensis Jac. 1900 geführte Art zurück 
in die Gattung Rhabdopterus zu stellen ist. 


Rhabdopterus spurcaticornis Erichson (nov. comb.) 


Als Colaspis beschrieben. Unter den peruanischen Rhabdopte- 
rus-Arten ist die vorliegende eine der kleineren Arten, welche 
durch feine Punktierung der Flügeldecken und durch die Farbe 
der Antennen (gelb, Glieder 5, 6, 7 und zuweilen auch 10 und 11 


angedunkelt) ausgezeichnet ist. 


Rhabdopterus apicipes Jacoby 
Peru: Marcapata (Mus. Budapest). 


Rhabdopterus lateralis Lefevre 


Brasil, Est, Amazonas: Manaus (Mus. G. Frey); Teffe (Mus. 
Wien). — Est. Para: Taperinho bei Santarem, VI. et. VII. 1927 
(Zerny, Mus. Wien). 


Rhabdopterus nigrostillatus n. sp. 
Ecuador: Babahoyo (Mus. G. Fey). 


Long. 5 mm 

Dunkel rotbraun, Flügeldecken und Beine heller, Palpen, La- 
brum und Fühler gelb, Antennite 6, 7, 10 und 11 und Mandibeln 
pechschwarz, Flügeldecken mit einem länglichen großen postsku- 
tellaren schwarzen Fleck, welcher sich bis hinter die Mitte ausdehnt. 
Körper oval, oberseits glänzend, Flügeldecken in der Hinterhälfte 
und an den Seiten matt. | 

Kopf zwischen den Augen grob (Vergrößerung 8 --lU X) und 
dicht, Vertex und Clypeus vorne feiner und spärlicher punktiert. 


Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 629 


Stirn 2X breiter als ein Augenquerdiameter, in der Mitte quer 
eingedrückt. Antennalcallı klein und flach. Fühler dünn, zur Spitze 
kaum merklich verdickt, die Mitte der Flügeldecken überragend, 
das 5. Glied kürzer als Glieder 2 und 3 zusammengenommen. 

Halsschild mehr als doppelt so breit wie lang, nahe der Mitte 
am breitesten, Seiten deutlich abgesetzt, nahe der Mitte gewellt. 
Alle Winkel zahnförmig nach außen gerichtet, Basis kräftig ge- 
randet. Oberfläche so stark wie der Kopf, nahe der Mitte spärlicher, 
gegen die Seiten dichter punktiert. In unmittelbarer Nähe aller 
Ränder ist die grobe Punktierung durch eine feine Punktulierung 
ersetzt. 

Flügeldecken breiter als das Halsschild, sehr grob (an den Sei- 
ten ohne Lupe sichtbar), vorne in verdoppelten, hinten in einfa- 
chen Reihen punktiert. Intervalle glatt, die 2>—3 lateralen schwach 
gewölbt. Postbasale Querdepression schwach. Beim 5 sind die 4 
vorderen Basitarsite mäßig erweitert, die entsprechenden Tibien 
nur schwach gebogen. 

Dem peruanischen Rh. oralis Bech. ähnlich, aber viel stärker 
skulptiert, Antennalcalli klein und alle Winkel des Halsschildes 
zahnartig hervorspringend. Außerdem ist die Färbung der Flügel- 
decken sehr auffallend. 


Rhabdepterus freyi Bechyne 
Trinidad (B.W.I), XU. 1953 (G. & H. Frey). 


Freudeita eruda Bechyne 


Bolivia. Yungas de la Paz: Coroico, XII. 1948 (A. Martinez). 


Freudeita chalcites Lefevre (nov. comb.) 


Als eine Colaspis beschrieben; allen Merkmalen nach gehört 
diese kurzovale Art in die Gattung [reudeita. Sie ist mit der bolivi- 
anischen Fr. colligens Bech. verwandt und sie unterscheidet sich 
von allen übrigen Arten durch Vorhandensein eines sehr großen und 
scharfen Zahnes in der Mitte der Halsschildseiten. 


Freudeita duplicata Lefevre (nov. comb.) 


Auch diese Art wurde als eine Colaspis beschrieben. Sie ist 
mit Fr. alternata Lef. nahe verwandt, aber größer, anders gefärbt, 
durchaus feiner punktiert und die Punktierung der Flügeldecken 
ist isoliert, nicht (namentlich an den Seiten) zusammenfließend. 


630 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Freudeita dentifera Bechyne 


Trinidad (B.W.IL), XU. 1953 (G. & H. Frey). 


Freudeita balyi Jacoby (nov. comb.) 


In den Katalogen wurde diese aus Guatemala stammende Art 
zuletzt als eine fragliche Varietät von Colaspis melancholica Jac.') 
betrachtet, wenn auch Jacoby auf die verschiedene Struktur der 
Fühler hingewiesen hatte. Durch das letztere Merkmal stellt sich 
C. balyi in die Gattung Freudeita und sie ist mit Fr. dentijera Bech. 
nahe verwandt; sie unterscheidet sich durch die runzelig geminate 
Punktierung der Flügeldecken und durch die Bildung der Hinter- 
tibien des 5, welche im letzten Drittel innen schwach verdickt 
sind (bei /r. dentijera mit einem Zahn versehen). 


Freudeita euprinula Bechyne 


Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Teresoplis, Faz. alpına, 1000 m, 
11. XI. 1945 (Dr. F. Wygodzinsky, Inst. Ecol. Expt. Agrie., Rio 
de Janeiro); Muri, 1000 m, 1.—III. 1952 (W. Wittmer, Mus. G. Frey). 


Freudeita plaumanni Bechyne 


Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, X. 1934 (F. Plaumann, 
British Museum ; Inst. Ecol. Expt. Agric., Rio de Janeiro ; Mus.G. Frey). 


Hermesilia longissima n. sp. 

Paraguay: Asunciön (Anisits, Mus. Budapest). 

Long. + 5 mm. 5 unbekannt. 

Metallisch bronzebraun, Fühler (Endglieder angedunkelt), Pal- 
pen, Labrum und Beine rotbraun. Körper parallel, langgestreckt. 

Kopf matt (Retikulierung unter 20—S0facher Vergrößerung 
erkennbar), fein, nicht dicht punktiert, ohne Furchen. Antennal- 
calli flach, unpunktiert. Fühler robust, die Mitte der Fiügeldecken 
erreichend, zur Spitze merklich verdickt, das 3. Glied doppelt länger 
als das 2., jedes der folgenden so lang wie das 3., nur das 11. 
kürzer. Stirn 2X so breit wie ein Augenquerdiameter. 

Halsschild doppelt breiter als lang, in der Mitte am breitesten, 
Seiten regelmäßig, stark gerundet, schmal abgesetzt, nahe der Mitte 
schwach gewellt. Alle Winkel stumpfeckig, die hinteren verdickt. 
Oberfläche glänzender als der Kopf, kräftig (Vergrößerung 5 X) 


und spärlich punktiert. Basis von einer punktierten Furche gerandet. 


') Dies ist eine Üoyliera. 


Bechyne: Reise des Herrn G. Key in Südamerika: Eumolpidae 63] 


Flügeldecken breiter als das Halsschild, hinter dem schwach 
gewölbten Basalcallus eingedrückt, noch kräftiger, vorne in gemi- 
naten, hinten in einfachen Längsreihen punktiert, stark glänzend, 
Intervalle hinten und an den Seiten gewölbt. Prostethium mit 
einzelnen Punkten besetzt. Das 1. Glied der Hintertarsen so lang 
wie die 2 folgenden zusammengenommen, 


Eine sehr langgestreckte Art (nur 2,2 mm breit), welche dem 
Podoxenus cylindricus Bech. täuschend ähnlich ist und von ihm 
eigentlich nur durch die generischen Merkmale abtrennbar. Von 
verschiedenen ähnlichen Ahabdopterus- Arten ist sie durch die schmale 
Intercoxalplatte des Prosternums zu unterscheiden. 


Hermesilla wittineri Bechyne 


Diese Art ist in Form, Färbung und Skulptur mit einer an- 
deren südbrasilianischen Art leicht zu verwechseln: 


1. H. wittmeri Bech. : Flügeldecken stark (Vergrößerung 2— 3X), 
kaum runzelig, Halsschild viel feiner (Vergrößerung 10x). 
einfach, nicht zusammenfließend punktiert. Die 2 ersten 
Abdominalsegmente des 5' sind in der Mitte matt, dicht 
punktiert (Vergrößerung 20 X) und ausgehöhlt, die Aus- 
höhlung von dichten Härchen gesäumt. 


Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Murı (W. Wittmer, Mus. 
G. Frey). 

2. H. confinis n. sp.: Halsschild kaum feiner als die Flügel- 
decken punktiert (Vergrößerung 2—3X). Die 2 ersten 
Abdominalsegmente des 5’ in der Mitte glatt,, glänzend, ab- 
geflacht, nur mit den für das 5 typischen Härchen besetzt. 


a) Hl. confinis confinis: Flügeldecken in der äußeren Hälfte 
quergerunzelt, Halsschild runzelig punktiert. 

Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, XI. et. 
All. 1950 (F. Plaumann, Mus. G. Frey). 

b) H. confinis affinis n. subsp.: Halsschild und Flügeldecken 
einfach punktiert, Punkte frei, nicht zusammenfließend, 
Zwischenräume nicht gerunzelt. 

Brasil, Est. Rio Grande do Sul: N. Hamburgo, 
Vacaria, 15. 1. 1953 (W. Wittmer, Mus. G. Frey); Alegrete, 
10. 1. 1953 (dtto). — Est. Sa. Catarina; Lages, I.—I. 
1887 (H. Fruhstorfer, Mus. G. Frey). 

R. Argentina, Entre Rıos: Isla Curuzu Chali, 9. 1. 
1953 (W. Wittmer, Mus. G. Frey). 


632 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Beide Arten erinnern viel an verschiedene Repräsentanten der 
Gruppe Maecolaspis ornata Germ., namentlich an die auf den glei- 
chen Fundorten verbreiteten Rassen von M. maculipes Har. Die 
Gattung Jaecolaspis unterscheidet sich von Hermesilla durch auf- 
fallend schmale Intercoxalplatte des Prosternums und durch die 
Bildung des Abdomens (bei Maecolaspis weder abgeflacht noch ein- 


gedrückt) der ZT. 


Hermesilla luteipes Lefevre 


Brasil: Rio de Janeiro (C. J. C. Pool; coll. Frey, British Mu- 
seum). — Est. S. Paulo: Amparo (British Museum). 


Tymnes tibialis n. sp. 


Mexico: Jalapa (coll. Stöcklein, Mus. G. Frey). 

Long. 4,5—5,5 mm. 

Rotbraun, Oberseite (Clypeus ausgenommen) bronzebraun. 
Körper langgestreckt, zylindrisch gewölbt, oberseits glänzend. 

Kopf ziemlich stark (Vergrößerung 10 X) und dicht, Vertex 
spärlicher punktiert. Stirn mehr als doppelt so breit wie ein Augen- 
querdiameter, zwischen den Augen schwach eingedrückt. Antennal- 
calli schwach gewölbt, schlecht umgrenzt. Fühler die Mitte der 
Flügeldecken überragend, zur Spitze schwach verdickt, das 5. Glied 
das längste, so lang wie Glieder 2 und 3 zusammengenommen. 

Thorax doppelt breiter als lang, hinter der Mitte am breitesten. 
Seiten deutlich abgesetzt, stark gerundet, nach vorne mehr als nach 
hinten verengt. Oberseite stark (Vergrößerung 5 X), in der Mitte 
spärlich, an den Seiten dichter punktiert, Punkte etwas länglich, 
in der Nähe aller Ränder fehlend. Vorderwinkel spitzig nach vorne 
gerichtet, Hinterwinkel stumpfeckig. Basis gerandet. 

Elytren breiter als das Halsschild, noch stärker punktiert, 
Punkte hinten und an den Seiten gereiht, Intervalle glatt und 
flach. Postbasale Depression nur angedeutet. 

d. Die 4 vorderen Basitarsite schwach erweitert. Hintertibien 
auf der Unterseite in der Mitte verdickt, im hinteren Drittel einen 
kräftigen Zahn bildend, unter welchem sich eine tiefe Ausrandung 
befindet. Der Zahn ist lang behaart, die Haare auf seiner äußersten 
Spitze sehr dicht und bis über die extreme Spitze der Tibien hin- 
reichend. 

Q. Beine zarter gebaut, Tibien einfach. 

Das 5 dieser Art ıst an der Form der Hintertibien ohne wei- 
teres erkennbar. Diese sind ähnlich wie bei den Aylax-Arten ge- 


Bechyne@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 633 


' bildet, die letzteren haben aber einen konkaven Vorderrand der 
_ Proepimeren (konvex bei Tymnes.) T. tricolor F. unterscheidet sich 
durch das sehr dicht punktierte Prostethium und einfache Hinter- 
tibien des Jg. 

Es besteht kein Zweifel, daß Jacoby’s T. verticalis (Biol. Centr.- 
Amer. Col. VI., I. 18582, p. 174) auf diese Art zu beziehen ist. 


T. tricolor F. (—=verticalis Chap.) ist eine rein nordamerikanische Art. 


Tymnes guatemalensis n. sp. 


Guatemala (Mus. G. Frey). 

Long. 6,5 mm. 9 unbekannt. 

Auf den ersten Blick mit der vorhergehenden Art überein- 
stimmend, größer, Flügeldecken hinten mit gewölbten Intervallen, 
Prostethium spärlich punktiert, Fühler so lang wie der Körper, 
Hintertibien in der Mitte der Unterseite stark dreieckig erweitert, 
kurz behaart, Vorder- und Mitteltibien etwas clavıform. 


Xanthonia umbilicata n. sp. 


Mexico (Höge, Mus. G. Frey). 
Diese Art ist der X. marmorata Jac. sehr ähnlich, jedoch durch 
die folgenden Unterschiede zu erkennen: 


X. marmorata X. umbrlicata 
Long. 2—2,5 mm Long. 3—3,5 mm 
Thorax runzelig punktiert. Halsschild mit einer flachen, 
umboniformen Punktierung. 
Flügeldecken dicht runzelig Elytren weitläufigpunktiert, 
punktiert, Intervalle schmäler als Intervalle viel breiter als die 
die Punkte. Punkte. 
Flügeldecken kurzoval, + Flügeidecken langoval. mehr 
1,5 X länger als breit. als doppelt so lang wie breit. 


Brevicolaspis pilosa Laporte 


Brasil, Est. Parana: Santa Mariana, 450 m, 1.—15. XI. 1951 
(Dr. H. Nick, Zool. Staatssammlung in München). 


Brevicolaspis kaszabi n. sp. 
Paraguay: Asuncion, 3. X. 1904 (Vezenyi, Mus. Budapest); 
San Bernardino (Fiebrig, Mus. Wien). 
Long. + 5 mm. 


Rotbraun, Fühler zur Spitze angedunkelt. Behaarung weißgelb. 


654 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Der Br. villosa Bryant, durch die nach außen dornartig 
erweiterte Spitze der Vordertibien und durch die Färbung sehr 
ähnlich, aber die Fühler °), der Flügeldecken erreichend, das 3. An- | 
tennit viel länger als das #., jedes der 4 Endglieder um die Hälfte 
kürzer als das 7. Antennit, Behaarung des Halsschildes dicht und 
querliegend, die der Flügeldecken spärlicher mit Längsreihen von 
abstehenden spärlichen langen Härchen und die Hinterfemora ohne 
Dorn, nur die #4 vorderen mit einem spitzigen Zähnchen nahe 
der Mitte. 


Sphaeropis championi Lefevre 


Panama: Colon, 28. I, 1925 (G. Bateson, British Museum). 


Sphaeropis nigricornis Lefevre 


Peru, Rio Huallaga: Tingo Maria, (00 m (Dr. W. Weyrauch); 
Cucuhy (coll. Clavareau, Mus. Paris). 
Sphaeropis humeralis Lefevre 


Trinidad (B.W. 1.), XIL 1953 (G. & H. Frey). 


Myochrous bryanti Blake 
Trinidad (B.M.L), XII. 1953 G. & H. Frey). 


Myochrous rhabdotus Blake 
Trinidad (B.WL), XI. 1953 (G. & H. Frey). 


Myochrous barbadensis Blake 
Trinidad (B.W.D, XI, 1953 (G. & H. Frey). 


Myochrous paulus Blake 


Suriname: Paramaribo, Cultuurtuip, 8. et 11. XI. 1950 (D. Piet, 
Zool. Mus. Amsterdam); Lelydorf, 10. XI. 1950 (dtto). 


Myochrous immundus Erichson 


Peru: Lima, I. 1939 (Dr. W. Weyrauc). 


Cellomius muriensis n. sp. 


Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 1.—III. 1952 (W. 
\Wittmer, Mus. G. Frey). 
Long. + 2mm. 


Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 


635 


Dunkel rotbraun, gelblich beschuppt, die Schuppen bilden an 
den Stellen, wo sie dicht einander gestellt sind, Binden und Flek- 
ken: 3 Längsbinden auf dem T'horax (die mittlere schwächer als 
die seitlichen) und 3 größere Flecken auf den Flügeldecken (eine 
auf dem Humeralcallus, eine genau in der Mitte jeder Decke, eine 
vor der Spitze hinter dem Humeralfleck). Fühler gelb mit ange- 
dunkelten Endgliedern. 

Viel kleiner als die einzige bisher bekannte Art (EC. myochroites 
Lef., 3,5—4 mm lang), Augen vorgequollen, Stirn beim 5 nur doppelt 
breiter als ein Augenquerdiameter (3 X breiter bei Ü. myochroites), 
Halsschild ohne Eindrücke an den Seiten mit halb aufstehenden 
gebogenen Härchen besetzt (Härchen bei Ü. myochroites gerade und 
anliegend), alle Elytralintervalle gleichstark gewölbt (abwechselnd 
stärker und schwächer gewölbt bei €. myochroites), Schenkel viel 
stärker gezähnt. Bei den beiden Arten sind die Flügeldecken mit 
Reihen von spärlichen abstehenden schwarzen Borsten besetzt. 


Argoa rugulosa Lefevre 


Brasil, Est. S. Paulo: Sabatına (Fötterle, Mus. Wien). 


Metachroma jacobyi Lefevre (nov. comb.) 


Als Balya beschrieben, aber die Klauen sind bifid und die + 
hinteren Tibien haben den für die Metachromini typischen Aus- 
schnitt auf der Außenseite nahe der Spitze. Die Gattung Nletach- 
roma wurde bisher nur sehr sporadisch südlich von Panama auf- 
gefunden; M. jacobyi ist die südlichste bekannte Art (R. Argentina). 


Typophorus diomedes n. sp. 


Peru: Vilcanota (Mus. G. Frey). 

Long. 2,2—2,6 mm. 

Schwarz, Fühlerbasis, Distalhälfte der Tibien und Tarsen gelb, 
Oberseite metallisch bronzegrün bis bronzeblau, Kopf + pechbraun 
durchscheinend. Körper oval, oberseits stark glänzend. 

Kopf fast glatt. Stirn in der Mitte seicht quer eingedrückt, 
fast 2X breiter als ein Augenquerdiameter. Ocularfurchen_ tief, 
innen neben der Fühlerinsertionsstelle leistenartig emporgehoben. 
Fühler ziemlich robust, die Mitte der Elytren kaum erreichend 
(beim 9 kürzer). 

Ihorax doppelt breiter als lang, an der Basis am breitesten, 
Seiten schwach gerundet, nach vorne verengt, vor den massiven, 
nach vorne stark ausgezogenen Vorderwinkeln ausgeschweift. Scheibe 


636 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


in der Mitte deutlich (Vergrößerung 20 X) punktiert, alle Ränder 
im breiteren Umfang glatt. 

Flügeldecken breiter als das Halsschild, vorne stark (Vergröße- 
rung 5—8 X), hinten sehr fein gereiht-punktiert, Intervalle glatt 
und flach. Die 5. Punktreihe innen neben dem Humeralcallus 
vertieft. Postbasale Depression deutlich, Basalcallus nur schwach 
gewölbt. 

Unter den kleinen, oberseits metallischen, kurzovalen Arten 
ist die vorliegende durch die sehr großen Vorderwinkel des Hals- 
schildes ausgezeichnet. 


Typophorus nigritus nitidulus Fabricius 


Brasil, Est. Bahia: S. Salvador, XII. 1877 (Mus. Wien). — Est. 
Esp. Santo (Mus. Budapest). — Est. S. Paulo: Jundiahy, 18. U. 
1899 (Schrottky, Mus. Budapest). — Est. Rio Grande do Sul: Pörto 
Alegre (Baron Warsberg, Mus. Wien). — Est. Mato Grosso (coll. 
Koslowsky, Mus. La Plata); Corumba (H. Richter, Mus. La Plata). 

Paraguay: San Luis (Reimoser, Mus. Wien); Hohenau, Alto 
Parana (coll. H. Richter, Mus. La Plata); Villa Rica (dtto); Puerto 
Itapucumi, 30. XI. 1950 (A. Martinez); Puerto Max, 1. IV. 1905 
(Vezenyi, Mus. Budapest) ; Asunciön, Villa Morra (dtto); Goncepcion 
(dtto); San Bernardino, 14. I. 1939 (P. Denier, Mus. La Plata); 
Villa Elisa, XI. 1939 (dtto.). 

Bolivia: Nor Yungas, Coroico, XII. 1948 (A. Martinez); ibid., 
IV. 1931 (P. Denier, Mus. La Plata;) Caranavi, 3., 13. et 28. V. 1931 
(dtto); Sud Yungas, dto. La Paz, Chirca, 3.IV. 1931 (dtto); Yungas 
entre Anazani y Yanacachi, 27. III. 1931 (dtto). 


Peru: Vilcanota (Mus. Budapest). 


Typophorus horvathi n. sp. 


Brasil, Est. Para: Rio Acara, 1930 (E. Horvath, Mus. Buda- 
pest); Est. Pernambuco: Boa Vista (dtto). 

Rotbraun, Knie, Mandibeln, Naht und Seitenrand der Flügel- 
decken pechbraun, ein schlecht begrenzter Fleck hinter dem Schildchen 
und einer jederseits hinter der Mitte, dem Seitenrand genähert, dunk- 
les Braunrot. 

Diese Art ist mit T. pygmaeus Lef., welcher auf den gleichen 
Fundorten gefunden war, verwandt, anders gefärbt und durch fol- 
sende Hauptmerkmale zu trennen: 


Bechyn@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 


637 


Typophorus pygmaeus: 


Long. 2 mm. 
Die letzten 5 Antennite stark 
verdickt, jedes dicker als das 1- 


Halsschild deutlich transver- 


Typophorus horvathi: 


Long. 2,5—2,6 mm. 

Diese Antennite nur mäßig 
verdickt, jedes dünner als das 
1. Fühlerglied. 


Thorax nicht breiter als lang; 


die Seitenrandlinie, von der Seite 
betrachtet, im vorderen Viertel 


sal ; Seitenrandlinie, von der Seite 

betrachtet, gerade. 

stark nach unten gebogen. 
Flügeldecken überall deut- 

lich punktiert, 2 laterale Inter- 

valle (namentl. hinten) gewölbt. 


Punktierung der Elytren 
vorne viel stärker als hinten, 


alle Intervalle flach. 


Typophorus santaremus n. sp. 


Brasil, Est. Para: Santarem (Mus. G. Frey). 

Long. 3 mm. 

Diese Art unterscheidet sich von T. pygmaeus Lef. (das Pro- 
sternum ist zuweilen angedunkelt, auf den Flügeldecken befindet 
sich manchmal noch ein schwarzer Fleck auf der Basis zwischen dem 
Schildchen und dem Humeralcallus) durch das deutlicher punktierte 
Halsschild, welches an der Basis von einer Reihe dicht gedrängter 
länglicher Punkte gerandet ist, durch viel größeren Körper und 
durch die sehr spärliche, nur auf die vordere Hälfte beschränkte 
Flügeldeckenpunktierung. 


Typophorus epimeralis n. sp. 


Brasil, Est. Para: Rio Acara, 1930 (E. Horvath, Mus. Budapest). 

Long. . + 2,5 mm. 

Dunkel rotbraun, Körper leicht metallisch überflogen, die 5 
Endglieder der Antennen schwärzlich. Körper kurzoval, Oberseite 
slänzend. 

Trotz der äußeren Ähnlichkeit, ist diese Art von den vorher- 
gehenden durch die breite, schwach gewölbte Stirn (doppelt breiter 
als ein Augenquerdiameter) und seitlich zu den Okularfurchen nur 
schwach herabfallenden Vertex verschieden. Thorax deutlich trans- 
versal, die Basalfurche nur mit spärlichen Punkten besetzt, die 
Seiten, von der Seite betrachtet, geradlinig, die Vorderwinkel, von 
oben betrachtet, scheinen sehr weit nach vorne verlängert zu sein, 
weil die Epimeren des Prosternums weit nach vorne neben die 
Augen verlängert sind, gerade ihr schmalstes Profil zeigen und da- 


638 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


durch als Verlängerung der Vorderwinkel zum Vorschein kommen. 
Flügeldecken wie bei T. horvathi skulptiert (mit gewölbten lateralen 
Intervallen). | 


Typophorus quinquemaeculatus Erichson 


Perü, Rio Huallaga: 'Tingo Maria, 700 m, 15. II. 1947 (Dr. W. 
\Weyrauch); Marcapata (Mus. Budapest). 


Manchmal sind die Flügeldecken einlarbig rotgelb (ab. inornatus). 


Typophorus tarsalis Lefevre 


Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 4. II. 1953 (W. 
Wittmer, Mus. G. Frey); Nova Friburgo (F. Wiengreen, Mus. G. Frey). 

Eine sehr variable Art, welche jedoch an der breit ovalen Ge- 
stalt und sehr reduzierten Elytralpunktierung zu erkennen ist. Die 
Beine und die Unterseite sind bald einfarbig rot, bald einfarbig 
schwarz, mit allen möglichen Übergängen dazwischen. Die Ober- 
seite ist schwarz, einfarbig, oder die Elytren an der Basis rot. 
Manchmal ist der Vorderkörper rot, die Flügeldecken entweder 


sanz schwarz, oder mit einem roten Querfleck an der Basis. 


Paria degenerata Weise 


Br. Guiana: Demerara (Mus. G. Frey). — Suriname: Parama- 


ribo, Cultuuttuin, 16. XI. 1950 (D. Piet, Zool. Mus. Amsterdam). 


Jansonius Baly (nov. comb.) 


Diese Gattung, in den Katalogen zu den NMlyochroini gestellt, 


= 
sehört der Tribus Typophorini zu. Sie wurde von mir unter dem 


Namen Periparia näher charakterisiert. 


Jansonius pubescens n. sp. 


Paraguay: San Bernardino (Fiebrig, Mus. Wien). 

Long. JS 2,5mm, 992 53mm. 

Braun mit einem Metallschein, Fühlerbasis hell braungelb, die 
letzten Antennite angedunkelt. Oberseite glänzend, spärlich weiß- 
lich behaart. 

Kopf spärlich deutlich punktiert (Vergrößerung 20 — 30x). 
Stirn sehr breit, 4X breiter als ein Augenquerdiameter, in der 
Mitte mit einem Längsgrübchen versehen, vorne vom Clypeus nicht 
getrennt. Antennalcalli klein, dicht oberhalb der Fühlerbasis ge- 
lest, hinten von den Ocularsulci begrenzt, welche sich schräg bis 
zum Augenhinterrand hinausziehen. Fühler robust, das 1. Drittel 


Bechyne@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 639 


der Flügeldecken kaum erreichend, zur Spitze verdickt, das 5. Glied 
eine Spur länger als die benachbarten, das 2. länglich. 

Thorax quadratisch, eher länger als breit, vor der Mitte am 
breitesten, Seiten sehr schwach gerundet, nach hinten mehr als 
nach vorne verengt. Vorderwinkel stark herabgebogen, Hinter- 
winkel stumpfeckig. Oberfläche nicht dicht, in der Mitte schwächer 
(Vergrößerung 10X) als an den Seiten punktiert. Basis fein ge- 
randet. Schildchen kahl und glatt. 

Elytren breiter als das Halsschild, sehr grob (Vergrößerung 
2x), ın regelmäßigen Längsreihen punktiert, Intervalle glatt, die 
erste Punktreihe vertieft. Postbasale Querdepression schwach aber 
deutlich. Prostethium grob punktiert, Proepimeren nach vorne nur 
sehr schwach gewölbt. Ausrandung der 4 hinteren Tibien nur mäßig 
tief. 

&. Die ganze Oberseite glänzend, die 4 vorderen Tarsen er- 
weitert. Nur 2 laterale Intervalle der Flügeldecken gewölbt. 

9. Größer, Flügeldecken matter als der Vorderkörper, Beine 
zarter gebaut, mehrere Elytralintervalle gewölbt. 

J. pubescens ist auf der Behaarung der Oberseite ohne weiteres 
zu erkennen. 


Endocephalus suffriani Harold (nov. comb.) 


Endocephalus Julviecollis Lef. ist mit der v. Herold’schen Art 
identisch (Type in coll. Oberthur, Mus. Paris). 


Endocephalus flavipennis Guerin (nov. comb.) 


Diese in Brasilien weit verbreitete Art wurde 3 X als eigene 
Spezies beschrieben: 

1. Elytren einfarbig rotgeb. -. .... 2.2.2. ..EWyp: 

2. Elytren mit wenigen Makeln Beten 

Sr ab. biguttatus Lefevre 

3. Elytren mit je 6 schwarzen Makeln (222,1. . 2... .. 

. ab. fenestratus Harold 


Colaspoides freyi .n. sp. 
Venezuela, Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G.& HM. 
Frey). 
Long. ”mm. 5 unbekannt. 
Schwarzviolett, Clypeus und Schildchen lebhaft metallisch vio- 
lett, die ersten 4 Antennite und Basis der Palpen gelblich. Körper 
kurzoval, hochgewölbt, stark glänzend. 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2, 1955 41 


640 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Kopf zerstreut punktiert (Vergrößerung 20 X), Frontalfurchen \ 
nahe den Augen tief inskulptiert, Stirn breit, in der Mitte von : 
einer Längsfurche geteilt. Clypeus stark transversal, Antennalcalli 
hoch und glatt. Fühler die Mitte der Flügeldecken erreichend, das \ 
3. Glied so lang wie die 2 vorhergehenden zusammengenommen, 
1,5 X länger als das 4., das 5. länger als das 4., aber kürzer als 
das 3., die 3 Endglieder sehr schwach verdickt. | 

Thorax fast glatt, nur mit vereinzelten feinen Punkten be- | 
setzt (Vergrößerung 40—50 X), 3 x breiter als lang, an der Basis 
am breitesten, Seiten stark nach vorne gerundet-verengt. Basis kräftig 
gerandet, Randfurche mit einer Reihe grober dreieckiger Punkte 
besetzt. Vorderwinkel kurz abgerundet, nach vorne ausgezogen, | 
Hinterwinkel stumpfeckig. Schildchen groß, ogival. | 

Elytren viel breiter als das Halsschild, stark (Vergrößerung | 
8—10 X) und weitläufig in verworrenen Doppelreihen punktiert, 
Humeralcallus groß, postbasale Depression kaum angedeutet. Pro- 
stethium glatt, Abdomen in der Mitte spärlich abstehend behaart. 

Mit ©. unicolor Jac. verwandt, nicht so lebhaft metallisch ge- 
färbt, Clypeus nicht runzelig punktiert und das Halsschild fast 
sanz glatt. Ü. batesi Jac. und Ü. turialbana Bech. unterscheiden sich 
von der vorliegenden Art durch einen lang dreieckigen, nicht trans- 
versalen Clypeus. 


Colaspoides limbata Fabricius 


Brasil, Est. Para: Mujo. (Santarem), XI. 1921 (H. C. Boy, Ist. 
Ecol. Expt. Agric., Rio de Janeiro). — Suriname: Paramaribo (Mus. 


Budapest. 


Colaspoides chanchamayensis Bechyne 


Peru: Satipo, 650 m, VI. 1949 (Dr. W. Weyrauch), Marcapata 
(Mus. Budapest); Huancayo, 28. IX. 1938 ‚Paprzycki, Inst. Ecol. Expt. 
Agric., Rio de Janeiro. 

Die Mitteltibien bei dieser Art sind ähnlicherweise vor der 
Spitze ausgeschnitten wie bei der Gattung Colaspis. 


Colaspoides weyrauchi Bechyne 


Peru: Pachitea (coll. Clavareau, Mus. Paris . 


Colaspoides peruana Jacoby 


Perü: Chanchamayo Mus. G. Frey); Marcapata (Mus. Budapest). 


Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 641 


Provisorische Liste der venezolanischen Eumolpiden 


Die erste moderne Liste der ın Venezuela vorkommenden 


' Eumolpiden veröffentlichte Mr. G. E. Bryant 1942 (Bol. Soc. Venez. 


' Cienc. Nat. 7, p. 198—200) mit 27 Arten. 


Wer sich die Mühe machen will, die in den folgenden Zeilen 


erwähnten Fundorte auf eine geographische Karte einzutragen, so 


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wird er feststellen müssen, daß die augenblickliche Exploration 
eigentlich nur auf einen Teil der Küstenzone beschränkt ist und 


daß das eanze Hinterland faunistisch eine terra incoenita dar- 
5 8 


‚stellt. Von diesem Standpunkt ausgegangen, dürfte jede Theorie 


über eine faunistische Verwandtschaft mit den benachbarten Län- 
dern mehr Verwirrung stilten als Vorteile bringen. Die Mehrzahl 
der hier erwähnten Arten scheint zwar endemisch zu sein; da 
aber auch in den benachbarten Territorien die augenblicklichen 
Kenntnisse der Chrysomelidenfauna im allgemeinen noch geringer 
als in Venezuela sind, muß auch das Ansehen der venezolanischen 
Endemiten unter diesem Gesichtspunkt betrachtet werden. Es 
steht nur das eine fest, daf5 nämlich die venezolanische Küsten- 
fauna westlich vom Orinoco-Delta der von Nord-Kolumbien näher 
steht, als der von der amazonisch-guianischen Region. 


Gen. Chrysodina Baly 1864 


Chrysodina cribricollis Lefevre 1889 
Est. Carabobo: San Esteban (Lefevre). 
Distr. Federal: Gorozal (Lelevre). 
Chrysodina parvula Lefevre 1885 


Caracas, II. 1934 (G. Frey); ibid. (R. Lichy, coll. Monrös). 
Est. Carabobo: San Esteban (Lefevre); Valencia (dtto). 
Est. Aragua: Colonia Tovar (Lefevre). 

Colombia. 


Chrysodina surrabaya Bechyne 
1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 572. 
Caracas, I. 1954 \G. & H. Frey). 
Chrysodina tibialis Lefevre 1889 
Caracas, 21. XI. 1950 (Racenis, Inst. biol. de Caracas). 
Est. Carabobo: San Esteban (Lefevre). 


41* 


642 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


\ 
| 


Est. Guarico: Ortiz, 2. VII. 1950 (Roze, Inst. biol. de Caracas), | 
Est. Miranda: Charallave, 5. XI. 1950 (Racenis, Inst. biol. de ° 


\ 
” 


Caracas). 
Est. Merida: Novedad (Bricenio, Mus. Budapest). | 
Est. Zulia: Encontrados — Boca d R. la Grita, 18. VII. 1930 | 
(H. J. Mac Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam). 


Colombia. 
Gen. Antitypona Weise 1921 


Antitypona caracasa Bechyne& (1. 1.) 
Caracas (Mus. G. Frey). 


Antitypona coeruleata Lefevre 1877 


Est. Aragua: Colonia Tovar (Lefevre). 
Brasil: Amazonas. — Peru. — Panama. 


Antitypena displieita Bechyne (1. 1.) 


Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey). 
Merida (Bricenio, Mus. Budapest). 


Antitypona discigera Bechyne 1951 
Merida (Mus. G. Frey). 


Antitypona humeralis Jacoby 1900 


Venezuela (ohne Fundortsangabe). 


Antitypona minuta Jacoby 1881 


Lefevre 1889, Ann. Soc. Ent. Fr. (6) 9, p. 330 (faun.) 
Distr. Federal: La Guaira (Lefevre). 


Panama. — Guatemala. 
Gen. Ledesmodina Bechyne 1951 


Ledesmodina aurieollis Lefevre 1877 


Caracas: Jard. bot. 17. VI. 1950 (Roze, Inst. biol. de Caracas); 
La Quebrada, 19. XI. 1949 (Marcuzzi, Inst. biol. de Caracas). 

Est. Guarico: Ortiz, 2. VII. 1950 (Roze, Inst. biol. de Caracas). 

Est. Suere: Gumana (Lefevre). 

Est. Aragua: Rancho Grande, VI. 1936 (P. Vogl. Zool. Staats- 
sammlung in München); ibid., 24. X. 1948 (Ciferri, Brit. Museum). 


Bechyne@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 


643 


Est. Tachira: Palo Grande, — San Cristobal, 20. VII. 1930 
(H. J. MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam). 


Gen. Caryonoda Bechyne 1951 


Caryonoda meridana Bechyne 1953 


Est. Aragua: Rancho Grande, 1. 1954 (G. & H. Frey). 
Est. Merida: Merida (Mus. G. Frey ; Mus. Budapest ; Mus. Wien: 
Mus. Paris); Novedad (Bricenio, Mus. Budapest). 


Gen. Nodonota Lefevre 1885 


Nodonota atra dislocata Bechyne 1953 


Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey. 
Die Stammform und andere geographischen Rassen sind in 


Kolumbien und Zentral-Amerika weit verbreitet. 


Nodonota aurulenta Lefevre 1876 


Fst Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 


Colombia. — Peru. — Bolivia. 


Nodonota bogotana Harold 1874 


Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe). 


Colombia. 


Nodonota brevis Lefevre 1889 


Venezuela, 1858 (Dr. Moritz, Mus. Wien). 
Colombia. 


Nodonota ella Bechyne 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6. p. 586. 
Est. Merida: La Playa, distr. Jajı. Campo Ella, 16. VIII. 1935 
7500 ft. (J. Hanbury Tracey, British Museum). 


Nodonota exilis tuberculata Lefevre 


Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey); ibid., 14. XT. 1949, 21. XI. et 
10. XII. 1950 et 14. X. 1951 (Roze, Inst. biol. de Caracas): Ibid.. 
jard. bot., 20. VII. 1950 (dtto) et 23. VI. 1950 (Racensis, Inst. biol. 
de Caracas); Sierra de Avila (P. Vogl, Zool. Staatssammlung in 
München); La Guaira (Lefevre). 

Est. Carabobo: San Esteban (Lefevre): Puerto Cabello (dtto). 


644 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


Est. Miranda: Lira, 5. XI. 1950 (Racenis, Inst. biol de Caracas); 
Öntimano, 12. VI. 1926 (H. E. Box, Brit. Museum); W. of Petare, 
4. VII. 1926 (dtto). | 

Est. Aragua: Maracay, El Limon (British Museum); Rancho 
Grande (P. Vogl, Zool. Staatssammlung in München); ibid., IV. 1949 
(Mareuzzi, Inst. biol. de Caracas); ibid., VII. 1949 (Racenis, Inst. 
biol. de Caracas): ibid., I. 1954 (G. & H. Frey). 


Die Stammform kommt in Guiana und auf Trinidad vor. 


Nodonota exilis grita Bechyne 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 502. 

Est. Zulia: Encontrados — Boca d.R. la Grita, 18. VII. 1930 
(H. J. MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam). 

Est. Tachira: Palo Grande — San Cristoba, 20. VII. 1930 (dtto). 

Est. Trujillo: Valera — La Ceiba, 2. VIII. 1930 (dtto). 


Nodonota laeta Lefevre 1878 


Lefevre 1889, Ann. Soc. Ent. Fr. (6) 9, p. 331 (faun.). 
Caracas (Lefevre); La Guaira (dtto). 
Est. Carabobo: San Esteban (Lefevre). 


Nicht aus Kolumbien bekannt. 


Nodonota meridensis Bechyne 1953 
Merida (coll. Clavareau, Mus. Paris). 


Nodonota micromela Bechyne 1953 
Est. Merida: Merida (Mus. G. Frey; Mus. Faris; Mus. Budapest); 
Aceguias, 16. X. 1938, 8000 ft. (J. Hanbury Tracey, British Mu- 
seum). 
Nodonota peregrina Lefevre 1878 


Venezuela (ohne nähere Angabe). 
Colombia. 


Nodonota pustulata varicolor Bechyne 1951 
Merida (Mus. Paris). 


Die Stammform in Kolumbien. 


"Nodonota semicostata Lefevre 1875 


Est. Zamora, 1897 (L. Laglaize, Mus. G. Frey). 


Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 645 


Nodonota simoni Lefevre 1889 


Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey); El Junquito, 16. X. 1949 (Mar- 
cuzzi, Inst. biol. de Caracas). 
Est. Aragua: Colonia Tovar (Lefevre). 


Nodonota singularis Lefevre 1889 
Est. Carabobo: San Esteban (Lefevre). 


Nodonota subangulata Lefevre 1875 


Caracas (Mus. G. Frey); ibid., Jard. bot., 17. VI. 1950 (Roze, 
Inst. biol. de Caracas). 

Est. Aragua: Rancho Grande, VII. 1949 (Racenis, Inst. biol. de 
Caracas). 

Colombia. 


Nodonota trichophora Bechyne 


1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 587. 

Est. Merida: La Playa, distr. Jaji, Campo Ella, 16. VIII. 1938, 
7500 ft. (J. Hanbury Tracey, British Museum); distr. Paramos de 
Tambor, Campo Ella, 23. VIII. 1938, 9400 ft. (dtto). 


Nodonota tricostulata Lefevre 1875 ') 


Est. Apure: San Fernando, 5. X. 1897 (L. Laglaize, Mus. G. Frey). 

Est. Tachira: Boca d. R. la Grita — Cucuta (Colombia), 18. 
VII. 1930 (H. J. MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam). 

Colombia. 


Nodonota venezuelensis Jacoby 1899 


Venezuela (ohne nähere Fundortsangaben). 


Nodonota virgulata Lefevre 1878 
Venezuela (ohne nähere- Fundortsangabe). 
Colombia. 

Nodonota winkleri Lefevre 1878 


Venezuela (ohne nähere Fundortsängaben). 
Colombia. 


2) Auch in Br. Guiana: Demerara (Mus. G. Frey). 


646 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Gen. Deuteronoda Bechyne 1951 


Deuteronoda räcenisi Bechyn& (i. 1.) 


Caracas (Mus. G. Frey); ibid., Jard. bot., 20. VII. 1950 (Räce- j 


nis, Inst. biol. de Caracas). 


Deuteronoda suturalis suturalis Lefevre 1878 


Est. Zulia: La Fria — Encontrados, 22. VII. 1930 (H. J. Mac- 
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam). | 
Colombia. — Zentral- America. — Weitere geographische Ras- 
sen in Bolivien und Brasilien. 


Gen. Nodocolaspis Bechyne 1949 


Nodocolaspis femoralis Lefevre 1878 


Caracas (P. Vogl, Zool. Staatssammlung in München); ibid. 
(Mus. G. Frey); Corozal (Lefevre). 

Est. Carabobo: Puerto Cabello, III. 1934 (G. Frey); San Esteban 
Lefevre). 

Est. Zulia: La Fria — Encontrados, 22. VU. 1930 H. J. Mac- 
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam). 


Colombia. — Panamä. — Brasıl: Amazonas. 


Gen. Agrosterna Harold 1875 


Agrosterna flavida Lefevre 1877 
Est. Aragua: Rancho Grande, V. 1936 (P. Vogl. Zool. Staats- 


sammlung in München). 


Agrosterna kirschi Harold 1874 


Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 594. | 
Est. Carabobo: San Esteban (Lefevre); Puerto Cabello, III. 1934 
G. Frey). 


Caracas (Lefevre) 


Gen. Hylax Lefevre 1884 


Hylax plagiatus Lefevre 1878 


Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe). 
Colombia. 


Bechyn&@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 647 


Hylax tarsalis Lefevre 1885 


Venezuela (ohne nähere Fundortsangaben) 
Brasil: Est. Minas Gerais? 


Gen. Parachalcoplacis Bechyne 1950 


Paxachalcoplacis humilis Lefevre 1591 
Est. Sucre: Cumana (Mus. G. Frey). 


Gen Chalcophana Chevrolat 1943 


Chalcophana carinata Lefevre 1876 
Caracas (Mus. G. Frey). 
Nicht von Kolumbien bekannt. 

Chalcophana coeruleipennis Jacoby 1900 
Caracas: Sierra de Avıla (P. Vogl, Zoel. Staatssammlung ın 
München). 

Colombia. 

Chalcophana dimidiata Baly 1560 
Merida (Zool. Museum Berlin). 
Peru. — Ecuador. 

Chalcophana effulgens boreella Bechyne 1953 
Merida 1854 (Mus. Wien). 
Colombia. — Mehrere geographische Rassen sind von Ecua- 
dor, Peru und Bolivien bekannt. 

Chalcophana lutulenta Harold 1874 
Lefevre 1878, Mitt. Münch. Ent. Ver. 2, p. 130 (faun.) 
Venezuela, ohne nähere Angabe (Lefevre). 
Colombia. 

Chalcophana opulenta Baly 1881 
Merida (Bricenio, Mus. Budapest). 
Colombia. 

Chalcophana suavis Harold 1874 


Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe). 
Colombia. 


648 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Chalcophana versicolor versicolor Harold 1874 


Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe). 


Colombia. — Eine andere geograpbische Rasse ist von Mexico 
bekannt. 


Gen. Otilea Lefevre 1877 
Otilea fulva Jacoby 1900 


Caracas: Sierra de Avila (P. Vogl, Zool. Staatssammlung in 


München). 


Gen. Corysthea Baly 1865 


Corysthea funesta vogli Bechyne 1955 


Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 610. 

Est. Aragua: Rancho Grande (P. Vogl, Zool. Staatssammlung 
in München). 

Die anderen geographischen Formen kommen auf Trinidad, 
ın Guiana und Nord-Brasil vor. 


Gen. Alwiunia Bechyne 1953 


Alwiunia excentrica Bechyne 1953 


Fracatal (? Umgebung von Caracas) (Mus. G. Frey). 


Gen. Allocolaspis: Bechyne 1950 


Allocolaspis fastidiosa Lefevre 1885 

Lefevre 1889, Ann. Soc. Ent. Fr. (6) 9, p. 334 (faun.). 

Est. Carabobo: San Esteban (Lefevre); Puerto Cabello (Mus. 
G. Frey). 

Caracas (Mus. G. Frey). 

Est. Aragua: Rancho Grande, V. et. VI. 1956 (P. Vogl, Zool. 
Staatssammlung in München). 

Colombia. — Panama. 


Allocolaspis insidiosa Lefevre 1877 


Caracas (Mus. G. Frey). 
? Antilles. 


Allocolaspis perplexa Jacoby 1900 


Caracas (Jekel, coll. Kraatz, Deutsches Ent. Institut in Berlin); 
ibid. (Mus. G. Frey). 


Bechyn&@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 649 


Gen. Ephyraea Lefevre 1889 


Ephyraea castanea Lefevre 1889 
Est. Carabobo: San Esteban (Lefevre). 


Ephyraea chapuisi Harold 1874 
Distr. Federal: CGorozal (Lefevre). 


Colombia. 


Ephyraea hypomelas Lefevre 1809 
Distr. Federal: Corozal (Lefevre). 


Gen. Promecosoma Lefevre 1877 


Promecosoma venezuelanum Bechyne 1955 


Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 612. 
Est. Aragua: Rancho Grande, V. 1935 (P. Vogl, Zool. Staats- 


sammlung in München). 


Gen. Adorea Lefevre 1877 


Adorea cruentata Lefevre 1877 


Est. Carabobo: San Esteban (Lefevre). 
Merida (in den meisten europäischen Museen). 
Colombia. — Guatemala. 


Gen. Pygocolaspis Bechyne 1950 


Pygocolaspis notaticornis Lefevre 1877 
Caracas (Mus. G. Frey). 
Est. Carabobo: Puerto Cabello, (Mus. G. Frey); Valencia (F. 
Kummerow, Zool. Mus. Berlin). 
Est. Aragua: Rancho Grande, V. 1955 et V. 1936 (P. Vogl, 


/,ool. Staatssammlung in München). 


Gen. Maecolaspis Bechyne 1950 


Maecolaspis aberrans Bechyne 1953 


Est. Carabobo: Puerto Cabello, III. 1934 (G. Frey). 

Die faunistische Angabe Lefevre’s von 1889 (Ann. Soc. Ent. 
Fr. (6) 9, p. 333) über der guiaianisch-amazonische M. occidentalis 
L. bezieht sich mit Sicherheit auf diese Art. 


650 Entom. Arbeiten aus denı Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Maecolaspis aerea aerea Lefevre 1804 


Merida, 1884 (Mus. Wien). 

Est. Zulia: La Fria — Encontrados, 22. VII. 1930 (H. J. Mae 
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam). 

Colombia. — Eine andere Rasse in Zentral- Amerika. 


Maecolaspis aerea foersteri Bechyne (1. 1.) 


Caracas 1. 1954 (G. & H. Frey); ibid., Jard. bot., 20. VII. 1950 
(Racenis, Inst. biol. de Caracas). 

Est. Miranda: Barota, 15.1. 1951 (Roze, Inst. biol. de Caracas); 
Encantado, 2. X. 1950 (Racenis, Inst. biol. de Caracas). 

Est. Aragua: Rancho Grande, VII. et VIII. 1934 et V. 1935 
(P. Vogl, Zool. Staatssammlung in München).') 


Maecolaspis albieineta fermosa Lefövre 1378 
Merida (Mus. G. Frey; Mus. Paris). 
Colombia. — Die Stammforrn ist sehr weit verbreitet: Ecua- 
dor, Perü, Bolivia, Brasil: Amazonas, Parä, Bahia. 


Bechyne 1955, Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 


Maceolaspis apurensis Bechyne 1951 


Est. Apure: San Fernando (Mus. G. Frey). 


Maecolaspis araguensis Bechyne (i. 1.) 


Caracas (Mus. G. Frey). 
Est. Aragua: Rancho Grande, VII. 1949 (Räcenis, Inst. biol. 


de Caracas). 


Maecolaspıs fulvimana Lefevre 1877 
Est. Garabobo: La Cumbre de Valencia (Lefevre). 
Caracas (Mus. Wien). 
Est. Aragua: Rancho Grande, VII. 1949 (Räcenis, Inst. biol. 


de Caracas). 


Maeeolaspis gwendolina Bechyne 1953 
Merida (Mus. G. Frey; Mus. Budapest; Mus. Paris). 


 ) Trinidad (B.W.L), XII. 1953 (G. & H. Frey): Port of Spain, III. 1934 
(G. Frey). — Die 3 Exemplare von diesen Fundorten sind QQ von einer sehr 
regelmäßig ovalen Gestalt. 


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Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 651 


Maeeolaspis inconstans inconstans Lefevre 1878 

Caracas (Lefevre). 

Est. Miranda: Encantado, 6. X. 1950 (Räcenis, Inst. biol. de 
Caracas). 

Est. Garabobo: Puerto Oabello (Sievers, Mus. G. Grey); San 
Esteban (Lefevre). 

Est. Aragua: Rancho Grande, 1949 (Räcenis, Inst. biol. de Ca- 
racas); ibid., 1. 1954 (G. u. H. Frey). 

Est. Zulia: La Fria — Encontrados, 22. VII. 1930 (H. J. Mac 
Gillavry, Zool. Museum Amsterdam). 

Colombia. — Panama. — Die zahlreichen geographischen, 
Rassen sind in der ganzen tropischen Zone Süd-Amerikas verbrei- 
ket.!) 

Maecolaspis interstitialis Lefevre 1877 

Caracas (P. Vogl, Zool. Staatssammlung in München). 

Est. Aragua: Rancho Grande (P. Vogl, Zool. Staatssammilung 
in München). 

Est. Merida: Mene Grande, 23.—24#. VII. 1930 (H. J. MaecGil- 
lavry, Zool. Mus. Amsterdam); Merida (Bricenio, Mus. Budapest). 

In Brasil weit verbreitet. 


Maeecolaspis labilis (Bechyne (i. 1.) 
Caracas (Mus. G. Frey). 


Maecolaspis lebası Lefevre 1875 
Caracas (Mus. G. Frey); ibid., Jard. bot., 20. VII. 1950 (Räee- 


nis, Inst. biol. de Caracas). 

Est. Miranda: Encantado, 5. X. 1950 (Räcenis, Inst. biol. de 
Caracas). 

Est. Garabobo: San Esteban (Lefevre). 

Est. Zulia: Encontrados — Boca d R. la Grita, 18. VII. 1930 
(H. J. MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam); La Fria — Encon- 
trados, 22. VII. 1930 (dtto). 


Colombia. — Panamä. — El Salvador. — Ecuador. — Perü. 


Maecolaspis lebasiformis Bechyne 1955 


Est. Carabobo: Puerto Cabello, 111. 1934 (G. Frey). 


') Maecolaspis inconstans semidistincta Bechyn&: Trinidad (B. W. L.), XII. 1953 


(G. & H. Frey). 


652 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Maecolaspis legionalis Bechyne 1953 

Caracas (Mus. G. Frey). | 

Merida (Mus. G. Frey; Mus. Paris; Zool. Mus. Berlin; Mus. Bu- | 
dapest). 

Maecolaspis rugosa onca Bechyne 1950 

Est. Garabobo: Puerto Uabello (Sievers, Mus. G. Frey). 

Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey); Mara- 
cay, El Limön, 31. X. 1943 (Fernandez y Salas, British Museum). 
Zahlreiche geographische Rassen über die ganze neotropische Re- 
gion. ar 

Maecolaspis speciosa Lefevre 1885 


Venezuela (ohne nähere Angabe). 


Maeecolaspis tabacilla puertocabeilensis Bechyn&@ 1953 
Est. Carabobo, 111. 19354 (G. Frey). 


Gen. Alethaxius Lefevre 1885 
Alethaxius marcuzzii Bechyne (i. 1.) 
Est. Aragua: Rancho Grande, IV. 1949 (Marcuzzi, Inst. biol. 
de Oaracas); ibid., 1. 1954 (G. & H. Frey). 
Alethaxius vagabundus Lefevre 1878 


Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe). 
Colombia. 


Gen. Entomschirus Lefevre 1864 
Ertomochirus jucundus Lefevre 1884 


Caracas (Lefevre). 


Gen. Rhabdopterus Lefevre 1855 
Rhabdopterus apieicornis Jaceby 1900 


Venezuela (ohne nähere Angaben). 


Rhabdopterus caliginosus Lefevre 1878 


Venezuela (ohne nähere Angabe). 
Colombia. 


Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 653 


Rhabdepterus euprinus Lefevre 1889 


Caracas (Mus. G. Frey); Corozal (Lefevre). 
Est. Zulia: La Fria — Encontrados, 22. VII. 19530 (H. J. Mae 
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam). 


Rhabdopterus curtus Lefevre 1875 


Venezuela (ohne nähere Fundortsangaben). 
Colombia. — Panamä. — Guatemala. 


Rhabdopterus deieetator Bechyne 1950 


Est. Aragua: Rancho Grande, 1Y. 1949 (Mareuzzi, Inst. biol. 
de Caracas) ; ibid., VII. 1949 (Räcenis, Inst. biol. de Caracas) ; ibid., 
I. 1954 (G. & H. Frey). 


Rhabdopterus fulvipes Jacoby 1852 
Caracas (Mus. G. Frey); Corozal (Lefevre). 
Est. Carabobo: San Esteban (Lefevre); Puerto Oabelio, 111. 
1954 (G. Frey). 


Rhabdepterus obsitus Lefevre 1835 


Caracas, 1. 1954 (G. & H. Frey); ibid., 21. XI. et 2. X11. 1956 
(Räcenis, Inst. biol. de Caracas); ibid., Jard. bot. 23. VI. et 20. VII. 
1950 (dtto); Corozal (Lefevre); Sierra de Avila (P. Vogl, Zool. 
Staatssammlung in München). 

Est. Aragua: Colonia Tovar (Lefevre); Rancho Grande, Viii. 
1934, V., VI. et VII. 1936 (P. Vogl, Zool. Staatssammiung in Mün- 
chen). 


Rhabdopterus venezuelensis Jacoby 1900 


Venezuela (ohne nähere F undortsangabe). 


Rhabdopterus versutus Liefevre 1885 


Est. Carabobo: Valencia (Mus. G. Frey). 
Est. Merida: Merida (Mus. Budapest); Bocono, 11. VIll. 1938, 
5000 ft. (J. Hanbury Tracey, Brit. Museum). 


Gen. Phanaeta Lefevre 1878 
Phanaeta abscondita Bechyne 1950 


Venezuela (ohne nähere F undortsangaben). 


654 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Phanaeta ruficollis Lefevre 1878 


Lefevre 1889, Ann. Soc. Ent. Fr. (6) 9, p. 336 (faun.). 
Est. Carabobo: San Esteban (Lefevre). 


Colombia. — Panamä. —- Guatemala. 


Gen. Eumolpus Weber 1801 


Die Arten dieser Gattung wurden noch nicht bearbeitet. 


Gen. Metachroma J. Leconte 1858 


Metachroma venezuelense Bechyne 1953 


Venezuela (ohne nähere Fundortsangabe) (British Museum; 
Mus. Wien). 


Gen. Sphaeropis Lefevre 1876 
Sphaeropis humeralis Lefevre 1875 

Lefevre 1889, Ann. Soc. Ent. Fr. (6) 9, p. 335 (faun.). 

Caracas, I. 1954 (G. & H. Frey); ibid., 2. XII. 1950 (Räcenis) 
et 10. X11. 1950 (Rozze, Inst. biol. de Oaracas); ibid., Jard. bot., 
17. VI. 1950 (dtto); Corozal (Lefevre). 

Est. CGarabobo: San Esteban (Leievre). 

Est. Zulia: La Fria — Encontrados, 22. VII. 1930 (H. J. Mae 
Gillavry, Zool. Mus. Amsterdam). 

Colombia. 


Gen. Myochrous Erichson 1847 


Myochrous explanatus Baly 1865 
Blake 1950, Proe. U.S. Nat. Mus. 101,9. 58.1.5 1% 
Caracas (Baly). 
Est. Bolivar: Mapire, Orinoco (L. Laglaize) (Blake). 
Colombia. — Bolivia. 

Myochrous longipes Blake 1950 


Est. Bolivar: R. Orinoco near Mapiri (Blake). 
Colombia. — Perü. — Bolivia. — Brasil: Amazonas, Para. 


Myochrous spinipes Blake 1950 
Est. Portuguesa: Acarigua (Blake). 


Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 655 


Gen. Glyptoscelis J. Leconte 1859 
Glyptoscelis aeneipennis Baly 1865 
Est. Garabobo: Valencia (F. Kummerow, Zool. Mus. Berlin). 
Est. Guarico: Ortiz, 2. VII. 1950 (Roze, Inst. biol. de Gara- 
cas). 
Est. Aragua: Rancho Grande, V. 1935 (P. Vogl, Zool. Staats- 


| sammlung in München). 


Est. Apure: San Fernando, 5. X. 1897 (L. Laglaize, Mus. Paris). 
Colombia. — Trinidad (B.W.].). 


Gen. Typophorus Erichson 1847 
Typophorus annulatus Lefevre 1877 


Caracas, 1. 1954 (G. & H. Frey); ibid., Jard. bot., 14. X1. 1949 
 (Roze) et 23. VI. 1950 (Räcenis, Inst. biol. de Caracas). 

Est. Carabobo: Valencia (Lefevre). 

Nicht aus Kolumbien bekannt. 


Typephorus exilis Lefevre 1878 


Est. Zulia: Encontrados — Boca d. R. la Grita, 18. VII. 1930 
(H. J. MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam). 


Nieht aus Kolumbien bekannt. 


Typophorus nigritus nigritus Fabricius 1801 

Caracas, 21. XI. 1950 (Roze, Inst. biol. de Caracas); Ciudad 
Universit., 27. VII. 1950 (Räcenis). 

Est. Sucre: OGariaco, IX. 1948 (Marcuzzi, Inst. biol. de Cara- 
cas). 

Est. Garabobo: Puerto Cabello, III. 1934 (G. Frey). 

Guiana. — Brasil: Amazonas. — Colombia. 

Die Exemplare von Puerto Cabello sind der schwarzen Va- 


rietät von T. nigritis obliquus Baly sehr ähnlich. 


Gen. Colaspoides Laporte 1833 


Colaspoides freyi Bechyne 1955 
Ent. Arb. Mus. G. Frey 6, p. 639. 
Est. Aragua: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey). 


Colaspoides varicolor Lefevre 1878 


Est. Carabobo: San Esteban (Lefevre). 
Colombia. 


Enrtom. Arbeiten aus dem Museum Frey Bd. 6, H. 2, 1955 42 


656 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Alphabetisches Register der venezolanischen Eumolpiden 


Adorea Lefevre . . . . . . 649 cribricollis Lef. (Chrysod.) . . 64 
Agrosterna Harold . . . . . 646 cruentata Lef. (Adorea) .: .:. 64927 
Alethaxius Lefevre . . . . . 652 cuprinus Lef. (Rhabdopt.) . . 653° | 
Allocolaspis Bechyn&E . . . . 648 curtus Lef. (Rhabdopt.) . . . 653 
Alwiunia Bechyne . . . . . 648 delectator Bech. (Rhabdopt.). . 653 
Antitypona Weise . . . . . 642 dimidiata Baly (Chalcoph.) . . 647 
Caryonoda Bechyne. . . . . 643  discigera Bech. (Antit.) . . . 642 
Chalcophana Chevrolat . . . 647 dislocata Bech. (Nodon.) . . . 643 
Chrysodina Baly . . . . . 641 .displicita Bech. (Antit) . . . 622 
Colaspoides Laporte . . . . 656 effulgens Er. {Chalcoph.). . . 647 
Corysthea Baly . 2 1... .. 648 ..ella-Bech. (Nodeny..) . . 2... .043 
Deuteronoda Bechyne . . . . 646 excentrica Bech. (Alw) . . . 648 
Entomochirus Lefevre. . . . 692 exilis Lef. (Typoph.) . . .. . 655 
Ephyraea Lefevre . . . . . 649 exilis Er. (Nodon.) . . 048 
Eumolpus Weber . . . . . 654 explanatus Baly (Myochr.) 2 AO 
Glyptoscelis Leconte . . . . 695  fastidiosa Lef. (Allocol.) . . . 648 
Hylax Lefevre . „2... 2.2.0646. Temoralıs; Tier (Nodocol.) 3: #08 
Ledesmodina Bechyne . . : . 642 flavida Lef. (Agrost.) . . °. 646 
Maecolaspis Bechyne . . . . 649 foersteri Bech. (Maecol.) . . . 650 
Metachroma Leconte . . . . 654 formosa Lef. (Maecol). . . . 650 
Mycochrous Erichson . . . . 654 freyi Bech. (Colasp.) . . . . 656 
Nodocolaspis Bechyn@ . . . . 646 fulva Jac. (Ötilea) . . . . . 68 
Nodonota Lefevre . . . . . 643  fulvimana Lef. (Maecol.). . . 650 
Otilea Lefevre . . . . ... 648 fulvipes Jac. (Rhabdopt.). . . 698 
Parachalcoplacis Bechyne. . . 647 funesta Baly (Corysth) . . . 648 
Phanaeta Lefevre . . . „ „. 693° grita Bech. (Nodon.) . ..... 64 
Promecosoma Lefevre. . . . 649  gwendolina Bech. (Maecol.) . . 650 
Pygocolaspis Bechyn@ . . . . 649 humeralis Jac. (Antit.) . . . 642 
Rhabdopterus Lefevre. . . . 652 humeralis Lef. Sphaeropis) . . 654 
Sphaeropis Lefevre . . . . . 654 humilis Lef. (Parachale.). . . 647 
Typophorus Erichson . . . . 655  hypomelas Lef. (Ephyr.) . . . 649 
inconstans Lef. (Maecol.). . . 651 
aberrans Bech. (Maecol.). . . 649 insidiosa Lef. (Allocol.) . . . 648 
abscondita Bech. (Phan.) . . . 653  interstitialis Lef. (Maecol.) . . 651 
aeneipennis Baly (Glyptosc.). . 655 jucundus Lef. (Entomoch.) . . 692 
aerea Lef. (Maecol) . . . . 6580 kirschi Har. (Agrost.). . . . 646 
albicincta Er. (Maecol.) . . . 650 labilis Bech. (Maecol.). . . . 651 
annulatus Lef. (Typoph.). . ... 655 , laeta Lef..(Nodon.).. . ....0.,2644 
apicicornis Jac. (Rhabdopt.). . 652 lebasi Lef. (Maecol.) . . . . 691 
apurensis Bech. (Maecol.). . -. 650 lebasiformis Bech. (Maecol.). . 651 
araguensis Bich. Ne) . . "650 - legionalis.-Bech. (Maecol.). . . 652 
atra Har. (Nodon.) . . . . 643 longipes Blake (Myochr.). . . 694 
auricollis Lef. (Ledesm.) . . . 642 lutulenta Har. (Chalcoph.) . . 647 
aurulenta Lef. (Nodon.) . . . 643 marcuzzii Bech. (Aleth.) . . . 652 
bogotana Har. (Nodon.) . . . 643 meridana Bech. (Caryon.). . . 643 
boreella Bech. (Chalcoph.) . . 647 meridensis Bech. (Nodon.) . . 644 
brevis Lef. (Nodon.) . . e 643  micromela Bech. (Nodon.), . . 644 
caliginosus Lef. (Rhabdopt.) «:.652 .minuta Jac. (Antit.) „..,0= #..42340642 
caracasa Bech. (Antit) . . . 642 nigritus F. (Typoph.) . . . . 690 
carinata Lef. (Chalcoph.). . - 647 notaticornis Lef. (Pygocol.) . . 649 
castanea Lef. (Ephyr.). . . . 649 obliquus Baly (Typoph.) . . . 655 
chapuisi Lef. (Ephyr.). . . . 649 obsitus Lef. (Rhabdopt.) . . . 653 
coeruleata Lef. (Antit.) . . 642 onca Bech. (Maecol) . . . . 652 


coeruleipennis Jac. (Chalcoph.) . 647  opulenta Baly (Chalcoph.) . . 647 


Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Eumolpidae 


parvula Lef. (Chrysod.) . 
peregrina Lef. (Nodon.) . 
perplexa Jac. (Allocol.) . 
plagiatus Lef. (Hylax) . i 
puertocabellensis Bech. (Maecol.) 
 pustulata Har. (Nodon.) . - 
räcenisi Bech. (Deuteron.) 
ruficollis Lef. (Phan.) . 

rugosa Germ. (Maeco|.) 
semicostata Lef. (Nodon.) . 
simoni Lef. (Nodon.) . 
singularis Lef. (Nodon.) . 
speciosa Lef. (Maecol.) . 

spinipes Blake (Myochr.) . 
suavis Har. (Chalcoph.) . 
subangulata Lef. (Nodon.) 
surrabaya Bech. (Chrysod.) . - 
suturalis Lef. (Deuteron.). . « 


641 
644 
648 
646 
652 
644 
646 
6594 
652 
644 
645 
645 
652 
654 
647 
645 
641 
646 


tabacilla Bech. (Maecol.) . 
tarsalis Lef. (Hylax) . 

tibialis Lef. (Chrysod.) 
trichophora Bech. (Nodon.) . 
tricostulata Lef. (Nodon.) . 
tuberculata Lef. (Nodon.) . 
vagabundus Lef. (Aleth.) . 
varicolor Bech. (Nodon.) . 
varicolor Lef. (Colasp.) . 
venezuelanum Bech. (Promec.) . 
venezuelense Bech. (Metachr.) . 
venezuelensis Jac. (Nodon.) . 
venezuelensis Jac. (Rhabdopt.) . 
versicolor Har. (Chalcoph.) . 
versutus Lef. (Rhanbdopt.) . 
virgulata Lef. (Nodon.) 

vogli Bech. (Corysth.) . 
winkleri Lef. (Nodon.) 


658 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


/weı neue ostasıatısche Lamuden aus dem 
Museum Frey 


Von Stephan Breuning 


Asaperda uniformis Pic ssp. tsushimae nov. 


Wie die Stammform, aber die ganze Grundtomentierung rot- 
braun, auf jeder Flügeldecke eine sehr schmale gelbgraue Naht- 
binde: 

Type: 1 5 von der Insel Tsushima, 1910, leg. Rost, im Mu- 


seum Frey. 


Phytoecia (Cinctophytoecia) cinctipennis Mnnh. ssp. coreensis 
noV. ö 


Wie die Stammform, aber die Flügeldecken basal weniger 
fein punktiert und die Pubescenz abweichend. 

Die Grundtomentierung des Körpers ist dunkelgrau; die Stirn, 
die Wangen, die Schläfen, drei Längsbinden auf der Halsschild- 
scheibe, das Schildchen, eine schmale Nahtbinde und die Epipleu- 
ren der Flügeldecken weißlich tomentiert. Letztes Abdominal- 
segment schwarz gefärbt mit Ausnahme zweier undeutlicher röt- 
licher Flecken. 

Type: 19 von Korea: Pu-Ryöng, leg. Rost, im Museum Frey. 


Breuning: Neue Cerambyciden von der Insel Trinidad 659 


Neue Gerambycıden von der Insel Trinidad 


Von Stephan Breuning 


Herr G. Frey war so freundlich, mir seine von ihm selbst 
gesammelte Ausbeute an Cerambyciden von der Insel Trinidad zur 
Bestimmung zu überlassen. Dieselbe ist nicht sehr umfangreich, 
jedoch sehr interessant. Obwohl ich einen Teil der Arten nicht be- 
stimmen konnte, da es sich um Gruppen handelt, die ich nicht 
studiert habe, konnte ich sechs neue Arten feststellen, deren Be- 
schreibungen hier folgen. Typen und resp befinden sich 
durchwegs im Museum Frey. 


Adetus trinidadensis n. sp. 


Dem L’herminieri Fleut. & Sall@ nahestehend, aber die unte- 
ren Augenloben etwas kürzer als die Wangen (halb so kurz bei deı 
verglichenen Art). die preapikale weiße Querbinde an der Naht 
der Decken schmäler, die Fühlerglieder 5 bis 11 dunkelrotbraun 
tomentiert. 

Länge: 41/; mm — 6!/s mm. Breite: 1—1!/ mm. 

Type von Trinidad. XH. 1953, leg. G. und Helga Frey. — 
1 Paratype dtto. 


Eupogonius albipilis n. sp. 

Fühler etwas kürzer als der Körper, das dritte Glied so lang 
wie das vierte, viel länger als das erste. Untere Augenloben vier- 
mal so lang wie die Wangen. Kopf sehr dicht und sehr fein punk- 
tiert. Haleschild dicht u Mi ziemlich fein punktiert, der Seitendorn 
klein und spitzig. Flügeldecken in der vorderen Hälfte wenig fein, 
in der rückwärtigen Hälfte sehr fein punktiert, die Punkte längs- 
gerciht. 

Rötlich, hellrotbraun tomentiert, die rückwärtige Decken- 
«hälfte unscharf gelblich marmoriert. Die abstehenden Haare 
braun, in der rüäckwärtigen Deckenhälfte länger als sonst am Kör- 
per und weiß gelärbt. Der apikale Teil des vierten Fühlergliedes 
und die Glieder 5 bis 11 dunkelbraun tomentiert. 

Länge: 51/5 mm. Breite: 12/, mm. 


660 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Type von Trinidad, XII. 1953, leg. G. und Helga Frey. — 


1 Paratype dtto. 


Estola trinidadensis n. sp. 


Fühler etwas länger als der Körper, das dritte Glied so lang 
wie das erste oder das fünfte, merklich kürzer als das vierte. Un- 
tere Augenloben 21/amal so lang wie die Wangen. Kopf und Hals- 
schild sehr dicht und sehr fein punktiert. Halsschildseitendorn 
sehr klein, konisch. Flügeldecken apikal verrundet, sehr dicht und 
fein punktiert und in der vorderen Hälfte mit gröberen Punkten 
untermischt. 

Rot, braungelb tomentiert, die Flügeldecken unscharf rot- 
braun marmoriert. Fühler vom dritten Glied ab gelb, die apikale 
Hälfte des vierten Gliedes, die Glieder 5 bis 7 außer an der äußer- 
sten Basis, die Glieder 6 bis 9 sowie Glied 11, außer im basalen 
Viertel, dunkelbraun. 

Länge: 5 mm. Breite: 12/3 mm. 


Type von Trinidad, Xil. 1953, leg. G. und Helga Frey. 
Estola Freyi n. sp. 


Fühler etwas länger als der Körper, das dritte Glied etwas 
kürzer als das erste oder das fünfte, viel kürzer als das vierte. Un- 
tere Augenloben 4mal so lang wie die Wangen. Kopf und Hals- 

schild sehr dicht und sehr fein punktiert. Halsschildseitendorn 
sehr klein, konisch zugespitzt. Flügeldecken apikal verrundet, sehr 
dicht und fein punktiert. 

Rot, rotbraun tomentiert, die Flügeldecken in der rückwärti- 
gen Hälfte unscharf hellgelb marmoriert. Die zwei apikalen Drit- 
tel des vierten und des achten Fühlergliedes, die Glieder 5, 6, 7, 
9 und 11 außer an der äußersten Basis, Glied 10 außer im basalen 
Teil, dunkelbraun. 

Länge: 4 mm. Breite: 11/, mm. 

Type von Trinidad, XII. 1953, leg. G. und Helga Frey. — 
1 Paratype dtto. 


Eurystola Freyi n. sp. 


Der antennalis Breun. nahestehend, aber kleiner, die unteren, 


Augenloben dreimal so lang wie die Wangen, die Flügeldecken 
weniger fein punktiert, das Schildchen braun tomentiert, das 
zehnte Fühlerglied gelb. 

Länge: 3—31/; mm. Breite: 11/,—1!/s mm. 


Breuning: Neue CGerambyciden von der Insel Trinidad 661 


Type von Trinidad, Xii. 1953, leg. G. und Helga Frey. — 
3 Paratypen dtto. 


Hippopsis Freyi n. sp. 

Fühler mehr als 2mal so lang wie der Körper, unterseits kurz 
gefranst, das dritte Glied so lang wie das erste oder wie eines der 
weiteren Glieder. Untere Augenloben so lang wie die Wangen. 
Stirn trapezförmig. Halsschild etwas länger als breit. Die ganze 
Oberseite dicht und wenig fein punktiert, die Punkte sehr fein im 
 apikalen Drittel der Flügeldecken. Jede Decke in einen kurzen 
apikalen Lappen ausgezogen, die apikale Nahtecke nicht ange- 
deutet. 

Dunkelbraun, braun tomentiert und ockergelb gezeichnet. 
Eine schmale Querbinde auf jeder Wange. Scheitel mit 2 nach hin- 
ten divergierenden Längsbinden. Halsschild mit sechs schmalen 
Längsbinden und überdies mit einer hellgrauen Mittellängslinie. 
Jede Decke mit 3 wenig breiten Längsbinden, deren beide inneren 
sich vor dem apikalen Ende vereinigen. Die Seitenteile der Sterna 
teilweise ockergelb tomentiert. 

Länge: 9—10 mm. Breite: 1s—13/, mm. 

Iype von Trinidad, X1I. 1953, leg. G. und Helga Frey. — 
2 Paratypen dtto. 


662 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Eine Gerambycıden-Ausbeute 


von Französısch Guinea 


\on Stephan Breuning 


Herr G. Frey war so freundlich, mir eine Gerambyeiden-Aus- 
beute von Französisch Guinea zur Bestimmung zu überlassen, 
welche Herr S. H. Olsen in N’Zerekor& in den Jahren 1951 bis 
1952 gesammelt hat. Nachfolgend gebe ich eine komplette Liste 
der in dieser Ausbeute enthaltenen Lamiiden mit Beschreibung 
der neuen Arten. Alle hier angeführten Exemplare befinden sich 
in der Sammlung des Museums Frey. 


2 Paravelleda aberrans Duviv. 
15 Monochamus ruspator F. 

3 Monochamus murinus Gah. 

7 Coptops aedificator F. 

1 Chariesthes (s. s.) bella Dalm. 

1 Chariesthes (s. s.) aureovitticotllis Lep. & Breun. 
1 Tragocephala nobilis f. m. fasciata Kolbe 

1 Prosopocera (s. s.) antennata Gah. 

i Prosopocera (Alphitopola) quadrisignata Chvrl. 
1 Olenecamptus albidus Jord. 

1 Oeax lichenea Duviv. 

1 Acmocera conjux 'Thoms. 

1 Acmocera compressa F. 

1 Phryneta luctuosa Murr. 

2 Synhomelix annulicornis Chvrl. m. Dannfeldti Auriv. 
7 Frea (s. s.) curta Chvrl. 

3 Corus collaris Chvrl. 

1 Crossotus Strandi Breun. 

1 Planodes Freyi n. sp. 

1 Eunidia subinfirma n. sp. 

1 Pterolophioides guineensis n. sp. 

1 Sophronica albomarmorata n. sp. 

1 Sophronica rufobasalıs Breun. 


\ 


Breuning: Eine Cerambyciden-Ausbeute von Französisch Guinea 663 


1 Sophronisca bimaculipennis n. sp. 

1 Sophronisca elongata Breun. 

1 Parabelodera apicemaculata Breun. 

1 Hippopsicon luteolum Qued. 

1 Hyllisia imitans Duviv. 

1 Hyllisia variegata Auriv. 

1 Hyllisia albostictica n. sp. 

1 Anauresida longicornis F. 

1 Exocentrus (s. s.) Freyi.n. sp. 

1 Exocentrus (Camptomyme) guineensis n. sp. 

1 Sumelis singularıs Thoms. 

1 Glenea (s.s.) imparilis Jord. 

i Glenea (s.s.) giraffa Dalm. 

2 Glenea (s.5.) fasciata F. 

1 Glenea (s.s.) leucospila Jord. 

1 Nitoeris Lucasi Thoms. m. comes Jord. 

1 Neonitocris modesta F. 

1 Nupserha deusta Dalm. 

1 Nupserha sexpunctata Chvrl. 

2 Nupserha bidentata F. m. quadripunctata Lep. & Breun. 
3 Obereopsis obseuritarsis Chvrl. 

1 Phytoecia (Pseudob!episanis) analis F.m. rufescens Breun. 
1 Phytoecia (Pseudoblepisanis) analis F. m. guineensis Kolbe 
1 Phytoecia (Pseudoblepisanis) analis F. m. maculijrors Chvrl. 


Planodema Freyi n. sp. 


Langgestreckt. Fühler merklich kürzer als der Körper. Untere 
Augenloben 3mal so lang wie die Wangen. Kopf und Halsschild 
nicht punktiert. Halsschildseitendorn klein, konisch und stumpf 
zugespitzt. Flügeldecken viel breiter als der Halsschild, sehr dicht 
und fein punktiert. 

Dunkelbraun, braun tomentiert. Flügeldecken mit unscharfen 
dunkelkraunen Makeln, die in Form dreier schief zum Seitenrand 
absteigender Binden angeordnet sind, eine wenig deutliche post- 
basale, eine breite premediane und eine schmale postmediane. 

Länge: 13 mm. Breite: 41/3 mm. 

Type von N’Zerekore, IV. 1951. 


Diese Art steht leonensis Breun. am nächsten, aber der Kopf 
und der Halsschild sind nieht mit kleinen schwarzen Makeln über- 
sät etc. 


664 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


EKunidiıa subinfirma n. sp. 


Fühler etwas länger als der Körper, das dritte Glied etwas 
kürzer als das vierte, kaum so lang wie das erste, das vierte Glied 


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etwas kürzer als das fünfte, so lang wie das erste. Untere Augen- 


loben um die Hälfte höher als breit, dreimal so lang wie die 
Wangen. Halsschild nicht punktiert. Flügeldecken apikal verrun- 


det, sehr dicht und sehr fein punktiert. 


Dunkelrot, der ganze Körper dicht weiß tomentiert. Beine | 


und Fühler hellrot. 
Länge: 6 mm. Breite: 2 mm. 


Type von N’Zerekore, IV. 1951. 


Pterolophioides guineensis n. sp. 


Das dritte Fühlerglied ein wenig kürzer als das erste. Untere 
Augenloben um die Hälfte länger als die Wangen. Kopf und Hals- 
schild sehr dicht und wenig fein punktiert. Halsschild so lang wie 
breit. Schildchen viereckig. Flügeldecken apikal leicht schief ab- 
gestutzt (die apikale Randecke vortretend), sehr dicht, in den drei 
vorderen Vierteln fein, im apikalen Viertel sehr fein punktiert. 
Die Seitenteile der Sterna dicht und sehr fein punktiert. 

Dunkelbraun, fein grau tomentiert. 

Länge: 6 mm. Breite: 11/; mm. 


Type von N’Zerekore, IV. 1951. 


Sophronica albomarmorata n. sp. 


Sehr langgestreckt. Fühler etwas kürzer als der Körper, das 
dritte Glied etwas länger als das vierte, merklich kürzer als das 
erste. Untere Augenloben 4mal so lang wie die Wangen, die obe- 
ren Augenloben berühren sich fast. Kopf und Halsschild sehr dicht 
und ziemlich fein punktiert. Flügeldecken apikal verrundet, dicht 
und ziemlich grob punktiert, die Punkte in der suturalen Hälfte 
gereiht, die Reihen durch deutlich erhöhte Intervalle getrennt. 

Dunkelbraun, dunkelbraun tomentiert, die Flügeldecken dicht 
weißlich marmoriert. 

Länge: 10 mm. Breite: 4 mm. 


Type von N’Zerekore, IV. 1951. 


Sophronisca bimaculipennis n. Sp. 


Langgestreckt. Fühler merklich kürzer als der Körper, das 
dritte Glied etwas länger als das vierte, merklich kürzer als das 


Breuning: Eine Cerambyciden-Ausbeute von Französisch Guinea 665 


erste. Untere Augenloben 6mal so lang wie die Wangen. Stirn 
dicht und wenig fein punktiert. Der Rest des Kopfes sowie der 
Halsschild wenig dicht und fein punktiert. Halsschildseiten sehr 
stark verrundet. Flügeldecken sowie die Seitenteile der Sterna 
aicht und fein punktiert, die ersteren apikal verrundei. 

Dunkelbraun, gelbbraun tomentiert und mit abstehenden gel- 
ben Haaren besetzt. Flügeldecken im apikalen Drittel braun mar- 
moriert. Auf jeder Decke eine ziemlich große, eher dunkelbraune 
Makel neben dem Seitenrand etwas vor der Mitte. Fühler hell- 
braun tomentiert. 

Länge: 13 mm. Breite: 5 mm. 


Type von N’Zerekore, IV. 1951. 


Hyllisia albostietica n. sp. 


Der stenideoides Pasc. sehr nahestehend, aber die Fühler 11- 
gliedrig und die Flügeldecken apikal sehr leicht abgestutzt, sowie 
die Tomentierung anders. 

Dunkelbraun, braun tomentiert. Halsschild mit 7 schmalcn 
ockergelben Längsbinden. Flügeldecken mit sehr zahlreichen sehr 
kleinen weißen Makeln übersät. Die drei basalen Viertel des drit- 
ten Fühlergliedes und die basale Hälfte der Glieder $ bis 6 helier 
tomentiert. 

Länge: 13 mm. Breite 23/, mm. 

Type von N’Zerekore, IV. 1951. 

Möglicherweise handelt es sich bloß um eine Variante von 
stenideoides Pasc., aber unter den sehr zahlreichen Stücken dieser 
Art, welche ich zu untersuchen Gelegenheit hatte, fand sich nie- 
mals eines, welches mit dem vorliegenden in der Tomentierung 
auch nur eine Ähnlichkeit aufgezeigt hätte. 


Exocentrus (s. s.) Freyi.n. sp. 


Langgestreckt. Fühler um ein Drittel länger als der Körper, 
das dritte Glied so lang wie das vierte, etwas kürzer als das erste. 
Untere Augenloben mehr als 2mal so lang wie die Wangen. Hals- 
schild quer, sehr schütter und sehr fein punktiert, mit sehr klei- 
nem spitzigem, stark zurückgebogenem Seitendorn (dessen Vor- 
derrand stark konvex, dessen Hinterrand leicht konkav). Flügel- 
decken außer im apikalen Teil dicht und sehr fein punktiert. 

Dunkelbraun, strohgelb tomentiert. Auf jeder Decke eine 
wenig breite, knapp hinter der Mitte gelegene weiße Zickzack- 
Querbinde, die den Seitenrand nicht ganz erreicht. Fühler vom 


666 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


dritten Glied ab im basalen Drittel weiß, in den beiden apikalen 
Dritteln dunkelbraun tomentiert. 
Länge 5 mm. Breite: 3 mm. 


Type von N’Zerekore, 29. Il. 1952. 


Exocentrus (Camptomyme) guineensis n. Sp. 


Fühler ziemlich fein, etwas länger als der Körper, das dritte 
Glied so lang wie das vierte, etwas kürzer als das erste. Untere 
Augenloben um die Hälfte länger als die Wangen. Halsschild quer, 
mit ziemlich langem, spitzigem, sehr stark zurückgebogenem, nach 
rückwärts gerichtetem Seitendorn. Flügeldecken in der vorderen 
Hälfte dicht und sehr fein punktiert, die Punkte regelmäßig ge- 
reiht. 

Dunkelrot, braun mit etwas hellgelb untermischt tomentiert. 
Schildchen weißlich tomentiert. Flügeldecken hellgelb tomentiert, 
jede Decke mit einer breiten ziemlich dunkelbraunen Seitenrand- 
längsbinde in der vorderen Hälfte und einer breiten stark ge- 
schwungenen postmedianen Querbinde von gleicher Farbe, die die 
Naht nicht erreicht. Fühler braun tomentiert, die äußerste Basis 
der Glieder vom dritten ab weißlich. 

Länge: 5 mm. Breite: 13/, mm. 


Type von N’Zerekore, IV. 1951. 


Howden: Description of a new Peruvian Athyreus 667 


Description “f a new Peruvian Athyreus 
with notes on the Method of Illustration 


Henry F. Howden 


Department of Zoology and Entomology, University of Tennessee. Knoxville 


The species described below belongs to the Athyreus tribuli- 
formis group, which has recently been reviewed by Dr. Antonio 
Martinez (1953). The species is named for Dr. Martinez in recogni- 
tion of his work on the South American Scarabaeidae and in appre- 
ciation of the aid he has given the writer. l am also indebted to 
Mr. G. Frey of Munich, Germany, who kindly loaned the speci- 
mens described and to Dr. William Anderson, U.S. National Mu- 
seum, for assistance in the procurement of some necessary litera- 
ture. Mr. W. J. Cloyd, University of Tennessee, aided the writer 
considerably with the portions of the paper dealing with photo- 
graphy. 

Athyreus martinezi n. sp. 


Holotype: Male, length 20.5 mm.; greatest width 12.5 mm. 
Dorsally color is a chestnut brown, slightly lighter near the lateral 
thoracie margins. The labrum is broadly emarginate with numer- 
ous large setigerous punctures. Rising vertically behind the 
labrum, the clypeus forms a long, posteriorly curved horn. The 
rugosely punctate horn is rounded anteriorly, flattened posteriorly 
and lacks the two posterior carinae of tribulijormis. A carina is 
present on each side of the horn running from the posterior base 
of the horn laterally to a ridge above the mandibular base. Behind 
the horn is a flattened finely alutaceous impunctate area. Between 
the eyes the concave vertex is irregularly punctate, each puncture 
bearing a long red seta. Eye canthi concave with the anterior 
angles sharply pointed. Eyes divided. The carina behind each eye 
ending in an abrupt point. | 

The pronotum is very oddly ornamented. The anterior mar- 
gin is strongly arched, forming a small median point, which ex- 
tends slightly over the posterior portion of the head. Behind the 


668 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


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Athyreus martinezi n. sp. 


: Holotype, male, dorsal view. 
Holotype, male, lateral view. 

: Lateral view of male genitalıa. 
: Allotype, female, dorsal view. 


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me BEREIT 
va WwmN — 


: Allotype, female, lateral view. 


margin on either side of the midline are two deep foveae, the dia- 
meter of each being slightly over 2 mm, the interiors of the 
foveae are smooth and strongly shining, and at their anterior 
edges, behind the eyes, each bear a small indistinet pit. Between 
and behind the foveae is a feebly shining smooth area which is 
bordered posteriorly by two pronounced upright horns. These 
horns, approximately 3 mm. long are separated at their apices by 
a distance 0.5 mm. less than the distance between the eyes. Poste- 


Howden : Description of a new Peruvian Athyreus 669 


rior to the two vertical horns is a median horizontal horn which 

projects posteriorly over the sceutellum. Except for an area be- 
_ neath the horizontal horn, the lateral and posterior portions of the 
pronotum are rather densely setigerously punctate. Many of the 
punctures have a small rather vague tubercle at their anterior 
margins. The setae, which become longer laterally, are dark red 
in color when viewed from above. On either side of the vertical 
horns and parallel to the pronotal margins there is a short in- 
distinet carina. The anterior pronotal angles are smoothly rounded 
while the “posterior” angles are really median in position, the 
distance between them representing the greatest width of the pro- 
notum. On either side, just above and inside these angles is a 
small shallow fovea, irregular in outline. The pronotum is mar- 
gined laterally and posteriorly, laterally having a dense fringe 
of setae. 

The elongate scutellum is yellowish brown and bears many 
fine setae. The elytra have seven feebly shining carinae between 
the suture and humeral umbone. The first four of these are very 
distincet, while the last three are vaguely indicated basally. The 
intervals between the carinae are flat, setigerously punctate and 
slightly wider than the width of the carinae. The elytra are dull 
and finely alutaceous except for the prominent humeral umbones 
which are smooth and shining. 

Pygidium slightly emarginate at tip, yellow in colour, with the 
surface finely alutaceous and bearing numerous long yellow setae. 


Ventral surfaces of head, thorax, and abdomen light yello- 
wish brown in colour and with numerous long yellow setae. An- 
tennal club yellowish with the exterior surface closely setigerously 
punctate, the setae being short and fine. The interior surface of 
the club has a smooth circular impunctate area extending from 
the center to the basal attachment. Between the eyes the mentum 
is deeply transversely concave, in this area being finely setige- 
rously punctate. The ventral prothorax with large transverse coxal 
cavities, which are margined in their outer half. Metasternum al- 
most flat with a vague median longitudinal ridge which ends 
anteriorly in a sharp point between the middle coxae. The surface 
of the metasternum finely setigerously punctate with the surface 
between the punctures smooth. 


Abdomen with only the last segment visible, the other seg- 
ments being concealed by the large hind coxae and inwardly 
E 


670 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


punctate with the setae becoming very long laterally. 

Legs with exterior teeth brownish black. Fore tibia with five 
teeth. Middle and hind tibiae wider apically than the tibiae of 
A. bijurcatus. 

Male genitalia with each lateral lobe ornamented with a small 
footshaped protrusion (see illustration). 

Allotype: Female, greatest length 22.5 mm.; greatest width 
13.3 mm. Dorsal colour slightly darker than male. The head differs 
from the male in the following respeets: clypeus rising vertically 
above the labrum forming a transverse carina the width of the 
clypeus. Behind this carina is a flat rugosely punctate area, 
bordered posteriorly by a transverse tridentate carina. This poste- 
rior carina has a large median tooth with a small lateral tooth on 
each side. Behind this carina the vertex of the head is sparsely, 
evenly setigerously tuberculate. Other aspects of the head similar 
to the male. 

The thorax is quite different from the male. There are no 
horns on the thorax. Instead there is a large central carina shaped 
like an inverted “U”. The base of the “U” forms the center of the 
anterior prothoracie margin. On either side of the U-shaped carina 
is a small deep pit almost touching the anterior prothoracie mar- 
gin. The center of the area enclosed by the U-shaped carina is 
raised and bears a small V-shaped carina. The base of this carina 
is directed posteriorly. Posteriorly, between the ends of the U- 
shaped carina, there is a median longitudinal suleus extending 
nearly to the posterior prothoracie margin. Laterally the thoracie 
configuration is quite similar to that of the male. The thoracie 
angles are more broadly rounded in the female, but their position 
is similar. In the female the entire thorax is setigerously tubercu- 
late with the tubercles more pronounced laterally. Also, the setae 
when viewed from above appear to be dull yellow instead of 
being dark red as in the male. 

The seutellum and elytra of the female do not differ signifi- 
cantly from the male. 

The pygidium is broader but otherwise similar to that of 
the male. 

The ventral aspects of the female are similar to that described 
for the male. However, several abdominal segments are visible. 
The last segment is densely setigerously punctate and very narrow, 
while the penultimate segment is broad and smooth posteriorly. 


{ 
\ 
\ 


curved elytra. The last abdominal segment is densely setigerously 


ee 3 - 
Howden: Description of a new Peruvian Athyreus 6, 1 


The five teeth of the fore tibia of the female are stubbier 


than those of the male, but otherwise the legs of the two sexes are 


| generally alike. 


Type material: Holotype. male, Peru, ex. coll. Gerstner, 1912 
(in the Staatl. Museum f. Naturkunde, Stuttgart). Allotype, female, 
Peru, ex coll. Gerstner, 1912 (in the Frey Museum, Munich). 


Athyreus martinezi is related to A. tribulijormis Felsche 
(1909, p. 760) and A. zischkai Martinez (1953, p. 227). The males 
of the three species in this group can be separated from related 
Soutn American Athyreus by the presence of the long elypeal horn, 
a pair of large foveae on the anterior portion of the prothorax, 
behind these fovae two vertical or anteriorly direeted horns and 
behind these horns a third, posteriorly directed horn which often 
overhangs the scutellum. The females in this group are more diffi- 
cult to separate but in general the presence of a large U-shaped 
carina on the prothorax (see illustration) will place the females 
in the bijurcatus or tribulifjormis groups. The shape of the small 
carina in the center of the U-shaped carina is usually sufficient 
for specific identification of the females (see key for the females 
oft the bijurcatus group — Martinez 1953, p. 232). 


Athyreus marlinezi can be easily separated from the two 
closely related species. In the male of A. martinezi the pair of 
thoracic horns are vertical and separated by a distance slightly less 
than that of the vertex between the eyes. In both Athyreus tribuli- 
jormis Felsche and A. zischkai Martinez the two horns are strongly 
inclined anteriorly and are separated by a distance considerably 
greater than the width of the vertex. The female of A. martinezi 
can be distinguished by the complete U-shaped carina and the 
small central V-shaped carina with its base pointed posteriorly. 
The female of A. zischkai has an incomplete U-shaped carina and 
lacks the central V-shaped carina. The female of A. tribulijormis 
is unknown. 

A study of the South American species of Athyreus poses 
many problems. The literature in the group consists of short pa- 
pers scattered through numerous journals. Since the original de- 
Scriptions were often sketchy and the type material is distributed 
throughout Europe and America, a comprehensive revision of the 
group presents many obstacles. Another diffieulty encountered is 
the tremendous diversity, odd ornamentation, and sexual dimor- 
phism found in the group. Long series of speeimens would be 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 i 43 


672 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


most desirable, and the problem is not made easier by the seeming | 


5 
scarcity of specimens in collections. 


The writer examined a number of collections and it soon be- 


came evident that any attempt to revise the group would be a 
lengthy process, but not too difficult a one if there were some 


means of recording by illustration the species in the collections 
examined. To do this, a rapid method of producing a line drawing 
suitable for publication was developed, which may be of general 
interest to workers encountering similar problems. 

“Close up” pietures which gave a life-sized image on the 
negative were taken for the dorsal and lateral aspects of the speeci- 
men. Several different cameras which gave the necessary 1:1 ratio 
were used and proved satisfactory. However, since most species of 
Athyreus are very convex and are ornamented with horns or large 
carinae, portions of the pictures were always partly out of focus 
but served to establish the outline of the beetle and the position 
of the carinae. The dorsal and lateral pietures were enlarged and 
printed on a 4x5 matte paper (dull finish). The print was then 
roughed up with an eraser, so that ink (Higgins American Drawing 
Ink) would adhere to the surface. Following this treatment and 
with frequent reference to the specimen, all of the important fea- 
tures of the beetle could be quickly inked in. In this way the cari- 
nae, outline, foveae, horns, setae, and other features were drawn 
in and delimited, even though they were not clearly shown in the 
pieture. Once the ink was thoroughly dry, the pieture was soaked 
in water and then treated with a reducer (Farmer’s reducer) con- 
posed of two solutions. One solution (A) was made by dissolving 
one gram of potassium ferriceyanide in 25 cc. of water. The second 
solution (B) was composed of 25 grams of sodium thiosulphate 
(hypo) dissolved in 500 cc. of water. After the pieture was tho- 
roughly soaked in water it was placed in solution B, and solution A 
was added drop by drop until fading of the pieture was very 
noticeable. From that point the pieture usually would fade out 
completely, leaving the ink drawing. After drying, the drawing 
could be retouched. 

There are several advantages and disadvantages to this sy- 
stem. The proportions of the insect are shown accurately; assyme- 
trical outlines, blemishes, twisting of the head are all recorded, 
not necessarily making the most pleasing of drawings. The draw- 
ing can be done quickly and with little more diffieulty than mak- 
ing a tracing. Also, the line drawing can be reproduced more 


{ 


Howden: Description of a new Peruvian Athyreus 673 


_ clearly and cheaply than can a pieture. The major disadvantage 
to the process is the difficulty in producing fine ink lines on 
photographie paper. This precludes the inclusion of very fine de- 
tail - setae for instance, invariably appear rather crude and the 
drawing looks somewhat diagramatic. (See plate.) Nevertheless, 
when all the factors are considered the process is very useful. 


Literature Cited 


Felsche, C. 1909. Neue und alte coprophage Scarabaeiden (Col.). 
Deutsche Ent. Zeitschrift 1909: 751-765. 

Martinez, Antonio. 1953. Una neuva especie de Athyreus (Col. Scarab. Geotrup.). 
Mitteilungen der Münchner Ent. Gesellschaft V 43: 226-233. 


43* 


674 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Neue Anthrıbiden aus dem Museum G. Frey 


Paul Wolfrumi, Ohrdruf ı. Thüringen 


Mecocerus trizonatus spec. nov. 


02. Die Struktur wie bei M. jasciatus Jord. 1594, nur die 
Körnelung auf Pronotum und Prosternum ist bei der neuen Art 
etwas deutlicher. Die Zeichnung erinnert durch das weiße in der 
Mitte um den Körper ziehende Band ebenfalls an jasciatus Jord. 
Stirn, Scheitel, Pronotum. Prosternum, Apikaldrittel der Flügel- 
decken und der entsprechende Teil der Unterseite vom Apikalrand 
des 1. Bauchsegments bis zum Analsternit samtartig gelbbraun, 
der mittlere Teil des Körpers bestehend aus Basalzweidrittel der 
Fiügeldecken, Mesometathorax und Basis des 1. Bauchsegments 
samtartig schokoladebraun. Eine weiße, die dunkle Mittelzone 
halbierende Binde quert die Flügeldecken hinter den Basalbeulen, 
die hintere Hälfte der Episternen der Hinterbrust und die Hinter- 
brust. Schenkel dünn grau behaart, an den Schienen ist das Basal- 
drittel und ein schmaler Ring hinter der Mitte undeutlich grau, 
der Rest ist braun; die Tarsen braun, das Basalglied zum größeren 
Teil und das Klauenglied, ausgenommen Spitze und äußerste Ba- 
sis, grau. 5. Fühler 11’; mal so lang wie der Körper, der Haarfleck 
auf dem Metasternum wenig deutlich; 9. Fühler die Basis des 
Halsschilds erreichend. Bei M. jasciatus Jord. ist der ganze Körper, 
abgesehen von der weißen Binde, einfarbig olivgrau, und die Binde 
ist etwas breiter mit unregelmäßigen Rändern, besonders an der 
Naht vorgezogen, bedeckt ganz die Episternen der Hinterbrust; 
auch sind die Tarsen ganz grau. 

Long. (s. cap.): 12,0—13,5 mm. 

157--29: N’Zerekore, Franz. Guinea, leg. 5. H. Olsen (1951 
-— 1952). Typus in Mus. G. Frey. 


Litocerus gyrus spec. nov. 


9. Färbung und Zeichnung der Oberseite ähnlich wie bei ZL. 
filicornis Z. Thoms., mocquerysi Jord. und rhodesiensis Jord. 

Kopf dünn gelbbraun behaart, die Behaarung an den Seiten 
des Rostrums, der Wangen und auf der Stirn dichter, an der Spitze 


Wolfrum: Neue Anthribiden aus dem Museum G. Frey 675 


und neben dem Mittelkiel fast glatt. Rüssel zur Spitze allmählich 
und wenig erweitert, fast 11/amal länger als breit, an der Mitte der 
Basis erhöht, an der Spitze verflacht, jederseits zwischen den Rie- 
len mit 2 Längsrinnen, mäßig stark runzelig punktiert. Stirn 23 
so breit wie das 2. Fühlerglied lang, mit sehr feinem Mittelkiel. 
Fühler die Basis der Flügeldecken wenig überragend, braun, Glied 
3—6 rötlich an der Basis, Glied 1 und 2 kurz, fast gleichlang und 
verdickt, Glied 3—7 fast gleichlang. Glied 8 etwas kürzer als 7, 
die Keule schmal, so breit wie Glied 2, Glied 9 fast etwas länger 
als 3, Glied 10—11, etwa 23 so lang wie 9. Augen wie bei fılicornis 
gewölbt und gelormt. 

Haisschild etwa so stark punktiert wie bei mocquerysi. aber 
schwächer als bei rhodesiensis, mit schwacher fast gerader Quer- 
furche, gewölbt, in der Umgebung der Querfurche kaum merklich 
niedergedrückt, mit gleichmäßigem, schwach konvexem Querkiel, 
der in der Mitte keine Spur einer winkligen Einbuchtung zeigt und 
mit dem Seitenkiel einen verrundeten Winkel bildet. Die Färbung 
ist schwarzbraun mit unscharfen, mehr oder weniger miteinander 
verbundenen schmutzig gelbbraunen Flecken und einer unvoll- 
ständigen weißslichen Mittellinie, bestehend aus einem anteapica- 
len Strich und einem rundlichen Flecken hinter dem Querkiel mit 
einer kurzen Verlängerung nach vorn. 

Punktierung der Flügeidecken in den Streifen wie bei moc- 
querysi. ebenso die Eindrücke an der Basis und hinter den Post- 
basalbeulen, doch ist die Naht von der Mitte bis zum Absturz 
merklich tiefer niedergedrückt, der 3., 5. und 7. Zwischenraum 
sehr schwach gerippt. Vor dem Absturz befindet sich eine weiße 
wellige Querbinde vom 3.—7. Zwischenraum, die im Nahtstreifen 
durch einen kurzen schwarzen Strich und im 2. Zwischenraum 
durch einen schmutzig lehmgelben Strich unterbrochen ist. Die 
Färbung ist schwarzbraun untermischt und mit unscharf begrenz- 
ten schmutzig gelbbraunen Stellen; mehr oder weniger zusammen- 
hängend schmutzig gelbbraun sind die Basis, Naht und Spitze, vor- 
herrschend schwarzbraun die Scheibe und gemischt die Seiten. 
Auf dem Pygidium sind Spitze, Mittellinie und Seiten dunkel. Die 
Unterseite ist ebenfalls schwarzbraun variiert mit schmutzig gelb- 
braun, nur in den Apicalecken der Bauchsegmente ist je ein sehr 
kleiner weißlicher Fleck. Die Beine sind schwarzbraun mit Aus- 
nahme eines weißlichen Ringes vor der Spitze der Schenkel, eines 
Ringes in der Mitte der Schienen und des mit Ausnahme der Basis 
weißlichen 1. Tarsalgliedes. 


676 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Long.: 9,0 mm. | 
1 9 N’Zerekore, Franz. Guinea, leg. S. H. Olsen, Okt. 1951, in ' 
Mus. G. Frey. 
Die ähnlich gefärbten Arten haben an den Schienen 2 schmale 
weiße Ringe, die neue Art nur einen breiteren in der Mitte. 


Gymnognathus stigmenus spec. nov. 


Jg. Den Arten irma Jord. und nanus Jord. nahestehend. Der 
Rüssel! ist länger als bei nanus, etwa so lang wie bei irma, mit 
braunen Seiten; der gut begrenzte braune dreieckige Scheitelfleck 
Setzt sich bis zur Mitte der Basis der Stirn fort. Glied 3 der Fühler 
(5) so lang wie 2. Pronotum mit Längsrunzeln; die helle Mittel- 
binde besteht aus einem großen von der Basis über den Kiel rei- 
chenden Fleck und einem Strich auf der Apicalhälfte, das seitliche 
weiße mit der Unterseite verbundene einen kleinen braunen Fleck 
einschließende Feld reicht am Apicalrand nicht so weit nach oben 
wie bei nanus und überquert den Querkiel wenig innerhalb des 
Seitenwinkels. Die Oberseite wie bei nanus leicht gewölbt und 
nicht abgeplattet wie bei irma, die Basis der Flügeldecken etwas 
weniger vertieft wie bei nanus. Die Zeichnung wie bei genannten 
Arten, aber auch etwas variabel, der Apicalfleck ein wenig kleiner 
als bei nanus, aber einen kleinen braunen Apicalsuturalfleck wie 
bei irma einschließend. Das Pygidium dicht weiß mit braunem 
Seitenfleck, ein wenig kürzer und an der Spitze nicht verrundet, 
sondern fast gerade abgestutzt. Die Unterseite ziemlich gleichmä- 
ig dicht weiß behaart, mit braunen Flecken an den Seiten der 
Abdominalsegmente und Episternen der Hinterbrust. 


Die neue Art ist in der Tabelle, Jordan, Nov. Zool. XL, 1937, 
p- 241, neben irma Jord. und nanus Jord. einzuordnen. Sie unter- 
scheidet sich hauptsächlich durch das gerade abgestutzte Pygidium 
und die braunen Flecken an den Seiten des Abdomens. 


Long. : 4,8—5,5 mm bei geneigtem Kopf. 

25 Brasilien, Rio Grande do Sul, Vila Oliva, Febr. 1949 und 
1950, Buck leg. 

Typus in Coll. Padre P. Buck. 


Gymnognathus uta spec. nov. 


5. Nach der Tabelle von Jordan, Nov. Zool. XL, 1937, p. 238, 
kommt die neue Art neben leucomelas Jord. und biloris Jord. zu 
stehen, unterscheidet sich aber erheblich. 


Wolfrum : Neue Anthribiden aus dem Museum G. Frey 677 


Die Ober- und Unterseite ist, abgesehen von den braunen 
Zeichnungen, mehr oder weniger dicht hellbräunlichweiß behaart, 
aber niemals so dicht und reinweiß wie bei leucomelas Jord., 
fahraei Fahrs. oder alma Jord. Der Rüssel wenig länger als breit, 
sehr wenig zur Spitze verbreitert, mit dünnem Mittelkiel, der vom 
Apicaldrittel bis zum Scheitel in Höhe des hinteren Augenrandes 
reicht, vom vorderen Augenrand zieht jederseits ein dem Mitte!- 
kiel paralleler verrunzelter Längswulst zur Spitze, dazwischen mit 
schwacher Impression, an der Basis des Rüssels und auf der Stirn 
mit Längsrunzeln. Eine breite helle parallele Binde zieht sich von 
der Rüsselspitze bis zum Scheitel, ebenso sind die Wangen hell 
behaart; die Seiten des Rüssels außerhalb der Längswülste sind 
braun, die Unterseite des Kopfes fast unbehaart und glatt; auf dem 
Scheitel 2 braune dreieckige Flecken, welche mit dem Braun am 
Hinterrand der Augen verbunden sind und die helle Längsbinde 
in 3 Spitzen teilen. Fühlerkeule reichlich !/; so breit wie die Stirn. 

Pronotum fein und dicht wie bei vielen anderen Ärten punk- 
tiert, zwischen den Punkten glatt und glänzend. Prothorax und 
Pronotum sind mehr oder weniger gleichmäßig hell behaart, auf 
letzterem ist beiderseits auf der Seitenmitte des Querkiels ein dii- 
fuser brauner Fleck, der sich, nach vorn undeutlicher werdend, in 
Richtung auf die braunen Scheitelflecke verlängert, auch der 
Apicalrand vor dem Seitenkiel ist infolge dünnerer Behaarung 
diffus braun. Der Querkiel ist wenig gebogen, in der Mitte schwach 
und breit konkav, daneben leicht konvex; Pronotum in der Mitte 
vor dem Kiel und innerhalb der Seitenecken schwach eingedrückt, 
der Kielwinkel beträgt 90° mit kaum verrundeter Spitze, der 
Seitenkiel ist gerade, reicht halb bis zum Vorderrand und stößt 
mit der Lateralbasalcarinula fast gerade zusammen. 

Die Flügeldecken mit konvexer bis zur Schulter reichenden 
Biegung des Basalrandes, die Postbasalhöcker vollkommen abge- 
flacht, die Apicalhöcker rund, bei seitlicher Ansicht nicht nach hin- 
ten überstehend, die Scheibe bis zum 5. Zwischenraum und Absturz 
abgeplattet, aber kaum bemerkbar zur Naht eingedrückt; der 5. 
Zwischenraum nicht gekielt; die Streifen schwach punktiert, doch 
bis zum Absturz überall deutlich. Die Flügeldecken sind zum größ- 
ten Teil wie der übrige Körper grauweilS mit leicht bräunlichem 
Ton behaart, über die Apicalbeulen ein braunes Querband, dessen 
Hinterrand ziemlich gleichmäßig, während der V orderrand an der 
Naht etwas, seitlich vom 8. Zwischenraum an doppelt so weit nach 
vorn gezogen ist; auf der vorderen Hälfte der Flügeldecken befin- 


678 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


dien sich 3 kleine braune rundliche im Dreieck angeordnete Flecke, 
einer an der Stelle der Postbasalbeule, der 2. im 5.—7. Zwischen- 
raum etwas vor der Mitte und der 3. schräg davor am Seitenrand; 
die Schultern sind diffus braun; im hellen Apicalfeld ist ein klei- 
ner brauner Suturalapicalfleck eingeschlossen. 

Pygidium und Analsternit ungezähnt, Pygidium mit abge- 
stutzter leicht verrundeter Spitze, einfarbig hell behaart, breiter 
als lang, zur Spitze verengt. Unterseite einfarbig, in der Mitte der 
ganzen Unterseite infolge spärlicher Behaarung angedunkelt, die 
Seiten des letzten und vorletzten Abdominalsegments glatt, an 
den Seiten der übrigen Segmente mehr oder weniger deutliche 
braune glatte Stellen. Mesosternalfortsatz schwach konkav. Beine 
von der Basis bis zur Mitte der Schienen hell behaart, der Rest ist 
braun, sehr spärlich grau variiert, der Übergang in der Mitte der 
Schienen von grauweiß zu braun ist diffus. Das 1. Glied des Vor- 
der- und Mitteltarsus länger als das Klauenglied, das 1. Glied des 
Hintertarsus so lang wie das Klauenglied. 

Liong.: 8,0—8,5 mm bei geneigtem Kopf; Lat.: 2,5—9,1 mm. 

258. F. Paula, Rio Grande do Sul, Brasilien, leg. Buck 18. 1. 
1939. Typus in coll. Padre P. Buck. 


Apatenia asema Spec. noV. 


5. Wie anriulipes Jord., aber die Zeichnung düsterer und die 
Gegensätze zwischen den hellen und dunklen Stellen weniger auf- 
fallend. Der Rüssel kürzer, wenig länger als die halbe Breite, die 
Apicalecken stärker verrundet. Halsschild deutlicher und dichter, 
besonders an den Seiten punktiert; die Beulen im 3. Zwischenraum 
der Flügeldecken etwas kräftiger. 

Long.: 8,5 mm bei geneigtem Kopf. 

1 5 NZerekore, Franz. Guinea, leg. S. H. Olsen Nov. 1951. 
Typus in Mus. G. Frey. 


Apatenia longiclava spec. nov. 


EIZUCN 


79 An eine kleine annulipes Jord. erinnernd, dunkelbraun 
mit rötlichbrauner und bräunlichgelber Behaarung untermischt. 
Mandibeln chagriniert, neben dem Außenrand mit verkürzter 
Rinne. Kopf dicht runzlig punktiert, ohne Mittelkiel, dunkelbraun, 
die schmutzig lehmbraune Behaarung ist auf Basis und Seiten des 
Rüssels, am oberen und unteren Augenrand sowie auf 3 quer an- 
geordneten Flecken des Scheitels, meistens nur undeutlich, ver- 
dichtet. Rüssel kaum halb so lang wie breit, der Seitenrand zwi- 


Wolfrum: Neue Anthribiden aus dem Museum G. Frey 679 


schen Auge und Fühlergrube mit schwacher Einbuchtung, dann 
zum Vorderrand verengt, Vorderrand in seiner ganzen Breite sehr 
leicht konkav. Stirn !/; (5) so breit oder kaum !/; (2) so breit wie 
der Rüssel. Die Augen hinten steiler abfallend als vorne, doppelt 
(5) so lang wie breit oder etwas kürzer (2). Fühler die Mitte des 
Halsschildes etwas überragend, rötlich mit Ausnahme des 9. und 
16. Gliedes, Glied 1 und 2 verdickt, 2 wenig kürzer als I, ziemlich 
so lang wie 3, Glied 3—8 allmählich an Länge abnehmend, 8 —- 2/5 
von 3, 9 dreieckig, so lang wie breit, breiter als 2, 10 quer, 11 
rundlich. 

Halsschild von den Seitenecken nach vorn konisch schwach 
gerundet verengt, dicht und gleichmäßig runzlig punktiert. Quer- 
kiel ziemlich gerade in der Mitte, vor den Seiten etwas nach vorn 


De 


[1 


gebogen, Seitenwinkel größer als 90% mit verrundeter Spitze, Sei- 
tenkiel wenig prominent und von oben nicht sichtbar, verschwin- 
det allmählich im vorderen Viertel. Färbung schwarzbraun mit 
eingestreuter diffuser gelbbrauner Zeichnung, bestehend aus einer 
dünnen, in der Mitte unterbrochenen Mittellinie, 2 kreuzweise an- 
geordneten Querstrichen und jederseits ca. 5—6 verschwommenen 
mehr oder weniger zusammenhängenden Flecken. 

Flügeldecken mit geradem Vorderrand, gewölbt, in den Strei- 
fen kräftig punktiert, hinter den schwachen Postbasalbeulen von 
der 1.—4. Punktreihe leicht quer eingedrückt und längs der Naht 
leicht niedergedrückt, Zwischenräume 2, 4, 6, 8 rötlichbraun, Naht 
und Zwischenräume 3, 7, 9, 11 dunkelbraun und schmutzig hell- 
grau gewürfelt, die hellen Würfelflecken hinter der Mitte im 3., 
5., 7. und 9. Zwischenraum sind deutlicher und querbindenartig 
angeordnet, auch an der Basis des 5. Zwischenraums befindet sich 
ein längerer heller Stich. 

Pygidium breiter als lang, verrundet (7') oder verrundet zu- 
gespitzt (2), schmutzig gelbbraun, in der Mitte angedunkelt. Un- 
terseite auf Prothorax vor den Mittelhüften und an den Seiten des 
Metathorax kräftig und wenig dicht punktiert, an der Basis der 
Bauchsegmente mit einer Reihe starker Punkte, Mesosternalfort- 
satz flach, an der Spitze abgestutzt; Abdomen des 7 in der Mitte 
gerade, sehr schwach abgeplattet; Färbung dunkelbraun variiert 
wie die Oberseite, Episternen der Mittelbrust und diffuse Flecken 
an den Seiten des Abdomens heller. Beine rötlichbraun mit diffu- 
sen grauen Ringen an den Schenkeln vor der Spitze, an den Schie- 
nen vor der Mitte und vor der Spitze, die Tarsen rötlichgelb. 
Klauenglieder, besonders am Vordertarsus, so lang wie die übrigen 


680 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


Tarsenglieder zusammen, Klauen kräftig und so lang wie das 
1. Glied, mit deutlichem Zahn in der Mitte, 4. Tarsenglied tief 
gelappt, breiter (5) oder so breit (2) wie die Schienen. 

Long.: 3,5—5,5 mm. 

J'Q. Madagaskar, eine Serie aus Umgebung von AÄndrona 
(Nord-Madagaskar) (Typus) und Maroantsetra. Typus in Mus. G. 
Frey. 


Exechesops epipastus spec. nov. 


9. Augenstiel kurz, auf der Rückseite so lang wie das 1. 
Tarsenglied, Augen oval, ohne Ausbuchtung, gleichmäßig gewölbt, 
etwas zusammengedrückt. Rüssel in der Mitte des Spitzenrandes 
flach gebuchtet, an der Spitze nur halb so breit wie an der Basis, 
vor den Fühlergruben quer niedergedrückt, der convergente Sei- 
tenrand über der Fühlergrube konvex vorgewölbt, Rüssel und Stirn 
mäßig dicht, gegen die Mitte spärlicher, schmutzig grauweiß be- 
haart, eine dünne weißliche Mittellinie reicht von der Rüsselbasis 
über den Halsschild bis zum 1. Nahtdrittel. Fühler rötlichgelb mit 
dunkler Keule, die beiden 1. Glieder kurz und verdickt, Glied 3 
das längste, Glied 3—8 allmählich an Länge abnehmend, die Keule 
etwa doppelt so breit wie die mittleren Glieder, Glied 9 = 6, 10 
etwas kürzer, 11 etwas länger als 9. 

Halsschild mit nahezu geradem, im 1. Drittel liegendem Quer- 
kiel, die dünne grauweiße Mittellinie ist braungelb gesäumt, der 
übrige Teil des Halsschilds schwarzbraun durch braungelbe Zwi- 
schenpartien in mehr oder weniger zusammenhängende Flecken 
aufgeteilt, hinter dem Querkiel jederseits 2 schwarzbraune 
Flecken. | 

Die Flügeldecken sind braungelb, schwarzbraun und weiß- 
grau varliert; die Naht ist zum 1. Drittel weiß, dann schwarzweiß 
gewürfelt, die Zwischenräume 2, 4, 6, 8, 10 mehr oder weniger 
gelbbraun, die Zwischenräume 3, 5, 7, 9 mehr oder weniger weiß- 
grau-schwarzbraun gewürfelt; 3 weißliche Würfelflecken vor dem 
Absturz im 3., 5. und 7. Zwischenraum bilden eine undeutliche 
Querbinde, die davor liegenden dunklen Striche sind auch etwas 
deutlicher, ebenso wie die dunkle Stelle auf dem Basalhöcker, der 
kein Haarbüschel trägt. 

Pygidium so lang wie breit, zugespitzt verrundet, schwarz- 
braun mit hellem Mittelstrich und beiderseits vor der Spitze mit 
einem gelbbraunen Tüpfel. 


Wolfrum: Neue Anthribiden aus dem Museum G.-Frey 681 


Prothorax schwarzbraun, grau und gelbbraun variiert; Meso- 
metathorax heller, gelbbraun und dunkel variiert. Beine rötlich- 


gelb, Spitzen der Schienen und Fußglieder gebräunt. 

Länge: 3,6 mm. 

1 2 Kandy, Ceylon, leg. G. Frey März 1953, Typus in Mus. 
G. Frey. 


Enedreytes albisparsa spec. nov. 


Schwarzbraun, auf Halsschild und Flügeldecken mit weißen 
wischartigen Tüpfeln, Unterseite dünn, Kopf und Beine sehr spär- 
lich weiß behaart. 

Rüssel 11/;mal so breit wie lang, quer niedergedrückt, Spitze 
wenig breiter als die Basis, breit und flach ausgerandet, Seitenrand 
bis zur Fühlergrube parallel, dann leicht divergent, über der 
Fühlergrube wulstig, die rundliche Fühlergrube vom Auge so weit 
entfernt wie die Fühlerkeule dick ist; Fühler die Basis des Hals- 


‚schilds nicht erreichend, dunkelrotbraun mit dunkler Keule, Glied 


1 und 2 verdickt, 3 etwas kürzer und kaum halb so dick wie 2, 
3—8 allmählich an Länge abnehmend, 5 kaum länger als breit, 
etwas breiter als 3, Keule doppelt so breit wie Glied 1, 9 dreieckig, 
so lang wie breit, 10 quer, 11 oval zugespitzt, so lang wie 9. Augen 
schräg rundlich oval, hinten stärker gewölbt, mit schmalem klei- 
nem Sinus, fein facettiert, Stirn schwach konvex von der Seite 
gesehen, vorn fast so breit wie die halbe Rüsselbasis; Kopf und 
Halsschild fein und sehr dicht runzliggekörnt punktiert. 
Halsschild gewölbt, nur vor dem Kiel schwach niedergedrückt, 
so lang wie breit, von den Seitenecken nach vorn mäßig gerundet 
verengt, in der Mittellinie etwas länger als an den Seiten, Quer- 
kiel fast gerade, etwas weiter als bei curtirostris Rey von der Basis 
entiernt, etwa am ersten Fünftel oder Sechstel liegend, seitlich 
vollkommen verrundet, der nach vorn gebogene Teil erreicht nicht 
die Mitte des Seitenrandes, vor dem Querkiel befinden sich etwa 
14 weißliche Tupfen, außerdem 3 hinter dem Querkiel, davon 
einer in der Mitte und 2 etwas innerhalb der Seiten, und 3 weniger 
deutliche auf der Mittellinie vor dem Kiel, Mitte und Spitze. 
Flügeldecken so breit wie der Halsschild, gewölbt, parallel, 
mit geradem Basalrand, Schulterbeule gut, Postbasalbeule schwach 
entwickelt; Zwischenräume auf der Scheibe flach, an den Seiten 
gewölbt, Punkte in den Streifen in der Mitte mäßig fein, nach den 
Seiten zu stärker, Zwischenräume sehr fein und dicht punktuliert; 


682 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


die weißen Tüpfel etwas spärlicher als auf dem Halsschild (viel- 
leicht abgerieben?). | 

Pygidium breiter als lang, halbkreisförmig. Tarsen kürzer und 
schmäler als die Schienen, 1. Glied so lang wie das Klauenglied. 

Länge: 2,1 mm. 

12 (2), Madagaskar, Maroantsetra, in Mus. G. Frey. 

Die neue Art mag vorläufig bei Enedreytes Schh. stehen, weil 
sie strukturell, nicht in der Zeichnung, eine gewisse Verwandt- 
schaft zu curiirostris Rey, die hinwiederum auch keine echte Ene- 
dreytes ist, zeigt. 


Tropidebasis paraleuca spec. nov. 


o. Klein, dunkelbraun, mit weißen wischartigen Haarflecken. 
Rüssel! schr kurz, kaum länger als die Breite der Fühlerkeule, nach 
vorn stark verengt, der gekielte Rand verläuft in flachem Bogen 
vom Augensinus zum anderen Auge. Augen rundlich, mit tiefem, 
etwa ?”/; des Augendurchmessers erreichendem Sinus, in welchem 
die Fühlergrube liegt, der obere Augenlappen reicht weiter nach 
vorn als der untere. Stirn konvergent, die vordere Breite gleich der 
Länge des Augendurchmessers. Kopf mit weißer, längs der Mitte 
spärlicherer Behaarung. Fühler nicht ganz die Basis des Hals- 
schilds erreichend, dunkelbraun, mit rotgelbem 1. Glied, Glied 1 
und 2 verdickt, 3 etwas länger als 2, 3—5 allmählich an Länge 
abnehmend und an Breite zunehmend, 8 halb so lang und dop- 
pelt so breit wie 3, Keule 3mal so breit wie 8, so lang wie 3—6, 
9 so lang wie 2, dreieckig, 10 quer, etwas kürzer als 9, 11 mit 
verrundeter Spitze, wenig länger als 10. 

Halsschild an der Basis so breit wie die Flügeldecken, von der 
Mitte nach vorn verrundet, wenig verengt, Vorderrand bogenför- 
mig vorgezogen, an den Seiten 3/ so lang wie in der Mitte, gleich- 
mäßig gewölbt, nur vor dem Querkiel undeutlich niedergedrückt. 
Querkiel basal, an die Flügeldecken anliegend, fast gerade, 
schwach biconvex, Seitenwinkel wenig größer als 90°, nur in der 
Spitze leicht verrundet; Seitenkiel fast den Vorderrand erreichend, 
nach vorn schwächer werdend. Die weißen wischartigen Flecken 
vor dem Querkiel und an den Seiten zahlreicher als auf der 
Scheibe. 

Flügeldecken mit parallelen Seiten, stark gewölbt, wie der 
Halsschild ohne Eindrücke, mit schwacher Schulterbeule, ohne 
Postbasalbeule, Basalrand sehr schwach biconvex, mit mäßig star- 
ken Punktreihen, ohne eingedrückte Streifen. Zwischenräume ganz 


Wolfrum: Neue Anthribiden aus dem Museum G. Frey 683 


flach und lederartig sculpturiert, die weißen Flecken sind stellen- 
weise, oft quer, zusammenhängend. 

Pygidium halbkreisförmig, weil mit bräunlicher Mittellinie. 
Unterseite weiß, gleichmäßiger und weniger fleckig behaart. Beine 
dünn weiß behaart, Chitin der Schienen und teilweise der Tarsen 
rötlichgelb, Tarsen etwas kürzer als die Schienen, 1. Tarsalglied 
kaum länger als die Schienen an der Spitze breit, Klauen gleich 
lang, halb so lang wie das Klauenglied. 

Länge: 2,0 mm, Breite: 0,9 mm. 

1 5 Madagaskar, Maroantsetra, Typus in Mus. G. Frey. 

Die neue Art paßt nicht befriedigend in die indomalayische 
Gattung Trobidobasis Jord., weniger noch in die verwandten afri- 
kanischen Gattungen Gulamentus Jord. und Alloplius Jord. Die 
jetzige Einreihung soll daher nur vorläufig sein. 


684 [75] Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


C. II. Teil: Die Monommiden der ameri- 
kanıschen Region. 


(Mit 3 Tafeln) 


Von Heinz Freude 


Einleitung zum II. Teil. 


Das Material dieser Region, welches mir für meine Arbeit 
zur Verfügung stand, war quantitativ sehr unterschiedlich. Vom 
gut besammelten Nordamerika, d. h. von den südlichen Staaten 
der U. S. A., teils auch von Mittelamerika, lag mir reiches Material 
vor, das die Erkennung geographischer Rassen erlaubte. Dagegen 
erwiesen sich südamerikanische Vertreter als ausgesprochen spär- 
lich. Verständlicherweise ist von früheren Sammlern in diesen Ge- 
bieten, die auf ihren Expeditionen sicher weit größere Transport- 
schwierigkeiten hatten als heutzutage, mehr extensiv als intensiv 
gesammelt worden, wobei die meist kleinen und unscheinbaren 
Monommidae verhältnismäßig wenig berücksichtigt wurden. Meine 
Vermutung, daß nur ein kleiner Teil der süädamerikanischen Arten 
bekannt wäre, wurde vollauf bestätigt, denn das spärliche süd- 
amerikanische Material war ungewöhnlich artenreich und enthielt 
eine ganze Reihe bisher unbekannter Arten, insbesondere unter 
den kleinsten Vertretern. Erfreulicherweise befanden sich in der 
Collection Fry des British Museum sowie in der Sammlung des 
U. S. National Museum einige Serien dieser kleinsten Monommi- 
den, und ich kann meinen Kollegen an diesen Instituten mein 
Kompliment machen, daß sie diese schwer zu beurteilenden Käfer- 
chen auch als zur Familie der Monommidae gehörig erkannt ha- 
ben. Der bisher kleinste Vertreter, Hyporhagus minutus Pic mit 
3 mm Länge, wurde von den neuen Arten um ein volles Drittel 
unterboten. | 

Für die Unterscheidung der Arten ist außer der Elytren- 
struktur und der Bildung der Sterna des Thorax besonders wieder 
die Form der Komplexaugen auf der Unterseite des Kopfes von 
großer Bedeutung, ferner die Randverbreiterung der Elytren, die 


ge 


H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [76] 655 


ich als „falsche Epipleuren“ bezeichne. Bei den kleinsten Arten 
mußte ich außerdem die Form der Antennenkeulen sowie der 
Vordertibien und der auf diesen befindlichen Tarsenfurchen 
berücksichtigen. Möglicherweise sind manche kleinste Arten noch 
zusammengesetzt, aber das geringe vorhandene Material erlaubte 
nicht immer, eine scharfe Grenze zwischen Variabilität und art- 
licher oder wenigstens subspezifischer Differenz zu ziehen. 


Mein Dank für liebenswürdige Unterstützung meiner Arbeit 
gilt den bereits im 1. Teil erwähnten Kollegen in gleicher Weise, 
weshalb ich von einer neuerlichen Aufzählung wohl absehen darf. 


1. Gattungs- und Gruppencharakteristik. 


Die Familie der Monommidae hat auf dem amerikanischen 
Kontinent eine mannigfaitige Entwicklung erfahren und kann in 
fünf verschiedene Gattungen unterteilt werden, von denen vier 
allerdings nur wenige Arten in sich vereinen. Den größten Teil 
umfaßt die Gattung Hyporhagus, welche von Thomson 1860 in 
seiner Monographie durch folgende Characteristica von der Gat- 
tung Monomma abgetrennt wurde: 

„aa. Maxillarum galea elongata; 

bb. Palporum maxillarium art. ult. securiformis; 

cc. Palporum labialorum art. ult. intus rectus; 

dd. Submentum antice trılobatum, lobis haud acutis: 

ee. Lingula menti basim non extans; 

ff. Prothorax antice rotundatus; 

gg. Prosterni projectura lata; 

hh. Mesosternum laminatum, transversum: 

ii. Abdominis segmentum ultimum simplice lunatum“. 

Das augenfälligste Merkmal ist zweifellos der vorn abgerun- 
dete Halsschild, dessen Vorderecken im Gegensatz zur Gattung 
Monomma nicht vorgezogen sind. Dieses Merkmal trennt Hypo- 
rhagus auch von drei amerikanischen Gattungen, Obesomonomma, 
Micromonomma und Antillemonomma, nicht aber von der Gat- 
tung Aspathines, die Champion 1838 in seiner Biologia Centrali 
Americana, p. 475, aufstellte und folgendermaßen von Hyporhagus 
abgrenzt: 

„Antennae very short, the basal joint scarcely twice as long as the equally 
stout second, joints 6—9 very strongly transverse, 10 and 11 only broadly wi- 
dened and forming a 2-jointed club; the grooves for the reception of the 
antennae very deep, parallel anteriorly, very sharply curved about the middle, 


and extending outwardly towards the anterior angles: elytra very finely and nar- 
rowly margined, the margins not extended and invisible from above.“ 


686. [77] 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Die 2gliedrige Antennenkeule und die hakenförmigen An- 
tennenfurchen sind eindeutige und augenfällige Merkmale der 
Gattung. 


Die Gattung Mieromonomma begründete Pic 1932 in der Re- 
vista de la Soc. Ent. Argent. V, 22, p. 105, auf eine von ihm eben- 
dort beschriebene neue Art. In der Differenzialdiagnose, deren 
erster Teil auch auf die Gattung Monomma zutrifft, heißt es: 


„Bord anterieur du prothorax Echancre avec les angles anterieurs marqu6s, 
saillents en avant. 


Bord lateral des @lytres Etroit et peu marque: prothorax sans sillon pre£- 
lateral ni rebord ret. Corp. tres bomb& au milieu.“ 

Mlicromonomma hat also mit Mlonomma die vorgezogenen 
Prothorax-Vorderecken gemeinsam, unterscheidet sich aber durch 
schmalen, kaum markierten Seitenrand der Elytren, fehlenden 
Seitenrand des Halsschildes und sehr hochgewölbte Körpermitte. 
Die Gattung ist weiter durch die beiden, nach hinten konkaven 
Mondfurchen des Analsegments innerhalb der amerikanischen 
Monommidae eindeutig gekennzeichnet. 


Gattung Obesomonomma wurde von Pic 1933 in den Mel. 
exot. ent. 62, p. 14, als Subgenus von Monomma aufgestellt und 
folgendermaßen gekennzeichnet: 


„Corpus latus, elytris post humeros dilatatis, lateraliter diverse carinatis: 
thorace lateraliter minute sed distincte sulcato.“ 


Diese wenig typische Definition läßt wichtige Merkmale von 
Gattungscharakter außer acht, insbesondere die tiefen und breiten, 
quergestellt fragezeichenförmigen Analfurchen, die auf dem vor- 
letzten Sternit wellenförmig und weiter nach vorn tief komma- 
förmig fortgesetzt werden. Außerdem ist sehr charakteristisch die 
nur mit einer Ommatidienreihe besetzte schmale Augenzunge auf 
der Kopfunterseite, die vom abgerundeten Komplexauge zum 
Mentum hin zeigt und sich in der großen, breiten Augengrube ver- 
liert. 

Von dieser Gattung sind bisher zwei Arten bekannt, desglei- 
chen von Micromonomma. Aspathines hat nur eine Art, die aller- 
dings in drei Subspecies aufgeteilt werden kann, deren eine, die 
subsp. sachtlebeni nov., auch als eigene Art aufgefaßt werden 
könnte. 


Schließlich erhielt ich aus dem Berliner Museum ein Exem- 


plar, das sich in keiner der bekannten Gattungen unterbringen 
ließ und mich zwang, eine neue Gattung darauf zu begründen: 


H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [78] 687 


Antillemonomma nov. gen. 


Monommiden der Antillen von länglich abgeflachter Gestalt, 
_ ohne Scutellum, Halsschild lang und wenig verengt, höchstens, 
11/5x so breit wie lang. Kopf mit rundlichen Gruben vor den unter 
dem Halsschild verborgenen Augen, die letzteren reichen nur bis 
auf die Seite des Kopfes, dringen nicht bis auf die Unterseite vor. 
_ Drei Elytrenreihen innerseits der Schultern tief rinnig, übrige 
teils obsolet. Neben dem Seitenrand lang-grubige Vertiefungen. 
Die Analfurchen sind tief mandelförmig, parallel zum Hinterrand 
gerichtet, können durch feine Rinne verbunden sein. 

Die Gattung ist bisher nur von St. Thomas bekannt geworden 
und wahrscheinlich wenig verbreitet. 

Bei der artenreichen Gattung Hyporhagus läßt sich eine An- 
zahl Gruppen erkennen, deren Glieder durch gemeinsame Merk- 
male in besonders nahe verwandtschaftliche Beziehungen zu stel- 
len sind, so daß man sie auch als Artenkreise auffassen kann. 
Allerdings müssen einzelne Arten hiervon ausgenommen werden, 
die wohl gerade noch einer Gruppe angeschlossen werden können, 
aber sich durch besondere Merkmale als nieht mehr zu einer so 
engen Bindung gehörig erweisen, wie sie ein Artenkreis darstellt. 


Im großen gesehen lassen sich zunächst einmal zwei Gruppen 
erkennen, deren eine durch feine kielförmige Leisten besonders 
neben den äußeren Punktreihen ausgezeichnet ist, die der anderen 
fehlen. Übergänge zwischen beiden sind aber vorhanden. Nord- 
amerika wird ausschließlich von Arten der 1. Gruppe besiedelt, 
wenn man die Übergangsart MH. punctulatus Thoms. hinzurechnet. 
Mittel- und Südamerika dagegen werden von der zweiten Gruppe 
beherrscht, während gekielte Arten seltene Ausnahmen darstellen. 

Im nordamerikanischen Raum treffen wir hauptsächlich zwei 
Artenkreise an, die je einen Rassenkreis einschließen. Der eine 
Artenkreis, die piceus-Gruppe, ist ausgezeichnet durch einen 
ommatidienlosen Augenwulst, der das Auge auf der Unterseite 
des Kopfes nach innen begrenzt. Seine verbreitetste Art, H. opa- 
culus Lec., läßt sich in einen Kreis von vier Rassen gliedern. H. 
yucatanus Thoms. fehlt zwar dieser ommatidienlose Wulst, die 
Begrenzung des Auges nach innen zeigt aber deutlich, daß die 
Art den gewulsteten zuzuordnen ist, wohl sogar im Rahmen des 
Artenkreises. | | 

Dem anderen Artenkreis fehlt der ommatidienlose Wulst 
und das Auge dringt + keilförmig nach innen vor, besitzt aber 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 44 


688 [79] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


eine nach hinten gerichtete, glatte und ommatidienlose kleine 
Ecke, die an der inneren Abrundung liegen oder weiter nach 
außen gerückt sein kann. In letzterem Falle ist sie kaum zu sehen. 
Diese Gruppe wird beherrscht von dem Rassenkreis des H. gilen- 
sis Horn, der von den amerikanischen Monommiden am weitesten 
nach Norden vordringt. Der nördlichste Fundort des mir vorlie- 
senden Materials war Bellevue in Utah, das auf etwa 37° 25’ 
nördl. Breite liegt. Mit A. gilensis Horn wurde bisher stets eine 
Art zusammengeworfen, die ich wegen ihrer großen Ähnlichkeit 
H. pseudogilensis spec. nov. genannt habe. Sie läßt sich aber be- 
sonders durch ihre Augenbildung eindeutig von H. gilensis ab- 
grenzen. Eine der Hauptart parallele Rassenbildung ist nicht er- 
kennbar. 

Zur gilensis-Gruppe, wohl kaum aber zum Ärtenkreis, gehört 
H. durangoensts Champ. und mit größter Wahrscheinlichkeit auch 
H. venezuelensis Thoms., dessen Typus leider verlorengegangen 
ist und der sich deshalb nicht sicher beurteilen läßt, zumal mir 
auch kein anderes entsprechendes Exemplar zu Gesicht kam. Mög- 
licherweise sind die beiden genannten Arten auch Rassen einer Art. 

Die punctulatus-laevepunctatus-Gruppe ist m. E. auch als 
Artenkreis anzusehen und vermittelt zwischen den Großgruppen 
der gekielten und ungekielten Hyporhagus-Arten. Sowohl bei H. 
punctulatus wie auch bei MH. laevepunctatus lassen sich geographi- 
sche Rassen erkennen, wogegen die zur Gruppe gehörigen H. ar- 
gentinus, rarus und fusciceps als selbständige Arten zu werten 
sind. H. rarus ist deutlich gekielt, H. punctulatus und jusciceps 
kommen schwach gekielt oder ungekielt vor. Eine punctulatus- 
Rasse ist auf die U.S.A. beschränkt, die andere in Mittel- und 
Südamerika verbreitet (Material aus Cuba, Brasilien und Peru lag 
vor). H. laevepunctatus ist in Bolivien, Peru, Brasilien und Panama 
einheitlich, hat aber in Costa Rica und Guatemala eigene Rassen 
entwickelt. 

Als Artenkreis dürfte auch die opacus-Gruppe zu gelten 
haben. Sie ist ausgezeichnet durch das vorn ungerandete Pro- und 
das meist tief ausgerandete Mesosternum. H. opacus selbst bildet 
einen gewissen Übergang, da bei ihm die vordere Prosternalum- 
randung meist noch schwach angedeutet ist. Die Verbreitung der 
Gruppe ist im wesentlichen südamerikanisch, nur die Art Ä. emar- 
ginatus dringt weiter nach Mittelamerika (Guatemala) vor. 

Die wagneri-Gruppe hat zwar auch vorn ungerandetes Pro- 
sternum, aber nur flach eingebuchtetes Mesosternum. Bemerkens- 


H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [80] 699 


wert ist noch die glatte ommatidienlose Ecke am Hinterrand des 
Auges. Schon die Körpergröße trennt sie von der opacus-Gruppe. 

Ebenfalls ungerandetes Prosternum, flach eingebuchtetes Me- 
sosternum und verhältnismäßig großen Körper hat die brasilien- 
sis- oder nitidus-Gruppe. Wie ihr Name sagt, ist sie von der 
vorigen Gruppe durch besonderen Hochglanz ausgezeichnet. Sie 
unterscheidet sich weiter durch die fehlende ommatidienlose Ecke 
und durch feinere Elytrenreihen. Wagneri- und brasiliensis- . 
Gruppe bilden ebenfalls Artenkreise und sind auf Südamerika be- 
schränkt. Vertreter des wagneri-Kreises zeigen noch Beziehungen 
zu dem Außenseiter der suturalis-Gruppe, H. rufolineatus. Die 
Anklänge des brasiliensis-Kreises an die marginatus- und sutu- 
ralis-Gruppe sind weniger augenfällig, aber trotzdem nicht ganz 
in Abrede zu stellen. 

Als typisch mittelamerikanisch ist die marginatus-Gruppe an- 
zusehen. !hre Vertreter sind mehr breitoval, haben mittelbreite 
falsche Epipleuren, breite Analfurche und ein verhältnismäßig 
langes Mesosternum, das nicht tief ausgerandet ist. Auf den ver- 
schiedenen Antillen-Inseln dürften noch manche endemische Ar- 
ten aufzufinden sein, insbesondere auf den Kleinen Antillen. Nur 
die ohnehin etwas abseits stehende Art Ä. obliteratus ist auf der 
mittelamerikanischen Landbrücke zu Hause. 

Die suturalis-Gruppe ist neben der clavicornis-Gruppe die- 
jenige, welche bescheidene farbliche Artmerkmale aufweist. Es 
gibt auch in maturem Zustand rotbraune Ärten, andere haben 
hellere Fleeken oder Binden. Als weiteres besonderes Merkmal 
sind die breiten falschen Epipleuren zu nennen. Die suturalis- 
Gruppe ist auf dem süd- und mittelamerikanischen Festland ver- 
breitet und reicht nördlich bis Costa Rica, nach dem vorliegenden 
Material zu urteilen. Ä. suturalis selbst bildet einen schönen 
Rassenkreis, der sich von Bolivien über Peru und Panama nach 
Costa Rica verfolgen läßt. Die Art H. rufocinctus von Brasilien 
gehört sicher nicht zum Artenkreis und wurde der Gruppe nur 
provisorisch angeschlossen. 

In der laeviusculus-Gruppe zeigt sich eine Tendenz zur Re- 
duktion der Analfurche, so daß der Uneingeweihte gelegentlich 
meinen könnte, es seien zwei Analfurchen vorhanden. Typisch 
Sind weiter die wenig auf die Kopfunterseite vordringenden Äugen 
und ein mittellanges Mesosternum. Der Artenkreis des H. laevi- 
usculus ist ebenfalls süd- bis mittelamerikanisch und besteht aus 
kleineren Vertretern. H. laeviusculus selbst hat eine kleine omma- 


690 [81] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


tidienlose Augenecke, die Beziehungen zur gilensis-Gruppe andeu- 


ten könnte, welche sonst allerdings nicht zu erkennen sind. 
Die clavicornis-Gruppe schließlich vereinigt in sich die klein- 


sten Vertreter der Gattung. Neben der schon erwähnten, vielfach 
rotbraunen Färbung ist als morphologisches Merkmal besonders 


das kurze, tief und breit ausgerandete Mesosternum zu nennen. 
Die Augen dringen unterseits weiter zur Mitte vor. Bei den klein- 


E pauBe ._ 


sten Arten, HM. minimus und lateminimus, versagen die äußeren 


Geschlechtsmerkmale, denn die 3’ haben kein ausgesprochenes 
Kehlbärtchen mehr. Die Arten des im wesentlichen südamerikani- 
schen Artenkreises dringen z. T. bis Mittelamerika vor. Als einzige 
Art des Kreises hat H. minutus vier hellere Flecken auf den Ely- 
tren, was zur Verdeutlichung der verwandtschaftlichen Beziehun- 
gen zum suturalis-Kreis beiträgt. | 


2. Einzelbeschreibung der Arten. 
a) Antillemonomma gen. nov. 


Antillemenomma delkeskampi spec. nov. (Tafel XXV, Fig. la, b.) 

St. Thomas / Antillen. 

3,2x2,1 mm. 

Länglich oval, dunkel rotbraun, Extremitäten heller, glän- 
zend, etwas abgeflacht. 

Kopf fein, gleichmäßig eingestochen punktiert, in zwei fla- 
chen Gruben vor den Augen grob. 

Halsschild nicht ganz 11/xX so breit wie lang, fast parallel- 
seitig, nur vorn gerundet leicht verengt, Vorderwinkel verrundet, 
nur schwach vorgezogen. Vorderrand fast gerade. Mäßig dicht, 
fein eingestochen punktiert, zum Rande gröber und schwach 
schuppig. Hinterwinkel scharf, über 90°. Basis bildet einen nach 
hinten vorgezogenen stumpfen Winkel, der aber völlig verrundet 
ist, seine Schenkel im übrigen fast gerade. 

Scutellum nicht sichtbar. 


Elytren: Von den normalen 11 Punktreihen sind nur neun 
erkennbar. Die Schildehenreihe fehlt, die zweite und dritte sind 
vorn obsolet und höchstens an der Basis in wenigen Punkten er- 
kennbar, auf der hinteren Elytrenhälfte aber vorhanden. Auf der 
Körpermitte ist die vierte erkennbar, die folgenden zunehmend 
stärker bis zur siebenten, dann wieder abnehmend. Die sechste bis 


H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [82] 691 


achte rinnig vertieft, die neunte kaum erkennbar und die zehnte 
völlig obsolet. Am Rande finden sich einige gröbere, längliche 
Punkte der elften. Intervalle spärlich, scharf eingestochen punk- 
tiert, der Grund kaum erkennbar chagriniert. | 

Keine falschen Epipleuren. Epipleuren mäßig breit. 

Antennen kurz, kräftig, mit dreigliedriger Endkeule, in eine 
tiefe, stark gekrümmte Furche unter dem Halsschild einlegbar, 
die nicht über die halbe Halsschildlänge nach hinten reicht. 

Augen dringen nicht auf die Unterseite des Kopfes vor, sind 
verrundet und seitlich gerade noch unter dem Halsschild erkenn- 
bar. Kehle sehr lang. Prosternum entenschnabelförmig, glatt. Ba- 
sis schwach konvex. Mesosternum schließt an, ist kaum ausge- 
buchtet, mittellang, glatt, etwas matt. Metasternum kuppelförmig, 
glatt. Tibialfurchen fast quer, Grube flach. 

Abdomen kaum erkennbar fein eingestochen punktiert, seit- 
lich gröber, Intercoxalfortsatz breit, vorn gerade. Analfurchen tief, 
mandelförmig, beim 9 durch eine feine Rinne vereint, parallel zum 
Hinterrand. 

Der Holotypus, 1 5’ von St. Thomas, Antillen, von Moritz 
gefangen und H. joveolatum bezeichnet, aber nicht veröffent- 
licht, befindet sich im Museum Berlin. Ich widme_ die Art 
dem dortigen Betreuer der Coleopteren-Abteilung, meinem ver- 
ehrten Kollegen, Herrn Professor Dr. Delkeskamp. 


b) Obesomonomma. 


Obesomonomma bonvouleirii (Thoms.) (Hyporhagus) (Physis Re- 
cueil D’Histoire Naturelle I, Paris 1867, p. 129.) (Ta- 
fel XXV, Fig. 7, und XXVII, Fig. 1.) 


Urbeschreibung: „Patria: Montevideo. 

Long., 8, mill.; lat., 6 mill. 

Omnino niger, nitidissimus; prothorax tenue obsolete et sparsim punctatus; 
elytra lateribus longitud. costata, singula punctorum seriebus longitud. 10 in- 
structa; abdomen grosse, pedesque tenue, punctata, illi obscure brunnei. 

Magnus, obesus, valde convexus, omnino niger, nitidissimus; caput valde 
et confertim punctatum; prothorax antice fere rectus, angulis lateral. anticis 
productis rotundatis, postice sinuosus, tenue, obsolete et sparsim punctatus; scu- 
tellum cordiforme, laeve; elytra prothorace multo latiore, valde convexa, lateri- 
bus longitud. costata, costis humeralibus et post dimidium terminatis, singula 
Punctorum distantium sat magnorum seriebus longitud. 10 instructa, inter has 
series punctorum seriebus minutorum autem gaudentia, reflexa, apice rotundata; 
sternum impressum; abdomen grosse et valde sparsim punctatum; pedes obscure 
brunnei, tenue punctati; tibiae asperae; tarsi plantis flavis. 


692 [83] Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


Obs. — Cette espece est la plus grande de ce genre, et doit incontestable- 
ment &tre placee a sa tete. Je l’ai dediee A M. le vicomte de Bonvouloir, qui a 
bien voulu me la donner.“ 

Ergänzungen von besonderer Wichtigkeit sind die für die 
Gattung charakteristischen schmalen Augenzungen (spinae) auf 
der Unterseite des Kopfes, die von einer einzigen Ommatidienreihe 
besetzt sind und in einer tiefen Augengrube liegen. Von gleicher 
Bedeutung sind die hakenförmig geschwungenen, nach außen kon- 
vexen, tiefen und breiten Analfurchen, die sich auf die vorher- 
gehenden Sternite abnehmend fortsetzen. Das Prosternum ist beil- 
förmig, ungerandet, das Mesosternum rechteckig, seitlich schmal 
gekieli. | 

Den Typus, ein großes 9, konnte ich im Museum Paris stu- 
dieren. Drei weitere 22 von Santarem, die mir vorlagen, differier- 
ten in der Größe von 8,5 bis 6 mm. 

Thomson hatte die Art als Hyporhagus beschrieben. Pic be- 
gründete 1933 Obesomonomma als Subgenus von Monomma auf 
zwei Arten, die er inaequale und nitidipenne benannte. Meine Stu- 
dien ergaben, daß inzgequale Pie Synonym zu bonvouloirii Thoms. 
ist, die Untergattung Obesomonomma aber der bereits genannten 
Merkmale wegen als selbständige Gattung angesehen werden muß. 

Der Vollständigkeit halber hier noch die Ürbeschreibung von 


Obesomonomma inaequale Pic. (Mel. exot. ent. 62, 1933, p. 14). 

„Oblongo-subovatus, convexus, parum nitidus, niger, infra corpore brun- 
nec, membris rufis; capite fortiter et sparse punctato, antice lato, truncato; 
thorace parum breve, antice attenuato, postice sinuato, irregulariter et sparse 
punctato; scutello grande; elytris ad humeros paulo dilatatis, lateraliter sinuatis, 
postice attenuatis, fortiter lineato-punctatis et pro parte sulcatis, lateraliter for- 
titer striatis et pro parte costatis. Long. 8 mill. Amazones.“ 


Obesomonomma nitidipenne Pic. (Mel. exot. ent. 62, 1933, p. 14.) 


Urbeschreibung: „Le O. nitidipenne mihi, du Bresil, differe du precedent 
(= inaequale Pic, der Verf.) par la coloration moins foncee, teintee de roux sur la 
partie posterieure des @lytres, l’aspect pius brillant, les eiytres, plus finement 


A 


ponctu6s avec les cotes ä stries peu profondes et ä peine costes.“ 

Die Art ist schlanker als bonvoulorrii, hinten deutlich verengt, 
und hat keine Schulterkiele. 

Außer dem Typus in der Sammlung Pic lag mir nur noch ein 
Exemplar von Brasilien aus dem British Museum vor. 


c) Micromonomma Pic. 


Micromonomma convexum Pic. (Revista de la Sociedad Entomo- 


H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [84] 693 


logica Argentina, Tomo V, Num. 22, 30. 11. 32, p. 106.) 
(Tafel XXV, Fig. 8a, b, c.) 


Urbeschreibung: „Oblongo subovatum, nitidum, glabrum, convexum, po- 
stice attenuatum, brunneum aut piceum; capite thoraceque irregulariter sat dense 
punctatis; elytres substriatis, pro parte lineato-punctatis, intervallis latis, minute 
et sparse punctatis. 

Oblong-subovale, brillant, glabre, convexe, attEnue posterieurement, brun 
ou brun de poix avec le bord anterieur du prothorax toujours plus elair. Tete A 
ponctuation mediocre et rapprochee, tronqu&e en avant, antennes plus ou moins 
brunes, ou rousses, ä massue clair de 3 articles; prothorax assez court et large, 
nettement retreci en avant, fortement sinue posterieurement, un peu convexe, A 
ponctuation mediocre; irreguliere, peu Ecartee; ecusson grand, triangulaire; ely- 
tres pas plus larges que le prothorax ä la base, un peu @largis ensuite, puis atte- 
nuds posterieurement, tres bombes au milieu, subsinues, sur les cötes, €troite- 
ment et finement rebordes, faiblement stries, les stries, a rangees de points medio- 
eres s’effacant seulement vers l’extremite, intervalles larges, a ponctuation fine 
et irr&guliere; dessous du corps et pattes de coloration plus ou moins £brune. 
Long. 3—4# mill. Montevideo (Coll. Pie).“ 

Ergänzend sei nur auf die für die Gattung typischen, nach 
außen konkaven Analfurchen hingewiesen. Die Art hat keinen 
Schulterkiel. Die erste Punktreihe biegt dem Diskus nicht aus und 


ist dort sehr fein. 


Außer dem Typus in der Sammlung Pic lag mir ein weiteres 
Exemplar (Paratypus) vom gleichen Fundort, ebenfalls aus der 
Sammlung Pie, vor. 


Micromonomma colasi spec. nov. (Tafel XXV, Fig. 5.) 
Patria ignota (Südamerika). 


3Xx1,8 mm. 


Oval, hochgewölbt, nach hinten verengt, schwarzbraun, Hals- 
schild vorn etwas heller. 


Kopf mittelstark, etwas dicht punktiert. 


Halsschild doppelt so breit wie lang, Vorderecken stumpf- 
winklig vorgezogen; mittelstark, mäßig dicht punktiert, da- 
zwischen einzelne feine Punkte, zum Rande feiner, aber deutlich. 

Scutellum herzförmig. 


Elytren mit deutlichen aber flachen Punktreihen, am Diskus 
grubig vergrößert. Die erste biegt dem Diskus seitlich kurz aus 
und endet dahinter. Reihen zum Rande feiner, an Stelle der 10. 
Reihe in der vorderen Hälfte eine unscharfe kielförmige Erhebung. 


Ohne falsche Epipleuren. Epipleuren mäßig breit und sehr 
allmählich verengt. 


694 [85] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Augen unterseits keilförmig bis über die halbe Höhe der 
Kinnkerbe vordringend. 

Prosternum umgekehrt kegelförmig. Mesosternum mittellang, 
vorn schüsselförmig konkav. Metasternum ungerandet, wie Meso- 
sternum grob grubig punktiert, aber entfernter, ebenso die Tibial- 
grubenumgebung, nur zur Seite quer grubig. 

Abdomen sehr fein, etwas dicht punktiert, Intercoxalfortsatz 
grob und entfernt. Zwei kurze, breite und tiefe Analfurchen, stär- 
ker nach innen konvex. 

Holotypus, 1 5 ohne Fundortangabe, befindet sich im Mu- 
seum Paris. Ich widme die Art meinem dortigen verehrten Kolle- 
gen, Herrn G. Colas. Von der nahe verwandten Art M. convezum 
unterscheidet sie sich durch gröbere Punktreihen, deren erste dem 
Diskus seitlich ausweicht, durch die kielartige Erhebung an Stelle 
der zehnten und durch grobgrubiges Metasternim. Das fundort- 
lose Exemplar war leider das einzige, das mir bisher ver Augen 
kam. 


d) Aspathines Champ. 


Aspathines aeneus (Thomson) (Hyporhagus) (Ann. Soc. Ent. France 
1860, p. 27—28). 


Urbesehreibung: „Patria: S°-Dom. - Long. 3 mill.; lat. 2 mill. - Supra aeneus, 
nitidissimus, cum prothorace antice et lateraliter rufescente, antennae, palpi, subtus 
pedesque rubro-brunnea. Elliptico-ovalis, paulum previs, convexus, caput tenuis- 
sime et confertim punctulatum. Prothorax antice haud productus, angulis posti- 
cis acutis, sat valde et sparsim punctatus. Scutellum triangulare. Elytra elliptico- 
ovalia, paulum brevia, convexa, seriebus longitudinalibus laevis 22 punctorum 
impressa, inter has series irregulariter et laevissime punctulata; epipleura laevia. 
Subtus abdomenque lateraliter squamulosa, in medio punctulata; abdominis seg- 
mentum ultimum simplice lunatum. Pedes laeve punctulatıi. 

Precedente (H. marginatus, der Verf.) corpore minore, breviore, colore, et 
punctulatione laeviore, praecipue differt.“ 


Von den beiden Cotypen, die ich im Museum Paris studieren 
konnte, erkläre ich das von Thomson mit Namen und Literatur- 
hinweis hervorgehobene 9 als Lecto-Holotypus. | 

Die Art bildet einen Rassenkreis, dessen namengebende Sub- 
species aeneus Thoms. auf Haiti beschränkt zu sein scheint. Sehr 
nahe steht ihr die Subspecies 


Aspathines aeneus ovatus Champ. (Biol. Centrali-Amer. Col. IV, 
1. 1884—93 [1888], p. 476, t. 21, fig. 26). (Tafel XXV, 
Fig. 3a, b, c, und XXVII, Fig. 2a, b.) 


H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [86] 695 


Urbeschreikung: „Short ovate, very convex, aeneus, very shining, the head, 
the prothorax anteriorly and laterally (but indeterminately), and the legs and 
antennae, more or less rufous; head densely punctured: prothorax transverse, 
the sides a little rounded and rapidly converging from the base and somewhat 
deepiy grooved (especially at the base and apex) within the prominent lateral 
margins, the surface sparsely and moderately finely punctured, a longitudinal 
space in the middle of the disc impunctate; elytra each with nine rows of rather 
fine somewhat scattered punctures placed upon very shallow striae, the punctures 
still finer on the middle of the disc, the discal interstices each with a median row 
of exceedingly minute scattered impressions (only visible under a strong lens and 
sometimes obsolete), the others impunctate; beneath brownish-piceous, sparsely 
and somwhat coarsely punctured, the anterior half of the metasternum smoo- 
ther; the sides of the prosternum and the anterior edges of the meso- and meta- 
sternum immarginate, the mesosternum truncate in front; legs, including the 
tarsı, rather slender. 

Length 2—3 millim.; breadth 11/5 —2 millim. (J'Q). 

Hab. Mexico, Temax and Merida in North Yucatan (Gaumer, Sall&): Guate- 
mala, Mirandilla, Torola, San Gerönimo (Champion); Panama, San Lorenzo 
(Champion).“ 

Champion gebührt das Verdienst, die Art als einer eigenen 
Gattung zugehörig erkannt zu haben. Er beschrieb sie ohne Kennt- 
nis der als Hyporhagus beschriebenen Thomsonschen Art. Nach- 
träglich konnte er sie mit deren Type vergleichen und mußte fest- 
stellen, daf3 die Unterschiede sehr gering sind (Champ. lit. cit., 
p- 571—572). Ich konnte die Typen beider Arten studieren und 
konstatieren, daß ovatus wesentlich kräftiger punktiert, ferner et- 
was kleiner und schlanker ist und schmaleren Halsschild hat. 

Von dieser weitverbreiteten Subspecies lag mir Material aus 
Yucatan, Cuba, Puertorico, den Key-Inseln und Guatemala vor. 


Aspathines aeneus sachtlebeni subsp. nov. (Tafel XXV, Fig. #.) 


Patria: Brasilien, Paraguay. 


2,5x1,8—2,9x 1,9 mm. 

Oval, hinten leicht verengt, hochgewölbt, schwarz mit star- 
kem, etwas kupfrigem Metallglanz. Unterseite dunkel rötlich- 
braun. Halsschild doppelt so breit wie lang, nach vorn wenig ge- 
rundet stark verengt. Vorderwinkel völlig verrundet. Punktierung 
fein bis ziemlich kräftig, + dicht; Seitenrand vorn schmal, nach 
hinten breiter werdend;; neben dem Vorderwinkel ein flacher, aber 
deutlicher Eindruck. 

Scutellum dreieckig-herzförmig. 

Elytren sehr fein gerandet, mit je 11 Punktreihen, von denen 
die 10. und 11. meist undeutlich sind, die 10. an der breitesten 
Körperpartie deutlich. Auch eine kurze Schildchenreihe ist mit- 


696 [87] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


unter erkennbar. Oft ist aber die Punktierung der Intervalle so 
kräftig wie die Reihenpunkte, so daß diese + undeutlich werden. 
Die Intervallpunkte sind besonders hinter der Körpermitte deut- 
lich gereiht. Der Holotypus besitzt eine beiderseitige Irregularität 
der 4. und 5. Reihe, die etwas vor der Körpermitte spitz zusam- 
menlaufen und kurz unterbrochen sind. Ähnliche Anomalien fin- 
den sich öfter bei kleineren Carabiden (Amaren, Harpalinen). 

Augen mit großen Ocellen, füllen die Augengrube vollstän- 
dig aus. Prosternalmitte kurz, nicht umrandet, ziemlich kräftig 
punktiert, besonders zum Rande hin, Basis.etwas konkav. Meso- 
sternum etwa 34 der Länge des Prosternum, vorn etwas konvex, 
hinten flach konkav, wie Prosternum punktiert, ebenso die Meta- 
sternalmitte. Diese nicht umrandet, im letzten Drittel mit erkenn- 
barer Mittellinie. Um die Tibialgrube gereihte, etwas bogige 
Punkte. 


Abdomen mittelfein, ziemlich dicht punktiert. Eine breite 
Analfurche parallel zum Hinterrand. 


Holotypus, 5, und Allotypus, 9, sowie ein @ Paratypus aus 
Brasilien und Paraguay, Sammlung Kraatz, im Deutschen Entomo- 
logischen Institut, dessen Leiter, Herrn Prof. Dr. H. Sachtleben, 
ich diese Subspecies in dankbarer Verehrung widme. 

1 9 Paratypus von Iguarassu, Brasilien, leg. G. ©. Ramage, im 
British Museum. 

1 5 Paratypus von Bahia, Brasilien, City do Joazeiro, 1.—.. 
Vi. 15, leg. P. G. Russel, im U. S. National Museum. 


1 2 Paratypus von Brasilien in der Zoologischen Staatssamm- 
lung München. 


Diese Subspecies könnte fast als eigene Art angesehen werden, 
denn die Unterschiede gegenüber den anderen sind wesentlich be- 
deutsamer als die der beiden bekannten Subspecies untereinander. 
Subspecies sachtlebeni unterscheidet sich von ihnen durch weit 
kräftigere Punktreihen auf den Elytren, die den Diskus nicht 
freilassen oder dort nur kaum merklich schwächer sind. Die 
o'0' besitzen ein breitovales Kinnbärtchen, die beiden anderen 
Subspecies dagegen nur eine quergelagerte, ziemlich breite Rau- 
higkeit ohne erkennbares Bärtchen, außerdem hat sachtlebeni eine 
breite und tiefe Analfurche, die bei den anderen höchstens als 
Linie angedeutet, zuweilen breit unterbrochen oder völlig obsolet 
ist. Im allgemeinen ist sie bei den 22 noch deutlicher als bei den 


AA 
or, 


H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [88] 697 


e) Hyporhagus Thoms. 
1. piceus-Gruppe. 


Hyporhagus opaeulus Leconte (New Species of North American 
Coleoptera I, 1866, p. 142). 

Urbeschreibung: „432. H. opaculus. Ovalis piceus subnitidus, capite thorace- 
que confertim punctatis, hoc latitudine breviore antrorsum angustato, apice bisi- 
nuato, angulis anticis distinctis, margine apicali lateribusque rufescentibus, late- 
ribus fere rectis, angulis posticis rectis; elytris striis punctatis, externis dupli- 
catis, extrorsum subcostatis, interstitiis parce obsolete punctulatis. Long. 21—23. 
Mas tarsis anticis articulis trıbus paulo dilatatis, subtus spongiosis; gula mox 
pone mentum fovea impressa, fasciculo parvo acuto pilorum gerente. 

Two males, collected at Cape San Lucas, Lower California, by Mr. Xantus. 
This species resembles in sculpture the figure of H. yucatanus Thomson, Änn. 
Ent. Soc. Fr., 1860, pl. 3, f. 3, but the form of body and especially that of the 
thorax resembles more nearly H. costulatus Thoms., ibid. £. 12; the sexual cha- 
racters mentioned above also exist in MH. punctulatus. Jn one of the specimens the 
color is nearly uniform piceous; the other is darker, with the prosternum, feet, 
and abdemen reddish piceous.“ 

Die Art ähnelt H. gilensis Horn, hat aber kürzeren und stär- 
ker gerundet verengten Halsschild. Besonders charakteristisch ist 
ein ommatidienioser Längswulst, der das Auge unterseits nach 
innen begrenzt. 

H. opaculus hat ein weites Verbreitungsgebiet und kann in 
folgende Subspecies untergeteilt werden: 


Die Nominatrasse ist auf der Oalifornischen Halbinsel behei- 
matet. Von ihr unterscheidet sich die ebenfalls schlankovale subsp. 
vandykei nov. (Tafel XXVIL, Fig. 4) aus Texas durch in der Mitte 
feiner und dichter punktierten Halsschild und runde Punkte der 
Elytrenreihen (subsp. opaculus lange Punkte). Die Stammrasse ist 
mehr seiden-, vandykei mehr fettglänzend. 

Die subsp. malkini nov. (Tafel XXV1, Fig. 9, und XXVII, Fig. 
3) von Sonora und Arizona ist etwas breiter und im Durchschnitt 
auch größer. Der Halsschild ist wie bei der Nominatform punk- 
tiert, aber stärker und gerade verengt. Die Reihen rundlicher 
Punkte sind schwächer angelegt. 

Die subsp. duplocostatus nov. von Südmexiko ist ebenfalls 
breiter oval und feiner punktiert, der Halsschild aber stärker ge- 
rundet verengt. Insbesondere sind die Punkte der äußeren Reihen 
fast obsolet flach und die 6. bis 9. Reihe teilweise beiderseits durch 
eine feine Costa gerandet. Diese Subspeecies steht der Art H. costu- 
latus Thoms. sehr nahe, und man könnte versucht sein, sie dort- 


698 189] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


hinzustellen. Davon hat mich aber die Lage der 2. Punktreihe im 
Bereich vor dem Diskus abgehalten, denn diese ist bei duplocostata 
eindeutig der 1. Reihe genähert, bei costulatus hingegen der 3. 
Ohne Zweifel gehören die Arten H. leechi nov., opaculus Leconte 
und costulatus 'Thoms. einem Artenkreis zu. 


Hyporhagus costulatus Thomson (Ann. Soc. Ent. France 1860, p. 
3435). 
Urbeschreibung: „Patria: Yucatan. — Long. 5 mill.; lat. 3 mill. — Tab. 3, 
fig. 12 —. 
Spec. unicum in Mus. Mniszech. — 


Niger, subnitidus, glaber, antennae, palpi, pedesque brunnea; prothorax 
antrorsum obscure-brunnescens. Caput confertim punctulatum. Prothorax trans- 
versus, subquadrangularis, antrorsum bilunatus et angustior, angulis lateralibus 
posticis paulum productis, acutis, laeve et confertim punctulatus, pars reflexa 
sat valde squamulosa. Scutellum triangulare. Elytra ovalia, longitudinis in medio 
latiora, prothorace quasi triplö longiora, 20 costulata, costis longitudinalibus 
duplicatis, laevis, duabus suturae vicinioribus longitudinis in medio incipientibus, 
antice paulum catenatis, inter has costas obsoletissime et irregulariter punctu- 
lata, epipleura laevia. Sternum abdomenque lateraliter squamulosa, in medio sat 
valde et confertim punctulata. Abdominis segmentum ultimum simplice lunatum. 
Pedes valide et confertim punctulati. 


Precedente (= Piceus Thoms., der Verf.) prothorace subquadrangulare, 
plus obsolete punctato, elytris costatis, non punctorum seriebus longitudinalibus 
instructis, costis duabus suturae vieinioribus longitudinis in medio incipientibus, 
inter has costas plus obsolete punctulatis, pedibusque valde et confertim punctu- 
latis, differt. Prothoracis forma anormale et elytris costatis, haec species prae- 
cique notanda est.“ 


Die Type, ein 9, konnte ich im Museum Paris studieren. Bei 
dieser ist die Ausbildung der Rippen weit weniger stark, als die 
Abbildung bei Thomson zeigt. Das Tier gehört zur piceus-Gruppe, 
da die Augen kaum auf die Unterseite des Kopfes vordringen und 
nach innen durch einen ommatidienlosen Wulst begrenzt sind. 
Augengrube ist keine vorhanden. Die 1. und 2. Punktreihe sind 
vorn schwach und auf dem Diskus obsolet, die'2. wird hinten deut- 
lich, die 3. ist noch schwach, von der 4. ab werden die Reihen 
stärker rippig, indem beide Seiten der Punktreihen etwas kiel- 
förmig erhaben sind. Auch die 10. ist vorn außen noch etwas ge- 
kielt, die 11. aber obsolet. Der Halsschild ist an den Seiten längs- 
runzelig. 

Prosternum entenschnabelförmig, vorn wenig abgestutzt, Ba- 
sis schwach konvex und fast glatt, wie die Mitte des Meso- und 
Metasternum. Letzteres vorn leicht konvex. Tibialfurchen lang und 


H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [90] 699 


kräftig, zur Seite gebogen, mitten mehr gerade und nach hinten 
gegabelt. Abdomen kräftig und dicht punktiert, zur Mitte feiner. 


‚ Hyporhagus leechi spec. nov. (Tafel XXVII, Fig. 5.) 


Patria: Sta. Catalina Insel, Golf von Californien. 

Holotypus 4,6x2,9 mm, Paratypus 3,7xX 3,3 mm. 

Elliptisch, etwas hochgewölbt, der Diskus schwach kegelför- 
mig, dunkelbraun. 

Kopf dicht und kräftig punktiert, Punkte am Vorderrand et- 
was parallel zum Rand geordnet, die Ecken vor den Augen durch 
deutliche Schräglinie abgeteilt. 


Halsschild doppelt so breit wie lang, Vorderrand ziemlich 
waagerecht, seitlich leicht ausgebuchtet. Hinterrand schwach dop- 
pelbuchtig, in der Mitte leicht nach hinten erweitert. Vorderwin- 
kel verrundet, ganz schwach vorgezogen, Hinterwinkel etwa recht- 
winklig. Punktierung längsrissig, zum Rande grob, runzelig, zur 
Mitte sehr fein. 

Scutellum seitlich gerundet dreieckig, mittelgroß. 


Elytren am Grunde sehr fein längs chagriniert, etwas seiden- 
glänzend. Von den normalerweise 11 Punktreihen ist die 1. beim 
Holotypus völlig obsolet, beim Paratypus durch etwa 7 Punkte ge- 
rade noch angedeutet. 2. noch sehr fein. Die länglich punktierten 
Reihen werden zum Rande gröber, die 9. am deutlichsten, mit 
großenteils zusammengeflossenen Punkten, aber nicht eigentlich 
gekielt. Die 10. wieder schwächer und die 11. völlig obsolet. Inter- 
valle mit ziemlich dichten, deutlichen Längspünktchen, die aber 
zur Mitte sehr fein werden. Falsche Epipleuren sehr schmal. 

Unterseite kräftig skulpturiert. 

Augen dringen nur wenig auf die Unterseite des Kopfes vor 
und haben einen ommatidienlosen Längswulst am Innenrand. 

Prosternum entenschnabelförmig, vorn so breit wie an der 
Basis, seitlich ziemlich konkav, Basis schwach konvex, nur fein 
punktiert. Mesosternum mittellang, seitlich rippig. Metasternum 
vorn kuppelförmig, Tibialfurchen leicht schräg, nach hinten ab- 
getrennt verästelt, innen längspunktiert. 

Abdomen dicht fein-mittel punktiert. Eine mittelbreite Anal- 
furche parallel zum Hinterrand. 

ZT haben ein kleines rundes Kehlbärtchen und 3 verbrei- 
terte Vordertarsenglieder. 


700 [O4] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Der Holotypus zeigt eine schwache Halsschildasymmetrie, in- 
dem die linke Seite etwas weniger gebogen verengt ist als die 
rechte (vermutlich traumatisch bedingt). 


Holotypus, ein 5, von der Insel Sta. Catalina im Golf von 
Californien, 12. VI. 1921, J. C. Chamberlin, befindet sich in der 


California Academy of Sciences, San Franeisco. 


1 5’ Paratypus vom gleichen Fundort in der Zoologischen 
Staatssammlung München. 


Die Art ist meinem verehrten Kollegen an der California Aca- 
demy of Sciences, Herrn Dr. Hugh B. Leech, in Dankbarkeit ge- 
widmet. Sie gehört zur piceus-Gruppe wegen ihres Augenwulstes 
und fällt durch ihre elliptische, kegelartig zum Diskus hochge- 
wölbte Form und die Elytrenpunktierung besonders auf. Die 
Punktierung erinnert mehr an die von H. gilensis gilensis Horn. 


Hyperhagus piceus (Lacord. in Dej. Cat. 1837, p. 144) Thomson. 
(Ann. Soc. Ent. France 1860, p. 34.) 


Urbeschreibung: „Patria: Cayenna. — Long. 41/ mill.; lat. 21/; mill. — 
Supra niger, subnitidus, glaber, subtus brunneus, antennae palpique autem brun- 
nea. Caput subtilissime et confertim punctulatum. Prothorax tranversus, antice 
rotundatus et angustior, angulis posticis paulum acutis, sat valde et confertim 
punetulatus: pars reflexa subtilissime squamulosa. Scutellum triangulare. Elytra 
elliptico-ovalia, prothorace quasi triplo longiora, punctato-striata, striis longi- 
tudinalibus 22 sat validis lateraliter costiformis, inter striis mediis tenue punc- 
tulata, punctulatione duplicata paulum sparsa; inter striis lateralibus laevia; 
epipleura autem laevia. Sternum abdomenque lateraliter squamulosa, in medio 
tenue et sat sparsim punctulata. Abdominis segmentum ultimum simplice luna- 
tum. Pedes tenuissime, obsoletissime, et sparsim punciulati. 


Duabus precedentibus (venezuelensis und yucatanus, der Verf.) multum 
appropinquat, sed illis corpore angustiore, graciliore, et elytrorum punctulatione 
validiore, dignoscitur.“ 


Der Typus unicus befindet sich im Museum Paris. 


Unter den Arten mit ommatidienlosem Augenwulst ist sie die 
kleinste. Elliptisch oval, kaum verengt. Halsschild ziemlich stark 
und fast gleichmäßig bis zum Rande gewölbt. 1. und 2. Reihe vor 
dem Diskus mit schwach vergrößerten Punkten, am Diskus 
obsolet. 


Prosternum verkehrt entenschnabelförmig, vorn und hinten 
abgestutzt verrundet, zwischen den Vorderhüften schwach kon- 
kav. Mesosternum mittellang, vorn flach konkav. Tibialfurchen 
fein, schräg längs, teils gegabelt, hinten gekrümmt. Analfurche 
parallel zum Hinterrand, seitlich leicht verbreitert. 


H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [92] 701 


Die Art ist in weiten Gebieten Südamerikas beheimatet. Mir 
lag u. a. sogar ein Exemplar aus der Gegend von Salta, Argen- 
tinien, vor. 


Hyporhagus yucatanus Thomson. (Ann. Soc. Ent. France 1860, p. 
33—934.) (Tafel XXVII, Fig 6.) 


Urbeschreikung: „Patria: Yucatan. — Long. 5 mill.; lat. 3 mill. — Tab. 3, 
fig. 3. — Supra niger, subnitidus, glaber, caput prothoraxque antice rufescentia, 
antennae, palpi, subtus pedesque rubrobrunnea, et elytrorum margines rufes- 
centes. Caput confertim punctulatum. Prothorax transversus, antrorsum rotun- 
datus et angustior, angulıs posticis paulum productis, acutis, sat valde et con- 
fertim punctulatus, pars reflexa tenuissime squamulosa. Scutellum triangulare. 
Elytra elliptico-ovalia, prothorace quasi triplö longiora, punctato-striata, siriis 
22 lorgitudinalibus obsoletis lateraliter costiformis, inter striis mediis subtiliter, 
obsoletissime, et irregulariter punctulata; inter striis lateralibus, laevia: epi- 
pleura laevia. Sternum abdomenque lateraliter squamulosa, in medio sat valde 
et confertim punctulata. Abdominis segmentum ultimum simplice Junatum. Pedes 
tenuissime et sparsim punctulati. 

Precedente (= venezuelensis, der Verf.) vicinissimus, sed illo elytrorum 
punctulatione laeviore, differt.“ 

Prothorax glatt, glänzend, vorn und an den Seiten rötlich, 
Seiten schmal gerandet, vorn gerade, Vorderecken im Gegensatz 
zu opuntiae und gilensis vollständig verrundet. Elytren seiden- 
glänzend, mit mäßig breitem, glattem Rand, der etwas längsrissig 
punktiert ist. 8. bis 10. Reihe schwach rippig. Augen unterseits 
nach innen gerade begrenzt, ohne scharfe Augengrube. Beim 5’ 
können am Innenwinkel einige Ocellen fehlen. Prosternum enten- 
schnabelförmig, hinten sehr schwach konvex. Mesosternum vorn 
seicht konkav, fein umrandet. Alle Sterna in der Mitte zerstreut 
fein punktiert. Tibialfurchen schräg, lang und fein. 

Parameren einzeln stumpf zugespitzt. 

Von den 3 Cotypen im Museum Paris erkläre ich das bereits 
von Thomson durch Bezeichnung mit Literaturangabe hervorge- 
hobene 3 als Lecto-Holotypus. 

Trotz Fehlens eines eigentlichen ommatidienlosen Wulstes ge- 
hört yuecatanus zur piceus-Gruppe, wie die gerade Begrenzung der 
Augen nach innen und das gelegentliche Fehlen einiger Ocellen an 
dieser erkennen läßt. 

Mir lag nur Material aus Yucatan vor. 


2. gilensis-Gruppe. 


Hyporhagus gilensis Horn (Trans. Amer. Ent. Soc. IV, 19, Oct.. 
1372, p. 149). (Tafel XXVII, Fig. 7.) 


702 [93] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


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Urbeschreibung: „H. gilensis, n. sp. — Elongate oval, black, moderately 
shining. Head densely and evenly punctured. Antennae dark brown, outer three 
joints somewhat paler. Thorax trapezoidal, as long as wide at apex, base one 
and a half times broader, apex truncate narrowly margined with rufous, ante- 


rior angles obtuse, sides straight, hind angles slightly reflexed; surface less 


coarsely punctured than the head, punctures finer and more distant along the 


middle, denser, and more elongate at the sides. Elytra with rows of fine punc- 
tures, the inner two nearly obsolete, especially at base, outer rows slightly ele- 
vated, intervals finely punctulate; surface more shining along the middle. Body 
beneath dark brown, shining, punctured less densely in front, more densely at 
the sides and tipe of abdomen. Legs piceo-rufous, sparsely punctulate. Submen- 
tum 9’ with slight fossa and brush of hairs. Length. 30 inch; 7,5 mm. 

The Elytra are slightly broader at the base than the thorax, with the sides 
moderately rounded and gradually narrowing. The form of the thorax is very 
nearly that of the figure of costulatus, Thoms. (Ann. Ent. Soc. France, 1860, 
pl. III). The male has but two joints of the anterior tarsi dilated and pubescent 
beneath. This is the largest species in our fauna. 


One specimen collected south of the Gila River in Arizona.“ 

Punktreihen aus länglichen Punkten, die 2. Reihe liegt in der 
Mitte zwischen 1. und 3. oder der 3. genähert. Augen unten nach 
innen einfach verrundet, nach hinten außen schließt sich der Run- 
dung aber eine ommatidienlose, glänzende, recht- bis spitzwink- 
lige Ecke an. 

Die Art ist weit verbreitet und bildet mehrere geographische 
Rassen, deren zwei bereits als H. opuntiae Horn und texanus Linell 
beschrieben sind. Die Subspecies gilensis und opuntiae stehen sich 
verwandtschaftlich besonders nahe und gehen im Berührungsge- 
biet, das sich im Bogen etwa von Utah durch West-Arizona zum 
Golf von Qalifornien erstreckt, + fließend ineinander über, so daß 
ihre Zuordnung in diesen Gebieten nicht immer eindeutig möglich 
ist. Auf der Californischen Halbinsel hat sich eine eigene Rasse 
herausgebildet. Die Subspecies unterscheiden sich durch folgende 
Merkmale: 

subsp. gilensis Horn. Halsschild lang, fast gerade verengt, in 
der Mitte sehr fein punktiert, ebenso die Intervalle. Die ersten 
Punktreihen sind obsolet. Verbreitungsgebiet: Utah, Nevada, Gali- 
fornien ohne die Halbinsel, West-Arizona. 

subsp. opuntiae Horn. Gestalt wie gilensis, Punktierung der 
Halsschildmitte und Intervalle etwas kräftiger, erste Punktreihen 
deutlich. Verbreitungsgebiet: Ost-Arizona, West-New-Mexiko, 
Nord-Mexiko (Sonora). 

subsp. texanus Linell. Halsschild etwas kürzer, leicht gerundet 
verengt, in der Seitenmitte meist deutlich vertieft und stark run- 


H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [94] 703 


zelig, Punktierung wie opuntiae. Verbreitungsgebiet: Texas, East- 
New-Mexico. 

subsp. cealifernieus nov. Halsschild lang, Seiten deutlich ge- 
rundet verengt, Punktierung der Halsschildmitte und Intervalle 
sehr kräftig eingestochen und dicht, innerhalb dieser die ersten 
"Punktreihen nicht immer deutlich. Verbreitungsgebiet: Californi- 
sche Halbinsel = Lower-Ualifornia. 

Anschließend noch die Urbeschreibungen der bereits ver- 
öffentlichten Rassen. 


Hyporhagus gilensis opuntiae Horn. (Trans. Amer. Ent. Soc. IV, 
19, Oct. 1872, p. 149—150.) 


„H. opuntiae, n. sp. — Elongate oval, sub-opaque, black, anterior margin 
and sides of the thorax paler. Elytra with rows of moderately coarse punctures, 
the outer four slightly elevated, intervals sparsely and obsoletely punctured. 
First two joints of anterior tarsus of male dilated and pubescent beneath. Length. 
22 inch; 5,5 mm. 

This species resembles celosely the preceding (gilensis, der Verf.), but the 
thorax is less broad behind. The rows of punctures are coarser, and the inner 
rows entire and very distinct. The punctulations of the intervals are much finer 
and ınore obsolet. The form of the two species in almost exactly the same, the 
present one is more opaque and transversely more convex. Several immature 
specimens are ferrugineous. 

Collected at Camp Grant, Arizona, under fallen Opuntia.“ 


Die Körpergröße des mir vorliegenden Materials variierte 
zwischen 4,58 und 6,5 mm. Mr. Hugh B. Leech sammelte zusammen 
mit Mr. Green in den Whetstone mountains von Arizona eine grö- 
Bere Serie dieser Subspecies. Die Käfer saßen an ähnlich wie bei 
Palmen am Stamm steif nach unten hängenden toten Blättern 
kleiner, weder blühender noch fruchtender Yuccapflanzen. Es 
konnte nicht beobachtet werden, was sie taten. Vermutlich ruhten 
sie nur in der großen Mittagshitze aus. 


Hyporhagus gilensis texanus Linell (Proc. Ent. Soc. Washington, 4, 
1596—1901. Descriptions of some new species of North 
American Heteromerous CGoleoptera. By Martin L. Li- 


nel. p. 184—185.). 


„Hyporhagus texanus, n. sp. — Elliptical, convex, black, moderately shin- 
ing; anterior and lateral margins of the thorax ferrugineous. Thorax nearly twice 
as wide as long, feebly shining: apex subtruncate, threefifths as wide as the base; 
sides distinctly arcuate from the base, margin thin, but strongly reflexed at 
middle; posterior angles acute; disc convex at middle; broadly depressed towards 
the sides except at the base, densely and finely, in the depression more coarsely 
and rugosely, punctate. Scutellum triangular, smooth. Elytra with rows of punc- 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2, 1955 45 


704 [95] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


tures that are finer and more distant but still very distinet nearer the suture, 
larger and rounded on the middle, the outer striae finely carinate; intervals 


finely and sparsely punctulate: surface more shining along the middle. Ventral 
surface piceous, shining, sparcely punctate along the middle, sirigose at the 


sides, last four segments finely and densely punctate. Emargination of meso- | 
sternum in front broad and shallow. Anterior tarsi of male with two joints di- 


lated, the basal joint with dense golden pubescence, the next two with brownish 
pubescence beneath. 
Length 5 to 6 mm. Six examples collected in decaying Opuntia engel- 


manni at San Diego, Texas, by Mr. E. A. Schwarz. Type No. 4175, U.S.N.M. 


This species is easily distinguishable from the previously described species by the 
very short thorax with arcuate sides, the carinate lateral striae and the sexual 
characters.“ 


Hyporhagus pseudogilensis spec. nov. (Tafel XXVII, Fig. 8.) 


Patria: Südwestliches Nordamerika (Sonora, Arizona, Texas). 

Länge: 5,6— 7 mm. Holotypus 6% 3,5 mm, Allotypus 7X 4 mm. 

Langoval, ausgefärbt schwarz mit etwas braun durchschei- 
nenden Halsschildrändern. 

Kopf dicht, fein, kaum querrunzelig punktiert. 

Halsschild nicht ganz doppelt so breit wie lang, etwas trapez- 
förmig, Seiten nur schwach konvex, vorn gerade, Ecken breit ver- 
rundet, Basis etwas schmaler als die Elytrenbasis, zum Scutellum 
mäßig vorgezogen. Grund fein längschagriniert, kräftig punktiert, 
auch in der Mitte, an den Seiten das 2.—9. Fünftel grubig runzlig. 

Scutellum quer dreieckig (Holotypus) bis herzförmig (Allo- 
typus). 

Elytren leicht verengt. Von den normalerweise 11 Punkt- 
reihen ist die 11. völlig obsolet, die ersten sind deutlich und aus 
runden Punkten, die 2. der 1. genähert, der 2. Zwischenraum also 
schmaler als der 3., die äußeren Punktreihen flacher, längs zu- 
sammenfließend und in der Regel die 9. und 10. außen fein ge- 
kielt. Beim Holotypus fließen nur die Punkte der 9. und 10. Reihe 
zusammen, beim Allotypus die der 6.—10., Andeutungen einer 
Costa schon bei der 8. Im Bereich des Apex verbinden sich 2. und 
10. Reihe und sind dort flach und breit vertieft. Intervalle dicht 
und ziemlich fein punktiert. Falsche Epipleuren linienförmig. Die 
Augen ragen breit, verrundet keilförmig über Antennenbreite un- 
ter den in die Fühlerfurche eingelegten Antennen vor. Die bei 
gilensis deutlich sichtbare ommatidienlose Ecke ist so weit nach 
außen gerückt, daß sie in der Regel nicht mehr zu sehen ist. 

Prosternum entenschnabelförmig, Mesosternum mittellang, 
Metasternum vorn breit kuppelförmig gerandet, deutlich punk- 


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H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [96] 705 


tiert. Tibialfurchen nicht lang durchlaufend, halbschräg, nach hin- 
ten etwas fächerförmig aufgeteilt. Abdomen dicht, mittelstark 
punktiert, zum Rande längsrunzlig. Intercoxalfortsatz spärlicher, 
aus den Punkten kurz bewimpert. 


Abdominalfurche parallel zum Hinterrand, ziemlich schmal, 


Holo- und Allotypus von Desemboque, Sonora, Mexiko, 1. 
bis 10. 11. 33, leg. B. Malkin, in der California Academy of Sci- 
ences, Dan Francisco. Dort weitere Paratypen vom gleichen Fund- 
ort, weiter von Jerome, Globe, Tucson in Arizona, den Chisos 
Mounts und EI Paso in Texas. Weitere Paratypen von gleichen 
Fundorten im Deutschen Entomologischen Institut, der Cornel 
University in Ithaca und der Zoologischen Staatssammlung Mün- 
chen. 

Die Art ähnelt A. gilensis opuntiae sehr stark, unterscheidet 
sich von dieser aber durch etwas kürzeren, stärker verengten Hals- 
schild, der in der Mitte weniger dicht, aber kräftiger punktiert 
ist, weiter durch die der 1. Reihe genäherte 2., die runden Punkte 
derselben und besonders durch die weiter vorragenden Augen ohne 
sichtbare ommatidienlose Ecke. Von dem gleichfalls sehr ähnlichen 
opaeulus trennt sie der fehlende Augenwulst. 


Zunächst war ich geneigt, in der Art eine Rasse von gilensis 
zu sehen. Das verbietet aber die Verbreitung. Die einzelnen Ex- 
emplare aus dem Verbreitungsgebiet der subsp. opuntiae stechen 
aus der Menge der Vertreter dieser Rasse deutlich heraus, 
wogegen die Unterscheidung von der subsp. texanus eindeutig nur 
auf die Ausbildung der Augen begründet werden kann. Jedenfalls 
ist die Art hinsichtlich ihrer Verbreitung und Abstammung die 
problematischste des gesamten Gebietes. 


Hyporhagus durangoensis Champ. (Biel. Centr. Amer. Col. IV, 1 
158854—93 [1888], p. 473, t. 21, fig. 23.) 


Urbeschreibung: „Öblong ovate, black, subopaque, the head, the prothorax 
anterioriy and laterally (broadly but indeterminately), the margins of the elytra 
(indisiinetly), and the under surface, legs, and antennae, obscure rufous. Head 
very finely and densely punctured, behind the eyes much more coarseiy so; pro- 
thorax transverse, the sides rapidly converging from the base and a little rounded 
anteriorly, the surface thickly and rather coarsely punctured (more coarsely so 
than the anterior part of the head), the punctures here and there longitudinally 
confluent towards the sides, the latter only very shallowly impressed within the 
moderately prominent lateral margins; elytra rather narrewly margined, with 
fine, shaliow, sharply-cut striae, the striae all distinet (the two inner ones on 
each side of the suture shallower than the others) and with fine shallow closely 


45* 


706 97) Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


placed punctures, the interstices sparsely, very shallowly, and minutely punc- 
tured, ihe punctures closer and more distinct at the extreme base, the disc a 
little more shining than the rest of the surface; beneath very sparsely and mi- 
nutely punctured, the metasternum at the sides rather coarsely and irregularly 
punctured and wrinkled: mesosternum broadly and shallowly arcuate-emargi- 
nate in front. Length 41/: millim.; breadth 22/3 millim. (9) 

Hab. Mexico, Ventanas in Durango (Höge). 

A single (rather immature) example. Allied to the two preceding species; 
(opuntiae, gilensis), but with the thorax much shorter and with the lateral mar- 
gins less prominent and not so deeply grooved within, and the striae of the 
elytra much more finely and closely punctured. The last-mentioned character 
will separate it from H. opaculus, Lec.“ 


Der Holotypus befindet sich im British Museum. Er ist ein 7, 
kein 9, wie Champion irrtümlich angegeben hat. 

Gestalt wie yucatanus Champ., Halsschild mehr matt, dichter 
und längsrunzlig punktiert. Punktreihen aus feineren, dichteren 
Punkten, diese stumpf eingedrückt, etwas länglich, von der 6. ab 
beiderseits etwas kielförmig (bei yucatanus 9. und 10. nur außen). 
il. Reihe mit entfernteren deutlichen Punkten, ungekielt. Falsche 
Epipleuren schmal, bei yucatanus mittelbreit. Augen einfach ver- 
rundet, dringen wenig vor. 


Hyporhagus venezuelensis Thomson (Ann. Soc. Ent. France 1860, 

Urbeschreibung: „Patria: Venezuela. — Long. 5 mill.; lat. 3 mill. — Tab. 3, 
fig. 8. — 

Niger, subnitidus, glaber, antennae, palpi, subtus pedesque obscure brunnea, 
prothorax antrorsum, et elytrorum margines, rufescentia. Caput confertim punc- 
tulatum. Prothorax transversus, antice rotundatus et angustior, angulis posticis 
paulum productis, acutis, sat valde et confertim punctulatus, pars reflexa tenu- 
issime squamulosa. Scutellum triangulare. Elytra elliptico-ovalia, prothorace 
quasi triplö longiora, punctato-striata, striis longitudinalibus 22 obsoletis latera- 
liter costiformis, inter striis mediis obsolete, tenue, et irregulariter punctata, 
inter striis lateralibus, laevia; epipleura aeque laevia. Sternum abdomenque late- 
raliter squamulosa, in medio sat valde et confertim punctulata. Abdominis seg- 
mentum ultimum simplice lunatum. Pedes tenuissime et sparsim punctulati. 

Precedente (= punctulatus, der Verf.) corpore minus nitido, elytrorum 
marginibus rufescentibus, ipsis striato punctatis, striis lateraliter costiformis, 
praecipue differt.“ 


Die Type fehlt in der Sammlung Thomson und ist demnach 
verlorengegangen. Da mir leider auch kein sonstiges Material aus 
Venezuela vorlag, das der Beschreibung entsprochen hätte, kann 
ich sie nur provisorisch einordnen. Meiner Meinung nach gehört sie 
in unmittelbare Nähe von durangoensis und ist möglicherweise so- 
gar Synonym oder Rasse zu diesem. Wenigstens ist durch die Be- 


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H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region 


[98] 707 


schreibung Thomsons die Zugehörigkeit zu den gekielten Arten 
festgelegt. 


3. punctulatus-Gruppe. 


Hyporhagus punctulatus (Dej. Cat. 1837, p. 144) Thomson (Ann. 
Soc. Ent. France 1860, p. 32 —393.). 


Urbeschreibung: „Patria: Amer. borealis. — Long. 5 mill.: lat. 21/, mill. — 
3 Spec. in Museo Thomson. — 

Niger vel obscure brunneus, nitidus, glaber, antennae, brunnae, art. 3 ulti- 
mis flavescentibus, palpi, pedesque brunnea, prothorax antice et lateraliter rufes- 
cens. Caput confertim punctulatum. Prothorax transversus, antice rotundatus et 
angustior, angulis posticis paulum productis et subacutis, sat valde et confer- 
tissime punctulatus; pars reflexa laeviter squamulosa. Scutellum triangulare. 
Eiytra elliptico-ovalia, paulum elongata, prothorace fere triplö longiora, seriebus 
longitudinalibus 22 distinctissimis punctorum impressa, inter has series tenue et 
paulum sparsim punctulata, punctulatione duplicata; epipleura tenue et con- 
fertim punctulata. Sternum abdomenque lateraliter squamulosa, in medio tenue 
et sparsim punctata. Abdominis segmentum primum caeteris validiore puncta- 
tum, ultimo simplice lunato. Pedes tenuissime et sat confertim punctulati. 

H. Le Conteum appropinquat, sed majus elongatus, angustior, et prothorax 
antice paulum plus productus; illo, prothoracis et elytrorum punectulatione vali- 


diore, praecipue differt.“ 

Die Type befindet sich im Museum Paris. 

Die Art variiert in der Größe zwischen 3,5x2,0 und 5,430 
mm und ist auf den Intervallpunkten fein behaart. 

Sie kommt in zwei Subspecies vor, und zwar ist die eine, 
subsp. punctulatus Thoms., auf die Südstaaten der USA einschließ- 
lich Florida und der Key-Inseln beschränkt, die andere, subsp. 
anticus nov., ist über die Antillen, bes. Cuba, Bahama-Inseln, ver- 
breitet und noch aus Brasilien und Peru belegt. 

Sie unterscheidet sich von der Stammrasse durch vergrößerte, 
deutliche Punkte der ersten Reihen und entenschnabelförmiges, 
vorn wenig verbreitertes Prosternum. 

Diese Subspecies zeigt Beziehungen zur marginatus-Gruppe, 
und zwar zu H. marginatus fabrieu. 


Hyperhagus argentinus spec. nov. 


Patria: Argentinien, Prov. Salta. 

3,2x 1,8 mm. 

Oval, dunkelbraun, Halsschild vorn heller, fettglänzend. 
Stirn ziemlich groß, gleichmäßig punktiert. 


708 [99] Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


Halsschild nicht doppelt so breit wie lang, leicht gebogen ver- 
engt, mäßig dicht, mittelgroß punktiert, Seiten kaum runzlig. 
Schildchen etwas breit, dreieckig. 

Eiytren gleichmäßig gewölbt, Punkte aller Reihen ziemlich 
groß, aber flach und unscharf. 2. am Diskus nicht unterbrochen, 
11. so stark wie die anderen. Falsche Epipleuren schmal. 

Epipleuren verhältnismäßig schmal, allmählich zum Apex ver- 
schmälert und im Bereich des Metasternum etwas vertieft. 

Holotypus, ein 9, von Argentinien, Prov. Salta, General Bali- 
vian, 1927—23 G. L. Harrington leg., befindet sich im U. S. Natio- 
nal Museum. 

Die Art ist nächstverwandt mit punctulatus, kleiner, mit fla- 
chen Elytrenreihen und besonders in der hinteren Hälfte schmale- 
ren Epipleuren. 


Hyporhagus rarus spec. nov. (Tafel XXVII, Fig. 10a, b.) 


Patria: Brasilien, Porto Velho. 

3,8x 2,2 mm 

Langoval-elliptisch, hinten kaum verengt, glänzend schwarz, 
Ränder braun durchscheinend, Unterseite, Antennen und Glied- 
maßsen dunkelbraun. 

Kopf dicht und fein, undeutlich querreihig punktiert. 

Halsschild gut doppelt so breit wie lang, Seiten hinten fast 
parallel, nach vorn stark gerundet verengt, Vorderecken sehr 
stumpf; etwas fein und dicht punktiert, seitlich gröber, kaum er- 
kennbar längsrunzelig, Seitenrand abgeflacht und sehr fein punk- 
tiert und gerandet. Basismitte nur schwach vorgezogen, Hinter- 
winkel unter 90°, etwas zurückgezogen. 

Elytren mit etwas flachen, aber dichten Punktreihen, die mitt- 
leren gröber, zum Rande feiner werdend. 11. obsolet, 10. und 9. 
außen gekielt. 1. endet vor dem Diskus, 2. biegt dem Diskus nicht 
aus und wird von diesem nicht deutlich unterbrochen. Reihen am 
Apex in der dichten und deutlichen Intervallpunktierung kaum 
erkennbar. Falsche Epipleuren schmal. Epipleuren breit, erst dicht 
am Apex stark verjüngt. 

Antennen mit drei konischen Keulengliedern. 

Augen breit keilförmig, dringen bis auf halbe Höhe der Kinn- 
kerbe nach innen vor, Grube undeutlich. 

Prosternum entenschnabelförmig, vorn so breit wie an der 
etwas konvexen Basis, Seiten leicht konkav, spärlich punktiert. 
Mesosternum mittellang, vorn leicht konkav, Mitte seitlich kiel- 


H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region 


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förmig abgegrenzt. Metasternalmitte etwa birnförmig, vorn ver- 
rundet. abgestutzt, hinten offen umrandet. Tibialfurchen im we- 
sentlichen in paralleler Richtung zur Mittelumrandung, vorn und 
hinten unterteilt. 

Abdomen fein, etwas dicht punktiert, Intercoxalfortsatz spär- 
lich. Abdominalfurche breit, parallel zum Hinterrand, setzt sich 
auf vorhergehende Sternite als Randnaht fort. 

Holotypus, 9, aus Brasilien, Porto Velho, 23. IX. 48, leg.C. B. 
Beal. in der California Academy of Sciences, San Francisco. 

Die gekielte 9. und 10. Reihe machen diese kleine Art leicht 


kenntlich. 


Hyporhagus laevepunctatus Thomson (Ann. Soc. Ent. France 1860, 
p- 3031). 

Urbeschreibung: „Patria: Colombia. — Long. 5 mill.; lat. 3 mill. — Tab. 3, 
tig. 10. — 

Spec. unicum in Museum Mniszech. — Niger, nitidus, glaber, antennae, 
palpi, tarsique brunnea. Caput tenue et confertim punctulatum. Prothorax trans- 
versus, antice rotundatus et angustior, angulis posticis paulum productis acutis- 
que, tenue et paulum confertim punctulatus pars reflexa laevia. Scutellum tri- 
angulare. Elytra elliptico-ovalia, prothorace quasi triplö longiora, punctorum 
seriebus longitudinalibus 22 sat obsoletis instructa, inter has series, minutissime 
et irregulariter punctulata; epipleura laevia. Sternum abdomenque lateraliter 
squamulosa, in medio tenuissime et confertim punctulata. Abdominis segmentum 
ultimum simplice lunatum. Pedes obsolete et sparsim punctati. Precedente (= 
cayennensis, der Verf.) plus elongatus, elytrorum punctulatione ubique aequalis 
maxıme differt.“ 

Etwas lackglänzend. Prothorax ziemlich fein und mäßig dicht 
punktiert, Seiten in der Mitte etwas grubig. Punktreihen der Ely- 
tren fein, aber überall deutlich, Diskus unterbricht keine. Zwi- 
schenräume sehr deutlich zerstreut punktiert. Falsche Epipleuren 
schmal. 

Augen dringen lang keilförmig fast in die Höhe der Kinnkerbe 
vor, Grube wenig ausgeprägt. 

Prosternum schmal entenschnabelförmig, hinten breiter, Basis 
schwach konvex. Mesosternum ziemlich lang, wie Prosternum in 
der Mitte zerstreut fein punktiert. Tibialgrube ausgeprägt, hinter 
der Mittelhüfte lang schräg liniert. 

Aedeagus etwas schuhförmig, Parameren mit behaarter Längs- 
leiste. Der Typus, ein 9, befindet sich im Museum Paris. Er hat ein 
ziemlich parallelseitiges Prosternum. 

Die Art unterscheidet sich von dem ähnlichen functulatus 
durch mehr obsolete Intervallpunktulierung und die bis zur Kinn- 


710 [101] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6,. 1955 


kerbe vordringenden Augen. Sie ist weit verbreitet und läßt sich 
in drei geographische Rassen unterteilen. 


Die Stammrasse, subsp. laevepunctatus Thoms., ist ausge- 
zeichnet durch sehr feine Intervallpunktierung und lag mir aus 


Panama, Peru, Brasilien und Bolivien vor. Die beiden anderen ha- 
ben kräftigere Intervallpunktierung. Sie unterscheiden sich durch 
folgende Merkmale: subsp. biolleyi Pic (Tafel XXVI, Fig. 7a, b, 
und AXViI, Fig. 14) ist kürzer, hinten weniger verengt, mit unten 
stumpf keilförmigen Augen, in Oostarica und Nicaragua beheimatet; 

subsp. schwerdtfegeri nov. ist länger, hinten deutlich verengt, 
mit breit verrundeten Augen, und kommt in Guatemala und Me- 
xico vor. 

Diese neue Subspecies lag mir in folgenden Exemplaren vor: 
Holotypus, 5, Guatemala, Poptin, 500 m, an Pinus carıbicus, 12.1. 
1952, leg. Prof. Dr. F. Schwerdtfeger, dem ich diese Rasse erge- 
benst widme, Zoologische Staatssammlung München. 

Allotypus, 9, 1 5 Paratypus, El Cora, Tepic, Ad. Lüdecke, 
Museum Berlin. 

1 2 Paratypus, Guatemala, 5. V. 1906, U. S. National Museum. 

1 5 Paratypus, Cordoba, Mexiko, leg. Dr. A. Fenyes, in der 
California Academy of Sciences. 

1 2 Paratypus, Mexiko, leg. Mouflet, Coll. Haag-Ruthenberg, 
Zoologische Staatssammlung München. 

Die Urbeschreibung von H. laevepunctatus subsp. biolleyi Pie 
lautet: 


Hyporhagus biolleyi Pic (Ges. Luxemb. Naturfreunde, Nr. 8, 9 u. 
16, 1933, p. 147.). (Taf. XXVII, Fig. 14.) 


„Oblongo-elengatus, antice et postice paulo attenuatus, subconvexus, niti- 
dus, paulo setulosus, niger, thorace antice et lateraliter paulo membrisque rufis. 
Capite minute, parum dense punctato; thorace parum breve et lato, lateraliter 
subarcuato, antice paulo attenuato, diverse non fortiter sat sparse, punctato; 
elytris thorace indistincte latioribus, elongatis, lateraliter subarcuatis, apice hreve 
attenuatis, minutissime striatis et minute lineato-punctatis, intervallis minutissi- 
me, pro parte regulariter, punctatis. 

Long. 5 mill. Costa Rica (P. Biolley). 

Mit AH. emarginatus Chp. naheverwandte Art, weicht von dieser ab durch 
die dunklere Färbung, diese deutlich schwarz metallisch auf den Flügeldecken, 
ietziere nur wenig nach hinten verschmälert.“ 


Den Typus, der sich im Deutschen Entomologischen Institut 
befindet, konnte ich studieren. 

H. laevepunctatus 'Thoms. ist wegen seiner weiten Verbreitung 
verschiedene Male unter anderen Namen neu beschrieben worden, 


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H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [102] Zi 


sogar von Thomson selbst. Die Identität von H. lecontei T'homs. 
mit laevepunctatus wurde bereits von Horn festgestellt. 
Geo. H. Horn: Transactions of the American Entomological 


Society, V, 1875, p. 151. 


„Hyporhagus Lecontei Thoms. Examined the Type of this species and the 
Type of laevipunctatus Thoms., in the cabinet of Count Mnizech and find them 
identical, the former being the male. The species is from the United States of 
Columbia and not California.“ 


Der Vollständigkeit halber muß ich hier noch die Urbeschrei- 
bungen sämtlicher Synonyma geben. Diese sind: A. lecontei 
Thoms., fertinax Thoms., castaneus 'Thoms., mathani Oberth., 
guyanensis Pic und peruvianus Pic. 


Hyporhagus le contei Thoms. (Ann. Soc. Ent. France 1860, p. 31—32.). 


Urbeschreibung: „Patria: California. — Long. 5 mill.; lat. 3 mill. — Tab. 3, 
fig. 11. Spec. 1 in Mus. Mnizech, et 1 in Mus. Thomson. — 

Niger, nitidus, glaber, antennarum art. 1 et 9—11 flavescentibus, palpi, 
pedesque brunescentia, prothorax antice rufescens. Elongatus. Caput confertim 
punctulatum. Prothorax transversus, antice rotundatus et angustior, angulis po- 
sticis paulum productis acutisque, tenue et paulum confertim ‚punctulatus, pars 
reflexa haud squamulosa. Scutellum triangulare. Elytra elliptico-ovalia, pro- 
thorace quasi triplö longiora, seriebus longitudinalibus 22 distinetis punctorum 
impressa, inter has series tenuissime, obsoletissime, et irregulariter, punctulata; 
epipleura laevia. Sternum abdomenque lateraliter squamulosa, in medio tenue et 
sat confertim punctulata. Abdominis segmentum ultimum simplice lunatum. Pe- 
des obsoletissime et sparsim punctulati. 

Precedente (= Jusciceps Thoms., der Verf.) paulum plus elongatus, illo 


“ prothorace plus laeviter punctato, elytrorum punctorum seriebus longitudinalibus 


validioribus, subto pedibusque plus obsolete punctulatis, praecipue differt. 
Entomologo celeberrimo americano Dom. J. L. Le Conte, haec species 
amice dedicata est.“ 
Auf die irrtümliche Patriaangabe — California statt Columbia — hatte 
bereits Horn (s. o.) hingewiesen. 


Hyperhagus pertinax Thoms. (Ann. Soc. Ent. France 1860, p. 28—29.) 


Urbeschreibung: „Patria: Cayenne. — long. 5 mill.; lat. 3 mill. — Tab. 3, 
fig. 6. — 

Supra brunnescens, nitidus, glaber, antennae, palpi, subtus pedesque clare 
brunnea, prothorace antice et lateraliter rufescens. Caput valde et confertim 
punctulatum. Prothorax transversus, antice rotundatus et angustior, angulis po- 
sticis paulum productis, acutis, tenuissime et sat confertim punctulatus, pars 
reflexa laevissime squamulosa. Scutellum triangulare. Elytra elliptico-ovalia, pro- 
thorace quasi triplö longiora, seriebus longitudinalibus 22 laevissimis puncto- 
rum instructa, inter has series sat confertim et duplicat® punctulata; epipleura 
laevia. Sternum abdomenque lateribus squamulosa, in medio valde et confertim 
punctulata. Abdominis segmentum ultimum simplice lunatum. Pedes tenuissime 
et sparsim punctulati. 


a2 [103] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Precedente (— valdepunctatus Thoms., der Verf.) minore, elytrorum punc- 
torum seriebus longitudinalibus minus validis, et punctulatione inter has series 
distincta duplicataque, dignoseitur.“ 

Die Typen dieser wie der folgenden Art fehlen in der Samm- 
lung Thomson. Möglicherweise hat Thomson sie später selbst ein- 
gezogen, aber nichts darüber veröffentlicht. Nach der Abbildung 
von pertinax könnte man eine Rippung annehmen. Thomson hätte 
sie aber sicher erwähnt, wenn wirklich eine solche vorhanden ge- 
wesen wäre. 


H. castaneus Thoms. (Ann. Soc. Ent. France 1860, p. 29.) 


Urbeschreibung: „Patria: Colombia. — Long. #!1/; mill.; lat. 21/; mill. — 
Tab. 3, fig. 7. — Castaneus, nitidus, glaber, caput, antennae, palpique brunnea, 
prothorax antice rufescens. Caput confertim punctulatum. Prothorax transversus, 
antice rotundatus et angustior, angulis posticis paulum productis, acutis, tenue 
et confertim punctulatus, pars reflexa laevissime squamulosa. Scutellum tri- 
angulare. Elytra elliptico-ovalia, prothorace quasi triplö longiora, seriebus longi- 
tudinalibus 22 sat laevis punctorum impressa, inter has series tenuissime et 
irregulariter punctulata: epipleura antice obsolete punctata, postice laevia. Ster- 
num abdomenque lateraliter squamulosa, in medio tenue et sat sparsim punctu- 
lata. Abdominis segmentum ultimum simplice lunatum. 

Pedes tenuissime et sparsim punctulati. 

Precedente (= pertinax Thoms., der Verf.) statura paullö minore, colore, 
et elytrorum punctorum seriebus longitudinalibus paulum validioribus, differt.“ 


Sieher handelte es sich bei castaneus um ein immatures Exem- 
plar. Solche sind mehrfach Autoren zum Verhängnis geworden. 


Hyperhagus mathani, R. Oberth. (Coleopterorum Novitates T. Ie, le Livraison 
1883, p. 40—46.). 


Urbeschreibung: „Ovalis, convexulus, squammulis minutissimis cinereis 
sparsim, haud dense vestitus, nitidus, rubro-castaneus, ad latera antica pro- 
thoracis subtusque ex parte dilutior. Caput denissime cribratum. Prothorax 
transversus, subtiliter et satis dense punctulatus, ad angulos antice rotundatus; 
posticis rectis; basi subsinuatus, antice attenuatus. Elytrae thorace iriplo longio- 
res, ovales, ad latera utrinque fiexuosae, marginulatae, convexulae, inter 20 series 
punctulorum squammulis minutis ut irroratae; serie juxta suturam basi inci- 
piente valde abbreviata. Corpus infra punctulatum; pectus medio nitidum; late- 
ribus sicut et abdominis primo segmento rugosis; ultimo unilunato. 

Long.: 5; lat.: 3 mill. 

Ovale, l&gerement convexe, pourvu de squammules tres petites, jaunätres 
et peu denses, luisant, d’un chätain rougeätre, plus clair sur le bord anterieur 
du prothorax et en dessous en certains endroits. T&te tres dens&ment ponctuee. 
Corselet transversal, finement et assez densement pointille, arrondi aux angles 
anterieurs qui sont &mousses et nullement saillants; subsinu& a sa base, attenue 
ant@rieurement; angles posteriers droits. Elytres trois fois plus longues que le 
prothorax, ovales, flexueuses sur leurs bords, marginees, lEgerement convexes, 
pourvues de 20 series longitudinales de petis points, söpar&es par des intervalles 


| H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [104] 71 3 


plans et munis de fines squammules distantes les unes des autres; la ligne suturale 
tres courte. Corps ponctu& en dessous, rugueux lateralement sur la poitrine et 
le premier segment abdominal; le dernier segment simplement lunul£. 


L’Hyporhagus mathani est tres voisin de I’H. castaneus, Thoms., et de I’ 
H. pertinax, Thoms., mais il se distingue du premier par sa taille plus grande et 
du second par sa couleur chätain. 


La decouverte de cette espece est due & M. M. de Mathan, qui l’a recontree ä 
Bragance (Para).“ 

Den Typus, ein 2, konnte ich im Museum Paris studieren. Er 
ist ebenfalls ein immatures Exemplar. 


H. guyanensis Pic. Melanges exot. ent. 22, p. 2—3, 1917.). 


Urbeschreibung: „Elongatus, antice et postice attenuatus, sparse pilosus, 
nitidus, niger, thorace antice et lateraliter rufo tincto. Thorace parum trans- 
verso, antice attenuato, mediocre et sparse punctato; elytris subelongatis, multi 
lineato-punctatis, fere instriatis. Long. 4 mill. Guyane francaise: Maroni. — 

Differe de H. elongatus Pic par les elytres moins paralleles et moins longs, 
le prothorax moins fortement ponctu£, ete.“ 


H. peruvianus Pic. (Rev. Soc. Ent. Argent. T. V., N. 22, 30. 11. 32, p. 106—107.). 


Urbeschreibung: „Forme un peu &@largie, non subparallele, tres attenue 
posterieurement; prothorax finement ponctu£, plus large en arriere; pattes noires. 
Perou. peruvianus n. sp. 
Cette derniere espece est noir avec le prothorax bord@ de roux en avant, 
les @lytres ont des stries ponctudes fines avec les intervalles tres finement ponc- 


tues, les cötes sont nettement sinues.“ 

Die Typen der beiden Picschen Arten konnte ich in der Samm- 
lung Pie studieren. Geringe Unterschiede sind vermutlich indivi- 
dueli, wenn auch die Möglichkeit weiterer rassischer Aufteilung 
der weitverbreiteten Stammform ins Auge gefaßt werden muß. Zu- 
nächst aber reichte das vorhandene Material für eine einwandfreie 
Beurteilung in diesem Sinne nicht aus. 


Hyporhagus fusciceps (Reiche, Mss.) Thoms. (Ann. Soc. Ent. France 
1860, p. 31.). 


Urbeschreibung: „Nova-Granada (Colombia). — Long. 41/5 mill.; lat. 2 mm. 
— Supra niger, nitidus, glaber, antennae, paipi, subtus, pedesque obscur® brun- 
nea; prothorax antice vage rubro-brunneus. Caput tenu& et confertim punctu- 
latum. Prothorax transversus, antice rotundatus et angustior, angulis posticis 
paulum acutis, tenuissime et paulum confertim punctulatus. Scutellum triangu- 
lare. Elytra elliptico-ovalia, prothorace quasi triplö longiora, punctorum serie- 
bus longitudinalibus 22 distinctis instructa, inter has series subtilissime et irregu- 
lariter punctulata, epipleura laevia. Sternum abdomenque lateraliter squamulosa, 
in medio tenue et paulum confertim punctulata. Abdominis segmentum ultimum 
simplice lunatum. Pedes tenuissime et sparsim punctulati. 


714 [1105] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Precedente (laevepunctatus Thoms., der Verf.) multum appropinquat, sed 
illo elytrorum punctorum seriebus longitudinalibus multum plus fortis, distinc- 
tus est.“ 


Den Holotypus, ein 9, konnte ich im Museum Paris studieren. 
Ein weiterer "Typus erwies sich als laevepunctatus, was schon 


Champion 1892 festgestellt hatte. 


Die Art ist langoval, hat einen gerundet stark verengten Hals- 
schild, der deutlich und gleichmäßig, etwas dicht punktiert ist. 
Die ersten Punktreihen sind minimal vergrößert und vom Diskus 
nicht unterbrochen. 10. und 11. + obsolet, an 9. und 10. können an 
der Außenseite vor der Mitte feine Kiele angedeutet sein. Falsche 
Epipleuren ziemlich schmal. Epipleuren mittelbreit, vorn stär- 
ker verengt, dann parallel und erst am Apex wieder enger. 
Augen dringen nicht so weit zur Mitte vor wie bei laeve- 
punctatus. Prosternum breit entenschnabelförmig, Mesosternum 
ziemlich lang, vorn seicht konkav. Metasternum unscharf ge- 
randet und ohne Mittellinie. Tibialfurchen deutlich, etwas auf- 
geteilt, leicht schräg, nach außen schräger. Abdomen fein und 
mäßig dicht punktiert. Analfurche breit, parallel zum Hinterrand. 


Mir lagen Exemplare aus Panama, Venezuela und Brasilien 
vor. H. elongatus Pic erwies sich als Synonym zu fusciceps. 


Hyperhagus elengatus Pic. (Melanges exot.-ent. 20. 1916, p. 1—2.). 


Urbeschreibung: „Elongatus, nitidus, breve pilosus, niger, antennis apice, 
thorace antice pedibusque rufescentibus. Thorace subconvexo, transverso, antice 
atienuato, fortiter sat dense punctato: elytris elongatis, multi lineato-punctatis, 
fere instriatis. Long. 5 mill. Bresil: Goyas. — A placer pres de 7. Mathani R. 
Ob., et distinet a premiere vue par sa coloration.“ 


4. opacus-Gruppe. 


Hyporhagus opacus Thoms. (Typi Monommidarum, Paris 1878, 
p- 41.). 


Urbeschreibung: „Patria: Brasilia. — Long. 5 mill.; lat. 3 mill. — Niger, 
subsurdus: prothorax vage largeque (Postice excepto) rufobrunneo-marginatus; 
corpus subtus pedesque brunneo-rufa, nitidiuscula. Ovularis. Caput tenuiter et 
confertim punctulatum. Prothorax semicircularis, lateribus marginatus, tenuiter 
et paulo sparsim punctulatus. Scutellum triangulare, laeve. Elytra convexa, 
seriebus longitudin. 22 punctorum mediocriter conspicuorum instructa, inter 
has series punctulatione minutissima duplicata instructa, apice rotundata. Ster- 
num lateribus paulo rugosum, medio tenuissime et sparsim punctata; abdom. 
segmentum ultimum simplice lunatum. 


H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [106] 215 


Obs. H. Lecontei Thomson approximatus, vero forma magis elongata, 
punctulatione supra validiore, corpore subtus pedibusque brunneo-rufis et minus 


valde punctatis, differt.“ 


Von den 4 Cotypen im Museum Paris bestimmte ich das von 
Thomson durch Bezettelung hervorgehobene 1. Exemplar, ein 9, 
als Lecto-Holotypus. Die Art ist durch ihre matte Oberseite und 
durch das vorn + schwach umrandete Prosternum besonders aus- 
' gezeichnet. Das letztere Merkmal kennzeichnet sie als Übergang 
zu den Arten mit vorn ungerandetem Prosternum. 

Mir lagen Belegexemplare von Havana, Brasilien, Paraguay 
und Argentinien vor. 


Hyporhagus haagi spec. nov. (Tafel XXVIL, Fig. 15.) 


Patria: Argentinien. 

5,2x 2,6 mm. 

Sehr schlankoval, deutlich verengt, glänzend, schwarz, Hals- 
schild vorn breit, seitlich schmaler rotbraun. Kopf ziemlich dicht, 
tief eingestochen punktiert, vor den Augen größer grubig. 

Halsschild mehr als doppelt so breit wie lang, Seiten stark 
gebogen verengt, Vorderecken verrundet, wenig dicht, sehr fein 
punktiert, Seiten kräftiger, aber nicht runzlig, Basis so breit wie 
Elytrenbasis. Scutellum etwas breit dreieckig. Elytren mit 11 fast 
groben Punktreihen, vor dem Diskus nicht vergrößert, 2. nicht 
unterbrochen, 11. nicht schwächer als 10., Intervalle auf glattem 
Grund spärlich fein punktuliert. 

Falsche Epipleuren schmal. Epipleuren vorn breit, vor den 
Hinterhüften verschmälert. 

Augen groß, verrundet keilförmig, reichen bis in die Nähe der 
Kinnkerbe nach innen. 

Prosternum vorn ungerandet, wie das mittellange Mesoster- 
num spärlich, aber deutlich punktiert, Metasternum spärlich und 
fein. 

Tibialfurchen lang, etwas dicht, fast längsgerichtet, nach hin- 
ten zwischengeteilt. 

Abdomen ziemlich grob, zur Mitte feiner punktiert, vorn spär- 
lich, hinten dichter. Analfurche parallel zum Hinterrand, etwas 
breit, setzt sich nach vorn fort. 

Der Holotypus, ein 9, aus Argentinien, Sammlung Haag-Ru- 
thenberg, befindet sich in der Zoologischen Staatssammlung Mün- 
chen. 


716 [1107 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 | 

Ich widme die Art dem Andenken Haag-Ruthenbergs, dieses 
bedeutenden Sammlers und Spezialisten, dessen Collection sich in 
der Zoologischen Staatssammlung befindet. 

Besondere Kennzeichen der Art sind neben dem vorn unge- 
randeten Prosternum die groben Punktreihen und das glänzend- 
glatte Integument. 


Hyperhagus laticollis spec. nov. (Tafei XXV, Fig. 10, und XXVII, 
Fig. 16.) | 

Patria: Brasilien, Para. 

5,2xX 2,6 mm. 

Langgestreckt, Seiten fast parallel, schwarzbraun, Halsschild 
vorn breit, seitlich schmaler gelbbraun, mäßig glänzend. 

Kopf mittelgroß, dicht, nach hinten gröber punktiert. 

Halsschild doppelt so breit wie lang, in der Mitte am breite- 
sten, auch nach hinten schwach verengt, Basis etwas schmaler als 
Eiytrenbasis, Seiten stärker gebogen, Vorderecken verrundet, ziem- 
lich gleichmäßig, etwas dicht, fein punktiert, Seiten nicht runzlig. 
Aus den Punkten etwas lang bewimpert. 

Scutellum fast gleichseitig-dreieckig. 

Elytren lang, nahezu parallelseitig, nur schwach verengt. 11 
feine, aber erkennbare Punktreihen, 1. an der Basis nicht grubig, 
2. am Diskus nicht unterbrochen, 11. stärker als 10. Intervalle auf 
undeutlich chagriniertem Grund dicht und kräftig punktuliert, 
aus den Punkten deutlich bewimpert. 

Ohne falsche Epipleuren. 

Augen groß, keilförmig, reichen bis in die Nähe der Kinnkerbe. 

Prosternum lang, vorn ungerandet, Basis etwas konvex. Meso- 
sternum mittellang. Metasternum mit feinen, langen, fast längs- 
gerichteten, dichtstehenden Tibialfurchen. 

Abdomen ziemlich dicht, mittelstark punktiert, Intercoxalfortsatz 
spärlicher, zum Apex dichter. Analfurche parallel zum Hinterrand, 
schmal, setzt sich linienförmig nach vorn fort. 

Der Holotypus, ein 5, von Parä, Brasilien, Coll. Pascoe, be- 
findet sich im British Museum. 

Die Art ist durch vorn ungerandetes Prosternum und den 
besonders breiten Halsschild leicht zu erkennen. 


Hyporhagus subopacus Pic. (Melanges exot. ent. 26, 1917, p. #.) 


Urbeschreibung: „Elongatus, subopacus, parum pubescens, rufescens tho- 
race in disco brunnescente: prothorace transverso, mediocre sat sparse punctato, 


H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region 1108] Zn. 


angulis anticis rotundatis, haud productis; seutello triangulare; elytris elongatis, 
apice attenuatis, minute striatis et lineato punctatis. Long. 5 mill. Bresil. — 
Sans doute voisin de H. Mathani R. Ob. en differe au moins par la coloration 
differente.“ 


Der Typus befindet sich in der Sammlung Pie, wo ich ihn stu- 
dieren konnte. 

Die Art ist gekennzeichnet durch stark gerundet verengten 
Halsschild, der seitlich schmal abgeflacht und mäßig kräftig, nicht 
sehr dicht punktiert ist. Punktreihen vor dem Diskus nicht grubig, 
am Diskus nicht unterbrochen, an der Basis und besonders zum 
Apex sehr fein. 11. vor der Elytrenmitte deutlich. 

Falsche Epipleuren nicht verbreitert. Epipleuren mäßig breit, 
anfangs verengt, dann parallel und erst am Apex wieder verengt. 

Augen verrundet keilförmig, reichen fast bis in Höhe der 
Kinnkerbe. 

Prosternum vorn ungerandet, Mesosternum ziemlich lang, 
vorn schmal, etwas tief ausgehöhlt. Tibialfurchen schräg, meist 
nicht lang. Abdomen mäßig dicht und fein punktiert, Analfurche 
etwas breit, parallel zum Hinterrand. 

Mir lagen Belegexemplare aus Brasilien, Bolivien und Argen- 
tinien vor. 


Hyporhagus emarginatus Champ. (Biol. Oentrali-Amer. Col. IV, 
1, 1884—93 [1885], p. #74, t. 21, fig. 24.). (Tafel XXV1, 
Fig. 8a u. b). 


Urbeschreibung: „Oblong, ovate, black, shining, the head anteriorly, the 
protherax anteriorly and the sides (broadly), the margins of the elytra, and the 
legs and antennae, red. Head densely and not very finely punctured; prothorax 
transverse, the sides converging from the base, a little rounded, and rather 
deeply grooved within the prominent lateral margins, the surface sparsely, 
equally, and somewhat finely punctured; elytra broad!y margined, with rows of 
shallow rather fine punctures placed upon very fine shallow striae, the punc- 
tures becoming still finer towards the sides and apex, the interstices finely and 
sparsely (but quite distinetly) punetured; beneath very sparsely and minutely 
punctured, the metasternum at the sides rather coarsely and irregularly punc- 
tured and wrinkled; mesosternum very deeply and semicircularly emarginate in 
front; anterior tarsi in the male with the three basal joints somewhat broadly 
dilated. Length 31/,—4 millim.: breadth 2—21/; millim. (JO) 


Hab. Guatemala, Torola (Champion); Panama, Bugaba, Tol& (Champion). 


FH. emarginatus closely resembles the species here identified as H. laeve- 
punciatus, but has a very differently-formed mesosternum; it is also smaller in 
size, and has the sides of the thorax (as well as the anterior portion) and the 
reflexed margins of the elytra red, and the three basal joints of the anterior tarsi 
dilated in the male.“ 


718 [109] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Ergänzend ist nur zu bemerken, daß die Augen unterseits breit 
verrundet sind und die Augengrube nicht zur Kinnkerbe verlängert 
ist. Prosternum nicht gerandet, einfach gewölbt, zerstreut grob 
punktiert. Seutellum dreieckig. Tibialfurchen wenig lang, schräg 
schwach bogig. Parameren von oben gesehen hinten einzeln zu- 
gespitzt, spärlich beborstet. 

Die Typenserie befindet sich im British Museum. Außer 2 Co- 
typen aus Bugaba, Panama, lagen mir Exemplare aus Brasilien und 
Peru vor. 


5. wagneri-Gruppe. 


Hyporhagus wagneri Pic. (Rev. Soe. Ent. Ärgent. T. V., N. 22, 
30. 11. 32, p. 106.). 


Urbeschreibung: „Oblongo-elongatus antice et postice attenuatus, sat niti- 
dus, glaber, subconvexus, niger, thoraxe antice pedibusque pro parte rufis, ely- 
tris ad humeros et ante apicem rufo tinctis. 

Oblong-allong® att@nu€ aux extremites, assez brillant; glabre, peu convexe, 
noir, devant du prothorax et pattes en partie rousses. T&te a ponctuation forte, 
irreguliere et rapprochee:; prothorax assez court, rötreci en avant, sinu@ poste- 
rieurement, ä ponctuation irreguliere, non @gale, rapprochde; ecusson grand; 
elytres peu plus larges que le prothorax, ä ©paules merquees mais arrondies, 
attenues posterieurement, nettement stries-ponctues avec les intervalles larges, 
finement ponctues; ces organes sont noirs, brievement marques de roux aux 
epaules et avant l’extremite. 

Long. 7 mill. Republique Argentine: Rio Salado (Wagner, in coll. Pie). 
Ressemble a H. elongatus Pic, plus grand avec la sculpture @lytrale plus accen- 
tude et les @lytres marques de roux.“ 


Die Type konnte ich in der Collection Pie studieren. 

Ergänzende Beschreibung: Halsschild schwach, etwas gerundet 
verengt, nicht doppelt so breit wie lang, mäßig kräftig, etwas dicht 
punktiert, Seiten schwach runzlig. 

Scutellum breit dreieckig. Punktreihen etwas kräftig, zur 
Schulter und zum Apex fein, alle deutlich, vom Diskus nicht unter- 
brochen. Ohne falsche Epipleuren. Epipleuren ziemlich schmal. 

Augen reichen höchstens bis in halbe Kinnkerbenhöhe, breit 
keilförmig, mit nach hinten gerichteter ommatidienloser Ecke. 

Prosternum vorn ungerandet, Mesosternum lang, vorn leicht 
konkav. Metasternum kuppelförmig, unscharf gerandet. Tibial- 
furchen deutlich, mäßig lang, etwas schräg. 

Abdomen fein und dicht punktiert. Analfurche etwas breit, 
parallel zum Hinterrand. 


H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [1110] 719 


Außer der Type lagen mir weitere Exemplare aus Argentinien 
und Bolivien vor. 

H. caracasensis Pic erwies sich als Subspecies von wagneri mit 
etwas kleinerem, schärfer 3eckigem Scutellum und glänzenderer 
Oberfläche. Die Partie einwärts der Augen (Augengrube) flacher, 
ebenfalls Pro- und Mesosternum. Abdomen kräftiger punktiert, 
Analfurche breiter. Die Urbeschreibung: 


Hyporhagus wagneri caracasensis Pie. (Melanges LXII, 1933, 
p. 12.). 

„Le caracasensis mihi, du Venezuela, voisin du precedent (grandis Pic) 
par sa taille et de coloration analogue, a l’avantcorps plus fortement ponctu£, le 
prothorax plus retreci en avant, les Elytres moins @troits A la base, depassant 
nettement le thorax aves les €epaules un peu marquees et les elytres ont des 
rang&es de points plus forts, places dans des stries superficielles.“ 
| Außer der Type in der Sammlung Pic lagen mir Exemplare 
aus Brasilien, Bahia, vor. 


Hyporhagus larssoni spec. nov. 


Patria: Brasilien, Minas Geraes, Argentinien. Holotypus 8,2 
x 4,5 mm. Paratypus 7,0 x 4,0 mm. 

Etwas langoval, nach hinten leicht verengt, braunschwarz, 
schwach glänzend. Stirn von vorn nach hinten zunehmend gröber 
und dichter punktiert. Halsschild nicht ganz doppelt so breit wie 
lang, gewölbt, leicht gebogen nach vorn verengt, Vorderecken ver- 
rundet, Hinterecken scharf, etwa rechtwinklig, Seiten mäßig breit 
abgeflacht. Punktierung mittelstark-fein, dicht-zerstreut, an den 
Seiten wie in der Mitte, nicht runzlig. Scutellum etwa gleichseitig 
dreieckig, beim Holotypus mit etwas konvexen Seiten. 

Punktreihen der Elytren leicht vertieft, aber nicht gekielt, 
Punkte selbst zwar scharf, aber durch flach-grubige Vertiefung 
bei schwacher Vergrößerung unscharf erscheinend. 2. Reihe am 
Diskus nicht unterbrochen, 11. nicht schwächer als alle übrigen. 
Die 10. verläuft mitten auf der hervortretenden, langgestreckten 
Schulterbeule. Intervalle sehr fein, zerstreut punktiert. Elytren- 
rand nicht nennenswert verbreitert (ohne falsche Epipleuren). 

Augen dringen unterseits fast bis in die Höhe der Kinnkerbe 
vor, sind ziemlich breit verrundet, haben hinten einen schmalen 
ommatidienlosen Saum mit einer kleinen Ecke in Höhe der An- 
tennenfurche (bei eingezogenem Kopf nicht sichtbar). 

Prosternum ziemlich kurz, kräftig punktiert, vorn ungeran- 
det, Basis etwas konvex. Mesosternum mittellang, vorn schalenför- 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2, 1955 46 


720 [11 1] Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


mig ausgehöhlt. Punktierung wie Prosternum, Metasternum etwas 
feiner und zerstreut punktiert. Tibialfurchen leicht wellig, kurz, 
halbschräg nach außen verlaufend, biegen hinten nach innen um. 

Abdomen kräftig und dicht punktiert, nach hinten dichter 
und feiner, Seiten kaum runzelig. Analfurche parallel zum Hinter- 
rand, setzt sich linienförmig auf die übrigen freien Abdominal- 
sternite fort. 

Holotypus, 1 9 aus Lagoa Santa, Minas Geraes, Brasilien, leg. 
Reinhardt, befindet sich im Museum Kopenhagen. 

Allotypus, 1 5, von Argentinien, 23. VIII. 39, leg. W. C. Har- 
rington, in der Oalifornia Academy of Sciences. 

1 9 Paratypus von Ponte Nova, Minas Geraes, Brasilien, im 
Departemento de Zoologia, Sao Paulo, Brasilien. 

Die Art widme ich meinem liebenswürdigen Kollegen, Herrn 
Dr. Svend G. Larsson, am Universitetets Zoologiske Museum in 
Kopenhagen, wo sich der Holotypus befindet. Sie unterscheidet 
sich von dem ähnlichen #. wagneri durch größere Augen und nicht 
gckehlte noch gerunzelte Halsschildseiten. 


6. brasiliensis-Gruppe. 


Hyporhagus nitidus Champ. (Biol. Centr.-Amer. IV, 1, 1893, 
Suppl., p. 570—571.). 


Ürbeschreibung: „Broad, ovate, moderately convex, very shining, black, 
the anterior margin of the prothorax obscure ferruginous; the antennae pitchy- 
brown, the legs piceous. Head densely, somewhat coarsely punctate; antennae 
with a moderately large, 3-jointed club; prothorax transverse, rapidly narrow- 
ing from the base, the sides feebly rounded anteriorly and sharply margined, the 
surface minutely, rather closely punctate, the punctures still more minute on the 
middle of the disc, the disc with a smooth narrow median space behind; elytra 
narrowing from a little below the base, strongly flexuous at the sides before the 
middle, broadly and very sharply margined, with rows of very fine, rather 
closely punctures, which in the three rows next the suture at the base are re- 
placed by very shallow, more distant, coarser impressions, the interstices per- 
fectiy flat, each with two or three irregular rows of very minute punctures; 
beneath black, the ventral surface closely, finely punctate, the metasternum with 
Imore minute, scattered punctures, the sides of the latter and of the first ventral 
segment obliquely and rather coarsely strigose; mesosternal carina feebly arcuate 
in the middle; anterior tibiae broadly concave along their upper face. 

Length 63/;, breadth # millim. 

Hab. Nicaragua, Chontales (Belt). 

One specimen. Much larger, broader, and more shining than A. Iaevepunc- 
tatus; the elytra more strongly flexuous at the sides, narrowing from a little 


H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region 1 12] ze 


helow the base, and with very prominent, reflexed, marginal carina; the legs and 
antennace much darker in colour. It is nearly allied to H. steinheili, Oberth., 
from Colombia.“ 

Der genauen Beschreibung ist nur wenig hinzuzufügen. 22 et- 
was undeutliche Punktreihen. Augen ohne ausgeprägte Augen- 
‚grube, etwas stumpf winklig verrundet. Prosternum ohne Umran- 
dung, fast glatt, ebenso Mesosternum. Die Art ist durch ihre Größe 
und durch die lackglänzende Oberfläche leicht kenntlich. 

Der Holotypus befindet sich im British Museum. Mir lagen 
weiter zwei von Champion selbst determinierte Exemplare von 
Nicaragua und Trinidad sowie ein weiteres von Oosta Rica vor. 


Hyporhagus brasiliensis (Dej. Cat. 1857, p. 144) Thoms. (Änn. Soe. 
Ent. France 1860, p. 26.). 

Urbeschreikung: „Patria: Nova Granata, Cayenna, Brasilia (Mexico?). — 
Long. 7! mill.; lat. 41/4 mille Tabea, to, 

Niger, nitidus, glaber, antennae, palpi, tarsique brunnei, prothorax antice 
rufescens. Caput valde et confertim punctulatum. Prothorax transversus, antice 
rotundatus et angustior, haud productus vel lunatus, angulis posticis paulum 
productis, acutis, tenuissime et sat sparsim punctulatus; pars reflexa paulum 
squamusosa. Scutellum triangulare. Elytra elliptico-ovalia, convexa, prothorace 
quasi triplö longiora, punctorum seriebus longitudinalibus 20 obsoletis instructa, 
duabus prop® suturam brevis, inter has series tenuissime, irregulariter, et spar- 
sim punctulata; lateraliter post humeros paulum et longitudinaliter canaliculata; 
epipleura laevia. Sternum abdomenque lateralibus squamulosa, in medio sat 
eonfertim et tenue& punctulata. Abdominis segmentum ultimum simplice lunatum. 
Pedes tenuissime et sparsim punctulata. 

Haec species corporis magnitudine notanda est.“ 

Von den 3 Cotypen im Museum Paris wählte ich das von Thom- 
son mit Artnamen und Literaturangabe hervorgehobene co’ als 
Lecto-Holotypus. Mir lagen weiter Exemplare aus Columbien vor. 

Die Art ist nahe verwandt mit ritidum, aber schlanker. Das 
Prosternum ist seitlich nur durch die Grenze zwischen hoch- 
glänzendem Mittelteil und matten Seitenteilen, aber nicht kiel- 
förmig gerandet. 

Beim Studium der Type von Hyporhagus grandis Pie in der 
Collection des Autors stellte sich heraus, daß diese aus Australien 
beschriebene Art mit H. brasiliensis identisch ist. Es handelt sich 
zweifelios um eine Fundortverwechslung. Der Vollständigkeit hal- 
ber hier die Urbeschreibung: 


Hyporhagus grandis Pic. (Mel. exot. ent. 62, 1933, p. 12.). 


„Elongatus, nitidus, niger, thorace antice rufescente, antennis apice pedi- 
busque brunnescentibus; capite sat fortiter et sparse punctato; thorace trans- 


45* 


122 1 13] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


verso, antice attenuato, lateraliter mediocre depresso, minute et sparse punctato; | 
scutello lato, triangulare; elytris thorace indistincte latioribus, ad humeros rotun- 
datis, elongatis, lateraliter sinuatis, postice attenuatis, apice marginatis, sat | 
minute lineato-punctatis, instriatis, intervallis latis, minutissime punctatis. Long. ' 


7 mili. Australie. — 
Voisin de elongatus Pic, mais plus grand, plus large et plus brillant.“ 


Auch die Type von H. steinheili Oberth. erwies sich beim 
Studium im Museum Paris als Synonym zu brasiliensis. 
Urbeschreibung: 


Hyporhagus steinheili, R. Oberth. (Coleopterorum Novitates T. Ile, le Livraison 
1883, p. 45—46.). 


„Ovalis, convexulus, aterrimus. nitidus, tarsis et antennis apice dilutioribus. 
Caput punctato-rugosum. Prothorax transversus, basi sinuatus, angulis anticis 
obtusis, haud prominulis; postieis acutis, lateribus acuta carina marginatus, 
puncticulatus. Elytrae thorace magis duplo longiores, ovales, elongatae, post 
humeros flexuosae, marginatae, seriebus 20 punctorum obsoletorum intervallis 
squammulosis sejunctis, instructae: serie suturali abbreviata, basi solum impressa. 
Pectus ei primum abdominis segmentum Jlateraliter rugifera; ultimum late uni- 
lunatum. Pars caetera inferi corporis punctulata. 

Long.: 61/,; lat.: 3/3 mill. 

Ovale, convexe, luisant, d’un noir profond; tarses et extr@mite des antennes 
plus elairs. T&te rugueusement ponctuee. Corselet sinue ä sa base; ses angles an- 
terieurs @mousses, non saillants, arrondis; les posterieurs aigus; reborde d’une 
carene l&gerement relevee; finement ponctue. Elytres plus longues que deux fois 
le prothorax, ovales, allongees, flexeuses derriere les &paules, marginees, pourvues 
de 20 series de petits points, separees par des intervalles finement squammuleux; 
la strie suturale tres courte, marquee seulement ä la base. Poitrine et premier 
segment abdominal rugueux lateralement; le dernier pourvu d’une iunule unique. 
Le reste du dessous du corps ponctu&. Un exemplaire de cette esp&ce avait &te 
rapport@ de Colombie (San-Carlos), par Ed. Steinheil; j’en possede un second 
individu trouve€ par le Dr. O. Thieme, au Rio Magdalena, avec le Laevepunctatus, 
Thoms., qui en est d’ailleurs tres voisin quoique d’une taille beaucoup plus 
peilte 


7. marginatus-Gruppe. 


Hyporhagus cicatricosus spec. nov. (Tafel XXV, Fig. 14.) 
Patria: Haiti, San Domingo. 


4.8%x 2,9 mm. 

Etwas länglich oval, ziemlich gewölbt, tiefschwarz, Prothorax 
vorn etwas bräunlich durchscheinend. 

Kopf dicht, tief, mäßig grob punktiert, hinten größer und 
flacher. Halsschild doppelt so breit wie lang, stark gerundet ver- 
engt, Vorderecken verrundet, Hinterecken scharf, nahezu recht- 


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H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region 1 14] 723 


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| winklig, wenig dicht, fein punktiert, zum Rande gröber, aber nicht 
 runzlig. Scutellum etwa gleichseitig dreieckig. 

Punktreihen der Eiytren aus entfernten, groß- und tiefgru- 
| bigen Punkten, wie blatternarbig. 2. Reihe am Diskus nicht un- 
terbrochen, 11. kaum schwächer als die übrigen. Schulterbeule 
flach, aber deutlich. Intervalle fein, mäßig dicht punktiert. Falsche 
‚ Epipleuren mittelbreit, fast schmal. Epipleuren bis zum 3. Ab- 
_ dominalsternit ziemlich breit, parallel, erst dann verengt. 

Augen unterseits kurz keilförmig, etwa bis auf halbe Höhe der 
' Kinnkerbe zur Mitte vordringend. 

Prosternum vorn verbreitert entenschnabelförmig, wie das 
| mittellange Mesosternum zerstreut fein aber deutlich punktiert. 

Wenige lange Tibiallinien etwas fächerartig angeordnet, hinten 
mit Zwischenlinien. 

Abdomen mäßig dicht. etwas fein punktiert, zum Rande grö- 
ber, nach hinten dichter. Analfurche parallel zum Hinterrand, setzt 
sich als feine Rinne auf die übrigen Abdominalsternite fort. 

Holotypus, 1 5 von Jarabacoa, San Domingo, Haiti, D. De 
Leon leg. 14. VI.40 an Pinus occidentalis, im U. 5. National Mu- 
seum. 

Die Art ist verwandt mit valdepunctatus und marginatus. In 
der Form erinnert sie an punctulatus, ist aber durch ihre auffal- 


lende Eiytrenpunktierung leicht kenntlich. 


Hyperhagus marginatus (Fabricius). (Ent. Syst. I, 2, p. 505, Nr. 3, 
1792.) (Tafel XXVI, Fig. 6a, b, c.) 

Urbeschreibung: „Tritoma marginata. 3. T. atra abdominis margine san- 
guineo. Habitat in Americae meridionalis Jnsulis Dom. Smidt. Paullo minor T. 2. 
pustulata. Antennae piceae. Thorax ater margine antico ferrugineo. Elytra punc- 
tato striata, atra. Abdomen atrum ınargine sanguineo. Pedes picei.“ 

Zu der Bezeichnung .‚marginatus“ und der Beschreibung „Ab- 
domen atrum margine sanguineo“ scheint Fabricius durch die bei 

den beiden Typen sichtbaren Abdominalpleuren verleitet worden 

zu sein, die auffallend heller, normalerweise aber unter den Epi- 
pleuren der Elytren verborgen sind. Bei unveränderten Exempla- 
ren ist jedenfalls von einer auffallend rostfarbenen Umrandung 
des Abdomens nichts zu sehen. 


Da die Urbeschreibung völlig nichtssagend ist, will ich hier 
eine genaue Beschreibung des Holotypus geben: 

Elliptisch-oval, schwach verengt, schwarz, Halsschild vorn 
und an den Seiten bräunlich durchscheinend. 


724 [115] Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


Kopf etwas ungleich, mittelgroß, ziemlich dicht punktiert, 
Halsschild weniger dicht, gleichmäßiger, zum Rande nicht runzlig, 
ziemlich gerundet verengt. Scutellum etwas breit dreieckig-herz- | 
förmig. Elytren mit 11 mäßig kräftigen, zum Rande feineren 
Punktreihen, die 11. undeutlich. 1. endet vor dem Diskus, 2. biegt ' 
diesem nicht aus, ist dort aber etwas schwächer. Punkte vor dem h 
Diskus nicht grubig, nur etwas vertieft. Intervalle ziemlich dicht 


fein punktiert, nur teilweise reihig. 

Augen breit keilförmig verrundet, ohne besondere Grube. 
Prosternum zungenförmig, vorn etwas abgestutzt, hinten 
leicht konvex, deutlich punktiert wie die gesamte Thoraxmiitte, 
längs- und quergewölbt. Mesosternum ziemlich lang, vorn dem 
Prosternum angepaßt flach konkav, hinten gerade. Metasternum 
ohne Umrandung, nach hinten kräftiger punktiert. Tibialfurchen 
lang und deutlich, zur Mitte längs, seitlich mehr schräg gerichtet 
und verzweigt. | 

Abdomen deutlich und dicht, nach hinten feiner und dichter 
punktiert. Anaifurche parallei zum Hinterrand. 

Penis kurz nadelförmig, breit, mit großem Ohr, lang zuge- 
spitzt und Spitze etwas verrundet, dorsoventral sehr schwach s- 
iörmig gekrümmt. Parameren kurz, fingerförmig, an der Basis 
breiter getrennt und davor ventral ausgebuchtet und mit kamm- 
förmig angeordneten langen Borsten besetzt, die äußersten von 
halber Paramerenlänge, nach innen abnehmend, sonst etwas lei- 
steniörmig feiner beborstet und an den einzeln verrundeten Enden 
mit einigen gekrümmten, kurzen Börstchen. 

Der Allotypus, ein 9, ist etwas feiner skulptiert und hat das 
Prosternum nicht scharf gerandet. 

Die Nominatrasse scheint auf St. Thomas beschränkt zu sein. 
Eine andere Rasse ist wesentlich weiter verbreitet. 


Hyporhagus marginatus subsp. fabrieii nov. 
Patria: Antillen außer St. Thomas, Brasilien. 


5,7—4,2x 3,5—2,4 mm. 

Gegenüber der Nominatrasse von St. Thomas wesentlich we- 
niger breit, hinten schwach verengt, Halsschild weniger breit und 
nicht so stark verengt, Seitenrand schwächer gebogen. Punktie- 
rung des Halsschildes und der Intervalle meist dichter und kräf- 
tiger, deshalb etwas weniger glänzend. Falsche Epipleuren erheb- 
lich schmaler als Nominatrasse. Prosternum schlanker. 10. und 


11. Reihe kräftiger. 


| 
| 


j 


H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [1116] I 


Holotypus, 5’, Haiti, Jean Rabei, 14. II. 29, E. G. u. G. M. 
Leonard, 5,1Xx2,9 mm, befindet sich im U. S. National Museum. 

‚Allotypus, 9, Haiti, Le Trow, 23. IX. 1925, W. A. Hoffmann, 
4,8% 3,0 mm, im gleichen Museum. 

Paratypen von Trinidad, Guadeloupe, San Domingo und Bra- 


“silien in den Museen in London (Brit. Mus.), Paris, Wien, Stock- 


holm, Washington (U.S. National Museum) und in der Zoologi- 
schen Staatssammlung München. 


Hyporhagus valdepunctatus 'Thoms. (Ann. Soc. Ent. France 1860, 


Urbeschreibung: „Patria: Amer. merid. (Bresil?) — Long. 5. mill.; lat. 
31% mill. — Niger, nitidus, glaber, antennae, palpi, tarsique brunnea, prothorax 


antice vag® rubro-marginatus. Caput valde et confertim punctatum. Prothorax 
transversus, antice rotundatus et angustior, angulis posticis acutis, tenuissime et 
sat confertim punctulatus; pars reflexa subtilissime squamulosa. Scutellum trian- 
gulare. Elytra elliptico-ovalia; prothorace fer& triplo longiora, seriebus longitudi- 
nalibus 22 punctorum validissimorum impressa, 2 seriebus suturae vicinioribus 
hrevississimis, inter has series subtilissime, obsolete, et irregulariter punctulata; 
epipleura laevia. Sternum abdomenque lateribus squamulosa, in medio sat tenue 
et confertim punctulata. Abdominis segmentum ultimum simplice lunatum. Pedes 
obsoleie punctulati. 

Precedente (Aspathines aeneus Thoms., der Verf.) corpore plus elongato, 
et elytrorum punctorum seriebus longitudinalibus multum validioribus, praecipue 


differt.“ 

Die Type, 1 9, konnte ich im Museum Paris studieren. Sie 
steht marginatus sehr nahe, ist gewölbter und hinten nicht ver- 
engt, die Punktreihen weit kräftiger, zum Ende mit langgestreck- 
ten Punkten. 10. Reihe kurz, 11. obsolet. Tibiallinien mehr quer. 
Weitere Exemplare dieser Art kamen mir leider nicht vor Äugen, 
so daß die Patria nicht zweifelsfrei geklärt werden konnte. Die 
Wahrscheinlichkeit spricht aber für eine Antilleninsel. 


Hyporhagus antillicus spec. nov. 


Patria: San Domingo, Antillen. 

4,6x 2,7 mm. | 

Schlankoval, fettglänzend, braunschwarz, Halsschildvorder- 
rand breit, Seitenrand schmal rotbraun. 

Kopf kräftig, mittelgroß, etwas dicht punktiert. 

Halsschild knapp doppelt so breit wie lang, von der Basis zur 
Mitte fast parallel und erst dann stark gebogen verengt, zur Mitte 
seicht, an den Seiten kräftig punktiert, in der Seitenmitte grob und 
dicht, fast runzlig; abgeflachter Seitenrand kaum punktiert. Ely- 


726 1117) Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


tren mit 11 kräftigen, zum Rande feineren Punktreihen, 11. teils 
obsolet, ähnlich marginatus, aber Elytrengrund sehr fein genetzt. 
Intervallpunktierung fein, wenig dicht. Falsche Epipleuren schmal. 
Scutellum breit dreieckig. Augen breit keilförmig, reichen etwas 
über die halbe Höhe der Kinnkerbe. 

Prosternum etwas kurz und breit entenschnabelförmig, Meso- 
sternum mittellang, vorn kaum konkav, hinten gerade. Metaster- 
num spärlich fein punktiert. Tibiallinien innen mehr längs, außen 
mehr schräg gerichtet. Analfurche parallel zum Hinterrand, in der 
Mitte seichter. 

Holotypus, ein 9, von San Domingo, Antillen, Coll. Fry, im 
British Museum. Dieses einzige Exemplar ist leider stark defekt. 
Rechte Elytre vom Körper getrennt, liegt diesem lose auf. Nadel 
seitlich aus dem Körper ausgebrochen, hält nur noch lose. Auch 
Abdomen defekt. 

Die Art erinnert in der Gestalt, Punktierung und Skulptur an 
die subsp. jabrieii von H. marginatus, hat aber deutlich fein 
genetzte Oberfläche und ist deshalb weit weniger glänzend. Hals- 
schild weniger stark gerundet verengt und wesentlich feiner 
punktiert. 


Hyporhagus wittmeri spec. nov. 


Patria: Puerto Rico, Guanica. 

6,4x 4,2 mm. 

Breit elliptisch-oval, leicht verengt, schwarzbraun, matt, 
äußerst fein chagriniert, etwas flacher gewölbt, besonders der 
Halsschild. Kopf ziemlich dicht, etwas fein punktiert, hinten grob 
grubig. Halsschild mehr als doppelt so breit wie lang, leicht ge- 
rundet verengt, seitlich abgeflacht und am Rande schmal seicht 
gekehlt. Scutellum etwas breit dreieckig. 

Elytren über der mäßig breiten Randverbreiterung (falsche 
Epipleuren) etwas flach eingedrückt. Punkte der Reihen ziemlich 
fein und entfernt stehend. 2. und 3. Reihe am Diskus so fein wie 
die Intervallpunktierung, wirken deshalb wie unterbrochen. 11. 
höchstens im Bereich der Randverbreiterung angedeutet. 

Epipleuren ganz allmählich nach hinten verengt. 

Augen unten stumpf keilförmig, reichen etwa bis zur halben 
Höhe der Kinnkerbe. 

Prosternum entenschnabelförmig, von vorn nach hinten 
wellenartig erhöht, Basis schwach konvex, wie die mäßig lange 
Meso- und die Metasternalmitte fein zerstreut punktiert. Wenige, 


H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [118] eo]. 


N 


| 


‚stark schräge Tibialfurchen, hinten verkürzt, mittlere aufgeteilt. 
‚Abdomen kräftig und ziemlich dicht punktiert, vorn spärlicher, 
"hinten feiner und dichter. Analfurche parallel zum Hinterrand, 
| setzt sich auf die übrigen Abdominalsternite fort. 
| Holotypus, 1 5 vom genannten Fundort, leg. E. G. S., im U. S. 
"National Museum. 

Ich widme die Art meinem lieben Herrn Kollegen, dem Can- 
' thariden-Spezialisten Walter Wittmer, Zürich-Herrliberg. 
| Die Art ähnelt in der Form H. marginatus marginatus, steht 
‚aber zufolge ihrer Größe, matten Oberseite und Punktierung der 
Reihen ziemlich isoliert. 


Hyporhagus championi spec. nov. 


Patria: Trinidad, Antillen. 

4.0x2,6 mm. 

Breit elliptisch, braunschwarz, lackglänzend, Ränder beson- 
ders des Halsschildes heller rotbraun. 

Kopf fein, tief eingestochen, etwas dicht und ziemlich gleich- 
mäßig punktiert. 

Halsschild reichlich doppelt so breit wie lang, nach vorn in 
leichtem Bogen stark verengt, Vorderecken fast völlig verrundet, 
Punktierung ziemlich fein, gleichmäßig, wenig dicht. 

Sceutellum breit dreieckig-herzförmig. 

Elytrenrand gleichmäßig gebogen. 11 schwache unscharfe 
Punktreihen, 1. etwas flach grubig, 11. fast obsolet, nur am Apex 
mit großen, tieferen Gruben. Intervalle spärlich sehr fein punk- 
tiert, Untergrund glatt. Falsche Epipleuren schmal. 

Augen breit verrundet keilförmig, reichen etwa bis in halbe 


Höhe der Kinnkerbe. 


Prosternum entenschnabelförmig, hinten höher als vorn, Ba- 
sis schwach konvex. Mesosternum mittellang. 


Abdomen fein, tief eingestochen, vorn spärlicher, hinten sehr 
dicht punktiert. Analfurche parallel zum Hinterrand, seitlich 
schwach erweitert, setzt sich als feine Rinne auf die vorhergehen- 
den Sternite fort. 


Holotypus, 5, von Trinidad, Antillen, Coll. Fry, im British 
Museum. Die Art ist nächstverwandt mit obliteratus, hat aber we- 


sentlich kürzere Augen und auch vor dem Diskus sehr schwache 
Punktreihen. 


728 419] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Hiyporhagus obliteratus Champ. (Biol. Oentrali-Amer. Col. IV, 1, 


1884—93 [1888], p. 475, t. 21, fig. 25.) 


Urbeschreibung: „Elliptical, short, very convex, black shining, the head 
anterioriy and the anterior fourth of the prothorax rufescent, the legs and anten- 
nae fusco-ferruginous. Head finely and denseiy punetured; prothorax short, 


transverse, the sides a little rounded and very rapidly converging from the base, 


the lateral margins moderately prominent and only feebly grooved within (more 


deeply so within the anterior angles), the surface very sparsely and finely punc- 
tured; elytra narrowly margined, very obsoletely striate, the striae with scattered 
punctures, the punctures on the disc coarse and irregular at the base and almost 
obliterated beyond, the interstices with exceedingly minute scattered punctures 
(only visible under a strong lens); beneath brownish-piceous, exceedingly minutely 
and very sparsely punctured, the metasternum almost smooth; mesosternum 
broadiy and shallewly arcuate-emarginate in front; anterior tarsi with the three 
hasal joints feebly dilated in the male. 


Length 3/3 millim.; breadth 21/3 millim. ('.) 
Hab. Panama, Volcan de Chiriqui 3000 feet (Champion). 


This distinet new species is shorter and more convex than any Hyporhagus 
yet described; the general outline is elliptical, and the elytra are comparatively 
very narrowly margined. In the elytral sculpture H. obliteratus agrees almost 
exactly with Thomson’s figure and description of H. cayennensis, from Para; the 
latter, however, is of more elongate shape, and has more broadly margined ely- 
Tra,leıen 


Kopf etwas quergerunzelt, vorn mehr obsolet, hinten dichter 
und deutlicher punktiert. 


Halsschild vorn ziemlich gerade, Vorderecken völlig verrun- 
det, stark gewölbt, so daß bei normaler Betrachtung von oben der 
Halsschild halbkreisförmig wirkt. Schildchen annähernd gleich- 
seitig dreieckig. 9 erkennbare Punktreihen je Elytre, die zum 
Rande und zur Spitze hin obsolet werden und nur im Basalteil 
deutlich sind. 1. endet vor dem Diskus, 3 erste vor diesem mit gru- 
big verbreiterten Punkten. 


Prosternalmitte entenschnabelförmig, wenig deutlich skulp- 
tiert, nach hinten schwach konvex und deutlicher punktiert. Meso- 


sternum quer sanduhrförmig, vorn und hinten deutlich konkav. 


Wenige schwache und kurze, stark schräge Tibialfurchen. 

Auge mit großen Facetten, füllt die ventrale Augengrube voll 
aus und reicht bis fast in Höhe der Kinnkerbe. 

Falsche Epipleuren nur schwach verbreitert. Epipleuren ziem- 
iich gleichbreit. 

Die Typen befinden sich im British Museum. Außer einer 
Cotype lagen mir weitere Exemplare aus Panama vor. 


H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [120] 729 


Nächstverwandt mit championi unterscheidet sich die Art von 
dieser durch die bis in Höhe der KRinnkerbe vordringenden Augen 
‚ und die an der Elytrenbasis kräftigen Punktreihen. 


8. suturalis-Gruppe. 


Hyporhagus rufolineatus Pic. (Rev. Soc. Ent. Argent. T. V., N. 22, 
| 30. XI. 32, p. 107—108.) (Tafei XXV, Fig. 15.) 


Urbeschreibung: „Forme plus ou moins oblongue ou allongee; töte rousse 
[o) „ 7 
ı  ainsi que le prothorax anterieurement et lateralement celui-cı parfois seulement 


, un peu rembruni au milieu, plus court; elytres moins larges, d’ordinaire un peu 
‚ allonges, A bande discale claire; dessous et pattes d’ordinaire testaceus. 

Prothorax ä ponctuation forte et assez rapprochee; töte moins densdinent 
ponctuee; Elytres moins bombes, A ponctuation plus large ou plus forte: Elytres 
largement roux sur le disque (forme Type), ou aA band rousse £troite, etranglee 
au milieu (v. reductus). 

Dong. 4—5 mill. 

Bresil et Röpub. Argentine. rufolineatus n. sp. 

Anm.: Le A. rufocinctus Pic, du Bresil, est plus grand, plus convexe, avec 
les Elytres fonces, bordes de roux.“ 

Kopf und Halsschild etwa gleich dicht und kräftig punktiert. 
Prothorax vorn gerade, Vorderecken vollkommen verrundet. Eiy- 
tren breit gerandet. Punktreihen zum Rande hin schwächer, 3 erste 
vorn etwas grubig verbreitert, hinter dem glatten Diskus feiner. 
Schildchen klein, herzförmig. Augen unten etwas gerundet ver- 
engt, Augengrube sehr flach, stark skulptiert. Prosternalmitte nur 
an der basalen Hälite gerandet, kräftig punktiert. Mesosternum 
vorn fast gerade, kräftig, spärlich punktiert, seitlich gerippt. Meta- 
sternum mit keulenförmiger Mittelgrube. Tibialgrube tief, davor 
alveolär punktiert und mit feinen Linien, die sich hinter der Grube 
aufteilen. 

Analfurche parallel zum Hinterrand. 

Aedeagus schuhförmig, Parameren in der ÄAusbuchtung mit 5, 
zur Spitze mit 2 seitlichen Börstchen. 

Die Holotype konnte ich in der Sammlung Pie studieren, wei- 
ter lagen mir ein Paratypus von der Terra de Diamantina und 
Exemplare von Rio de Janeiro vor. 

Die Art ist an ihren hellen Elytrenstreifen leicht kenntlich. 


Hyporhagus nicki spec. nov. (Tafel XXV, Fig. 12, und XXVII, 
io. 9.) | 


Patria: Brasilien, Bahia. 
4,5—9,5x2,9—2,4 mm. 


730 [121] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Breitelliptisch, schwarzglänzend, Kopf und Halsschildränder 
rotbraun. 

Kopf etwas dicht, ziemlich gleichmäßig, fein aber tief einge- 
stochen punktiert. 

Halsschild reichlich doppelt so breit wie lang, Basis etwas 
schmäler als Elytrenbasis, Seiten mäßig gebogen, stark verengt, 
Vorderecken verrundet, aber deutlich; in der Mitte spärlich und 
fein, seitlich grob punktiert, Seitenrand breit. 

Scutellum klein, verrundet gleichseitig-dreieckig, hochge- 
wölkt. Elytren mit je 11 deutlichen Punktreihen, 3 erste vor dem 
Diskus groß grubig, 1. endet davor, 2. am Diskus kurz unterbro- 
chen. 11. eher stärker als die 10. Intervalle auf glattem Grund 
äußerst fein und spärlich punktiert. Falsche Epipleuren sehr breit, 
nach hinten nur allmählich verschmälert, teils grubig punktiert. 
Epipleuren breit, allmählich nach hinten verengt. 

Augen groß, keilförmig, reichen bis in Höhe der Kinnkerbe. 

Prosternum schlank, enten- bis gänseschnabelförmig, vorn & 
abgestutzt. Mesosternum mittellang, vorn leicht konkav, mittel- 
stark punktiert. Metasternum mit kürzeren, schrägen Tibiallinien, 
die sich hinten aufspalten. 

Abdomen etwas querrissig, mäßig fein, vorn spärlich, hinten 
dieht, zum Rande gröber punktiert. 

Analfurche parallel zum Hinterrand, breit, setzt sich auf die 
vorhergehenden Sternite fort. 

Holotypus, 5, Allotypus, 9, und 2 Paratypi, darunter ein im- 
maturer mit verdunkeltem Diskus, von Bahia, Brasilien, Reed leg., 
Coll. Fry, im British Museum. 

1 weiterer Paratypus vom gleichen Fundort in der Zoologi- 
schen Staatssammlung in München. 

Ich widme die Art meinem verehrten Kollegen, Herrn Apo- 
theker Dr. G. Nick in Buenos Aires. 

H. nicki istnächstverwandt mit disconotatus, größer, hat 
kräftigere Punktreihen und größere Augen. 


Hyporhagus quadrimaeulatus Pic. (Rev. Soc. Ent. Argent. T. V, 
N. 22, 30. 11. 32, p. 107—108.) (Tafei XXV, Fig. 11.) 


Urbeschreibung: .Forme large, subovalaire: t&te et prothorax noirs, ce 
dernier marque de roux anterieurement et plus court; Elytres plus larges, noirs, 
ornes d’une macule infrahumerale et d’une apicale pr@suturale rouges; dessous 
fonce, paties roussätres. Long. 4 mill. Bresil (coll. Pic). qguadrimaculatus n. sp.“ 


Der Kopf kann dunkelrot sein, ist kräftig, mäßig dicht punk- 
tiert, der breite Halsschild gleichstark, aber weniger dicht, Seiten 


H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [122] 731 


etwas gröber, mit Randabflachung, die vorn schmal, sich nach hin- 
ten verbreitert. Seiten und Vorderecken gerandet, Basis doppel- 
' buchtig. Schildchen klein, herzförmig. 

| Elytren mit je 11 Punktreihen, 3 erste vor dem Diskus flach- 
' grubig verbreitert, 1. endet davor, 2. am Diskus obsolet, dahinter 
wieder kräftig. 10. in der vorderen Hälfte obsolet. Zwischenräume 
spärlich fein punktiert, teilweise mit einer Mittelreihe. Subapikal- 
makel zuweilen undeutlich. Beide Makeln unscharf begrenzt und 
etwas variabel, aber meist abgerundet. 

Prosternalmitte entenschnabelförmig, aber etwas unscharf ge- 
randet, spärlich punktiert, hinten schwach konvex. Mesosternum 
in der Mitte emporgewölbt, fast glatt, seitlich gerippt. Metaster- 
num mit einer geknopft keulenförmigen Mittelgrube. Coxalpartie 
+ deutlich schräg langmaschig mit kräftiger Tibialgrube. 

Augen verrundet keilförmig, Augengrube undeutlich. 


Aedeagus schuhförmig, Paramerenenden zangenartig gegen- 
einandergebogen, außßen mit langen Borsten. 


Analfurche doppelbuchtig. 
Die Type konnte ich in der Sammlung Pie studieren, weiter 
lag mir eine Anzahl Exemplare von Bahia vor. 


An den Elytrenmakeln ist die Art leicht kenntlich. 


Hyporhagus disconotatus Pic. (Ges. Luxemb. Naturfreunde Nr. 8, 
9. 10.1953, p.. 148.) 


Urbeschreibung: „Oblongo-subovatus, sat convexus, nitidus, glaber, rufus, 
thorace postice medio brunneo-piceo, elytris ad suturam medio nigro notatis. 
Capite minute, parum dense, punctato; thorace parum breve, sat lato, lateraliter 
subarcuato, antice attenuato, minute et sparse punctato; elytris thorace non 
distincte latioribus, lateraliter subarcuatis, postice attenuatis, minute, antice for- 
tiore, lineato-punctatis, intervallis fere laevibus. Long. 4 mill. Fontaboa. 

Mit H. attenuatus Pic nahe verwandt, von dieser außer der Färbung durch 
die mehr gedrungene Form, die Flügeldecken in der Mitte etwas mehr gewölbt, 
und die mehr auseinanderstehende Punktierung des Halsschildes verschieden.“ 

Die Verdunkelung des Diskus ist wenig deutlich und unscharf 
begrenzt, möglicherweise überhaupt nur eine Immaturitätserschei- 
nung. Auch ein Außensaum der Elytren ist leicht verdunkelt. 


Sceutellum dreieckig-herzförmig. 

Erste Punktreihen etwas nach hinten offen grubig. 1. endet 
vor dem Diskus. Dieser unterbricht die 1.—4. Reihe deutlich, die 
5. und gelegentlich noch die 6. undeutlich. Intervalle nicht punk- 
tiert, aber auch nicht ganz glatt. Falsche Epipleuren in der vor- 


73» [123] 'Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


deren Hälfte stärker verbreitert. Epipleuren breit, nach hinten 
bis zur Apexrundung nur allmählich verschmälert. 

Augen groß, stark verrundet keilförmig, ragen weit über die 
halbe Höhe der Kinnkerbe nach innen. 

Prosternum + breit entenschnabe!förmig, vorn und hinten 
etwa gleich breit, Basis leicht konvex. Mesosternum mittellang. 
Metasternum vorn ausgebogt kuppe!förmig gerandet, ohne Mit- 
tellinie. Tibialpartie nur vorn mit seichten Grübchen, hinten fein 
zerstreut punktiert. Abdomen fein, etwas dicht punktiert. Anal- 
sternit mit feiner, fast in der Mitte verlaufender Querfurche, die 
beim Holotypus mitten sogar obsolet ist. 

Der Holotypus befindet sich im Deutschen Entomologischen 

Institut. 1 Exemplar der Art fand sich unter den 5 Cotypen von 
FH. clavıcornis Oberth. im Pariser Museum. 

Die Art ist durch breit-elliptische Gestalt und breitovale 
Antennenkeule gegenüber den nächstverwandten Arten besonders 
gekennzeichnet. 


Hyperhagus eayennensis (Dej. Cat. 1837, p. 144) Thoms. (Ann. 
Soc. Ent. France 1860, p. 30.) 


Urbeschreibung: „Patria: Para. — Long. # mill.; lat. 23/, mill. — Tab. 3, 


6% r 
Oo . 
118. I. 


nitidus, glaber, antennae, palpi, epipleura, pedesque rubro- 
brunnea. Caput confertim punctulatum. Prothorax transversus, antice rotundatus 
et angustior, angulis postieis paulum sparsim punctulata, pars reflexa tenuissime 
squamulosa. Scutellum triangulare. Eiytra elliptico-ovalia, prothorace quasi triplö 
longiora, seriebus 22 puncterum instructa, antice his punctis validissimis, dein 
laevissimis, inter has series obsoletissime punetulata, antice prope suturam longi- 
tudinaliter et breviter canaliculata: epipleura laevia. Sternum abdomenque latera- 
liter sguamulosa, in medio tenuissime punctulata. Abdominis segmentum ultimum 
simplice lunatum. Pedes tenuissime et sparsim punctulati. 

Golore et elytris antice validissime punctatis, praecipue differt.“ 

Länglich elliptisch, lackglänzend schwarz, vorn etwas auf- 
gehellt, stark gewölbt, auch der Halsschild. Dieser gerundet ver- 
engt und spärlich fein punktiert, Scutellum sehr klein, breit-herz- 
förmig. 3 erste Punktreihen schwach halbmondförmig vergrößert, 
übrige äußerst fein, entfernt punktiert, 10. und 11. völlig obsolet. 
Der Diskus unterbricht 6 Reihen. Falsche Epipleuren langgestreckt 
stärker verbreitert. Epipleuren breit, allmählich verengt. Anten- 
nenkeule breit oval. Augen stark verrundet, reichen etwa in halbe 
Höhe der Kinnkerbe. 

‚Prosternum vorn breit, abgestutzt verrundet entenschnabel- 
förmig. Mesosternum mittellang, vorn flach konkav. Metasternum 


H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [124] 3 


| 

‚vorn kuppelförmig, ausgebogt gerandet, Tibialfurchen aus kurzen 
'Strichen, vorn schräg, hinten mehr quer gerichtet. 

/ Abdomen nach hinten zunehmend feiner punktiert. Anal- 
'furche etwas dem Vorderrand des Segments genähert. 

Von den 3 Cotypen im Museum Paris erkläre ich das von 
Thomson durch Namenszettel und Literaturangabe hervorgeho- 
bene c zum Leeto-Holotypus. Er hat ein besonders schmales Pro- 
sternum, bei einem Paratypus sind die Punktreihen etwas kräf- 
tiger. 

Mir lagen weitere Exemplare aus Französisch-Guyana, Para, 
Santarem und Trinidad vor. Die in der Sammlung Pic studierte 
Type von H. apicalis Pie erwies sich als identisch mit cayennensis. 


Hyporhagus apicalis Pic. (Melang. exot. ent. 62, 1933, p. 12.). 


Urbeschreibung: „Oblongus, antice et postice attenuatus, subconvexus, pa- 
rum nitidus, rufus, thorace medio brunneo, elytris nigris, ad humeros reducte et 
apice late rufo notatis, macula apicalis lateraliter remota; thorace parum breve, 
antice attenuato, minute sat dense punctato; scutello minuto; elytris thorace 
paulo latioribus, parum elongatis, lateraliter sinuatis, postice attenuatis, pro parte 
lineato-punctatis. Long. 4 mill. Guyane Francaise. — 

Peut se placer pres de laevepunctatus Ths., tres distinet par sa particuliere 
coloration. 

La var. submarginalis, de la Guyane anglaise, est plus fonc6e avec les elytres 
noirs ayant une bordure posterieure rousse.“ 


Hyporhagus amazonicus Pic. (Rev. Soc. Ent. Argent. T. V,N. 22, 
30. 11. 32, p. 107—108.) 


Urbeschreibung: „Forme plus ou moins oblongue ou allongee; tete rousse 
ainsi que le prothorax anterieurement et lateralement celui-ci parfois seulement 
un peu rembruni au milieu, plus court; @lytres moins larges, d’ordinaire un peu 
allonges, ä bande discale claire; dessous et pattes d’ordinaire testaceus. 

Prothorax A ponctuation fine et espacee; tete plus densäment ponctude; 
elytres plus bombes, ä ponetuation plus fine (un peu plus forte sur la base) et 
plus &cartee. Long. # mill. 

Amazones. amazonicus n. SP.“ 

Den Holotypus konnte ich in der Sammlung Pie studieren. In 
der Zeichnung entspricht er rufolineatus, ist aber kleiner und 
glänzender. Am Diskus sind nur 2 Reihen unterbrochen, die ersten 
davor grubig, die anderen sehr fein, am Rande obsolet. Halsschild 
halkkreisförmig, Basis verdunkelt, Seiten breit gerandet, flach und 
weit punktiert. Falsche Epipleuren lang und stark verbreitert. 

Augen breit verrundet, dringen weit über die halbe Höhe der 
Kinnkerbe nach innen vor. Prosternum fast rechteckig, hochge- 
wölbt, glatt, vorn schwach verbreitert. Mesosternum vorn nicht 


734 [125] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


ausgehöhlt, ziemlich lang. Metasternum kuppelförmig gerandet, | 
glati, vorn etwas bogig. Tibialpunkte schwach. Abdomen fein, et- 


was spärlich punktiert. Analfurche sehr fein, verläuft fast in der 
Mitte des Sternits. 

Möglicherweise ist amazonicus eine Subspecies von cayennen- 
sis. Auch disconotatus steht er sehr nahe. Außer der Type lag mir 
ein weiteres Exemplar aus Santarem vor. 


Hyperhagus suturalis Champ. (Biol. Oentrali-Amer. IV, 1, 1893, | 


Suppl. p. 571.) (Tafel XXVI, Fig. 1.) 


Urbeschreibung: „Elliptic, convex, very shining; rufous, the head, the man- 
dibies at the tip, the elytra with a broad sutural stripe and a common transverse 
basal patch, and sometimes the prothorax in the middle at the base, more or less 
piceous, the anterior margin of the prothorax yellowish; the antennae rufous, the 
club sometimes paler; the legs and under surface rufotestaceous. Head densely, 
rather coarsely punctate: antennae with a broad, 3-jointed club; prothorax trans- 
verse, rapidiy narrowing from the base, the sides sharply margined and very 
feebly rounded, the surface sparsely, minutely punctate, the punctures almost 
pbliterated towards the sides: elytra somewhat gibbous, declivous from about 
the basal third, feebly margined and moderately flexous at the sides, the latter 
slightly rounded, with rows of exceedingly minute punctures, which are com- 
pletely obliterated on the disc before the middle, become distinctly coarser to- 
wards the suture behind, and at the base are replaced by coarse shallow impres- 
sions, the interstices smooth and perfectly flat throughout; beneath almost 
smooth; mesosternal carina broadly, feebly arcuate in the middle; anterior tibiae 
not grooved along their upper face. 

Length 41/,—51/, breadth 21/, —31/, millim. 

Hab. Panama, Bugaba (Champion). 

Numerous examples. Allied to H. clavicornis, Oberth., from Ega, but very 
much larger than that insect, and also differing from it in various details.“ 


Scutellum schwach herzförmig, Halsschild-Vorderrand leicht 
konvex. Falsche Epipleuren stark verbreitert. Augen unten breit 
verrundet, dringen bis in die Nähe der Kinnkerbe vor, Grube ent- 
spricht der Form des Auges. 

Prosternalmitte entenschnabelförmig, spärlich, fein punk- 
tiert, Basis nur schwach konvex. Metasternalrand vorn kleinbogig 
ausgezackt. Tibialpartie fast glatt, nur eine Verlängerung der vor- 
deren Umrandung bildet eine grobe Furche. Tibialgrube selbst 
noch mit kürzeren Längslinien, sonst nur spärlich und feinst punk- 
tiert, Episternum etwas gröber. 

Abdomen fein, wenig dicht punktiert. 

Die Typen befinden sich im British Museum. Da mir verhält- 
nismäßig reiches Material dieser schönen Art vorlag, konnte ich 
‚einen Rassenkreis von 4 Subspecies erkennen, der sich von Costa 


N 


H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region 1 26] 2135 


Rica bis Bolivien erstreckt. Da die Art die einzige ist, bei der in 
' maturem Zustand wirklich scharf begrenzte und deutliche Schwär- 
' zungen auf gelbbraunem Grunde auftreten, lassen sich die Rassen 
leicht voneinander trennen. Bei der Nominatform verläuft die 
Grenze des parallelen Teiles des schwarzen Nahtstreifens dicht 


außerhalb der 3. Punktreihe, der Halsschild ist höchstens undeut- 


lich geschwärzt. Von ihr unterscheiden sich die übrigen Subspecies 


wie folgt: 


 H. suturalis costaricensis subsp. nov. (Tafel XXVL, Fig. 2.) 


Halsschild geschwärzt, abgesehen von der verbreiterten Basis 
verläuft der parallele Teil des schwarzen Nahtstreifens dicht 
außerhalb der 4. Punktreihe. Mesosternum kürzer, Unterseite ge- 
schwärzt, auch Schenkel und Tibien, sonst fein punktiert wie die 
Nominatrasse. Oberer Rand der falschen Epipleuren in der Mitte 
undeutlich. 


Holotypus, 5, und Allotypus, 9, von Costa Rica, Ebene Limon, 
Reventazon, Hamburgfarm, 10. IV. 26, leg. F. Nevermann, im U. S. 


National Museum. 


1 9 Paratypus vom gleichen Fundort und Sammler in der Zoo- 
logischen Staatssammlung in München. 


H. suturalis lateapicalis subsp. nov. (Tafel XXVI, Fig. 3.) 


Halsschild geschwärzt, schwarzer Nahtstreifen hinter der 
Mitte stark verbreitert. Unterseite hell. Mesosternum kürzer. Ab- 
domen etwas stärker punktiert. 

Holotypus, 9, von Peru, Satipo, IX. 1942, leg. Paprzycki, im 
U. S. National Museum. 


H. suturalis boliviensis subsp. nov. (Tafel XXVI, Fig. 4.) 


Halsschild und Elytren mit Ausnahme eines + breiten Ran- 
des geschwärzt. Scutellum kleiner, schlanker herzförmig. Falsche 
Epipleuren schmäler. Augen unterseits weniger weit zur Kinnkerbe 
vordringend. Unterseite dunkler braun und stärker skulptiert, bes. 


Tibialfurchen und Abdomen. 
Holotypus, 5, von Bolivien, Rio Beni, Huachi, leg. G. L. Har- 


rington, in der California Academy of Sciences, San Franeisco. 
Die Parameren des etwas schuhähnlichen Aedeagus sind sehr 

kurz, breit und einzeln verrundet, mit großer ventraler Konkavi- 

tät, in deren Mitte am Außenrand 5 sehr lange Borsten stehen. 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2, 1955 47 


736 [125] Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


Hyporhagus rufocinetus Pic. (Melanges exot.-ent. 20, 1916, p. 2.) 


Urbeschreibung: „Oblongo-elongatus, nitidus, glaber, niger aut nigro-pi- 
ceus, thorace elytrisque plus minusve rufo-cinctis, abdomine pedibusque rufes- 
centibus. Thorace parum breve, subdepresso, antice lateraliter impresso, minute 
et sparse punctato; elytris elongatis, antice et postice attenuatis, mediocre et 
sparse lineato-punctatis, ad suturam rufo tinctis. 

Long. 5,5 mill. Bresil. — 

Cette espece, tres distinete par sa coloration, peut se placer pres de H. 
castaneus Thoms.“ 

Halsschild lang, schwach gerundet verengt, sehr fein, gleich- 
mäßig, wenig dicht punktiert. Scutellum klein, herzförmig. 

Erste 4 Reihen vor dem Diskus halbmondförmig grubig, sonst 
fein und zum Rande noch feiner, 10. erkennbar, 11. obsolet. Dis- 
kus unterbricht 5 Reihen. 

Falsche und echte Epipleuren schmal. 

Augen breit verrundet, reichen fast bis in Höhe der Kinn- 
kerbe. Prosternum schmal zungenförmig, nach vorn verschmälert. 
Mesosternum mittellang, vorn seicht konkav. Metasternum vorn 
kuppelförmig, vorn stark sägezähnig ausgebogt gerandet. Anal- 
furche mittelbreit, parallel zum Hinterrand. 

Außer dem Holotypus in der Sammlung Pic konnte ich ein 
weiteres Exemplar von Rio de Janeiro studieren. 


9. laeviusculus-Gruppe. 


Hyperhagus laeviusculus Thoms. (Typi Monommidarum, Paris 


1878, p. 41.) 


Urbeschreibung: „Patria: Brasilia. — Long. 3 mill.; lat. 11/g mill. — Nigra, 
nidissima; caput brunneum: prothorax antice flavo-brunneus; elytra prope sutu- 
ram brunneo-rufa; corpus subtus pedesque brunnea. In hoc genere parva. Ovu- 
laris. Caput subtilissime et confertim punctatum. Prothorax antice subrectus, 
lateribus rotundatus, postice sinuosus, subtile et sparsim punctulatus. Scutellum 
triangulare, laeve. Elytra convexa, sublaevia, vero punctorum seriebus longitudi- 
nalibus minutissimis quasi inconspicius medio, circa suturam haud apparentibus, 
instructa, apice subrotundata. Corpus subtus pedesque veresimiliter quasi im- 
punctata, sed nobis invisae. 

Obs. Statura parvissima, habito punctulationeque speciebus caeteris valde 
differt.“ 


Den Holotypus von Caravellas konnte ich im Museum Paris 
studieren. Er ist ziemlich schwach punktiert. Die ersten Reihen vor 
dem Diskus grubig, erste Punkte zugleich parallel der Basis gereiht, 
1.— 3. Reihe am Diskus unterbrochen. Vor dem etwas aufgehellten 
Diskus eine leichte Querimpression. 


H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [128] 73T 


Halsschildseiten fein gerandet, stark, fast gerade verengt, Ba- 
sis etwas schmäler als Elytrenbasis. Scutellum klein, dreieckig ver- 
rundet. Falsche Epipleuren ziemlich lang mäßig verbreitert, kaum 
punktuliert. 


Augen dringen nur wenig auf die Unterseite vor, breit ver- 
rundet, ohne verlängerte Grube. Prosternum lang und schmal 
zungenförmig, fast unpunktiert. Mesosternum mittellang. Meta- 
sternallinie vorn verwischt mit angedeuteten Bögen. Tibialpartie 
mehr längspunktiert, nur in der Grube selbst liniert. Mesosternum 
ziemlich kurz und grob skulptiert. Metasternum glatt, mit verstreu- 
ten Punkten. Abdomen mittelstark punktiert, zur Mitte sehr fein. 


Die in der Sammlung Pic studierte Type von H. punctatus Pic 
erwies sich als Synonym zu laeviusculus. 


Hyporhagus punctatus Pic. (Revista d. 1. Soc. Ent. Argent. T. V., Nr. 22, 1932, 
p. 108.). 


Urbeschreibung: „Elongatus, antice et postice attenuatus, nitidus, glaber, 
parum convexus, pro majore parte rufus. 

Allonge, retreci aux deux extr@mites, brillant, glabre, un peu convexe, ä 
coloration g@n@rale rousse. T&te a ponctuation moyenne et rapprochee; prothorax 
pas tres court ni large, retr&ci en avant, ä ponctuation mediocre ou fine, &cartee, 
roux, plus clair sur le bord anterieur; €cusson tres petit: @lytres A peine plus 
larges que le prothorax, subarques sur les cotes, attenues posterieurement, pas 
tres longs, un peu convexes, ornes de rangees de points, ceux-ci plus gros ant£ri- 
eurement, intervalles presque imponetues. Long. # mill. 

Bresil: S. Antonio (coll. Pic). 

Voisin de H. ruficollis Pic, s’en distingue, ä premiere vue, par la plus forte 
ponctuation des @lytres et ces organes moins fonces.“ 


Hyporhagus ferrugineus Champ. (Biol. Centrali-Amer. IV, 1, 1893, 
Suppl., p. 571.) (Tafel XXV, Fig. 9, und XXVl, Fig. 
5a, b.) 


Urbeschreibung: „Elliptic, convex, rather narrow, shining, ferruginous, the 
prothorax of a yellower and more dilute colour; the antennae ferruginous, the 
legs and under surface rufo-testaceous. Head very densely, finely punctate; an- 
tennae with a stout, 3-jointed club; prothorax rather elongate, not much broader 
than long, rapidly and obliquely narrowing from the base, the sides finely mar- 
gined, the surface very finely, somewhat thickly punctate, the disc with a 
smooth narrow median space; elytra a little rounded at the sides, the latter very 
finely margined and feebly flexuous, with rows of fine, distinet punctures, these 
punctures being obliterated on the disc before the middle, becoming evanescent 
towards the suture and apex, and replaced at the base by coarse, shallow impres- 
sions, the interstices smooth and perfectly flat; beneath almost smooth; the meso- 
sternal carina feebly arcuate at the middle; tibiae rather narrow, the anterior 
pair not grooved along their upper face. 


46* 


738 1 29] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Length 23/,—31/, breadth 11% —13/, millim. 

Hab. Panama, Volcan de Chiriqui 2000 to 3000 feet (Champion). 

Numerous examples. A very small, narrow species, the elytra entirely 
ferruginous, the thorax yellowish, the upper surface very shining, the legs 
rather slender. 

H. jerrugineus is of about the same length as H. clavicornis, but is narrower 
than that insect.“ E 

Kopfpunkte ziemlich kräftig, Thoraxpunkte feiner, besonders 
vorn. Halsschildvorderrand breit durchscheinend bernsteingelb, 
fast gerade, Ecken vollkommen verrundet. Schildchen herzförmig. 

Augen breit verrundet, dringen nur wenig auf die Kopfunter- 
seite vor, ohne verlängerte Grube. Prosternalmitte lang zungen- 
förmig, nach vorn schwach verengt, fast glatt, hinten leicht kon- 
vex. Mesosternum entsprechend, nur Seiten rippig. Hinter den Mit- 
telhüften mit halbmondförmigen Grübchen, die hinteren teils 
kommaförmig verlängert, sonst nur spärlich fein punktiert. 

Abdomen fein, aber deutlich, nicht dicht punktiert, Anal- 
furche sehr fein, etwa in der Mitte des Sternits. 

Parameren etwas gekrümmt muschelschalenförmig, mit klei- 
ner ventraler Konkavität, in der sehr lange Borsten stehen, klei- 
nere an der äußeren Rundung vor dem Apex. 


Die Typen der Art befinden sich im British Museum. 


Hyporhagus panamensis spec. nov. (Tafel XXV, Fig. 2.) 


Patria: Panama. 

2,5—2,8x 1,4—1,6 mm. 

Oval-länglich, glänzend, glatt, gelbbraun. 

Kopf fein und dicht + querrunzlig punktiert, insbesondere am 
Vorderrand. Halsschild etwas trapezförmig, nicht doppelt so breit 
wie lang, gleichmäßig, schwach gerundet, stärker verengt; etwas 
entfernt, mäßig grob punktiert, zur Mitte schwächer, neben dem 
Seitenrand obsolet, nicht gekehlt. Seitenrand mäßig breit, Scu- 
tellum klein, herzförmig. 

Elytren kaum verengt, Punktreihen vor dem Diskus halb- 
mondförmig grubig vergrößert. Diskus unterbricht 4—5 Reihen 
+ deutlich. 9. meist erkennbar, 10. und 11. völlig obsolet. 

Falsche Epipleuren ziemlich schmal, Epipleuren etwas breit, 
in der Apexrundung verschmälert. 

Antennen mit 3gliedriger, ziemlich großer, etwas einseitig 
ovaler Keule. ah 

Augen sehen nur wenig unter den in die Antennenfurche ein- 
gelegten Fühlern vor und sind breit verrundet. 


H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [130] 739 


Prosternum zungenförmig, schlank, Basis etwas breiter. Meso- 
' sternum mäßig lang, Metasternum kuppelförmig. Tibialgruben- 
partie spärlich seicht punktiert — längsrissig. | 

Abdomen sehr fein punktiert. Analfurche verläuft als feine 
_Querlinie etwa in der Mitte des letzten Sternits und ist im mitt- 
 leren Teil zuweilen obsolet. 
Holotypus, 5, von Las Cruces, C. Z., Panama, 4. II. 1911, leg. 
_E. A. Schwarz, Allotypus, 9, und ein © Paratypoid von Bobio, 
C. Z., Panama, 7. II. 1911, leg. E. A. Schwarz, im U. S. National 
Museum. 

Ein weiteres Paratypoid vom selben Fundort in der Zoologi- 
schen Staatssammlung in München. 

Die Art ist wohl verwandt mit elegantulus, durch die Form 
des Halsschildes und die halbmondförmig grubigen ersten Punkt- 
reihen aber deutlich verschieden. 


Hyporhagus elegantulus spec. nov. 


Patria: Panama. 

2,9x 1,6 mm. | 

Langoval, nach vorn verengt, glänzend, glatt, braungelb. 

Kopf ziemlich dicht, fein, am Vorderrand rinnig punktiert 
und aus den Punkten — deutlich behaart. 

Halsschild nicht doppelt so breit wie lang, vorn schwach kon- 
vex, Seiten deutlich gebogen mäßig verengt, im hinteren Drittel 
annähernd parallel, mitten spärlich und obsolet punktiert, seitlich 
gröber grubig, vor dem Seitenrand wieder obsolet, nicht gekehlt, 
Seitenrand selbst ziemlich breit. 

Scutellum klein, etwas breit herzförmig. 

Elytren nicht verengt, Punktreihen an der Basis deutlicher, 
aus runden, entfernteren Punkten, nach hinten und zum Rand 
obsolet. Diskus unterbrieht 3 Reihen, die 4. schwächer. 9. sehr 
schwach, 10. und 11. völlig obsolet. Falsche Epipleuren ziemlich 
schmal, Epipleuren etwas breit, erst am Apex stärker verengt. 

Antennen mit etwas einseitig ovaler Sgliedriger Keule. 

Augen dringen nur wenig unter den eingelegten Antennen 
vor, breit verrundet. 

Prosternum zungenförmig, parallelseitig, Basis etwas verbrei- 
tert. Mesosternum mäßig lang, Metasternum kuppelförmig. Tibial- 
linien etwas kurz längs- bis schrägrissig. | 


Abdomen nur sehr fein punktiert, etwas dicht bewimpert. 


740 [131] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Analfurche verläuft als feine Querlinie etwa in der Mitte des | 
letzten Sternits. | 

Holotypus, 2, aus La Chorrera, Panama, 13. V. 1912, leg. Aug. 
Busck, im U. S. National Museum. | 

Auf die Unterschiede gegenüber dem nahe verwandten pana- 
mensis wurde dort bereits hingewiesen. 


Hyporhagus bolivianus spec. nov. (Tafel XXV, Fig. 13.) 


Patria: Bolivien. 

3,4x 2,1 mm. 

Länglich-oval, schwach verengt, glänzend, braun, gewölbt. 

Kopf ziemlich kräftig und dicht punktiert, vorn etwas quer 
zusammenfließend. 

Halsschild nicht ganz doppelt so breit wie lang, nicht sehr 
stark, aber ziemlich gerundet verengt, fein abgesetzt breit geran- 
det, etwas zerstreut fein punktiert, zum Rande kräftiger und dich- 
ter, aber nicht runzlig. 

Schildchen vorn verrundet keilförmig. 

Elytren mit mäßig kräftigen Reihen entfernt stehender Punk- 
te, erste 4 etwas grubig, die 1. endet mit nur 2 halbmondförmigen 
Punkten vor dem Diskus, die 2.—4. am Diskus + abgeschwächt, 
biegen aber seitlich nicht aus. 10. und 11. fast völlig obsolet. 

Spärliche Intervallpunktur ist nur zwischen den äußeren Rei- 
hen erkennbar. 

Falsche Epipleuren mäßig breit. Epipleuren bis in die Nähe 
der Apexrundung breit. 

Antennenkeule kurzoval-dreieckig. 

Augen dringen kaum auf die Unterseite des Kopfes vor. 


Prosternum breit entenschnabelförmig, seicht, aber deutlich 
und ziemlich dicht punktiert, Basis leicht konvex. Mesosternum 
mittellang. Metasternum kuppelförmig, vorn ausgebogt gerandet, 
Mittellinie kaum angedeutet. Tibialpartie punktgrubig, groß und 
dicht, schräg geordnet. 

Abdomen dicht, fein und seicht punktiert. Analfurche in der 
Mitte obsolet, praktisch in zwei seichte seitliche Rinnen getrennt, 
die sich auf die vorderen Abdominalsternite fortsetzen. 

Holotypus, 5, von Huachi, Dept. La Paz, Bolivien, VI. 1925, 
leg. G. L. Harrington, befindet sich im U. S. National Museum. Die 
Art steht laeviusculus nahe, ist aber breiter oval, hat etwas breitere 
falsche Epipleuren, breiteres Prosternum, seitlich stärker gerun- 


H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [132] 741 


deten Halsschild, schlankeres Schildchen, deutliche seitliche Anal- 


furchen. 


Hyporhagus peruensis spec. nov. 


Patria: Peru. 

3,0x 1,7 mm. 

Oval, glänzend, glatt, rotbraun mit hellerem Halsschildvor- 
derrand. Kopf mittelstark, etwas dicht, vorn querrunzlig punktiert. 

Halsschild nicht ganz doppelt so breit wie lang, vorn konvex, 
Seiten schwach gebogen, gleichmäßig verengt, etwas kräftig punk- 
tiert, zur Mitte und besonders zum Seitenrand feiner bis fast obso- 
let. Scutellum klein, herzförmig. 

Punkte der Elytrenreihen fein und etwas entfernt. Erste 3 
Reihen vor dem Diskus halbmondförmig grubig. 10. und 11. ob- 
solet. An Stelle der Punkte sind bei der 10. und 11. dunkle Räume 
der Elytreninnenstruktur erkennbar. Der Diskus unterbricht 4 
Reihen. Intervalle kaum erkennbar punktiert, am Rande deut- 
licher. 

Falsche Epipleuren mäßig breit, allmählich verlaufend. Epi- 
pleuren breit, erst am Apex stärker verengt. 

Antennenkeule oval. 

Augen dringen unterseits bis auf halbe Höhe der Kinnkerbe 
nach innen vor. 

Prosternum breit entenschnabelförmig, stark glänzend. Me- 
sosternum mäßig lang. Metasternum breit kuppelförmig, vorn aus- 
gebogt gerandet, hinten deutlich fein punktiert. Tibiallinien leicht 
schräg, mäßig lang, nach hinten aufgeteilt. 

Abdomen fein eingestochen punktiert, die einzelnen Sternite 
hinten dichter. Analfurche obsolet, höchstens in den äußeren Win- 
keln des Sternits angedeutet. 

Holotypus, 5’, Allotypus, 9, und 5 Paratypoide von Satipo, 
Peru, leg. Paprzycki, in verschiedenen Monaten der Jahre 1941 und 
1942 gesammelt, im U. S. National Museum. 2 Paratypoide vom 
gleichen Fundort in der Zoologischen Staatssammlung. 

Die Art ist äußerlich fanamensis ähnlich, hat aber größere 
Augen und breiteres Prosternum, verwandtschaftlich steht sie bo- 
livianus näher. 


Hyporhagus gounellei Pic. (Rev. Soc. Ent. Argent. T. V, Nr. 22, 
30. 11. 32, p. 100.) 


Urbeschreibung: „Tete foncee; prothorax noir, borde de roux en avant; 
elytres franchement noirs. 


742 [133] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Epipleures noirs; @lytres non &largis A la base et non progressivement atte- 
nues en arriere. Long. # mill. gounellei.n. sp. 

Epipleures roux; @lytres larges anterieurement et progressivement attenues 
posterieurement. Long. 3—5 mill. grandjeani n. sp.“ 

Im Vorwort zu diesen Beschreibungen heißt es: ‚‚Plusiers especes nouvelles 
bresiliennes, de ma collection, voisines de Hyporhagus obliteratus Chp. (ponctua- 
tion des @lytres particuliere, ces organes &tant peu et finement ponctues post£ri- 
eurement, fortement ponctues sur la base) se reconnaitront entre alles ä l’aide 
du synopsis suivant (qui permettra de les distinguer plus facilement qu’ä l’aide 
de descriptions separ£es).“ 

Länglich elliptisch-oval, nach vorn und hinten etwa gleich 
leicht verengt, schwarz, glänzend, Halsschildvorderrand breit 
bernsteinfarbig aufgehellt. | 


Kopf kräftig und dicht punktiert, vorn querrunzlig, hinten 
angedeutet querreihig. 


Halsschild nicht doppelt so breit wie lang, mittelstark und 
etwas dicht punktiert, seitlich feiner, bis zum Seitenrand gleich- 
mäßig herabgewölbt, hinter den Vorderecken flach eingedrückt, 
nach vorn mäßig und nur schwach gerundet verengt. 


Scutellum sehr klein, in länglich dreieckiger Aussparung. 


Punktreihen vor dem Diskus grubig, nach hinten und außen 
fein. Diskus unterbricht 4 Reihen. 10. und 11. obsolet. Spärliche 
feinste Intervallpunkte erkennbar. Falsche Epipleuren in der 1. 
Hälfte etwas verbreitert. Epipleuren breit, allmählich nach hinten 
verengt. Augen reichen unterseits gut bis zur halben Höhe der 
Kinnkerbe nach innen. 


Prosternum zungenförmig, mit breiter, leicht konvexer Basis, 
Mesosternum mittellang, vorn seicht konkav. Metasternum kup- 
pelförmig gerandet, vorn klein ausgebogt. Tibialfurchen spärlich, 
seicht und kurz längsrissig, hinten punktgrubig. 


Abdomen sehr fein, mäßig dicht punktiert, zum Intercoxal- 
tortsatz kräftiger. Analfurche in der Mitte obsolet, seitlich als. 
feine Linie erkennbar. Die Reduktion kann + stark sein. 


Den Holotypus konnte ich in der Sammlung Pic studieren. 
Weiter lagen mir vor ein Paratypus von Bresil (Minas), Serra de 
Diamantina, und zahlreiche Exemplare von Rio de Janeiro, Bahia, 
der iiha Santo Amaro near Santos und allgemein Brasilien. 


Von dem sehr ähnlichen laeviusculus unterscheidet sich. die 
Art durch die bis auf halbe Kinnkerbenhöhe vordringenden Augen, 
die bei laeviusculus gerade noch unter den eingelegten Antennen 
vorsehen. 


——— ee h 


H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [134] 743 


| Hyporhagus grandjeani Pic sehe ich nach Vergleich der Typen als Synonym 
zu gounellei an. Die Urbeschreibung habe ich bei dieser Art mit aufgeführt, da 
beide an derselben Stelle veröffentlicht worden sind. 


10. elavicornis-Gruppe. 


Hyperhagus clavicornis Oberthür. (Goleopterorum Novitates T. le, 
le, Livraison 1883, p. 44-45.) (Tafel XXVII, Fig. 12a, b.) 


Urbeschreibung: „Nitidissimus, castaneo-rufus, late ad suturam et ad basin 
prothoracis aliquando et confuse obscurior; antennae apice dilutiores, tribus ulti- 
mis articulis clavam subito dilatatam formantibus. Corpus regulariter ovale, con- 
vexum. Caput dense et sat subtiliter punctulatum, haud nitidum. Prothorax trans- 
versus, tenuiter marginatus, subtilissime et haud valde dense punctulatus, angulis 
anticis obtusatis, haud productis, posticis ut rectis, basi media sinuatus. Elytrae 
seriebus punctorum impressorum basi grossorum, subito tenuissimorum post 
quintam anticam partem minutae, et ante apicem evanescentium, suturalibus 
magis quam caeteri basi impressis. Scutellum minutum, triangulare. Ultimum 
abdominis segmentum late unilunatum. 

Long.: 32/3; lat.: 21/3 mill. 

Tres luisant, d’un rouge chätain, quelquefois largement noirätre a la suture 
et sur le disque prothoracique. Antennes plus claires a l’extr@mite qui est formee 
par une massue tres large et subitement dilatee. Corps rögulierement ovale, con- 
vexe. Tete densdment ponctude; prothorax transversal, finement reborde, ses 
angles anterieurs arrondis, @mousses, non saillants; les posterieurs droits; arrondi 
a sa base en son milieu; son disque pourvu d’une ponctuation tres fine, mais pas 
tres dense. Elytres subovalaires, munies de points ranges en lignes longitudinales, 
points qui, gros ä la base des Elytres, deviennent brusquement fins A partir du 
einquieme anterieur, pour disparaitre peu ä peu ensuite et graduellement jusque 
vers l’extr&mite. Les series de points situces les plus pres de la suture plus fortes 
ä la base que les autres. Ecusson petit, triangulaire. Dernier segment abdominal 
muni d’une lunule simple. 

Cette espece dont M. de Mathan m’a envoy@ quatre exemplaires qu’il 
avait captures a Ega, est remarquable par sa petite taille, le plus petit exemplaire 
ne mesurant que 21/, mill. de longueur. Elle est aussi tres particuliere par ses 
antennes dilatees en massue brusquement et plus fortement que dans ses con- 
generes, et par la structure toute späciale des series de points longitudinales, qui 
constituent la sculpture de ses @lytres.“ 


Unter den 5 Cotypen in der Sammlung Oberthür des Pariser 
Museums befanden sich 3 verschiedene Arten, 2 clavicornis, 2 
oberthüri spec. nov. und 1 disconotatus Pic. Das von Oberthür 
durch Namensetikett hervorgehobene Exemplar bestimmte ich 
zum Leeto-Holotypus. Die Art ist ausgezeichnet durch lang- 
gestreckte Keule, breitovale Gestalt, flache, große Augengrube, 
die von den Augen nur etwa zur Hälfte gefüllt wird, durch fast 
rechteckiges Porsternum, dessen Seiten nur angedeutet konkav 
sind, breit ausgebuchtetes, kurzes Mesosternum und .kuppelförmig,, 


744 [135] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


vorn ausgebogt gerandetes Metasternum. Die Tibiallinien - sind 
lang und schräg, die äußerste umrandet die Grube. Analfurche | 
deutlich und etwas breit. Der Diskus unterbricht 4—5 Punkt- 
reihen. | 

Von Panama lag mir eine länglichere verengte Subspecies 
mit breiterem Scutellum und Prosternum vor, deren Diskus 6 
Punktreihen unterbricht. . . . . . . subsp. latediscus nov. 

Holotypus, 1 9 aus Panama, Barro Colo Insel, 11. II. 1929, leg. 
S. W. Frost, befindet sich im U. S. National Museum. 


Hypeorhagus minutus Pic. (Mel. exot. ent. 62, 1933, p. 12—13.) 
(Tafel XXV, Fig. 6.) 


Urbeschreibung: ,„Subovatus, parum convexus, subnitidus, rufus, elytris 
nigris, ad humeros et apice rufo maculatis; thorace parum breve, sat lato, antice 
attenuato, mediocre parum dense punctato; scutello minute, nigro; elytris sat 
latis et brevibus, postice attenuatis; lineato-punctatis, punctis postice minutis. 
Long. 3 mill. Bresil. — 

Espece caracterisee par sa petite taille jointe aA ses Elytres ayant chacun 
deux macules rousses.“ 


Etwas breitoval, Halsschild doppelt so breit wie lang, fast ge- 
rade verengt, etwas flach, mäßig groß und wenig dicht punktiert, 
der breite Seitenrand in den ersten beiden Dritteln flach gerillt. 
Scutellum breit dreieckig herzförmig. 

2 erste Reihen vor dem Diskus halbmondförmig grubig. Dis- 
kus unterbricht 3—4 Reihen. Punktreihen alle deutlich, nur 11. 
völlig obsolet. 

Augen breit verrundet, dringen über die halbe Höhe der 
Kinnkerbe nach innen vor. 

Prosternum fast gleichbreit entenschnabelförmig, Mesoster- 
num kurz, vorn breit ausgebuchtet, Metasternalmitte breit geran- 
det, vorn schwach gezackt, mit angedeuteter Mittellinie. Tibial- 
linien schräg, + lang und fein. 

Falsche Epipleuren stark verbreitert, Epipleuren breit, erst 
am Apex stärker verengt. 

Analfurche parallel zum Hinterrand. 

Den Holotypus konnte ich in der Sammlung Pic studieren. 
Die Art ist ähnlich quadrimaculatus gefleckt, aber viel kleiner. 


Hyporhagus mülleri spec. nov. 


Patria: Panama. 


2,7x 1,6 mm. 


H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [136] 745 


Länglich oval, schwach verengt, dunkelbraun, nach vorn et- 
was heller, glänzend, gewölbt. 

Kopf etwas dicht, mäßig stark, deutlich getrennt punktiert. 
Halsschild groß, nicht doppelt so breit wie lang, mäßig gerundet 
verengt, fein gerandet, nicht gekehlt, wenig dicht, etwas groß aber 
flach, zum Rande feiner punktiert. Scutellum dreieckig. Elytren- 
reihen vor dem Diskus grubig, 1. hat nur 2—3 große Punkte und 
endet vor dem Diskus, 2. und 3. breit unterbrochen, Reihen zum 
Rande sehr fein, 10. und 11. völlig obsolet. Ohne erkennbare Inter- 
vallpunktulierung. Falsche Epipleuren im 1. Drittel breit. Epi- 
pleuren bis weit zum Apex hin breit. 

Antennenkeule groß, oval. 

Augen verrundet, dringen bis auf halbe Höhe der Kinnkerbe 
nach innen vor. 

Prosternum vorn und hinten etwa gleichbreit entenschnabel- 
förmig, vorn abgestutzt, Basis deutlich konvex. Mesosternum kurz, 
vorn schalenförmig ausgebuchtet, fast glatt. Metasternum breit 
kuppelförmig, von der Mitte nach hinten mit Mittellinie. Tibial- 
linien außenkonvex längsgerichtet. 

Abdomen fein, mäßig dicht punktiert. Analfurche schmal, 
parallel zum Hinterrand. 

Holotypus, %, aus Panama, Collection Clemens Müller, in der 
Zoologischen Staatssammlung München. Dem Andenken Clemens 
Müllers gewidmet, dessen wertvolle Goleopterensammlung 1902 an 
die Zoologische Staatssammlung kam. 

Die Art steht verwandtschaftlich lateminimus am nächsten, 
ist durch den großen, wenig verengten Halsschild gut charakteri- 
siert. 


Hyperkagus oberthüri spec. nov. (Tafel XXVII, Fig. 13a, b.) 


Patria: Amazonas. 

3,0x 1,8 mm. 

Oval-elliptisch, hinten schwach verengt, braungelb, glatt, 
schwach glänzend. 

Kopf kräftig, vorn querrunzlig punktiert. Die Antennenkeule 
ist im Gegensatz zu clavicornis elliptisch-oval. 

Halsschild doppelt so breit wie lang, fein und spärlich, in der 
Mitte und am Seitenrand fast obsolet punktiert, schwach gebogen 
verengt, Vorderecken verrundet, die vorderen 2/3 der Seiten kräf- 
tiger gerandet, hinten fein. 

Scutellum etwas breit dreieckig-herzförmig. 


746 [137] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Erste 3 Punktreihen vorn halbmondförmig grubig, vom Dis- 
kus unterbrochen, übrige gleichmäßig fein, entfernt punktiert. 10, 
und 11. obsoiet, nur bei hellen Exemplaren als dunkle Punkte 
(— durchscheinende Lufträume zwischen den Elytren-Membhra- 
nen) angedeutet. Ohne Intervallpunktierung. 

Falsche Epipleuren im 1. Drittel breit. Ppiplay erst zum 
Apex stärker verengt. 

Augen dringen unterseits bis in Höhe der Kinnkerbe vor. 

Prosternum mittelbreit zungenförmig, Basis konvex. Meso- 
sternum kurz, breit und tief ausgebuchtet. Metasternum kuppel- 
förmig, vorn + deutlich kleinbogig gerandet. Tibiallinien leicht 
schräg, lang, nach hinten etwas fächerartig auseinanderlaufend 
und mit länglichen Zwischenpunkten durchsetzt. 

Abdomen dicht und fein punktiert, Intercoxalfortsatz spär- 
licher und feiner. Analfurche breit, parallel zum Hinterrand. 

Tarsenkiel auf der Vordertibie parallel zum Innenrand. 

Penis lang, flach nadelförmig, Spitze nach oben umgebogen, 
Parameren fingerförmig, schwach dorsoventral gekrümmt, mit 
kräftigen Borsten am Äußenrand. 

Holo- und Allotypus, 5 und 9, von Teffe (Ega) Amazonas, 
M. de Mathan, 1. Trimester 1879, befinden sich im Museum Paris. 
Sie steckten unter der Typenserie von clavicornis Oberth. 

Die Art ist schlanker als clavicornis, hat eine breitere, oval- 
elliptische Fühlerkeule und größere Augen, die bis in Höhe der 
Kinnkerbe vordringen. 


Hyporhagus tibialis spec. nov. (Tafel XXVIT, Fig. 11a, b.) 

Patria: Peru, Panama (eig. Subspecies). 

3,0—2,7x 1,9—1,7 mm. 

Oval, hinten leicht verengt, gewölbt, kastanienbraun, Hais- 
schild in der Mitte geschwärzt, ziemlich glänzend. 

Kopf etwas groß, getrennt punktiert und aus den Punkten 
bewimpert, nach vorn kleiner, querrissig. 

Halsschild doppelt so breit wie lang, mäßig gerundet, stark 
verengt, Seiten scharf breit gerandet, Mitte und Seiten obsolet, 
sonst spärlich und fein punktiert. 

Scutellum breit dreieckig, Seiten konvex. 


Elytren mit feinen, entfernt punktierten Reihen. 3 erste vorn 
grubig, die 1. endet vor dem Diskus, der die 2.—4. unterbricht. 
10. und 11. völlig obsolet. Bei hellem Exemplar sieht man, daß 


H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [138] 147 


unter jedem Reihenpunkt ein Elytralhohlraum liegt. Ohne Inter- 
vallpunktierung. 

Falsche Epipleuren im 1. Drittel stark verbreitert. Epipleuren 
bis in die Nähe des Apex breit. 

Antennenkeule groß, oval. 

Augen dringen in tiefer Grube breit verrundet bis über die 
' halbe Höhe der Kinnkerbe nach innen vor. 

Prosternum zungenförmig, vorn etwas abgeflacht, Basis breit 
konvex in das tief ausgekerbte, kurze Mesosternum eingesenkt. 
Metasternum breit kuppelförmig, vorn ausgebogt gerandet. Tibial- 
furchen fein und spärlich, lang und etwas schräg, die äußerste 
quer nach außen gewendet. 

Abdomen fein und dicht querrissig punktiert, nach vorn grö- 
ber und spärlicher. Analfurche parallel zum Hinterrand, schmal, 
setzt sich auf die vorhergehenden Sternite fort. 

Vordertibien nach vorn stärker verbreitert, oberseits mit 
wellenförmiger Kante als Begrenzung der Tarsenfurche. 

Holotypus, 5, von Peru, Satipo, Vil.— VIII. 1942, leg. Papr- 
zycki, befindet sich im U. S. National Museum. 

Das 7 hat kein rundliches Bärtehen am Kinn, sondern eine 
quere Borstenpartie. 

subsp. borealis nov. aus Panama ist schlanker oval, hat unge- 
schwärzten Halsschild, der knapp doppelt so breit wie lang ist. 
Kopf stärker und gleichmäßiger punktiert. Tibialfurchen dichter, 
kräftiger, aber kürzer. 

Holotypus von Panama, Porto Bello, 28. Il. 11, leg. E. A. 
Schwarz, befindet sich gleichfalls im U. S. National Museum. 


Hyporhagus notatieollis Pic. (Rev. Soc. Ent. Argent. T. V, N. 22, 
30. 11. 32, p. 108.) 


Urbeschreibung: „Tete rousse, prothorax roux, parfois fonce avec le devant 
et les cötes roux; Elytres marqu&s peu nettement de roux. 

Forme oblonge-allongee; prothorax un peu moins court et moins large; 
elytres plus long et moins fortement att@nu&s posterieurement; prothorax tan- 
töt roux concolores (forme Type), tantöt plus ou moins fonce sur le disque (var. 
notaticollis). Long. 4—4,3 mill. ruficollis n. sp.“ 

Einleitung zur Urbeschreibung bereits bei gounellei ange- 
führt, s. d. 

Der von Pic als brasilianische Art beschriebene Hyporhagus 
ruficollis entpuppte sich beim Studium der Type in der Sammlung 
Pic als identisch mit der indo-malayischen Art M. ra//rayi Thoms. 
Die sog. var. notaticollis dagegen ist eine brasilianische Art. 


748 [1139] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Beschreibung des Holotypus: Länglich-oval, dunkel schwarz- 
braun, Vorderrand des Halsschildes und Apex etwas heller. 

Halsschild doppelt so breit wie lang, deutlich, etwas dicht 
punktiert, besonders zum Rand, mäßig gerundet verengt. Scutel- 
lum klein, länglich-herzförmig. Punktreihen nicht grubig, auch 
hinten und seitlich deutlich, nur 10. schwächer. 1.—3. am Diskus 
unterbrochen. 

Auge groß, ziemlich breit verrundet, dringt nahezu bis in 
Höhe der Kinnkerbe vor. 

Prosternum fast rechteckig, Seiten leicht konkav, Basis fast 
gerade. Mesosternum mittellang. Metasternum kuppelförmig ge- 
randet, nicht kleinbogig ausgerandet. Tibiallinien lang und schräg. 
Punktierung des Abdomens in dessen Mitte konzentriert. 

Analfurche parallel zum Hinterrand. 

Falsche Epipleuren im 1. Drittel breit, Epipleuren breit, erst 
am Apex stärker verengt. 

Außer dem Typus lag mir eine Anzahl Exemplare von der 
Ilha Santo Amaro near Santos, Brasilien, vor. 


Hyperhagus attenuatus Pic. (Rev. Soc. Ent. Ärgent. T. V, N. 22, 
30. 11. 32, p. 108.) 


Urbeschreibung: „Tete rousse; prothorax roux, parfois fonce avec le devant 
et les cötes roux; @lytres marques peu nettement de roux. Forme oblonge-sub- 
cvalaire; prothorax un peu plus court et plus large; @lytres moins longs et plus 
fortement att@nues posterieurement. Long. # mill. attenuatus n. sp.“ 


Die Einleitung zu dieser aus einer Tabeile entnommenen Be- 
schreibung ist die gleiche wie die bei gounellei zitierte, da die Är- 
ten in der gleichen Veröffentlichung enthalten sind. 

Außer der Type konnte ich Material aus Brasilien, Sao Paulo, 
Jabaquara, Rio de Janeiro, der Ilha Santo Amaro near Santos und 
von British Guayana, Demara, studieren. 

Die Art ist sehr ähnlich cayennensis, hat längeres und stärker 
punktiertes Halsschild und längeres und schlankeres Prosternum. 


Hyporhagus minimus spec. nov. (Tafel XXVII, Fig. 17a, b.) 


Patria: Brasilien. 

2,4—2,0x 1,3—0,9 mm. 

Länglich oval, etwas verengt, dunkelbraun, glänzend. 

Kopf etwas dicht und kräftig punktiert. 

Halsschild doppelt so breit wie lang, Seiten schwach gebogen 
verengt, zur Basis fast etwas eingezogen, grob und wenig dicht 
punktiert, zum Rande etwas feiner. 


j 
| 
N 


H. Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [140] 749 


Seutellum breit dreieckig-herzförmig. 

Elytren mit 9 kräftigen Punktreihen, 10. und 11. obsolet. 
Erste Reihen vorn grubig. Die 1. endet mit 2—5 Punkten vor dem 
Diskus, der klein ist und höchstens noch die 3. unterbricht. 3. und 
4. Reihe wechseln in Höhe des Diskus plötzlich von grubigen zu 
ganz feinen Punkten, die aber meist deutlich bleiben. Reihen am 
' Apex etwas schwächer. Falsche Epipleuren breit. 

Antennen mit langgestreckter, Sgliedriger Keule. 

Augen dringen unterseits etwas keilförmig bis in halbe Höhe 
der Kinnkerbe nach innen vor. 

Prosternum etwas schlank, vorn und hinten etwa gleich breit, 
zwischen den Vorderhüften konkavseitig, Basis konvex. Mesoster- 
num kurz, vorn breit gerundet, ziemlich tief ausgebuchtet. Meta- 
sternum breit kuppelförmig und deutlich, etwas entfernt punk- 
tiert. Tibialfurchen kräftig, verlaufen in leichtem, außenkonvexem 
Bogen. 

Abdomen dicht und fein punktiert, Intercoxalfortsatz spär- 
licher und gröber. 

Analfurche_parallel zum Hinterrand, setzt sich auf die vor- 
hergehenden Sternite fort. 

Holotypus aus Rio de Janeiro, Brasilien, Coll. Fry, und 3 
Paratypoide vom gleichen Fundort sowie 1 von Bahia im British 
Museum. 2 Paratypoide von Rio de Janeiro in der Zoologischen 
Staatssammlung München. 

Diese kleinste Monommide ist verwandt mit attenuatus, un- 
terscheidet sich außer durch die geringere Größe besonders durch 
gröbere Punktreihen und weniger gerundete Halsschildseiten. 


Hyporhagus lateminimus spec. nov. (Tafel. XXVII, Fig. 13a, b.) | 


Patria: Brasilien. 

2.0—3,0x 1,3—1.8 mm. 

Oval, hinten leicht verengt, gewölbt, glänzend, ausgefärbt 
schwarzbraun mit breitem hellerem Halsschildvorderrand. 

Kopf mittelstark, + dicht, etwas querreihig punktiert, nach 
vorn feiner, aus den Punkten fein beborstet. 

Halsschild doppelt so breit wie lang, gerundet, nach vorn 
stärker verengt, + kräftig gerandet, ziemlich fein, wenig tief und 
etwas entfernt punktiert, gelegentlich zur Mitte etwas obsolet oder 
zum Rande feiner. 


Scutellum breit dreieckig mit konvexen Seiten. 


750 [141] Entom. Arbeiten aus dem Museum Ges. Frey, Bd. 6, 1955 


Elytrenreihen wenig tief, aber deutlich, 3 erste vorn grubig 
vergrößert und am Diskus unterbrochen, 10. und 11. völlig ob- 

solet. Intervallpunktulierung nicht erkennbar. | 

Falsche Epipleuren im 1. Drittel breit. Epipleuren bis nahe 
zum Apex breit. | 

Antennenkeule länglich oval. Augen reichen unterseits bis in 
halbe Höhe der Kinnkerbe oder etwas darüber. 

Prosternum + breit entenschnabel-zungenförmig, Basis breit 
und tief in das Mesosternum eingesenkt. Metasternum etwas ge- 
stutzt kuppelförmig, mit Mittellinie. Tibialfurchen länger oder 
kürzer, zur Mitte mehr längs, seitlich mehr schräg gerichtet. 

Abdomen etwas fein, + dicht punktiert. Analfurche schmal, 
parallel zum Hinterrand, auf die übrigen Sternite fortgesetzt. 

Die 5J' der Art haben wie minimus und andere kleinste Ver- 
treter der Familie kein ausgesprochenes Kehlbärtchen mehr, son- 
dern nur einige quergeordnete Börstchen auf dem Mentum, ähn- 
lich wie Aspathines sachtlebeni. Sie sind von den 92 äußerlich 
nicht sicher zu unterscheiden. 

Holo-, 5, und Allotypus, 9, von Rio de Janeiro, Coll. Fry, 
sowie 4 Paratypoide vom selben Fundort und von Bahia im British 
Museum. 2 Paratypoide von Rio de Janeiro in der Zoologischen 
Staatssammlung. 

Die Art ist ähnlich minimus, etwas breiter und größer mit 
größeren Augen. Sie ist etwas uneinheitlich, und möglicherweise 
habe ich darin heterogene Elemente vereinigt, die sich morpho- 
logisch an Hand des verhältnismäßig spärlichen Materials noch 
nicht deutlich trennen lassen. 1 Exemplar mit heller Körper- 
vorderhälfte, das nur längs der Naht verdunkelt ist, muß aber zwei- 
fellos als immatur angesehen werden, da alle Strukturelemente 
mit denen der ausgefärbten Exemplare übereinstimmen. 


3. Bestimmungstabelle der amerikanischen Monommidae. 


1’ Fühlerkeule 2gliedrig, Fühlerfurche hakenförmig; kleiner als 
3 mm, rundlich oval . . . . . Aspathines aeneus Thoms. 

a’ Analfurche schmal linienförmig oder erloschen . . b 

a” Analfurche breit (Brasilien, Paraguay) . : 

SS. sachtlehens noV. 
bh’ Penerchä Es Intervallpeuktulieriee an der Basis und 
am Diskus fast obsolet, ca. 3 mm ı (Haiti) Ba re 

. ssp. aeneus Thoms. 


lag 


22 


=>’ 


& 


9 


9’ 


9° 
10 


Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [1142] 751 


b” Punktreihen und Intervallpunktulierung an der Basis und 
meist auch am Diskus deutlich, ca. 2,5 mm (Yucatan, Key- 
Inseln, Mexiko, Panama, Guatemala) . ssp. ovatus Champ. 

Fühlerkeule 3gliedrig, Fühlerfurche gleichmäßig gebogen 2 

Analsegment mit je einer seitlichen, stark gebogenen Furche, 

nicht parallel zum Hinterrand gekrümmt . . 2... 

Analsegment mit einer Furche parallel zum Hinterrand, die 

in der Mitte unterbrochen oder völlig obsolet oder seitlich 

verbreitert sein kann . . . ER EHE 

Analfurchen nach innen konvex Bene Mier noromne) 4 

Analfurchen nach außen konvex (Gattung Obesomonomma) 5 

1. Punktreihe biegt dem Diskus seitlich nicht aus, kein Post- 

humeralkiel; breiter oval . . . . 2... M. convexum Pic 


° 1. Punktreihe biegt dem Diskus seitlich bogig aus, an Stelle 


der 10. Punktreihe im vorderen Drittel ein flacher Längs- 


wulst; schlanker oval . . . . .... M. colasi spec. nov. 
Elytren zwischen 9. und 10. Punktreihe mit flachem Längs- 
wulst . ©... .. . . ....0. bonvouloiri Thoms. 


Elytren im 10. Zw en ohne Längswulst. ; 
{ s OÖ. nitidipenne Pie 
Anslfurehe eitlsch le erweitert und vertieft, wirkt wie 
zwei mandelförmige Gruben, die in der Mitte nur durch eine 
schmale Spange verbunden sind A ee 
Antillemonomma lleksanıe gen. et spec. n. 
sche gleichmäßig schmal und nur zum Rande ver- 
schmälert, zuweilen in der Mitte oder fast ganz obsolet . 7 
Neben den Punktstreifen verlaufen z. T. kielförmige Leisten, 


am deutlichsten außerhalb der 9. Reihe . . ....9 
Neben den Punktstreifen verlaufen keine en Lei- 
sten =... era et) 
Augen auf der ee seite ne Kasfes nach“ innen durch einen 
ommatidienlosen Wulst begrenzt . . . . sen: WEG 
Augen auf der Unterseite des Kopfes En innen ohne 
Mauslstar 222.232, ER. 
Breiter elliptisch- am Del fast Be ekorteig erhöht, 
seidenglänzend . . . . Hyporhagus leechi spec. nov. 


Länger-oval, gleichmäßig ol mehr fettglänzend . 10 
Halsschild vorn stark gewölbt und verrundet, seitlich kaum 
abgeflacht, Punkte der 1. und 2. Reihe vor dem Diskus etwas 
vergrößert, 2. Reihe am Diskus unterbrochen 


. H. piceus ae 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 2 47 


732 


10” 


11’ 


12° 
122 
13’ 


n” 


15° 


14 
14” 
113% 
15” 


16° 


[143] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


N 
\ 


| 


Halsschild weniger gewölbt, seitlich etwas abgeflacht, 1. und 
2. Reihe vor dem Diskus nicht vergrößert, können sogar fast | 
obsolet sein, 2. Reihe am Diskus nicht unterbrochen . . 11 
1. und 2. Reihe überall deutlich, 2. der 1. genähert, Intervalle 


deutlich punktiert, Halsschildmitte kräftig . 
H. opaculus Le Con 


a) "Schlank rosa ker verengt ...: li -Insese 
a’ Breiter oval, weniger verengt . . . Be 
b’ Seidenglänzend, erste Punktreihen aus ne Kräfte 


Punkten ee Halbinsel) 
subsp. opaculus Con 


bh” Eerleleozend, erste Punktreihen aus runden, deutlichen 
Punkten (Texas) . . . 0.  subsp. vandykei nov. 
c’ Punktreihen aus länplichen schmalen, aber deutlichen 
Punkten (Sonora, Arizona) . . . subsp. malkini nov. 


c” Punktreihen aus breit-grubigen, sehr flachen, oft obso- 
leten Punkten, 6.—8. Reihe beiderseits mit feiner Costa 
(Südmexiko) . . . .. . subsp. duplocostatus nov. 


’ 1. und 2. Punktreihe + Sl Intervalle und Halsschildmitte 


äußerst fein punktiert, 2. Reihe in der Mitte zwischen 1. und 
3. gelegen, mindestens 6.—0. Punktreihe beiderseits mit glän- 
zender Rippe, die 9. und 10. außen gekieit 
Er kägt H. costulatus Thomd 
Ers ste 3 er eihen! aus Sen vergrößerten Punkten . 135 
Erste 3 Punktreihen aus feinen Punkten . . . 2... 14 
Seidenglänzend, Äugen dringen unterseits nur wenig unter 
den in die Furchen De Äntennen vor, größer (ca. 
4,3 mm) (Yucatan) . . . 0... H. yucatanus Thoms. 
Glänzend, Augen ragen unterseits keilförmig bis gut auf halbe 
Höhe der Kinnkerbe vor, kleiner (ca. 4 mm) (Brasilien) . 
H. rarus spec. nov. 


Schlankoval, gleichmäßig gewölbt . . . 2.2... 53 
Breiter oval, etwas bauchig gewölbt . . ..... 2 
Augen dringen unterseits + keilförmig zur Mitte vor . 16 


Augen dringen unterseits nicht über die Antennenfurche zur 
Mitte vor, sie sind einfach verrundet (Mexiko) . a: 

s H. durangoensis Champ, 
Algen ee nes keilfärzie, dringen nur bis auf halbe 
Höhe der Kinnkerbe zur Mitte vor, Halsschildseiten dichter, 
runzelig punktiert, 11. Punktreihe meist deutlich R- 
ET RN re . H. punctulatus Thoms. 


Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [144] 753 


16” 


172° 


a’ Erste Punktreihen aus kleinen Punkten, Prosternum vorn 
verbreitert (U.S.A.). . . . subsp. punctulatus Thoms. 
’ Erste Punktreihen aus vergrößerten Punkten, Prosternum 
entenschnabelförmig, vorn kaum verbreitert (Cuba, Bra- 
silien..Peru) . .... . . 0... subsp. anticeus nov. 
Augen länger, breiter dringen weit über die halbe 
Höhe der Kinnkerbe zur Mitte vor, Halsschildseiten entfern- 
ter, nicht runzelig punktiert, 11. Reihe obsolet 5 
H. fusciceps a 
Migen Ainsen um bis Bat Habe Höhe der Kinnkerbe nach 
innen vor und haben eine größere, nach hinten gerichtete, 
ommatidienlose Ecke in Höhe der Antennenfurche; die 2. 
Punktreihe ist vorn meist der 3. genähert; Halsschild in der 
Mitte feiner, an den Seiten gröber und stärker längsrunzelig 


lt Es N E® H. gilensis Horn. 
a’ Erste Prereiien fa ee RE N VER; 
a” Erste Punktreihen deutlich . . ... a: 


bh’ Halsschildseiten ziemlich gerade verengt, die Mitte des 
Halsschildes sehr fein punktiert, ebenso die Eiytreninter- 
valle (Utah, Nevada, California ohne Halbinsel, West- 
Arizona) . . . .  .. subsp. gilensis Horn 

b’’ Seiten des Elalesehildes Sn Bar gebogen verengt, seine 
Mitte sowie die Elytrenintervalle dicht und scharf ein- 
gestochen punktiert (Lower Ualifornia —= Ualifornische 
Halbinsel) . . . . 2... subsp. californicus nov. 

C Halsschild länger als die halbe Breite, Seiten meist gerade 
verengt, Prosternum entenschnabelförmig (Ost-Arizona, 
West-New-Mexiko, Nord-Mexiko: Sonora) 

i subsp. opuntiae Horn 

c Halsschild fast ana so breit wie lang, Seiten leicht 
gerundet, Vorderecken etwas nach unten eingezogen, an 
den Seiten grob längsrunzelig und meist in deren Mitte 
deutlich eingedrückt, Prosternum vorn verbreitert (Texas, 
Ost-New-Mexiko) . . . . .  subsp. texanus Linell 
Augen dringen etwas keilförmig über die halbe Höhe der 
Kinnkerbe nach innen vor, eine kleine ommatidienlose Ecke 
zur Antennenfurche hin ist kaum erkennbar, die 2. Punkt- 
reihe verläuft der 1. genähert, Halsschild stärker gebogen ver- 
engt, auch in der Mitte kräftig punktiert, seine Seiten weniger 
längsrunzelig punktiert und kaum eingedrückt (Texas, Äri- 
zoMa) > 2 2 2 22202... Pseudogilensis spec. nov. 


RN 7 
IN} 


47* 


794 


[145] Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


ea 


18° Elytren mit 4 helleren Fleckenmakeln (die der Schulter nic! | 
immer"deutlieh) a ern. EINE 


18” 
19° 


19° 


93) 


23» 


24’ 


Eiytren ohne hellere Hleckertnalela Be 20 
Größer (4—4,5 En Apikalmakel dicht Kine der Mitte 
BERN U RE ORT, Ä H. quadrimaeulatus Pie 
Kleiner (ca. 3 mm), Eiytrenenden hell, nur Naht dunkel 
ME N NarE H. minutus Pie 
Elytren mit hellereth al ER ERBE. SEN 
Elytren ohne helleren Rand, höchstens immature Exemplare 
zeigen eine vage Randaufhellung . . . ah Nee 
Elytren mit scharf abgesetztem, gleich bheiten Außenrand, 
Halsschild mehr gerade verengt . . . H.rufocinctus Pie 
Elytren mit unscharf abgesetztem, in der Mitte schmalerem 
Außenrand, Halsschild stark gerundet verengt 
EA; H. suturalis boliviensis subsp. nov. 
Henke mit eehant abgesetztem hellerem Längsstreif, der 
von der Inrenseite der Schulterbeule zur Spitze verläuft 23 
Eiytren ohne’ helleren Längsstreifen u an me 
Pünktreihen kräftig, Randreihen deutlich, Prosternum vorn 
ungerandet man, . . 2... H. rufolineatus Pie 
Punktreihen feiner, Fändröhen obsolet, Prosternum vorn ge- 
randet, fast rechteckig . . . . . . H. amazonicus Pic 
Rotgelb, mit einer + ausgebreiteten Schwärzung längs der 
Naht. £ . . HH. suturalis Chariel 
a’ Halsschild Höchstens Indewtlieh geschwärzt, die Grenzi 
des parallelen Teils des schwarzen Nahtstreifens verläuft 
dicht außerhalb der 3. Punktreihe (Panama) 
ssp. suturalis Chamad 
U Halsschild erößtenteils deutlich geschwärzt, die Schwär- 
zung längs der Naht reicht auch hinter dem Diskus über 
die 4. Pinlireihe hinaus .. TR. RE 


“ b’ Die Schwärzung verläuft vom Diskus zum N: parallel 


24’ 


zur Naht (Costarica) . . . . subsp. eostaricensis nov. 


'b’” Die Schwärzung ist seitlich stark erweitert . . ... ce 


c” Die Schwärzung ist am Diskus eingeengt und apical er- 


weitert (Peru) . . . . 2...  subsp. lateapicalis nov. 
” Die Schwärzung ae außer einem ungleich breiten 
Rand die ganzen Elytren (Bolivien) NEL ler. 3 
ee SERLHE subsp. boliviensis nov. 
Elytren einfarbig Sischäecns mit unscharfer Randaufhellung 
infolge Tanesliriie ee De 95 


| 27 
| 25” 
26° 
| 26” 
27 


\s 


29’ 


30’ 


30” 
31 
31 
32 


AN 7 


32" 


33° 


ax 2 


33° 


Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [146] 155 


Große Arten (6 mm und darüber) . . 2 2 2.2.2...26 
Kleinere Arten (5,5 mm und darunter) . . 2 .2..2...80 
Kurz-elliptisch, matt . . . . . HH. wittmeri spec. nov. 


Oval-breitoval, glänzend . . . . a 
Halsschild und Intervalle Bochelinzöndl wie rohen nur wenig 
dicht, sehr fein eingestochen punktiertt . . 2. .2.....28 


Halsschild und Intervalle zwar glänzend, aber ziemlich kräftig 
punktiert und daher weniger glatt wirkend . . . . 29 
Schlankoval, Halsschildseiten stark gebogen r 
H. aaheneı: oe 
> Breitoval, aelilderlen schwächer gebogen 
REHLS, Ar H. nitidus Gen. 
en hen etwa bis zur aiben Höhe der Kinnkerbe nach 
innen, mit größerem, ommatidienlosem, nach hinten gerichte- 
tem Dreieck in Höhe der Fühlerfurche, Halsschild an den Sei- 
ten runzelig punktiert und am Rande etwas gekehit 
dr H. wagneri Pic 
3; erhildseiten rescher gebogen, Punktierung und Rei- 
hen schärfer (Argentinien) . . . subsp. wagneri Pic 
° Halsschildseiten stärker gebogen, Punktierung und Ely- 
trenreihen unscharf, etwas grubig vertieft (Venezuela) 
ae : : subsp. caracasensis Pic 
Augen een bis i in "Höhe der Kinnkerbe, hinten mit einem 
nur schmalen ommatidienlosen Saum und kleinem Dreieck 
in Höhe der Fühlerfurche, Halsschildseiten abgeflacht, nicht 
runzelig punktiertt . . . 2.2... H. larssoni spec. nov. 
Prosternalmitte in der vorderen Hälfte ungerandet, 11. Punkt- 
reihe stets deutlich . . . . E 2 
Prosternalmitte vollständig, serlen er en ee 34 
Erste Punktreihen aus vergrößerten, grubigen und dichtste- 
henden Punkten . . . 2.00. H. haagi spec. nov. 
Erste Punktreihen ziemlich fein und flach bis fast obsolet 32 
Halsschild auffallend groß, etwa in der Mitte am breitesten, 
auch zur Basis leicht verengt . . . H. laticollis spec. nov. 
Halsschild normal, an der Basis am breitesten und die Seiten 
nach vorn höchstens ein Stück parallel verlaufend . . 33 
Kürzer oval, flacher, Vorderrand des Mesosternum in der 
Mitte tief ausgebuchtet, zur Aufnahme des stärker entwickel- 
ten Prosternalfortsatzes . . . . H. emarginatus Champ. 
Länger oval, gewölbter, Prosternalfortsatz klein und Meso- 
sternum deshalb nur flach ausgebuchtet . H. subopacus Pic 


756 


34 


MEZ Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Höchstens die 2. Punktreihe am Diskus kurz unterbrochen 35 | 


34” Mehr als die ersten beiden Reihen am Diskus völlig obsolet, | 


39% 


BY 7 


40 


40” 
41’ 
41’ 


42’ 


42” 


stets unter {mm . . nn 
Klein (ca. 3,5 mm), Punlireihen wenig = deuten sehr flach, 
überall gleichmäßig groß 


H. argentinus spec. nov. 


” Mittelgroß (4 mm und darüber), Punktreihen meist deutlich, 


verschieden stark ausgeprägt . . . RIESEN 


| 


2 


Die Punktreihen sind alle sehr groß- he vertiefi, besonders 


zum Rande der Elytren : H. cicatricosus spec. nov. 
Die Punktreihen sind fein, auch am Rande . . . ..9 


Langoval, schlank "27 2 =. .2=, Be/Wne  e 
Kürzer, oval-elliptisch . . . .... Su ea 
Matt. 2. mE ee Nopacus Ang 
Glänzend EN a 
* Augen groß, breit ver dringen bis in die‘ Höhe der 


Kinnkerbe vor . . . 2... H. laevepunctatus Thoms. 
a’ Intervallpunktierung sehr fein (Panama, Peru, Brasilien, 
Bolivien). =. 722. © subsp. Thoms. 
” Intervallpunktierung kräftiger . . . REDET 
b> Kürzer, weniger verengt, Augen unterseits zur Mitte mehr 
stumpf keilförmig a ica, Nicaragua) 
: Re A Ausg) biölley: Pie 
b” De Finten etwas vefenet, Augen unterseits zur Mitte 
mehr verrundet (Guatemala, Mexiko) 
subsp. schwer re nov. 
Rasen etwas Klare zugespitzt, dringen nur bis auf halbe 
Höhe der Kinnkerbe nach innen vor H. punetulatus Thoms. 
Falsche Epipleuren stark verbreitert, 1. bis 3. Punktreihe an 
der Basis sehr groß, flach 2. am Diskus kurz unter- 


brochen . . . .  H. nicki spec. nov. 
Falsche Epiplenren sehinält TE N. 
3 erste Punktreihen vor dem Diskus flach Erübie vergrößert, 
zuweilen fast obsolet; Gestalt elliptisch . . . . . . 2 
3 erste Punktreihen vor dem Diskus nicht vergrößert, höch- 
stens etwas vertieft; Gestalt oval . . . . . 43 


Augen dringen unterseits nur bis zur halben Höhe ie Kinn- 
kerbe nach innen vor, Punktreihen sehr schwach, auch vor 
dem Diskus (Trinidad) H. championi spec. nov. 
Augen dringen bis in Höhe der Kinnkerbe nach innen v2 
Punktreihen vor dem Diskus deutlich (Panama) 


H. obliteratus Chan 


43 
43” 


44’ 
44” 


45’ 
45” 
46’ 


46” 


47 
47’ 
48’ 
48” 
4%’ 


49” 


Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [148] 7 


Punkte sehr we die der Randreihen langgestreckt i 
H. valdepunctatus Thoms. 


Piikte Höchstens i in ae Schildehengegend kräftig, sonst fein 


S 44 
Bettelänzend, tlarlıah hasaihiert : H. Sn spec. nov. 
Stark glänzend, nicht chagriniertt . . H. marginatus F. 


a’ Breiter elliptisch, hinten nicht verengt, Halsschild stark 
gerundet verengt, Intervalle breit, glatt, meist fein und 
spärlich punktiert =. Thomas, Jungfern-Inseln) 

subsp. marginatus F. 

a Sfinker. Alptisch, iR schwach verengt, stumpf zu- 
gespitzt, Halsschild weniger gerundet verengt, Ftervalle 
schmaler und meist dichter und stärker punktiert (Haiti, 
San we Brasilien, Guadeloupe) WEL BER 

EEE subsp. fabrieii nov. 

Br elliptisch: N 0 ar 2.2040 

Schlanker, elliptisch- el ERST 5 . #7 

Antennenkeule lang und schlank, en nr kurz, 

Halsschildvorderrand fast gerade abgestutzt 

: . . . H. elavicornis en 

a rel ll ae 3—4 Reihen kurz unterbro- 
chen, Prosternum schlanker (Brasilien) 

subsp. elavicornis eh 
a Wenirer rei Senfellem größer, bis 6 Punktreihen unter- 
brochen, Prosternum breiter (Panama) 

N 22 nit des subsp. latediseus nov. 

Antennenkeule breit-oval, Mesosternum mittellang, Hals- 

schildvorderrand stark konvex (Amazonas) 

Be "4 A: H. ers Pie 

Hal dvorderrandl deutlich konvex . 2: 2.2... % 


Halsschildvorderrand gerade MR ER WERE 5 P- 
Gnoßer (ca, 35 Amm) 0. nn min. 49 
Kleiner (ca. 2,5—3 mm) . . . 50 


Größer & 4 mm), breiter, Halsschild ale nel fein 
punktiert, Antennenkeule breiter oval, Prosternum breiter, 
falsche Epipleuren breiter, Punktreihen feiner (Guyana, Para, 
Trinidad) '... . - R . . H. cayennensis Pic 
Kleiner (ca. 3,5 mm), ehlanker Halsschild mehr trapezför- 
mig, gröber punktiert, Antennenkeule länglich-oval, Proster- 
num schlanker, falsche Epipleuren schmaler, Punktreihen 


mäßig kräftig (Brasilien) . . -» » . .  H. gounellei Pic 


a 


50° 


50” 


51’ 


1 49] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Augen ragen ventral kaum unter den eingelegten Antennen 
(Antennenfurche) vor, Prosternum schmal . . . . . 51 | 
Augen dringen ventral etwa bis auf halbe Höhe der Kinnkerbe 


nach innen vor, Prosternum breiter; Größe ca. 3 mm (Peru) 
H. peruensis spec. nov. 

Halechill a eleishmäße) kaum gerundet verengt, vorn 

stärker konvex, 1.—9. Punktreihe vor dem Diskus aus breiten 


 halbmondförmigen Gruben; Größe ca. 2,5 mm (Panama) 


51 


52° 


54” 
55 


55” 
56’ 
56” 
57 


x 


57: 


RIUR SCH F H. panamensis spec. nov. 
Halischid oe horse verengt, hinteres Drittel an- 
nähernd parallel, Vorderrand schwach konvex, 1.—3. Reihe 
vor dem Diskus aus kaum vergrößerten, runden Punkten; 
Größe ca. 35mm (Panama) H. elegantulus spec. nov. 
Die geringe Verbreiterung der falschen Epipleuren verläuft 
ganz allmählich, Halsschild nicht doppelt so breit wie lang, 
länglich trapezförmig, nur selten gebogen verengt . . 533 
Falsche Epipleuren in der Körpermitte fast spindelförmig 
stark verbreitert, Halsschild doppelt so breit wie lang, selten 
etwas länger, Seiten gerundet verengt. ..... x, .Inlss.esi: = 
Größer (3,5 mm), Punktreihen ziemlich kräftig, 4. nicht vom 
Diskus unterbrochen, 9. nur wenig schwächer als die 8., 10. 


und 11. obsolet . . . ET RER: - . 


3” Kleiner (ca. 5 mm), ne Fe # am Dr kaum er- 


kennbar, die 9. viel schwächer als die 8. (Panama) ; 
H. ferrugineus er 

RE beeit- Allrad (Amazonas) j 
H. oberthüri spec. nov. 


Er 2. a schmaler. '. aka che 098 
Augen reichen unterseits bis in Höhe der Kinnkerbe (Brasi- 
lien 2.90: . .20.20...H. notaticollis Pic 


Augen reichen er nicht bis in Höhe der Kinnkerbe 56 
Schlanker oval  . 0. 2.0. lu beste a 
Breiter oval-elliptisch . . 56 
Größer (ca. 2,7—93,2 mm), Halsschild en ed sinken ver- 
engt, Punktierung feiner, aber schärfer eingestochen, Diskus 
unterbricht 3—4 Punktreihen, Reihenpunkte besonders außen 
und hinten feiner, Prosternum breiter (Brasilien, Guayana) 
H. attennuatus Pic 
Klame 2 25 5 an); Hal ehill schmaler, weniger verengt, 
Vorderecken deutlicher, Punktierung gröber, Diskus unter- 
bricht nur 2—3 Reihen, Reihenpunkte ziemlich gleichmäßig, 


Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region 1150] 75% 


abgesehen von den vergrößerten, halbmondförmigen der 
ersten Reihen vor dem Diskus, Prosternum schlanker (Brasi- 
Ben: .. . 0... H. minimus spec. nov. 
58° Vordertibien le kerlförnie verbreitert, Tarsenfurche auf 
diesen wellig geschwungen, vorn und in der Mitte dem Innen- 
rand genähert . . . 20.0... H. tibialis spec. nov. 
a’ Breiter, Halsschild geschwärzh, gut doppelt so breit wie 
lang, Tibialfurchen auf dem Metasternum fein, lang, spär- 
lich (Peru) . . .. .  subsp. tibialis nov. 
a” Schlanker, Halsschifd Rn rn knapp doppeit so. 
breit wie lang, Tibialfurchen kräftiger, kürzer dichter (Pa- 
Hama)... 2... . ..... subsp. borealis nov. 
Vordertibien wenig er Tarsalfurche auf diesen ver- 
läuft parallel zum Innenrand, nur zum Ende hin mehr aus- 


x 


50° 


wärls:.. .s . Sur 

59° Elliptisch, ee Ren net a ger 9. und 

8. Reihe gleich stark, aus rundlichen Punkten, Prosternum 

kürzer, Mesosternum fast gerade ausgebuchtet (Brasilien, Rio 

de Janeiro) . . 20.0.0. H. lateminimus spec. nov. 

59” Breitoval, Halsschild weniger verengt, gröber punktiert, 9. 

und 8. Reihe sehr schwach, Punkte länglich, Prosternum län- 
ger, Mesosternum stark gerundet ausgebuchtet (Panama) 

H. mülleri spec. nov. 


4. Die systematische Einteilung 
der amerikanischen Monommidae. 


Antillemonomma delkeskampi gen. et spec. nov. 
Obesomonomma bonvouloirii Thoms. 


3; nitidipenne Pic 
Micromonomma converum Pie 
;, colasi spec. nov. 
Aspathines aeneus aeneus Thoms. 
= „  ovatus Champ. 
” „ sachtlebeni nov. subsp. 


Gattung Hyporhagus. 


piceus-Gruppe (Mit Augenwulst, äußere Reihen gerippt.): 
Hyporhagus opaculus opaculus Lee. 

9, * vandykei subsp. nov. 

> Y malkini subsp. nov. 


760 [151] Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


R5 5 duplocostatus subsp. nov. 
a costulatus Thoms. 
H leechi spec. nov. 
u piceus Thoms. 
A yucatanus 'Thoms. 
gilensis-Gruppe (Äußere Reihen gerippt, ohne Augenwulst, mit 
Ecke.): 
Hyporhagus gilensis gilensis Horn 
Br T californieus subsp. nov. 
2 & opuntiae Horn 
r pi texanus Linell. 
u pseudogilensis spec. nov. 
durangoensis Champ. 
3, venezuelensis Thoms. (Incertae sedis.) 


pure tulatus-Gruppe (Augen größer, keilförmig, Übergang zu un- 
gerippten Arten.): 
Hyporhagus punctulatus punctulatus Thoms. 


35 0 anticus subsp. nov. (Kommt marginatus- 
Gruppe nahe.) 
= argentinus Spec. nov. 
& rarus Spec. nov. 
n laevepunctatus laevepunctatus Thoms. 
he ” bioileyı Pic 
3 schwerdtfegeri subsp. nov. 


5 fusciceps Thoms. 
opacus-Gruppe (Prosternum vorn meist ungerandet, Mesosternum 
vorn stärker ausgerandet, Elytren ungerippt, mehr matt.): 
Hiyporhagus opacus Thoms. 
3 haagı spec. nov. 
laticollis spec. nov. 
B subopacus Pic 
” emarginatus Champ. 
wagneri-Gruppe (Ommatidien!ose Ecke, ungerandetes Prosternum, 
groß.): 
Iiyporhagus wagneri wagneri Pic 
” Mi caracasensıs Pic 
Br larssoni spec. nov. 
brasiliensis-Gruppe (Lackglänzend, Prosternum ungerandet, 
groß.): 
Hyporhagus nitidus Champ. 


w brasiliensis Thoms. 


| 


Freude: Die Monommiden der amerikanischen Region [152] 761 


marginatus-Gruppe (Breitoval, falsche Epipleuren mittel, Meso- 
| sternum lang, Analfurche breit.): 
 Hyporhagus cicatricosus spec. nov. 

marginatus fabricii subsp. nov. (Kommt punctulatus- 
Gruppe am nächsten.) 


2) 


er marginatus marginatus F. 

5 valdepunclatus Thoms. 

5 antillicus spec. nov. 

” witlmeri spec. nov. 

x championi spec. nov. 

# obliteratus Champ. 
suturalis-Gruppe (Breite falsche Epipleuren, meist hellere Zeich- 

nung.): 
Hyporhagus rufolineatus Pic 

2 nicki spec. nov. 

» quadrimaculatus Pie 

Me disconotatus Pic 

a cayennensis Pic 

a amazontcus Pic 

Y suturalis suturalis Champ. 

" a costaricensis subsp. nov. 

Y r lateapicalis subsp. nov. 

e “ boliviensis subsp. nov. 

% rufocinctus Pic 


laeviusculus-Gruppe (Kleine Augen, mittleres Mesosternum, teils 
reduzierte Analfurche.): 
Hyporhagus laeviusculus Thoms. 


H ferrugineus Champ. 
M% panamensis spec. nov. 
es elegantulus spec. nov. 
” bolivianus spec. nov. 
$ peruensis spec. nov. 
r gounellei Pic 


clavicornis-Gruppe (Mesosternum kurz, tief und breit ausgerandet, 
klein, glatt, meist rotbraun.): 
Hyporhagus celavicornis clavicornis Oberth. 


ee ns latediscus subsp. nov. 
Mr minutus Pie 

5 mülleri spec. nov. 

® oberthüri spec. nov. 


2 tibialis tibialis spec. et subspec. nov. 


76) 1 55] Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


2 »  borealis subsp. nov. 


” notaticollis Pic 
5 attenuatus Pic 
43 minimus spec. nov. 


lateminimus spec. nov. 


5. Zusammenfassung. 


Typenstudium und reiches Material vieler Museen erlaubten 
mir eine zusammenfassende Darstellung aller bekannten amerika- 
nischen Monommidenarten mit Ausnahme einer einzigen, Hypo- 
rhagus venezuelensis 'Thoms., deren Type verlorengegangen ist. 
Daß die Arbeit darüber hinaus zur Entdeckung einer Anzahl neuer 
Arten führte, war bei dieser wenig erforschten Familie zu erwar- 
ten, insbesondere im Gebiet von Südamerika und den Antillen, 
von wo sogar eine neue Gattung, Antillemonomma gen. nov., zu 
beschreiben war. Aller Voraussicht nach sind aus dem mittel- und 
südamerikanischen Raum noch manche bisher unbekannten Arten 
und Rassen zu erwarten, so daß sich umfangreichere Verwandt- 
schaftskreise ergeben werden. 

Die Ausbildung der Augen auf der Unterseite des Kopfes 
spielt auch bei der Unterscheidung der amerikanischen Monommi- 
dae eine gewisse Rolle, wenn auch nur in der Gattung Obeso- 
monomma Pic eine Augenspina auftritt, die noch dazu mit einer 
Augenreihe besetzt ist. Diese wie die Gattung Antillemonomma er- 
lauben interessante zoogeographische Schlüsse, die im letzten Teil 
der Monographie zusammengestellt werden sollen. 

Eine Bestimmungstabelle faßt die systematischen Ergebnisse 
wieder in kürzester Form zusammen. | 


6. Literatur. 


An Literatur ist dem Verzeichnis im 1. Teil der Monographie 
nichts hinzuzufügen. Den Urbeschreibungen ist jeweils das Litera- 
tur-Zitat beigegeben. 


Alphabetisches Register. 


aeneus Thoms. na nn n. 094 „‚argentinus,; spec. noy., u 
amazonicus fie . .... . 235 Aspathnes Champ. . .2.0.20.2:009 
anticus subsp. nov. .. . .. . . 207, "atltenuatusPiex aan. De 
Antillemonomma gen. nov. . . 687 biollyi Pc . . ......70 
antillicus spec. nov. . . . ..725  bolivianus spec. nov. . . .u. za 


apicalis Pic --— „ins . 240 2: 733 baliviensis:subsp. now. .. m... 


Freude: 


bonvouloirii (Thoms.) 
borealis subsp. nov. 
brasiliensis Thoms. 
calijornicus subsp. nov. 
caracasensis Pic 
castaneus Thoms. 
cayennensis Pic 
championi spec. nov. 
cicatricosus. Spec. NOV. 
clavicornis Oberth. 
colasi spec. nov. 
convexum Pic 
costaricensis subsp. nov. 
costulatus Thoms. 
delkeskampi spec. nov. 
disconotatus Pic 


duplocostatus subsp. nov. 


durangoensis Champ. 
elegantulus spec. nov. 
elongatus Pic 
emarginatus Champ. 
Jabricii subsp. nov. 
jerrugineus Champ. 
Jusciceps Thoms. 
gilensis Horn 

gounellii Pic 
guyanensis Pic 

grandis Pic 

grandjeani Pic 

haagi spec. nov. . 
Hyporhagus Thoms. 
inaequale Pic 
laevepunctatus Thoms. 
laeviusculus Thoms. 
larssoni spec. nov. 
lateapicalis subsp. nov. 
latediscus subsp. nov. 
lateminimus spec. nov. 
laticollis spec. nov. 
lecontei Thoms. 

leechi spec. nov. 
malkini subsp. nov. 


Die Monommiden der amerikanischen Region 


. 701, 


691 
CAT 
21 
703 
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743 
693 
692 
735 
698 
690 
731 
697 
705 
739 
44 
217 
724 
737 
713 
702 
741 
713 
771 
743 


marginatus F. 
mathani R. Oberth. 
Micromonomma Pic 
minimus spec. nov. 
minutus Pic 

mülleri spec. nov. 
nicki spec. nov. 
nitidipenne Pie 

nitidus Champ. 
notaticollis Pic 
oberthüri spec. nov. 
Obesomonomma Pic 
obliteratus Champ. 
obaculus Lee. 

opacus Thoms. 
opuntiae Horn 
ovatus Champ. 
panamensis spec. nov. 
pertinax Thoms. 
peruensis spec. nov. 
peruvianus Pic 

piceus Thoms. j 
pseudogilensis spec. nov. 
punctatus Pie ‚ 
punctulatus Thoms. 
quadrimaculatus Pie 
rarus Spec. nov. 
rujocinctus Pic 
rujolineatus Pic 
sachtlebeni subsp. nov. 


schwerdtjegeri subsp. nov. 


steinheili R. Oberth. 
subopacus Pic 
suturalis Champ. 
iexanns Linell 

tibialis spec. nov. j 
valdepunctatus Thoms. 
vandykei subsp. nov. 
venezuelensis Thoms. 
wagneri Pic 

wittmeri spec. nov. 
yucatanus Thoms. 


2202; 


702, 7 


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189) 


Erklärung zu Tafel XIX 


. Leptynoderes tuberculata Gurt 
. Leptynoderes juscula n. sp. 
. Schizaraeus aculicoslta n. sp. 


Länge: 13 mm 
Länge: 10 mm 


Länge: 5 mm 


Tafel XIX 


Entom. Arbeiten aus dem Museum G. Frey B. Bechyne del. 


Erklärung zu Tafel XX 


Psammetichus Gebieni n. sp. 
Psammetichus Peüai n. sp. . 


. Pseudoscotobius strangulatus Fairm. 

. Leptynoderes strangulatus Fairm. 

. Scotobius akidioides Wat. . An 
. Scotobius akidioides ssp. bicostatus nov. 
. Scotobius crassus n. Sp. . 

. Scolobius Rossi n. sp. 

. Scolobius exaralus Er. 


. Länge: 11 mnı 


„ 


” 


„ 


y 


12 mm 
12 mm 
12 mm 
17 mm 
15 mm 
19 mm 
14 mm 
21 mm 


Tafel XX 


ni. 


ie der Seotobii 


Monograph 


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Dorfmüller-Laubmann 


Phot. 


Frey 


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Entom. Arbeiten aus dem Museum ( 


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Scotobius 
Scotobius 
Scotobius 
Scotobius 
Scotobius 
Scotobius 
Scotobius 


. Scotobius 
. Scotobius 


Erklärung zu Tafel XXI 


elegans Fairm. 

alaticollis n. sp. . 

crispatus Germ. . a 
crispalus ssp. brevicollis nov. 
muricalus Gue£r. 


muricalus ssp. planipennis nov. 


muricalus ssp. egenus nov. 
clathratus Guer. 
hystricosus Berg 


. Länge: 16 mm 


17 mm 
158 mm 
18 mm 
26 mm 
27 mm 
23 mm 
19 mm 
21 mm 


EN 
RER N A 
Se Se IE 235 75 
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Tafel XXI 


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Monographie der Seotob 


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Dorfmüller-Laubmann 


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Arbeiten aus dem Museum G 


Entom. 


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Scotobius 
Scotobius 
Scotobius 
Scotobius 
Scotobius 
Scotobius 
Scotobius 
Scotobius 
Scotobius 


Erklärung zu 


Freyi n sp. 
Zischkai n. sp. 
punctithorax n. sp. 
obscurus n. Sp. 
asheralus Er. . 
rugosulus Guer. 
Gayi Sol. 
crenicollis Phil. . 
rugicollis Sol. 


Tafel XXI 


: Komm 


17 mm 
19 mm 
11 mm 
17 mm 
17 mm 
20 mm 
15 mm 


20 mm 


Tafel XXI 


ini. 


ulzer: Monographie der Scotob 


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Dorfmüller-Laubmann 


Phot. 


Frey 


Arbeiten aus dem Museum G 


Entom. 


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Erklärung zu Tafel XXIil 


Scotobius Wittmeri n. sp. 
Scotobius emarginicollis n. sp. . 
Scotobius Leechi n. sp. 
Scotobius Michelbacheri n. sp. 
Scotobius Weyrauchi n. sp. 
Scotobius Gebieni n. sp. 
Emmallodera obesa Guer. 


Emmallodera obesa ssp. coslala nov. 


Emmallodera atronitens n. sp. . 


. Länge: 19 mm 


18 mm 
20 mm 
21 mm 
13 mm 
13 mm 
13 mm 
12 mm 


11 mm 


Kulzer: Monographie der Scotobiini. Tafel XXIII 


Entom. Arbeiten aus dem Museum G. Frey Phot. Dorfmüller-Laubmann 


Erklärung zu Tafel XXIV 


Emmallodera coriacea n. sp.. . 
Emmallodera multipunctata Curt. 
Emmallodera crenatocostata Blanch. 
Emmallodera crenatocostata ssp. opacula nov. 
Emmallodera ovata n. sp. . 

Emmallodera hirtipes n. sp 

Emmallodera inflatithorax n, sp. . 
Emmallodera perlijera Burm. 


Pilobalia Löffleri n. sp. . 


. Länge 


+ 


ER) 


„ 


. 14 mm 
14 mm 
17 mm 
19 mm 
18 mm 
16 mm 
17 mm 
25 mm 


16 mm 


Tafel XAIV 


Kulzer: Monographie der Seotobiini. 


PERS 


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Phot. Dorfmüller-Laubmann 


Entom. Arbeiten aus dem Museum G. Frey 


12 
13 


15 


Erklärung zu Tafel XXV 


Antillemonomma delkeskampi spec. nov. Umriß. 

5 % » »  Analsegment. 
Ilyporphagus panamensis spec. nov. Analsternit. 
Aspathines aeneus ovatus Champ. Umriß. 


” a5 Re 5 Seitenumriß. 
% s m ss Analsternit. 
“ „ sachtlebeni subsp. nov. Analsternit. 


Micromonomma colasi spec. nov. Umriß. 
Hyporhagus minutus Pic. Umriß. 
Obesomonomma bonvouloiri (Thoms.). Analsternit. 
Micromonomma convexum Pie. Umriß. 

= s „  Seitenumriß. 

a 22 „  Analsternit. 
Hyporhagus jerrugineus Champ. Umriß. 


2 laticollis spec. nov. Halsschild. 

ns quadrimaculatus Pic. Umriß. 

N nicki spec. nov. Umriß. ei 
55 bolivianus spec. nov. Umriß. 

is cicatricosus spec. nov. Umriß. 


r rufolineatus Pie. Umriß. 


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Erklärung zu Tafel XXVI 


Hyporhagus suturalis suturalis Champ. Umrif5 und Schwärzung. 


.. 


coslaricensis subsp. nov. Umrif5 und Schwärzung. 
Br lateapicalis ss = er ss ” 
en boliviensis 5 a 2 5 


D£ 


ferrugineus Champ. Aedoeagus von oben. 


r = ie seitlich. 

marginalus marginalus F. Penis von oben und seitlich. 
© Pe ‚„„. Aedoeagus von oben ohne Penis. 
En x „ Parameren seitlich. 


laevepunctatus biolleyi Pic. Aedoeagus von oben ohne Penis. 
& nz ss = seitlich ohne Penis. 
emarginalus Champ. Aedoeagus von oben. 
B: $ e seitlich. 
opaculus malkini subsp. nov. Aedoeagus von oben. 


Tafel XXVI 


Freude: Monommiden 2. Teil 


NINE. 
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Entom. Arbeiten aus dem Museum G. Frey 


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1! 


Erklärung zu Tafel XXVI 


Obesomonomma bonvouloirii (Thoms.). Auge (Kopfunterseite). 


2a Aspathines aeneus ovatus Ghamp. Auge (Kopfunterseite). 


2b 
> 
4 


3) 


ni ns “ Antenne. 


Hyporphagus opaculus malkini subsp. nov. Auge (Kopfunterseite). 


= vandykei „. r # N 
leechi spec. nov. ss ” 
yucatanus Thoms e y 
gilensis gilensis Horn. a" > 
pseudogilensis spec. nov. 5 » 
nicki spec. nov. ? » 
rarus spec. nov. „ » 

2 a „“ Pro- und Mesosternum. 


tibialis spec. nov. Auge (Kopfunterseite). 
; 5 „ Vordertibia. 
clavicornis Oberth. Auge (Kopfunterseite). 
50 Antennenkeule. 
oberthüri spec. nov. Auge (Kopfunterseite). 
“2 = Kr Antennenkeule. 
laevepunctatus biolleyi Pie. Pro- und Mesosternum. 


haagi spec. nov. rer 
laticollis spec. nov. ad Er 
minimus spec. nov. u, 5 


en en Antennenkeule. 
lateminimus spec. nov. Pro- und Mesosternum, 
„ Antennenkeule, 


.. .. . 


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Die „Entomologischen Arbeiten“ dienen als Publikationsorgan für die Mitarbeiter 
resp. Bearbeiter der wissenschaftlichen Sammlung des Museums G. Frey. Entspre- 
chend den Aufgaben des Museums Frey werden vornehmlich Arbeiten veröffent- 
licht, die Beiträge zur Förderung der systematisch-morphologischen Coleopterologie 
darstellen. 

Die „Entomologischen Arbeiten” können entweder im Tausch gegen andere ento- 
mologische Zeitschriften und Einzelveröffentlichungen oder durch die Naturwissen- 
schaftliche Buchhandlung Dr. E. Reitter, München 15, Waltherstraße 27, bezogen 


‚werden. 


Die Autoren werden um Beachtung folgender Punkte gebeten: 


a) Manuskriptsendungen und Anfragen bezüglich der Drucklegung sind an den 
-  Schriftleiter Dr. E. Haaf, Museum G. Frey. Tutzing bei München, zu richten. 
b) Die Manuskripte sollen druckfertig in Maschinenschrift in doppeltem Zeilen- 
abstand mit breitem Rand auf einseitig beschriebenen Blättern abgefaßt sein. 
‘€) Art- und Gattungsnamen, die in Kursivschrift erscheinen, sind zu unterschlän- 
geln, zu sperrende Textstellen mit unterbrochener Linie zu unterstreichen. 
Der ın Kleindruck erwünschte Text ist am Rande mit einer vertikalen ge- 
a schlängelten Linie zu kennzeichnen. 
| d) Textzeichnungen können nur in klischterfertigem Zustand angenommen werden. 
e) Die Verfasser sind für Form und Inhalt ihrer Arbeiten allein verantwortlich. 
f} Jedem Autor werden 30 Sonderabdrucke seiner Arbeit gratis zugesandt. 


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TUTZING BEI MÜNCHEN 


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Band 6, Heft 3 


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1955 


‚Schriftleiter: Dr. E. Haaf 


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Ausgabedatum: 15. Dezember 1955. Y TERN 7 
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des 3. Heftes, Band 6 EI 
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Breit, J.: Zur Nomenklatur der europäischen Zilora-Arten , . : A Rue 
x 


Franz, H.: Zweiter Beitrag zur Kenntnis der westmediterranen Eustemmus 

Arten (Col! Scydm.). . . . Ben i ni nr 1036. 
Frey, G.: Coprophagen-Studien über neue are er ok Aka) 10578 
Haaf, E.: Aus der Chronik des Museums Treyı vo aeur ST Ai. f 1067 4 
Mader, L.: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden Re ihrer Aber- | 


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764 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


Evidenz der palaearktischen Goccinelliden 
und ıhrer Aberrationen ın Wort und Bild 


Von Leopold Mader, Wien. 
Il. Teil. 


Coceinellinae: Chilocorini. Platynaspini, Pentiliini, Telsimiini, 
Coelopterini, Hyperaspini, Exoplectrini, Aspidimerini, Scymnini, 
Ortalini, Novtini, Coceidulini. Tetrabrachinae (Lithophilinae). 
(Mit Tafel XXVIIL.) 


Vorbemerkungen. 


Der I. Teil dieser Evidenz erschien in den Jahren 1926 bis 
1937. Seit dieser Zeit sind von etlichen Autoren etliche neue Arten 
beschrieben und weitere Aberrationen aufgestellt worden, wodurch 
in einiger Zeit eine Ergänzung des I. Teiles gemacht werden könn- 
te. Es möge daher niemand ihm neu erscheinende Arten oder gar 
Aberrationen benennen, solange er sich nicht vergewissert hat, ob 
das nicht schon geschehen ist. Nach längerer und bewegter Zeit 
konnte ich endlich im März 1946 diesen vorliegenden II. Teil im 
Manuskript fertigstellen. Es ergaben sich aber infolge der Ungunst 
der Zeit finanzielle Schwierigkeiten, so daß die Publikation bis 
jetzt nicht erfolgen konnte. Diese Verzögerung ermöglichte es mir, 
mir in den letzteren Jahren noch bekannt gewordene Neubeschrei- 
bungen hier zu berücksichtigen, so daß dieser Teil im wesent- 
lichen alle bis 1953 erfolgten Publikationen berücksichtigen konn- 
te. Die Publikation dieses Teiles würde voraussichtlich noch lange 
nicht erfolgen können, wenn Herr Konsul G. Frey, welcher sich 
durch die Veröffentlichung von Arbeiten aus seinem Museum so 
große Verdienste um die Entomologie erworben hat, sich dieser 
Arbeit nicht angenommen hätte. Ich spreche ihm daher meinen 
besonderen Dank aus. 

Ich habe meine Evidenz absichtlich als eine Evidenz bezeich- 
net und will damit eine Evidenthaltung der bisher beschriebenen 
Coccinelliden erzielen, die Beschreibungen in hunderterlei Zeit- 
schriften sollen hier auf engstem Raume das geben, was man nötig 
hat, sich in der schwierigen Familie zurechtzufinden. Eine große 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 7.65 


und kritische Revision ist derzeit nicht möglich, weil man einen 
hohen Prozentsatz der Arten überhaupt nie zu Gesicht bekommen 
wird, weil selbst die Gattungen auf so schwer erfaßßbaren und nur 
umständlich kontrollierbaren Merkmalen beruhen, daß selbst 
große CGoccinellidenkenner mitunter daneben gegriffen haben, weil 
ferner mehr als die Hälfte der Beschreibungen von den schwierig- 
sten Gruppen für sich allein oft unbrauchbar sind. Was nützt es, 
wenn man eine Tabelle nach plastischen Merkmalen bauen wollte, 
weil man einen Teil der Arten wohl besitzt, ein Teil brauchbar 
beschrieben ist, man aber in den Diagnosen der anderen Arten im 
entscheidenden Moment gar nichts findet, was man zur "Trennung 
verwenden könnte. Leider haben einige Diagnosenfabrikanten 
ganz lakonisch beschrieben und selbst dann, wenn sie einmal aus 
der Roile gefallen und ausführlicher geworden sind, enthalten ihre 
Beschreibungen gerade das nicht, worauf es ankommt. Scheinbar 


sichern und sie rechneten damit, daß spätere Autoren sich schon 
abmühen werden, ihre Rätsel zu lösen und dann genaue Beschrei- 
bungen und Tabellen unter Verwendung ihres prioritätsberechtig- 
ten Namens zu machen. Abgesehen von den wert!osen Beschreibun- 
gen will ich noch auf eine Unzulänglichkeit hinweisen, die manch- 
mal bereits zu einem Unfug ausgeartet ist. Ich meine das so mit 
Recht gefürchtete Vergleichsringelspiel, wie ich esnenne. 
Wie ich es meine, will ich an einem der etlichen Beispiele zeigen: 

Motschulsky sagt z. B. bei einer Beschreibung: „Sceymnus hila- 
ris, extiremement voisin du precedent par la forme et les couleurs, 
mais ...“. Diese vorhergehende Art ist Sc. albopilis. Sehen wir 
dort nach, so lesen wir: „Scymnus albopilis, forme courte des pre- 
cedent, mais ...“. Diese vorhergehende Art ist Sc. apiciflavus. Da- 
selbst lesen wir nun: „Se. apiciflavus, tres voisin du Sc. onalis, 
mais ....“., Jetzt fehlt nur noch, daß er unseren europäischen analis, 
wobei er gar richt sagt, welcher analis gemeint ist (analis F. ist 
ferrugatus Moll., oder analis Rossi, der haemorrhoidalis Hbst. ist). 
mit seinem hileris vergleichen würde, dann wäre das Vergleichs- 
ringelspiel geschlossen. 

Der Wert der wissenschaftlichen Betrachtung der Insekten 
nach morphologischen und anatomischen Gesichtspunkten ist un- 
bestritten. Für die Allgemeinheit jedoch, wo man nicht immer das 
einzige Stück für die Sektion und Genitaluntersuchung opfern 
oder gefährden kann, oder gerade nur das gegenteilige Geschlecht 
vorliegt, sind Tabellen nach leicht kontrollierbaren Merkmalen 


FEB 9 


766 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


von größerem Wert. Auch die Angabe der Zeichnung, ihrer Anlage, 
ihrer Variationstendenz (oft ein spezifisches Merkmal) und ihrer 
Variationsbreite haben bereits mehr Wert, als gar manche An- 
gaben, wenn sie von einem rein subjektiven Empfinden diktiert 
sind und sehr oft irre führen, da dieses Empfinden individuell und 
daher oft sehr verschieden ist, sogar bei dem Einzelnen selbst. Der 
Beispiele gäbe es genug. Aus dem Grunde, daß mir bei mir fehlen- 
den Arten oft nur unzureichende Beschreibungen vorliegen, ich 
aber meinen Kollegen und besonders jenen, die nicht allen Einzel- 
beschreibungen so nachgehen können, eine Bestimmungsmög}ich- 
keit zu geben, ich dabei aber alle Arten möglichst tabellarisch er- 
fassen will, baue ich meine Tabellen nach leicht kontrollierbaren 
plastischen und Färbungsmerkmalen auf, denn gerade das ist es 
oit nur, was man den Beschreibungen noch entnehmen kann. Ich 
bitte also, meinen Ausführungen Rechnung zu tragen, und der 
strenge Kritiker möge diese Tabellen als Hilfstabellen ansehen, die 
in der Praxis für die größere Masse der Entomologen nützlicher 
sind als streng wissenschaftlich aufgebaute Tabellen, die bis jetzt 
nur sehr spärlich auftauchen und nur einzelne Gattungen oder gar 
nur Gattungsgruppen behandeln, oder nur kleinere Gebiete. Das 
ist auch die Ursache, daß gerade dort, wo es am notwendigsten 
wäre (z. B. Scymnini), keine Tabellen existierten, es sei denn 
über enger begrenzte Gebiete und veraltete. Ich bin auch über- 
zeugt, daß z. B. eine wirklich kritische Tabelle aus den weiter vorne 
angeführten Gründen für alle paläarktischen Seymnini auch in 
den nächsten Jahrzehnten nicht geschrieben sein wird. Nicht ein- 
mal die kritische Bearbeitung der Gattungen in den Genera Insek- 
torum erwarte ich in absehbarer Zeit. Wir wollen aber den ento- 
mologischen Nachwuchs fördern, ihm Hilfe zur Hand geben, die 
immer größer werdenden Schwierigkeiten sollen ihn nicht vor- 
zeitig abstofsen. Dann werden nur jene Änfänger untreu werden, 
bei denen die Liebe zur Entomologie nur Strohfeuer war. 


In diesem I!. Teile meiner Evidenz habe ich von einer so weit- 
gchenden Illustrierung durch farbige Diagramme wie im ersten 
Teile abgesehen. Es ist auch nicht nötig, die vielen einfarbigen 
Arten abzubilden. Die Tabellen sind so abgefaßt, dal man ohne 
Zweifel damit das Auslangen finden muß. Nur neu beschriebene 
oder wenig bekannte Arten werden abgebildet. 

Ich verweise noch auf mein Literaturverzeichnis im I. Teil dieser Evidenz, 


Anhang p. I—VIII und die Abkürzungen für Literatur daselbst p. VIII—XI 
Es war im I. Teil auch geplant, einen Katalog der Arten mit Literaturzitaten 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 767 


anzuhängen, dazu aber kaın es nicht. Seitdem ist Junk’s Coleopterorum Catalogus 
Partes 118 et 120 von Korschefsky 1931—1932 erschienen. Somit erübrigt sich 
ein Katalog mit Literaturzitaten auch für den II. Teil meiner Evidenz, und ich 
beschränke mich hier bloß bei den Gattungen auf jene Zitate, welche auf die 
wichtigste Literatur hinweisen und die jeder Coceinellidenfreund stets bei der 
Hand haben muß. Bei den Arten bringe ich bloß dann ein Literaturzitat, wenn 
dasselbe im Col. Cat. nicht enthalten ist oder ich es für nötig erachte. In der 
Synonymie gegenüber dem genannten Catalogus ergeben sich bloß wenige Ände- 
rungen. Um Wiederholungen zu vermeiden und Raum zu sparen, bringe ich hier 
ein Verzeichnis der erwähnten wichtigsten Literatur und zitiere dann bei der 
Gattung bloß den Autor, Jahres- und Seitenzahl. 

Chapuis 1376: Lacordaire et Chapuis. Histoire Naturelle des Insectes. Ge- 
nera des Col&opteres. XII. 

Crotch 1874: A Revision of the Coleopterous family Coccinellidae. 

Ganglbauer 1399: Die Käfer von Mitteleuropa. II. 

Jacobson 1916: Die Käfer Rußlands. 1904—1916. (In russischer Sprache, 
aber mit guten Abbildungen.) 

Kuhrt 1912 (1913): Illustrierte Bestimmungstabellen der Käfer Deutsch- 
lands. (Das Buch trägt die Jahreszahl 1912.) 

Mader 1924: Bestimmungstabellen der europäischen Coleopteren. 94. Heft. 

Mader 1926, 1927: Evidenz der paläarktischen Coceinelliden und ihrer 
Aberrationen in Wort und Bild. I. Teil. (1926— 1937.) 

Mulsant 1846: Histoire Naturelle des Colcopteres de France. — Securi- 
palpes. 

Mulsant 1850: Species des Coleopteres Trimeres Söcuripalpes. (Erschienen 
1849—1850 in Ann. Soc. Agr. Lyon, ferner als Separatdruck 1851.) 

Mulsant 1866: Monographie des Coccinellides. 

fedtenbacher 1843: Tentamen dispositionis generum et specierum coleo- 
ptrorum Pseudotrimerorum archiducatus Austriae. 

kiedtenbacher 15849: Fauna Austriaca. Die Käfer. 1. Auflage. 

Redtenbacher 15858: Fauna Austriaca. Die Käfer. Il. Auflage. 

Redtenbacher 187%: Fauna Austriaca. Die Käfer. III. Auflage. 

Reitter 1911: Fauna Germanica. Die Käfer des Deutschen Reiches. III. 

Seidlitz 1872: Fauna Baltica. Die Käfer der Ostseeprovinzen Rußlands. 
I. Auflage. — 1868, 11. Auflage. 

Seidlitz 1691: Fauna Transsylvaniens. Die Käfer Siebenbürgens. 

Sckaujuss 1916: Calwers Käferbuch. Einführung in die Kenntnis der Käfer 
Europas. 11. 

IVeise 1879: Zeitschrift für Entomologie. Breslau. (Sep. pag. als Bestim- 
mungstabellen der europäischen Coleopteren. II. Heft.) 

IDeise 1835: Best.-Tab. d. eur. Col. II. Heft, II. Auflage. 

Für die Systematik sind noch folgende Schriften wichtig: 

Casey in Journ. New York. Ent. Soc. VII. 1899. 

Everts, J. E. Goleoptera Neerlandica. 1925. 

Houlbert, Col. Europe. II. 1922. 

Leng in Journ. New York. Ent. Soc. XVI. 1908. 

Thomson, C. G. Skandinaviens Coleoptera. 1859— 1868. 

Im I. Teile gab ich auf p. 11—22 eine Tabelle der Gattungsgruppen und 
Gattungen. Diese Tabelle erfährt nun einige geringfügige Änderungen dadurch, 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey Bd. 6, H. 3, 1955 48 


768 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


daß ich die Tetrabrachinae (Lithophilinae) als isolierte Unterfamilie sehen möchte 
und daß im paläarktischen Gebiete noch einige Gattungsgruppen hinzukommen, 
sei es durch Auffindung eines Vertreters im Gebiete, sei es durch Spaltung einer 
alten Tribus. Nicht Folge leiste ich derzeit der Ansicht Dobzhansky’s (Bulletin 
Acad. des Sciences URSS, 1926, p. 13865—1394 und 1555— 1586), der auf Grund 
von Untersuchungen der weiblichen Genitalapparate eine Gruppierung der Gat- 
tungen vornimmt, die sich im wesentlichen wohl mit der hier angenommenen 
deckt, wohl aber die Gattung Stethorus Ws. als Tribus Stethorini von den 
Scyninini loslöst und zwischen die beiden Triben die Platynaspini stellt. Diese 
Gruppierung, die schließlich auf einem einseitigen Einteilungsgrund basiert, 
leuchtet mir nicht ein, und ich möchte auch keinesfalls die Platynspini aus der 
nächsten Nähe der Chilocorini entfernt wissen. 

Ich gebe somit hier eine kurze Tabelle der Gattungsgruppen, wie ich sie 
hier einhalten möchte. Da ich annehme, daß manche Benützer dieses II. Teiles 
den vergriffenen I. Teil nicht mehr erhalten werden, bringe ich jeweils bei der 
Gattungsgruppe eine Gattungstabelle. 


Tabelle der Gattungsgruppen. 


1 (2) Fühler mehr zwischen als vor den Augen eingelenkt. Man- 
dibeln ohne Basalzahn, mit mehrzähniger Spitze. Epister- 


nen der Hinterbrust vorne schräg abgestutzt. — Lebens- 
weise phytophag: (Ev. I. p. 11—12). Epilachninae 
Epilachnini. 


2(1) Fühler N vor a chen a Augen eingefügt. Man- 
dibeln mit Basalzahn und gespaltener oder einfacher Spit- 
ze, an der Spitze mit 2 oder 5—8 Zähnchen. Episternen 
der Hinterbrust vorne quer abgestutzt. — Lebensweise 
carnivor oder mycophag (bei Psylloborini). 

3 (33) Tarsen pseudotrimer (cryptotetramer), weil das 3. Glied 
von der gefurchten oder ausgehöhlten Oberseite des 2. 
Gliedes aufgenommen und dabei unsichtbar wird. 
ee ER ll. Coccinellinae. 

4 (32) Augen fein fazettiert. 

5 (31) Endglied der Kiefertaster beilförmig (bei den Telsimiin:ı 
nur konisch, aber die Spitze schräg abgestutzt). 

6 (26) Kopfschild vor den Augen seitlich nicht erweitert, die 
Augen nicht durchsetzend, die Fühlerwurzel frei liegend. 

7 (22) Abdomen aus 6 Segmenten bestehend, das 6. klein, aber 
gut sichtbar. 

ö (15) Oberseite kahl. 

9 (14) Der Halsschild schließt nicht dicht an die Flügeldecken an, 
seine Hinterwinkel abgerundet. Epipleuren der Flügeldek- 
ken ohne tiefe Grübchen zur Aufnahme der Schenkelspit- 


eu 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 769 


10 (13) 


11 (12) 


12 (11) 


13 (10) 


14 (9) 


zen. (Fühler in der Regel viel länger als der Kopf, wenn 
kurz, dann Körper nicht kompakt und geschlossen oval 
wie sub 14.) 

Basis der Flügeldecken vor der Schulterbeule gerundet 
und weiter vorgezogen als an den Schulterecken, Epipleu- 
ren der Flügeldecken eben oder nur mit schmalem, ge- 
neigtem Außenrande, vor der Spitze gewöhnlich erlö- 
schend. 

Mandibeln an der Spitze mit 2 Zähnen. — Blattlausfres- 
ser. (Ev. I. p. 17, 18.) Er a are 
1. Coceinellini. 

Die Trennung dieser Gruppe in Hippodamiini und Coceinellini 
im Sinne Chapuis oder Weise ist nicht glücklich, da die Charakteristik 
dieser Gruppen durch Ausnahmen durchkreuzt wird, weshalb sie im 
Sinne Ganglbauers (1899, 986) am besten fallen gelassen wird. 

Casey (1899, 73) trennt sie folgendermaßen: 

1) Mittelhüften schmal getrennt. Beine lang, die Schenkel über- 
ragen die Seiten des Körpers. Kopf nicht tief unter den Halsschild ein- 
gezogen, Halsschild stark gebuchtet, aber die Augen nicht bedeckend. 

; re ; Hippodamiini, 

9) M ittelhüften weit ent Beine kürzer, die Schenkel über- 
ragen im allgemeinen die Seiten des Körpers nicht. Kopf unter den 
Halsschild eingezogen, der Halsschild bedeckt einen beträchtlichen Teil 


der Augen . . . . Coeceinellini. 
Auch diese er en an Aemen se nt und wurde 


auch im Col. Cat. durch Korschefsky nicht akzeptiert. 


Mandibeln an der Spitze mit 5 bis 8 Zähnen. — Pilzfresser. 
(Halyziini Capra, Mader. Ev. I. p. 19, 20, die Gattungen 
Halyzia, Dibidia, Thea, Protothea.) 

i A : Be . 3. Peyliohortun, 
Bis ne Kieseldeecken vor er A E mit einem 
leiehten einspringenden Winkel, hierauf schräg nach außen 
vorgezogen, so daß die Schulterecken am weitesten vor- 
stehen. Epipleuren der Flügeldecken stark geneigt, ge- 
wöhnlich bis zur Spitze deutlich. (Ev. I. p. 21 und 295 bis 
297.) 

Au: 3. en an 
ale ehild on an Ai Flügeldecken anschließend, seine 
Hinterwinkel eckig. Epipleuren der Flügeldecken mit tie- 
fen Gruben zur Aufnahme der Mittel- und Hinterschen- 
kelspitzen. Fühler kürzer als der Kopf. Körper kompakt, 
geschlossen oval. Schildchen verhältnismäßig groß. Tro- 
chanteren zur Aufnahme der Schienenspitzen ausgehöhlt. 


48* 


770 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


(Ev. I. p. 16.) : 

OR 9. Hyperaspual 

15 (8) Oi de de Auen ne Fühler kürzer als der 
Kopf. 

16 (19) Halsschild mit der ganzen Breite fest an die Basis der Flü- 
geldecken angeschlossen und an der Basis am breitesten. 
Hinterwinkel des Halsschildes und meist auch die Schulter 
der Flügeldecken stumpf gewinkelt. 

17 (158) Der Kopfschild nach der Seite bis gegen die Augen in 
Form eines engen, bewimperten Leistchens verlängert. 
Augen sparsam behaart, kaum auf die Unterseite des Kop- 
fes reichend, oberständig, unten von dieser bewimperten 
Leiste begrenzt. Erstes Bauchsegment in der Mitte ver- 
breitert, mit bogenförmigem Hinterrande, das zweite 
Bauchsegment daher in der Mitte viel kürzer als an den 
Seiten und nebst den drei folgenden Segmenten mit einem 
vertieften, platten, unpunktierten Querstreifen am Hin- 
terrande. (Ev. I. p. 16.) 

. 1. Aspidimertel 

15 (17) DE Kopfschild RN Kann bis zu den ee Bauchseg- 
mente einfach. (Ev. 1. p. 14.) Ä 

; 2. Scynunsill 

19 (16) Halsschild male als die Flügeldecken, seine Hinter- 
winkel vom Schulterwinkel der Flügeldecken entfernt, 
letztere mehr oder weniger abgerundet. 

20 (21) Mittelhüften sehr breit, fast ebenso breit als die Hinter- 
hüften getrennt. Mesosternalfortsatz sehr stark quer, nach 
hinten nur wenig verengt, mit dem Metasternum der gan- 
zen Breite nach in fester Verbindung. Fühler 8- oder 10- 
gliederig. Innere Augenränder gerade und a zuein- 
ander. 

3. Ortalüini. 

21 (20) Mittelhüften ven weniger breit als die Hintenhüften ge- 
trennt. Mesosternalfortsatz nur mäßig breit, nach hinten 
stark verengt, mit der abgerundeten Spitze mit dem Meta- 
sternum zusammentreffend, mit demselben nicht in fester 
Verbindung. Fühler ögliedrig, Kiefertaster . ihr 2. 
Glied gestreckt keulig. Ba Ep. 13) 

N 14. Noviini. 
22T) Das Ablomen ech nur aus 5 emenet das 5. Seg- 


ment lang. 


N 


23 (24) 


24 (25) 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden Zi 


Oberseite unbehaart. Epipleuren der Flügeldecken mit 
Grübchen zur Aufnahme der Schenkelspitzen. — Körper 
gerundet, sehr gewölbt. Halsschild sehr tief ausgerandet 
und wie bei den Chilocorini gebildet. Kopfschild leicht 
gebuchtet, mit rundlichen seitlichen Winkeln, die Seiten 
über der mäßig freiliegenden Fühlergrube gebuchtet. Die 
Augen tief, aber sehr schmal durch einen postantennalen 
Ausenwinkel ausgerandet. . . . 2 a. „u. 
a ee. us Pentilumi. 

Diese Tribus enthält nur amerikanische Arten und wäre im palä- 
arktischen Gebiete nur dann vertreten, wenn wieder einmal ein Autor 
die hin- und hergeworfene Pentilia nigra Ws. von Japan zu Pentilia 


stellen würde. Im Col. Cat. p. 225 und 234 weist sie Korschefsky zwei- 
mal aus, einmal als Pentilia, einmal als Platynaspis. Chapin (Proc. 


Biol. Soc. Wash. 39, 1926, p. 130) stellt sie zur Gattung Telsimia Cas. 


und gibt auch eine Tabelle der Arten. Korschefsky (l. ce. 587) zählt 
bloß 4 Arten auf, und unter den ausgelassenen Arten befindet sich 
auch nigra Ws. Es ist nicht ersichtlich, warum er diese Art nebst wei- 
teren Arten ausläßt und ferner Pent. nigra als Pentilia und Platynaspis 
weiter bestehen läßt. Ich kenne die Art in natura nicht und weiß nicht, 
welche Ansicht die endgültig richtige ist. Da die Art aber irgendwie 
ausgewiesen werden muß, bringe ich sie hier bei den Telsimiint. 


Oberseite behaart. Epipleuren der Flügeldecken ohne 
Grübchen für die Schenkelspitzen. Kopfschild mehr oder 
weniger tief ausgesehnitten. . . 2 2 2 2 2 2 0. 
a ee Bl 2 LO. Exopleetrint 


Die einzige in unserem Gebiete vertretene Gattung ist: Aulis 
Mis. Halsschild am Vorderrande stark ausgeschnitten, Hinterrand die- 
ses Ausschnittes nach hinten (nicht in der Mitte nach vorne) gebogen. 
Epipleuren des Halsschildes mit einem Grübchen. Fühler gegen den 
vorderen inneren Teil der Augen eingelenkt. 

Korschefsky hat im Col. Cat. diese Gattung sowohl, als auch 
Dioria Mls., welche von Mulsant, Crotch und Chapuis bei den Ex- 
oplectrini ausgewiesen wurden, zu den Coccidulini gestellt, ohne daß 
man hiefür in der Literatur eine Begründung gefunden hätte. 194+ 
(Ent. Bl. 40, p. 137) stellt er diese Gattungen wieder zu den Ex- 
oplectrini. 


26 (6) Kopfschild vor den Augen seitlich schwach erweitert und 


27 (28) 


einen Schild bildend, welcher tief in die Augen eingreift 
und die Fühlerwurzel vollkommen bedeckt. Oberseite kahl 
oder behaart. 

Oberseite unbehaart oder nur bei einigen wenigen Ar- 
ten fein behaart (dann aber die hier weiter angegebenen 
Merkmale stimmend). Kopfschild vorne ausgerandet, die 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Ges. Frey, Bd. 6, 1955 


29 (30) 


30 (29) 


31( 


oı 
Se 


32 (4) 


Oberlippe daher meist hervortretend oder fast vollkom- 
men frei liegend. Fühler 8- oder 9gliedrig. Der Halsschild 
schmäler als die Flügeldecken an der abgerundeten Basal- 
ecke, an die Basis der Flügeldecken nicht oder vollkom- 
men anschließend. Epipleuren der Flügeldecken vollstän- 
dig, vorne sehr breit und auch hinten an der Nahtspitze 
noch breit, ohne Gruben für die Schenkelspitzen oder sol- 
che höchstens sehr schwach ee (Ev. I. p. 23.). 

4. Chilocorini. 


Obi seite ich Sn Kopfschild vorne flach bogenför- 
mig gerundet und leistenförmig gerandet, die Oberlippe 
vollkommen bedeckend. Fühler 10gliedrig. Halsschild an 
der Basis so breit als die Basis der Flügeldecken und an 
diese vollkommen anschließend. Epipleuren der Flügel- 
decken horizontal, neben der Brust breit, neben dem Bau- 
che nach hinten verschwindend, mit Eindrücken zur Auf- 
nahme der Schenkelspitzen. 


Abdomen aus 6 Segmenten bestehend, das 5. Segment kurz. 
. 5. Platynaspini. 


Abdomen nur aus 5 Segmenten bestehend, das 5. groß und 
gerundet. m sehr klein (1,5—2,25 mm), rund. 


6. Telsimiini. 


Eindglied ee a Kontken zugespitzt. Epipleuren 
der Flügeldecken breit, nach hinten allmählich verengt. 
Oberseite en oder kahl. (Ev. I. p. 23, dazu die Gat- 
tung Plotina, p. 22, die ich erst später kennenlernte.) . 
8. Coelopterini. 
Ich ziehe es vor, für diese Tribus diesen Namen, den Della Beffa 
einführte, zu gebrauchen, denn wenn der Gattungsname Pharus als 
präoccupiert durch einen anderen Namen (Pharoscymnus Bed.) ersetzt 
werden mußte, geht es nicht an, die Gattungsgruppe weiterhin Pharini 
zu nennen (Col. Cat. p. 209), also nach der Gattung Pharus, die 
rechtsgültig einer anderen Tiergattung zukommt. Es widerspricht eine 
solche Aufrechterhaltung wohl nicht dem Nomenklaturgesetz, jeden- 
falls aber der Logik. Man könnte eventuell auch den Namen Sticho- 
lotini gebrauchen. 


Augen grob fazettiert. — (Fühler meist lang, die Hinter- 
ecken oder wenigstens die Mitte des Seitenrandes des 
Halsschildes erreichend, kurz bei Acoccidula Bar. und 
Sumnius en Oberseite behaart. (Ev. I. p. 13.) - S 
15. Coccidulikt 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 73 


Casey 1899, 74 teilt diese Gruppe noch weiter ein: 
1) Halsschild von der Basis nach vorne verengt. Epipleuren mä- 


Rig breit und mehr oder weniger konkav, geneigt. . . Rhizobiini 
2) Halsschild zur Basis hin verengt. Körper länglich. Epipleuren 
sehr schmal, flach und horizontale. . . . » 2.2...  Coeeidulini. 


33 (3) Tarsen deutlich tetramer, da das 3. Glied vollkommen 
freiliegt. ai l.p. = Sn Lithophilinae). 
il. Tefrabrachinae. 


II. Unterfamilie: Coccinellinae (Fortsetzung des I. Teiles). 


4. Chilocorini 


Tabelle der Gattungen. 


1 (2) Der Kopfschild leistenförmig gerandet und in der Mitte 
ziemlich stark ausgerandet. Fühler ögliedrig. Halsschild 
an der Basis seitlich schräg gerundet und nicht an die Basis 
der Flügeldecken anschließend, an den Seiten nur etwa 
halb so lang als in der Mitte, an der Basis nur seitlich, und 
zwar doppelt, gerandet. Flügeldecken mit sehr stark um- 
geschlagenen, stark gegen die Dorsalfläche gedrückten 
Epipleuren. Schenkellinie gegen den Hinterrand des Seg- 
mentes gekrümmt und an demselben endigend. Schienen 
an der Außenseite im basalen Drittel mit einer zahnför- 
migen Erweiterung. Klauen gezähnt. i 

R 49. efiecoru ah 

2 (1) Kosrschild Acht nd vorn der ganzen Breite nach 
flach ausgebuchtet, die Oberlippe fast vollkommen frei- 
liegend. Fühler 9gliedrig. Halsschild an der ganzen Basis 
in gleichmäßigem, flachen Bogen gerundet und vollkom- 
men an die Basis der Flügeldecken anschließend oder seit- 
lich nur wenig schräg gerundet und von der Basis der 
Flügeldecken nur wenig abgerückt, vor der Basis mit einer 
nach außen erlöschenden Randlinie. Schenkellinie voll- 
ständig, den Hinterrand des Segmentes nicht erreichend. 
Schienen einfach. 

3 (4) Klauen an der Basis gezähnt, zumindest schwach. Epipleu- 
ren der Flügeldecken sehr stark umgeschlagen und stark 
gegen die Dorsalfläche gedrückt. ER 

ET 50. Bechomms Redtb. 

4(5) en Each Epipleiten der Flügeldecken ziemlich ho- 


774 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


rizontal umgeschlagen. re Ne Fe Ne 
51. Brumus Mls. 
49. Gattung: Chilocorus Leach. 


(Leach in Brewster, Edinb. Enceyel. IX. 1815, 116 — Muls. 
1846, 168; 1850, 452 — Redtb. 1848, 574; 1858, 967; 1874, 533 — 
Seidl, 1872, 47; 1891, 68; 1888, 68 — Crotch 1874, 183 — Chapuis 
1876, 244 — Weise 1879, 90 (s. p. 3); 1885, 5 — Ganglbauer 1899, 
951 — Reitter 1911, 133, 134 — Kuhnt 1912, 567, 582 — Jacobson 
1916, 990 — Schaufuss 1916, 559 — Mader, Ev. I. 1927, 23.) 

Synonym: Chilichorus Hope, (Col. Man. III. 1840. 157). 

Von 65 Arten im paläarktischen Gebiete 15. 


Tabelle der Arten. 


1 (2) Flügeldecken wie der übrige Körper von einfarbig heller 
Farbe, johannisbeerrot, Kopf und Beine mehr gelblich. 
L. ca. 6 mm. — Himalaya. . 3 
1. elle Mis. 
2. Flüpeldecken erlsbie nd ganz schwarz. 
3 (22) Flügeldecken nicht ganz schwarz. 
4 (5) Halsschild einfarbig ziegelrot, die ebenso gefärbten Flü- 
geldecken mit sehr schmalem schwarzem Außensaum. L. 
4—6 mm. — Indien, China. 
I RT 2. ren Gyll. 
9A) Halsschild wenigstens zum größten Teile schwarz. 
6 (19) Die dunkle Farbe der Flügeldecken oder des Halsschildes 
nicht mit metallischem blauen Schimmer. 
7 (8) Flügeldecken schwarz oder braun, mit 3kleinen roten oder 
gelblichen Fleckchen in einer Querreihe knapp vor der 
Mitte oder diese 3 Flecken verfließen zu einer Querbinde, 
deren Zusammensetzung aus Fleckchen noch erkennbar 
bleibt. L. 3—4 mm. — Pal. reg. ; 5 
Ber 5. bifusgulahen L. 
a) Flügeldecken'n mit Saders Bebildeier Zeichnung. 

9 (12) Die hellere Farbe der Flügeldecken bildet eine beiden 
Decken gemeinsame Diskalfärbung. Hierher 2 Arten, die 
ich noch nicht trennen kann, da ich die jüngere Art nicht 
kenne, resp. falsch determinierte Stücke zu besitzen 
scheine. Den Beschreibungen ist nichts Entscheidendes zu 
entnehmen. Beide Arten besitzen das charakteristische 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 75 


Merkmal, daf die Seiten des Halsschildes fast geradlinig 
sind. 

10 (11) Die gelbrote Diskalfärbung der Flügeldecken hebt sich 
von dem schwarzen peripherischen Saum sehr scharf 
(wenn auch allmählich) ab. L. ca. 6 mm. — Indien bis 
Osisibirien — Fg. 1. 

A 3 wi are. 

11 (10) Flügeldecken kastarienbra aun, Be: hellerer Diskalfärbung, 
die unscharf begrenzt ist und die innere Hälfte der Flü- 
geldeckenbreite von der Basis bis etwa zur halben Flügel- 
deckenlänge einnimmt (monachus Mls.), oder Flügel- 
decken schwarz, mit „elytris pustula disci transversa-ovata 
rubra“ (rufitarsis Motsch.). L. ca. 4 mm. — China. 

| .. . #. rufitarsis Mtsch. 

12.(9,) Jede Flügeldecke mit I solierter Heller Makel auf dunklem 
Grunde. 

13 (14) Punktierung der Flügeldecken äußerst charakteristisch: 
Bei stärkerer Vergrößerung (40 —50fach) sieht man statt 
eines einfachen Punktgrübchens in einer aus sehr feinen 
Pünktchen gebildeten Kreislinie eine Menge feiner Pünkt- 
chen, die sich um einen feinen Mittelpunkt gruppieren. 
Flügeldecken schwarz, mit je einer gelbroten Makel auf 
der Scheibenmitte. Unterseite und Beine ee 1.545 
bis 7” mm. — re Arabien. . 

6. on Kle. 

14 (15) Pankiterung wie = ahnlich aus flachen Por 
bestehend. 

15 (16) Die rote Scheibenmakel der Flügeldecken ist eine der Naht 
parallele Längsmakel. Seiten des Halsschildes fast gerad- 
linig. i 

9. dus a. ne Ws. 

16 (15) De Makel ist quer nierenförmig oder rundlich. Sehr 
selten hat die Makel einen schwarzen Punkt einge- 
schlossen. 

17 (18) Die Makel ist quer nierenförmig oder wenigstens mit Nei- 
gung, in die Quere zu gehen. Hieher 2 Arten, die bis jetzt 


nicht befriedigend zu trennen sind. L. 4—5 mm. — Reg. 
x Se ee er: renipustulatus Scrb. 
Italien. . . ....8. similis Rossi 


15 (17) Die Makel ist Re url eine Die Fühler ein wenig län- 
ger als bei renipustulatus, das letzte Glied der Kiefertaster 


ZUG Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


verhältnismäßig kürzer. L. 4—5 mm. — China, Japan, 
eingeschleppt in Italien. . 
R 9. Ku Silv. 
19200)) Die denke Farbe ie Blüseldeles oder des Halsschildes 
mit metallisch blauem Schimmer oder direkt blau. 

20 (21) Halsschild mit metallisch blauem Schimmer. Flügeldecken 
lebhaft rot, mit einem gleichbreiten, scharf begrenzten, 
dunkelkornblumenblauen Seitensaum, welcher etwa ein 
Fünftel der Flügeldeckenbreite einnimmt. L. ca. 5 mm. — 
Himalaya. 

Fa: 1. House Ws. 

21 (20) Seharchlan Flügeldecken bläulich, ie runder roter 
Scheibenmakel. L. 6 mm. — China. $ 

a ee bl: chalybedie! Gorkd 

22 (3) Flügeldecken einfarbig schwarz. 

23 (24) Körperbau annähernd herzförmig, vorn breit, hinter der 

Mitte stark verschmälert und fast zugespitzt. — Schwarz, 
eine kleine, verloschene Makel auf dem Scheitel rötlich, 
Bauch gelbbräunlich, Halsschild und Flügeldecken metal- 
lisch-glänzend, wie lackiert. Flügeldecken mit hoher 
Schulterbeule, vor welcher sich ein weiter, grubenförmi- 
ser Eindruck nach innen und bis an die Basis hinzieht. 
L. 5,5 mm. — Himalaya. 

2. IE Ws. 

23) Kör alone eh Br oe und auch sonst anders. 

26) Punktierung der Flügeldecken wie sub 13. 

22 a PTR . vgl. 6. distigma a. famelicus Ws. 

26 (25) Punktierung der Flügeldecken normal. 

27 (30) Halsschild an den Seiten mit hellem Fleck oder wenigstens 
hell gesäumt. 

258 (29) Kopf schwarz. Halsschild mit einem großen gelben Fleck 
an jeder Seite. — Schwarz, glatt, glänzend, sehr rs 
L. ca. 4,5 mm. — Arabien. : 

13. De Walk. 

29 (28) Kopf al: es a ebenso die Seiten des Halsschil- 
des in bald mehr, bald weniger Ausdehnung. Unterseite 
und Beine rotgelb. L. ca. 3—4 mm. — Himalaya, Indien, 
China. ee 

a er 14. nigritus F. 

30 (27) Halsschild ganz schwarz. 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden T. 


31 (32) Seiten des Halsschildes fast (vide sub 10). Ost- 
sibirien. De 2 
Se er Er ee a Ws. 
32 (31) Seiten des Halsschildes gerundet. 
33 (34) Kopf schwarz. Beine schwarz. Sibirien, in \ Kuropa noch 
nicht beobachtet. ee 
: et sleu a. inornatus Ws. 
34 (35) Kopf ot Ne Farb: aun. Unterseite und Beine bräunlich- 
rot. L. ca. 4,5 mm. — Japan. 
15. erfeek Te 


1. Ch. ic Mis. — Fast halbkugelig, punktuliert, vollstän- 
dig johannisbeerenrot, unten etwas dunkler. Augen schwarz. Un- 
terflügel gelb. (Die Färbung der Unterflügel ist manchmal für die 
Trennung der Arten von Belang.) Halsschild schmal, dessen Seiten 
schwach gerundet und diese kaum ?/, so lang als der Halsschild 
in der Mitte, an den Seiten und nahe derselben durch eine ein- 
gegrabene Linie fein gerandet. Flügeldecken ziemlich regelmäßig 
gewölbt, an den Seiten etwas weniger geneigt und schmal abge- 
setzt. L. 5,5—6,2 mm — Himalaya, Indien, Java. 


2. Ch. circumdatus Gyll. (nigromarginatus Misch.) — Fast 
halbkugelig, sehr gewölbt, punktuliert, fuchsrot oder rotgelb, 
glänzend. Augen schwarz. Halsschild an den Seiten gerundet, nahe 
diesen durch eine leichte Linie fein gerandet, die Seiten kaum so 
lang wie Y; der Mittellinie. Flügeldecken außen weniger geneigt 
abgesetzt, diese Absetzung entspricht etwa '/, der Flügeldecken- 
breite in /; der Länge. Flügeldecken mit schwarzem Außensaum 
von der Schulterecke bis zur Spitze, so breit wie die Seitenrand- 
absetzung. Epipleuren schwarz gerandet. Unterflügel dunkel. Un- 
terseite und Beine blasser. L. 4—6 mm — Indien, China. 


3. Ch. rubidus Hope (tristis Fald.) — Fg. 1. — Kurzoval, sehr 
gewölbt, sehr glänzend. Kopf und Halsschild schwarz, mitunter in 
verschiedenem Grade in Braunrot übergehend. Flügeldecken rot, 
gelbrot bis blut- oder kirschrot, mit einem schwarzen Saum am 
Vorder-, Seiten- und Hinterrande, der innen in der Regel schlecht 
begrenzt ist. Man könnte die Flügeldecken auch als schwarz mit 
großer gemeinsamer roter Diskalfärbung bezeichnen. Diese rote 
Färbung kann sich nun so verringern, daß von ihr auf jeder Decke 
bloß eine bindenförmige Längsmakel auf der inneren Hälfte von 
!/; bis 2), der Länge übrigbleibt (a. fenestratus Ws. — Amur) oder 
die Flügeldecken sind ganz schwarz (a. niger Ws. — Amur). Hals- 


278 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gsg. Frey, Bd. 6, 1955 


schild an den Winkeln wenig oder nicht abgestumpft, an den Sei- 
ten gerade, diese etwa halb so lang als der Halsschild in der Mittel- 
linie, Hinterrandleiste einfach. Flügeldecken an den Seiten weniger 
geneigt abgesetzt und daselbst stark punktiert. Unterseite rostrot, 
oder variierend nach der Färbung der Flügeldecken. Beine schwarz, 
oder zum Teil schwärzlich oder auch rostrot, je nach der inten- 
siveren Färbung der Oberseite. L. 5—7 mm — Ussuria, Mongolei, 
China, Japan, Indien, Celebes, Australien. 


4. Ch. rufitarsis Mtsch. (monachus Mis.) — Fast halbkugelig, 
sehr gewölbt, punktuliert und glänzend. Kopf ziegelrot oder fahl- 
rot. Halsschild schwarz, an den Vorderwinkeln wenig oder nicht 
abgestumpft, die Seiten geradlinig, daselbst kaum so lang als die 
Hälfte der Mittellänge, schwach aufgerandet. Flügeldecken außen 
durch eine wenig deutlich begrenzte, weniger geneigte Absetzung 
markiert, diese Absetzung weniger fein als der Rücken punktiert, 
kastanienbraun, oft auf der Scheibe nahe dem Schildehen auf un- 
bestimmte und schlecht begrenzte Art heller werdend, manchmal 
bedeckt diese Aufhellung die innere Hälfte der Basisbreite und in 
der Länge ungefähr die Hälfte. Flügeldecken vielleicht einmal 
auch ganz schwarz. Epipleuren außen schwarz, innen ziegelrot. 
Unterseite und Beine ziegelrot. L. ca. + mm (Motschulsky gibt nur 
11/, l an). — China. 


5. Ch. bipustulatus L. (jasciatus ©. Müll., transversopunctatus 
Boern., /rontalis Thunb., testudo F., striatus F., transversogutta- 
tus Korsch.) — Halbkugelig, hoch gewölbt, glänzend schwarz oder 
braun (südliche Stücke oder mehr weniger unreife). Kopf rot, jede 
Flügeldecke vor der Mitte der Scheibe mit einer der Naht mehr 
als dem Seitenrande genäherten Querreihe von 3 kleinen roten 
Flecken, die entweder alle frei stehen (a. exclamationis Eschsch.) 
oder deren 2 innere verbunden sind (exelamationis Depoli — häu- 
figste Form), oder die alle 3 zu einer Querbinde verfließen (bi- 
fustulatus L. f. nom.). Während in Mitteleuropa und nordwärts 
braune Stücke bloß mehr oder weniger unreif sind, sind im Süden 
auch die reifen Stücke von mehr oder weniger intensiv brauner 
Grundfarbe (a. olivetorum Costa, minor J. Sahlb., meridionalis 
Eichl.). Fühler gelbrot, Tarsen und meist ein Teil der Schienen, 
oft die ganzen Beine braunrot, Bauch gelbrot mit schwarzer Basis. 
Punktierung auf dem Kopfe viel feiner und weitläufiger als bei 
renipustulatus, auf dem Halsschild und den Flügeldecken fast wie 
bei diesem, Kopfschild weniger tief ausgerandet. Halsschild an den 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 779 


——— 


' Seiten nur schwach gekrümmt, daselbst °/;, so lang wie in der 
Mittellinie, an der Basis seitlich mit doppelter Randlinie, der Raum 
dazwischen schmal. L. 3—4 mm — Paläarktische Region. 


Ch. minor J. Sahlb. bezieht sich bloß auf kleine Stücke, wie 
solche auch bei uns vorkommen. Ch. meridionalis Eichl. ist ein 
glattes Synonym von olivetorum Üosta. 


6. Ch. distigma Klug. (ruficeps Mls.) — Diese afrikanisch tro- 
pische Art muß ich hier aufnehmen, da Orotch (1874, 184) sie 
auch von Arabien angibt. Ich habe zwar von dort kein Stück ge- 
sehen, jedoch ist die Möglichkeit des Vorkommens nicht ausge- 
schlossen und soll den Benützern dieser Evidenz die Möglichkeit 
geboten werden, ihr Material daraufhin nachzuprüfen. Sie wäre 
dann unsere größte Art und durch ihre eigenartige Punktierung 
auch leicht zu erkennen. — Kurzoval, hochgewölbt, glänzend. 
Schwarz, Kopf rot, Halsschild in den Vorderwinkeln mit gelb- 
rotem Saum, schmal und wenig aufscheinend beim Weibchen. Auf 
jeder Flügeldecke eine rote oder gelbrote Makel auf der Scheiben- 
mitte, klein (distigma Kleg. f. nom.) oder auch groß, über !/; der 
Flügeldeckenbreite (a. erythrocephalus Mls.). Zwischen diesen Ex- 
tremen gibt es alle Übergänge. Die rote Makel kann auch ganz 
klein werden und ganz verschwinden (a. famelicus Ws.). Unter- 
seite und Beine ziegelrot. Halsschild an den Seiten deutlich ge- 
rundet, daselbst etwa ?/, so lang als in der Mitte. Die Punktierung 
ist sehr eigenartig: Bei stärkerer Vergrößerung sieht man statt 
eines einfachen Punktgrübchens in einer aus sehr feinen Pünkt- 
chen gebildeten Kreislinie eine Menge feiner Pünktchen, die sich 
um einen feinen Mittelpunkt gruppieren. L. 5,5 mm — Mittel- 
und Südafrika, Abessinien, Arabien. 


Weise’s a. famelicus mißst bloß 4 mm und ist von Weise als 
fraglich zu dieser Art gestellt. 


7. Ch. renipustulatus Scriba. (cacti Scop., bipustulatus Deg., 
mediopustulatus Schrk., similis Har., Ws., Gglb. et auet. div. non 
Rossi, abdominalis Thnb.) — Halbkugelig, so breit als lang, glän- 
zend. Schwarz, die Flügeldecken ziemlich in der Mitte jeder Decke 
mit einer großen, roten, queren, mehr oder weniger nierenförmi- 
gen Makel, der Naht näher als dem Seitenrande. Sehr selten hat 
diese Makel einen schwarzen Kern. (Ein Stück gesehen in coll. 
Kofler, Forschach in Tirol.) Diese Makel kann auch fehlen (a. in- 
ornatus Ws. — Sibirien). Fühler gelbrot, Beine schwarz mit bräun- 


780 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


lichen Tarsen, Bauch bis auf die Mitte des ersten Segmentes gelb- 
rot. Kopfschild tief ausgerandet. Kopf mäßig fein und ziemlich 
dicht punktiert, äußerst fein behaart. Halsschild in der Mitte fein 
und weitläufig punktiert und kahl, gegen die Seiten stärker und 
dichter punktiert und äußerst fein behaart, die Seiten schwach 
gerundet, daselbst höchstens 2); so lang als in der Mitte, an der 
Basis seitlich mit doppelter Randlinie, der Raum zwischen diesen 
Linien breit. Flügeldecken fein und weitläufig, an den flach ab- 
gesetzten Seiten ziemlich grob punktiert. L. 4—5 mm — Palä- 
arktische Region. (Vide auch 9. Ch. Kuwanai Silv.) 


Von den Canaren ist die s. canariensis Cr. (renipustulatus 
Woll.) beschrieben. Sie hat die Makel der Flügeldecken stark in 
die Quere gezogen und erinnert einigermaßen an Ch. bipustulatus 
L., hat aber schwarzen Kopf, und die Flügeldeckenmakel zeigt 
keinen Ansatz, als ob sie aus 3 kleinen Flecken zusammengesetzt 
wäre. 

Die Form vom afrikanischen Kontinent beschrieb Weise als 
v. continentalis Ws. Sie stimmt so ziemlich mit canariensis Cr. 
überein, nur ist bei ihr der Kopf sehr dunkel rotbraun, der Längs- 
eindruck der Stirn etwas tiefer und länger, und der abgesetzte 
breite, abschüssige Seitenrand der Flügeldecken, unter dem die 
Epipleuren liegen, wird stets hinter der Mitte durch einen kräf- 
tigen Eindruck von der Scheibe getrennt. Die rote Makel dicht 
vor der Mitte hat die Form einer Querbinde, die außen genau über 
dem abgesetzten Rande beginnt und hier vom Seitenrande etwas 
weiter entfernt bleibt, als innen von der Naht. 


8. Ch. similis Rossi. — Mit dieser Art wurde bis in die letztere 
Zeit von verschiedenen Autoren unser gemeiner renipustulatus 
vermengt. Sie gilt aber heute wieder als eigene Art, als rein italieni- 
sche, die aber in Nordamerika eingeführt wurde. Leider haben wir 
bis heute keine befriedigenden Trennungsmerkmale aufgefunden, 
es sei denn, daf3 die Makel runder ist, d. h. vorne und hinten deut- 
lich konvex, daher nur sehr wenig breiter als lang. Leider habe ich 
in früheren Jahren die Determinanden im Sinne Ganglbauers be- 
handelt und mir auch kein italienisches Material für meine Samm- 
lung zurückbehalten, so daß ich heute bloß ein sicheres Stück 
similis besitze. Auch ich finde äußerlich außer der Form der Ma- 
kel kein sicheres Trennungsmerkmal, das man als spezifisch wer- 
ten dürfte. Auch will ich das eine Stück nicht durch Experimente 
gefährden. Es müssen somit weitere entscheidende Untersuchun- 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 781 


| gen und Publikationen abgewartet werden. Vorderhand betrachte 
man jedes Stück aus Italien mit stark gerundeter Makel als similis 
Rossi. L. 4—5 mm — Italien, eingeführt in Nordamerika. 


Vergleiche auch die nächste Art. 


9. Ch. Kuwanai Silvestri (renipustulatus Grotch pars, similis 
Marlett) — Diese Art ist das dritte Sorgenkind in der similis- 
Gruppe und ist in der Theorie ebenso schwer zu trennen, obwohl, 
wenn man sie vor Augen hat — ich habe Stücke von Japan, Korea 
und China — gleich merkt, daß es sich um eine eigene Art handelt. 
Ich gebe hier am besten die Beschreibung in Übersetzung: Halb- 
kugelig, Länge 4,45 mm, Breite 4,1 mm, größte Höhe gleich der 
halben Körperlänge. Oben schwarz, glänzend, Flügeldecken mit 
einer kreisrunden oder nur etwas breiteren als langen roten Makel, 
so ziemlich in der Mitte jeder Scheibe, der Naht etwas näher als 
dem Außenrande, von etwa ?/, zu t/, der Breite. Kopf schwarz (bei 
einem japanischen Stücke meiner Sammlung auch dunkelrot). Un- 
ten Brust und Mitte des ersten Bauchsegmentes schwarz, der Rest 
des Bauches rotbraun, Beine schwarz. Kopf ziemlich dicht und tief 
punktiert, aus den Punkten kurze Haare entspringend, einige stär- 
kere und tiefere Punkte am vorderen Teile. Erstes Fühlerglied um 
/, länger als das zweite, drittes bis sechstes Glied ungefähr gleich 
lang, vom dritten, zarten Gliede an bis zum sechsten sich allmäh- 
lich verdickend, das siebente Glied etwa um !/, länger als das 
sechste und das dickste, das achte Glied etwa !/; länger als das 
siebente und fast kegelig, mit etwas längeren Äpikalborsten als 
dieses Glied. Die Kiefertaster haben das letzte Glied doppelt so 
lang als breit. Halsschild und Flügeldecken mit kleinen Punkten 
besetzt, die sehr deutlich, wenig tief und dicht sind. Die Brustteile 
sind fast glatt und haben nur wenige und kurze Haare. Der Fort- 
satz des ersten Bauchsternites hat zahlreiche und diekliche Punkte, 
aus denen eine kurze Behaarung entspringt. Der Rest des Bauches 
hat kurze, wenig zahlreiche Haare und auf dem ersten Segment, 
nach und nach mehr auf dem hinteren Teile. Die Beine haben die 
Unterseite ausgestattet mit kurzen, ziemlich zahlreichen Haaren 
und am Innenrand des 1. und 2. Tarsengliedes eine kurze und 
dichte, breite Bürste. L. 4,5 mm — China, Korea, Japan. In Italien 
zur Bekämpfung der Diaspis pentagona eingeführt. 

Ch. renipustulatus Scriba unterscheidet sich demnach von die- 


ser Art durch die mehr nierenförmige Makel, die Fühler sind ein 
wenig kürzer und das letzte Glied der Kiefertaste ist verhältnis- 


782 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


mäßig länger als bei Kuwanai, die Punktierung ist weniger deut- 
lich. Auf die Gestaltsunterschiede halte ich nicht viel. 


10. Ch. Hauseri Ws. — Halbkugelig, glänzend. Brust, Beine, 
äußerste Hälfte der Epipleuren und Kopf schwarz, letzterer mit 
einer roten Querbinde zwischen den Augen. Halsschild, mit metal- 
lisch blauem Schimmer, stark glänzend, wenig dicht und sehr fein, 
an den Seiten stärker und dichter punktiert und fein behaart, der 
Seitenrand geradlinig. Schildchen schwarz. Flügeldecken lebhaft 
rot, dichter und kräftiger als der Halsschild punktiert, mit einem 
gleich breiten, scharf begrenzten, dunkelkornblumenblauen Seiten- 
saum, welcher etwa !/; der Breite der Decken in der Mitte ein- 
nimmt. Bauch und innere Hälfte der Epipleuren vor der Mitte röt- 
lich gelbbraun. L. 5 mm. — Sikkim, Yunnan. 

Nahe verwandt mit Ch. rufitarsis Mtsch., aber teilweise metal- 
lisch gefärbt. 

11. Ch. chalybeatus Gorh. — Schwarzblau, sehr glänzend, 
Brust und Bauch rostrot. Flügeldecken bläulich, dicht und deutlich 
punktiert, mit blutroter, runder Scheibenmakel, diese so ziemlich 
in der Mitte. L. 6 mm. — China. 


12. Ch. Braeti Ws. — Schwarz, eine kleine verloschene Makel 
auf dem Scheitel rötlich, der Bauch gelbbräunlich, Halsschild und 
Fiügeldecken metallisch glänzend, wie lackiert. Halsschild an der 
Basis gerundet, vor dem Schildchen abgestutzt, die Seiten ziemlich 
geradlinig, die Scheibe mäßig dicht, sehr fein und verloschen 
punktiert. Die Punkte werden an den Seiten etwas stärker, und 
jeder von ihnen ist hier mit einem kurzen feinen Härchen besetzt. 
Flügeldecken mit hoher Schulterbeule, vor welcher sich ein weiter, 
grubiger Eindruck nach innen und bis an die Basis hinzieht; ein 
rinnenförmiger Eindruck setzt die fein punktierte Scheibe von dem 
Streifen über dem Seitenrande sehr deutlich ab. Dieser Streifen 
ist viel stärker als die Scheibe punktiert, vorn breit, hinter der 
Mitte verengt. Die Art unterscheidet sich von den einfarbigen 
Arten durch den Körperbau, welcher annähernd herzförmig, vorn 
breit, hinter der Mitte stark verschmälert und fast zugespitzt ist. 
L. 5,5 mm. — Himalaya. 

13. Ch. biplagiatus Walk. — Leider wissen wir über die auch 
mir noch unbekannte Art weiter nichts, als was uns Walker in 
seiner lakonischen Art sagt. Schwarz, glatt, glänzend, sehr ge- 
wölbt. Halsschild mit einem großen gelben Fleck an jeder Seite. 
L. 4,4 mm. — Arabien. 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 783 


14. Ch. nigritus F. — Fast halbkugelig, sehr oberflächlich 
| punktiert, sehr glänzend. Kopf rotgelb oder ziegelrot. Halsschild 
an den Seiten kürzer als °/;, der mittleren Länge, schwarz, die 
Seiten einmal ziemlich schmal rötlich, ein andermal dieser Saum 
ausgedehnt bis zur Ausbuchtung hinter den Augen und an der 
Basis bis zu der Stelle, welche der halben Flügeldeckenbreite ent- 
spricht. Schildchen schwarz. Flügeldecken schwarz, Epipleuren 
ziegelrot, am Rande dunkel oder schwärzlich. Unterseite und Beine 
rotgelb oder ziegelrot. L. 3,3—3,6 mm. — Ostindien, Himalaya, 
China. 


15. Ch. Mikado Lew. — Halbkugelig, glänzend. Kopf, Unter- 
seite und Beine bräunlichrot, Halsschild und Flügeldecken schwarz, 
letztere auf der Scheibe nicht dicht, aber am Rande deutlich und 
ziemlich runzelig punktiert. L. 4,25 mm. — Japan. 

Crotch hielt diese Art als zu nigritus F. gehörend und berichtet 
sie 1874 auch als solche, aber sie stimmte Lewis nicht überein mit 
irgend einem indischen Exemplar in der Punktierung der Flügel- 
decken und in der Größe des Schildchens, das mehr als doppelt so 
groß ist. Die Vorderschienen sind am Außenrande nahe der Basis 
winkelig. Deshalb erhob sie Lewis zur Ärt. 


50. Gattung: Exochomus Redtb. 

(Redtenbacher 1843, 11; 1849, 175; 1858, 968; 1874, 534 — 
Mulsant 1846,172; 1850, 465, 476, 481 — Seidlitz 1872, 47: 1891, 
68; 1885, 68 — Orotch 1877, 192, 193, 194 — Chapuis 1876, 244, 
246 — Weise 1879, 90 (s. p. 3); 1885, 5 — Ganglbauer 1899, 983 — 
Reitter 1911, 134 — Kuhnt 1912, 567, 582 — Schaufuss 1916, 539, 
360 — Jacobson 1916, 990 — Barovsky, Ann. Mus. Zool. Russ. 
XXIli. 1922. 291 — Mader, Ev. I. 1927, 24) 

Synonym: Erochomus Woll. (Col. Hesp. 1867, 156). 

Subgenera: Exochomus s. str. Bar. (l. c. 191, fg. 1a). 

Parexochomus Bar. (l. c. 293, fg. 1b). 
Anexochomus Bar. (l. c. 293, fg. le). 
Von 64 Arten im paläarktischen Gebiete 17. 


Tabelle der Arten. 


Barovsky 1. c. spaltete die Gattung in 3 Untergattungen und gab auch eine 
Tabelle der meisten Arten. Von derselben will ich hier absehen, denn sie führt 
bei extremen Färbungsvarianten nicht zum Ziele, außerdem verlangt sie in erster 
Linie die Kontrolle der Klauen, was mitunter nur umständlich möglich ist. Ich 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3, 1955 49 


784 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6. 1955 


halte es daher für günstiger, meine Tabelle ebenfalls nach leicht erfaßbaren 


Merkmalen unter Berücksichtigung der unähnlichsten Aberrationen aufzubauen. 
Auf die Bildung der Klauen ist in meiner Tabelle durch die Vorsetzung des Buch- 
stabens E (Exochomus s. str.), P (Parexochomus) oder A (Anexochomus) vor den 


Artnamen Rücksicht genommen. 


Klauenbildung: Exochomus s. str. Klauen mit starkem Basalzahn. 


1 (36) 
2 07) 


ad 


5 (6) 


6(5) 


Parexochomus Bar. Klauen mit undeutlichem Basalzahn. 


Anexochomus Bar. Klauen mit fast spitzwinkeligem Zahn, der 
hinter der Mitte am Ende des zweiten Drittels liegt, das 
letzte Drittel der Klauen dünn, gebogen, die ersten zwei 
Drittel dicker, fast gerade. 


Flügeldecken und Halsschild kahl, unbehaart. 
Flügeldecken zweifarbig, also mehr oder weniger ge- 
zeichnet. 


) Flügeldecken auf dunklem Grunde mit hellen Makeln. 


Eine von den Makeln (selten bloß diese eine vorhanden) 
ist mondförmig, außen um den Schulterhöcker gebogen. 
Bei Aberrationen diese Makel oft stark vergrößert und oft 
auch mit anderen Makeln mehr oder minder zusammen- 
hängend. Bei den normal gezeichneten Formen ist außer 
dieser Mondmakel noch eine zweite Makel hinter der Mitte 
nahe der Naht vorhanden. Gewisse Aberrationen haben 
dann noch Zusatzmakeln, bis zum Schlusse die einstige 
dunkle Grundfarbe mehr und mehr verdrängt wird. 

Halsschild in der Regel ganz schwarz, bloß bei Aberratio- 
nen in den Vorderwinkeln mit mehr oder weniger ange- 
deuteter heller Makel, dann aber der Vorderrand des Hals- 
schildes höchstens mit aufgehellter Randkante. Hierher 
eine allseits gut bekannte, weit verbreitete und sehr vari- 
able Art. Nominatform: Flügeldecken schwarz, mit 2 roten, 
selten gelben Makeln, der mondförmigen Schultermakel 
und der queren hinter der Mitte, nahe der Naht. Vordere 
innere Hälfte der Epipleuren der Flügeldecken rot, ebenso 
der Seitenrand und mehr oder weniger die letzten Seg- 
mente des Bauches. Beine schwarz, nur bei Varianten oft 
aufgehellt. Nun kann sich die helle Zeichnung der Flügel- 
decken sehr stark ausbreiten oder ganz verschwinden. L. 
3—omm. — Paläarktische Region. (Vgl. auch Brumus ob- 
longus Wdb.):. ...... wen. u 10 nis te 
Re EEE 1. E. 4-pustulatus L. 
Halsschild mit gelbem Vorderrandsaum, der in der Mitte 
beim Männchen bis zu Y;, beim Weibchen bis zu Yı nach 


 Z r 


S 


. « . . 2, + 
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 785 


11 (12) 


12 (11) 
13 (14) 


14 (13) 


hinten reicht. der seitlich in eine große dreieckige Makel 
übergeht, welche bis zu den Hinterwinkeln reicht. Kopf 
gelb, mit einem schwarzen Querband auf der Stirn, das 
beim Männchen mehr zurückgedrängt ist. Flügeldecken 
wie bei #-pustulatus nt a mehr gelb, beim 
Männchen sogar die Kuße nkante der Flügeldecken aufge- 
hellt (ob immer). Beine zum allergrößten Teile lea: 
L. 3,5—3,58 mm. — Kleinasien (Lyciae Taurus). Insel Rho- 
dus. — Fe. 2. 


EUR A 0 a u Eu 2. E. Mülleri Mader 
Wenn eine Makel in der Schultergegend vorhanden, diese 
dann nicht mondförmig. 
Bloß eine Makel! hinter der Mitte in der Nähe der Naht 
vorhanden. I 
5 4. FE. 4 lea 2. lane Ba 
je ie Flögeldecke wenigstens mit 2 Makeln. 
Mit 2 Makeln, die vordere hinter der Schulterbeule, fast 
rund oder unregelmäßig viereckig, die hintere hinter der 
Mitte nahe der Naht, mehr oder weniger quer. 
Flügeldecken auffallend herziörmig, in e größte Breite 
weit vor der Mitte. L. 4—5 mm. — al u 
2 1. E. 4-pustwlatus s. cordiformis Roub. 
Flügeldecken nicht allerd herzförmig. 
Art aus dem Kaukasus und dessen Nachbarschaft, die sich 
von #-pustulatus folgendermaßen unterscheidet: Die vor- 
dere rotgelbe Makel ist nicht mondförmig, hinter der 
Schulterbeule gelegen und gerundet, Halsschildbasis nir- 
gends ausgeschnitten, Flügeldecken im vorderen Teile 
Trlch schmäler, im hinteren Teile rund erweitert, 
Schulterwinkel nicht vorragend. L. 3—5 mm. — Kauka- 
sus, *Kieinasien. ; 
s 3, E. ae coll. eh 
Art aus den Mongolei! Yon den 2 Makeln jeder Decke ist 
die vordere fast rund, mit gefransten Rändern, hinter der 
Schulterbeule gelegen, von dieser so weit getrennt, als ihr 
Durchmesser beträgt, zum größten Teile weiter innen ge- 
legen als bei #-pustulatus. Die 2. Makel ist in der Mitte 
des 2. Drittels der Flügeldeckenlänge nahe der Naht ge- 
legen, schräg oval und etwas kleiner als die vordere. L. 
4 mm. — Mongolei. eo a ke 
17. A. mongol Bar. 


49* 


USE 


15 (10) 2 


16 (17) 


7 (16) 


1003) 
19 (20) 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


oder mehr Makeln, aber von anderer Gestalt, besonders 
die vordere. 
Die vordere Makel groß, breit, hinten gezackt, auf der 
Schulterbeule einen schwarzen Fleck einschließend oder 
auch nicht, hintere Makel wie bei 4-pustulatus, aber grö- 
Ber. Siehe 1. E. 4-pustulatus a. ibericus Mtsch. und ähn- 
liche Aberrationen. 
Breite Makel an der Basis, außen breiter, nach innen 
schmäler werdend, Hinterrand derselben gezackt, dahin- 
ter drei im nach innen gerichteten Bogen zusammenhän- 
gende rote Makeln, die eine quere knapp vor der Mitte 
in der äußeren Hälfte der Flügeldecken, die andere mehr 
oder weniger quadratisch nahe der Naht, mit ihrem Vor- 
derrande in gleicher Höhe mit dem Hinterrande der 
ersten Makel, die letzte wieder quer hinter der ersten. 
Diese 3 hinteren Makeln werden wohl mitunter alle iso- 
liert stehen. Hieher die beiden dunkelsten Formen des 
sub 24 angeführten 
! 2. 1. a Ws. 
Flügelde en auf een Grunde mit schwarzen Makeln. 
Schwarz, Flügeldecken rot oder rotgelb, mit großer schwar- 
zer, dreieckiger Spitzenmakel, welche fast den sechsten 
Teil der Naht bedeckt. Unterseite und Beine schwarz, letz- 
tes Tarsenglied und die Klauen pechbräunlich. Halsschild 
seitlich zerstreut weißlich behaart. (Aus diesem Grunde 
und wegen der Ähnlichkeit mit uropygialis Mls. wird die 
Art zur Vorsicht nochmals sub 44 erwähnt.) L. 3,6 mm. — 
Kaschmir. 


7. E. Trubetzkoi Bar. 


20 (19) Flügeldecken anders gezeichnet. 
21 (22) Flügeldecken rot, mit 4 schwarzen Flecken, je 2 in schrä- 


scr Querreihe, je 2 hintereinander gestellt. Hieher würde 
sich auch 16. A. Kiritschenkoi Bar. stellen, falls man die 
Behaarung an den Seiten des Halsschildes übersehen sollte. 
Vide sub 43.) 


22 (21) Flügeldecken anders gezeichnet. 


23 (24) 


Die rotgelben Flügeldecken mit schwarzer Zeichnung: 
Schmaler Naht- und Außensaum und je 4 Makeln, von 
denen die 2 inneren mit der Naht verflossen sind, die 2 
äußeren frei oder mit dem Seitensaum schmal verbunden 
sein können. Halsschild schwarz (Nominatform) oder zie- 


> RIND 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 7087 


24 (23) 
25 (26) 


26 (25) 


27. (2) 
28 (33) 


gelrot mit schwarzer Basalmakel, schwarze Zeichnung der 
Flügeldecken mehr oder weniger (aber nicht immer) ver- 
ringert (a. picturatus Frm.) L. 3—5 mm. — Algier. — 
Fg. #. u TE A. 
12. P. anchorifer All. 
Anders gezeichnet. 

Basis des Halsschildes an den Hinterecken jederseits deut- 
lich ausgebuchtet. (Schwer kontrollierbares Merkmal, da 
an der kritischen Stelle die Basis der Flügeldecken ge- 
wöhnlich die Basis des Halsschildes übergreift.) Halsschild 
viel breiter, die Hinterwinkel nahe zu den Vorderwinkeln 
der Flügeldecken hingerückt. Klauen mit starkem Basal- 
zahn. Hieher die Aberrationen sub m und n des 


1. E. 4-pustulatus L. 


Basis des Halsschildes an den Hinterecken jederseits kaum 
deutlich ausgebuchtet, Halsschild viel schmäler als bei 4- 
pustulatus, Klauen nur mit undeutlichem Basalzahn. — 
Zeichnung der roten Flügeldecken: Eine breite gemein- 
same Querbinde vor der Mitte, die Seiten nicht erreichend, 
an der Naht sich allmählich in eine gemeinschaftliche 
Spitze über das Schildchen verlängernd, sowie 2 bis 3 Ma- 
keln hinter der Mitte jeder Decke schwarz, die erste davon 
quer, am Seitenrande, bald hinter der Mitte, die 2. etwas 
weiter nach hinten, dicht an der Naht, länglich, die 3., oft 
fehlend, quer in der Spitze, die beiden letzteren öfter 
verbunden (a. 7-maculatus Ws.), oder die schwarzen Ma- 
kein dehnen sich aus, und die Decken sind dann schwarz, 
jede mit einer hinten zweimal gebuchteten roten Quer- 
makel an der Basis, welche innen das Schildehen nicht, 
außen aber den Seitenrand erreicht, sich an diesem bis \; 
der Deckenlänge fortsetzt, hier winkelig nach innen bis 
zur Mitte, dann nach hinten biegt und eine große +eckige 
Makel an der Naht aufnimmt. Außerdem ist eine zackige 
Makel in 25; der Länge, näher dem Außenrande als der 
Naht, rot (Nominatform). Die Verdunkelung kann noch 
weiter schreiten (vide sub 17). L. 3—5 mm. — Kaukasus, 
Taschkent, Syrien, Palästina. er Mi ee 
Be a er An: . 15. A. undulatus Ws. 
Flügeldecken einfarbig, ohne jede Zeichnung. 


Flügeldecken von dunkler Farbe, meist schwarz. 


786 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


29 (30) Flügeidecken schwarzblau oder schwarzgrün, oder wenig- 
stens mit solchem Schimmer. Vide 5. E. melanocephalus 
Zubk. sub 50. Auf diese Art, welche den Halsschild behaart 
hat und selbst auf den Flügeldecken vorne seitlich Här- k 
chen zeigt, mache ich hier nur aufmerksam, da weniger 
geübte die Härchen übersehen könnten. 
30 (29) Flügeldecken rein schwarz, selten bläulich schimmernd, 
aber dann Halsschild und Flügeldecken vollkommen kahl. 
31 (32) Beine schwarz. Halsschild ganz schwarz oder höchstens in 
den Vorderwinkeln in geringerer Ausdehnung hell, Basis 
an den Hinterecken jederseits deutlich ausgebuchtet. 
1. E. 4-pustulatus a. en: Rein. 


2 (SL); Beine all oder gelbrot. Halsschild mit breitem gelbroten 
Seitensaum oder auch ganz gelbrot, Basis jederseits kaum 
deutlich ausgebuchtet. L. 5—5 mm. — Paläarktische Re- 
sion, Afrika. . 


4. E. flavipes Thnbg. 


33 (25) Flügeldecken von heller Farbe. 
34 (35) Basis des Halsschildes an den Hinterecken jederseits deut- 


lich ausgebuchtet. Flügeldecken gelbrot oder hell gelb- 
bräunlich. Hierher die hellsten Formen von . 
Pe ER Se Er 1: Bo 4. anrulanıs A 
353 (3#) Basis des Halsschildes an den Hinterecken jederseits kaum 
deutlich ee Flügeldecken braunrötlich. 
i er, 4. E. flavipes a. hipponensis Pie. 
36 (1) Flügeldecken und Halsschild oder wenigstens letzterer 
deutlich behaart. 
37 (45) Flügeldecken zweifarbig, also irgendwie gezeichnet. 
38 (41) Flügeldecken auf dunklem Grunde hell gezeichnet. 
39 (40) Halsschildseiten und eine quere es der Flügei- 
decken gelbrot. 
i 10. D. hubasscss a. Gebiroi Bra 
40 (39) Kopf EISechild und die 3 letzten Bauchsegmente rotgelb, 
Flügeldecken schwarz, mit schmalem selblekch Saume, 
der sich aber im Schulterwinkel etwas und an der Spitze 
stark makelartig erweitert. h 
102R: be a. Be Mis. 
41 (38) Plogeiderken auf hellerem Grunde dunkel gezeichnet. 
42 (45) Halsschild bloß seitlich behaart, Flügeldecken kahi. 


| 
\ 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 789 


43 (44) Flügeldecken rot, mit 4 schwarzen Punkten (11, 1, 1) auf 
ee Decke. L. ca. 5,2 mm. — Turkestan, Persien. — 

16. A. ee. Bar. 

44 (45) Hltseldecken rot ale rotgelb, mit dreieckiger, schwarzer 
Spitzenmakel. Siehe die Art sub 19: 7. E. Trubetzkoi Bar. 
Sie ähnelt in der Färbung dem uropygialis Mls., ist aber 
kleiner, schmäler, kahl, nur der Halsschild seitlich spärlich 
weißlich behaart, viel feiner punktiert, und die Spitzen- 
makel der Flügeldecken ist größer, dreieckig. 

45 (42) Halsschild und die Flügeldecken deutlich behaart. 

46 (47) Die hellen Flügeldecken besitzen bloß in der Spitze eine 
dunkle Makel. — Schwarz, Flügeldecken fuchsrötlich, an 
der Spitze mit einem rundlichen oder fast dreieckigen 
schwarzen Fleck, kaum !/, der Naht bedeckend. Unterseite 
und Beine schwarz. L. 4,5 mm. — Nordindien, Kaschmir. 
— Fe. 3 

er 6. R. a is Mis. 
Die ähnlich gefärbte Ne vide sub 4. 

47 (46) Flügeldecken ausgedehnter schwarzbraun gezeichnet. — 
Schwarzbraun, Flügeldecken ockergelb oder düster rost- 
rot, mit submarginaler, schwärzlicher, ziemlich breiter 
Makel, welche nahe der Schulterbeule beginnt, an der 
Spitze breiter wird und ein kleines Stück an der Naht 
zurückläuft. L. 5—5,25 mm. — Himalaya. ns 

8. E. lituratus N. 

48 (37) Blnschleiken be ER Zeichnung. 

49 (556) Flügeldecken von dunkler Farbe. 

39 (51) Halsschild wohl, Flügeldecken aber undeutlich (vorne seit- 
lich) behaart, letztere seltener kahl, mit blauem oder blau- 
grünem Schimmer. — Kopf beim Männchen hell, beim 
Weibchen schwarz, Halsschild schwarz, die Seiten mit 
breit gelbrotem Saume, der nach innen unscharf begrenzt 
ist. Flügeldecken schwarzblau oder schwarzgrün. Vorder- 
brust, Spitze des Bauches und die Beine rötlich gelbbraun. 
L.. 2,5-——3 mm. — Südrußland, Trankaukasien. 

: 5. E. melanocephalus Zoubk. 

51 (50) Ich elle Flügeldecken zur Gänze deutlich behaart. 

32 (55) Flügeldecken blau oder grünlichblau. 

53 (3%) Der Seitenrand der Flügeldecken umfaßt die Schulter 
gänzlich und überragt innerhalb der Basis die Mitte. — 


790 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Sehr breit elliptisch, beiderseits gleichmäßig verengt, mä- | 
Big gewölbt, ziemlich matt. Der Kopf größtenteils oder 
sanz (Männchen), Mittel- und Hinterbrust, sowie der 
Bauch schwarz, Mund, Halsschild, Vorderbrust und die 3 
letzten Bauchsegmente rötlichgelb, Flügeldecken korn- | 
blumenblau oder grünlichblau. L. 3,5—4 mm. — Mongolei. 

ee Senna Ws. 

54 (55) Der Seiten Anl der Flügeldecken die Schulterbeule nach 
innen kaum überragend. — Schwarz, Mund, Halsschild, 
Mesopleuren, Beine und die beiden letzten Bauchsegmente 
rostgelb, Flügeldecken blau, Kopf beim Männchen hell, 
beim Weibchen schwarz. Dem Semenowi sehr ähnlich 
aber kleiner, gewölbter etc. L. 3—3,5 mm. — Turkestan. 

14. P. kirgizorum Bar. 

55 (52) Flügetderken akwarz, ohne blauen oder grünlichen Schim- 
mer. 

56 (37) Seitenrand der Flügeldecken verflacht (wie bei Chiloco- 
rus). — Fast kreisrund, tief schwarz, Halsschild mit brei- 
tem rotgelbem, innen schlecht begrenztem Seitensaum, 
oder auch ganz rotgelb (a. lugubrivestis Mls.), Flügeldek- 
ken einfarbig schwarz, mitunter aber rötlich gezeichnet 
(a. Gestroi Frm. und a. lugubrivestis Mls.), Vorderbrust, 
Spitze des Bauches und Beine a L. 3—3,5 mm. — 
Mittelmeergebiet. Be 


1. Pp. ee Küst. 

37 (56) Seteehrand ion Elügeldecken sehr schmal, nur aufgekehlt. 

— Kurzoval, hinten ein wenig zugespitzt, ziemlich dicht, 

kurz, graulich behaart, die Behaarung die dunkle Farbe 

des Grundes schmälernd. Oben schwärzlichbraun mit blei- 

farbigem Reflex. Kopf und Seiten des Halsschildes fuchs- 

rot. Unterseite und Beine fuchsrötlich. Größe ähnlich pu- 
bescens. — Sahara. 

11. . ae Sie, ?P) 

8:49) Flügeldecken Fesäthiet purpurrot, Kopf und Halsschild 

schwarz. L. ca. 4,5 mm. — Buchara. EN. 

9..B: ee Sem. 


Untergattung: Exochomus s. str. 


1. E. quadripustulatus L. (4-punctatus Voet, lunulatus Zschach, 
4-verrucaltus F., varius Schrk., cassidoides Don., 4-maculatus Bar.). 


— Fast halbkugelig, aber deutlich länger als breit, hochgewölbt, 


N 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 791 


| oben kahl, nur auf dem Kopfe mit äußerst feinen Härchen. Die 


Nominatform schwarz, oft mit düster rötlichem Vorder- und Sei- 
tensaum des Halsschildes (a. collaris Rüschk.), jede Flügeldecke 
mit 2 roten Makeln, einer hinten verbreiterten halbmondförmigen, 
welche die Schulterbeule außen umgibt und vom Seitenrande breit 
getrennt ist oder ihn erreicht, und einer querrundlichen Makel, 
welche sich hinter der Mitte neben der Naht befindet. Diese Zeich- 
nung variiert stark durch Ausbreitung der hellen Farbe oder Ver- 
dunkelung bis zur gänzlichen Schwärze der Decken (vide Aberra- 
tionen). Unten der innere Teil der Epipleuren längs der Brust und 
das Abdomen, mit Ausnahme des 1. Segmentes und der Mitte des 
2. oder auch 3. gelbrot, die Fühler rostrot, die Beine schwarz mit 
braunen Tarsen. Oberseite weitläufig, auf dem Kopfe und Hals- 
schilde fein, auf den Flügeldecken stärker punktiert. Die bogen- 
förmige Rundung der Halsschildbasis gegen die Hinterwinkel et- 
was abgeschrägt und der Halsschild daher nicht mit der ganzen 
Basis an die Basis der Flügeldecken anschließend. Der Seitenrand 
des Halsschildes und der dicke Seitenrand der Flügeldecken ge- 
kehlt abgesetzt. Die Randkehlung der Flügeldecken nach vorn und 
hinten etwas erweitert und verflacht. Der freie Basalrand der Dek- 
ken aufgebogen. L. 3—5 mm. — Größter Teil der paläarktischen 
Region. 


Varietäten und Aberrationen. 


Einige von ihnen haben Geltung als Subspecies oder geogra- 
phische Varianten (distinctus, ibericus, Koltzei, floralis). Wir fin- 
den aber auch ebenso gefärbte Stücke mitten im Herzen von Mit- 
teleuropa in genügender Zahl unter der Nominatform, so daß von 
den als Rassen angesehenen Formen bloß eine rassenähnliche Kon- 
stanz übrigbleibt, und daß die nördlichen Stücke im allgemeinen 
kleiner sind. 

a(b ) Aberrationen durch Fehlen einer der oben genannten nor- 
malen Makeln, oder auch beider. 
1. Flügeldecken ganz schwarz. (Sicardi Mequ.). 

EA Re Ra a. marchicus Rein. 
2. Nur die Makel hinter der Mitte nahe der Naht vor- 
handen. Sun ra 
a. dispi!otus Bar. 

3. Nur die vordere mondförmige Makel vorhanden. 
a. bilunulatus Ws. 


799 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


4. Zu dieser Mondmakel tritt noch zwischen ihr und dem 


Seitenrande eine kleine Zusatzmakel hinzu. 
a. omosiictus Bar. 


b (a ) Mindestens die beiden Normalmakeln vorhanden. Oft Ver-- | 


größerungen derselben, Zusatzmakeln und Ausbreitung 
der hellen Farbe bis zur gänzlichen Verdrängung der 
dunklen Farbe. 

ce (i) Nur die beiden Normalmakeln vorhanden. 

e (h) Diese nicht miteinander verflossen. 

f (g) Die mondförmige Makel ist vom Seitenrande ie 
weit, wenigstens um die Dicke des vorderen Astes, ge- 
trennt. 

5. Halsschild ganz schwarz. (Nominatform) re 

4-pustulatus L. 

ee fahren hüte sich, mit dieser Art den ähn- 
lich gefärbten Brumus oblongus Weidb. zu verwech- 
seln. 

6. Halsschild in den Vorderwinkeln mit rötlicher Makel, 
besonders häufig bei stärker aufgehellten Formen. 
ee BEL TEE ENT TEE a. collarıs Rüschk. 

g (f) Die mondförmige Makel dehnt sich nach außen aus und 
erreicht fast den ganzen Seitenrand. 

7. Sonst wie die Nominatform. en ER 

| . a. distinctus Brll. 

h (e) Beide Makeln miteinander zusammenhängend. 

8. Die vordere Makel ist vom Seitenrande noch getrennt. 

a. vittatus Fuente 
14. Die ee Makel ARSEN. en Seitenrand, beide Ma- 
keln miteinander breit verbunden. 


a. Be Ws. 


IECCH) De a en oder as ößerung der Makeln, 
zuletzt die Flügeldecken ganz hell. 


] (k) Neben den beiden Normalimakeln nur kleine Zusatzma- 
keln. 

9, Die Zusatzmakel befindet sich zwischen der mondför- 

migen Makel und dem Seitenrande. (Leitet zur a. dis- 

tinctus über.) NE Ä 

3 ; : a. henasfnleken Bar. 

10. Die Zusatranakel Behtnde: sich zwischen der mond- 

förmigen Makel und der Naht (kann sowohl bei 4-pu- 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 793 


stulatus als auch bei distinctus der Fall sein). 
a. sexpustulatus Kr. 

190 Wie 10. Aber Zeichnung weißlich. Käfer klein. 

a. cedri J. Sahlb. 

12% Die nat befindet N in 2, der Länge am 

Seitenrande (mondförmige Makel wie bei #-pustulatus 
oder distinctus). Sole . 
a are lan: Bar. 
k (j) Stär Kore Authelluns ae Fiügeldecken. (Auch die Beine 
hellen sich mehr und mehr auf.) 
I (o) Flügeldecken noch nicht einfarbig hell. 

m (n) Flügeldecken noch nicht bis auf eine dunkle Stelle beim 
Schildehen hell. 

13. Die Schultermakel umschließt die Schulterbeule auch 
von innen, so daß eine große, hinten gezackte Vorder- 
makel entsteht, welche die schwarze Schulterkeule ein- 
schließt, oder es wird auch die Schulterbeule rot. Bis- 
weilen verfliefßt auch die Vordermakel mit der hinte- 
ren. — Kaukasus, Sizilien, aber auch in Mitteleuropa. 

I Be -% a. ıibericus Mtsch. 

14. Die ondfor mige Makel erreicht den Seitenrand und 
ist mit der Ber en Makel breit verbunden, Flügel- 
decken daher rot oder rotgelb, eine schwarze, große. 
verschieden geformte, gemeinsame Makel, meist von 
einer Schulter zur anderen, und hinten über die Mitte 
reichend, sowie ein schmaler Seitensaum, der sich in 
2; der Länge plötzlich erweitert und bis zur Spitze 
zieht, ebenfalls schwarz. (Bis jetzt nur Balkanstücke 
gesehen.) : ; 

; ar ee W 5. 

n (m) Hjüpaldecken heil, bloß « eine gr ße Aeskiee gemeinschaft- 
liche, dunkle Makel, beim Schildehen. So weit ich bisher 
gesehen habe, handelt es sich hier um unreife Stücke der 

Nominatform oder auch anderer Aberrationen, so daß eine 

Namensgebung erst beim Auftreten eines reifen solchen 

Stückes gerechtfertigt wäre. 

o (1) Flügeldecken einfarbig gelbrot. 

p (qu) Halsschild noch ganz oder größtenteils dunkel. Auch hier 
handelt es sich um unreife Stücke in verschiedenen Aus- 
färbungsstadien, so daß ein Name auch nur für eine ganz 
ausgereifte Form gerechtfertigt wäre. Die unreifen Stücke 


794 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


erkennt man auch schon daran, daß die Flügeldecken mehr 
oder weniger die Ansätze der hellen Makeln zeigen (hae- 
matideus Costa). 
qu (p) Ganze Oberseite und die Unterseite Be: gelbrot. 
15. Voll ausgereifte Stücke. 
a. loralis Misch, 
Diese für Südeur opa etc. angeführte Varietät kann 
auch nur als Aberration gelten, da sie bei uns in Mit- 
teleuropa ebenfalls im ausgereiften Zustande vor- 
kommt, bloß kleiner. 


E. 4-pustulatus v. 4-guttatus Fleisch. ist meiner Meinung nach 


E. ıllaesicollis Roub. 


E. 4-pustulatus s. cordiformis Roub. unterscheidet sich von 
4-pustulatus außer durch die herzförmige Gestalt und die rund- 
liche Form der vorderen Makel noch durch die ganz schwarzen 
Epipleuren der Flügeldecken. Sie bildet möglicherweise eine eigene 
Art. Die Type hat die Grundfarbe der Flügeldecken nicht rein 


schwarz, sondern dunkelbraun. 


2. E. Mülleri Mader. Fg. 2. — Auf den ersten Blick einem klei- 
nen, heller gefärbten E. 4-pustulatus L. ähnlich, jedoch eigene 
Art. — Ziemlich kreisrund, das heißt, nicht viel schmäler als lang. 
Oben glänzend, punktiert, auf den Flügeldecken stärker als auf 
dem Halsschilde, zwischen den Punkten mikroskopisch genetzt. Un- 
ten erkennbar rauher skulptiert und matter als bei #-pustulatusL. 
Kopf gelb mit einem schwarzen Querbande auf der Stirn, welches 
sich an der Innenseite der Augen nach vorne fortsetzt und die 
Augenränder umfaßt. Beim Männchen zeigt dieses schwarze Band 
Neigung zur Reduzierung. Mandibeln gelbrot, die Kanten leicht 
angedunkelt, Taster gelbrot, das letzte Glied teilweise angedun- 
keit, Fühler zur Gänze gelbrot, Halsschild gelb oder gelbrot, mit 
einem vorne nicht geradlinig begrenzten schwarzen Querband, wel- 
ches in der Mitte des Halsschildes breiter als an den Seiten ist und 
die Hinterecken, den Seiten- und Vorderrand des Halsschildes frei 
läist. Beim Männchen nähert sich diese schwarze Zeichnung dem 
Vorderrande des Halsschildes etwa bis auf ?/,, beim Weibchen etwa 
bis !/; der Länge des Halsschildes. Schildchen dreieckig, punktiert, 
schwarz. Flügeldecken schwarz, an den Seiten gekehlt abgesetzt, 
die Aufkantung beim Männchen gelbrot (ob immer, müßte reich- 
licheres Material erweisen), beim Weibchen schwarz; jede Decke 
mit 2 gelbroten Flecken, welche in Gestalt und Lage jenen des 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 795 


| 4-pustulatus entsprechen. Die mondförmige Schultermakel bleibt 
vom Seitenrande durch einen schwarzen Raum getrennt, nähert 
sich augenscheinlich aber beim Männchen mehr dem Seitenrande 
als beim Weibchen, wie überhaupt beim Männchen die gelbrote 
Farbe sich mehr zu entfalten scheint. Erwähnt sei, daß die helle 
Zeichnung dieser Art nicht die rote Tönung annimmt, wie bei 
4-pustulatus üblich ist, und ein leichtes Rotgelb, eher Orangegelb 
ist. Mitunter zwischen Schultermakel und Naht noch ein kleines 
helles Fleckcehen. Epipleuren der Flügeldecken schwarz, auf der 
vorderen Hälfte die 2 inneren Drittel oder die 3 inneren Viertel 
gelbrot. Auf der Unterseite sind gelbrot die Epipleuren des Hals- 
schildes und der Bauch bis auf das erste und die mittleren Teile 
des zweiten und dritten Segmentes. Beine gelbrot mit schwanken- 
der Verdunkelung, welche insbesonders trifft die Spitzen der 
Schenkel, die Außenkanten der Schienen und das Klauenglied. 
Beim Männchen sind die Vorderbeine fast ganz hell. L. 3,5—3,8 
mm. — Kleinasien (Lyciae Taurus), Insel Rhodus. 


3. E. illaesicollis Roub. (? 4-guttatus Fleisch.) — Dem E. 4- 
pustulatus L. sehr nahe, aber wie folgt unterschieden: Halsschild- 
basis nirgends ausgeschnitten, Seiten der Flügeldecken im vorde- 
ren Teile deutlich schmäler, im hinteren Teile rund erweitert, 
Schulterwinkel nicht vorragend, gerundet. Flügeldecken glatt und 
nicht mikroskopisch genetzt; die Makel der Flügeldecken rotgelb 
und gerundet, die vordere Makel hinter der Schulter gelegen und 
nicht mondförmig; hintere Makel etwas quer, am gewöhnlishen 
Platze. Von 4-pustulatus s. cordiformis ist sie besonders durch die 
Form der Flügeldecken zu unterscheiden. L. 4—5 mm. — West- 
kaukasus, Kleinasien. 

Nach Ansicht einer Type muß ich sagen, daß mir der Unter- 
grund der Flügeldecken denn doch mikroskopisch genetzt er- 
scheint, wenn auch fast erloschen. Ich halte 4-guttatus Fleisch. 
nicht für eine var. des 4-pustulatus L., sondern für identisch mit 
illaesicollis Roub. 


4. E. flavipes Thnb. (nigromaculatus Ws., testudinaris Frer., 
auritus Scriba, humeralis Towns., nitidula Schönh., specularis Boh., 
nigriceps Wiedm., rufipes Steph.). — Halbkugelig, hochgewölbt, 
oben kahl, schwarz, auf den Flügeldecken bisweilen mit schwa- 
chem Metallschimmer, die Seiten des Halsschildes, oder derselbe 
auch noch mehr oder ganz, und beim Männchen auch der Kopf 
mit Ausnahme des Scheitels, das Prosternum und die Epimeren der 


796 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Mitteibrust gelb, die Beine und ein breiter Saum des Bauches gelb- 
rot. Oberseite weitläufig, auf dem Kopfe und Halsschilde sehr fein, 
aul den Flügeldecken stärker punktiert. Halsschild mit der ganzen 
Basis an die Flügeldecken anschließend, an den Seiten sehr fein 
gerandet, ohne Kehlung. Flügeldecken gleichfalls ohne Randkeh- 
lung, aber mit dickem Seitenrande. L. 3—5,5 mm. — Fast in der 
ganzen paläarktischen Region, Afrika, Australien. 


Varietäten und Aberrationen. 


a(b ) Haisschild schwarz, mit breiterem gelbroten Seitensaum. 
1. Flügeldecken schwarz, glänzend, bisweilen mit schwa- 
chem Metallschimmer. Unterseite schwarz, Bauch 
größtenteils und die Beine rötlich. (Nominatform). 
N BEN LTE 2 . flavipes Thnb, 
2. Ebenso, aber Flügeldecken matt chagriniert. Weib- 
chen. Gebirgsform. (pyrenaeus Kr.) 
’ BTENET ; 1 a. collarıis Küst. 
nr Flüpeldecken Sollslandıe bränuliehmane i 
Yan An: a. hipponensis Pie. 
Ne ie die Nominatatar aber Unterseite ganz rot. Von 
der Insel San Thome£ beschrieben. 


es 


a. ea Sie, 

(a) FIR bloß mit en Mittelfleck oder ganz hell. 

ce(d) Halsschild mit schwarzem Mittelfleck. — ee 
biet, Afrika an a Mls.) 


I, 
D 


S. Tino Dan Mis, 

d:lıcH) Halsschild ganz öllicheelb, — Afrika zum größten Teile, 
östliches Mittelmeergebiet, Südrußland, Transkaspien. 
(zanthoderus Frm.) et 
s. nigripennis Er. 


5. E. melanocephalus Zoubk. (nigromaculatus Goeze) — Be- 
deutend kleiner als der bekannte E. flavipes Thnb.. länger als breit, 
schwarz, die Seiten des deutlich behaarten Halsschildes mit breit 
rotem Saume, der innen nicht scharf begrenzt ist; Flügeldecken an 
den Seiten verflacht wie bei den Chilocorus-Arten, schwarzblau 
oder schwarzgrün, hie und da an den Seiten hinter der Schulter 
mit Spuren sehr kurzer, schwer sichtbarer Härchen. Vorderbrust, 
Beine und Spitze des Bauches rötlich gelbbraun. L. 2,5—3 mm. — 
Südrußland, Transkaukasus. 


6. E. uropygialis Mls. Fg. 3. — Oval, mäßig gewölbt, kurz be- 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 797 


haart. Kopf und Taster schwarz, Fühler braun. Halsschild schwarz, 
hinten wenig gebogen, 1';mal breiter als mitten lang. Schildehen 
klein, schwarz. Flügeldecken hinten spitzbogig, fuchsrötlich, jede 
Decke an der Spitze mit einem halbkreisförmigen schwarzbraunen 
Fleck, der mit seinem gleichen der anderen Decke einen kreis- 
förmigen Fleck bildet, bedeckend kaum das hintere Achtel der 


Naht. Unterseite und Beine schwarz. L. 4,5 mm. — Kaschmir. 


7. E. Trubetzkoi Bar. — Länglich oval, schwarz, glänzend. 
Flügeldecken glatt, rot oder rotgelb, an der Spitze mit schwarzer 
Makel, fast den sechsten Teil der Naht bedeckend. Kopf spärlich, 
ungleich und zart punktiert, spärlich weiß behaart, Zwischenräu- 
me genetzt, schwarz. Fühler und Mandibeln an der Spitze pech- 
bräunlich. Halsschild schmäler als die Flügeldecken, ebenso punk- 
tiert und genetzt, mitten glatt, seitlich zerstreut weil behaart. 
Schildchen dreieckig, glänzend, schwarz. Fiügeldecken zart und 
unregelmäßig punktiert, große und kleine Punkte untermischt, 
glatt, glänzend. Unterseite schwarz, weiß behaart. Beine schwarz, 
letztes Tarsenglied und die Klauen ausgenommen, pechbräunlich. 
L. 3.6 mm. — Kaschmir. 

In der Zeichnung dem uropygialis ähnlich, aber kleiner, 
schmäler, oben unbehaart, viel feiner punktiert, Spitzenmakel der 


Flügeldecken groß, dreieckig. 


ö. E. lituratus Gorh. — Eiförmig, schwarz oder braunschwarz, 
dicht kurz, graugelb behaart. Flügeldecken ockergelb oder dunkel- 
rostrot, mit einer schwärzlichen breiten Makel, welche nahe der 
Schulterbeule beginnt und an der Spitze breiter wird, und ein klei- 
nes Stück an der Naht zurückläuft. L. 5—5,25 mm. — Himalaya. 


9. E. puniceipennis Sem. — Kurz elliptisch, schwarz, Flügel- 
decken gesättigt purpurrot, wenig glänzend. Kopf mit ziemlich 
langen, dunkelgrauen anliegenden Haaren. Halsschild stark quer, 
mehr als doppelt so breit wie mitten lang, ziemlich dicht punktu- 
liert und dunkelgrau, kurz, anliegend behaart, Seitenrand ziem- 
lich breit abgeflacht, Hinterwinkel angezeigt, wenn auch stumpf 
gerundet, Vorderwinkel stark lappenförmig vorragend, vom Kopf 
seitlich abstehend, an der Spitze fast scharf. Flügeldecken an den 
Schultern die Basis des Halsschildes wenig überragend, größte 
Breite bei der Mitte gelegen, hinten spitzbogig, mäßig gewölbt, 
dicht, fast runzelig punktiert, sehr wenig glänzend, sehr kurz. 
aber deutlich grau, wie bereift, behaart, am Seitenrande deutlich 
abgeflacht, nicht vertikal, sondern schräg abschüssig. Epipleuren 


798 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


der Länge nach eingedrückt, stark punktiert-gerunzelt, spärlich 
behaart, vorne breit, fast parallel, dann nach hinten allmählich 
verschmälert. Unterseite zur Gänze lang, anliegend, grau behaart. 
1. 4,4 mm. — Buchara. 


Untergattung: Parexochomus Bar. 


10. E. (Parexochomus) pubescens Küst. (flavilabris Misch.) — 
Fast kreisrund, Seitenrand der Flügeldecken verflacht wie bei 
Chilocorus. Tief schwarz, Halsschild mit breitem rotgelben, innen 
schlecht begrenzten Seitensaum oder auch ganz rotgelb (a. lugu- 
brivestis Mls.). Flügeldecken einfarbig schwarz, mitunter aber röt- 
lich gezeichnet, z. B. eine quere Apikalmakel gelbrot (a. Gestroi 
Frm., apicatus Frm., apicalis Ws.) oder Kopf, Halsschild und die 
5 letzten Bauchsegmente rotgelb, Flügeldecken mit schmalem, gel- 
ben Saum, der sich aber im Schulterwinkel etwas und an der Spitze 
stark makelartig erweitert (a. lugubrivestis Mls.). Vorderbrust, 
Beine und Spitze des Bauches rotgelb. Halsschild und Flügeldecken 
sehr fein, aber verhältnismäßig lang und deutlich behaart. L. 3 bis 
3,5 mm. — Mittelmeergebiet. 


11.E. (? Parexochomus) saharae Sic. — Kurzoval, hinten etwas 
zugespitzt, kurz und ziemlich dicht behaart, wodurch die Grund- 
farbe beeinträchtigt wird. Oben schwärzlichbraun, mit bleifarbi- 
gem Reflex. Kopf und Seiten des Halsschildes fuchsrot. Unterseite 
fuchsrötlich, ebenso die Beine. 

Kopf fuchsrot (?Männchen) oder auf der Stirne etwas ange- 
bräunt (? Weibchen), punktiert, mit langen fuchsrötlichen Haaren, 
Fühler rötlich, Halsschild mit abgerundeten Vorder- und gut mar- 
kierten Hinterwinkeln, an der Basis leicht gebuchtet, fein punktu- 
liert, fuchsrötlich behaart, auf der Scheibe ziemlich kurz, viel 
länger an den Seiten, die Haare von vorn nach hinten gelagert, 
schwärzlichbraun mit leichtem metallischen Schimmer auf dem 
mittleren Längsteile (schmäler beim Männchen), Seiten fuchsrot, 
aber unscharf begrenzt. Flügeldecken schwarzbraun, bleifarben, 
einfarbig, an der Basis breiter als der Halsschild, an den Seiten 
regelmäßig gerundet und hinten im breiten Spitzbogen, gewölbt, 
an den Seiten abfallend, mit sehr feiner Aufrundung, Schulter- 
beule schwach, Punktierung obsolet, Behaarung dicht, viel kürzer 
auf der Scheibe. Epipleuren fuchsrot, fein schwarz gerandet, nach 
hinten allmählich verschmälert. Unterseite ganz fahlrot, Brust und 
Bauchmitte mehr rötlich, die 3 vorletzten Bauchsegmente bieten 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 799 


| in der Mitte ihres Hinterrandes eine kleine Wulst, glatt, ausge- 
prägter als bei den ähnlichen Arten. Die Länge gibt Sicard nicht 
an, doch dürfte sie so ziemlich mit pubescens übereinstimmen. — 


Sahara. 


Von pubescens Küst. unterschieden durch die dichtere Behaa- 
rung, seine an der Basis breiteren Flügeldecken, weniger plötzlich 
verschmälerten Epipleuren, gewölbtere und hinten mehr spitz- 
bogige Flügeldecken, sowie deren sehr schmale Aufrandung. Es ist 
nicht sicher, ob diese mir in natura noch unbekannte Art zu Par- 
exochomus gehört, da Sicard über die Klauenbildung nichts sagt. 


12. E. (Parexochomus) anchorifer All. (nigropietus Frm), 
Fg. 4 — Kurz, oval, gewölbt. Die rotgelben Flügeldecken mit 
schwarzer Zeichnung: Schmaler Naht- und Außensaum und je # 
Makeln, von denen die 2 inneren mit der Naht verflossen sind, die 
2 äußeren frei oder mit dem Seitensaum schmal verbunden sein 
können. Halsschild schwarz (anchorifer All. f. nom.) oder ziegelrot 
mit schwarzer Basalmakel, schwarze Zeichnung oft mehr oder we- 
niger verringert (a. picturatus Frm., ericae Cr.). L. 3—5 mm. — 
Algier. 

13. E. (Parexechomus) Semenowi Ws. — Sehr breit elliptisch, 
beiderseits gleichartig verengt, mäßig gewölbt, wenigstens viel fla- 
cher als die anderen Arten, ziemlich matt, behaart. Kopf gröfßsten- 
teils, Mittel- und Hinterbrust sowie der Bauch schwarz, Mund, 
Halsschild und die 3 letzten Bauchsegmente rötlichgelb, Flügel- 
decken kornblumenblau oder grünlichblau. Kopf und Halsschild 
sehr fein punktiert und behaart, körnig gewirkt, Halsschild etwas 
glänzender als Kopf und Flügeldecken. Schildchen klein, drei- 
eckig, glatt, glänzend, schwärzlich. Flügeldecken ziemlich dicht, 
fein punktiert, dazwischen äußerst dieht und sehr deutlich körnig 
gewirkt, an den Seiten gleichmäßig bis zum äußerst schmal abge- 
setzten Seitenrand abfallend. Der Seitenrand der Flügeldecken 
umiaßt die Schulterbeule gänzlich und überragt innerhalb der 
Basis die Mitte. Epipleuren in der vorderen Hälfte sehr wenig nach 
innen geneigt, fast waagrecht, hinten verschmälert und stärker 
geneigt, ähnlich behaart, wie bei den verwandten Arten. L. 3,5 
bis 4 mm. — Mongolei. 


14. E. (Parexochomus) kirgizorum Bar. — Oval, gewölbt, 
schwarz, schr fein punktiert, behaart, Mund, Halsschild, Meso- 
pleuren, Beine und die 2 letzten Bauchsegmente ziegelrot, Flügel- 
decken blau, Kopf beim Männchen ziegelrot, beim Weibchen 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3 50 


800 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


schwarz. Flügeldecken zarter punktuliert und behaart als der | 


Halsschild, der Seitenrand umfaßt die Schulter, aber überragt 
nach innen die Schulterbeule kaum. L. 3—3,5 mm. — Turkestan. 


Beim ersten Anblick ähnelt die Art dem E. Semenowi Ws., 
aber kleiner, gewölbter und weniger oblong, Flügeldecken sehr 
fein gerunzelt, weniger tief und spärlicher punktiert, der Seiten- 
rand der Flügeldecken umfaßt die Schulterbeule, überragt sie aber 
nach innen kaum. Halsschild nach vorne stärker verengt, Vorder- 
winkel des Halsschildes vom Kopf weiter abstehend und mehr 
gerundet. 


Untergattung: Anexochomus Bar. 


15. E. (Anexochomus) undulatus Ws. — Oval, schwarz, die 
Schienen und Tarsen sowie die 2 letzten Bauchsegmente dunkel- 
rötlich. Auf den Flügeldecken zeigen sich 2 an den Seitenrändern 
miteinander verbundene, breite, wellige Querbinden von dunkel- 
roter oder auch hellerer Farbe: die 1. nimmt den ganzen Basalrand 
ein, mit Ausnahme eines schmalen, parallelen schwarzen Streifens 
auf und hinter dem Schildchen; sie ist hinten zweimal gebuchtet 
und reicht jederseits bis an den Seitenrand, diesem folgt sie bis 
//; seiner Länge und setzt sich hier als 2. Binde fast geradlinig 
nach innen bis zur Mitte zwischen Naht- und Seitenrand fort. Hier 
biegt sie plötzlich nach hinten und nimmt einen querviereckigen 
Fleck auf, der sich an der schmal schwarz gefärbten Naht mit dem 
der anderen Decke verbindet. So bleibt auf der vorderen Hälfte 
der Decken ein großer ovaler, zackiger Querfleck von schwarzer 
Farbe übrig. Von der Mitte der 2. Binde zieht sich auf jeder Decke 
eine schmale, ebenfalls zackige Längsmakel bis zum Seitenrande 
hin, den sie etwa in 1% der Deckenlänge von der Spitze entfernt 
erreicht (undulatus Ws. f. nom.). Wenn sich das Schwarz der 
Decken in Flecken auflöst, dann sind die Flügeldecken rot, eine 
breite gemeinsame Querbinde vor der Mitte, welche die Seiten 
nicht erreicht und an der Naht sich allmählich in eine gemein- 
schaftliche Spitze über das Schildchen bis zur Basis verlängert, 
sowie 2 bis 3 Makeln hinter der Mitte jeder Decke schwarz, die 
erste davon quer, am Seitenrande, bald hinter der Mitte, die 2. et- 
was weiter nach hinten, dicht an der Naht, länglich, die 3., oft 
fehlend, quer in der Spitze; die beiden letzten öfter verbunden 


(a. 7-maculatus Ws. — Taschkent). Aufhellung und Verdunkelung 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 801 


der Decken kann auch weiter gehen als hier geschildert wurde. 
Basis des Halsschildes jederseits kaum ausgebuchtet. L. 3—5 mm. 
— Kaukasus, Taschkent, Syrien, Palästina. 


16. E. (Anexochomus) Kiritschenkoi Bar. Fg. 5. — Breitoval, 
halbkugelig, glänzend. Schwarz, Mund, Kinn (beim Männchen der 
ganze Kopf und die vorderen und seitlichen Ränder des Halsschil- 
des), letztes Tasterglied mit Ausnahme der Spitze, Fühler, Seiten- 
rand des Halsschildes, außen schmal, im vorderen Teile rings um 
die Vorderwinkel breit durchsichtig, Beine, der schmale Rand und 
die Seiten des 2. Bauchsegmentes und auch die 3 letzten Segmente 
gelbrot. Schildchen schwarz. Flügeldecken rot, mit 4 schwarzen 
Punktmakeln (1, 1, 1, 1,), Punkt 1 der kleinste von allen, etwas 
hinter der Schulterbeule, ein wenig innerhalb gelegen, P. 2 am 
Ennde des 1. Drittels der Deckenlänge, nahe der Naht, P. 3 am Ende 
des 2. Drittels, nahe dem Seitenrande, P. 4 am Ende des 3. Viertels 
nahe der Naht gelegen, P. 3 hinter dem 1., P. 4 hinter dem 2. in 
gerader Linie, alle Punkte voneinander fast gleichweit abstehend. 
Halsschild stark quer, mehr als doppelt so breit als mitten lang, 
sehr fein runzelig punktiert, seitlich und unten dunkel behaart, 
Vorderwinkel stark lappenförmig vorragend, vom Kopf ziemlich 
abstehend, an der Spitze fast scharf, die größte Breite (fast in der 
Mitte gelegen) nicht kleiner als die Basis der Flügeldecken. Flü- 
geldecken sehr fein und dicht punktiert. Epipleuren der Länge 
nach eingedrückt, stark runzelig punktiert und goldig behaart, im 
vorderen Drittel mit parallelen Seiten, dann allmählich verengt. 
Ganze Unterseite samt den Beinen lang goldig behaart. Klauen in 
den zwei basalen Dritteln dicker und fast gerade, am Ende des 2. 
Drittels einen scharfen Zahn bildend, das Spitzendrittel dünn und 
gebogen. L. 5,2 mm. — Turkestan, Persien, Afghanistan. 


17. E. (Anexochomus) mongol Bar. — Länglich oval, schwarz, 
Tarsen, Basis der Fühler und Taster pechbräunlich, glänzend, sehr 
fein punktiert, Zwischenräume der Punkte viel größer als die 
Punkte selbst, unten mit weißlichen, winzigen und glänzenden 
Härchen bedeckt. Flügeldecken mit je 2 roten Makeln (1, 1), 
Makel 1 fast gerundet, mit gefransten Rändern hinter der Schul- 
terbeule, von dieser um ihren Durchmesser getrennt (also viel 
weiter hinten als die Makel bei E. 4-pustulatus), zum größten Teil 
weiter innen gelegen; Makel 2 in der Mitte des 2. Drittels der 
Deckenlänge nahe der Naht gelegen, von derselben nicht ganz um 
ihren Durchmesser getrennt, schräg oval, etwas kleiner als Ma- 


50* 


802 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


kel 1. Klauen gebildet wie bei E. Kiritschenkoi Bar. L. 4 mm. — 


Mongolei. 


51. Gattung: Brumus Mls. 


(Mulsant, 1850, 465, 492 — Seidl. 1872, 47; 1891, 68 — Crotch | 


1574, 195 — Chapuis 1876, 244, 248 — Weise 1879, 90 (s. p. 3); 
1885, 5; Brünn 48, 1910, 47 — Ganglbauer 1899, 985 — Reitter 


1911, 134, 135 — Kuhnt 1912, 567, 582 — Jacobson 1916, 990 — 


Schaufuss 1916, 539, 561 — Mader, Ev. I. 1927, 24 — Barovsky, 
Ann. Mus. Zool. Ac. Sc. URSS, 1927, 199.) 


Die Gattung wurde auf die Arten mit einfachen Klauen aufgestellt, später 
aber von Leng wieder mit Exochomus vereinigt, da Übergänge in der Kiauen- 
bildung vorhanden sind und die Sache noch dadurch kompliziert wird, daß beim 
nordamerikanischen BD. aethiops Bland. das Männchen gezähnte, das Weibchen 
aber einfache Klauen besitzt. Dagegen sprach sich Weise 1910 aus. Es kann sein, 
daß sich unter den wenig bekannten Exochomus-Arten noch die eine oder andere 
Art als Brumus entpuppen wird. Unsere Arten haben einfache Klauen. 

Von 21 Arten im paläarktischen Gebiete 8. (Im Bull. Mus. Paris, XIV. 1942. 
216, spricht Peyerimhoff auch von einem Br. 4-plagiatus Woll. [olim Epilachna], 
der aber von anderen Autoren als eine Platynaspis angesehen wird. Ich weise 
diese Art wegen ihrer Behaarung bei Platynaspis aus.) 


Tabelle der Arten. 
1 (2) Schwarz, Flügeldecken mit je 2 roten Makeln wie bei Ex- 


4-pustulatus, die vordere Mondmakel zum Seitenrand ge- 


rückt. L. 2,5—4 mm. — Alpen. 


en E. Zi nn „ Sch durch die die Ge- 
stalt bei einiger Aufmerksamkeit zu unterscheiden. 
2 (1) Grundfarbe der Flügeldecken hell, dunkel gezeichnet. 
3 (4) Die Zeichnung der Flügeldecken besteht aus einem breiten 
Nahtsaum und je einer schwarzen Längsbinde, beide die 
Spitze nicht erreichend. L. 3—3,5 mm. — Indien, Hima- 
laya. 
L >. sutur als F. 
4(5) Die Zeichäune ae: aus freien oder verflossenen 
schwarzen Makeln, wenn nur schmaler Nahtsaum, dann 
vergleiche nigrosuturalis Kap. im Nachtrag. 
5 (8) Körperform rundlich bis kreisrund. Zeichnung der Flü- 
geldecken entweder aus je 5 (1, 2, 2) oder aus je 2 Makeln 
(1, 1) bestehend oder bei Verfließungen diese Anlage er- 


kennbar. 


1. EN; gus Weidh. 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 803 


% ( 7) Halsschild gelbrot mit 5 schwarzen Flecken. Flügeldecken 


NT 


en 


matt, gelbrot, jede Decke mit 5 schwarzen Makeln (1, 2, 
2, beziehungsweise 1, 2, 1, 1). L. 3,5—5 mm. — Mongolei, 


3, ee Bar 
Oben Er elänzend, Falsch einfarbig, Flügeldecken 
mit je 2 schwarzen Makeln, eine auf der Schulter, eine in 
2/;, der Länge, ferner mit schmalem peripherischen Saum. 
L. 3 mm. Fg. 6. — Marokko. — (Vergleiche auch Platy- 
naspis #-hlagiatus Woll.) 


A a Dal 


(5) Ron Horm länglich oder inzlichoyal, Zeichnung der 


Flügeidecken anders, in der Regel 4 schwarze Makeln, 


diese frei oder seltener bindenförmig verflossen. 


9 (12) Stark gewölbte Arten. Beine ganz gelb. 
10 (11) Gelblich bis gesättigt ziegelrot, Halsschild von einfarbig 


hell, mit schwarzen Flecken bis schließlich ganz schwarz. 
Flügeldecken mit je 4 schwarzen Punkten, einer auf der 
Schulter, einer vor der Mitte nahe der Naht, einer hinter 
der Mitte, einer hinter dem zweiten Drittel nahe der Naht. 
In selteneren Fällen können Punkte fehlen, öfter aber ver- 
fließen die Punkte. L. 3—4 mm. — Östliches Mittelmeer- 
gebiet, een Sizilien, Korsika. sur 

5. octosigratus Gebl. 


11 (10) Kost en Kopfschild er die Stirn zwischen den 


Augen rot, Flügeldecken gesättigter rot, mehr matt, ähn- 
lich gezeichnet wie d-signatus, die Makein aber sehr groß 
und 2-++-2 und 4-4 an der Naht bindenartig verbunden. 
L. 2,5 mm. — Mongolei. . 


6. ee Fleisch. 


2 (9) Flache N N en Kalten Pen die Schenkel schwarz. 
r (1%) Kopf und Halsschild schwarz, Vorderwinkel gelbrot, 


Schildehen schwarz, Flügeldecken rot, mit 2 breiten 
schwarzen Binden, die man sich durch die Verfließung 
der großen Flecken 1 bis 4 (ähnlich gestellt wie bei S-si- 
gnatus) entstanden denken kann und folgende Formel er- 
geben würden: 3—+ use 4+4. L. ca. 3,5 mm. — 
a j ä s 
7. eier Be 


14 (15) Best, vorne eb: EL Hinten En Halsschild gelb- 


rot, mit einer schwarzen trapezförmigen Makel vor dem 


804 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


Schildehen, letzteres schwarz. Flügeldecken gelbrot, jede 
mit 4 großen schwarzen Makeln, eine fast dreieckig im 
Schulterwinkel, eine fast birnförmig nahe der Naht im 
2. Viertel, Innenrand zur Naht parallel, eine nahe dem | 
Seitenrande im 3. Viertel, gestreckt oval, eine im 3. Drit- 


tel der Decken nahe der Naht, linienförmig, an ihrer 
Spitze nach außen gebogen. L. 3—3,6 mm. — Pamir, Tur- 
kestan. v 


8. discors Bar. 


1. B. oblongus Weidb. — Diese Art hat in der Zeichnung eine 
solche Ähnlichkeit mit E. 4-pustulatus L., daß sich der Anfänger 
hüten muß, sie damit zu verwechseln, und es ist gut, vorerst auf 
die Unterschiede aufmerksam zu machen: B. oblongus ist läng- 
licher, Kopfschild vor den Augen weniger kurz, Halsschildbasis in 
viel flacherem Bogen gerundet, Seiten viel weniger gerundet, nur 
schmal gerandet, nicht gekehlt abgesetzt, Flügeldecken länger, an 
den Seiten weniger gerundet, viel stärker und dichter punktiert, 
an den Seiten schmäler gerandet, Epipleuren ziemlich horizontal, 
der Schulterfleck ist vom Seitenrande nicht abgerückt, Bauch ganz 
schwarz oder nur die Spitze bräunlich, Klauen einfach. — Schwarz, 
auf den Flügeldecken ein mehr als das vordere Viertel einneh- 
mender, innen durch die Schulterbeule ausgerandeter Fleck am 
Seitenrande und eine rundliche Makel hinter der Mitte in einiger 
Entfernung von der Naht rot oder gelbrot, Fühler bräunlichgelb, 
Tarsen braun. Kopf und Halsschild am Grunde deutlich chagri- 
niert und fein und weitläufig punktiert, die Flügeldecken mehr 
oder minder erloschen chagriniert und viel stärker und dichter 


punktiert. L. 2,5—4 mm. — Östalpen. 


2. B. suturalis F. — Oval, gewölbt. Halsschild rötlichgelb, Flü- 


geldecken weißlichgelb, ein gemeinsamer Nahtsaum und auf jeder 
Decke eine etwas breitere Längsbinde, welche die Spitze nicht er- 
reicht, schwarz, Spitze der Decken ähnlich rötlichgelb wie der 
Halsschild. Kopf, Fühler und Taster rötlichgelb, Schildchen 
schwarz. Der Nahtsaum der Decken ist etwa dreimal so breit als 
das Schildchen und nimmt 5/, der Nahtlänge ein, die Scheibenbinde 
34 der Deckenlänge. Unterseite rötlichgelb, Hinterbrust und die 
3 ersten Bauchsegmente schwarzbraun oder schwarz, Beine rötlich- 
gelb, Hinterschenkel beim Weibchen stark, beim Männchen kaum 
schwarz gefleckt. L. 3—3,4 mm. — Indien, Himalaya. — Über 
diese Art schreibt Kapur in Indian J. Ent. 4. 1942 p. 52. Ich konnte 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 805 


diese Arbeit noch nicht erreichen. — Vergleiche auch B. nigro- 
suturalis Kap. im Nachtrag. | 


3. B. Jacobsoni Bar. — Halbkugelig, schwarz, oben gelbrot, 
Halsschild mit 5, Flügeldecken mit je 5 schwarzen Flecken, sehr 
fein punktiert, feiner und dichter retikuliert als B. 8-signatus Gbl. 
Halsschild an den Seiten zusammen mit den Hinterwinkeln gerun- 
det, seine Breite gleich der Breite der Flügeldecken, größer als bei 
8-signatus, die 5 Flecken sind: eine mittlere Makel, die größte, 
breit, verkehrt herzförmig, am Hinterrande, nach vorne verlän- 
gert, aber den Vorderrand nicht erreichend, zwei sehr kleine 
Flecken am Vorderrande oberhalb der Augen, zwei mäßig große 
Flecken an den Seitenrändern, diese aber nicht berührend. Schild- 
chen dreieckig, schwarz. Die 5 Makeln der Flügeldecken stehen 1, 
2, 2 oder wenn man will 1, 2, 1, 1: Makel 1, die kleinste, auf der 
Schulterbeule, M. 2 und 3 am Ende des 1. Drittels der Decken- 
länge, M. 2 nahe dem Seitenrande, 3 nahe der Naht, beide sich 
bisweilen berührend oder fast zusammenfließend, M. 4 am Ende 
des 2. Drittels nahe dem Seitenrande, M. 1, 2 und 4 in gerader 
Linie hintereinander, M. 5 am Beginne des 3. Drittels nahe der 
Naht, aber diese nicht berührend. Unterseite schwarz, letztes 
Bauchsegment fast ganz, das vorletzte in der Mitte und an den 
Seiten gelbrot, Beine rotbraun, Mittel- und Hinterschenkel an der 
Spitze pechbräunlich, Tarsen rotgelb. L. 3,4—3,8 mm. — Hepta- 
potamien, Gobi, Mongolei. 


4. B. tetradymus Frm. (Olcesi Cr.) Fg. 6. — Fast halbkugelig, 
sehr gewölbt, sehr glänzend. Unten schwarz, oben rot, jede Flügel- 
decke mit 2 schwarzen großen Makeln, eine auf der Schulter, die 
andere in % der Länge, ferner ein schmaler Nahtsaum und ein 
äußerst schmaler Saum an der Basis und am Außenrande (letzterer 
oft fehlend) gleichfalls schwarz. Halsschild kurz, viel schmäler als 
die Flügeldecken, Seiten sehr geneigt, abgerundet, Vorderwinkel 
stumpf, Hinterwinkel stark abgerundet. Flügeldecken an den 
Schultern den Halsschild überragend, ziemlich vorspringend, aber 
abgerundet, zwischen Schulter und Schildchen schwach einge- 
drückt, außen nicht gerandet. Dichter und stärker als 8-signatus 
punktiert. L. 3 mm. — Marokko. 


5. B. octosignatus Gebl. (desertorum Gebl.) — Oval gewölbt, 
glänzend. Gelblich bis gesättigt ziegelrot, Halsschild von einfarbig 
hell über gefleckt bis schließlich ganz schwarz. Schildchen schwarz, 


bei den hellsten Formen auch mehr oder minder aufgehellt. Flü- 


806 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg, Frey, Bd. 6, 1955 


geldecken mit je 4 schwarzen Punkten: P. 1 auf der Schulter, P. 2 
vor der Mitte nahe der Naht, P. 3 hinter der Mitte, P. 4 hinter 
dem 2. Drittel nahe.der Naht. In seltenen Fällen können Punkte 
fehlen, öfter aber verfließen sie. Vide Aberrationen. Auf der Un- 
terseite sind die Mittel- und Hinterbrust und die Mitte des 1. und 
2. Bauchsegmentes schwarz. L. 3—4 mm. — Östliches Mittelmeer- 
gebiet, Mesopotamien, Sizilien, Korsika. 


Aberrationen. 


A) Nach der Halsschildfärbung: 
1. Halsschild re hell. { . 
i a site Ws. 
2 Halsschild mit ee ee Punkt vor dem Schildehen. 
. . a. desertus Mtsch. 
I. Halsschild mit eher Meier? vor Rn Schildehen, welche 
sich dem Vorderrande nähert oder diesen auch erreicht. 
8-signatus Gbl. f. nom. 
4. Zeche ee Mittelmakel und dem Seitenrande tritt a 
seits noch ein Punkt hinzu. ; 
a. ae nov. A 
5. Halsschild a nee oder die Ränder verwaschen 
aufgehellt. 
RES NED IER he wa 
B) Nach der Flügeldeckenzeichnung: 
a) Durch Ausfall von schwarzen Punkten. 
6. Es fehlt P. 3 SR ae 
2.8. mancus nov. ah. 
b) Alle 4 Punkte Parade kiess isoliert. Vide die Formen 
sub A, 1—5. 
c) Die Punkte verfließen in verschiedener Weise. 
7. Die De übergreift noch nicht die Naht. Formula: 
1-+4, 2--3, auf a Decke ist ein schwarzes Kreuz ge- 
bildet. er 
arten Fleisch. 
Die Vertheßumpen Man ir Naht, die Punkte vergrö- 
ßert, Punkt 2 entsendet im spitzen Winkel einen streifen- 
artigen Fortsatz gegen die Naht, welcher sich dann längs 
derselben gegen das Schildchen fortsetzt und sich entweder 
vor dem Schildehen oder in demselben selbst mit der anderen 
Seite vereinigt, die übrigen Punkte frei oder auch nach und 
nach verflossen. Es sind bis jetzt folgende Formeln bekannt: 


0. 


ws 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 807 


a 1,3, 4—5+2+23,1,4— 4+5+2+2,1— . 


. a. conjunctus Fleisch. 


6. B: niongolieus F Fleisch. — Dem d-signatus Gbl. ähnlich, aber 
kleiner, gewölbter, nach vorn und hinten mehr verengt, gesättigter 
rot, der Seitenrand der Flügeldecken feiner und schmäler, die Flü- 
geldecken zwar fein, aber deutlich punktiert, die ganze Oberfläche 
weniger glänzend, der Halsschild schmäler und nach vorn mehr 
verengt. Kopf schwarz, Kopfschild und Stirn zwischen den Augen 
rot, jede ce mit 4 sehr großen Makeln, gestellt wie bei 
8-signatus, aber 2-2 und 4--4 an der Naht bindenartig verbun- 
den. L. 2,8 mm. — Monsolki. 


7. B. bifasciatus Bar. — Länglichoval, mäßig gewölbt, glän- 
zend. Flügeldecken gelbrot, mit 2 schwarzen, unregelmäßigen Bin- 
den, die man sich durch Verfließung der vergrößerten Makeln des 
8-signatus entstanden denken kann: Die erste Binde aus den Flek- 
ken 31-2 und mit dem Schildehen und der Naht verbunden, 
die zweite Binde aus den Makeln 4-14, die über die Naht zusam- 
menfließen. Kopf schwarz, Mund, Taster und Fühler, Oberlippe, 
Vorderrand des Kopfschildes gelbrot, unregelmäßig spärlich punk - 
tiert und sehr zart retikuliert, zart bewimpert. Halsschildseiten in 
der Mitte gerundet, Hinterwinkel stumpfwinkelig, sehr fein punk- 
tiert und retikuliert, matt, schwarz, Vorderwinkel gelbrot. Schild- 
chen dreieckig, glänzend, schwarz. Flügeldecken punktiert und 
sehr zart retikuliert. Unterseite schwarz, Mund und Spitzenränder 
der Bauchsegmente, das vorletzte und die beiden vorhergehenden 
gelbrot, dicht punktiert und lederig. Hinterbrust in der Mitte ein- 
gedrückt, glänzend, ein wenig quer gerunzelt, an den Seiten sehr 
dicht und sehr fein punktiert. Beine gelbrot, Schenkel schwarz. L. 
3,5 mm. — Tjan-Schan. 


8. B. discors Bar. — Ähnelt dem 3. mongolicus Fl., aber we- 
niger gewölbt, flachgedrückt, stärker punktiert, aber glänzender. 
Länglichoval, oben gelbrot, Halsschild mit einem, jede Flügeldecke 
mit 4 schwarzen Makeln. Die Makel des Halsschildes ist trapez- 
förmig, am Hinterrande. Auf den Flügeldecken Makel 1 fast drei- 
eckig, mit der vorderen Spitze die Schulterbeule berührend, Makel 
2 etwas birnförmig, ihr Innenrand dem der gleichen Makel der 
anderen Decke parallel, nahe der Naht, ihr Beginn am Anfang des 
2. Viertels der Deckenlänge, Makel 3 langoval im 3. Viertel nahe 
dem Seitenrande, Makel 4 ist länglich und an ihrem Hinterende 
nach außen gekrümmt, nahe der Naht im letzten Drittel gelegen, 


808 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Naht und Spitzenrand nicht berührend. Kopf dicht punktiert und 


retikuliert, sehr fein und spärlich goldig behaart, vorne gelbrot, 
hinten und am Scheitel’ pechschwarz, Taster und Fühler braun, am 
Ende pechschwarz. Halsschildseiten in der Mitte fast gerade, Hin- 
terwinkel breit gerundet, dicht punktiert und retikuliert, glänzend, 
die schwarze Makel gleich dem inneren Drittel der Halsschildbreite. 
Schildchen dreieckig, schwarz, glänzend. Flügeldecken punktiert 
und retikuliert, glänzend. Unterseite schwarz, Kopf, Vorderbrust an 
der Spitze und den Seiten, das letzte Bauchsegment ganz, das vor- 
letzte und die beiden vorhergehenden am Vorder- und Seitenrande 
geibrot, dicht punktiert und retikuliert. Hinterbrust in der Mitte 
der Länge nach eingedrückt, quergerunzelt und unregelmäßig ein- 
zeln punktiert und mit Nabelpunkten besetzt. Beine gelbrot, 
Schenkel pechschwarz. L. 3—3,6 mm. — Pamir, Turkestan. 


5. Platynaspini. 


Im paläarktischen Gebiete nur eine Gattung. 


52. Gattung: Platynaspis Redtb. 


(Redtenbacher 1843, 6, 11; 1849, 575; 1858, 970; 1874, 556 — 
Mulsant 1846, 250; 1850, 945 — Seidlitz 1872, 47; 1891, 68; 1888, 
68 — UCrotch 1874, 196, 1958 — Chapuis 1876, 244, 251 — Weise 
1879, 90 (s. p. 3); 1885, 5 — Ganglbauer 1899, 979, 980 — Reitter 
1911, 133, 134 — Kuhnt 1912, 567, 582 — Jacobson 1916, 990 — 
Schaufuss 1916, 539, 561 — Mader, Ev. I. 1927, 23; Ent. Nachr. Bl. 
1933 51) 

Synonym: Microrhymbus Gerst. (Arch. Natg. 1871, 348). 

Von 37 Arten im paläarktischen Gebiete 7. 


Anmerkung: Croich (1874, 198) beschrieb noch Platynaspis Wallacei 
von Flores. Es gibt nun eine Insel Flores der Azoren, eine Sundainsel, eine Insel 
vor Uruguay und mehrere Orte gleichen Namens. Wahrscheinlich meint Crotch 
die Sundainsel. Wäre die Azoreninsel gemeint, dann wäre die Art auch paläark- 
tisch. Für alle Fälle hier die lakonische Diagnose: ‚‚Allied to P. Solieri; thorax 
almost emarginate before the scutellum; black; thorax with the sides broadly, 
elytra with a small subapical point, fulvous. L. 1 lin. Flores. — Thorax deeply 
bisinuate at the base and produced in front of the scutellum.““ 


Tabelle der Arten. 


1 (22) Flügeldecken nicht ganz schwarz. 
2 (15) Flügeldecken schwarz mit hellen Makeln. 
3 (14) Flügeldecken ohne hellen Seitensaum. 


n a nn — = 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 809 


4 (13) Die Makeln der Flügeldecken sind ausgesprochene Makeln 
und nicht Überbleibsel einer ehemals hellen Grundfarbe. 

5 (8) Jede Decke mit 2 hellen Makeln, einer vor und einer hin- 
ter der Mitte, oder beide Makeln miteinander zu einer Art 
Längsbinde verflossen. 

6 (7) Die beiden Makeln sind getrennt. (Ich sah ein Stück aus 
Syrien, bei welchem die beiden Makeln sehr vergrößert 
sind, ferner ein Stück aus den Pyrenäen, bei dem die vor- 
dere Makel in 2 Makeln geteilt war. L. 2,5—3,5 mm. — 
Europa, Mittelmeergebiet, Westasien. 

1. eben ee 

7(6) Die beiten Makeln fließen Aa jeder Decke zusammen. 

1. luteorubra a. confluens Mls. 

8(5) Jede Flügeldecke nur mit einer hellen Makel, diese aber 
keine Längsbinde. 

9 (12) Diese Makel ist gut abgerundet und liegt ausgesprochen 
vor der Mitte oder sie liegt an der Basis und ist meist nicht 
von bestimmter Form. 

10 (11) Die Makel ist gut abgerundet und liegt vor der Mitte. 

1. luteorubra a. Karamanı Ws. 

11 (10) Der helle Fl Teck liegt an der Basis beim Schildehen, mit- 
unter auch das Überbleibsel einer einst hellen Grundfarbe 
darstellend. L. ca. 4 mm. — Japan, China. I 

u 6. Lewisi a. obscura Sie, 

2(9) Die Hol Makel i ist länglich oval und hat einen Appendix 

nach außen, gleichsam als ob sie mit einer viel kleineren 

. äußeren Makel verflossen wäre. Halsschild schwarz, mit 
breitem gelbem Seitensaum. L. 3 mm. Fg. 7. — China. 

. 2. angulimaculata Mad. 

13 (4) Die Bellen Flecken stellen die Überbleibsel einer einstigen 
hellen Grundfarbe dar. Hierher kämen stark verdunkelte 
Stücke der Art sub 20, Lewisi Cr. 

14 (3) Flügeldecken mit einem rötlichgelben Seitensaum, der an 
der Schulter beginnt, sich dann bis zur Mitte verschmälert, 
dann auf einen sehr schmalen Saum neben der Seitenrand- 
kehle beschränkt ist und vor der Spitze wieder deutlich 
wird. Auf jeder Decke befinden sich dann noch 2 wenig 
abgerundete rötlichgelbe Makeln, beide frei oder mehr 
oder minder verflossen. L. 3,3 mm. — Canaren. . 

: 3. bella Woll. 

15 (2) Cnndehe, ne Flügeldecken hell, ee schwarz. 


810 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


16 (17) 


17 (16) 


18 (19) 


19 (18) 


20 (21) 


21 (20) 


22.643 


Nur eine schwarze Makel auf jeder Flügeldecke von }/; 
bis 33 der Deckenlänge, der Naht näher als dem Seiten- 
rande. Halsschild mit einer schwarzen Basalmakel. L. 3 
mm. — Sikkim, Himalaya. ee 
R 4. Re Ws. 
Tivel har Makeln oder Wische auf jeder Flügeldecke, 
meist auch ein schwarzer Naht- oder auch Seitensaum. 
Halsschild ganz schwarz. Der schwarze Nahtsaum beginnt 
schmal am Ende des Schildehens, erweitert sich schnell 
zu einer länglichen Makel, ist hinter der Mitte schmal und 
setzt sich um die Naht herum noch am Hinterrande fort. 
Die Makeln der Flügeldecken sind groß, queroval, die 
hintere gewöhnlich kleiner als die vordere. L. 3,5 mm. — 
China. ee 
B 5. en Ws. 
Halsschild Hicht ganz ehe schwarzer Nahtsaum mehr 
oder weniger breit, hinter dem Schildchen aber nicht 
makelartig erweitert. 
Art aus China und Japan, mit grob punktierten Flügel- 
decken. — Fast kreisförmig. Kopf gelbrot, Halsschild 
schwarz, vorne sehr schmal, Vorderwinkel dreieckig gelb- 
rot; Flügeldecken gelbrot, ringsherum schwarz gerandet 
und jede Decke mit 2 fast länglichen, schwarzen Dorsal- 
flecken, einer etwas vor, einer etwas hinter der Mitte. L. 
ca. 4 mm. — Fe. 8. 
Ru a6 Bewisi fi 

An von Br en mit schwer sichtbar punktierter 
Oberseite. — Oben rotgelb, Kopf und Scheibe des Hals- 
schildes mehr oder minder geschwärzt, die Seitenränder 
und Naht der Decken sehr schmal geschwärzt und auf 
jeder Decke 2 kleine, einzeln hintereinander stehende Ma- 
keln oder Wische mehr oder weniger schwärzlich. L. 3 
bis 3,3 mm. — (Vergleiche auch Brumus tetradyma Frm.) 

7. 4-plagiata Woll. 
Se ei En de Art, nur Fühler, Taster, Beine 
und Epipleuren der Flügeldecken dunkel rostrot. L. 1,5 
bis 2 mm. — Japan. a N N: 
Telsimia nigra Ws. 
Diese Art, die schon viel hin- und hergeworfen wurde, habe ich 


zur Vorsicht hier aufgenommen, falls sie wieder einmal jemand als 
Platynaspis ansprechen sollte. Vide bei Telsimiini. 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden s1l 


1. Pl. Iuteorubra Gze. (villosa Frer., 4-maculata Rossi, #-gut- 
tata Brahm, pubescens Ol., bisbipustulata F., 4-pustulata Kug,., 
bisbiverrucata Payk., bipustulata Dum., rufimana Eschsch., ? spec- 
tabilis Fald., #-notata Duf.) — Ziemlich breit oval, nur mäßig 
stark gewölbt, oben ziemlich dicht mit anliegender grauer Behaa- 
rung bekleidet. Schwarz, der Halsschild gewöhnlich mit einer nach 
hinten verkürzten oder auf eine Makel in den Vorderwinkeln redu- 
zierten gelbroten oder gelben Seitenbinde, beim Männchen auch 
der Kopf gelbrot oder gelb, jede Flügeldecke mit einer großen, 
runden, roten Makel vor der Mitte und einer kleineren vor der 
Spitze. Beide Makeln können miteinander verflossen sein (a. con- 
fluens Mls.) oder es fehlt die hintere Makel (a. Karamanı Ws.). 
Ich sah auch ein Stück aus Syrien mit sehr vergrößerten Makeln, 
ferner eines aus den Pyrenäen mit geteilter Vordermakel. Die 
Spize der schwarzen Schenkel, Schienen und Tarsen braunrot oder 
gelbrot, beim Männchen auch die Vorderschenkel gelbrot oder nur 
an der Basis schwarz. Kopf und Halsschild ziemlich fein und dicht, 
die Flügeldecken viel stärker punktiert. Beim Männchen das 5. 
Bauchsegment am Hinterrande ausgebuchtet. L. 2,5—3,5 mm. — 
Europa, Mittelmeergebiet, Westasien. 

Der Anfänger hüte sich, diese Art mit Seymnus [rontalis a. 
4-pustulatus zu verwechseln, er beachte die Kopfbildung. 


2. Pl. angulimaculata Mader (Ent. Nachr. Bl. XII. 1938, 51, 
35). Fg. 7. — Kurzoval, mäßig gewölbt, mäßig glänzend, oben 
dicht aber fein punktiert, auffällig rauh und greis behaart. 
Schwarz, Kopf beim Männchen gelbrötlich, beim Weibchen 
schwarz, auf dem Halsschilde ein nach hinten schmäler werdender 
Deitensaum gelbrötlich, die Breite dieses Saumes vorn bis zur Aus- 
buchtung hinter den Augen reichend. Auf jeder Flügeldecke ist 
eine gelbrötliche Makel, welche außen vorne und hinten ausgeran- 
det ist, daher winkelig erscheint. Man könnte diese Makel auch 
aus zwei Makeln zusammengesetzt ansehen: aus einer größeren 
langovalen und einer viel kleineren äußeren Makel. Der innere 
Teil dieser Makel ist der Naht näher als dem Seitenrande und 
erstreckt sich von !/, bis zu 25 der Deckenlänge. Der Appendix 
dieser Makel befindet sich nach außen hinter der Mitte der Makel 
und trifft auf diese fast senkrecht auf. Unterseite schwarz, Fühler, 
Taster zum Teile, Schienen und Tarsen schmutzig rostrot. L. 3mm. 
— China. (Szetschwan, Yunnan). 


3. Pl, bella Woll. — Breit oval, gewölbt, sehr glänzend, kahl 


812 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


erscheinend, aber sehr fein behaart, wenigstens am Rande des 
Halsschildes und der Flügeldecken. Kopf gelbrot, am Scheitel ver- 
dunkelt. Halsschild gelbrot mit schwarzer, in der Mitte verengter 
Längsmakel, von der Basis bis zum Vorderrande reichend. Flügel- 
decken schwarz, mit einem rötlichgelben Seitensaum, der an der 
Schulter beginnt, sich dann bis zur Mitte verschmälert, dann auf 
einen sehr schmalen Saum neben der Seitenrandaufkehlung (wel- 
che schwarz bleibt) beschränkt bleibt und vor der Spitze wieder 
deutlich wird. Auf jeder Decke befinden sich dann noch 2 wenig 
abgerundete Makeln, die vordere größer, im 2. Viertel der Decken 
und in der inneren Hälfte, die kleinere hintere vor der Spitze. 
Beide Makeln sind entweder isoliert oder mehr oder weniger zu- 
sammengeflossen. Unterseite schwarz, Bauch zur Spitze heller wer- 
dend; Beine gelbrot, Schenkel mehr oder weniger, Hinterschenkel 
jedoch stark verdunkelt. L. ca. 3,3 mm. — Canaren. 

Die Art ist von Wollaston trotz der Kopfbildung als Epilachna beschrieben 


worden, galt lange als solche, ist auch im Wiener Museum noch als Epilachna 
eingereiht. 


4. Pl. trimaculata Ws. — Kurz oval, hell rötlich gelbbraun, 
dicht punktuliert und zart greis behaart, mäßig glänzend. Die 
Brust schwärzlich, Stirn und Halsschild mehr weißlich, letzterer 
mit einer großen schwarzen Makel, welche das mittlere Drittel der 
Basis einnimmt, nach vorn verengt ist und ein Stück hinter dem 
Vorderrande endet. Sie hat keine scharfen Ränder. Auf jeder Flü- 
geldecke liegt eine länglich ovale, schwarze Makel von Y; bis 3 
Länge, der Naht näher als dem Seitenrande. Ihr Innenrand ist der 
Naht, ihr Außenrand den Seiten ziemlich parallel. L. 3 mm. — 


Sikkim, Himalaya. 


5. Pl. maculosa Ws. — Kurz oval, gewölbt, oben lang und 
greis behaart. Kopf schwarz, ein feiner Saum am Vorderrande des 
Kopischildes sowie Taster und Fühler rötlichgelbbraun; ähnlich 
sind auch die Beine, Epipleuren und ein breiter, verwaschen be- 
grenzter Saum des Bauches gefärbt, die übrigen Teile der Unter- 
seite und der Halsschild nebst dem Schildchen schwarz. Flügel- 
decken blaß rötlich gelbbraun, ein Nahtsaum und zwei Makeln 
jeder Decke schwarz. Der Saum beginnt schmal am Ende des 
Schildchens, erweitert sich schnell zu einer länglichen Makel, ist 
hinter der Mitte schmal und setzt sich um die Naht herum noch 
am Hinterrande fort. Die Makeln der Decken sind groß, quer-oval 
(die hintere gewöhnlich kleiner als die vordere) und unter sich 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden - 813 


sowie vom Vorder- und Seitenrande gleich weit entfernt, aber 
dem Nahtsaum mehr genähert. Kopf und Halsschild dicht und sehr 
fein punktiert, die Flügeldecken kräftiger. Hinterschienen kurz 


und sehr breit, völlig flach gedrückt. L. 3,5 mm. — China. 
6. Pl. Lewisi Crotch Fg. 8. — Fast kreisförmig. Kopf gelbrot, 


Halsschild schwarz, vorne sehr schmal, Vorderwinkel dreieckig 
gelbrot; Flügeldecken gelbrot, ringsherum schwarz gerandet und 
jede Decke mit 2 fast länglichen, schwarzen Dorsalflecken, einer 
etwas vor, einer etwas hinter der Mitte. Flügeldecken grob und 
spärlich punktiert. Die dunkelsten Stücke (a. obscura Sie.) sind 
vollständig schwarz, mit einem Basalfleck beim Schildcehen, Kopf, 
Vorderwinkel des Halsschildes und der Bauch von hellerer Farbe. 


L. ca. 4 mm. — Japan, China, Indien, Formosa. 


7. Pl. 4-plagiata Woll. — Oben rotgelb, Kopf und Scheibe des 
Halsschildes mehr oder weniger geschwärzt oder gebräunt (eine 
Mittellinie auf dem Halsschilde bisweilen ausgenommen), die Sei- 
tenränder und Naht der Flügeldecken sehr schmal geschwärzt und 
auf jeder Decke 2 kleine, einzeln hintereinander stehende Makeln 
oder Wische mehr oder minder schwärzlich. Oberseite stark glän- 
zend, fast kahl erscheinend, jedoch wenigstens am Rande des Hals- 
schildes und der Flügeldecken sehr fein behaart. L. 3—3,3 mm. — 
Canaren. 

Auch diese Art hat Wollaston als Epilachna beschrieben und galt bis in die 
Jetztzeit als solche. Peyerimhoff (Bull. Mus. Paris, XIV. 216, 1942) spricht diese 


Art als einen Brumus an, ich weise sie aber gleich anderen Autoren als Platynaspis 
aus, wie ebenso bella Woll. 


6. Telsimiini. 


Diese Gattungsgruppe enthält überhaupt nur eine Gattung. 


53. Gattung: Telsimia Casey. 


(Casey, Journ. New York. Ent. Soc. VII, 1899, 166 — Chapin, 
Proc. Biol. Soc. Wash. 39, 1926, 129). 
Von 7 Arten im paläarktischen Gebiete 2. 


Tabelle der Arten. 


1 (2) Hinterrand des 5. Bauchsegmentes des Männchens schwach 
zweibuchtig, Metasternum mit einer kurzen, fein einge- 
drückten Linie, welche vom Hinterrande nach vorwärts 


814 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


läuft, ziemlich grob und gleichmäßig 5 L. 2 mm. 

— Japan. 
1. nie Ws. 
2 €C1) Eintenrand de 5. Batchssgmen ee des Männchens nicht 
zweibuchtig, sondern an der Spitze halbkreisförmig aus- 
gerandet, Metasternum ohne eingedrückte Mittellinie, mä- 
> En und En es L. 2,25 mm. — China. 


SI OR .. . 2. emarginatus Chapin. 


1.5: ne Ws. — Stark gerundet, mäßig gewölbt, fein und 
dicht weißlichgrau behaart, schwarz, der Vorderrand des Kopfes 
öfter mit einem helleren Saume; Taster, Fühler und Beine dunkel 
rotbraun. Der Kopf ist dicht und fein punktiert; die Augen groß, 
am Innenrande fast geradlinig begrenzt, nach vorn in eine ziemlich 
spitze Ecke ausgezogen. Halsschild an den Seiten ziemlich gerade, 
die Hinterecken abgerundet, die Vorderecken wenig spitz, der Hin- 
terrand vor dem Schildehen deutlich nach hinten ausgezogen, die 
ganze Oberseite mäßig dicht und sehr fein punktiert. Die Schenkel- 
linie krümmt sich in einem weiten und sehr flachen Bogen, der Yı 
der Länge des Segmentes vom Hinterrande entfernt bleibt, bis zum 
Seitenrande, den sie im 2. Drittel seiner Länge erreicht. Der von 
ihr eingeschlossene Raum ist weitläufig und kaum sichtbar punk- 
tiert, während der übrige Teil des Segmentes (nach den Seiten 
hin stärker), und die übrigen Segmente dicht und stark punktiert 
sind. L. ca. 2 mm. — Japan (Nagasaki, Hilgendorf). 

Diese Art ist sehr umstritten und wurde in der Systematik hin- und herge- 
worfen. In Junk’s Col. Cat. Pars 120, 1932 referiert sie Korschefsky sowohl als 
Pentilia Mls. (p. 225), als auch als Platynaspis Redtb. (p. 234). Chapin, 1. c., 
transferierte die Art in die Gattung Telsimia Cas. und gibt auch eine Tabelle der 
Arten, in welche er aufnimmt: Notolipernes (Lipernes) subviridis Blackb., Platy- 
naspis ceylonica Ws., Pentilia nigra Ws., Telsimia nitida und emarginata Chapin. 
Fehlend sind in dieser Tabelle Telsimia inornata Cas., Tels. tetrasticta Gas. und 
die übrigen von Blackburn als Lipernes beschriebenen Arten, von denen Chapin 
möglicherweise nur die subviridis als zu Telsimia gehörig herausgegriffen hat. 
Korschefsky, 1. c. p. 587, trägt nun die Gattung Telsimia nach, zählt dazu aber 
nur die beiden Arten von Casey und die beiden von Chapin und beläßt ohne Be- 
sründung die übrigen Arten bei ihren alten Gattungen. 


Um auf unsere obige Art wieder zurückzukommen: Weise be- 
schrieb sie zuerst (D. E. Z. 1879, 149) als Pentilia, schrieb aber da- 
zu: „Obgleich mir die Gattung Pentilia Muls. unbekannt ist, stelle 
ich diese Art zu derselben, da sie eine ganze Schenkellinie besitzt, 
und der Hinterleib nur aus 5 sichtbaren Segmenten besteht. Sie 
würde sonst mit Platynaspis sehr übereinstimmen.“ Die Stellung 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 815 


zu Pentilia ist schon deshalb irrig, weil Mulsant seine Gattung Pen- 
tilia in der Gruppe Gymnosomides bringt, sie also oberseits kahl 
ist, während Weise seine Art als behaart beschreibt. In der Folge 
zählt Weise seine Art der Gattung Platynaspis zu (Best.-Tab. II, 
2. Aufl. 1855, p. 55 nota und D. E. Z.1900, 422). Jacobson 1916 
und ich sind in der Folge der Autorität Weise’s gefolgt. Ich kenne 
die Art in natura nicht und kann mir kein eigenes Urteil bilden, 
seitdem ich aber die Arbeit Chapin’s kenne, will ich mich der An- 
sicht Chapin’s anschließen und die Art als Telsimia ansprechen, 
und es wird gut sein, wenn die Art auch im Col. Oat. zu Teelsimia 
gestellt wird. Welches ihr nächstes Schicksal sein wird, kann ich 
nicht vorhersagen. 


2. T. emarginata Chapin. — Eiförmig, 5/, länger als breit, 
nach hinten mehr verengt als nach vorne. Schwarz, Fühler und 
Beine kastanienbraun. Oberseite mit Ausnahme des glatten Randes 
des Kopfschildes fein und dicht punktiert. Behaarung grau, dicht, 
kurz und niedergedrückt. Prosternum grob und dicht punktiert, 
Metasternum feiner und weniger dicht punktiert, die Punktierung 
dichter gegen den Seitenrand. Erstes Bauchsegment ziemlich fein 
und spärlich punktiert. Schenkellinie stark ausgebildet, ihre 
Außenhälfte parallel zum Hinterrande des Segmentes fast bis zum 
Seitenrand, wo sie ist umkehrend für eine kurze Strecke, der von 
ihr eingeschlossene Raum mit einigen Punkten in der hinteren 
Hälfte. Zweites und die foigenden Bauchsegmente dicht und fein 
punktiert. Schenkel fein und spärlich punktiert. 

Männchen: Der Hinterrand des 4. Bauchsegmentes ist gerade, 
das 5. Segment ist zweimal so lang wie das 4. und ist an der Spitze 
halbkreisförmig ausgerandet. Gerade vor dieser Ausrandung und 
an jeder Seite der Mittellinie ist eine leicht angeschwollene Stelle. 

Weibchen: Der Hinterrand des 4. Bauchsegmentes ist gerade 
wie beim Männchen, das 5. ist hinten gerundet. 


L. 2,25 mm. — China (Foochow). 


7. Pentiliini. 
54. Gattung: Pentilia Mls. 


Die Gruppe der Pentiliini besteht aus den rein amerikanischen 
Gattungen Pseudosmilia Breth. und Pentilia Mls. und hat nach dem 
Ausscheiden der Pentilia nigra Ws. in die Gattung Telsimia Cas. 
keinen paläarktischen Vertreter mehr. Diese behaarte Art, die 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3, 1955 51 


816 Entom. Arbeiten aus den Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


keinesfalls zu den kahlen Pentiliini gehören kann, ist wohl im Col. 


Cat. p. 225 noch bei Pentilia und p. 234 bei Platynaspis aufgezählt, 
wird aber dort gestrichen werden müssen. Über diese Art siehe bei 
Telsimiini. 

Eine andere südamerikanische Pentilia, die nach den Autoren Kraatz (D. E. 
Z. 1873), Weise (Best.-Tabelle), Seidlitz (Fn. Balt.) und Ganglbauer eine Zeit lang 
in Deutschland herumgespukt hat, ist P. egena Mls., die Kraatz 1873 nochmals 
als Exochomus minutus beschrieb und zwar aus dem Thüringer Wald stammend. 
Ein zweites Stück wurde aber nie mehr gefangen, die Art blieb verschollen. 1907 
legte Hubenthal die Type Weise vor und dieser identifizierte den Exochomus mi- 
nutus Kr. nun als die süädamerikanische Pentilia egena Mls. Nachdem es ausge- 
schlossen ist, daß eine rein amerikanische Gattung ausgerechnet im Herzen von 
Deutschland einen Vertreter hervorgebracht hätte, die Art andererseits seit mehr 
als 70 Jahren in Europa nie mehr gesehen wurde, müssen wir gleich Hubenthal 
(D. E. Z. 1905, 270) annehmen, daß Gutheil, der oft exotische Käfer erhalten 
hatte, eine Verwechslung der Vaterlandsangabe passiert ist und die Art sowohl 
aus der deutschen als auch aus der paläarktischen Fauna gestrichen werden muß. 
Diese Art wurde auch aus Italien berichtet, aber Capra (B. It. 1927, 160) bemerkt, 
daß alle italienischen Exochomus minutus Kr. sich als Hyperaspis concolor Suffr. 
erweisen. 


ö. Coelopfterini. 


(Pharini, Sticholotini, Pseudococcinellidae) 


Tabelle der Gattungen. 


1 (4) Flügeldecken kahl. 

2 (3) Körper kreisrund oder fast kreisrund. Fühler deutlich 11- 
gliedrig, Keule schlanker. Epipleuren der Flügeldecken 
breit beginnend und sich nur wenig gegen die Spitze hin 
verschmälernd, deutlich bis zur Spitze reichend und dort 


stumpf endend. . . . ra 
55. Sticholotis Cr. 
Ich kenne in natura bloß 2 runde Sticholotis-Arten, weshalb ich 
zwei mir wichtig erscheinende Merkmale in der Tabelle eingeklammert 
habe. Es gibt auch ovale Sticholotis-Arten (z. B. 13-notata) und meine 
Meinung geht dahin, daß die Gattung Plotina wahrscheinlich um die 
ovalen Sticholotis-Arten vermehrt werden wird. Man müßte diese letz- 
teren auch kennen, um zu urteilen, ob meine eingeklammerten Gegen- 
sätze durchgreifend trennende sind. In der Gattung Sticholotis soll es 
auch vorkommen, daß die stärkeren Punkte der doppelten Flügeldek- 
_ kenpunktur häufig in Form von einer oder mehreren Längsreihen an- 
geordnet sind. Ob dies ein spezifisches Merkmal der runden -Arten ist, 
oder ob es auch bei ovalen Arten vorkommt, kann ich momentan nicht 
beurteilen. 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 817 


3 (2) Ovale Arten (Fühler 11gliedrig, 10. und 11. Glied erschei- 
nen wie verwachsen, Keule dicker. Epipleuren der Flügel- 
decken breit im Anfange, nach den Hinterhüften sich stär- 
ker verschmälernd und am Ende ganz spitz zulaufend). 

2 1 See er a ee 56. Plotina Lew. 

4 (1) Flügeldecken dicht und kurz behaart. 

5 (6) Augen kahl, Fühler Be A 

57. Coelopterus Mls. 

6 ): Ausen Behaark Fühler 10gliedrig. a a 

3 ä 58. Pharoscymnus Bed. 


55. Gattung: Sticholotis Cr. 


(Croteh 1874, 200 — Jacobson 1916, 989 — Mader, Ev. 1. 
1927, 23; Ent. Anz. 1931, 200). 

Synonym: Gymnoscymnus Blackb. (Trans. Roy. Soc. S. Austr. 
XV. 1892, II. 241). 

Die meisten Arten besitzen auf den Flügeldecken vor der 
Mitte ein oder mehrere Punktreihen oder Streifen, welche für die 
Untersuchung der Arten wichtig sein können. 

Von 45 Arten im paläarktischen Gebiete 7 oder 8. 


Tabelle der Arten. 


1 (2) Flügeldecken dreifarbig: Rotbraun mit schwarzer und 
weißgelber Zeichnung. — Flügeldecken mit je 2 Reihen 
stärkerer Punkte von !/, bis '/ der Länge, ziemlich parallel 
der Naht. Der Raum zwischen Naht und der inneren 
Punktreihe etwas feiner als die Scheibe punktiert. L. 3 
mm. Fg. 9. — Japan. Se 

23 | Zap lee: Se Ze Gr 1. Hillerı Ws. 

2 (1) Flügeldecken höchstens zweifarbig. 

3 (65) Auf hellerer Grundfarbe mit dunklerer Zeichnung. 

4 (7) Die dunklen Makeln der Flügeldecken stehen frei entlang 

des Seitenrandes der Decken, kein dunkler Saum. 

5 (6) Flügeldecken gelbbräunlich, zusammen mit 12 schwarzen 
Makeln, davon 2 auf der Naht gemeinsam. Hinter dem 
Schildchen auf jeder Decke nahe der Naht ein kurzer, 
leicht gebogener Streifen, der eine starke, jedoch nur mä- 
Big dichte Punktreihe trägt, den Innenrand der schwar- 
zen Makel in Y; der Länge berührt und an deren Hinter- 
rand endet. L. 2,3 mm. — Sikkim, Himalaya. \ 
SER 2. 12-punctata Ws. 


51* 


0818 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


6(5) 


en 


8 (3) 


9 (10) 


10 (9) 


11 (12) 


12 (11) 
13 (16) 


Flügeldecken rot, zusammen nur mit 4 schwarzen Makeln, 
davon 2 auf der Naht gemeinsam. (Über Punktreihen finde 
ich bei dieser Art keine Angaben.) L.. 1,75 mm. — Japan. 
3. Ppictipennis Lew. 
Fl üpeldeekönr rot mit her Zeichnung: Seitensaum in 
Ver ade mit 2 Makeln, die 1. rundlich auf der Schul- 
ter, die 2. hinter der Mitte auf der Scheibe. Der Seiten- 
saum biegt sich vor der Spitze wieder an der Naht zurück 
und bleibt deutlich getrennt von einer großen, runden, 
gemeinsamen Makel vor der Mitte. Flügeldecken ohne 
Spur einer Punktreihe. L. 2—2,25 mm. Fg. 10. — Japan. 
4. punctata Cr. 
Flügeldeckeh ame dene Grundfarbe mit mehr oder 
minder hellerer Zeichnung. 
Auf den Flügeldecken keine Spur einer Punktreihe. — 
Hieher die Art sub 7, wenn man die Grundfarbe als 
schwarz betrachten wollte. Dann hätte jede Decke eine 
lebhaft rote Längsbinde, welche aus 2 Bogen besteht, die 
auf der linken Decke zusammen etwa die Form einer 3 
haben, von welcher die Hälfte des oberen Bogens fehlt. 
L. 2—2,25 mm. Fg. 10. — Japan. i 
4, Aunokain Cr. 
N de Flügeldecken Heben ich aus der Punktierung 
wenigstens nahe der Naht mindestens 2 Punktreihen ab. 
Elnseldecken schwarz mit je einer roten Längsbinde, die 
dicht hinter dem Basalrande beginnt und vor der Spitze 
die Naht nicht ganz erreicht. Die Art ist leicht kenntlich 
an der sehr dichten und für die Gattung ziemlich starken 
Punktierung der Flügeldecken, zwischen welcher sich je 
4 stärkere Punktreihen bis hinter die Mitte verfolgen las- 
sen; die inneren sind sehr deutlich, obwohl die Punkte 
nicht ganz genau in einer Linie stehen, die beiden äußeren 
sind unregelmäßig und schlecht zu erkennen. L. 2 bis 
2,4 mm. — Sikkim, China. . een. 
ENT NER DE SAE: 5. bilineata Ws. 
Flügeldecken anders gezeichnet. 
Flügeldecken dicht punktuliert, die Stärke der Punkte 
nach innen etwas abnehmend und auf der höchsten Stelle 
ein ovaler, fast glatter Raum, der außen von 2 gebogenen, 
stärkeren Punktreihen begrenzt wird. Spuren einer dritten 
Reihe können auftreten. Die Scheibe der Flügeldecken 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 319 


wird durch einen schwachen Eindruck vom ziemlich brei- 
ten, sparsamer punktulierten, abgesetzten Seitenrande ge- 
schieden, daselbst mehr oder minder Anzeichen weiterer 
Punktreihen. 


14 (15) Flügeldecken schwarz, rot sind: der Rand, die Spitze und 
eine unregelmäßige Figur, welche aus einer parallel der 

Naht laufenden Binde und 2 äußeren, queren, an ihren 

Enden erweiterten Ästen besteht. L. 2,5 mm. — Japan. 

6. substriata Ur. 

15 (14) Flügeldecken schwarz, mit je 2 roten, wenig scharfen Ma- 
keln: die erste, in etwa Y; der Länge, quer, bindenförmig, 

die zweite, deren größerer Teil hinter 3; der Länge liegt, 

ist kleiner, Se L. 2,5 mm. — Formosa, ? Japan. 

7. jormosana Ws. 


16 (15) Elug hleoken bt der Naht mit je 3 Punktreihen, diese 
leicht nach außen gebogen und aus beinahe zusammen- 
fließenden Punkten bestehend. Flügeldecken bräunlich- 
schwarz, mit je 2 ovalen oder runden, schlecht begrenzten 
dunkelfuchsroten Flecken, Seitenrand rötlich durchschei- 
nend. L. 2,8 mm. — China, Borneo. ar A Ay ee 

. 6. Conrjueii Ms. 

1. St. Hilieri Ws. Fg. 9. — Fast kreisförmig, ziemlich gewölbt, 
oben kahl, nur der Kopf wie die Unterseite mit den Epipleuren der 

Flügeldecken sparsam fein behaart, mäßig glänzend. Kopf, Hals- 

schild und Unterseite nebst den Beinen einfarbig rostbraun, die 

Flügeldecken rotbraun, mit schwarzer und weißgelber Zeichnung. 

Die schwarze Zeichnung besteht aus einem breiten Naht- und 

Seitensaume (letzterer läßt den breit abgesetzten Seitenrand frei) 

und 5 Makeln auf jeder Decke. Makel i ist ziemlich groß und rund, 

auf dem Schulterhöcker, vorn bis zur Basis reichend, 2 ist sehr 
groß, elliptisch, in der Mitte zwischen Naht und Seitenrand auf 
der Scheibe, von !, bis über Y/; der Länge, 3 ist kreisrund, in 3, der 

Länge, der Naht genähert. Die Makel 1 wird hinten, Makel 3 vorn 

von einem breiten weißgelben Mondflecken umgeben und dadurch 

von Makel 2 getrennt. Kopf und Halsschild sind dieht und ziem- 
lich kräftig, die Flügeldecken stärker und tiefer punktiert, jede 
mit 2 Reihen stärkerer Punkte, von Yı bis /, der Länge, ziemlich 
parallei der Naht. Der Raum zwischen der inneren gedrängten 
Punktreihe und der Naht ist etwas feiner als die Scheibe punktiert. 
Die Schenkellinie ist ein flacher Viertelkreis, sie verbindet sich mit 


320 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6. 1955 


dem Hinterrande des Segmentes. Beim Männchen ist der 5. Bauch- 


ring an der Spitze leicht ausgerandet. L. 3 mm. — Japan. 


2. St. 12-punctata Ws. — Halbkugelig, wenig länger als breit, | 


hell bräunlich gelb, glänzend, Kopf und Thorax bräunlichrot, das 


Schildchen und 12 punktförmige Makeln auf beiden Decken 


schwarz. Von diesen Makeln sind 2 gemeinschaftlich, die erste um- 
gibt das Schildchen, die zweite liegt in %, der Länge und besteht 
aus zwei Punkten, die sich an der Naht berühren. Jede Decke dann 
noch mit 5 Makeln. Davon liegt Makel 1 hinter der Basis und be- 
deckt mit ihrem Außenrande die kleine Schulterbeule, 2 und 3 bil- 
den eine schräge Querreihe, 2 befindet sich nahe der Naht in etwa 
1/;, Länge, 3 ein Stück über dem Seitenrande vor der Mitte. Makel 
4 liegt hinter der Mitte, von der Naht und dem Seitenrande etwa 
gleich weit entfernt, aber der Makel 3 näher als der Makel 2. Der 
5. Fleck endlich ist kleiner als die vorhergehenden, quer dreieckig, 
und steht hinter der zweiten gemeinsamen Makel, über dem Sei- 
tenrande. Der Kopf ist gewirkt und flach punktuliert, der Hals- 
schild sehr dicht punktiert, in der Mitte der Scheibe fein, an den 
Seiten stärker, leicht runzelig. Die Flügeldecken weniger dicht und 
innen bedeutend feiner als der Halsschild punktiert, die Punkte 
nehmen nach außen an Stärke zu. Hinter dem Schildchen befindet 
sich auf jeder Decke in der Nähe der Naht ein kurzer, leicht ge- 
bogener Streifen, der eine starke, jedoch nur mäßig dichte Punkt- 
reihe trägt; er berührt den Innenrand der schwarzen Makel 2 und 
endet an deren Hinterrande. L. 2,3 mm. — Sikkim, Himalaya. 


3. St. pietipennis Lew. — Diese Art ist viel kleiner als punc- 
tatus Or. und die Punktierung ist viel feiner auf dem Halsschilde. 
Kopf rot, Halsschild schwarz, Vorderwinkel dunkelrot. Flügeldek- 
ken rot, mit einem schwarzen Diskalfleck, den beiden Decken ge- 
meinsam, 2 schwarzen seitlichen Flecken, einer auf jeder Seite in 
der Mitte des Randes und ein Spitzenfleck. Unterseite und Beine 
braun. L. 1,75 mm. — Japan. 


4. St. punctata Cr./rufosignata Ws.) Fg. 10. — Diese Art er- 
innert in jeder Hinsicht an substriata Cr., ist aber etwas kleiner, 
gröber und dichter punktiert und ohne Punktreihen an der Naht 
der Decken. — Schwarz, der Kopf rotbraun, öfter mit einem 
schwärzlichen Anfluge auf der Stirn, Fühler gelbbraun, Flügel- 
decken mit einer schmalen, lebhaft roten Längsbinde, welche aus 
2 Bogen besteht, die auf der linken Decke zusammen ungefähr die 
Form einer 3 haben, von welcher die vordere Hälfte des oberen 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 821 


Bogens fehlt. Wollte man Rot als Grundfarbe betrachten, so würde 
die schwarze Zeichnung derselben aus einem Seitensaum bestehen, 
mit dem eine rundliche, die äußere Hälfte der Basis einnehmende 
Makel auf der Schulter und eine ähnliche hinter der Mitte auf der 
Scheibe zusammenhängt, sich vor der Spitze wieder an der Naht 
zurückbiegt und von einer großen, runden, gemeinsamen Makel 
vor der Mitte getrennt bleibt. Die Epipleuren sind dunkler rostrot 
als die Beine und die Bauchspitze, die 4 Hinterschenkel sind zu- 
weilen in der Mitte schwärzlich. Oberseite dicht und ziemlich stark 
punktiert, nur vor der Spitze der Decken werden die Punkte seich- 
ter und weitläufiger. L. 2—2,25 mm. — Japan. 


5. St. bilineata Ws. — Leicht kenntlich an der sehr dichten 
und für die Gattung ziemlich starken Punktierung der Flügel- 
decken, zwischen welcher sich 8 stärkere Punktreihen bis hinter 
die Mitte verfolgen lassen; die inneren sind sehr deutlich, obwohl 
die Punkte nicht ganz genau in einer Linie stehen, die beiden 
äußeren sind unregelmäßig und schlecht zu erkennen. Den Raum 
zwischen der 3. und 5. Reihe nimmt eine wenig lebhaft rote Binde 
ein, die dicht hinter dem Basalrande beginnt und vor der Spitze 
die Naht nicht ganz erreicht. Der Körper ist schwarz, mäßig glän- 
zend, Mund, Fühler und Beine hell bräunlichgelb, der Kopf, ein 
feiner Saum am Vorder- und Seitenrande des Halsschildes, die 
schon erwähnte Längsbinde der Flügeldecken und deren Seiten- 
randkante bräunlichrot; Vorderbrust, Teile der Epipleuren und 
der Bauch nach der Spitze hin rötlich pechbraun. Kopf und Hals- 
schild sehr dicht punktuliert, letzterer stärker als der Kopf, aber 
bedeutend feiner als die Flügeldecken. Auf diesen sind die Punkte 
neben der Naht am kleinsten, nehmen nach außen allmählich an 
Stärke zu und werden am Rande der Scheibe leicht runzelig. L. 2 


bis 2,4 mm. — Sikkim, Himalaya, China (Fukien). 


6. St. substriata Cr. — Kreisrund, halbkugelig, grob und ein- 
förmig punktiert, glatt, rot und schwarz gescheckt. Halsschild an 
der Basis in der Mitte schwarz. Flügeldecken schwarz, mit dem 
Rande, der Spitze und einer unregelmäßigen Zeichnung rot; letz- 
tere besteht aus einer der Naht parallelen Binde und 2 äußeren 
queren Ästen, erweitert an ihren Enden. Jede Decke mit 2 dorsalen, 
nach außen gekrümmten Punktreihen (die Punktur der ersten zu- 
sammenfließend), auch mit Spuren einer 3. Reihe. Der Raum zwi- 
schen der ersten Reihe und der Naht ist nicht punktiert. Parallel 
zu dem stark aufgebogenen Rand sind Anzeichen von 2 anderen 


322 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 
Reihen. Unterseite tief punktiert, das Metasternum eingedrückt, 
der Eindruck sehr tief punktiert. L. 2,5 mm. — Japan. 


7. St. formosana Ws. — Länglich-halbkugelig, düster bräun- 
lichrot, unterseits etwas heller und mehr rostrot, die Flügeldecken 
schwarz, jede mit 2 roten, wenig hervortretenden Makeln: die 
erste, in etwa Y; der Länge, quer, bindenförmig, doppelt so breit 
wie lang, beginnt hinter der Schulterbeule und von derselben wei- 
ter entfernt als diese von der Basis und zieht wenig schräg nach 
innen und hinten bis in die Nähe der Naht. Die zweite, deren grö- 
ßerer Teil hinter 2 der Länge liegt, ist kleiner, gerundet, der Naht 
viel näher als dem Seitenrande. Die Oberseite ist dicht punktuliert; 
auf den Flügeldecken nimmt die Stärke der Pünktchen nach innen 
etwas ab, und es entsteht an der höchsten Stelle ein ovaler, fast 
glatter Raum, der außen von 2 gebogenen, stärkeren Punktreihen 
begrenzt wird. Die Scheibe wird durch einen schwachen Eindruck 
vom ziemlich breiten, sparsamer punktulierten, abgesetzten Seiten- 
rande geschieden. L. 2,5 mm. — Formosa, Vorkommen in Japan 
nicht verbürgt, aber möglich. 

Korschefsky (Tr. Nat. Hist. Soc. Form. 23, 1933, 302) will 
diese Art bloß als Form von substriata Or. halten. Ob wir es mit 
einer Rasse oder Aberration zu tun haben, wird die Zukunft ent- 
scheiden müssen. Ich kenne sie noch nicht. 


8. St. Confucii Mls. — Halbkugelig, fein punktiert, oben 
braunschwarz. Kopf rötlichbraun. Flügeldecken mit einer fast hori- 
zontalen, durchscheinenden rötlichen Aufrandung, jede mit 2 ova- 
len, fast kreisförmigen, dunkelroten Flecken, die wenig deutlich 
begrenzt sind, der erste von !/, zu % der Breite und von !/, zu 4 
der Länge der Decke, der zweite von t/, zu ?/, der Länge. Epipleuren 
mit Grübchen. Unterseite schwarz, Bauch braunrot, Beine fuchsrot. 
Flügeldecken mit 6 Punktreihen größerer Punkte, auf der inneren 
Hälfte ihrer Breite nächst der Naht gelegen und gebildet aus fast 
zusammengeflossenen Punkten, kaum über die Mitte der Decken 


gehend. L. 2,5 mm. — China (Kanton). 


56. Gattung: Plotina Lew. 
(Lewis, Ann. Mag. [6] XVII, 1896, 35 — Jacobson 1916, 987 — 
Mader, Ev. I. 1927, 22, nota; Ent. Anz. XI. 1931, 200 201). 


Diese Gattung wurde von Lewis den Scymninen zugerechnet, von Jacobson 
den Synonichini zugezählt. Weise kannte Gattung und Art nicht. Erst als ich 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 823 


durch die Güte des Herrn Arrow in London eine Cotype erhielt, konnte ich die 
Art wegen der Bildung der Kiefertaster 1931 den Coelopterini zuteilen. 

Nur eine Art. 

1. Pi. versicolor Lew. Fg. 11. — Oval, deutlich punktiert, ge- 
wölbt. Kopf bräunlichrot, dunkler auf dem Scheitel. Halsschild 
bräunlichrot, mit einem schwarzen Querfleck vor dem Schildchen. 
Flügeldecken gelb, zusammen mit 10 schwarzen Flecken und oft 
ein Nahtsaum und eine breite Querbinde vor der Mitte rötlich- 
braun, ebenso öfter ein schmaler Seitensaum. Von den schwarzen 
Makeln sind 2 beiden Decken gemeinsam auf der Naht, eine läng- 
lich, gerade vor der Mitte, eine breitere in 3, der Länge. Von den 
4 freien Makeln jeder Decke liegt die erste auf der Schulterbeule, 
ist rund und berührt die Basis, die zweite, länglich, am Seiten- 
rande vor der Mitte, die dritte, langoval, neben der 2. auf der 
Scheibe und weiter nach hinten reichend als die 2., die #4. wieder 
nahe dem Seitenrande in gleicher Höhe wie die hintere gemeinsame 
Makel. Die Flügeldecken erscheinen demnach in den meisten Fäl- 
len dreifarbig. Unterseite und Beine braunrötlich. L. 2,5—2,75 mm. 
— Japan. 

Diese Art bietet wieder ein Beispiel von unverläßlichem subjektivem Emp- 
finden des einzelnen Entomologen. Lewis beschreibt seine Art als ‚breviter 


ovata‘. Sie ist nach einer Type weder eiförmig, noch kurz, sondern oval, und 
man kann mit ruhigem Gewissen sagen, sogar länglich oval. 


97. Gattung: Coelopterus Mis. 


(Mulsant, Op. II. 1853, 89 — Redtenbacher 1858, 973; 1874, 
539 — Seidlitz 1872, 48; 1891, 70 — Crotch 1874, 204 — Uhapuis 
1876, 213 — Weise 1879, 143 (s. p. 56); D. E. Z. 1887, 183; Ab. 
1593, 107; D. E. Z. 1899, 375 — Bedel, Ab. 1892, 83 — Ganglbauer 
1899, 973 — Jacobson 1916, 989 — Mader, Ev. I. 1927, 23; Ent. 
Anz. 1931, 200). 


Die Gattung enthält bloß 3 paläarktische Arten, die sich nur 
mit einiger Aufmerksamkeit auseinanderhalten lassen. 


1. C. salinus Mls. et Ray. — Fast halbkugelig, oben weitläufig 
mit kurzen, weißlichen, etwas abstehenden Härchen besetzt. 
Schwarz, oben mit sehr schwachem Bronzeschimmer, die Fühler 
bräunlichgelb, die Taster dunkel, die Tarsen und die Vorderschie- 
nen rötlichbraun. Die ganze Oberseite bis auf den glänzenden auf- 
gebogenen Vorderrand des Kopfschildes matt chagriniert. Der 
Kopf sehr fein und weitläufig, der Halsschild in der Mitte mäßig 


924 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955 


fein und wenig dicht, gegen die Seiten stärker und namentlich viel 
dichter punktiert. Die Pünktchen des Kopfes und der Flügeldek- 
ken erscheinen wie mit einer Nadel schräg eingestochen. Bei einer 
Monstrosität (m. rugosus Puel) sind die Flügeldecken vollständig 
matt und ganz-mit starken Runzeln bedeckt, während der Hals- 
schild normal punktiert und leicht glänzend ist. Die Schenkellinie 
krümmt sich gegen den Hinterrand des Segmentes und endet am 
Hinterrande. L. 1,6—1,7 mm. — Südfrankreich, Korsika, Italien, 
Spanien, Algier, Syrien. — Puel klopfte sie in Anzahl von Sali- 


cornia [ruticosa. 


2. C. armeniacus Ws. — Diese Art ist salinus Mls. so ähnlich, 
dafs man sie ohne stärkere Lupe nicht trennen könnte. Die Unter- 
schiede sind: Die Oberseite ist etwas matter, fettig glänzend, der 
Halsschild gleichmäßig punktiert, indem die Punkte in der Mitte 
der Scheibe weniger abgeschwächt und auseinander gerückt, über 
dem Seitenrande weniger vergrößert, vertieft und aneinander ge- 
drängt sind. Noch deutlicher weicht die Skulptur der Flügeldecken 
ab. C. salinus hat auf den Decken große, sehr flache, außen all- 
mählich ansteigende Vertiefungen und fast glatte Zwischenräume, 
armeniacus aber kleine, flache, längliche, an den Seiten deutlich 
begrenzte Punkte, von denen jedes ein Härchen trägt, und dicht 
und äußerst fein gerunzelte Zwischenräume. L. 1,5 mm. — Ara- 
xestal. 


3. C. desertorum Dobzh. — Halbkugelig, sehwarz. Fühler, Ta- 
ster, Schienen und Tarsen pechbraun, Flügeldecken ohne Erzglanz, 
fettig glänzend. Punktierung sehr fein, Zwischenräume lederig. 


L. 1,5—1,6 mm. — Semipalatinsk (Saissan-See). 


58. Gattung: Pharoscymnus Bedel. 


(Bedel, Bull. Soc. Ent. Par. 1906, 93 — Sicard, Ann. Fr. 1909, 
150, 155 — Jacobson 1916, 989 — Mader, Ev. I. 1927, 23; Ent. 
Anz. XI. 1931, 200; B. Eg. 1936, 27; Bull. Soc. Fouad ler Entom. 
XXXIII. 1949, p. 19—26). 

Synonym: Pharus Mls. (Mulsant 1850, 942, 948 — Chapuis 
1876, 244, 250 — Weise, W. E. Z. 1883, 66; D. E. Z. 1884, 166; 
1885, 5; D. E. Z. 1837, 185; Ab. 1893, 107 — Seidlitz 1858, 69; 
1891, 69). 

Von den 36 Arten im paläarktischen Gebiete 17. Davon sind einige sehr 


variabel, etliche Arten fehlen mir noch, und die Beschreibungen geben leider in 
.den entscheidensten Momenten keinen Aufschluß über trennende Merkmale. Es 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 825 


kann diese folgende Tabelle auch wieder nur ein Versuch sein, die Arten nach 
leicht kontrollierbaren Merkmalen zu sichten und überhaupt einmal eine Tabelle 
zu geben, die zeitsparend und daher nützlich ist. Es ist ja selbstverständlich, daß 
das Bestimmungsergebnis nach dieser Tabelle die Nachkontrolle durch die folgen- 
den Artbeschreibungen voraussetzt. 


Tabelle der Arten. 
4) Flügeldecken schwarz, einfarbig. 


1 

2 (3) Sehr kleine Art, kaum 1 mm, weniger tief schwarz und mit 
längerer, steif aufgerichteter Behaarung. Ansonsten dem 
Stethorus Be, Ws. sehr ähnlich. — Syrien. 

3 1. berytensis Ws. 

3(2) Größere An 152 mm, mit u: _ 
Ägypten. EINER: 

2 Un eRIer Mad. 

#(1) F lügeldecken nich: schwarz Ba oder gezeichnet, wenig- 
stens mit mehr oder weniger aufscheinenden helleren Säu- 
men. 

5 (6) Flügeldecken bräunlich, jede Decke mit mehr oder minder 
aufscheinendem ockergelbem Saum, äußerste Randkante 
geschwärzt. Halsschild ockergelb, mittleres Drittel ange- 
bräunt. 2,5—2,7 mm. — Südliches Ägypten. 

Ja RubsoRe Mad. 

6 (5) Elüschlesken Re hell ee höchstens die äußerste 
Seiten- oder Nahtkante angedunkelt oder Flügeldecken 
sind gemakelt. 


7 (12) Flügeldecken nicht gemakelt. 


ö (9) Oberseite mit dem Halsschilde gänzlich un 1,5 mm. 
— Algier, Tunis. ; ; 
13. Bene ab Be Sie, 
(6) Holsschild roßlenteils dunkel, nur die äußerste Naht- 
und Seitenrandkante der Flügeldecken angedunkelt. 
10 (11) Behaarung zart und kurz. 2 mm. — Algier. 
4. anchorago Ben (ab.) 
11 (10) Pehaneuee erhalnsmaßig lang. Ca. 2 mm. — Sinai. 
.  ...ö. Priesneri Mad. 
12 (7) Flügeldecken it: @eibcher Maldide 
13 (14) Spanien. — Flügeldecken pechschwarz, auf der Scheibe 
ausgedehnt gelb und hinter der Mitte kurz pechbraun ge- 
fleckt. 1,2 mm. s . 


16. brevemaculatus Pic 


326 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


14 (13) Nicht von Spanien und anders gezeichnet. 

15 (24) Flügeldecken auf hellem Grunde dunkel gezeichnet. 

16 (21) Auf den Flügeldecken an den Seiten auch vorne kein dunk- 
lerer Saum. 

17 (15) Flügeldecken rot, mit dunkler, gemeinsamer, ankerförmi- 
ger Zeichnung auf der Naht. 2 mm. — Algier. 5 

4. anchorago Fairm. 

18 (17) Hlüseldecken ol nkerforgier Zeichnung. 

19 (20) Flügeldecken hell geblichbraun, mit je drei braunen Flek- 
ken, der 1. dreieckig, an der Basis, mit der Spitze zur 
Naht, der 2. eine schräge, dreieckige Binde, mit der Basis 
außen im hinteren Teile der Scheibe, der 3. rhombisch, auf 
der Naht hinter der Mitte. 1,5 mm. — Algier, Tunis. 

13. ovoideus Sie. 

20 (19) Flügeldecken A mit einigen unregelmäßigen brau- 
nen Fiecken als Überrieste der ein schwarzen Grund- 
farbe. — Ägypten. : Ä 

ö. id AN en Pic 

21 (16) Einschieken nebst anderem, wenigstens auch vorne an 
den Seiten mit dunklerem Saum. 

22 (23) Griechenland. — Die einstige schwarze Grundfarbe ist auf 
einen schmalen Nahtsaum, einen etwas breiteren Streifen 
an der Basis und einen breiten Seitensaum re 
1,5 mm. 

1. Fleischeri. sb: disodhierus Ws. 

23 (22) Wüste Gobi. —_ N Branne Zeichnung: Ein großer, dreieckiger 
Basalfleck, der die ganze Basis einnimmt und mit einer 
Spitze etwas über Y; der Nahtlänge nach hinten reicht, ein 
breiterer Außensaum, der nach hinten zu blasser wird, 
eine quere gemeinsame Makel in 2; der Nahtlänge und 2 
mehr oder minder zusammenhängende Scheibenflecken. 
1,2 mm. 

5 brunneusienket: Mader 

24 (15) Kitseldeckeh iR Anaklenı Grunde mit heller Zeichnung, 
die aus freien oder verflossenen Makeln besteht. 

25 (26) Arabien. — Aus der Verfiießung von drei gelben Makeln 
bildet sich eine Zeichnung, die auf der rechten Decke ein 
C a außerdem der Seitenrand gelb. 1,5 mm. ne. 

ö 6. c-luteum Sic. 

26 (25) Nicht: aus Arabia — eich ne anders. Decken entweder 

mit großer Diskalmakel oder mit 2—5 hellen Flecken, die 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 827 


frei stehen oder auch mehr oder minder verfließen, oft ist 
auch der Seitenrand aufgehellt. Charakteristisch für viele 
Arten dieser Gattung sind (vorbehaltlich der sonstigen 
Variabilität) besonders 3 helle Flecke: einer in Yı der 
Länge, dicht hinter der Schulterbeule, einer in der Mitte 
nahe der Naht, einer in 3, der Länge genau hinter 
dem ersten. Bei voller Zeichnung kommen noch zwei 
Flecke dazu, so daß sich dann die Stellung der 5 Flecke 
mit 2,2,1 angeben läßt. Bei manchen Arten ist der erste 
Fleck mehr oder minder mondförmig, oder auch wellen- 
förmig. Häufig verfließen die Flecke, aber es läßt sich 
meistens ihre Zusammensetzung noch verfolgen. 

27 (36) Flügeldecken mit je 5 oder 4 Makeln. 

25 (35) Flügeldecken mit 5 Makeln. 

29 (30) Von Madeira und den Ganaren. — Behaarung aufgerichtet. 
2,2 mm. ne Se en re N es Lem pe, Kae 

en ee 7. decemplagiatus Woll. 

39 (29) Von Nordafrika. — Behaarung anliegend, wenn auch 
manchmal rauh. 

31 (32) Makeln der Decken größer, hell bräunlichgelb oder gelb, 
oft mehr oder weniger verflossen. Punktierung des Hals- 
schildes etwas feiner als die der a 2 mm. — 
Ägypten. : 

8. isidis Ar varıus Kitsch. et ER sh 

32 (31) Makeln der Decken klein, rundlich, rot, mitunter auch ver- 
flossen. Punktierung des Halsschildes gröber als die der 
Decken. 1,5—2 mm. — Algier, Sizilien. 

. ...9. setulosus ab. bardus Muls. et ed 

33 (28) Hlapelecken mit je 4 Makeln. 


3+ (35) Behaarung zart und kurz. 2 mm. — Algier. 

4. anchorago en (ab) 

35 (34) aaring Katiher ins ange, 1,5—2 mm. — Algier, Si- 
zilien. 

g: lose Chev. Er ABl E Pie 

36 (27) Flügeldecken mit weniger Makeln. 

37 (48) Flügeldecken mit je 3 Makeln, wie sub 26 angegeben. Häu- 
fig sind die Verfließungen 1--2, seltener 1--3, selten 
1—-2+5-1. 

35 (45) Arten aus dem Mittelmeergebiet. 

39 (40) Halsschild viel schmäler als die Flügeldecken, Gestalt 


328 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


länglicher, Punktierung auffallend fein und oberflächlich. 
1,5 mm. — Algier, Tunis. el 


40 (39) Halsschild nicht anfallen schmälen Gestalt rundlicher, 
Punktierung, deutlicher. 

41 (42) Halsschild mindestens ebenso stark punktiert wie die Flü- 
geldecken. Makeln häufig verflossen. 2—3 mm. — Nord- 


afrika, aber auch en bis zum Cap. 


10. rnit Gyll. 


42 (41) Halsschild 9 male so fein Bunklien! wie die Flügeldecken. 
45 (44) Oben zart behaart, Makeln klein. 1,5 mm. — Griechen- 
land. Di a RE 


11. leidher Ws. 


44 (45) Oben eh En hehass Makeln groß, quer, bräun- 
en 1,5—2 mm. — Syrien. 


12. hhatatder Mara 


45 (38) N aus ae Transkaspien oder Semirjet- 
schensk. Zwei ähnlich gezeichnete Arten. 

46 (47) Halsschildbasis nur in der Mitte gerandet, Seitenrand der 
Flügeldecken nicht verdickt. 2 mm. — Transkaukasus, 
Transkaspien. 


1. Smirnovi Dobzh. 


47 (46) Halsschiläßesie zur Cinze gerandet, Seitenrand, Seiten- 
rand der Flügeldecken verdickt. 2,3 mm. — 
schensk. 

; 15. heptapoiz ne Dobzh. 

48 (37) Hlaseldecken“ mit je 2 Makeln oder bloß mit mehr oder 
weniger großer Diskalfärbung. 

49 (54) Flügeldecken mit je 2 Makeln. Wenn diese am Seitenrande 
stehen, dann mitunter zu einer Längsmakel verflossen. 


50 (53) Oben zart behaart. 
51 (52) Griechenland. — 1,5 mm. 
11. Fleischenn sh moestus Ws. 
52 (51) e Tunis. (Makeln mitunter verflossen: ab. junctus 

En — 2 mm. 

N 4. rchoraso ab, ee Pic 
53 (50) Behnarung ee 2 mm. — Be 
: ö. Ben Kirsch 
54 (49) Plögeldecken mit Sn oa hs: Be Diskalfär- 
bung. ap Ä Be: 


13. Be Sie, 


en ne 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 829 


55 (56) Diese Diskalfärbung schließt einen schwarzen Punkt ein. 
2—3 mm. — Nordafrika. | 
10. sexguttatus ab. eaplus Mad. 


56 (55) Die Diskalfärbung schließt keinen schwarzen Punkt ein. 
57 (58) Griechenland. — Flügeldecken mit schmalem, dunklen 


Nahtsaum und breitem Basal- und Außensaum. 1,8 mm. 


11. Fleischeri ab. discopterus Ws. 
58 (57) Algier, T Tunis. — Nur äußerster Naht- und Seitenrand an- 
gedunkelt, bei Zwischenformen vielleicht auch mehr. 2 
mm. Ne Le 
4. anchorago Fairm. (ab.) 
1. Ph. berytensis Ws. — Fast halbkugelig. Dunkelbraun oder 
pechschwarz. Taster, Fühler und Beine rötlich, Schienen zur Spitze 
hin und Tarsen heller bräunlichgelb. Oberseite nicht dicht mit 
aufgerichteten weißlichen Härchen besetzt, mäßig glänzend. Hals- 
schild nach vorne verschmälert und etwas zusammengedrückt, die 
Seiten vorne stark gerundet-verengt, deutlich fein, aber nicht dicht 
punktiert. Schildchen verhältnismäßig groß, dreieckig. Flügeldek- 
ken etwa doppelt so stark wie der Halsschild punktiert, die Punkte 
nicht tief und kleiner als die Zwischenräume. Das Tier ähnelt ab- 
gesehen von der aufstehenden Behaarung den kleinsten Stücken 
des Stethorus punctillum Ws. L. kaum 1 mm. — Syrien. 


2. Ph. Eichleri Mader. — Ganz schwarz, nur unterseits die 
Fühler, Mundteile, Beine, Epipleuren der Flügeldecken und die 
Ränder des Bauches, in einem Falle auch die Seiten der Hinter- 
brust und die Epimeren der Mittelbrust rötlichbraun. Oben ver- 
hältnismäßig kurz, aber ziemlich dicht niederliegend greis behaart, 
ebenso der Bauch und die Beine. Umriß und Wölbung entsprechen 
dem bekannten Ph. varius Ksch. L. 1,5—2 mm. — Ägypten. 


3. Ph. Priesneri Mader. — Fast kreisrund, ziemlich gewölbt, 
fein punktiert. Kopf und Halsschild schwarz, Seitenrand und Hin- 
terecken des letzteren rötlich durchscheinend. Flügeldecken hell 
ziegelrot, Naht- und Seitenrandkante sehr schmal schwarz oder 
bräunlich gesäumt. Mäßig dicht, aber verhältnismäßig lang, nieder- 
liegend behaart, die Haare auf Kopf und Halsschild greis, auf den 
Flügeldecken mit einem Stich ins Gelbliche. Epipleuren der Flügel- 
decken ziegelrot, die äußersten Kanten schwärzlich. Unterseite 
dunkel, der Bauch ziegelrot, gegen die Basis allmählich schwarz 
werdend. Beine ziegelrot, Tarsen gelblich. L. fast 2 mm. — Sinai. 


330 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gsg. Frey, Bd. 6, 1955 


Gegen die Vereinigung mit Ph. Isidis Kirsch spricht die anliegende Be- 
haarung. 

3a. Ph. nubicus Mader. Gehört nach den Gattungsmerkmalen 
in die Gattung Pharoseymnus Bed. und besitzt auch die in dieser 
Gattung übliche Gestalt und Proportionen. Fast kreisrund, ziem- 
lich gewölbt, zart und anliegend greis behaart. Oberseite äußerst 
fein retikuliert, zart punktiert. Oben ockergelb, das mittlere Drit- 
tel des Halsschildes und die Scheibe jeder einzelnen Decke an- 
gebräunt, so daß man die Farbe der Oberseite auch als mehr oder 
weniger bräunlich, mit breiten ockergelben Seiten des Halsschildes 
und mehr oder minder ausgebildetem Naht-, Basal- und Seiten- 
saum der Flügeldecken annehmen kann. Mitunter scheinen die hel- 
leren Säume der Flügeldecken wenig auf (verfettete Stücke ?), so 
daf5 es einer genaueren Prüfung zu deren Erkennung bedarf. Die 
äußerste Randkante der Flügeldecken ist geschwärzt. Unterseite 
mit den Epipleuren der Flügeldecken und den Beinen ockergelb, 
Hinterbrust und Bauch mehr oder weniger gebräunt. Länge 2,5 bis 
2,7 mm. — Egypt, Gebel Elba, 5. 2..1933 (Wadi Aideb). Von Prof. 
Dr. H. Priesner auf Acacia ehrenbergiana gefangen. — Uotypen in 
der Sammlung des kgl. ägyptischen Ackerbau-Ministeriums und in 
meiner eigenen. (Mader 1949, 19.) 

Gebel Elba liegt zwar schon südlich des Nördlichen Wendekreises, im nörd- 
lichen Nubien, gehört aber nach der Regionen-Einteilung von Wallace und Dr. 
Holdhaus noch der paläarktischen Region an. 

+. Ph. anchorago Frm. — Halbkugelig, schwarz, glänzend, Be- 
haarung grau, zart und kurz. Flügeldecken rotbräunlich mit 
schwarzer Zeichnung: ein fast dreieckiger Basalrand, auf der Naht 
nach hinten verlängert, dann beiderseits nach außen erweitert und 
eine ankerförmige Zeichnung bildend. Beine und Fühler rot. Kopf 
dicht und fein punktiert, Halsschild viel schmäler als die Flügel- 
decken, dreimal so breit als lang, nach vorne wenig verengt, Seiten 
fast gerade, Vorderwinkel vorgezogen, Hinterwinkel gerundet, auf 
der Scheibe fein und ziemlich dicht punktiert, dichter und stärker 
an den Seiten. Flügeldecken halbkreisförmig, schmal gerandet, 
ziemlich fein und dicht punktiert. Spitze des Bauches rot. Die 
Flügeldeckenzeichnung variiert sehr stark: Durch’Aufhellung ver- 
schwindet die ankerförmige Zeichnung und die Decken sind bis 
auf die angedunkelten äußersten Ränder ganz rötlich. Durch Aus- 
breitung der dunklen Farbe verbleiben auf jeder Decke 4 rote 
Flecken oder 2 solche, der erste auf der Schulterbeule, der zweite 
nahe der Spitze, gewöhnlich auch der Umkreis der Decken rötlich 


Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 831 


(a. rumidicus Pie), manchmal diese 2 Flecken verbunden (a. junc- 


tus Pic). L. 2 mm. — Algier, Tunis. 


5. Ph. brunneosignatus Mader. — Eiförmig, nach hinten etwas 
zugespitzt, ziemlich gewölbt, glänzend, oben zart und nicht dicht 
grau, anliegend behaart, auf Halsschild und Flügeldecken gleich 
stark, fein und nicht dicht punktuliert. Halsschild so breit wie die 
Flügeldecken zwischen den Schulterbeulen, etwa dreimal so breit 
als lang, Hinterwinkei stumpf gerundet, Vorderwinkel vorstehend, 
aber stumpf zugespitzt. Basis des Halsschildes gerandet. Kopf und 
Halsschild schwarz, Seiten des letzteren verwaschen begrenzt rot- 
bräunlich. Schildchen klein, dreieckig, etwas vertieft. Flügeldecken 
gelb, mit rotbrauner Zeichnung: Ein großer, dreieckiger Basal- 
fleck, dessen Basis von einer Schulterecke zur anderen reicht, und 
dessen Spitze auf der Naht etwas über Y; der Nahtlänge liegt, ein 
vollständiger Außensaum, der etwa !/; der Flügeldeckenbreite ein- 
nimmt und im übrigen etwas heller als die übrige Zeichnung ist, 
zwei zusammenhängende Makeln auf der Scheibe, die eine auf der 
Mitte der Scheibe, mit ihrem Hinterrande in gleicher Höhe wie die 
Spitze des großen Basalfleckes, die zweite etwas weiter dahinter, 
außen dem Aufßensaum verbunden, innen mit ihrem vorderen 
inneren Ende mit der ersten zusammenhängend, ferner eine quere 
gemeinschaftliche Makel in 3; der Nahtlänge. Seitenrand sehr fein 
aufgekantet. Epipleuren der Flügeldecken rotbräunlich, ebenso die 
Unterseite, doch die Mitte mehr oder minder angedunkelt. Die 
Beine von heller Farbe. Diese Färbung wird sich bei größeren Se- 
rien variabel erweisen, wie auch die Flügeldeckenzeichnung der 
Type von einer dunklen, hell gefleckten Form abgeleitet zu sein 
scheint. L. 2 mm. — Wüste Gobi (Takla Makan). Holotype in mei- 
ner Sammlung. (Mader 1949, 23.) 


6. Ph. e-Iuteum Sie. — Länglich oval, hinten zugespitzt, weiß- 
lich behaart. Kopf bräunlichschwarz, Oberlippe, Taster und Fühler 
hellgelb. Halsschild quer, Seiten gekrümmt, vorne tief ausgeschnit- 
ten, Scheibe schwarz, Seiten schlecht begrenzt hellgelb bis zur Aus- 
buchtung hinter den Augen, äußerst fein punktiert. Schildcehen 
klein, länglich-dreieckig. Flügeldecken herzförmig, schwarzbraun, 
mit einem gelben Seitenrand, der außen durch eine schmale 
schwarze Linie, innen aber schlecht begrenzt ist, dem Seitenrande 
parallel laufend bis zur Spitze, sich dort etwas verbreiternd und 
sich mit dem Saum der anderen Seite vereinigend, auch mit der 


Spitze des hinteren Scheibenfleckes. Auf der Scheibe jeder Decke 


a 
vw 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3 


3932 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gsg. Frey, Bd. 6, 1955 


3 gelbe Flecken: der 1. mehr oder weniger viereckig mit stumpfen 
Ecken, hinter und innerhalb der Schulterbeule, im mittleren Drit- 
tel der Deckenbreite von !/, bis ; der Länge. Der 2. eine kurze | 
Binde, dreimal so lang als breit, nahe der Naht und breit verbun- 
den mit Fleck 1 und 3, reichend von !; bis etwas über die Hälfte 
der Deckenlänge, der 3. birnförmig, genau hinter dem 1., etwas 
näher der Naht als dem Seitenrande und wie schon gesagt, vorne 
mit Fleck 2 und hinten mit dem Spitzensaume verbunden. Diese 
3 Flecken bilden auf der rechten Decke eine gekrümmte Binde in 
Form eines GC. Punktierung einfach und sehr fein. Unterseite 
schwarz, Bauch und Beine hellgelb. Schenkellinie sehr kurz, er- 
reichend den Hinterrand des Segmentes in seinem inneren Drittel. 


L. 1,5 mm. — Arabien (Aden). 


7. Ph. 10-plagiatus Woll. — Haibkugelig, schwarz, schwach 
glänzend, blaßgrau, aufstehend behaart. Kopf und Halsschild breit, 
sehr dicht und fein punktuliert. Flügeldecken an der Basis breiter 
als der Halsschild, mit leicht vorstehenden Schultern, Punktierung 
viel gröber als jene des Halsschildes, mehr oder minder zusammen- 
fließend und runzelig. Jede Flügeldecke mit 5 lehmgelben Flek- 
ken, der 1. beträchtlich vor der Mitte, von Naht und Seitenrand 
gleich entfernt, gerundet, der 2. groß und länglich, der 3. kleiner, 
aber auch länglich, der 4. und 5. gegen die Spitze und verflossen. 
Ränder dunkelrostrot. (Ich kenne die Art in natura nicht und kann 
daher die Stellung der Flecken nicht genauer angeben.) L. ca. 2,2 


mm. — Madeira, Oanaren. 


ö. Ph. Isidis Kirsch. — Kurzoval, ziemlich rauh, grau behaart, 
Halsschild stark, an den Seiten fast runzelig punktiert, die Flügel- 
decken etwas stärker als der Halsschild punktiert. Schwarz, Hals- 
schild mitunter so stark aufgehellt, daß nur ein verwaschener 
Fleck am Vorderrand schwarz bleibt. Flügeldecken sehr veränder- 
lich gefärbt. Bei voller Zeichnung besitzt jede Decke 5 freie, bräun- 
lichgelbe Makeln, gestellt 2,2,1 (a. varıus Kirsch), oft ist auch der 
Aufßenrand mehr oder minder aufgehellt. Wenn von diesen 5 Ma- 
keln nur die drei am Außenrande vorhanden und von diesen die 
beiden hinteren verflossen sind, also 1,3 +5, ergibt sich die Nomi- 
natform (/sidis Kirsch). Durch Verfließung der hellen Makeln ent- 
stehen nach und nach die hellsten Aberrationen. Es ergeben sich 
folgende Formeln: 1,2,5+4,5 — 12,345 (a. bifasiatus Pie) 
— 112-+44--.35 (a. Letourneuxi Pic). Schließlich verbinden 
sich die Makeln unter Beteiligung der Spitzenmakel der Länge 


nn ee 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 933 


und der Quere nach und mit dem aufgehellten Seitenrande, so dafs 
die Flügeldecken gelb mit einigen bräunlichen Flecken erscheinen 
(a. brunneonotatus Pic) und auch ein Verschwinden dieser bräun- 
lichen Flecken ist durchaus im Bereiche der Wahrscheinlichkeit 
gelegen. Epipleuren der Flügeldecken, die Seiten des Bauches und 
die Beine rötlichgelb, bei den hellsten Formen auch der Bauch ganz 
hell. L. 2 mm. — Ägypten. (Die Angabe Algier im Col. Cat. ist in 
der Literatur nirgends begründet.) 


Anmerkung: Kirsch hat sowohl /sidis, als auch varıus als Scymnus-Arten 
beschrieben. Den varius rechnet Weise 1879 noch zu Scymnus (Diomus), aber 
1385 weist er ihn schon als Pharus aus. Während also der häufige varius bald als 
Pharus (Pharoscymnus) erkannt wurde, lebte die Type des /sidis, der sonst unbe- 
kannten Art, im Dresdener Museum als Scymnus weiter. Ich hatte Gelegenheit, 
diese Type einmal zu sehen und erkannte in ihr einen Pharoscymnus, was ich 
1937 (Ent. Ztschr. p. 285) auch publizierte. Korschefsky machte 1944 (Ent. Bl. 
p-. 135) die gleiche Feststellung, wobei er die von mir 7 Jahre vorher gemachte 
Feststellung überging, und stellte /sidis und varius Kirsch als Formen einer Art 
zusammen. Ich habe die Type von /sidis nicht mehr vor mir, und andere Stücke 
existieren kaum, soweit mir bekannt ist, deshalb nehme ich Korschefsky’s Syno- 
nymie an, obwohl ich nicht recht begreifen kann, daß bei /sidis, der dunkelsten 
Form (die inneren Makeln fehlen) ausgerechnet die Makel 5 mit 3 verflossen ist, 
wo doch bei aufgehellten Formen gerade Makel 5 die letzte ist, die sich mit ande- 
ren Makeln abgibt und Verfließungen mit ihnen eingeht. Es scheint mir also das 
letzte Wort noch nicht gesprochen. Aber nachdem ich mir nach Ansicht der Type 
damals in meinem Zettelkatalog den Vermerk machte: „Wahrscheinlich mit Ph. 
varius in einem Aberrationsverhältnis stehend‘‘, muß ich selbst die Vereinigung 
der beiden als verlockend angesehen haben. Daß nach Korschefsky, 1. c., mein Ph. 
Eichleri die hellste Form des /sidis darstellt, muß abgelehnt werden, da Eichleri 
ganz schwarz ist. Es käme dafür höchstens mein Ph. Priesneri in Betracht. Da- 
gegen spricht aber die auffallende Verschiedenheit der Behaarung. Priesneri ist 
anliegend, varius rauh, etwas struppig behaart. Ferner hat mir Freund Priesner 
von Sinai bloß diese Art gebracht, während der häufige varius von dort fehlte, 
von Priesner aber in Ägypten an anderen Orten genügend gesammelt wurde. 


9. Ph. setulosus Chevr. — Halbkugelig, schwarz, schwach glän- 
zend, fein und dicht punktiert, Behaarung grau und aufgerichtet. 
Kopf quer-viereckig, kaum gewölbt, deutlich punktuliert, vorne 
jederseits mit einem schwachen Grübchen. Oberlippe schmal gelb- 
lich. Halsschild dreimal so breit wie lang, vorne halbkreisförmig 
ausgeschnitten, Seiten gebogen, gröber als die Flügeldecken punk- 
tiert, Flügeldecken mit je 5 (2,2,1) kleinen, rundlichen, roten oder 
gelbroten Makeln und einem ebenfalls hellen Seitensaum, der aber 
auch fehlen kann (a. bardus Mls. et God.). Von diesen Makeln fehlt 
eine innere (a. 4-maculatus Pic). Die Nominatform hätte die For- 


mel E69 3.45, wobei die Makeln 1-2 eine große, viereckige 


834 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


= _ 


Makel bilden, von der Schulterbeule bis nahe der Naht, 3 und 4 


rundlich, 5 quer, heller Seitensaum fehlend (setulosus Chevr. f. 
nom.). Man kennt noch folgende Verfließungen: 2 -- 4,1,3,5, oder 
je zweimal zwei Makeln verbunden (a. bisbijunctus Pic). Unter- 
seite hellbräunlich, braun im Mittelteile. Beine ziegelrot, braun 
oder auch mehr angedunkelt. L. 1,5—2 mm. — Algier, Sizilien. 


10. Ph. sexguttatus Gyll. — Eiförmig, stark gewölbt, schwarz, 
grau behaart, dicht punktuliert, Halsschild mindestens ebenso stark 
punktiert als die Flügeldecken. Diese mit je 3 gelbbräunlichen Ma- 
keln, hintereinander gestellt, M. 1 dicht hinter der Schulterbeule, 
M. 2 nahe der Nahtmitte, M. 3 vor der Spitze (sexguttatus Gyll. f. 
nom.). Durch Verfließung der Makeln entstehen folgende Aber- 
rationen: 1-/-2,3 (a. semijunctus Pie) — 1+ 3,2 (a. externejunctus 
Mad.) — 1+2--3-+-.1, einen schwarzen Punkt einschließend (a. 
eircumscriptus Mad.). Unterseite und Beine schwarz. L. 2—3 mm. 
— Vom Cap beschrieben, aber auch vom Senegal bis nach Nord- 
afrika (Algier, Ägypten) berichtet. 


Mulsant und \eise geben als Länge 3 mm an, Gyllienhal selbst sagt bloß 
„Parva, C. I2-punctata vix major“, was etwa 3 mm, der Größe von Thytthaspis 
12-punctata entsprechen würde. Mit diesen Größenangaben stehen die Stücke in 
meiner Sammlung, die kaum 2 mm messen, in starkem Widerspruche, aber ich 
wüßte nicht, zu welcher Art ich sie sonst rechnen könnte. Gegen /sidis (varius), 
setulosus und ovoideus spricht entschieden die Zeichnungsanlage, gegen den grie- 
chischen Fleischeri außerdem der Umstand, daß bei diesem der Halsschild zwei- 
bis dreimal so fein als die Flügeldecken punktiert sein soll. Auf Grund der Grö- 
Benunterschiede allein wage ich nicht, eine neue Art aufzustellen, auch habe ich 
noch nie ein 3 mm langes Stück gesehen. Es ist ganz gut möglich, daß die 
kleinen nordafrikanischen Stücke fälschlich dem vom Cap bis Senegambien vor- 
kommenden großen sexguttatus zugesprochen wurden und beide doch noch spezi- 
fisch verschieden sind. Das kann jedoch nur entschieden werden, wenn man beide 
nebeneinander besitzt. Der Krieg und seine langen Nachwirkungen werden noch 
länger das Entleihen von Museumsmaterial unmöglich machen. 


11. Ph. Fleischeri Ws. — Fast kreisrund, mäßig gewölbt, zart 
weißlich behaart, schwarz, mäßig glänzend. Vorderrand des Kopf- 
schildes, Mund, Schienen und Tarsen dunkel rotbräunlich, Schen- 
kel pechschwarz, Fühler gelblich. Flügeldecken mit je 3 kleinen, 
wenig deutlich hervortretenden, schlecht begrenzten Makeln, von 
dunkelrotgelber Farbe: die 1. im Viertel der Länge, quer, von 
Naht und Rand gleich weit entfernt, die 2. (manchmal fehlend: 
a. moestus Ws.), kleiner als die übrigen, in der Hälfte der Decken, 
rundlich, nahe der Naht, die 3. im dritten Viertel der Länge, leicht 
quer, fast so groß wie die 1. und genau hinter derselben. Durch 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 835 


Verfließen dieser 5 hellen Makeln entsteht eine unregelmäßige 
Längsbinde, die den größten Teil der Scheibe einnimmt (a. dis- 
copterus Ws.). Kopf und Halsschild ziemlich dicht, äußerst fein 
_ punktuliert. Schildchen klein, dreieckig, etwas vertieft. Flügeldek- 
ken an der Basis so breit wie der Hinterrand des Halsschildes, fein, 
aber etwa dreimal so stark als der Halsschild und seicht, aber so 
_ dieht punktiert, daß die Zwischenräume nur sehr schmal bleiben. 
 L. 1,5 mm. — Griechenland. 


12. Ph. pharoides Mars. (villosulus Ws.) — Diese Art ist dem 
Ph. Fleischeri Ws. in der Punktierung sehr ähnlich, aber etwas 
länger, bedeutend schmäler, durchwegs heller gefärbt und leicht an 
der längeren und stärkeren Behaarung und den viel größeren, 
bräunlichgelben Makeln der Decken zu unterscheiden. Von den 
Makeln ist 1 die größte, quer, etwas näher den Seiten als der Naht, 
2 wenig kleiner, ebenfalls quer, unmittelbar an der Naht, 3 klein, 
rund. Die pechschwarze Grundfarbe der Flügeldecken wird an 
den Seiten und der Spitze allmählich dunkelrötlich, auch die Epi- 
pleuren sind rotgelb. L. 1,5—2 mm. — Syrien. 


15. Ph. ovoideus Sic. — Kurzoval, mäßig glänzend, Behaarung 
grau, kurz, nicht dicht. Kopf schwärzlich, fein, oberflächlich punk- 
tiert. Fühler und Taster rot. Halsschild schmäler als die Flügel- 
decken, in der Färbung von schwarzbraun, gelblichbraun bis 
ziegelrot variierend, auf dem mittleren Teile manchmal dunkler, 
fein, oberflächlich, fast obsolet punktiert, Seiten geradlinig. Flü- 
geldecken oval, schwarzbraun mit 3 gelben Flecken, der erste 
humeral in /ı der Länge, quer mondförmig, breiter am Außen- 
rande, längs dessen er sich verlängert von der Basis bis zu Y, in 
Form eines gelben Saumes. Der 2. Fleck gerundet, bei der Naht, 
ein wenig hinter der Mitte, der 3. hinter und ein wenig außer dem 
2., im allgemeinen größer und querer. Diese Zeichnung variiert 
stark. Entweder tritt die helle Zeichnung zurück, der Schulter- 
fleck ist rückgebildet, erreicht den Außenrand nicht und die zwei 
anderen Flecken sind klein, punktförmig (a. guttatus Sic., Tunis) 
oder sie breitet sich aus: Der Fleck vorne verbreitert sich, die 
beiden anderen verfließen, oder die innere Spitze des vorderen 
Fleckes verlängert sich längs der Naht bis zum 2. Fleck (Biskra), 
die Flügeldecken sind mit dem Kopf und Halsschild gleichfarbig 
hellgelblichbraun oder ein wenig dunkler, mit je 3 braunen Flek- 
ken, der erste basal, dreieckig, mit der Spitze zur Naht, der 2. eine 
schräge, dreieckige Binde, mit der Basis außen auf dem hinteren 


836 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gs. Frey, Bd. 6, 1955 


Teile der Scheibe, der 3. rhombisch auf der Naht hinter der Mitte, 


die Spitze mehr oder minder angebräunt (Ghardaia). Endlich wird 
die Ober- und Unterseite gänzlich hell, ohne Flecken (a. deserti 
Sic., Tassili oceid.: Amguid). Unterseite dunkelbraun mit dem Vor- 
derteil und den Rändern des Bauches heller, bei Varianten ganz 
hell. Beine fuchsrot. Epipleuren in der Höhe der Hinterhüften 
plötzlich verschmälert, dann bis zur Spitze allmählich an Breite 
abnehmend. L. 1,5 mm. — Algier, Tunis. 

Nach Sicard soll sich diese kleine Art von den übrigen nordafrikanischen 
Arten unterscheiden durch ihre längliche Form, ihren schmalen Halsschild, die 
oberflächliche Punktierung, die nach hinten verengten Epipleuren und die Art der 
Zeichnung. Wenn nicht alles so relativ wäre und sich in der Praxis auch so gut 
anlassen würde wie in der Theorie, und wenn wir alle ein gleiches subjektives 
Empfinden hätten, dann wäre manches leichter. 


14. Ph. Smirnovi Dobzh. — Kurzoval, stark gewölbt, braun- 
schwarz, mit kurzen, anliegenden, grauen Haaren nicht dicht be- 
setzt. Kopfschild ebenso lang wie zwischen den Augen breit, sehr 
fein punktiert zwischen der Punktierung klar chagriniert, Vorder- 
rand des Kopfschildes nach vorn konvex, an den Seiten gerundet, 
in der Mitte leicht vorgezogen, Oberlippe vorn nicht sichtbar. Hals- 
schild zweimal so breit als lang, in der Mitte weit länger als an 
den Seiten, fein und ziemlich dicht punktiert, dazwischen stark 
chagriniert, vorn stark ausgeschnitten, die Vorderecken stark vor- 
springend, am Ende abgerundet, der Vorderrand zwischen der 
Mitte und den Vorderecken leicht ausgeschnitten; die Seitenränder 
fast gerade, nur schwach bogenförmig; die Hinterecken stumpf- 
winkelig, nicht abgerundet, der Hinterrand bogenförmig, nur in 
der Mitte gerandet; die Seiten des Halsschildes bräunlichgelb. 
Flügeldecken vorn gemeinsam nicht tief bogenförmig ausgeschnit- 
ten, Basalecke abgerundet, Schulterbeule mäßig schwach entwik- 
kelt, der Seitenrand sehr schwach abgeflacht und nicht verdickt; 
die Epipleuren braungelb, breit, nach hinten sich verschmälernd, 
doch bis zu der Spitze durchaus deutlich, in den vorderen %; mehr 
oder weniger horizontal, im hinteren Drittel etwas umgeschlagen; 
Punktierung der Decken so dicht wie auf dem Halsschilde, doch 
merklich flacher, die Zwischenräume äußerst fein und unregel- 
mäßig gerunzelt; die Zeichnung auf jeder Decke besteht aus 3 
großen gelben Flecken: 1. groß, wellenförmig im vorderen Drittel 
der Länge, 2. quer, gerundet viereckig, in der Mitte der Länge nahe 
der Naht, 3. oval, schräg, im hinteren Drittel näher der Naht als 
dem Seitenrande. Unterseite braunschwarz, die Mundteile braun, 


\ 
' 


I 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 937 


die Epimeren, Episternen, die Seiten des Bauches und die Beine 
braungelb. Vorderbrust mit 2 weit voneinander entfernten, parallel 
laufenden Kiellinien; Hinterbrust fein quergerunzelt, mit einer 
Mittelrinne, die hinten in eine Gabel ausläuft. Die Schenkellinie 
bildet einen Viertelkreis, ihr äußerer Ast erreicht fast den Hinter- 
rand des Segmentes und läuft parallel mit demselben; der von ihr 
eingeschlossene Raum sehr spärlich punktiert und gerunzelt. Das 
letzte sichtbare Bauchsegment beim Weibchen gerundet, beim 
Männchen gerade abgestutzt. Die Flecken auf den Flügeldecken 
können auch verfließen. L. ca. 2 mm. — Transkaukasien, "Trans- 
kaspien. 


15. Ph. heptapotamieus Dobzh. — Gerundet-oval, fast halb- 
kugelig, Oberseite mit kurzen, anliegenden, grauen, spärlichen 
Härchen bedeckt, schwarz. Kopfschild länger als zwischen den 
Augen breit, sehr fein punktiert, zwischen der Punktierung deut- 
lich chagriniert. Vorderrand des Kopfschildes nach vorn ziemlich 
stark konvex und vorn abgerundet, Oberlippe nicht sichtbar. Hals- 
schild wie bei Smirnovi Dobzh., doch hinten der ganzen Länge 
nach bis auf die Hinterecken gerandet, Vorderecken weniger vor- 
springend, mehr abgerundet, nur mit einem braunen Schatten am 
Seitenrande. Die Flügeldecken vorn gemeinsam ziemlich tief 
bogenförmig ausgeschnitten, Basalecken breit abgerundet, seit- 
wärts mehr als die Hinterecken des Halsschildes vorspringend. 
Schulterbeule kräftig, der Seitenrand sehr schmal abgeflacht und 
ganz deutlich verdickt, die Epipleuren und die Punktierung der 
Flügeldecken wie bei Smirnovi. Flügeldecken schwarz, der Seiten- 
rand und die Spitze bräunlich, mit 3 gelben Flecken jederseits, die 
nach ihrer Form und Stellung denen des Smirnovi gleich sind. 
Unterseite schwarz, Fühler, Mundteile, Vorderbrust, Seiten des 
Bauches und Beine braungelb. Vorderbrust mit 2 hinten weit ge- 
trennten, nach vorn ziemlich stark konvergierenden Kiellinien. 
Hinterbrust deutlich quergerunzelt, mit einer kurzen Mittelrinne, 
die weder den vorderen noch den hinteren Rand erreicht. Schenkel- 
linie wie bei Smirnovi; Bauchsegmente mäßig stark punktiert und 
chagriniert, das letzte sichtbare Sternit beim Weibchen lang, seine 
Seiten schwach bogenförmig, der Hinterrand gerundet abgestutzt. 
L. 2,3 mm. — Semirjetschensk. 


16. Ph. brevemaeulatus Pic. — Fast oval, glänzend, wenig 
behaart schwarz, Flügeldecken pechschwarz, auf der Scheibe aus- 
gedehnt gelb und hinter der Mitte kurz pechbraun gefleckt, Beine 


338 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


ziegelrot. Halsschild stark und genügend dicht punktiert, Flügel- 
decken wenig und winzig punktiert. L. 2 mm. — Spanien. 


Das ist wieder einmal ein Musterbeispiel einer auf dem laufenden Band 
Sr ß | 
fabrizierten Beschreibung. 


9. Hyperaspini. 
Im paläarktischen Gebiete 2 Gattungen: 
fiyperaspis Redtenb. mit an der Basis gezähnten Klauen und 
Oxynychus Lee. mit ungezähnten Klauen. 


59. Gattung: Hyperaspis Redtb. 


(Redtenbacher 1843, 8, 12; 1849, 576; 1858, 968 — Mulsant 
1846, 179; 1850, 541, 649 — Seidlitz 1872, 47; 1891, 69; 1888, 69 
— Crotch 1874, 213, 222 — Chapuis 1876, 228, 229 — Weise 1879, 
90 (s. p. 56); 1885, 536 — Ganglbauer 1899, 974, 975 — Reitter 
1911, 133 — Kuhnt 1912, 565, 583 — Schaufuss 1916, 562 — 
Jacobson 1916, 976 — Mader, Ev. I. 1926, 26). 

Synonym: Hyperaspidius Gorh. nec Crotch (Biol. Gentr. Am. 
Col. VII. 1894, 203 — Weise, D. E. Z. 1904, 362). 

Von den rund 350 Arten im paläarktischen Gebiete 15. 

Übersichtstabelle der Arten und Formen 
der Gattungen Hyperaspis und Oxynychus. 

Aus praktischen Gründen und weil bei geklebten Stücken die 
Besichtigung der Klauen ohne Ablösung und Gefährdung der Tiere 
oft nicht recht durchführbar ist, nehme ich die 3 Oxynychus-Arten 
hier in die Tabelle mit auf und bezeichne die Gattungszugehörig- 
keit mit einem vorgestellten 7. oder Or. 


1(2) Flügeldecken einfarbig schwarz. (Genauere Unterschiede 
dieser Arten vide bei den Ärten. 
A) Europa, Westasien. 
A 2 2ER. een a. \suheoneeibn Ws. 
B) Meike Marokko. (Kleiner, ovaler und undeutlicher 
De als die europ. reppensis.) 
.. 1. HB, Teinturieri Mis. et t God. 
Ü) Eur opa. Vale sewölbter und seitlich mehr gerundeter 
als BE A : Ä 
5. H. con Suffr. 
D) Bstärhinen, Be 
h H. bon a. amurensis Ws. 


22 le) Blasien gezeichnet. 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 339 


3 (46) Auf dunklem Grunde hell gezeichnet. 
4 (13) Flügeldecken mit je einer Makel, eine kleine helle Makel 


in der Schulterecke, die bei Männchen öfter auftreten 
kann, wird nicht mitgezählt. 

5 (6) Diese Makel ist in Form einer unregelmäßigen Längsbinde 
von der Schulter gegen die Spitze zu Sen — Kir- 
gisensteppe. 

en 8 H. vıttata er 

D(5) Dr Makel ist el m weniger edlen oder jeden- 
falls nicht von dieser Ausdehnung. 

7 (10) Diese Makel liegt vor der Spitze, dem Seitenrande genähert 
oder auch daran, selten mehr gegen die Naht. 

8 (9) Flügeldecken stark glänzend, da der Untergrund nur zart 
retikuliert ist. Klauen mit Basalzahn. 

A) Algier, Marokko. 2 a 

1. H. Teinturieri a. En Ur 

B) Europa, Westasien. 

2: H. - reppensi Ah, > div. 

C) Fapen. a 

Ber 3, H. asıalica Ber 

(6) Flügeldecken lee he Chagrinierung etwas matt 
elanzend. Klauen einfach. i 

1..0x An eechalue F. a 

10 (7) Diese Makel lee weit vor der Spitze auf der Scheibe oder 

am Seitenrande etwas vor der Mitte. 

11 (12) A) Europa. 

FERNER 4. campestri Hhst. 
B) Oi (Fleck glänzend scharlachrot.) 
ee elle sınensis en 
C) Japan ? Ostsibiri ien. (Fleck schwefelgelb.) 
5 : 6. H. japonica & 

12 (11) Die Makel en am erentande etwas vor der Mitte. — 

Europa, Kaukasus. i 

207. uhnstephalls a. ea Dobzh. 


15 (4) Flügeldecken mit mehr Makeln. 

1# (23) Je 2 isolierte Makeln; allfällige helle Makel in der Schul- 
terecke (Männchen) nicht mitgezählt. 

15 (22) Von diesen Makeln liegt die vordere auf der Scheibe und 
nicht am Rande. — Vergleiche im Nachtrag auch H. Sil- 


vestrii Ws., aus Mexiko, in Italien ausgesetzt. 


540 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


16 (17) Die vordere Makel ist quer viereckig mit abgerundeten 
Winkeln. — Sarepta, Kaukasus. Pr 

EN RE EN SITE IE A 9. H. desertorum Ws. 

17 (16) Die vordere Makel ist gerundet. 

15 (21) Flügeldecken stärker glänzend. Klauen mit Basalzahn. 

19 (20) Makeln rötlich oder gelbrötlich. 1 

. . 2. H. reppensis a. femorata Misch. 

20 (19) Makeln an — Dyrien. 

2: ee a. syriaca Ws. 

21 (18) Kineeldecken ee sehr dichter Chagrinierung etwas 

matt u: — Europa, Kaukasus. A 
. .. 1. Ox. erythrocephalus a. re. Ws, 

22 (15) Die vor a Makel liegt am Seitenrande. 

. .....1. Or. erythrocephalus a. en Ws. 

23 (14) Mehr ale 2 Makeln auf jeder Decke. 

24 (39) Der Seitenrand der Flügeldecken ist noch keinesfalls von 
der Schulter bis zur Mitte oder darüber hinaus hell ge- 
säaumt. 

25 (32) Nur je 3 Makeln, allfällige Schultermakel der Männchen 
nicht mitgezählt. 

26 (27) Von diesen Makeln ist die vordere ein rötlicher Quer- 
strich dicht hinter der Basis, die Makeln stehen hinterein- 
ander. 

alte Py H. enhen ee Ws. 

27 (26) Diese Makeln chen 2,1, die beiden vorderen stehen also 
in schräger oder gerader Querreihe. 

28 (29) Die vorderen Makeln stehen in : Querreihe. — Asiat. 
Rußland. ; F 

: 10. IE Kunze) Mls. 

29 (286) Die re Makeln Stöhen in schräger Querreihe, die 
innere weiter vorne. 

S0 (51) er sehr deutlich a — Europa, Kauka- 
sus. 

1. 0x. eryihrocephals F. 

öl (30) Flügeldecken ol und stark glänzend. — Algier. 

. 2. Or. guttulatus Frm. 

32 (25) Je 4 Mala das Tuch na aber die Makel in der Schul- 
terecke mitgezählt, da Em männliches Merkmal mehr. 

33 (34) Die vorderste Makel ist ein rötlicher Querstrich dicht hin- 
ter der Basis, dann eine kleine rötliche Makel über der 
Mitte des Seitenrandes und ferner noch die normalen Ma- 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 341 


keln der reppensis a. jemorata. — Europa, Westasien. 
2. H. reppensis a. efjusa Ws. 

34 (35) Te 5 Makeln, 2, 2 1, gestellt, die erste davon in der Schul- 
terecke, oder es sind noch mehr Makeln, 3,2,2. 

35 (36) Die hintere Makel ist stark quer, eine Querbinde, die aus 
2 Flecken zusammengesetzt erscheint. Auch die Schulter- 
makel erscheint aus 2 Flecken Bm — Kau- 
kasus, Turkestan. 

11. H. transversoguttala Ws. 

36 (35) Die erste Makel ist rundlich und einfach. 

37 (36) Kaukasus, Turkestan. — Halsschildseitensaum breit, die 
beiden Makeln an der Basis verflossen. 

11. A. transversoguttata a. I0- ln Fleisch. 

35 (37) Syrien. 2 Hals<childseitensaum schmal. — Syrien, Klein- 
asien. u er 

. 22. MH. aa Ws, ab, 

39 (24) An: der erilehns dee seitlichen hellen Makeln (etwa 
2,2,1) entsteht ein heller Seitensaum, der sich von der 
Schulter bis hinter die Mitte (1--3) oder sogar noch bis 
zur Spitze ausdehnt (1--3--5), manchmal auch die Basis 
gesäumt (3-- 1-2), auch 2-- 4 können mit diesem Saum 
verfließen, so daß im extremsten Fall die Verfließung 
5--53--1--2-+-.4 entsteht. Bei so hellen Formen kann 
man eigentlich die Flügeldecken schon als hell mit dunk- 
ler Zeichnung ansehen. 

40 (45) Noch nicht 5+3—+- 1-2 --4, wenn ja, dann Flügeldecken 
schwarz und gelb. 

41 (44) Körper länglich oval, wenig gewölbt. 

42 (43) Die Makel beim Schildchen an der Basis ist halbrund, der 
Seitensaum endet in der Nähe der Mitte des Seitenrandes 
mit ovaler Verbreiterung. Formel: 1-- 3,2,4,5. — Syrien, 
Kleinasien. 


e j 2. H. ar Ws. 

Man Ce che IR transversoguttala a. 10-guttata 

Flsch. aus dem Kaukasus und Turkestan mit Formel: 
2-1--3,4,5. 

43 (42) Die Makel beim Schildchen ist zugespitzt und bildet mit 
der länglichen Makel hinter ihr, mit der sie fast zusam- 
menfließt, gewissermaßen ein verkehrtes Rufzeichen; der 
Seitensaum endet mit flacher oder winkeliger Verbreite- 


rung. Formeln: 1--3,2,4,5 oder 1432-45 oder 


542 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


5+98--1,2,4. — Nordafrika, Arabien. Fg. 12. fl 

13. H. fumila Mis, { 

44 (41) Körner Ikmesovall a zewölht: Formel: 2--1-+-3,4,5 oder 
3—-1+2-45 oder 5+3—+1--2--4 (1 Stück in meiner 
Sammlung) — Nordafrika, Be Fe. 19. j 

5 14. H. Marmottani Frm. 


45 (46) 513. 1-+ 92.04, Flügeldecken en und braun. Man 
kann jetzt nen sagen: Flügeldecken strohgelb mit brau- 
ner Zeichnung: Nahtsaum, vorn und hinten verengt und 
je eine braune Längsmakel, vorne gerundet, nach hinten 
bis %, der Deckenlänge reichend und mit dem Nahtsaum 
mehr oder minder verbunden. — Cirenaika. 


15. Die Cop | 

6 (5) Flügeldecken hellem Grunde dunkel gezeichnet. (Man 

vergleiche auch die helisten Formen sub 44 und 45.) — 
Mongolei, Turkestan. — Fg. 14. . . 

a vgl. Or. Alexandae Ws. 


1. H. Teinturieri Mls. et God. — Diese Art mit ganz schwarzen 
Flügeldecken, steht H. reppensis sehr nahe und besitzt auch eine 
wie diese gefleckte Form (a. algirica Cr.). Sie wurde lange Zeit 
als ungefleckte Form von reppensis angesehen, und es sei hier da- 
her auf die Unterschiede hingewiesen : Sie ist durchschnittlich klei- 
ner, länglicher, hinten weniger breit abgerundet, oberflächlich 
punktiert, der gelbe Seitensaum des Halsschildes ist schmäler und 
fehlt beim Weibchen manchmal, beim Männchen ist der gelbe 
Schulterfleck sehr klein, die hellen Teile sind blasser und weniger 
rot. Während die Punktierung von Kopf und Halsschild bei rep- 
pensis fast gleich tief ist, ist sie bei Teinturieri auf dem Hals- 
schilde äußerst oberflächlich, viel weniger auf den Flügeldecken. 
L. 2,2—3 mm. — Algier, Marokko. 


2. H. reppensis Hbst. (bipustulata Thnb., nigra Zschach, mar- 
ginella Quens., ranthocephala Quens., Illigeri Grav., stigma Ol., 
apicalis Duf., Motschulskyı Mls., pseudopustulata Mls.) — Kurz 
oval. stark gewölbt, glänzend schwarz, der Halsschild mit breitem 
gelbroten Seitensaum, beim Männchen der Kopf bis auf den Hin- 
terrand des Scheitels und ein Saum am Vorderrande des Hals- 
schildes gelbrot, die Flügeldecken vor der Spitze neben dem Sei- 
tenrande mit einer rundlichen, gelbroten Makel, beim Männchen 
auch gewöhnlich mit einem gelben Strich oder einem dreieckigen 
Fleck vorne neben dem Seitenrande, die Unterseite schwarz, oft 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 343 


mit rötlichen oder gelbroten Seiten des Bauches, beim Männchen 
die Epimeren der Mittelbrust gelblichweiß, die Beine beim Männ- 
chen bis auf die Hinterschenkel und oft auch einen Teil der Mittel- 
und Vorderschenkel rötlichgelb, beim Weibchen bis auf die Tarsen 
und die Vorderschienen schwarz. Die Zeichnung variiert ganz er- 
heblich, besonders durch Hinzutreten von hellen Makeln, und wird 
hier noch am Schlusse geschildert. Kopf und Halsschild ziemlich 
fein und dicht, die Flügeldecken stärker punktiert. Die Spitze der 
Flügeldecken breit und etwas abgestutzt gerundet. Die Kiellinien 
des Prosternums undeutlich und länger, vorne nicht vereinigt. Die 
Schenkellinie bildet einen unvollständigen, eine Strecke am Hin- 
terrande des Segmentes verlaufenden Bogen. L. 2—5,5 mm. — 
Größter Teil der paläarktischen Region, im äußersten Osten je- 
doch durch andere Arten ersetzt. 


Aberrationen. 


1 (2) Flügeldecken ohne helle Makel. (Teinturieri Bed. et auct. 
nee Mls. et God.) . . .. a. subceoncolor Ws. 

2 (1) Flügeldecken mit hellen Makel 

3 (10) Flügeldecken nur mit je einer Apikalmakel, eine allfällige 
Makel in der Schulterecke beim Männchen wird nicht mit- 
gezählt. 

( 7) Apikalmakel nach dem Außenrande zu nicht vergrößert. 

5 (6) Heller Seitensaum des Halsschildes breit, bis zur Ausbuch- 
tung hinter den Augen. 

eh her Hbst. f. nom. 

6(5) Heiler Seren ae Haleschflde- schmal, kaum halb so 
breit als der Raum von der Vorderecke bis zur Ausrandung 
hinter den Augen; Makel der Flügeldecken klein, gelb, 
queroval. Lokalform aus der Kirgisensteppe. 

| a. nlara Mis. 

2 (4) Die A laheakeil eroßr Eich Hachı dem Außenrande 
zu, so daß nur noch der aufgebogene Seitenrand schwarz 
bleibt, in der Form ist diese Makel dann sehr veränder- 
lich. Tiere im allgemeinen größer. 

8 (9) Die vergrößerte Apikalmakel vorne ausgerandet und am 
Seitenrande fast immer mit einer nach vorn gerichteten 
Spitze. Makel queroval bis kommaförmig. Mittelmeer- 
gebiet. mal Grav., histeroides Fald., illece- 
brosa Chevr.) Sl el 


. a. marginella F. 


844 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


9 (8) Die auch nach innen vergrößerte Makel vorn ausgerandet, 
aber innerhalb der Ausrandung zahnförmig vorgezogen. 


Die Makel nimmt die Form einer leicht gebogenen Quer- 
binde an, ohne die Naht zu erreichen, und verlängert sich 


bis unter die Schulter. Tier noch größer. — Spanien. 
Ä . a. illecebrosa Mls. 

10 (5) Jede Flügeldecke mit 3 Makeln, eine vor der Spitze, eine 
auf der Scheibe ieder Decke. Manchmal noch zusätzliche 
Makeln. 

11 (12) Dicht hinter der Basis der Flügeldecken ein rötlicher Quer- 
strich und zuweilen noch ein schwacher rötlicher Punkt 
über der Mitte des Seitenrandes. Makel auf der Scheibe 
der Decken länglich und unregelmäßig ee 3 
Samara. 

a en: Ws. 

12 (11) Basis la HldeTdecken ae rötlichen Querstrich, Makel 
auf der Scheibe rund. 

13 (14) Zeichnung rötlichgelb. Kopf beim Männchen und Weib- 
chen wie bei der Nominatform gefärbt. — Mitteleuropa, 
östliches Mittelmeergebiet. (variabılis Rossi, 4-maculatus 
Redtb., inaudax Mls., 6-guttata Bris.) . 

de Keribeu Misch. 

14 (15) ehe selblichweiß, Beim Männchen stets noch eine 
dreieckige Makel an der Basis nach außen vom Schulter- 
höcker und der ganze Kopf, beim Weibchen der Kopf mit 
Ausnahme einer ziemlich breiten Mittellinie gelblichweiß. 
— Syrien. Sr De 
I a. syriaca Ws. 

3. H. asiatica Lew. — Erinnert stark an reppensis, aber das 

Prosternum breiter, mit 2 deutlich erhabenen Kiellinien, die an der 
Basis beginnen und sich etwa in der Mitte vereinigen. Kopf hellrot, 
Scheitel schmal schwarz. Halsschild an den Seiten breit blaßrot 
und am Vorderrande schmal hell, sonst schwarz. Flügeldecken 
schwarz, mit einem rötlichen Fleck auf jeder Seite vor der Spitze, 
näher dem Außenrande als der Naht. Oberseite deutlich punktu- 
liert. Metasternum größer als jenes von reppensis, klar und deut- 
lich punktiert. Fühler, Vorder- und Mittelbeine blaßrot, Hinter- 
schienen blaß, Schenkel schwarz. L. 3 mm. — Japan. 


4. H. campestris Hbst. (frontalis Schneid., lateralis Panz.) — 
Nahe reppensis, etwas kürzer, an den Seiten mehr gerundet, die 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden °45 


Flügeldecken mit stärker gerundeter Spitze. Schwarz, der Hals- 
schild mit einem breiten, roten, meist den Hinterrand nicht ganz 
erreichenden Seitensaum, die Flügeldecken mit einer von der 
Spitze viel weiter entfernten, etwa im hinteren Drittel befindli- 
chen, von der Naht etwas weiter als vom Seitenrand entfernten, 
rundlichen roten Makel. Der Sexualdimorphismus in der Färbung 
des Kopfes, des Halsschildvorderrandes, der Unterseite und der 
Beine ist wie bei der Nominatform des reppensis, doch fehlt dem 
Männchen der kleine Fleck in der Schulterecke. L. 2—3,5 mm. — 
Europa. 


5. H. concolor Suffr. (Pentilia minuta Fiori) — Diese Art mit 
schwarzen Flügeldecken (nach Weise soll jedoch beim Männchen 
öfter ein dreieckiger gelber Fleck in der Schulterecke vorkommen) 
gilt, nachdem sie längere Zeit als Koloritaberration von campestris 
angesehen wurde, heute wieder im Sinne Suffrians als gute eigene 
Art. Sie unterscheidet sich von reppensis a. subconcolor durch alle 
Merkmale, durch welche campestris sich von reppensis unterschei- 
det, also stärkere Wölbung, stärkere Rundung an den Seiten, all- 
mähliche Zurundung des hinteren Teiles der Flügeldecken, wäh- 
rend bei reppensis das hintere Ende der Seite vor der Spitze jeder 
Decke in einem breiten stumpfen Bogen hervortritt und dadurch 
die Flügeldecken als hinten fast schräg abgestutzt erscheinen. Von 
campestris weicht concolor hauptsächlich folgendermaßen ab: 
Noch kräftiger und weitläufiger punktiert, so daß die Punkte auf 
dem Halsschilde denen gleichen, mit denen die Flügeldecken des 
campestris besetzt sind. Der hintere Teil der Außenseite tritt in 
einem kaum merklichen Bogen hervor, und von dort an rundet 
sich jede einzelne Decke so stark zu, daß fast der ganze obere Teil 
des letzten Tergites unbedeckt bleibt und die Naht nach oben hin 
noch eine Strecke auseinander klafft. L. 2—3 mm. — Europa. 


6. H. japonica Cr. (testaceicornis Ws.) — Mit campestris zu- 
nächst verwandt, aber hinten mehr zugespitzt, Flecke schwefelgelb, 
daher sehr deutlich, die 4 hinteren Beine mit Ausnahme der helle- 
ren Tarsen stets ganz schwarz, die vorderen beim Männchen hell, 
die Außenseite der Schenkel und Schienen oft schwärzlich, beim 
Weibchen mit pechschwarzen Schienen. — Kopf und Halsschild 
beim Weibchen ganz schwarz. Kopf beim Männchen schwefelgelb, 
der Vorderrand und mit diesem zusammenhängend ein kleiner 
Fleck vor den Augen schwarz; der Halsschild an den Seiten mit 
einem schwefelgelben, fast dreieckigen Fleck, der vorn so breit ist 


346 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


als der seitliche Ausschnitt des Vorderrandes, und sich nach en | Ih 
so verschmälert, daß er die Hinterecken des Halsschildes nicht 
erreicht; der mittlere gerade Teil des Vorderrandes ist schwarz, 
Mitunter fehlt der Fleck der Flügeldecken (a. amurensis Ws. vom 


Amur). L. ca. 1,8—2,5 mm. — Japan, Amur. 


Ich besitze die Nominatform dieser Art auch vom Amur, weshalb ich die 
von Weise als Subspecies angesprochene amurensis nur als Aberration ansehen 
kann. 


7. H. sinensis Gr. — Diese Art hat Crotch als Cryptogonus 
(oben behaarte Gattung) in seiner Art folgend beschrieben: „Clo- 
sely resembling C©. orbiculus, but larger; bright polished black, 
glabrous; finely punctulate, scutellum large, punctulate, elytral 
spot smaller and of a bright crimson. L. 1?/, lin. China (Bates.)“ 
Weise 1885, 58, stellte die Art zu Hyperaspis, doch kann die Art 
durch die ungenügende Beschreibung nicht sicher festgestellt wer- 
den. Ich besitze von China (Prov. Hupeh, Mts. Wu-schan) ein 
Weibchen, welches ich nur auf diese Art deuten kann. Es ist von 
japorica Or. durch die rote, statt schwefelgelbe Makel, vom Weib- 
chen des campestris durch das Fehlen des hellen Seitensaumes auf 
dem Halsschilde verschieden. Ich finde auch, daß die Flügeldecken 
am Einde noch stärker zugerundet sind und an der Naht einen 
stark einspringenden Winkel bilden, der das letzte Tergit stark 
freilegt, doch ist das auf der rechten Seite stärker ausgeprägt als 
auf der linken, weshalb ein Merkmal in dieser Richtung hin mit 
Vorsicht aufgenommen werden muß. L. ca. 2,5 mm. — China. 


6. H. vittata Gebl. (vittifera Mls.) — Länglich oval. Weibchen: 
Kopf schwarz, Halsschild hellgelb, mit schwarzer Mittelbinde, 'wel- 
che den Vorderrand nicht erreicht und durch eine von demselben 
ausgehenden kurzen Mittellinie in 2 Lappen geteilt wird. Flügel- 
decken schwarz, mit einer unregelmäßigen Längsbinde, die an der 
Innenseite der Schulterbeule schmal beginnt, hinter dieser sich 
stark verbreitert (auf Ys der Breite jeder Decke) und im hinteren 
Drittel ziemlich eiförmig ist. Unterseite schwarz, Schenkel schwarz, 
die vorderen rotgelb, Schienen und Tarsen fahlrot, Außenkante 
der mittleren und hinteren Schienen schwarz. L. 3,9 mm. — Kir- 
gisensteppe. 

Die Zeichnung dieser Art könnte auch eine von H. desertorum abgelei- 
tete sein. 


9. H. desertorum Ws. (femorata Mls.) — Fast so breit als 


lang, schwarz, Halsschild rot, mit einer wenig scharf begrenzten 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 847 


schwarzen Mittelbinde (Weibchen), oder einer Längsmakel vor 
dem Schildehen, welche oft im vorderen Teile durch eine Mittel- 
linie halbiert wird, oder es ist der Halsschild schwarz, sein Vorder- 
rand beim Männchen schmal, der Seitenrand breit gelb, beim 
Weibchen nur der Seitenrand gelbgesäumt (a. collaris Flsch.). Flü- 
geldecken mit 4 großen roten Makeln: eine ziemlich viereckig, 
quer, vor der Mitte beginnend, etwas näher an die Naht als an den 
Seitenrand reichend, die andere meist quer, vor der Spitze, dicht 
am Seitenrande, der Naht kaum näher als die erste; beide mitunter 
nur sehr schmal getrennt. Beim Männchen ist der Kopf gelblich 
rot mit schwarzer Querlinie auf dem Scheitel, die dunkle Makel 
auf dem Halsschilde oft sehr klein. Beine lebhaft gelblichrot. L. 
2—5 mm. —- Sarepta: Kirgisensteppe. 

Weise selbst sagt: „Denkt man sich die vordere Makel von desertorum an 
der Außenseite nach vorn in einen schmalen Zipfel bis zur Schulter verlängert 
und nach hinten ziemlich breit mit Makel zwei verbunden, so erhält man unge- 
fähr die selten auftretende Zeichnung der vittata.“ Somit könnten also die beiden 
Arten ganz gut artlich zusammengehören, und daß Mulsant vittijera als länglich- 
oval und Weise desertorum als fast so breit wie lang bezeichnet, besagt nicht viel, 
da das verschiedene subjektive Empfinden gar manchen Streich spielt. Meine 


Stücke von desertorum liegen diesbezüglich in der Mitte. Mulsant bezeichnet seine 
jemorata (ist desertorum Ws.) als stumpfoval. 


10. H. Kunzei Mis. — Männchen: Schwarz, der Kopf, ein 
breiter, in der Mitte sehr stark erweiterter Seitensaum des Hals- 
schildes, sowie die Epipleuren und je 3 große Makein auf den 
Flügeldecken (2, 1) dunkel gelblichrot. Saum und Makeln nicht 
recht scharf begrenzt. Makel 1 etwas quer, halboval, in der Mitte 
am Seitenrande, 2 rund, in gerader Linie nach innen von 1, und 
von dieser ebenso weit entfernt als von der Naht, 3 breitoval, etwas 
schief nach innen und vorn gerichtet, am Seitenrande vor der 
Spitze. Unterseite schwarz. Beine rot, die Basalhälfte der Schenkel 
schwarz. L. 4 mm. — Asiatisches Rußland. 


li. H. transversoguttata Ws. — Breitoval, vorn schnell und 
stark, hinten nur wenig verschmälert, jede Flügeldecke einzeln 
breit zugerundet. Der Kopf ist beim Männchen ganz gelb und wie 
der Halsschild sehr fein punktiert. Letzteres ist am Vorderrande 
schmal, an den Seiten breit gelb gesäumt; in diesen Saum reicht 
etwas hinter der Mitte die dunkle Färbung der Scheibe in Gestalt 
eines quer viereckigen Fleckes hinein; außerdem sind die Andeu- 
tung einer gelben Längslinie in der Mitte der Scheibe sowie 2 gelbe 
schiefstehende Flecke jederseits derselben bemerkbar. Die Flügel- 


Entom Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3, 1955 53 


548 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


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decken sind etwas stärker als der Vorderleib punktiert, jede ist | 
mit 7 gelben Flecken besetzt: 3 an der Basis, der eine länglich am 
Schildchen, der andere viereckig und hinten ausgerandet, zwischen 
dem Schulterhöcker und dem Seitenrande, der 3., schmal und 
quer, zwischen beiden, aber mit dem Seitenflecke zusammen- 
hängend; 2 Flecke in der Mitte, der eine größere am Seitenrande, 
der 2. von diesem und der Naht gleich weit entfernt, gleich breit, 
quer; 2 Flecke endlich, durch einen schmalen Ast in Form einer 
Querbinde zusammenhängend, befinden sich ein Stück vor der 
Spitze. Beine gelbbräunlich, Hinterschenkel angedunkelt. Die Un- 
terseite ist dicht, auffallend lang behaart. L. ca. 2—2,5 mm. — 
Kaukasus, Turkestan. | 


Zu dieser Art beschrieb Fleischer 2 Varietäten, wovon die 
erstere möglicherweise, die andere aber sicherlich nicht hieher ge- 
hört: 

1. v. 10-guttata Flsch. (W. E. Z. 1900, 119): Beine und Epi- 
pleuren gelb, Kopf gelb oder mit einem schwarzen Saum, Hals- 
schild schwarz, am Vorderrande schmal, am Seitenrande breit gelb 
gesäumt; Flügeldecken zusammen mit 10 großen, gelbweißßen Ma- 
keln (2, 2, 1); Makel 2 quer, verbreitert sich an der Basis und ver- 
bindet sich mit der winkeligen Humeralmakel; diese ist nach hin- 
ten entweder abgegrenzt (Turkestan) oder verbindet sich weiter 
rückwärts mit der Makel 3 (Kaukasus), Makel 4 neben der Naht 
in der Mitte rund, 5 vor der Spitze gleichfalls rund, etwas quer, 
nicht bindenartig. 


Ich habe bloß ein Stück, welches ich darauf beziehen möchte, 
habe aber nach diesem Stücke starke Zweifel, daß 10-guttata Fl. 
zu transversogutiata gehört. 


2. a flexuosa Flsch. (W. E. Z. 1909, 246). Nach einem auf die 
Beschreibung vollkommen passenden Stück halte ich diese Varietät 
für identisch mit Oxynychus Alexandras Ws. Siehe dort. 


12. H. polita Ws. — Oberseite schwarz, die Flügeldecken 
äußerst zart punktiert, wie poliert, ein schmaler Seitensaum des 
Halsschildes (beim Männchen außerdem Kopf und Vordersaum des 
Halsschildes), drei Makeln auf jeder Flügeldecke: 1, 1, 1 gestellt, 
und ein schmaler Seitensaum von der Schulter bis hinter die Mitte, 
weißßgelb. Makel 1 ist halbkreisförmig, an der Basis nahe dem 
Schildchen, 2 dahinter, länglichoval, in der Mitte, 3 queroval, in 
der Spitze, so daß nur ein schmaler Streifen am Hinterrande der 
Decken schwarz bleibt; der Seitensaum ist am Ende eine Spur 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 349 


verbreitert. Epipleuren gelb. Unterseite und Beine rötlich gelb- 
braun, Mittel- und Hinterbrust und das erste Bauchsegment pech- 
braun. L. 2,5—3 mm. — Syrien, Kleinasien. 


13. H. pumila Mis. Fg. 12. — Stumpf oval. Flügeldecken 
schwarz, jede mit 5 gelben Makeln, hintereinander, und einem gel- 
ben Außensaum. Die Makel beim Schildchen ist zugespitzt und 
bildet mit der verlängerten birnförmigen Makel hinter ihr, mit der 
sie fast zusammenflieft, gewissermaßen ein verkehrtes Rufzei- 
chen; der Seitensaum geht bis etwa %/ der Deckenlänge nach hin- 
ten und endet mit winkeliger Verbreiterung. Die 3. Makel ist 
queroval oder querviereckig in der Spitze, die Ränder freilassend. 
Kopf schwarz (Weibchen), Oberlippe gelbrot, nach Weise bei 
einem Weibchen auch weißlichgelb, mit einem feinen, am Vorder- 
rande welligen schwarzen Querband auf dem Scheitel und auch der 
Vorderrand des Halsschildes fein weißlich gesäumt. Halsschild 
(Weibchen) schwarz, jederseits mit gelbem Saum bis zur Ausbuch- 
tung hinter den Augen. Unterseite auf Mittel- und Hinterbrust 
braun, allmählich rotbraun auf dem Bauche. Beine ganz gelbröt- 
lich. Bei einer Form vom Senegal verbindet sich die Makel beim 
Schildchen sowohl mit dem Seitensaum als auch mit der Makel 
hinter ihr, und die Spitzenmakel berührt außen fast das Ende des 
Seitensaumes. L. 2,2 mm. — Vom Senegal und von Kamerun bis 
nach Algier und Ägypten, auch in Arabien verbreitet. 


14. H. Marmottani Frm. (albidiceps Walk.) Fg. 13. — Sehr 
kurz oval, sehr gewölbt, glänzend. Schwarz, Oberlippe gelb, wie 
auch die Seitenränder des Halsschildes. Auf jeder Flügeldecke ist 
gelb: ein breites Basalband und damit um die Schulter verbunden 
ein Seitensaum; letzterer nimmt etwa in der Mitte der Länge eine 
Makel auf und ist solcherart daselbst rundlich erweitert, dann ein 
rundlicher Fleck auf der Scheibenmitte nahe der Naht und einer 
in der Spitze. Beine gelb, an der Basis angebräunt. Der gelbe 
Außensaum der Flügeldecken ist bei Stücken meiner Sammlung 
schon stark der Spitzenmakel genähert und bei einem Stücke so- 
gar schon damit verbunden, so daß sich die in der Tabelle sub 44 
angegebene Formel 5+3--1-+2--4 für dieses Stück ergibt. L. 
2,25 mm. — Nordafrika, bes. Ägypten, Mesopotamien (in meiner 
Sammlung). 


Diese Art wurde sehr hin- und hergeworfen. Crotch 1874 stelit sie als 
Varietät zu Coccinella 14-pustulata L., Weise 1885 als Varietät zu Coce. lyncea Ol., 
Sicard (A’ 1907, 132) stellt sie zu den Hyperaspini in die Gattung Oxynychus, 
da die Klauen, wie er sagt, weder einen Anhang noch einen Zahn haben, wohl 


350 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


aber an der Basis stark erweitert sind und in eine einfache Spitze endigen. Capra 
(Boll. Soc. Ent. It. 1929, 101 und Real. Ace. Ital. II/1, 1939, 683, nota) behauptet, 
daß Sicard irrt, da die Klauen deutlich mit einem Basalzahn versehen sind, und 
stellt die Ärt zu Hyperaspis, wie dies schon Bedel getan hatte, wo sie mit pumila 
Mls., polita Ws. und Dieinguerrai Capra eine gute Gruppe bilden. Damit bin ich 
einverstanden, denn schon das Habitusgefühl sagt dies, wenn man auch die Klauen 
nicht untersucht. 


15. H. Vieinguerrai Gapra. — Eiförmig, mäßig gewölbt, glän- 
zend. Kopf und Halsschild strohgelb, letzterer mit großer, brau- 
ner, etwas trapezförmiger Makel vor dem Schildcehen (Männchen), 
oder Kopf und Halsschild braun, letzterer mit breitem strohgel- 
ben Seitensaum. Flügeldecken strohgelb, mit gemeinsamer brau- 
ner Nahtbinde, vorn und hinten verengt, jede Decke mit großer, 
brauner Längsmakel auf der Scheibe, vorne etwas erweitert und 
zugerundet, von der Schulterbeule bis zu 3% der Deckenlänge, dann 
mehr oder weniger mit dem Nahtsaum verbunden, Vorder- und 
Seitenrand kaum braun. Wenn man Braun als Grundfarbe und 
die heile Zeichnung als aus der Verfließung von hellen Makeln 
(2, 2, 1) ansehen wollte, dann hätte man die Verfließungsformel 
5--5+1-+4- 2-4. Kopf und Halsschild fein und nicht dicht punk- 
tiert, Untergrund mikroskopisch fein retikuliert, Punktierung der 
Flügeldecken ungleichmäßig, im gelben Teile sehr undeutlich und 
kaum bemerkbar, im braunen Teile mit größeren Punkten, Unter- 
grund nicht retikuliert. Hinterschienen wenig erweitert. L. 2,3 bis 
2,5 mm. — Cirenaica (Oase Giarabub). 


60. Gattung: Oxynychus Lec. 


(Leconte in Agassis, Lake Sup. 1850, 238 — Mulsant 1850, 
649, 694 — Orotch 1874, 239 — Chapuis 1876, 258 — Weise, Ho- 
rae XXIV, 1890, 489; D. E. Z. 1899, 378 — Ganglbauer 1899, 974, 
976 — Reitter 1911, 133 — Jacobson 1916, 976 — Schaufuss 1916, 
562 — Mader, Ev. I. 1926, 16.) 

2 nordamerikanische und 3 paläarktische Arten. 

Tabelle der Arten siehe bei Hyperaspıis. 


1. O. erythrocephalus F. (Karpowkae Humm., 6-pustulatus 
Mtsch.. Fabrieii Mls., caucasicus Or.) — Oval, mäßig gewölbt, oben 
infolge sehr dichter, feiner Chagrinierung etwas matt glänzend. 
Schwarz, Halsschild mit breitem, gelbroten Seitensaum, die Flü- 
geldecken mit je 3 gelbroten oder gelben Makeln und wenigstens 
in der Mitte ebenso gefärbten Epipleuren. Von diesen drei Makeln 
kann eine der beiden vorderen fehlen (a. deficiens Ws.), oder es 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 351 


ist nur die Makel am Seitenrande vorhanden (a. bimacula Dobzh.), 
oder es ist nur die hintere Makel vorhanden (1 Stück gesehen in 
coll. Grundmann). Die Makel 1 ist halbkreisförmig und liegt dicht 
vor der Mitte dem Seitenrande an, Makel 2 ist rund, in Y; der 
Länge nahe der Naht, Makel 3 ist unregelmäßig nierenförmig, der 
innere Teil breiter als der äußere, quer vor der Spitze, dem Sei- 
tenrande näher als der Naht, selten ist Makel 3 klein und rund, 
genau hinter Makel 2 (a. Guillardi Mls. aus Daurien) und kann 
auch ganz erlöschen. Die 3 Makeln können auch sehr groß und 
mehr oder weniger verbunden sein (a. Fausti Ws. — Kirgisen- 
steppe). Beim Männchen der Kopf und gewöhnlich auch der Vor- 
derrand des Halsschildes, die Epimeren der Mittelbrust und die 
Beine mit Ausnahme der Hinterschenkel und der Basis der Mittel- 
schenkel gelbrot, beim Weibchen der Kopf bis auf die gelbe Ober- 
lippe schwarz, der Halsschild ohne gelben Vorderrandsaum und 
gewöhnlich auch die Vorderschenkel oder wenigstens deren Basis 
schwarz. Kopf und Halsschild ziemlich fein und dicht, die Flü- 
geldecken stärker und meist etwas weitläufiger punktiert. L. 2,5 
bis + mm. — Osteuropa (auch Ungarn), Kaukasus. 


2. ©. guttulatus Frm. — Eiförmig, stark gewölbt, stark glän- 
zend. Schwarz, Halsschild an den Seiten schmal gelblich gerandet, 
Flügeldecken mit je 3 kleinen, blaßgelben Makeln, Makel 1 fast in 
der Mitte des Seitenrandes, Makel 2 auf der Scheibe etwas vor der 
Mitte, Makel 3 klein, vor der Spitze. Fühler und Beine gelblich. 
Kopf und Halsschild sehr fein und kaum sichtbar punktuliert, 
Flügeldecken poliert, an der Spitze gerundet. L. 2,5 mm. — Algier. 


3. ©. Alexandrae Ws. (flexuosus Flsch.) Fg. 14. — Ziemlich 
breit eiförmig, vorn gerundet abgestutzt, hinten breiter abgerun- 
det, mäßig gewölbt, glänzend. Unterseite dunkel rotbraun, Fühler 
und Beine rötlich gelbbraun. Kopf einfarbig weißlichgelb (Männ- 
chen) oder kastanienbraun, mit einem schmal dreieckigen, nach 
unten zugespitzten gelben Fleck jederseits am Augenrande vom 
Scheitel bis zur Fühlerwurzel (Weibchen). Halsschild auf der 
Scheibe hell kastanienbraun, ein breiter Seitensaum, der oft mit 
einem bräunlichen Punkte versehen ist, ein schmaler Vorderrand- 
saum, mit dem eine abgekürzte Mittellinie in Verbindung steht, 
und eine kleine Schrägmakel. jederseits blaßgelb. Schildchen dun- 
kel. Flügeldecken ähnlich wie der Halsschild fein und verloschen 
punktiert, auf der Naht fein schwarz gesäumt, sonst weißlichgelb 
mit kastanienbrauner Zeichnung: eine große zackige Quermakel 


352 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


hinter der Basis bis vor die Mitte, eine breite, gemeinschaftliche, 
an den Rändern zackige Querbinde unmittelbar hinter der Mitte, 
ein gemeinschaftlicher Querfleck, welcher die Spitze einnimmt, 
und ein breiter Nahtsaum hell kastanienbraun. Letzterer beginnt 
breit in , der Länge. Von der gelben Grundfläche bleibt übrig: 
ein gemeinschaftlicher, ziemlich quadratischer Fleck am Schild- 
chen, ein damit zusammenhängender Saum an der Basis, ein fei- 
ner Seitensaum, welcher vor der Mitte in eine Querbinde mit 
zaekigen Rändern bis nahe an die Naht erweitert ist, sowie eine 
Querbinde in 34 der Länge. L. 2,5—3 mm. — Mongolei, Turke- 
stan, Alghanistan. 

Die Art ist aus der Mongolei beschrieben worden, scheint aber in Asien viel 
weiter verbreitet, aber selten zu sein. Ich besitze ein Stück aus Afghanistan, wel- 
ches genau mit Weise’s Beschreibung übereinstimmt. Da ich das Tier aber als 
H. transversoguttata a. jlexuosa Flsch. erhalten habe und ich beim Nachlesen von 
Fieischer’s Beschreibung gefunden habe, daß mein Tier auch auf diese Beschrei- 
bung paßt, bis auf die braune statt schwarze Zeichnung, muß ich annehmen, daß 
Tlexuosa Flsch. aus Turkestan ein Synonym zu O. Alexandrae Ws. ist, und daß 


Fleischer ein dunkleres Braun vielleicht als Schwarz angesehen hat. Damit wäre 
unsere Art auch in Turkestan vertreten. 


10. Exoplectrini 


Im paläarktischen Gebiete nur durch eine Gattung, Aulis Mis., 
vertreten, die im Col. Cat. von Korschefsky zu den Coccidulini 
gestellt, später aber (Ent. Bl. 1944, 137) von ihm wieder zu den 
Exoßlectrini zurückgegeben wurde. Für die Stellung bei den Cocci- 
dulini pafßten keineswegs die sehr kurzen Fühler, anderseits aber 
hat Aulis die grob gekörnten Augen, soweit ich die afrikanischen 
Arten kenne. Nach Gorham soll Sumnius Ws. (vide Coccidulini) 
zu Aulis Mis. ein Synonym sein, wobei Gorham die indischen Arten 
im Auge hatte. 

Da sich also die indischen Arten meiner Kenntnis entziehen, 
muß ich mich so oder so der letzten, nicht widerlegten Ansicht 
anschließen und die Aulis-Arten hier referieren. Man halte aber 
jedenfalls auch die Gattung Sumnius Ws. bei den Coceidulini im 
Auge, und ich werde dort auch einen entsprechenden Hinweis 
machen. 


61. Gattung: Aulis Mls. 


(Musant 1850, 931, 933 — Crotch 1874, 293 — Chapuis 1876, 
223 — Korschefsky, Ent. Bl. 1944, 137.) 
Von 19 Arten 3 auch im Himalaya. 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 8593 


Tabelle der Arten. 
1 (4) Halsschild ohne dunkle Scheibe oder dunkler Fleck bloß 


am Vorderrande. 

2 (3) Flügeldecken rot, schmaler Naht-, breiter Basal- und Sei- 

tensaum und eine gemeinsame Nahtmakel schwarz. 
2 De 2 EEE AR i 1. vestita Mls. 
(2) Has Hecken oa eine mondförmige rote Makel an 
der Naht, die mit ihrer gegenüberliegenden einen mehr 
oder weniger geschlossenen Ring bildet. En a 
20.0.2. haematica Gorh. 
4 (1) Behäihe den SE schllaes net Blase Ideen schwarz, 
mit großer, länglicher, rotbrauner Makel auf jeder Decke. 
3. notivestis Mls. 


1. A. vestita Mls. (?Sumnius Renardiı Ws.) — Länglich-oval, 
mäßig gewölbt, aschgrau behaart. Rot, diese Farbe aber durch die 
Wirkung der Behaarung gedämpft, Flügeldecken mit einem peri- 
pherischen schwarzen Saum und einer gemeinsamen Makel gegen 
die Nahtmitte. Der Nahtsaum ist schmal, der Basalsaum etwa bis 
1, der Länge, der Außensaum !/, bis /ı der Deckenbreite. Unterseite 
und Beine rot. L. 5,2 mm. — Ost- und Nordindien, Himalaya. 

Zu dieser Art stellt Gorham (Ann. Belg. 1894, 210) als syn. Sumnius Re- 
nardi Ws., wogegen Weise (Ann. Belg. 1895, 157) Einspruch erhebt. Eine Klarheit 
über die Berechtigung der Gattung Sumnius einerseits und die Stellung derselben 
zu den Coceidulini herrscht bestimmt noch nicht, und eine kritische Gattungs- 
systematik im Rahmen von Wytsman’s Genera Insectorum wäre dringend geboten. 


Dies kann aber nur jemand machen, der zu einem kritischen Blick auch genügend 
Material der oft so seltenen Gattungen zur Verfügung hat. 


2. A. haematica Gorh. — Kurzoval, gesättigt rotbraun, dicht 
und kurz behaart. Flügeldecken schwarz, jede an der Naht mit 
einer blutroten, mondförmigen Makel, die mit der gegenüberlie- 
genden einen fast vollständigen Ring bildet. L. 6 mm. — Assam, 
Himalaya. 

Vergleiche auch Sumnius Cardoni Ws. bei den Coccidulini. Nicht nur, daß 
Gorham die Gattung Sumnius Ws. synonym zu Aulis Mls. stellte, ist Sum. Car- 
doni Ws. der Aulis haematica Gorh. der Beschreibung nach äußerst ähnlich, so 
daß es gut möglich ist, daß die Gattung Sumnius mit den asiatischen Aulis-Arten 


zusammengehört. Wie ich aber schon ausgeführt habe, muß ich erst die Kenntnis 
dieser Arten abwarten. 


3. A. notivestis Mls. — Kurzoval, behaart. Kopf rotbraun. 
Halsschild auf der Scheibe schwärzlich, an den Seiten allmählich 
rotbraun. Flügeldecken schwarz, jede mit einem rotbraunen 


854 Entom. Arbeiten aus dem \useum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


Längsfleck, ausgedehnt etwa von !/, bis 25 der Deckenlänge und 
vom inneren 1/, zu ?/, der Breite in ihrer Mitte, gegen die Enden 
allmählich schmäler. Unterseite und Beine fahl rotgelb. L. 3,3 mm. 
— Nordindien, Himalaya. 


11. Aspidimerini. 
Im paläarktischen Gebiete kommt die Gattung Cryptogonus 
Mls. vor, und eine zweite Gattung könnte noch vorkommen, Aspi- 


dimerus Mls. Eine Revision dieser Gruppe gibt Kapur (Tr. R. ent. 
Soc. Lond. 99, 1945 pp. 77—128). 


Tabelle der Gattungen. 


Die Unterscheidung dieser beiden Gattungen nach Mulsant, ob der Kopi- 
schild die Oberlippe bedeckt oder nicht, ob das Prosternum nach vorn verbreitert 
oder fast parallel ist, ist hinfällig (Weise, D. E. Z. 1900, 426). Die beiden Gattun- 
gen sind nach äußeren Merkmalen noch nicht zu trennen, höchstens die Männ- 
chen. 

1 (2) Ductusröhre kurz und sehr weit, Penis kurz und breit. 
Hinterrand des 5. und 6. Bauchsegmentes in der Mitte 
beim Männchen ausgeschweift. (Im Gebiete bis jetzt noch 
kein Vertreter.) Vide Kapur, 1. c. 

i HArES \ : i Aspire Mis. 

22615) Due lang, er A ke eisförmig, Penis schlank. Hin- 
terrand des 5. Bauchsegmentes beim Männchen gerad- 
linig, der des 6. abgerundet, oder, bei einer Art, in der 
Mitte fein gerandet. REN Tr 

62. Cryptogonus Mls. 
62. Gattung: Crypfogonus Mlis. 


(Mulsant, 1850, 944, 945 — Urotch 1874, 203 — Uhapuis, 
1876, 238 — Weise 1900, 426 — Mader, Ev. I. 1926, 16 — Kol. 
Rundsch., Bd. 32, 1954, 131 — Kapur 1. c. 86). 

Scymnus-artige Tiere. Von 9 Arten im paläarktischen Ge- 
biete 5. 


Tabelle der Arten. 


1(6) Flügeldecken schwarz, mit heller Zeichnung oder ganz 
schwarz. 

2 (3) Flügeldecken mit je einem gelbroten Fleck oder mit zwei, 
dann der vordere Fleck aber nicht nächst der Basis), oder 
mit ausgedehnter heller Spitzenfärbung oder ganz 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 035 


schwarz. L. 2,2—3,3 mm. — Östsibirien, Japan, China, 
Indien. ERBE Aa 
N er a a 1. es Gyll. 
3 (2) Flügeldecken mit ie 2 2 der + Makein, die vordere an der 


Basis. 
4 (5) Flügeldecken mit je 2 Makeln, groß, hintereinander. L. 
ca. 5 mm. — Himalaya. 


A Sr 2. 4-guttatus Ws. 

5 (4) Flügeldecken mit je 4 Makeln. L. 2,8 mm. — China. — 
oe l. ep: ne ä 

2 a Se an Ne 

Br (1) Flügeldecken el oder " gelbrötlich, mit schwarzer Zeich- 

nung. 

7 (8) Flügeldecken außer der sonstigen schwarzen Zeichnung 
mit schmalem Nahtsaum und in Ys der Länge mit sehr 
quergezogener gemeinsamer Makel. L. 2,5—93,2 mm. Fe. 
15. — China. SE EN EEE > 

2 N er 3. Schraiki Mader 

o ( 7) Flügeldecken außer der anderen Zeichnung mit breitem 
Nahtsaum und dieser hinter dem Schildehen nur makel- 
artig erweitert. L. ca. 3 mm. Fg. 16. — China. — (Mader, 
l.we; p. Et: ER: 

2 D% Merdes ae 
1. Cr. orbiculus Gyll. (oculatus Mtsch., malasiae Cr.) — Kurz- 
oval, greis behaart. Kopf beim Männchen gelb, einfarbig oder der 

Mund und zuweilen die untere Hälfte des Kopfes schwarz, beim 

Weibchen die Stirn mehr oder weniger breit gelb, oder doch ein 

Fleck neben der Fühlerwurzel, oft aber auch einfarbig schwarz. 

Fühler gelb, Taster dunkel. Halsschild schwarz, beim Männchen 

eine große helle Makel in den Vorderecken, die sich auf einen ver- 

waschenen Saum verschmälern kann, manchmal der ganze Vorder- 
rand schmal gesäumt, beim Weibchen wie beim Männchen oder 

"auch ganz schwarz. Flügeldecken schwarz, jede Decke mit einer 

sehr veränderlichen geibroten Makel, die auch fehlen kann, oder 

es sind 2 Makeln vorhanden, oder die Spitze ist ausgedehnt von 
heller Farbe. Unterseite schwarz oder nur teilweise, Beine gelbrot, 
beim Weibchen einigermaßen angedunkelt. Die Formen lassen sich 
folgendermaßen übersehen: Die Makel ist groß, mehr oder weni- 
ger rund und reicht von ?J, bis %/; der Länge, steht der Naht etwas 
näher als dem Seitenrande (orbiculus Gyll. f. nom.), oder diese 


856 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Makel ist orangegelb, quer, bedeckt das mittlere !/, der Decken- 
länge und die Breite von Y; bis zu?); (a. stellaris Mls.), oder sie liegt 
in der Mitte, von der Basis und Spitze gleichweit entfernt (a. cen- 
troguttatus Boh.), oder sie ist klein, rund, hinter der Mitte, nimmt 
kaum Y, der Länge ein und bleibt um ihre Breite vom Seitenrande, 
um ihre halbe von der Naht entfernt (a. japonicus Ws., orbiculus 
Cr. non Gyli. — Japan), oder die Makel ist unmittelbar hinter 3/, 
der Länge, verloschen, schmal, quer (var. ce Ws.), oder die Makel 
ist dicht hinter der Mitte, ziemlich klein, außerdem eine 2. Makel 
in der Spitze, mehr oder weniger groß, zuweilen die ganze Spitze 
einnehmend (a. apicalis Ws.), oder diese zwei Makeln verfließen, 
die Decken sind dann hinter der Mitte rot oder gelbrot, in diese 
heile Färbung sendet die schwarze Farbe vor der Mitte eine breite, 
gemeinschaftliche, kurze Nahtbinde, sowie eine breite und kurze, 
schnell verengte Längsbinde am Seitenrande hinein (a. Weisei nov. 
ab., var. e Weise-Brunei, Medan, coll. m.), oder endlich sind die 
Decken einfarbig schwarz (a. nigripennis Ws.). Kiellinien des Pro- 
sternums nach vorne divergierend. L. 2,2—3,3 mm. — Von Ost- 
sibirien, Japan und China über Indien bis auf die Sundainseln und 
Molukken verbreitet. 

Der Name japonicus ist in der Gattung wohl schon vergeben worden (Cry- 
togonus jahonicus Cr., 1874 ist Hyperaspis japonica Cr.), doch ändere ich den 
von Weise 1910 gegebenen Aberrationsnamen nicht. 

Kapur, ]. c., berichtet von dieser weit verbreiteten Art noch 
weitere Varianten, die aber kaum in der Paläarktis auch vorkom- 
inen dürften: 1. v. lunatus Kapur. Nur das Spitzendrittel, oder 
weniger, auf den Flügeldecken von heller Farbe. Borneo, Sumatra, 
Malaya. — 2. v. fulvocinctus Mls. Flügeldecken schwarz, ein gleich 
breiter oder vor der Spitze verbreiteter Seitensaum um beide Dek- 
ken rötlich gelbbraun. Ceylon. — 3. v. sellatus Ws. Flügeldecken 
lebhaft rötlich gelbbraun, eine gemeinschaftliche, gerundete Quer- 
makel hinter dem Schildchen, deren größter Teil vor der Mitte 
liegt, schwarz. Bei Übergangsstücken ist diese Makel noch durch 
einen mehr oder weniger breiten Nahtsaum bis zur Basis der Flü- 
geldecken ausgedehnt, die normalen hellen Diskalmakeln der Flü- 
geldecken sind undeutlich oder nicht sichtbar (bei Stücken von 
Ceylon), wenn deutlicher, dann die schwarze Nahtzeiehnung außen 
konkav eingeengt (bei Stücken von Java. Kapur, 1. c. p. 91, Fg. 
5N.). — 4. v. antica Walker (Ann. Mag. Nat. Hist. [3] 4, 1859, 219 
— syn. fulvivestis Mls. 1853). Nach Kapur, 1. c. 89, sind die Flügel- 
decken der einzigen Type Walkers ganz scherbengelb, der Hals- 


| 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 857 


schild bräunlich, mit 3 schlecht ausgesprochenen dunkelbraunen 
Flecken, einem in der Mitte und je einem nahe dem Seitenrande, 
nach Mulsant soll der Halsschild bei julvivestis größtenteils 
schwarz sein. Das Literaturzitat von antica Walker ist im Coccinel- 
lidenkatalog von Korschefsky nachzutragen und fehlt auch im 
Katalog von Gemminger und Harold. Kapur erwähnt auch noch 
Walker 1876, das muß ein Irrtum sein. 


Trotzdem, daß alle hier genannten Formen eine gleiche Bil- 
dung der männlichen Genitalien haben sollen, erscheint es mir sehr 
fraglich, daß sie alle zu ein und derselben Art gehören. Leider 
kenne ich die drei letzteren Formen, auf die es besonders an- 
kommt, in natura nicht. 


2. Cr. quadriguttatus Ws. — Ähnlich gebaut wie orbiculus. 
Breit elliptisch, mäßig gewölbt, dicht und fein punktiert, aschgrau 
behaart. Schwarz, Stirn, eine kleine Makel nahe den Vorderwinkeln 
des Halsschildes, Schienen und Vordertarsen schwefelgelb, Schen- 
kel gegen die Spitze, die vier hinteren Schienen und Tarsen dun- 
kelgelb. Flügeldecken mit je 2 schwefelgelben oder gelbrötlichen, 
deutlich sich abhebenden Tropfen, der erste zwischen Schulter- 
beule und Naht, von letzterer weiter als von der Spitze der Schul- 
terbeule und ebenso weit von der Basis entfernt, der zweite hinten, 
eine Spur weiter hinten als der Fleck bei orbiculus. Die Kiellinien 
des Prosternums laufen nahe dem Vorderrande im Bogen gegen- 
einander und vereinigen sich vollständig. L. 3 mm. — Himalaya, 
Sikkim, Formosa. 


3. Cr. Schraiki Mader (Ent. Anz. X11l. 1933, 80) Fg. 15. — 
Kurzoval, mäßig gewölbt, schwachglänzend, oben auf fein retiku- 
liertem Untergrund dicht und deutlich punktiert, weißlich behaart, 
die Behaarung auf dem Halsschilde von der Mitte nach außen 
gelagert, auf den Flügeldecken hinten an der Naht nach außen und 
an den Seiten vor der Mitte nach innen gekämmt. Kopf beim 
Männchen ziegelrotgelb, beim Weibchen schwarz. Halsschild 
schwarz, in den Vorderecken ein bald dreieckiger, bald fast vier- 
eckiger Fleck und der Vorderrand äußerst schmal gelbrot. Schild- 
chen schwarz. Flügeldecken gelbziegelrot, mit schwarzer Zeich- 
nung, welche bildet: einen äußerst schmalen Basalsaum, einen bald 
sehr schmalen, bald breiteren Nahtsaum und einen ebensolchen 
Außensaum, sowie auf jeder Decke #4 rundliche Flecken. Fleck 1 
auf der Schulter, Fl. 2 nahe dem Seitenrande in 1; der Länge (sehr 
oft mit dem schwarzen Seitensaum verbunden [a. Urbani Mad. ]), 


358 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


Fl. 3 in 15 der Länge an der Naht und mit dem gegenüberliegenden 
Flecken der anderen Decke zu einer großen, vorn eingeschnittenen | 
Quermakel verbunden, Fl. 4 auf der Scheibe in 2 der Länge. Der k 
schwarze Aufßßensaum manchmal vorne sehr schmal werdend oder 
verschwindend. Epipleuren der Flügeldecken in der vorderen 
Hälfte hell. Unterseite schwarz, Beine ziegelrot, die hinteren 


Schenkel meist dunkler. L. 2,8—3,2 mm. — China (Szetschwan). 


4. Cr. octoguttatus Mader (l. ce. p. 129). — Kurzoval, mäßig 
gewölbt, schwach glänzend, oben auf fein retikuliertem Unter- 
grund dicht und deutlich punktiert, weißlich, ziemlich lang be- 
haart, die Behaarung auf dem Halsschild von der Mitte nach außen 
gelagert, auf den Flügeldecken am Absturze an der Naht und an 
den Seiten vor der Mitte quer gekämmt. Kopf und Halsschild 
(Weibchen) schwarz, letzterer an den Seiten in den vorderen zwei 
Dritteln schmal gelb gesäumt, ebenso der äußerste Vorderrand. 
Schildchen und Flügeldecken schwarz, jede Decke mit 4 gelben 
Makeln: Makel 1 an der Basis neben dem Schildcehen, auf der inne- 
ren Hälfte der Breite bis zu !/;, der Länge, vorne zugerundet, 
hinten abgestutzt, M. 2. auf der äußeren Hälfte der Breite, gerun- 
det viereckig, mit ihrem Vorderrande dicht hinter der deutlichen 
Schulterbeule, M. 3 rundlich, nächst der Naht, mit ihrem Vorder- 
ende so ziemlich auf der Mitte der Deckenlänge, M. 4 im Spitzen- 
viertel, quer, innen breiter, nach außen zugespitzt. Unterseite 
schwarz, Beine rötlich. Halsschild etwas mehr als doppelt so breit 
wie lang, seitlich stark niedergebogen, seine Seiten geradlinig nach 
vorne verengt. L. 2,5 mm (Breite 2,5 mm). — China: Tatsienlu- 
Kiulung. 

Holotype (Weibchen) in meiner Sammlung. 


Ich hätte diese Art sehr gerne als die dunkelste Form von Cr. Schraiki m. 
angesprochen, aber die hellen Felder lassen sich nicht gut in den hellen Grund der 
letzteren einpassen, sie greifen stellenweise gerade auf jene Stellen über, wo bei 
den hellen Schraiki die weniger ausgebreitete schwarze Farbe ist. Und das geht 
denn doch gegen den Strich, daß gerade bei Ausbreitung der schwarzen Farbe 
dieselbe ausgerechnet an gewissen Stellen durch Ausbreitung der hellen Farbe 
zurücktreten muß. 


5. Cr. blandus Mader (l. c. p. 130). Fg. 16. — Kurzoval, stark 
gewölbt, schwach glänzend, oben auf fein retikuliertem Unter- 
grund dicht und fein punktiert, weißlich behaart, die Behaarung 
auf dem Halsschilde von der Mitte nach außen gelagert, auf den 
Flügeldecken am Absturze an der Naht nach außen, an den Seiten 
vor der Mitte nach innen gekämmt. Kopf beim Männchen gelb, 


4 


Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 359 


' mit rötlichem Stiche, beim Weibchen schwarz, an den Seiten neben 


den Augen bald mehr, bald weniger gelbrötlich. Halsschild keim 


Männchen schwarz, mit dreieckiger gelber Makel am Seitenrande, 


deren Winkel einer in der Vorderecke, einer in der Hinterecke 
und einer auf der Scheibe des Halsschildes liegen, beim Weibchen 
schwarz, die Seiten bald mehr, bald weniger rötlich durchschei- 


_ nend. Schildchen schwarz. Flügeldecken gelb, schwarz gezeichnet: 
einen Nahtsaum, vorne gleich makelartig bis zur vierfachen Schild- 


chenbreite erweitert, dann sich allmählich bis zur doppelten Schild- 
chenbreite nach hinten verschmälernd, und durch einen breiten 
Spitzensaum mit einem Außensaum verbunden, letzterer bis zur 
Schulterecke immer schmäler werdend, jedoch liegt diesem Saum 
eine lange, halbtropfenförmige Makel an, deren spitzer Teil zum 
Schulterwinkel gerichtet ist und deren breiterer Teil etwas über 
die Mitte nach hinten und Y; der Deckenbreite nach innen reicht, 
ferner auf jeder Decke 2 Makeln, die vordere trapezoidal mit ab- 
gerundeten Ecken, mit ihrem vorderen äußeren Winkel auf der 
Schulterbeuie, die hintere langoval, auf der Mitte der Scheibe 
zwischen dem tropfenförmigen Fleck und dem Nahtsaum, an ihrem 
Verderende jedoch bei dem vorliegenden Männchen quer abge- 
stutzt (wohl nicht immer), bei den 3 Weibchen normal. Der Basal- 
rand der Decken ist auch sehr schmal, aber leicht zu übersehen 
schwarz gesäumt. Epipleuren der Flügeldecken rötlich. Unterseite 
schwarz, Beine gelbrot. Halsschild zweieinhalbmal so breit als 
lang, an den Seiten stark niedergedrückt, der Seitenrand geradlinig 
nach vorne verengt. L. 3,5 mm (Breite 3 mm). — China, Provinz 
Yunnan, Vallis fluminis Soling-ho (Holotypen, Männchen und 
Weibchen) und Gebirge bei Mengtze (2 Paratypen, Weibchen). 


Typen in meiner Sammlung. 


12. Scymnini. 


Tabelle der Gattungen. 


1 (2) Prosternum vorne in Form eines Kinnes bedeutend ver- 
längert, die Mundteile im Zustande der Ruhe verbergend. 
63. Cryptolaemus Mls. 


Hierher eine große australische Art, die einem gro- 
ßen Pullus jerrugatus Moll. ähnlich sieht und die im Mit- 
telmeergebiete eingeführt wurde und gut fortkommt. 


860 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955 


2(1) 


Das Prosternum bedeckt nicht den Mund, höchstens heil 
Stethorus der Vorderrand dachförmig vorgezogen. | 


3( #4) Das Prosternum vor den Vorderhüften außerordentlich 


verkürzt und auf einen äußerst schmalen Rand reduziert, 
also dicht vor den Vorderhüften steil abfallend, so daß 
sich der Mund unmittelbar an die Vorderhüften anlegen | 
kann. Fühler länger als bei Scymnus, die ersten zwei Glie- 
der deutlich ee 

ei Chitosteik Ws. 


4(5) Das Pr osternum vor ARE Vorderhüften nicht sehr verkürzt, 


der Mund von den Vorderhüften weit getrennt. 


5 (6) Das Prosternum ist am Vorderrande dachförmig und in 


der Mitte kurz und stumpf vorgezogen, ohne Kiellinien. 
Schenkellinie ee 
65. Stechen Ws. 


6.69) Pro Oetnien am Yon Terrande flach und gerade Ze 


ten, mit oder ohne Kiellinien. 

66. Se Ku s. Iat. 
Die Schenkellinie ist ollstandie d. h. sie kehrt zum Vor- 
derrand des ersten Bauchsegmentes zurück oder mündet 
wenigstens in den Seitenrand. Sie reicht mindestens über 
die Mitte des ersten Segmentes nach hinten. (Die Bildung 
der Schenkellinie allein ist zur Aufstellung guter Gattun- 
gen nicht geeignet, da sie selbst bei einzelnen Arten vari- 
iert. So kann ausnahmsweise Sc. nigrinus Kug. eine voll- 
ständige Schenkellinie und Sidis biguttatus Mls. eine un- 
vollständige Schenkellinie haben. Solcherart müßte dann 
die eine oder andere Art in zwei verschiedene Gattungen 
gehören. Man müßte die Schenkellinien all der etwa 600 
Scymnus-Arten und aller vorhandenen Stücke untersu- 
chen, um da gar manche Überraschung zu erleben.) 


8 (9) Hinterbrust ohne deutliche oder mit flachen Schenkel- 


gruben, die dann so stark wie die Brust punktiert sind. 
Schenkellinie mäßig groß oder klein, den Vorderrand des 
Segmentes viel weiter nach innen, in der Mitte oder an der 
Innenecke der Epimeren der Hinterbrust erreichend. Pro- 
sternum mit 2 Kiellinien. 


Schamane sühgen: En. Mis. 


SS) nterhiust mit einer großen, tiefen und glatten, quer- 


ovalen Grube zur Aufnahme der Hinterschenkel. Schen- 
kellinie sehr groß, gleichmäßig gerundet, der äußere Teil 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 861 


10 (7) 


11 (16) 


12 (13) 


13 (12) an ohne Kiellinien. 


14 (15) 


15 (14) 


läuft nahe dem Seitenrande nach vorn, wo er bald deutlich 
bis in die Spitze der Außenecke des Segmentes verlängert 
ist, bald im vorderen Drittel oder Viertel des Segmentes 
undeutlich wird und sich mit dem Seitenrande zu verbin- 
den scheint. (Kiellinien des Prosternums sind umstritten, 
nach Weise vorhanden, nach Ganglbauer fehlend. Soweit 
ich biguttatus Mls. kenne, finde ich keine Kiellinien, aber 
ich kann nicht behaupten, ob dies auch bei den anderen 
Arten der Fall ist.) ee Er a rn 
ea . Scymnus subgen. Sidis Mis. 
Sehe nkellinie unvollständig, sie kehrt nicht im Bogen zum 
Vorderrand des Segmentes zurück, eine solche Rückkehr 
wird mitunter vorgetäuscht. 

Die Schenkellinie erlischt, ohne den Vorder- oder Seiten- 
rand des Segmentes zu berühren oder sich mit dessen Hin- 
terrand zu vereinigen. 


Prosternum mit 2 Kiellinien. i Fer 
Scymnus he ae s. str. 


Zweites Bauchsegment in der Mitte nicht verkürzt. . . 
Scymnus subgen. Nephus Mls. 


Zweites Bauchsegment in der Mitte verkürzt. . . . . 

Scymnus subgen. Scymniscus Dobzh. 

Hicher ein winziges Tierchen, 1—1,2 mm, von Semi- 

palatinsk, das einem kleinen Nephus bipunctatus ähnlich 
sein muß. 


Scymniscus beschrieb Dobzhansky erst 1928 als eigene Gattung. 
Ich kenne Gattung und Art in natura noch nicht, aber auch in der 
Gattungsdiagnose finde ich außer des in der Mitte verkürzten 2. Bauch- 
segmentes gar keinen Anhaltspunkt, wodurch man Scymniscus von 
Nephus einerseits und von Scymnus s. 1. überhaupt trennen könnte. 
Was sonst in der Diagnose angegeben wird, ist nicht stichhaltig. So 
kommen z. B. 10gliedrige Fühler bei den Scymninen öfter vor, wenn 
das 1. und 2. Glied, die an und für sich wenig gesondert sind, einmal 
vollständig verschmelzen, und das scheint auch hier der Fall zu sein, 
nach der Abbildung, die Dobzhansky gibt. Die 5gliedrige Fühlerkeule 
ist auch kein Kriterium, da es bei Scymnus 4- oder 5gliedrige Fühler- 
keulen gibt, man könnte höchstens die „große“ Keule beachten, aber 
das letzte Glied kann auch bei Scymnus abgestutzt sein. Das Fehlen von 
Kiellinien auf dem Prosternum ist bei Scymnus häufig, die Hinter- 
hüften sind auch bei Scymnus sehr breit und breiter als die Mittel- 
hüften getrennt, eine unvollständige Schenkellinie ist bei Scymnus sehr 
häufig und ungespornte Schienen sind bei Scymnus die Regel. Nachdem 


862 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


also bloß das eine Merkmal der Verkürzung des 2. Bauchsegmentes in 
der Mitte verbleibt, kann ich in Scymniscus Dobzh. höchstens eine 
Untergattung von Scymnus erblicken. 
16 (11) Die Schenkellinie läuft in schwacher Rundung zum Hinter- 
rande des Segmentes und verbindet sich mit diesem. 
Scymnus subgen. Diomus Mls. 


63. Gattung: Cryptolaemus Mils. 


(Muisant, Ann. S. L. Lyon, I. 1853, 268; Op. Ent. III. 1853, 
140 — Crotch 1874, 204 — UChapuis 1876, 211 — Weise, Stett. 
1885, 232; T. Füs. 1902, 520 — Blackburn, Tr. Roy. Soc. S. Austr. 
1899, 187). 

Da die Gattung für unser Gebiet neu ist, man sie also in unseren entspre- 
chenden Werken nicht findet, gebe ich hier die Diagnose wieder: Prosternum 
vorne in Form eines Kinnes bedeutend verlängert und die Mundteile im Zustande 
der Ruhe verbergend, ebenso die Fühler. Die Fühler kaum länger als der Kopf, 
mit 10 Gliedern, das 1. angeschwollen, das 2. etwas weniger dick, das 3. länger 
als das 4., das 5. und 6. ziemlich kurz, 7. bis 10. Glied eine etwas zusammen- 
gedrückte, allmählich größer werdende Keule bildend, das 10. Glied beinahe so 
lang wie das 6. und 9. zusammengenommen, ein wenig verschmälert und stumpf 
abgestutzt. Flügeldecken vorne so breit wie der Halsschild an den Hinterwinkeln, 
mit den Schulterwinkeln sehr offen und wenig oder nicht abgestumpft, erweitert 
dann in krummer Linie bis zum Viertel der Länge, an der Spitze zusammen 
stumpf abgerundet. Epipleuren der Flügeldecken allmählich verengt bis zum 3. 
oder 4. Bauchsegment, dann sind sie auf einen Abschnitt begrenzt, der kaum 
durch ein Grübchen bezeichnet ist. Schenkellinie ein regelmäßiger Halbkreis, den 
Hinterrand des Segmentes nicht erreichend. 

Von 7 Arten eine australische im Mittelmeergebiet einge- 


führt. 


1. Cr. Montrouzieri Mis. — Oval, behaart, mäßig gewölbt. 
Kopf, Fühler und Halsschild fuchsrot. letzterer gewölbt, etwas 
mehr als zweimal so breit als mitten lang, Vorderwinkel stark 
niedergebogen. Schildchen dreieckig und wie die Flügeldecken 
schwarz, letztere mit fuchsrotem, ovalem oder querelliptischem 
Fleck, in der Spitze jeder Decke selbst gelegen. Dieser Fleck 
schwankt in der Größe, er kann sich nach vorne auf !/, der Naht- 
länge ausdehnen, aber auch ziemlich schmal werden. Unterseite 
fuchsrot, Mittel- und Hinterbrust schwarz. Beine schwarz, Vorder- 
beine zum größten Teile fleischrot. Die Schenkellinie erreicht fast 
den Hinterrand des Segmentes. L. 4—5,2 mm. — Australien, Tas- 
manien, Neu-Seeland, Neu-Caledonien, eingeführt in Californien, 
Mittelamerika, Südafrika, Hesperiden, Mittelmeerländer, Java, 
Hawai. 


Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 863 


In Italien wurde sie zuerst 1907 von Prof. Silvestri eingeführt und hat sich 
dort sehr gut dem Klima angepaßt. Sie bekämpft die Schildläuse Pseudococcus 
eitri Risso, vitis Nied.. Pulvinaria psidii Mask., u. a. Meine Stücke stammen von 


den Meeralpen. 


64. Gattung: Clitostethus Ws. 

(Weise, 1885, 65 — Seidlitz, 1888, 285; 1891, 301 — Gangl- 
bauer 1899, 959, 972 — Reitter 1911, 129, 132 — Kuhnt 1912, 567, 
586 — Jacobson 1916, 973 — Schaufuss 1916, 564 — Mader, B. T. 
94, 1924, 9; Ev. I. 1926, 14). 

Von 6 Arten im paläarktischen Gebiete. 3. 


Tabelle der Arten. 


1 (2) Flügeldecken mit Ausnahme eines schmalen Saumes am 
Hinterrande schwarz. — Südfrankreich. ei 
SR Dr a . 2. Abeillei Ws. 

2 (1) Flügeldecken anders gezeichnet. 

3 (4) Flügeldecken gelbbraun oder rotgelb, mit schwarzer Zeich- 
nung, oder schwarz mit 1 bis 2 hellen hufeisen- oder 
bogenförmigen Linien. — m BI 

1. arcuatus Rossi 

4(3) Flügeldecken echten mit zeiken Flecken und Be 
Spitze gezeichnet. — Madeira, Oanaren. 


3. flav a Woll. 


1. Cl. areuatus Rossi (arguatus J. Müll.). — Kurzoval, ziemlich 
stark gewölbt, mit weißlicher, ziemlich langer, nicht ganz anlie- 
gender Behaarung mäßig dicht bekleidet. In Ber Färbung der Ober- 
seite sehr veränderlich, unten die Vorderbrust gelb, Mittel- und 
Hinterbrust und der Bauch mit Ausnahme der rötlichgelben Spitze 
schwarz. Fühler, Taster und Beine blaßgelb. Kopf und Halsschild 
ziemlich dicht und fein, die Flügeldecken weitläufiger und ziem- 
lich grob punktiert. Die Schenkellinie bildet einen vollständigen, 
weit gegen den Hinterrand des Segmentes nach hinten reichenden 
Bogen, dessen äußerer Ast etwas außerhalb der Außenecke der 
Hinterhüften den Vorderrand des Segmentes trifft. Die dunkelsten 
Stücke oben schwarz oder schwarzbraun, der Halsschild mit breit 
weißgelben Seiten, auf den Flügeldecken eine gemeinsame, nach 
vorn offene Hufeisenbinde vor der Mitte, eine gemeinsame nach 
vorn offene Bogenbinde hinter der Mitte und der Spitzenrand röt- 
lichgelb oder blaßgelb. Die Äste der Hufeisenbinde konvergieren 


nach vorne. Die Äste der hinteren Bogenbinde sind oft nach vorn 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3 54 


864 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


in dunklerer Färbung verlängert und umfassen die Hufeisenbinde 
(arcuatus Rossi f. nom.). Bisweilen fehlt die hintere Bogenbinde - 
(a. Hausmanni Gredl.). Häufig wird der Kopf oder auch die Scheibe 
des Halsschildes rötlichgelb. Die Grundfärbung der Decken geht 
oft in Braun, Braunrot oder Rostrot über, und es bleibt nur ein 
gemeinsamer, von der helleren Hufeisenbinde umschlossener Fleck 
vor der Mitte schwarz. Dieser Fleck kann sich in zwei durch die 
Naht getrennte Längsmakeln teilen (a. Heegeri Gglb., Hausmanni 
Ws. non Gredl.). In anderen Fällen aber bleibt eine breite Binde 
an der Basis und an den Seiten der Flügeldecken schwarz, während 
die ganze Scheibe der Decken einfarbig blaßgelb wird (a. nigro- 
cinctus Gglb.). Diesen Aberrationsnamen hat Obenberger (Cas. 39, 
1942, 89) noch etliche hinzugefügt (vide Anhangstabelle der Aber- 
rationen.) L. 1.2—1,5 mm. — Mitteleuropa, Mittelmeergebiet. 


Aberrationen. 


1 (20) Die helle hufeisenförmige Binde an der Naht vor der Mitte 
stets vorhanden, einen schwarzen Raum umschließend, die 
helle Bogenbinde hinter der Mitte vorhanden oder selten 
fehlend. 

2 (19) Die hintere Bogenbinde ebenfalls vorhanden. 

3 (12) Die gemeinsame dunkle Makel, welche von der hellen 
Bogenbinde eingeschlossen wird, ist nicht geteilt. 

4 (9) Flügeldecken dreifarbig: Grundfarbe braun, Bogenbinden 
blafß, gelb oder rötlichgelb, die gemeinsame Scheibenma- 
kel schwarz. 

5 (5) Halsschildscheibe dunkel oder schwarz, oder mit 2 braunen 
Makeln. 

6 (7) Scheibe des Halsschildes zum größten Teile dunkel, bloß 
an den Seiten gelb. Flügeldecken braun, die gemeinsame 
Scheibenmakel schwarz, die beiden hellen Bogenbinden 
scharf hervortretend. NESSPES 1: - ee 

‚Se Sarcuatus Hoss f. nom. 

76) Halsschild Eeib, bloß mit 2 dunklen punktförmigen Ma- 
keln bezeichnet. Flügeldecken wie bei der Nominatform. 
.. .. a. Nickerli Obb. 

8(5) EAlchla einfarbig nal Plügeldecken wie bei der Nonse 
natform. ; 

TER Heyrovaida Obbg. 

9(4) ElüeIdecken ee bloß die 2 hellen Bogenbinden vor- 


handen. 


= 
Mader: Evidenz der palaearktischen Cocceinelliden 865 


10 (11) Halsschild ganz schwarz, bloß seitlich schmal gelb geran- 
det.'t. Be: : 

a ee a. lermk Obbe. 

11 (10) Halsschild hell, bloß mit einem dunklen, dreieckigen 
Fleck, dessen Spitze gegen das Schildehen gerichtet. 

i a. Bosaki Obbg. 

2 (3) De Elbe Nah iiın EL die gemeinsame schwarze Naht- 
makel in 2 Teile. u mehr oder weniger drei- 
farbig. ; 

13 (18) Halsschild her Se br aun eeileckt Sa sein Mittel- 
teil ganz schwarz. 

14 (15) Der ganze Mittelteil des Halsschildes dunkel. Die beiden 
Bogenbinden der Flügeldecken hellgelb, die schwarze 
Nahtmakel in zwei Flecken geteilt, wie sub 12 gesagt. 
(Hausmanni Ws. non Gredl.) 

ar en: Gelb. 

15 (14) Fakechild be nur le emule: Flügeldecken wie 
sub 14. 

16 (17) Auf dem Halsschilde eine breite es und 2 diskale 
Makeln dunkel. Zr 

: Re Obbe. 

17 (16) Halsschild bloß mit 2 Ken Scheibenmakeln. 

a. Jesatkoi Obbg. 

15 (13) Halsschild enlachıe eilt Hlapeldecken wie bei a. fleegeri 
gezeichnet, aber Grundfarbe heller a oder ziegel- 
co 

{ a. scher. Or 

9 (2) Naf den Br eliecken fehlt. die hintere Bogenbinde, die 
vordere Hufeisenbinde sehr deutlich. Halsschild gelb ge- 
randet, Flügeldecken mit dunkler Grundfarbe. : 

a. Hausmanni Gredl. 

20 (1) Die order Ende und die hintere Bogenbinde 
verschwunden oder undeutlich. (Sie verschwinden in der 
hell gewordenen Grundfarbe.) 

21 (22) Eine breite Binde an der Basis und den Seiten der Flügel- 
decken dunkel, die übrige Scheibe blaßgelb. 

a. nigrocinctus Gglb. 

22. (21) De einfarbig, Ichhaft: ai der ziegelrot, nur die Flügel- 
decken nahe der Naht jederseits mit einem schwärzlichen, 
punktförmigen Fleckchen. re ae 
Bene ft ine se a. corsicus Obbg. 


34* 


866 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


2. Cl. Abeillei Ws. — Vielleicht nur eine sehr kleine, dunkle 


b) 


auf den Flügeldecken etwas weitläufiger punktierte Form des ar- 


Su 


14 
| 
iv. 
} 


cuatus Rossi. Oben schwarz oder braunschwarz, der Kopf und ein 
vorn breiter, nach hinten verschmälerter Seitensaum des Halsschil- r 
des weißlichgelb, die Flügeldecken schwarz, mit rötlichem Spitzen- 
saum, die Fühler, Taster und Beine sowie die Vorderbrust blaß- 


gelb, die Mittel- und Hinterbrust und der Bauch mit Ausnahme 
der rötlichgelben Spitze schwarz. L. 0,5 mm. — Südfrankreich. 


3. Cl. flavopietus Woll. — Rundlich oval. Pechschwarz und 
dicht aschgrau behaart. Kopf, Halsschild und Schildchen rötlich, 
Flügeldecken mit schöner gelber Zeichnung, die aus abgebroche- 
nen Binden oder Flecken besteht. Auf jeder Decke in der vorderen 


Hälfte 3 längliche, schräg gestellte Flecken (1,2), der erste vom 


Schulterwinkel schräg nach innen, der 2. vom Seitenrande auch 
schräg nach innen, der 2. vom Seitenrande auch schräg nach innen 
und hinten, der 3. in der Fortsetzung des 1. gegen die Naht gerich- 
tet, im hinteren Teil der Decken je eine wellige Querbinde und ein 
Spitzensaum. Die Flecken können mehr oder minder zusammen- 
fließen. Die Naht schmal rot. Fühler und Beine ziegelrot, Schenkel 
ziemlich angedunkelt. Manchmal ist der Halsschild Pe 
an den Seiten etwas aufgehellt (a. maculosus Woll.). L. 1,5— 
mm. — Madeira, Casaen 


—2,2 


65. Gattung: Stethorus Ws. 

(Weise, 1885, 65 — Seidlitz 1888, 285; 1891, 301 — Gangl- 
bauer 1899, 961 — Reitter 1911, 132 — Kuhnt 1912, 568, 586 — 
Jacobson 1916, 973 — Schaufuss 1916, 564 — Mader, B. T. 94, 
1924, 8; Ev. I. 1926, 14 — Kapur, Bull. ent. Res. 39, pp. 297). 

Dobzhansky stellte diese Gattung in eine eigene Tribus Stethorini, und 
zwischen die Scymnini und Stethorini stellt er die Platynaspini. Dem folge ich 
derzeit nicht und warte erst die Stellungnahme anderer Entomologen ab. 


Von 36 Arten im paläarktischen Gebiete 5. 


Tabelle der Arten. 


(Beachte auch die neuen Arten 4. und 5.) 


1 (4) Flügeldecken nicht dicht narbig punktiert. Schenkellinie 
nicht über die Mitte des Segmentes nach hinten reichend. 

2 (3) Kopf schwarz. — Reg. pal. 
E 1. Sure We. 
3,02) Kopf en nenne ae Stirn uber den Augen rötlichgelb. 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 867 


— Südeuropa, Kleinasien, Medit., Indien. 

i 2 leer Mls. 
4 (1) Blöeeldecken ehr echt nachie punktiert. Schenkellinie 
bis zum letzten Drittel des Segmentes nach hinten rei- 
chend. — Indien, Himalaya, Arabien. ET Pe 
3. pauperculus Ws. 
1. St. punctillum Ws. (minimus Rossi, pusillus Hbst., ater Ill., 
investitus Roub.). — Durch die kleine, breit ovale Körperform und 
ganz schwarze Oberseite nebst dem Pullus ater Kug. unter unseren 
Scymninen sehr auffallend, von letzterem auch durch die am Ab- 
sturz der Flügeldecken gleichfalls nach hinten gelagerte Behaarung 
unterschieden. — Breit oval, ziemlich stark gewölbt, oben mit nicht 
ganz anliegender grauweißser Behaarung wenig dicht bekleidet (in- 
vestitus Roub. erwies sich als gänzlich abgeriebenes Stück). 
Schwarz, Fühler, Mund und Beine rötlichgelb, die Mittel- und 
Hinterschenkel mit Ausnahme der Spitze ah oder pechbraun, 
Vorderschenkel bisweilen an der Basis dunkel. Kopf und Halsschild 
fein, der letztere an den Seiten gröber und dicht, aber seicht punk- 
tiert, die Flügeldecken mit ziemlich grober aber seichter und wenig 
dichter Punktierung. Prosternum ohne Kiellinien, der Vorderrand 
derselben in der Mitte etwas vorgezogen. Schenkellinie vollständig, 
aber kaum bis zur Mitte des Segmentes nach hinten reichend, ihr 
äußerer Ast erreicht kurz außerhalb der Außenecke der Hinter- 
hüften den Vorderrand des Segmentes. L. 1,2—1,5 mm. — Über 

den größten Teil der paläarktischen Region verbreitet. 


2. St. gilvifrons Mls. (minimus Woll.). — Ist von punctillum 
Ws. durch kürzere und breitere, an en Seiten mehr gerundete 
Körperform, etwas längere Behaarung und feinere Punktierung, 
rötlichgelbe Färbung der vorderen Partie des Kopfes verschieden. 
Die Schenkellinie reicht kaum über ein Drittel des Segmentes nach 
hinten. L. 1,3—1,5 mm. — Mittelmeergebiet, Indien. 


3. St. pauperculus Ws. — Kurzoval, behaart, schwarz, etwas 
glänzend. Taster und Beine lehmgelb, Schenkel leicht angedunkelt, 
Flügeldecken dicht, wenig tief, aber narbenartig punktiert. Dem 
punctillum Ws. täuschend ähnlich, aber durch die sehr dicht narbig 
punktierten Flügeldecken und die bis zum letzten Drittel des Seg- 
mentes nach hinten reichende Schenkellinie verschieden. L. 1,2 
mm. — Indien, Himalaya, Arabien. 

Nach Fertigstellung meines Manuskriptes sind noch 2 Arten 
beschrieben worden, die ich aber in natura noch nicht kenne und 


868 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


mir daher eine Einreihung in obige Tabelle gewagt erscheint. Ich 
füge sie hier an: 


4. St. Wollastoni Kapur (ibid. p. 305, Fgs. 23—27. syn. St. 
mirimus Wollaston [non Rossi] 1854, 470). — Kurzoval, mäßig 
gewölbt, deutlich schmäler als St. gilvifrons Mls., wie dieser ge- 
färbt, aber die Hinterschenkel konstant tiefbraun oder pechbraun. 
Behaarung der Oberseite graulich und sparsam. Kopf ziemlich grob 
und sparsam punktiert, Fühlerkeule spindelförmig. Halsschild un- 
gleichmäßig punktiert, das mittlere Drittel fein und sparsam, die 
seitlichen Teile grob, narbenförmig und mäßig dicht. Flügeldecken 
mäßig grob, sparsam und leicht eingedrückt punktiert, Zwischen- 
räume glatt und glänzend. Unterseite kurz und sparsam graulich 
behaart, mäßig grob und sparsam punktiert, dicht zu den Seiten- 
rändern hin und auf der Hinterbrust. Schenkellinie ein flacher 
Bogen, der nach hinten nur bis ?/, der Segmentlänge reicht. Das 
letzte Bauchsegment beim Männchen mit einer deutlichen Aus- 
randung am Hinterrande. L. 1,3 mm; Br. 0,9 mm. — Canaren, 


Madeira. 


Von St. punctillum Ws. unterschieden durch die Färbung des 
Kopfes, der Beine etc., die gröbere Punktierung und die Schenkel- 
linie, welche nicht die Mitte der Segmentlänge erreicht, von gilvi- 
frons Mls., durch die leicht schmälere Gestalt, die Punktierung von 
Kopf und Flügeldecken und die Bildung der Genitalien, ex Kapur, 
l. c. — Auf diese Art mache man am besten bei gilvifrons Mls. auf- 
merksam. 


5. St. aptus Kapur (Bull. Ent. Research 39, pt. 2, 1948, 314). — 
Kurzoval, nach hinten leicht verengt, mäßig gewölbt. Schwarz, 
ausgenommen der ziegelrötliche Vorderteil des Kopfschildes, die 
scherbengelben Fühler, Mundteile, Schienen, Tarsen und Spitze 
der Schenkel und die pechbraunen übrigen Teile der Beine. Be- 
haarung der Oberseite graulich, mäßig lang, spärlich und halb 
aulgerichtet. Kopf fein und spärlich punktiert. Halsschild mit gro- 
ber, nabelartiger Punktierung, dichter gegen die Seiten als in der 
Mitte. Punktierung der Flügeldecken grob, die Zwischenräume 
weniger glatt als auf Kopf und Halsschild. Unterseite greis, kurz, 
spärlich und etwas niedergedrückt behaart. Die vollständige 
Schenkellinie reicht nach hinten bis nahe zur Längsmitte des Seg- 
mentes. L. 1,3—1,4 mm; Br. 1—1,1 mm. — China: nahe der Ost- 
küste, Insel Tygosan, Chusan Archipel. 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 869 


| Von St. punctillum Ws. verschieden durch die grobe und ver- 
| hältnismäßig spärlichere Punktierung der Flügeldecken und den 
rötlichen Kopfschild, von gilvifrons Mls. ebenfalls durch die grö- 
bere Punktierung. — Wegen der groben Punktierung könnte man 
‚ auf diese Art bei pauperculus Ws. aufmerksam machen, jedoch 
reicht bei pauperculus die Schenkellinie bis zum letzten Drittel des 
Segmentes nach hinten. 


66. Gattung: Scymnus Kus. 


(Kugelann, Neues Mag. Liebh. Ent. I. 5, 1794, 545, 546 — 
Redtenbacher 1843, 8, 11, 12; 1849, 577; 1858, 970; 1874, 537 — 
Mulsant 1846, 219; 1850, 945, 950, 999 — Crotch 1874, 239 — 
Seidlitz 1872, 48, 195; 1888, 285; 1891, 70, 301 — Chapuis 1876, 
211, 213 — Weise 1879, 90, 141 (s. p. 3, 52); 1885, 6, 64 — Reitter 
1911, 129 — Kuhnt 1912, 585 — Jacobson 1916, 973 — Schaufuss 
1916, 565 — Mader, B. T. 94, 1924, 8; Ev. I. 1926, 14.) 

Untergattungen: 

Pullus Mls. (Mulsant 1846, 241; 1850, 976 — Seidlitz 1872, 
195; 1888, 285; 1891, 301 — Weise 1879, 139 (s. p. 52); 1885, 65 
— Reitter 1911, 129 — Kuhnt 1912, 564, 584 — Schaufuss 1916, 
565 — Mader 1924, 8; Ev. I. 1926, 15). 

Sidis Mls. (Mulsant 1850, 975 — Weise 1879, 141 |s. p. 52]; 
1885, 65 — Seidlitz 1838, 285; 1891, 301 — Schaufuss 1916, 564 
— Mader 1924, 8; 1926, 157). | 

Nephus Mls. (Mulsant 1846, 237; 1850, 958 — Seidlitz 1872, 
194; 1888, 284; 1891, 301 — Weise 1879, 141 [s. p. 54]; 1885. 

67 — Reitter 1911, 129 — Kuhnt 1912, 568, 5856 — Jacobson 1916, 
973 — Schaufuss 1916, 565, 567 — Mader 1924, 6; 1926, 15). 

Scymniscus Dobzh. (Dobzhansky, Rev. Russ. XXII. 1925, 117, 
118 — Gridelli, Ann. Gen. LIV. 1930, 149). 

Diomus Mis. (Mulsant 1850, 951 — Weise 1879, 141 [s. p. 
54]; 1885, 67; Ann Belg. 1895, 144 — Seidlitz 1888, 284; 1891, 
300 — Jacobson 1916, 973 — Mader 1924, 8; 1926, 15). 

Von den rund 600 Arten im paläarktischen Gebiete 98, davon 
3 Arten ungeklärt, eine unter aller Kritik beschrieben, einige Ar- 
ten verschollen. 


Tabelle der Arten. 


(Arten von Formosa siehe hinter den pal. Arten.) 


Ich mache hier zunächst besonders auf meine Bemerkungen am Anfange 
dieses Werkes nochmals aufmerksam, weil die Verhältnisse bei den schwierigen 


870 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955 


Scymninen am ärgsten liegen. Die Beschreibungen mir fehlender Arten enthalten 


oft nur Färbungsangaben und versagen dort, wo man Angaben von plastischen 


h 


Merkmalen benötigen würde. Da nützen mir die besten Merkmale der mir bekann- 
ten Arten nichts, und ich bin gezwungen, die Tabelle besonders auf Färbungs- | 


merkmale zu stützen, wodurch sie wegen der Variabilität der Arten umfang- 


reicher wird. Dieser Nachteil soll durch den Vorteil aufgewogen werden, daß es 


sich um leicht erfaßbare Merkmale handelt und überhaupt einmal Gelegenheit 
geboten wird, sein Material zu bestimmen, ohne unzählige Zeitschriften nach 
Einzelbeschreibungen durchsehen zu müssen. Eine Kontrolle des hier erzielten 
Bestimmungsergebnisses durch Nachlesen der Artbeschreibungen wird ja von 
jedem gewissenhaften Entomologen als selbstverständlich vorausgesetzt. Das bitte 
ich zu bedenken, bevor jemand glaubt, Kritik üben zu müssen. Sollte es dennoch 
jemand aus gewissen Gründen tun wollen, dann rate ich ihm, zunächst selber 
einmal eine Tabelle aller paläarktischen Scymninen nach seinem Geschmacke zu 
bauen. Bis dorthin sind meine Kollegen froh, daß sie wenigstens ein Hilfsmittel 
zur Hand haben, mit dem man etwas anfangen kann. Über die Schenkellinien und 
neue Wege zu ihrer Schilderung vide Mader, Explor. Parc Nat. Albert, Brüssel, 
fasc. 34. II. 1950 pp. 7—9. Es wird empfohlen, sich bei künftigen Beschreibungen 


dieser Art zuzuwenden. 

1 (112) Flügeldecken einfarbig, ohne Zeichnung. Nicht beach- 
tet werden unauffällige Aufhellungen oder Verdunke- 
lungen, die man als eigentliche Zeichnungen nicht an- 
sehen kann, z. B. schattenartige Verdunkelungen oder 
schwache Aufhellungen am Spitzenrand etc. 

2 (49) Flügeldecken strohgelb, rötlichgelb, braunrot, braun 
oder ähnlich, nicht pechschwarz oder schwarz. In Zwei- 
felsfällen suche man auch beim Gegensatz. 


3 (40) Auch Kopf und Halsschild von heller Farbe, letzterer 
nicht gefleckt. 

4( 5 ) Die Behaarung der Flügeldecken ist auch hinten längs 
der Naht von vorne nach hinten gelagert. Sehr kleine, 
1,3 mm, a flache Art. — Odessa. 

. vgl. 36. P. sacium Roul 

Dat) Die ee der Flügeldecken an der Naht wenig- 
stens hinten nach den Seiten gekämmt. 

6 ( 13) Auch die Behaarung an den Seiten der Flügeldecken vor 
und hinter der Mitte ist vom Seitenrande in weitem 
Umfange stark schräg nach innen gerichtet, Behaarung 
daher mehr oder weniger wolkig. 

?( 8 ) Behaarung auffallend wolkig, es erscheint sogar ein 
Querstreifen vor der Mitte der Flügeldecken beinahe 
wie kahl, weil die Haare daselbst so nach innen gerich- 
tet sind, daß sie bei Betrachtung von oben nicht leicht 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 871 


————————; 


sichtbar bleiben, die übrigen bilden förmliche Binden. 
L. 2—2,5 mm. — Kuropa Nordafrika. j 
, vol. 22.P% bett Mls. 
DU L9) Pl raing N so auffällig wolkig. 
9 ( 12) Wenig dicht behaart. 

10 ( 11) Behaarung undicht. Prosternum sehr schmal, etwa !/ 
so breit wie das Mesosternum. L. 1,5—2,3 mm. — Len- 
koran, Talysch. 

et 35. P. er Ws. 

11 (10) Behaakuns mäßig eh Prosternum viel breiter. L. 1,7 
bis 1,9 mm. — Kaukasus, von Reitter auch für Mittel- 
europa angegeben. 

i vgl. 6. Pp. testaceus Misch. L. nom. 

12:9.) Dicht Ken etwas deutlicher wolkig behaart. Größere 
Art. Gewöhnlich die Scheibe des Halsschildes und die 
Naht der Decken etwas dunkler. L. 2—2,5 mm. — Süd- 
europa. : 

ee se 73. N. Eee Ws. 

13.66) Be baarıing em Flügeldecken an den Seiten einfach der 
Länge naeh gelagert. 

+ (19) Flügeldecken an der Naht schwach angedunkelt. 

15 (16) Kleine, flache Art. L. 1—1,8 mm. — Mittelmeergebiet. 

BEE U 2 RL 12, vgl. 33. P. pallidivestis Mls. 

16 ( 15) Größere gewölbtere Art. 

17 (18) Breit oval, stark gewölbt. L. 1,5 mm. (Bisweilen die 
Flügeldecken pechbraun, die Spitze verwaschen rot- 
braun.) — Bl 

vol: 23, P. Slobons Ws. 

18 (177) Oval, mäßiger setalht. L. 1,5—2,2 mm. — Reg. pal. 

vgl. 61. Sc. interruptus Gze. 
9 (14) Flügeldecken an ie Naht nicht angedunkelt. 

2, (21) Arten aus Indien, Himalaya, Japan oder Formosa. L. 
2 DD mn m. nen re 
vgl. 37. P. paganus Lew. und 

ß 12. P. Juscatus a. brunnescens Mtsch. 

21 (20) Art ten aus den anderen Gebieten. (Beachte auch P. rubi- 
cundus Kap. im Nachtrag von Arabien.) 

22 (27) Länglich ovale Arten. 

23 (24) Kleine, besonders flache, zart behaarte Art. L. 1—1,8 
mm. — Mittelmeergebiet. nl 

vgl. 33. P. pallidivestis a. SEE nov. ab. 


872 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 
24 (25) Rauher behaart und etwas mehr gewölbt. 
25 (26) Kleiner, nicht hoch gewölbt. L. 1,5—2,3 mm. — Euro- 
pa. Kaukasus, Sibirien, Tunis. : 
seh 29. P. suturalis a. ‚testaceicolor Rb. 
26 ( 35) ( 2 und Nord- 
ba lnbet Pro 
val. 50, Sc. abietis Payk. 
2022) Breiter BEN. er ten. 
23 ( 37) Prosternum mit 2 Kiellinien. 
= 9 ( 32) Sehr breit ovale, stark ERS Arten. 
0 (31) Fein punktiert. L. 1,9—2,5 mm. — Europa, Mittelmeer- 


an Sibirien. A 
„ssygl. 14.0P. eh. a. BE. Pond 
1 (30) Cr ib, wenn auch flach De L. 1,5 mm. — Mittel- 
meergebiet. NE 
: 5 al 23, P. Blohasus Ws. 
2 (.29.) Were hie eit A make hoch gewölbt. 
n ( 34) Flügeldecken auffällig fein und zart punktiert. 1,2 mm. 
— Transkaspien, Turkestan, Mesopotamien, Kurdistan. 
. vgl. 20. P. argutus a. kurdistanicus Obbg. 
3+ (33) Hlrschlerken sehr deutlich punktiert. 
35 (36) Flügeldecken nicht mit doppelter Punktierung. L. 1,5 
bis 2,2 mm. — Reg. pal. 
vel261228c. ee a. iindaie Ws. 
Hieher gehört vielleicht und ist damit möglicher- 
weise identisch Nr. 98. Sc. pharaonis Mtsch., dessen Be- 
schreibung überhaupt nichtssagend ist. Solche Arten 
gehören aus den Katalogen gestrichen. 
36 (35) Flügeldecken zwischen der dichten Grundpunktur mit 
größeren Punkten durchsetzt. L. 2 mm. — Schlesien. 
I EIS TEHGEE: vgl. 51. Sec. silesiacus Ws. 
37 (28) Prosternum ohne Kiellinien. 
35 ( 39) Gewölbter, seitlich weniger gerundet, Flügeldecken 
seitlich sogar ein Stück mehr oder weniger deutlich 
parallel. L. 1,5—2,3 mm. — Mittelmeergebiet. 
vgl. 75. N. Kiesenwetteri a. Reyanus Ma. 
39 ( 38) Were gewölbt, seitlich stark gerundet. L. 1,3—2,3 
mm. — UCirenaica (Oase Giarabub), Aug. 
2. vgl. 76. N. tamaricis a. stramineus Capra 
le) Kon: allein oder Kopf und Halsschild schwarz, oder 


letzterer wenigstens dunkel gefieckt. 


—— 


|] 


b) 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 8 


41 (44) Kopf allein schwarz oder Halsschild gefleckt. 

42 (43) Kopf allein schwarz. Flügeldecken an den Seiten ge- 
wirbelt behaart. L. 1,7—1,9 mm. — Reg. pal. 

. . vgl. 26. P. testaceus a. angoranus Obbg. 

45 (42) Kost hell, Halsschild vor der Basis mit dunklem Fleck. 
L. 1,9—2,5 mm. — Europa, Mittelmeergebiet, Sibirien. 

. ... vgl: 14. P. subvillosus a. ae ns Panz. 
® (41) Kopf und Halsschild schwarz. 
5 (46) Behaarung der Flügeldecken an den Seiten gewirbelt. 
L. 1,7—1,9 mm. — Reg. pal. 
A vgl. 26. P. testaceus a. ee Obbe. 

46 (45) Beharnng der Flügeldecken auch an den Seiten nach 
hinten gelagert. 

47 (458) Schulterbeule sehr deutlich. Hinterschenkel meist mehr 
oder weniger angedunkelt. L. 1,5—2,3 mm. — Europa, 
Kaukasus, Sibirien, Tunis. 

a v2l229. 2. a a. en Sternhn 

#5 (47) Behnilisrkeuie sehr schwach und undeutlich. Alle Schen- 
kel hell. L. 1,3—1,8 mm. — Mittel- und Nordeuropa, 
Grönland. 

. vgl. 80. N. Beer enchers. a. as or, 

49 ( 2 ) Flügeldecken einfarbig schwarz oder pechbraun. Mit- 
unter geht die dunkle Grundfarbe gegen die Spitze all- 
mählich in eine hellere über, oft ist auch der äußerste 
Spitzenrand hell gesäumt, aber dann nicht makelartig. 

50 ( 69) Spitzenrand der Flügeldecken sehr schmal rötlich ge- 
säumt. 

51 (52) Behaarung der Flügeldecken auch an der Naht hinten 
gerade nach hinten gelagert. Augen am Innenrande 
dicht vor der Fühlereinlenkung durch eine kleine Ver- 
längerung des Stirnrandes eingeschnitten. L. ca. 1mm. 
— Südfrankreich. 

ei. Clitost. Abeillei Ws. 

52 (51) Behanring ae Klabeldecken hinten an der Naht nach 
außen gekämmt. Augen nicht eingeschnitten, ganz- 
randig. 

3 (62) Nicht japanische Arten. 

5+ ( 57) Abdomen stets mit rötlicher Spitze, auch von oben her 
deutlich zu sehen. Schulterbeule kräftig. 

3 (56) Beine hell, höchstens die hinteren Schenkel beim Weib- 
chen an der Basis dunkel. Kopf beim Weibchen rot. 


874 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd.6, 1955 


L. 2—2,3 mm. — ns Kleinasien, Kaukasus. : 
vgl. 10. P. auritus 'Thnb. 
56 ( 55) Scheikef ganz ah arz. Kopf beim Weibchen schwarz. 
L. 1,4— 1.8 mm. — Pyrenäen. 
3 Szvel. 1. P. tibialus Bris, 
57 (54) Abdomenspiie ee rarz. 
558 (61) Kopf und Halsschild ganz schwarz. Flügeldecken hin- 
ten nicht wie abgestutzt. 
59 (60) Breit oval, Schultern kräftig, Schenkel teilweise 
schwärzlich. L. 1,5—2 mm. — Reg. pal. h 
ee vgl. 89. N. bipunctatus a. nigricans Ws, 
60 (59) Fänzlich oval, Schulterbeule schwach, undeutlich, Bei- 
ne ganz hell. L. 1,3—1,8 mm. — Mittel- und Nord- 
europa, Grönland. : | 
5 vgl. 80. N. Bedtenbakhert a. lteolor Ws. 
61 (58) Helena rundherum, also auch am Hinterrande hell 
ee L. 0,5—1,5 mm. — Ostmittelmeergebiet. . 
vgl. 95. D. rubidus a. cincticollis Ws. 
62 ( 55) Arm von Japan oder Indien. (Ohta hat seine Arten 
viel zu wenig von den anderen Arten unterschieden.) 
63 (64) Halsschild hell, vor der Basis ein dreieckiger schwarzer 
Fleck. L. 1,6—1,8 mm. — . 
Syoloar?. dreier a. ee Ohta, 
4(65) Halsschild ausgedehnter schwarz. Den Beschreibungen 
Ohta’s ist nichts sicheres zur Trennung zu entnehmen, 
obwohl es sich sogar um 2 sogenannte neue Arten han- 
delt. 
63 (66) Halsschild ganz schwarz oder nur am Vorderrande dun- 
kelbraun. Größere Art. L. 2,3—2,6 mm. 
ur vgl. 7. P. hilaris a. awanus Ohrta, 
a 65) Halsschild an den Seiten hell. 


7 (68) Flügeldecken Be ER PR L.2 mm. 
— Insel Honschiu. 
va: & P. ehe Ohta. 
68 ( 67) Elnechlecken » vorne Kt der Naht mit Reihen grö- 
berer Punkte. L. 2 mm. — Insel Kiuschiu. h 
 vol.8:12 Kauaırar Ohta. 
69 ( 50) MG Flügeldecken nicht schmal hell ge- 


säumt. 


70 (71) Behaarung der Flügeldecken auch hinten an der Naht 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 875 


der Länge nach gelagert. L. 1,2—1,5 mm. Vide 65. Gat- 
tung: Stethorus Ws. und Tabelle der Arten daselbst. 
Der ähnliche kleine Pullus ater Kug. ist außer der 
Behaarung auch durch seinen fast glatten Halsschild 
leicht zu unterscheiden. 
71 (70) Behaarung der Flügeldecken hinten an der Naht nach 
außen gekämmt. 
72 ( 79) Halsschild ganz einfarbig hell. 
73 ( 74) Auch der Kopf ist mit dem Halsschild rot oder rotgelb. 
L. 1,5—1,8 mm. — Korsika. Eu 
ee a zue. 1; vgl. 72. Sc. Damryi Ws. 
74 (73) Kopf braun oder schwarz. 
75 (76) Kopf braun. L. 1,7 mm. — Östsibirien. 
vel. 41. P. era Mls. 
76 ( 75) Kopf az Ned kleinere Arten. 
77 (78) Oval, gewölbter, Flügeldecken grob und weitläufig 
Be L. 1,2—1,5 mm. — Westl. Mittelmeergebiet. 
vgl. 40. P. fulvicollis Mls. 
28. .(:27) Länglich. Dale Fischer, Flügeldecken stark und dicht 
punktiert, gegen die Spitze meist obsolet pechbraun 
werdend. Schulterbeule undeutlich. L. 0,9—1,2 mm. — 
Finnland. ß 
Er 34, P. ons Shlb. 
29.22) Halsschild Reh a minder hell gesäumt oder ganz 
schwarz. 
00 (85) Halsschild nicht ganz schwarz. 
1 (82) Sehr längliche große Art aus Kleinasien. Kopf und 
Halsschild seitlich rötlich. Auf den Flügeldecken 9 Rei- 
hen ziemlich größerer Punkte. L. 3,5 mm. 
i vgl. 44. P. trojanus Mls. et il 
682 (81) Beer 
83 (84) Kleine, ungeflügelte Art von Madeira, einem Limni- 
chus nicht unähnlich. Halsschild bisweilen pechbräun- 
lich, besonders gegen die seitlichen und vorderen Rän- 
der. L. ca. 1,6 mm. 
vgl. 97. Se. 2 dee Woll. 
84 (65) Gr ößere, title Arten. Kopf beim Männchen hell, 
beim Weibehen schwarz. Hieher Sc. frontalis a. im- 
maculatus Suffr., s. pallipes Mls. und rubromaculatus 
Gze., die noch sub 104 auseinandergehalten werden. 


85 (80) Halsschild ganz schwarz. 


876 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd.6, 1955 
— " 


86 (87) Zwei ungeflügelte Arten von Madeira. L. ca. 1,6 mm. 
en vgl. 96. Se. (2) epistomoides Woll. und 
BER ER RN 97. Se. (2) limnichoides Woll. 
87 (86) Geflügelte Arten. 
88 (89) Behaarung an den Seiten der Flügeldecken gewirbelt. 
L. 1,7—1,9 mm. — Reg. pal. ; 
. vgl. 26. P. testaceus a. Be Ws, 
89 ( 88) Behanı ung der Flügeldecken nur an der Naht hinten 
nach ul gekämmt. | 
90 ( 91) Kleine Art von den südenglischen Inseln Wight und 
Sheppey: b:71,5 18 mn 
vgl. 81. N. 6) on Donisth. 
Auf diese Art muß ich schon hier durch ihren Fundort auf- 
merksam machen, da die Beschreibung dieser mir noch unbekannten 
Art keine befriedigende Trennung von den anderen Arten ermöglicht. 
91 ( 90) Anderer Herkunft. 
a(b ) Halsschild fast glatt, äußerst fein und weitläufig, kaum 
bemerkbar punktiert (dadurch auch von den Stethorus- 
Arten leicht zu unterscheiden). L. 1—1,5 mm. — 
I EN ET END EAN vgl. P. ater Kug. 
b ( a ) Halsschild deutlich punktiert. 
92 ( 97) Auf den Flügeldecken mit mehr oder weniger deut- 
lichem bläulichen, erzfarbigen oder dunkel olivengrü- 
nen Schimmer. 
93 ( 94) Große Art mit ganz schwarzen Beinen. L. 2—2,5 mm. 
— Europa. ee : Ei 
vgl. 49. Se. nigrinus a. oc nd simplodario ii 
Obbg. 
Die Art kommt auch mit vollständiger Schenkel- 
linie vor. (a. decipiens Ws.) 
94 ( 93) Kleinere Arten mit wenigstens teilweise hellen Beinen 
95 ( 96) Griechenland. — Schenkellinie reicht bloß bis %, des 
Segmentes nach hinten. L. 2 mm. — . 
. veh>30=BR. Or Ws. 
96. 95) Dalııahen — Die Schenkellinie erreicht fast den Hin- 
terrand des ar LE. 2.mm.. 9 
vel. 4202 Mülleri Pe 
92.925) Blzseldeaken Sue alchen Schimmer, rein schwarz 
oder pechfarbig. 
98 ( 99) Beine ganz schwarz. (Schenkellinie ausnahmsweise auch 


einmal vollständig, a. decipiens Ws.) L. 2—2,5 mm. — 


Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 877 


u: 
Mr 49. Se nigrinus Rab 
99 (98) Beine. wenigstens teil eise hell. 
100 (101) BO erbeule kaum angedeutet oder fehlend. Kleine, 
länglich ovale, wenig gewölbte Art. L. 1,5—1,7 mm. 
Mittel- und Südeuropa, Kaukasus. 
1 vgl. 45. Sid. biguttatus a. amoenus Mls. 
101 (100) Von kleine Arten, dann Schulterbeule ausgesprochen 
deutlich. 
102 (103) Sehr kleine, länglich ovale Art, mehr pechschwarz, fein 
behaart. L. 1,2—1,5 mm. — Be: Korsika, Sar- 


dinien. 


r ei 47. Ser ni Ws. 
103 (102) Größere Arien, 3 mm und mehr. Wenn kleiner, dann 
entweder stark gewölbt und breit oval, oder tief, 
schwarz und rauh behaart. 
104 (107) Beine ganz hell. 
105 (106) Breit oval, kleiner. Eine der häufigsten Arten. L. 1,8 
bis 2,5 mm. — Reg. pal. we 
a er Meeler ubromaellane ee 
106 (105) Oral Erößer. L. 2,2—3 mm. — Kaukasus, Turkestan, 
Buchara. s 
. ea 58, Sn ar. 5. einze: Mis. 
107 (104) Schenkel mehr oder weniger angedunkelt oder schwarz. 
105 (109) Breit oval. L. 1,85—2,3 mm. — Reg. pal. 
. vgl. 71. Sc. rubromaculatus a. femoralis Gyli. 
109 (105) Fönelich oval. 
110 (111) Auf dem Kopfe wenigstens die Oberlippe hell gefärbt. 
Kopf beim Männchen ganz hell. Häufige Art. L. 2—3 
mm. — Europa, Äsien. i 
vgl. 56. Sc. frontalis a. Frnachläuls eulesr 


Zur Vorsicht weise ich hier nochmals auf 2 kleinere Arten hin, 
sub 95 und 96, die möglicherweise auch einmal ohne metallischen 
Schimmer auftreten könnten. 


111 (110) Auch die Oberlippe wie der Kopf beim Männchen und 
Weibchen schwarz. L. 1,5—2,3 mm. — Europa, Kau- 
kasus, Sibirien, Tunis. . . 
 v21229, P. ethralis a. dh er 
n2(1 rlorelde, ausgesprochen gezeichnet, zwei- oder 
dreifarbig. 
115 (122) Flügeldecken dreifarbig. 


378 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


114 (117) Flügeldecken an der Naht vor der Mitte mit einer vorn 
offenen gelben Bogenbinde, die eine schwarze Zeich- 


——— ————u 


nung einschließt oder Flügeldecken auf dunklem Grun- 


de mit schöner gelber Zeichnung. Clitostethus-Arten. 


115 (116) Flügeldecken auf mehr oder weniger heller oder dunk- 
ler braunem Grunde mit der gelben Bogenbinde an der | 
Naht, der von ihr eingeschlossene schwarze Fleck mit- 


unter auch geteilt. Zeichnung variabel, die helle Bogen- 
binde aber stets erkennbar. L. 1,2—1,5 mm. — Europa, 
Mittelmeergebiet, Canaren. . 
‚vol Chir. areas Rossi 
116 (il5) Hlapeiheelen ir denlelee Grunde mit schön gelber, 


auffallender Zeichnung: 3 Schrägmakeln im vorderen 
Teile, eine wellige Querbinde hinter der Mitte und ein 


Spitzensaum. Naht schmal rot. L. 1,5—2,2 mm. — Ma- 
deira, CGanaren, Marokko. 5 
: vgl. Clit. Havapiches Woll. 
117 (114) Ken! ee Rn Arten. 

115 (119) Auf den gelbbräunlichen Flügeldecken braune oder 
zum Teile schwarze Säume und auf der Nahtmitte eine 
gemeinsame schwarze Punktmakel. L. 1,5—2 mm. — 
Kleinasien, a Ägypten. 

wel. 19. P. syriacus "Maxi 

119 (118) Ein en Punkt oder Strich bei der Naht steht 
isoliert. 

120 (121) Südfrankreich, Südwesteuropa. Der schwarze Fleck bei 
der Naht ist strichförmig. Flügeldecken strohgelb mit 
rotbraunem Basal- und Nahtsaum, letzterer mehr oder 
weniger deutlich gebräunt. L. 1,5 mm. 

S vel.. 7928. a Bris. 

121 (120) ee Ela Der schwarze Punktfleck in %; nahe 
der Naht ist rund. Flügeldecken gelbrötlich und außer- 
dem noch mit nebeligem, fuchsroten, gemeinsamen 
Schildchenfleck und mehr oder minder langem, schma- 
len Nahtsaum. L. 2,2 mm. 

wel: 74. N. bistillatus Mis. 

122 (113) Blusen nur tun Entweder auf hellem 
Grunde dunkel gezeichnet oder umgekehrt, oder beides 
kombiniert. 

123 (124) Kombinierte Zeichnung. Vorderer Teil der Decken auf 
dunklem Grunde hell gefleckt, hinterer Teil auf hellem 


Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 879 


Grunde dunkel gefleckt. L. 1,35—2,3 mm. — Mittel- 
meergebiet. 
i . vgl. 75. N. Kaeeenweiteri ae Be Ws. 

124 (123) Hlügeldecken entweder auf hellem Grunde nur dunkel 
gefleckt oder auf dunklem Grunde nur heil gefleckt. 

125 (232) Flügeldecken auf hellem Grunde dunkel gezeichnet. 

126 (145) Die Naht der Flügeldecken ist an der dunklen Zeich- 
nung noch in keiner Weise beteiligt, weder durch einen 
Saum, noch durch eine gemeinsame Makel. 

127 (136) Auf jeder Flügeldecke nur ein dunkler Punkt. 

125 (129) Der schwarze Punkt ganz nahe der Naht und vor der 
Mitte stehend. Ein Clitistethus. (Behaarung der Flügel- 
decken hinten an der Naht auch von vorn nach hinten 
gelagert, Augen am Innenrande eingeschnitten.) L. 1,2 
nu 1,5 mm. — Südeuropa, Mittelmeergebiet. 

. . vgl. Clit. arcuatus a. corsicus De 

129 (128) De dufkle Punkt steht in oder hinter der Mitte. 

130 (131) Der Punkt steht in 3; der Länge der Naht nahe der 
Naht, von ihr um seinen halben Durchmesser entfernt. 
L. 2,2 mm. — Indien, Himalaya. 

. vgl. 74 N. bistillatus Mis. 

131 (130) Der Bi Se auf der Mitte der Scheibe in der Mitte 
der Deckenlänge oder knapp dahinter. 

132 (133) Flügeldecken auffallend zart punktiert. L. 1,5—2 mm. 
— Turkestan, Transkaspien, Kaukasus, Kurdistan, Me- 
> 3 

Gall 20. p. N birötatahrs Obbg. 

155 (132) en sehr deutlich und gut eingestochen punk- 
tiert. 

154 (135) Durchschnittlich kleiner, gewölbter, Kopf größer, Hals- 
schild weniger quer und seitlich stärker niedergebogen. 
Diskalmakel dunkelbraun und undeutlich. Von der fol- 
genden Art aber besonders noch durch die Penisbildung 
verschieden. L. 1,6—2 mm. — Cirenaica. : 

! vgl. 15. P. belophallus en 

> (134) Dur Ehsehnierhieh größer, etwas weniger gewölbt, Kopf 
normal, Halsschild stark quer und seitlich weniger auf- 
fallend niedergebogen. Zur deutlichen Sale] 
treten oft noch mehr oder weniger schattenartige Ma- 


keln hinzu, z. B. beim Schildehen. L. 1,9—2,5 mm. — 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3 55 


880 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Europa, Mittelmeergebiet, Madeira. R | 
’ vgl. 14. P. subvillosus a. Auer Misch, | 

136 (127) A jeder Flügeldecke mehr dunkle Punkte, wenn nur ' 
ein dunkler Eleck dann dieser deutlich aus 2 Flecken 
zusammengesetzt. | 

137 (140) Flügeldecken normal mit 7 Punkten in drei Quer- 
reihen (2, 3, 2), wenn weniger Punkte, dann immer in ! 
>, der Deckenlänge 2 zueinander schräg gestellte Flek- ' 
ken. Die Punkte können in den einzelnen Querreihen | 
verfließen und zackige Binden bilden, besonders in der | 
Mittelreihe. | 

135 (159) Gewölbter, seitlich weniger gerundet, Flügeldecken 
seitlich sogar ein Stück mehr weniger deutlich 
L. 1,3—2,3 mm. — Mittelmeergebiet. . . E 

. vgl. 75. N. Kiesenwetterei Mls. | 

139 (155) Weniser Sewölht, seitlich stark zugerundet. L. 1,3 bis 
2,5 mm. — Cirenaica (Oase Giarabub), Aeg. 

. vgl. 76. N. tamaricis Caprä 

140 (137) Be Flügeldecke mit höchstens 4 dunklen Punkten, 
in 2 der Deckenlänge nicht die sub 137 geschilderten 
Punkte. 

14: (144) Wenn ein Punkt nahe der Basis, dann dieser immer 
beim Schildcehen. 

142 (143) Durchschnittlich größer, Flecken mehr oder weniger 
nur nebelig. Halsschild dunkel, mit helleren Rändern 
oder hell mit mehr oder weniger ausgedehnter Basal- 
makel. L. 1,9—2,5 mm. — Europa, re 
Madeira. 


Be ve; 14. p. subuillossen a. iunäpes Misch. 
143 (142) Dinchscitnälseh kleiner. Flecken scharf abgehoben. 
Halsschild fast immer ganz hell. L. 1,8—2 mm. — 
Kleinasien, Syrien, Ägypten. \ 
. vgl. 19. P. syriacus a. amoenus Ws. 
144 (141) Wenn Habs der Basis ein Punkt vorhanden, dann die- 
ser auf der Schulterbeule. Flügeldecken auffallend zart 
res L. 1,8—2 mm. — Vaterland wie 13. 
vgl. 20. P. argutus Mls. et ab. div. 
145 (126) Die Naht ist an der dunklen Zeichnung irgendwie be- 
teiligt, sei es, daß sie selbst dunkel gesäumt ist, sei es, 
daß ein dunkler Saum sie überquert oder eine gemein- 
same Nahtmakel vorhanden ist. 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 881 


146 (151) Die Naht ist nur durch eine dunkle gemeinsame Naht- 
makel an der Zeichnung beteiligt, diese Makel aber 
nicht an der Basis gelegen. Auch keine Schildchenmakel 
vorhanden. 

147 (148) Kopf schwarz, auf den Flügeldecken mitten eine saum- 
artige Makel. Behaarung der Flügeldecken an den Sei- 
ten gewirbelt. L. 1,7—2 mm. — Reg. pal. . 

.. vgl. 26. P. testaceus a. atricapıllus Steph. 

145 (147) Kent ach dem Halsschilde von heller Farbe. 

149 (150) Punkt 1 auf der Schulter (öfter fehlend), Punkt 2 nächst 
dem Seitenrande hinter der Mitte, Punkt 3 auf der 
Scheibe zwischen Punkt 2 und der Naht, Punkt 2--3 
auch oft verflossen. Punkt !;, der gemeinschaftliche at 
der Naht, etwas hinter Punkt 3. L. 1,5—2 mm. — Tur- 
kestan, Transkaspien, Kaukasus, Kurdistan, ae 
mien. 

weil 0. P. at MIs. et ab: en 

150 (149) Wie dr, vorige, aber statt der Punkte 2 und 3 nur eine 
bogenförmige Makel, welche sich außen nach hinten 
richtet. L. 2 


, en 21. Pp. onbliens Ws. 
151 (146) Ein Baslleaum, oder eine Basalmakel, oder ein Spitzen- 
saum überquert die helle Naht, oder sie selbst ist schon 

dunkel gesäumt. 


152 (189) Am Seitenrand noch kein dunkler Saum, mindestens 
nicht vorn. 

155 (186) Noch kein gemeinsamer Spitzensaum. 

154 (179) Auf der Scheibe jeder Flügeldecke keine isolierten Ma- 
keln oder Makelverbindungen. (Vergleiche auch N. ade- 
nensis Kap. im Nachtrag, von S. W. Arabien.) 

155 (156) Flügeldecken gelbbraun, mit einer großen, pechbrau- 
nen, gemeinsamen Makel, die auch auf den Halsschild 
übergreift, von der Basis bis etwa ®, der Deckenlänge, 
die nur den Seitenrand und die Spitze breiter frei läßt. 
Behaarung der Flügeldecken wolkig. L. 1,7—2,4 mm. 
— Indien, Himalaya. EN A ehr 

Ve re vgl. 25. P. Dictoris Mls. 

156 (155) Anders gezeichnet. Ein mehr oder minder kürzerer oder 
längerer Nahtsaum, der sich oft beim Schildchen drei- 
eckig verbreitert oder sich mit einem Basalsaum ver- 


55* 


882 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


bindet. Behaarung mitunter auch an den Seiten ge- f 
wirbelt. | 
157 (160) Behaarung der Flügeldecken an den Seiten wirbelig. 


155 (159) Durchschnittlich bedeutend größer. Behaarung dicht, 
länger und deutlicher wolkig. Halsschild und dreieckige \ 
Basalmakel der Flügeldecken nur bräunlich. L. 2—2,8 
mm (italienische Stücke 1,6—2 mm). — Mittelmeer- 
gebiet. i 

; yon 73. N. Ludyi WE 

159 (158) Durchschnittlich deinen Behaarung wenig dicht, kür- 

. Kopf schwarz, meist auch der Halsschild. Naht- 
ich der ad schwarz. L. 1,7—2 mm. — 
Reg. pal. 

: vgl. 26. P. testaceus a. seutellare: Mi. 

160 (15%) Behaar ung der Flügeldecken nur an der Naht hinten 
nach außen gekämmt. 

161 (162) Die schwarze Nahtzeichnung erweitert sich an ihre 
Ende vor der Spitze a L. 1,8—2,2 mm. — 
Reg. pal. } 

ale on Se nee Fiomube Ws. 

162 (161) Der hwarze Nahtsaum verengt sich gegen sein Ende. 

163 (170) Arten, die nur in Indien, China oder Japan vorkommen. 
(Möglicherweise kommt auch Sc. interruptus Gze. in 
China vor, doch ist das nicht bekannt.) 

164 (165) Sehr kleine Art, 1,7 mm. Halsschild bräunlich, Seiten 
breit, Vorderrand schmal rot, Flügeldecken rot, mit 
schmal dreieckigem, langen, braunen Nahtsaum. — 
China. i 

vol. 38. 2 a Jordi 

165 (164) Größere A Es 2 mm und mehr. 

166 (167) Halsschild mit den Flügeldecken gleichfarbig, rötlich- 
gelbbraun, höchstens in der Mitte leicht angedunkelt. 
L. 2—2,25 mm. — Japan, China, Indien, Ceylon, Phi- 
Reise Formosa etc. : 

=. vel.12.P. stage a. bu Mtsch. 

167 (166) Halsschild ausgedehnt verdunkelt. 

168 (169) Flügeldecken rotbraun, der Nahtsaum schwarz, wenn 
auch schlecht begrenzt. L. 2,2 mm. — Indien, Ceylon, 
Himalaya. BEE 


vgl. 54. Sc. nubilus Mls. 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 883 


169 (168) Flügeldecken fahl ziegelrot, Nahtsaum braun. L. 2 mm. 

— Assam, Himalaya. 

: sel 53. Sr Ce Ms. 

170 (163) Men: de übrigen adechen Gebietes. 

171 (172) Sehr kleine, flache, zart behaarte Art des Mittelmeer- 

gebietes mit schr schwacher Schulterbeule. Bräunlich- 

gelb Flügeldecken mit dreieckiger dunkler Basal- 

makel, die von einer Schulter zur anderen reicht. L. 1 

bis 1,5 mm. 2 

: i EN 33. P Da: Ms. 

172 (171) Größere Nein: wenn kleiner, dann entweder Schulter- 
beule kräftig oder Halsschild mehr oder weniger 
schwarz, oder stark gewölbte Arten. 

173 (174) Kopf samt der Oberlippe und Halsschild schwarz. — 
Auf den Flügeldecken schmaler Basal- und vor der 
Spitze verkürzter Nahtsaum. L. a mm. — Euro- 
pa, Kaukasus, Tunis. i 

2 vol229R. en ar et Mad. 

174 (175) en Kopf und Halsschild schwarz, dann wenigstens 
die Oberlippe hell. 

175 (178) Flügeldecken neben einem mehr oder weniger langen 
Nahtsaum auch mit einem mehr oder weniger breiten 
Basalsaum, wenigstens von einer Schulter zur anderen. 

176 (177) Flügeldecken strohgelb, ein vorn mäßig breiter, nach 
hinten allmählich verengter Nahtsaum schwarz. L. 2 
mm. — Spanien, Sizilien, Ägypten. 

. vgl. 55. Sc. Levaillanti a. De Sie. 

177 (176) Klüpeldecken mit einem ganzen Basalsaum, der sich 
dann auf der Naht ve hinten verengt und verkürzt 
fortsetzt. L. 1,5—2,2 mm. — Reg. pal. 

Ä vgl. 61. Sc. interruptus a. Rh: ern 

178 (175) Hlüseldecken nur mit mehr oder minder kurzem Naht- 


saum. 
a( b ) Hochgewölbte Art. Schenkellinie vollständig. L. 2 bis 
2,3 mm. — Türkei, Kleinasien. 


vgl. 10. Praurıtus's. BIER Ws. 

b26.a) Ka selbe Schenkellinie Bee L.-1,8 
bis 2,2 mm. — Reg. pal. s 

ee VE. 012186 en a. ne Ws. 

179 (154) Auf er Scheibe jeder Decke stehen außerdem isolierte 
Makeln oder Makelverbindungen. 


384 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey. Bd. 6, 1955 


180 (185) Auf den Flügeldecken kein Nahtsaum, der mehr oder \ 
weniger nach hinten reicht, bloß außer den freistehen- } 
den Makeln oder Makelverbindungen an der Basis mit 
gemeinsamer Schildchenmakel oder Basalbinde, manch- 
mal mit gemeinsamer Nahtmakel. 

151 (182) Flügeldecken mit Basalbinde und zwei zackigen Binden 
in > und 2, der Länge. L. 1,35—2,3 mm. — Mittelmeer- 
gebiet. ESTER Ta EB 

es vgl. 75. N. Kiesenweitteri a. corsicus Ws. 

152 (161) Flügeldecken außer dem gemeinsamen Schildchenfleck 
oder der gemeinsamen Basalbin mit einem Doppel- 
ileck auf jeder Scheibe in der Mitte der Länge, einer 
gemeinsamen Nahtmakel daneben, diese auch öfter feh- 
iend, und einer Strichmakel vor der Spitze, diese auch 
oft fehlend. L. 1,5—2 mm. — Kleinasien, Syrien, 
Ägypten. ee ET 

SS RE ET RE vgl. 19. P. syriacus Mars. 

183 (180) Auf den Flügeldecken ein mehr oder weniger nach hin- 
ten ziehender Nahtsaum. 

15+ (185) Kopf und Halsschild schwarz, Nahtsaum vorne breit 
dreieckig, nach hinten schmäler, vor der Spitze gewöhn- 
lich abgekürzt und zwei Flecken in 3, der Länge, eine 
Art unterbrochene Querbinde bildend, äußerer Fleck 
frei, innerer mit dem Nahtsaum verbunden. L. 3,1 mm. 
— Turkestan. 

: Sell 5) Se ee Mis. 

185 (164) Kopf und | Halsschild hell, letzterer vor dem Schildchen 
mit dunkierer bis schwarzer Makel oder ausgedehnter 
schwarz. Außer dem mehr oder weniger kurzen Naht- 
saum mit einer Makel auf der Mitte der Scheibe oder 
noch einigen anderen, bald da, bald dort, als Reste der 
irüheren Grundfarbe auftauchend, oft bloß schatten- 
artig. L. 1,9—2,5 mm. — Europa, NE 
Madeira. 

el, 14. Pp. Sub a. irren Misch. 
186 (155) Ein Spitzensaum vorhanden. 
167 (188) Turkestan. — Naht- und Spitzensaum und auf der 


Scheibe 2 schwarze Flecken, der innere mit dem Naht- 
saum verflossen. L. 1,5—1,8 mm. — . 


vgl. 86. N. ee Fisch. 


md 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 885 


188 (187) Canaren, Teneriffa. — Flügeldecken mit großer 
schwärzlicher, dreieckiger Basalmakel von einer Schul- 
ter zur anderen und auf der Naht bis zur Hälfte rei- 
chend, ferner ein bisweilen sehr undeutlicher ar 
saum. L. ca. 1,7 mm. 

2 : SE 95. P. Ber eyanldds Wall. 

189 (152) Ach, ein Selen ist vorhanden, der vollständig 
oder hinten verkürzt sein kann, der bis zur Spitze dem 
Rande anliegen kann oder sich vor der Spitze vom Sei- 
tenrande loslösen kann, so daß ein heller Spitzensaum 
frei bleibt. 

190 (219) Auf der Scheibe selbst keine isolierte oder als erkenn- 
bar mit einem Saume verbundene Makel vorhanden. 

191 (192) Naht der Flügeldecken auf der Scheibe selbst hell, nur 
ein dunkler Saum, der an der Basis und außen herum- 
geht und eine gemeinsame helle Diskalfärbung frei läßt. 
Ein Clitostethus (Behaarung hinten an der Naht nach 
außen gekämmt, Augen am Innenrande eingeschnitten). 
L. 1,2—1,5 mm. — Mitteleuropa, Mittelmeergebiet. . 

vgl. Clit. arcuatus a. nigrocinctus Glb. 

192 (191) Ein Nahkeatı ist vorhanden, meist bis über die Mitte 
reichend oder sogar bis zur Spitze. 

195 (212) Der Außensaum vereinigt sich nicht mit dem Naht- 
saum. 

194 (201) Halsschild ganz schwarz. 

195 (196) Behaarung der Flügeldecken an den Seiten gewirbelt. 
Der Nahtsaum reicht an der Basis von einer Schulter 
zur anderen, ist lang dreieckig und endet hinter der 
Mitte. Schwärzlicher Außensaum verwaschen und hin- 
ter der Mitte endend. L. 1,7—2 mm. — Östsibirien. . 

. vgl. 26. P. testaceus s. cognatus, Ws. 

196 (195) Behaar ung der Flügeldecken an den Seiten nicht ge- 
wirbelt. 

197 (198) Kopf rot. Basal-, Außen- und Nahtsaum, letzterer hin- 
ten verkürzt. L. ca. 1,5 mm. — Japan, Korea, China. 

EN BE vgl. 27. P. Hofjmannı Ws. 

195 (197) Kopf schwarz. 

199 (200) Oberlippe rötlich. Naht- und ein mehr weniger ver- 
waschener Außensaum sind die Überreste der dunklen 
Grundfarbe nach der noch meist erkennbaren Verflie- 
ßung und Ausbreitung der früheren hellen Querma- 


386 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955 


iM 
keln..E.1,5 2.mm. — Reg. pal., 48 a 
2... vgl. 82. N. 4-maculatus a. hikurln Ws j 
200 (199) Auch die Oberlippe schwarz. Außen- und Nahtsaum 
hinten verkürzt, mit dem Basalsaum zusammenhän- 
gend. L. 1,5—2,3 mm. — Europa, Kaukasus, Sibirien, 
Tunis. ET 
velk 29, P. siehe Thnb, 
201 (194) Halsschild nich ganz schwarz. 
202 (205) Außensaum vorne und hinten verkürzt. 
203 (204) Sehr kleine Art, 1,5 mm. Halsschild einfarbig. hell. 
Nahtsaum vor der a verkürzt. — Mongolei. 
2... vgl. 31. P. urgensis Jac. 
204 (203) Größere N 3, 23, mm. Halsschild mit hellen Säumen, 
Kopf beim Männchen hell. Nahtsaum meist bis zur 
Spitze reichend. — Canaren. — Galt früher als Form 
des P. canariensis Woll., ist aber I eigene Art und 
gehört zu a s. str. 
a, 16. a Woll. 
205 (202) ee vorne nicht verkürzt. 
206 (209) Arten von Kleinasien oder Europa. Nahtsaum hinten 
verkürzt. 
207 (205) Flügeldecken mit doppelter Be L. 2 mm. — 
Triest. h 
“el Si Se. N S. ee Müll. 
208 (207) Elnschiecden nicht doppelt En L. 2—2,3 mm. 
— Türkei, Kleinasien. 
a vgl. 10. P. auritus s. el Ws. 
209 (206) Arten aus Indien, China oder Japan. 
210 (211) Indien, Himalaya, Ceylon. — Die schwarzen Säume 
hängen durch einen Basalsaum mehr oder minder zu- 
sammen. L. Eu mm. 4 ß 
\ ve = Se Haben MIs. 
211 (210) Japan China _ "Die beiden schwarzbraunen Säume 
schlecht begrenzt und an der Basis nicht zusammen- 
hängend. L. 2—2,25 mm. 
vgl. 12. P. ee Misch. 
212 (195) Der Aufesue acchrnel vom Rande, besonders hin- 
ten etwas losgelöst, vereinigt sich mit dem Nahtsaum. 
(In Zweifelsfällen, wenn man auch von einer hellen 
Diskalmakel auf dunklem Grunde sprechen könnte, 
versuche man auch sub 290.) 


Mn 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 887 


213 (216) Der Außensaum ist vom Außenrande wenigstens hin- 


ten losgelöst und läßt einen hellen Spitzensaum frei. 


214 (215) Canaren. — Der Aufensaum ist vorne durch den Basal- 


saum mit dem Nahtsaum verbunden. L. 2,2—3 mm. 
vgl. 16. P. canariensis Woll. 
215 (214) Shenien, le Ägypten. — Der Seitensaum beginnt 
erst hinter der Schulter. L. 2 mm. 
vol. 50.20C. Levaillanti Mis. 
216 (215) isn en vom Außenrande losgelöst. 
217 (215) Kopf samt Oberlippe und Halsschild ganz schwarz. L. 
1,5—2,3 mm. — Europa, Tunis, Kaukasus, Sibirien. 
j vgl. 29. P. suturalis a. plagiatus Beck. 
218 (217) Kopf SR Halsschild braun. L. 2 mm. — Triest. 
; vgl. 51. Sec. silesiacus s. lipicensis Müll. 
219 (190) Ant der Scheibe der Flügeldecken stehen isolierte Ma- 
keln, oder wenn solche mit den Säumen verbunden, 
noch als einstige Makeln erkennbar. 


220 (223) Der Außensaum reicht hinten nicht bis zur Naht und 
ist oft nur angedeutet, schattenhaft. Basal- und ver- 
kürzter Nahtsaum rotbraun oder mehr oder minder 
schwarz. (Vergl. auch P. yemenensis Kap. im Nachtrag, 
von Arabien.) 

221 (222) Kopf und Halsschild rostrot. Hinter der Mitte in der 
Nähe der Naht eine strichförmige braune Quermakel, 
die bei der normalen Form schwarz ist. L. 1,5 mm. — 
Frankreich, ra 

: vgl. 79. N. Be Be 

222 (221) Kopf nd Halsschild schwarz oder bei unreifen Stücken 
mehr oder weniger braun. Der Nahtsaum hat in der 
Mitte einen kurzen Ast nach außen (Rest der einstigen 
dunklen Querbinde, welche die hellen Quermakeln 
ng L. 1,5—2 mm. — Reg. pal. : 

. vgl. 82. N. #-maculatus a. nA Ws. 


223 (220) Der Außensaum erreicht hinten die Naht. 


224 (225) Der Außensaum, der in einen erweiterten Spitzensaum 
übergeht, löst sich vor der Spitze nicht vom Außen- 
rande los. Sowohl der Außen- als auch der Nahtsaum 
sind in der Mitte bzw. etwas dahinter mit einer Makel 
in Verbindung. L. 1,5—1,5 mm. Fg. 17. — Turkestan. 
Mu ee EN, vgl. 86. N. erucifer Flsch. 


388 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


H 
225 (224) Der Außensaum löst sich vor der Spitze vom Rande los 

und läßt einen schmalen Spitzensaum hell. 
(229) Arten von den Canaren oder Teneriffa. | 
(22 


5) Auf dem hellen Teile der Flügeldeckenscheibe stehen 
2 Makeln, und zwar hintereinander. Nahtsaum stark - 
verkürzt. L. 2,2 mm. — Teneriffa. EN | 

vgl. 17. Sc. oblongior Wall, | 

228 (227) Die Makel steht a der Mitte der Scheibe, frei oder 

mit dem Außensaum hinten verbunden. L. 2,2—3 mm. 
— ÜUanaren. Ä 
vol! 16. P. canariensis Woll, 
229 (226) Ant I aus cn säthichen Mittelmeergebiet. | 
230 (231) Sehr kleine, längliche Art, 1,25 mm. Auf der Scheiben- 
mitte eine längliche, ovale Makel, frei oder mit einer 
makelartigen Erweiterung des Außensaumes verbun- 
den. In gleicher Höhe hat auch der Nahtsaum mehr 
oder weniger eine Erweiterung. Fg. 156. — Ägypten, 
Griechenland. Ä 
FM el 83, N. a Kirsch 

251 (230) Größer, 1 ge 2 mm, mehr oval. Auf der Scheibenmitte 

befindet sich eine Doppelmakel, mit dem Außensaum 

verbunden. In gleicher Höhe ebenfalls eine gemeinsame 

Nahtmakel. — Kleinasien, Syrien, Ägypten. 

. vgl. 19. P. syriacus a. basalis Kirsch 


232 (125) lügeldecken auf dunklem Grunde hell gezeichnet, ent- 
weder isolierte helle Makeln, oder solehe mit dem Sei- 
ten- oder Spitzenrande verbunden oder eine ausge 
dehnte helle Spitzenfärbung. 

233 (286) Spitze der Flügeldecken mit heller Makel oder die 
Spitze überhaupt in größerer Ausdehnung hell, bis zum 
hinteren Drittel oder selten noch mehr. Manchmal der 
Übergang von der dunklen zur hellen Farbe nur all- 
mählich und nicht ganz scharf abgegrenzt. 

234 (251) Außer der hellen Spitzenfärbung noch weitere helle 
Makeln. 

235 (2358) Außer der hellen Spitze noch je zwei Makelpaare (2, 
2, vor und hinter der Mitte), diese Fleckchen mehr 
oder minder rautenförmig. manchmal untereinander 
zusammenhängend, seltener auch ein Basalsaum hell. 


L. 1,3—2,3 mm. — Mittelmeergebiet. 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 389 


236 (237) Auch ein heller Basalsaum. : 
vgl. 75. N. Ken weten a. tigrinus Sie. 
237 (256) Bas Minkelt 
eyal 75. N. ee eiteri a. sannıo Ws. 

256 (255) er Hk hellen Spitzenfärbung nur eine helle Makel. 
239 (245) Diese Makel liegt vor der Mitte oder ist eine lange Ma- 

kel nahe dem Seitenrande. 

240 (243) Diese Makel liegt in der Schultergegend dem Rande an. 
241 (242) Halsschild ganz hell. L. 1,5 mm. — Mongolei. ! 
vgl. 31. P. urgensis Jac. 

242 (241) Halsschild nur an a Scan hell. Das ganze Spitzen- 


a al 78. N. kn Ws. 
243 (240) Diese Makel ist vom nl. teolier. 
244 (245) Diese Makel ist eine schräge Quermakel. Das ganze 
Spitzendrittel hell. L. 1.9—2,5 mm. — uropa, Mittel- 
meergebiet, Madeira. a 
R „yol.14:.P. abeillosse transitus n. ab. 
245 (244) Dre Makel ist rundlich, in der Schultergegend, oder 
als schmale Längsmakel in der Schultergegend begin- 
nend. Kleine, längliche, flache Arten. (Sidis.) 
246 (247) Europa, Kaukasus. — Schulterbeule schwach. L. 1,3 bis 
1,7 mm. i 
Eh St 45, Sid. ne a. tetrasticus Ws. 
247 (246) Tibet. — Schulterbeule deutlich. L. 1,5—1.8 mm. 
Fur vgl. 46. Sid. obsoletus Ws. 
248 (239) Diese Makel liegt in der Nähe der Naht und in der 
Mitte der Deckenlänge, manchmal mit der Naht ver- 
bunden. 
249 (250) Diese Makel ist von der Naht getrennt. Halsschild dun- 
kel gezeichnet (a. yezoensis Ohta) oder einfarbig hell. 
L. ca. 1,5 mm. — een Formosa. 
vgl. 68. Sc. re Ws. 
250 (249) Sie bildet mit Hhren gleichen dr anderen Decke eine 
gemeinsame, vorne zw silappige Makel. L. 1,5 mm. — 
Japan. 
: ei 68. = Me Ohta. 
251 (234) Auer dr hellen Spitzenfärbung keine weitere helle 
Makel. 
252 (261) Der Übergang zur helien Spitzenfärbung ist ein all- 


mählicher. 


390 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


——— ee 


253 (254) Behaarung der Flügeldecken an den Seiten gewirbelt. 
Kopf schwarz, Halsschild dunkel bräunlichrot. L. 1,7 H 
bis 2 mm. — Östsibirien. . . ’ 

. vgl. 26. P. testaceus s. N. Ws, 4 

254 (253) Be der Flügeldecken nur an der Naht nach 
außen gekämmt. 

255 (256) Größere Art von Japan und China. L. 2—2,25 mm. . 

. vgl. 12. P. fuscatus (Ws.) Boh. 

256 (255) Klein: en Bi 1,8 mm, höchstens 2 mm. | 

257 (255) Hochgewölbte, breit ovale Art. L. 1,5—2 mm. — Europa 
meridionalis, Kleinasien. 

„vol.29. p. Oldb al pie Ws 

258 (257) Bilache Sr näßie gewölbte Arten. 

2539 (260) Kopf und Halsschild schwarz. L. 1,3—1,7 mm. — Mit- 
tel- und Südeuropa, Kaukasus. 

‚vol, 45. 910. he: a. anomus Mis. 

260 (259) Kopf aa Seiten 3 Halsschildes hell. L. 1,8 mm. — 


Kaukasus. 


Ä ver 24. P. a Mls. 

261 (252) Die Kae Snitzenfschire der Flügeldecken ist scharf 
abgehoben. 

262 (263) Sehr große Art, 4—5,2 mm. Das kinnartig verlängerte 
Prosternum verdeckt im Zustande der Ruhe die Mund- 
teile vollständig. — Mittelmeergebiet. 

f vgl. Cryptolaemus oe Mis. 

263 (262) en Arten. Mund durch das Prosternum nicht ver- 
deckt. 

26+ (273) Halsschild einfarbig hell, höchstens einmal vor dem 
Schildehen schmutzigrot. 

265 (270) Arten von Japan. 

266 (267) Helle Spitzenfärbung saumartig, an der Naht breiter, 
zum Außenrand gebogen verengt. L. 1,6—1,5 mm. — 
(Vergleiche auch 2. P. Takabayashii Ohta, die so un- 
glücklich beschrieben ist, daß man die Grundfarbe des 
Halsschildes erraten soll.) 

; vol. AR. a. Wa. 

267 (266) Da: ganze en hell oder wenigstens die helle 
von der dunklen Farbe gerade abgeschnitten. 

268 (269) Große Art. L. 2,5 mm. ne Eee 
ee SFR e, .. vgl. 69. Sc. sylvaticus Lew. 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 891 


{ 
‚269 (266) Sehr kleine Art. L. 1,5 mm. . . 
EL 5. m rectus Ohta. 
270 (265) Aten vom chen Festland oder von Ceylon. 
271 (272) Behaarung wolkig. Prosternum mit 2 Kiellinien. L. 2 
bis 3 mm. China, Ceylon. 
. vgl. 9. P. lee Misch. 
272 (271) Behästung ieh ler: Prosicräufn ohne Kiellinien. 
L. 2,2 mm. — Asien (ohne genauere Angabe). 
vol. 722. N: martıs Mis. 
273 (264) Halsschild ee teilweise ee oder dunkel 
gezeichnet. 
274 (279) Arten aus Japan oder Indien, die sich nach der Be- 
schreibung allein nicht sicher trennen lassen. 
a (b) Halsschild nur an den Vorderecken schmal dun- 
kelbraun gesäumt. L. 2,5 mm. 
vgl. 2.2. TEndhLann Ohta. 
b (a) Een des Halsschildes hell. 
275 (278) Die Halsschildmakel dehnt sich bis zum Vorderrande 
aus. Schenkellinie vollständig. 
276 (277) Die Spitzenmakel entspricht unserem P. jerrugatus 
Moll. L. 2,5—3 mm. 
yoh iR. gel S. et Ws. 
277 (276) Die Spitzenmakel ist schmal, mehr oder weniger mond- 
förmig. L. 2,3—2,6 mm. 
a 7. I ka Mtsch. 
278 (275) ordern‘ ee Erseschilde hell gesäumt. Schenkel- 
linie er L. 2,75—5 mm. 
. vgl. 70. Sc. er 
279 (274) Are aus nen an Gebiete. (Vergleiche auch N. 
arcuatus Kap. im Nachtrag, von Arabien.) 
280 (281) Breit oval, stark gewölbt. Von der hellen Spitzenfär- 
bung schiebt sich mitunter in der Mitte jeder Decke ein 
heller Ast nach vorne und teilt die dunkle Farbe. L. 2 
bis 2,3 mm. — Türkei, Kleinasien. 
. vgl. 10. P. auritus s. anatolicus Ws. 
281 (280) Panehch ovale Arten, merklich schwächer gewölbt. 
282 (283) Fast das Spitzendrittel von heller Farbe, der übrige Teil 
rotbraun bis pechschwarz. L. 2—2,3 mm. — Ir Be 
2 vol 70. N. spilotus. Ws. 
283 (282) alel “ Flügeldecken viel weniger als das 


hintere Drittel, übrige Farbe rein schwarz. 


892 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd.6, 1955 


ih 
284 (285) Größer, Fliügeldecken gleichmäßig punktiert, Bauch l 


rotgelb, mitunter das 1. Segment dunkel. L. 2,5—3 mm. 
Europa, Asien. ee A 
vgl. 1. P. ferrugatus Moll. 


1 


265 (284) Kleiner, losen ungleich punktiert, Bauch mit ! 


den 3 ersten Segmenten dunkel! L. 1,5— 2,3. — Europa, 
Kaukasus, Osisihiri ien. 
vgl. 6. P. hacnarikaidehs Hbst, 

286 (233) Die Sl der Flügeldecken höchstens mit sehr schma- 
lem Randsaum, der oft nicht beachtet wird. Die Zeich- 
nung der Decken befindet sich auf der Scheibe, manch- 
mal liegt eine helle Makel dem Seitenrande an. 

257 (412) Jede Flügeldecke nur mit 1 oder 2 Makeln, im ersteren 
Falle ist sie oft eine große Diskalfärbung. 

255 (361) Wenn nur je eine Makel, dann ist diese nicht entweder 
bloß auf die vordere oder bloß auf die hintere Hälfte 
der Decken beschränkt, sondern stellt eine die Mitte 
der Decken nach vorne und hinten überschreitende Dis- 
kalfärbung dar, die auch erkennbar aus der Verflie- 
fSsung zweier hintereinander stehender Makeln entstan- 
den sein kann. Wenn 2 isolierte Makeln, dann stehen 
diese in den allermeisten Fällen hintereinander. 

289 (330) Nur eine Makel, die eine mehr oder weniger große Dis- 
kalfärbung darstellt. 

290 (311) Diese Diskalmakel ist wohl oft in der Mitte etwas buch- 
tig eingeengt oder hat in einem seltenen Fall hinter der 
Mitte einen Ast nach außen, sie ist jedoch nicht deutlich 
erkennbar aus zwei hintereinander gelege- 
nen verflossenen Makeln zusammengesetzt (in Zwei- 
felsfällen muß man halt auch sub 311 suchen). (Da es 
manchmal auch zweifelhaft erscheinen mag, ob eine 
helle Diskalmakel auf dunklem Grunde liegt, oder ob 
der helle Grund der Decken als bloß rundherum dunkel 
angesprochen werden soll, suche man in solchen Fällen 
auch sub 212.) 

291 (292) Die langgestreckte Makel entsendet hinter der Mitte 
einen Ast nach außen, gewissermaßen, als ob sie da- 
selbst mit einer neben ihr liegenden Makel verbunden 
wäre. Sehr kleine Art, 1,1 mm. — Kaukasus. 

k vgl. 85. N. caucasicus Ws. 

292229) Keine aolche Er een der Makel hinten. 


1 


N 


295 (294) Canaren. — Der Außensaum löst sich vor der Spitze 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 893 


deutlich vom Außenrande los und läßt deutlich einen 
wen hellen Spitzensaum frei. L. 2,2—3 mm. 

’ vgl. 16. P. canariensis Woll. 

294 (295) Nicht , von ae ee en. — Manchmal der äußerste Spit- 


zenrand mehr oder ae: erkennbar aufgehellt. 


295 (296) Behaarung der Flügeldecken an den Seiten Ber 


L. 1.7—2 mm. — Reg. pal. i 

. vgl. 26. P. testaceus N IN 

296 (295) Bee ine er Flügeldecken an den Seiten nicht ge- 
wirbelt. 

297 (298) Flügeldecken hinten wie abgestutzt. Die Längsbinde, 
wenig scharf begrenzt, beginnt schmäler auf dem Schul- 
terhöcker und verbreitert sich nach hinten schwach und 
nähert sich der Naht, so daß sie mehr schräg gestellt 
erscheint. Die Schenkellinie vereinigt sich mit dem Hin- 
terrande des Segmentes. L. 1,2—1,5 mm (nach Mot- 
schulsky sogar unter 1 mm). — Östliches Mittelmeer- 

. gebiet. j 

: en 93, D. rn ee 

298 (297) Flüseldecken hinten nicht wie abgestutzt erscheinend. 
Makel anders. Schenkellinie vereinigt sich mit dem Hin- 
terrande des Segmentes nicht. 

299 (302) Der äußerste Spitzenrand der Flügeldecken aufgehellt, 
manchmal sehr unauffällig. Prosternum ohne Kiel- 
linien. 

300 (301) Schulterbeule undeutlich, Beine ganz hell, Flügeldek- 
ken meist mit doppelter Punktierung. L. 1,3—1,5 mm. 
— Europa, asiat. Rußland, Grönland. i 

. vgl. 80. N. een Mis. 

301 (300) Schulterbenle kräftig, Beine mehr oder minder ange- 
dunkelt, Flügeldecken einfach De L. 1,5—2 mm. 
— Norwegen. j 

- vgl. 82. N. 4- a. a. norvegicus Minsk 

302 (299) lzertand der Flügeldecken nicht aufgehellt. Proster- 
num mit Kiellinien. 

303 (308) Arten nicht von Japan oder Korea. 

304 (305) Sehr kleine flache Art, sehr zart behaart, mit schwacher 
Schulterbeule. L. 1—1,8 mm. — Mittelmeergebiet. 

: vgl. 33. P. pallidivestis a. Mulsantianus Sie. 

305 (304) See kräftig, Behaarung rauher. 


894 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955 


306 (307) Oberlippe schwarz wie der Kopf und Halsschild. Alle 


Schenkel stark angedunkelt oder auch ganz schwarz. 
L. 1,5—2,3 mm. Europa, Tunis, Kaukasus, Sibirien. 
vgl. 29. P. suturalis a. plagiatus Beck. 
307 (306) Wenigstens die Oberlippe nicht schwarz. Beine gelb, 


Hinterschenkel leicht angedunkelt. L. 2 mm. — Bei | 


Triest. 
vele 51. 5 silörteee S. Mepboense MI. 

308 (303) Art ten von Japan oder Korea. 

309 (310) Grundfarbe der Flügeldecken dunkelbraun, Makel dun- 
kelrot. Halsschild vor dem Schildehen angebräunt oder 
ganz dunkel (a. munagronis Ohta). L. 1,7—2 mm. — 
Japan, Korea, Formosa. 

N: ei 32. P. edles Levi 

310 (309) Ränder ee Flügeldecken schwarz oder schwärzlich, Ma- 
kel blaß ziegelrot. L. 2 mm. — Japan. 

: 981.65. 8e. Hält Levi 

311 (290) Diese Makel läßt ähre Eintstehung aus der Verfließung 
zweier hintereinander stehender Makeln deut- 
lich erkennen. (In Zweifelsfällen sehe man auch sub 
290.) Wenn diese Makeln nicht verflossen sind, kommt 
man nach dieser Tabelle auf 330. 

312 (313) Art von Japan. — Makel blutrot, die vordere der beiden 
verflossenen Makeln ist am Vorderrande tief zweibuch- 
tig. L. 2,5 mm. en I. 

IE WERBEN vgl. 64. Sc. fortunatus Lew. 

313 (312) Nicht von Japan. 

314 (319) Der Spitzenrand der Flügeldecken ist mehr oder minder 
deutlich aufgehellt. 

315 (318) Makeln rot, vordere weniger schräg gestellt. 

316 (317) Europa, Mittelmeergebiet, Madeira. — Kopf beim 
Männchen und Weibchen hell. Manchmal schließt die 
Verbindung der beiden Quermakeln noch einen schwar- 
zen Punkt ein. L. 1,9—2,5 mm. 

. vgl. 14. P. subvillosus a. nero Mad. 

317 (316) Cinaren, — Kopf beim Weibchen schwarz. Der schwarze 
Außensaum ist vor der Spitze etwas breiter vom Seiten- 
rande losgelöst. L. 2,3—3 mm. 

vgl. 16. P. canariensis w oll. 

318 (315) Makeln weiß der mehr gelb als rot, vordere Makel 


schräger gestellt. (Hintere Makel meist innen breiter als 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 895 


außen.) L. 1,5—2 mm. — Reg. pal. 

. vgl. 82. N. 4-maculatus a. Bilullanıs Ws. 

319 (314) Der Spitzenrand der Flügeldecken ohne schmalen hellen 
Saum. 

320 (323) Der helle Teil der Flügeldecken ist strohgelb oder hell 
orangegelb. 

321 (322) Zeichnung strohgelb. Halsschild ohne Ausbuchtung hin- 
ter den Augen, 'Seitenrand geradlinig L. 2 mm. — 
Spanien, Algier. . 

Near al 84. N. Pereehoh Sie. 

322 (321) Zeichnung hell Suknge gelb. Halsschild mit Ausbuchtung 
hinter den Augen, Seitenrand schwach gebogen. L. 1,5 
bis 1,56 mm. — Turkestan. (Diese Art tritt zumeist mit 
heller Grundfarbe und dunkler Zeichnung auf.) 

vgl. 86. N. crucifer Flsch. 

325 (320) Der Barle Teil der Hlngeldecken ist rot. 

324 (325) Sehr kleine, 1,5—1,5 mm, Art von den südenglischen 
Inseln Wight und Sheppey. . . 

war vgl. 81. N. 0 en Domisih, 

325 (324) Größere Rech 2—3,3 mm. 

326 (327) Flügeldecken mit unregelmäßigen Reihen größerer 
Punkte zwischen der normalen Punktierung. Beine ganz 
rot. L. 2—3,3 mm. — Süd- und Mitteleuropa, Nord- 
afrika. 

ER vol: 57. n ne a. le Sahlb. 

327 (326) Flügeldecken gleichmäßig punktiert, höchst selten grö- 
ßere Punkte eingestreut. Hieher 2 Arten, die oft schwie- 
rig auseinander zu halten sind. Vide Hilfstabelle nach 
58. Sc. frontalıs. 

328 (329) Länglich oval. Kopf beim Männchen ganz gelbrot. L. 

2—3 mm. — Europa, Asien. . . 
vgl. 58. Sec. ontah a. a Ws. 

329 (328) Breit all Kopf beim Männchen nur vorne gelbrot. L. 

2—3 mm. — Mitteleuropa, Mittelmeergebiet, Sibirien. 
2... vgl. 59. Sc. Apetzi a. confluens Müll. 

330 (289) Jede Hlüpeldecke mit 2 isolierten Makeln. (Hierher auch 
91. N. phosphorus Lew., die wegen vollständig unzu- 
länglicher Angaben ohne Sicht hier nicht abgetrennt 
werden kann.) 

331 (360) Die beiden Makeln stehen hintereinander. 

332 (335) Arten von Japan, Indien oder dem Himalaya. 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3 96 


896 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


333 (334) Indien, ? Himalaya. — Kopf und Halsschild fahlrot, 
jede orangegelbe Flügeldecke durch ein schwarzes Netz | 
in 2 Felder geteilt. Große Art. L. 3,3 mm. 2 | 

; . vgl. 18. P. a, Mls. | 

334 (395) Japan: — Sehr Idleine Art, schwarz, jede Flügeldecke 
mit 2 schräg en Makeln. L. ca. 1,7 mm. | 

vgl. 13. P. sapporensis Ohta. 

335 (332) Art ten ichr von Tapas oder Indien. 

336 (3357) Während die hintere Makel rund ist, ist die vordere 
schmal und länglich innerhalb der Schulterbeule. Sehr 
kleine flache Art mit schwacher oder fehlender Schul- 
terbeule. L. 1,3—1,7 mm. — Europa, Kaukasus. 

vgl. 45. Sid. biguttatus a. tetrastictus Wis. 

337 (336) Makeln anders gestaltet. | 

338 (339) Kleine Art von den südenglischen Inseln Wight und 
Sheppey, die hier abgespalten werden muß, da nach 
ihrer in den entscheidenden Merkmalen unzulängli- 
chen Beschreibung sie nicht genau zu reihen ist. L. 1,5 
1,5 mm. 2 a ee EL a 

een . vgl. 81. N. (2) limonii Donisth. 

339 (338) Anderer Herkunft. 

340 (343) Die zwei Quermakeln jeder Flügeldecke erscheinen aus 
je 2 rautenförmigen Makeln zusammengesetzt oder sie 
sind schmale rotgelbe oder rosarote Binden. 

341 (342) Flügeldecken und Halsschild zum größten Teile pech- 
braun, Makeln weißgelb, aus je 2 rautenförmigen Ma- 
keln zusammengesetzt und mehr oder minder heller 
Spitzensaum. L. 1,3—1,3 mm. — Sizilien. i 

.. . vgl. 75. N. Kiesenwetteri a. sannio Ws. 

342 (341) Elüpeldecken tiefschwarz, Binden schmal, mehr oder 
weniger rosenrot, die erste beginnt auf der Schulter- 
beule, ist erst gebogen und dann quer gegen die Naht 
gerichtet. Halsschild rosen- oder scharlachrot. L. 1,3 
bis 2,3 mm. — Mediterr. (Algier). 

. . vgl. 75. N. Kiesenwetteri a. bicinctus Mis. et God 

343 (340) Fleckung anders. 

344 (351) Flügeldecken mit schmalem hellem Spitzensaum oder 
wenigstens der Spitzenrand deutlich aufgehellt. (Bei 
Sc. 4-maculatus a. pietus Glb. wird die Grundfarbe der 
Flügeldecken heller oder dunkler braun und geht daher 


der helle Spitzensaum in die Grundfarbe über. Man er- 


ee ( 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 897 


kennt dann diese Form an den hellgelben Makeln und 
der schräger gestellten Vordermakel.) 

345 (346) Makeln gelb oder heller gelbrot, vordere Makel schrä- 
ger gestellt. Prosternum ohne Kiellinien. Grundfarbe 
wird manchmal auch heller bis braunrot. L. 1,5—-2 mm. 
— Reg. Pal } 

. el, 92. N. 4- late Hbst. 

346 (345) Makeln rot der gelbbraun, im letzteren Falle unscharf 
begrenzt, vordere Makel weniger quer gestellt. Proster- 
num mit Kiellinien. 

347 (350) Makeln rot. Tier durchschnittlich größer, weniger ge- 
wölbt, Halsschild querer, Kopf von normaler Größe. 

345 (349) Canaren. — Kopf beim Weibchen schwarz. L. 2,2 bis 

| 3 mm. Dt 

ur e ve. 16. p. canariensis "Woll. 

349 (348) Eur opa, Beiilielmeerpebier, Madeira — Kopf auch beim 
Weibchen hell. Halsschild manchmal einfarbig hell (a. 
Sahlbergianus Mad.). L. 1,9—2,5 mm. — Europa, Mit- 
telmeergebiet, Madeira. i 

Ser va 14. p. IR es 

330 (347) Makeln eelbheeen und unscharf. Kopf beim Weibchen 
schwarz. Tier durchschnittlich kleiner, gewölbter. Hals- 
schild weniger quer, an den Seiten stärker abschüssig. 
Die vordere Makel erreicht in der Regel den Seitenrand. 
L. 1,6—2 mm. — Cirenaica. 

Sue yel.i1n. P. Deo ahallıes Capın: 

351 (344) leer and e Flügeldecken auch schwarz. 

352 (353) Große Art, 3,3 mm. Makeln orangegelb oder fuchsrot, 
Beine ganz hell. (Halsschild manchmal ganz hell: a 
rufithorax Bdi.) — Syrien, Kaukasus, Turkestan. 

R .. vgl. 63. Sc. 4-vulneratus Mls. 

3953 (352) Bel bis 3 mm, selten mehr, aber Makeln rot, Beine 
nur in einem Falle ganz hell. 

354 (355) Flügeldecken mit unregelmäßigen Reihen größerer 
Punkte zwischen der normalen Punktierung. Beine ganz 
hell oder Schenkel schwarz (a. corpulentus Mls.). L. 2 
bis 3,3 mm. — Mittel- und we Nordafrika, 
Transkaspien. ; 

a ve: 57. Se ne F. Ay 
ee noeh von Sc. rufipes habe ich noch nicht 
gesehen. 


898 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


355 (354) Flügeldecken gleichmäßig punktiert, höchst selten grö- | 
ßßere Punkte eingestreut. (Zur genaueren Unterschei- | 
dung vergleiche Such die Hilfstabelle bei 58. Sec. fron- 
talis F.) | 

(359) Länglich oval. Kopf beim Männchen ganz hell. 

(358) Mittel- und Hinterschienen einfach. L. 2—3 mm. — 

Europa, Asien. . . | 
vgl. 58. Sc. oa a gi pustletns. Hhst, 

333 (357) Mittel. und Hinterschienen am Außenrande stark ge- | 
bogen. Noch länglichere Art als die vorige. L. 2—2 7 | 


mm. — Italien. 


19) 


39 
39 


ve 60. & De Cap 
359 (356) vn eit ae Kt bein Männchen nur vorne gelb. L. 2 
bis 3 mm. — Mitteleuropa, Mittelmeergebiet, Sibirien. 
vgl. 59. Sc. Apetzi a. 4-guttatus Müll. 
360 (331) Die 2 Makeln stehen nebeneinander, die erste in der 
Schultergegend erreicht den Seitenrand, die zweite ist 
eine kleine, von der ersten abgetrennte rundliche Makel. 
L. 1,5—1,5 mm. — Sizilien, Algier. 
. vgl. 61. Sc. interruptus a. Inetiiien Ws. 
361 (288) Die eine Makel steht ausgesprochen nur in der vorderen 
Hälfte der Flügeldecken oder nur hinter der Mitte, nur 
in einem Falle beginnt sie vor der Mitte, hat aber dann 
einen hellen Ast nach außen. 
362 (383) Die Makel liegt vor der Mitte. 
363 (370) Die Makel liegt vorne dem Seitenrande an und greift 
auf die Epipleuren über. (In seltenen Fällen liegt diese 
Makel dem Seitenrand viel breiter und weiter nach hin- 
ten reichend an.) 
364 (365) Flügeldecken mit unregelmäßigen Reihen größerer 
Punkte zwischen der normalen Punktierung. L. 2—3,3 
mm. — Europa, Nordafrika. 
vgl. 57. sn re F. 
365 (364) Hlipeldecken letchnsißıe punktiert, höchstens mit 
Spuren größerer eingestreuter Punkte. 
366 (367) Länglich oval. 2—3 mm. — Europa, Asien. . . 
vgl. 58. Sc. frontal F. 
eis: er wähnt eine solche Form, mir ist sie noch 
nicht untergekommen. Im Auffindungsfalle könnte man 
sie mit a. megastigma Obbg. vereinigen. Ich bezweifle, 
daß5 sie vorkommt.) 


| 


| 367 (366) Breiter. (Vergleiche auch die Hilfstabelle nach 58. Sec. 
frontalis F.) 

368 (369) Breit oval, durchschnittlich größer. Beim Männchen der 
Kopf meist nur im Vorderteil hell, die Beine viel stär- 
ker verdunkelt. L. 2—3 mm. — en Mittel- 
ne Sibirien. R 

. vgl. 59, se As incertus Mis. 

| 869 (366) ker "breit, durchschnittlich kleiner, beim Männ- 

| chen der Kopf immer ganz hell, die Beine beim Weib- 
chen viel schwächer verdunkelt. (Manchmal ist die Ma- 
kel gelb, hinten tiefer ausgeschnitten, so daß sie vom 
Schulterhöcker nach innen bandförmig erscheint oder 
auch in 2 Makeln geteilt sein kann. Auch kleinere Ge- 
stalt, 1,5— 1,8 mm: a. laetificus “2 L. 1,5—2,2 mm. 
— Res. Pat. 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 899 


: ve. 61. Er en Ce. 
370 (365) Die Makel ist vom Seitenrande isoliert. 
371 (372) Spitzenrand der Flügeldecken aufgehellt. Prosternum 
ohne Kiellinien. L. 1,5—2 mm. — Reg. pal. A 
i vgl. 82. N. 4-maculatus a. obliquus Ws. 
822 (371) Shitsehrand der Flügeldecken nicht aufgehellt. 
373 (376) Flügeldecken mit unregelmäßigen Reihen größerer 
Punkte zwischen der normalen Punktierung. 
374 (375) Beine ganz hell. L. 2—3 mm. — Mittel- und un 
Nordafrika. . i 
ee wuevol: 57, Se pe de al: nov. EB. 
375 (374) Senke) dunkel. r 3—9,3 mm. — Transkaukasus. 
.. .. vgl. 57. Se. rufipes a. corpulentus Mls. 
376 (375) Bläpeldecken mit gleichmäßiger Punktierung, höchst 
selten einige größere Punkte eingestreut. 
377 (380) Länglicher ovale Arten. 
378 (379) Makel orangegelb oder fuchsrot. Beine ganz hell. L. 3 
bis 3,3 mm. — Syrien, Kaukasus, Turkestan. i 
. . vgl. 63. Sc. #-vulneratus a. bivulneratus Bi. 
379 (378) Makel rot. Beine zum Teile angedunkelt. L. 2—3 mm. 
— Europa, Asien. i 
a & En 58, St ontalıs Fe et 1 div. 
3060 (377) Breit ovale Arten. 
381 (382) Beim Männchen nur der Vorderkopf hell, der Halsschild 
schwarz, höchstens die Vorderwinkel hell, beim Weib- 
chen der Nominatform die Beine einschließlich der hin- 


900 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


teren Schienen stark verdunkelt, bei Weibchen der süd- : 
lichen Varanten wenigstens die 4 hinteren Schenkel an 
der Basis verdunkelt. L. 2—3 mm. — Yo \ 
Mittelmeergebiet, Sibirien. | 
a ai 59, S ee Mis. i 
302 (361) Bin Männchen Kor und Halsschild hell, letzterer 
eventuell mit schwarzer Makel vor dem Schildehen. 
Beine ganz hell, beim Weibchen höchstens die Basis der 
Hinterschenkel leicht angedunkelt. L. 1,5—2 mm. — 
Niederösterreich. 5 
wel 02. Se ee Rdib. 
303 (362) Die Makel Be hinter der Mitte, in seltenen Fällen in 
der Mitte selbst, ist dann aber keine ausgedehnte Dis- 
kalfärbung, sondern eine kürzere Makel oder hat ihren 
Hauptteil hinter der Mitte. | 
384 (367) Die Makel steht auf der Mitte oder hat hinter der Mitte 
einen Ast nach außen. 
385 (386) Die Makel entsendet hinter der Mitte einen Ast gegen 
den Seitenrand, gewissermaßen, als ob sie mit einer 
kürzeren danebenstehenden Makel verbunden wäre. L. 
1,1 mm. — Kaukasus. . ; 
ve: 85, N. caucasicus Ws. 
306 (365) Die rote ae beginnt in oder etwas vor der Mitte und 
reicht etwa bis zum letzten Viertel, sie ist etwas schief 
nach hinten und innen gerichtet, sie nimmt etwa das 
mittlere Drittel der Breite jeder Decke ein, jedoch so, 
daß sie der Naht näher steht als dem Seitenrande. L. 
1,2—1,8 mm. — OÖOstsibirien. \ 
vgl. 87. N. Koltzei Ws. 
307 (364) Die Makel ee ausgesprochen hinter der Mitte. 


3568 (391) Die Makel ist nie rund oder quer, sondern längsge- 


richtet. 
389 (390) Kleine Art. Prosternum ohne Kiellinien. L. 1,2—1,8 
mm. — Ostsibirien. 


el 87. N. Kol Ws. 

390 (389) Größere Dr Bon mit Kiellinien. L. 2,5 mm. — 
Rußland Sa 

ee 6 Se. Tosöbinie Bad 

391 (386) Die Makel ist En oder der Quere nach gestellt, nieren- 


förmig, mondförmig, etc. 


Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 901 


392 (399) Der Spitzenrand der Flügeldecken ist mehr oder weni- 
ger aufgehellt, manchmal schwer bemerkbar. 
393 (396) Die Makel ist rundlich. 
394 (395) Die Makel steht der Naht näher als dem Seitenrande, 
sie ist en L. 1,7 mm. — Frankreich, ? Syrien. 
a . vgl. P. alpestris Mls. et Rey 
395 (394) Die Makel ist vom Naht- und Seitenrand gleich weit 
entfernt. Sie ist in der Größe äußerst variabel. L. 1,5 
bis 2 mm. — Reg. pal. 
: vol 09.4. Beta Ko et we div. 
396 (395) Die Makel steht quer und ist hinten ausgerandet, mehr 
oder weniger nierenförmig. 
397 (398) Sehr klein. Seiten des Halsschildes hell. Makel fast 
nierenförmig, weißlich-ziegelrot, fensterartig. L. 1 bis 
1,2 mm. — Ägypten, Sen 
v2]. 26 Sc: nestranes N Sahlb. 
395 (397) Halsschild ehnarz Makel hinten ausgerandet, rot. L. 
1,5—2 mm. — Karamanien. 
.. vgl. 89. N. bipunctatus a. air uleee e Sahlb, 
399 (392) Spitzenrand der Flügeldecken nicht saumartig auige- 
helit. 
400 (407) Die Makel ist rundlich, manchmal groß. 
401 (404) Arten von Japan. 
402 (403) Kleine Art. Fühler und Beine, samt den Schienen, 
schwarz. L. 1,5—2 mm. 
: sei 88. N. Galloisi Sie. 
405 (402) Größer. Fühler Eolichhrsan. L. 2,6 mm. 
valr 3er. en Ohta. 
404 (401) a Herknnfi, 
405 (406) Europa, Kaukasus. — Fühler und wenigstens die Schie- 
nen hell. Schulterbeule schwach, oft kaum angedeutet. 
Makel manchmal sehr groß und auf den ganzen hinte- 
ren Teil der Flügeldecken ausgedehnt (a. semiruber 
Ws.). L. 1,3—1,7 mm. 
: vgl. 45. Sid. Dale Mls. 


Val. auch 46. Sid. bijlammulatus Mtsch. vom Kaukasus, welche 
Art nach der Beschreibung wohl nicht leicht zu trennen ist. 


406 (405) Semipalatinsk. — Winzigste Art, 0,5—0,9 mm. Fühler 
und Schienen schwarz. Schulterbeule deutlich. 
.. vgl. 92. Scymniscus zaisanensis Dobzh. 


407 (400) Die Makel ist dreieckig, quer oder halbmondförmig. 


902 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


405 (411) Größere Arten, über 2 mm. 


409 (410) Schulterbeule deutlich. Hinterschenkel in der Mitte an- ! 


gebräunt. Prosternum mit Kiellinien. L. 2,5 mm. — 


Finnland. 
vol 52, Se. Sahlbergi Korschl 


“ 


410 (409) Schaleibeäler ganz flach. Beine ganz hell. Körperform 


verkehrt eiförmig. L. 2,2 mm. — Irkutsk. . . . 
RR vgl. 90. N. Jakowlewi Ws. 
411 (408) Sehr Klee u 1. ‚> mm. Grundfarbe fahl fuchsrot, hin- 
ten ein blasserer Fleck in Gestalt eines Kommas oder 
queren Mondes, mitunter so verblaßt, daß er kaum zu 
sehen ist. — Ägypten, Arabien (Wüstengebiete in der 
Nähe des Roten Meeres). . 
voii 94. D. desertikole Sie, 
412 (287) Jede Flügeldecke mit 3 oder mehr hellen Makeln. 
413 (416) Jede Decke mit 3 Makeln, gestellt 1,2 oder 2,1, je nach- 
dem die vordere oder Hintere Quermakel geteilt ist. 
414 (415) Die hintere a ist geteilt. L. 2 mm. — er 
Algier. 
Sach vall 84. N. Beyeraukonni a. dire Sie, 
415 (414) Die vordere Makel ist geteilt. Flügeldecken tiefschwarz, 
zwei schmale, rotgelbe oder rosenrote Querbinden, wo- 
von die erste auf der Schulterbeule beginnt, erst ge- 
bogen und dann gegen die Naht gerichtet ist und sich 
in 2 Flecken auflöst. L. 1,3—2,3 mm. — Mittelmeer- 
gebiet (Algier). 3 Ri i 
en vol. 15, N. Kiekenwetlen a. afriähsus Si 
416 (413) Mehr helle Flecken. Auf dunklem Grunde schön gelbe 
Flecken und Binden: 3 schräggestellte längliche Ma- 
keln in der vorderen Hälfte der Decken, hinter der 
Mitte eine wellige Querbinde und ein Spitzensaum. Naht 
mehr oder minder rot, was manchmal vielleicht nicht 
beachtet wird, weshalb die Art, die schon sub 116 an- 
geführt ist, hier nochmals erscheint. L. 1,5—2,2 mm. 
— Madeira, CGanaren, Marokko. 3 
Br 0} . vgl. Clitost. Hape Woll. 


Untergattung: Pullus Mls. 


1. Sc. (Pullus) ferrugatus Moll. (analis F., ruficollis Ol.). — 
Ziemlich breit oval, gelbrot, ein großer dreieckiger Basalfleck auf 
dem Halsschilde, die Flügeldecken bis auf das apikale Fünftel, 


Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 005 


N 


'Mittel- und Hinterbrust und meist auch die Basis des Bauches 
schwarz. Kopf und Halsschild mäßig fein und dicht, die Flügel- 
‚decken wesentlich stärker, aber kaum dichter punktiert. Proster- 
num mit 2 Kiellinien, die bis zum Vorderrand reichen und parallel 
‚sind. Schenkellinie fast über 3, des Segmentes nach hinten rei- 
chend, ihr innerer Teil etwas flacher gekrümmt als der äußere, der 
letztere gegen die Mitte der Epimeren der Hinterbrust gerichtete. 
Beim Männchen das letzte Bauchsegment am Hinterrande gerade. 
Bei den japanischen Stücken (s. japonicus Ws.) dehnt sich die 
schwarze Halsschildmakel bis zum Vorderrand und ferner so stark 
aus, daß nur die Seiten des Halsschildes, oft äußerst schmal rot 
gesäumt sind, Punktierung auf der Unterseite auffallend dicht, die 
Unterseite fast matt. L. 2,5—3 mm. — Europa, Asien, auch Japan 
(Hokkaido, Honschiu). 


2. Sc. (Pullus) Takabayashii Ohta. — Die Beschreibung dieser 
Art ist derart gehalten, daß sie nicht ganz klar wirkt und manche 
Frage offen läßt, z. B. wie der Halsschild gefärbt ist; ich sehe mich 
daher veranlafst, die Beschreibung wortwörtlich wiederzugeben: 

„Pullus takabayashii sp. nov. Ein Pullus steht ferrugatus Moll. 
nahe an, aber breiter als jenes. Grundfarbe schwarz. Kopfschild 
gelblichrot, neben den Augen fein, in der Mitte weitläufig punk- 
tiert. Halsschild schmäler als beim ferrugatus, an den Hinterecken 
stumpfwinkelig, an den Vorderecken schmal dunkelbraun ge- 
säumt. Schildchen schwarz, viel feiner punktiert. Flügeldecken an 
den Spitzen bräunlichrot gesäumt, je mit deutlicher Beule. Auf 
dem Halsschilde fein, in der Mitte aber wie der Kopf, an den 
Flügeldecken stärker und weitläufiger als auf dem Halsschilde 
punktiert. Oben grauweißlich behaart. Kiefertaster und Fühler 
bräunlichrot. Prosternalfortsatz mit 2 Kiellinien. Die 2 letzten 
Hinterleibssegmente bräunlichrot. Schenkellinie des ersten Bauch- 
segmentes vollständig, einen Halbkreis bildend. 

Ein Exemplar wurde von Herrn H. Takabayashi auf dem 
Berge Takao am 13. Oktober 1925 gesammelt, und den Namen zu 
seiner Ehre benannt. 


Körperlänge: 2,5 mm. 
Fundort: Honshu (Takao in Musashi).“ 


Im Col. Cat. Junk zählt Korschefsky p. 145 diese Art nicht bei den palä- 
arktischen, sondern bei den indomalayischen Arten auf, sie gehört aber zu den 
ersteren, denn Honshu ist die größte japanische Insel Honschiu oder Hondo, auf 
der auch Tokio liest, und die Japaner schreiben Honshu. Ich muß mich bei allen 


von Ohta beschriebenen Arten auf dessen Beschreibungen verlassen, die an und 


904 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


für sich wenig Unterscheidendes besagen. Japanisches Material von den vielen i 
neu beschriebenen Arten IR ich bisher nicht erhalten, trotzdem ich vorher IF 
Tauschsendung gemacht hat 


3. Se. (Pullus) ee Mtsch. — Diese Art ist von Ceylon 
beschrieben. Weise jedoch bezieht auf diese Art ein Tier aus China, 
welches mit Sc. ferrugatus Moll. große Ähnlichkeit hat. Hals- 
schild einfarbig rot, verhältnismäßig kleiner als bei jerrugatus, 
nach vorne weniger verengt, die Flügeldecken sind wolkig behaart, 
im hinteren Drittel ar diese Färbung ist vorn auf jeder Decke 
von einem konvexen Bogen begrenzt, reicht also in der Mitte wei- 
ter nach vorne als an der Naht und an den Seiten, außerdem ist 
die Naht im ersten Drittel der Länge etwas in die Höhe gehoben, 
neben dieser Stelle sind die Flügeldecken nicht rein schwarz, son- 
dern pechbraun gefärbt und mit je 2 kurzen, nach außen ge- 
bogenen Punktreihen besetzt. Das Weise’sche Tier aus China ist 
merklich schlanker als ferrugatus und nicht „kürzer und ge- 
rundeter“, wie Motschulsky bei seiner Art sagt. Schenkellinie voll- 
ständig. L. ca. 2 mm (?2—3 mm). — Ceylon, China. 

Ich habe hier die Beschreibung Weise’s wiedergegeben für den Fall, daß die 
chinesischen und ceylonischen Stücke doch nicht artgleich sein sollten, und dann 
vielleicht die chinesischen Stücke einen anderen Namen bekommen müßten. Was 
Motschulsky über die Gestalt seiner Art sagt, muß nicht gerade stimmen, denn 
man ist nach der oft nachlässigen Beschreiberei Motschulsky’s noch ganz andere 


Dinge gewohnt geworden. Jedenfalls ist bisher kein Fund dieser Art zwischen 
Ceylon und China bekannt geworden. 


4. Se. (Pullus) dorcatomoides Ws. — Kleiner und viel ge- 
streckter als haemorrhoidalis, hoch gewölbt, schwarz, der ganze 
Kopf nebst Tastern und Fühlern, der Halsschild und die Beine 
rötlichgelb; ein Saum am Hinterrande der Flügeldecken, der an 
der Naht am breitesten ist und sich jederseits nach vorne ver- 
schmälert, trübrötlich. Mitunter ist an der Halsschildbasis ein drei- 
eckiger, schwarzer Fleck, Spitze der Flügeldecken ziemlich schmal, 
oft nur linienförmig gesäumt (a. jerrugineus Ohta). Das erste Hin- 
terleibssegment schwarz, 2. braun, 3. dunkel-, die folgenden heller 
rotgelb. Der Kopf ist weitläufig, der Halsschild dichter und äußerst 
fein punktiert, stark glänzend, letzteres am Hinterrande, beider- 
seits vor dem Schildehen, wenig gebuchtet. Flügeldecken doppelt 
so stark als der Halsschild punktiert. Die Brust jedoch ziemlich 
weitläufig, das 1. Bauchsegment in der Mitte fein und weitläufig, 
nach den Seiten zu stark und dicht punktiert; die übrigen Seg- 
mente zeigen eine mäßig starke, das letzte eine schwach runzelige 
Punktierung. Schenkellinie vollständig, einen flachen Halbkreis 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 905 


bildend, der um etwa !/; der Länge des Segmentes vom Hinterrande 
_ entfernt bleibt, der eingeschlossene Raum vorn fein und dicht ge- 
runzelt, hinten breit, glatt. Letztes Segment beim Männchen hin- 
ten flach ausgeschnitten. Die gelbe Färbung an der Spitze der 
 Flügeldecken verbreitert sich oft sehr, daß sie das hintere Drittel 
der Decken, vorn gerade begrenzt, ganz einnimmt; bei diesen 
Stücken ist der ganze Hinterleib gelb gefärbt. Bei einigen Exem- 
 plaren zeigt sich auf dem Halsschilde vor dem Schildehen ein 
schwacher dunkler Anflug, der, wie bereits gesagt, zu einer 
schwarzen Makel. werden kann. L. ca. 1,58 mm. — Japan (Hon- 
schiu, Schikoku), Formosa. 


5. Sc. (Pullus) reetus Ohta. — Kleine, elliptische Art. Kopf, 
Fühler, Taster und Halsschild gelblichrot, letzterer an der Basis 
vor dem Schildchen oft schmutzig rot. Flügeldecken im hinteren 
Drittel rötlichgelb. Kopf stark, Halsschild dicht und fein, auf den 
Flügeldecken stark, aber nicht dichter als auf dem Halsschilde 
punktiert. Nahe der Naht im ersten Drittel 2 Punktreihen größerer 
Punkte. Halsschildvorderrand geradlinig. Behaarung der Oberseite 
dicht grauweißlich. Unterseite schwarz, Vorderbrust gelblichrot, 
1. und 2. Bauchsegment dunkelbraun, die anderen rötlichgelb. 
Schenkellinie vollständig, bis 5 des Segmentes nach hinten rei- 


chend. L. 1,5 mm. — Japan (Kiuschiu). 
6. Sc. (Pullus) haemorrhoidalis Hbst. (analis Rossi). — Sieht 


einem kleinen ferrugatus sehr ähnlich, kleiner, schmäler, Flügel- 
decken mit gröberer, aus mehr oder minder ungleich großen Punk- 
ten bestehender Punktierung, die gelbrote Spitzenfärbung der Flü- 
geldecken weniger scharf begrenzt, der Bauch nur an der Spitze 
rötlichgelb oder rötlich, das 5. Bauchsegment des Männchens am 
Hinterrande etwas ausgebuchtet. Beim Weibchen ist die schwarze 
Färbung des Halsschildes ausgedehnter und reicht weit gegen den 
Vorderrand und seitlich bis in die Hinterecken. L. 1,5—2,3 mın. — 
Europa, Kaukasus, Irkutsk. . 


7. Se. (Pullus) hilaris Mtsch. — Von der Gestalt des Se. aurilus 
Thnb., aber durchwegs größer, Kopf stets gelblichrot, die Seiten 
des Halsschildes mehr oder minder breit rötlich gefärbt, oft auch 
ebenso am Vorderrand schmal. Spitze der Flügeldecken bald ganz 
schwarz, bald mehr oder weniger rotgelb gesäumt. Flügeldecken 
viel feiner punktiert als bei auritus, besonders nach der Naht hin, 
wo 2 ziemlich regelmäßige Punktreihen der Naht parallel bis zur 
Mitte der Flügeldecken laufen, ähnlich wie bei haemorrhoidalis. 


906 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 
Prosternum mit 2 Kiellinien. Schenkellinie vollständig, bis zu , 
des Segmentes nach hinten reichend, eingeschlossener Raum fast 
glatt. Männchen am Hinterrande des 5. Segmentes ohne Ausbuch- 
tung. — Kopf und Halsschild bald schwarz, bald Kopfschild und 
Vorderrand des Halsschildes dunkelbraun, Flügeldecken an der 
Spitze dunkelbraun gesäumt (a. awanus Ohta). Letzteres nach 
Ohta. L. 2,3—2,6 mm. — Ostindien, Geylon, Burma, Formosa, Ja- 
pan (Hokkaido, Honschiu, Kiuschiu), Korea. (Nach Ohta auch in 
Sibirien und Europa, letzteres aber sicher nicht richtig.) 

Nach meinem Stücke von Korea sehe ich das rotbraune letzte 
Hinterleibstergit wie bei auritus als gutes Kennzeichen an. 


ö. Sc. (Pullus) Kawamurai Ohta. — Eiförmig, etwas schmäler 
als hılaris. Schwarz. Kopf, Taster und Fühler rötlichbraun. Hals- 
schild am Vorderrande schmal, an den Seitenrändern breit rötlich- 
braun gesäumt, hinter der Mitte am breitesten, am Vorderrande 
tief ausgeschnitten. Flügeldeckenspitze schmutzigrötlich. Punktie- 
rung auf dem Kopfe stark, auf dem Halsschilde fein, auf den 
Flügeldecken stark und vorne an der Naht von der Basis bis zur 
Mitte Punktreihen von groben Punkten. Prosternum mit 2 Kiel- 
linien. Schenkellinie vollständig, der von ihr eingeschlossene Raum 


glatt. L. 2 mm. — Japan (Kiuschiu). 
9. Se. (Pullus) ruficeps Ohta. — Oval, schwarz, Kopf, Taster 


und Fühler rötliehbraun, Halsschild am Vorderrande schmal, an 
den Seiten breit rötlichbraun gesäumt, Flügeldecken an der Spitze 
schmal schmutzig rötlich gesäumt. Oben grauweißlich, kurz und 
dicht behaart, Behaarung schräg nach hinten gerichtet. Punktie- 
rung auf dem Kopfe stark, aber weitläufig, auf dem Halsschild 
dichter, auf den Flügeldecken eine doppelte, feine und große 
Punkte untermischt. Prosternum mit 2 Kiellinien, die nach vorne 
konvergieren, ihr Zwischenraum leicht punktiert. Schenkellinie 
vollständig, sich zur Innenseite des Hinterrandes der Epimeren der 
Hinterbrust hinziehend und !, des Segmentes nach hinten rei- 
chend, der von ihr eingeschlossene Raum glatt. Beine rötlichbraun, 
Hinterschenkel in der Mitte dunkel. L. 2 mm. — Japan (Hon- 
schiu). 


10. Se. (Pullus) auritus Thnb. (minimus Rossi capitatus F., 
rufipes Bris., Brisouti Or.). — Dem gemeinen rubromaculatus Gze. 
sehr ähnlich, aber Spitzensaum der Flügeldecken fast immer deut- 
lich rötlich, Spitze des Abdomens rötlich, Kopf in beiden Ge- 
schlechtern rötlich, Schenkellinie vollständig, beim Männchen das 


= 
Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 007 


5. Bauchsegment nicht ausgebuchtet. — Sehr kurz und sehr breit 
oval, schwarz. Kopf beim Männchen und Weibchen gelbrot oder 
bei einigen Weibchen am Scheitel schwarz (a. moraviacus Obbg.). 
Halsschild beim Weibchen ganz schwarz (Nominatform) oder mit 
hellen Vorderwinkeln (a. Lukesi Obbg.), beim Männchen gelbrot, 
entweder-zur Gänze (a. Obenbergeri Krejc.), oder bloß mit un- 
deutlicher Spur einer dunklen Makel vor dem Schildchen (a. ver- 
mionensis Obbg., Männchen) oder mit dreieckiger, schwarzer Ba- 
salmakel (Nominatform). Flügeldecken fast immer am Spitzen- 
rande deutlich rötlich, Bauch stets mit rötlicher Spitze (von hinten 
gut zu sehen), Fühler, Taster und Beine gelbrot (Nominatform) 
oder auch beim Männchen und Weibchen die #4 Hinterschenkel an 
der Basis schwärzlich (a. fulvifrons Marsh., parvulus Steph., Rou- 
balı Obbg.). Kopf ziemlich fein und mäßig dicht, Halsschild feiner 
und weitläufiger, die Flügeldecken ziemlich grob und ziemlich 
dieht punktiert. Prosternum mit 2 Kiellinien, die bis zum Vorder- 
rand reichen und nach vorn etwas konvergieren. Metasternum grob 
und dicht punktiert. Schenkellinie bis nahe an den Hinterrand 
des Segmentes nach hinten reichend, ihr äußerer Ast etwas flacher 
gekrümmt als der innere, der von ihr eingeschlossene Raum eben- 
so kräftig als außerhalb punktiert. L. 2—2,5 mm. — Europa, 
Kaukasus, Transkaspien, Kleinasien. 

Sc. auritus s. anatolicus Ws. — Während bei unserer nor- 
dischen Form die Flügeldecken tief schwarz und am Hinterrande 
fein rotbraun gesäumt sind, breitet sich bei dieser Subspezies der 
helle Spitzensaum nach vorn hin aus, und es entsteht zumeist ein 
großer gemeinschaftlicher, vorn ganz unbestimmt begrenzter rot- 
brauner Raum, der ungefähr den Abfall zur Spitze einnimmt. Von 
hier geht später auf der Mitte jeder Decke ein kurzer Ast nach 
vorn, der sich zuletzt zu einer Längsbinde ausbildet, die bis zur 
Basis reicht. Diese Binde verbreitert sich allmählich, und es bleibt 
von der schwarzen Grundfarbe nur noch ein Seiten- und ein Naht- 
saum übrig, die hinter der Mitte enden und innen verwaschen be- 
grenzt sind. Es kann auch noch der Seitensaum verschwinden. Der 
Halsschild dieser Stücke ist durchgängig heller gefärbt als beim 
eigentlichen auritus, beim Weibchen wenigstens am Vorder- und 
Seitenrande rotbraun, beim Männchen rotbraun bis gelb, mit einer 
kleinen, verwaschenen schwärzlichen Makel vor dem Schildchen. 
— Türkei, Kleinasien. 

Binachi (Mem. Soc. ent. ital. 20, 1941 pp. 152—156) bringt eine Arbeit über 
P. auritus Thnb. Ich konnte sie noch nicht erlangen. 


908 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


11. Se. (Pullus) tibialis Bris. — Steht dem auritus Thnb. so 
nahe, daß er von Weise bloß für eine Form desselben angesehen 
wurde. Es ist daher am besten, hier auf die Unterschiede hinzu- 
weisen. Kopf und Schenkel schwarz. Kleiner, schmäler, Halsschild 
vor dem Schildehen weniger vorspringend, Metasternum weniger 
stark punktiert, weniger weit nach hinten reichende Schenkellinie, 
diese außen mehr gerundet und der von ihr eingeschlossene Raum 
viel weniger stark punktiert. L. 1,4—1,5 mm. — Pyrenäen. 

12. Sec. (Pullus) fuscatus Boh. — Diese indomalayische Art 
wurde in ihrer Form brunnescens Mtsch. auch von Japan und Chi- 
na berichtet. Sie ist nach Weise den hellen Aberrationen des Sc. 
subvillosus Gze. ähnlich, aber bedeutend schlanker, oben spar- 
samer aber viel länger behaart, rötlichgelbbraun, die Naht und 
zuweilen noch eine kleine Stelle am Seitenrande angedunkelt, Flü- 
geldecken nicht dicht, deutlich punktiert. Die Schenkellinie ist 
vollständig und reicht bis %, oder !/, des Segmentes nach hinten, 
und der von ihr eingeschlossene Raum ist ebenso fein und sehr 
dicht punktiert, wie die übrige Fläche der Bauchsegmente. Die 
dunkelsten Stücke haben Halsschild und Flügeldecken pech- 
schwarz, auf dem Halsschilde eine unbestimmte größere Makel in 
den Vorderwinkeln rötlich, die Flügeldecken im letzten Drittel 
allmählich eine Spur heller bis schließlich zur rostroten Aufhel- 
lung (a. fuscatus Ws. non Boh.). Korschefsky in Junk’s Col. Cat. 
referierte den Sc. fuscatus Boh. als Scymnus s. str., in Arb. morph. 
tax. Berlin-Dahlem I. 1934, 269 aber als Pullus, was nach Weise 
das richtige ist. Er zieht dann mit dieser Art den Sec. vittipennis 
Boh. und brunnescens Mtsch. zu einer Art zusammen und stellt 
ihre Beziehungen folgendermaßen dar: Bei fuscatus Boh. sind 
Halsschild und Flügeldecken dunkelbraun, Naht- und Außenrand 
tief schwarz, lang weiß behaart, bei der a. vittipennis Boh. rot- 
braun, Halsschild mit großer, schwarzer Mittelmakel, die Basis 
der Flügeldecken hat eine große, breit spitz zulaufende schwarz- 
braune Makel mit schlechter Begrenzung, der Außenrand einen 
Randsaum, der etwa 2, der Flügeldecken einnimmt und das letzte 
Drittel freiläßt. Der Nahtsaum ist an der Basis am breitesten und 
wird bis zur Spitze immer schmäler. Beide Säume oder Makeln 
sind schlecht begrenzt. In weiterer Aufhellung verschwindet zu- 
erst der Randsaum, dann die Halsschildmakel und erst am Schlusse 
der Nahtsaum, Naht aber meist noch sehr schmal schwärzlich (a. 
brunnescens Mtsch.). L. 2—2,25 mm. — Indien, Malacca, Ceylon, 
Birma, Sumatra, Philippinen, Formosa, Japan, China. 


Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 009 


Sc. brunnescens Mtsch. wurde von Lewis für Japan angegeben, Ohta (Ins. 

Mats. IV. 1929, 14) gibt in seinen Scymninen Japans für brunnescens Misch. 

keine japanische Lokalität, sondern bloß Indien an. Das Vorkommen in China 

' entnehme ich dem Col. Cat., in der Literatur selbst bin ich noch nicht auf eine 
solche Angabe gestoßen. 


13. Sc. (Pullus) sapporensis Ohta. — Länglich oval, Halsschild 
an den Seiten fast geradlinig. Schwarz, Flügeldecken mit je 2 
schräg gestellten Makeln, Spitze nicht rötlich gesäumt. (Mehr ist 
der äußerst merkwürdigen Beschreibung nicht zu entnehmen. Die 
Art muß also einem kleinen Sc. subvillosus einigermaßen ähnlich 


sein.) L. ca. 1,7 mm. — Japan (Hokkaido). 


14. Sc. (Pullus) subvillosus Gze. (fasciatus Frer., minutissimus 
Vill., quadrillum Rdtb., transversepustulatus Mls., durantae 
Woll.). — Kurz und breit, seitlich stark gerundet, die Nominat- 
form auf den dunklen Flügeldecken mit je 2 hellen, schrägen 
Quermakeln, Zeichnung aber äußerst veränderlich. Kopf ziemlich 
fein und dicht, Halsschild seitlich wie der Kopf, in der Mitte stär- 
ker und weitiäufiger, Flügeldecken gleichmäßig und etwas stärker 
und dichter als die Mitte des Halsschildes punktiert. Prosternum 
mit 2 Kiellinien, die nach vorne konvergieren und bis zum Vorder- 
rande reichen. Schenkellinie vollständig, nach hinten über mehr 
als 3, des Segmentes reichend, äußerer Ast gegen die Mitte der 
Epimeren der Hinterbrust gerichtet. Schwarz oder pechschwarz, 
Kopf, Seiten des Halsschildes (bei a. Sahlbergianus Mad., fulvi- 
collis Sahlb. der Halsschild jedoch ganz hell), eine große, schräg 
gestellte, von der Schulterbeule bis weit gegen die Naht reichende 
Querbinde vor der Mitte und eine kleinere, vorn ausgerandete 
Quermakel im hinteren Drittel der Flügeldecken, der Spitzenrand 
derselben, die Spitze des Bauches, sowie die Fühler, Taster und 
Beine rot oder gelbrot, die Schenkel oft mehr oder minder 
schwärzlich (subvillosus Gze. f. nom.). Bei seltenen Verdunkelun- 
gen wird zunächst die hintere Makel punktförmig und verschwin- 
det endlich ganz (a. unifasciatus Ws., dorsalis Waltl, bei letzterer 
auf dunkler Grundfarbe nur mehr eine mehr oder weniger deut- 
liche Makel in der Mitte der Scheibe). Am häufigsten sind jedoch 
die aufgehellten Formen. Zunächst verbinden sich die beiden 
Schrägmakeln durch eine helle Längslinie oder auch durch zwei 
solche, die dann einen schwarzen Punkt einschließen (a. meridio- 
nalis Mad.). Bei isolierter vorderer Makel kann sich die hintere 
Makel nach hinten und den Seiten so stark ausdehnen, daß der 
ganze hintere Teil der Flügeldecken hell ist (a. transitus nov. ab.) 


910 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


oder es verbindet sich die hintere Makei auch noch am Seitenrande 
mit der vorderen, und es breitet sich die helle Farbe so stark aus, ° 
dai5 nur mehr einige dunkle Stellen verbleiben (a. juniperi Mtsch.). \ 
Diese dunklen Stellen sind: auf dem Halsschilde vor dem Schild- 
chen eine mehr oder weniger große Makel, auf den Decken ein 
Nahtsaum, oft stark verkürzt und bis zu einer dreieckigen Schild- 


chenmakel reduziert, ferner einige mehr oder weniger punktför- 


mige Restchen der einstigen schwarzen Grundfarbe, all dies in 


verschiedener Weise kombiniert. Zum Schlusse sind die Flügel- 


decken einfarbig hell, dabei hat der Halsschild noch eine dunkle 
Makel vor dem Schildchen (a. pubescenz Panz., pygmaeus Brll.), 
oder es ist auch der Halsschild ungefleckt (a. aurantiacus Panz.). 


L. 1,9—2,5 mm. — Europa, Mittelmeergebiet, Madeira (durantae 


Woll.), Kaukasus, Sibirien. 


15. Se. (Pullus) belophallus Capra. — Diese nordafrikanische 
Art steht dem Sec. subvillosus Gze. sehr nahe, ist aber durchschnitt- 
lich kleiner, gewölbter, mit großem Kopfe, Halsschild weniger 
quer, an den Seiten abschüssiger und seine Scheibe gröber und 
tiefer, ein wenig spärlicher punktiert. Ein Hauptunterschied liegt 
auch in der Bildung der Genitalien. — Oval, ziemlich kurz und 
breit, gewölbt, Behaarung graugoldgelb, niederliegend, mäßig 
dicht und kurz. Halsschild an der Basis breit, etwas mehr als zwei- 
mal so breit als mitten lang, sehr abschüssig an den Seiten, Flü- 
geldecken mit deutlicher Schulterbeule. Punktierung des Kopfes 
mäßig grob und dicht, die des Halsschildes an den Seiten etwas 
feiner als jene des Kopfes, auf der Scheibe merklich gröber und 
von etwas verschiedener Dichte, die der Flügeldecken etwas feiner 
als die des Halsschildes und spärlicher. Kopf beim Männchen gelb- 
braun, beim Weibchen schwarz. Halsschild schwarz, an den Seiten 
ein gelbbrauner Saum, der beim Männchen breiter ist. Flügel- 
‚deeken dunkelbraun, jede mit 2 gelbbraunen, queren Makeln, die 
unscharf begrenzt sind. Die vordere Makel vor der Mitte erreicht 
den Seitenrand, die hintere Makel in der zweiten Hälfte der 
Decken. Manchmal sind die Decken gelbbraun, mit einer dunkel- 
braunen, undeutlichen Diskalmakel. Fühler, Mundteile und Beine 
gelbbraun. Hinterschenkel beim Weibchen manchmal dunkler. 
Unterseite dunkelbraun bis schwarz, Bauch heller, besonders an 
der Spitze. Prosternum mit 2 Kiellinien, die nach vorne konver- 
gieren und bis zum Vorderrande reichen. Metasternum mit leicht 
'eingedrückter Mittellängslinie, grob, dicht und tief punktiert. 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 911 


‚(Zwischenräume kleiner als die Punkte), spärlich und weniger tief 
‚auf der Scheibe. Schenkellinie vollständig, reicht bis t/, des Seg- 
‚mentes nach hinten, ihr äußerer Ast erreicht den Vorderrand des 
Segmentes in etwa der Mitte des Hinterrandes der Epimeren der 
‚Hiuterbrust. Beim Männchen ist das 5. Bauchsegment abgestumpft 
‚und ziemlich leicht ausgerandet. L. 1,6—2 mm. — Cirenaica (Ben- 
gast). 


Über die Genitalunterschiede zwischen belophallus und subvillosus lese der 
Inte ressent in Boll. Soc. Ent. It. LVII, 1925, 137 nach. 


16. Sc. (Pullus) canariensis Woll. — Kurzoval, glänzend, sehr 
fein punktuliert, aschgrau behaart. Schwarz, Flügeldecken rot oder 
ziegelrot, auf jeder Decke mit einem schwarzen peripherischen 
Saum und einer schwarzen Scheibenmakel knapp hinter der Mitte. 
Der Außensaum biegt zur Naht in der Weise ab, daß er die äußer- 
ste Spitze rot läßt, die schwarze Makel steht frei oder ist mit dem 
Aufßßensaum verbunden, oder mit dem Nahtsaum, oder mit beiden 
(canariensis Woll. f. nom), oder diese Makel fehlt oder es sind die 
Flügeldecken rot und nur an der Naht und in der Mitte des Sei- 
tenrandes allein schwarz (a. rufipennis Woll.). L. 2,2—3 mm. — 
Canaren. 


Diese Art erinnert in ihrer Zeichnungsanlage stark an Sc. 
subvillosus Gze., dessen Vertreter von Wollaston unter dem Na- 
men durantae beschrieben wurde. Bei canariensis ist aber der Kopf 
nur beim Männchen von heller Farbe. Durantae ist etwas dichter 
und gröber punktuliert, und die rote Diskalfärbung der Flügel- 
decken ist durch zwei verflossene schwarze Flecken in 2 rote Quer- 
binden geteilt, wodurch die bekannte Zeichnung des subvillosus 
entsteht, was im übrigen nach Angabe Wollaston’s auch bei cana- 
riensis der Fall sein kann. Die a. rufipennis Woll. bezeichnet Wol- 
laston als gewöhnlich eine Kleinigkeit gröber punktiert und wirft 
die Frage auf eine besondere Art auf. Harald Lindberg (Comm. 
Biol., Helsingfors, X. 1951, Nr. 18, p. 7) betrachtet rufipennis 
Woll. als eigene Art (Scymnus s. str.), während canariensis Woll. 
ein Pullus ist. Vide Nachtrag. 


Eine ähnliche Art von den Canaren ist Pullus persimilis 


Lirdb. Vide Nachtrag. 


17. Se. (s. str.) oblongior Woll. — Dem Sec. canariensis Woll. 
ähnlich, aber etwas kleiner, länglicher, weniger gewölbt und we- 


niger dicht punktiert, Flügeldecken heller (lehmgelb) und jede 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3 97 


912 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


auf der Scheibe vorne mit noch einer zweiten dunklen Makel. L. 


2,2 mm. — Teneriffa (Gebirge). 


Wollaston selbst schwankte, ob er diesen Bewohner der höchsten Berge 
Teneriffas als eigene Art ansehen sollte. Diese Frage kann nur geklärt werden, 
wenn einmal genügend Material vorliegt. Lindberg (cit. wie vorher, p. 8) stellt 
die Art zu Scymnus s. str. | 


18. Se. (Pullus) Guimeti Mls. — Breit oval. Kopf und Hals- 
schild fahl- oder trübrot. Flügeldecken orangegelb, alle Ränder 
schmal schwarz gesäumt und eine schmale schwarze Querbinde 
über die Mitte, so daß durch dieses enge Netz die Oberfläche jeder 
Decke in 2 große helle Felder geteilt wird. Unterseite rotbraun, 
Beine rötlichgelb. Der Halsschild ist an der Basis wohl gebogen, 
aber vor dem Schildchen stumpf, nicht zu diesem vorgezogen. L. 
3,3 mm. — Vorderindien (Belgaum), ? Himalaya. 

Mulsant beschrieb diese Art als fraglich von Ostasien, und erst später wurde 
eine genauere Lokalität bekannt. Das Vorkommen im Himalaya ist nicht aus- 


geschlossen, aber nicht verbürgt. Im Catalog Gozis wird sie für Frankreich an- 
gegeben, und Weise 1879 bemerkt, daß dies auf einem Irrtum beruhen müsse. 


19. Sc. (Pullus) syriacus Mars. — Breit oval, rötlich gelb, 
‘lügeldecken fast strohgelb, Halsschild mit schlecht begrenzter 
schwarzer Makel vor dem Schildchen. Flügeldecken mit einer ge- 
meinschaftlichen, dreieckigen Makel an der Basis oder daselbst 
mit Basalbinde, die Naht, eine aus 2 Punkten zusammengeflossene 
dicke Quermakel hinter der Mitte einer jeden Decke und gemein- 
schaftliche, dem Hinterrande parallel gebogene Querbinde vor der 
Spitze, welche außen fast die mittlere Querbinde erreicht, tief 
schwarz, manchmal die Spitzenmakel als brauner und zuletzt 
schwarzer Seitensaum bis zur Basis fortgesetzt. Auch der Naht- 
saum ist vorerst braun, bei den dunkelsten Formen aber auch 
schwarz. Die bisher dunkelste Form stellt sich folgend vor: Die 
gemeinsame schwarze Basalbinde der Flügeldecken reicht nach 
außen bis an den Seitenrand, auch dieser und die Epipleuren 
schwarz, die Makel auf der Scheibe und die Querbinde vor der 
Spitze fließen mit dem Seitensaum zusammen, oder gemeinsame 
Quermakel und Scheibenmakel bleiben vorderhand noch getrennt 
und an der Spitze bleibt nur ein sehr schmaler Rand hell, der 
braune Nahtsaum kann auch schwarz werden, die Schenkel werden 
mehr oder weniger schwarz (a. basalis Kirsch non Redtb.). Bei 
der Nominatform geht die schwarze Basalbinde nicht über die 
Schulterbeule hinaus, die übrigen Makeln isolierter und vorne kein 


Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 013 


dunkler Seitensaum (syriacus Mars. f. nom.). Bei der hellsten Form 
haben die Flügeldecken nur je 2 oder 3 schwarze Makeln, die 1. 
' groß, nahe der Naht, basal, die 2. dick, diskal, etwas quer und oft 
die Zusammensetzung aus 2 Makeln vermuten lassend, die 3. 
‚ strichförmig vor der Spitze oder auch oft fehlend (a. amoenus 
_Ws.). Unterseite mit Ausnahme der Vorderbrust, der Bauchspitze 
und der Beine schwarz. L. 1,8—2 mm. — Kleinasien, Syrien, 
Ägypten, Irak (Mesopotamien). 

Pharus basalis Kirsch gehört zu Sc. syriacus Mars., nicht zu Sec. inter- 
ruptus Gze., wie Korschefsky (Ent. Bl. 1944, 135) ohne Begründung sagte. Man 
vergleiche die entsprechenden Beschreibungen, um den Irrtum sofort zu erkennen. 

Aus dem Museum G. Frey in Tutzing erhielt ich, nachdem 
diese Arbeit bereits in Druck gegangen war, nachträglich von P. 
syriacus Mars. eine hochinteressante und aufschlußreiche Serie 
von 45 Stücken: Basrah, Irak, X. 54, leg. Lindemann. Diese Serie 
zeigt, daß die Art bis zum vollständigen Schwund jeder Zeichnung 
variieren kann, was bisher in der Literatur nirgends aufscheint 
und geeignet ist, eine Vermengung dieser Art mit ihren wenig 
oder nicht gezeichneten Formen mit solchen des P. argutus Mls. 
zu verschulden. Vorerst erwähne ich, daß ich schon einmal ge- 
nötigt war, eine Konfusion, die Korschefsky in der Synonimie ver- 
schuldete, zu berichtigen (vide Bull. Soc. Fouad ler Entom., 
AXXXIII, 1949, p. 24). Was nun die Serie aus dem Museum G. 
Frey anbelangt, so liegt die dunkelste Form, a. basalis Kirsch, nur 
in 1 Stück vor, 7 Stück kann man noch der Nominatform syriacus 
Mars. zurechnen, 14 Stück kann man mehr oder minder als a. 
amoenus Ws., oder als Übergänge hiezu, ansprechen, 21 Stück 
besitzen auf der Mitte jeder Deckenscheibe einen größeren oder 
kleineren schwarzen, braunen oder nebeligen, oft schlecht be- 
grenzten Fleck, ich nenne sie a. binotulatoides m., da sie von we- 
niger versierten Kollegen mit argutus a. binotulatus Obenbg. ver- 
wechselt werden können. Oft zeigen diese Stücke noch schatten- 
hafte Andeutungen der einstigen dunkleren Säume der a. basalis, 
wodurch ihre Zugehörigkeit zu syriacus und nicht argutus unter- 
strichen wird. 2 Stücke entbehren jeder schwarzen Zeichnung, und 
ich nenne sie a. innotatus m., um sie von argutus a. kurdistanicus 
Obenbg. zu unterscheiden. Eine Benennung eines solchen Eck- 
punktes in der Variationsreihe ist berechtigt. Voll gezeichnete 
Stücke der beiden Arten werden nun bei einiger Aufmerksamkeit 
leicht zu trennen sein, ich bin aber überzeugt, daß wenig gezeich- 
nete Stücke vermengt werden, umsomehr sich dann in den übrigen 


mx 
{ 


b) 


914 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Merkmalen keine scharfen Unterschiede ergeben. Man achte daher 
besonders auf folgendes: 


1. P. syriacus Mars.: Wenn bei dieser Art an der Basis der 
Decken eine schwarze Zeichnung vorhanden ist, so ist dieselbe ein 
Fleck beim Schildchen oder eine Basalbinde über die Naht hinweg 
bis zur Schulterbeule oder sogar bis zum Seitenrande, die sich bei 
der a. basalis sogar noch als Außensaum nach hinten fortsetzt 


I 
\ 
N 
\ 
if 
j 


| 
i 


| 
i 
j 
| 
| 


und nur einen feinen hellen Spitzensaum freiläßt. Bei der a. amoe- 
rus Ws. finden wir normal auf jeder Decke 3 schwarze Makeln 


hintereinander, eine nahe dem Schildehen, manchmal bis zur 


Schulterbeule reichend, eine auf der Mitte der Scheibe, meist aus 


2 Makeln zusammengesetzt erscheinend, eine strichförmig, schief 


vor der Spitze, letztere oft fehlend, sehr oft sind die ehemaligen 


dunkleren Säume noch nebelhaft bräunlich angedeutet, wodurch 
die Ableitung von syriacus noch ohne Zweifel ist. Dies ist auch der 
Fall, wenn nur mehr die dunkle Mittelmakel da ist. Sollten die 
angedeuteten nebelhaften Säume auch fehlen, dann bemerkt man 
bei gewisser Einspiegelung noch immer die Spuren der einstigen 
hellgelben Querbinden, welche vor und hinter der Makel waren. 
Diese Spuren der helleren Querbinden lassen sich schwach auch 
noch bei der a. innotatus m. erkennen. 


2. P. argutus Mis.: Wenn bei dieser Art an der Basis ein 
schwarzes Zeichen auftritt, so liegt dasselbe stets auf der Schulter- 
beule und immer entfernt vom Schildcehen. Es kommt niemals zu 
angedeuteten dunkleren peripherischen Säumen. Vor der Spitze 
der Decken liegt niemals eine dunkle Makel. Die heller gelben 
Querbinden, die man auch bei arm gezeichneten syriacus noch 
schwach wahrnehmen kann, fehlen bei allen argutus vollkommen. 
Von dieser Art beschrieb Obenberger (Oas. Spol. Ent., 1939, 93) 
eine Anzahl von Formen. Ich glaube, mich nicht zu irren, daß er 
dabei argutus und syriacus vermengt hat. Soweit seine Formen 
eine Makel direkt auf der Schulterbeule haben, ist die Sache klar, 
aber wenn er seiner a. mesopotamicus eine Makel vor der Spitze 
zuschreibt, so glaube ich schon, daß dies eine helle Form des 
syriacus ist, denn eine solche Makel gibt es bei argutus nie und 
ist nur gewissen Formen des syriacus eigen. 


20. Sc. (Pullus) argutus Mls. — Oval, mäßig gewölbt. Oben 
hell bräunlichgelb, Flügeldecken normal mit 7 kleinen schwarzen 


Makeln: M. 1 rund, vom Schulterhöcker nach innen, M. 2 halb- 


| 


| Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 015 
] 


' kreisförmig, hinter der Mitte am Seitenrande, 3 rund, auf der 
‚Scheibe zwischen M. 2 und der Naht, M. 1% auf der Naht, etwas 
hinter 3, so daß die M. 2, 3, y, 3, 2 eine Querreihe bilden. Unter- 
seite schwarz, Spitze der Schenkel, Schienen und Tarsen gelb. Zu- 
‚ weilen ist die Naht der Flügeldecken von Makel 1. an bis zum 
' Schildehen angedunkelt. Diese Zeichnung variiert beträchtlich 
durch Ausfall oder Verfließen von Makeln, und es wurden bis 
jetzt folgende Formeln beobachtet: 1. Flügeldecken ungefleckt 

(a. kurdistanicus Obbg.), 2. Formula: 3 (a. binotatulus Obbg.), 
3. F.: 3 und eine Zusatzmakel 4, halbmondförmig am hinteren 
' Rande der Decken (a. mesopotamicus Obbg.), 4. F.: 2, 3 (a. Oben- 
_ bergeri nov. ab.), 5. F.: 2--3 (a. modestulus Obbg.), 6. F.: 1, 3 
(a. 4-notatulus nov. ab.), 7. F.: 2-3, 12 (a. bagdadensis Obbg.), 
6. F.: 1, 2, 3 (a. sexnotatulus nov. ab.), 9. F.: 1, 2--3 (a. Hed- 
wigae Obbg.), 10. F.: 1, 2, 3, 1% (argutus Mls. f. nom.), 11. F.: 
1, 2-3, 12 (a. araxicola Obbg.), 12. wie die Nominatform, aber 
Makei 1 groß, bindenförmig nach hinten verlängert, schräg gegen 
die Naht, gewissermaßen ein gemeinsames dunkles Basaldreieck 
bildend (a. Kalalaı Obbg.). Flügeldecken sehr zart, wenn auch 
sehr dicht punktiert. Die Schenkellinie reicht bis '/; des Segmentes 
nach hinten. L. 1,5—2 mm. — Kaukasus, 'Transkaspien, Turke- 
stan, Buchara, Mesopotamien. 


21. Sc. (Pullus) mongolicus Ws. — Dem Sc. argutus Ms. ver- 
wandt, aber von diesem leicht dadurch zu unterscheiden, daß statt 
der beiden schwarzen Makeln in der Mitte jeder Decke nur eine 
bogenförmige vorhanden ist, welche sich außen nicht nach vorn, 
sondern nach hinten verlängert. — Ziemlich breit oval, schmutzig 
und nicht besonders lebhaft rötlich gelbbraun, Brust und Bauch, 
mit Ausnahme der Spitze, dunkel, schwärzlich oder braun; Ober- 
seite sehr dicht und fein seidenschimmernd behaart, mäßig glän- 
zend, sehr fein und dicht punktiert. Flügeldecken mit 5 wenig 
hervortretenden schwarzen Makeln: M. 1 gerundet, an der Basis 
innen am Schulterhöcker, M. 2 dicht hinter der Mitte, quer binden- 
förmig, innen breiter als außen, hier fast den Seitenrand errei- 
chend und nach hinten gebogen, innen dagegen ziemlich gerade, 
ein Stück von der Naht entfernt endigend. Die gemeinschaftliche 
Makel ist klein, sehr unbestimmt, oft fehlend, und befindet sich 
neben Makel 2. Das Prosternum hat 2 nach vorne konvergierende 
Kiellinien, die den Vorderrand erreichen. Die Schenkellinie bildet 
einen bis über 3 des Segmentes nach hinten reichenden Bogen, 


916 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


dessen Seiten nicht gleichmäßig gerundet, sondern mehr gerad- \ 


linig sind. L. 2 mm. — Mongolei. 


22. Sc. (Pullus) impexus Mls. (abietis Mls.). — Von dem sehr 
ähnlichen Sc. abietis Payk. leicht zu unterscheiden durch die dop- 
pelte Punktierung, die wirbelige Behaarung der Flügeldecken und 
die vollständige Schenkellinie. Von ganz ähnlicher, aber durch- 
schnittlich kleinerer Gestalt wie abietis, wie dieser oben einfarbig 
bräunlichgelb, unten die Mittel- und Hinterbrust und der Bauch 
bis auf die hellere Spitze braun oder bräunlichrot, die Fühler, 
Taster und Beine rötlichgelb. Die ziemlich lange, weißliche Be- 
haarung ist namentlich auf der hinteren Hälfte der Flügeldecken 
sehr stark gewirbelt. (Ein breiter Querstreifen vor der Mitte der 
Decken scheint beinahe wie kahl, weil die Haare daselbst so nach 
innen gerichtet sind, daß sie bei der Betrachtung von oben nicht 
sichtbar bleiben, die übrigen bilden Binden fast wie bei manchen 
Byrrhus-Arten.) Kopf und Halsschild ziemlich fein und dicht 
punktiert, die Flügeldecken außer der ziemlich feinen, von der des 
Halsschildes wenig verschiedenen Grundpunktierung mit weit- 
läufig stehenden, viel gröberen Punkten. Prosternum mit 2 bis zum 
Vorderrande reichenden, nach vorn leicht konvergierenden Kiel- 
linien. Metasternum an den Seiten grob und dicht, in der Mitte 
viel feiner und weitläufig punktiert. Die Schenkellinie ist ein brei- 
ter Bogen, der mehr als 3, des Segmentes nach hinten reicht, und 
dessen Außenast gegen die Mitte der Epimeren der Hinterbrust 
gerichtet ist. L. 2—2,5 mm. — Mittel- und Südeuropa, Nord- 
afrika. 


23. Sc. (Pullus) globosus Ws. — Breit eiförmig, stark gewölbt, 
oben gelbbraun oder braun, meist mit schwärzlicher Naht der 
Flügeldecken oder dunkler pechbraun bis pechschwarz, der Kopf, 
die Seiten des Halsschildes und die Spitze der Flügeldecken ver- 
waschen rotbraun (a. piceus Ws.), Mittel- und Hinterbrust und 
Bauch mit Ausnahme der mehr oder minder rötlichen Spitze 
schwarz, Fühler, Taster und Beine braunrot oder bräunlichgelb. 
Kopf und Halsschild mäßig fein und mäßig dicht, Flügeldecken 
grob, aber seicht und nicht sehr dicht punktiert. Prosternum mit 
2 scharfen, bis zum Vorderrand reichenden, nach vorn konvergie- 
renden Kiellinien. Seiten der Hinterbrust und das Mesosternum 
grob und dicht, die Mitte der Hinterbrust nach hinten weitläufig 
punktiert. Die Schenkellinie ist ein breiter Bogen, der mehr als 34 
des Segmentes nach hinten reicht, und dessen Außenast gegen die 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 017 


j Außenecke der Hinterhüften gerichtet ist. L. 1,5—2 mm. — Un- 
garn, Balkan, Italien, Sizilien, Korsika, Kleinasien. 

Von subvillosus unterscheidbar durch die im aligemeinen geringere Größe, 
gröbere Punktierung der Flügeldecken, die schmälere, an den Seiten viel weniger 
stark gerundete Gestalt und die einen viel schmäleren Bogen bildende Schenkel- 
linie. 

24. Sc. (Pullus) fraxini Mls. — Eine verschollene Art, von der 
man nichts mehr hört. — Oval. Kopf, Taster und Fühler blaß 
fuchsrot, Halsschild schwarz, vorne mit einem blaßziegelroten 
Saum (?Männchen) und an den Seiten mit ebensolchem Saum, 
der sich vorne bis zur Innenseite der Augen erstreckt und sich dann 
zu den Hinterwinkeln verengt. Flügeldecken schwarz, an der Spitze 
allmählich rotbraun. Unterseite schwarz, hintere Hälfte des 5. und 
das 6. Bauchsegment rötlich oder blaß ziegelrot. Beine rötlich. 
Halsschild nach hinten wenig gebogen und an der Basis nicht ge- 
buchtet. Jede Flügeldecke hinten stumpf abgerundet. Die Schen- 
kellinie reicht bis °/,, des Segmentes nach hinten. L. 1,5 mm. — 
Kaukasus. 


25. Se. (Pullus) Victoris Cr. (limbatus Mtsch., dorsualis Ws. 
ephippiatus Gorh.). — Ziemlich kurz oval, gelbbraun bis rotbraun 
Behaarung wolkig, grauweißlich, kurz und ziemlich dicht. Hals- 
schild quer, an den Seiten leicht gerundet, nach vorne nicht stark 
verengt, Punktierung sehr fein und ziemlich dicht, die Scheibe au! 
dem mittleren Drittel pechbraun. Flügeldecken mit deutlicher 
Schulterbeule, Punktierung ziemlich fein und sehr dicht, entweder 
einfarbig gelbbraun oder an den Seiten, an der Spitze breiter, von 
‘dieser Farbe, der übrige Teil pechbraun, in Form einer großen, 
gemeinsamen Makel (3, der Flügeldecken), die auch auf den Hals- 
schild übergreift, beide Farben nicht deutlich abgegrenzt. Unter- 
seite rostrot, Brust und Mitte des Bauches oft schwärzlicher, Punk- 
tierung daselbst sehr dicht, runzelig. Fühler und Beine blaßrötlich 
oder ziegelrot. L. 1,7—2,4 mm. — Ceylon, Indien, Philippinen, 
auch vom Himalaya berichtet. 


Von dieser Art sind auch sogenannte Subspecies beschrieben 
worden, die ich hier anführe, weil es nicht ausgeschlossen ist, dafs 
sie einmal im Range sinken werden. Es sind dies: v. obsignatus Ws. 
von Ceylon und s. unimaculata Korsch. von Kanara. 


Zur ersteren lassen wir Weise selbst sprechen: „Pullus Dictoris 
var. a) obsignatus: Von der Stammform aus Indien durch folgende 


018 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


Merkmale verschieden: Der Körper ist etwas breiter gebaut, an | 


den Seiten ziemlich gleichmäßig gerundet, oberseits, namentlich 
auf den Fld. feiner punktiert, glänzender, der breite helle Seiten- 
saum der Fld. blasser gefärbt, von der schwarzen Scheibe schärfer 
geschieden und vor der Spitze weniger verbreitert. Unter den zahl- 
reichen Exemplaren befindet sich nur eins, welches in der Zeich- 
nung der Oberseite insofern abweicht, als die schwarze Färbung 
der Scheibe sich hinter der Schulter bis an den Seitenrand ausdehnt 


und den hellen Seitensaum breit unterbricht: var. b); während 


Dictoris sehr variiert. Bei ihm sind Halsschild und Fld. anfangs 
einfarbig hell rostrot, dann zeigt sich ein schwärzlicher Anflug auf 
der Scheibe des Halsschildes, in Verbindung mit einer großen, ge- 
sättigt rostroten, hinten schwärzlichen gemeinschaftlichen Makel 
auf den Fld., von der Basis bis %/ der Länge, zuletzt ist der Hals- 
schild, ausgenommen der Vorderrand und ein breiter Seitensaum, 
sowie die Scheibe der Flügeldecken pechschwarz, während ein brei- 
ter, innen meist schlecht begrenzter, hinten breiter werdender Sei- 
tensaum der Fld. hell rostrot bleibt.“ 


Zur s. unimaculata sagt Korschefsky (Ind. Forest Rec. XIX /VI, 
1954, 5): „Kopf, Fühler, Taster, Halsschild und Flügeldecken gelb- 
lichrot. Letztere mit einer großen, den Flügeldecken gemeinsamen 
Makel. Sie beginnt kurz vor der Mitte der Basis, geht bis zum 
Innenrand der Schulterbeule, um dann in einem gleichmäßig ge- 
schweiften Bogen die Naht kurz vor der Mitte zu erreichen. Unter- 
seite fahlgelb. Mesosternum, Metasternum, die Episternen und 
Epimeren der Mittel- und Hinterbrust sowie das erste Segment 


bis auf die äußeren unteren Ecken lackschwarz glänzend. Während. 


bei dieser neuen Rasse diese beiden extremen Farbtöne scharf an- 
einander abgegrenzt sind, gehen sie bei der Nominatform langsam 
ineinander über. Auch ist victoris etwa Y, bis !/, größer.“ 


26. Sc. (Pullus) testaceus Mtsch. (lividus Bold.). — Oval, mäßig 


gewölbt, mit wenig dichter, auf der hinteren Hälfte der Flügel- 
decken mehr oder minder wirbeliger Behaarung. Kopf und Hals- 
schild ziemlich fein und mäßig dicht, die Flügeldecken doppelt so 
stark, aber nicht dicht punktiert. Die Färbung variiert von ein- 
farbig hellen bis zu fast ganz schwarzen Formen. Oberseite ganz 
gelbbraun oder bräunlichrot, unten Mittel- und Hinterbrust und 
Bauch, die rötliche Spitze ausgenommen, braun oder schwarz, Füh- 
ler, Taster und Beine rötlichgelb (testaceus Mtsch. — Kaukasus, 
von Reitter aber auch für Mödling bei Wien angegeben). Zunächst 


Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 019 


| 

wird nun erst einmal der Kopf schwarz und die Flügeldecken zei- 
gen eine sehr schmale Verdunkelung (a. angoranus Obbg.) oder die 

Naht ist in der Mitte mehr oder minder schmal angedunkelt (a. 

_ atricapillus Bris.). Den Kopf schwarz, aber den Halsschild noch 

‚ hell, die Flügeldecken jedoch schon teilweise schwarz hat eine ost- 

 sibirische Form, auf die unten noch einmal zurückgekommen wird. 
Nun werden zum Kopfe noch der Halsschild und die Unterseite 
schwarz, und die Flügeldecken weisen bereits Schwärzungen auf, 
und zwar bloß einen sehr schmaien Nahtsaum (a. Fleischeri Obbg.), 
oder einen vorn breiten, nach hinten verschmälerten Nahtsaum, 
der ungefähr :/), der Nahtlänge nach hinten reicht (a. scutellarıs 
Mis., Mulsanti Wath.) oder auch die Spitze der Flügeldecken er- 
reichen kann (a. quercus Mls.). Den Übergang zur dunkelsten Form 
bilden nun Stücke, die auf jeder Decke nur mehr einen dunkel- 
roten Wisch besitzen und die Schenkel bereits pechschwarz haben. 
Endlich wird das Tier ganz schwarz, und nur der Mund, die Knie 
und Tarsen sind rötlich (a. concolor Ws.). Die aus Ostsibirien stam- 
menden Stücke gelten als Lokalrasse. Sie haben dunklen Kopf, 
bräunlichroten Halsschild und ebensolche Flügeldecken, letztere 
mit einem gemeinschaftlichen, breit dreieckigen schwarzen Flek- 
ken, der an der Basis von einer Schulter zur anderen reicht und 
hinter der Mitte endet, außerdem mit einem schmalen, verwasche- 
nen schwärzlichen Saum an den Seiten bis hinter die Mitte, oder 
die Flügeldecken sind schwarz und gehen hinter der Mitte allmäh- 
lich in die rote Farbe über (S. cognatus Ws.), diese Stücke, soweit 
sie Weise vorgelegen, auch etwas größer. — Zur Art wieder zu- 
rück: Prosternum mit 2 feinen Kiellinien, die den Vorderrand 
nicht erreichen, jedoch vorne gewöhnlich zusammentreffen. Hin- 
terbrust an den Seiten stark und sehr dicht punktiert, in der Mitte 
weitläufig mit weniger starken Punkten besetzt. Die Schenkellinie 
bildet einen mäßig breiten Bogen, der über mehr als %, des Seg- 
mentes nach hinten reicht, dessen äußerer Ast etwas außerhalb der 
Außenecke der Hinterhüften am Vorderrand des Segmentes endet. 
L. 1,7—2 mm. — Größter Teil der paläarktischen Region. 

Ich halte es für günstig, zwischen den Aberrationen atricapillus Bris. und 
angoranus Obbg. einerseits und scutellaris Mls. und quercus Mls. andererseits 
nicht zu unterscheiden. Schließlich hat Obenberger (Cas. 1942, 96) quercus Mls. 
falsch ausgelegt und ihm einen hellen Halsschild zugeschrieben, während Mulsant 
den letzteren ausdrücklich als schwarz bezeichnet. Während die Nominatform 
trotz der Angabe Reitter’s mir in Mitteleuropa noch nie unterkam, und vielleicht 


doch auf den Kaukasus und die benachbarten Länder beschränkt zu sein scheint, 
wenigstens als die dominierende Form, ist a. scutellaris Mls. in Mitteleuropa die 


920 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


dominierende Form. Von ähnlichen Arten wird sie am besten durch die an den ir 
Seiten gewirbelte Behaarung unterschieden, man muß aber genau hinsehen. 

27. Se. (Pullus) Hoffmanni Ws. — Oval, mäßig gewölbt, 
schwach glänzend. Kopf, Taster und Fühler rotgelb, Halsschild 
schwarz, die Vorderwinkel beim Männchen breiter als beim Weib- 
chen rotgelb, Hinterrand vor dem Schildchen wenig nach hinten 
ausgezogen, gleichmäßig, wenig dicht und stark punktiert. Flügel- 
decken rotgelb, Basis, Naht bis zu 2% ihrer Länge (nach hinten 
schmäler) und der Seitenrand, soweit die gleichfalls schwarzen Epi- 
pleuren nach hinten reichen, schwarz, mäßig dicht und fein punk= 
tiert. Unterseite schwarz, der Bauch gegen die Spitze hin heller, 
rötlich. Schenkellinie vollständig, ‘/, des Segmentes nach hinten 
reichend, der von ihr eingeschlossene Raum gleichmäßig dicht und 
ziemlich stark, nur wenig weitläufiger als die übrigen Segmente, 
punktiert. L. ca. 1,5 mm. — Japan (Honschiu, Schikoku, Kiu- 
schiu), Korea, China. 

Vom ähnlichen Sec. suturalis Thnb. verschieden durch den roten 
Kopf, die dichtere Punktierung der Unterseite, die viel größere 
Schenkellinie und die hellen letzten Bauchsegmente. Soll in Japan 
sehr gemein sein. 


25. Se. (Pullus) chinensis Jord. — Eiförmig, leicht gewölbt, 
kurz gelblichgrau behaart. Rot, Halsschild überall stark punktiert, 
bräunlich, die Seiten breit und der Vorderrand sehr schmal rot, an 
der Basis jederseits gebuchtet und zum Schildchen vorgezogen. 
Flügeldecken rot, mit einem schmalen und langen dreieckigen, 
braunen Nahtsaum, die Decken ein wenig stärker als der Hals- 
schild punktiert, schwach runzelig erscheinend. Hinterbrust braun, 
grob und dicht punktiert und leicht rugos, besonders an den Seiten, 
die Mitte der Länge nach eingedrückt, aber nicht glatt. Bauch stark 
und dicht punktiert, mit dem 1. Segment braun und dem 2. blaß- 
braun. Schenkellinie vollständig, erreicht nicht den Hinterrand 
des Segmentes, stark und ziemlich gleichförmig gebogen. L. 1,7 
mm. — China. 

Sehr nahe dem Sc. suturalis Thnb., aber kürzere Gestalt, blas- 
sere Färbung und viel dichtere und gröbere Punktierung des Meta- 
sternums. 


29. Sec. (Pullus) suturalis Thnb. (pilosus Hbst., discoideus 
Illig., pin: Marsh.). — Länglich oval, mäßig gewölbt, auffällig grob 
und rauh weißlich behaart, daran besonders unter den Mitteleuro- 


päern leicht kenntlich, Flügeldecken häufig doppelt punktiert. 


Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 921 


) Schwarz, Halsschild oft mit rotbraunen Vorderwinkeln, Flügei- 
decken bräunlichgelb oder braunrot, mit schwarzer, an der Naht 
spitz dreieckiger, an den Seiten in Form eines Längsstreifens nach 
hinten verlängerter Basalfärbung. Unterseite schwarz, Fühler und 
Taster bräunlichgelb, die Beine dunkel mit an der Basis pech- 
schwarzen Schenkeln und braunroten Schienen und Tarsen (sutu- 
ralis Thnb. f. nom.) oder die Schenkel sind ganz schwarz, die Schie- 
nen ebenfalls schwärzlich, jedenfalls stark dunkel (a. gratiosults 
Obbg.). Die Färbung variiert von einfarbig heller Oberseite (a. 
testaceicolor Roub., expectandus Obbg.) über schwarzen Kopf und 
Halsschild (a. atriceps Steph., ? pusillus Müll.) zu gezeichneten bis 
ganz schwarzen Flügeldecken. Zunächst haben die Flügeldecken 
nur den dunklen Naht und Basalsaum (a. inlimbatus Mad.), dann 
tritt der Seitensaum hinzu, beide Säume nicht bis zur Spitze rei- 
chend (suturalis Thnb. f. nom.), oder sie vereinigen sich an der 
Spitze und schließen einen hellen Längsstreifen auf den Flügel- 
decken ein (a. plagiatus Beck 1817, limbatus Steph. 1831). Zum 
Schlusse werden auch die Flügeldecken ganz schwarz (a. Gerhardti 
Obbg., nigricans Gerh.). Kopf und Halsschild ziemlich fein und 
. dieht punktiert, die Flügeldecken mit grober, aus ziemlich gleich 
starken oder aus gleichmäßig verteilten gröberen und feineren 
Punkten bestehender Punktierung. Prosternum mit 2 Kiellinien. 
Hinterbrust an den Seiten grob und sehr dicht, gegen die Mitte 
sowie die Mittelbrust weitläufig, in der Mitte nach hinten nur sehr 
spärlich und ziemlich fein punktiert. Schenkellinie ein breiter Bo- 
gen, der nach hinten über %; des Segmentes reicht, und dessen 
äußerer Ast gegen die Mitte der Epimeren der Hinterbrust ge- 
richtet ist. L. 1,5— 2,3 mm. — Europa, Kaukasus, Sibirien, Tunis. 


30. Sc. (Pullus) Oertzeni Ws. — Schlank, vorn und hinten 
breit abgerundet, an den Seiten ziemlich parallel, mäßig gewölbt, 
ziemlich dicht, aber sehr fein greis, seidenschimmernd behaart. 
Schwarz, auf den Flügeldecken mit bläulichem Anfluge, mäßig 
glänzend. Mund, Fühler und Schienen rötlich braun, die Tarsen 
etwas heller. Halsschild mehr als doppelt so breit wie lang, dicht 
und sehr fein punktiert. Flügeldecken etwas stärker und weitläufi- 
ger als der Halsschild punktiert. Die Schenkellinie reicht bis 3, des 
Segmentes nach hinten, ist innen stark, außen schwächer gebogen, 
konvergiert hier stark mit dem Seitenrande und erreicht den Vor- 
derrand ungefähr in der Mitte der Seitenstücke der Hinterbrust. 
L.2 mm. — Griechenland. 


992 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955 


31. Se. (Pullus) urgensis Jac. (mongolicus Flsch., dorsalis 
Ylsch., arenarius Ws.). — Oval, ziemlich gewölbt, Oberseite spär- 


lich weißlich behaart, Flügeldecken in der Mitte (nach Fleischer) 
fast unbehaart und infolgedessen hier wie poliert glänzend. Hals- 
schild sehr fein und dicht, Flügeldecken stärker und weniger dicht 
punktiert. Mund rotgelb, Kopf schwarz, Halsschild hellrot. Flügel- 
decken gleichfalls hellrot, an der Naht mit einem breiten schwar- 
zen Streifen, welcher bis hinter die Mitte reicht und sich dann 
plötzlich in einen spitzen Winkel verschmälert; auch der Seiten- 
rand in der Mitte schwärzlich, oder es verbreitert sich die schwarze 
Färbung derart, daß nur die Schultergegend und die Spitze rot 
bleiben. Unterseite schwarz, die Bauchspitze rot. Beine rot mit 
dunklen Schenkeln. Die Schenkellinie vollständig, aber nur bis 
zur Mitte des Segmentes nach hinten reichend. L. 1,5 mm. — 
Mongolei. 


32. Se. (Pullus) niponicus Lew. — Kurz oval, braun, glänzend, 
greis behaart. Kopf rotbraun, Halsschild vor dem Schildchen an- 
gebräunt, in der Mitte der Länge nach dunkel rot. Unterseite teil- 
weise angebräunt. Beine ziegelrot. Nach Ohta ist die Schenkellinie 
vollständig und das Prosternum hat 2 parallele Kiellinien, die bis 
zum Vorderrand reichen. L. 1,7—2 mm. — Japan (Honschiu, Schi- 
koku, Kiuschiu). 

Die Art soll nach Lewis dem Sec. subvillosus sehr ähnlich sein, hat aber 
schmäleren Halsschild. Ohta hat von dieser Art noch eine a. nigriceps benannt, 
aber derart konfus beschrieben, daß mit derselben nichts anzufangen ist. Er sagt: 
„Dieses Tierchen unterscheidet sich von der Stammform durch den gelben Kopf“; 
während er mit dem Namen nigriceps einen schwarzen Kopf andeutet, spricht er 
in der Beschreibung von einem gelben Kopf. Was ist jetzt also richtig? Die 
Nominatforım hat nach Lewis einen braunen Kopf. Solche Beschreibungen muß 
man negieren können. Einen ganz schwarzen Halsschild hat a. munagronis Ohta. 

Leider muß ich nochmals darauf hinweisen, daß die Beschreibungen Ohta’s 
mit einer gewissen Vorsicht aufzunehmen sind. Sie bedürfen in der Tat erst noch 
einer kritischen Nachprüfung an der Hand seiner Typen. 


33. Sc. (Pullus) pallidivestis Mls. — Oval, mäßig gewölbt, 
Behaarung kurz und dicht. Oben und unten bräunlichgelb oder 
bräunlich (a. mediterraneus nov. ab.), oder Flügeldecken mit einem 
braunen, gemeinsamen, dreieckigen Schildchenfleck, der gewöhn- 
lich von einer Schulterbeule zur anderen reicht und nach hinten 
auf der Naht etwa bis zur Hälfte der Länge, Unterseite braun oder 
schwärzlich, besonders auf der Brust, Beine noch von der hellen 
Farbe (pallidivestis Mls. f. nom.). Die dunkelste Form ist ganz 
schwarz, jede Flügeldecke mit einem großen, roten oder rotbräun- 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 925 


lichen Diskalfleck, Beine rötlichgelb, Schenkel öfter angedunkelt 
(a. Mulsantianus Sie., nanus Mls.). Prosternum mit 2 Kiellinien, 
die den Vorderrand nicht erreichen und vorne gewöhnlich zusam- 
mentreffen. Hinterbrust in der Mitte viel weitläufiger als an den 
' Seiten und viel dichter als bei testaceus punktiert. Schenkellinie 
vollständig, etwas spitzbogig, nach hinten kaum bis 3 des Seg- 
 mentes reichend, ihr äußerer Ast gegen die Mitte der Epimeren 
' der Hinterbrust gerichtet. L. 1—1,58 mm. — Mittelmeergebiet. 

Einem kleinen Se. testaceus ähnlich, aber flacher, feiner und dichter punk- 


tiert und kürzer behaart. 


34. Sc. (Pullus) fennicus J. Sahlb. — Länglich oval, wenig ge- 
wölbt, wenig glänzend, dicht und tief punktiert, gelblich behaart. 
Schwarz, Halsschild, Fühler und Beine rot. — Halsschild zweimal 
so breit als lang, nach vorne leicht verengt, Vorderwinkel ein 
wenig vorgezogen, Hinterwinkel stumpf, Basis beiderseits nicht ge- 
buchtet, rot, Scheibe hinten ein wenig dunkler. Flügeldecken fast 
viermal so lang als der Halsschild, Schulterbeule undeutlich, 
schwarz, an der Spitze pechbraun. Unterseite gelblich behaart, 
Bauch pechbraun. Prosternum mit 2 Kiellinien, die etwas vor dem 
Vorderende im scharfen Winkel zusammenlaufen. Mittel- und 
Hinterbrust dicht und tief, Bauch sehr fein punktiert. Schenkel- 
linie vollständig, genau halbkreisförmig, etwa 3, des Segmentes 
nach hinten reichend. L. 0,9—1,1 mm. — Finnland. 

Diese winzige und längliche Art erinnert in der Färbung stark an Se. fulvi- 
collis Mis., aber sie ist weniger gewölbt und die Flügeldecken dichter punktiert, 


ferner erreichen bei Julvicollis die Kiellinien des Prosternums den Vorderrand 
nicht und konvergieren nach vorne nur leicht. 


35. Se. (Pullus) pauper Ws. — Länglich eiförmig, gewölbt, 
hell rötlich gelbbraun, die Flügeldecken dunkler braun, oben ver- 
hältnismäßig lang, aber nicht sehr dicht, wolkig behaart, ziemlich 
glänzend. Halsschild quer, nach vorne im sanften Bogen verengt, 
dicht und äußerst fein punktiert. Flügeldecken an den Seiten 
mäßig gerundet, mit deutlicher Schulterbeule und feiner Punk- 
tierung, zwischen der man bei stärkerer Vergrößerung stärkere, 
zuweilen gereihte Punkte bemerkt. Schenkellinie ziemlich klein, 
ihr innerer Ast viel flacher als der äußere, welcher mit dem Seiten- 
rande sehr wenig konvergiert. L. 1,8—2,3 mm. — Talysch, Len- 
koran. 


36. Se. (?Pullus) sacium Roubal (Ent. Mitt. 1927, 137). — 


Dieser Art gegenüber bin ich aus gewissen Gründen skeptisch. Ich 


924 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


bringe hier die Originalbeschreibung: „Pullus sacium n. sp. Aus , 


der Verwandtschaft des pallidivestis Muls. Sehr gut kenntlich an 
der zarten, kleinen, langen, ovalen, flachen Gestalt, 
bei flüchtiger Ansicht etwa an ein Sacium erinnernd: Oben und 
unten ganz gelb. Die Behaarung sparsamer, dünner, kürzer, mit 
Ausnahme der Deckenpartie vor der Spitze, wo sie längs der Naht 
von vorne nach hinten angeordnet ist. Der Halsschild breiter, 
weniger schmäler als die Decken, seine Seiten viel 
weniger nach vorne konvergierend als bei pallidivestis, fast paral- 
lel, die Seitenränder der langen Decken von den Schultern bis zur 
Nahtspitze überall sichtbar, was bei pallidivestis nicht der Fall ist. 
Die Punktierung des Kopfes ist dichter als jene des Halsschildes, 
dieser etwas sparsamer und feiner punktiert als bei pallidivestis, 
die Decken etwa so dicht wie der Halsschild, aber zweimal gröber, 
schärfer und tiefer punktiert. Die 2 Kielchen in der Mitte der 
Vorderbrust nach vorn schwach konvergierend, die Hinterbrust 
stark glänzend, in der Mitte schwach, seitlich schwächer und spar- 
samer als bei fallidivestis punktiert, alle Abdominalsternite 
dicht und stark genetzt, daher matt, in der Mitte abso- 
lut unpunktiert, einige Punkte befinden sich bloß an den 
Seiten (am 1. Sternite in der Partie des Außenastes der Schenkel- 
linie), diese hat die Ferm einer Hyperbole, sie ist vollständig und 
reicht über 3, der Länge des Sternites nach hinten. L. 1,3 mm. — 
Rußland: Odessa.“ — Ich kenne die Art nicht, halte sie aber wegen 
der Behaarung für Stethorus. 


37. Se. (Pullus) paganus Lew. — Oval, gewölbt, einfarbig 
braun, glänzend, greis behaart, Halsschild grob, aber nicht dicht, 
Flügeldecken ebenso in der Schildchengegend, aber allmählich fei- 
ner gegen die Seiten und Spitzen punktiert. L. 2,5 mm. — Japan 
(Honschiu, Schikoku, Kiuschiu), Formosa. 


Ohta referiert diese Art als Pullus, ob er die Schenkellinie überprüfte, sagt 
er nicht. 


38. Sc. (Pullus) alpestris Mls. et Rey. — Oval, schwarz, ein der 
Naht ziemlich genäherter Punkt im hinteren Drittel der Flügel- 
decken und ein kürzerer Spitzensaum der Decken gelbrot, Fühler, 
Taster, Schienen und Tarsen rötlichgelb, die Schenkel schwarz. 
Kopf und Halsschild fein, die Flügeldecken weniger fein punktiert. 
Die Schulterbeule deutlich. Die Schenkellinie vollständig, bis 5/,; des 
Segmentes nach hinten reichend, äußerer Ast gegen die Mitte der 
Epimeren der Hinterbrust gerichtet, nach vorn schwächer werdend. 


Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 925 


] In der Färbung dem Nephus bipunctatus ähnlich. L. 1,7 mm. — 
Frankreich, ? Syrien. 


39. Sc. (? Pullus) Mitsuhashii Takizawa. — Fast halbkugelig, 
fein grauweiß und kurz behaart. Oben und unten mit den Beinen 
schwarz. Flügeldecken mit je einer sehr großen roten Makel, nahe 
' der Naht, aber näher der Spitze als der Naht (nach der beigegebenen 
Figur ist der Fleck keineswegs sehr groß). Fühler und Tarsen röt- 
lichbraun. Kopf grob, Halsschild etwas feiner, Flügeldecken wieder 
gröber und spärlicher als auf dem Halsschilde punktiert, Schild- 
chen unpunktiert. Prosternum mit 2 Kiellinien. L. 2,6 mm. — 
Japan (Honschiu). 

Ohta referiert diese, dem N. bipunctatus ähnliche Art als Pullus, sagt aber 
nichts über die Schenkellinie. Takizawa unterscheidet die Art aber von N. bipunc- 
tatus bloß durch die 2 Kiellinien auf dem Prosternum, wonach man annehmen 
müßte, daß die Schenkellinie wie bei Nephus unvollständig ist. Ob nun diese Art 


‚ein Pullus oder ein Scymnus s. str. ist, muß ich bis zur Kenntnis der Art in natura 
ungeklärt lassen, oder ich muß mich auf Ohta verlassen. 


40. Se. (Pullus) fulvicollis Mis. — Durch Kleinheit, Färbung 
und Punktierung leicht kenntlich. Oval, spärlich und ziemlich lang 
anliegend behaart, glänzend schwarz, der ganze Halsschild und die 
Beine lebhaft rot oder gelbrot. Kopf sehr fein und wenig dicht, 
Halsschild sehr fein und spärlich, Flügeldecken grob und wenig 
dicht oder ziemlich weitläufig punktiert. Prosternum mit 2 feinen, 
nach vorn leicht konvergierenden, den Vorderrand nicht erreichen- 
den Kiellinien. Hinterbrust an den Seiten dicht und sehr grob, in 
der Mitte fein und spärlich punktiert. Die Schenkellinie ist voll- 
ständig, mäßig breit, wenig über die Mitte des Segmentes reichend, 
ihr Außenast wenig außerhalb der Hinterhüften den Vorderrand 
des Segmentes erreichend. L. 1,2—1,5 mm. — Westliches Mittel- 
meergebiet. 


41. Sc. (Pullus) formicarius Mls. — Eine verscholiene Art, 
von der man auch nichts mehr hört. — Länglich oval. Kopf braun 
oder rotbraun, Oberlippe, Fühler und Taster fahlrot oder ziegelrot, 
Halsschild an der Basis schwach gebogen, nicht gebuchtet, nicht 
abgestutzt oder stumpf vor dem Schildchen, ziegelrot oder rostrot 
(hinter dem Vorderrand dunkler erscheinend). Flügeldecken 
schwarz, ungefleckt, allmählich schwarzbraun oder kastanienbraun 
gegen die Spitze. Unterseite schwarz, Bauch ein wenig heller. Beine 
gelb oder rotgelb. Die Schenkellinie reicht kaum bis zu 2 des Seg- 
mentes nach hinten. L. 1,7 mm. — Östsibirien. 


926 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd.6, 1955 


Diese Art fand Motschulsky im Neste der Formica rufa, es blieb aber unge- 
klärt, ob sie myrmekophil ist. Wenn sich diese Ameise Wurzelläuse halten würde, | 


wie etwa Lasius, so könnte man sich das Vorkommen eher erklären, so muß man 
auf eine zufällige Anwesenheit im Ameisenneste schließen. 


42. Sc. (Pullus) Mülleri Penecke. — Glänzend schwarz, Mund, 
Fühler und Beine braungelb, die Schenkel etwas dunkler braunrot. 
Oberseits gleichmäßig so dicht, aber etwas feiner als Sc. suturalis 
weilsgrau behaart. Länglich oval, mäßig gewölbt. Kopf und Hals- 
schild fein, mäßig dicht punktiert, Flügeldecken dichter und grö- 
ber als der Vorderkörper, so dicht, aber feiner als bei Sc. suturalis 
punktiert. Kiellinien des Prosternums den Vorderrand desselben 
erreichend und schwach nach vorne konvergierend. Mittel- und 
Hinterbrust an den Seiten dicht und grob, gegen die Mitte feiner 
und zerstreuter punktiert, letztere in der Mitte gegen den Hinter- 
rand fast glatt. Abdomen mäßig fein und sehr dicht punktiert. Die 
Schenkellinie bildet einen vollständigen Halbkreis, der etwa 2 des 
Segmentes nach hinten reicht. Soviel ich sehe, haben die Flügel- 
decken einen deutlichen erzgrünen Schimmer (ob immer?), den 
Penecke nicht erwähnt. Diese Art steht in allen wesentlichen Merk- 
malen dem Sc. suturalis am nächsten, von dem er sich, abgesehen 
von der feineren Punktierung der Flügeldecken, durch schwarze 
Oberseite bei hellerer Beinfärbung unterscheidet. Namentlich aus 
letzterem Grunde kann er nicht als schwarze Aberration desselben 
aufgefafSt werden, denn bei einer solchen könnten die Beine nicht 
heller sein als bei dem hellgefärbten Typus der Art. L. 2 mm. — 
Dalmatien (Biokovo). 

In Färbung, Größe und Gestalt ist diese Art dem griechischen P. Oertzeni 
Ws. zum Verwechseln ähnlich. Dieser besitzt aber, wie Weise hervorhebt, eine 


wie bei Sc. auritus Thnb. gebildete Schenkellinie, die fast den Hinterrand des 
Segmentes erreicht. 


43. Sc, (Pullus) ater Kug. (celer Ws.). — Länglich oval, nur 
mäßig gewölbt, mit weißlicher, etwas grober, wenig dichter Be- 
haarung. Schwarz, Fühler, Taster und Tarsen, bisweilen auch die 
Schienen bräunlich. Kopf und Halsschild mehr oder weniger matt 
chagriniert und äußerst fein und spärlich punktiert. Flügeldecken 
mit ziemlich grober, wenig dichter, oft aus ungleichen Punkten 
bestehender Punktierung. Prosternum mit 2 feinen, nach vorn 
konvergierenden, den Vorderrand nicht erreichenden Kiellinien. 
Hinterbrust an den Seiten dicht und mäßig stark, in der Mitte fein 
und spärlich punktiert. Die Schenkellinie ist vollständig, wenig 
über die Mitte des Segmentes nach hinten reichend, ihr äußerer Ast 


| 
\ 
| 
\ 
| 


\ or 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 


4 
trifft wenig außerhalb der Hinterhüften auf den Vorderrand des 
'Segmentes. L. 1—1,5 mm. — Kuropa. 
Diese seltene, auf Eichen lebende, sehr kleine Art fällt durch ihre länglich 
‘ovale Gestalt und die äußerst feine weitläufige Punktierung des matt chagrinier- 
‚ten Halsschildes auf und unterscheidet sich außerdem noch von dem ebenfalls 
‚kleinen, aber häufigen Stethorus punctillum Ws. dadurch, daß ihre Behaarung an 
‘der Naht hinten nach den Seiten gekämmt ist, von den schwerer nachzuprüfenden 


' Gattungsmerkmalen ‚ganz abgesehen. 


44. Se. (? Pullus) trojanus Mis. et God. — Sehr länglich (etwas 
mehr als zweimal so lang als breit), wenig gewölbt, grau behaart. 
Schwarz, Kopf und Fühler ziegelrot, Halsschild an den Seiten mit 
 ziegelrotem Saum, der an der Innenseite gekrümmt ist und etwa 
| 1, auf jeder Seite der Basis einnimmt. Auf der Unterseite das Pro- 
 sternum fuchsrot. Schenkel braun oder mit einem Zug ins Ziegel- 
| rot, Schienen braun, Tarsen ziegelrot. Flügeldecken mit 9 Reihen 
ziemlich großer Punkte. L. 3,5 mm. — Kleinasien. 
| Ich stelle diese Art wegen ihrer vollständigen Schenkellinie mit Vorbehalt 
zur Untergattung Pullus, wo sie auch durch ihre Größe auffällt. Sie ist zwar sehr 
ausführlich beschrieben, aber man kann der Beschreibung nichts entnehmen, was 
wesentlich zur Unterscheidung von den anderen Arten wäre, außer den 9 Punkt- 
reihen auf den Flügeldecken, die sich vielleicht nicht immer so richtig verfolgen 
lassen werden und wie so manches bei den Scymninen eine launische Angelegen- 


heit sein können. 


Untergattung: Sidis Mls. 
45. Se. (Sidis) biguttatus Mls. (bipustulatus Mtsch., Ws.). — 


Länglich oval, flacher gewölbkt als irgendeine andere mitteleuro- 
päische Art, Schulterbeule schwach, oft kaum angedeutet, Behaa- 
rung grauweiß, anliegend, mäßig dicht. Schwarz, normal mit 
einem roten, unscharf begrenzten, bald rundlichen, bald läng- 
lichen und schräg gestellten Fleck im hinteren Drittel oder Viertel 
der Flügeldecken. Fühler, Taster und Beine gelbrot, die Schenkel 
häufig dunkel (biguttatus Mls. {. nom.). Dieser Fleck wird öfter 
sehr groß und nimmt die ganze hintere Hälfte der Decken mit 
Ausschluß eines schmalen dunklen Streifens vor der Spitze ein 
(a. semirufus Ws.). Mitunter sind die schwarzen Flügeldecken zur 
Spitze hin schwarzbraun (a. infirmior Ws., anomus Ws. 16/9 non 
Mls.) oder die Flügeldecken sind ganz schwarz oder pechbraun 
(a. anomus Mls.). Selten haben die Flügeldecken außer der hin- 
teren roten oder gelbroten Makel noch eine solche innerhalb der 
Schulter, länglich und nicht scharf begrenzt (a. tetrastıctus Ws., 
4-guttatus Flsch.). Kopf und Halsschild fein und ziemlich dicht, 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H.3 56 


998 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955 


E 


die Flügeldecken viel stärker und gleichmäßig punktiert. Pro- " 
sternum ohne Kiellinien. Die Schenkellinie bildet einen über 3, 
oder !/; des Segmentes nach hinten reichenden, hinten bald stär- 
ker, bald nur sehr flach gekrümmten Bogen, der entweder gegen ! 
den Seitenrand des Segmentes erlischt, oder an demselben endet, 
oder neben demselben mehr oder weniger deutlich bis in die Vor- 
derecke des Segmentes verläuft. L. 1,3—1,7 mm. — Mitteleuropa, 


Mittelmeergebiet, Kaukasus. 


Die Art, die dem Sec. Redtenbacheri sehr nahe steht, von ihm aber durch 
die viel flachere Gestalt, den wesentlich kürzeren Halsschild und in der gefleckten 


Form durch die Zeichnung leicht zu unterscheiden ist, hat verschiedene Beurtei- | 
lung bezüglich ihrer Stellung erfahren. Mulsant stellte sie zu Pullus, den art- 
gleichen Sc. bipustulatus Mtsch. zu Nephus. Weise 1879 stellte sie mit Sc. ca- 
stanopterus Mls. (interruptus Gze.) in die Untergattung Sidis und gibt dieser 
Untergattung eine neue Fassung. Ganglbauer anerkennt die Untergattung Sidis 


nicht und stellt die Art zu Nephus. 


46. Se. (Sidis) biflammulatus Mtsch. — Oval, mäßig gewölbt. 
Schwarz, jede Flügeldecke mit einem gelbrötlichen Fleck vor der 
Spitze nahe der Naht gegen ?ı oder ein wenig mehr der Länge und 
vom inneren '!/, bis zu 3/;, der Breite, dieser Fleck rundlich, Schienen 
und Tarsen aufgehellt. Schenkellinie bis *, des Segmentes nach 
hinten reichend. L. 1,5 mm. — Kaukasus (Georgien). 


Man findet in der Literatur nichts Genaueres angegeben, wodurch ich diese 
Art von unserer ähnlichen Art unterscheiden könnte. 


47. Sc. (Sidis) tristiculus Ws. (tristis Ws.). — Länglich oval, 
mäßig gewölbt, pechbraun oder oben dunkler, ziemlich schwarz. 
Mund, Fühler und Beine rötlich gelbbraun, die Schenkel angedun- 
kelt. Oberseite dicht und fein behaart, glänzend, fein punktiert, 
der Halsschild etwas feiner als die Flügeldecken. Schulterbeule 
deutlich (dadurch von biguttatus zu unterscheiden). Die Schenkel- 
linie reicht bis zu 3 des Segmentes nach hinten und verbindet 
sich etwa in der Mitte der Seiten mit dem Rande oder wird dort 
undeutlich. L. 1,2—1,5 mm. — Spanien, Korsika, Sardinien. 


45. Se. (Sidis) obsoletus Ws. — Länglich oval, wenig gewölbt. 
Schwarz, die Spitze des Bauches oder noch die Ränder der letzten 
Bauchsegmente und die Beine rötlich gelbbraun, höchst selten die 
Schenkel etwas dunkler. Oberseite dieht und sehr fein behaart, 
ziemlich glänzend, sehr fein punktiert, der Halsschild feiner und 
dichter als die Flügeldecken. Flügeldecken mit einer kleinen, aber 
deutlichen Schulterbeule und jede Decke mit 2 großen, verwasche- 
nen, wenig auffallenden, schmutzig gelben Makeln. Die erste Ma- 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 9249 


‚kel ist langgestreckt und liegt vor der Mitte, nahe den Seiten und 
diesen parallel auf und hinter der Schulterbeule, die zweite nimmt 
die ganze Spitze ein. Diese Makeln sind veränderlich, die vordere 
wird zuweilen klein, fast punktförmig, öfter sehr lang, von der 
hinteren nur durch einen rotbraunen Schatten getrennt. Die 
Schenkellinie reicht bis zum letzten Viertel des Segmentes nach 
hinten und verbindet sich ungefähr in der Mitte des Seitenrandes 
mit diesem oder wird dort undeutlich. L. 1,5—1,5 mm. — Tibet. 

Diese Art ist von den ähnlichen Arten durch die schwarzen Taster und 
Fühler, an welch letzteren nur das erste Glied rötlichgelb ist, sowie durch die 


eigentümliche, verschossene Farbe der Makeln leicht zu trennen. Im Körperbau 
stimmt sie mit tristiculus Ws. überein. 


Untergattung: Seymnus s. str. 


49. Se. (s. str.) nigrinus Kug. (minimus OÖ. Müll., ater 'Thnb., 
morio Payk.). — Oval, Behaarung weißgrau und wenig dicht. 
Schwarz (nigrinus Kug. f. nom.) oder oben mit bläulichem (a. 
coelicolor Obbg.) oder dunkel olivgrünen (a. simplocarioides 
Obbg.) Schimmer. Fühler und Tarsen bräunlichrot. Kopf und 
Halsschild ziemlich fein und dicht, Flügeldecken viel gröber, aber 
nicht dichter punktiert. Prosternum mit 2 Kiellinien, die nach 
vorne konvergieren und bis zum Vorderrande reichen. Schenkel- 
linie unvollständig, den Hinterrand des Segmentes nicht errei- 
chend, ihr äußerer Ast gegen die Mitte des Segmentes erlöschend, 
oder selten die Schenkellinie vollständig, ihr äußerer Ast endet 
dann am Vorderrande des Segmentes an der Innenseite der Epi- 
meren der Hinterbrust (a. decipiens Ws.). Immerhin ist diese Art 
auch dann von unseren mitteleuropäischen Arten durch die Größe 
und die bis auf die Fühler und Tarsen ganz schwarze Färbung un- 
schwer zu erkennen. L. 2—2,5 mm. — Europa. 

Wollte man die Bildung der Schenkellinie als Merkmal für selbständige 
Gattungen verwenden, dann müßte diese Art in 2 Gattungen stehen, und es ist 
sicher besser, der Bildung der Schenkellinie keinen generischen Wert zu geben, 
dazu ist die Schenkellinie eine allzu launische Dame, die innerhalb mancher Arten 
selbst sich als unzuverläßlich erweist und Seitensprünge macht. Das würde man 
erst so richtig erkennen, wenn man von allen Stücken einer Art die Schenkel- 
linie nachprüfen wollte. Ich glaube aber, daß hier eine Verlängerung der Schen- 


kellinie bis zum Vorderrand des Segmentes nur vorgetäuscht wird, wie ich dies 
bei manchen afrikanischen Arten beobachten konnte. 


50. Se. (s. str.) abietis Payk. (semilimbatus Fisch. Consp. Col. 
1927 — 1930, 260). — Diese Art hat, von ihrer hellen Farbe ab- 
gesehen, viel Analogie mit Sc. nigrinus Kug. Ganz bräunlichgelb 


58° 


930 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955 


oder rötlichgelb, höchstens auf der Brust dunkler braunrot. Im 
allgemeinen etwas schmäler als nigrinus, oben mit weißlicher, 
ziemlich dichter Behaarung. Kopf und Halsschild ziemlich fein 
und dicht, Flügeldecken etwas stärker, aber nicht dichter punk- 
tiert. Prosternum und Schenkellinie wie bei nigrinus, doch reicht 
letztere weniger weit nach hinten und ist bis jetzt noch nicht auch 
als mitunter vollständig beobachtet worden. L. 2,2—3 mm. Mittel- 
und Nordeuropa. 


Diese bei uns auf Fichten häufige Art ist vom ebenfalls auf Nadelholz vor- 1 


kommenden, hellen Se. impexus Mis. schon oberseits durch die nicht stark ge- 
wirbelte Behaarung leicht zu unterscheiden. Semilimbatus Fleischer ist nach 
einem verdreckten Stück beschrieben worden, das sich nach Reinigung durch 
Obenberger als normaler abietis erwies. 


51. Se. (s. str.) silesiacus Ws. — Länglich eiförmig, mäßig glän- 


j 


zend, rostrot, oben etwas heller als unten. Taster, Mandibeln, 


Schildchen und oft auch die letzten Fühlerglieder angedunkelt. 
Behaarung greis, dicht, kurz und sehr fein. Halsschild doppelt so 
breit als lang, etwas kürzer als bei abietis, wie der Kopf ziemlich 
dicht punktiert, die Seiten hinter der Mitte fast parallel, vor der- 
selben in leichter Rundung konvergierend, die Basis fein gerandet. 
Flügeldecken an den Schultern wenig breiter als der Halsschild, 
dahinter annähernd parallel, am Ende ähnlich wie der Körper 
vorn abgerundet, mäßig gewölbt, dicht und sehr fein punktiert 
und weniger dicht mit etwas größeren Punkten besetzt, welche 
auf der inneren Vorderhälfte in wenig hervortretenden Reihen 
geordnet sind. Prosternum verhältnismäßig breit, mit leicht nach 
vorn konvergierenden, bis an den Vorderrand reichenden Kiel- 
linien. Die Schenkellinie reicht fast bis " des Segmentes nach 
hinten, biegt dann nach vorne um und erlischt ziemlich weit vom 
Vorderrande entfernt. L.2 mm. — Schlesien (auf Eichen). 


Diese Art steht am nächsten dem Sec. abielis Payk., ist aber kleiner, viel 
weniger gewölbt, etwas dunkler gefärbt und auf den Flügeldecken mit doppelter 


Punktierung versehen. 


Se. silesiacus s. lipicensis J. Müll. ist von der Nominatform 
durch die teilweise Schwärzung an der Flügeldeckenbasis, der Naht 
und des Seitenrandes unterschieden. Sie tritt bei Triest (Lipizenser- 
wald) in rassenähnlicher Konstanz auf und möge daher als Sub- 
spezies geltend bleiben. — Färbung: Körper schwarz, ausgenommen 
eine rote, verlängerte Makel auf jeder Flügeldecke (ungefähr wie 
bei Sc.suturalis a. plagiatus), Unterseite schwarz, Beine gelb, Hinter- 
schenkel leicht geschwärzt, oder: Oberseite braunrötlich, mit gemein- 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 931 


'samer schwärzlicher Nahtbinde, die sich gegen die Basis erweitert 
und einem dunklen Streifen nahe dem Seitenrande (ungefähr wie 
‚bei Se. suturalis), Unterseite braunschwärzlich, ausgenommen das 
'Prosternum und die letzten Bauchsegmente, Beine gelb. Sowohl 
'silesiacus, als auch lipicensis, haben die Schenkellinie dem Hinter- 
rande mehr genähert als die des Se. suturalis. Das Metasternum 
‚ist ferner an den Seiten dicht und grob punktiert, doch ist der 


mittlere Teil fast vollständig glatt und glänzend und gewölbt, bei 
suturalis dagegen dehnt sich die Punktierung des Metasternums 
nach vorn längs der Metasternalnaht aus, so dafß3 der glatte zentrale 
Teil vorne weniger weitläufig punktiert ist. Suturalis hat auch die 
Schenkel in der Regel zur Gänze tief schwarz. 


52. Se. (s. str.) Sahlbergi Korsch. (triangularis Sahlb.) — Kurz 
oval, mäßig gewölbt, fein und dicht punktiert, dünn und kurz 
selb behaart, glänzend. Schwarz, Kopf (Männchen) mit den Fühlern, 
Halsschildvorderrand und die Vorderwinkel breit ziegelrot, ebenso 
die Beine, Hinterschenkel in der Mitte angebräunt, Flügeldecken 
vor der Spitze mit großer, etwas dreieckiger, blaßgelber Makel. 
Prosternum mit 2 scharfen Kiellinien, die nach vorne konvergieren. 
Die unvollständige Schenkellinie reicht nach hinten fast bis zum 
Hinterrande des Segmentes, ist nach außen fast gleichmäßig ge- 
bogen und in der Mitte des Segmentes abgekürzt. Das 5. Bauch- 
segment des Männchens an der Spitze leicht ausgerandet und 
deutlich eingedrückt, der Eindruck die Mitte des Segmentes er- 
reichend und daselbst dicht behaart. Weibchen unbekannt. L. 
2,5 mm. — Finnland. 


Soll mit dem Sec. [rontalis F. verwandt sein. aber durch etwas breitere Gestalt 


und andere Zeichnung verschieden. 


99. Se. (s. str.) Curtisi Mls. — Oval, Kopf, Fühler und Taster 
ziegelrotgelb. Halsschild braun oder schwarzbraun, an den Seiten 
allmählich ziegelrot werdend, desgleichen knapp vor dem Vorder- 
rande. Flügeldecken fahlziegelrot, mit einem braunen Nahtsaum 
der vorne !/;s der Flügeldeckenbreite einnimmt, sich allmählich 
nach hinten verengt und schlecht begrenzt etwa °/; bis °/ı der 
Länge erreicht. Unterseite braun oder rotbraun, auf der Mittel- 
und Hinterbrust, die anderen Teile und die Beine ziegelrot oder 
rotgelb oder fahlgelbrot. Halsschild vor dem Schildchen stumpf 
oder abgestutzt, beiderseits an der Basis sichtbar ausgebuchtet. 
Die Schenkellinie reicht kaum über ?/; des Segmentes nach hinten. 
L. 2 mm. — Assam, Himalaya. 


932 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd.6, 1955 


54. Se. (s. str.) nubilus Mls. (suturalis Mtsch., stabilis Mtsch. 


schild braunschwarz, die Seiten bis zur Ausbuchtung hinter den 
Augen rotbraun, aber die beiden Farben unscharf getrennt, am ' 


Vorderrande ziemlich schmal und undeutlich ziegelrot gesäumt. 
Flügeldecken braunrot, mit einem schwarzen Nahtsaum, der normal 
vorne etwa !/s der Breite einnimmt und nach hinten kaum 3, 


4 


Motschulskyi Cr.) — Oval. Kopf schwarz oder auch rostrot (?Männ- 
chen), Oberlippe braunrot, Fühler ziegelrot, Taster dunkel. Hals- | 


der Länge reicht. Unterseite braun, Beine rotbraun. Nach Weise 


variiert aber die Art in der Färbung stark. Der gemeinschaftliche 
Nahtsaum. wird in vielen Fällen breiter, als Mulsant angibt, zu- 
letzt nımmt er vorne die Basıs von einer Schulter zur anderen 
ein, dahinter das innere Drittel jeder Decke, ist dann bis hinter 
die Mitte fast gleich breit oder verschmälert sich vor derselben 
etwas und erweitert sich dahinter wieder, so daß er dann am Ende, 
in ?/, der Länge. schnell verengt ist. Ebenso zeigt sich zuweilen 
am Seitenrande jeder Decke ein unbestimmter, in der Mitte ver- 
breiterter, dunkler Saum, der kaum bis °/s der Länge reicht. Der 
Kopf ist bald einfarbig rostrot, bald schwarz mit hellen Mundteilen. 
Dazu berichtet Weise noch eine andere Form von Banderawella, 
bei der Kopf, Halsschild, Brust und die ersten Bauchsegmente 
(letztere in der Mitte) schwarz, Mund, Fühler, ein schmaler Saum 
am Vorder- und Seitenrande des Halsschildes, sowie die Beine 
hell bräunlichgelb, die Flügeldecken fast strohgelb sind, mit 3 
scharf begrenzten Längsbinden, eine gemeinschaftlich und je eine 
am Seitenrande. Die Nahtbinde nimmt die Basıs von einer Schulter 
zur anderen ein, verengt sich dann schnell bis auf !/ı der Breite 
jeder Decke, hierauf allmählich bis ‘/; der Länge. Die Seitenbinde 
ist unter der Schulter schmal, dahinter etwas verbreitert und reicht 
bis dieht hinter die Mitte. Das 2. und 3. Bauchsegment an den 
Seiten, das #4. und 5. ganz rötlichgelbbraun (? variabilis Walk.). — 
Prosternum mit 2 leicht nach vorne konvergierenden Kiellinien. 
Die Schenkellinie reicht bis */s des Segmentes nach hinten. Länge 
2,2 mm. — Himalaya, Indien, Burma, Ceylon. 


59. Se. (s. str.) Levaillanti Mls. — Länglich oval, nur mäßig 
gewölbt. Oben hell bräunlichgelb, eine Längsbinde oder eine große 
Makel vor dem Schildchen auf dem Halsschilde (die Ränder schlecht 
begrenzt, manchmal die Makel in 2 etwas dreieckige Fleckcien 
geteilt) und ein vorn mäßig breiter, nach hinten allmählich ver- 
enster Nahtsaum, ferner noch ein Seitensaum, der hinter der 


a u ee 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 933 


Schulter beginnt und sich an der hinteren Biegung der Flügel- 
‚decken vom Rande loslöst und vor der Spitze zur Naht läuft, 
‚schwarz (Levaillanti Mls. f. nom.) oder dieser Seitensaum fehlt und 
‚die Nahtbinde ist mehr oder weniger verkürzt (a. Vaulogeri Sıic.). 
‚Unterseite schwarz, Ränder des Bauches und die Beine gelb. Pro- 
sternum mit 2 Kiellinien. Die unvollständige Schenkellinie reicht 
bis zu */;s des Segmentes nach hinten. L. 1.5—2 mm. — Spanien, 
Sizilien, Syrien, Ägypten, Canaren. 


Die Art ähnelt dem P. pallidivestis Mls., ıst aber bedeutend 
größer, stärker punktiert und hat eine unvollständige Schenkel- 
linie. Sie wurde von Mulsant als Nephus beschrieben, da sie aber 
auf dem Prosternum 2 Kiellinien besitzt, stellte sie Weise zu 
Seymnus s. str. 


56. Se. (s. str.) inderihensis Mls. — Oval, sehr sparsam behaart. 
Kopf schwarz, Oberlippe, Fühler und Taster rostrot. Halsschild 
schwarz, jederseits mit einem rostroten, wenig deutlich begrenzten 
Saum, vorne ausgedehnt bis zur Ausbuchtung hinter den Augen, 
dann nach hinten bis zu den Hinterwinkeln verengt. Flügeldecken 
rostrot, mit einem schwarzen Nahtsaum und mit einer Art unter- 
brochener Querbinde. Der Nahtsaum bedeckt °/s der Basis und 
verengt sich allmählich bis zu !/ı oder !/s, wo er gleich ungefähr 
!/s der Breite ist, dann fast allmählich verengt bis zum Nahtwinkel, 
den er gewöhnlich nicht erreicht. Dieser Nahtsaum erweitert sich 
in etwa °/s der Nahtlänge quer bis etwa zur Hälfte der Breite, 
um mit einem daneben liegenden Fleck eine Art unterbrochene 
Querbinde zu bilden. Unterseite schwarz, auf dem letzten Bauch- 
segment gewöhnlich weniger dunkel. Beine ziegelrot oder rost- 
rot, Schenkel, besonders die hinteren, dunkel. (Weibchen). L. 3,1 mm 


Turkestan, Kanssu. 


57. Se. (s. str.) rufipes F. (marginalis Rossi, Ahrensi Mls., major 
Costa). — Diese Art vergleicht man am besten mit dem häufigen 
und allseits bekannten Se. frontalis F., von dem er sich durch das 
Vorhandensein grober, runder, hie und da in unregelmäßigen Reihen 
stehenden Punkten auf den Flügeldecken und durch das beim 
Männchen breiter und tiefer ausgerandete 5. Bauchsegment unter- 
scheidet. Im Allgemeinen ist er etwas größer und robuster als 
frontalis. — Schwarz, beim Männchen der Kopf und meist auch 
die Vorderwinkel des Halsschildes gelbrot oder rot, die Flügel- 
decken auf der vorderen Hälfte mit einem variablen Fleck, die 
Fühler, der Mund und die Beine rot, die Hinterschenkel oft an der 


954 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Basis oder fast bis zur Spitze schwarz, seltener alle Schenkel dun- | 
kel (a. corpulentus Mls.). Der rote Fleck der Flügeldecken ist in der | 
Regel groß, quer und meist etwas schräg vom Seitenrand gegen 1 
die Naht ausgedehnt, ohne aber die Naht zu erreichen, außen r 
breit und auf die Epipleuren übergreifend, nach innen verschmä- 
lert (rufipes F. f. nom., marginalis Rossi, Ahrensi Mls., !major Costa). \ 


In vielen Fällen aber ist dieser Fleck länglichoval oder rund und 
auch vom Seitenrande isoliert (a. mimulus nov. ab.). Ob auf den 
Flügeldecken analog dem Se. frontalis hinten noch eine zweite rote 
Makel auftreten kann, ist mir noch nicht bekannt geworden, je- 
denfalls aber beschreibt Sahlberg eine Form, die analog dem [ro- 
talis a. Suffriani Ws. zwei hintereinander liegende Makel verflossen 
hat (a. suffrianoides Sahlb.). L. 2—3,3 mm. — Mittel- und Süd- 
europa, Nordafrika. 

Die Angabe, daß das Männchen den Kopf nur vorne hell haben kann 
(analog Apetzi Mls.), glaube ich nicht recht, da mir noch kein solches Stück un- 
tergekommen ist, ferner sind viele rujipes gar nicht sicher bestimmt, wie auch 
die Fundangaben in Deutschland mit großer Vorsicht aufzunehmen sind. Die 
Punktierung ist gewissen Schwankungen ausgesetzt, sowohl bei rufipes als auch 
bei /rontalis. Rufipes wird auch mitunter sehr klein und so bleibt als sicherstes 
Kennzeichen mehr oder minder nur die Geschlechtsauszeichnung des Männchens 
auf dem Bauche. Entgegen gewissen Angaben muß ich noch betonen, daß die 
Nominatform gerade jene ist, bei welcher die rote Makel den Seitenrand er- 
reicht und nicht jene Form, bei der diese Makel isoliert steht. Fabricius spricht 
ausdrücklich von einer .macula magna marginali“. Demgemäß habe ich die 
dem Sc. rontalis F. analoge Form a. mimulus m. genannt. Die Art vertritt in 


Nordafrika unseren Sec. Frontalis. 


98. Se. (s. str.) frontalis F. (alticus Schrk., bipunctatus Thnb. 
bimaculatus Thnb., humeralis Panz.,bipustulatus Panz., didymus Hbst., 
flavilabris Payk., ajfinis Redtb.) — Oval, ziemlich gewölbt, Be- 
haarung grauweiß, anliegend, mäßig dicht. Schwarz, beim Männ- 
chen der Kopf und die Vorderwinkel des Halsschildes oder die 
Seiten desselben in größerer Ausdehnung, selten in der ganzen 
Länge rötlichgelb oder gelb, beim Weibchen Kopf und Halsschild 
schwarz, oder seltener die Vorderwinkel hell (a. angulitinctus Obbg.., 
Weibchen) oder Vorderwinkel und der Vorderrand schmal hell 
(a. anticecinetus Obbg., Weibchen). Flügeldecken gewöhnlich mit 
einem roten Fleck vor der Mitte, dicht hinter der Schulterbeule, 
schief nach hinten gegen die Naht gerichtet, oft auch klein und 
gut abgerundet (frontalis F. f. nom.), manchmal ist der Fleck sehr 
groß, rund, zum großen Teile die Basis der Decken erreichend 
a. megastigma Obbe.). Weise erwähnt noch, daß die Makel selten 


Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 935 


| 
den Außenrand erreicht, was ich noch nicht beobachtet habe. Oft 


‚tritt zum normalen Vorderfleck noch ein roter Fleck auf der hin- 
teren Hälfte der Decken hinzu (a. Z-pustulatus Hbst., bisbipustula- 
tus Marsh., oblongopustulatus Ph. Müll., ?spectabilis Fald. (? Platy- 
 naspis), bisbisignatus Redtb.), selten sind die beiden Flecken der 
Länge nach verbunden (a. Suffriani Ws.), diese Flecken können 
sich aber auch sehr stark vergrößern und teilweise auf die Rän- 
der übergreifen, zu einander isoliert stehen oder sich auch ver- 
binden (a. magnomaculatus Winglm.), in ganz seltenen Fällen die 
Flügeldecken ohne Flecken, ganz schwarz (a. immaculatus Suffr.). 
Fühler, Taster und Beine rot oder gelbrot, die Hinterschenkel an 
der Basis (Männchen) oder in größerer Ausdehnung (Weibchen) 
schwarz, bisweilen bei Weibchen alle Schenkel dunkel. Kopf und Hals- 
schild mäßig fein und ziemlich dicht, die Flügeldecken wesentlich 
stärker, aber nicht dichter punktiert, die Flügeldecken höchstens 
mit Spuren größerer Punkte. Prosternum mit 2 den Vorderrand 
erreichenden, nach vorne konvergierenden Kiellinien. Die Schenkel- 
linie ist ein unvollständiger Bogen, der meist gegen den Hinter- 
rand des Segmentes reicht oder denselben sogar berührt, äußerer 
Ast gegen die Mitte des Segmentes erlöschend. Beim Männchen 
das 5. Bauchsegment am Hinterrande flach ausgebuchtet, vor der 
Ausbuchtung aber bogenförmig niedergedrückt. L. 2—3 mm. — Eu- 
ropa, Asien. 

Ich habe von dieser häufigsten Art noch nie ein Männchen gesehen, das 
nach Obenberger den Kopf nur vorne hell haben sollte. wie Sc. Apetzi Mls. und 
welche Obenberger a. gallicus nennt und gleichzeitig als ihr Vaterland Frank- 
reich angibt, also das klassische Land des Apetzi. Meine Erfahrungen haben mich 
gelehrt, daf5 es sehr schwer ist, in allen Fällen stets die beiden Arten zufrieden- 
stellend zu trennen, daher nehme ich keinen Anstand, gallicus Obbeg. auf ein 
Männchen von Sec. apetzi zu beziehen. Ich mache nochmals darauf aufmerksam, 
daß es in vielen Fällen dem erfahrenen Entomologen gelingen wird, beide Arten leicht 
auseinander zu halten, in gar manchen Fällen wird aber auch der vorgeschrittene 
Entomologe einer genaueren Untersuchung der Unterseite nicht ausweichen 
können. Ich gebe daher nach dieser Art eine Hilfstabelle. 

Se. frontalis s. pallipes. Mls. Flügeldecken einfarbig schwarz, 
kürzer, breiter und stärker gerundet, länger und dichter behaart, 
Beine ganz lebhaft gelbrot, sonst wie frontalis. L. 2,2—3 mm. — Kau- 
kasus, Turkestan, Buchara. 


Hilfstabelle 
für die Arten jrontalis F. Apetzi Mls. und interruptus Gze. 


A) Bildung des 5. Bauchsegmentes beim Männchen: 


936 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Frontalis F: Am Hinterrande flach ausgebuchtet, vor der Aus- 
buchtung aber bogenförmig niedergedrückt. 
Apetzi Mls.: Hinten breit und tief bogenförmig ausgerandet. 


Interruptus Gzs.: Am Hinterrande nur seicht ausgebuchtet. 
B) Brust unterseits: 

Frontalis F: Metasternum in der Mitte ziemlich fein und 
dicht punktiert, von einer ziemlich tiefen Median- 
furche durchzogen. 

Apetzi Mls.: Metasternum in der Mitte deutlich gröber und 
weitläufiger punktiert, in der Mittellinie geglättet 
und höchstens seicht gefurcht. — Hinterer me- 
dianer 'T'’eil des Mesosternums nicht so fein und 
spärlich punktiert wie bei interruptus. 

Interruptus Gze.: Hinterer medianer Teil des Mesosternums sehr 
spärlich und fein punktiert. 


59. Se. (s. str.) Apetzi Mls. (frontalis Rossi ? stigmatopterus Fald., 
Ahrensi Frm., arcuatus Frm., gallicus Obbg.) — Zur genaueren Unter- 
suchung dieser Art siehe auch die vorhergehende Hilfstabelle. — 
Kurz und breit oval, beim Weibchen nur die Oberlippe, beim 
Männchen die vordere Partie des Kopfes in größerer oder ge- 
ringerer Ausdehnung, bei den hellbeinigen oder vierfleckigen süd- 
lichen Formen auch der ganze Kopf rötlichgelb, bei letzteren oft 
auch ein Saum in den Vorderwinkeln .des Halsschildes rötlich, die 
Flügeldecken hinter der Schulterbeule mit einer rundlichen oder 
querovalen, vom Seitenrande getrennten gelbroten Makel, Fühler, 
Mund und beim Männchen die ganzen Vorderbeine rot oder gelb, 
die Mittel- und Hinterbeine bis auf die Kniee, die Spitze der 
Schienen und die Tarsen schwarz, beim Weibchen an den Vorder- 
beinen nur die Schienen und Tarsen rötlich (Apetzi Mls. f. nom.). 
In den südlichen Küstengebieten Europas treten hellbeinige Formen 
auf, beim Männchen höchstens die Hinterschenkel, beim Weibchen 
manchmal alle Schenkel in der Basalhälfte mehr oder weniger ge- 
bräunt (a. Wingelmülleri Mad., Mülleri Wglm.). Die Zeichnung der 
Flügeldecken ist auch veränderlich. Zunächst kann einmal die rote 
Makel der Decken bis zum Seitenrand ausgedehnt sein und auf 
die Epipleuren übergreifen (a. incertus Mls.), oder diese Makel steht 
wie bei der Nominatform isoliert, doch tritt hinter der Mitte noch 
eine zweite Makel hinzu (a. #-guttatus J. Müll., Mülleri Ws.), die 
dann auch noch mit der vorderen Makel verfließen kann (a. confluens 
J. Müll). Auch diese letzteren Formen gehören dem Süden an und 


Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 037 


sind zugleich hellbeinig und haben deren Männchen meist ganz 
hellen Kopf. Prosternalkiele und Schenkellinie wie bei [rontalis. 
Selten Flügeldecken ganz schwarz (a. clericus Mader), 1 Stück im 
Wiener Museum von Z. S. Gioranni, Gaigani. Auch Stücke mit 
ganz roten Flügeldecken sah ich (a. innocens Mader, Italien, Capri). 
(Mader, Kol. Rdsch. 32, 1954 p. 131). Beira Männchen das 5. Bauch- 
segment hinten breit und tief bogenförmig ausgerandet. L. 2 bis 
3 mm — Mitteleuropa, Mittelmeergebiet. Die Angabe Sibirien ist 
mir neu und ich weiß nicht, worauf sie sich stützt. 


Daß die aufgehellten Formen dieser Art möglicherweise schon zu Se. inter- 
ruptus gehören könnten ist noch Gegenstand genauerer Untersuchungen. Jeden- 
falls ist auch der ganz rote Kopf der Männchen ein verdächtiger Hinweis darauf. 
Trotzdem sträubt sich mein Gefühl noch dagegen. Stücke mit schwarzen Flügel- 


decken sind a. Lindbergi Palm (Ent. Tidsk. 65, 1944 p. 7). (— clericus Md.). 


60. Se. (s. str.) — Doriae Capra-ähnlich 5s. [rontalis a. 4-pustulatus 
Hbst., aber länglicher, Halsschild breiter, Mittel- und Hinterschienen 
am Außenrande stark gebogen, 5. Bauchsegment beim Männchen 
ausgerandet, aber nicht eingedrückt, außerdem sind die männlichen 
Genitalien anders gebildet (vide Capra, Ann. Gen. 3, X. 1924, 199). 
L. 2— 2,7 mm. — Italien (Piemont, Florenz, Lombardei). 


61. Se. (s. str.) interruptus Gze. (marginalis Rossi, bimaculatus 
Hbst., frontulis Panz., morio F., bimaculatus Mtsch., bilunulatus Mtsch.) 
Steht mit dem Apetzi Mls. in engster Beziehung, kleiner schwarz, 
beim Weibchen nur die Öberlippe, beim Männchen der ganze 
Kopf gelb oder rötlichgelb, bei letzteren der Halsschild mit einem 
sroßen dreieckigen, gelbroten Fleck in den Vorderwinkeln oder 
dieser in der ganzen Länge der Seiten breit gelbrot, die Flügel- 
decken bei der Nominatform mit einem großen, gelblichroten, 
dreieckigen, auf die ganze vordere Hälfte der Epipleuren über- 
greifenden, nach innen schräg verengten Schulterfleck, welcher sicb 
ziemlich weit gegen die Naht erstreckt, ohne dieselbe zu erreichen, 
die Fühler, der Mund und die Beine gelbrot, beim Männchen 
höchstens die Hinterschenkel, beim Weibchen bisweilen alle Schenkel 
zum Teil oder fast bis zur Spitze angedunkelt (interruptus Gze. 
f. nom.). Die Makel der Decken nimmt bei einigen Lokalvarietäten 
eine besondere Gestalt an, z. B. hinten tief halbkreisförmig aus- 
geschnitten, so daß sie vom Schulterhöcker nach innen bandförmig 
erscheint oder auch in 2 Makeln getrennt ist, ferner ist sie meist 
gelb statt rot (var. laetificus Ws. von Sizilien und Nordafrika) oder 
diese Makel isoliert sich vom Seitenrande und steht vorne in der 
Mitte der Decken (var. araxicola Flsch., aus dem Kaukasus). In 


938 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


den meisien Fällen tritt die schwarze Farbe der Decken immer 
mehr und mehr zurück und die Grundfarbe der Decken ist nun- 
mehr rotgelb und die schwarze Zeichnung ist zunächst eine Basal- 
binde, die sich als Nahtbinde nach hinten fortsetzt und vor der 
Spitze sich makelartig erweitert (a. fleruosus Ws., marginalis Costa), 
oder diese makelartige Erweiterung des Nahtsaumes verschwindet, 
auch der Saum verkürzt sich (a. basalis Redtb.), oder der Basalsaum 
verschwindet und auf der Naht verbleibt bloß ein gemeinschaftlicher 
rhombischer oder dreieckiger Fleck an der Basis, der kaum bis zur 
Mitte der Naht reicht, Halsschild nur mehr mit schwarzer Längs- 
binde (a. rufescens Ws.), schließlich sind die Flügeldecken einfarbig 
hell, oder die Naht ist höchstens vorne sehr schmal angedunkelt, 
Halsschild ganz hell (a. inundatus Ws., ?castanopterus Mls.), Das 5. 
Bauchsegment ist beim Männchen am Hinterrande nur seicht aus- 
gebuchtet. Siehe auch Hilfstabelle nach 58. Se. frontalis. L. 1,5 bis 
2,2 mm. — Über den größten Teil der paläarktischen Region ver- 
breitet. 


Mit a. inundatus Ws. ist vielleicht der ungedeutete Sc. pharaonis Mtsch. 
identisch. 

Sc. bilunulatus Mtsch. (Mem. Mose. V. 1837, 417) ist im Col. Cat. von Kor- 
schefsky vergessen worden. Ich glaube sicher, dafs man nicht fehlgeht, diese bisher 
ungeklärte Art. die Motschulsky vom Kaukasus und von Sizilien angibt, als einen 
kleinen Sc. interruptus Gze. anzusprechen. Dal Motschulsky als Länge bloß !, 
lign. angibt, darf uns nicht besonders überraschen, denn von ihm sind noch ganz 
andere Untaten bekannt geworden. Daf5 der Se. frontalis araxicola Flsch. nicht 
zu /rontalis, sondern zu interruptus gehört. darauf machte Obenberger (Gas. 1942; 


103) nach Ansicht der Type aufmerksam. 


62. Se. (s. str.) flavicollis Redtb. — Sehr kurz und breit oval, 
stark gewölbt, mit längerer anliegender Behaarung bekleidet als 
interruptus. Schwarz, beim Weibchen nur die Öberlippe, beim 
Männchen der ganze Kopf und der Halsschild bis auf eine mediane, 
dreieckige Basalmakel rötlichgelb, die Flügeldecken mit einer vom 
Seitenrande ebenso weit als von der Naht entfernten, von der 
Schulterbeule schräg nach innen gerichteten gelbroten Quermakel, 
Fühler, Mund und Beine ganz rötlichgelb oder beim Weibchen die 
Basıs der Hinterschenkel in geringerer Ausdehnung geschwärzt. 
Das 5. Bauchsegment des Männchens am Hinterrande ebenso seicht 
gebuchtet wie beim interruptus. L. 1,5 —2 mm. — Niederösterreich 
(auf Föhren), Syrien (einige Männchen und Weibchen lagen Gangl- 


bauer vor). 


63. Se. (s. str.) quadrivulneratus Mls. — Länglich oval. Kopf 
(Männchen), Fühler und Taster rotgelb. Halsschild schwarz, in den 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 939 


_Vorderwinkeln mit einem rotgelben Fleck, vorne bis zur Aus- 
 buchtung hinter den Augen reichend, dann verengt bis zu °/s des 
 Seitenrandes, oder Halsschild ganz rot (a. rufithorax Bdi.). Flügel- 
decken schwarz, jede mit 2 großen orangegelben oder fuchsroten 
Flecken, der 1. von der Schulterbeule zu °/; der Länge und die 
drei mittleren Fünftel der Breite einnehmend, der 2., fast ein 
Queroval, gleichbreit wie der erste, von ?/- bis !/; der Länge, oder 
der hintere Fleck fehlt (a. bivulneratus Bd.). Unterseite schwarz. 
Beine rotgelb. Weibchen unbekannt. Das 5. Bauchsegment beim 
Männchen ausgeschnitten. Die unvollständige Schenkellinie reicht 
bis zu '/s des Segmentes nach hinten. L. 3,3mm. — Syrien, Kau- 
kasus, Turkestan. 


64. Se. (s. str.) fortunatus Lew. — Länglich oval, gewölbt, deut- 
lich punktuliert, grau behaart. Kopf rot, Halsschild rot, mit einem 
schwarzen Mittelfeid längs der Basis. Schildchen schwarz. Flügel- 
decken schwarz, mit einer queren, blutroten Binde vor der Mitte. 
die sich mit einer ebenso gefärbten queren Binde hinter der Mitte 
der Decken verbindet. Die vordere Binde ist vorne tief zwei- 
buchtig und erreicht außen nicht den Seitenrand und an der 
Naht läßt sie einen breiten, schwarzen Rand übrig. Die Spitze der 
Decken bleibt breit schwarz. Beine dunkel rötlichbraun. L. 2,5 mm. 
— Japan (Kiuschiu). 

Ohta referiert diese Art als Scymnus s. str., sagt aber nicht, ob er die Merk- 
male überprüft hat. 

65. Se. (s. str.) patagiatus Lew. — Länglich oval, gewölbt, greis be- 
haart. Kopf sehr fein, aber deutlich punktiert, rötlichbraun. Halsschild 
angebräunt, selten der Seitenrand rötlich. Schildchen und Flügel- 
decken schwarz, letztere mit einem großen, blafß5ziegelroten, läng- 
lichen Feld in der Mitte jeder Decke, oder wenn man will, sind 
die hellen Flügeldecken von einem schwärzlichen Rand umgeben, 
der an der Spitze und nahe dem Schildchen am breitesten ist. 
Beine ziegelrot. Flügeldecken an den Seiten etwas parallel. L. 2 mm. 
— Japan (Honschiu, Kiuschiu), Formosa. 

Auch diese Art reihte Ohta sub. Sceymnus s. str., aber es ist 
nicht ersichtlich, ob er die Kennzeichen nachgeprüft hat. 


66. Se. (s. str.) Jacobsoni Barovsky. — Länglich oval, schwach 
gewölbt, weiß behaart, gleichmäßig punktiert. Schulterbeule stark 
ausgebildet. Schwarz, Mund, Taster und Tarsen gelblich, Flügel- 
decken mit länglicher roter Makel hinter der Mitte. Prosternum 
mit 2 parallelen Kiellinien, die den Vorderrand lange nicht errei- 


940 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


chen. Halsschild etwas mehr als doppelt so lang als breit. Die 

eingedrückte Mittellinie der Hinterbrust geht vor dem Abdomenin es ' | 
ihrer Länge in ein niedriges Kielchen über. Schenkellinie unvoll- 
ständig, erreicht den Hinterrand des Segmentes nicht. L. 2,5 mm. | 


— Rußland (Leningrad). 


67. Se. (s. str.) fenestratus J. Sahlb. — Kurzoval, stark gewölbt, 
schwarz oder pechbraun, glänzend, dicht blaß und kurz behaart. Kopf, 
Halsschild seitlich breit, Prosternum, Brust und Hinterleib breit 
gesäumt, Beine und die Flügeldecken am Spitzenrande ziegelrot, 
jede Decke mit großer, querer, fast nierenförmiger, weißlich-ziegel- 
roter Makel im hinteren Drittel. den Seiten- und Nahtrand nicht 
erreichend, außen ein wenig breiter, hinten leicht ausgerandet, fast 
durchscheinend, fensterähnlich. Die Grundfarbe des Tieres ändert 
aber auch von schwarz auf kastanienbraun ab. Kopf fein und 
spärlich, Halsschild wenig dicht und tief, Flügeldecken dicht und 
weniger fein punktiert. Schulterbeule deutlich. Schenkellinie un- 
vollständig und etwa ?/; des Segmentes nach hinten reichend. Pro- 
sternum mit 2 Kiellinien. L. 1—1,2mm. — Ägypten, Syrien. 


Diese Art ıst unter den kleinsten Arten auffallend. 


68. Se. (s. str.) Hareja Ws. — Eiförmig, ziemlich hochgewölbt. 
Kopf, Taster und Fühler, sowie der Halsschild rotgelb, oder letz- 
terer mit einer großen, schwarzen Makel von der Basis bis zum 
Vorderrande (a. yezoensis Ohta). Flügeldecken schwarz, ein kleiner, 
rundlicher Fleck in der Mitte jeder Decke, viel näher der Naht 
als dem Seitenrande und die Spitze breit gelb. Manchmal fließen 
die beiden Makeln zu einer gemeinsamen Makel zusammen, die 
vorne zweilappig ist (a. seboshii Ohta). Auf der Unterseite die Brust 
und der vordere Teil des Bauches schwarz, die übrigen Segmente 
gelblich. Halsschild weitläufig punktiert, am Vorderrande tief aus- 
geschnitten, am Hinterrande jederseits leicht gebuchtet, die Seiten 
ziemlich gerade, nach vorne stark verengt. Flügeldecken dicht und 
ziemlich stark punktiert. Schenkellinie unvollständig, sie bildet 
einen weiten und flachen Bogen, der etwa bis ?/; des Segmentes 
nach hinten reicht, der von ihr eingeschlossene Raum ist fast glatt. 
Brust grob und ziemlich dicht, der Bauch fein und dicht punktiert. 
L. ca. 1,5—2 mm. — Japan (Hokkaido, Honschiu, Schikoku), Formosa, 


69.Se. (s. str.) sylvatieus Lew.— Kurzoval, gewölbt, dicht sreis 
behaart. Kopf und Halsschild rot, Flügeldecken schwarz, an der 
Spitze rot. In der Färbung sehr ähnlich dem Sc. dorcutomoides Ws., 


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Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 94] 


aber das helle Spitzenfeld ist viel breiter und gerader. Bauchseg- 
mente rot, ebenso die Beine, die Hinterbrust gebräunt. L. 2,5 mm 
Japan (Honschiu, Kiuschiu). 

Ohta referiert die Art sub Scymnus s. str, da sie nach seiner Behauptung 


eine unvollständige Schenkellinie besitzt. Kurisakı hatte sie als Abart zu Pullus 
dorcatomoides Ws. gestellt. 


70. Se. (s. str.) pilierepus Lew. — Kurzoval, gewölbt, dicht grau 
behaart. Kopf rot, dicht, aber fein punktiert. Halsschild schwarz 
mit rotem Seitenrand, ziemlich dicht punktiert, die Punkte vor 
dem Schildchen deutlich am größten. Flügeldecken schwarz mit der 
Spitze hellrot, doppelt punktiert, größere seichte Punkte mit feinen 
Punkten untermischt. Prosternum mit 2 Kiellinien. Mittel- und 
Hinterbrust deutlich punktiert und wie des 1. Bauchsegment schwarz, 
2. und 3. Bauchsegment in der Mitte gebräunt, die übrigen rot. 
Beine rötlichbraun. L. 2,75—3 mm. — Japan (Honschiu, Schikoku. 
Kiuschiu). 


Ohta zählt die Art zu Scymnus s. str.. sagt aber nichts über die Schenkellinie. 


71. Se. (s. str.) rubromaculatus Gze. (pygmaeus Frer., parvulus 
F., flavipes Panz., sericeus Kug.., collarisHbst.,pubescens Hbst., flavilabris 
Ol.) Breit oval, ziemlich stark gewölbt, mit ziemlich langer, grauweißer 
anliegender Behaarung mäßig dicht bekleidet. Schwarz, beim Weib- 
chen nur die Oberlippe gelb, beim Männchen der ganze Kopf und 
der Halsschild bis auf eine größere oder kleinere mediane, drei- 
eckige Basalmakel gelbrot oder rötlichgelb, oder Halsschild auch 
beim Männchen schwarz und nur eine dreieckige Makel in den 
Vorderwinkeln hell (a. triangulifer Flsch., Männchen). Flügeldecken 
einfarbig schwarz, auch der äußerste Spitzenrand nicht aufgehellt. 
Fühler, Mund und Beine ganz rötlichgelb oder gelbrot, die Basis 
der Schenkel, besonders an den Hinterbeinen, mehr oder weniger 
seschwärzt, oder die Schenkel ganz schwarz (a. jemoralis Gyll.). 
Kopf und Halsschild mäßig fein und dicht, Flügeldecken stärker, 
aber nicht dichter punktiert. Prosternum mit 2 Kiellinien, die bis 
zum Vorderrand reichen und nach vorne konvergieren. Schenkel- 
linie unvollständig, erreicht den Hinterrand des Segmentes und 
krümmt sich dann wieder nach vorne, um gegen die Mitte des 
Segmentes zu erlöschen. 5. Bauchsegment des Männchens in der 
Mitte des Hinterrandes seicht ausgebuchtet. L. 1,5—2,3 mm. — 
Verbreitet über den größten Teil der paläarktischen Region. 


Die Art hat viel Analogie mit Sc. auritus, hat aber eine unvollständige 
Schenkellinie, den äußersten Spitzenrand der Flügeldecken nicht aufgehellt, die 


94) Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Bauchspitze nicht rot und beim Weibchen einen bis auf die Oberlippe schwarzen 
Kopf. 

72. Se. (s. str.) Damryi Ws. — Breit oval, stark gewölbt. Schwarz, 
Kopf und Halsschild, Vorderbrust und Beine in beiden Geschlech- 
tern einfarbig rot oder rotgelb, der übrige Körper schwarz, mit- 
unter leicht bläulich schimmernd. Flügeldecken nur mäßig fein, 
ziemlich weitläufig punktiert, glänzend. Schenkellinie sehr flach, 
den Hinterrand des Segmentes fast berührend. Gewölbter als rubro- 
maculatus, dessen Männchen er recht ähnlich ist. Das 5. Bauchseg- 
ment ist beim Männchen in der Mitte des Hinterrandes durchaus 
gerade, beim Weibchen in eine stumpfe Spitze vorgezogen. Länge 
1,5— 1,8 mm. — Korsika, Sardinien. 


Untergattung: Nephus Mls. 


73. Se. (Nephus) Ludyi Ws. — Kurz und breit oval, ziemlich stark 
gewölbt, Behaarung weißlich, kurz und dicht, auf den Flügeldecken 
deutlich gewirbelt. Kopf mit Ausnahme der Mundteile und Hals- 
schild braun, Flügeldecken bräunlichrot oder bräunlichgelb, an der 
Basis ausgedehnt, meist bis zur Schulterbeule und an der Naht 
bis über die Mitte braun, oder die Oberseite braunrot mit aus- 
gedehnt bräunlichgelber Scheibe der Flügeldecken oder ganz rostrot 
bis rötlichgelb. Unterseite schwarz oder braun, Fühler, Mund und 
Beine rötlichgelb oder gelbrot. Oberseite ziemlich fein und dicht 
punktiert, auf den Flügeldecken mit mehr oder weniger hervor- 
tretenden, eingestreuten, etwas stärkeren Punkten (Ludyi Ws.f.nom.) 
oder die Punktierung der Flügeldecken ist viel dichter und kräftiger, 
oft runzelig (a. italicus Ws., kleinere, 1,6—2 mm, Stücke aus Italien 
und Korsika). Die Schenkellinie ist ein weiter, flacher Bogen, der 
nach hinten bis ?/; des Segmentes reicht, ihr Außenast dann stärker 
gerundet und °/; vom Vorderrande entfernt erlöschend. Der von 
ihr eingeschlossene Raum ist in der Nähe der Hüften glatt, nach 
außen hin allmählich dichter punktiert. L. 1,6— 2,5 mm. — Griechen- 
land, Dalmatien, Mittelitalien, Korsika, Südfrankreich. 


Diese Art hat Ähnlichkeit mit subvillosus a. pubescens, ist aber abgesehen 
von den subgenerischen Merkmalen durch die wirbelige Behaarung der Flügel- 
decken und deren mehr oder weniger deutlich doppelte Punktierung verschieden. 
Sie könnte auch mit unausgefärbten Sc. 4-maculatus verwechselt werden, doch 
von letzterer durch deren Zeichnungsanlage und deren weniger weit nach hinten 
reichender Schenkellinie zu unterscheiden. In der Körperform ist sie dem kleinen 


Kiesenwetteri ähnlich. 


74. Se. (Nephus) bistillatus Mls. — Stumpf oval, gewölbt. Oben 


— | 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 043 


 gelbrot oder ziegelrot, jede Flügeldecke mit einem punktförmigen 
schwarzen Fleck in ?/s der Länge und von einem Viertel der Breite, 
von der Naht um die Hälfte seines Durchmessers entfernt, und 
einem schmalen Nahtsaum, ferner ein gemeinsamer etwas drei- 
eckiger, nebuloser Fleck hinter dem Schildchen fuchsrötlich, diese 
letzteren wenig auffällig und wahrscheinlich auch mitunter ganz 
fehlend. Unterseite und Beine gelbrot. Hinterbrust und die Mitte 
des 1. Bauchsegmentes schwarz. Halsschild vor dem Schildchen vor- 
gezogen und beiderseits davon ausgebuchtet. Schenkellinie unvoll- 
ständig, bis ?/s des Segmentes nach hinten reichend. L. 2,2 mm. — 
Indien, Himalaya. 


75. Se. (Nephus) Kiesenwetteri Mls. — Breit oval, gewölbt, etwas 
matt. Halsschild dicht und wenig fein, aber tief, Flügeldecken grob, 
flach, runzelig punktiert. Oberseite gelblichbraun, der Halsschild 
vor dem Schildchen auf seiner Mitte mehr oder weniger dunkel 
bis schwarz, bei Aberrationen aber auch ganz hell bis schwarz. 
Auf den Flügeldecken normal je 7, nach dem Grade der Aus- 
färbung braune bis schwarze Punkte in 3 Querreihen (2, 3, 2) in 
‘4, '» und ®%k der Länge. Diese Zeichnung ist äußerst variabel, es 
können Punkte fehlen, oder auch verfließen, bis schließlich die 
Grundfarbe der Decken ganz oder teilweise dunkel wird und helle 
Fleckchen einschließt (vide Darstellung der Aberrationen). Unter- 
seite schwarz oder braun, wenigstens zum Teile und nach dem 
Grade der Ausfärbung. Beine gelblichbraun. Flügeldecken seitlich 
mehr oder weniger deutlich parallel. Die unvollständige Schenkel- 
linie reicht bis °/s oder */; des Segmentes nach hinten. L. 1,3 bis 
2,3 mm. — Spanien, Korsika, Sardinien, Sizilien, Italien. Balkan, 
Algier. 


Aberrationen: 


Die normalen 7 Punkte jeder Flügeldecke (2, 3, 2) stehen fol- 
sendermaßen: P.1 auf der Schulterbeule, P. 2 zwischen dem 1. 
und der Naht, kaum etwas mehr hinten, P. 3, 4 und 5 in gerader 
Querreihe, der mittlere etwas länger als die beiden anderen. P. 6 
und 7 oval und etwas schräg zueinander gestellt. 

1 (2) Flügeldecken ungefleckt, alle Punkte fehlen. (Reyi Sie. nec 
Kirsch). SE a. Reyanus Mader 

2 (1) Flügeldecken gezeichnet. 

3 (6) Von den 7 Punkten fehlen welche. Am beständigsten sind 
6 und 7, am leichtesten verschwinden 1 und 2, nach ihnen 


3 und 5. 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3, 1955 59 


944 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


+ (5) Die noch vorhandenen Punkte stehen alle frei. 


N | 
nn 
"B 
=> 


a. mancus nov. ab. 


Es sind bisher bekannt: 

Formula: 1, 2, 4, 6, 7. 

Formula: 3, #, 5, 6, 7 (mancus m. s. str.) 

Von den noch vorhandenen Punkten verfließen einige oder 
alles Dar: a an Erz 
Formula: 3, ER 5.052. 

Formula: 34445, 6, 7 

Formula: 3+4+5, 6+7 (zigzag Costa s. str.) 

Alle 7 Punkte vorhanden, frei oder verflossen, oder Flügel- 
decken schon zum größten Teil schwarz mit hellen Flecken. 
Grundfarbe der Flügeldecken noch die helle. 

Alle 7 Punkte stehen frei. Formula: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7. 

a. completus nov. ab. 
2 sa dere Benlao in den einzelnen Querreihen ver- 


| fließen. 


10 (11) 


11 (10) 


12 


13 (14) 


14 (13) 
15 (18) 


Nur hinten die Punkte 647 verflossen, bilden einen nach 
vorn oflenen Bogen. 
Formula: 1,2, 3, 4, 5, 677. (Nomuinatjorm) 

Kine Mis. 
Dr Pumlke er Mirtelreihe sind zu einer zackigen Quer- 
binde verflossen, dazu auch noch oft Verfließungen in 
den anderen (uerreihen. 


Formula: 1, 2, 34445, 6, 7. . . a. undulatus Sic. 
Formula: 1, 2, 34445, 6+7. . . a. biundulatus nov. a 
Formula: 1-2, 3745, 67. . . a. corsieusWs. 


Die Punkte 1+2 verfließen oft derart, daß sie eine 
breite gemeinschaftliche, hinten zackige Basalbinde bilden, 
welche nur den äußersten Seitenrand hell läßt: corsicus 
Ws. s. str. 

Die Grundfarbe der Flügeldecken ist wenigstens schon 
vorne dunkel und schließt helle Fleckchen ein. 

Der hintere Teil der Flügeldecken zeigt noch auf heller 
Grundfarbe die verflossenen Punkte 617, der vordere Teil 
ist schwarz und schließt 2 helle Fleckchen ein. Die schwarze 
Farbe läßt noch einen hellen Seitensaum frei oder erreicht 
den Seitenrand . . .. . a. siculus Ws. 
\eitergehende ruren Ja: Eligelde 

Spitze 1 Flügeldecken noch hell gesäumt oder mit hellem 
Fleck. 


Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 945 


16 (17) Die einstigen schwarzen Querbinden vereinigen sich der 
Länge und Breite nach, zuerst entweder der Naht entlang, 
welche dunkler wird bis zur Spitze, oder dem Seitenrand 
entlang oder beiderseits. Dem runden Fleck der mittleren 
Querbinde entspringen 2 kleine Verlängerungen, die eine 
bis zur Vorderbinde, die andere bis zur Hinterbinde. Flügel- 
decken nun schwarz mit 6 gelben Flecken, 1 in Form 
einer in der Mitte verengten Binde und zwar an der Basis, 
2 und 3 im ersten Drittel der Länge, 4 und 5 an dem 
zweiten Drittel, 6 an der Spitze gewöhnlich dunkler. Bei 
dieser Form ist der Halsschild am häufigsten schwarz und 
die Punktierung bei weitem feiner als bei der Nominatform, 
das Tier auch kleiner. . . ..... a. ligrinus Sic. 

17 (16) Rostbraun, die Mitte der Banet ed der hintere Teil des 
Pelehiides dunkler, fast pechbraun, Flügeldecken weils- 
gelb, eine gemeinschaftliche breite Querbinde an der Basis, 
welche jederseits am Schulterhöcker bedeutend verschmä- 
lert ıst und sodann vor demselben in einen breiten, rost- 
braunen Seitensaum der Flügeldecken, der nur bis hinter 
die Mitte reicht, übergeht, rötlich pechbraun. Dieselbe Farbe 
haben 5 große, längliche Makeln in einer etwas nach hinten 
gebogenen Querreihe über die Mitte beider Flügeldecken. 
Die mittlere derselben ist gemeinschaftlich, groß, nach vorne 
auf der Naht breit mit der Basalbinde, nacı hinten mit 
einer, dem Hinterrande parallelen, rostbraunen, abge- 
kürzten Querbinde verbunden; zugleich hängt sie in der 
Mitte schmal mit der auf jeder Seite nach außen stehenden 
Makel zusammen. Diese ist durch eine schmale strohgelbe 
Längslinie von der äußeren Makel getrennt. Gehen wir 
aber von der pechbraunen Grundfarbe aus, so sind 
auf jeder Decke (besonders bei dunklen Stücken) ein breiter 
Spitzensaum und 2 schiefe Querbinden weißgelb, von denen 
jede aus 2 rautenförmigen Makeln besteht. Punktierung 
feiner als bei der Nominatform, Größe ebenfalls geringer. 
BEN hi A NL ee, a. sannio Ws. 

15 (15) Flügeldecken tief schwarz, mit 2 malen rotgelben oder 
rosenroten Querbinden, wovon die vordere öfters in zwei 
Flecken geteilt sein kann, diese Binden stehen im Raume 
der 1. und 2., beziehungsweise der 2. und 3. Querreihe der 
früheren schwarzen Punkte der Nominatform, die erste 
Binde beginnt auf der Schulterbeule und ist erst gebogen 


59* 


946 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


und dann quer gerichtet gegen '/s der Naht, die sie aber 
nicht erreicht, die zweite beginnt am Außenrande gegen | 
”/s der Länge und ist quer gegen die Naht gerichtet, die 
sie ebenfalls nicht erreicht. Halsschild rosenrot oder scharlach- 
rot. Die hieher gehörigen Stücke sind auch kleiner als 
Kiesenwetteri und etwas länglicher. Infolge ihrer grelleren | 
Färbung und der feineren Punktierung haben diese ein 
von Kiesenwetteri verschiedenes Aussehen und es ist noch 
abzuwarten, ob sie nicht einer eigenen Art angehören. 


19 (20) Die vordere helle Binde ist nicht geteilt. a 
EP a a. bicinctus Mls. et God. 
20 (19) Die vordere Binde ist in 2 Flecken geteilt. u 
IRER RR - a. africanus Sic. 

Vergleiche auch die folgende Art. 

76. Se. (Nephus) tamarieis Capra. — Mit Kiesenwetteri äußerst 
nahe verwandt und durch folgendes verschieden: Weniger gewölbt, 
seitlich stark gerundet, Skulptur glatter, Punktierung weniger dicht 
und weniger tief, männliche Genitalien anders gebildet. — Stroh- 
gelb, Flügeldecken mit je 7 braunen Punkten (2, 3, 2), diese oft 
undeutlich und zum Teile oder ganz fehlend (a. stramineus Capra), 
oder auch quer zusammenfließend. Männchen: Spitze des Penis 
mit genügend langer und S-förmiger Geißel, unpaariger Fortsatz 


(vom Bauche gesehen) fast lanzenförmig. L. 1,3—2 mm. — Cire- 
naica (Oase Giarabub). 


77. Se. (Nephus) martis Mis. — Kurzoval, gewölbt. Kopf, Fühler 
und Taster ziegelrot oder fahlgelblich, Halsschild ebenso, vor dem 
Schildchen unmerklich dunkler. Schildchen und Flügeldecken schwarz, 
letztere an der Spitze fahlgelblich. Dieser helle Teil nimmt den 
sanzen Hinterrand ein bis zum dritten Viertel der Länge an der 
Naht, ein wenig winkelig vorgehend bis zu '/ oder fast bis zur 
Mitte jeder Decke in der Mitte der Breite und am Seitenrande 
bis zu ”. Mittel- und Hinterbrust schwarz, 1. Bauchsegment bräun- 
lich, die folgenden Segmente fuchsrötlichgelb. Beine gelbrot. Die 
unvollständige Schenkellinie reicht bis °”/; des Segmentes nach hin- 
ten. L. 2,2 mm. — Assam, Himalaya. 


78. Se. (Nephus) spilotus Ws. — Länsglich elliptisch, mäßig ge- 
wölbt, Behaarung äußerst kurz und zart, greis, seidenartig glän- 
zend. Rostrot, Kopf, Halsschild und fast die vorderen zwei Drittel 
der Flügeldecken angedunkelt, rotbraun bis pechschwarz, der Hals- 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 047 


‚schild vorn schmal, an den Seiten breit, jedoch verwaschen dunkel 
rotbraun gerandet, ebenso der Vorder- und Seitenrand der Flügel- 
decken, wenigstens in den dunkelsten Stücken die Schulterecke. 
Das hintere Drittel der Flügeldecken hell rostrot, ohne bestimmte 
Grenze zwischen der schwarzen und hellen Farbe. Bei den meisten 
Exemplaren ist die Färbung des Kopfes und Halsschildes dunkler 
als die der Flügeldecken, bei sehr dunklen auch die Mitte der 
Brust und des Bauches schwärzlich. Halsschild fein und dicht, Flü- 
seldecken dichter punktiert, letztere ohne Schulterbeule. Stirn fast 
dreimal so breit als der Querdurchmesser eines Auges. Beine kräf- 
tig, namentlich die Schienen breiter, von der Basis bis weit über 
die Mitte allmählich im Bogen erweitert, dann zur Spitze schnell 
verengt. Die unvollständige Schenkellinie reicht bis dicht an den Hin- 
terrand des Segmentes heran und endet hinter der Mitte am Sei- 
tenrande. L. 2—2,3 mm. — Irkutsk. 


79. Se. (Nephus) binotatus Bris. — Oval, mäßig gewölbt. Unter- 
seite, Kopf, Halsschild und eine gemeinsame dreieckige Querbinde 
an der Basis der strohgelben Flügeldecken von einer Schulter zur 
anderen, die sich oft bis zur Mitte als schmaler Nahtsaum fort- 
setzt, rotbraun. Fühler und Beine heller. Auf jeder Flügeldecke 
ist außerdem der Außenrand gebräunt und es befindet sich hinter 
der Mitte eine schwarze, seltener braune, schmale, strichförmige 
Quermakel dicht an der Naht. Die Punktierung ist fein, mit un- 
regelmäßigen Längsreihen etwas stärkerer Punkte auf den glän- 
zenden Flügeldecken. Die unvollständige Schenkellinie reicht bis 
“/s des Segmentes nach hinten, ihr Außenast läuft mit dem Hin- 
terrande ziemlich parallel. L. 1.8 mm. — Frankreich, Südwesteuropa. 


80. Se. (Nephus) Redtenbacheri Mls. (? incinctus Mls.). — Läng- 
lich oval, nur mäßig gewölbt, Behaarung anliegend, weißgrau, mäßig 
dicht. Schwarz, Flügeldecken mit einem ausgedehnten, in der Mitte 
meist etwas verengten, gelbroten oder rötlichgelben Längsfleck auf 
jeder Scheibe. Unterseite schwarz, oft mit rötlicher Spitze des Bau- 
ches, Fühler, Taster und Beine ganz rötlichgelb. Äußerster Spitzen- 
rand der Flügeldecken aufgehellt. Seltener sind die Decken bis auf 
den aufgehellten Spitzenrand ganz schwarz (a. unicolor Ws., jemo- 
rulis Redtb.). Es sollen aber auch Stücke mit ganz lehmgelben Flü- 
geldecken vorkommen (a. ochraceipennis Roub.). Kopf und Halsschild 
fein und ziemlich dicht punktiert, die Flügeldecken meist mit doppel- 
ter, aus gröberen und feineren Punkten bestehender Punktierung 
oder auch durchaus gleichmäßig ziemlich grob punktiert. Schulter- 


948 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


beule schwach oder undeutlich. Die Schenkellinie ist unvollständig | 
und reicht über ”» bis '/; des Segmentes nach hinten, ihr Außenrand 
erlischt nach leichter Krümmung nach vorn gegen den Seitenrand. 


L. 1,5— 1,5 mm. -— Europa, asiatisches Rußland, Grönland. 


Die Art ist in Europa jedenfalls weiter verbreitet, als bisher angegeben, 
denn ich besitze auch Stücke von Spanien, Norditalien und Albanien. Sie ist 
unserem suturalis sehr ähnlich, aber davon unterschieden durch die schwache 
oder undeutliche Schulterbeule, die ganz rotgelben Beine, die unvollständige 
Schenkellinie und die fehlenden Prosternalkiele. Ob die a. ochraceipennis Roub. 
tatsächlich hieher gehört, davon möchte ich mich erst nach genauerer Über- 
prüfung der Artmerkmale überzeugen können, denn es gibt bisher keinerlei 
Übergänge zu diesem hellen Extrem. Jedenfalls merkt man der Beschreibung der- 
selben eine mißtrauisch machende Zerstreutheit an. Roubal nennt daselbst den 
ganz schwarzen Redtenbacheri als nigra Ws. und stellt dann später diesen Namen 
auf concolor Ws. richtig (Ent. Bl. 1923, 46), was auch wieder nicht richtig ist, 
denn derselbe heißt in Wirklichkeit unicolor Ws. Sc. incincetus Mls. scheint zu 
dieser Art zu gehören und bloß eine Form zu sein, bei der die Längsmakel an 
der Innenseite gerade, an der Außenseite aber zweimal ausgebuchtet ist, in 1/ 
und 2/3 der Länge. 


81. Se. (Nephus) limonii Donisth. — Eine noch reichlich unge- 
klärte Art. — Breit oval, gewölbt, mit weißer Behaarung. Fühler 
und Taster ziegelrot, Kopf und Halsschild schwarz, letzterer an 
der Basis schmäler als die Flügeldecken, Flügeldecken schwarz, oder 
schwarz mit 4 gelben Flecken, wovon der hintere immer der größere 
ist, oder diese Flecken sind verflossen. Punktierung der Flügel- 
decken grob, doppelt, aus größeren und kleineren Punkten zu etwa 
gleichen Teilen gemischt. Unterseite ganz schwarz. Schenkel dunkel 
oder ganz schwarz. Schienen und Tarsen ziegelrot. Schenkellinie 
unvollständig. L. 1,5—1,8.mm — Südengland, auf den Inseln Wight 
und Sheppey. Lebt daselbst an den Wurzeln des Seelavendels und 
anderen Salzpflanzen. 

Ich stelle diese Art wegen ihrer unvollständigen Schenkellinie und weil der 
Autor keine Prosternalkiele angibt, mit einigem Vorbehalt zur Untergattung Ne- 
phus. 1924 habe ich sie milöverständlich als Pullus angesprochen. Der Autor ver- 
gleicht seine Art mit Pullus Mulsanti Wath. (ist testaceus a. scutellaris Mls.) und 
mit Nephus Redtenbacheri Mls. Erstere Art kann man als Pullus ausscheiden und 
mit letzteren ist ein Vergleich wohl nötig, doch bringt Donisthorpe keine Un- 
terschiede. die stichhaltig wären, außer der dunklen Färbung der Schenkel, die 
aber oft bei hellbeinigen Arten auch ausnahmsweise vorkommt. Beide Arten varı- 
ieren in der Größe von 1.3—1.5 oder 1.8mm, und auch Redtenbacheri ist auf den 
Flügeldecken zumeist mit doppelter Punktierung versehen. Wenn die Art mehr 
gewölbt und mehr gerundet sein soll als Redienbacheri, so stehen wir leider allzu 
relativen Begriffen gegenüber, die noch dazu durch das verschiedene subjektive 
Empfinden der einzelnen Entomologen getrübt werden Eine Hoffnung für die 
Rettung dieser Art bleibt noch, daß Weise die ihm eingesandten Stücke als ihm 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 949 


unbekannt zurück schickte. Es wäre somit geboten, dafs ein Besitzer dieser Art 


eine bessere Beschreibung verfaßt und auf stichhaltige Unterscheidungsmerkmale 
eingeht. 

82. Sc. (Nephus) 4-maeulatus Hbst. (F-maculatus Kug., bisbipu- 
stulatus Panz., pulchellus Hbst., 4-lunulatus Ill., colon Steph.). — 
Der Anfänger hüte sich davor, diese Art mit Sc. subvillosus Gze. 
zu verwechseln. — Oval, Behaarung anliegend, mäßig dicht, weiß- 
grau. Schwarz, oft auch mit pechbrauner oder noch hellerer Grund- 
farbe, Flügeldecken mit rötlichem Spitzensaum und mit 2 gelb- 
roten oder gelben Makeln, einer größeren von der Schulterbeule 
schräg nach innen gerichteten, von der Naht und vom Seitenrande 
ziemlich gleichweit entfernten Makel auf der vorderen Hälfte und 
einer der Naht mehr genäherten, vorn gewöhnlich ausgerandeten 
Quermakel im hinteren Drittel, letztere mitunter geteilt. Unter- 
seite bis auf die rötliche Spitze des Bauches schwarz, Fühler, Mund 
und Beine ganz rötlichgelb, oder die Hinterschenkel beim Weib- 
chen an der Basis schwärzlich (#-maculatus Hbst. f. nom.), oder Kopf 
und Halsschild oder wenigstens die Seiten des letzteren braunrot, 
oft auch die Grundfarbe der Flügeldecken ebenso (a. pietus Gelb.- 
Syrien, aber auch anderswo). Manchmal verfließen die beiden Ma- 
keln zu einer in der Mitte verschmälerten Längsbinde oder nehmen 
fast die ganzen Flügeldecken ein, mit Ausnahme einer breiten 
dreieckigen Basalmakel, welche als Nahtsaum bis hinter die Mitte 
zieht und am Seitenrande befindet sich nur ein dunkler Längs- 
wisch (a. bilunulatus Ws., Spanien, Frankreich), oder die Makeln 
sind rötlich statt gelblich und verfließen zu einer Längsbinde ähn- 
lich dem Redtenbacheri, von diesem aber durch die dunklen Beine 
verschieden (a. norvegicus Munst., Norwegen). lintgegengesetzt 
können sich die Flügeldecken mehr verdunkeln. indem zunächst 
die hintere Makel verschwindet (a. obliquus Ws.). Kopf und Hals- 
schild ziemlich fein und dicht, Flügeldecken. etwas stärker, aber 
nicht dichter punktiert. Die Schenkellinie nähert sich bis zu °/s 
dem Hinterrande des Segmentes, läuft eine Strecke mit diesem 
parallel und erlischt dann nach kurzer Krümmung nach vorn. 
L. 1,5—2 mm. — Paläarktische Region. 

Die Art ist von dem ähnlich gezeichneten subvillosus Gze. abgesehen von 
der unvoilständigen Schenkellinie und den fehlenden Kiellinien des Prosternums 
unterschieden durch schmälere Körperform, hellere, gelbrote Makeln, deren vor- 


dere schräger gestellt ist. 


83. Se. (Nephus) ineludens Kirsch, Kg. 18. — Oval. Schwarz. 
der Kopf, die Seiten des Halsschildes, die Epipleuren der Flügel- 


950 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955 


decken, das letzte Bauchsegment und die Seiten des Bauches, der 
Spitzenrand der Flügeldecken und die Beine rötlichgelb, auf jeder 
Flügeldecke eine gelbe Diskalfärbung, welche einen schwarzen Punkt 


einschließt, dieser mitunter mit dem dunklen Außensaum ver- 


flossen (a. confluens J. Sahlb.). Die gelbe Diskalfärbung der Decken 


reicht von der Schulterbeule bis zu °ı der Deckenlänge nach hinten 
und ist vor der Mitte nach innen und hinten derselben nach 
außen eckig erweitert, oder anders gesagt, sie wird in der Mitte 
beiderseits von einer Erweiterung des Naht- und Außensaumes 
eingeengt. Schenkellinie unvollständig, erreicht den Hinterrand 
des Segmentes nicht. L. 1,2—1,5mm. — Ägypten, Griechenland 
Syrien (Parnaß, in meiner Sammlung.) 


84. Sc. (Nephus) Peyerimhofüi Sic. — Länglich oval, kurz und 
nicht dicht greis behaart. Kopf dunkel, schwarzbraun, Oberlippe, 
Taster und Fühler fuchsrot. Halsschild schwarzbraun, Vorderrand 
schmal heller, breit, wenig tief ausgeschnitten, ohne Ausbuchtung 
hinter den Augen. Seitenrand geradlinig, Basis im breiten Spitz- 
bogen. Schildchen schwarz. Flügeldecken strohgelb, schwarz um- 
säumt. Dieser Saum gleich "o der Breite einer Decke, ist ver- 
schieden erweitert: erstens am Vorderrand, wo er mit dem Saum 
der anderen Decke einen dreieckigen Basalfleck bildet, von der 
Schulter bis zu 's der Nahtlänge, zweitens am Seitenrande in Form 
eines fast kreisförmigen Fleckes ein wenig vor der Mitte, drittens 
an der Spitze, wo er einen gemeinsamen Fleck bildet, der die 
ganze Spitze einnimmt, viertens an der Naht, ein wenig hinter 
der Mitte, mit seinem gleichen der anderen Decke in Form eines 
verkehrten, dicken und breiten V, bis zur Mitte der Breite rei- 
chend. Nimmt man die Grundfarbe der Decken als schwarz an, dann 
kann man von einer strohgelben Zeichnung sprechen: Ein schräger 
viereckiger Fleck von der Schulterbeule bis zu "san der Naht, 
die er aber nicht erreicht und eine schräge Binde vor der Spitze, 
in ihrer Mitte verengt, leicht nach vorne gebogen in ihrem inneren 
Teile, in der Mitte durch einen hellen Ast mit dem vorderen 
Fleck verbunden (Peyerimhoffi Sic. f. nom.). Diese 2 hellen Flecke 
können auch voneinander getrennt und die hintere Binde in 2 
Flecke geteilt sein. Es sind dann auf schwarzem Grunde 3 gelbe 
Flecken: ein schräger nahe der Basis, ein zweiter, unregelmäßig 
dreieckig, nahe dem Seitenrande in °/; der Länge und der dritte, 
gerundet, nahe der Naht und etwas weiter hinten (a. disjunctus 
Sic.). Unterseite gelbbraun, Hinterbrust leicht angedunkelt. Schen- 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 951 


| 
\ 


_ kellinie sehr kurz, deutlich nur auf dem inneren Drittel. Proster- 

num ohne Kiellinien. Beine fuchsrot. Unterseite ziemlich stark 
und dicht, aber nicht zusammenfließend punktiert. L. 2mm. — 
Alsier, Tunis. 

Diese Art hat Analogie mit Sc. 4-maculatus a. bilunulatus Ws., hat ober 
die Unterseite weniger geschlossen punktiert und eine viel kürzere Schenkel- 
linie. Der Rest der einstigen schwarzen Binde der Decken, welche die hellen 
Makein trennte, hat an der Naht mit seinem gegenüber liegenden Rest die Form 


eines aufrechten, breiten V bei bilunulatus, bei Peyerimhofji die eines ver- 
kehrten V. 


35. Se. (Nephus) caucasicus Ws. (plagiatus Ws.). — Eiförmig. 
Schwarz, der Vorderteil des Kopfes, Taster, Fühler und Beine, die 
Seitenränder des Halsschildes und auf jeder Decke eine Längs- 
makel nahe der Naht, die hinter der Mitte eine Quermakel nach 
außen entsendet, hellgelb mit leicht rötlichem Anfluge. Die breite 
Längsmakel beginnt seltener schon nahe der Basis, meist aber erst 
kurz vor der Mitte der Decken, ist scharf begrenzt und endet hin- 
.ter dem zweiten Drittel der Deckenlänge; die von ihr entsendete 
Quermakel erreicht den Seitenrand nicht ganz. (Bei meinem Stücke 
sehe ich, daß auch die äußerste Spitze der Flügeldecken hell ge- 
säumt ist. Ob immier?). Kopf etwas stärker als der Halsschild punk- 
tiert. Halsschild doppelt so breit als lang, vorn tief ausgeschnitten, 
Vorderwinkel stark vorgezogen, stumpf zugespitzt, die Seiten fast 
gerade, vor der Mitte unmerklich erweitert, nach vorne verengt, 

der Hinterrand vor dem Schildchen abgestutzt, Oberfläche schwach 

gewölbt, äußerst fein und mäßig dicht punktiert. Flügeldecken fein 
punktiert, zwischen den Punkten noch feinere unregelmäßig ein- 
gestreut. Unterseite mäßig dicht, ziemlich stark punktiert, glänzend, 
zwischen den Punkten nicht genetzt. Schenkellinie unvollständig, 
ein sehr flacher Bogen, der '/; des Segmentes nach hinten reicht 
und außen °s vom Vorderrande entfernt endet. L. 1,1 mm. — 
Kaukasus. 

Diese winzige Art, die außerdem durch ihre Zeichnung leicht kenntlich ist, 
ist in der Körperform den kleinsten Stücken des bipunctatus Kug. ähnlich, aber 
viel glänzender. Durch die außen gekrümmte Schenkellinie vermittelt sie den 


Übergang von Nephus zu Scymnus s. str., aber auch durch den Ansatz von 
2 Kiellinien auf dem Prosternum, die schon in der Mitte erlöschen. 


86. Sc. (Nephus) erucifer Fleischer Fg. 17. — Eiförmig, mäßig 
gewölbt. Kopf beim Männchen ganz gelb, beim Weibchen schwarz 
und nur an den Rändern gelblich. Halsschild schwarz, am Vorder- 


rande schmal, am Seitenrande breit schmutzig gelbbraun. Ofters, 


952 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


namentlich beim Männchen, nur die vordere Hälfte des Seiten- 


randes makelartig gelbbraun. Flügeldecken hell orangegelb, an der 
Basis breit, an der Naht und am Seitenrande schmal schwarz ge- 
säumt, Saum am Seitenrande oft fehlend. Von der Mitte der Naht 
zieht bis nahezu in ein Drittel der Deckenbreite nach außen ein 
gerader Querfortsatz, so daß an dieser Stelle eine kreuzförmige 
Figur entsteht. Diesem Querfortsatz entsendet auch der Seitenrand 
einen kürzeren mehr makelartigen Fortsatz entgegen, so daß man 
auch sagen könnte, die Flügeldecken sind schwarz mit einer sehr 
breiten, in der Mitte durch 2 Querfortsätze eingeengten orange- 
gelben Längsbinde. Unterseite schwarz, nur die zwei letzten Bauch- 
segmente rötlich. Beine ganz gelbrot. Kopf und Halsschild sehr 
fein und dicht, Flügeldecken ebenso fein, aber weniger dicht punk- 
tiert, fein goldgelb behaart. Die sehr feine Schenkellinie verliert 
sich etwas über der Mitte des Segmentes. Prosternum ohne Kiel- 
linien. L. 1,5— 1,5 mm. — Turkestan. 


37. Se. (Nephus) Koltzei Ws. — Ziemlich lang eiförmig, mäßig 
gewölbt, weißlich behaart, schwarz, schwach glänzend. Mund, Füh- 
ler, Hüften, Schienen und Tarsen verschossen rötlichbraun, Schenkel 
pechschwarz. Flügeldecken mit einer länglichen, ziemlich scharf be- 
srenzten roten Makel, die ein wenig schief nach hinten und innen 
gerichtet ist, in oder etwas vor der Mitte beginnt und ungefähr 
bis zum letzten Viertel reicht. Sie nımmt etwa das mittlere Drittel 
der Breite jeder Decke ein, jedoch so, daß sie der Naht näher als 
dem Seitenrande steht. Halsschild mehr als doppelt so breit als 
lang, nach vorn mit etwas gerundeten Seiten verschmälert, oben 
dicht, aber sehr fein punktiert. Flügeldecken länglich, bald hinter 
den Schultern am breitesten, dahinter allmählich schwach verengt, 
sehr dicht und mäßig fein punktiert, zuweilen gerunzelt. Unter- 
seite dicht und besonders auf der Hinterbrust kräftig punktiert. 
Schenkellinie unvollständig, innen flach gebogen, bis zu ‘/s des Seg- 
mentes nach hinten reichend, mit dem Hinterrande des Segmentes 
wenig divergierend, allmählich erlöschend, selten am Ende etwas 
nach vorne umgebogen. L. 1,2—1,58 mm. — OÖstsibirien. 


Die Art hat große Ähnlichkeit mit Sc. bipunctatus Kug., ist jedoch merk- 
lich schlanker, durchwegs stärker punktiert, weniger glänzend, der Spitzenrand 
der Flügeldecken niemals rötlich, die Makel der Flügeldecken nie rund oder 
quer, stets in die Länge gezogen. | 


88. Se. (Nephus) Galloisi Sic. — Länglich oval, weißlichgelb 
behaart. Schwarz, Taster, Fühler und Beine ebenso, jede Flügel- 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 9553 


_ decke mit roter Makel vor der Spitze. In der Gestalt, Größe und 
Färbung dem Se. bipunctatus Kug. beinahe ähnlich, aber die äußerste 
Spitze der Flügeldecken nicht aufgehellt, Fühler, Taster und Beine 
schwarz, Unterseite länger gelb statt weiß behaart, der Flügeldecken- 
fleck ein wenig mehr vorne und ein wenig länglicher, mit seinem 
Vorderrande fast die Mitte der Decken erreichend. L. 1,5 mm. — 


Japan. 


Diese Art vermißt man in Ohtas Arbeit über die japanischen Scymnini. 


89. Se. (Nephus) bipunctatus Kug. (affinis Payk., bimaculatus 
Marsh.) — Oval, mäßig gewölbt, Behaarung grauweiß, anliegend 
und wenig dicht. Schwarz, Flügeldecken mit rötlichem Spitzensaum 
und normal mit einem rundlichen roten Fleck im hinteren Drittel 
jeder Decke. Mund, Fühler und Beine gelbrot, Hinterschenkel oder 
auch Mittelschenkel meist in größerer Ausdehnung, die Vorderschen- 
kel oft nur an der Basis schwärzlich, bisweilen aber überhaupt nur 
dieBasis der Hinterschenkel angedunkelt (bipunctatus Kug. f. nom.). 
Bisweilen reicht der aufgehellte Spitzensaum nicht bis zur Naht- 
ecke (a. guttijer Mls.). Ein andermal ist die Makel der Flügeldecken 
quer und hinten ausgerandet, der Kopf vorne oder ganz ziegelrot 
(a. sinuatomaculatus J. Sahlb. — Karamanien. Vielleicht eigene Art?). 
Die Makel kann aber auch fehlen und die Flügeldecken sind bis 
auf den schmalen rötlichen Spitzensaum einfarbig schwarz (a. nigri- 
cans Ws.). Kopf und Halsschild ziemlich fein und dicht, die Flügel- 
decken stärker punktiert. die Punktierung der Flügeldecken bisweilen 
doppelt, aus stärkeren und feineren Punkten bestehend. Skandi- 
navische Stücke haben die ganze Oberfläche des Halsschildes stark 
chagriniert und sind auch kleiner, 1,5— 1,5 mm (v. bisignatus Boh., 
bipustulatus Thnb., biverrucatus Panz.). Schulterbeule kräftig. Pro- 
sternum ohne Kiellinien. Schenkellinie unvollständig, erreicht den 
Hinterrand des Segmentes nicht und erlischt nach schwacher Krüm- 
mung nach vorne gegen den Seitenrand des Segmentes L. 1,3 bis 
2 mm. — Paläarktische Region, einschließlich Japan (Hokkaido, 
Honschiu, Kiuschiu, Okinawa). 

Korschefsky führt im Col. Cat. p. 121 eine a. concolor Sah!b. ohne Zitat 
an. Dieser Name ist zu streichen, da er nie gegeben wurde. 


90. Se. (Nephus) Jakowlewi Ws. — Fast verkehrt eiförmig, 
die größte Breite bald hinter der Schulter, von hier aus nach hinten 
schmal verengt, schwarz, dicht und sehr fein, seidenartig glänzend 
behaart. Kopf dicht und fein punktiert, nebst den Tastern und 
Fühlern rot. Halsschild quer, nach vorne merklich im sanften Bogen 


954 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


verengt, dicht und fein punktiert, schwarz, eine große, dreieckige 
Makel, welche die Vorderwinkel einnimmt und auch unten sichtbar 
ist, rot. Flügeldecken sehr dicht, etwas stärker als der Halsschild 
punktiert, mit ganz flacher Schulterbeule, schwarz, nur eine Quer- 
makel rot, innen breiter als außen, viel näher an der Spitze als 
bei bipunctatus Kug. L. 2,2 mm. — Irkutsk. 


Dem Se. bipunctatus Kug. sehr nahestehend und dessen großen Stücken 
ähnlich, aber der Kopf, die Vorderwinkel des Halsschildes und die Beine ge’blich- 
rot, ferner der Spitzenrand der Flügeldecken ebenfalls schwarz. 


91. Se. (Nephus) phosphorus Lew. — Oval, gewölbt, schwarz, 
glänzend, greis behaart, jede Flügeldecke mit 2 verhältnismäßig 
großen, roten Makeln, gut vor der Spitze, welche einen ziemlich 
breiten Rand sowohl an der Naht, als auch am Seitenrande frei 
lassen. Beine ein wenig angebräunt. L. 2 mm, — Japan (Honschiu 

ewalls P D 


Kiuschiu). 


Ohta zählt die Art zu Nephus, sagt aber über die Schenkellinie nichts. Die 
Art soll nach Lewis mit Sc. Hareja Ws. in Größe und Form übereinstimmen, ist 
aber schwarz und hat 2 Flecken vor der Spitze, und ihre Punktierung ist dich- 
ter. Die Beschreibung ist auch ein Musterbeispiel einer Beschreibung, wie sie 
nicht sein soll. Man weiß jetzt eigentlich nichts. Wie stehen die Flecken zuein- 
ander, neben- oder hintereinander, wie weit reichen sie nach vorne? Schade, 
daß es noch keine entomologischen Preisrätselausschreibungen gibt! 


Anmerkung zu Nephus: Der in Winklers Cat. Col. reg. pal. p. 766 auf- 
gezählte Nephus ornatus Sic. (jetzt ornatulus Korsch.) ist aus der Liste der palä- 
arktischen Arten zu streichen, da er in Mauretanien, wie wir es verstehen, nicht 
vorkommt. Er ist eine exotische Art und stammt von Sierra Leone und Kaddi 
(Mauritania) und dieses Kaedi liegt am Senegal. 


Untergattung Sceymniscus Dobzh. 


Über diese Untergattung siehe meine Bemerkungen in der 


Tabelle der Gattungen der Scymnini, sub. 15. 


92. Se. (Seymniscus zaisanensis Dobzh. Rev. Russ, XXIII. 1928, 
118). — Sehr klein, oval, schwarz, greis behaart. Fühler, Taster 
und Tarsen braunschwarz, Flügeldecken im hinteren Drittel der 
Länge mit roter, runder, nicht deutlicher Makel. Kopf und Hals- 
schild spärlich und sehr fein. Flügeldecken dicht und stärker punk- 
tiert, Zwischenräume der Punkte sehr fein genetzt. Prosternum 
in der Mitte, Seiten der Mittel- und Hinterbrust stark und dicht, 
Hinterbrust in der Mitte zerstreut und dünn punktiert. Schulter- 
beule der Flügeldecken deutlich. L. 1—1,2mm. — Semipalatinsk 


(See Saissan). 


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N 
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Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 055 


Untergattung: Diomus Mls. 


92. Se. (Diomus) rubidus Mtsch. — Länglich oval, wenig ge- 
wölbt, schwarz, der ganze Mund, die Seiten des Halsschildes (nach 
‚hinten schmäler) und die Beine bräunlichgelb, eine wenig scharf 
begrenzte Längsbinde auf der Scheibe der Flügeldecken, von der 
'Schulterbeule bis ”« der Länge, nach hinten schwach verbreitert 
und der Naht genähert, rötlichgelb (rubidus Mtsch. f. nom.), oder 
schwarz, nur die äußerste Spitze der Flügeldecken, der Vorder- und 
‚ Hinterrand des Halsschildes schmal gelb gesäumt, die Seiten ent- 
weder schmal oder breit gelblich gerandet (a. cincticollis Ws., morio 
Flsch.). L. 1,2— 1,5 mm. — Griechenland, Syrien. Kaukasus, Derbent. 


Von Sc. Redtenbacheri Mls. durch bedeutend feinere Punktierung und die 
in den Hinterrand des Segmentes mündende Schenkellinie verschieden. 


94. Se. (Diomus) deserticola Sic. — Kurz oval, hinten breit ab- 
gerundet, mäßig gewölbt, kurz und dicht behaart. Oben fahl fuchs- 
rot auf den Flügeldecken, Naht und Basis kaum dunkler, jede 
Decke mit einem blaßrötlichen oder gelben Fleck in °ı der Länge, 
in Gestalt eines Kommas oder queren Mondes, der äußere Ast 
länger. Der Fleck bedeckt fast die ganze Breite der Decken, er- 
reicht aber Naht und Seitenrand nicht. Unten fuchsrot, etwas 
blasser als oben. Beine ziegelrot. Halsschild mit gerundeten Seiten 
in ihrer vorderen Hälfte, gerader hinten, nach vorne verengt, hinten 
im breiten Spitzbogen gerundet, sehr einfach punktiert. Schildchen 
klein, etwas länger als breit, leicht gebräunt. Flügeldecken an der 
Basis so breit als der Halsschild, an den Seiten schwach gerundet. 
stärker als der Halsschild und ebenfalls einfach punktiert, Schulter- 
beule undeutlich. Unterseite stark punktiert, jedoch mäßig dicht. 
Bauch dicht behaart. Schenkellinie groß, den Hinterrand des Seg- 
mentes gegen das äußere Viertel erreichend und dort mit ihm 
vereinigt. L. 1,5mm. — Wüstengebiete nahe des Roten Meeres 
in Ägypten (Assuan) und Arabien (Tiberias). — Ich sah ein be- 
sonders blasses Stück, bei dem die gelbe Makel kaum mehr zu 
sehen war. 


Untergattung unbekannt: 


95. Seymnus cercyonides Woll. — Mit Sc. canariensis Woll. an- 
geblich verwandt, aber viel kleiner, etwas länglicher, etwas weniger 
gewölbt, kürzer behaart und dichter punktuliert. Halsschild vorne 
etwas schmäler. Flügeldecken rot, mit großer, schwärzlicher, drei- 
eckiger Basalmakel, von einer Schulter zur anderen und auf der 


956 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Naht nach hinten bis zur Mitte reichend, ferner ein bisweilen sehr 
undeutlicher schwärzlicher Spitzensaum. Männchen mit an den 
Seiten etwas durchscheinendem Halsschild, Kopf wie beim Weib- 
chen schwarz. L. ca. 1,/mm. — Teneriffa, Canaren. 

Auf den ersten Blick hin macht die Art den Eindruck eines kleinen Cercyon. 


Sie ist ein Pullus; wie ich erst nachträglich konstatieren konnte, was nun auch 


H. Lindberg (Comm. Biol., Helsingf., 10. 1951, Nr. 18, p. 8) sagte. 


96. Scymnus epistemoides Woll. — Elliptisch, schwarz oder 
fast pechschwarz, etwas glänzend, fein punktiert und spärlich asch- 
srau behaart. Halsschild kurz, etwas konisch, gleichfarbig. Flügel- 
decken etwas dickbauchig. Oberlippe, Fühler, Taster und Beine 
angebräunt. L. ca. 1,7 mm — Madeira. 

Ungeflügelt, dem Sc. limnichoides Woll. ähnlich, aber viel ellip- 
tischer, d. h. vorn und hinten etwas zugespitzt, etwas weniger 


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glänzend und deutlich leichter und feiner punktiert, Halsschild viel 


konischer, auch an den Seiten gleichfarbig, die Basallinie viel mehr 
an der Basis selber gelegen, Flügeldecken etwas mehr gebaucht. 

97. Seymnus limnichoides Woll. — Oval, ungeflügelt. Schwarz, 
selten mit pechbräunlicher Tönung, wenig glänzend, sehr fein be- 
haart und sehr zart und dicht punktuliert. Halsschild bisweilen 
pechbraun, besonders gegen die seitlichen und vorderen Ränder. 
Fühler und Beine rostrot. L. ca. 1,7 mm — Madeira. 

Diese ungeflügelte Art kommt auf exponnierten Grasplätzen unter Steinen 


vor und erinnert beim ersten Anblick an einen Limnichus, welche Täuschung 
durch ihren Aufenthalt noch gestärkt wird. 


95? Seymnus pharaonis Mtsch. — Ich zitiere am besten hier 
die Beschreibung von Motschulsky, das einzige, was wir bis jetzt 
über die Art wissen: „Seymnus pharaonis, brun a elytres d’un 
jaune roussätre et courtes d’un duvet jaunätre. Il est de la taille 
de Sc. discoideus. Tres commune sur toutes les fleurs.” ‚Jetzt wissen 
wir es! Für einen in Ägypten auf allen Blumen sehr häufigen 
braunen, gelb behaarten Scymnus mit gelbfuchsrötlichen Flügel- 
decken, der so groß ist wie unser Sec. discoideus (ist suturalis Thnb.) 
hat sich Motschulsky die Priorität für seinen Namen gesichert und 
von unserem toleranten Prioritätsgesetz wird ein Autor gesucht, 
der die Art richtig beschreibt und einreiht und ja nicht vergißt, 
dabei den von Motschulsky zeitgerecht reservierten Namen zu ver- 
wenden. Oder sollte das Tier dennoch einmal ordentlich, aber 
unter anderem Namen beschrieben worden sein. dann wird sich 
schon ein braver Prioritätsanhänger finden, der die leichtfertig 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 057 


beschriebene Motschulsky’sche Art in ihre Rechte einsetzt. Es ist 
traurig, daß wir heute mitten im 20. Jahrhundert noch nicht in 
der Lage sind, durch befugte Kommissionen solche fragwürdige 
Existenzen auf den Index zu setzen, das heißt, eine Zusammen- 
stellung zu machen, welche Arten als nicht beschrieben zu gelten 
haben und in den Katalogen nicht weiter mitgeschleppt werden 
dürfen. 

Ich schätze, daß Sc. pharaonis Mtsch. identisch sein könnte mit den hell- 


sten Stücken des Sc. interruptus a. inundatus Ws., wie ich solche aus Ägypten 
schon oft gesehen habe. 


Anhang : 


Die Seymnini von Formosa. 
y 


Die Tiere von Formosa gelten als nicht zur paläarktischen 
Fauna gehörig, obwohl in der gleichen geographischen Breite Chinas 
die Käfer paläarktisch genommen werden. Nachdem ich die große 
Verquickung japanischer Scymninen mit jenen von Formosa und 
ihre Ähnlichkeit sehe, will ich hier bei den Scymninen eine ÄAus- 
nahme machen und über die Scymnini von Formosa anhangsweise 
berichten. Im übrigen zählen die Japaner die Fauna von Formosa 
zur japanischen Fauna. 


Tabelle der Arten: 
1 (8) Flügeldecken einfarbig, höchstens bei dunklen Arten mit 


schmalem hellen Spitzenrandsaum. 
2 (3) Oben einfarbig hell (braun). L. 2,5 mm. — vgl. P. paga- 
nus Lew. 
3 (2) Flügeldecken einfarbig schwarz, höchstens ein schmaler 
heller Spitzensaum. 
4 (7) Halsschild nicht ganz schwarz, zweifarbig. Spitzenrand der 
Flügeldecken hell gesäumt. 
5 (6) Halsschild an der Basis mit schwarzem, dreieckigen Fleck. 
Kleine Art. L. 1.6—1,5 mm. NEE 
volon. arrorde: a. ee Ohta. 
Die Art selbst ist von Formosa noch nicht berichtet. 
6 (5) Halsschild schwarz, an den Seiten breiter und am Vorder- 
rand schmal hell. Große Art. L.3 mm. .. 
Be u vgl. N. ler W. S. 
ae) ve Oberen wars IE 1,5 mm. 


vgl. P. tainanensis Ohta. 


958 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


ö (1) Flügeldecken zweifarbig, gezeichnet. 

9 (16) Auf hellem Grunde dunkel gezeichnet. 

10 (15) Seitenrand noch ohne dunklen Saum. | 
11 (14) Nur ein dunkler Nahtsaum oder große gemeinsame Naht- 


makel. | 
12 (13) Naht mit Saum, manchmal bis zur Spitze und manchmal 
auch dunkler Spitzensaum. L. 1,5 mm. 
i HER vgl. P. bkoris Ohter et a 
se 2) Auf Kr Naht eine große gemeinsame Makel, Seiten breit 
hell. L. 2,25 mm. 
ver vgl. Pondchtosteies ovatus a. ka Ohta 
14 (11) Flügeldecken mit je 2": dunklen Flecken, einer auf der 


Schulterbeule, einer in ?, auf der Scheibe und "; in ein 
Drittel der Länge gemeinsam auf der Naht. L. 2 mm. 
vgl. N. 5-punctatus Ws. 


15 (10) Oben rötlichgelb, Flügeldecken ähnlich einer Parenthese 
gezeichnet. Ein Saum an der Basis, welcher sich nach außen 
etwas verbreitert, dann am Seitenrande entlang bis hinter 
die Mitte zieht, hierauf nach innen biegt und makelförmig 
erweitert etwas von der Naht entfernt endet. L. 2,5 mm. 

vgl. N. parenthesis Ws. 
Kine Are mit a Notsenn Saum vide 15. Diomus 
Jutahoshü a. tappanus Ohta. 

16 (9) Flügeldecken auf dunklem Grunde hell gezeichnet. 

17 (18) Flügeldecken schwarz, ein seitlicher rötlichgelber Saum. 
L. 2,25 mm. N a... 
SR a a ee vgl. Paraclitostethus ovatus Ohta 

15 (17) Anders gezeichnet. 

19 (25) Flügeldecken mit heller Spitzenmakel oder breiterem hellen 
Spitzensaum, manchmal dazu noch eine helle Makel. 


20 (27) Außer der hellen Spitzenfärbung sonst keine weitere Makel. 
21 (24) Kopf und Halsschild einfarbig hell. 
22 (23) Bauch ganz hell. L. 1,6—2 mm. 


ER HEE RT NER EE NND, vgl. P. contemptus Ws. 

23 (22) Erstes Bauchsegment schwarz, zweites braun, drittes dunkel, 
die folgenden rotgelb. L. 1,6—1,5 mm. 

St Er ee ee vgl. P. dorenseoe Wa. 

24 (21) Halsschild gefleckt oder schwarz. 

25 (26) Halsschild gefleckt. L. 1,.5—2 mm. 2 FRSERREEERE A 

vgl. P. sodalis Ws. 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 059 


26 (25) Halsschild schwarz. L. 2—2,2 mm. 
vet PD: Bi Ws. 
27 (20) Raßer der Heilen Sala: noch eine helle Makel 
in der Mitte der Scheibe. L. ca. 1,8 mm. . 
en a ae EL See 

28 (19) Keine helle Spitzenmakel. 

29 (30) Flügeldecken mit 2 Quermakeln (ähnlich wie bei unserem 
N. ah L. 1,7 mm. 

se P. Gadslian. Misch. 
20 (29) N eine helle Makel Air jeder Decke. 
31 (32) Die rundliche Makel befindet sich Be den Mitte. L. 2 ınm. 
A vgl. Sc. horishanus Ohta. 

32 (31) Die Makel Dede ih ın der a der Länge und ist 
oft eine lange Diskalmakel. 

33 (34) L. 1,7—2 mm. Die Schenkellinie ist vollständig und kehrt 
zum Vorderrand des Segmentes zurück. m 
ee vgl. P. niponicus Lew. et ar 

34 (33) L. 9,5 1 mm. De online ist unvollständig und ver- 
bindet sich mit dem Hinterrand des esmenien. 

vel. Diom. futahoshii Ohta. 


Die Arten: 


Gattung: Paraclitostethus Ohta. 


Diese Gattung unterscheidet sich von Clitostethus Ws. durch 
die unvollständige Schenkellinie, die in den Hinterrand des Seg- 
mentes mündet, wie bei Diomus. 

1. Paraclitostethus ovatus Ohta. — Kugelig, schwarz. Kopf, 
Taster und Fühler rötlichgelb; Halsschild rötlichbraun, am Vorder- 
rande tief ausgeschnitten, an der Basis in der Mitte etwas nach 
hinten vorgezogen, an der Basis feın, an den Seiten breit gerandet. 
Schildchen sehr klein, dreieckig. Flügeldecken schwarz, Seitenrand 
schmal rötlichgelb gesäumt oder Seitensaum verbreitert sich so, 
daß auf der Naht nur eine große rundliche, schwarze Makel ver- 
bleibt (a. kokuronis Ohta). Kopf fein, Halsschild dicht, Flügeldecken 
dicht und stark und weniger weitläufiger als der Halsschild punk- 
tiert. Unterseite schwarz, Vorderbrust, 4. und 5. Bauchsegment in 
der Mitte, Epipleuren der Flügeldecken rötlichgelb. Prosternalfort- 
satz breit, mit 2 breit getrennten Kiellinien, die bis zum Vorder- 
rand des Fortsatzes reichen, ihr Zwischenraum weitläufig punktiert. 
Behaarung dicht, grauweißlich. L. 2—2,5 mm. — Koshun. 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3, 1955 60 


960 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955 


Gattung : Seymnus Kusg. 


l. Se. (Pullus) paganus Lew. — Vide paläarktische Arten Nr. 37, 


2. Se. (Pullus) niponicus Lew. — Vide pal. Arten Nr. 32. 

3. Se. (Pullus) dorcatomoides Ws. — Vide pal. Arten Nr. 4. 

4. Se. (Pullus) akonis Ohta. — Eiförmig. Kopf gelbbraun, Hals- 
schild schwarz, an den Seiten breit gelblichrot gesäumt, am Vorder- 
rande fast gerade, schmal gelblichrot. Flügeldecken gelblichbraun, 
auf der Naht mit einem nach hinten zugespitzten dreieckigen Naht- 
saum, der bis °, nach hinten reicht, manchmal auch bis zur Spitze 
verlängert, Spitze der Flügeldecken oft verdunkelt, der Halsschild 
dann rötlichbraun (a. rujus Ohta). Kopf und Halsschild dicht, Flügel- 
decken stark, aber nicht dichter punktiert. Unterseite schwarz, Vorder- 
brust und Bauch gelblichbraun, stark punktiert. Schenkellinie voll- 
ständig und bis ”/; des Segmentes nach hinten reichend und dann 
zur Innenecke der Epimeren der Hinterbrust gerichtet. L. 1,5 mm. — 
Ako, Takao. 


9. Se. (Pullus) quadrillum Mitsch. (4-notatus Boh., transversop- 
lagiatus Mtsch. latemaculatus Mtsch., taiwanus Ohta). — Nach meiner 
Meinung hat Ohta diese von Motschulsky von Ceylon beschriebene 
und auch von Formosa berichtete Art von Formosa nochmals als 
P. taiwanus beschrieben und zwar folgend: Breit oval. Kopf, Taster 
und Fühler gelblichrot, Halsschild schwarz, am Vorder- und Seiten- 
rand gelblichrot gesäumt, an letzterem breit, oder Kopf und Hals- 
schild schwarz (a. zugronis Ohta). Flügeldecken schwarz, jede mit 
2 schräggestellten Makeln, die in Farbe und Stellung denen von 
P. subvillosus ähnlich sind. Unterseite schwarz, letztes Bauchsegment 
bräunlichrot, Beine bräunlichrot, Hinterschenkel in der Mitte an- 
gsedunkelt. Schenkellinie vollständig, bis ”s des Segmentes nach 
hinten reichend und dann an der Innenseite der Epimeren der 
Hinterbrust endend, der von ihr eingeschlossene Raum mit einigen 
sroßen Punkten versehen. Prosternum mit 2 parallelen, bis zum 
Vorderrand reichenden Kiellinien. Mesosternum hinter dem Pro- 
sternalfortsatz etwas ausgerandet. Behaarung dicht, grauweißlich. 


L. 1,7 mm. — Hokuto, Koshun, Anping. 


“Nach Ohta von P. subvillosus Gze. folgend verschieden: Breiter, 
Halsschild gleichartig, wie der Kopf stark punktiert, Flügeldecken 


stärker, aber weitläufiger als der Halsschild punktiert. Die hintere 
Makel vorne gerandet, Flügeldecken an jeder Spitze rundlih und 


nicht rötlich gesäumt. — Nach meiner Meinung entspricht a. zugronis 
Ohta dem transversoplagiatus Mtsch. 


\ader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 9851 


6. Sc. (Pullus) tainanensis Ohta. — Eiförmig, schwarz, Be- 
haarung grauweiß, dicht. Kopf mit den Tastern und Fühlern schwarz, 
Halsschild, Schildchen und Flügeldecken schwarz. Halsschild an den 
‚Seiten fast gerade, nach vorne etwas verengt, an der Basis in der 
Mitte stark nach hinten vorgezogen. Schulterbeule deutlich. Kopf stark 
‚und weitläufig, Halsschild fein und spärlich, Flügeldecken an der 
Naht grob, nach den Seiten zu dichter und stärker punktiert. Un- 
terseite schwarz, nur letztes Bauchsegment schmutzig rötlich. Schie- 
nen dunkelbraun. Prosternum mit 2 parallelen Kiellinien, ihr Zwi- 
'schenraum fein punktiert. Mittelbrust grob punktiert. Schenkel- 
‚linie bis */: des Segmentes nach hinten reichend, ihr eingeschlossener 
Raum fein punktiert 1. 1,5 mm. — Tainan. 


7. Se. (Pullus) vilis Ws. — Oval. Schwarz, der Vorderrand des 
Kopfschildes und der Mund (Weibchen), ein Saum an der Spitze 
der Flügeldecken, höchstens das letzte Sechstel der Länge ein- 
nehmend, Beine und Seiten des Bauches rostrot, beim Männchen 
der Kopf rötlichgelb. Flügeldecken ziemlich dicht punktuliert, jede 
Decke mit 2 starken, leicht gebogenen Punktreihen vor der Mitte 
neben der Naht. Schenkellinie vollständig, bis dicht an den Hinter- 
rand des Segmentes reichend. L. 2—2,2mm. — Kankau, Tainan, 
Kosempo. 

Von zahlreichen ostasiatischen ähnlichen Arten durch den schwarzen Hals- 


schiid verschieden d:r selbst beim Männchen ın den Vorderwinke!n kaum röt- 
b) 
lich ist. 


6. Se. (Pullus) sodalis Ws. — Ähnlich dem kleinen Se. haemorr- 
hoidals gebaut und in beiden Geschlechtern wie dessen Männchen 
sefärbt: Oval, schwarz, dicht greis behaart, mäßig glänzend, Kopf, 
Halsschild (mit Ausnahme cines Basalfleckes), ein Spitzensaum der 
Flügeldecken, Vorderbrust, Beine und die letzten 3 oder 4 Bauch- 
segmente rötlichgelb. Der schwarze Halsschildfleck nimmt kaum 
das mittlere Drittel der Basis ein, verschmälert sich nach vorn und 
endet abgerundet in oder wenig vor der Mitte. Der helle Spitzen- 
saum bedeckt höchstens das letzte Viertel und ist vorn geradlinig 
begrenzt. Halsschild dicht und äußerst fein, die Flügeldecken stärker 
punktuliert, auf einem Streifen neben der Naht vor der Mitte 
fast glatt. Dieser Streifen wird außen von 2 kräftigen Punktreihen 
begrenzt, die sich nach hinten allmählich etwas von der Naht ent- 
fernen. Schenkellinie bis "+ des Segmentes nach hinten reichend. 
L. 1,5—2 mm. — Kankau, Kosempo. 


9. Se. (Pullus) contemptus \Vs. — Oval. Schwarz, dicht grau 


60* 


962 Enatom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


behaart, glänzend. Kopf und Halsschild rötlichgelb, Spitzenrand 
der Flügeldecken, Vorderbrust, Bauch und Beine gelbrot. Flügel- 
decken dicht punktuliert, vor der Mitte nahe der Naht mit 2 Punkt- 
reihen stärkerer Punkte. L. 1,6—2 mm. — Kankau, Anping. 

Von Se. sodalis Ws. durch den einfärbig rötlichgelben Hals- 


schild und den hellen Bauch verschieden. 
10. Se. (s. str.) Hareja Ws. — Kiirun—Vide pal. Art Nr. 68. 
11. Se. (s. str.) horishanus Ohta. — Eiförmig. Schwarz, Kopf 


bräunlichrot. Halsschild in den Vorderwinkeln mit einer bräunlich- 
roten Makel, die fast die Basis erreicht. Hinter der Mitte der Flü- 
geldecken mit 2 rundlichen, bräunlichroten Makeln, die dem Seiten- 
rand näher stehen als der Naht. Unterseite schwarz, Bauch mit 
Ausnahme der 2ersten Segmente und die Beine, Fühler und Ta- 
ster bräunlichrot, an den Fühlern nur die Spitze verdunkelt. Kopf 
weitläufig, Halsschild und Flügeldecken dicht punktuliert. Unter- 
seite dicht und stark punktiert. Prosternum mit 2 nach vorne rei- 
chenden Kiellinien, ihr Zwischenraum dicht punktiert. Schenkel- 
linie unvollständig und bis knapp an den Hinterrand des Seg- 
mentes reichend. L. 2mm. — Horisha. 

12. Se. (Nephus) Sauteri \Ws. — Oval, nahe den Schultern am 
breitesten, dann nach hinten sanft verengt und am Ende breit 
abgerundet, gewölbt, dicht mit sehr kurzen und feinen, weißlichen 
Härchen reifartig überzogen, daher wenig glänzend. Schwarz, Kopf, 
Halsschild und ein feiner, unbestimmter und leicht zu übersehen- 
der Spitzensaum der Flügeldecken rötlichgelb, eine Makel des 
Halsschildes. welche kaum das mittlere Drittel einnimmt und vorn 
abgekürzt ist, schwarz. Bauch und Beine dunkel rostrot. Oben 
äußerst dicht und fein punktuliert, auf den Flügeldecken zugleich 
noch weitläufiger und etwas kräftiger punktiert und vor der Mitte 
mit 2 kurzen, etwas nach außen gebogenen starken Punktreihen 
versehen, welche einen gemeinschaftlichen, ovalen, einfach punktu- 
lierten und elänzenden Raum an der Naht einschließen. An der 
doppelten Punktierung nebst der Größe leicht erkenntlich. Die 
Schenkellinie reicht bis ’/; des Segmentes nach hinten, dann ein 
Stück dem Hinterrande parallel und erlischt, bevor sie die Mitte 
des Seitenrandes erreicht. Prosternum kurz, die Kiellinien hinten 
parallel, vorn divergierend. L. 3mm. — Kankau. 

13. Se. (Nephus) parenthesis Ws. — Länglich oval, an den 
Schultern am breitesten und von dort nach hinten allmählich sanft 
verengt, am Ende breit gemeinschaftlich abgerundet, mit verrun- 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 963 


deter Nahtecke, gewölbt, dicht und sehr fein weißlich behaart, 
fast matt. Rötlichgelb, Mittel- und Hinterbrust, sowie eine einer 
Paranthese ähnliche Zeichnung der Flügeldecken schwarz. Letztere 
bildet einen Saum an der Basis, welcher sich nach außen etwas ver- 
breitert, dann am Seitenrande entlang bis hinter die Mitte zieht, 
hierauf nach innen biegt und makelartig erweitert etwas von der 
Naht entfernt endet (diese Zeichnung bildet auf der linken Flügel- 
decke eine Art GC). Auch die Naht ist im vorderen Drittel ange- 
dunkelt, so daß von der rotgelben Grundfarbe auf jeder Decke 
ein großer gerundeter Fleck vor der Mitte übrig bleibt, der sich 
an der Naht mit einem ähnlich gefärbten Spitzensaum verbindet. 
Dieser nimmt ungefähr das letzte Viertel ein. Oben sehr dicht 
und zart punktuliert, auf den Flügeldecken etwas stärker wie auf 
dem Vorderkörper. Die Schenkellinie reicht bis knapp vor den 
Hinterrand des Segmentes und mit diesem ziemlich parallel zum 
Seitenrand. L. 2,5 mm. — Kankau. 

14. Se. (Nephus) 5-punctatus \Ws. — Oval, gewölbt, dicht greis 
behaart, glänzend, braun, Flügeldecken dicht punktuliert und beide 
Decken mit 5 schwarzen, punktförnigen Flecken: je einem auf der 
Schulterbeule, einem in etwa "/: der Länge, von Naht- und Seiten- 
rand gleichweit entfernt, gerundet, eine Spur breiter als lang, ferner 
ein gemeinschaftlicher in etwa 's der Länge auf der Naht. Die 
Schenkellinie ist ähnlich wie bei parenthesis Ws. gestaltet. L. 2 mm. — 


Kankau. 


15. Se. (Diomus) futahoshii Ohta. — Eiförmig. Schwarz, der 
Vorderrand des Halsschildes schmal rötlichbraun gesäumt oder der 
Halsschild ganz schwarz. Auf der Mitte jeder Flügeldecke je eine 
sroße, ovale, rötlichbraune Makel, die der Naht genäherter ist, 
manchmal aber zu einer großen Diskalfärbung ausgedehnt ist, so 
daß nur ein schwarzer Naht-, Seiten- und Spitzensaum übrigbleibt 
(a. tappanus Ohta). Zuweilen ist der Kopf gelbbraun mit 2 schwarzen 
Makeln an der Innenseite der Augen (a. koshunus Ohta). Unterseite 
schwarz. Fühler, Taster und Beine rötlichbraun, Schenkel in der 
Mitte angedunkelt. Oben dicht grauweiß behaart. Kopf und Hals- 
schild dicht und stark, die Flügeldecken weitläufig punktiert. Pro- 
sternum mit 2 Kiellinien, die vorn konvergieren und sich knapp 
vor dem Vorderende rundlich verbinden. Die Schenkellinie ver- 
bindet sich mit dem Hinterrande des Segmentes, das Segment 
mit je einem großen, ovalen Schenkeleindruck, 1. 2,5 mm. — Tap- 


pan, Koshun, Shiusha. 


964 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


13. Ortaliini 


Im paläarktischen Gebiete nur eine Gattung mit einer Art 
die früher bei den Seymini stand. 


2 


67. Gattung: Amida Lew. 


Lewis, Ann. Mag. London 6/XVIl, 1895, 34-Jacobson 1916, 973- 
Weise: Arch. Nat. 98, A. Il. 185-Mader, Ev. I. 1926, 15). 


1. A. tricolor Har. Fg. 19. — Ziemlich breit eiförmig, oben mit 
kurzer, gelblicher Behaarung und äußerst dicht und fein punktiert, 
daher nicht ganz vollglänzend. Rötlichgelb, auf dem Halsschilde 
3 der Quere nach gestellte Makeln, die mittlere größer und länger, 
die Flügeldecken an der Basis und an der Naht, hier in der Mitte 
etwas breiter rostrot, jede Decke mit 3 pechschwarzen Flecken am 
Außenrande einer auf der Schulterbeule, ein zweiter, etwas quer- 
geformter und größerer in der Mitte und ein kleiner an der 
Spitze; die von diesen Zeichnungen eingeschlossene Grundfarbe 
ist lebhaft strohgelb. Die Unterseite mit den Beinen und Fühlern 
rostrot, die Mitte der Brust und des Hinterleibes leicht angedunkelt, 
d. h. gesättigtes rostrot. Die Schenkellinie erreicht den Hinterrand 
des Segmentes nicht und krümmt sich in einiger Entfernung vom 
Außenrande wieder eine kurze Strecke nach vorne. Fühler 11- 
sliedrig. Epipleuren der Flügeldecken flach. Hinterschienen am 
Innenrande gerade, der Außenrand bogig, dabei vor dem Ende 
sanft ansgebuchtet. L. 4 mm. — Japan (Konschiu). 


A. tricolor s. formosana Ws. — Diese Subspezies unterscheiden 
sich von der japanischen Form wie folgt: Der Halsschild ist hell 
rostrot, an den Seiten gelblich, einfarbig oder mit einem schwarzen 
Punkte vor dem Schildchen, der sich zuweilen zu einer vorn weiter 
als hinten abgekürzten Mittellinie vergrößern kann, während 
der Halsschild der japanischen Form mit einer dickeren, schwarzen 
Mittellinie und jederseits davon, nahe dem Rande, mit einem 
schwarzen Tropfen versehen ist. Die 3 schwarzen Flecke über dem 
Seitenrande der Flügeldecken haben in beiden Formen dieselbe 
Lage, der 1. und 3. auch ziemlich dieselbe Gestalt, aber der mittlere, 
welcher bei tricolor wie ein an der Spitze gerundetes langes V 
aussieht, ist bei /ormosana einer Querbinde ähnlich, welche das in- 
nere Drittel oder Viertel jeder Decke frei läßt, in der äußeren 
Hälfte geradlinig nach innen läuft, in der inneren schräg nach 
vorn zieht. — Formosa: Kankau. 


| 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 065 


14. Noviini. 
Tabelle der Gattungen: 


1 (2) Schienen einfach. Prosternum äußerst kurz, mit schwacher 
Längsfurche. . . . . 2.2.68. Novius Mls. 

2. (1) Schläuen mit Kin zur Unterbringung der Tarsen. 
Prosternum mit 2 Kiellinien, die sich vorne in einen Quer- 
kielvwereinisen. .. ı . 2.2.2... 69. .Redolia:Nis. 


68. Gattung: Novius Mls. 


(Mulsant 1850, 942 — Redtenbacher 1858, 970; 1874, 536 — 
Seidlitz 1872, 48; 1888, 80; 1891, 69 — Crotch 1874, 282 — 
Chapuis 1876, 211, 212 — Weise 1879, 90 (s.p. 3); 1885, 5 — 
Ganglbauer 1899, 977 — Reitter 1911, 132 — Kuhnt 1912, 565, 
583 — Jacobson 1916. 972 — Schaufuss 1916. 563 — Mader, 
izev. I. 1926, 13). 

Synonym: Nomius Mls. (Mulsant 1846, 213) 

Von 13 Arten im paläarktischen Gebiete 3. 

1. N. eruentatus Mls. Fg. 20. — Breit oval, ziemlich flach ge- 
wölbt, gegen die Seiten in starker Wölbung abfallend, oben ziemlich 
dicht weißlichgrau behaart. Schwarz, der Mund, der Kopfschild, 
der Vorder- und Seitenrand des Halsschildes, sowie die Fühler und 
Beine rostrot, die Schenkel häufig braun, die Flügeldecken mit je 
5 blutroten Makeln und samt den Epipleuren ebenso gefärbtem 
Seitenrande, der Bauch wenigstens an der Spitze rötlich. Kopf und 
Halsschild fein und dicht, die Flügeldecken stärker und sehr dicht 
punktiert. Der Kopf innerhalb der Augen jederseits mit einem 
mehr oder minder deutlichen, flachen Längseindruck. Die Schenkel- 
linie ist ein breiter, vollständiger, kaum die Mitte des Segmentes 
erreichender Bogen. Von den 5 roten Makeln jeder Decke liegen 
drei neben der Naht, die längliche erste an der Basis, die unregel- 
mäßig viereckige zweite in der Mitte, die größere, unregelmäßig 
dreieckige dritte im hinteren Viertel, zwei am Seitenrande und 
mit diesem verschmolzen, die erste im vorderen Viertel, die zweite 
in der Mitte. Durch Vergrößerung und Verfließung der roten 
Makeln werden die Flügeldecken rot mit je 5 schwarzen Flecken 
(a. I0-punctatus Kr., eruentatus Perris non Mls., algiricus Cr.). Diese 
letztere Form ist konstant über das Mittelmeergebiet verbreitet. 
ist in der Regel kleiner, und auch die schwarze Färbung des Hals- 
schildes ist häufig auf einen Fleck vor dem Schildchen reduziert. 
Eine Übergangsform hiezu benannte Günther (Cas. 44. 1947 p. 86, 


966 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955 


I; 
Fe. 1) a. intermedius Günth. Bei ihr verbinden sich die hellen 
Makeln der Flügeldecken über die Naht hinweg mit der gegen- 
überliegenden Makel und die zwei hinteren davon sind ebenfalls 
der Länge nach schmal verbunden. L. 2,5—4 mm. — Mitteleuropa, | 
Mittelmeergebiet. £ | 

Diese sonst ziemlich seltene, auf Föhren lebende Art wurde bei Berlin oft 


in Menge gesammelt, besonders in ihren Winterquartieren in den Ritzen der 
Föhrenrinden. 


2. N. canariensis Korsch. (Soc. Sc. Fennica. Comm. Biol. VI. 3. 
1955. p. 2, Fg. 2). — Länglich oval, fein weiß behaart, glänzend. 
Schwarz, Mundteile, Fühler, Vorderschienen und Schenkel, Mittel- 
und Hinterschienen, Epipleuren der Flügeldecken und das letzte 
Bauchsegment rot. Flügeldecken rot mit je 3 schwarzen, binden- 
förmigen Makeln. Die 1. beginnt gleich hinter dem Schildchen und 
erreicht mit ihrem hinteren Rand °/; der Länge, die 2. beginnt 
etwa im vierten Fünftel der Länge und verbindet sich schwach 
mit der dritten Makel in der Spitze. Kopf fein punktuliert, Hals- 
schild stark gewölbt, mit stark abgerundeten, vorgezogenen und 
nach unten gebogenen Vorderecken, letztere schwach dunkelrot, 
tief eingestochen punktiert. Schildchen verhältnismäßig groß, drei- 
eckig, stark und dicht punktuliert. Flügeldecken 2"; mal so lang 
als breit, mit stark abgerundeten Schultern, an der breitesten Stelle 
die breiteste Stelle des Halsschildes weit überragend, Außenrand 
schwach, mäßig dicht, tief punktiert. L. 2,5 mm. — Gran Canaria. 


3. N. conicicollis Korsch. (1. c. p. 1, Fg. 1). — Fast zweimal so 
lang als breit. Kopf schwarz. Oberlippe, Mundteile rotbraun, grob 
punktiert, glänzend, weiß behaart. Halsschild gelbrot, stark gewölbt, 
Vorderwinkel stark nach unten und etwas nach innen gezogen, 
kürzer behaart als der Kopf, die Haare etwas von gelblichem 
Schimmer, fein punktuliert, glänzend. Schildchen dreieckig, mit 
abgerundeter Spitze, stark gerunzelt, schwarz und lang gelb be- 
haart. Flügeldecken an der Basis je um '/; der Breite die Halsschild- 
basis überragend, mit stark abgerundeten Vorderwinkeln, 2", mal 
so lang als breit, mit stark abgerundeter Spitze und tief einge- 
stochenen, mäßig dicht stehenden Punkten, glänzend, fein gelblich 
behaart wie bei cruentatus Mls. Jede Decke mit 6 schwarzen Makeln. 
1 groß, halbmondförmig auf der Schulterbeule, 2 strichförmig an 
der Naht, ein Drittel der Deckenlänge erreichend; dicht vor dem 
Ende von Makel 2 liegt die runde Makel 3. Makel 4 gleicht auf 


der rechten Decke einem langgezogenen C und liegt nahe dem 


| E} . 4 . . le 
Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 99% 


 Seitenrande gegenüber der Makeln 3 und 5, Makel 5 ist komma- 
förmig, mit der Spitze zur Naht gerichtet und nächst der Naht, 
Makel 6 liegt vor der Spitze. Die Makeln sind nicht sehr scharf 
begrenzt, manchmal ist die hintere Hälfte der Decken so ange- 
dunkelt, daß diese Zeichnung nur schwer erkennbar ist. Unterseite 
schwarz, Epipleuren der Flügeldecken, die inneren Teile der Schienen 
und Schenkel, Hinterränder der Bauchsegmente und die 2 letzten 
Segmente ganz rot. L. + mm. — Canarien, Palma. 


69. Gattung: Rodolia Mls. 


(Mulsant 1850, 901, 902 — Crotch 1874, 230 — Chapuis 1876, 
206, 208 — Jacobson 1916, 972 — Mader, Ev. I. 1926, 15). 

Synonym: NMacronovius Ws. (Ann. Belg. 1895, 149 — Sicard, 
Bull. Ann. Soc. ent. France, 1907, 698). 

Klauen beim Männchen gespalten, beim Weibchen mit großem, 
spitzen Basalzahn (Macronovius). 

Von 44 Arten 13 auch im paläarktischen Gebiete. 


Tabelle der Arten: 


1 (12) Flügeldecken einfarbig und von heller, nicht schwarzer 
Farbe. 

2 (5) Unterseite schwarz, mindestens die Brust, ebenso der Kopf 
und an den Beinen wenigstens die Schenkel. 

3 (4) Beine mit hellen Schienen. L. 4 mm. — Lybien. 

1. rufipennis Pic. 


4 (3) Auch die Schienen dunkel. L. 5—5,5 mm. Japan. 
2. concolor Lew. 


Unterseite hell, wenn teilweise angedunkelt, dann Beine hell. 


ae 
VEN, SET 
ÄAIDND ., 
Ei NIE 


Halsschild vorn so breit als hinten, seine Seiten von der 
Basis nach vorne fast geradlinig erweitert und erst in der 
Nähe der Vorderwinkel in einem kurzen, starken Bogen 
zu diesen verengt. L. 4,5 mm. — Syrdarja. EEE 
Ne. FO an ne 3. Fausti Ws. 
7 (6) Halsschild nach vorne mehr verenst. 
ö (11) Tier nicht dunkel zinnoberrot. 
9 (10) Große Art, 6—6,4 mm. Fuchsrot. — China. er 
a an u Re ar 4. rufopilosa Mls. 
10 (9) Kleiner, 3,5—+ mm. Lehmgelb. — China. Fe 
SS Are EEE 5. pumila Ws. 
11 (8) Dunkelzinnoberrot. L. 5,5—6,7 mm. — China (?). 
| 6. rubea Ms. 


968 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd.6, 1955 


6 
1 
\ 


(1) Flügeldecken zweifarbig oder ganz schwarz. u 
3 (18) Flügeldecken bei dunkler Grundfarbe mit hellem en 4 
saum oder jede Decke mit peripherischem Saum, sodaß 
man auch sagen könnte, jede Decke trage einen dunklen 
Diskalfleck, in letzterem Falle dann aber keine hellen 


Makeln. | 
14 (15) Flügeldecken nur mit hellem Außensaum. L.5.5—5,8mm.— 
Japan? Pe: 2... "7. TÜfocınere 


15 (14), Jede Kiuseldedeet mit Denpher den Saum, also dunkler 
Diskalfleck auf hellerem Grunde. 

16 (17) Zeichnung der Oberseite tief schwarz. Halsschild schwarz, 
Seiten- und Vorderrand rot, sichtbar punktiert. L. ca. 6 mm. 
Japan, China, OÖstsibirien. Fe. 21. 

8. Lin bale Misch. 

17 (16) Scheibäitmakel a Rlüseldeaen dunkelbraun, Halsschild 
rötlichbraun mit etwas dunkleren Flecken nahe der Basis, 
ohne sichtbare Punktierung. L. 4,75 mm. — Japan. 

a a Ka Te 9. narae Lew. 

18 (15) Flügeldecken anders gezeichnet. 

19 (24) Naht der Flügeldecken niemals schwarz, auch bei mehr 
oder weniger dunkler Scheibe bleibt ein heller Nahtsaum 
ausgespart. 

20 (21) Jede Decke mit hellem peripherischen Saum und dunkler 
Diskalfärbung, in welcher sich helle Makeln befinden eine, 
mit der Basıs verbunden, eine mit dem Außensaum ver- 
bundene in der Mitte der Deckenlänge und eine davon 
innen zwischen ihr und der Naht, beide mit Neigung zur 
Verfließung. L. 4--4,5 mm. — China. 

18 en Mader 

21 (20) Di Tuskre Zehn in Deden besteht aus freien Ma- 
keln, oder die dunkle Diskalfärbung ist mindestens durch 
eine durchgehende helle Querbinde gespalten. 

22 (23) Jede Decke mit 2 oder 3 großen, schwarzen Makeln, eine 
sroße dreieckige in der hinteren Hälfte und eine aus 2 
sroßen Makeln zusammengesetzte Querbinde, oder diese 
auch in 2 Makeln geteilt (a. 6-maculata Mad.). L. 5 mm. — 
China. Fe.23.° .. 2.2... 1L.meeelara 

23 (22) Jede Decke mit 4 schwarzen Makeln, 2, 2, in nach innen 
und vorne schrägen Querreihen. L. 4,5 mm. — China. — 
2 ae 2.20... 12. $-guttata Ws. 


24 (19) Naht der ie aelsn Senator mit schmalem schwarzen 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 059 


Saum, ansonsten die roten Flügeldecken mit schwarzen 
Makeln, die auch mehr und mehr verfließen können, bis 
die Decken schwarz mit roten Flecken oder selbst ganz 
schwarz sind. Eine äußerst variable Art. L. 3—4,2mm. — 
Australien, eingeführt im Mittelmeergebiet. — Fg. 22 


13. cardinalis Mls. 

1. R. rufipennis Pic. — Etwas eiförmig, 
sreis und zottig behaart. Pechschwarz, Fühler, Taster, Schienen und 
 Tarsen rot, Halsschild und Flügeldecken rot, ersterer auf der Scheibe 
vorne bräunlich. Halsschild kurz und breit, seitlich bogig, vorne 
stark ausgeschnitten, Vorderwinkel vorstehend und gerundet, fein 


wenig glänzend, kurz 


und spärlich punktiert, Schildchen eingesenkt, Flügeldecken viel 
breiter als der Halsschild, sehr fein und ziemlich dicht punktiert., 
zum Teil sehr fein runzelig. L. 4mm. — Libysche Wüste. 


2. R. concolor Lew. — Schwarz, Halsschild und Flügeldecken 
normal rot oder ziegelrot, manchmal aber auch das Schildchen 
und der Halsschild schwarz. Schwach glänzend, überall sehr fein 


und gleichmäßig punktiert, grau behaart. L. 5—5.5 mm. — Japan. 

Die Größe gab Weise an, „meine Stücke messen 5mm.” Lewis 
gibt keine exakte Größe an und sagt bloß: „Half as large again 
as N. limbatus, Motsch.” Diese Angabe ist ein Widersinn gegen 
die Wirklichkeit oder Lewis hatte so ein kleines Stück vor sich 


oder hat unbedacht geschrieben. 


3. R. Fausti Ws. — Diese Art wurde zuerst als eine Varietät 
der R. limbata Misch. beschrieben, sie ist aber eine eigene Art, die 
sich durch den Bau des Halsschildes von allen anderen Arten 
unterscheidet. Siehe Tabelle sub. 6. Das Tier ist kürzer und etwas 
flacher als limbata, oben dunkel bräunlichrot, unten heller, röt- 
lich gelbbraun, Hinterbrust und Bauch zuweilen in der Mitte an- 
sedunkelt, Flügeldecken gleichmäßig und fein punktiert. L. 4,5 mm. — 
Syrdarja, Fergana. 


4. R. rufopilosa Mls. (Rowlandi Cr.). — Fast halbkugelig, oben 
und unten vollständig fuchsrot, gleichfarbig oder etwas aschgrau 
dicht behaart. Flügeldecken dicht und sehr fein punktiert, mit 
untermischten größeren Punkten. Querkiel des Prosternums ge- 
nügend erhaben. L. ca. 6 mm. — China, Indien, Birma, Philippinen, 
Sumatra. 


5. R. pumila Ws. — Fast halbkugelig, lehmgelb, ziemlich dicht 
aschgrau behaart, Flügeldecken gleichmäßig sehr dicht und sehr 


970 Entom. Arbeiten aus dem \Museum Gg.Frey, Bd.6, 1355 


fein punktiert, Querkiel des Prosternums sehr hoch. L. 3,8 mm. — | 
China (Hongkong). | 


6. R. rubea Mls. (carneipellis Mls., carneipennis Mad. [err. typ.] | 
Fast halbkugelig, dunkelzinnoberrot oder dunkel oben, fuchsrot 
unten, ebenso die Beine. Behaarung starrend, fahl fuchsrot oder | 
aschgelb. Kopf und Vorderwinkel des Halsschildes gewöhnlich etwas 
heller als die Flügeldecken, mehr gelbbraun. L. 5,5—6,/mm. — 
Sundainseln, ?China. 

Von rujoptlosa Mls. sehr gut dadurch unterschieden, daß sie ihr auch durch 
die schön dunkelrote Farbe kaum ähnlich ist. Jacobson gibt die Art auch für 
China an. Ich habe bisher keine weitere Bestätigung erfahren und es ist mir 


nicht bekannt, worauf diese Angabe beruht. Möglicherweise liegt ein Bestim- 
mungsfehler vor. 


7. R. rufocineta Lew. — Oval, schwarz, Seitenränder des Hals- 
schildes dunkel rötlich nahe der Basis, aber ausgesprochen rot in 
den Vorderwinkeln, Seitenrand der Flügeldecken schmal rot, dieser 
Saum am breitesten von der Schulter bis zu '/; der Länge, dann 
allmählich bis zur Spitze verengt. Bauch rot, Beine schwärzlich. 
Behaarung kurz, dicht, graulich. Kopf und Halsschild schwach. Flü- 
geldecken deutlicher punktuliert. Diese Art ist deutlicher ovaler 
als die anderen japanischen Arten limbata und concolor Lew. 
L. 5,5—5,5 mm. — Japan. 


8. R. limbata Mtsch. Fg. 21. — Breit oval, tief schwarz, ein ver- 
schieden breiter Saum an den Seiten des Halsschildes, oft auch am 
Vorderrande, und ein gleichbreiter Saum um jede Flügeldecke 
blutrot. Fühler, Taster, Schienen, Tarsen und Bauch, letzterer ganz 
oder zum Teile, bräunlichrot. Behaarung sehr kurz und aschgrau. 
Halsschild dicht und fein, Flügeldecken dicht und beiläufig doppelt 
so stark als dieser punktiert, die Punkte so ziemlich gleichartig. 
L. ca. 53mm. — Japan, Östsibirien, China. 


9. R. narae Lew. — Oval, glänzend, kurz und dicht graulich 
behaart. Kopf dunkel oder schwarz, undeutlich punktiert. Hals- 
schild rötlichbraun mit 2 einigermaßen dunklen oder schwarzen 
Flecken nahe der Basıs, aber in einer Linie mit jedem Auge, 
Ränder hellrot, ohne sichtbare Punktierung. Schildchen sehr fein 
punktuliert, mehr oder weniger dunkel. Flügeldecken sehr deutlich 
und einigermaßen dicht punktuliert, breit rot gerandet, die innere 
Fläche jeder Decke dunkelrotbraun. L. 4,85mm. — Japan. 


Da hier kein Dedikationsname vorliegt, die Art nach der Lokalität Nara 
benannt ist, müssen wir gleich Lewis narae statt Narai schreiben. 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 971 


10. R. Hauseri Mader. — Breitoval, mäßig gewölbt, gelbgreis 
behaart, oben fein und dicht punktiert, schwarzbraun bis schwarz, 
Fühler, Taster. Mund, Kopf (dieser mitunter dunkler), auf dem 
Halsschilde ein schmaler Vorderrand- und ein unbestimmt be- 
grenzter breiter Seitenrandsaum und die Zeichnung der Flügel- 
decken gelb bis hell rötlichgelb. Die Zeichnung der Flügeldecken 
bildet: einen schmalen Nahtsaum, welcher in der Schildchengegend 
zu einer gemeinsamen Makel erweitet ist, einen breiteren Außen- 
randsaum, von der Breite der Absetzung des Seitenrandes, im 
spitzen Winkel sich mit dem Nahtsaume vereinigend und auf 
jeder Decke 3 Makeln, gestellt 1,2: Makel 1 dreieckig, an der Basis, 
mit der Spitze nach hinten gerichtet, mit der äußeren Seite über 
die Schulterbeule gehend, 2 und 3 in einer (Querreihe in etwa 
der Hälfte der Deckenlänge, 2 fast dreieckig, mit der Basis dem 
Außensaume verbunden, 3 queroval, ein wenig mehr vorne als 2, 
von der Naht getrennt, aber bei den meisten Stücken mehr oder 
weniger mit Makel 2 verbunden. Epipleuren der Flügeldecken röt- 
lichgelb. Unterseite mit den Beinen schwarzbraun bis schwarz, 
Vorderbrust, Spitze des Bauches, Spitze der Schienen und die 
Tarsen rötlichgelb. Die Schenkellinie bildet einen vollständigen, 
die Mitte des Segmentes erreichenden Bogen. L. 4—4,5 mm. — 
China (Yunnan). 

Die Art habe ich (Ent. Anz. 1930, 111, fg. 8) als Novius beschrieben, aber 
dann (Ent. Nachr. Bl. 1939, 47) in die Gattung Rodolia gestellt. 


11. R. 4-maculata Mader (Ent. Nachr. Bl. 1939. 48). — Breit- 
oval. Dunkelfleischrot, Halsschild mit schwarzer Zeichnung und 
jede Flügeldecke mit 2 großen, schwarzen Makeln. — Fast kreis- 
förmig, mäßig gewölbt, ziemlich glänzend, oben sehr dicht und 
fein punktiert, die Pünktchen auf dem Halsschilde etwas zarter 
als auf den Flügeldecken, dieht und deutlich greisrötlich behaart. 
Grundfarbe oben fleischrot von etwas dunklerer Tönung. Auf dem 
Halsschilde ein schwarzes Basalband, welches bald mehr, bald we- 
niger ausgedehnt ist: einmal bleibt hell nur ein schmaler Vorder- 
randsaum, welcher in der Mitte nach hinten spitzig in das Schwarze 
eingreift, ein andermal verkleinert sich das schwarze Basalband 
und zeigt Neigung, sich in 2 Flecken aufzulösen, was auch bei 
einem Stück eintrifft. Auf den Flügeldecken ist auf der vorderen 
Hälfte ein breites Querband und auf der hinteren Hälfte eine 
sroße, fast dreieckige Makel schwarz. Das vordere Querband zeigt 
mitten eine leichte Einschnürung, die auch stärker werden kann, 


972 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


so daß dann das Querband aus 2 Makeln zusammengesetzt er- 
scheinen könnte. Die hintere Makel hat ihre Basis gleich hinter 
der Mitte der Flügeldecken. Keine dieser Makeln erreicht den Rand, 
weder Basal-, noch Seiten-, noch Nahtrand. Wenn man die Grund- 
farbe der Flügeldecken als schwarz annehmen wollte, was aber 
nicht recht angeht, dann könnte man von einem roten Basal-, 
Seiten- und Nahtsaum und einer roten Mittelquerbinde sprechen. 
Unterseite samt den Fühlern und Beinen rötlich, jedoch zeigt sich 
bei einem Stücke die Neigung, die Hinterbrust und teilweise die 
ersten Bauchsegmente zu verdunkeln, ebenso zeigt sich daselbst 
auf den Hinterschenkeln ein leichter dunkler Wisch. Die Zeichnung 
variiert. So hat ein japanisches Stück, das sich sonst nicht von der 
chinesischen Type unterscheidet, auf dem Halsschilde den schwarzen 
Basalsaum in 2 Flecken geteilt und ebenso teilt sich das schwarze 
Querband der Flügeldecken in 2 Flecken (a. 6-maculata Mad. Fg. 23). 
L 5 mm. — China (Szetschwan), Japan (Shimbara). 

Die Art steht sehr nahe R. Hauseri Mad., unterscheidet sich aber davon 
durch die Konturen der schwarzen Zeichnung, welche bei Hauseri außerdem 
nicht tief schwarz, sondern braunschwärzlich ist, die rote Grundfarbe statt 
einer gelben, ferner durch die helle Unterseite und die hellen Beine. Außerdem 
ist die Behaarung greisrötlich und nicht gelblich. 

12. R. octoguttata Ws. Fg. 24. — Kurzoval, ziemlich gewölbt 
(aber nicht halbkugelig, wie Weise schreibt), gesättigt rostrot, unten 
etwas heller, überall dicht, sehr kurz und fein greis behaart, schwach 
glänzend. Jede Flügeldecke mit 4 schwarzen, runden Makeln, zwei 
neben der Naht und zwei über dem Seitenrande, die inneren weiter 
vorgerückt als die äußeren, sodaß zwei sehr schräge Querreihen 
entstehen, die erste genau auf das Schildchen gerichtet, die andere 
auf die Vordermakel der anderen Decke. Makel 4 ist in der Regel 
etwas größer als eine der übrigen, schwach quer. Kopf und Hals- 
schild dicht und äußerst fein punktiert, die Flügeldecken stärker, 
außerdem sind die Punkte auf den schwarzen Makeln noch kräfti- 
ger, jedoch nicht so dicht als auf der roten Fläche. L. 4,5 mm. — 
Hinterindien, China (Szetschwan. In meiner Sammlung). 


13. R. cardinalis Mls. Fg. 22. — Kurzoval, mäßig gewölbt. 
Behaarung ziemlich dicht und weißlich. Kopf schwarz, Fühler blaßrot, 
Taster dunkelrot. Kopf und Halsschild karminrot, der erstere in 
der Basalhälfte ungefähr mit einem schwarzen Basalband und davor 
manchmal noch 2 schwarze Punkte, die Flügeldecken mit schwarzer 
Zeichnung, die bei der Nominatform bildet: einen schmalen Naht- 
saum, von "5 zu ”s der Deckenlänge angeschwollen (diese An- 


d 
| 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 073 


' schwellung wollen wir in der Folge Makel '; nennen), ein Spitzen- 


' saum, etwa das letzte '/ bedeckend, und 3 Makeln. Makel 1 


bogenförmig, nach außen geöflnet, die Schulterbeule zur Hälfte 


' umgebend, Makel 2 dreieckig, in etwa "s der Deckenlänge nahe 


dem Außenrande, mit ihrer Spitze nach innen und mit derselben 
mit Makel 3 verflossen, letztere länglichoval und so ziemlich in 
der gleichen Höhe wie Makel 2 (Nominatform). Diese Zeichnung 
ist sehr variabel und es ergeben sich dann folgende Formeln: 1) 
", 1, 273 (cardinalis Mls. f. nom.), 2) %, 1, 3, 2-- Spitzensaum 
(a. aegyptiaca Sic.), 3) 'k, 1, 3+24Saum (a. Vitalisi nom, nov. 
für cardinalis Vitale non Mis., Giorn. Agric. Merid., Messina 
1924, XIV, Nr. 3, p. 41), 4) '%, 14-Basis, 3+2-+Saum (a. Horni 
nom. nov., Horn, Tr. Am. Ent. Soc. 1895, 113, Taf. 2, Fg. 9), 5) 
14, 3+2+4Saum (a. Doderoi Vit.), 6) 1", 14-Basis, 14243, 24 
Saum (a. Della Bejfai Vit.). Bei letzterer Form bleiben noch hell ein 
Schulterfleck (h), eine kleine Basalmakel beim Schildchen (b), eine 
kleine dreieckige Makel im hinteren Drittel des Seitenrandes (m), 
eine um den schwarzen Punkt 3 herumgelegte gebogene Makel 
(sta) (a. Della Beffai Vit.). Letztere helle Makel teilt sich schließlich 
in eine Makel nahe der Nahtmitte (s) und eine runde Makel vor 
der Spitze (a). Wenn wir nun diese Buchstaben als Zeichen für 
die restierenden hellen Flecken annehmen wollen, so ergeben sich 
für die weiteren Verdunkelungen folgende Formeln: 7) h, b, s, a 
(a. obnubilata Ws.), 8) h, s, a (a. trimaculata Vit.), 9) h, a (a. bimacu- 
lata Vit.), 10) h, s (a. satellitica Vit.), 11) s, a (a. biocellata Vit.) 12) h 
(a. Zunulata Vit.), 13) a (a. apicale Vit.), 14) s (a. ocellata Vit.) 15) 
Flügeldecken ganz schwarz (a. morio Vit.). Epipleuren der Flügel- 
decken von deren Grundfarbe. Unterseite und Beine rot, Brust 
und Schenkel dunkel. Halsschild sehr fein punktuliert, Flügeldecken 
sehr fein und dicht, aber deutlicher als der Halsschild punktiert, 
Punktierung gleichförmig. L. 3—+,2 mm. — Von Neu-Holland be- 
schrieben, aber seither in großen Teilen der Erde verbreitet. Zuerst 
wurde die Art von Köbele zur Bekämpfung der Blattläuse an 
Örangenbäumen nach Kalifornien gebracht. Zur Bekämpfung der 
Icerya Purchasi Mask. wurde sie in fast allen Mittelmeerländern 
eingeführt, in Italien durch Prof. A. Berlese. Dort hat sie sich nach 
Capra vollständig akklimatisiert. Auf Sizilien scheint sie häufig zu 
sein. Ich besitze sie aus Ägypten, Konstantinopel, Dalmatien (Split) 
und aus Südbrasilien (Säo Paulo). 


974 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


15. Cocecidulini 


Diese Gattungsgruppe vermittelt durch Coccidula den Über- 
gang zu den Lithophilinge und durch Rhizobius den zu den Scym- 
nini. Casey teilt diese Gruppe noch weiter ein in Coceidulini und 
Rhizobtini (vide Tabelle der Gattungsgruppen). Diese Unterteilung 
hat sicherlich auch etwas für sich. 


Tabelle der Gattungen. 


I (4) Körper ziemlich gestreckt, gleichbreit. Halsschild seitlich 


6 


n 


(3) 


a 
IV 
en 


(1) 
(6) 


(>) 
(8) 


gerundet, somit gegen die Basis verengt. (Coccidulini). 
Fühler sehr kurz, 9 gliedrig mit 4 gliedriger Keule. Basis 
des Halsschildes gerandet. Flügeldecken zwischen der Grund- 
punktur mit keinen Längsreihen gröberer Punkte. (Kleines 
2 mm langes, schwarzes, einer Coccidula ähnliches Tier von 
Pamir). . . . 2.2.22. .202.2.2 10, Acoeeıdula Bas 
Fühler lang, 11 gliedrig mit 3 gliedriger Keule, Basis des 
Halsschildes nicht gerandet. Flügeldecken zwischen der 
Grundpunktur mit groben, in unregelmäßigen Reihen an- 
geordneten Punkten. 71. Coceidula ll. 
Körper von ovalem Umriß. Halsschild von der Basis an 
nach vorne verschmälert. 

Fühler kurz, 10 gliedrig. (Prosternum ziemlich eben, mit 
geradem Vorderrand, zwischen den Hüften nicht gefurcht; 
Schienen ziemlich breit zusammengedrückt, am Ende mit 
Furche. >. 20 00. en er Summe 
Fühler lang, die Hinterecken des Halsschildes erreichend, 
11 gliedrig. 

Kopfschild tief ausgerandet. Prosternalkiele gerade, vorne 
nicht vereinigt. Die Schenkellinie erreicht fast den Hinter- 
rand des Segmentes. 


73. Lindorus Casey. 


Kopfschild quer abgestutzt. Prosternalkiele gebogen, an 
der Spitze vereinigt. Die Schenkellinie reicht weit nach 
hinten. . een, ‚Rimzobrus, ep 


0. Gattung: Acoccidula Bar. 


(Barovsky, Abh. Pamir Exped. 1925, VIll. 1931, 150). 
Da die Gattung, die bisher noch monotypisch ist, erst 1931 


beschrieben wurde und so gut wie unbekannt ist, will ich hier 


ihre Beschreibung in Übersetzung wiedergeben: 


‚inne 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 975 


Fühler vor den Augen eingelenkt; Kopfschild vor den Augen 
nicht erweitert, seine Breite übertrifft kaum die Distanz zwischen 
den Augen; Fühlerbasis offen, Taster beilförmig: Oberseite mit 
den Augen behaart. Fühler sehr kurz, die Länge der Augen nicht 
überragend, 9-gliedrig, mit 4-gliedriger Keule. Abstand zwischen 
den Mittelhüften fast gleich dem der Hinterhüften. Stirn zwischen 
den Augen schmal, gegen den Scheitel und die Spitze einiger- 
maßen erweitert; Kopfschild fast gerade abgestutzt; Mandibeln 
an der Basis gezähnt, vor der Spitze gespalten, Oberlippe vorne 
gerundet. Halsschild quer, Basıs gerandet, in der Mitte sehr breit, 
Vorderwinkel vorstehend, seitlich gebogen und vor den Hinter- 
winkeln kaum gebuchtet, diese stumpfwinkelig. Schildchen drei- 
eckig, mittelmäßig. Flügeldecken gegen die Schultern viel breiter 
als der Halsschild, seitlich parallel, Spitze gerundet, einigermaßen 
gewölbt (an Coccidula mahnend). Beine wie bei Coccidula gebildet, 
aber die Schienen etwas länger. 

1. A. Reichhardti Bar. (l. c. p. 130). — Länsglich (2:1), schwarz, 
unregelmäßig, genügend dicht punktiert und mit grauen Härchen 
ziemlich dicht bekleidet, Zwischenräume der Punkte sehr fein le- 
derig. Klauen einfach. L. 2 mm. — Pamıir. 


71. Gattung: Coccidula Kug. 


(Kugelann in Illligers Verz. Käf. Preussens 1798, 421 — Gyllen- 
hal, Ins. Suec. IV. 1827, 216 — Mulsant 1846, 267; 1850, 1007 — 
Crotch 1874, 300 — Chapuis 1876, 219 — Weise 1879, 89 (s. p. 2); 
1885, 6 — Ganglbauer 1899, 955, 956 — Reitter 1911, 127, 125 — 
Kunt 1912, 568, 587 — Schaufuß 1916, 568, 569 — Jacobson 1916, 
976 — Mader, Ev. I. 1926, 13). 

Synonyme: Strongylus Panz. (Panzer, Index Ent. I. 1813, 114). 
Cacicula Steph. (Stephens, Ill. Brit. Ent. IV. 1831, 397). 
Von 9 Arten im paläarktischen Gebiete 5. 


Tabelle der Arten: 


1 (6) Unterseite ganz oder zum Teile schwarz. 

2 (3) Auf den Flügeldecken ein gemeinschaftlicher schwarzer 
Nahtfleck hinter der Mitte. L. 3mm. — Ostsibirien (su- 
turalis) Rtt.. . . . . 2.2... 2. Reitteri Dodgo. 

3 (2) Auf den Flügeldecken er gemeinschaftlicher Nahtfleck, 
diese anders gefleckt oder einfarbig hell oder ganz schwarz. 
Hierher die allbekannten europäischen Arten. 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3, 1955 61 


976 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


+ (5) Die Kiellinien des Prosternums bis zum Vorderrande 
ziemlich kräftig. Flügeldecken immer schwarz gefleckt, 
dann ein Fleck stets beim Schildchen, oder Flügeldecken 
ganz schwarz. L. 2,5—3 mm. — Europa, Sibirien 

OR . 1. scutellata Hbst. 
De) Die Killinien de Prost des fein, aa vorne undeut- 
lich. Flügeldecken fast stets einfarbig hell, wenn gefleckt, 
dann entweder eine schwache Makel beim Schildchen allein, 
oder solche stehen anderswo allein. L. 2,5—3mm. — 
Europa, Sibirien . . . era el 
) Unterseite wie die Oberseite ae hell. 
) Mehr rötlich. Halsschild nicht breit abgesetzt. L. 2,5—3 mm. 
Kaukasus, Transkaspien, Turkestan . 
er 4 imieolen Rt 

8 (7) Blasser, schwach Fehde Halsschild Be abgesetzt, blaß 
durchsichtig und Seiten stärker gerundet. L. 3—3,5 mm. — 
Araxestal. .. . 2 2 20... 2.2 si0.dithophiloides Keks 


1. ©. seutellata Hbst. (bipunctata F., 5-punctata F., melanopthal- 
ma Gmel.). — Länglich, anliegend behaart, gelbrot, eine große, 
dreieckige, gemeinschaftliche Schildchenmakel, ein Längsfleck ne- 
ben der Mitte der Seiten und ein Fleck hinter der Mitte der 
Decken neben der Naht, sowie die Spitze des Prosternalfortsatzes, 
die Mittel- und Hinterbrust und die 2 ersten Bauchsegmente bis 
auf den Seitenrand schwarz (scutellata Hbsi. f. nom.). Die Zeichnung 
variiert: Es verschwindet der äußere Fleck und die anderen werden 
oft mehr oder weniger obsolet (a. subrufa Ws.) oder die Flecken 
verbinden sich, zuerst der Seitenfleck mit dem an der Naht, später 
diese wieder mit dem Schildchenfleck (a. arquata Ws.), zuletzt wird 
die Oberseite sogar bis auf den rotbraunen Kopf ganz schwarz 
(a. aethiops Krauss). Kopf und Halsschild ziemlich kräftig und dicht, 
die Flügeldecken noch kräftiger punktiert, die letzteren überdies 
mit mehr oder minder unregelmäßigen Längsreihen grober Punkte. 
Die Kiellinien des Prosternum ziemlich kräftig, am Vorderrande 
miteinander verbunden. Die Schenkellinie bildet einen die Hinter- 
hüften umschreibenden, über die Mitte des Segmentes nach hinten 
reichenden, hinten breit und gleichmäßig gerundeten Bogen. L. 2,5 
bis 353mm. — Europa, Sibirien. 


2. C. Reitteri Dodge (suturalis Rtt). — Sehr ähnlich rufa Hbst., 
von länglicher und mehr gleichbreiter Gestalt. Gelbrot, fein greis 
behaart, ein gemeinschaftlicher Längsfleck auf der Naht hinter der 


N 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 077 


' Mitte der Decken und die Unterseite schwarz. L. 3 mm. (Dodge, 


' Ent. News 49, 1938, 222.) — Ostsibirien (Quellgebiet des Irkutsk). 


3. C. rufa Hbst. (Pectoralis F., testacea 'Thnb., rosea Marsh., 
conferta Rtt.). — Der scutellata Hbst. sehr nahestehend, Punktie- 
rung die gleiche, aber glänzender, Halsschild gewölbter, Flügeldecken 
einfarbig bräunlichrot oder gelbrot, höchstens hinter dem Schildchen 
mit einem schwärzlichen Schatten. Manchmal befindet sich hinter 
der Mitte je ein der Naht genäherter, scharf begrenzter, punktför- 
miger schwarzer Fleck, manchmal ein zweiter in der Mitte der 
Seiten in Randnähe (a. nigropunctata Rtt.) oder es befindet sich 
selten auf jeder Decke ein °ı der Länge einnehmender dunkler 
Streifen (a. plagiata Gerh.). Man verwechsle aber nicht eventuell 
schwarz durchscheinende Teile der Unterflügel mitschwarzen Flecken 
der Decken. Kiellinien des Prosternums viel schwächer ausgebildet, 
nach vorn fast erloschen. Die Schenkellinie ist hinten viel schmäler 
serundet. C©. conferta Rtt. bezieht sich auf ein abnorm punktiertes 
Stück, bei dem Kopf und Halsschild infolge außerordentlich fein 
und äußerst gedrängter Punktulierung matt erscheinen. Nachdem 
man seither davon nichts mehr gehört hat, ist es am besten, den 


Namen synonym mit rufa zu stellen. L. 2,5—3 mm. — Europa, 
Sibirien. — Eine weitere Form dieser Art benannte Marcu (Bul. 
Fac. Sci. Cernauti 8. 1935. 92) a. bicolor. — Unterseite schwarz, 


Vorderbrust und die 3 letzten Sternite hell. 


. 4. C. unicolor Rtt. — Wurde von Reitter als Varietät der 
C. rufa Hbst. beschrieben. Unterseite, sowie die Oberseite blasser 
gelbrot. Ganglbauer (1899, 957) betrachtete sie als unausgefärbte 
rufa. Nach meinen Stücken, die gesättigt ausgefärbt sind, kann 
ich diese Ansicht nicht teilen. Man betrachtet sie am besten als 
gute, eigene Art. L. 2,5—3 mm. — Kaukasus, Transkaspien, Tur- 
kestan, Persien. 


9. C. lithophiloides Rtt. — Lehmgelb, einfarbig. Behaarung 
grau, kurz, aufgerichtet. Kopf und Halsschild dicht und zart punk- 
tiert. Halsschild quer, schmäler als die Flügeldecken, an den Seiten 
stark gerundet, breit abgeflacht und durchsichtig. Flügeldecken fast 
oval, leicht gewölbt, dicht und fein punktiert, mit großen, fast 
gereihten Punkten untermischt. L. 3—3,5 mm. — Araxestal. 


Diese Art steht ebenfalls der €. ruja nahe, aber durch blasse Färbung 
rauhere, etwas aufgerichtete Behaarung, den breit abgesetzten und blaß durch- 
scheinenden und gleichzeitig stärker gerundeten Seitenrand des Halsschildes, 
ferner durch die einfarbig helle Unterseite verschieden. 


61* 


Ze 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


72. Gattung: $Sumnius Ws. 


(Weise. Ann. Belg. 1892, 29 — Gorham, Ann. Belg. 1894, 210), 

Von 3 Arten im paläarktischen Gebiete 2. 

Diese Gattung hat Gorham (Il. c.) als identisch mit Aulis Mls. erklärt und 
5. Renardi Ws. auch als identisch mit Aulis vestita Mls. Weise (Ann. Belg. 1895, 
157) bestreitet wohl die Artgleichheit beider Arten, äußert sich aber nicht zur 
Gattungssynonymie. Im Col. Cat. steht diese Gattung weiterhin als selbständig 
bei den Coccidulini und nachdem Korschefsky (Ent. Bl. 1944, 137) die Gattung 
Aulis von den Coccidulini wieder zu den Exoflectrini versetzte, wären die beiden 
Gattungen wieder weit getrennt, statt vereint zu sein. Gorham (l. c.) sagt wohl, 
daß es möglich sei, daß die afrikanischen Aulis-Arten von den indischen Arten 
eine verschiedene Gattung bilden könnten, in welchem Falle man den Namen 
Sumnius Ws. für die indischen Arten nehmen könnte. Das kommt im letzten 
Col. Cat. nicht zum Ausdruck. Ich kenne wohl Cardoni Ws. und belasse sıe daher 
wegen ihrer grob gekörnten Augen als Sumnius bei den Coccidulini, wo sie auch 
wegen ihres Habitus nahe Rhizobius stehen können, und beschreibe sogar eine 
neue Art dazu. Ich kenne aber die indischen Aulis-Arten nicht, deshalb kann 
ich mir darüber kein eigenes Urteil bilden, obwohl ich nach den Beschreibungen 
glaube, daß Sumnius Cardoni Ws. und Aulis haematica Gorh. zumindest gat- 
tungsgleich sind. Ich muß daher die indischen Aulis-Arten derzeit gezwungen im 
Sinne Korschefsky’s bei den Exoflectrini referieren, obwohl ich sie lieber in 
der Nähe der Gattung Rhizobius sehen würde. Man vergleiche daher auch die 
in dieser Evidenz ausgewiesenen Aulis-Arten. 


1. S. yunnanus nov. spec. — Oval, schwach gewölbt, fast matt, 
Behaarung der Oberseite gelblich, lang, dicht und struppig, Punk- 
tierung der Flügeldecken ungleichmäßig. Einfarbig rotbraun, Hals- 
schild zweimal so breit als lang, an den Seiten fast gerade, am 
Hinterrande zum Schildchen breit vorgezogen und beiderseits schwach 
ausgebuchtet, so breit als die Flügeldecken zwischen den Schulter- 
beulen. Flügeldecken von den Schultern bis zur Rundung vor der 
Spitze kaum gerundet, fast parallel. L. 6 mm, Br. 4 mm. — China, 
Prov. Yunnan, Vallis flumin. Soling-ho. (Holotype in meiner Samm- 
lung). 

Diese Art ist durch ihre Einfärbigkeit von S. Cardoni Ws. genügend unter- 
schieden. 


2. S. Cardoni Ws. — Länglich oval, mäßig gewölbt, grau be- 
haart. Halsschild quer, nach vorne verengt, Seitenränder fast gerade, 
dicht und sehr fein punktiert. Rot, Flügeldecken schwarz, mit je 
einer gemeinsamen roten Binde in Form eines Henkels, beginnend 
nahe der Naht im ersten Viertel der Länge, nach außen gekrümmt 
gegen die Hälfte der Deckenbreite und ungefähr in °ı der Länge 
sich wieder mit der Naht verbindend. L. 5--5,5 mm. — Indien, 


China (Szetschwan, in meiner Sammlung). 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 979 


Möglicherweise steht der mir noch nicht bekannte S. Renardi 
Ws. mit dieser Art in einern Aberrationsverhältnis. Auf jeden Fall 
vergleiche man in dieser Evidenz die bei den Exopleetrini refe- 
rierten Aulis-Arten. Sicherlich stehen 5. Cardoni Ws. und Aulis vestita 
' Mls. und 4. haematica Gorh. nach den Beschreibungen sich näher, 
als im Col. Cat. zum Ausdruck kommt. Wenn ich auch glaube, daß 
die mir unbekannten indischen Julis-Arten in diese Gattung kom- 
men werden, muß ich doch bis zur Erlangung dieser Arten mit 
einem definitiven Urteil vorsichtig sein. 

Bei dieser Gelegenheit möchte ich aber aufmerksam machen, daß im Col. 
Cat. Junk, Pars. 118, 1931. 94. bei Sumn. Cardoni Ws. das Synonym uncinatus 
Gerh. gestrichen gehört. Einz Nachschau in der zitierten Literatur ergibt ohne 
weiteres, daß Gorham (Ann. Belg. 1903, 344) den Namen Coelophora uncinata 
für die Derania Cardoni Ws. einführen wollte und von Sumnius Cardoni Ws. 
keine Rede ist. 


73. Gattung: Lindorus Cas. 
Casey, Journ. N. York. Ent. Soc. VII, 1899, 161, 162). 


Nur eine Art, die auch bei uns eingeführt wurde. 

1.1. lophantae Blaisd. (Toowoombae Blackb.). — Oval, ziemlich 
sewölbt, Behaarung eine doppelte, gelblichgrau niederliegend und 
spärlichere aufstehende schwarze Haare. Ziegelrot, Flügeldecken 
schwarz, stark erzglänzend, Halsschild öfter mehr oder weniger 


angebräunt, zweimal so breit als lang, seitlich kaum gebogen, Vor- 


©? 
derwinkel abgerundet, Hinterwinkel fast rechtwinkelig. Oberseite 
fein, wenig dicht punktiert. Prosternum in der Mitte der Länge 
nach eingedrückt, der eingedrückte Raum länglich-dreieckig, beider- 
seits gekielt. L. 2>—2,5 mm. — Australien, eingeführt in Kalifornien 
und im Mittelmeergebiet, wo sie sehr gut fortzukommen scheint. 
Ich sah die Art von Dalmatien und Korschefsky berichtet sie von 


den Balearen. 


74. Gattung: Rhizobius Steph. 


Stephens, Ill. Brit. IV. 1831, 396, Rhyzobius-Mulsant 1846, 261; 
1850, 1001, 1002. 1004 — Redterbacher 1858, 974: 1874, 540 — 
Seidlitz 1872, 47; 1888, 69; 1891, 69 — Crotch 1874, 297 — Cha- 
puis 1876, 211, 216 — Weise 1879, 89 (s. p. 2); 1885, 6 — Reitter 
1911, 127, 125 — Kuhnt 1912, 568, 586 — Jacobson 1916, 971 — 
Schaufuß3 1916, 568 — Mader, Ev. I. 1926, 13). 

Synonym: Nundina Redtb. Redtenbacher, Tent. disp. gen. 1843, 
8, 12, 20; 1849, 580). 


Von 79 Arten im paläarktischen Gebiete 5. 


980 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


Tabelle der Arten: 


1 (2) Schildchen größer und wappenförmig. Augen aus viel 
mehr und flacheren Fazetten zusammengesetzt. Punktie- 
rung der Flügeldecken aus feinen und groben Punkten 
bestehend, die groben Punkte gegen Naht und Basis mehr 
oder minder zu Längsreihen geordnet. L. 2,7mm. — Ma- 
deira... 2... 2.2.02... L2osoculatıssiniis 
Schildchen dreieckig, von normaler Größe. Augen aus 


DD 
FEN 
N 
De 


weniger und gewölbteren (groben) Fazetten zusammen- 
gesetzt. Wenn Flügeldecken mit doppelter Punktierung, 
dann keine Längsreihen grober Punkte. 
6) Die Kiellinien des Prosternums laufen vorne zusammen. 
>) Halsschild nach vorne viel stärker und geradlinig verengt. 
Flügeldecken weitläufiger und gleichmäßiger punktiert. 
Kiellinien des Prosternums kräftig. Relativ kürzer ovale, 


gewölbtere Art. L. 2,5—3 mm. — Europa, Mittelmeergebiet, 
Madeira: 7. un nu [me ee ER 


> (4) Halsschild nach vorne weniger verengt, an den Seiten 
etwas gerundet, wenn auch zur Basis ebenfalls nicht ver- 
engt. Flügeldecken gröber und ungleich punktiert. Kiel- 
linien des Prosternums nur schwach ausgebildet. Länglich 


ovale, mäßig gewölbte Art. L. 2,5—3,3mm. — Mittel- und 
Südeuropa, Amur. . . . ... 2.2. chrysomeloides Hbst. 


Anm.: Vergleiche auch Art Nr. 3 bassus Norm. 

6 (3) Die Kiellinien des Prosternums parallel und vorne nicht 
zusammenlaufend. Oben ziegelrot, Flügeldecken schwarz, 
Basis und feiner Seitenrand von heller Farbe. L.2 mm. — 
Spanien”... ©... ... 0.2 soce 4 beparttassiluenke 


1. Rh. litura F. (lividus Ol., aurora Panz, pallidus Marsh., coa- 
dunatus Marsh., chrysomeloides Mls. 1846, Weise non Hbst., nigri- 
ventris Thms.). — Von chrysomeloides Hbst. am besten unterschieden, 
wie in der Tabelle sub 4 und 5 angegeben. — In der Färbung 
sehr verschieden. Zunächst kann das Tier oben uud unten ein- 
farbig rötlich- oder bräunlichgelb in verschiedenen Tönungen sein 
(a. pallidulus Mls.). oder oben einfarbig hell, unten die Mittel- und 
Hinterbrust und der Bauch mit Ausnahme der Spitze schwarz 
(a. hypomelanus Marsh., marinus Mls.). Bei oberseits gezeichneten 
Stücken kann der Halsschild noch ganz hell sein, oder er kann 
vor dem Schildchen einen mehr oder weniger großen schwarzen 
Fleck haben (a. testaceus F., fasciatus F.), oder er wird bei der 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 981 


dunkelsten Form ebenfalls ganz schwarz. Die normale schwarze 
Zeichnung der Flügeldecken besteht in einer gemeinsamen, nach 
vorn offenen Bogenbinde im hinteren Drittel einem vom Seiten- 
rand weniger weit entiernten Fleck vor der Mitte und oft noch 
einigen vorderen Flecken neben der Naht (litura F. f. nom., coa- 
dunatus Marsh.). Der seitliche Fleck vor der Mitte oder Längs- 
strich ist oft durch eine Schräglinie mit der Bogenbinde verbunden 
(a. aurora Panz., nach Panzers Figur). Die Bogenbinde ist oft in 
3 Flecken aufgelöst. Die Zeichnung kann teilweise oder ganz ver- 
schwinden, umgekehrt sich aber so ausdehnen und zusammen- 
fließen, daß ein großer, gemeinsamer, eckiger oder ovaler schwarzer 
Fleck entsteht (a. discimacula Mls.) und zwischen der Nominatform 
und dieser gibt es so zahlreiche Übergänge (lividus Ol., pallidus 
Marsh., chrysomeloides Mls. 1846, Weise non Hbst.), daß es keinen 
Sinn hat, aus den unklaren und mehrdeutigen Diagnosen heraus- 
zuklügeln, welchen der alten Namen man für die eine oder die 
andere Form verwenden könnte. Zum Schluße wird auch die ganze 
Oberseite schwarz (a. maura O’Mahony). L. 2,5—3 mm. — Europa, 
Mittelmeergebiet, Madeira. 


2. Rh. chrysomeloides Hbst. (lineatellus Mils., litura Frm.). — 
Von litura F. wie in der Tabelle sub 4 und 5 angegeben gut zu 
unterscheiden. — Dunkler oder heller bräunlichgelb, Halsschild 
oft mit einem dunklen Fleck vor dem Schildchen oder auf der 
Scheibe in größerer Ausdehnung dunkel, die Flügeldecken ge- 
wöhnlich mit 2 schwärzlichen Längsstreifen (a. lineatellus Mils.), oder 
diese sind hinten unter sich mit einem gemeinsamen Nahtfleck 
verbunden (chrysomeloides Hbst. f. nom., subdepressus Seidl.) Bis- 
weilen ist auch das mittlere Drittel der Flügeldecken schwärzlich 
und der innere Längsstreifen mit dem Nahtstreifen verbunden. 
Oft sind beide Längsstreifen zu einer Längsbinde verschmolzen, 
in anderen Fällen in je 2 schwarze Flecken aufgelöst. Der innere 
Längsstreifen ist oft auf einen im hinteren Drittel befindlichen 
dunklen Fleck reduziert oder fehlt gänzlich, zuletzt verschwinden 
auch die durch Auflösung des äußeren Längsstreifens gebildeten 
Makeln und die ganze Oberfläche ist einfarbig bräunlichgelb (a. 
innocens nov. ab.). Unten Mittel- und Hinterbrust und die Mitte 
der vorderen Bauchsegmente schwarz oder braun, oft aber auch 
die ganze Unterseite bräunlichgelb. L. 2,5—3,5 mm. — Europa, be- 
sonders im nördlicheren Teile, Amurgebiet (in meiner Sammlung.) 


3. Rh. bassus Normand (Revue Franc. Ent. V. 1938, Fg. 1a). — 


982 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955 


Diese Art wurde mir erst jetzt bekannt: Breitoval, nach hinten 
leicht verengt, stark gewölbt, das Männchen weniger und länglicher. 
Oben und unten rostrot, die Seiten des Halsschildes ein wenig 
heller, die äußerste Basis der Flügeldecken und deren Naht ein wenig 
gebräunt. Seiten des Halsschildes fast gerade. Prosternalkiele nach 
vorne konvergierend und im vorderen Drittel im spitzen Winkel. 
Flügeldecken stark und ungleich punktiert, Behaarung eine doppelte, 
eine feine, fast niederliegende und eine längere und aufgerichte- 
tere. L. 353mm. — Östpyrenäen (Port-Ventres), — Von litura F. 
und chrysomeloides Hbst. unterschieden durch stärkere Wölbung, 
die breiteren Epipleuren der Flügeldecken, von bipartitus Fuente, 
außerdem durch die Färbung. 


4. Rh. bipartitus Fuente. — Kurzoval, nach hinten stark ver- 
schmälert, gewölbt, behaart, Seiten des Halsschildes nach vorne in 
gerader Linie verengt. Oben ziegelrot, Flügeldecken schwarz, Basis 
und der feine Seitenrand ziegelrot. Unten rostrot, in der Mitte 
von den Mittelhüften bis zum #4. Bauchsegment schwarz gefleckt. 
Kiellinien des Prosternums vorne nicht zusammenlaufend. Schenkel- 


linie unvollständig. L. 2 mm. — Spanien. 
5. Rh. oceulatissimus Woll. — Von den anderen Arten unter- 
schieden, wie in der Tabelle sub 1 angegeben. — Von derselben 


Gestalt wie litura, aber etwas kleiner und rundlicher, etwas we- 
niger gewölbt. Schwarz, Kopf, Vorder- und Seitenrand des Hals- 
schildes und der Spitzenteil der Flügeldecken ziegelrot. Behaart 
und etwas glänzend. Kopf und Halsschild dichter und feiner punk- 
tiert als die Flügeldecken. Schildchen etwas größer und genauer 
wappenförmig als bei litura und auch stärker geglättet (unter dem 
Mikroskop frei von jeder Skulptur). Fühler, Taster und Beine zie- 
gelrot. L. 2,7mm. — Madeira. 


III. Unterfamilie: Tetrabrachinae. 


(Kapur, Trans. R. ent. Soc. London, 99. 1948, 319 —339). 

Synonyme: Lithophilinae (Ganglbauer, 1899, 946 — Reitter 
1911, 125, 126 — Della Befla. Rıv. Col. It. X. 1912, 168 — Kuhnt 
1912, 564 — Schaufuß 1916, 532 — Mader 1924, 6). 

Lithophilini (Weise, D. E. Z. 1889, 214; 1. c. 1899, 371). 

Diese Unterfamilie enthält nur eine Gattung und ist nur in 
der alten Welt vertreten. 


Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 9553 


75. Gattung: Tetrabrachys Kapur, |. c. 


Synonym: Lithophilus Fröl. (Frölich, Naturforscher XXVII, 1799, 
11—13 — Redtenbacher in Germ. Ztschr. Ent. V. 1843, 114 — 
' Mulsant, 1850. 10058 — Gerstäcker, Monographie Endom. 1858, 16 — 
 CGrotch 1874, 301 — Reitter, Verh. Zool. Bot. Ges., Wien, 1879, 
92, 93; Best. Tab. I, ed. II. 1885, 258; 1911, 125, 126 — Weise, 
m: E. 2. 1899, 371, 372; Stett. E. Z. 1906, 229 — Kuhnt 1912, 
564, 587 — Jacobson 1916, 971 — Schaufuß 1916, 570 — Mader, 
Ev. I. 1926, 12). 

Von den 54 Arten kommen 51 im paläarktischen Gebiete vor, 
einschließlich tenebrosus Ws. von Erythraea, die auch von Arabien 
angegeben wurde. Von den sonstigen Exoten ist diversicollis Pic 
von Erythraea beschrieben, robustus Kap. und gandhara Kap. aus 
Nordindien. Somit ist diese Gattung fast rein paläarktisch. Da es 
möglich ist, daß auch die genannten exotischen Arten die Grenzen 
der Paläarktis überschreiten können, ziehe ich es vor, dieselben 
hier einzuschließen. Kapur (l. c.) führte den Gattungsnamen Tetra- 
brachys für Lithophilus Frölich ein, weil Lithophilus schon 1791 von 


Schneider an eine Garabide vergeben wurde. 


Die Stellung dieser Gattung war wohl mehrfach umstritten. 
Frölich begründete die Gattung für seinen 2. ruficollis (ist connatus 
Panz.), löste sie von Teetratoma F. los und stellte sie neben Tritoma 
F. Latreille und de Castelnau reihten sie richtig unter den Coc- 
cinelliden ein. Hierauf brachte Redtenbacher die Gattung zu den 
Cryptophagiden (Fauna Austr. p. 199). Gerstäcker, 1. c., führte in 
8 Punkten den einwandfreien Beweis dafür, daß Lithophilus Fröl. 
zu den Coccinelliden gehöre und Crotch räumte dieser Gattung 
innerhalb der Coccinelliden nicht einmal den Rang einer beson- 
deren Gruppe ein, sondern stellte sie in seiner Unterfamilie Rhizo- 
biides hinter die Gattung Coceidula. Trotzdem gibt Reitter 1885 
diese Gattung zu den Mvcetaeidae, einer Unterfamilie der Endo- 
mychidae. Heute jedoch sind wir soweit, daß die Gattung als 
Coccinellide allgemein anerkannt ist und sie daselbst eine eigene 
Unterfamilie bildet. Die Käfer geben auch bei Berührung denselben 
rötlichen Saft ab, dessen Geruch für die Coccinelliden so charakte- 
ristisch ist. 


Unser mitteleuropäischer connatus Panz. lebt auf trockenen 
Grasplätzen unter Steinen und ähnlich ist es auch bei etlichen 
anderen Arten dieser ungeflügelten Gattung. Kapur (l. c. 323) gibt 
folgende bekannte Aufenthalte der Arten an: 


954 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


1) Unter Steinen und am Boden: connatus, cordatus, eruciatus, N 
deserticola, grandis, insculptus und Krasnowi. — 2) Unter Steinen 
nahe Wasserlöchern: tenebrosus. — 3) Unter trockenem Moos: Os- 
culatii. — 4) Von Gesträuch (native scrub): tenebrosus. — 5) Unter 
Baumrinde: robustus. — 6) Unter Wurzeln: Jacobsoni. — 7) In 
Tälern und auf Berghängen: bipunctatus, gibbosus, haemorrhous, 
Sumakowi, tenebrosus. yemenensis. 

Die Arten scheinen meist recht selten zu sein und im ento- 
mologischen Tauschverkehr, wie auch im Handel erhält man selten 
einmal die eine oder andere Art. Viele Arten aber bestehen nur 
in den größeren Sammlungen der verschiedenen Museen, von 


mehreren Arten existieren überhaupt nur die Typen. Somit ist es 
begreiflich, daß meine Sammlung an Tetrabrachys artenarm ist. 
\enn man noch sieht, wie unzulänglich viele Arten beschrieben 
sind, manche direkt aufreizend lakonisch, dann sinkt jede Hoffnung, 
daß wir in absehbarer Zeit eine Monographie der Gattung erleben, 
die auf Grund der Ansicht aller Typen kritisch gemacht werden 
kann. Hier liegen die Verhältnisse noch schlimmer als bei den 
Seymninen. Bis 1900 waren 23 Arten beschrieben, seither kamen 
noch 31 Arten dazu. Es wurde darauf losbeschrieben, jeder wußte, 
daf3 seine Art neu sei, aber niemand nahm sich die Mühe, seine 
Arten tabellarisch abzugrenzen, bis erst Kapur 1948 sich dieser 
dankbaren Aufgabe unterzog. Bis dahin blieb es bei dem beschei- 
denen Anfang einer Gruppierung der Arten durch Reitter 1885 
und Weise 1906 im Cat. Col. Eur. Manchen neueren Beschreibungen 
sieht man Dürftigkeit und Unkenntnis der Dinge, worauf es in 
der Gattung ankommt, an und es ist mit denselben in systema- 
tischer Hinsicht nicht viel anzufangen. Erst Kapur gab eine Tabelle 
der Arten, welche die Determination sehr wesentlich erleichtert. 
Leider fehlen darin Sumakowi Bar., turcicus Roub. und osculatii 
Mar., letztere wahrscheinlich deshalb, weil sie so nichtssagend be- 
schrieben ist, daß man sie nach der Beschreibung nicht erkennen 
kann, und schon Reitter (Wien. Ent. Ztg. 1891, 228) sagt, daß es 
besser ist, sie zu ignorieren. Die beiden anderen Arten dürfte er 
in natura nicht gekannt haben, und sie lassen sich nach den Be- 
schreibungen allein nicht sicher in die gegebene Tabelle einreihen. 

Reitter (Best. Tab. I. ed. II. 1885, 30—32) stellt für die Arten 
zwei Gruppen auf: 1) Flügeldecken länglich, an den Seiten schwach 
gerundet, oder in der Mitte fast gleichbreit, etwas breiter als der 
Halsschild. 2) Flügeldecken kurz und breit an den Seiten stark 
bauchig erweitert, viel breiter als der Halsschild. Diese Einteilung 


: : mar f R 
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 935 


muß fallen gelassen werden, da sich seither die Artenzahl mehr 

als verdoppelte und es genügend Grenzlälle gibt. 

In Cat. Col. Eur. 1906, 370, hat Weise für die europäischen 
Arten eine natürliche Gruppierung vorgenomen und dies in der 
Stett. Ent. Ztg. 1908, 229, begründet: 

1. Gruppe: Härchen neben dem Seitenrande des Halsschildes nach 
hinten gerichtet. 

a: Der Halsschild fällt an den Seiten ganz gleichmäßig 
zu einer feinen Rinne ab, die den kaum aufgebogenen 
oder wesentlich erhöhten Seitenrand innen begrenzt: 
major Cr., tauricus Sem. 

b: Der Halsschild fällt an den Seiten in eine weite mulden- 
förmige Längsvertiefung ab, welche den wulstförmigen 
Seitenrand emporhebt: connatus Panz., caucasieus Ws., 
arazıis Rtt. 

2. Gruppe: Härchen neben dem Seitenrande des Halsschildes nach 
außen gerichtet: cordatus Rosh., kalawrytus Rtt.. cre- 
ticus Rtt., graecus Rtt., Weisei Rtt., Osculatii Mar. 

Trotzdem diese Weise’sche Gruppierung für die Systematik 
höchst bemerkenswerte Merkmale bringt und es zu wünschen ge- 
wesen wäre, daf5 die nachfolgenden Beschreiber darauf eingegangen 
wären, nahm niemand davon Kenntnis und ging niemand darauf 
ein. Ich muß daher auf die Gruppierung der Arten im Sinne 
Weise’s verzichten. Vielleicht hat einmal ein Entomologe die Mög- 
lichkeit, alle Typen zu prüfen, und kann dies tabellarisch auswerten. 


Übersicht der Arten nach dem Vaterlande. 


Eine solche habe ich schon 1946 im ersten Manuskript dieser Evidenz ge- 
macht, ich brauche sie daher nur nach den Angaben Kapur’s (l. e. p. 321) zu 
ergänzen. Dieselbe soll aus praktischen Gründen zunächst angeben, welche Arten 
für ein gewisses Gebiet voraussichtlich in Betracht kommen. Das übrige findet 
sich in der Tabelle und den Artbeschreibungen. 


A. Kuropa. 


i) Spanien und Portugal: cordatus Rosh., deserticola Woll. (at- 


lanticus Esc.). 

2) Mitteleuropa und Frankreich: connatus Panz. 

3) Griechenland: graecus Rtt.. kalawrytus Rtt., connatus Panz. ex 
Kapur. Kapur, 1. c. p. 321 gibt noch subseriatus Rtt. an und 
beruft sich auf das Brit. Museum, in seiner Tabelle, p. 337, 
aber verschweigt er diese Angabe. 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


Nm DD 
rm ww 
uni 


Kreta: creticus Rtt. 
Türkei, europäische : graecus Rtt., Osculatiı Mar., turcicus Roub. 
Krim : tauricus Sem. 


B. Afrika. 


Kanaren: deserticola Woll. 

Marokko: deserticola Woll. (atlanticus Esc.) und ssp. Kochi 
Schatzm., cordatus Rosh. 

Algier: cordatus Rosh., cribratellus Frm., cordicöllis Guer. 
Tunis: cribratellus Frm., minutus Pic, cordicollis Guer. 
Tripolis: cordicollis Guer. und ssp. Brovedanii Schatzm. 
Cyrenaica: cordicollis Guer., Festai Dod. 

Sahara : Berlandi Peyrh., Volkonskyi Peyrh. 

Ägypten: cordicollis Guer., subseriatus Rtt. mit a. unicolor Ritt. 
Sinai: Peyerimhoffi Pie, ovipennis Cr., cordicollis Guer. (ex 
Kapur). 

Erythräa, Abessinien: diversicollis Pic mit a. erythreus Pie, 
tenebrosus Ws. 


: Asien. 


Sinai: Siehe bei Afrika! Politisch gehört Sinai zu Ägypten, 
geographisch zu Arabien. 

Arabien: arabicus Kap., yemenensis Kap., tenebrosus Ws. (ex 
Kapur), ?minutus Pie (ex Kapur). 

Syrien, Palästina, Libanon: cordicollis Guer. (ex Kapur), cruci- 
atus Sahlb., graecus Rtt. marginatus v. subobscurus Pic, grandis 
Pic, trimaculatus Rtt. mit subobliteratus Pie, latus Rtt., margi- 
natus Rtt., ovipennis Cr. 

Insel Rhodus: graecus Rtt., Silvestri Schatzm. 

Kleinasien, Anatolien, Armenien, Kurdistan: anatolicus Pie, 
graecus Rtt., insculptus Sahlb. major Cr., gibbosus Sahlb. 
Kaukasus, Russisch Armenien: arazis Rtt. mit a. triplagiatus 
Rtt., caucasieus Ws., Weisei Rtt. 

Persien : minimus Bar., pallidus Cr., pellucidus Bar., Zarudnyi Bar. 
Transkaspien: Sernenowi Bar., vielleicht auch eryptophagoidesKap. 
Samarkand, Turkestan. Buchara : Krasnowi Sem., Jacobsoni Bar., 
bipustulatus Bar., cryptophagoides Kap., hissariensis Bar. 
Syrdarja, Margelan, Fergana: Glasunowi Bar., nigripennis Rtt. 
Sibirien: Roddi Bar. — (subseriatus Rtt. ist zu streichen, da 
in Ägypten). 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliten 987 


27) Mongolei: Aozlovi Bar. 
28) China: villosus Fald. 
29) Indien, Nord: gandhara Kap., robustus Kap. 


Tabelle der Arten. 
Nach Kapur. |. ce. p. 332—338. Aus praktischen Gründen habe 


ich arithmetrisch geschlüsselt. In seiner Tabelle fehlen Sumakowi 
turcicus und Osculatii. Ich habe, so gut es geht, in der Tabelle 
auf diese Arten aufmerksam gemacht. Einige Schwierigkeiten er- 
geben sich dadurch, daß mitunter Gegensätze nicht scharf genug 
auseinandergehalten sind, besonders in Bezug auf Färbung und 
Größe. Wenn man größeres Material einer Art vor sich hat, sieht 
man, daf5 bei der oft vorhandenen Variabilität in Färbung und 
Größe öfter ein Strich durch die Rechnung seiner Tabelle gemacht 
wird. So habe ich von eryptophagoides Kap. Serien gesehen und 
darunter Stücke mit ganz aufgehellten Flügeldecken und diese 
wären dann nach der Tabelle nicht zu bestimmen. Ich werde da- 
her, soweit mir solche Fälle bekannt sind, entsprechende Zusätze 
machen. Es ist auch nötig, Gegensätze in Färbung und Größe 
nicht allzu streng zu nehmen und immer die nachher gebrachten 
Beschreibungen, eventuell Originalbeschreibungen, nachzulesen, falls 
letztere überhaupt brauchbar sind. Leider muß ich mich dabei 
auch auf die Beschreibungen verlassen und kenne ich wegen Ma- 
terialmangels noch nicht alle Abweichungen, die bei etlichen Arten 
möglich sind. Jedenfalls müssen wir Kapur dankbar sein, dafs er 
mit seiner Tabelle die Determination erleichterte. 


1 (48) Flügeldecken mit fast oder ganz abgerundeten Schulter- 
winkeln. 
2 (5) Halsschild nicht herzförmig, an der Basis so breit wie 


vorne; Seitenränder regelmäßig gerundet, dicht und grob 
punktiert. 

3 (4) Kleiner, 2,38 mm lang. Kopf und Flügeldecken (Spitze aus- 

genommen) pechschwarz, übrige Teile des Körpers rostrot. 

Auf den Flügeldecken feine und grobe Punkte untermischt. 

Behaarung gelblichgrau, kurz und spärlich. — Kaukasus. — 

 (Kapur gibt 3,8 mm, error) . . . 2... 2... Weisei Rtt. 

4 (3) Größer, 5 mm lang. Kopf, Halsschild (die pechbraune Scheibe 

ausgenommen), Schildchen und Basal- und Außenrand der 

Flügeldecken rötlichbraun, die übrigen Teile der Flügel- 


decken pechschwarz, auf den Flügeldecken feine und grobe 


En 


11 


15 


14 


16 


17 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955 


Punkte dicht untermischt, gut ausgeprägt. Behaarung gelb- | 
lichgrau, dünn, lang und dicht. — Nordindien. 
re N robustus Kap 

FaTenild. che hier weniger nn. an der Basis 
schmäler als vorne, Seitenränder mäßig gerundet bis et- 
was winkelig. 
Seitenränder des Halsschildes fast gerundet, gegen die 
Basis leicht verengt. Körper 3,3—5,6 mm lang. 
Die gröberen Punkte der Flügeldecken sind in Längs- 
reihen angeordnet. 
Körper länglichoval, nicht länger als 3,5 mm, einfarbig 
blaßrot: Punktierung spärlich, Behaarung teils gelblich, 
lang und halb aufgerichtet. — Westafrika (Rio de Oro) 

berlandi Peyerimhoff 
Körper lo REIN: als +mm lang, nicht einfarbig. 
Halsschild mit einem sublinearen N, Fleck nahe 
der Basis. Punktierung der Flügeldecken nahezu obsolet 
und verflossen. Behaarung des Kopfes rötlich und dicht, 
aber spärlicher auf dem Halsschild und den Flügeldek- 
ken. — China . . . u... villosus Fald: 
Halsschild ganz rostrot. ne der Flügeldecken 
gut ausgeprägt und nicht verflossen. Behaarung goldgelb, 
kurz und fast niedergedrückt. — Kanaren, Spanien. (at- 
lanticus sc), .; 2... deserticola W oll. 
Die gröberen Punkte u Hleschleden stehen nicht in 
Längsreihen, sie sind unregelmäßig untermischt. 


(16) Seitenränder des Halsschildes reflexed (aufgebogen) Scheibe 


(15) 


mehr gewölbt. 

Körper olongoval, 5,6 mm lang. Halsschild breit und seit- 
lich ausgedehnt, Körper nur leicht glänzend, rostrot, mit 
einem großen, gemeinsamen, schwarzen Fleck auf beiden 
Flügeldecken. Behaarung graulich. — Ost-Turkestan . 

. Krasnowi Sem. 
Kar ER. nn lan. Kopı lan rotbraun, 
Flügeldecken in der Mitte breit schwarz, (pechschwarz). Be- 
haarung gelblich. — Sinai . . . ... Peyerimhoffi Pie 
Seitenränder des Halsschildes ich aufgchenen Scheibe 
weniger gewölbt und gleichmäßig zu den Seitenrändern 
abfallend. 

Körper klein, 2,6mm lang. Einfarbig braun. Flügeldecken 
etwas eiförmig, am breitesten an den Schultern. Punktie- 


Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 999 


rung ohne gröbere Punkte. -- Jemen ar 
yemenensis Kap! 


BB (17) re ßen. Se en ans Nicht immer einfarbig. 


19 


21 


23 


(20) 


(29) 


Flügeldecken nicht an den Schultern am breitesten. Grö- 
bere Punkte auf den Flügeldecken vorhanden. 
Kopf und Halsschild gewöhnlich rostrot und heller als die 
Flügeldecken, welche hauptsächlich pechbraun sind. Länge 
3,2—9,+ mm. 
Körper länglichoval und gewölbt. Scheibe des Halsschildes 
feiner als die Seiten punktiert. Flügeldecken schwarz, der 
Spitzenwinkel dunkelrostrot. Behaarung graulich, lang und 
dicht. — Krim . . . .....  tauricus Sem. 
Körper breit one al ne subdepress. Halsschild 
sleichförmig cc Flügeldecken gewöhnlich einfarbig 
pechbraun, manchmal mit hellerer oder rostroter Spitze. 
Behaarung gelblich, lang und gleichmäßig dicht. — Arabien 
. arabicus Kap. 
es nd HRıstdeden cn gefärbt, gewöhnlich 
pechschwarz oder braun. L. 4—5,6 mm. 


Halsschild und Flügeldecken gewöhnlich dunkelbraun bis 
pechschwarz. Flügeldecken ein wenig hinter der Mitte am 
breitesten und gegen die Spitze stumpf gerundet, mit 
feinen, verloschenen Längsstreifen. Behaarung gelblich- 
grau und dicht. Flügeldecken mit feineren Punkten dicht 
besetzt, die gröberen Punkte spärlich und wenig mehr 
deutlich. — u, Jemen (nach Kapur) . 


tenebrosus Ws. 


Halsschild und Flügeldecken ER scherbengelb. Flügel- 
decken nicht hinter der Mitte am breitesten und ohne die 
feinen Längslinien. Behaarung graulich, 


Körper robust, breit oblong. Punktierung der Flügeldek- 
ken dicht und eingedrückt. Behaarung spärlich. — Palästina 

grandis Pie 
Körper weniger robust und weniger breit. Punktierung 
der Flügeldecken dicht, aber seicht. Behaarung dicht. — 
Wsckersien en. 2.0 22 »2Zarudnyı Bar. 


Seitenränder des Halsschildes nahe der Mitte etwas win- 
kelig und nach hinten gegen die Basıs ausgebuchtet. 


1.2 4mm. 


Flügeldecken gleichförmig fein punktiert, gröbere Punkte 


990 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


fehlen. Körper stark oval und gewölbt, gelblichrostrot. — 
Turkestan . . . 2.2... Jemenowi Bar. 

29 (28) Flügeldecken mit feinereh nd sröberen Punkten. 

30 (39) Die gröberen Punkte in Längsreihen angeordnet. — In 
dieser Gruppe reiht Kapur auch cryptonphagoides Kap. 
(Art sub 38). Ich kenne diese von Reitter schon ı. l.als 
eryptophagoides bezettelte Art in natura und finde, daß 
die gröberen Punkte nirgends deutlich in Längsreihen 
geordnet sind. Ich werde daher zur Vorsicht auf diese 
Art auch sub 40 und #7 aufmerksam machen. 

31 (34) Kopf, Halsschild und Flügeldecken von gleicher Färbung. 
Behaarung kurz. Wenn Behaarung lang, dann beachte eine 
aufgehellte Form von eryptophagoides Kap. (sub. 38), wel- 


che Kapur unbekannt gewesen sein muß, die auch meines 


Dafürhaltens die gröberen Punkte nirgends in Längsreihen 
geordnet hat. 

32 (33) Körper gleichmäßig braun, ziemlich verlängert, Mitte der 
Seitenränder der Flügeldecken fast parallel, nicht durch- 
scheinend. Flügeldecken dicht punktiert, aber nicht an 
der Spitze gerunzelt. — Turkestan 

Ik, Inaohsee, Bar 

33. (32 Körper gorlich, eher neh, ll die Seitenränder 
der Flügeldecken breit gerundet, durchscheinend. Flügel- 
decken dicht EB und an der Spitze gerunzelt. — 
Persien... 2. Een} heller das Bar. 

3+ (31) Flügeldecken zum Teile ee und dunkler als 
Kopf und Halsschild. Behaarung lang. 

35 (36) Körper größer, 3,3—3,5 mm lang, breit und konvex, rost- 
braun, ausgenommen die schwarze Scheibe der Flügeldecken. 
Turkestan . . . .. ..  hissariensis Bar. 

36 (35) Körper nur 2—2 an ke allen länglich und weniger 
konvex. Flügeldecken anders gefärbt. 

37 (38) Art von West-Persien. Gelblichbraun, ausgenommen die 
pechschwarze Spitze der Flügeldecken. Behaarung dicht, 
lang und goldig. L. 2 mm. Bar. 

en ee minimus Bar. 

38 (37) Art von Turkestan. Km: lake bo, Flügeldecken 
pechschwarz, ausgenommen die schmalen braunen Spitzen- 
ränder. In Serien sah ich aber Stücke, bei denen im hin- 
teren Teile der Decken ein heller Fleck durchschien, der 


sich nach und nach so ausbreitete, daß die ganzen Decken 


“ Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 091 


die helle Farbe annahmen. Solche Stücke erwähnte Kapur 
nicht. Behaarung dicht, lang und graulich. Nach Kapur 
sind die gröberen Punkte der Flügeldecken gereiht, ich 
kann dies aber nach Originalstücken von Reitter, der 
die Art i. 1. bezettelte, nicht bestätigen. Vielleicht ist dies 
bei dem einen oder anderen Stück einmal mehr oder 
minder der Fall. Siehe daher auch sub. 40 und 47! L. 2 bis 
2,5mm ... ....  eryptophagoides Kap. 

39 (30) Gröbere Pine der lupeldeoken nicht in Reihen, un- 
regelmäßig untermischt. 

40 (41) Kopf, Halsschild und Flügeldecken einförmig rötlich. Basis 
der Flügeldecken schmal (narrow) und mit spitzig (shar- 
a gerundeten Schulterwinkeln. L. 53mm. — Turkestan 

.. .„ Glazunowi Bar. 

Zur seh: Ve ad A er cryptopha- 

goides Kap. sub 38, eldıs ganz aufgehellt vorkommen 
kann. 

41 (40) Flügeldecken ganz oder zum Teil pechschwarz und dunk- 
ler als Kopf und Halsschild. Basis der Flügeldecken breit, 
Schulterwinkel spitzig oder breit gerundet. 

42 (45) Körper 3,3—4 mm lang. Schulterwinkel spitzig gerundet. 

43 (44) Flügeldecken zur Gänze pechschwarz oder manchmal mit 
brauner Spitze, diese nicht gerunzelt. Die gröberen Punkte 
der Flügeldecken weniger zahlreich. Behaarung kurz und 
gelblich. — Turkestan . . . . . . . . nigripennis Rtt. 

44 (43) Flügeldecken mit einem großen vblongen schwarzen Schei- 
benfleck, Spitze gerunzelt. Die gröberen Punkte zahlreicher. 
a lang und gelblichgreis. — Turkestan 

bipustulatus Bar 

45 (42) Keösner Be 2,5mm. are Shalevinkel breit gerundet. 

46 (47) Art von Tunis, nach Kapur auch von Arabien. Körper 
mehr glänzend und gewölbter. Scheibe der Flügeldecken 
pechschwarz, Seitenränder und Spitze rotbraun 

N . minutus Pic. 

47 (46) Aa von Turkestan. Körper weniger Shnzend und weniger 
gewölbt. Flügeldecken von der Basis bis ein wenig hinter 
die Mitte pechschwarz. . . . . .„ haemorrhous Solsky. 

Zur Vorsicht vergleiche en ander Kap. 
sub 38 und meine Bemerkungen dazu. Auch sind die Flü- 
geldecken anders gefärbt. 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3, 1955 62 


992 


48 (1) 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


Schulterwinkel der Flügeldecken zugespitzt oder mit ecki- | 


sem Humeralwinkel. 


49 (60) Halsschild nicht herzförmig, gegen die Basis kaum ver- | 


engt. 


50 (53) Körper nicht mehr als 3mm lang. | 
51 (52) Gröbere Punkte auf den Flügeldecken fehlen, die feinen 
Punkte gleichförmig. Körper blaß-scherbengelb, ausgenom- 


60 (49) 
61 (78) 


men die dunklere Scheibe der Flügeldecken. — Persien. 
pallidus Cr. 
rohen Punk ka Hligeidean vorhade und unregel- 
mäßig untermischt. Körper rötlich-scherbengelb, die Flügel- 
decken in der Färbung variierend, von schwarz zu einfarbig 
rötlich-scherbengelb (a. erythreus Pic). — Erythräa. 
ae ee We diversicollis Pie 
Körper mehr als 3,5 mm lang. 
Körper 3,6—3,/ mm lang. Gröbere Punkte der Flügel- 
decken fehlend oder undeutlich. (Siehe zur Vorsicht auch 
meine Notiz bei pallidus Cr., Art Nr. 37). 
Halsschild rostrot, die Scheibe breit gebräunt, an den Seiten 
verdickt und deutlich gerandet. Flügeldecken pechschwarz, 
ausgenommen an den Schultern und der Spitze. Gröbere 
Punkte der Flügeldecken seitlich zahlreicher. Unterseite 
schwarz. — Asia minor. . . ..... Insculptus Sahlb. 
Halsschild ganz rostrot, seitheh niißie verdickt, aber nicht 
gerandet. Flügeldecken pechschwarz, ausgenommen das 
Spitzenviertel. Gröbere Punkte der Flügeldecken seitlich 
nicht gehäuft, spärlich gegen die Spitze. Unterseite meist 
rötlich. — Nordindien. . . .. .... gandhara Kap. 
Körper 5—5,6 mm lang. Gröbere Pine der Flügeldecken 
zahlreicher, undeutlich oder auch ganz fehlend. 
Körper länglich. Flügeldecken mit Ausnahme der braunen 
Spitze schwarz. Punktierung gleichmäßig fein, gröbere 
Punkte fehlend. — Kaukasus. . . . . . caucasicus Ws. 
Körper oblongoval. Flügeldecken pechschwarz, die blassere 


Basis ausgenommen. Punktierung der Flügeldecken ge- 


mischt, die gröberen Punkte undeutlich. — Asia minor, 
Kurdistan. . . . major CE 
Halsschild ee gegen di Basis deutlich verengt. 


Halsschild seitlich nicht ausgedehnt, zur Basis mäßig ver- 
engt. Flügeldecken oblong bis langoval, die Seitenränder 
gewöhnlich fast parallel. 


| 


| 


a u. 


\ 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 0953 


A (B) Große Art, 4,5—5 mm lang, aus Turkestan. — Vergleiche 
die Beschreibung von Sumakowi Bar., welche Art Kapur 
in seiner Tabelle nicht brachte und deren Reihung in dieser 
Tabelle schwierig ist. Ich glaube, daß ich hier richtig auf 
sie aufmerksam mache. Barovsky vergleicht sie mit con- 
natus Panz. 


B(A) Kleinere Arten, 3—4,1 mm, anderes Vaterland. 


| 62 (65) Gröbere Punkte der Flügeldecken spärlich und angeordnet 


in unterbrochenen Längsreihen. 


63 (64) Körper 3,3 mm lang, länglich, gewölbt. Kopf pechschwarz, 


Halsschild gelblichrot, vorne schwach ausgerandet. Flügel- 
decken schwarz, mit blauem Schein und hell gelblichen 
Rändern. Unterseite pechbraun. — Sibirien. 
PR EE De | Hogan 

64 (63) Körper 3,56 mm lang, Ina nd fast flachgedrückt. 
Kopf Halsschild al hiopeldeeken rostrot, letztere mit 
einer großen, gemeinsamen schwarzen Nahtmakel, diese 
an der Basis und Spitze verschmälert und in der Mitte 
breit kreuzförmig bis zu den Rändern erweitert. Halsschild 
vorne tief ausgerandet. Unterseite rostrot. — Syrien. 

cruciatus Sahlb. 

65 (62) obere Punkte der Eden EN in Längsreihen, dicht 
und unregelmäßig mit den feineren Panlen untermischt. 

66 (67) Körper länglichoval, rötlich-scherbengelb, Flügeldecken mit 
drei schwarzen Flecken, ein länglicher sutural, die zwei 
anderen kleiner, jeder nahe dem Seitenrand. — Syrien. 

trimaculatus Rtt. 

67 (66) Koe al ech, gegen Re Spitze leicht breiter, 
Flügeldecken ohne die drei schwarzen Flecken der vorigen 
Art. 

68 (69) Körper 3 mm lang. Kopf und Halsschild rostrot, Flügel- 
decken schwarz, ausgenommen die rötlichen Ränder. — 
Anatolien, . . . . ... anatolicus Pic 

9 (68) Körper 3,5—4 mm ine. eralsei und gewöhnlich die 
Spitze der Flügeldecken rostrot, Rest der Oberseite schwarz. 

70 (73) Seitenränder des Halsschildes verdickt, rugos und grob 
punktiert, vor der Mitte am breitesten. 

71 (72) Körper oblongoval, ziemlich breit, glänzend. Behaarung 
des Halsschildes kurz, spärlich und auf der Scheibe schwarz. 
Behaarung der Flügeldecken kurz, dichter und gelblich. — 
Griehenland. .. ..2..2...0.0... kalawrytus Rtt 


62* 


994 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


2 (71) Körper länglichoval, viel schmäler, glänzender. Behaarung | 


73 (70) 


74 (75) 


75 (74) 


76 (77) 


77 (76) 


78 (61) 


79 (84) 
80 (81) 


81 (80) 


spärlicher, gelblich und fast niedergedrückt auf dem Hals- ' 
schilde und den Flügeldecken. — Kaukasus, Arena | 
arazis Rtt. 
Seitenander ts Halsschildes verdided ale glatt, weniger | 
grob punktiert und breit schwach gerandet, in der Mitte 
am breitesten. | 
Körper bis 3,5 mm lang: Oberseite glänzend. Kopf pech- | 
schwarz oder braun. Halsschild rostrot, mit kurzer, spär- 
licher und graulicher Behaarung auf der Scheibe. Flügel- 
decken einfarbig pechschwarz oder selten an der Spitze, 
an den Rändern oder auch zur Gänze rötlich gelblichrot (a. 
rufolimbatus und Polkorabi Roub.). — Europa. Fg. 25. 
. connatus Panz. 
Mit lesen Art verellach, Barovskr seinen Sumakowi. 
Siehe sub 61 A und die Beschreibung! 
Körper etwa 4 mm lang. Oberseite fast matt, nicht glänzend. 
Kopf pechbraun oder rötlich. Behaarung lang, dicht, gleich- 
mäßig und gelblichgrau. Flügeldecken mit Ausnahme der 
rostroten Spitze schwarz. 
Körper weniger robust, ziemlich länglich. Kopf pechbraun 
oder schwärzlich. Flügeldecken von hinter den Schultern 
bis zur Mitte fast parallel und hinter der Mitte am brei- 
testen, dicht und sehr fein punktiert, etwas gröbere Punkte 
untermischt. — Griechenland. . . . . . . graecus Ritt. 
Körper plumper und weniger verlängert. Kopf rötlich. 
Flügeldecken in der Mitte fast parallel, gegen die Spitze 
nicht breiter. Gröbere Punkte der Flügeldecken wenig 
auffällig und nur wenig Sn als die feinen Punkte. — 
Sretay a. ul... .ereticus Kirk. 
Halsschild htokch ed gegen ae Basis sehr verengt. 
Flügeldecken elliptisch bis oblongoval, mit den Seiten ge- 
rundet oder in der Mitte fast parallel. 
Flügeldecken elliptisch, Seiten breit gerundet. 
Flügeldecken vorn fast buckelig gewölbt, hinten weniger 
gewölbt und verengt, pechschwarz, weniger dicht, ungleich- 
mäßig punktiert. Behaarung kurz, gelblich und spärlich. — 
Asia minor. . . 2... gibbosus Sahlb. 
Flügeldecken in der Mitte ehr gewölbt als gegen die 
Basis und gleichmäßig abschüssig nach allen Richtungen, 
feine und gröbere Punkte untermischt und dicht. 


N 


82 (83) 


83 (82) 


84 (79) 


85 (90) 


86 (87) 


87 (86) 


88 (89) 


89 (88) 


90 (85) 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 095 


Körper 3,2 mm lang. Flügeldecken pechschwarz, ausge- 
nommen jederseits ein großer rötlicher Schulterfleck und 
manchmal ein schmaler Spitzensaum. — Palästina. 
ovipennis Cr. 
Korper 4 mm ne insdlderen, einfarbig schwarz. — 
Insel Rhodus. . . . 2... Silvesteri Schatzm. 
Flügeldecken alone SSlenrinder in der Mitte fast 
parallel. 
Die gröberen Punkte der Flügeldecken in Längsreihen an- 
geordnet, ziemlich seicht. Kopf rötlich, Flügeldecken pech- 
schwarz, ausgenommen ein blasser Seitenrand oder die 
Spitze, oder beide. 
Seitenrand des Halsschildes breit verdickt und grob punk- 
tiert. Flügeldecken glänzend, pechschwarz, ausgenommen 
ein schmaler rötlicher Außensaum. Behaarung lang, dicht 
und goldgelb. — Monglei. . . . . . . .. Kozlovi Bar. 
Seitenrand des Halsschildes nicht breit verdickt oder gröber 
punktiert. 
Kopf rötlich, aber Fühler und Taster schwarz. Flügeldecken 
schwarz, ausgenomen die schmalen blassen Seitenränder, 
mit Spuren von Längsstreifen gröberer Punkte nahe der 
Naht und mit zahlreicheren Punkten auf dem Reste der 
Oberseite. Behaarung kurz, graulich. — Cyrenaica. 
Festai Dod. 
Bee Fühler N Tele rötlich. kr aliluelieon ohne Längs- 
streifen, schwarz, blasse Spitze ausgenommen, oder die 
Flügeldecken ganz von heller Farbe (a. unicolor Rtt.) Be- 
haarung lang, dicht, niederliegend und gelblichgreis. — 
Ägypten. (Die Patria Sibirien ist falsch und wurde von 
Reitter (Wien. Ent. Ztg. 1887, 254) berichtigt. 
kubsehiarhs Rtt. 
Gröbere Pan A een nicht in Längsreihen 
angeordnet, sondern unter die feineren Punkte unregel- 
mäßig eingestreut. Kopf schwarz, pechbraun oder rötlich, 
Flügeldecken pechschwarz, ausgenommen ein blasserer oder 
rostroter Außensaum, oder auch Spitzensaum. 
Kopf pechschwarz oder braun. Fühler und Mund rötlich. 
Körper oft kürzer als 4 mm. 
Art von Konstantinopel. — Vergleiche die Beschreibung 
des turicus Roub., welche Art Kapur nicht gereiht und wie 
ich in natura nicht gekannt hatte. Ich glaube, daß ich trotz 


996 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


der eigenartigen Beschreibung hier an richtiger Stelle auf- 
merksam machen kann. 


B (A) Arten von Ägypten und Palästina oder benachbarten Ge- | 


92 (93) 


93 (92) 


94 (91) 


95 (96) 


96 (95) 


97 (98) 


98 (97) 


bieten. h 
Körper 3,7—4,5 mm lang. Flügeldecken schwarz mit schma- 
lem blassen Außensaum (Spitze eingeschlossen), mit un- 
deutlich ausgeprägten Längsstreifen nahe der Naht, dicht ' 
punktiert, gröbere Punkte eingestochen. Behaarung kurz, 
greis. — Ägypten. . . . 2... cordicollis Guer. 
Anmerkung: Siehe auch die Beschreibung des cribra- 
tellus Frm., Art Nr. 11! 
Körper 35 mm lang. Flügeldecken schwarz, ausgenommen 
die blassen Seitenränder, und hellroter Spitze, ohne Längs- 
streifen, sehr dicht punktiert, gröbere Punkte weniger 
eingedrückt. Behaarung kurz, gelblich. — Palästina, Syrien. 
latus Rtt. 
Kopf, Fühler und Mund rötlich. Körper nicht weniger als 
4 mm. 
Seitenränder des Halsschildes hinter der Mitte stumpf ge- 
winkelt. Flügeldecken mit gleichmäßig eingedrückten Längs- 
streifen nahe der Naht. Punktierung dicht. Behaarung lang, 
gelblich und dicht. — Syrien. . . . . . marginatus Ritt. 
Seitenränder des Halsschildes nicht winkelig, sondern fast 
gerundet. Flügeldecken ohne Längsstreifen nahe der Naht. 
Körper verhältnismäßig breiter. Flügeldecken subrugos oder 
gerunzelt, dicht punktiert, gröbere Punkte mehr ausge- 
sprochen. Behaarung gelblichgrau, gleichmäßig lang, dicht 
und fast niederliegend. — Nordwest-Afrika. 
cordatus Eos 
Könner nachts: (inseldeckent nicht gerunzelt, weniger 
dicht punktiert, gröbere Punkte spärlicher, weniger aus- 
geprägt. Behaarung wollig, weißlich und weniger dicht. — 
Sahara centr.= . „en: Dolkonskyuirkeverh. 


Anmerkung: In dieser Tabelle fehlt Osculatii Mar., da sie nach der nichts- 
sagenden Beschreibung von niemand gereiht werden konnte. Reitter 1891 schlägt 
vor, sie zu ignorieren. Sie ist von Konstantinopel beschrieben. Möglicherweise 
steht die Art in Beziehungen zu turcicus Roub. Vide Art Nr. 35. 


Die Arten. 


Die folgenden Artbeschreibungen bringe ich in alphabetischer 
Reihenfolge, weil sie dann leichter auffindbar sind. Die Aufstellung 


EEE 


Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 997 


der Arten kann nach der Tabelle erfolgen. In den Beschreibungen 
bringe ich alles, was den Originalbeschreibungen oder späteren 
Publikationen zu entnehmen ist. Ofter ist das mehr als dürftig 
und man wird ersehen, mit welchen Schwierigkeiten das Studium 
dieser Gattung verbunden ist. Einen Vorteil aber hat diese Arbeit 
sicherlich insoferne, als einmal die in Dutzenden von Zeitschriften 
und in siebenerlei Sprachen erschienenen Beschreibungen hier ge- 
sammelt sind, allerdings in deutscher Sprache. 


1. T. anatolicus Pic. — Glänzend, fast parallel, grau behaart, 
rostrot. Halsschild quer. Flügeldecken fast parallel, unbewimpert, 
schwarz, rot gerandet, mäßig, ziemlich dicht punktiert. Unterseite 
rot oder bräunlich. L. 3mm. — Anatolien (Konia). 

Nahe kalawrytus Rtt. und connatus Panz. zu stellen, differiert vom er- 
steren durch die Behaarung und die hellere Halsschildscheibe, vom letzteren 
durch die Färbung der Flügeldecken. Die Art variiert durch teilweise Verdunke- 


lung der Unterseite oder auch durch Verschwinden des helleren Seitensaumes 
der Flügeldecken vorne. 


2. T. arabicus Kapur (l. c. 329, Fig. 7, 18). — Länglichoval, 
ziemlich flach, besonders gegen die Spitze. Oberseite mäßig glän- 
zend, Behaarung gelblich. Kopf rötlichbraun (ausgenommen die 
dunkleren Augen und die bräunlichen Fühler, Mandibeln und 
Oberlippe). Halsschild, Unterseite und Beine rötlichbraun. Flügel- 
decken in der Färbung variabel, bei der Type pechschwarz, oder 
ganz rötlichbraun oder pechschwarz mit rötlichbrauner Spitze, oder 
rötlichbraun mit pechbrauner Naht bei einigen Paratypen. Schulter- 
winkel gerundet. Halsschild mehr oder minder herzförmig, an der 
Basis leicht schmäler als vorne, Seitenränder desselben mäßig ge- 
rundet. Gröbere Punkte der Flügeldecken unregelmäßig ange- 
ordnet. Seitenränder des Halsschildes nicht aufgebogen, Scheibe 
jederseits zum Seitenrand gleich mäßig abfallend. L. 3,3mm. — 


Arabien (El Hajaz). 


3. T. araxis Rtt. — Schwarz, Vorderteil des Kopfes, Fühler, 
Beine und Halsschild rostbraun. Kopf dicht punktiert, dunkel, meist 
nicht tief schwarz. Halsschild nicht ganz doppelt so breit als lang, 
dicht punktiert, die Seiten herzförmig gerundet, dick gewulstet, 
vor der Mitte am breitesten, zur Basis mindestens so stark ver- 
engt, als zur Spitze. Flügeldecken länglichoval, in der Mitte pa- 
rallel, äußerst dicht und fein punktiert, dazwischen deutlich grö- 
bere Punkte eingesprengt, die Spitze fast immer in größerem oder 
kleinerem Umfang gerötet, selten die Flügeldecken rot, ein Längs- 


998 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


fleck über der Naht und ein Längsfleck an ihren Seiten schwarz 
(a. triplagiatus Rtt.). Übergangsstücke kommen vor. Oberseite ge- 
wölbt und fein anliegend gelblich behaart, glänzend. L. 3,5—3,8 mm. 
Araxestal bei Ordubad. 

Unterscheidet sich von kalawrytus Rtt. durch schmälere Körperform, stär- 
keren Glanz, weniger dichte Behaarung und kaum erkennbare Bewimperung an 
den Seiten der Flügeldecken, Größe, dicker gewulstete Seiten des Halsschildes 
und rote Spitze der Flügeldecken. 

ad. 14. T. atlanticus Esc. — Im allgemeinen von der Größe 
und Gestalt des cordatus Rosh., karamelenfarbig, mit einem schwa- 


chen dunklen Feck auf der Mitte der Flügeldecken, wie bei de-. 


serticola Woll. Flügeldecken goldgelb, kurz anliegend, nicht lang 
flaumig, wie bei den anderen Arten, behaart. Seiten des Hals- 
schildes aufgerandet und gewulstet, nicht ganz wie bei cordatus, 
aber mehr wie bei deserticola, an der Basıs ebenso breit wie der 
Vorderrand, seine größte Breite annähernd in der Mitte, gegen 
seine Hinterwinkel stark gebuchtet, dicht punktiert auf der Schei- 
be und am Rande. Flügeldecken etwas ovaler wie jene von cor- 
datus, aber weniger wie bei deserticola, von welchen er sich außer- 
dem unterscheidet durch die größere Länge und die nahe den 
Hinterwinkeln mehr ausgebuchteten Seitenränder des Halsschildes, 
wodurch die Art stark an cordicollis Guer. erinnert, damit aber 
wegen der Bildung der Flügeldecken nicht verwechselt werden 
kann. L. 4mm. — Marokko (Aglu). 

Korschefsky, Col. Cat. p. 77, berichtet die Art unrichtig von Spanien statt 
von Marokko. Nach Kapur (l. c.) ist diese Art synonym mit deserticola Woll. 


Schatzmayer betrachtete sie noch als eigene Art und beschrieb dazu eine Sub- 
spezies. Ich kenne sie in natura noch nicht. 


s. Kochi Schatzmayer (Boll. Lag. Zool. Gen. e Agr., Portici, 
XXXI. 1939, 225). — Rotbraun, mit großer dunkler Makel auf 
den Flügeldecken. Flügeldecken nicht chagriniert wie bei cordatus, 
am Grunde glatt wie bei deserticola Woll, jedoch mit weniger gro- 
ßen Punkten, der Halsschild weniger breit, von deserticola Woll. 
und ailanticus Esc. (dem echten) schon durch die kleinere Gestalt 
unterschieden. L. 2,7”—3mm. — Südmarokko (Agadir). 


4. T. Berlandi Peyrh. (Peyerimhoff, Bull. Mus. Nat. Hist. Paris» 
XIV. 1942, 216). — Länglichoval, schwach gewölbt, glänzend, ganz 
blaßrot. Behaarung gelb, halb aufgerichtet. Kopf fein punktiert. 
Fühler schlank, ihre Keule mäßig verbreitert. Halsschild zweimal 
so breit als lang, Vorderwinkel spitz, herabgebogen, seitlich abge- 
flacht, Seitenrand sehr schmal, nicht aufgebogen, gerundet, größte 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 099 


Breite hinter der Mitte, gegen die Basis stark ausgebuchtet, fein 
punktuliert. Flügeldecken eineinhalbmal so lang als breit, an der 
Basis gerade abgestutzt. Schulterwinkel verschwindend oder stumpf, 
seitlich gerundet, gegen die Spitze mehr oder minder verengt, 
Seitenrand sehr schmal, Flügeldecken leicht punktiert und mit grö- 
ßeren Punkten, die längsreihig geordnet sind, Behaarung gelb, an 
den Seiten befranst. Weibchen größer, weniger gewölbt. Flügel- 
decken länger, an der Spitze weniger verengt. L. 2,5—3,5 mm. 


Br. 1,5—2 mm. — Westliche Sahara (Rio de Oro). 


Bei dieser Art sind die Seiten des Halsschildes einfach abgeflacht, anstatt 
dort wie bei anderen mediterranen Arten gehöhlt und am Rande aufgekantet zu 
sein. Die selben Merkmale sind auch vorhanden bei Dolkonskyi Peyrh., aber 
Berlandi unterscheidet sich von der ersteren Art durch die geringere Größe, we- 
niger verlängerte Gestalt, stärkere Wölbung, die hellere Farbe, auf der Scheibe 
der Flügeldecken nicht verdunkelt, die zottige, gelbe und nicht weiße Behaarung, 
welche an den Seiten Fransen bildet. Die Punktierung des Halsschildes ist we- 
niger fein und viel dichter, die größte Breite der Fiügeldecken ist hinter der 
Mitte, die Schultern sind beinahe vollkommen abgerundet, besonders bei den 
Männchen. 


5. T. bipustulatus Bar. — Nahe dem Semenowi Bar., aber die 
Hinterwinkel des Halsschildes scharf, etwas nach außen vorragend 


und dadurch leicht zu unterscheiden. Oval, rot, Kopf dunkler, 


'Flügeldecken mit Ausnahme eines schmalen Randes und einer 


ziemlich großen, länglichen, gelbroten Makel an der Spitze schwarz, 
dicht mit langen grauen Haaren bedeckt. Kopf dicht punktiert 
und gelblich behaart, Zwischenräume der Punkte den Punkten 
selbst gleich. Halsschild quer, leicht herzförmig, die scharfen Hinter- 
winkel nach außen vorragend, an den Seiten etwas verdickt, sehr 
dicht punktiert, Zwischenräume der Punkte kleiner als die Punkte 
selbst, zart behaart, Basis gleich der Basis der Flügeldecken. Flügel- 
decken ohne vorragende Schulterwinkei, von der Basis ab gerundet 
oval, größte Breite in der Mitte gelegen, nicht dicht, rauh punk- 
tiert, Zwischenräume der Punkte runzelig, Behaarung gelbgrau. 
Unterseite dunkel, Epipleuren der Flügeldecken, die 3 letzten 
Bauchsegmente, Beine, Taster und Fühler gelb. L. 3,3 mm. — 
Turkestan. 


Von den anderen Arten durch den Bau der Hinterwinkel des Halsschildes 
und die Punktur und Rauheit der Flügeldecken zu unterscheiden. 


6. T. caucasicus Ws. — Bei gleicher Breite länger als connatus 
Panz., die Flügeldecken fast parallel und hinten allmählich verengt, 
äußerst dicht und zart seidenschimmernd behaart. Der Körper ist 


1000 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


rotbräunlich, der Hinterkopf und die Flügeldecken schwarz, letztere 


an der Spitze nur undeutlich; unten ist die Mittel- und Hinter- 
brust etwas dunkler. Halsschild stark quer, gleich hinter der Mitte 
schnell, jedoch nicht auffällig stark verengt und von hier bis zu 
den Hinterwinkeln gleich breit. Flügeldecken gleichförmig und fast 
dreifach feiner, aber weniger dicht als bei connatus punktiert. Von 
connatus unterscheidet er sich leicht durch das nicht längere, aber 
breitere, schneller verengte Halsschild, die dichtere und viel feinere 
Behaarung und die Punktierung. T. cordatus Rosh. besitzt einen 
längeren, stärker verengten Halsschild und an den Seiten nicht 
parallele Flügeldecken. L. etwa + mm. — Kaukasus. 


7. T. connatus Panz. (ruficollis Fröl.) Fg. 25. — Länglich, mit 
ziemlich grober und langer grauer, anliegender Behaarung mäßig 
dicht bekleidet. Der Kopf, mit Ausnahme der Mundteile, schwarz, 
der Halsschild rot, die Flügeldecken schwarz, mit unbestimmt bräun- 
licher Spitze oder auch die Seiten rot gesäumt (a. rufolimbatus Roub.), 
oder die Flügeldecken sind wie der ganze Käfer gelblichrot (a. Polko- 
rabi Roub.). Mittel- und Hinterbrust und Bauch schwarz, braun 
oder braunrot, Fühler, Taster und Beine rostrot. Kopf ziemlich 
fein und mäßig dicht punktiert. Halsschild etwas schmäler als die 
Flügeldecken, fast doppelt so breit als lang, an den Seiten gerundet, 
vor den rechtwinkeligen oder mehr oder minder spitzwinkelig nach 
außen vorspringenden Hinterwinkeln ausgeschweift, am Vorder- 
rande nur seicht bogenförmig ausgeschnitten, an den Seiten sehr 
dickwulstig gerandet, in der Mitte mäßig fein, aber stärker als der 
Kopf, an den Seiten kräftiger punktiert. Flügeldecken oblong, an 
den Seiten nur mäßig gerundet, mit kräftig vorspringender, etwas 
aufgebogener Basalecke, gewölbt, ziemlich dicht mit ungleich großen 
Punkten besetzt. Die Schenkellinie bildet einen wenig breiten, die 
Mitte des Segmentes nicht erreichenden Bogen. L. 2,7—3,5 mm. — 
Mitteleuropa, Ungarn, Frankreich. 


8. T. cordatus Rosh. — Oblong, größer als connatus Panz. 
und flacher. Kopf rot. Halsschild länger als bei connatus, hinten 
stärker eingezogen, daher deutlich herzförmig, die Flügeldecken 
nicht in der Mitte, sondern nach hinten am breitesten, hinter den 
Schultern mehr schräg. — Der Kopf ist klein, eben, rot, matt glänzend, 
dicht fein punktiert und dicht greis behaart. Fühler rot, etwas 
länger als der Halsschild, die 3 letzten Glieder zusammengedrückt 
und eine Keule bildend. Halsschild breit herzförmig. doppelt so 


breit als lang, vor der Mitte stark runzelig erweitert, die Vorder- 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 1001 


winkel lappig vorgezogen, abgerundet, nach hinten stark verengt, 
Hinterwinkel stumpfwinkelig, an der Spitze weit und flach aus- 
serandet, an der Basis zweimal sehr leicht ausgebuchtet, etwas 
gewölbt, rot, matt glänzend, sehr dicht fein punktiert und dünn 
gelbgreis behaart, an den Seiten breit abgeflacht und gerandet. 
Flügeldecken länglich, verkehrt eiförmig, vorne etwas breiter als 
die Basis des Halsschildes und viermal so lang als derselbe, die 
Schultern etwas kantig vorgezogen, stumpfwinkelig, dann schräg 
erweitert, an den Seiten bis über die Mitte gerade, gegen das 
Ende stark verschmälert, die Spitze stumpf abgerundet, wenig 
gewölbt, schwarz, am Ende rot durchscheinend, matt glänzend, 
dicht fein, etwas runzelig punktiert und mit dichter, gelbgreiser, 
anliegender Behaarung besetzt. Unterseite schwarz, glänzend, dicht 
fein punktiert und dünn gelbgreis behaart, die Seiten der Brust 
und der Bauch mehr oder weniger rot. Beine kurz, rot. L. etwa 
4 mm. — Spanien, Portugal, Marokko, Algier. 


Schatzmayer (Boll. Lab. Zool. Gen. e Agr. XXXI. 1939, 225) 


trennt diese Art von cordicollis Guer. so: 


a (b) Behaarung der Oberseite kurz und wenig dicht. Flügeldecken 
wegen ihrer dichten Chagrinierung fast matt. Halsschild an 
den Seiten regelmäßiger gerundet. — Andalusien, Marokko. 
SA ae Saba Ar per a cordatus Rosh. 

b (a) Behaarung der Oberseite länger und dichter, fast den Grund 
der glänzenden Flügeldecken bedeckend. Halsschild an den 
Seiten mehr gerundet und einen kleinen Winkel bildend. — 


Algier bis Ägypten. . . . 2.2..2..2..2....  cordicollis Guer. 


9. T. cordicollis Guer. — Rostrot oder fahlbraun, Behaarung 
gelblich oder gelbgreis, anliegend, glänzend. Kopf braun, Flügel- 
decken schwarz, Seiten schmal rot. Halsschild deutlich schmäler als 
die Flügeldecken, herzförmig, fein, seitlich stark punktiert. Flügel- 
decken kurz, gerundet erweitert, gewölbt, Punktierung doppelt, 
fein und größere Punkte dicht und unregelmäßig untermischt. 
Nahtstreif sehr undeutlich eingedrückt. Schultern winkelig vorge- 
zogen. L. 3,7—4,5 mm. — Ägypten, Cyrenaica, Tripolis, Tunis, Algier. 

Dem ovipennis Cr. ähnlich, aber größer, mit dunklem Kopf, äußerst schmal 
rot gesäumten Flügeldecken und letztere mit einem angedeuteten Nahtstreifen. 
Trennung der Art von cordatus Rosh. siehe dort! 

s. Brovedanii Schatzmayer (l. c. 225, fig.). — Einfarbig gelb- 
braun, manchmal mit einer leichten Bräunung an der Naht. L. 
2,2—3,4 mm. — Gestrecktere Gestalt, welche entsprechen würde 


1002 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


subseriatus unicolor Rtt., welcher aber 4,5 mm lang wird. — Tripolis 
(nördl. Zone von Garian : Sirte, Misurata, Homs, Mellaha, Gargaresec). 

Im Col. Cat. p. 78 finden wir zu cordicollis Guer. den T. cribratellus Frm. 
mit 2 Aberrationen synonym gestellt, welche Synonymie mir einigermaßen be- 
denklich vorkommt, da cribratellus Frm. länglichere Flügeldecken, cordicollis 
Guer. aber kurze und breite, an den Seiten bauchig gerundete Flügeldecken be- 
sitzen soll, außerdem hat cordicollis einen stark herzförmigen Halsschild. Ich 
kenne die Art nicht und gebe daher zur weiteren Beurteilung hier das, was man 
darüber entnehmen kann: 

T. eribratellus Frm. — Sehr ähnlich cornatus Panz und cordatus 
Rosh., aber von beiden unterschieden durch die ziemlich grob und 
fast regelmäßig liniert punktierten Flügeldecken, deren Zwischen- 
räume fein und wenig dicht punktiert sind, von cordatus außer- 
dem noch durch den an den Seiten weniger gewinkelten Halsschild 
und die hinten weniger erweiterten Flügeldecken verschieden. Manch- 
mal sind die :Flügeldecken an den Seiten rötlich gesäumt und an der 
Spitze ebenso gefleckt (a. limbatus Pic-Tunis), oder das ganze Tier 
ist ziegelrot (a. Henoni Pic, Berrian) L. 3,5 mm. — Algier, Tunis. 

Pie sagt zu seinem Henoni: Länglich, gänzlich ziegelrot, ausgenommen die 
schwarzen Augen. Halsschild an den Seiten und nahe der Mitte etwas winkelig 


erweitert, Flügeldecken wenig behaart, mit wenig markierten Schulterwinkeln, 
mittelmäßig und teilweise regelmäßig punktiert. 


10. T. ereticus Rtt. — Ist dem graecus sehr ähnlich, aber etwas 
srößer, plumper, Flügeldecken viel kürzer, in der Mitte fast parallel. 
Oberseite nur kurz gelblich behaart. Kopf und Halsschild rot, 
Flügeldecken an den Seiten sehr schmal, an der Spitze breit rot 
gefärbt, die gröberen Punkte auf den Flügeldecken wenig auffällig, 
wenig größer als die feineren Punkte, L. 4,1 mm. — Kreta (La- 
sithi-Gebirge). 

11. T. eribratellus Frm. — Siehe bei cordicollis Gu£r. sub 
Nr. 9! Siehe auch Absatz vorher! 


12. T. eruciatus J. Sahlb. — Länglich, hinten sehr wenig er- 
weitert, fast flach, rostrot, länger und dicht bräunlich behaart, 
Flügeldecken mit einer großen, gemeinsamen, schwarzen Naht- 
makel, die an der Basis und Spitze verschmälert und in der Mitte 
bis zu den Rändern kreuzförmig erweitert ist. Kopf und Halsschild 
dicht und sehr fein punktuliert. Flügeldecken sehr obsolet spär- 
lich punktiert und unregelmäßig gestreift. Halsschild nicht dop- 
pelt so breit als lang, gegen die Basis ziemlich stark verengt und 
vor den Hinterwinkeln deutlich gebuchtet. Schulterwinkel der 
Flügeldecken scharf zahnartig vorstehend. L. 3,8 mm. — Syrien. 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 1003 


Sahlberg gibt dann noch eine genauere Beschreibung: Ge- 
stalt länglich, wie bei graecus Rtt. und deserticola Woll., aber 
länger als der erstere, Kopf und Halsschild rostrot und die helle 
Farbe auf den Flügeldecken ausgedehnter und Flügeldecken an- 
ders punktiert. Von trimaculatus Rtt. verschieden durch den 
schmäleren, mehr herzförmigen Halsschild und die Punktierung. 
— Kopf rostrot, dicht und sehr fein punktiert, matt, kurz und 
undeutlich gelb behaart. Fühler und Taster rötlichgelb. Halsschild 
etwas schmäler als die Flügeldecken, etwa ?, breiter als lang, vorn 
mäßig gerundet, hinten ziemlich deutlich verengt, an der Basis 
etwas schmäler als vorne, Seiten vor den rechtwinkeligen Hinter- 
winkeln leicht gebuchtet, oben flach, Seiten breit abgeflacht, we- 
niger dick als bei graecus gerandet, an der Basis stumpf gerundet 
und beiderseits schr undeutlich eingebuchtet. Vorderrand breit 
rundlich ausgerandet, Scheibe wenig gewölbt, in der Mitte un- 
deutlich der Länge nach abgeflacht, dicht und sehr fein punktu- 
liert, ziemlich dicht gelb behaart, Seiten dicht, aber kurz bewim- 
pert. Flügeldecken an der Basis nicht breiter als die mittlere Breite 
des Halsschildes und mehr als dreimal länger als dieser, Schultern 
scharf und zahnartig vorgezogen, Seiten vorn ziemlich gerundet 
erweitert, in der Mitte fast parallel, gegen die Spitze aber sehr 
wenig divergierend, hinten plötzlich gerundet verengt, vorn deut- 
lich, gegen die Spitze allmählich schmal gerandet, sonst gänzlich 
ungerandet, oben wenig gewölbt, sehr obsolet, wenig dicht punk- 
tuliert, aber mit regelmäßigen Spuren von Längsstreifen, die mit 
guter Lupe leicht zu bemerken sind, rostrot, fast matt, gezeichnet, 
wie oben gesagt, kurz gelb, ziemlich dicht behaart. Epipleuren der 
Flügeldecken ganz rostrot. Unterseite sehr fein, weniger dicht 
punktuliert, zart gelb behaart, Brust und Bauch vorne braun, gegen 
das Ende hell rostrot. Beine rostrot, dicht gelb behaart. 


13. T. eryptophagoides Kapur (l. ce. p. 326. Fig. 6 und 19). — 
Kleine Art, länglich, mäßig gewölbt, Flügeldecken nahe der Naht 
weniger gewölbt, Oberseite glänzend, Behaarung gelblich oder 
greis. Kopf (schwarze Augen und blaßbraune Fühler und Oberlippe 
ausgenommen) und Halsschild scherbengelb, Flügeldecken pech- 
schwarz, ausgenommen die äußerste Spitze und ein sehr schmaler 
brauner Strich entlang des Seitenrandes von der Schulter bis zur 
Spitze (Type). Unterseite und Bauch scherbengelb, Hinterbrust 
und die 3 ersten Bauchsegmente dunkelbraun, oder diese auch von 
heller Farbe. Soweit ich die Art aber in Serien nach der Original- 


1004 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd.6, 1955 


bezettelung durch Reitter (i. 1.) kenne, kommt es zur gänzlichen 
Aufhellung der Flügeldecken. Zuerst scheint im hinteren Teile 
jeder Decke ein bräunlicher Fleck durch, dieser breitet sich dann 
mehr und mehr aus und überflutet die ganzen Decken, auch das 
Schildchen. Schulterwinkel abgerundet oder mit sehr schwachem 
winkeligen Ansatz. Halsschild mehr oder weniger herzförmig, an 
der Basis schmäler als vorne, Seitenränder nahe der Mitte schwach 
winkelig, und gegen die Basis ausgebuchtet. Flügeldecken doppelt 
punktiert, gröbere Punkte nach Kapur in Längsreihen angeordnet, 
nach meinen Beobachtungen sind sie aber nirgends deutlich ge- 
reiht. L. 2—2,5 mm. — Turkestan, Ostbuchara. — (Vide Mader, 
Kol. Rdsch. 32, 1954 p. 127.) 

Nach meinen Beobachtungen sind die Härchen neben dem 
Seitenrande des Halsschildes nach außen gerichtet, weshalb die 
Art nach Weise in dessen 2. Gruppe zu stehen käme. Dieses Merk- 
mal wurde von den nachfolgenden Autoren nicht berücksichtigt. 
Ich kann das nicht bei allen Arten nachprüfen, und auch Kapur 
hat nur ein Drittel der Arten gesehen. Vielleicht ist diese Nach- 
prüfung einmal einem anderen möglich, denn es wäre ein wichti- 
ges und dienliches Merkmal. 


14. T. deserticola Woll. — Länglich, ziemlich breit, dicht 
braun behaart, fast matt, rostrot, Flügeldecken auf der gemein- 
samen Scheibe schwärzlich. Halsschild fein punktiert, an den Sei- 
ten gerundet-abgeflacht, hinten verengt, Flügeldecken sehr fein 
punktuliert und große, fast gereihte Punkte spärlich eingestreut, 
Z/Zwischenräume der angedeuteten Punktreihen sehr schwach er- 
haben. L. 4,5 mm. — Kanaren. 

Kapur erklärt, wahrscheinlich mit Recht, atlantıcus Ese. als 
ein Synonym von deserticola, Schatzmayer betrachtete ihn noch 
als eigene Art und beschrieb dazu die s. Kochi. Man vergleiche da- 
her die Beschreibung von atlanticus nach araziıs Ritt. 


15. T. diversicollis Pic. — Länglich, pechschwarz, Korpf vorne 
und Beine rot, Flügeldecken fein rot gerandet (forma nominata, 
oder Flügeldecken einfarbig ziegelrot (a. erythreus Pic). L. 3 mm. 
— Erythräa. — Ähnlich araxis Rtt., aber davon sehr unterschie- 
den durch den Halsschild, der nach hinten kaum verengt und 
schwach und schmal aufgerandet ist. 


16. T. Festai Dodero. — Sehr nahe cordicollis Guer., aber die 
gröberen Punkte der Flügeldecken sind weniger dicht und viel 
größer, mit Neigung, unregelmäßige Längsreihen zu bilden. Kopf, 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 1005 


Halsschild, Fühler und Beine rot, Flügeldecken schwarz, mit 
schmalem roten Saum, der im Spitzenwinkel viel breiter wird. 
L. 4 mm. — Cyrenaica (Derna). 

Dodero’s Diagnose in Übersetzung: „Schr nahe dem cordi- 
collis Gu£r., aber von diesem gut unterschieden durch die grobe, 
weniger dichte und viel gröbere Punktierung der Flügeldecken, 
mit Tendenz, sich in unregelmäßige Längsreihen zu stellen, auf 
den Flügeldecken Spuren von gut sichtbaren Längsfurchen, vor 
allem in der Nähe der Naht und verschwindend nach den Seiten 
hin. In dem am meisten niedergedrückten Teil dieser Furchen 
befindet sich der größte Teil der groben Punkte. Der Thorax ist 
noch viel dichter punktiert, auch in der Mitte der Scheibe, stärker 
herzförmig, aber nicht winkelig an den Seiten, welche breiter ver- 
flacht sind. Der Kopf ist vollkommen rot, wie der 'IThorax, die 
Fühler und die Beine; die Flügeldecken sind schwarz, mit einem 
auf den Seiten sehr schmalen und auf dem Apikalteile viel breite- 
ren roten Saum. Er müßte daher auch sehr ähnlich sein dem mar- 
ginatus Rtt. vom Libanon, den ich in natura nicht kenne, aber 
dieser müßte haben die Punktierung des Rückens des Prothorax 
viel feiner und zerstreuter, die Seiten desselben winkelig, die Be- 
haarung länger und dichter und den roten Saum der Flügeldecken 
schmal und gleichmäßig in seinem ganzen Verlaufe.“ — Schatz- 
mayer glaubt, daß diese Art nicht wird bestehen bleiben können. 


17. T. gandhara Kapur (l. c. p. 325, Fig. 2, 24, 29 und 34). — 
Länglich, mäßig gewölbt, gelblich behaart. Kopf pechbraun, Kopi- 
schild, Fühler und Mundteile rötlichbraun. Halsschild rötlich- 
braun. Schildchen und Flügeldecken pechschwarz. ausgenommen 
etwa das rötlichbraune Spitzenviertel. Mittelteil der Vorderbrust 
dunkelbraun, ebenso die Basalsegmente des Bauches, Unterseite 
und Beine sonst rötlichbraun. Schulterwinkel der Flügeldecken 
zugespitzt. Halsschild nicht herzförmig, gegen die Basis kaum ver- 
engt. L. 3,6 mm. — Nordindien. 


18. T. gibbosus J. Sahlb. — Länglich oval, schwarz, glänzend, 
dünn behaart. Halsschild, Fühler und Beine rostrot, Kopf pech- 
braun, fein punktiert. Halsschild quer, fast herzförmig, gewölbt, 
dicht und ziemlich stark punktiert. Flügeldecken vorne stark ge- 
wölbt, fast buckelig, hinten verengt, wenig dicht unregelmäßig 
punktiert, Schultern zahnförmig vorragend. L. 2,8 mm. — Klein- 
asien. 


Diese kleine Art ist durch die ovalen Flügeldecken, die von der Seite ge- 


1006 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955 


sehen stark, fast buckelig gewölbt und ganz schwarz sind, kenntlich und hat in 
der Nähe von ovipennis Cr. zu stehen. — Kopf pechschwarz, vorne heller, ziem- 
lich dicht sehr fein punktiert, glänzend, dünn gelb behaart. Fühler und Taster 
rostbraun. Halsschild fast doppelt so breit als lang, fast herzförmig, vorn ziem- 
lich stark ausgerandet, hinten fast gestutzt, etwas vor der Mitte gerundet er- 
weitert, oben auf der ‘Scheibe mäßig "gewölbt, Seiten breit abgeflacht und dick 
‚gerandet, rostrot, glänzend, dicht und ziemlich tief punktiert, Punkte viel tiefer 
als auf dem Kopfe, auf der hinteren Scheibe etwas feiner, dünn und weniger lang 
gelb behaart, Seitenrand undeutlich bewimpert. Flügeldecken etwa 14 länger als 
breit, ziemlich kurz, kaum dreimal so lang als der Halsschild und deutlich brei- 
ter, an den Schultern deutlich zahnartig vorragend und an den Seiten ziemlich 
‚deutlich gerundet, hinten eiförmig verengt, Seitenrand deutlich hinten schmäler 
aufgebogen, oben, besonders vorne, gewölbt und, von der Seite gesehen, hinter 
‚der Basis des Halsschildes fast buckelig erhaben, einschließlich der Spitze ganz 
schwarz, glänzend, zarter und weniger dicht als der Halsschild punktiert, mit 
fast gleich großen Punkten und einer etwas längeren und dunkleren Behaarung 
‚als am Halsschilde. Unterseite schwarz, fein punktiert, Brust fast glatt, ziemlich 
‚glänzend, spärlich gelb behaart, Propleuren rot, Bauchspitze pechbraun, Beine 
rostrot, Schenkel ein wenig gebräunt. 


19. T. Glazunowi Bar. — Länglich, flach, ganz rot, ausgenom- 
men die schwarzen Augen, gelbgrau behaart, Haare glänzend, lang 
und dicht stehend. Kopf rauh punktiert, Zwischenräume der 
Punkte größer als die Punkte selbst, gelbgrau behaart. Halsschild 
quer, aber weniger als bei Jacobsoni Bar., flach, herzförmig, Sei- 
ten verdickt, breiter und flacher als bei Jacobsoni, dicht punk- 
tiert, Zwischenräume der Punkte den Punkten selbst fast gleich, 
ziemlich dicht gelbgrau behaart. Hinterwinkel stumpfeckig, Basis 
schmäler als die Basis der Flügeldecken. Flügeldecken an der Ba- 
sis gerade, gegen die Schultern und gegen die Spitze gerundet, 
aber weniger stark als bei Jacobsoni, in der Mitte parallel wenig 
dunkler als Kopf und Halsschild, dicht punktiert, feine und grö- 
bere Punkte untermischt, welche gegen die Seiten in mehr regel- 
mäßige Reihen übergehen, auf dem Rücken gelbgrau behaart, an 
‚den Seiten überdies dichter und mit parallelen Längsreihen star- 
ker Punkte, die deutlich ausgebildet sind und größere goldgrüne 
Haare tragen als bei Jacobsoni, die Zwischenräume der Punkte 
‘übertreffen die Punkte selbst und sind zart runzelig. L. 3 mm. — 
West-Turkestan, Prov. Syr-Darja. 


20. T. graecus Rtt. — Länglich, rostrot, fast matt, dicht seidig 
behaart, Brust gebräunt, Kopf schwärzlich, Halsschild kaum dop- 
pelt so breit als lang, Seiten gegen die Basis wenig mehr ver- 
schmälert, dicht und fein punktiert, Flügeldecken schwarz, an der 
‚Spitze heller, oder mit 2 großen, blaßrötlichen Wischen, ein brei- 


Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 1007 


ter auf der Schulter und fast bis zum Schildehen reichend und 
einer an der Spitze (a. humeralis J. Sahlb. — Palästina), Flügel- 
decken hinter den Schultern gegen die Spitze fast parallel, hinter 
der Mitte am breitesten, dicht und äußerst fein punktiert, etwas 
gröbere Punkte untermischt. L. 4 mm. — Griechenland, Rhodus, 
Türkei, Kleinasien, Syrien, Palästina. 

Dem connatus Panz. sehr ähnlich, ebenso gefärbt, jedoch der Halsschild 
gegen die Basis stärker als nach vorne verengt, die größte Breite vor der Mitte, 
nicht ganz doppelt so breit als lang. Flügeldecken hinter der Mitte am breitesten, 
fein punktiert und die größeren untermischten Punkte sind viel kleiner als bei 


connaius. 


21. T. grandis Pic. — Robust, ziemlich breit, grau behaart, 
ziegelrot, einfarbig, Augen schwarz. Flügeldecken länglich oval, 
mäßig, ziemlich spärlich punktiert, wenig behaart, Schulterwinkel 
fast abgerundet. L. 5 mm. — Palästina. 


22. T. haemorrhous Solsky (haemorrhoidalis Mad., error). — 
Länglich oval, wenig gewölbt, wenig glänzend, oben dicht und 
fein punktiert und fein grau behaart. Rot, Augen, Brust, Flügel- 
decken von der Basis bis hinter die Mitte und der Bauch an der 
Basis schwarz. Halsschild quer, herzförmig, seitlich schmal abge- 
flacht, aufgebogen gerandet und an den Seiten kurz bewimpert, 
vorne gerundet, zur Basis stark verengt und vor den Hinterwinkeln 
gerade ausgebuchtet. Flügeldecken oval, wenig breiter als der 
Halsschild, an der Basis und Spitze stumpf gerundet, dicht und 
lang grau behaart. L. 2,7 mm. — Samarkand. 


23. T. hissariensis Bar. — Dem ovipennis Or. ähnlich, aber 
mit weniger vorragenden, fast fehlenden Schulterwinkeln. Bis auf 
den pechschwarzen Rücken der Flügeldecken und die schwarzen 
Augen rostrot. Oval, gewölbt, glänzend. Kopf spärlich punktiert, 
gelb, lang glänzend behaart. Halsschild quer, doppelt so breit als 
lang, herzförmig, nach vorne verengt, vorn gebuchtet, Vorder- 
winkel nach vorn stark vorspringend, Basis etwas schmäler als die 
Basis der Flügeldecken, ungleichmäßig dicht punktiert und dicht 
gelb behaart. Flügeidecken oval, gewölbt, Rücken schwarz, Rand 
rot, dieser an den Seiten schmal, an den Schultern und vor der 
Spitze breiter (wie bei Kozlovi Bar.). Schulterwinkel stumpf, fast 
fehlend, auf dem Rücken mit unregelmäßigen Reihen deutlich 
stärkere Punkte, Zwischenräume der gröberen Punkte ungleich, 
viel größer als die Punkte selbst, dicht und fein punktuliert, dicht, 
ziemlich lang goldig behaart. Unten rostrot mit Ausnahme der 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3, 1955 63 


1008 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


dunklen Brust und des dunklen Kopfes. L. 3,3—3,5 mm. — Ost- | 


Buchara, Hissar. 


24. T. insculptus J. Sahlb. — Gestreckt, etwas linear, oben 
rostbraun, fast matt, Kopf und Halsschildscheibe pechschwarz, 
diese länger und ziemlich dicht gelb behaart, Kopf sehr fein, Hals- 
schild etwas weitläufiger und tiefer punktiert. Halsschild doppelt 
so breit als lang. Seiten fast gleichmäßig gerundet und mit deut- 
lich eingedrückter Submarginallinie; Seiten der Flügeldecken in 
der Mitte fast parallel, sehr dicht fein punktiert, mit etwas grö- 
beren Punkten untermischt, besonders gegen die Seiten, schwarz, 
fast matt, an der Spitze ziemlich breit rötlich. L. 3,7 mm. — Ana- 
tolien. 

Diese Art ist durch stark queren Halsschild, der kaum herz- 
förmig ist, und die eingeschnittene Seitenrandlinie (ähnlich wie 
bei major Cr.) ausgezeichnet. — Kopf sehr dicht und sehr fein 
punktiert, dünn hell behaart, vorn rostrot, hinten pechbraun, bei- 
derseits nahe dem Rande der Augen mit etwas deutlicher bogen- 
förmig eingedrückter Linie als bei cruciatus Sahlb. Halsschild 
quer, wenigstens doppelt so breit als lang, Seiten deutlich gleich- 
mäßig gerundet, größte Breite vor den fast stumpfen Hinterwin- 
keln fast in der Mitte, kaum ausgebuchtet, oben rostrot, fein, aber 
etwas tiefer und weitläufiger als auf dem Kopfe punktiert, Scheibe 
sehr wenig dunkler, ziemlich gewölbt, beiderseits gegen die Seiten 
bogig eingedrückt, der Eindruck vorne erweitert, nach innen ge- 
krümmt und außerdem mit einer dem Rande parallelen einge- 
schnittenen Seitenrandlinie, Seitenränder dick, nicht bewimpert, 
Scheibe dünn gelb behaart. Flügeldecken etwas breiter als die Ba- 
sis des Halsschildes und dreimal so lang als dieser, geformt wie bei 
cruciatus, matt, dicht punktiert, länger, ungleich gelb behaart, 
Rücken fast flach, schwarz, fast matt, an der Spitze ziemlich breit 
rötlich. Unterseite schwarz, glänzend, Bauch an der Spitze bräun- 
lich, Segmentränder rot. Brust fast glatt, Bauch sehr fein spärlich 
punktiert. Beine ganz rostrot, dünn behaart. 


25. T. Jacobsoni Bar. — Sehr klein, länglich, sehr schmal, 
ganz braun oder rötlichbraun, die schwarzen Augen ausgenommen, 
graugelb behaart. Kopf kaum dunkler als der Körper, ziemlich 
dicht punktuliert, mit gelber Behaarung. Taster gegen die Spitze 
dunkler (ob immer?). Halsschild flach, quer, deutlich schmäler als 
die Flügeldecken, stark herzförmig, der Seitenrand selbst dick und 
aufgebogen, Hinterwinkel fast rechteckig, dicht, an den Seiten 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 1009 


noch dichter punktiert, gelblich behaart. Flügeldecken an der Basis 
bei den Schultern gerundet, dann parallel, Seiten breit aufgebogen, 
hinten stumpf gerundet, Rücken wenig gewölbt, mit parallelen 
Längsreihen gröberer Punkte, die goldige Haare tragen, Zwischen- 
räume der Punkte von der Größe der Punkte selbst und nicht dicht 
punktuliert, nicht gerunzelt. L. 2 mm. — Samarkand. 

Durch die Kleinheit und die regelmäßigen, parallelen Reihen haartragender 
Punkte auf den Flügeldecken ausgezeichnet. 

26. T. kalawrytus Rtt. — Länglich, sehr kurz behaart, glän- 
zend, schwarz, Mund, Taster, Fühler, Beine, Halsschild und eine 
unbestimmte Spitzenmakel der Flügeldecken rostrot. Halsschild 
dicht und fein, Seiten stark punktiert, Flügeldecken wenig brei- 
ter als der Halsschild, sehr fein und dicht punktuliert, mit grö- 
beren Punkten unregelmäßig untermischt, Schultern winkelig vor- 
gezogen. L. 4 mm. — Griechenland. 

Dem connatus Panz. sehr ähnlich, ebenso geformt und gefärbt, die Scheibe 
des Halsschildes ist jedoch schwarz behaart, bei connatus greis, Halsschild zur 
Basis stärker herzförmig verengt und die Spitze der Flügeldecken stets rostrot. 
Von graecus Rit. unterscheidet sich die Art durch die äußerst feine und kurze 
Behaarung. 

27. T. Kozlovi Bar. — Länglich oval, etwas gewölbt, glänzend, 
goldgeib behaart, rot, mit schwarzen Augen, Flügeldecken mit 
Ausnahme eines schmalen roten Randes pechschwarz. Kopf dicht 
punktiert, goldig, ziemlich dicht behaart, Zwischenräume der 
Punkte den Punkten selbst gleich. Halsschild quer, fast um die 
Hälfte seiner Länge breiter, herzförmig, mit stärker verdiekten 
Seiten, an der Basis viel schmäler als die Flügeldeckenbasis, rot, 
dicht punktiert, geneigt behaart. Flügeldecken oval, gewölbt, in 
der Mitte parallel, schwarz, ausgenommen ein roter Rand, schmal 
an den Seiten, breiter an den Schultern und an der Spitze, wie bei 
latus Rtt. Basis der Flügeldecken viel breiter als die Halsschild- 
basis, Schulterwinkel deutlich vorragend. Die Decken dicht und 
fein punktiert, auf der Scheibe mit deutlichen unregelmäßigen 
Reihen gröberer Punkte und dicht goldgelb behaart, an den Seiten 
dichter. Unterseite dunkel, Brust und die zwei letzten Bauchseg- 
mente ausgenommen, diese rot. L. 4,75 mm. — Mongolei. 

Dem ovipennis Cr. ähnlich, aber größer. 


28. T. Krasnowi Sem. — Sehr groß, länglich oval, sehr wenig 
gewölbt, dicht und lang blaf3 behaart, fein, gedrängt, fast gleich- 
mäßig punktuliert, kaum glänzend, rostrot, Flügeldecken mit einer 
gemeinsamen länglichen, weder Basis noch Spitze erreichenden 


1010 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd.6, 1955 


schwarzen oder schwärzlichen Makel, Bauch an der Basis in der 
Mitte und die Mitte der Mittelbrust mehr oder weniger pechbraun. 
Halsschild breit, quer, gegen die Basis deutlich verschmälert, vor 
den Hinterwinkeln fast nicht gebuchtet, Seitenrand ziemlich breit 
abgeflacht und leicht aufgebogen. Flügeldecken viel breiter als 
der Halsschild, länglich oval, Seiten nicht parallel, sehr fein punk- 
tuliert und undeutlich gröbere Punkte zerstreut untermischt. 
Schulterwinkel stumpf, nicht gewinkelt. L. 5,7 mm. — Ost-Turke- 
stan (Heptapotamia). 


29. T. latus Ritt. — Dem ovipennis Cr. ähnlich, aber etwas 
größer und in den Flügeldecken breiter, letztere nicht eiförmig, 
sondern oval, in der Mitte ziemlich parallel, schwarz, Mund, Füh- 
ler, Beine, Halsschild, Bauch gegen die Spitze, der schmale Seiten- 
rand der Flügeldecken, an den Schultern nur wenig breiter, lebhaft 
rot gefärbt. Die Spitze der Flügeldecken hat einen mehr gelbroten, 
schrägen, gut abgegrenzten Flecken. Halsschild herzförmig, viel 
schmäler als die Flügeldecken, dicht und fein, an den Seiten gröber 
punktiert. Flügeldecken breit, ähnlich wie bei connatus Panz. ge- 
formt, ziemlich stark gewölbt, dicht und mäßig fein, ungleich 
punktiert, indem größere und kleinere Punkte zahlreich wechseln, 
die gröberen Punkte sind aber weniger auffällig als bei den ande- 
ren Arten, an den Seiten sind sie etwas größer. L. 3,5 mm. — 
Syrien, Palästina. Ä 


Von ovipennis Cr. durch die vorherrschend schwarze Färbung, schwarzen 
Kopf, Größe etc., von cordicollis Gue@r. durch den Mangel an Spuren angedeuteter 
Streifen, dunklen Kopf und große Spitzenmakel der Flügeldecken verschieden. 


30. T. major Or. — Dem connatus Panz. sehr ähnlich, aber 
viel größer, dichter punktiert, die gröberen Punkte sind undeut- 
lich, der Halsschild ist an der Basis nicht verengt, sehr deutlich 
breiter als lang, Flügeldecken an der Basis heller. L. 4,4 mm. — 
Kurdistan. 

Der Halsschild fällt an den Seiten ganz gleichmäßig zu einer 
feinen Rinne ab, die den kaum aufgebogenen oder wesentlich er- 
höhten Seitenrand innen begrenzt. Der abgesetzte Seitenstreifen 
ist sehr breit (bei tauricus Sem. sehr schmal), Flügeldecken ohne 
starke Punkte zwischen der feinen Punktierung oder nur mit eini- 
gen größeren Punkten auf einem Längsstreifen hinter den Schul- 
tern. 


31. T. marginatus Rtt. — Breit, ziemlich lang braun behaart, 
rot, Flügeldecken schwarz mit gleichmäßig schmalem roten Sei- 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 1011 


tenrand (eine dunklere Form mit heller Flügeldeckenspitze siehe 
? v. subobscurus Pic). Halsschild quer, fast herzförmig, vor der 
Basis stark gebuchtet verengt, Seiten hinter der Mitte stumpf ge- 
winkelt, auf dem Rücken spärlich und fein, Seiten stark, aber 
wenig tief punktiert. Flügeldecken breiter als der Halsschild, breit 
oval, dicht und fein punktiert, weniger gröbere Punkte unter- 
mischt. L. 4—4,5 mm. — Syrien, Libanon. 

Dem cordicollis Guer. sehr nahestehend, ebenso groß und von gleicher 
Form, gelbrot und nur die Flügeldecken bis auf einen schmalen gleichmäßigen 
roten Rand schwarz. Die Behaarung ist länger und dichter, der Halsschild ist 
hinten viel stärker eingezogen, und die Seiten bilden hinter der Mitte einen deut- 


lichen stumpfen Winkel. Die Flügeldecken haben neben der Naht ebenfalls einige 
Spuren angedeuteter Streifen. 


T. subobscurus Pie wurde zu dieser Art als fragliche Varietät 
beschrieben: Genügend glänzend, mäßig gestreckt, braun behaart, 
schwarz oder dunkel, Halsschild rotbraun, fast herzförmig, Spitze 
der Flügeldecken, Fühler und Beine rot oder ziegelrot, Flügel- 
decken breit, mäßig gestreckt, zum Teil stark punktiert. Unter- 
seite dunkel. L. 4,5 mm. — Syrien (Libanon). 

Die systematische Stellung dieser Pic’schen Art ist nach dessen Worten 
keineswegs klar. Er sagte, daß subobscurus nahe graecus Rtt. gestellt gehöre, 
also in die erste Gruppe mit länglichen Flügeldecken, nach der Beschreibung aber 
dem marginatus Rtt. näher stehe, dann aber in die zweite Gruppe gehören 
müßte. Pic hält seinen subobscurus sogar nur als eine Varietät des marginatus, 


die sich bloß durch die dunklere Färbung und den an den Seiten regelmäßigeren 
Halsschild unterscheidet („distincte seulement par la coloration plus foncce ou 


Zu 6 


le prothorax plus rögulier sur les cötes.“). Man muß sich fragen, warum Pic, der 
heiklen Materie entsprechend, nicht klarer und ausführlicher beschrieben hat. Er 
hatte ja die Type vor sich, für die anderen aber gibt es eine Unklarheit mehr. 


32. T. minimus Bar. — Steht dem pallidus Cr. am nächsten, 
ist aber kleiner, mit fast fehlenden Schulterwinkeln. — Sehr klein, 
länglich oval, gewölbt, glänzend, rostrot, Augen schwarz, Fühler, 
Taster, und Beine rot, ziemlich dicht goldig behaart, auf Halsschild 
und Flügeldecken dicht und ungleichmäßig punktiert. Kopf rot, 
spärlich punktiert. Halsschild herzförmig, deutlich schmäler als die 
Flügeldecken, Seitenrand ziemlich dick und aufgebogen, Hinter- 
winkel fast rechteckig, Basis schmäler als die Basis der Flügel- 
decken, ungleichmäßig punktiert, die Zwischenräume der starken 
Punkte viel größer als die Punkte selbst und fein punktuliert. 
Flügeldecken oval, gewölbt, rostrot, an der Spitze dunkler. Rücken 
mit unregelmäßigen Reihen stärkerer Punkte, Zwischenräume der 
größeren Punkte ungleich, etwas größer als die Punkte selbst und 


1012 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


fein punktuliert. Unterseite rot, spärlich punktiert, goldig behaart. 
L. 2 mm. — West-Persien (Luristan). 

Durch die Kleinheit auffallend, von dem auch kleineren Jacobsoni Bar. 
durch die Punktierung und Behaarung der Flügeldecken zu unterscheiden. 


33. T. minutus Pic. — Ziemlich kurzoval, gewölbt, glänzend, 
fuchsrot, der größere Teil der Flügeldecken verdunkelt, ziemlich 
lang grau behaart. Kopf mäßig punktiert, Augen schwarz. Hals- 
schild quer, gegen die Mitte ein wenig winkelig erweitert, stark 
und wenig dicht punktiert. Flügeldecken ziemlich kurzoval, an 
der Spitze kurz verschmälert, stark und unregelmäßig punktiert, 
auf der Scheibe schwarz, auf dem Umkreis und der Spitze fuchs- 
rötlich. Schulterwinkel wenig vorspringend. Unterseite und Beine 
fuchsrot oder ziegelrot. L. 2,5 mm. — Tunis. Nach Kapur auch 
Arabien. 


Nach Pic soll die Form durch ihre gedrungere Form und ihre Färbung 
leicht erkannt werden (am leichtesten wohl aber durch den Patriazettel). 


34. T. nigripennis Rtt. — Rot, Flügeldecken einfarbig schwarz, 
Brust und Bauch dunkei pechbraun, oben kurz gelblich behaart, 
fein, dicht punktiert. Halsschild quer, schmäler als die Flügel- 
decken, Seiten ziemlich breit aufgebogen, stark gerundet, in der 
Mitte etwas gewinkelt, gegen die Basis stark verengt. Schildchen 
sehr klein, schwarz. Flügeldecken kurzoval, gewölbt, dicht und 
fein punktiert, mit etwas gröberen Punkten untermischt, innen 
sehr deutlich fast gerippt, Seiten gerundet, kurz behaart, vorne 
schmal gerandet, Schulterwinkel schwach, aber deutlich. Fühler 
und Beine heller. Brust und Bauch dunkelbraun. L. 3,5—4 mm. — 
Öyr-Darja (Neu-Margelan). 


35. T. Oseulatii Marietti. — Eiförmig, fast flach, grau-rost- 
farbig, behaart, Halsschild breit, fast quadratisch, seitlich gerun- 
det, Flügeldecken mäßig gewölbt, leicht und scharf gerandet. — 
Konstantinopel. 


Das ist alles, was wir über die leichtfertig beschriebene Art wissen. Reitter 
negiert sie ganz mit Recht und hält sie für ein unreifes Tier. Er sagt noch: „Wenn 
es nicht um Konstantinopel wirklich eine rostrote Art gibt, die erst nachzuweisen 
wäre, so ist es besser, die nichtssagende Beschreibung von Lithophilus Osculatiüi 
zu ignorieren.“ Ich meine, daß dann die Art besser beschrieben werden möge, 
und zwar unter einem anderen Namen, und ein verbessertes Nomenklaturgesetz 
sollte es ermöglichen, den alten Namen zu liquidieren, damit er nicht weiterhin 
in den Katalogen herumspukt. Weise hat die Art in seine 2. Gruppe gereiht. Hat 
er nun die Type gesehen oder eine andere Art dafür gehalten? Man könnte noch 
nachforschen, ob die Art ein unreifes Stück des später beschriebenen T. turcicus 
Roub. ist. 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 1013 


36. T. ovipennis Or. — Nach Urotch ähnlich dem connatus 
Panz., aber Halsschild an der Basis deutlich verengt, Seiten mit 
längeren Haaren bewimpert, Flügeldecken in der Mitte breiter, 
also oval, mit rötlichem Schulterfleck. Punktierung ähnlich dem 
connatus, ausgenommen, daß die gröberen Punkte zahlreicher sind. 
L. 2,5—3,2 mm. — Palästina, Sinai. 

Nach Reitter gehört die Art zur Il. Gruppe mit kurzen, ovalen Flügel- 
decken. Halsschild viel schmäler als die Flügeldecken, schwach herzförmig. Kopf 
und Halsschild gleichfarbig rostrot, Flügeldecken schwarz, Seitenrand und eine 
erweiterte Schultermakel rötlich, manchmal die ganze Basis heller. Halsschild und 
Flügeldecken fein behaart. 

37. T. pallidus Or. — Dem ovipennis Cr. sehr nahe, aber Hals- 
schild an der Basis weniger verengt und an den Seiten nicht so 
stark bewimpert, die Punktierung fast einförmig, Färbung blafs- 
braun, die Scheibe der Flügeldecken etwas dunkler. L. 2,2 bis 
2,5 mm, nach Reitter (B. T. 1885, 31) 4,5 mm. — Persien. 

Reitter charakterisiert die Art so: Blaßbraun, Kopf braun 
(also dunkler), Flügeldecken nur auf der gemeinschaftlichen Schei- 
be etwas dunkler, Flügeldecken sehr groß, eiförmig, ihre Punk- 
tierung und Behaarung fein, fast uniform. L. 4,5 mm. — Der 
Widerspruch in der Größenangabe durch Crotch und Reitter ist 
für mich noch ungeklärt. Kapur reiht in seiner Tabelle diese Art 
unter die Arten, deren Körper nicht mehr als 3 mm lang ist. Da er 
die Art mit einem Sternchen bezeichnet, hat er die Type gesehen. 
Hat er nun nachgemessen oder die Reihung nach der Größen- 
angabe von Crotch gemacht? Jedenfalls hat er gleichzeitig die An- 
gabe Reitter’s nicht berichtigt. 


30. T. pellucidus Bar. — Oval, gewölbt, gelbrot, Augen 
schwarz, Kopf und Schildchen rot, dicht und sehr kurz goldig 
behaart. Kopf dicht punktiert, Zwischenräume der Punkte den 
Punkten selbst gleich und äußerst fein punktuliert. Halsschild 
quer, stark herzförmig, Seiten schmal abgeflacht, Rand verdickt, 
viel schmäler als die Flügeldecken, dicht punktiert, Zwischen- 
räume größer als die Punkte selbst, und sehr fein punktuliert. 
Flügeldecken an den Schultern gerundet, auf dem Rücken sehr 
dicht und fein punktiert, mit regelmäßigen Reihen deutlich stärke- 
rer Punkte, an der Spitze runzelig. L. 2,5 mm. — Persien. 

Durch ihre Durchsichtigkeit und die Runzelung an der Spitze der Flügel- 
decken ist die Art auffallend. 

39. T. Peyerimhoffi Pic. — Ziemlich gestreckt und etwas glän- 
zend, ziemlich lang grau behaart, rot, Flügeldecken in der Mitte 


1014 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955 


breit schwarz, Schulterwinkel mäßig vorragend und fast gerundet. 
Halsschild kurz, an den Seiten aufgebogen. Kopf fuchsrot, Punk- 
tierung in der Mitte wenig dicht, Augen schwarz. Halsschild gegen 
die Mitte mäßig gerundet erweitert, dann ein wenig verengt, sehr 
erhaben und an den Seiten bewimpert, hinten gebuchtet, seine 
Punktierung unregelmäßig. Flügeldecken ein wenig breiter als der 
Halsschild, sehr dicht punktiert, Schultern leicht nach vorne vor- 
springend (und nicht seitlich eckig vorspringend) in Form eines 
schwachen Zahnes und gut abgerundet. Flügeldecken fuchsrot, an 
den Seiten gegen die Schultern und die äußerste Spitze, in der 
Mitte und an der Naht jedoch schwarz. Unterseite dunkel. L. etwa 
4 mm. — Sinai. 


40. T. robustus Kapur (l. c. p. 324, Fig. 1, 17, 22 und 25). — 
Länglichoval, mäßig gewölbt, Behaarung gelblichgrau. Kopf 
(schwarze Augen ausgenommen), Halsschild (ausgenommen die 
pechbraune Scheibe), Schildchen, ein enger Basalsaum und ein 
leicht breiterer Seitensaum der Flügeldecken rötlichbraun, der 
übrige Teil der Flügeldecken pechschwarz, ausgenommen ein 
schmaler rotbrauner Nahtsaum vom Schildcehen bis zur Mitte der 
Decken. Mittelteil der Unterseite braun, der Rest und die Beine 
rötlichbraun. Schulterwinkel gerundet. Halsschild nicht herzför- 
mig, an der Basis so breit wie vorne, Seitenränder regelmäßig ge- 
rundet, verdickt und grob punktiert. Feine und gröbere Punkte 
der Flügeldecken dicht untermischt. L. 5 mm. — Nordindien. 


41. T. Roddi Bar. — Länglichoval, Taster, Mund, Fühler, 
Halsschild und Beine gelbrot, Kopf und Unterseite des Körpers 
pechschwarz, Brust schwarz, Bauch an der Spitze heller, Flügel- 
decken schwarz, bläulich schimmernd, an der Spitze kenntlich gelb 
gerandet. Halsschild vorne fast gerade abgestutzt, in der Mitte 
nicht wie bei connatus ausgebuchtet, Vorderwinkel sehr wenig 
vorragend, nach vorne verengt, hinten nur etwas herzförmig, ein- 
förmig fein punktiert, größte Breite in der Mitte gelegen und da 
nicht schmäler als die Basis der Flügeldecken. Flügeldecken nicht 
parallel, hinten etwas erweitert, Basis gerade, Schulterwinkel vor- 
ragend, breiter als die Basis des Halsschildes, am Rücken mit un- 
regelmäßigen Reihen deutlich stärkerer Punkte, die aber hie und 
da unterbrochen sind, Zwischenräume der gröberen Punkte un- 
gleich, etwas größer als die Punkte selbst und zart punktuliert, 
hinten zerstreut quer gerunzelt, Behaarung kurz, graugelb, nicht 


dicht. L. 3,3 mm. — Westsibirien (Tomsk). 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 1015 


42. T. Semenowi Bar. — Kurzoval, gelbrot (Schildchen und 
Augen ausgenommen), Bauch rot. Sehr dicht und äußerst fein 
graugelb behaart. Kopf rot, dicht punktuliert, die gelbe Behaarung 
nach vorne und innen gerichtet. Halsschild herzförmig, Seiten ab- 
geflacht, Rand verdickt, viel schmäler als die Flügeldecken, mäßig 
stark punktiert, an der Basis kaum schmäler als die Basis der 
Flügeldecken selbst. Flügeldecken an den Schultern gerundet, auf 
dem Rücken sehr dicht und fein punktuliert, Punktulierung ein- 
fach, die graugelbe Behaarung dicht. L. 3,2—3,8 mm. — Trans- 
kaspien. 

Gestalt wie ovipennis Cr., Färbung wie cordicollis Guer., aber verschieden 


durch ovalere Gestalt, gerundetere Basis der Flügeldecken, schmäleren Halsschild, 
Punktierung und kurze einförmige Behaarung der Flügeldecken. 


43. T. Silvestri Schatzmayer (Boll. Lab. Zool. Gen. e Agr., 
Portiei, XXXI, 1939, 224, Fig.). — Kopf dunkelbraun, Halsschild 
rotbraun, an den Seiten stark, aber ziemlich regelmäßig gerundet, 
Flügeldecken einfarbig schwarz. Verwandt mit ovipennis Ur., da- 
von unterschieden durch die viel mehr breitere und verflachte 
Rinne der Halsschildseiten, die Seitenrinne der Flügeldecken brei- 
ter und gerundeter, gröber und dichter punktiert. Erinnert auch 
an latus Rtt., aber die Flügeldecken sind kürzer, an den Seiten 
gerundeter, gröber und dichter punktiert, die seitlichen Rinnen 
des Halsschildes und der Flügeldecken enger. L. #4 mm. — Insel 
Rhodus. 


44. T. subseriatus Rtt. — Oval, Behaarung weniger kurz, dicht, 
blaß und anliegend. Rostrot, Flügeldecken schwarz, Seitenrand 
sehr schmal, Spitze breit rostrot, oder das ganze Tier einfarbig 
rostrot (a. unicolor Rtt.). Halsschildseiten stark gerundet, von der 
Mitte zur Basis herzförmig verengt, dicht und fein, Flügeldecken 
dicht und sehr fein punktuliert, diese mit großen, fast gereihten 
Punkten untermischt. Schulterwinkel mit kleinem Humeralzähn- 
chen. L. 4,5 mm. — Ägypten. 

Größer als connatus Panz., viel länger und dichter grau behaart, Hals- 
schild schmäler und hinten stärker herzförmig eingezogen, Punktierung der Flü- 
geldecken sehr fein und wenig sichtbar, die gröberen Punkte groß und nahezu in 
Streifen geordnet. 

Subseriatus und unicolor Rtt. wurden wohl als sibirische Arten 
beschrieben (D. E. Z. 1883, 63, 64), doch in der W. E. Z. 1887, 254, 
sagt Reitter, daß die Arten aus Ägypten stammen, von wo er neue 
Stücke erhalten habe, und weist darauf hin, daß die seinerzeitige 
Angabe Sibirien wohl auf einer falschen Fundortangabe beruhen 


1016 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


müsse. Ferner weist er darauf hin, daß unicolor Rtt. in der Be- 
schreibung und in der Tabelle als des Humeralzähnchens ent- 
behrend angegeben erscheint, die weiterhin erhaltenen Stücke je- 
doch ein kleines Humeralzähnchen besitzen, das Fehlen eines sol- 
chen somit bei dem Originalexemplare als eine individuelle Eigen- 
schaft aufgefaßt werden müsse. Demgemäß haben also in der Ta- 
belle von Reitter, 1885, 30, der Gegensatz 1” und p. 32 der Gegen- 
satz 1’ zu entfallen. Im Col. Cat. p. 79 hat Korschefsky als Vater- 
land sowohl Ägypten als auch Sibirien angegeben. Nach der Reit- 
ter’schen Notiz ist die Angabe Sibirien zu streichen, wie auch in 
allen späteren Publikationen, abgesehen davon, daß die Art in 
Sibirien gar nie gefangen wurde, und auch die fleißigen Aufsamm- 
lungen der Russen in Sibirien kein Stück zu Tage förderten. Wenn 
man die Verbreitung der Tetrabrachys-Arten betrachtet, so ist es 
auch ein Widersinn, daß eine Art ausgerechnet in Sibirien und in 
Ägypten vorkommen sollte. Schatzmayer, 1. c., hält diese Art für 
eine gestrecktere Form des variablen cordicollis Gu£r. 


45. T. Sumakowi Bar. — Länglich, gewölbt, pechschwarz, 
Fiügeldecken glänzend schwarz, Halsschild, Vorderbrust, Spitze 
der Flügeldecken mehr oder weniger, Beine, Fühler und Taster 
zimtbraun, Tarsen und oberer Teil der Hinterschienen pech- 
schwarz, Klauen rostrot. Kopf rostrot, dicht punktiert, Zwischen- 
räume der Punkte etwas größer als die Punkte selbst, dünn, goldig 
glänzend behaart, Augen überdies dichter und länger behaart. 
Halsschild quer, herzförmig, Hinterwinkel fast rechteckig, ziemlich 
gewölbt, zimtbraun, dicht punktiert, Zwischenräume der Punkte 
größer als die Punkte selbst, in der Mitte mit kleinen gelben, an 
den breit abgeflachten Seiten mit längeren graugelben Haaren be- 
deckt. Basis des Halsschildes viel schmäler als die Basis der Flügel- 
decken. Flügeldecken schwarz oder schmal rot gerandet, länglich, 
in der Mitte parallel, Schulterwinkel stark vorragend (mehr als 
bei connatus Panz.), dicht und fein punktiert und mit unregel- 
mäßigen Reihen deutlich stärkerer Punkte, dicht mit weißen, sehr 
kleinen glänzenden Härchen bedeckt. L. 4,6—5 mm. — Turkestan, 


Syr-Darja. 


46. T. tauricus Sem. — Dem connatus Panz. etwas Ähnlich, 
aber oben weniger glänzend, mit längerer grauer und dichterer 
Behaarung (besonders auf den Flügeldecken), unten anliegend 
aschgrau behaart, Halsschild etwas schmäler, vorne etwas mehr 
verengt, der Halsschild fällt an den Seiten ganz gleichmäßig zu 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 1017 


einer feinen Rinne ab, die den kaum aufgebogenen oder wesent- 
lich erhöhten Seitenrand innen begrenzt. Scheibe etwas stärker und 
dichter bis zum Seitenrand punktiert, Flügeldecken mehr unregel- 
mäßig gedrängt punktiert, mit zahlreichen gröberen und stärkeren 
Punkten zwischen der dichten und feinen Punktierung, Schulter- 
winkel weniger vorragend, schwarz, Mund, Fühler und Taster, 
Halsschild, Beine und das Spitzenviertel der Flügeldecken dunkel 
rostfarbig, bisweilen auch die Schultern und Epipleuren ebenso 
gefärbt. L. 3,2—3,4 mm. — Krim. 

Er nähert sich auch dem graecus Rtt., von dem er sich unterscheidet durch 
den viel weniger gerundeten und sehr schmal gerandeten Halsschild und die asch- 
graue Behaarung der Oberseite etc. Nach Weise sind die Härchen am Seiten- 
rande des Halsschildes nach hinten gerichtet. 

47. T. tenebrosus Ws. — Ist mit tauricus Sem. am nächsten 
verwandt, da der Halsschild gleichmäßig bis an die feine Rand- 
kante abfällt und darüber mit Härchen besetzt ist, die nur nach 
hinten gerichtet sind. — Oberseite einfarbig bräunlichschwarz, 
dicht mit schr feinen und kurzen grauen, etwas ins Gelbliche spie- 
lenden Härchen besetzt, schwach glänzend. Bei manchen Stücken 
ist der Kopf mehr rötlich, bei anderen die Kante am Seitenrande 
der Flügeldecken blaß rostrot, ähnlich der ganzen Unterseite, den 
Mundteilen und Fühlern. Die Oberseite ist durchgängig sehr dicht 
und fein punktiert, auf dem Halsschild wenig feiner als auf den 
Flügeldecken. Diese Punktierung ist wie bei vielen Arten zwar 
doppelt, aber die stärkeren Punkte heben sich nur unbedeutend 
aus den feinen heraus. Außerdem sind die Flügeldecken in der 
Regel mit zahlreichen, leicht vertieften, daher sehr verloschenen 
Längslinien versehen. Der Halsschild ist in der Mitte am breitesten 
und von hier nach hinten geradlinig verengt, nach vorne gerundet 
verengt, mit stumpfwinkeligen Hinterecken. Die Flügeldecken sind 
an den Schultern so breit wie der Halsschild in der Mitte, mit sehr 
stumpfen, fast abgerundeten Schulterecken, sie verbreitern sich 
etwas bis hinter die Mitte und sind am Ende abgerundet. L. 3,8 bis 
4,2 mm. — Erythräa, Abessinien, nach Kapur auch in Arabien (Je- 
men). 

48. T. trimaculatus Rtt. — Gestreckt, ziegelrot, deutlich dicht 
und hell behaart, Halsschild fast gleichmäßig punktiert, Flügel- 
decken breiter als der Halsschild, länglich, dicht fein punktiert und 
mit größeren Punkten untermischt, Schulterwinkel vorragend, 
Seiten in der Mitte fast parallel, mit gemeinsamer, schwarzer, klei- 
ner, länglicher Nahtmakel und einer anderen, kleineren, schwarzen 


1018 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955 


Seitenmakel beiderseits. Diese Makeln manchmal undeutlicher (a. 
subobliteratus J. Sahlb. — Libanon). L. 3 mm. — Syrien, Libanon. 


49. T. Tureicus Roubal (Cas. 1932. 169). — Ganz rot, nur der 
Kopf (Mundteile ausgenommen) und die Flügeldecken schwarz, 
auf letzteren die Spitze und die äußerste Randkehle rot. Lang, un- 
dicht greis behaart. Kopf dicht, mittelstark punktiert. Halsschild 
vorne etwa um ein Drittel breiter als lang, ziemlich herz- 
förmig, vorn stark ausgeschweift, seitlich stark gerundet, in der 
Mitte am breitesten, nach hinten stark ausgebuchtet verengt. Flü- 
geldecken ziemlich kurz, oval, in der Mitte ein wenig parallel, 
stark bauchig gewölbt, doch in der Rückenmitte etwas abgeplattet, 
nach hinten ziemlich stark verengt, viel breiter als der Halsschild, 
mit ziemlich scharfen und großen Schultern, dahinter ausge- 
schweift, ihre Oberfläche dicht punktiert, die größeren Punkte 
grob und besonders vorne dicht gestellt, fast rugos, absolut unge- 
reiht. L. 3 mm. — Konstantinopel (Belgraderwald). 


Diese mit so vielen „ziemlich“ beschriebene Art gehört nach Roubal in die 
II. Reitter’sche Gruppe und unterscheidet sich nach dem Autor von latus Ritt. 
durch die viel geringere Größe, schmäleren Körper, durch die sehr starken und 
dichten Punkte auf der vorderen Hälfte der Flügeldecken, von gibbosus Sahlb. 
durch die nicht buckeligen und nicht einfarbig schwarzen Flügeldecken, von ana- 
tolicus Pic durch die gewölbten, seitlich weniger parallelen, stark punktierten 
Flügeldecken, von insculptus Sahlb. schon durch den herzförmigen Halsschild, 
gewölbte Flügeldecken etc., von eruciatus Sahlb. durch die Färbung der Flügel- 
decken, ihre Wölbung etc., von cordicollis Guer. und Festai Dod. durch die ver- 
worrene, absolut nicht reihige Stellung der größeren Punkte auf den Flügeldek- 
ken, von ovipennis Cr. durch die Färbung des Kopfes und der Flügeldecken, von 
Peyerimhofji Pic durch die andere Färbung und andere Gestalt der Flügeldecken. 
— Es bleibt noch abzuwarten, ob Osculatii Mar. und turcicus Roub. nicht doch 
noch artgleich sind, allerdings ist erstere derart beschrieben, daß ihr Name kein 
Prioritätsrecht verdient. Osculatii muß durchaus kein unreifes Stück sein, gibt 
es doch bei anderen Arten auch solche Stücke, deren Flügeldecken einfarbig hell 
bleiben. 


50. T. villosus Fald. — Länglich eiförmig, gewölbt, braun, 
wenig glänzend, fein dicht braun behaart. Kopf, Halsschild, Rand 
der Flügeldecken (an der Spitze erweitert), Unterseite, Beine, Füh- 
ler rot, auf dem Kopfe ein dunkler Mittelstreifen, auf dem Hals- 
schild eine braune Basalmakel, der Bauch in der Mitte angebräunt. 
Kopf und Halsschild dicht punktuliert, Halsschild seitlich stark, 
fast winkelig gerundet, gerandet. Flügeldecken sehr dicht punktu- 
liert, gegen die Naht obsolet gestreift. L. 4,5 mm. — China (Pe- 


king). 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 1019 


51. T. Volkonskyi Peyerimhoff (Bull. Soc. Hist. Nat. Afr. 
Nord, 43, 1943, 10). — Länglichoval, mäßig gewölbt, blaßrot, 
Flügeldecken auf der Scheibe ausgebreitet braun, weißlich behaart. 
Kopf sehr fein punktuliert. Fühler schlank, in eine dreigliedrige 
Keule erweitert. Halsschild zweimal so breit wie lang, Vorder- 
winkel spitz, herabgebogen, seitlich abgeflacht, am Rande selbst 
kaum aufgebogen, etwa in der Mitte der Seiten schwach winkelig, 
von dort zur Basis gebuchtet, die Basis gebogen. Hinterwinkel ge- 
rade, gespreitzt, Oberfläche sehr leicht punktuliert. Flügeldecken 
elliptisch, etwa dreimal so lang wie breit, Basis gerade abgestutzt, 
Schulterwinkel angezeigt, seitlich erst gekrümmt, keinerlei Rand- 
aufbiegung, von dort bis zur Spitzenrundung fast gerade verengt. 
L. 4—4,5 mm. Br. 2—2,3 mm. — Sahara centralis (Nord d’In- 
Salah). 

Nach Peyerimhoff: Beträchtlich verlängerter als cordatus Gu£er. (soll wohl 
cordicollis heißen), besonders die Flügeldecken dreimal länger als breit, deren 
gröbere Punkte beträchtlich kleiner, unter einfacher Lupe wenig sichtbar sind, 
seitlicher Falz der Flügeldecken weniger markiert, von oben auf dem ersten 
Drittel nicht sichtbar, hell rot gefärbt, auf jeder Decke ein bräunlicher Diskal- 


fleck, die Behaarung wollig, weiß. — Unterschied von Berlandi Peyrh. siehe bei 
dieser Art, Nr. 4! 


92. T. Weisei Rtt. — Kurzoval, glänzend, sparsam kurz be- 
haart, rostrot, Brust gebräunt, Kopf und Flügeldecken schwarz 
oder schwarzbraun, Halsschild quer, Seiten gleichmäßig gerundet, 
oben fein, Seiten nicht dicht punktiert. Flügeldecken breit, außen 
gerundet erweitert, sehr fein, wenig dicht punktiert, mit groben 
Punkten untermischt. Spitze unbestimmt rot. L. 2,58 mm. — Kau- 
kasus. — (Kapur gibt 3,8 mm an.) 

Unterscheidet sich von connatus Panz. durch kürzere, gedrungenere Gestalt, 
Halsschild an den Seiten einfach, nicht gedrängt punktiert, Flügeldecken viel 
kürzer, bauchig erweitert, in der Mitte am breitesten, die Punktierung weniger 
dicht, die untermischten groben Punkte größer, die Färbung an der Spitze viel 
heller und breiter und die Behaarung viel spärlicher, Käfer daher glänzender. 

53. T. yemenensis Kapur (l. c. p. 328). — Kleine Art, läng- 
lich. Flügeldecken obovatus, seitlich mäßig konvex, dorsal ziemlich 
flach entlang der mittleren Längslinie. Oberseite mäßig glänzend, 
Behaarung gelblichweiß. Kopf (ausgenommen die schwarzen 
Augen, die braunen Fühler und Mundteile), Halsschild, Flügel- 
decken, Unterseite (ausgenommen die hellbraunen Epipleuren der 
Flügeldecken) und die Beine dunkelbraun, Tarsen hellbraun. 
Schulterwinkel abgerundet. Halsschild mehr oder weniger herz- 
förmig, an der Basis schmäler als vorne, Seitenränder mäßig ge- 


1020 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955 


rundet, gegen die Basis leicht verengt. Die gröberen Punkte der 
Flügeldecken nicht vorhanden. Seitenränder des Halsschildes nicht 
aufgebogen, Scheibe zu den Seiten gleichmäßig abfallend. Flügel- 


decken über den Schultern am breitesten. L. 2,6 mm. — Arabien 
(Jemen). 
54. T. Zarudnyi Bar. — Oval, ganz rot, bisweilen unten et- 


was dunkler, bisweilen ein sehr schmaler Flügeldeckenrand heller 
rot. Augen schwarz. — Kopf rotgelb, sehr dicht punktiert und fein 
gelb behaart. Halsschild quer, um die Hälfte schmäler als die Flü- 
geldeckenmitte, ziemlich dicht und grob punktiert und fein gelb- 
lich behaart, Zwischenräume der Punkte viel größer als die Punkte 
selbst, Halsschild an der Basis so breit wie vorne oder etwas grö- 
er, leicht herzförmig, Hinterwinkel fast rechteckig, Basis viel 
schmäler als die Basis der Flügeldecken. Schildchen bisweilen et- 
was dunkler als die Flügeldecken. Flügeldecken ohne Schulter- 
winkel, dicht grau behaart, von der Basis nach hinten stumpf ge- 
rundet, in der Mitte fast parallel, hinten stumpf gerundet, rauh 
und ungleichmäßig punktiert, Zwischenräume der gröberen Punkte 
den Punkten selbst fast gleich und sehr zart punktuliert. L. 3,7 
bis 5 mm. — Persien (Provinz Chorassan). 


Nachtrag. 


1. Hyperaspis Sılvestrii Ws., von Mexiko beschrieben, hat 
Prof. Silvestri mit anderen von Mexiko mitgebrachten Arten in 
Italien bei Portici auf dem Gipfel des Vesuv, auf Capri und Ischia, 
bei Palermo und Lanö ausgesetzt. (Verz. Riv. It. VI. 1905, 242). 
Sie soll sich eingebürgert haben, daher hier ihre Beschreibung nach 
Weise: 

Breit eiförmig, mäßig gewölbt, glänzend schwarz, Mundteile, 
Fühler und Beine blaß bräunlichgelb, auch ein feiner unbestimm- 
ter Saum des Bauches rötlich. Halsschild mit einem breiten, weiß- 
lichgelben Seitensaum, der vor der Mitte nicht ganz das äußere 
Drittel, dahinter ein Viertel bedeckt und sich unterseits über die 
Seitenstücke der Vorderbrust ausdehnt. Jede Flügeldecke mit 2 
großen, weißlichgelben, gerundeten Makeln, welche etwas breiter 
als lang sind, die erste davon nimmt etwa das zweite Viertel der 
Länge ein, die andere das letzte Viertel. Die erste bleibt vom 
Seitenrande ziemlich um die Hälfte ihres Querdurchmessers, aber 
viel weniger von. der Naht entfernt, während die zweite in der 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 1021 


Außenecke und am Hinterrande nur einen schmalen Saum frei- 
läßt, innen jedoch ähnlich weit wie die erste von der Naht absteht. 
Oberseite dicht und fein punktiert, die Punkte auf Kopf und 
Schildehen am kleinsten, auf dem Halsschilde etwas stärker. Rand- 
linie der Halsschildbasis äußerst fein und undeutlich. Beim Männ- 
chen noch der ganze Kopf und ein schmaler Saum am Vorderrande 


des Halsschildes weißlichgelb. L. 2,6—3 mm. 


Es folgen nun 5 Arten aus Südwestarabien. Dieser mit vielen 
tropisch-afrikanischen Elementen durchsetzte südarabische Teil 
wird zwar von vielen Autoren der äthiopischen Region zugewiesen, 
von anderen aber der paläarktischen. Für alle Fälle weise ich sie 
hier aus: 


2. Brumus nigrosuturalis Kapur (Exped. South-West Arabia 
1937/38, 1951, 293). — Gerundet (L. 2,5 mm; Br. 2,25 mm), mäßig 
gewölbt. Oben hell gelblichbraun, ein gemeinsamer, ziemlich 
schmaler, schwarzer Nahtsaum, der zu beiden Seiten des Schild- 
chens beginnt und etwas vor der Spitze endet. Unterseite gewöhn- 
lich heller, Hinterbrust leicht gebräunt. Kopf sehr fein punktiert, 
mit kurzer, ziemlich undeutlicher und sparsamer gelblicher Be- 
haarung. Halsschild und Flügeldecken fein und ziemlich sparsam 
punktiert, Außenrand der letzteren leicht gerandet und mit eini- 
gen spärlich angeordneten kurzen Härchen. Schildchen klein, drei- 
eckig, mit einigen feinen Punkten. — Arabien: Jemen, Insel 
Kamaran. 

Die Art erinnert an Br. suturalis F., ist aber gerundeter und vor allem fehlt 
ihr die schwarze Längsbinde jeder Flügeldecke. Man könnte sie vielleicht als eine 


Form des letzteren ansehen, aber Kapur hat unter hunderten suturalis von Indien 
keine solche Form gefunden, weshalb er an eine eigene Art glaubt. 


3. Seymnus (Pullus) yemenensis Kapur (l. c. p. 281, Fg. 1—9, 
4, 5). — Oval, L. 1,8—2,1 mm; Br. 1.3—1,6 mm, mäßig gewölbt, 
Schulterbeule ziemlich undeutlich. Behaarung auf Halsschild und 
Flügeldecken greis und ziemlich sparsam. Punktierung mäßig 
grob, ziemlich seicht und sparsam. Kopf schwarz, beim Männchen 
die vordere Hälfte scherbengelb. Halsschild beim Weibchen 
schwarz, beim Männchen beinahe schwarz, ausgenommen einen 
schmalen Vorderrand und einen kleinen dreieckigen Fleck in 
den Vorderwinkeln von heller Farbe. Flügeldecken scherben- 
gelb oder ziegelrot, mit schwarzer Zeichnung: 1. ein Basal- 
saum von etwa !ı bis 1% der Flügeldeckenlänge, damit ver- 


1022 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


bunden 2. ein Nahtsaum, allmählich gegen die Spitze verengt, 
3. ein schmälerer Außensaum bis etwa 54 der Länge und 4. 
ein ovaler Fleck in der Mitte jeder Flügeldecke, gegenüber 
welchem Naht- und Außensaum sehr leicht verbreitert sind. Unter- 
seite schwarz, ausgenommen die Hinterränder des 5. und 6. Bauch- 
segmentes und die Beine, welche ziegelrötlich sind. — Arabien: 
Jemen. | 

Diese Art erinnert sehr an P. canariensis Woll., aber dieser hat den Spit- 
zenrand der Flügeldecken schwarz gesäumt, der schwarze Fleck fehlt mitunter, 
oder er vergrößert sich und verbindet sich mit einem der beiden Säume oder mit 
beiden, während bei yemenensis der Spitzenrand von heller Farbe bleibt, und die 
Scheibenmakel stets vorhanden ist und stets isoliert bleibt, wenigstens nach den 


bekannten Stücken. — Ich habe auf diese Art in der Tabelle bei 220 aufmerksam 
gemacht. 


4. Scymnus (Pullus) rubicundus Kapur (l. c. p. 283, Fg. 6, 7). 
— Oval, mäßig gewölbt, Schulterbeule ziemlich deutlich. Ober- 
und Unterseite gewöhnlich rötlichbraun, zuweilen dunkelbraun. 
Kopf und Halsschild ziemlich lang und sparsam greis behaart und 
ziemlich grob und spärlich punktiert. Punktierung der Flügel- 
decken wie auf dem Halsschild, aber leicht gröber und tiefer. L. 
1,8—2,1 mm; Br. 1,2—1,4 mm. — Arabien: Jemen. 

Erinnert an P. impexus Mls., welcher überdies oben hellbraun und unten 
ziemlich braun ist. Die beiden Arten können auch durch die verschiedene Be- 
haarung und Punktierung unterschieden werden. /mpezus ist feiner und dichter 


punktiert, die Behaarung ist kürzer, dichter und wolkig gelagert. — Die Art ist 
in der Tabelle sub Schlüsselzahl 21 vorgemerkt. 


5. Scymnus (Nephus) adenensis Kapur (l. c. p. 286, Fg. 10, 12, 
13). — Länglich oval, mäßig gewölbt, ohne prominente Schulter- 
beule. Oberseite hellbraun, braun bis dunkelbraun sind der 
Scheitelteil des Kopfes in beiden Geschlechtern, der Mittelteil des 
Halsschildes, ein dreieckiger Fleck an der Basis der Flügeldecken, 
besonders um das Schildchen, und gelegentlich ein Nahtsaum. Un- 
terseite und Beine heller bis dunkelbraun. Kopf kurz und ziemlich 
sparsam gelblichgreis behaart und sehr fein sparsam punktiert, 
Halsschild greis, kurz und mäßig dicht behaart und sehr fein punk- 
tiert. Flügeldecken ähnlich wie der Halsschild behaart und punk- 
tiert. L. 1,5 mm; Br. 1 mm. — Arabien: Aden, Jemen. 

Diese sehr kleine Art ist durch ihre Kleinheit nur vergleichbar mit N. 
Redtenbacheri Mls. und plagiatus Ws., welche aber anders gefärbt sind. In der 
Tabelle habe ich sub Schlüsselzahl 154 hingewiesen. 

6. Scymnus (Nephus) arcuatus Kapur (l. c. p. 287, Fg. 11, 14, 
15). — Oval, gewölbt, Schulterbeule ziemlich undeutlich. Kopf 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 1023 


beim Männchen scherbengelb, beim Weibchen braun, Vorderrand 
des Kopfschildes scherbengelb. Halsschild beim Männchen scher- 
bengelb, mit kleiner, halbkreisförmiger schwarzer oder pechbrau- 
ner Basalmakel, beim Weibchen schwarz, Vorder- und Seitenrand 
schmal dunkel scherbengelb gerandet. Schildchen schwarz. Flügel- 
decken gewöhnlich schwarz oder pechbraun, von ?/; ihrer Länge 
bis zur Hälfte, der übrige Teil scherbengelb, der Vorderrand des 
hellen Teiles jederseits konvex, manchmal der schwarze Teil an 
den Seiten heller oder braun. Unterseite und Beine scherbengelb, 
Mittel- und Hinterbrust und die Mitte der drei ersten Bauch- 
segmente braun. Kopf greis, mäßig lang und ziemlich sparsam be- 
haart und fein spärlich punktiert. Halsschild ähnlich behaart wie 
der Kopf, ein wenig tiefer, fein und ziemlich sparsam punktiert. 
Flügeldecken mit ähnlicher Behaarung und Punktierung wie der 
Halsschild, die letztere leicht gröber. L. 1,25—1,3 mm; Br. 0,9 mm. 
Arabien: Jemen. 

Diese ebenfalls sehr kleine Art ist von N. adenensis, der vorigen Art, schon 


durch die Färbung leicht zu trennen. In der Tabelle habe ich sub Schlüsselzahl 
279 auf sie aufmerksam gemacht. 


Von den Oanaren und Teneriffa wurden noch beschrieben: 

7. Scymnus (Pullus) persimilis Har. Lindberg (Comment. Biol., 
Helsingfors, X. 1951, Nr. 18, p. 7). — Dem P. canariensis Woll. 
sehr nahestehend, kleiner, schwach gewölbt, die Farbe der Ober- 
seite mehr gelblich, Behaarung kürzer, die vordere Hälfte der Flü- 
geldeckenkante schmal schwarz, Beine hell, der schwarze Fleck 
in der Mitte der Flügeldecken ist klein, oft etwas in der Längs- 
richtung gedehnt, nie mit dem schwarzen Kantenstreifen zusam- 
menfließend. L. 1,7—2 mm; Br. 1,2—1,4 mm. — Oanaren: Fuerte- 
ventura (Gran Tarajal, Jable, Chilegna), Corralejo, Lanzerota (Ye. 
m. Corona, Haria). 

P. canariensis Woll. ist fast stets etwas größer, stärker gewölbt, Behaarung 
länger, die Farbe der Oberseite ist mehr rötlich, die Flügeldeckenkante breiter 
schwarz, und der schwarze Rand vereinigt sich in der Regel mit der schwarzen 
Querbinde, die sich etwas vor der Spitze der Flügeldecken befindet, die Schenkel 
beim Weibchen immer schwarz, der schwarze Fleck in der Mitte der Flügel- 


decken ist größer, oft in die Quere gezogen und mit dem Randsaum verbunden. 
Diese Art möge als 16a. hinter canariensis Woll. eingefügt werden. 


ö. Seymnus (s. str. incisus Har. Lindberg (l. c. p. 7). — Kurz, 
breit oval, Behaarung geradeaus, nur oben auf dem hinteren Teil 
schräg nach hinten gerichtet. Kopf beim Männchen rotgelb, Seiten 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3, 1955 64 


1024 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


und Vorderrand des Halsschildes breit rotgelb, beim Weibchen 
Kopf dunkel, vorn rotgelb, die Ränder des Halsschildes schmal 
rotgelb. Flügeldecken schwarz, mit einer großen gelben Makel, 
die in der Mitte beiderseits tief eingeschnürt ist, die schwarze 
Zeichnung der Naht wird hiedurch in der Mitte rundlich erweitert, 
Vorderrand der Makel sehr schräg nach innen verlaufend. Die 
Beine sind ganz hell. L. 1,5—2 mm; Br. 1—1,5 mm. — Teneriffa: 
Puerto de S. Juan, Guja, Santa Cruz. Gran Canaria: Arcuas, S. 
Brigida. 
Lindberg hat diese Art mit keiner anderen verglichen. Sie dürfte am besten 
als Art Nr. 72a bei Scymnus s. str. angehängt werden, und zur Vorsicht weise 


man auch bei P. canariensis (Art Nr. 16) auf sie hin, obwohl sie nicht dahin 
gehört. 


9. Seymnus (s. str.) rufipennis Woll. — Diese Art, die oft mit 
canariensis Woll. vorkommt, galt bis jetzt als eine Form der letz- 
teren Art, welche ein Pullus ist. Har. Lindberg (l. c. p. 7) sagt: 
„Die von Wollaston erwähnte var. rufipennis von S. canariensis 
Well. ist eine besondere, sehr charakteristische Art, die zur Unter- 
gattung Scymnus gehört und nicht wie S. canariensis Woll. zu der 
Untergattung Pullus. Äußerlich dem S. canariensis sehr ähnlich, 
aber ohne schwarzen Fleck, in der Mitte der Flügeldecken ist nur 
ein sehr kleiner schwarzer Fleck vorhanden, die Punktierung ist 
etwas stärker und weniger dicht, die Beine sind ganz hell, die Be- 
haarung an den Seiten des Körpers ist weniger schräg gestellt.“ — 
Dies habe ich bei canariensis Woll. (Art Nr. 16) vorgemerkt. 


10. Stethorus rani Kapur (Bull. Ent. Research, 39/2, 1946, 313, 
fg. 50—52). — Kurzoval, gewölbt. Schwarz, ausgenommen die blaß 
ziegelroten Fühler, Mundteile, Spitzen der Schenkel, Schienen und 
Tarsen und die braunen oder rötlichbraunen übrigen Teile der 

eine. Oben mit graulicher, halb aufgerichteter und sparsamer 
Behaarung. Punktierung auf dem Kopfe fein und spärlich, auf dem 
Halsschilde überall fein und dicht, auf den Flügeldecken leicht 
gröber, dichter und weniger eingedrückt als die des Halsschildes. 
Schenkellinie vollständig und nach hinten bis 2; des Segmentes 
reichend. L. 1,4 mm; Br. 1,1 mm. — Himalaya: Kumaon, Ranikhet. 


Unterscheidet sich durch die Punktierung des Halsschildes 
und die Bildung der männlichen Genitalien von den anderen Ar- 
ten. Weiteres entnehme man der Beschreibung. Da die Art immer- 
hin zu den paläarktischen gerechnet werden kann, wolle man sie 
in der Tabelle der 65. Gattung Stethorus vormerken. | 


Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 1025 


Zu den hier behandelten Gattungsgruppen der Coceineliiden 
habe ich in der Koleopterologischen Rundschau 1955 weitere neue 
Arten beschrieben. Sie können in den vorhergehenden Tabellen 
leicht vermerkt werden. Man füge sie also, wie jeweils angegeben, 
an entsprechender Stelle ein und hat auch diese Arten in Evidenz. 


11. Scymnus (? Pullus) singularis Mader (Kol. Rdsch. 1955, 
pag. noch unbekannt). — Fast halbkugelig, fein punktiert, dicht 
greis behaart. Schwarz, die Beine rötlichbraun, auf jeder Flügel- 
decke eine quere rötlichgelbe Makel im hinteren Teile. Diese Ma- 
kel liegt in 33 der Deckenlänge und macht einigermaßen den Ein- 
druck, als wäre sie aus zwei gut verflossenen Makeln zusammen- 
gesetzt, der innere Teil auf der Mitte der Scheibe, rund, der äußere 
Teil etwas kleiner, dem Außenrand anliegend. Schulterbeule 
schwach, aber deutlich. Unterseite grob punktiert und lang greis 
behaart. Prosternum mit 2 starken parallelen Kiellinien. Die 
Schenkellinie konnte ich trotz Bemühens nicht freilegen, aber das 
Tier macht den Eindruck, ein Pullus zu sein. L. 1,9 mm. — China: 


Fukien. 


Diese Art kann durch ihre isoliert dastehende Makelung mit 
keiner der östlichen Arten verwechselt werden und kann in dieser 
Evidenz in der Tabelle der Scymnus-Arten gleich nach der Schlüs- 
selzahl 407 durch die Form ihrer Makel abgetrennt werden. 


12. Seymnus (s. str.) orientalis Mader (Kol. Rdsch. 1955). — 
Kurzoval, ziemlich stark gewölbt, fein punktiert und greis behaart. 
Auf den Flügeldecken heben sich jederseits von der Mitte zwei 
kurze, leicht gebogene Punktreihen heraus, welche an der Naht 
eine fast glatte Stelle begrenzen. Die Behaarung ist im hinteren 
Teile der Flügeldecken stark nach außen gekämmt. Schwarz, die 
Beine rötlichbraun, ebenso ein sehr schmaler, leicht übersehbarer 
Saum am Vorderrande des Halsschildes. Schulterbeule sehr 
schwach. Unterseite grob punktiert und lang und greis behaart. 
Prosternum mit 2 Kiellinien, welche nach vorne fast nicht kon- 
vergieren. Schenkellinie unvollständig, geht so nahe an den Hin- 
terrand des ersten Bauchsegmentes heran, daß nur eine grobe 
Punktreihe durchgeht, Schenkelplatte stark punktiert, entlang des 
Hinterrandes aber glatt. L. 2,8 mm. — China: Fukien. 

Diese Art ist durch die zwei kurzen Punktreihen auf den 
Flügeldecken leicht von Pullus auritus Thnbg., wohin man in mei- 
ner Tabelle sub 55 käme, zu trennen, abgesehen von der unvoll- 
ständigen Schenkellinie. 


64* 


1026 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


13. Scymnus (Nephus) Klapperichi Mader (Kol. Rdsch. 1955). 
— Oval, ziemlich gewölbt, oben zart punktiert und greis, ziemlich 
dicht behaart, die Haare hinten in üblicher Weise nach außen ge- 
kämmt. Schwarz, Beine rötlichbraun, jede Flügeldecke mit einer 
roten Mittelmakel. Diese liegt in der Mitte der Deckenlänge, ist 
rund und der Naht näher als dem Seitenrande, von der Naht etwa 
um die Hälfte ihres Durchmessers entfernt. Schulterbeule schwach, 
aber erkennbar. Prosternum ohne Kiellinien. Schenkellinie ein sehr 
flacher Bogen und fast am Hinterrande des ersten Segmentes nach 
außen laufend und sich vor seinem Ende nur unbedeutend von 
diesem entfernend. Schenkelplatte fast glatt, nur im äußeren Teile 
stark punktiert. L. 2,7 mm. — China: Fukien. 


Diese Art ist von allen paläarktischen Arten durch ihre in der 
Mitte der Deckenlänge gelegenen runden Makel verschieden. Da- 
durch trenne man sie in meiner Tabelle der Scymnus-Arten bei 


der Schlüsselzahl 361 ab. 


14. Plotina Mülleri Mader (Kol. Rdsch. 1955). — Oval, ziem- 
lich gewölbt, glänzend, deutlich punktiert. Kopf, Halsschild und 
Schildehen hell bräunlichrot, Halsschild an den Seiten heller. Flü- 
geldecken dreifarbig: Grundfarbe gelb, bräunlichrot sind ein 
Nahtsaum und eine unregelmäßige Querbinde über beide Decken, 
schwarz sind auf jeder Decke 4 rundliche Flecken, gestellt 1, 1, 2. 
Die bräunlichrote Querbinde verläuft so ziemlich in der Mitte, 
beginnt breiter am Seitenrande, wird dann schmäler, um sich aber 
vor der Vereinigung mit dem Nahtsaum wieder zu erweitern, der 
Nahtsaum wird zur Spitze allmählich schmäler. Die 4 schwarzen 
Makeln jeder Decke sind: Makel 1 ist rund, hinter der Basis, reicht 
außen bis zur schwachen Schulterbeule und ist von der gelben 
Grundfarbe breit umringt. Makel 2 mehr oder minder rundlich, 
steht so ziemlich in der Mitte der Länge und Breite jeder Decke 
und in der bräunlichen Querbinde an deren Hinterrande, Makel 3 
und 4 stehen etwa in 3 der Deckenlänge in einer Querreihe und 
im gelben Felde, Makel 3 rundlich, in einiger Entfernung vom 
Seitenrande, Makel 4 etwas kleiner und dem bräunlichen Naht- 
saum anliegend. Unterseite mit den Mundteilen, Fühlern und Bei- 
nen rötlichgelb, die Hinterbrust leicht dunkler getönt. L. 3,2 mm. 
— China: Fukien. 

Diese Art merke man bei der 56. Gattung Plotina vor. Sie ist 
die zweite Art dieser Gattung und unterscheidet sich abgesehen 
von der Größe von versicolor Lew. sofort durch die Stellung der 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 1027 


4 freien schwarzen Makeln und die Abwesenheit von gemeinsamen 
Nahtmakeln. 


15. Sticholotis Klapperichi Mader (Kol. Rdsch. 1955). — Fast 
halbkugelig, glänzend, Flügeldecken stark, Halsschild weniger 
stark punktiert, Punktierung nirgends gereiht. Kopf mehr oder 
weniger rötlichbraun aufgehellt (ob immer °). Halsschild und 
Schildchen schwarz, ersterer am Vorderrande zwischen den Augen 
schmal rötlich aufgehellt. Seiten der Flügeldecken deutlich sub- 
horizontal abgesetzt, die Absetzung zur Spitze heller werdend, die 
Seitenrandkante rötlich durchscheinend. Nimmt man Rot als 
Grundfarbe an, so ist auf den Flügeldecken schwarz ein Seiten- 
saum, die schwarze Schulterbeule einschließend, da er sich im 
Schulterwinkel makelartig erweitert, sich an der Spitze wieder er- 
weitert und an der Naht sich nach vorne zieht und sich etwas ver- 
engt mit einer gerundeten, gemeinsamen Nahtmakel verbindet, 
ferner ist schwarz eine isolierte, ovale und längsgerichtete Makel 
auf der Mitte der Scheibe jeder Decke, etwas weiter hinten stehend 
als die gemeinsame Nahtmakel, welche vorne das Schildchen nicht 
erreicht (ob immer 2). Wollte man Schwarz ais Grundfarbe an- 
sehen, dann wäre auf jeder Decke um eine schwarze Makel herum 
ein roter Ring, welcher vorne einen Ast nach innen zur Basis ent- 
sendet. Unterseite schwarz, Mundteile und Fühler gelbrötlich, 
Beine und Bauch, rötlichbraun, die hinteren Schenkel vielleicht, 
wie üblich, zuweilen in der Mitte dunkler, die Außenkante der 
Epipleuren der Flügeldecken mehr oder minder heller durch- 


scheinend. L. 2 mm. — China: Fukien. 


Die Art kann in der Tabelle der 55. Gattung, Sticholotis, so 
abgetrennt werden: bei der Schlüsselzahl 7 (4): 

a (b) Keine isolierte schwarze, von einem roten Ring umge- 

bene Makel auf der Scheibe En Decke, usw. ... Japan. Ä 

Ä i Kr . punctata Cr. 

b (a) Auf jeder De eine mittlere, von einem roten Ring 
ne schwarze Makel, usw. ... China: Fukien. : 

j Klapperichi Nrader 

© ah Tabelle ee man sub 9 (10) bei punctata Cr. 


an: „Davon unterscheide Klapperichi Mad. in derselben Weise wie 
sub 7b (a).“ 


1028 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd.6, 1955 


Sehlußwort. 


Hiermit wäre der II. Teil meiner Evidenz nach dem neuesten 
Stande abgeschlossen und ich hoffe, daß er die Determination der 


Coccinelliden wesentlich erweitert. 


Ich weise nochmals darauf hin, daß der I. Teil schon 1937 er- 
schienen ist und seither gar manches publiziert wurde. Dieser Tat- 
sache mufS Rechnung getragen werden, wenn jemand Neubeschrei- 
bungen verfassen will. Vielleicht ist es mir gegönnt, eine Ergän- 
zung zu diesem Teile zu schreiben. 


Register der Gattungsgruppen, Gattungen 


Acoccidula Bar. 
Amida Lew. 
Anexochomus Bar. 
Aspidimerini 
Aspidimerus Mls. 
Aulis Mls. 
Brumus Mls. . 
Cacicula Steph. 
Chilocorini 
Chilichorus Hope 
Chilocorus Leach 
Clitostethus Ws. 
Coceidula Kug. 
Coccidulini 
Coccinellinae 
Coccinellini 
Coelopterini 
Coelopterus Mls. 
Cryptogonus MlIs. 


Cryptolaemus Mls. . 


Diomus Mls. 
Epilachninae 
Epilachnini 
Exochomus Redtb. 
Exochromus Woll. 
Exoplectrini 
Gymnoscymnus 
Hippodamiini . 


Hyperaspidius Geh, 


Hyperaspini 
Hyperaspis Redtb. 
Lindorus Casey 
Lithophilinae . 
Lithophilus Froel. 


Macronovius Ws. 


Microrhymbus Gst. 


. 772,723 


. 770,838 


974 
964 
800 


. 770, 854 


054 
852 


. 774, 802 


975 
774 


. 273,:004 
. 860, 863 
. 974, 975 
. 012,974 


768 
769 


. 772,816 
. 817,823 


654 


. 859, 862 
. 862,955 


768 
768 


, 773, 783 


783 


. 771, 852 


617 
769 
838 


838 


. 974, 979 
. 773. 982 


983 
967 
808 


und Untergattungen. 


Nephus Mls. 
Nomius Mls. 
Noviini . 
Novius Mls . 
Nundina Redtb. 
Ortaliini Z 
Oxynychus Lec. 


Paraclitostethus Ohta. . 


Parexochomus Bar. 
Pentilia Mls. 
Pentiliini SEN 
Pharoscymnus Bed. . 
Pharus Mls. 
Platynaspini . . 
Platynaspis Redtb. 
Plotina Lew. 
Psylloborini 

Pullus Mls. 
Rhizobiini ; 
Rhizobius Steph. 
Rodolia Mls. 
Sceymnini 
Seymniscus Dobzh. 
Scymnus Kug. s. str. 


Seymnus Kug. sen. lat. 


Sidis Mls. 
Stethorus Ws. 
Sticholotis Cr. . 
Strongylus Panz. 
Sumnius Ws. . . 
Synonychini 
Telsimia Casey 
Telsimiini 
Tetrabrachinae 


Tetrabrachys 


. 770, 965 


. 770, 964 


. 974, 978 


. 861, 942 


965 


965 
979 


850 
959 
798 
815 


. 771,815 
. 817,824 


624 


. 772,808 


808 


. 817,82 


769 


. 860, 902 

.. 773, 974 

.. 974,979 
22069,967 
770, 859, 957 
. 861, 954 

. 125861,,929 
660, 869, 960 
. 861, 927 

. 860, 866 

. 816, 817 


975 


769 
813 


. 772, 813 
. 773, 982 


983 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 


Register der Arten und Abberrationen 


abdominalis Thunb. 
Abeilleı Ws. 

abietis Mls. 

abietis Payk. . 
adenensis Kap. 
aegyptiaca Sic. . 
aethiops Krauss . 
afjinis Payk. . 
affinis Redtb. . 
africanus Sic. 
akonis Ohta 2 
albidiceps Walk. . 
Alexandrae Ws. . 
algirica Cr. . 
alpestris Mls. et Rey 
altıcus Schrk. ; 
amoenus Ws. . 
amurensis Ws. 
analıs F. 

analis Rossi 3 
anatolicus Pic (Tetr.) 
anatolicus Ws. 
anchorago Frm. . 
anchorifer All. 
angoranus Obbg. 
angulimaculata Mad. 
angulitinctus Obbg. 
anomus Ws. Be: 
antica Walk. . 
anticecincetus Obbg. . 
Apetzi Mls. 

apicale Vt. 

apicalis Duf. 
apicalis Ws. 

apicalis Ws. 
apicatus Frm. 
apiciflavus Mtsch. 
aptus Kap. 
arabicus Kap. . 
araxicola Flsch. 
araxicola Obbg. 
araxıs Ritt. 

arcuatus Frm. 


arcuatus Kap. (Neph. ) 


arcuatus Rossi (Clit.) 
arenarius Ws. 
argutus Mls. 
armeniacus Ws. . 
arquata Ws. . 
arquatus J. Müll. 
asiatıca Lew. 
Ahrensi Frm. 
Ahrensi Mls. 


..839, 


. 825, 
799, 


22.9 

666 

916 

929 
1022 
973 
976 
953 
934 
946 
960 
649 
651 
642 
924 
934 
914 
646 
902 
905 
997 
907 
830 
787 
919 
oil 
934 
927 
056 
934 
936 
973 
042 
656 
798 
798 
904 
868 
994 
937 
915 
992 
936 
1022 

063 

922 

914 

624 

976 

063 

044 

936 

933 


ater J11. 

ater Kug. . 
ater Thunb. 
atlantıicus Esc. 
atricapillus Bris. 
atriceps Steph. 
aurantiacus Panz. 
auritus Scerıba 
auritus Thunbg. 
aurora Panz. 
awanus Ohta 


bagdadensis Obbg. . 
bardus Mls. et God. 
basalıs Kirsch 
basalıs Redtb. . 
bassus Norm. 

bella Woll. . 
belophallus Capra 
Berlandi Peyrh. 
berytensis Ws. 


bicinetus Mls. et God. ’ 


bicolor Marcu 
bicerucifer Flsch. . 
bifasciatus Bar. 
bifasciatus Pie 


biflammulatus Mtsch. 


biguttatus Mls. 
bilineata Ws. 
bilurulatus Mtsch. 
bilunulatus Ws. . . 
bilunulatus Ws. (Ex.) 
bimacula Dobzh. 
bimaculata Vt. 
bimaculatus Hbst. 
bimaculatus Marsh. . 
bimaculatus Mitsch. 
bimaculatus Thunb. 
binotatulus Obbg. 
binotatus Bris. . . 
binotulatoides Mad. 
binotulatus Obbg. 
biocellata Vit. 
bipartitus Fuente 
bipartus Fuente . 
biplagiatus Ws. . 
bipunctata F. 
bipunctatus Kug. . 
bipunctatus Thunb. 
bipustulatus Bar. 
bipustulata Dum. 
bibustulatus Deg. 
bipustulatus L. 


1029 


. 818, 


667 
926 
929 
998 
919 
921 
910 
795 
906 
950 
906 


915 
0827 
913 
935 
951 


oh 


910 
998 


‚829 


946 
972 
806 
607 
0832 
928 
927 
621 
937 
949 
791 
o5l 
973 
937 
953 
937 
934 
915 
947 
913 
913 
973 
952 
952 
782 
976 
953 
934 
999 
sll 
Be 
778 


1030 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955 


bipustulatus Mtsch. 
bipustulatus Panz. 
bipustulatus Thunb. 
bipustulata Thunb. 
bistillatus Mls. 
bisbijunctus Pic 
bisbipustulata F. 
bisbipustulatus Panz. 


bisbipustulatus Marsh. 


bisbisignatus Redtb. 
bisbiverrucata Payk. 
bisignatus Boh. . 
biundulatus Mad. 
biverrucatus Panz. 
bivulneratus Bd. 
blandus Mad. 
Bosaki Obbg. 
Braetı Ws. . : 
brevemaculatus Pic 
Brisouti Cr. i 
Brovedanii Schatzm. 
brunneonotatus Pic . 


brunneosignatus Mad. . 


brunnescens Mtsch. . 


cacti Scop. 
campestris Hbst. 
canariensis Cr. e 
canariensis Korsch. . 
canariensis Woll. 
capitatus F. 
cardinalis Mls. 
CGardoni Ws. 
carneipellis Mls. 
carneipennis Mad. 
cassidoides Don. . 
castanopterus Mls. 
caucasicus Ur. 
caucasicus Ws. 
celer Ws. Tau 
centroguttatus Boh. 
cercyonides Woll. 
chalybeatus Gorh. 
chinensis Jord. 
chrysomeloides Hbst. 
chrysomeloides Mls. 
cincticollis Ws. 
eircumdatus Gyll. 
circumscriptus Mad. 
clericus Mad. . 
c-luteum Sic. 
coadunatus Marsh. . 
coelicolor Obbg. 
cognatus Ws. 
collarıs Flsch. 
collaris Hbst. 
collaris Küst. 
collaris Rüschk. 
colon Steph. 
completus Mad. 
concolor Suffr. 


927 
934 
953 
642 
942 
034 
sll 
949 
934 
935 
sll 
953 
944 
953 
939 
858 
865 
782 
0837 
906 


1001 


sl 


833 
831 
908 


229 
044 
780 
966 
Sal! 
906 
972 
978 
970 
970 
790 
938 
850 
999 
926 
0856 
955 
782 
920 
951 
980 
955 
DO 
029 
937 
031 
980 
929 
919 
0847 
941 
796 
291 
949 
944 
845 


concolor Ws. 
concolor Lew. 
conferta Rtt... . . 
confluens J. Müll. 
confluens Mls. . 
confluens J. Sahlb. 
Confuci Mls. 
conicicollis Korsch. . 
conjunctus Flsch. 
connatus Panz. 
contemptus Ws. 
continentalis Ws. 
cordatus Rosh. 
cordicollis Gu£r. 
cordiformis Rub. 
corpulentus Mls. 
corsicus Obbg. 
corsicus Ws. . 
creticus Ritt. 
cribratellus Frm. 
eruciatus J. Sahlb. 
erucifer Flsch. 
cruentatus Mls. 
cruentatus Perr. 


cryptophagoides Fa: 


Curtisi Mls. 


Damrıyi Ws. . 
decemguttata Fisch. 


decemplagiatus Woll. 


decempunctatus Kr. 
decipiens Ws. 
deficiens Ws. e 
Della-Beffai Vit. 
deserti Sic. 
deserticola Sic. 
deserticola Woll. 
desertorum Dobzh. . 
desertorum Gbl. 
desertorum Ws. . 
desertus Mtsch. 
didymus Hbst. 
discımacula Mls. . 
discoidens J11. . 
discors Bar. . . 
discopterus Ws. . 
disjunctus Sic. 
dispilotus Bar. 
distigma Kleg. 
distinctus Brll. 
diversicollis Pic 
Doderoi Vit. 3 
dorcatomoides Ws. . 
Doriae Capra 
dorsalis Flsch. 
dorsalis Waltl 
dorsualis Ws. 


duodeeimpunctata Ws. 


durantae Woll. 


effusa Ws. 


919 
969 
977 


Mader: Evidenz der palaearktischen Cocecinelliden 


Eichleri Mad. 
emarginata Chapin . 
ephippiatus Gorh. 
epistemoides Woll. . 
ericae Cr. . 
erythreus Pic i 
erythrocephalus F. . 
eryihrocephalus Mls. 
exclamationis Dep. . 


exclamationis Eschsch. 


expectandus Obbg. . 
externejunctus Mad. 


Fabricii Mls. . 
famelicus Ws. 
fasciatus F. 
Jasciatus Frer. 
jasciatus OÖ. Müll. 
Fausti Ws. (Rod.) 
Fausti Ws. (Ozyn.) . 
femoralis Gyll. 
femoralis Redtb. 
jemorata Mls. 
femorata Mtsch. . . 
fenestratus J. Sahlb. 
fenestratus Ws. 
fennicus J. Sahlb. 
ferrugatus Moll. . 
Festai Dod. . . 
flavicollis Redtb. 
flavılabrıs Mtsch. 
Jlavilabris Ol. 
Jlavilabris Payk. . 
Jlavipes Panz. 
flavipes Thunb. 
flavopietus Woll. 
Fleischeri Obbg. 
Fleischeri Ws. 
flexuosa Flsch. 
Jlexuosus Flsch. 
flexuosus Ws. 
floralıs Mtsch. 
formicarıus Mls. 
formosana Ws. 
fortunata Lew. 
fraxinı Mls. 
frontalıs F. 
jrontalis Panz. 
jrontalis Rossi 
jrontalis Schneid. 
jrontalis Thunbg. 
fulvicollis Mls. 
fulvicollis Sahlb. 
fulvifrons Marsh. 
Julvivestis Mls. 
fulvocinctus Mls. 
fuscatus Boh. 
futahoshii Ohta 


gallicus Obbg. 
gallicus Obbg. 


. 826, 834 


. 822, 964 


829 
815 
917 
956 
799 
1004 
850 
209 
778 
778 
921 
024 


850 
er) 
980 
909 
778 
969 
851 
941 
947 
846 
044 
940 
777 
923 
902 
1004 
938 
798 
941 
934 
941 
795 
866 
919 


048 
851 
938 
793 
925 


939 
917 
934 
937 
936 
044 
778 
925 
909 
907 
856 
856 
908 
963 


935 
936 


Galloisi Sie. 
gandhara Kap. 
Gebleri Ws. . . 
Gerhardti Obbg. . 
Gestroi Frm. . . 
gibbosus J. Sahlb. 
gilvifrons Mls. 
Glazunowi Bar. 
globosus Ws. . . 
gnomulus Obbg. . 
gracus Ritt. 
grandis Pic . . 
gratiosulus Obbg. 
Guillardi Mls. . 
Guimeti Mls. . 
guttata Mls. 
guttatus Sic. 
guttifer Mls. 
guttulatus Frm. 


haematica Gorh. 


haemorrhoidalis Hbst. . 
haemorrhoidalis Mad. 


haemorrhous Sols. 
Hareja Ws. . 
Hauseri Mad. . 
Hauseri Ws. 5 
Hausmanni Gredl. 
Hausmanni Ws. . 
Heegeri Gglb. 
Hedwigae Obbg. 
hilarıs Mtsch. . 
Hillerı Ws. 


heptapotamicus Dobzh. 


hexaspilotus. Bar. 
Heyrovskyi Obbg. 
hipponensis Pic 
hissariensis Bar. 
histeroides Fald. 
Hoffmannı Ws. . . 
Hoffmannseggi Grav. 
horishanus Ohta \ 
Horni Mad. 
humeralis Panz. . 
humeralis J. Sahlb. 
humeralis Towns. 


hypomelanus Marsh. 


ibericus Mtsch. 
ıllaesicollis Roub. 
illecebrosa Chvr. 
illecebrosa Mlis. 
Jlligeri Grav. . 
immaculatus Suffr. 
impexus Mls. . 
inaudax Mls. 
incertus Mls. 
incinctus Mls. . 
incisus H. Lindb. 
ineludens Kirsch 
inderihensis MIs. . 


1031 


952 
1005 
806 
921 
788. 
1005- 
867 
1006 
916 
065 
1006 
1007 
921 
651 
912 
043 
835 
953 
o5l 


. 899, 979 


905 
1007 
1007 

940 

921 

782° 

865 

064 

064 

915 

905 

619 

837 

792 

864 

788 
1007 

643 

920 

643 

962 

973 

934 
1007 

795 

980 


795 
643 
044 
642 
935 
916 
044 
936 
947 
1023 
949 
933 


786, 793 


1032 


infirmior Ws. . .. 
innocens Mad. (Rhizob.) 
innocens Mad. . . . 
innotatus Mad. 
inornatus Ws. . . 
insculptus J. Sahlb. 
insulicola Sic. 
intermedius Günth. . 
interruptus Gze. 
inundatus Ws. 
investitus Roub. 

isidis Kirsch 

italicus Ws. 


Jacobsoni Bar. (Brumus) . 


Jacobsoni Bar. (Scymnus) 


Jacobsoni Bar. (Tetrab.) . 


Jakowlewi Ws. 
japonica Cr. 

japonicus Ws. 
jJaponicus Ws. 
Jesatkoi Obbg. 
juniperi Mtsch. 


junctus Pic 


Kalalai Obbg. 
kalawrytus Ritt. 
Karamanı Ws. 
Karpowkae Humm. 
Kawamurai Ohta 
Kiesenwetteri Mls. 
kirgizorum Bar. . 
Kiritschenkoi Bar. 


Klapperichi Mad. (Neph.) 


Klapperichi Mad. (Stich.) 
Kochi Schatzm. L 
kokuronis Ohta 

Koltzei Ws. 

Koltzei Ws. . 
koshunus Ohta 
Kozlovı Bar. 

Krasnowi Sem. 

Kunzei Mls. . . . 
kurdistanicus Obbg. 
Kuwanaı Sılv. 


laetificus Ws. 
lasioides Ws. . j 
latemaculatus Mtsch. 
lateralis Panz. 

latus Ritt. 
T,etourneuxi Pic 
Levaillanti Mls. 
Lewisi Cr. S 
lımbata Mtsch. 
limbatus Mtsch. . 
limbatus Steph. . . 
Iimnichoides Woll. 
limonii Donist. 
lineatellus Mls. 
Lindbergi Palm. . 


927 
951 
937 
913 
779 
1008 
796 
966 
937 
938 
867 
032 
942 


805 
939 
1008 
953 
645 
856 
903 
865 
910 
031 


915 
1009 
609 
850 
906 
943 
299 
801 
1026 
1027 
995 
959 


. 792, 793 


952 
963 
1009 
1009 
647 
915 
781 


937 
806 
960 
644 
1010 
032 
952 
613 
970 
917 
921 
956 
948 
9581 
937 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


lipicensis J. Müll. 
Dee Rtt. 
htura FE. 

lıtura Frm. . 
lituratus Gorh. 
lividus Bold. 
livıdus Ol. 5 
lophantae Blaisd.. 
Ludyi Ws... . 
lugubrivestis Mls. 
Lukesi Obbg. 
lunatus Kap. 
lunulatus Vit. 
lunulatus Zschach. 
luteorubra Gze. 


maculosa Ws. 
maculosus Woll. 


magnomaculatus Winglm. 


major Costa 

major Cr. 

malasıae Cr... am; 
mancus Mad. (Neph.) 
mancus Mad. (Brum.) . 
marchicus Rein. . 
marginalis Costa 
marginal's Rossi . 
marginalis Rossi . 
marginella F. 
marginella Queens. 
marginatus Ritt. 
ınarginepustulatus Bar. 
marinus Mls. . 
Marmottanı Frm. 
martis Mls. 

maura O’Mahony Ä 
mediopustulatus Schrk. 
mediterraneus Mad. 
megastigma Obbg. 
melanocephalus Zoubk. 
melanophthalma Gmel. 
meridionalis Eichl. . 
meridionalis Mad. 
Mikado Lew. 

mimulus Mad. 
minimus Bar. 
minimus OÖ. Müll. 
minimus Rossi 
minimus Woll. 

minor J. Sahlb. 

minuta Fiori 
minutissimus Vill. 
minutus Pie . . 
Mitsuhashii Takiz. 
modestulus Obbg. 
moestus Ws. 

moestus Ws. 

monachus Mls. 

mongol Bar. 
mongolicus Flsch. 
mongolicus Flsch. 


. 910, 812 


. 906, 867 


930 

977 
980 
981 
797 
918 
980 
979 
942 
788 
907 
836 
973 
790 
611 


866 
935 
933 
1010 
853 
944 
806 
789 
938 
933 
937 
043 
642 
1010 
793 
950 
649 
946 
951 
779 
922 
934 
796 
976 
778 
909 
783 
934 
1011 
929 


867 

778 

645 

909 
1012 
925 

915 

834 

828 

778 
785, 801 
‚1807 
922 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coceinelliden 


mongolicus Ws. 
Montrouzieri Mls. 
moraviacus Obbg. 
morio FE. 

morio Flsch. 

morio Payk. . 
Motschulskyi er 
Motschulskyi Mls. 
Mülleri Mad. (Plot.) 


Mülleri Mad. en 


Mülleri Pen. 
Müllerı Ws. . 
Mülleri Wglm. 
Mulsantı Wath. 
Mulsantianus Sic. 
munagronis Ohta 


nanus Mls. 
narae Lew. . 
Nickerli Obbg. 
niger Ws. . 
nigricans Gerh. 
nigricans Ws. 
nigriceps Ohta 
nigricehs Wied. 
nigrinus Kug. 
nigripennis Er. 
nigripennis Ritt. 
nigripennis Ws. . 
nigritus F. 
nigriventris Thunb. 
nigra Ws. . . 
nigra Zschach. 
nigrocinctus Gglb. 


nigromaculatus Goeze . 


nigromaculatus Ws. 


nigromarginatus Misch. 


nigropietus Frm. 
nigropunctata Ritt. 


nigrosuturalis Kap. (Brum.) 805, 


nigrosuturalis Kap. 
niponicus Lew. 
nitidula Schh. 
norvegicus Munst. 
notivestis Mls. 
nubicus Mad. 
nubilus Mls. 


numidicus Pic 


Obenbergeri Kreje. . 


Obenbergeri Mad. 
obliquus Ws. 
oblongior Woll. 


oblongopustulatus Ph. 1 Müll. 


oblongus Weidb. 
obnubilata Ws. 
obscura Sic. 
obsignatus Ws. 
obsoletus Ws. 
ocellata Vit. 


ochraceipennis Roub. 


915 
862 
907 
937 
955 
929 
932 
642 
1026 
794 
926 
936 
936 
919 
923 
922 


923 
970 
064 
77 
921 
953 
922 
795 
929 
796 
1012 
056 
783 
980 
s14 
042 
064 
796 
795 
7 
299 
972 
1021 
005 
922 
795 
949 
953 
830 
932 
028 


907 
915 
949 
gil 
935 
604 
973 
813 
917 
928 
973 
947 


octoguttata Ws. 
octoguttatus Mad. 
octosignatus Gbl. 


oculatissimus Woll. . 


oculatus Mtsch. 
Oertzeni Ws. 
Olcesi Cr. 
olivetorum Costa 
omostictus Bar. 
orbiculus Cr. 
orbiculus Gyll. 
orieutalis Mad. 
ornatulus Korsch 
ornatus Sic. 
Osculatii Marietti 
ovatus Ohta 
ovipennis Cr. 
ovoideus Sic. 


paganus Lew. 
pallidivestis Mis.. 
pallidulus Mls. 
pallidus Cr. 
pallidus Marsh. 
pallipes Mls. 
parenthesis Ws. 
parvulus F. 
parvulus Steph. 
patagiatus Lew. 
pauper Ws. . 
pauperculus Ws. 
pectoralis F. . 
pellueidus Bar. 


persimilis H. ran (Pullus) 


persimilis Lindb. 
Peyerimhoffi Pic 
Peyerimhoffi Sie. 
pharaonis Misch. 
pharoides Mars. 
phosphorus Lew. 
piceus Ws. 
pietipennis Lew. 
picturatus Frm. 
pictus Gelb. 
pilicrepus Lew. 
pilosus Hbst. 
pini Marsh. . 
plagiata Gerh. 
plagiatus Beck 
flagiatus Ws. 
Polkorabi Roub. 
polita Ws. 
politus Mils. 
Priesneri Mad. 


pseudopustulata Mis. 


pubescens Hbst. 
pubescens Küst. 
pubescens Ol. 
pubescens Panz. 
pulchellus Hbst. 
pumila Mls. 


1033 


972 
838 
805 
952 
859 
921 
605 
TE 
792 
656 
859 
1025 
954 
954 
1012 
959 
1013 
0839 


924 
922 
980 
1013 
980 
935 
962 
941 
907 
939 
923 
667 
078 
1015 
1023 
911 
1013 
950 
938 


2, 835 


954 
916 


8 818, 812 


299 
949 
941 
920 
920 
27% 
921 
951 
1000 
049 
ana 


. 825, 829 


642 
941 


. 788, 798 


611 
910 
949 
649 


1034 


pumila Ws. 
punctata Cr. 
punctillum Ws. 
puniceipennis Sem. 
pusillus Hbst. 
pusillus Müll. 
pygmaeus Brll. 
pygmaeus Frer. 


quadriguttata Brahm. 


quadriguttatus Flsch. . 
quadriguttatus J. Müll. 


quadriguttatus Ws. 
quadrillum Mtsch. 
quadrillum Redtb. 
quadrilunulatus Ill. 
quadrimaculata Mad. 
quadrimaculata Rossi 
quadrimaculatus Bar. 


quadrimaculatus Hrbst. 


quadrimaculatus Kug. 


quadrimaculatus Redtb. 


quadrimaculatus Pic. 
quadrinotata Duf. . 
quadrinotatulus Obbg. 
quadrinotatus Boh. 
quadriplagiata Woll. 
quadripunctatus Voet. 


quadripustulata Kug. . 
quadripustulatus Hrbst. 


quadripustulatus L. 
quadriverrucatus F. 


quadrivulneratus Mls. . 


quercus Mls. 
quinquepunctata F. 
quinquepunctatus Ws. 


rani Kap. 
Rauscheri Obbg. 
reetus Ohta . . . 
Redtenbacheri Mls. 
ltenardıi Ws. 
renipustulatus Cr. 
renipustulatus Scriba 
Reichardtı Bar. 
Reitteri Dodge 
reppensis Hbst. 
ae Mad. 

Reyi Sic. 

robustus Kap. 

lioddi Bar. 

rosea Marsh. 
Roubali Obbg. 
kowlandiı Cr. 

rubea Mls. 
rubicundus Kap. 
rubidus Hope 
rubidus Mtsch. 
rubromaculatus Gze. 
rufa Hbst. 
rufescens Ws. 


969 
. 818, 820 
. 866, 867 
... 790, 797 
067 
921 
910 
941 


I | 
...794, 927 
....936 
857 

960 

909 

949 

9A 

811 

790 

949 

949 

844 

827 

811 

915 
900 
. 810, 813 
20 
o11 
rt 
787, 790, 784 
730 
938 

919 

976 

963 


1024 
665 
905 
a RIERT 
.. 979, 853 
! 781 
729 
975 
976 
038 
943 
943 
1014 
1014 
977 
907 
969 
970 
1022 
AaL 
955 
941 
I7G 
938 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


ruficeps Mls. 
ruticeps Ohta 
rujicollis Fröl. 
ruficollis Ol. 
rujimana Eschsch. 
rufipennis Pic 
rufipennis Woll. 
rujipes Bris. 
rufipes F. . . 
rufipes Steph. 
rufitarsıs Mtsch. 
rufithorax Bdi. 
rufocincta Lew. 
rufolimbatus Roub. 
rufopilosa Mls. 
rufosignata Ws. 
russicollis Mls. 


sacıum Roub. 
saharae Sic. : 
Sahlbergi Korsch. 
Sahlbergianus Mad. 
salinus Mls. et Rey 
sannio Ws. . .. 
sapporensis Ohta 
satellitica Vit. 
Sauteri Ws. 
Schraiki Mad. 
scutellaris Mls. 
scutellata Hbst. 
seboshii Ohta 
sellatus Ws. 
Semenowi Bar. 
Semenowi Ws. 
semijunctus Pic 
semilimbatus Flsch. 
semirufus Ws. } 
septemmaculatus Ws. 
sericeus Kug. 
setulosus Chevr. 
sexguttata Bris. 
sexguttatus Gyll. 
sexmaculata Mad. 
sexnotatulus Mad. 
sexpustulatus Kr. 
sexpustulatus Mitsch. 
siculus Ws. 
silesiacus Ws. . 
Silvestri Schatzın. 
Silvestri Ws. 
similis Har. et auct. 
similis Marlett 
similis Rossi . 
simplocarioides Obbg. 


sinensis Cr. 


iuatomaeularus 7 Sahlın 


singularis Mad. 

Smirnovi Dobzh. 
sodalis Ws. : 
spectabilis Fald. . 
spectabilis Fald. . 


a, 1024 


. 790, 798 


. 790, 799 


. 828, 834 


779 
906 
1000 
902 
811 
969 


906 
933 
795 
778 
939 
90 
1000 
969 
820 
796 


923 


931 
909 
823 
945 
909 
973 
962 
857 
919 
976 
940 
856 
1015 


034 
929 
927 
800 
941 


. 827,833 


644 


972 
915 
793 
850 
944 
930 
1015 
1020 
729 
Tel 
780 
929 
646 
953 
1024 


. 828, 836 


961 
611 
935 


Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden 


specularis Boh. 
spilotus Ws. 

stabilis Mtsch. 
stellaris Mls. 

stigma Ol... . . . 
stigmatopterus Fald. 
stramineus Capra 
striatus F. . 
subconcolor Ws. ‚ 
subdepressus Saidl. 
subobscurus Pic . 
subrufa Ws. 
subseriatus Ritt. 
substriata Cr. 
subvillosus Gze. 
Suffriani Ws. . 
suffrianoides Sahlb. 
Sumakowi Bar. 
suturalis F. 
suturalis Mtsch. 
suturelis Rtt. . 
suturalis Thnb. 
sylvaticus Lew. 
syriaca Ws. 
syriacus Mars. 


tainanensis Ohta 
taiwanus Ohta 
Takabayashii Ohta . 
tamaricis Capra 
tappanus Ohta 

tauricus Sem. : 
Teinturieri Bed. et Eod. 
Teinturieri Mls. et God. 
tenebrosus Ws. 
testaceicolor Roub. 
testaceicornis Ws. 
testaceus F. . 
testaceus Misch. . 
testaceus Thnb. 
testudinaris Frer. 

testudo F. . 

tetradymus Frm. 
tetrastictus Ws. 

tibıalıis Bris. 

tigrinus Sic. . . . 
Toowoombae Blackb. 
transıtus Mad. 
transversoguttata Ws. . 
transversoguttatus Korsch. 
iransversoplagiatus Mtsch. 
transversopunctatus Boern 
transversopustulatus Mls. . 
triangularıs Sahlb. . 
triangulifer Flsch. 
tricolor Har. 

trımaculata Vit. . 
trimaculata Ws. 
trimaculatus Ritt. 
trimaculicollis Mad. 


1035 


..838, 


795 
946 
932 
856 
642 
936 
946 
778 
643 
951 


1011 


976 


1015 


..819, 


621 
909 
935 
934 


1016 


604 
932 
976 
920 
940 
644 


‚914 


961 
960 
903 
946 
963 


1016 


642 
838 


1017 


921 


. 845 


- 803, 


ah) 


950 
915 
920, 
795 
778 
605 
927 
905 
945 
973 
909 
047 
778 
960 
778 
909 
931 
941 
964 
973 
612 


1017 


806 


triplagiatus Ritt. 998 
tristiculus Ws. 928 
tristıs Fld. 77 
trıstis Ws. . 925 
Troberti Mls. ne 796 
trojanus Mls. et God. 927 
Trubetzkoi Bar. . 797, 786 
turcicus Roub. 1018 
ulema Obbg. 865 
uncinatus Gorh. . 979 
undulatus Sic. 944 
undulatus Ws. 800, 787, 786 
unicolor Rtt. . . .. 977 
unicolor Rtt. (Tetrab.) 1015 
unicolor Ws. NS 947 
unifasciatus Ws. . 909 
unimaculata Korsch. 918 
Urbani Mad. Eee OD 
UrgensisnJaca sp 202 ER 922 
uropygialis Mls. 789, 796 
variabil's Rossi 844 
varlabilis Walk. . 932 
varius Kiesch. 827 
varius Schrk. 790 
Vaulogeri Sic. . : 933 
vermionensis Obbg. . 907 
versicolor Lew. 823 
vestita Mls. . . . 979 
vestita Mls. (Aulis) . 853 
Vieinguerrai Capra . 850 
Vietoris Cr. 917 
vilis Ws. 961 
vıllosa Frer. sil 
villosulus Ws. 835 
villosus Fald. . 1018 
Vitalisı Mad. 973 
vittata Gebl. 546 
vittatus Fuente 792 
vittifera Mls. . 846 
vittipennis Boh. 905 
Volkonskyi Peyrh. 1019 
Weisei Mad. 856 
Weise Rtt. . . . 1019 
Wingelmülleri Mad. 936 
Wollastoni Kap. 868 
zanthocephala Quens. . 642 
zanthoderus Frm. 796 


yemenensis Kap. Tatzab. 


. 1019, 1021 
yezoensis Ohta er 


940 


yunnanus Mad. 978 
Zarudnyi Bar. 1020 
zaisanensis Dolzh. 954 
zigzag Costa 944 
zugronis Ohta . 960 


1036 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


/weıter Beitrag zur Kenntnis der west- 
mediterranen KEustemmus-Arten 


(Coleopt., Scydmaenidae) 


Von H. Franz, Wien 


Meine Aufsammlungen in Spanien veranlaßten mich, die 
Eustemmus-Arten der Iberischen Halbinsel näher zu untersuchen 
und monographisch zu bearbeiten (vgl. Franz 1952). In der Folge 
trat Herr L. Kocher (Rabat) mit der Anfrage an mich heran, ob 
ich nicht sein marokkanisches Eustemmus-Material bearbeiten 
wolle, und sandte mir dieses zum Studium zu. Dies gab mir Ge- 
legenheit, nunmehr auch die nordwestafrikanischen Arten. der 
Gattung, mit denen sich bereits Reitter (1881, 1854, 1887), 
Guillebeau (1898) und Peyerimhoff (1909) beschäftigt 
hatten, eingehender zu untersuchen. Dabei erwies es sich, daß die 
sehr knappen und unzureichenden Diagnosen Reitters und 
Guillebeaus die Wiedererkennung der von ihnen beschriebe- 
nen Arten ohne Typenvergleich fast unmöglich machen, so daß 
ich zunächst bemüht sein mußte, Typen oder doch wenigstens Co- 
typen zur Untersuchung zu erhalten. Wie bei meinen früheren 
Arbeiten, leistete mir auch in diesem Falle die Sammlung des 
Naturhistorischen Museums in Wien wertvolle Dienste. Es befin- 
den sich dort aus den Sammlungen Eppelsheims und Hau- 
sers stammende Belegexemplare mehrerer Reitterscher Ar- 
ten, und es sind einzelne Exemplare sogar als „Typen“ bezeichnet, 
somit mindestens vom Autor selbst bestimmt worden. Auch eine 
der von Guillebeau beschriebenen Arten, E. sternalis, befin- 
det sich in der Sammlung des Wiener Museums in einer kleinen. 
Serie von einem der Fundorte, von wo sie der Autor selbst angibt. 
Trotzdem blieben mehrere Arten Reitters und Guille- 
beaus ungeklärt, weshalb ich mich an das Budapester Museum, 
welches die Sammlung Reitters verwahrt, mit der Bitte um 
Zusendung der dort noch vorhandenen Reitterschen Eustem- 
mus-Typen wandte. Das mir in freundlicher Weise zur Verfügung 
gestellte Material ergab, daß die Sammlung keine einzige Eustem- 
mus-Type Reitters enthält, wohl aber eine große Anzahl von 
Reitter selbst bestimmter Exemplare. Die Typen selbst scheinen 


Franz: 2. Beitrag zur Kenntnis der westmediterranen Eustemmus-Arten 1037 


entweder mit Reitters erster Sammlung verkauft worden zu 
sein, oder sie gingen mit jenem Teil der Reitterschen Samm- 
lung zugrunde, der von Anthrenen gefressen wurde. Meine Be- 
mühungen, vom Pariser Museum die Typen Guillebeaus, 
Peyerimhoffs und allenfalls auch Reitters zum Studium 
zugesandt zu erhalten, blieben ohne Erfolg. Die Typen Reitters 
sind dort nicht vorhanden.!) Den Herren Prof. Dr. O. Scheer- 
peltz (Wien), Dr. Janczyk (Wien) und Dr. Z. Kaszab (Buda- 
pest) möchte ich auch an dieser Stelle dafür danken, daß sie mir 
die Bestände der von ihnen betreuten Musealsammlungen zugäng- 
lich machten. 


Ich gebe im folgenden die Ergebnisse meiner Untersuchungen 
bekannt, obwohl mir mehrere nordwestafrikanische Arten bisher 
unbekannt geblieben sind. Im Zuge meiner Untersuchungen erwies 
es sich als notwendig, als Nachtrag zu meiner ersten Eustemmus- 
Arbeit auch aus dem iberischen Raum eine weitere neue Art und 
eine neue Rasse des Subgenus Eustemmus zu beschreiben. Da mir 
zur Zeit noch nicht alle bekannten nordwestafrikanischen Eustem- 
mus-Arten vorgelegen haben, nehme ich von der Veröffentlichung 
einer Bestimmungstabelle Abstand und gebe nachfolgend bloß die 
Beschreibungen derjenigen Arten, die ich untersuchen konnte. 


1. Eustemmus algerinus Rtt. und seine Formen 


Als ich die iberischen Eustemmus-Arten studierte, lagen mir 
nur wenige Exemplare des E. algerinus Rtt., darunter insgesamt 
2 5‘, eines aus Algerien und eines aus der Umgebung von Alge- 
ciras in Andalusien, vor. Inzwischen erhielt ich weiteres Material 
vom Naturhistorischen Museum in Wien und von Herrn L. K o- 
cher (Rabat) zur Untersuchung zugesandt. Auch das Budapester 
Museum sandte mir 3 Exemplare, die unter diesem Namen in der 
Sammlung Reitters stecken. Leider sind alle 3 Reitter- 
schen Belegexemplare 99, davon eines in Reitters Handschrift 
mit „langer, algerinus“ bezettelt, ein anderes trägt einen gedruck- 
ten Patriazettel mit dem Aufdruck „Algeria, Reitter“, das dritte 
ist von J. J. Walker in Tanger gesammelt worden. Die Unter- 
suchung des nunmehr umfangreicheren Vergleichsmateriales hat 
mich darüber belehrt, daß E. algerinus, so übereinstimmend die 
mir von verschiedenen Punkten Nordwestafrikas und von Alge- 


!) Ich konnte mich hievon während des Druckes dieser Arbeit persönlich 
überzeugen. 


1038 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


ciras vorliegenden Tiere hinsichtlich der äußeren Merkmale sind, 
nach dem Bau des männlichen Kopulationsapparates doch in meh- 
rere Rassen zerfällt. | 

Alle mir vorliegenden Tiere haben eine dunkelrotbraune Farbe, 
glatten Kopf und Halsschild und fein punktierte Flügeldecken, 
relativ dicht niederliegend behaarte Oberseite und kräftige Fühler. 
Das 10. Fühlerglied ist in gewisser Richtung betrachtet nicht 
länger als breit. Die nordwestafrikanischen Exemplare sind größer 
(Körperlänge um 3 mm), diejenigen aus der Umgebung von Alge- 
ciras kleiner (um 2,5 mm). Nach dem Bau des männlichen Kopu- 
lationsapparates sind folgende Rassen zu unterscheiden: 


E. algerinus algerinus Ritt. 
Reitter (1887) hat die Art aus Algier und Marokko be- 


schrieben, ohne nähere Fundortangaben zu machen. Da in seiner 
Sammlung im Budapester Museum unter diesem Namen nur 3 92 
vorhanden sind und überdies in Algier und Marokko verschiedene 
Rassen vorkommen, bleibt nichts übrig, als eine Lectotype zu be- 
‚stimmen. Ich wähle als solche 1 5 der Wiener Musealsammlung, 
welches in mir unbekannter Handschrift auf zwei Zetteln den Ver- 
‚merk trägt: „Algerien Rtt.“ und „Eumicrus algerinus Rtt.“. 


Abb. 1: Männlicher Kopulationsapparat von Eustemmus algerinus 


albaredai Franz, Dorsalansicht. 5' aus der Umgebung von 
Algeciras (coll. Franz‘. 

Abb. 2: Männlicher Kopulationsapparat von Eustemmus algerinus 
Rtt. f. typ., Dorsalansicht. %' aus Algerien (coll. Mus. Wien). 


Franz: 2. Beitrag zur Kenntnis der westmediterranen Eustemmus-Arten 1039 


Der Penis dieses Tieres ist auf Abb. 2 in Dorsalansicht dar- 
gestellt. Er ist genau 2mal so lang wie ohne die flügelförmigen 
Seitenteile des Apex breit und der Länge nach leicht dorsalwärts 
zusammengekrümmt. Der stark chitinisierte Rahmen um die di- 
stale Hälfte der dorsalen Penisöffnung besteht jederseits aus einem 
Chitinlappen. Die beiden Lappen vereinigen sich hinter der Penis- 
öffnung an einer Naht und bilden eine bis zum Hinterrande des 
Apex penis ziehende Chitinrippe. Vor dieser medialen Chitinrippe 
befindet sich am Hinterrand der Penisöffnung eine annähernd 
horizontale Partie des Lappens, während die seitlichen größeren 
Teile der Chitinlappen sehr stark schräg gestellt sind und dem 
Penisrohr jederseits eng anliegen. 


E. algerinus cobosi nov. ssp. 


Aus französisch Marokko liegen mir von Sebou, I. 1951, und 
Bab neffi, Quezzane, II. 1945, aus den Aufsammlungen Mrs. K o- 
chers JJ einer Rasse vor, die in Größe und Gestalt vollkommen 
mit dem typischen E. algerinus übereinstimmt. Der männliche 
Kopulationsapparat (vgl. Abb. 3) ist aber im Verhältnis zur Länge 
viel breiter, er ist bloß 1,ömal so lang wie breit, und die Chitin- 
umrahmung der dorsalen Penisöffnung ist anders gestaltet. Die 


Abb. 3: Männlicher Kopulationsapparat von Eustemmus algerinus cobosi 


Franz, Dorsalansicht. 5° von Sebou, Marokko (leg. L. Kocher). 


Abb. 4: Eustemmus algerinus kocheri Franz. 
a) Männlicher Kopulationsapparat in Dorsalansicht, 
b) Fühler. 
& von O. Fouarat, Marokko (leg. L. Kocher). 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H.3, 1955 65 


1040 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


abgeplattete distale Partie der beiden Lappen ist kleiner und fällt 
schräg nach hinten ab, auch die seitlichen Partien sind schmäler 
und anders gestaltet als bei der Nominatform. Das Penisrohr ist 
wie bei dieser etwas dorsalwärts zusammengekrümmt. Ich gestatte 
mir, diese Form nach dem bekannten spanischen Coleopterologen 
A. Gobos (Almeria) zu benennen. 


E. algerinus kocheri nov. ssp. 


Gleichfalls aus französisch Marokko, und zwar von Taquelft 
im Großen Atlas, 1000—1500 m, IV. 1945, und von Dayet er Rou- 
mi, 111. 1954, liegen mir aus den Aufsammlungen Mrs. Kochers 
J’g' einer weiteren Rasse vor. Auch diese Form stimmt in Größe 
und äußeren Merkmalen vollkommen mit der Nominatform über- 
ein. Der Penis (vgl. Abb. 4a) ist nicht ganz 2mal so lang wie breit 
und nicht dorsalwärts zusammengekrümmt. Die Umrahmung der 
dorsalen Penisöffnung ähnelt derjenigen der Nominatform, sie ist 
aber fast bilateral symmetrisch gebaut, und es schließen die bei- 
den Lappen hinten die Offnung nicht im Bogen ab, sondern laufen 
allmählich zusammen, die Öffnung spaltförmig verengend. Die 
lateralen Flügel des Apex penis sind kürzer und weniger stark 
geschwungen als bei den bisher besprochenen Formen. Ich ge- 
statte mir, diese Form Herrn L. 
Kocher (Rabat) zu widmen. 


E. algerinus mateui nov. Ssp. 


Aus Marokko liegt mir unter 
dem Material, welches mir Herr 
Kocher freundlicherweise zur 
Bearbeitung sandte, noch eine 
weitere Rasse des E. algerinus 
vor. Das einzige 5, welches ich 
untersuchen konnte, trägt die 
Patriaangabe M’Soun (Bse. Mou- 
louya), III. 1952. Der Penis die- 
ser Form ist auffällig lang und 
schlank, er ist 2,3 mal so lang wie 


breit, stark dorsalwärts zusam- 
mengekrümmt (vgl. Abb. 5), die 


'hiti . Abb. 5: Männlicher Kopulatı & 
Chitinlappen, elchesden dia ) ännlicher Kopulationsappa 


; 0 rat von Eustemmus algerinus mateui 
len Teil der dorsalen Penisöff- Franz, Dorsalansiche DE 


nung umrahmen, sind seitlich Marokko (leg. L. Kocher). 


Franz: 2. Beitrag zur Kenntnis der westmediterranen Eustemmus-Arten 1041 


stark abgeschrägt, im ganzen relativ klein. Ich widme diese inter- 
essante Form dem bekannten spanischen CGarabidenspezialisten 


Dr. J. Mateu (Almeria). 


E. algerinus albaredai nov. ssp. 


Ein Vergleich eines umfangreicheren Materiales aus der Um- 
gebung von Algeciras und aus Nordwestafrika führte zu der Er- 
kenntnis, daß auch die südspanischen Populationen des E. algeri- 
nus als eigene Rasse von der Nominatform abgetrennt werden 
müssen. 

Die andalusische Form ist schon durch geringere Größe, 
Körperlänge 2,3—2,5 mm, von den nordafrikanischen Rassen des 
algerinus verschieden. Der männliche Kopulationsapparat (vgl. 
Abb. 1) ist viel kleiner, wenn auch im Bau der Nominatform sehr 
ähnlich. 

Ich gestatte mir, diese Rasse nach Herrn Prof. Dr. J. M. 
Albareda, Generalsekretär des CGonsejo Superior de Investi- 
gaciones Cientificas in Madrid, zu benennen. 


2. Eustemmus excpansus Reitter (1687) 


| Die von Reitter (1887) in der viereinhalb Zeilen umfas- 
senden Originalbeschreibung und in seiner am gleichen Ort ver- 
öffentlichten Bestimmungstabelle angegebenen Merkmale sind für 
die Wiedererkennung der Art unzureichend. Es liegt mir aber aus 
Reitters Sammlung, die im Budapester Museum aufbewahrt 
wird, unter dem Namen „Scydmaenus expansus“ ein Pärchen einer 
Eustemmus-Spezies vor, auf welches Reitters Beschreibung 
paßt. Das Wiener Museum besitzt 1 5 derselben Art mit Patria- 
angabe „Algeria Reitter“, welches aus der Sammlung Hausers 
stammt und einen Zettel „Scydmaenus expansus Rtt. Type“ trägt. 
Schließlich ist im Wiener Museum ein weiteres 5' der gleichen Art 
aus der coll. Eppelsheim mit Etikettierung „erpansus Rtt., 
Marocco, Quedenfeldt“ vorhanden. Ich zweifle nieht daran, daß 
alle diese Tiere den Eustemmus expansus repräsentieren, obwohl 
ein weiteres J’ der Art mit der Bezeichnung „Mauretania Tanger 
Reitter“ in der Sammlung Hausers als „Scydmaenus libertus 
Rtt. Type“ bezeichnet ist. In Reitters Tabelle wird E. libertus 
als 3 mm große Art mit fein anliegend behaarten Flügeldecken 
beschrieben, während E. expansus als nur 2,0—2,2 mm lang und 
auf den Flügeldecken aufstehend behaart charakterisiert wird. Auf 


65* 


1042 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


Abb, 6: Eustemmus expansus Rtt. 
a) Männlicher Kopulationsapparat in Dorsalansicht, (j' aus emial, 
b) Fühler eines 5 der coll. Mus. Wien aus Algerien, 


c) männlicher Kopulationsapparat eines 5’ der coll. Reitter 
aus Marokko. 


die oben erwähnten Tiere treffen nur die letztgenannten Merk- 
male zu. Ich gebe im folgenden eine ausführlichere Beschreibung. 

Long. 2,2—2,3 mm, dunkelrotbraun gefärbt. 

Kopf breiter als lang, oberseits fein niederliegend behaart, 
die Haare quergelagert. Augen klein, etwas von den Seiten des 
Kopfes nach oben gerückt. Alle Fühlerglieder (vgl. Abb. 6b) mit 
Ausnahme des 7. und 8. deutlich länger als breit, das 1. Glied fast 
so lang wie die beiden folgenden zusammen, das 3. länger als die 
beiden Nachbarglieder, das 5. auffallend gestreckt, reichlich drei- 
mal so lang wie breit, so lang wie das 6. und 7. zusammen, das 9. 
etwa 13, mal so lang wie breit, etwa so lang wie das dickere zehnte. 
Halsschild wesentlich länger als breit, im vorderen Drittel am 
breitesten, vor der Basis mit vier (nicht mit zwei!) Grübchen, die 
beiden inneren voneinander fast so weit entfernt wie vom Seiten- 
rande, Scheibe fein punktiert und fein niederliegend behaart. 
Flügeldecken etwas länger als Kopf und Halsschild zusammen- 


Franz: 2. Beitrag zur Kenntnis der westmediterranen Eustemmus-Arten 1043 


genommen, schütter, aber ziemlich lang nach hinten abstehend 
behaart. 

Die Abbildung des Penis, die ich in meiner ersten Arbeit über 
die Gattung Eustemmus gab (Franz 1952), erfolgte nach einem 
einzigen J', dessen Kopulationsapparat bei der Präparation be- 
schädigt wurde. Ich konnte inzwischen weitere Präparate anferti- 
gen und muß nunmehr mit ihrer Hilfe einige Details der ersten 
Zeichnung berichtigen (vgl. Abb. 6a, c). Vor allem zeigen die 
neuen Präparate, daß der Chitinrahmen um die dorsale Penis- 
öffnung nicht, wie seinerzeit gezeichnet, aus zwei getrennten Lap- 
‚pen besteht, sondern daß er die Offnung annähernd hufeisenför- 
mig von hinten umfaßt. Bei einzelnen Präparaten erkennt man, 
daf3 in der Mitte des Hufeisens eine Art Naht besteht, welche die 
Bildung des Hufeisens durch Zusammenwachsen eines linken und 
eines rechten Teiles noch andeutet. Zwischen den einzelnen mir 
vorliegenden Tieren aus Algerien und Marokko bestehen hinsicht- 
lich der Penisform geringfügige Unterschiede, die mir aber nicht 
ausreichend erscheinen, um auf sie Rassen zu begründen. Zwei der 
extremsten Penisformen sind in Abb. 6a und ce abgebildet. 

Verbreitung: Die Art scheint über Algerien und Marokko weit 
verbreitet zu sein. 

Vom Budapester Museum wurden mir in freundlicher Weise 
auch zwei Eustemmus-Exemplare (592) aus Tanger zugesandt, die 
in Reitters Sammlung als E. libertus Rtt. bestimmt waren. 
Diese beiden Tiere sind von E. expansus nicht spezifisch verschie- 
den, sie sind aber offenbar nicht die Typen des E. libertus, so daß 
ich nicht zu entscheiden vermag, ob diese Art tatsächlich zu E. 
expansus synonym ist. E. bonnairei Guillebeau wird höchst wahr- 
scheinlich zu Recht als Synonym des E. expansus angesehen (vgl. 


u. a. Winkler 1924—1932). 


3. Eustemmus approximans Reitter 


Von dieser Art, die Reitter (1387) aus Marokko beschrie- 
ben hat, befinden sich in Reitters Sammlung im Budapester 
Museum 3 92 aus Algerien, 2 mit Patriazettel Bou Berak pres 
Dellys und eines mit der Beschriftung Edough. Mit diesen Tieren 
stimmt ein 5 der Wiener Musealsammlung überein, welches aus 
der Sammlung Eppelsheims stammt und einen Zettel mit der 
Inschrift „olivieri Rtt., Teniel el Had, Algier, Hauser“ trägt. Die- 
ses Tier kann nicht zu E. olivieri Rtt. gehören, denn es ist fast 


1044 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


3 mm lang, also bedeutend größer als diese Art, und es ist außer- 
dem auf den Flügeldecken schräg aufgerichtet behaart, während 
bei E. olivieri die Behaarung anliegend sein soll. Da sowohl die 
Tiere aus dem Budapester Museum als auch das 5 aus dem Wiener 
Museum gut mit der Originalbeschreibung übereinstimmen, glaube 
ich in diesen Exemplaren tatsächlich Vertreter des E. approximans 
vor mir zu haben. Ich gebe nachfolgend eine ausführlichere Be- 
schreibung. | 

Long. 2,5—3,0 mm, Körperfarbe hell rostrot. 

Kopf nur wenig breiter als lang, wenig hinter den kleinen 
und flachen Augen am breitesten, von da zum Hinterrande fast 
gradlinig verengt, glatt, am Scheitel quergestellt, an den Schlä- 
fen etwas abstehend behaart. Fühler lang und schlank. Das 1. Glied 
knapp 3mal so lang wie breit, etwas kürzer als die beiden folgen- 
den zusammengenommen, das 5. länger als die benachbarten, zwei- 
eindrittelmal so lang wie breit, das 6. um die Hälfte länger als 
breit, das 7. und 8. schwach quer, das 9. etwas länger als breit, 
viel breiter als das vorhergehende. Halsschild länger als breit, 
niederliegend behaart, auf der Scheibe glatt, vor der Basis mit 4 
Grübchen, die inneren wie in der Originalbeschreibung angegeben 
größer, ihr Abstand voneinander viel geringer als der vom Seiten- 
rande. Flügeldecken fein, aber deutlich punktiert, ohne Basalim- 
pression, seitlich bauchig erweitert. 

Männlicher Kopulationsapparat (vgl. Abb. 7) im Bauplan mit 
dem des E. algerinus übereinstimmend, der basale Teil des Penis- 
rohres von oben und vorne betrachtet etwas nach links aus der 
Symmetrieebene verdreht, die dorsale Öffnung bis zum apikalen 
Ende des Penis nach rückwärts reichend, nach hinten allmählich 
verschmälert, jederseits von einer annähernd lippenförmigen Chi- 
tinumrahmung eingefaßt. Die Seitenflügel des Apex schmal. 

Mit dieser Art scheint E. theryi Guillebeau (1898) identisch zu 
sein. Der Autor hat ihn von Edough in Algerien beschrieben, von 
wo auch eines der 2 des E. approximans Rtt. aus der Reitter- 
schen Sammlung stammt. 


4. Eustemmus georgi Reitt. 


Von dieser Art befinden sich im Budapester Museum 4 Ex. 
aus der Sammlung Reitters. Sie tragen sämtlich Patriazettel mit 
der Aufschrift „Algeria, Batna“, und es kann kein Zweifel darüber 
bestehen, daß sie tatsächlich die Reittersche Art repräsentieren. 
E. georgi steht E. approximans sehr nahe, ist aber viel kleiner. 


Franz: 2. Beitrag zur Kenntnis der westmediterranen Eustemmus-Arten 1045 


Abb. 7: Männlicher Kopulationsapparat von Eustemmus approximans 
Rtt., Dorsalansicht. 5’ der coll. Mus. Wien aus Algier. 

Abb. 8: Männlicher Kopulationsapparat von Eustemmus georgi Rtt., 
Dorsalansicht. 5’ von Batna, Algerien (coll. Reitter, Mus. 
Budapest). 


E. georgi fällt durch seine geringe Größe unter den nordwest- 
afrikanischen Eustemmus-Arten sofort auf. Die Körperlänge be- 
trägt 1,9—2,0 mm, die Körperfarbe ist dunkelkastanienbraun, 
dunkler als bei den meisten anderen Arten der Gruppe. 

Kopf glatt, fein behaart, wesentlich breiter als lang, knapp 
unter den Augen am breitesten und von da ganz schwach zur Basis 
verengt, diese schwach konkav. Augen ziemlich klein. Fühler ziem- 
lich kurz mit sehr kräftiger, scharf abgesetzter Keule, wie dies 
auch bei E. approximans der Fall ist. 

Erstes Fühlerglied so lang wie die beiden folgenden, das 2. 
bis 4. nicht ganz doppelt so lang wie breit, das 5. länger, das 6. fast 
isodiametrisch, das 7. und 8. quer. Halsschild viel länger als breit, 
im vorderen Drittel am breitesten, mit glatter, fein behaarter 
Scheibe, vor der Basis mit deutlichen Grübchen, zwischen den 
inneren schwach fältehenförmig erhoben. Flügeldecken ziemlich 
fein punktiert, deutlich aber nur schwach abstehend behaart, in 
dieser Hinsicht mit E. approximans übereinstimmend (da dieser 
nicht, wie Reitter 1887 angibt, rauh behaart ist). 

Männlicher Kopulationsapparat (vgl. Abb. 8) dem des E. ap- 


proximans sehr ähnlich, aber die dorsale Penisöffnung hinten 


1046 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


offen, die Flügel des Apex nicht nach hinten gezogen, die Penis- 
kapsel vollkommen symmetrisch gebaut. 


5. Eustemmus malagensis nov. spec. 


Bei Revision des Eustemmus-Materiales des Wiener Natur- 
historischen Museums stieß ich auf eine kleine Anzahl von Tieren, 
die aus der Sammlung Hauser stammen und Patriazettel mit 
der Angabe „Hispania, Malaga“ tragen. Die Tiere waren als E. 
conspicuus Rtt. bestimmt, erwiesen sich aber als zu einer noch 
unbeschriebenen Art aus der Verwandtschaft des FE. antidotus 
Germ. gehörig. | 

Long. 2,4—2,6 mm, Körper dunkelrotbraun, schlank, in der 
Form an E. antidotus erinnernd. Kopf stärker quer als bei diesem, 
glatt und glänzend, etwa im Niveau der Augen am breitesten, von 
da fast geradlinig zur Basis verengt, diese in flachem Bogen aus- 
geschnitten. Augen klein und flach. Fühler kurz, das 2. bis 5. Glied 
etwas länger als breit, das 6. ungefähr isodiametrisch, das 7. und 8. 
klein, unregelmäßig gestaltet, breiter als lang, das 9. und 10. groß 
und deutlich quer, das Endglied kürzer als die beiden vorher- 
gehenden zusammen. Halsschild länger als breit, glatt, wie der 
Kopf fein anliegend behaart, ohne Basalgrübchen, Flügeldecken 
etwa 11; mal so lang wie zusammen breit, fein aber deutlich punk- 
tiert, etwas abstehend behaart. Beine mäßig lang, Schenkel sehr 
stark gekeult. 

Männlicher Kopulationsapparat (vgl. Abb. 9) dem des E. anti- 
dotus sehr ähnlich, aber doch deutlich von ihm verschieden. Wäh- 
rend bei E. antidotus der Apex penis asymmetrisch schräg abge- 
stutzt ist, besitzt er bei der reinen Art zwei symmetrische Flügel. 
In der distalen Penishälfte sind wie bei E. antidotus stark chitini- 
sierte Leisten beiderseits einer Mittelrinne dorsal vorgewölbt. Seit- 
lich von diesen Leisten befindet sich eine seichte, ovale Depression 
und außerhalb dieser eine tiefe zackig verlaufende Rinne, die sich 
nach hinten verflachend erweitert. 

Äußerlich ist E. malagensis von E. antidotus durch breiteren 
Kopf, viel kürzere Fühler und den Mangel basaler Punktgrübchen 
an der Basis des Halsschildes leicht unterscheidbar. 


6. Eustemmus olivieri Reitt. 


Unter diesem Namen stehen in Reitters Sammlung im 
Budapester Museum 4 Ex. eines Eustemmus mit der Fundetikette 
„ot. Charles, Algeria, A. Thery“. Diese Tiere stimmen vollkommen 


Franz: 2. Beitrag zur Kenntnis der westmediterranen Eustemmus-Arten 1047 


mit den vom gleichen Sammler am 

gleichen Fundort gesammelten 

Stücken des Wiener Naturhistori- 

schen Museums überein, nur daß 

sie dort unter dem Namen E£. ster- 
nalis Guillebeau eingereiht sind. 

Da Guillebeau seine Art u. a. 

von St. Charles (leg. Chobaud) 
’ angibt, habe ich seinerzeit nicht 

an dieser Bestimmung gezweifelt 
und den männlichen Kopulations- 
apparat als den von E. sternalis ab- 
gebildet (vgl. Franz 1952). Die 

Anfertigung eines Penispräparates 

von einem Jg’ der Reitterschen 

Sammlung erwies die vermutete 
Abb. 9: Männlicher Kopulations- Artgleichheit der Budapester und 
apparat von Eustemmus malagensis Wiener Stücke. Die Budapester 
Franz., dorsolateral. 5° von Malaga Stücke sind sicher nicht die Typen 

(coll. Hauser, Mus. Wien), EA { 

A AU R-coptaculum seminis.von des E. olivieri, denReitter schon 
Eustemmus olivieri Rtt. © von Le Im Jahre 1881 beschrieben hat, da 
Kef, Tunis (leg. Normand, coll. Mus. aber mit der sehr knappen Origi- 
Wien). nalbeschreibung völlige Überein- 
stimmung besteht, ist es doch 
wahrscheinlich, daß E. sternalis Guilleb. synonym zu E. olivier: 
Reitter ist. Im Katalog von Winkler (1924—32) wird E. theryi 
als Synonym zu E. olivieri gestellt, es scheint mir aber, dafS diese 

Art zu E. approximans zu ziehen ist (vgl. dort!). 

In der Sammlung Reitters im Budapester Museum werden 
unter dem Namen E. nigripennis Rtt. zwei Tiere aus St. Charles 
(lg. Thery) verwahrt, die von den dort unter dem Namen E. oli- 
vieri stehenden Exemplaren vom gleichen Fundort nicht spezifisch 
verschieden sind. E. nigripennis, der eine sehr auffällige Art sein 
muß, blieb mir bisher unbekannt, er ist in Reitters Sammlung 
in Budapest nicht mehr vertreten. 

Ich gebe nachfolgend die Beschreibung des E. olivieri. 

Long. 2,3—2,4 mm, Körper gestreckt, Körperfarbe dunkei 
kastanienbraun. Kopf deutlich breiter als lang, glatt und glänzend, 
fein und anliegend behaart, zur Basis nur wenig verengt, Augen 
klein, Fühler mäßig schlank. Ihr 1. Glied 21% mal so lang wie breit, 


etwa so lang wie die zwei folgenden zusammen, das 5. 1'; mal so 


4 
Kr) 


mm 


1048 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 
lang wie breit, das 7. und 5. quer, das 9. und 10. wieder etwas 
länger als breit. Halsschild bedeutend länger als breit, vor der 
Mitte am breitesten, fein behaart und sehr fein punktiert, glän- 
zend, vor der Basis mit 4 kleinen Grübchen, deren mittlere von- 
einander so weit entfernt sind wie vom Seitenrande. Flügeldecken 
ohne Basalimpression, sehr gestreckt, fein punktiert, niederliegend 
behaart. 

Der Penis weicht im Bau von den bisher besprochenen Arten 
stark ab. Er ist sehr gestreckt, der basale Teil des Penisrohres brei- 
ter, kugelförmig, der distale schmäler, parallelseitig, die lateralen 
Flügel des Apex sind klein, der mittlere Teil ragt weit über sie 
nach hinten vor. | 

Bei der Sektion eines @ dieser Art von Le Kef in Tunis (lg. 
Normand) fand sich ein stark chitinisiertes spitzeiförmiges Re- 
ceptaculum seminis (vgl. Abb. 10), dessen Ausführungsgang dort, 
wo er am Receptaculum anschließt, gleichfalls stärker chitinisiert 
war. Es war mir nicht möglich, eine größere Anzahl von 99 ver- 
schiedener Eustemmus-Arten zu sezieren, um festzustellen, ob alle 
Arten der Gruppe ein derartig chitinöses Receptaculum besitzen 
und ob in der Form desselben spezifische Unterschiede bestehen. 


Verbreitung: 


Die Art scheint in Tunis und Algerien weit verbreitet zu sein. 


7. Eustemmus parmatus Rtt. 


Diese Art wurde von Reitter (1884) ganz unzulänglich be- 
schrieben und auch später in seiner Bestimmungstabelle (1887) 
nicht ausreichend gekennzeichnet. In Reitters Sammlung im 
Budapester Museum und auch in den Beständen des Naturhistori- 
schen Museums in Wien ist die Art nicht mehr vertreten. In dem 
mir von Herrn L. Kocher zugesandten Material befindet sich 
1 9, welches Kocher selbst in Asni bei Marrakesch gesammelt 
hat und welches als E. parmatus bestimmt ist. Unter den unbe- 
stimmten Exemplaren der Sendung Kochers fand ich weitere 
Exemplare derselben Art, auch mehrere 5%g. Diese Tiere weisen 
eine ziemlich große Variabilität auf, stimmen aber miteinander 
im Bau des männlichen Kopulationsapparates überein und zeigen 
auch mit der knappen Beschreibung Reitters eine ausreichende 
Übereinstimmung. Es ist daher höchst wahrscheinlich, daß sie tat- 
sächlich den E. parmatus repräsentieren. Ich gebe nachfolgend die 


Beschreibung. 


Franz: 2. Beitrag zur Kenntnis der wesimediterranen Eustemmus-Arten 1049 


Long. 2,4—2,6 mm, Körperfarbe dunkelrotbraun. 

Kopf wesentlich breiter als lang, glatt und glänzend auf Stirn 
und Scheitel, fein anliegend behaart, Augen klein und flach, die 
Schläfen zumeist ziemlich lang und fast parallel, Basaldecken breit 
abgerundet, bisweilen aber die Schläfen schon bald hinter den 
Augen in flachem Bogen verengt, stets nach hinten abstehend 
ziemlich lang und dicht behaart. Fühler sehr gedrungen gebaut 
(vgl. Abb. 11b). Das Basalglied kaum mehr als doppelt so lang wie 
breit, dicker als der Augendurchmesser, das 2. bis 4. je etwa 11; mal 
so lang wie breit, das 6. isodiametrisch, das 7. und 8. quer, auch 
das 9. und 10. breiter als lang. Halsschild nur wenig länger als 
breit, nahe dem Vorderrand am breitesten, oberseits glatt und 
glänzend, fein anliegend behaart, ohne Basalgrübchen. Flügel- 
decken um Y; bis 2/, länger als breit, etwas vor der Mitte am breite- 
sten, sehr fein punktiert, ziemlich dicht anliegend behaart, Schen- 
kel stark gekeult. 


1 
ki) 


Abb. 11: Eustemmus parmatus Rtt. 
a) Männlicher Kopulationsapparat ın Dorsalansıcht, 
b) Fühler. 
& aus dem Hohen Atlas (leg. Kocher). 
Abb. 12: Paraeustemmus vividus Ritt. 
a) Männlicher Kopulationsapparat, dorsolateral, 
b) Fühler. 
& von Taquelft, Hoher Atlas (leg. L. Kocher). 


1050 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


Penis (vgl. Abb. 11a) im Bauplan dem des E. algerinus ähn- 
lich, aber die Flügel des Apex vollkommen reduziert, nur noch 
durch eine scharfe Ecke jederseits angedeutet, der distale Teil der 
dorsalen Penisöffnung schmal, spaltförmig, nicht annähernd kreis- 
förmig, der Chitinrahmen um denselben schmal. 

Reitter gibt von E. parmatus an, daß er nur 2,0 mm lang, 
sein Halsschild etwas breiter als lang und nicht schmäler als die 
Flügeldecken sei. Diese Angaben passen nicht ganz auf die mir 
vorliegenden Tiere, diese zeigen aber in Körpergröße und Körper- 
form eine ziemlich große Variabilität und es ist daher durchaus 
möglich, daß Reitter ein besonders kleines und gedrungen ge- 
bautes Tier bei der Beschreibung vorgelegen hat. Im übrigen ist 
bekannt, daß Reitters Angaben über Körpermaße und -propor- 
tionen gelegentlich recht ungenau sind. 

Verbreitung: Marokko, und zwar: 

Umg. Marrakesch, Asni (lg. Kocher) 19; Tahnaout, 900 m, 
südlich von Marrakesch, 1529, III. 1946 (lg. Kocher); östlicher 
Gr. Atlas, 1500 m, Maison forestale de Tizqui, V. 1952, 1 5 (Präp., 
lg. Kocher); Nied. Atlas, El Ksiba, 151 9, 15.—80. IX. 1947 
(Präp., lg. Panouse); Iknioun, 2000 m, 1 9, IV.1949 (lg. Ko- 
cher). 

Die Art liegt somit nur aus höheren Gebirgslagen vor; loc. 
class. ist Casablanca. 


6. Eustemmus nudipennis Reitt. 


Von dieser Art habe ich nur ein einziges Exemplar, 1 J, ge- 
sehen. Dasselbe befindet sich in der Sammlung des Naturhistori- 
schen Museums in Wien und stammt aus der Sammlung Hauser. 
Auf einem zweiten Plättchen steckt unter dem Käfer ein Exemplar 
eines gelben Lasius, woraus zu schließen ist, daß das Tier bei dieser 
Ameisenart gefunden wurde. An der Nadel steckt ein Patriazettel 
mit der Inschrift „Oran, Dr. Escher“. Die Determination ist sicher 
richtig, da die Merkmale der Art unverkennbar sind. 

Schon Reitter hat darauf hingewiesen, daß E. nudipennis 
dem E. parmatus sehr nahesteht. In der Tat besteht im Bau des 
männlichen Kopulationsapparates fast völlige Übereinstimmung. 
Der Penis ist nur etwas länger und schlanker, in der Längsachse 
schwach gekrümmt und daher etwas asymmetrisch, der Chitin- 
rahmen um den distalen Teil der dorsalen Penisöffnung ist höher 
erhoben. 


Franz: 2. Beitrag zur Kenntnis der westmediterranen Eustemmus-Arten 1051 


Bedeutender sind die Unterschiede in den äußeren Merkmalen. 
Die Geißelglieder der Fühler sind wesentlich schlanker als bei E. 
parmatus, das 2. Glied ist beinahe dreimal, die folgenden drei sind 
reichlich doppelt so lang wie breit, bei der Vergleichsart übertrifft 
die Länge die Breite dieser Glieder dagegen kaum um die Hälfte 
ihres Betrages. Der Kopf ist, wie schon von Reitter hervorge- 
hoben wurde, im Verhältnis zur Breite länger, die Schläfen kon- 
vergieren fast geradlinig nach hinten, sie sind nach hinten ab- 
stehend bärtig behaart, im übrigen sind Kopf und Halsschild mit 
feinen anliegenden Haaren bedeckt. Die Flügeldecken sind kahl 
und nur sehr fein punktiert, während sie bei E. parmatus stärker 
punktiert, deutlich und ziemlich dicht behaart sind. Es kann dem- 
nach kein Zweifel darüber bestehen, daß es sich um zwei zwar nahe 
verwandte, aber doch spezifisch verschiedene Eustemmus-Formen 


handelt. 


9. Paraeustemmus nov. subgen. 


Das Subgenus Eustemmus umfaßt ungeflügelte, relativ große 
Scydmaeniden, die sich wahrscheinlich durch eine ganze Reihe von 
Merkmalen von den übrigen Arten der großen Gattung Scyd- 
maenus scharf generisch abtrennen lassen. Da die kustemmus- 
Arten aber als phylogenetisch alte Gruppe eine sehr weite Verbrei- 
tung besitzen und höchst wahrscheinlich die Mehrzahl der existie- 
renden Arten noch nicht beschrieben ist, wäre es verfrüht, heute 
schon eine endgültige systematische Umgrenzung zu geben. Ich 
beschränke mich daher darauf, in dieser Arbeit den westmediter- 
ranen Eustemmus-Arten s. str., ein neues Subgenus Paraeustem- 
mus m. gegenüberzustellen, um so zwei von den übrigen Arten 
stark abweichende Formen in einer eigenen Verwandtschafts- 
gruppe zusammenzufassen. Als Typus der neuen Untergattung 
wähle ich P. viıvidus Reitter. 

Das Subgenus Paraeusiemmus ist von Eustemmus s. str. durch 
dien Besitz einzelner lang abstehender Tastborsten im distalen Drit- 
tel der Flügeldecken und durch ganz anderen Penisbau verschieden 
(vgl. Abb. 10 und 11). Der Penis ist in seiner Längsmitte fast 
rechtwinkelig dorsalwärts geknickt und seine apikale Hälfte ist 
fast schaufelförmig ausgebildet. 

In die neue Untergattung sind vorläufig zwei Arten, P. vivi- 
dus Rtt. und P. kocherianus n. sp. zu stellen. Beide Arten sind auf- 
fällig schlank und durch den Besitz von vier Grübchen vor der 


1052 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955 


Basis des Halsschildes ausgezeichnet. Diese Merkmale kommen 
aber auch einigen Eustemmus s. str. zu, so daß sie für die Kenn- 
zeichnung des neuen Subgenus nicht verwendet werden können. 


10. Paraeustemmus vividus Rtt. 


Reitter (1807) vergleicht diese Art in der Originalbeschrei- 
bung mit Eustemmus olivieri Rtt., dem sie in der Tat in den 
Körperumrissen ähnelt. Er unterscheidet sie jedoch von der Ver- 
gleichsart durch aufstehende Behaarung und durch den Besitz einer 
flachen Längsdepression an der Basis der Flügeldecken. P. vividus 
ist weder in der Sammlung des Budapester Museums noch in den 
Beständen des Naturhistorischen Museums in Wien vertreten, wohl 
aber enthält das mir von Herrn L. Kocher aus Marokko zuge- 
sandte Material zwei Arten, auf welche die Reittersche Beschrei- 
bung bezogen werden kann. Ich fasse jene Art als die von Reitter 
beschriebene auf, die mir von einer größeren Zahl von !undorten 
vorliegt und die somit häufiger zu sein scheint. 

Eine dunkelrotbraune, sehr schlanke Art von 2,4—2,5 mm 
Körperlänge. 

Kopf breiter als lang, glatt und glänzend, fein und anliegend 
behaart, schon von den Augen an in flachem Bogen nach hinten 
verengt. Augen sehr klein, Fühler lang und schlank (vgl. Abb. 12b), 
ihr 1. Glied ist dreimal so lang wie breit, fast so lang wie die beiden 
folgenden zusammengenommen, das 5. gestreckt, wesentlich länger 
als das 4. und 6., das 7. und 8. nur wenig länger als breit, das 9. 
10. wieder gestreckter. Halsschild etwa birnförmig unweit hinter 
dem Vorderrande am breitesten, mit breit abgerundeten Vorder- 
ecken und nur wenig verrundeten Hinterecken, seine Scheibe glatt 
und glänzend, fein behaart, vor der Basis mit 4 Grübchen. Flügel- 
decken gestreckt, knapp °/;mal so breit wie lang, mäßig stark 
punktiert, schütter aber ziemlich lang und etwas abstehend be- 
haart, im hinteren Drittel mit einigen aufgerichteten Tastborsten, 
an der Basis mit ganz schwacher Längsdepression. Beine schlank, 
die Schenkel im distalen Drittel keulenförmig verdickt, die Schie- 
nen am Einde mit ziemlich langen etwas ungleichen Borsten besetzt. 

Penis (Abb. 12a) schlank, etwa in seiner Längsmitte fast 
rechtwinkelig dorsalwärts geknickt, der basale Teil breiter und 
dicker, die eigentliche Peniskapsel repräsentierend, der apikale 
Teil schmal und fast parallelseitig, im apikalen Drittel in eine Art 
Chitinschaufel auslaufend, die basalwärts sich schlitzförmig schlie- 


Franz: 2. Beitrag zur Kenntnis der westmediterranen Eustemmus-Arten 1053 


ßende. Penisöffnung tragend. Aus dieser ragt ein keulenförmiges 
Chitingebilde heraus, welches dem der Eustemmus-Arten ent- 
spricht. 

Verbreitung: Die Art liegt von folgenden marokkani- 
schen Fundorten vor: Taquelft, 1000—1600 m, an der Grenze zwi- 
schen Niederem und Hohem Atlas, 3 Ex., IV. 1945 (1 5 Präp., 1g. 
Kocher); Tighermatine, Hoher Atlas, 1500 m, 1 2, V.1945 (lg. 
Kocher); La Jacqueline, Marchand, 19, 11.1953 (lg. Kocher); 
Zoumi, Quezzane, 1 9, 11.1948 (lg. Kocher); zwischen Sale und 
Konitra 4 9, (lg. Alluaud). 


11. Paraeustemmus kocherianus n. spec. 


Von Korifla südl. von Rabat in Marokko liegt mir ein von 
Herrn L. Kocher gesammeltes Pärchen einer Paraeustemmus- 
Art vor, die dem P. vividus Reitter äußerst nahe steht, aber doch 
von ihrn spezifisch verschieden und bisher noch unbeschrieben ist. 

Die neue Art stimmt in 
Größe, Farbe und Gestalt 
mit P. vividus so vollkom- 
men überein, daß es genügt, 
eine Differenzialdiagnose zu 
geben, in welcher die Unter- 
schiede gegenüber der Ver- 
gleichsart hervorgehoben 
werden. 

Die Fühler sind etwas 
schlanker als bei P. vividus 
(vgl. Abb. 13b), besonders 
das Basalglied ist länger, es 
ist viermal so lang wie breit 
und kaum merklich länger 
als die beiden folgenden zu- 
sammengenommen. Das di- 
stale Ende der Vorderschie- 
nen trägt vollkommen 


Abb. 13: Paraeustemmus kocherianus sp. nov. gleich lange und im Ver- 
a) Männlicher Kopulationsapparat, 
dorsolateral, 
b) Fühler. 
oJ von Korifla südlich von Rabat, die Vorderschienen des 4 


Marokko (leg. L. Kocher). sind deutlicher gekrümmt. 


gleich mit P. vividus kür- 
zere und kräftigere Dornen, 


1054 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


Der Hauptunterschied besteht im Penisbau (vgl. Abb. 13a). 
Der Penis ist viel größer und voluminöser, im Verhältnis zu seiner 
Länge breiter, der schaufelförmige distale Teil ist kürzer und viel 
breiter als bei der Vergleichsart. 


Katalog (nur die besprochenen Arten umfassend). 


Genus Scydmaenus Latr. 


Subgenus Eustemmus Ritt. 


algerinus Rtt=I. typ. ©... 2 2.0 ZAleerien 
ssp. cobosi Franz . . . . Französ. Marokko 
ssp. kocheri Franz . . . . Französ. Marokko 
ssp. mateui Franz . . . . Französ. Marokko 
ssp. albaredai Franz . . . Andalusien 

expansus Rt. . . . 2 2... Algerien, Marokko 
bonnairei Guillebeau 

approximans Ritt. . . . . . . Algerien, Marokko 
? theryi Guillebeau 

georgi Bit. ... x. u. 3. Alserıen 

malagensis Franz . . . . . . Malaga 

olivieri Bit... .. 2 2.0.0.2. Imais, Alserien 
sternalis Guillebeau 

parmatus Ritt. . . . 2. 2...  Französ. Marokko 

nudipennis Ritt. ei ie, wre Algen 


Subgenus Paraeustemmus Franz 


vividus Ritt. . . . 2 2 2... Marokko 
kocherianus Franz . 2 0.0... Marokko 


Literatur 


Franz, H.: Zur Kenntnis der westmediterranen Scydmaenus-Arten aus dem 
Subgenus Eustemmus (Coleopt., Scydmaenidae). Eos 28, 1952, 57 
bis 69. 

Guillebeau, F.: Description de quelgues nouvelles especes de Col£opieres. 
L’Echange 13, 1897, 22—23. 

Peyerimhoff, P. d.: Nouveaux Coleopteres du Nord-africain (huitieme 
note: s. g. Eustemmus [Scyd.]). Bull. Soc. ent. France, 1909, 103 
a 105. 

Reitter, E.: Bestimmungstabellen der europäischen Coleopteren V. Paussidae, 
Clavigeridae, Pselaphidae und Scydmaenidae. Verh. zcol. bot. Ges. 
Wien 31, 1881, 443—591. 


Franz: 2. Beitrag zur Kenntnis der westmediterranen Eustemmus-Arten 1055 


Reitter, E.: Bestimmungstabellen der europäischen Coleopteren X. Nachtrag 
zu dem V. Teil, enthaltend: Clavigeridae, Pselaphidae und Scyd- 
maenidae. Verh. zool. bot. Ges. Wien 34, 1884, 59—94. 

Reitter, E.: Revision der Gattung Scydmaenus Latr. (Eumicrus Lap. et auct.) 
aus Europa und den angrenzenden Ländern. Wiener Ent. Ztg. 6, 
1387, 140— 145. 

Winkler, A.: Catalogus Coleopterorum regionis palaearcticae. Wien 1924 bis 
1932. 


Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 3, 1955 66 


1056 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


Zur Nomenklatur der europäischen 
/aılora-Arten 


Von Josef Breit, Wien 


Der ausgezeichneten, erschöpfenden Zilora-Studie von Seid- 
litz in „Naturgeschichte der Insekten Deutschlands“, V. Band, 
2. Hälfte, 2. Lieferung, 1895, p. 610, ist nichts hinzuzufügen, sie 
kann in allen Belangen, auch hinsichtlich der Unterscheidung der 
bekannten europäischen Arten, ferruginea Payk., Eugeniae Gglb. 
und elongata Sahlbg., vollinhaltlich anerkannt werden, mit Aus- 
nahme des hierbei zum ersten Male verwendeten Namens sericea 
Strm., anstatt des von Ganglbauer verwendeten Namens, bei sei- 
ner von ihm im Wienerwald wiederentdeckten und beschriebenen 
Zilora Eugeniae. Der Name sericea Strm. ist zweifellos ungültig, 
und es muß die Art den Namen Zilora Eugeniae Gglb. behalten! 
Zu diesem Thema schreibt auch Ganglbauer anläßlich einer ande- 
ren Arbeit in einer Fußnote der W.E. Z., XII. 1903, p. 114, wört- 
lich selbst: „Wenn Seidlitz l. c. für Zilora Eugeniae 1891 den Na- 
men Zilora sericea Strm. einführt, weil diese Art von Sturm 
(Deutsche Ins. Käf. II, 1807, 26) als Helops sericeus beschrieben 
wurde, so ist zu bemerken, daß der Name Helops sericeus Strm. 
1807 homonym mit Helops sericeus Pzr. 1800 (Fn. Germ. 
73,10) = Ptomaphagus sericeus und deshalb ungültig ist. 
Der Name Zilora Eugeniae Gglb. bleibt somit als berechtigt be- 


stehen!“ 


Frey: Coprophagen-Studien über neue und wenig bekannte Arten 1057 


Goprophagen-Studien uber neue und wenig 
bekannte Arten 


Von G. Frey 


Herr Dr. Delkeskamp vom Zoologischen Museum Berlin hat 
mir liebenswürdigerweise die Determination der Onthophagini er- 
möglicht, die sich ungefähr seit dem Jahre 1900 im Museum an- 
gesammelt haben und insbesonders die Ausbeuten verschiedener 
Expeditionen in die ehemaligen deutschen Kolonien Kamerun, 
Togo und Deutsch-Ost-Afrika darstellen. 

Herr D’Orbigny, Paris, der die bekannte Synopsis der Ontho- 
phaginiden verfaßte, hatte allem Anschein nach von diesen Aus- 
beuten keine Kenntnis, und sie sind ihm nur auf Umwegen über 
die Sammler direkt in einzelnen Stücken zur Kenntnis gelangt. Es 
befanden sich daher in den Ausbeuten sehr interessante Arten, 
unter denen die folgenden als neu zu betrachten sind. Mehrere 
Einzelstücke, die ebenfalls neu sein dürften, wurden nicht bearbei- 
tet, da ihre Zugehörigkeit sich nicht klar erkennen ließ. 


O. phalopsides n. sp. 


Dunkelbraun mäßig glänzend, einfarbig, Flügeldecken zuwei- 
len etwas heller, Beine und Fühlerkeule dunkelbraun. Die Ober- 
seite ist glatt, die Unterseite ganz kurz und hell behaart. Clypeus 
halbkreisförmig gerundet, Halsschild-Vorderecken mäßig vorge- 
zogen, die rechtwinkelige Spitze ist abgerundet. Halsschild-Vor- 
derseiten schwach nach außen gekrümmt, die Hinterseiten sind 
deutlich geschweift, die Basis gerandet. Die Punktierung ist fein 
und dicht, auf der Scheibe ist sie gemischt aus flachen und tiefen 
Punkten. An den Seiten werden die Punkte gröber und etwas 
rugos. Flügeldecken sind im Grunde chagriniert, leicht gestreift, 
die Zwischenräume gewölbt und sehr spärlich und unregelmäßig 
fein granuliert. Das Pygidium ist weitläufig mit flachen Punkten 
ausgezeichnet. 

J’ Kopf dicht mit groben und feinen Punkten gemischt punk- 
tiert. Clypeus nicht von der Stirn getrennt. Der Hinterrand ist wie 
bei den Phalops-Arten in 2 flache Hörner ausgezogen, welche fast 


66* 


1058 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd.6, 1955 


& Onthophagus phalopsides n. sp. 


in der gleichen Ebene wie die Kopfplatte liegen und nur wenig ab- 
stehen. Die Hörner sind unten breit, verjüngen sich gleichmäßig, 
anfangs divergieren sie, dann krümmen sie sich von der Mitte an 
zu fast parallelen Spitzen. Bei gut entwickelten Exemplaren über- 
ragen die Spitzen etwas das Halsschild, schwächer entwickelte Ex- 
emplare zeigen nur kurze gerade Hörner, die durch eine halbkreis- 
förmige Leiste verbunden sind. Zuweilen sind sie bei besonders 
gut entwickelten Exemplaren auch halbkreisförmig gebogen. Der 
Halsschild-Absturz hinter den Hörnern ist doppelseitig ausgebuch- 
tet, die Ausbuchtung nur ganz schwach punktiert. 

Q@ Kopf verworren granuliert. Clypeus durch eine vor den 
Augen liegende leicht gekrümmte Leiste begrenzt. Am Hinterrand 
des Kopfes eine wesentlich höhere Leiste, deren beide Enden zu 
einem flachen Zahn ausgezogen sind. Halsschild-Absturz in der 
Mitte mit einem undeutlichen Tuberkel. 

Länge 8&—9 mm. Die Art ist in der Synopsis von D’Orbigny 
nicht leicht zu plazieren; am ehesten gehört sie noch in die 9. 
Gruppe. Fundort Karibib S. W. Afrika IV. 1901. 9 3, 59, Typen 


ım Berliner Museum und Paratypen in meinem Museum. 


O. gnu n. sp. 


Schwarz glänzend, Flügeldecken gelb mit schwarzer Sutural- 
naht und je einem schmalen, queren, S-förmigen Flecken in der 
Mitte zwischen 3. und 6. Zwischenraum, dazu einen über die Naht 
reichenden 3eckigen Flecken im letzten Drittel der Flügeldecken, 
Pygidium schwarz, nur ganz kurz behaart, Oberseite glatt, Fühler- 
keule gelb. Olypeusrand seitlich gerundet, vorne tief ausgerandet, 
2 Lappen bildend. Der Clypeus ist in der Mitte fein und dicht 


Frey: Coprophagen-Studien über neue und wenig bekannte Arten 1059 


punktiert, an den Seiten leicht ge- 
runzelt. Stirn ebenfalls gerunzelt 
mit einzelnen feinen Punkten ge- 
mischt; es ist keine Leiste vorhan- 
den. Der Hinterrand des Kopfes ist 
wie bei Phallops- Arten in zwei 
breite sehr flache schaufelförmige 
Hörner ausgezogen, welche fast in 
der Kopfebene liegen, dann sich ab- 
rupt verengen, um sich als runde 
einwärts und aufwärts gebogene 


Hörner fortzusetzen. An der Innen- 
seite bei der Verengung ist ein 
scharfer Zahn ausgebildet. Die Schaufeln haben einzelne runzelige 
Punkte, die Hörner sind glatt. Das Halsschild ist gerandet mit 
breitem Absturz, dort zerstreut und fein punktiert. Die Basis und 
Seitenränder mäßig dicht und fein, die Scheibe mäßig dicht und 
grob punktiert. Die Halsschildvorderecken sind vorgezogen und 
spitz, die Vorderseiten leicht ausgeschweift, Hinterseiten gerade, 
Hinterecken flach verrundet. Die Flügeldecken sind leicht ge- 
streift, Streifen eng mit wenigen eingestochenen Punkten. Die 


& Onthophagus gnu n. sp. 


/wischenräume sparsam und mäßig fein punktiert, das Pygidium 
grob punktiert. 

Länge 5 mm, 1 Exemplar 5, Süd-West-Afrika Gobabis leg. 
Beetz. Auch bei dieser Art ist die Zugehörigkeit zweifelhaft; sie 
ist besonders durch die ähnliche Hornbildung mit der vorher- 
gehenden Art verwandt. Der Clypeus und die sonstigen Merkmale 
verweisen sie in die 11. Gruppe. Holotype im Museum Berlin. 


Ö. protuberans n. sp. 


Schwarz, matt, Ober- und Unterseite glatt. Flügeldecken an 
der Basis des 5. und 6. Zwischenraums mit einem rotgelben, rund- 
lichen Flecken. Clypeus gleichmäßig nach vorne verengt, die Spitze 
abgestützt und breit aufgebogen. Oberseite des Kopfes gleichmäßig 
dieht und mittelmäßig grob punktiert; ohne Leiste, der Hinter- 
rand des Kopfes ist in der Mitte ein wenig aufgebogen. Es ist kein 
Tuberkel und keine nennenswerte Vertiefung vorhanden. Das 
Halsschild ist in der Mitte mit einem breiten sehr kräftigen Vor- 
sprung versehen, dessen Seitenränder ein wenig divergieren und 
dessen Vorderrand in der Mitte eingeschnitten und leicht aufge- 
bogen ist. Beiderseits des Vorsprungs ist das Halsschild bis zu den 


1060 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


& Onthophagus protuberans n. sp. 


Vordereeken tief ausgehöhlt. Die Oberfläche ist dieht und grob 
punktiert, die Ränder der Punkte fließen netzartig zusammen. Die 
Vorderwinkel des Halsschildes sind spitz, die Vorderseitenränder 
gerade, die Hinterseitenränder ganz leicht geschweift. Die Basis 
ist gerandet. Die Aushöhlungen im Absturz des Vorsprungs sind 
ganz fein punktiert. Flügeldecken fein gestreift, die Zwischen- 
räume flach und mit kleinen länglichen Körnchen dicht besetzt. 
Das Pygidium ist ebenfalls ziemlich dicht und fein granuliert. 

Die Art gehört zu dorsuosus in die 18. Gruppe. Der Vorsprung 
des Halsschildes ist aber viel größer; er überragt das Halsschild 
um ca. Y; seiner Länge. Außerdem unterscheidet sich O. protube- 
rars durch die Flecken auf den Flügeldecken und durch das Py- 
gidium sowie durch die Punktierung von dorsuosus. 

Länge 51%—6 mm, 2 7, Tendaguru b. Lindi und Massai- 
steppe /Ost-Afrika, leg. Janensch. Dr. Schröder, Holotype im Mu- 


seum Berlin, Paratype in meinem Museum. 


O. hamatus n. sp. 


Dunkelbronzefarbig, Fühlerkeule gelb/dunkelbraun, Ober- 
und Unterseite glatt, Halsschild zerstreut mit gröberen und feinen 
Punkten gemischt punktiert. Beim 2 Punktierung dichter. Vor- 
derseiten gerade, die Spitzen gerundet, Hinterseiten fast gerade, 
Basis ungerandet. Flügeldecken sind fein gestreift, die Streifen 
eng punktiert, die Zwischenräume flach und an der Naht nur mit 
einzelnen groben Punkten ausgezeichnet. Gegen den Seitenrand 
zu wird die Punktierung allmählich stärker, der letzte Zwischen- 
raum ist grob und ziemlich dicht punktiert. Das Pygidium ist 
querrunzelig und dicht punktiert. 


Frey: Coprophagen-Studien über neue und wenig bekannte Arten 1061 


o' forma major: 


Clypeus glatt, die Seitenränder konisch verlaufend, die Spitze 
breit abgerundet und der Vorderrand stark aufgebogen. Es ist 
keine Leiste, höchstens eine ganz schwache Wölbung zwischen 
Scheitel und Clypeus vorhanden. Der Scheitel ist in eine breite 
quadratische Platte aufgebogen, der Hinterrand dieser Platte ist 
in der Mitte zu einem flachen, zuerst nach oben, dann nach vorne 
und wieder kurz nach oben gebogenen, hakenförmigen Horn aus- 
gezogen. Die Ecken der Platte sind stark verrundet. Der Absturz 
des Halsschildes ist hinter der Armatur des Kopfes ausgerandet. 


& Onthophagus hamatus sp. n. Q Onthophagus hamatus n. sp. 
f. major n. 


cd’ forma minor: 


Die Clypeus-Spitze ist etwas weniger stark aufgebogen. Der 
Clypeus ist ganz fein punktiert und in der Begrenzung zwischen 
Clypeus und Scheitel befindet sich eine schwache, leicht gebogene 
Leiste, welche in einem stumpfien Winkel abbricht und sich eben- 
falls leicht gebogen bis zum Rand des Kopfes fortsetzt. Der Schei- 
tel ist glatt und endet in eine dreieckige Platte, welche in einem 
kurzen, leicht gekrümmten Horn ausmündet. Das Halsschild ist 
entsprechend weniger ausgebuchtet. 

Q Glypeusrand flach und gleichmäßig gerundet, kaum auf- 
gebogen, Oberseite des CGlypeus querrunzelig, die Wangen dicht, 
der Scheitel ganz fein punktiert. Zwischen Clypeus und Scheitel 
befinden sich 2 Leisten, die vordere ist schwächer und verlängert 
sich bis zum Ende des Kopfes, die hintere ist stärker, aber kürzer, 
und läuft am Ende in kurzem Bogen gegen die untere Spitze der 
Augen aus. Beide Leisten sind ganz schwach gebogen und parallel. 
Der Hinterrand des Scheitels ist zu einer schmalen Lamelle auf- 


1062 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 
gebogen. Die Lamelle erreicht nicht den Vorderrand des Hals- 
schildes, sie ist im Querschnitt oval nach hinten gekrümmt. 

Länge 8—9,5 mm, 6 7, 12 9, Fundorte Panganisteppe, Papy- 
rus-Sümpfe südöstl. Kilimandscharo und Massaisteppe und Pareh- 
Gebirge, leg. Schröder 1906 ehem. Deutsch-Ost-Afrika. Die Art 
‘ist nicht leicht in die Tabelle von d’Orbigny einzureihen. Einer- 
seits gehört sie nach dem 9 einwandfrei in die 7. Gruppe, die sich 
durch 2 vordere Leisten auszeichnet, andererseits ist die Forma 
major des 5 dem Olypeus entsprechend zur Gruppe 19 gehörend. 
Das ist ein weiterer Beweis, daß dieses bis jetzt noch nicht geän- 
derte System eben ein künstliches ist. Ich möchte sie aber doch 
zur 7. Gruppe stellen. Sie ist auch verwandt mit O. usambaricus, 
dessen einzig vorhandene Type ich dank des Entgegenkommens 
von Prof. Sachtleben vom Deutschen Entomologischen Institut ein- 
sehen konnte. OÖ. usambaricus hat aber am Scheitel nur eine kurze, 
oben ausgebuchtete Leiste und Schwielen vor den Augen. 

Type im Berliner Museum, Paratypen in meinem Museum. 


O. rana Arrow 9 


In der Sammlung des Pariser Museums befindet sich eine An- 
zahl OÖ. rana Arr. vom Originalfundort Kokoikanal/Südindien, 
darunter 11 9. Arrow, der O. rana beschrieben hat, kannte nur ein 
o. O. rana 9 unterscheidet sich von OÖ. rana 95' durch die quer- 
runzelige Punktierung des Clypeus und durch eine etwas längere 
und feinere Leiste mit leicht gebogenen Enden vor der geraden 
Leiste, welche Clypeus und Scheitel begrenzt. O. rana 2 hat also 
zwei Leisten, O. rana 5' nur eine Leiste. Der Scheitel des 2 trägt 
wie der des 7 einen Tuberkel. Sonst ist zwischen den beiden Ge- 
schlechtern dieses interessanten Tieres kein ersichtlicher Unter- 
schied vorhanden. 


(O. impuneticollis m.) — O. atropolitus d’Orbigny. 
Ich hatte Gelegenheit, in Paris die Type des O. atropolitus zu 


sehen, und es hat sich herausgestellt, daß die von mir in den Mit- 
teilungen der Münchener Entomologischen Gesellschaft, 1950, be- 
schriebene Art O0. impuncticollis identisch mit O. atropolitus ist. 
Die Type war mir damals unzugänglich, und die beschriebenen 
Stücke sind ausgesprochen matt, während O. atropolitus stark 
glänzend ist. Es sind aber in Paris und Berlin alle Übergangsfor- 
men vorhanden, so daß eine Aufrechterhaltung der Art O. im- 
puncticollis nicht mehr gegeben erscheint. Ich ziehe sie daher ein. 


Frey: Coprophagen-Studien über neue und wenig bekannte Arten 1063 


Im übrigen gehört nach der Gruppenbestimmungstabelle der 
Fauna of British India von Arrow O. atropolitus in die dama- 
Gruppe und nicht in die 13. Gruppe, wie aufgeführt, da das Hals- 


schild keine rugose Punktierung aufweist. 


Unter den im Berliner Museum befindlichen Caccobius-Arten 
sind folgende neue Formen: 


Caccobıus bicornutus sp... 


Behaarung schwarz, Schenkel und Pygidium rotbraun, Flügel- 
decken hellrot bis dunkelrotbraun mit schwarzer Naht, je 3 große 
Flecken, davon einer um die Schulterbeule herum, dieselbe jedoch 
freilassend, 2 weitere etwas von der Basis des 2. und #. Zwischen- 
raums entfernt. Die Streifen und Zwischenräume unregelmäßig 
schwarz gefleckt. Clypeus breit und flach gerundet. Oberseite und 
Wangen sind sparsam granuliert und kurz gelblich behaart. Zwi- 
schen Clypeus und Hinterkopf befindet sich eine parallel zum 
Rand laufende, schwache Leiste, welche vor den Augen abbricht 
und sich in stumpfem Winkel bis zum Rand des Clypeus fortsetzt. 
Die Leiste verläuft am Vorderrand der Augen, an deren Innenrand 
wird sie begrenzt von 2 flachen und breit nach oben spitz zu- 
laufenden, etwas nach hinten geneigten, kurzen Hörnern. Der 
Scheitel zwischen den Hörnern ist glatt. 

Halsschild ist wenig dicht punktiert, am Absturz glatt, die 
Punktierung besteht aus größeren und kleinen Punkten. Am Ab- 
sturz des Halsschildes befinden sich 3 runde Tuberkel, zwei neben- 
einander und der dritte diesen vorgesetzt. Die Vorderseitenränder 
des Halsschildes sind leicht gekrümmt, die Hinterseitenränder aus- 
geschweift, die Vorderecken wenig vorgezogen und stark gerundet. 
Die Basis des Halsschildes ist gerandet. Die Flügeldeckenstreifen 
sind punktiert und die Zwischenräume sparsam und unregelmäßig 
granuliert, die Körnchen klein. Das Pygidium ist sparsam punk- 
tiert mit einigen wenigen Körnchen dazwischen. 

Länge 5 mm, Sansibar leg. Reimer-Schulz, 1 5' Tanganyika 
Mhonda leg. Sichel 1 4. Type im Berliner Museum, Paratype in 
meinem Museum. 

Die Art ist mit keiner anderen afrikanischen Art verwandt. 


Caccob. eonifer sp. n. 


Schwarz, mäßig glänzend, Oberseite kurz abstehend behaart. 
Gestalt etwas länger gestreckt als gewöhnlich. Clypeusrand flach 


1064 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


gerundet mit schwachem Ausschnitt begrenzt von 2 stumpfen Zäh- 
nen. Oberseite des Clypeus unregelmäßig und grob punktiert mit 
wenigen kleinen Punkten dazwischen. Es ist keine Leiste vorhan- 
den. Zwischen den Augen befindet sich ein sehr kräftiger konus- 
förmiger Tuberkel, der leicht nach vorne geneigt ist. 


Halsschild stark und gleichmäßig mit Nabelpunkten besetzt. 
Der Vorderrand im mittleren Drittel stark lappenförmig vor- 
springend. Der Vorsprung dreieckig tief ausgerandet. Der Tuber- 
kel des Scheitels paßt genau in den Aus- 
schnitt des Halschildlappens. Vordersei- 
ten des Halsschildes gerade, Hinterseiten 
leicht geschweift. Vorderecken vorge- 
zogen und spitz, Basis gerandet. Flügel- 
decken fein gestreift, die Zwischenräume 
flach und die Doppelreihen nicht sehr 
fein punktiert. Pygidium nicht sehr dicht, 
srob und etwas runzelig punktiert. 

Länge 5 mm, 1 5, Uam Gebiet 
Kamerun VI. 1914 leg. Tessmann. Die 
Art ist mit Cacc. ferrugineus nahe ver- 
wandt, unterscheidet sich aber von ihr J Caccobius conifer n. sp. 
durch den riesigen Tuberkel und die viel 
stärkere Punktur des Halsschildes sowie vor allen Dingen durch 
den eingeschnittenen Clypeus. Das einzige Exemplar befindet sich 
als Holotype im Berliner Museum. 


Caccob. foveolatus n. sp. 


Oberseite schwarz, mäßig glänzend, abstehend gelbbraun be- 
haart, Beine braun, Clypeus gleichmäßig gerundet, vorne abge- 
stutzt. Oberseite des Kopfes gleichförmig sehr grob gerunzelt. 
Halsschild-Vorderecken spitz, Vorderseiten gerade, Hinterseiten 
ganz schwach ausgeschweift, Basis gerandet. Die Oberseite des 
Halsschildes ist auf der Scheibe mäßig, an den Seiten dicht, zum 
Teil zusammenfließend grubenförmig punktiert. Am Absturz in 
der Mitte eine längliche, glatte Beule, Flügeldecken fein gestreift, 
die Streifen mit schwachen Punkten gekerbt, die Zwischenräume 
grob, an den Seitenrändern zusammenfließend punktiert. Die 
Schulterbeule fast glatt. Pygidium gleichmäßig mit groben und 
feineren Punkten besetzt. 


J' Glypeus mit einer schwachen, parallel zum Rand gebogenen 


Frey: Coprophagen-Studien über neue und wenig bekannte Arten 1065 


Leiste nicht ganz den Augenrand erreichend. Scheitel mit einem 
kurzen nach hinten gebogenen spitzen Horn. 

Q nur mit einer Leiste auf dem Olypeus, Scheitel ohne Aus- 
zeichnung. Bei besonders schwach entwickelten Exemplaren Leiste 
und Horn nur angedeutet. 


Länge 3,5 mm, 37 29 Akoafim Kamerun leg. Tessmann. Die 
Art steht dem Cacc. fuliginous Roth. nahe, unterscheidet sich aber 
durch das Horn auf dem Scheitel und die grob punktierten Flügel- 
decken. 


Type im Berliner Museum, Paratypen in meinem Museum. 


Caceob. Schreberi L. 


Aus Fort Hall und Mulongo, British-Ost-Afrika liegen mir 
einige Caccobius vor, die sich einwandfrei als Caccob. Schreberi 
herausstellten. Meines Wissens ist Caccob. Schreberi nur aus dem 
palaearktischen Gebiet bekannt, so daß dieser Fundort eine be- 
merkenswerte Neuerscheinung ist. 

Herr Dr. Zumpt, der nach wie vor fleißig für das Museum 
Frey sammelt, hat eine ausgezeichnete Ausbeute aus Betschuana- 
land übersandt. Unter dieser befand sich ein neuer Bolboceras, den 


ich nachfolgend beschreibe. 


Bolboceras Zumpti n. sp. 


Hellbraun, Untergrund glatt, nicht chagriniert, Vordertibien 
mit 7 Zähnen, Labrum leicht eingeschnitten, ohne Querleiste. Cly- 
peus hinter dem Vorderrand mit einer nach vorne gewinkelten 
Leiste. Zwischen dem Clypeus und der Stirn befindet sich eine 
2. Leiste, welche ungefähr %3 des Zwischenraumes bis zu den 
Wangen ausfüllt und an den Ecken leicht gezähnt ist. An der 
Verbindung Olypeus — Wangen eine kurze, tuberkelförmige nach 
innen gebogene Leiste, welche aber keinen Zusammenhang mit 
der 2. großen Leiste besitzt, sondern in dem Zwischenraum zwi- 
schen der 1. und 2. Leiste ausmündet. In der Höhe der Augen- 
mitte befindet sich eine dritte, ganz schwache Leiste, etwas kürzer 
als die zweite. Oberseite des Labrums und des Clypeus sehr stark, 
netzförmig punktiert, die Stirn vorne stark, dann gegen den Schei- 
tel zu mäßig quergerunzelt. 

Am Halsschild- Absturz hinter den Augen 2 tiefe Gruben außen 
begrenzt durch einen runden Höcker. Der durch diese Gruben 
gebildete Vorsprung ist durch eine gerade Leiste ausgezeichnet. 


1066 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg.Frey, Bd. 6, 1955 


Von der Mitte dieser Leiste an zieht sich eine flache Furche bis 
kurz vor die Basis. Vorderecken des Halsschildes spitz. Die Ober- 
seite ist an den Seiten dicht, die Scheibe weniger dicht und grob 
punktiert. Die Basis und die Gruben ohne Punkte. Das Halsschild 
ist gerundet, neben dem Rand eine Reihe grober Punkte. Schild- 
chen ist gerundet, neben dem Rand eine Reihe grober Punkte. 
Schildchen fein punktiert. Flügeldecken gestreift, die Streifen bis 
auf den 2.5.8. durchgehend, mit runden Punkten gekerbt, Zwi- 
schenräume glatt. 

Länge 8&—9 mm, 1 95 Nata, Betschuanaland, XII. 1954, 1 5 
Potschefsstrom Transvaal 1951 leg. Dr. Zumpt. Die Art ist ver- 
wandt mit auspicatum, unterscheidet sich aber durch die Kon- 
struktion der Leiste auf dem Kopf und auch durch die Gruben am 
Haisschild von ihr. Type in meinem Museum. 


Aus der Chronik des Museums Frey 1067 


Aus der Chronik des Museums Frey 


Wieder sind 2 Jahre seit der Veröffentlichung der letzten 
Chronik vergangen und mit der vorliegenden Broschüre insgesamt 
5 Hefte der Entomologischen Arbeiten, darunter ein Sonderband 
von Dr. A. Horion, erschienen. Unsere Schriften geben genügend 
Rechenschaft über die Tätigkeit der Mitarbeiter des Museums 
Frey, doch verdienen noch einige wichtige museale Neuigkeiten 
hervorgehoben zu werden; insbesonders möchte ich in den folgen- 
den Notizen als Ergänzung zu den einzelnen Arbeiten Hinweise 
über die Herkunft bzw. den Erwerb von Insektenmaterial geben, 
das die Grundlage für zahlreiche systematische Abhandlungen in 
unserer Zeitschrift bildete. 

An neuen Original-Ausbeuten sind bis jetzt im Museum Frey 
eingetroffen: 

Etwa 6500 Käfer (hauptsächlich Gerambyciden, Tenebrioni- 
den, Alticiden und Eumolpiden) mit vielen neuen, von Dr. Be- 
chyne bereits publizierten Chrysomeliden-Arten, die Herr Konsul 
Frey mit seiner Gattin und Tochter (letztere sammelte nach den 
Schilderungen Herrn Freys besonders eifrig) auf einer Z2monatigen 
Reise in Venezuela (Umgebung Caracas, Rancho Grande), Trini- 
dad und Jamaica von Dezember 1953 bis Januar 1954 einsammelte. 

Eine zwar quantitativ geringe Ausbeute, aber mit auffällig 
schönen und großen Buprestiden-Serien von einer Ägypten-Tour, 
die Herr Konsul Frey mit seiner Gattin und Herrn Gutleben unter- 
nahm und die ihn ins Sudangebiet bis nach Khartum führte (No- 
vember bis Dezember 1954). 

Über 6000 Coleopteren, darunter ca. 2700 Staphyliniden, wel- 
che von einer 4wöchigen CGypern-Exkursion stammen, die der 
Unterzeichnete mit seiner Frau dank eines finanziellen Beitrags 
von Herrn Frey im Mai dieses Jahres durchführen konnte. 

Etwa 2000 Käfer aus dem chinesisch-tibetanischen Grenz- 
gebiet (Wassu-Gebiet) von der Sammeltätigkeit des Herrn W. 
Friedrichs, leg. 1938. 

Mehrere große Teilsendungen mit z. T. sehr interessanten 
Käfern von Herrn H. Demarz aus West-Australien (Umgebung 
Perth); dann besonders schätzenswerte Kleintiere von der Kongo- 


Reise (Leopoldville, Stanleyville) des Herrn Prof. Dr. Franz und 


1068 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 


schließlich die coleopt. Resultate von Herrn Dr. Zumpt aus Süd- 
afrika mit über 6000 Exemplaren aus dem Bechuanaland. 

Außerdem sind erwähnenswert die Ausbeuten von Pater Hartl 
(Ostafrika), Dr. Löffler (Peru), Pater P. Buck, der Herren Walz, 
Weyrauch und F. Plaumann (besonders mit südamerikanischen 
Chrysomeliden) und von S. Nathan, der z. Zt. im Auftrag des 
Museums Frey die Wüste Tharr besucht, von wo wir gute Sammel- 
ergebnisse erwarten, zumal uns von dort noch keine Käfer-Aus- 
beuten bekannt sind. 

Während diese Zeilen erscheinen, stehen Herr Konsul Frey 
und seine Gattin wieder am Beginn einer neuen großen Sammel- 
reise, die sie diesesmal nach Brasilien (Iguassou, Belem und Rio- 
Gegend) führen wird. Dagegen ist Herr Dr. Bechyne mit seiner 
Gattin schon Ende September nach Nigeria abgereist, mit dem 
Ziel, auch in Kamerun und Fernando-Po Käfer zu erbeuten. Wir 
wollen hoffen, daß die beiden Reisen erfolgreich verlaufen und 
deren Ausbeuten dann auch unserem Präparator für ein weiteres 
Jahr eine Beschäftigung geben. 

Durch Kauf erwarb das Museum Frey im vergangenen Jahr 
die Alticiden der Sammlung Heikertinger, dann eine bedeutende 
ägyptische Spezialsammlung mit etwa 350 Typen von A. Alfieri, 
ferner die Gureulioniden und Chrysomeliden (einschließlich der 
Typen) der Brancsik-Sammlung von Dr. Knirsch, Wien, und aus 
dessen eigener Kollektion die exot. Cerambyciden, die Dynastiden 
und einzelne Lucaniden :und endlich in diesem Jahr die Glenea- 
Kollektion (CGeramb.) in 500 Arten und 200 Typen von Dr. S. 
Breuning, Paris. 

Einen regen Besuch von in- und ausländischen Fachkollegen 
hatte das Museum Frey auch in den beiden abgelaufenen Jahren 
wieder zu verzeichnen. Der Austausch unserer volumenmäßig in- 
zwischen stark angewachsenen museumseigenen Zeitschrift mit 
den Publikationen anderer uns nahestehender Institute und Privat- 
Entomologen wurde weiter intensiviert, was nicht zuletzt das Ver- 
dienst des Herrn H. Bauer, unseres neuen, hauptamtlich beschäf- 
tigten Bibliothekars ist. 


E. Haaf 


Druckfehlerberichtigung 1069 


Druckfehlerberichtigung 


In Heft 1 dieses 6. Bandes (1955) sind in dem Artikel „Die 
Cicindelen, Caraben und Calosomen (Col.) der Afghanistan-Ex- 
pedition 1952 und 1953 J. Klapperichs“ von K. Mandl folgende 
sinnstörende Fehler zu berichtigen: 

Auf p. 321 soll es unter der Zeichnung nicht ssp. nuristanica 
m.. sondern ssp. badakshana m., und in der Überschrift der Ver- 


öffentlichung nicht 1951 und 1952, sondern 1952 und 1953 heißen. 


Die „Entomologischen Arbeiten“ dienen als Publikationsorgan für die Mitarbeiter 
resp. Bearbeiter der wissenschaftlichen Sammlung des Museums G. Frey. Entspre- 
chend den Aufgaben des Museums Frey werden vornehmlich Arbeiten veröffent- 
licht, die Beiträge zur Förderung der systematisch-morphologischen Coleopterologie 
darstellen. 

Die „Entomologischen Arbeiten” können entweder im Tausch gegen andere ento- 
mologische Zeitschriften und Einzelveröffentlichungen oder durch die Naturwissen- 
schaftliche Buchhandlung Dr. E. Reitter, München 15, Waltherstraße 27, bezogen 


werden. 


Die Autoren werden um Beachtung folgender Punkte gebeten: 


a) Manuskriptsendungen und Anfragen bezüglich der Drucklegung sınd an den 
Schriftleiter Dr. E. Haaf, Museum G. Frey. Tutzing bei München, zu richten. 

b) Die Manuskripte sollen druckfertig in Maschinenschrift in doppeltem Zeilen- 
abstand mit breitem Rand auf einseitig beschriebenen Blättern abgefaßt sein. 

ec) Art- und Gattungsnamen, die in Kursivschrift erscheinen, sind zu unterschlän- 
geln, zu sperrende Textstellen mit unterbrochener Linie zu unterstreichen. 
Der in Kleindruck erwünschte Text ıst am Rande mit einer vertikalen ge- 
schlängelten Linie zu kennzeichnen. 

d) Textzeichnungen können nur in klischierfertigem Zustand angenommen werden. 

e) Die Verfasser sınd für Form und Inhalt ihrer Arbeiten allein verantwortlich. 

f) Jedem Autor werden 30 Sonderabdrucke seiner Arbeit gratis zugesandt. 


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